Taiwan 4: South and West

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04.06.2019 – 11.06.2019

Kenting Nationalpark 04.06.2019 & 05.06.2019

Viel zu früh ist es als wir aufstehen und wir freuen uns schon, wenn wir Mal wieder ausschlafen können. Netterweise haben die Hostelmitarbeiter uns bereits um 5 Uhr das Frühstück bereitgestellt, so dass wir nicht mit knurrendem Magen los müssen. Weshalb wir den Zug um 6 Uhr nehmen? Das es die günstigste Verbindung ist und wir so noch etwas vom Tag haben werden. Denn der Weg ist lang. Wir fahren bis Fangshan, von wo aus wir etwa zwei Kilometer zu Fuss gehen müssen, bis wir bei der Bushaltestelle sind. Die Zughaltestelle scheint ziemlich verlassen. Der Weg führt uns durch Felder, wo wir die ersten Arbeiter sehen. Die meisten winken oder rufen uns freundlich zu, Touristen hier auf der Strasse sind wohl nicht so häufig. Die Gegend ist noch nett, hat aber wohl nicht viel zu bieten. Bei der Bushaltestelle warten bereits zwei ältere Personen, die uns sofort fragen, wo wir hinwollen. Wir teilen ihnen mit, dass wir in den Kenting Nationalpark gehen wollen und prompt kommt bereits 10 Minuten später ein Bus angedüst. Nach unseren Recherchen hätten wir noch über eine Stunde warten müssen, aber umso besser. Viel schneller als erwartet, erreichen wir Kenting, so dass wir bereits um 10 Uhr zum Einchecken bereit wären. Die Unterkunft leider noch nicht, aber wir dürfen unser Gepäck wie üblich hier lassen. Wir besuchen diverse hübsche Strände hier in der Umgebung und machen es uns bei einem gemütlich, um schwimmen zu gehen. Das Klima ist hier nicht besser und wir sind über jede Abkühlung froh. Der Platz bietet sogar noch einigermassen guten Schatten, weshalb wir eine zeitlang hier verweilen. Nach einem erfrischenden kühlen Bier warten wir auf den nächsten Bus, der uns ganz in den Süden zum Eluanbi Leuchtturm bringen sollte. Die Umgebung hier hat einiges zu bieten, denn nebst den Leuchtturm können wir durch den Wald spazieren und haben immer mal wieder einen schönen Ausblick auf das Meer. Zum Abschluss des Tages spazieren wir noch an Taiwans südlichsten Punkt, bevor wir zurück zur Unterkunft gehen, um einzuchecken. Am Abend spazieren wir durch den eindrücklichen Nachtmarkt von Kenting und probieren einige Spezialitäten. Es gibt aber auch ziemlich heftige Fischgerichte, wie Oktopus oder Hai. Bei einem Stand sehen wir sogar wie der Koch die lebendige Fische auf einen Spiess steckt, was doch etwas zu viel des Guten ist. Aber eindrücklich ist der Markt auf alle Fälle und Manuela findet ein paar leckere vegetarische Gerichte. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns einen leckeren Bubble Tea, bevor wir in unser gemütliches klimatisiertes Zimmer verschwinden. 

Nachdem wir endlich richtig ausgeschlafen haben, machen wir uns auf den Weg und wollen mit dem Bus einen Park in der Nähe besuchen. Als wir bei der Bushaltestelle ankommen und näher hinschauen, stellen wir fest, dass der besagte Bus nur am Abend fährt. Also versuchen wir unser Glück, um einen Roller zu mieten. Das haben wir, obwohl uns der Vermieter sagt, dass wir keine Versicherung hätten, weil wir den internationalen Führerschein nicht vorweisen können. Da wir aber sowieso nicht damit gerechnet haben hier versichert zu sein, macht uns das wenig aus. Wir sind happy wieder flexibel zu sein, denn so können wir wieder ganz andere Ziele ansteuern. Wir machen zuerst einen Schlenker Inland durch den Sheding Nature Park, bevor wir wieder an die Küste gelangen. Wir passieren ein hübsches Dörfchen nach dem anderen und an der Ostseite kommen wir an diversen wunderschönen Aussichtspunkten auf die Küstenlandschaft vorbei. Danach wird es langsam etwas weniger Touristisch und die Dörfer sehen noch ziemlich ursprünglich aus. Auf der Karte haben wir einen offensichtlichen Weg entdeckt, der uns wieder zurück an die Westküste bringen sollte. Plötzlich fahren wir eine gefühlte Ewigkeit durch den Wald immer höher den Berg hinauf, bis uns das ganze etwas spanisch vorkommt. Wir konsultieren unsere Karte und stellen fest, dass wir uns ohne zu merken, ziemlich übel verfahren haben und nun in irgendeinem Bergsträsschen gelandet sind. Im ersten Moment sind wir etwas darüber erschrocken, denn wir haben nicht einmal bemerkt, irgendwo eine Abzweigung genommen zu haben und sind bereits seit über einer dreiviertel Stunde auf der falschen Strasse unterwegs. Als wir den Weg ab dem jetzigen Standort nochmals genauer unter die Lupe nehmen, stellen wir fest, dass wir trotz einem riesigen Umweg, wieder an die richtige Ortschaft gelangen. Wir hoffen einfach, dass der Roller das auch mitmacht, denn auf diesem Weg sind wir keinem einzigen Menschen begegnet. Die Aussicht ist jedoch herrlich und wir geniessen die Fahrt in dieser total abgelegenen Gegend. Als wir an der Westküste ankommen, gönnen wir uns Mal wieder einen leckeren Eiskaffee und fahren der Küste entlang. Unser heutiges Ziel war eigentlich auch baden, aber durch unseren kleinen Umweg, sind wir bis jetzt noch nicht dazu gekommen. Jedoch treffen wir bald auf einen wunderschönen Strand, wo wir zuletzt doch noch schwimmen gehen können. Der Strand an dem wir uns befinden soll angeblich Drehort des Filmes “Life of Pii; Schiffbruch mit Tiger” gewesen sein. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns eine leckere frische Kokosnuss am Strand. Danach bringen wir den Roller zurück und verbringen einen gemütlichen Abend in unserer Unterkunft. 

Kenting – Tainan 06.06.2019

Heute ist wieder Reisen angesagt. Da wir gerade den Bus verpasst haben, gönnen wir uns eine leckere chinesische Omelette in dem Frühstücksrestaurant nebenan. Da die Preise von günstigen zu teuren Verkehrsmittel stark divergieren, bleiben wir bei den günstigen aber langsamen Zügen. Das macht uns aber nicht viel aus, denn so können wir noch ein wenig die Aussicht geniessen. Wir staunen nicht schlecht, als wir an einer riesigen Fläche von Palmen  vorbeikommen. Ausser dass es enorm heiss ist, passiert heute nicht viel. Nach dreimal Umsteigen erreichen wir Nachmittags um 3 Uhr Tainan. Da wir etwas weit weg vom Stadtzentrum sind, verschieben wir unseren Stadtspaziergang auf morgen und verbringen eine gemütliche Zeit in unserer Unterkunft.

Tainan 07.06.2019

Heute machen wir uns bereits am Morgen auf den Weg in die Innenstadt. Während wir so auf den Bus warten und diskutieren, in welche Gegend wir wollen, hat die Grossmutter, die ebenfalls auf den Bus wartet, den Namen aufgeschnappt und meint auf Chinesisch, dass der nächste Bus der richtige sei. Sie plaudert noch viel mehr mit uns, aber leider verstehen wir kein Wort, was eigentlich schon schade ist. Vielleicht sollten wir doch etwas Chinesisch lernen, bevor wir nach China gehen. Heute findet zudem das jährliche Drachenbootfestival statt und in Taiwan soll das traditionellste hier in Tainan stattfinden. Da wollen wir später noch schauen gehen. Leider können wir nicht genau ermitteln, wann es stattfindet, aber zumindest wo. Nun geht es aber zuerst einmal in die traditionelle Altstadt, wo wir einen eindrücklichen Tempel nach dem anderen besichtigen. Die meisten davon sind Taoistisch, aber es gibt auch ein paar Buddhistische Tempel. Jedenfalls haben wir das Gefühl fast an jeder Ecke einen zu finden. Im Konfuziustempel, der leider im Moment im Bau ist, befindet sich ein spannendes Museum mit vielen traditionellen Gegenständen. Nebst den Tempel besichtigen wir noch eine alte Festung und gönnen uns auf die Hitze einen Bubble Tea. Ja wir mögen den sehr und wissen schon jetzt, dass wir ihn vermissen werden. Zum Abschluss besuchen wir den Hayashi Department Store, der insbesondere bekannt ist, weil er den ersten Lift in Tainan eingebaut hat. Früher sind ärmere Leute nur in das Shopping Zentrum gekommen, um mit dem Lift zu fahren. Es ist ein ganz altes Shoppingzentrum und man kann noch heute auf verschiedenen Stockwerke viele traditionelle Sachen, aber teilweise auch etwas Ramsch einkaufen. Zuoberst hat man eine hübsche Aussicht auf Tainan. Es war einmal das höchste Gebäude von Tainan, aber die Zeit ist offensichtlich lange vorbei. Es war sogar einmal im zweiten Weltkrieg attackiert worden und man kann die Beschädigungen heute noch sehen. Nachdem wir eine weile durch das mehrstöckige Einkaufszentrum geschlendert sind, suchen wir die nächste Bushaltestelle, um zu den beiden Brücken in Anping zu gelangen, wo das Drachenbootfestival stattfindet. Zuerst denken wir, dass wir uns wohl im Tag, Ort oder Datum geirrt hätten, den es scheint kaum was los zu sein in den Strassen hier. Als wir aber just an diesem Platz eintreffen, ist der Bär los. Ganz viele Leute, Marktstände und Musik. Wir schlendern etwas durch die Marktstände, aber es ist immer noch so heiss, dass wir uns bald wieder vom Trubel verabschieden und auf die andere Seite wechseln. Hier schauen wir ein paar Teams bei ihren Drachenboot Wettkämpfen zu, was wirklich noch eindrücklich aussieht. Nach einer Weile wird es uns aber zu heiss und wir sind erschöpft, weshalb wir in den nächsten Bus einsteigen und ein paar Stunden durch Tainans verstopfte Strassen fahren. 

Sun Moon Lake 08.06.2019 & 09.06.2019

Heute haben wir wieder eine längere Reise vor uns, denn wir wollen den Sun Moon Lake besuchen. Dazu finden wir wieder eine längere aber günstige Verbindung. Als wir in Ershui ankommen, um umzusteigen, sind wir über die vielen Leute im Zug etwas schockiert. Wir fahren bis Shuili, wo wir gesehen haben, dass ein Bus fährt. Wir sind ziemlich irritiert, da alle Leute im Zug bleiben und weiterfahren. Wir befürchten schon fast, dass die Leute somit früher in den Bus steigen und wir keinen Platz mehr haben. Als wir an der Haltestelle warten, ist lediglich ein Junge der uns fragt, ob wir zum Sun Moon Lake gehen und meint, der Bus komme hierhin. Wir warten über eine Stunde bis ein winzig kleiner Bus in die andere Richtung fährt. Der Junge meint, dass dies der Bus sei und wir denken, dass unsere Befürchtung wahr wird und alle Leute aus dem Zug in diesen Minibus steigen. Als der Bus jedoch kommt, ist das Schicksal mit uns, denn er ist komplett leer. Wir wundern uns, wo die ganzen Leute abgeblieben sind und vermuten, dass sie vielleicht zusätzliche Direktbusse für das verlängerte Wochenende im Einsatz haben. Keine Ahnung, uns solls jedenfalls recht sein. Wir kommen daher bereits um 1 Uhr an und nehmen den Verbindungsbus zu unserer Unterkunft am Sun Moon Lake, die sich gerade auf der gegenüberliegenden Seeseite in Itaho befindet. Wir sind zu früh zum Einchecken, aber wir hatten bereits online Kontakt mit der Besitzerin und sie meint, dass wir das Gepäck einlagern dürfen. Danach schlendern wir ein wenig durch das touristische Dörfchen und den Markt, wobei Manuela einen interessanten Snack findet. Es sieht aus wie ein gefülltes Brötchen, aber in Wirklichkeit ist das Brötchen Tofu und darin ist Kimchi enthalten. Wir besichtigen den berühmten See und verspeisen unser soeben gekauftes Mittagessen. Danach erkundigen wir einen Wanderweg, der in dem indigenen Viertel von Itaho startet. Es geht zu Beginn relativ steil bergauf und wir schwitzen Mal wieder aus allen Poren. Wir haben uns gesagt, dass wir lediglich einen Aussichtspunkt sehen wollen, denn die ganze Wanderung würde etwa 7 Stunden dauern, wofür wir heute keine Zeit mehr haben. Der Aussichtspunkt lässt aber ein wenig auf sich warten. Auf dem Weg müssen wir auch zwischendurch über umgestürzte Bäume klettern, aber ansonsten ist der Weg in einem guten Zustand. Unterwegs treffen wir ein paar Taiwanesen an, die uns Snacks und zu Trinken anbieten wollen, was sehr nett ist von ihnen. Nachdem wir eine Weile durch den Wald marschiert sind, treffen wir auf eine andere Art Wald, nämlich einem Bambuswald, was sehr eindrücklich ist. Nach anderthalb Stunden haben wir den Aussichtspunkt glücklicherweise gefunden und wir haben einen tollen Blick auf den Sonne Mond See. Wir geniessen die Aussicht eine Weile, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Am Abend geniessen wir die schöne Stimmung am See und laufen diesem noch etwas entlang. Eigentlich wollten wir eine Pizzeria aufsuchen, die sehr gute Referenzen hat, aber als wir dort ankommen, hat sie leider geschlossen. Die Besitzerin gibt uns von ihrem Handgemachten Brot zu probieren und wir sind gerade im siebten Himmel, so lecker ist das. Auch wenn es verhältnismässig teuer ist, kaufen wir eines, denn es ist bereits eine Ewigkeit her, seit wir richtig gutes Brot hatten. Und das ist eines davon. Die Besitzerin gibt uns dafür noch einen leckeren Tee mit auf den Weg und wir gönnen uns anstelle der Pizza einen Noodle Cup zum Abendessen. 

Heute haben wir einiges vor, denn wir wollen den Sun Moon Lake erkunden, uns mit einer ehemaligen Couchsurferin, Ying-Rong, in Taichung treffen und schlussendlich wieder zu Yuying nach Taipei zurückkehren. Um den Sun Moon Lake zu erkunden, ist es am Besten ein Fahrrad zu mieten. Wir suchen daher zuerst einen Fahrradverleih auf, wo wir etwas über den Preis verhandeln müssen. Schlussendlich bekommen wir die Fahrräder zu einem für uns akzeptablen Preis und teilen dem Vermieter mit, dass wir in 3-4 Stunden diese wieder zurück bringen. Er verlangt einen Ausweis als Sicherheit, woraufhin wir ihm eine Identitätskarte geben. Wir haben eigentlich nicht vor um den ganzen See zu fahren, da wir nicht so viel Zeit haben. Zuerst fahren wir auf einen Hügel zu einem Aussichtspunkt, wobei wir von dort aus noch zum Seeufer laufen können. Danach geht es den nächsten Hügel hinauf, wo wir einen hübschen Tempel mit einer eindrücklichen grossen Buddha Statue besichtigen. Danach geht es zu einem weiteren etwas kleineren Tempel und wir sind froh, dass es wieder den Berg hinunter geht. Nun merken wir aber langsam, dass wir wenig Lust haben, den steilen Aufstieg auf uns zu nehmen und setzen die Fahrt fort. Diese führt uns über einen netten Fahrradweg durch den Wald und entlang des Sees. Plötzlich aber stellen wir fest, dass wir uns etwas beeilen müssen, denn der Weg um den See ist doch noch länger als gedacht und wir haben bisher etwas getrödelt. Wir befürchten schon fast, dass wir es nicht schaffen werden und treten etwas schneller in die Pedale. Als wir in die Nähe des Hauptortes kommen, hat es viele Touristen und das vorwärtskommen ist erschwert. Wir setzen daher die Priorität auf einen letzten eindrücklichen Tempel, den wir kurz besichtigen und wir schaffen es doch noch zwanzig Minuten bevor unser Bus fährt, wieder beim Vermieter zu sein. Aber was ist da los? Das Geschäft ist geschlossen und wir klopfen etwas verzweifelt an die Tür, denn Manuela’s Identitätskarte ist noch beim Vermieter. Unterdessen hält ein Mönch im Auto an und fragt was los sei. Wir erklären ihm die Situation und er kontaktiert den Vermieter, der wohl gerade irgendwo sonst eine Velo Reparatur vornimmt. Wir erklären ihm, dass es dringend ist und er meint, falls es nicht reicht würde, er uns an den Busbahnhof im Hauptort stellen könne. Das beruhigt uns schon ein wenig. Während Manuela auf den Vermieter wartet, geht Hanspeter zurück zur Unterkunft und holt unsere beiden Rucksäcke. Währenddessen taucht der Vermieter auf und alles ist in Ordnung. Was für ein Glück. Sie bedankt sich beim Mönch für seine Hilfe und geht zu Hanspeter, der gerade beide grosse Rucksäcke am Schleppen ist. 5 Minuten später fährt unser Bus zum Hauptort auch schon los, wo wir umsteigen müssen und eine längere Fahrt nach Taichung vor uns haben. Der Verkehr ist leider ziemlich dicht und wir kommen eine Stunde später an, wo wir uns mit Ying-Rong treffen. Die Wiedersehensfreude ist gross, ist es doch schon einige Jahre her, als sie bei uns zu Besuch war. Sie hat danach eine Weile in Deutschland gelebt und studiert, und spricht zu unserem grossen Erstaunen enorm gut Deutsch. Sie lädt uns zu einem leckeren Essen und auf den obligaten Bubble Tee ein. Wir haben uns viel zu erzählen und verbringen eine tolle, wenn auch etwas zu kurze Zeit zusammen. Sie hat uns sogar noch einen leckeren Kuchen aus ihrer Heimatstadt mitgebracht, den wir in den nächsten Tagen geniessen können. Um 7 Uhr gehen wir zum Bahnhof, wo ein grösseres Chaos ausgebrochen ist. Alle Züge haben enorm grosse Verspätung und wir wissen gerade nicht, wie wir nach Taipei kommen. Aber wir entscheiden uns zu warten. Wir verabschieden uns von Ying-Rong und informieren Yuying, dass es wohl einiges später wird als erwartet. Sie meint, dass sei kein Problem und sie wartet auf uns, egal wie spät wir kommen. Wir gehen daraufhin auf die Plattform und warten auf einen Zug, wobei der erste so gestopft voll ist, dass wir uns beim besten Willen nicht reinquetschen können. Wir müssen ja schliesslich noch 2-3 Stunden fahren. Der nächste Zug der kommt, ist ebenfalls sehr voll, aber zumindest können wir uns reinquetschen und nach ein paar weiteren Haltestellen, haben wir sogar einigermassen angenehm Platz. So schaffen wir es schlussendlich doch noch um halb 11 bei Yuying einzutreffen, wo wir, wie immer, herzlich empfangen werden. Wir machen heute nicht mehr viel und gehen bald einmal schlafen. 

Taipei 10.06.2019 & 11.06.2019

Wir schlafen heute gemütlich aus und verbringen einen entspannenden Tag. Wir sind ja sehr froh, dass wir die letzten 2 Wochen nahezu ohne Regen verbringen konnten, also beklagen wir uns nicht, dass es Mal wieder regnet. Wir machen es uns daher bei Yuying gemütlich und als sie am Nachmittag von der Arbeit nach Hause kommt, verbringen wir nahezu den Rest des Tages mit plaudern. 

Heute regnet es noch etwas stärker als gestern, aber wir entscheiden uns trotzdem nochmals dem Elektronikmarkt einen Besuch abzustatten. Wir finden tatsächlich noch das ein oder andere, das wir brauchen. Aber wir verbringen auch viel Zeit lediglich beim Anschauen der vielen Elektronikwaren. Danach gehen wir in Richtung Tower 101, da es aber verregnet ist, entscheiden wir uns gegen einen Besuch des Aussichtspunktes. Wir gönnen uns dafür einen allerletzten Bubble Tea und schlendern durch das Luxus Shopping Center des Towers 101, das schon nur deswegen ein Besuch wert war. Anschliessend kehren wir wieder zurück zu Yuying, wo wir unsere Sachen packen und uns von ihr schweren Herzens verabschieden. Sie begleitet uns auf den Bus, der uns direkt zur Flughafen Metro bringt. Wir sind ziemlich früh am Flughafen, da wir nicht erwartet hätten, dass der ganze Transport so einfach und schnell von statten geht. Danach heisst es einchecken und pünktlich um Mitternacht geht unser Flieger nach Singapur, wo wir einen 2 stündigen Stopover haben, bevor es weiter nach Bali, Indonesien geht. Wir fliegen das erste Mal mit dem Billigflieger Scoot und wir hatten für die 4 Stunden noch selten einen so unbequemen Flieger. Der 2 Stündige Flug nach Bali mit derselben Airline ist hingegen wieder viel angenehmer. 


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04.06.2019 – 11.06.2019

Kenting Nationalpark 04.06.2019 & 05.06.2019

It is way too early when we get up and we are already looking forward to sleeping again in the train. Kindly the hostel staff provided us with breakfast at 5am, so we did not have to start with a empty stomach. Why do we take the train at 6 o’clock? It was the cheapest connection available and we will still have a bit of the day. Because the way is long. We drive to Fangshan, from where we have to walk about two kilometers until we reach the bus stop. The train stop seems pretty deserted. The path leads us through fields where we see the first workers. Most of them wave or shout friendly, tourists on the street are not that common it seems. The area is still nice, but probably has not much to offer. At the bus stop already two elderly people are waiting, who ask us immediately, where we want to go. We tell them, we want to go to the Kenting National Park and promptly comes a bus 10 minutes later. According to our research, we would have had to wait over an hour, but this much the better. Much faster than expected, we reach Kenting, so we would be ready by 10 clock to check in. The accommodation unfortunately is not ready yet, but we are allowed to leave our luggage here. We visit several beautiful beaches around here and make ourselves ready for a swim. The climate is not colder here than on other places before and we are happy about any cooling down. The place even offers reasonably good shade, which is why we stay here for a while. After a refreshing cold beer, we wait for the next bus, which should take us all the way to the south to the Eluanbi lighthouse. The environment here has a lot to offer. In addition to the lighthouse, we can walk through the forest and have a beautiful view to the sea. At the end of the day, we’ll walk to Taiwan’s southernmost point before heading back to check in. In the evening we walk through the impressive night market of Kenting and try some specialties. But there are also quite strange fish dishes, such as octopus or shark. At one stall, we even see the cook put the live fish on a spit, which is not so nice. But the market is definitely impressive and Manuela finds some delicious vegetarian dishes too. At the end of the day we treat ourselves to a delicious bubble tea before we head into our cozy air-conditioned room.

After we have slept well, we are on the way and want to visit a park nearby by bus. When we arrive at the bus stop and take a closer look, we notice that the said bus only runs in the evening. So we try our luck to rent a scooter. We have, although they tells us we have no insurance, because we can not show the international driver’s license. Since we did not expect to be insured anyway, that does not matter to us. We are happy to be flexible again, because we can go back to completely different goals. We first make a detour inland through the Sheding Nature Park, before we get back to the coast. We pass a pretty village after another and on the east side we come to various beautiful viewpoints on the coastal landscape. Then it gets a bit less touristy and the villages look quite original. On the map, we have discovered an obvious path that should bring us back to the West Coast. Suddenly we drive through the forest and uphill the mountain for a felt eternity until everything seems a bit strange to us. We consult our map and find out we are completely on the wrong road, and have now ended up in some mountain road in the middle of nowhere. At first we are a little scared, because we have not even noticed, taken a turn somewhere and have been on the wrong road for over 45 minutes. As we take a closer look at the route from the current location, we realize despite a huge detour, we return to the right location. We just hope the scooter will not break down, because we did not meet anybody on this path. The view is magnificent and we enjoy the ride in this totally remote area. When we finally arrive on the west coast, we treat ourselves a delicious iced coffee and drive along the coast. Our destination today was actually a place to swim, because our little detour we have not done it yet. However, we soon meet a beautiful beach, where we can finally go swimming. The beach where we go, is the location of the movie „Life of Pii; Shipwreck with tiger „. At the end of the day we treat ourselves to a delicious fresh coconut on the beach. Then we bring the scooter back and spend a cozy evening in our accommodation.

Kenting – Tainan 06.06.2019

Today is travel day again. Since we just missed the bus, we treat ourselves to a delicious Chinese omelet in the breakfast restaurant next door. Since the prices of cheap to expensive means of transport diverge greatly, we remain on the cheap but slow trains. This does not bother us much, because we can enjoy the view for a while. We are surprised when we pass a huge area of ​​palm trees. Except of being extremely hot, not much happens today. After three changes of trains and busses we arrive in the afternoon at 3 o’clock in Tainan. Since we are a bit far from the city center, we postpone our city walk to tomorrow and spend a comfortable time in our accommodation.

Tainan 07.06.2019

Today we start our way to the city center in the morning. While we wait for the bus and discuss which area we want to go to, the grandmother, who is also waiting for the bus, has picked up the name and says in Chinese that the next bus is the right one. She chats a lot more with us, but unfortunately we do not understand a word, which is a pity. Maybe we should learn some Chinese before we go to China. Today, the annual Dragon Boat Festival takes place, and in Taiwan, the most traditional one is in Tainan. We want to take a look later. Unfortunately, we can not pinpoint exactly when it happens, but at least we figure out where. First we go to the traditional old town, where we visit one impressive temple after the another. Most of them are Taoist, but there are also a few Buddhist temples. Anyway, we have the feeling almost at every corner to find one. The Confucius Temple, which is currently under construction, houses an exciting museum with many traditional objects. In addition to the temple, we visit an old fortress and treat ourselves because of the heat a bubble tea. Yes, we like it very much and we already know that we will miss it. Finally, we visit the Hayashi Department Store, which is well known for having built the first lift in Tainan. Earlier, poorer people just came to the shopping center to take the lift. It is a very old shopping center and you can still buy on several floors many traditional things, but sometimes also some junk – we think. At the top you have a nice view of Tainan.  Once upon a time, it was Tainan’s tallest building, but this time is past. It was even attacked once during World War II and you can still see the damage today. After wandering through the multi-storey shopping mall for a while, we look for the nearest bus stop to get to the two bridges in Anping, where the Dragon Boat Festival takes place. At first we think we were wrong in the place or date, as there seems to be hardly anything going on in the streets. But when we arrive at exactly this place, it is really busy. Many people, market stalls and music. We stroll through the market stalls, but it is still so hot that we say goodbye to the bustle and change the river sides soon. Here we look at a few teams during their dragon boat competitions, which looks really impressive. After a while, however, it gets too hot for us and we are exhausted, so we get on the next bus and drive through Tainan’s congested streets for a few hours.

Sun Moon Lake 08.06.2019 & 09.06.2019

Today we have a longer journey ahead of us, because we want to visit the Sun Moon Lake. In addition we find again a longer however cheaper connection. When we arrive in Ershui to change the train, we are a little shocked by the many people on the train. We drive to Shuili, where we figured out, a bus should go to the lake. We are pretty confused, because all people stay on the train. We almost fear the people will get on the bus earlier and we will not have space left. When we wait at the bus stop, there is only one boy who asks us if we are going to Sun Moon Lake and confirmed us the bus will come here. We wait over an hour until a tiny little bus arrives but in the other direction. The boy says this is the bus and we think our fear will turn into reality and all the people on the train will get into this minibus at the earlier station. But when the bus arrives, fate is with us, because it is completely empty. We’re wondering where all the people have gotten away with and assume there must be additional direct buses for the long weekend. We arrive at 1 pm and take the connecting bus to our accommodation at Sun Moon Lake, which is just across the lake in Itaho. We are too early to check in, but we already had online contact with the owner and she says we can store the luggage. Then we stroll a bit through the tourist village and the market, where Manuela finds an interesting snack. It looks like a stuffed bun, but in fact the bun is tofu and it contains kimchi. We visit the famous lake and eat our lunch we just bought. Then we look for a trail that starts in the indigenous district of Itaho. It starts at the beginning relatively steep uphill and we sweat again a lot. We have said we only want to see a vantage point, because the whole hike would take about 7 hours, for which we have no time today. The first real vantage point seems to be far. On the way, we also have to climb over fallen trees in between, but otherwise the path is in good condition. At the first rest area we meet a few Taiwanese who want to offer us snacks and drinks, which is very nice of them, but we have our own too. After marching through the forest for a while, we find another kind of forest, a bamboo forest, which is very impressive. After one and a half hours we found the viewpoint fortunately and we have a great view of the sun moon lake. We enjoy the view for a while before we start our way back. In the evening we enjoy the beautiful atmosphere on the lake and walk this a bit along. Actually, we wanted to eat dinner in a pizzeria, which has very good references, but when we arrive there, it is unfortunately already closed. The owner gives us a taste of her handmade bread and we’re feeling in heaven, so delicious it is. Even if it’s relatively expensive, we buy one because it’s been ages since we had really good bread. And this one of them. The owner gives us a delicious tea on the way and we treat ourselves instead of the pizza a Noodle Cup for dinner.

Today we have some plans, as we want to explore Sun Moon Lake, meet with a former couch surfer, Ying-Rong, in Taichung and finally return to Yuying in Taipei. To explore the Sun Moon Lake, it is best to rent a bike. We therefore first look for a rental office, where we have to negotiate about the price. Finally, we get the bikes for a price that is acceptable to us and inform the rental agent we will bring them back in 3-4 hours. He asks for a passport as security, whereupon we give him an identity card. We do not really plan on going around the lake as we do not have that much time. First, we drive up a hill to a viewpoint, where we can walk from there to the lake. Afterwards we go up the next hill, where we visit a beautiful temple with an impressive big Buddha-statue. After this we go to another smaller temple and we are glad that the road leads us down the mountain. At the temple is a big Chinese group. One guy just stands beside Hanspeter and measure his height, with him. He actually reached bearly the shoulder. A bit later another one is coming with his cellphone and first we thought, he want us to take a picture of him. No, he wants to take a Selfie with us. We think this is quite funny. Now we slowly notice we have little desire to take the steep climb back  and continue the journey. This leads us on a nice bike path through the forest and along the lake. Suddenly we realize we have to hurry up a bit, because the way around the lake is still longer than expected and we have been a bit lazy and slow moving so far. We almost fear that we will not make it and cycle much faster. When we come near the main town, there are many tourists and it is difficult to get ahead. We therefore put the priority on one last impressive temple, which we visit briefly and we manage to be back at the rental shop twenty minutes before our bus leaves. But what is going on there? The shop is closed and we knock a bit desperately on the door, because Manuela’s identity card is still inside. Meanwhile, a monk stops in the car and asks what’s going on. We explain the situation to him and he contacts the owner, who is doing a bicycle repair somewhere else. We tell him that it is urgent and he says, if we were too late to catch the bus, he could put us at the bus station in the main village, where the bus to Taichung leaves. This calms us down a bit. While Manuela waits, Hanspeter goes back to the accommodation and picks up our two backpacks. Meanwhile, the owner shows up and everything is fine. What luck. She thanked the monk for his help and go to Hanspeter to help, who is currently towing both big backpacks. 5 minutes later our bus to the main town departs, where we have to change to Taichung. The traffic on the way to Taichung is pretty dense and we arrive one hour delayed, but luckily Ying-Rong is still waiting for us. The joy of reunion is great, as it was several years ago when she was visiting us. She lived and studied in Germany for a while, and to our astonishment, she speaks German very well. She invites us to a delicious meal and the obligatory bubble tea. We have a lot to talk about and spend a great, albeit short, time together. She has even brought us a delicious cake from her hometown, which we can enjoy over the next few days. At 7 o’clock we go to the station, where it’s quite chaotic. All trains are extremely delayed and we do not know how to get to Taipei. But we decide to wait. We say goodbye to Ying-Rong and tell Yuying that it will be a lot later than expected. She says it’s not a problem and she’s waiting for us no matter how late. That’s so nice of her. Then we go to the platform and wait for a train, the first was so crowded that we can not squeeze in, not even with our best intentions. After all, we have to drive for another 2-3 hours. The next train arrives is also very crowded, but at least we can squeeze ourselves in and after a few more stops, we even have reasonably comfortable place. So we finally manage to arrive at Yuyings place at half past ten, where we receive a warm welcome. We do not much today and go to bed soon.

Taipei 10.06.2019 & 11.06.2019

We sleep well today and spend a relaxing day. We are very happy that we could spend the last 2 weeks with almost no rain, so we do not complain that it rains again. We make it comfortable with Yuying and when she comes home from work in the afternoon, we spend most of the rest of the day chatting together.

Today it’s raining a bit more than yesterday, but we decide to visit the electronics market again. We actually find a few things we need. But we also spend a lot of time just looking at the many electronics products. Then we head towards Tower 101, but as it is rainy, we decide against visiting the lookout point. We treat ourselves to our last bubble tea and stroll through the luxury shopping center of the Towers 101, which was worth a visit. Then we return to Yuying, where we pack our things and finally have to say goodbye to her. She accompanies us on the bus, which brings us directly to the airport metro. We are early at the airport, as we did not expect the whole transport to be so easy and quick. We check in and punctually at midnight our plane goes to Singapore, where we have a 2 hour stopover before continuing to Bali, Indonesia. We fly for the first time with the low-cost Scoot airline and we never had for the 4 hours such an uncomfortable plane. The 2-hour flight to Bali with the same airline, however, is much more pleasant.

Taiwan 3: Lanyu & Green Island

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29.05.2019 – 03.06.2019

Taitung – Lanyu 29.05.2019

Es ist noch nicht mal 5 Uhr als wir verschlafen aufstehen. Aber für den bevorstehenden Ausflug stehen wir ja gerne auf. Nachdem wir alles gepackt und gefrühstückt haben, watscheln wir verschlafen zum Bahnhof. Es sind bereits ein paar wenige Leute am warten und der Bus kommt in den nächsten paar Minuten ebenfalls an. Perfekt. Gute 30 Minuten später erreichen wir das Fährterminal, wo wir unsere reservierten Tickets bezahlen und erhalten. Alles klappt wie am Schnürchen und wir sind viel zu früh bereit, um das Boot zu betreten. Wir haben schon fast gedacht, wir hätten dieses für uns, bis ein grosser Bus ankommt und unglaublich viele Leute aussteigen. Wir erhalten aber trotzdem noch einen Sitzplatz, denn das Boot ist grösser als es scheint. Die gut 2.5 Stündige Fahrt auf Lanyu ist ziemlich heftig. Wir haben noch selten eine solch rauhe Bootsfahrt erlebt. Obwohl es ein grosses Boot ist, schlägt es immer wieder durch die Welle mit einem heftigen Knall auf. Zumindest zu Beginn, auf dem Meer sind die Wellen etwas ruhiger, worüber wir ziemlich froh sind und noch etwas dösen können. Man muss auch erwähnen, dass die Überfahrt auf Lanyu nicht immer stattfindet und wenn die See zu rau ist, kann die Bootsfahrt kurzfristig abgeblasen werden. Wir können nun auch nachvollziehen weshalb. Um 10 Uhr treffen wir in Lanyu ein und schauen uns nach Transportmöglichkeiten um. Wir haben auf einer Taiwanesischen Seite einen Fahrplan entdeckt, wo nur 4 Busse pro Tag aufgelistet sind. Den erste haben wir gerade verpasst. Ein Taxifahrer und ein Insasse beginnen mit uns zu plaudern und wir erklären, dass wir mit dem Bus zum Campingplatz wollen. Der Insasse übersetzt in gebrochenem Englisch, was der Taxifahrer sagt. Dieser meint, dass es ab und zu ein Bus gäbe, aber dieser sehr unregelmäßig fährt und niemand genau den Fahrplan kennen würde, da die einheimische Bevölkerung nahezu ausschliesslich Roller fährt. Wir sollen doch einfach einen Scooter mieten, das mache das Leben viel einfacher. Er teilt uns zudem mit, dass wir einfach auf die Strasse gehen sollen, wenn der Bus kommt und ihn so anhalten. Oder versuchen mit Autostopp vorwärts zu kommen, die Leute seien freundlich hier. Wir besprechen daraufhin die Situation und entscheiden uns zu warten. Wir haben ja Zeit. Scooter fahren mit unserem ganzen Gepäck erachten wir als sehr unangenehm, vorallem da wir den Campingplatz noch nicht kennen und wenn wir einen Rucksack nach dem anderen bringen, können wir die nirgends sicher lagern. Autostopp sehen wir auch nicht als geeignet, da wir erstens die Sprache nicht kennen und hier die Leute nicht einmal Chinesisch sondern eine Indigene Sprache sprechen. Zudem sind die meisten sowieso mit dem Roller unterwegs. Wir überlegen sogar, ob wir gemütlich loslaufen wollen. 16 Kilometer mit dem Gepäck ist aber unglaublich weit und ein paar Tropfen fallen bereits vom Himmel. Wir gehen zuerst in den 7 Eleven, kaufen dort ein leckeres Eiskaffee und warten in einem gemütlichen Unterstand auf einer Sitzbank. Dabei können wir den Ziegen zuschauen, die im ganzen Dorf und wie wir später erfahren werden, auf der ganzen Insel präsent sind. Das ist schon ziemlich lustig. Die Zeit vergeht und es Beginnt mal wieder ziemlich stark zu regnen. Wir sind etwas verunsichert, ob unser Plan mit dem Zelten ein wirklich so guter ist. Aber Alternativen haben wir kaum. Zudem wissen noch nicht einmal, ob der Zeltplatz existiert, daher sind wir ein wenig nervös. Gegen Mittag spricht uns eine Frau auf Englisch  an, die ebenfalls vor hat den Bus zu nehmen. Sie ist ursprünglich aus Taiwan, arbeitet aber schon länger in den Staaten und ist hier, um Ferien zu machen. Sie meint, dass sie vermutlich laufen muss, da niemand weiss, wann der Bus fährt. Sie ruft sogar bei der Busgesellschaft am Flughafen an, aber die können es ihr auch nicht sagen, da wohl der Fahrplan geändert hat. Was ist denn los? Während wir so plaudern, vergeht die Zeit und tatsächlich kurz nach 1 Uhr kommt der Bus. Eine Busbegleiterin spricht chinesisch und die Dame kann ihr mitteilen, wohin sie und wir wollen. Der Busfahrer spricht wohl nur die indigene Sprache. Das kann ja lustig werden. Sie informieren uns, dass der Campingplatz existiert und zeigen in die Richtung, in die wir auch vorhaben zu gehen, um diesen aufzusuchen. So wie es aussieht, verirren sich wohl kaum Touristen zu Fuss in die Gegend, denn nahezu alle Leute die vorbeifahren, winken uns zu und wir hoffen jeweils, dass sie vor lauter gucken nicht vom Roller fallen. Beim Campingplatz angekommen sind wir ziemlich verwirrt, denn die Zufahrt ist mit einem Seil abgesperrt und es steht closed. Oh nein, dass darf doch nicht wahr sein. Glücklicherweise ist ein Herr dort, der zu unserem Erstaunen sogar etwas Englisch spricht und meint, dass der Campingplatz geöffnet sei. Ok, da haben wir nichts dagegen und wir dürfen hier für umgerechnet 10 Franken campen. Es gibt sogar eine Outdoordusche und Stromanschluss, was wir nicht erwartet hätte. Aber nun kommt der Hacken, denn eine Toilette hat er nicht. Er meint, dass wir entweder in die Büsche müssen oder in den nächsten 7 Eleven oder zur Polizeistation im Dorf Dongqing, welches etwa 1 km entfernt ist. Naja, das ist ein Grund mehr, um sich wirklich einen Roller auszuleihen. Dafür ist der Campingplatz wunderschön gelegen mit direktem Blick aufs Meer und wir geniessen die Aussicht sehr. Mittlerweile hat es auch aufgehört zu regnen und wir können unser Zelt im Trockenen aufstellen. Am späteren Nachmittag spazieren wir ein wenig dem Strand entlang, wobei wir hier etwas schockiert über den ganzen Müll sind, der da liegt. Danach erkunden wir das kleine Dörfchen ein wenig, bevor wir wieder zurück zu unserem Zelt gehen. 

Lanyu 30.05.2019 & 31.05.2019

Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen haben, stellen wir fest, dass der morgendliche Bus gerade vorbei fährt. So bleibt uns nichts anderes übrig, als zum Dörfchen am Hafen zu Fuss zu gehen oder auf den Mittagsbus zu warten. Wir entscheiden uns für den 12 Kilometer langen Spaziergang, der uns maps.me anzeigt. Zuerst machen wir einen Stop beim Seven Eleven, wobei uns die Fischersleute bereits am Morgen früh einen Schnaps andrehen wollen. Wir lehnen dankend ab und gönnen uns zuerst einmal einen Eiskaffee. Der Wanderweg sollte irgendwo im Nirgendwo bei einer Unterkunft am Ende einer Strasse starten. Als wir dort ankommen, treffen wir zwei Frauen an, die uns mitteilen, dass es hier keinen solchen Weg gibt und wir über die offizielle Strasse müssen, um auf die andere Seite der Insel zu gelangen. Schade, aber was solls, so wird der Weg noch um einige Kilometer länger, aber besser wir erfahren das bereits jetzt, als dass wir eine fragwürdige Buschwanderung machen müssen. Wir marschieren daraufhin etwas zurück und weiter in das nächste Dorf Yeyin, in welchem wir an die andere Küste nach Hongtou abzweigen. Es wäre ja nicht lustig, wenn es nicht zuerst steil den Hügel hoch ginge. Wir sind bei dieser drückenden Hitze schon fast froh, dass es etwas zu regnen begonnen hat und ein klein wenig abkühlt. Die Insel Lanyu ist, was wir bisher gesehen haben, wunderschön und sehr grün, aber wir hoffen schon, dass sich das Wetter etwas stabilisiert. Wir haben eine tolle Sicht von dem Hügel und nach einer gefühlten Ewigkeit ist die Anstrengung zu Ende und es geht auf der anderen Seite wieder hinunter. Juhui, jetzt kann uns nichts mehr aus der Ruhe bringen. Wieder an der Küste angekommen, schlendern wir von einem Dörfchen ins Nächste. Unterwegs werden wir von einer Einheimischen Frau auf Englisch angesprochen, die uns ihre hübschen traditionellen Bändchen zeigt. Da sie uns auch wirklich gefallen, kaufen wir ihr Eins ab und sie schenkt uns daraufhin noch ein weiteres dazu. Als wir etwas aufs Meer schauen, kann Hanspeter sogar eine Schildkröte von weitem erkennen. Bei genauerem Hinschauen sind es sogar zwei und ziemlich grosse. Wir beobachten diese eine Weile und setzen unseren Marsch Richtung Flughafen fort. Wenn unsere Rechnung aufgeht, sollte nächstens ein Bus vorbeifahren und wir könnten zumindest die letzten 4 Kilometer fahren. Der Bus überholt uns kurz vor dem Flughafen ganz unerwartet und als es nicht schon heiss genug wäre, rennen wir diesem nach. Jetzt müssen wir nur noch erklären können, dass wir zum Hafen wollen, damit uns die Busbegleiterin den richtigen Preis mitteilen kann. Nachdem wir gesagt haben 7 Eleven ist dann auch ihr Groschen gefallen und wir dürfen mitfahren. Ein paar Minuten später sind wir auch schon dort und wir kaufen uns natürlich zuerst wieder ein leckeres kaltes Getränk. Danach gehen wir zur Unterkunft nebenan, da es dort aussieht, als gäbe es hier eine Rollervermietung. Ohne überhaupt einen Führerschein zu sehen oder eine Sicherheit zu hinterlegen, können wir einen Roller für die nächsten zwei Tagen mieten. Wunderbar, jetzt sind wir mobil. Zuerst besuchen wir den kleinen alten Leuchtturm, der sich in Hafennähe befindet. Danach düsen wir erst einmal um die ganze Insel, wobei wir viele eindrückliche Felsformationen bestaunen können, sowie Ziegen die darauf herumklettern. Die Fahrt ist wirklich super schön und das Meer sieht fantastisch auf. Wir machen von Zeit zu Zeit einen Stopp um die wunderschönen Plätzchen noch mehr zu geniessen. Es hat seit einer Weile aufgehört zu regnen und die Sonne kommt zum Vorschein. Nun sieht alles noch viel grüner aus als vorher, einfach traumhaft. Man fühlt sich ein wenig, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Es gibt viele traditionelle Bauten und Boote, die wunderschön bemalt sind. Die Felsformationen sehen auch fantastisch aus. Am Lovers Cove machen wir einen kurzen Spaziergang, wo wir auf einen Arch im Meer treffen, wobei durch das Wasser ein eindrückliches Blowhole entsteht. Danach fahren wir noch ein wenig der Küste entlang bis zum Hafen, wobei wir unterwegs wieder auf eindrückliche Felsformationen, Höhlen und indigene Künste treffen. Kurz vor dem Eindunkeln sind wir wieder auf dem Campingplatz und verbringen einen gemütlichen Abend. 

Heute werden wir bereits um 6 Uhr von der Sonne geweckt und wir verschieben uns ausserhalb des Zeltes, um noch ein wenig zu dösen. Die kalte Outdoordusche ist in diesen Momenten gold wert, denn so kann man sich am Morgen zumindest ein wenig abkühlen. Nachdem wir gemütlich gefrühstückt haben, machen wir uns auf den Weg. Aber nicht weit, denn wir wollen ein Badeplätzchen suchen, dass wir glücklicherweise auch ziemlich schnell finden. Die Sonne scheint heute wirklich enorm stark und wir sind froh, bereits wieder im kühlen Nass zu sein. Auch hier gibt es noch einen gemütlich Unterstand, den wir vor zwei Tagen als Schutz vor dem Regen gebraucht haben, heute als Schutz vor der Sonne. Nach einer Weile machen wir uns jedoch auf den weiteren Weg und fahren eine steile Strasse hoch, wo wir den Leuchtturm vorfinden. Leider ist der Zugang zum Leuchtturm gesperrt, aber wir haben trotzdem einen guten Blick darauf und vorallem eine schöne Aussicht. Auf dem Rückweg finden wir noch einen kleinen Wanderweg, wobei wir ganz unverhofft inmitten des Waldes sind und sogar einen Blick auf die andere Seite der Insel von oben werfen können. Nun brauchen wir aber wieder eine Abkühlung und wir gönnen uns einmal mehr einen Eiskaffee im Seven Eleven beim Hafen. Danach wollen wir den Dragon Head Rock besuchen. Da es aber aussieht, als würde es weiter vorne regnen, machen wir eine halbstündige Pause auf einer Plattform, so dass der Regen vorbeiziehen kann. Tatsächlich, das Unwetter scheint jetzt verflogen zu sein und wir können den eindrücklichen Dragon Head bewundern. Die Felsformation sieht tatsächlich aus, als wären einige schwarze Drachenköpfe gemeisselt. Zudem turnen die Ziegen noch waghalsig darauf herum. Als Nächstes besuchen wir den Old Mans Rock, der ganz imposant aus dem Meer ragt. Wir staunen immer wieder, dass es an so schönen Orten kaum Leute hat und wir geniessen es sehr. Nun brauchen wir aber wieder eine Abkühlung und suchen einen geeigneten Platz zum Schwimmen oder bestenfalls zum Schnorcheln. Der erste Platz den wir ansteuern, wäre sehr schön, aber wir trauen dem Meer nicht, da es hier sehr wild ist. Vor dem Flughafen sehen wir eine Gruppe am Tauchen und Schnorcheln, weshalb wir es dort ebenfalls versuchen. Der Einstieg ist das Schwierigste am Ganzen, denn Barfuss über die enorm scharfen Felsen zu laufen, da müssen wir schon die Zähne zusammenbeissen. Aber einmal drinn, sind wir begeistert von dem schönen Korallenriff. Wir verbringen sicher eine geschlagene Stunde, um das Riff zu erkunden und wir finden sogar Nemo. Also nicht nur einen, sondern ganz viele. Danach sind wir aber geschafft und der Tag neigt sich auch bald dem Ende zu. So fahren wir wieder zurück zum Campingplatz, wo wir einen ruhigen Abend verbringen. 

Lanyu – Green Island 01.06.2019 

Heute müssen wir früh aufstehen, da unser Boot um halb 10 nach Green Island fährt. Das ist aber kein Problem, denn bereits um viertel nach 6 drückt uns die Sonne unbarmherzig aus dem Zelt. Wir haben das Gefühl, als würde es jeden Tag heisser und wir freuen uns schon mit dem Roller, unserer mobilen Klimaanlage, zum Hafen zu fahren. Nachdem wir das Zelt und unsere sieben Sachen gepackt haben, verstecken wir einen Rucksack auf dem Campingplatz, da wir diesen später holen müssen. Wie beim letzten Mal fährt Hanspeter zuerst Manuela mit einem Rucksack zum Hafen. Knapp eine Stunde später kommt er mit dem zweiten Rucksack angedüst und wir gönnen uns noch ein schön eisgekühltes Getränk, bevor es auf die Fähre geht. Die Überfahrt ist diesmals wunderbar, denn wir geniessen den kühlen Fahrtwind auf der Fähre und sind froh, dass das Meer diesmal viel ruhiger ist. Schneller als erwartet treffen wir bereits auf der Green Island ein. Dort wollen wir eigentlich wieder auf den Bus warten, aber da gemäss Fahrplan dieser erst in drei Stunden kommt, machen wir uns auf die Suche nach einer Rollervermietung. Wir finden vor einer Unterkunft eine Vermietungsstation und fragen dort. Hier reicht der normale Führerschein und ein Deposit aus, und wir kriegen den Roller. Ein Hongkonger arbeitet hier freiwillig, was die Abwicklung dank seiner Englischkenntnisse erleichtert. Er gibt uns noch ein paar Tipps und wir dürfen unseren zweiten Rucksack hier deponieren. Die Green Island ist nochmals kleiner als Lanyu und wir erreichen relativ bald den Campingplatz. Dieser ist wieder schön eingerichtet. Jeder Stellplatz hat ein Holzdach und Strom, Duschen und Klo gibt es ebenfalls. Dafür kostet dieser auch umgerechnet 20 Franken. Auf einem Hinweisschild heisst es, dass man sich etwas weiter vorne Registrieren muss. Wir stellen aber zuerst unser Zelt auf und machen uns auf die Suche. Zuerst kommen wir bei einer Touristeninformation vorbei und fragen dort nach. Es befindet sich jedoch da nur ein Betelnusskauender Mitarbeiter, der uns leider auch nicht weiterhelfen kann. Wir fahren etwas weiter und kommen zu den heissen Quellen, wo sich auch tatsächlich die Rezeption befindet. Mit google Übersetzer können wir uns mit dem Mann schlussendlich verständigen, aber er bittet uns, heute Abend um 5 Uhr nochmals zu kommen. Weshalb erschliesst sich uns nicht, aber wir werden das einfach machen. Eine Attraktion wären ja die heissen Quellen, aber das ist ehrlich gesagt das Letzte worauf wir bei dieser Hitze Lust haben. Also lassen wir das bleiben. Jetzt machen wir zuerst einmal eine Inselrundfahrt. Wir besichtigen dabei einen hübschen Leuchtturm und suchen das Kühle nass. Wir finden ein nettes Plätzchen, wo wir uns ein paar Stunden mit Schnorcheln beschäftigen, bevor es zum Campingplatz zurück geht, natürlich nicht ohne uns noch zu registrieren.

Green Island 02.06.2019

Heute machen wir eine umfassendere Erkundungstour der Insel. Wir besichtigen zuerst ein Denkmal an politische Gefangene, die früher auf die Green Island verfrachtet wurden. Das zeigt auch Taiwans dunkle Zeiten auf und es ist erstaunlich, dass das Land eine solche Wendung innerhalb relativ kurzer Zeit durchlaufen hat. Denn noch in den 80er Jahren wurden Leute, die sich Politkritisch ausdrückten, festgenommen. Heute ist das Land sehr liberal und zählt als wohl fortschrittlichstes und tolerantestes Land im asiatischen Raum. Das ist sehr beeindruckend. Die Gegend ist auch hier auf der Green Island wunderschön und wie der Name es schon suggeriert, sehr grün. Während des Tages besichtigen wir Höhlen, Aussichtspunkte, kurze Wege (für die langen ist es zu heiss) und gehen natürlich wieder Schnorcheln. Wir begegnen unterwegs sogar noch ein paar wilden Rehe, womit wir effektiv nicht gerechnet hätten. Von dem Aussichtspunkt auf die Sleeping Beauty und dem Pekinese Rock können wir wieder eine Schildkröte erkennen, was auf die Distanz schon sehr erstaunlich und eindrücklich ist. Es ist eher schwierig diesen aufzunehmen, da er so weit weg ist und meist nur für eine kurze Zeit auftaucht. Auf dem Aussichtspunkt weht jedoch ein kühler Wind und wir haben daher genügend Zeit. Wenn man die Sleeping Beauty zudem genauer betrachtet, sieht der Fels tatsächlich aus wie eine Frau, die auf dem Rücken liegt. Die Green Island ist zwar um einiges Touristischer als Lanyu, hat aber auch ihren ganz eigenen Charm und viele wunderschöne Plätze zum geniessen. Nachdem wir gemütlich die Insel umrundet haben, suchen wir eine Stelle zum Schnorcheln. Leider ist das Meer so unruhig, dass wir lediglich dieselbe Stelle wie gestern, als sicher zum Schnorcheln einstufen. Das geht vermutlich den ganzen Tauchanbieter auch so, denn heute ist gefühlt jeder an diesem Platz. Aber das macht nichts, das Riff ist gross und wir finden so auch unsere eigenen ruhigen Plätzchen. Kurz vor Sonnenuntergang gehen wir an den einen Strand in der Nähe unseres Campingplatzes in der Hoffnung den Sonnenuntergang bestaunen zu können. Leider ist es nun ziemlich bewölkt geworden, aber die Farben die die Wolken von der Sonne reflektieren, sehen trotzdem eindrücklich aus. 

Green Island – Taitung 03.06.2019

Heute ist bereits der letzte Tag unseres Inselausfluges und um 14.30 fährt die Fähre wieder zurück ans Festland. Wir nutzen jedoch den Morgen noch für einen Ausflug in der Nähe des Campingplatzes und der heissen Quellen. Wir haben dort einen schönen Ausblick über das Meer und können sogar noch ein Reh beobachten. Es scheint, als wolle es sich auch abkühlen, denn es geht im Meer baden. Danach fahren wir nochmals zum Aussichtspunkt des Sleeping Beauty’s, wo wir diese eindrückliche Formation noch aus einer etwas anderen Perspektive bestaunen können. Zum Abschluss umrunden wir die kleine Insel und zurück beim Campingplatz müssen wir unsere Sachen packen. Danach bringt Hanspeter den Roller zurück und wir warten auf die Fähre, die in einer Stunde abfährt. Die Überfahrt geht Ruckzuck und wir sind wieder in Taitung. Hier warten wir auf den nächsten Bus, der uns zum Bahnhof bringt. Da wir morgen wieder um 6 Uhr den Zug Richtung Kenting Nationalpark erwischen wollen, haben wir Mal wieder ein günstiges Hostel in der Nähe des Bahnhofes gebucht. Die Unterkunftspreise können wir teilweise nicht nachvollziehen, denn wenn wir in dieselbe Unterkunft wie letztes Mal gegangen wäre, hätten wir fast den doppelten Preis bezahlt. Aber wahrscheinlich reduzieren die Unterkünfte gerne die Preise in letzter Minute, so nach dem Motto, lieber günstig als gar nicht. Ja, deshalb sind wir heute für die kurze Nacht in einem Mehrbettzimmer. Aber abgesehen von dieser Situation sind wir vom Hostel begeistert. Es hat eine Küche und einen gemütlichen Aufenthaltsraum. Sogar Velos stehen gratis zur Verfügung. Aufgrund dieser Tatsache schnappen wir uns die beiden Velos und fahren zum 3 Kilometer entfernten Supermarkt, um Mal wieder ein leckeres Abendessen einzukaufen. Wir versuchen, dasselbe Gericht zu machen, wie jenes in Yuli, zu welchem wir eingeladen wurden, einfach ohne Shrimps. Es funktioniert tatsächlich gut. Wir kochen den Ingwer mit den Nudeln, geben zwei geviertelte Tomaten hinzu, zwei Eier und noch etwas Gewürz. Fertig ist die super leckere Nudelsuppe. Die Hostelmitarbeiterin schaut ganz verwundert auf unser Gericht und meint, dass sehe ja sehr taiwanesisch aus. Ist es ja auch, offenbar – und sehr lecker. Plötzlich steht sie auf und eilt mit ihren Müllsäcken auf die Strasse. Dann hören wir es auch, denn in Taiwan kündigt sich der Müllmann immer mit einer Musik an (vielfach mit  Elise von Bethoven oder einer zweiten Melodie), wie man es bei uns eher vom Eismann kennt. Die Leute warten am Abend immer bis dieser vorbei fährt, damit sie die Müllsäcke auf den Wagen draufschmeissen können. Das ist jeweils ein ziemlicher lustiger Anblick. Wir machen es uns im Gemeinschaftsraum gemütlich, bis es Zeit ist, schlafen zu gehen. 


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29.05.2019 – 03.06.2019

Taitung – Lanyu 29.05.2019

It is not even 5 o’clock when we get up sleepy. But for the upcoming trip we like to get up. After we packed everything and had breakfast, we walk sleepily to the train station. There are already a few people waiting and the bus arrives in the next few minutes too. Perfect. About 30 minutes later we reach the ferry terminal, where we pay for and receive our reserved ferry tickets. Everything works perfect and we are ready too early to enter the boat. We almost thought we were almost the only ones until a big bus arrives and an incredible number of people disembark. But we still get a seat, because the boat is bigger than it seems. The 2.5 hour journey to Lanyu is quite bumpy. We have rarely experienced such a rough boat ride. Although it is a big boat, it drops to the waives always with a heavy bang. At least at the beginning, then the waves are a bit calmer, about which we are quite happy and can still sleep a bit. It should also be mentioned that the crossing to Lanyu does not always take place and if the sea is too rough, the boat trip can be canceled at short notice. We can now understand why. At 10 am we arrive in Lanyu and look for transport.  We have found a timetable on a Taiwanese site where only 4 buses per day are listed. The first one we just missed. A taxi driver and a client start chatting with us and we explain, we want to go by bus to the campsite. The customer translates in broken English what the taxi driver says. He confirm there would be a bus from time to time, but it runs very irregular and no one would know exactly the timetable, since the local population almost exclusively rides scooter. We should just rent a scooter, that makes life a lot easier, he advises. He also informs us, we should just go out on the street when the bus comes and waves him. Or try to move forward with hitchhiking, people are friendly here. We discuss the situation and decide to wait. We have time. Scooter ride with all our luggage we find very unpleasant, especially since we do not know the campsite and if we bring one backpack after another, we can not store it anywhere safely. Hitchhiking we do not see as suitable, because we firstly do not know the language and here people do not even speak Chinese but an indigenous language. In addition, most of them are traveling by scooter anyway. We even consider to walk slowly. 16 kilometers with the luggage is incredibly far and a few rain drops fall already from the sky. We go first in the 7 Eleven, buy there a delicious iced coffee and wait in a cozy shelter on a bench. At the same time we can watch the goats, which are present in the whole village and as we will learn later, on the whole island. That’s pretty funny. Time flies and it starts to rain quite a bit again. We are a little confused if our plan to camp is good or stupid. But we hardly have alternatives. In addition, we do not even know if the campsite exists, so we are a little nervous. Around noon, a woman speaks to us in English, who also plans to take the bus. She is originally from Taiwan but has been working in the States for some time and is here for vacation. She says she probably has to walk because nobody knows when the bus is leaving. She even calls the bus company at the airport, but they can not tell her, since the timetable has changed. So what’s going on? While we chat, time passes, and actually, shortly after 1pm, the bus arrives. A bus attendant speaks Chinese and the lady can tell her where she and we want to go. The bus driver probably speaks only the indigenous language. This will be funny. They inform us the campsite exists and point in the direction we also intend to go to in order to visit it. As it seems, hardly any tourists are by foot in this area, because almost all people passing by, staring at us and we just hope they will not fall off the scooter. Arriving at the campsite we are quite confused, because the way in is blocked with a rope and there is a sign, it is closed. Oh no, this can not be true. Fortunately, there is a gentleman who, to our astonishment, even speaks some English and says the campsite is open. Ok, we have nothing against this statement and we can camp here for the equivalent of 10 dollars. There is even an outdoor shower and electricity, which we did not expect. But now comes the missing point, there is no toilet. He says we either have to go into the bushes or to the next 7 Eleven or to the police station in Dongqing Village, which is about 1 km away. Well, this is one more reason to rent a scooter. But the campsite is beautifully situated with a direct view of the sea and we enjoy the view very much. Meanwhile, it has stopped raining and we can set up our tent. In the late afternoon, we walk a bit along the beach, where we are a bit shocked by all the garbage that lies there. Then we explore the little village a bit, before we go back to our tent. 

Lanyu 30.05.2019 & 31.05.2019

After we have rested comfortably, we find that the morning bus is just over. So we have no choice but to walk to the village on the harbor or wait for the lunch bus. We decide on the 12-kilometer walk that is on maps.me. First, we make a stop at the Seven Eleven, where the fishermen want to offer already a schnapps. We refuse thankfully and treat ourselves first to an iced coffee. The trail should start somewhere in the middle of nowhere, where an accommodation is at the end of a street. When we arrive there, we meet two women who tell us that there is no such way and we have to cross the official road to get to the other side. It’s a pity, but heck, the way will be a few more kilometers longer, but better we find out now than we have to do a crazy bush walk. So we walk back a bit and continue to the next village Yeyin, where we branch off to the other coast to Hongtou. It would not be funny if the way does not go up the hill first. In this oppressive heat, we are almost happy it started to rain a bit and cools down. The island of Lanyu is, as we have seen so far, beautiful and very green, but we hope the weather will stabilize somewhat. We have a great view from the hill and after a felt eternity the effort is over and it goes down on the other side. Now nothing can bother us anymore. Once back on the coast, we stroll from one village to the next. On the way we are approached by a local woman in English, who shows us her pretty traditional ribbons. Since we really like it, we buy one and she gives us another one for free. When we look a bit at sea, Hanspeter can even spot a turtle from afar. On closer inspection, there are even two and quite large. We watch them for a while and continue our march towards the airport. When we calculated right, a bus should drive by and we could drive at least the last 4 kilometers. The bus overtakes us shortly before the airport quite unexpectedly and when it was not hot enough, we run after this. Now all we have to do is explain that we want to go to the harbor so the bus driver can tell us the right price. After we said 7 Eleven they know where we want to go and we are allowed to ride the bus. A few minutes later we are already there and of course we buy ourselves first a delicious cold drink. Then we go to the property next door, as it looks like there is a scooter rental. Without even seeing a driver’s license or depositing a security, we can rent a scooter for the next two days. Wonderful, now we are mobile. First, we visit the small old lighthouse, which is located near the harbor. After this, we will ride around the whole island, where we can admire many impressive rock formations, as well as goats climbing on it. The ride is really great and the sea looks fantastic. We make a stop from time to time to enjoy the beautiful places even more. It has been raining for a while and the sun appears now. Now everything looks much greener than before, just fantastic. It feels a bit like time has stopped here. There are many traditional buildings and boats that are beautifully painted. The rock formations look fantastic too. At Lovers Cove we take a short walk where we meet an arch in the sea, creating an impressive blowhole through the water. Then we drive a little along the coast to the harbor, where we meet on the way back to impressive rock formations, caves and indigenous arts. Just before dusk, we are back at the campsite and spend a cozy evening.

Today we are already awakened by the sun at 6 o’clock and we move outside the tent to sleep a little more. The cold outdoor shower is worth gold in these moments, so you can cool off in the morning at least a little. After having a leisurely breakfast, we set off. But not far, because we want to look for a swimming place, we luckily find quite fast. The sun is really strong today and we are happy to be back in the cold. Again, there is a cozy shelter, which we needed two days ago to protect against the rain, today as protection from the sun. After a while, however, we continue on our way and drive up a steep road where we find the lighthouse. Unfortunately, the access to the lighthouse is closed, but we still have a good view of it and especially a nice sight around. On the way back we find a small trail, where we are quite unexpectedly in the middle of the forest and even a view of the other side of the island can throw from above. Now we need a cool down again and we treat ourselves once again an iced coffee in the Seven Eleven at the port. After that we want to visit the Dragon Head Rock. But since it looks like it is raining a bit further away, we take a half-hour break on a platform so the rain can pass by. In fact, the storm now seems to have passed and we can admire the impressive Dragon Head. The rock formation actually looks like some black dragons are carved in the stone. In addition, the goats are still daring to play on it. Next we visit the Old Mans Rock, which stands imposingly out of the sea. We are always amazed that there are hardly any people in such beautiful places and we enjoy it very much. Now we need a cool down again and are looking for a suitable place for swimming or at best for snorkeling. The first place we want to go, would be very nice, but we do not trust the sea, because it is very rough here. In front of the airport we see a group diving and snorkelling, so we try it there as well. The entry is the hardest part, because barefoot over the extremely sharp rocks to walk. Once inside, we are thrilled with the beautiful coral reef. We’re sure to spend an hour exploring the reef, and we’ll even find Nemo. Not just one, but many. But then we are done and the day is coming to an end soon. So we drive back to the campsite, where we spend a quiet evening.

Lanyu – Green Island 01.06.2019 

Today we have to get up early, as our boat leaves for Green Island at 9:30. But that is not a problem, because at a quarter past 6 the sun pushes us mercilessly out of the tent. We feel like it’s getting hotter every day and we’re looking forward to the harbor with our scooter, our mobile air conditioner. After we packed the tent and our seven things, we hide a backpack at the campsite because we have to get it later. As last time Hanspeter drives first Manuela with a backpack to the port. Less than an hour later he comes with the second backpack and we treat ourselves to a nice iced drink before we go on the ferry. The crossing is wonderful this time, because we enjoy the cool wind on the ferry and are glad that the sea this time is much quieter. Faster than expected we already arrive on the Green Island. There we really want to wait for the bus again, but since according to the timetable this only comes in three hours, we are looking for a scooter rental directly. We find a rental station in front of an accommodation and ask there. They accept the normal driver’s license and ask for a deposit, then we get the scooter. A Hong Kong employee works here voluntarily, which makes rental easy thanks to his English language skills. He gives us some more advices and we may deposit our second backpack here. The Green Island is even smaller than Lanyu and we reach the campsite relatively soon. This is again nicely decorated. Each pitch has a wooden roof and electricity, showers and toilets are also available. The cost are 20 dollars, bit pricey but ok. On a sign it says we have to register on another place. First we set up our tent and go in search of it. We pass a tourist information office and ask there. However, there is only one betel nut chewing employee who unfortunately can not help us. We drive a little further and come to the hot springs, where actually the reception is. With Google translator, we can finally communicate with the man, but he asks us to come back tonight at 5 o’clock. We do not understand why, but we’ll just do it. An attraction would be the hot springs, but that is honestly the last thing we feel to do in this heat. Now we want to do an island tour first. We visit a pretty lighthouse and then we’re looking for a cooling option. We find a nice spot where we spend a few hours snorkeling before returning to the campsite, and registering.

Green Island 02.06.2019

Today we will do a bigger exploration of the island. We first visit a memorial for political prisoners who were formerly shipped to the Green Island. It also shows Taiwan’s darker times, and it’s amazing that the country has made such a turnaround in a relatively short time frame. Because still in the 80s, people who expressed political critical were arrested. Today, the country is very liberal and counts as probably the most progressive and tolerant country in Asia. This is very impressive. The area is also beautiful here on the Green Island and as the name suggests, very green. During the day we visit caves, viewpoints, short paths (for the long it is too hot) and of course go snorkeling again. We even meet some wild deer on the way, which we would not have expected. From the vantage point to the Sleeping Beauty and the Pekinese Rock, we can again recognize a turtle, which at the distance is already very amazing and impressive. It is rather difficult to record, because he is so far away and usually appears only for a short time. However, a cool wind blows on the vantage point and we therefore have plenty of time to observe it. If you take a closer look at Sleeping Beauty, the rock actually looks like a woman lying on her back. The Green Island is a lot more touristy than Lanyu, but also has its own charm and many beautiful places to enjoy. After we have circled the island, we are looking for a place to snorkel. Unfortunately, the sea is rough, we only classify the same place as yesterday safe for snorkeling. This is probably thinks the dive companies too, because today everyone seems to be in this place. But it does not matter, the reef is big and we also find our own quiet places. Shortly before sunset, we go to a beach near our campsite in the hope to be able to marvel the sunset. Unfortunately, it has now become quite cloudy, but the colors that reflect the clouds from the sun, still look impressive.

Green Island – Taitung 03.06.2019

Today is already the last day of our island excursion and at 14.30 the ferry returns to the mainland. However, we use the morning for a trip near the campsite and the hot springs. We have a beautiful view over the sea and can even observe a deer. It seems it also wants to cool off, because it is bathing in the sea. Then we drive again to the viewpoint of the Sleeping Beauty, where we can admire this impressive formation from a slightly different perspective. At the end we circle the small island and back at the campsite we have to pack our things. Then Hanspeter brings the scooter back and we wait for the ferry, which leaves in an hour. The crossing goes quickly and we are back in Taitung. Here we wait for the next bus, which brings us to the station. As we want to catch the train to Kenting National Park again tomorrow at 6 am, we booked a cheap hostel near the train station. We do not understand the accommodation prices, because if we had gone to the same accommodation as last time, we would have paid almost double the price. But probably the accommodations are happy to reduce prices at the last minute, according to the motto, rather cheap than not rent out at all. Yes, that’s why we are in a shared room today for the short night. But apart from this situation, we are thrilled by the hostel. It has a kitchen and a cozy lounge. Even bicycles are available for free. Because of this, we grab the two bikes and drive to the supermarket 3 kilometers away, to buy a delicious dinner. We try to make the same dish as in Yuli, to which we were invited, just without shrimp. It actually works well. We cook the ginger with the noodles, add two quartered tomatoes, two eggs and a little spice. Done is the super delicious noodle soup. The hostel staff looks very surprised on our dish and mention it looks very Taiwanese. It is, obviously – and very tasty. Suddenly employee gets up and hurries with her garbage bags into the street. Then we hear it too, because in Taiwan the garbage man always announces himself with a music (often with Elsie von Beethoven or a second melody), as we are more familiar in Europe when the iceman comes. People always wait in the evening until the truck drives by, so they can throw the garbage bags on the back of the truck. This looks pretty funny for us. Then we make ourselves comfortable in the common room until it is time to go to sleep.

Taiwan 2: East Coast

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18.05.2019 – 28.05.2019

Taipei – Hualien 18.05.2019

Für die kommende Woche ist viel Regen angesagt, aber da wir das Wetter nicht beeinflussen können, machen wir uns trotzdem auf den Weg. Yuying hat uns die beste und günstigste Verbindung nach Hualien herausgesucht. Wir verabschieden uns am Vormittag von ihr und fahren zuerst zum Hauptbahnhof. Dieser ist in Taipei wirklich gross und obwohl wir schon Zig mal an diesem Bahnhof waren, müssen wir eine Weile suchen und herumfragen, bis wir an den richtigen Ort gelangen. Hier ist nämlich Bus, Zug, Metro und Shoppingcenter alles in einem. Als wir im richtigen Gebäude im vierten Stock endlich den Bus gefunden haben, müssen wir in den ersten Stock gehen, um das Ticket zu lösen. Yuying hat uns für den Notfall alles auf Chinesisch aufgeschrieben, da es ein spezielles Ticket zu lösen gibt, aber die Dame am Fahrkartenschalter kann überraschenderweise sogar gut Englisch. Allgemein haben wir bisher das Gefühl, dass die Leute in Taiwan einiges besser Englisch sprechen, als in Japan. Aber warten wir mal noch ab, bis wir Taipei verlassen haben. Als wir wieder im 4ten Stock sind, gibt es viele Busse und wir müssen nochmals herumfragen, wo denn unserer fährt. Wir warten eine Weile, aber plötzlich wird ein anderes Gate mit unserer ersten Zieldestination geöffnet, aber mit 5 Minuten Unterschied. Wir sind etwas verwirrt und fragen deshalb nochmals nach. Es wird bestätigt, dass es tatsächlich dieser Bus ist und hier die Abfahrtszeit steht, während wir auf dem Ticket die Boardingzeit haben. Da wir ausser der Uhrzeit und dem Preis nichts auf dem Ticket lesen können, konnten wir dies nicht wissen. Es ist aber wirklich alles erstaunlich professionell und der Bus ist sehr komfortabel. In Fulong steigen wir aus und wechseln auf den Zug. Hier müssen wir natürlich wieder fragen, welchen Zug wir mit dem Billett nehmen dürfen. Der Mitarbeiter bei der Fahrkartenkontrolle weist uns zu einem Herrn, der wohl die allgemeine Auskunft ist und dieser zeigt uns, um welche Uhrzeit der Zug fährt. Wir müssen jedoch noch eine gute Stunde warten, bis unser Zug abfährt und so machen wir es uns beim Bahnhof gemütlich. Raus gehen wir nicht, denn es hat seit einer Weile wieder begonnen aus Strömen zu regnen. Das kann ja heiter werden. Danach verbringen wir eine gemütliche Zugfahrt nach Hualien. In Hualien angekommen regnet es leider immer noch und wir sind froh, nun zwei Regenschirme dabei zu haben, denn so kommen wir einigermassen trocken bei unserer Unterkunft an. Es ist mitten am Nachmittag, da es aber so stark regnet, lassen wir die Erkundungstour für heute sein und bleiben in der gemütlichen Unterkunft. Am Abend suchen wir noch einen Supermarkt auf, um unser Abendessen einzukaufen. Denn lange ist es her, seit wir einen Noodlecup verspiesen haben und heute wollen wir uns mal wieder einen gönnen.

Hualien 19.05.2019

Heute ist es heiss, dafür nicht regnerisch. Nachdem Frühstück wechseln wir zuerst die Unterkunft, da wir heute eine für 10 Franken, und damit nur halb so teuer wie die Letzte ist, die wir gefunden haben. Wir bekommen aber hier auch, was man dafür bezahlt. Als wir uns über die Grösse der ersten Unterkunft in Japan beschwert haben, ist diese nochmals einiges kleiner. Hier haben tatsächlich nur knapp unsere beiden Rucksäcke Platz und mehr nicht. Das Bett ist aber gemütlich und das Gemeinschaftsbad erstaunlicherweise grosszügig. Wir sind aber trotzdem ziemlich glücklich in einer solch günstigen Unterkunft zu sein. Wir treffen jedoch nur die Putzfrau an, die kein Wort Englisch spricht. Mit Google Übersetzer und etwas Handzeichen können wir uns jedoch verständigen. Den Besitzer sehen wir während des gesamten Aufenthaltes nicht. Wir wollen heute Hualien erkunden und machen uns auf den Weg zum Strand. Hualien ist sehr schön gelegen, zwischen Meer und Bergen. Von einem Aussichtspunkt haben wir einen schönen Ausblick auf die gesamte umliegende Region. Danach schlendern wir wieder Inland, wobei wir ein paar schöne Tempel besichtigen. Unterwegs kommen wir noch an einem Mini Riesenrad vorbei, das sehr lustig aussieht und einigen Marktständen. Wir gönnen uns hier auf die Hitze eine Ananas, die unglaublich lecker und süss ist. Unser Stadtspaziergang führt uns weiter in den Pine Garden, in welchem früher Kamikaze Piloten von Japan ihre letzte Nacht verbrachten und gesegnet wurden, bevor sie auf ihre endgültige Mission gestartet sind. Danach besuchen wir einen Park, der mit lustigen Skulpturen ausgestattet ist und gemütlich im Grünen liegt. Hier gibt es noch einen Schrein, den wir besuchen welcher ziemlich hübsch ist, aber auch baufällig aussieht. Die Leute schauen uns neugierig an und grüssen uns freundlich auf chinesisch. Nachdem wir das Gelände wieder verlassen, schliessen sie das Zugangstor und wir vermuten, dass wir hier wahrscheinlich nicht hätten rein dürfen. Denn der offizielle Zugang von der Strasse war bereits geschlossen und es sah schon mehr nach Baustelle aus. Wie schon erwähnt ist es heute richtig heiss, aber wir machen uns trotzdem auf den Weg in den nördlichen Stadtteil, um den buddhistischen Chingszu Tempel zu besuchen. Unterwegs werden wir immer Mal wieder von Einheimischen mit einem “hello, how are you” begrüsst. Wir vermuten, dass hier wohl nicht so viele Touristen zu sehen sind. Wir kommen am Bus-/Zugterminal vorbei, wobei wir uns über die Zugangsmöglichkeiten und den Fahrplan zum Taroko Gorge, den wir morgen besuchen wollen, informieren. Als wir beim Tempel ankommen, stellen wir erstaunt fest, dass sich daneben ein buddhistisches Spital befindet. Der Tempel selbst sieht sehr mächtig, wenn auch schlicht aus. Das Eingangstor sieht besonders beeindruckend aus, denn auf dem riesigen Tor ist ein Weg mit Landschaft gezeichnet. Nun sind wir ziemlich geschafft von diesem langen Stadtspaziergang und kehren wieder zurück zu unserer Unterkunft, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen.

Taroko Gorge 20.05.2019

Heute stehen wir früher auf als üblich, da wir den zweiten Bus zum Taroko Gorge erwischen wollen. Nachdem Frühstück kaufen wir ein paar Snacks ein und machen uns auf den Weg zum Busterminal, bei welchem wir einen Zweitagespass kaufen. Ursprünglich wollten wir ja mal campen, da aber das Wetter hier ziemlich unbeständig zu sein scheint, entscheiden wir uns in Hualien zu bleiben und die beiden Tage mit dem Bus hochzufahren. Die Fahrt ist schon an für sich äusserst Spektakulär. Zuerst fahren wir eine kurze Zeit dem Meer entlang und dann geht es über eine serpentinenartige Strasse in den Taroko Nationalpark. Wir fahren zuerst zur Endhaltestelle, von welcher aus unsere erste Wanderung geplant ist. Hier können wir bereits eine herrliche und spektakuläre Aussicht geniessen. In der Ferne sehen wir sogar eine eindrückliche Statue und Tempel am Berghang. Um zum Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen müssen wir zuerst etwa 1 Kilometer der Strasse folgen, bevor der eigentliche Weg im Tunnel in einen anderen Tunnel abbiegt. Als wir in den Baiyang Trail gelangen, ist dieser leider nur bis in die Hälfte geöffnet – aber immerhin. Die Landschaft ist einfach wunderschön und wir geniessen es sehr. Nachdem wir die Aussichtsplattform und damit das Ende des geöffneten Weges erreicht haben, kehren wir wieder zurück und geniessen die Aussicht von einer Plattform noch weiter oben an der Strasse. Danach gehen wir wieder zur Bushaltestelle, wo wir unser Mittagessen verzehren und auf den nächsten Bus warten. Nun hat es wieder ziemlich stark zu regnen begonnen und wir entscheiden uns, als nächstes zum Visitor Center zu fahren, damit wir wissen, welche Wege überhaupt geöffnet sind. Das sind leider nicht so viele und im Moment rät uns die Dame im Visitor Center ab, eine längere Wanderung zu machen, da sie nicht wissen wie sich das Wetter entwickelt. Wir sehen uns daher zuerst einen Film über den Taroko Gorge an, welcher durch das Visitor Center abgespielt wird. Danach nehmen wir noch einen letzten Anlauf und fahren mit dem nächsten Bus nach Bulowan. Leider hat sich das Wetter nicht verbessert, sondern ist noch viel regnerischer geworden. Wir sollten von hier eigentlich eine schöne Aussicht haben, aber wir sehen nur grau. Auch der Weg zur Hauptstrasse ist gesperrt, was uns die Dame im Visitor Center vorenthalten hat. Wir finden, dass es keinen Sinn mehr hat und brechen die Übung hier ab, denn wir wollen ja nicht noch etwas riskieren. Mit dem nächsten Bus fahren wir zurück nach Hualien, der die doppelte Dauer benötigt, da wir wohl keinen Direktbus erwischt haben. Etwa um 5 Uhr sind wir wieder zurück und wir ziehen uns zuerst Mal trockene Sachen an. Etwas später gehen wir nochmals in die Stadt zu einem vegetarischen Restaurant. Dieses ist etwas teurer als jenes in Taipei, aber hat auch eine viel grössere Palette zum auswählen. Man findet hier alle mögliche Kreationen und das Essen ist unglaublich lecker.

Taroko Gorge 21.05.2019

Der heutige Tag startet sonnig und wir hoffen, dass es so bleibt. Wie gestern fahren wir wieder mit dem Bus in die Taroko Schlucht, wo wir mit einer längeren Wanderung beginnen. Der Weg ist zu Beginn ziemlich überlaufen, aber bereits nach dem ersten Kilometer ist kaum ein Mensch anzutreffen. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und führt entlang des eindrücklichen Flusses und durch den Dschungel. Die Felsen haben ein geschwungenes Muster von dem jahrhundertelangen Abrieb durch das Wasser. Wir geniessen die Wanderung sehr und können unterwegs noch einige Tierchen beobachten. Wir müssen lediglich aufpassen, dass wir nicht in ein Spinnennetz laufen, da diese z.T. ihre beeindruckenden Netze über den Weg spannen. Die Spinnen sind zwar nicht so fett, wie z.B. eine Tarantel, aber doch sehr gross und ziemlich schön. Etwa drei Stunden später sind wir wieder am Ausgangspunkt und fahren mit dem nächsten Bus zur Swallow Gorge. Die beeindruckende Hängebrücke, welche hoch oben zwischen den Felsen thront, ist leider gesperrt, weshalb wir sie nur von weitem bestaunen können. Hier gibt es aber einen ziemlich tollen Weg, der durch die Tunnel führt und man dabei einen Permanenten Blick in die Schlucht hat. Wir gehen hier entlang bis ans Ende und kehren danach wieder um. Die Hauptstrasse ist doch zu eng, so dass wir nicht Lust haben, zu Fuss der gefährlichen Strasse entlang zu laufen. Die Zeit ist heute bei dem guten Wetter nahezu davon gerannt und da der nächste Bus bereits der Zweitletzte ist, fahren wir mit diesem wieder zurück nach Hualien. Zusammenfassend können wir sagen, dass der Taroko Gorge wirklich unglaublich schön und eindrücklich ist.

Hualien – Yuli 22.05.2019

Nach dem Frühstück setzen wir unsere Reise fort. Wir wollen irgendwo im Rift Valley bleiben, aber die Unterkünfte hier sind nicht gerade günstig. Wir haben gehört, dass es ebenfalls Campingplätze geben sollte. Also steuern wir einen Platz an, bei welchem wir hoffen, dass er geöffnet hat. Dazu fahren wir mit dem nächsten langsamen Zug in die Ortschaft Yuli. Der Campingplatz liegt etwa 5 Kilometer entfernt und wir sind froh, dass eine halbe Stunde später ein Bus dorthin fährt. Denn es gibt nur etwa 5 Busse pro Tag in diese Richtung. Der Busfahrer fragt uns zuerst etwas argwöhnisch wo wir hinwollen, aber lässt uns dann einsteigen. Wir können wieder alles mit der EasyCard bezahlen und sind erstaunt, dass uns die Busfahrt nichts kostet. Uns wurde einmal erklärt, dass man in Kombination mit Zug und Bus oder Metro, manchmal eine Fahrt gratis erhält und die Fahrten eigentlich immer zu einem reduzierten Preis bekommt. Das ist praktisch und ein Grund mehr, die EasyCard (ähnlich wie in Japan die IC Karte) wenn immer möglich einzusetzen. Als wir beim Campingplatz ankommen ist dieser wunderschön gelegen und eingerichtet. Das einzige Problem ist, dass weit und breit kein Mensch zu sehen ist. Nach ein wenig Recherchen finden wir eine Facebookseite zu dem Campingplatz und senden hierüber eine Nachricht. Als auf das Englische keine Antwort kommt, jagen wir den Text durch den google Übersetzer und senden das ganze nochmals auf Chinesisch. Plötzlich kommt eine Antwort auf Englisch. Offenbar sei der Betreiber auf dem Feld am Arbeiten und der Verfasser der Nachricht sei in Taipei und ist der Neffe des Betreibers. Wir sollen uns einrichten und es uns gemütlich machen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Es hat Holzdächer und darunter können wir unser Zelt aufstellen. Somit sind wir vom Regen geschützt, was in der momentanen Regenzeit natürlich perfekt ist und wir haben sogar noch eine Steckdose zur Verfügung. Nicht zu vergessen einen kompletten Campingplatz nur für uns. Wir verbringen hier einen gemütlichen Nachmittag und Abend.

Rift Valley & die verregnete Küste 23.05.2019

Nachdem wir gefrühstückt haben, gehen wir zur Bushaltestelle, um den Bus um viertel vor 10 nach Yuli zu erwischen. Der Bus will aber einfach nicht kommen und wir befürchten, ihn bereits verpasst zu haben. Um viertel nach 10 wollen wir es gerade aufgeben, als wir ein Geräusch hören. Ja, es ist tatsächlich der Bus und wir winken ihm. Er kommt in einem Wahnsinnstempo um die Kurve und fährt einfach vorbei. Wir sind gerade ziemlich verblüfft und nehmen an, dass er entweder nicht mehr Bremsen konnte, oder er uns gar nicht gesehen hat (oder sehen wollte), da die Sonne direkt auf die Windschutzscheibe blendet. Wir haben uns sowieso schon gestern über das halsbrecherische Tempo des Busfahrers gewundert. Naja was solls, es sind ja nur 5 Kilometer, das sollten wir in einer Stunde schaffen. Dafür können wir die Umgebung mit ihren Reisfelder etwas näher betrachten. Da wir bereits realisiert haben, dass wir hier mit öffentlichen Transportmittel nicht weit kommen, wollen wir einen Roller mieten. Das ist aber gar nicht so einfach, denn die ersten beiden Geschäfte vermieten nur an Leute mit Taiwanesischen Führerschein. Das zweite Geschäft teilt uns dann mit, wo der Internationale akzeptiert wird. Seit aber unser Rucksack in Ecuador geklaut wurde, haben wir auch keinen Internationalen Führerschein mehr, sondern nur das übersetzte Dokument aus Neuseeland. Das Geschäft akzeptiert dieses jedoch nicht und meint, dass sie ein offizielles Dokument haben müssen, auf welchem International steht und ein Zeichen für Motorfahrrad. Wir hätten nicht gedacht, dass es so mühsam wird, aber wir haben das schon gehört, dass es teilweise auf dem Festland Taiwan etwas schwierig ist, einen Roller zu bekommen. Wir haben die Hoffnung schon fast aufgegeben und gehen aber noch beim vierten und letzten Geschäft, dass wir gefunden haben, vorbei. Dieser spricht überhaupt kein Englisch scheint aber interessiert zu sein uns ein Roller zu vermietet. Die Kommunikation läuft ziemlich fliessend per Google Übersetzer. Wir geben ihm das Dokument von Neuseeland und behaupten, dass dies der Internationale Führerschein ist (was ja eigentlich nicht mal geflunkert ist). Er scannt das gesamte Dokument mit seinem Google Übersetzer und scheint zufrieden zu sein. Er fordert aber uns auf eine Runde mit dem Roller zu drehen, damit er sehen kann, dass wir auch fahren können. Er gibt uns alle möglichen Tipps und meint am Schluss, dass wir vorsichtig fahren sollen. Wir sind glücklich, denn jetzt haben wir einen fahrbaren Untersatz für die nächsten 48 Stunden. Da es hier eine ländliche Region ist, ist der Verkehr viel angenehmer, als z.B. in Taipei. Etwa fünf Minuten nachdem wir endlich losgefahren und auf dem Weg zur Küste sind, spüren wir ein paar Regentropfen. Wir entscheiden uns etwas später die Regenponchos über zuwerfen. Das war eine gute Entscheidung, denn keine weiteren 5 Minuten später schüttet es wie aus Kübeln und es wird nicht besser. Nach knapp einer Stunde sehen wir die Küste, aber es regnet so stark, dass wir zu einem Unterstand fahren und dort eine Weile warten. Der Regen nimmt aber kaum merklich ab, aber nach einer halben Stunde fahren wir weiter und hoffen, dem Regen zu entkommen. Die Küstenstrasse ist wirklich sehr eindrücklich, aber das Wetter lädt einfach nicht ein, um gross Stopps zu machen. In Fengbin sind wir trotz der Ponchos ziemlich durchnässt und wir machen in einem Cafe einen Stopp, wo wir uns eine leckere heisse Schokolade gönnen. Etwas nach Shitiping nehmen wir die Abzweigung nach Guangfu. Diese Strasse ist ziemlich steil, führt aber durch den wunderschönen Regenwald und wir haben während der Fahrt eine wahrhaftig schöne Aussicht. Die Weiterfahrt wieder zurück nach Yuli führt uns an kleinen Dörfchen und Reisfelder vorbei. Nun hat es sogar aufgehört zu regnen und wir vermuten, dass vorallem die Küste regnerisch ist. Etwa 140 Kilometer haben wir insgesamt zurückgelegt, aber die Fahrt war trotz Regen einfach wunderschön. Aus Angst die Kamera im Regen zu beschädigen, sind aber leider die Bilder etwas beschränkt. Um 6 Uhr sind wir zurück in Yuli und kaufen unser Abendessen ein, bevor wir wieder zurück zum Campingplatz fahren.

Yushan Nationalpark 24.05.2019

Auch der heutige Tag startet nicht mit strahlendem Sonnenschein, aber wir machen uns trotzdem auf den Weg zum Yushan Nationalpark. In Taiwan ist es etwas speziell, dass man viele vor allem mehrtägige und alpine Wanderungen nur mit einer Bewilligung machen darf, was in der Regel viel Zeit (einige Wochen) benötigt und ausserdem etwas kostspielig ist. Da wir nicht so gut im Vorausplanen sind, bleiben wir bei den Wegen, die wir ohne Bewilligung machen dürfen. Wir informieren uns zuerst im Touristenzentrum, wo uns versichert wird, dass wir die erste Etappe des Walami Trails ohne Bewilligung machen dürfen. Wir fahren daher die steile Strasse aufwärts, wobei wir einen hübschen Wasserfall unterwegs begutachten können. Danach erreichen wir den Beginn des Wanderwegs und hoffen, dass sich das Regenwetter gerade noch etwas zurückhält. Nach einer kurzen Zeit erreichen wir bereits eine Hängebrücke. Leider ist es neblig, so dass wir nur einen kleinen Teil der beeindruckenden Umgebung sehen. Die Wanderung ist sehr schön und der Nebel gibt dem Weg eine spezielle Mystik. Da der ganze Weg etwas nass ist, müssen wir aufpassen. Es bestätigt uns auch, als ein Rangerteam uns mit einem Verletzten entgegen kommt. Wir treffen nicht viele Leute an unterwegs und als wir bei der Aussichtsplattform ankommen, wo wir die Mittagspause einlegen, ist neben uns nur ein Ranger da. Er plaudert etwas mit uns, obwohl wir Chinesisch nicht verstehen, aber er scheint freundlich zu sein. Auf dem Rückweg löst sich der dichte Nebel langsam auf und wir haben eine schöne Sicht auf die atemberaubende Landschaft. Hanspeter kann sogar noch einen Affen erkennen, der gerade in den Bäumen verschwindet, wir hören ein eindrücklich lautes Zirp Konzert und sehen erst jetzt, dass gewisse Stellen wohl ziemlich üble Erdrutsche erlitten haben. Wir machen noch einen Abstecher zu einem netten Wasserfall und geniessen die friedliche Landschaft hier. Die Landschaft Taiwans finden wir unglaublich schön, aber das Wetter und Klima macht uns nach wie vor zu schaffen. Entweder regnet es oder die Luftfeuchte und Temperatur ist so hoch, dass man deshalb nicht zu viel machen mag. Wir hoffen aber schon, dass sich die vielen Regentage bald einmal verabschieden. Am späteren Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Yuli, wobei wir unterwegs auf dem Roller noch ziemlich erschrecken. Eine der grösseren Spinne seilt sich einfach ziemlich schnell über unseren Köpfen ab, so dass wir einen zünftigen Schlenker machen. Als wir wieder auf dem Campingplatz sind, merken wir, dass wir Besuch bekommen haben. Ein Franzose auf dem Velo und ein Einheimischer Arbeiter, der wohl hier günstig in seinem Auto übernachten kann. Der Einheimische kommt bei uns vorbei, erzählt etwas für uns leider nicht verständliches und bietet uns leckere Babybananen an. Danach wollen wir gerade anfangen Essen zu kochen, als dieser wieder vorbei kommt. Er gibt uns zu verstehen, dass wir zu ihm kommen sollen, um zu Essen. Wir packen unsere Sachen und folgen der Einladung. Er macht ein einfaches Gericht aus Nudeln mit Ingwer, Ei, Tomaten und so eine Art kleine Shrimps, was im Endeffekt eine leckere Nudelsuppe gibt. Auch wenn Shrimps nicht nach Manuela’s Gusto ist, ist doch das Essen unglaublich lecker und wir haben gerade ein neues Gericht probiert. Es ist schon speziell mit jemanden zu Essen und eingeladen zu werden, ohne sich wirklich verständigen zu können. Aber wir sind begeistert von seiner Freundlichkeit. Wir bieten ihm dafür noch etwas Whiskey Cola an, den wir dabei haben und er zuerst etwas argwöhnisch inspiziert. Als er daran gerochen hat, lächelt er und nickt, dass er will – aber ohne Cola natürlich. Nachdem wir alle fertig gegessen haben, macht er ein Handzeichen, dass wir uns wieder verdrücken können und wir bedanken uns nochmals bei ihm für das leckere Essen. Er gibt uns nochmals ein paar der leckeren Bananen mit und wir haben bei ihm so viel gegessen, dass wir nicht mehr kochen müssen. Wir geniessen den restlichen Abend und plaudern dann noch etwas mit dem Franzosen nebenan.

Yuli – Taitung 25.05.2019

Heute heisst es wieder Zelt abbauen und am Morgen ist es das erste Mal überhaupt, dass der Betreiber auftaucht. Wären wir schon gestern gegangen, hätten wir zwei Nächte gratis campen können. Der Betreiber ist jedoch sehr freundlich, aber auch er spricht kein Englisch. Er bringt uns sogar noch ein paar Früchte zum Frühstück. Der taiwanesische Nachbar bringt uns noch eine Pfanne voll mit violetten Kartoffeln, sowie Bananen und verabschiedet sich von uns, da er zur Arbeit los muss. Er hat irgendeinen Sanitärberuf, was wir verstanden haben und anhand seinem Wagen interpretieren können. Wir haben gerade keine Lust auf Kartoffeln zum Frühstück und packen diese für später in unser Pfännchen ein. Gegen Mittag machen wir uns ebenfalls auf den Weg, wobei Hanspeter zuerst Manuela mit Rucksack an den Bahnhof stellt. Danach holt er den zweiten Rucksack vom Campingplatz, bringt diesen ebenfalls zum Bahnhof und retourniert anschliessend den Roller. Alles hat wunderbar geklappt und etwa um 1 Uhr nehmen wir den Zug weiter nach Taitung. Von Taitung wollen wir je nach Preis und Wetter die Inseln Lanyu (Orchard Island) und Lüdao (Green Island) besuchen. Wir informieren uns daher zuerst bei der Touristeninfo über die Fähr- und Campingmöglichkeiten. Da das Wetter erst ab Mittwoch besser aussieht, wollen wir vermutlich erst dann gehen, denn auf den Inseln bleibt uns fast keine andere Wahl als zu campen, denn die Unterkunftspreise sind sehr hoch. Das liegt aber auch daran, dass wir nicht im Voraus gebucht haben. Im Touristenbüro bestätigen sie uns jedoch, dass es mindestens ein Campingplatz auf jeder Insel hat und unregelmässige Transportmittel gibt. Es gibt einen Transfer von Lanyu zu Lüdao, aber nur alle paar Tage. Die Mitarbeiterin sucht uns die kommenden Daten heraus und teilt uns den Preis mit. Mit diesen Informationen gehen wir zur Unterkunft und warten ab, wie sich der Wetterbericht entwickelt. Unsere Unterkunft liegt weit weg von der Stadt, aber dafür nahe bei der Zugstation. Dies ist bereits die zweite Unterkunft in Taiwan ohne Rezeption und wir erhalten alle Informationen online. Wir sehen hier auch die nächsten paar Tagen keinen Menschen, nicht einmal Putzpersonal. Aber die Unterkunft ist wunderschön, das Zimmer ist gross mit Aussenbereich, zudem hat es eine Dachterrasse und einen Gemeinschaftsbereich. Wir stellen lediglich fest, dass der Wasserspender fast kein Wasser mehr hat. Manuela schreibt dies dem Besitzer und ohne dass wir etwas bemerken, ist ein neuer Wasserbehälter verfügbar. Es ist schon fast wie ein Geisterhotel, aber für uns tiptop und gemütlich. Wir verbringen den restlich Tag in der Unterkunft und kochen zum Abendessen die violetten Kartoffeln auf, die wir heute morgen geschenkt bekamen. Diese sind überraschenderweise enorm lecker und süss.

Cycling Taitung – Badlands – Luye 26.05.2019

Heute wollen wir die umliegende Region erkunden, da das Wetter heute mitspielen sollte und planen wieder einen Roller auszuleihen. Dummerweise haben wir nicht einmal den übersetzten Zettel dabei, als wir bei der Mietstation sind. Die Vermieterin meint, dass sie einen internationalen Führerschein brauche und wir gehen daher gar nicht mehr zurück, um den Zettel zu holen. Wir ändern unseren Plan und mieten ein Fahrrad, welche zwar fast so teuer sind wie ein Roller, aber dafür auch ziemlich gut. Es sind eine Art Rennräder. Da es schon fast wieder Mittag ist und der Vermieter meint, dass wir bis 6 Uhr zurück sein müssen, da der Laden danach geschlossen ist, wissen wir noch nicht so recht wie weit wir kommen. Wir fahren daher einfach mal los in Richtung der sogenannten Badlands. Schon bald erreichen wir einen Fluss und sehen auf der anderen Seite ein paar beeindruckende Felsen. Wir fahren dem Fluss entlang bis wir merken, dass wir uns in eine Sackgasse manövriert haben und wieder umkehren müssen. Die nächste Abzweigung, die uns auf die grössere Strasse auf den Hügel führen sollte, nehmen wir. Hanspeter vorne, Manuela hinten nach. Es ist eine ungeteerte Strasse und bald müssen wir über eine grosse Pfütze fahren. Hoffentlich ist dort in der Pfütze nichts versteckt, denkt Manuela gerade, als sie ein rascheln hinter sich hört und dreht sich um. Nun geht alles sehr schnell, hinter ihr ist eine Schlange, die sich am Hinterrad aufbäumt und ein Schrei entflieht ihr. Reflexartig schaut sie wieder nach Vorne und Hält die Beine hoch. Währenddessen schaut sich Hanspeter um und sieht die Schlange wie sie sich wieder verzieht. Der Schock sitzt nun ziemlich tief in den Knochen. Vermutlich war die Schlange am Strassenrand und Manuela ist etwas zu nahe vorbeigefahren, also ist noch die Frage wer den grössere Schock hatte, Manuela oder die Schlange. Wir wissen nicht was es für eine Schlange war, die Erinnerung kann lediglich hervorrufen, dass sie braun war ohne auffällige Muster und für unser Verhältnis relativ gross. Wir fahren weiter bis wir die Hauptstrasse erreichen. Nun achtet Manuela ganz sorgfältig, dass sie nicht mehr nahe am Strassenrand fährt, wenn möglich. Nach einer Weile aufwärts fahren, kommen wir bald an einen hübschen Aussichtspunkt, wo wir eine Verschnaufpause einlegen. Auch wenn es ziemlich heiss ist, mit dem Fahrrad kommen wir relativ gut voran und es gibt einen kühlenden Fahrtwind. Wir sehen, dass wir noch ein paar Höhenmeter zu bewältigen haben und sagen uns, dass wir mal schauen wie weit wir kommen. Die Fahrt geht wunderschön durch den Wald und ist angenehm, so dass wir kaum merken, als wir bereits am höchsten Punkt angekommen sind. Wir sind noch keine 2 Stunden unterwegs und wollen noch nicht umkehren. Wir entscheiden uns daraufhin einen Rundweg über die Ortschaft Luye zu machen. So geht es eine Weile wieder den Berg hinunter und wir müssen gar nichts machen – wie angenehm. Im Dorf angekommen erreichen wir eine um einiges grössere Strasse als zuvor und müssen die nächsten 20 Kilometer wieder zurück nach Taitung fahren. Das ist unter diesen Bedingungen etwas anstrengender. Unterwegs kommen wir an diversen Landwirtschaftsregionen vorbei, und sehen insbesondere viele und grosse Ananasfelder. Die Ananas wird an der Strasse gerade frisch geschnitten und verkauft, so dass wir uns eine gönnen. Wie nicht anders zu erwarten, ist die Ananas super süss und wir können uns nicht erinnern, jemals eine solch leckere Ananas gegessen zu haben. Wieder zurück in Taitung legen wir zu Beginn der Stadt eine verspätete Mittagspause ein. Die Stadt ist enorm langgezogen und da es erst etwas nach 3 Uhr ist, fahren wir die 5 Kilometer, um in die Innenstadt zu gelangen. Dort gehen wir an die Küste, fahren in der Gegend herum und relaxen ein wenig. Danach ist es langsam Zeit an den Rückweg zu denken, da wir unterwegs noch einkaufen wollen. Vor 6 Uhr haben wir alles erledigt und können die Fahrräder pünktlich wieder zurückbringen. Den restlichen Abend verbringen wir in unserer gemütlichen Unterkunft. Zum Abendessen gönnen wir uns einen Noodlecup. Auch wenn dieser ganz harmlos ausgesehen hat und sogar Käse enthält, was man hier selten sieht, haben wir wohl noch nie so scharfe Fertignudeln gegessen.

Taitung 27.05.2019 & 28.05.2019

Nachdem Frühstück machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Da diese jedoch weit entfernt liegt, gehen wir zuerst zum Busbahnhof, wo es einen Bus in die Innenstadt geben sollte. Dieser fährt leider nicht so regelmässig und wir müssen eine Weile warten. Ein betelnusskauender Mann teilt uns mit, dass hier die richtige Haltestelle ist. Betelnüsse sind hier in Taiwan weit verbreitet und wenn man das so sagen darf, es sieht furchtbar aus. Die Leute, die diese Nüsse kauen, haben ganz rote Zähne und es sieht aus, als bluten sie. Was wir gelernt haben ist, dass es wie eine Art Droge ist und eine ähnliche Wirkung wie Alkohol haben soll. Naja, jedem das seine, wir wissen zumindest, dass wir uns keine Sorgen um die Leute mit ihren roten Mündern machen müssen. Da die Busse und Fahrpläne aber nur in chinesischen Schriftzeichen verfügbar sind, müssen wir jedesmal fragen, ob das der richtige Bus ist. Nach etwa einer Stunde kommt der gewünschte Bus und fährt uns ins Stadtzentrum. In der Nähe des Busbahnhofs gibt es eine kleine Kunstausstellung, die wir betrachten. Da es heiss ist, gönnen wir uns im nächsten klimatisierten Family Mart eine Guave und ein Eiscafe, bevor wir uns auf den weiteren Weg machen. Das nächste Ziel ist ein Aussichtspunkt über Taitung, wobei wir zuerst zu einer kleinen Tempelanlage gelangen. Wir wandern von einem Aussichtspunkt zum nächsten, wobei wir das Gefühl haben, fast auszulaufen – so sehr schwitzen wir. Danach schlendern wir durch die Stadt bis wir den Forest Park erreichen. Wir ziehen ein bisschen durch diesen hübsch gemachten Park, aber nachdem wir die Hälfte des Parkes erkundet haben, macht uns die drückende Hitze so fertig, dass wir uns wieder auf den Rückweg begeben. Bis wir wieder zurück bei der Unterkunft sind, ist es doch wieder 7 Uhr abends geworden, und wir verbringen auch heute einen ruhigen angenehmen Abend.

Heute haben wir kein Sightseeing auf dem Programm, sondern müssen die nächsten Tage planen. Wir buchen die Fähre, für morgen nach Lanyu, am Samstag die Überfahrt zur Green Island und am Montag wieder zurück, über das Visitorcenter. So viel Planung ist schon fast eine Herausforderung für uns. Wir hoffen einfach, dass das Wetter mitspielt, denn heu    te ist es wieder ziemlich regnerisch. Unsere Recherchen haben ergeben, dass es auf den Inseln nicht so viele und vor allem ausgewogene Einkaufsmöglichkeiten gibt, weshalb wir uns ein wenig den Kopf zerbrechen müssen, was wir alles vorgängig besorgen müssen. Am späteren Nachmittag, als der Regen etwas nachgelassen hat, machen wir uns auf den Weg in die Stadt, um die notwendigen Einkäufe zu tätigen. Zuerst aber gönnen wir uns mal wieder einen richtig leckeren Bubble Tea. Danach kaufen wir ein paar wenige Früchte und Gemüse auf dem Markt, bevor wir in den Supermarkt gehen. Wir verbringen zu viel Zeit beim Shoppen und müssen schlussendlich noch einen Copy Shop aufsuchen, um den internationalen Führerschein auf Papier zu kriegen (in der Hoffnung, dass wir so einen Roller auf der Insel mieten können). So kommt es, dass wir erst gegen halb 7 Uhr wieder zurück beim Busterminal sind. Die Busse fahren am Abend noch viel weniger häufig und wir warten bis 8 Uhr, als der Bus endlich ankommt. Das hat uns gerade einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn wir müssen morgen um 6 Uhr auf den ersten Bus zum Hafen, um die Fähre um 7 Uhr 30 zu erwischen. Eine kurze Nacht ist daher vorprogrammiert, aber da muss man halt durch.


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18.05.2019 – 28.05.2019

Taipei – Hualien 18.05.2019

For the upcoming week, a lot of rain is in the forecast, but since we can not influence the weather, we will stick to our original plan and move on today. Yuying has researched the best and cheapest connection to Hualien. We say goodbye to her in the morning and drive first to the main station. This one is really big in Taipei and although we’ve been to this station a dozen times before, we have to search for a while and ask around until we get to the right place. There is a bus-, train-, metro-station and shopping center all in one. When we finally found the bus in the right building on the fourth floor, we have to go to the first floor to get the ticket. Yuying wrote down everything in Chinese for us, as there is a special ticket we can get, but surprisingly the lady at the ticket counter speaks English well. In general, we have the feeling, people in Taiwan speak better English than in Japan. But let’s wait until we leave the area of Taipei. When we are back on the 4th floor, there are many buses and we have to ask again where our bus leaves. We wait a while, but suddenly another gate opens with our first destination destination written, but with a 5 minutes departure difference. We are a bit confused and therefore ask again. They confirmed this is the bus we have the ticket for and the time displayed is the departure time, while we have the boarding time on the ticket. Since we can’t read anything but the time and price on the ticket, we did not know this. It is amazingly professional here and the bus is very comfortable. In Fulong we get off and change to the train. Here, of course, we have to ask again which train we can take with our ticket. The employee at the ticket office points us to a man, who seems to be the general information and he shows us what time the train leaves. However, we have to wait another hour before our train leaves and therefore we make ourselves comfortable at the train station. We will not leave the station, because it has been raining again quite heavily. Afterwards we spend a comfortable train ride to Hualien. Unfortunately, it still rains in Hualien and we are glad to have two umbrellas with us now, so we arrive somewhat dry at our accommodation. It’s the middle of the afternoon, but as it rains so much, we are not up for any exploring today and stay in our cozy accommodation. In the evening we go to a supermarket to buy our dinner. Because it’s been a long time since we had a noodle cup, today we get one.

Hualien 19.05.2019

Today it is hot, but luckily not rainy. After breakfast, we change first the accommodation, as we have found a really cheap one for 10 dollars, and thus only half as expensive as the last one. But we also get what we pay for it. When we complained about the size of the first accommodation in Japan, this is a lot smaller. Here has just barely our two backpacks space and nothing more. The bed is comfortable and the shared bathroom surprisingly big. But we are still happy to be in such a cheap accommodation. We only meet the cleaning lady who does not speak a word of English. However, we can communicate with Google Translator and a few gestures. The owner we do not see during the entire stay. Today we want to explore Hualien and make our way to the beach. Hualien is beautifully situated, between sea and mountains. From a vantage point, we have a beautiful view of the entire surrounding. Then we stroll back inland, where we visit a few beautiful temples. On the way we pass a miniature Ferris wheel, which looks very funny and some market stalls. Here we treat ourselves a pineapple that is incredibly delicious and sweet, especially very good in hot weather. Our city walk takes us further to the Pine Garden, where Kamikaze pilots from Japan used to spend their last night and were blessed before embarking on their final mission. Afterwards we visit a park, which is equipped with funny sculptures and lies comfortably in the green. Here is another shrine we visit which is pretty but looks dilapidated. People look at us curiously and kindly greet us in Chinese. After we leave the area, they close the access and we suspect that we probably should not have come in here. Because the official access from the street was already closed and it looked more like construction site. As already mentioned, it is really hot today, but we still make our way to the northern district to visit the Buddhist Chingszu Temple. On the way we are greeted again and again by locals with a „hello, how are you“. We assume that not so many tourists are seen here. We pass the bus / train station, where we inform about the accessibility and the timetable for Taroko Gorge, which we want to visit tomorrow. When we arrive at the temple, we are surprised to find a Buddhist hospital next to it. The temple itself looks very impressive, if simple. The entrance gate looks particularly impressive, because on the huge gate is a path lined with landscape.  Now we are quite exhausted from this long city walk and return to our accommodation, where we spend a cozy evening.

Taroko Gorge 20.05.2019

Today we get up earlier than usual as we want to catch the second bus to Taroko Gorge. After breakfast, we buy some snacks and make our way to the bus terminal, where we buy a two-day pass. Originally we wanted to camp, but since the weather here seems to be rather unstable, we decide to stay in Hualien and make the two days by bus. The ride is already extremely spectacular. First we drive for a short time along the sea and then it goes over a serpentine road in the Taroko National Park. We drive to the last stop, from which our first hike is planned. Here we can already enjoy a magnificent and spectacular view. In the distance we can even see an impressive statue and temples on the mountainside. To get to the starting point of the hike, we first have to follow the road for about 1 kilometer, before the actual path in the tunnel turns into another tunnel. Unfortunately, when we enter the Bayjang Trail, it is only halfway open – but at least. The landscape is just beautiful and we enjoy it very much. When we have reached the viewing platform and thus the end of the open path, we return and enjoy the view from a platform even higher point up the mainroad. Then we return to the bus stop, where we eat our lunch and wait for the next bus. Now it has started to rain quite a bit and we decide to go to the Visitor Center next, so we can inform us which ways are open. Unfortunately, there are not so many open and at the moment the lady in the visitor center tells us not to go on a long hike because they do not know what the weather will be. So first of all we watch a movie about Taroko Gorge, which is played by the Visitor Center. Then we drive with the next bus to Bulowan. Unfortunately, the weather is still nort better, but has become more rainy. We should actually have a nice view from here, but we only see a gray area. Also the way to the main road is closed, which the lady in the Visitrocenter advised us to go. We find this a bit disappointed and feel it does not make sense any more and break off here because we do not want to risk anything else. With the next bus we drive back to Hualien, which takes twice the duration, because we probably have not caught a direct bus. At about 5 o’clock we are back and we first get dry clothes on. A little later we go to the city to a vegetarian restaurant. This is a bit more expensive than Taipei, but has a much wider range to choose from. You will find all possible creations and the food is delicious.

Taroko Gorge 21.05.2019

Today starts sunny and we hope it will keep sunny. Like yesterday, we take the bus back to Taroko Gorge, where we start a long hike. The trail is quite overcrowded at the beginning, but after the first kilometer hardly anyone is still on the track. The path is very well developed and leads along the impressive river and through the jungle. The rocks have a sweeping pattern of centuries of abrasion by the water. We enjoy the hike very much and can observe some animals on the way. We just have to be careful not to walk in a spider web, as there are lot of their impressive nets on the way. While the spiders are not as fat as e.g. a tarantula, but very big and pretty beautiful. About three hours later we are back at the starting point and take the next bus to Swallow Gorge. The impressive suspension bridge, which rises high between the rocks, is unfortunately closed, which is why we can only admire it from a distance. Here, however, is a pretty path that leads through the tunnels and you have a permanent view of the gorge. We will go this way to the end and then turn around again. The main road is too narrow, so we do not want to walk along the dangerous road. The time has nearly run away today in the good weather and since the next bus is already the second last, we take this back to Hualien. In summary, we can say Taroko Gorge is really incredibly beautiful and impressive.

Hualien – Yuli 22.05.2019

After breakfast we continue our journey. We want to stay somewhere in the Riftvalley, but the accommodations here are not cheap. We heard there should also be campsites. So we head for a place where we hope it’s open. To do this, we take the next slow train to the village of Yuli. The campsite is about 5 kilometers away and we are glad that a bus goes there half an hour later, as there are only about 5 buses per day in this direction. The bus driver first asks us a bit where we want to go, but then lets us get in. We can pay everything with the EasyCard and are amazed that the bus ride costs us nothing. We were once told that in combination with train and bus or metro, sometimes we can get a ride for free and get the trips always at a reduced price. This is still so convenient and one more reason to use the EasyCard (similar to the IC card in Japan) whenever possible. When we arrive at the campsite this is beautifully located and furnished. The only problem is no one is visible. After a little research, we find a Facebook page for the campsite and send a message about this. When there is no answer to the English version, we put the text through the google translator and send it again in Chinese. Suddenly, a reply arrives in English. Apparently the operator is working in the field and the author of the message is in Taipei and is the nephew of the operator. We should set ourselves up and make ourselves comfortable, he said. We will not let us tell that twice. There are wooden roofs and under it we can pitch our tent. Thus, we are protected from the rain, which is of course perfect in the current rainy season and we even have a socket available. Not to mention a complete campsite just for us. We spend a cozy afternoon and evening here.

Rift Valley & the rainy coast 23.05.2019

After having breakfast, we go to the bus stop to catch the bus to Yuli at a quarter to 10. The bus just does not want to come and we are afraid that we have already missed it. At a quarter past 10 we just want to give it up when we hear a noise. Yes, it is actually the bus and we wave to it. He comes around the corner in a mad rush and just drives by. We’re just getting baffled and assume that he either could not brake anymore or did not see us (or wanted to see) as the sun was shining directly on the windshield. We already wondered yesterday about the crazy speed of the bus driver.  Well, it’s only 5 kilometers, that should be done in an hour. At least we can take a closer look at the surroundings with their rice fields. Since we have already realized that we can not get very far here by public transport, we want to rent a scooter. But that’s not so easy, because the first two stores rent only to people with Taiwanese driver’s license. The second shop tells us at least where the International license is accepted. But since our backpack was stolen in Ecuador, we no longer have an international driver’s license, but only the translated document from New Zealand. However, the shop does not accept this and says we must have an official document with written International and a sign of motorbike. We did not think it would be so difficult, but we’ve heard that sometimes it’s a bit difficult to get a scooter on mainland Taiwan. We have almost given up hope, but we pass the fourth and last store we found. This one does not speak English at all but seems to be interested in renting a scooter. Communication is pretty fluent via Google translator. We give him the document from New Zealand and claim that this is the International Driver’s License (which is not even spanked). He scans the entire document with his Googel translator and seems happy. But he asks us to make a lap with the scooter, so he can see that we can drive too. He gives us all kinds of tips and concludes that we should drive carefully. We are happy, because now we are mobilel for the next 48 hours. Since it is a rural area here, the traffic is much more pleasant than e.g. in Taipei. About five minutes after we finally set off and headed for the coast, we feel some raindrops. We decide a little later to put on the rain ponchos. That was a good decision, because no more than 5 minutes later, it’s pouring down and it does not get better. After about one hour we see the coast, but it rains so hard that we drive to a shelter and wait there for a while. The rain does not decrease noticeably, but after half an hour we drive on and hope to escape the rain. The coastal road is really impressive, but the weather just does not invite you to make big stops. In Fengbin we are pretty wet despite the ponchos and we stop in a cafe where we treat ourselves to a delicious hot chocolate. After Shitiping we take the turnoff to Guangfu. This road is quite steep, but leads through the beautiful rainforest and we have a truly beautiful view while driving. The drive back to Yuli leads us past small villages and rice fields. Now it has even stopped raining and we suspect that the coast may be a bit rainy. We covered about 140 kilometers in total, but the ride was just beautiful despite the rain. Because of the fear of damaging the camera in the rain, unfortunately the pictures are limited. At 6 o’clock we are back in Yuli and buy our dinner before we go back to the campsite.

Yushan Nationalpark 24.05.2019

Even today does not start with bright sunshine, but we still make our way to the Yushan National Park. In Taiwan it is special as multi-day and alpine walks we could only with a permit, which usually takes a lot of time (a few weeks) and is also a bit expensive. Since we are not so good at planning ahead, we stay with the paths that we can do without a permit.  We first inform ourselves at the tourist center, where we are assured that we can make the first stage of the Walami Trail without a permit. We drive up the steep road, where we can see a pretty waterfall on the way. Then we reach the beginning of the trail and hope that the weather keep a bit stable. After a short time we already reach a suspension bridge. Unfortunately it is foggy, so we only see a small part of the impressive surroundings. The hike is very beautiful and the mist gives a special mysticism. Since the whole way is a bit wet, we have to be careful. It also confirms us when a ranger team meets us with an injured person. We do not meet many people on the way and when we arrive at the observation deck, where we take the lunch break, there is only one ranger next to us. He chats with us, though we do not understand Chinese, but he seems friendly. On the way back the dense fog slowly dissolves and we have a nice view of the breathtaking landscape. Hanspeter can even recognize a monkey disappearing in the trees, we hear an impressively loud chirp concept and only now see that certain places have suffered quite a lot of landslides. We make a detour to a nice waterfall and enjoy the peaceful landscape here.  The landscape of Taiwan is incredibly beautiful, but the weather and climate are still bothering us. Either it rains or the humidity and temperature is so high that you do not want to do too much. But we hope that the rainy days will soon be over. In the late afternoon we drive back to Yuli, where we are suddenly a bit scared on the scooter. One of the bigger spiders just hangs over our heads pretty fast, so we make a proper dangler. When we are back at the campsite, we realize that we get some company. A Frenchman on the bike and a local worker, who spend the night in his car. The local man comes by, tells us something we can not understand and offers delicious baby bananas. After that, we just want to start cooking food when he comes over again. He makes us understand that we should come to him to eat. We pack our things and follow the invitation. He makes a simple dish of pasta with ginger, egg, tomato and a sort of small dry shrimp, which in the end gives a delicious noodle soup. Even if shrimp is nothing Manuela eat, the food is unbelievably delicious and we have just tried a new dish. It is already special to be with someone to eat and to be invited, without really being able to communicate. But we are thrilled with his friendliness. We offer him some Whiskey Coke, which he inspects first. When he smells it, he smiles and nods that he wants – but without coke of course. After we have all finished eating, he makes a gesture that we can move away and we thank him for the delicious food. He gives us some of the delicious bananas and we ate so much with him that we do not have to cook anymore. We enjoy the rest of the evening and chat with the Frenchman who is nearby.

Yuli – Taitung 25.05.2019

Today it means to dismantle tent and in the morning it is the first time ever that the operator shows up. Had we left yesterday, we would have been able to camp for two nights for free. The operator is very friendly, but he does not speak English. He even brings us some fruits for breakfast. The Taiwanese neighbor brings us a pan full of purple potatoes and bananas and says goodbye to us as he has to leave for work. He has some sanitary profession, which we have understood and can interpret on the interior of his car. We just do not feel like having potatoes for breakfast and pack them for later in our pans. Towards noon, we also set off. Hanspeter first putting Manuela with a backpack at the station. Then he picks up the second backpack from the campsite, brings it to the train station and then returns the scooter. Everything worked out wonderfully and about 1 clock we take the train to Taitung. From Taitung we want to visit depending on price and weather the islands Lanyu (Orchard Island) and Lüdao (Green Island). Therefore, we first inform us at the tourist information about the ferry and camping possibilities. Since the weather looks better only from Wednesday, we want to go only then reasonably, because on the islands we have almost no choice but to camp, because the accommodation prices are high. But that is also because we did not book in advance. At the tourist office, however, they confirm there is at least one campsite on each island and there are irregular means of transport. There is a transfer from Lanyu to Lüdao, but only every few days. The consultant writes down the upcoming data and tells us the price. With this information, we go to the accommodation and wait until we see how the weather forecast develops. Our accommodation is far away from the city, but close to the train station. This is already the second accommodation in Taiwan without a reception and we receive all information online. We do not see anyone here for the next few days, not even cleaning staff. But the accommodation is beautiful, the room is large with outdoor area, it also has a roof terrace and a communal area.  We only notice that the water dispenser has almost no water left. Manuela writes this to the owner and without us noticing, a new water tank is available. It is almost like a ghost hotel, but for us perfect and comfortable. We spend the rest of the day at the property and prepare for dinner the purple potatoes we got this morning. These are surprisingly delicious and sweet.

Cycling Taitung – Badlands – Luye 26.05.2019

Today we want to explore the surrounding region, since the weather should be pretty good today and we plan to rent a scooter again. Unfortunately, we do not even have the translated note with us when we are at the rental station. The owner says she needs an international driver’s license and so we do not go back to get the slip. We change our plan and rent a bycicle, which are almost as expensive as a scooter, but pretty good as well. They are a kind of racing bike. Since it is already almost noon and the landlord said we have to be back by 6 clock, since the store is closed, we still do not know how far we come. So we just drive off in the direction of the so-called Badlands. Soon we reach a river and see on the other side a few impressive rocks. We drive along the river until we realize that we have maneuvered into a dead end and have to turn around again. The next turnoff, which should take us to the larger road on the hill, we take. Hanspeter front, Manuela behind. It is an unpaved road and soon we have to drive over a big puddle. Hopefully there is nothing hidden in the puddle, Manuela thinks just as she hears a rustle behind her and turns around. Now everything is going very fast, behind her is a snake, which rears up at the rear wheel and a scream escapes her. Reflexively, she looks to the front and holds up her legs. Meanwhile, Hanspeter looks around and sees the snake as it warps again. The shock is now pretty heavy. Probably the snake was on the roadside and Manuela drove a bit too close, so the question is who else was in the bigger shock, Manuela or the snake.  We do not know what snake it was, the memory can only evoke that it was brown with no obvious patterns and relatively large for our ratio. We continue until we reach the main road. Now Manuela pays real attention, not to drive close to the roadside if possible. After a while uphill, we soon come to a pretty vantage point, where we take a breather. Even though it’s pretty hot, we’re making relatively good progress on the bicycle and there’s a cooling wind. We see that we still have a few meters to overcome and tell us that we’ll see how far we can make it. The ride is beautiful through the forest and is pleasant, so we hardly notice when we have already reached the highest point. We are not yet 2 hours on the road and do not want to turn around yet. We then decide to make a round trip over the village of Luye. So it goes down the mountain for a while and we do not have to do anything – how pleasant. Arrived in the village we reach a much bigger road than before and have to drive the next 20 kilometers back to Taitung. This is a bit more stressful under these conditions. Along the way we pass various agricultural regions, and in particular see many and large pineapple fields. The pineapple is freshly cut on the street and sold, so we treat ourselves. Not surprisingly, the pineapple is super tasty and we can not remember ever having eaten such a delicious pineapple. Back in Taitung we set a late lunch break at the beginning of the city. The city is enormously long drawn and since it is only after 3 o’clock, we drive the 5 kilometers, to reach the city center. There we go to the coast, drive in the area and relax a little. Then it is time to head back, because we still want to go shopping. Before 6 o’clock we have done everything and can return the bikes on time. The rest of the evening is spent in our cozy accommodation. For dinner, we treat ourselves to a noodle cup. Although if this one looked quite harmless and even with cheese, which you rarely see here, we have probably never eaten so spicy instant noodles.

Taitung 27.05.2019 & 28.05.2019

After breakfast we make our way to the city. However, since this is far away, we first go to the bus station, where there should be a bus to the city center. This does not drive so regularly and we have to wait a while. A Betelnut eating man tells us this is the right stop. Betel nuts are widespread here in Taiwan, and if you may say so, it looks awful. The people who chew these nuts have all red teeth and it looks like they are bleeding. What we have learned is, it is like some kind of drug and should have an effect similar to alcohol. Well, we know at least that we do not have to worry about the people with their red mouths. The buses and timetables are only available in Chinese characters, we always have to ask if this is the right bus or not. After about an hour the desired bus arrives and drives us into the city center. Near the bus station there is a small art exhibition that we look at. Since it’s hot, we treat ourselves to the next air-conditioned Family Mart a guava and an ice cream, before we go on the way. The next destination is a lookout over Taitung, where we first arrive at a small temple complex. We walk from one lookout point to the next, feeling like we went for swimming how much we sweat. Then we stroll through the city until we reach the Forest Park. We walk a bit through this pretty park, but after exploring half of the park, the stifling heat makes us so exhausted that we return to the way back.  By the time we get back to the accommodation, it’s 7 o’clock in the evening and we spend a quiet, pleasant evening.

Today we have no sightseeing on the program, but have to plan the next days. We book the ferry for tomorrow, to Lanyu, on Saturday the crossing to the Green Island and back on Monday, via the visitor center. So much planning is almost a challenge for us. We just hope the weather plays along, because today it is rainy again. Our research has shown there are not so many and especially well-balanced shopping opportunities on the islands, which is why we have to worry a bit about what we have to get in advance. In the late afternoon, when the rain has eased a bit, we make our way to the city to make the necessary purchases. First, let’s treat ourselves to a delicious bubble tea. Then we buy a few fruits and vegetables in the market before going to the supermarket. We spend too much time shopping and eventually have to go to a copy shop to get the international driver’s license printed (in the hope that we can rent a scooter on the island).  So it happens that we are back at half past seven at the bus terminal. Buses run much less frequently in the evening and we wait until 8pm when the bus finally arrives. This bothered us, because we have to catch the first bus to the harbor at 6 o’clock tomorrow to catch the ferry at 7.30. A short night is therefore inevitable.

Taiwan 1: Taipei and around

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09.05.2019 – 17.05.2019

Ankunft in Taoyuan 09.05.2019

Nachmittags um 2 Uhr erreichen wir den Flughafen Taoyuan in Taiwan. Die Immigration geht fix von statten, zwei Fragen und wir haben unseren Stempel für drei Monate Taiwan im Pass. Da auch in diesem Flug keine Mahlzeiten enthalten waren, gönnen wir uns zuerst ein leckeres Subway Sandwich. Danach kaufen wir eine Sim-Karte und fahren mit dem lokalen Bus in die Stadt Taoyuan. Die meisten Leute sind mit einem Motorrad unterwegs, es gibt wieder viele Strassenstände und einige hohe Gebäude. Alles in allem scheint es aber um einiges chaotischer zu sein, als im organisierten Japan, was uns aber nicht im Geringsten stört. Wir besuchen für die nächsten Tage Chin und ihren Freund Mirko, die im Zentrum von Taoyuan wohnen. Chin war im 2015 bei uns in Interlaken am Couchsurfen und sie wohnt vorübergehend in einem luxuriösen Gebäude im 16 Stock, wo wir eine tolle Aussicht über die ganze Stadt haben. Die Wiedersehensfreude ist gross und wir verbringen den restlichen Nachmittag mit plaudern über dieses und jenes. Nachdem Mirko am Abend von der Arbeit nach Hause kommt, gehen wir zusammen in einem Restaurant lecker essen. Wir verbringen einen gemütlichen Abend und runden ihn mit einem guten Taiwanesischen Bier ab.

Daxi Old Street 10.05.2019

Nachdem wir ordentlich ausgeschlafen haben, plant Chin heute einen Ausflug mit uns. Wir fahren mit dem Bus in die Ortschaft Daxi. Hier findet gerade ein Markt statt und wir schlendern durch. Sie zeigt uns allerhand traditionelle Leckereien, die wir sehr geniessen. Die Marktleute sind äusserst freundlich und geben uns alles mögliche zum probieren. Danach besuchen wir ein traditionelles Frühstückslokal, in welchem wir leckere chinesische Omelettes probieren. Die alte Strasse von Daxi ist sehr eindrücklich und wir sehen allerhand Läden, die noch traditionelles Handwerk ausführen. Wir besichtigen bemerkenswerte Taoistische Tempel, die uns besonders mit ihrer Farbenvielfalt begeistern. Wir schlendern eine ganze Weile in der Gegend herum und kommen in ein Museumsviertel, wo etwas über die alte Stadt erzählt wird und viel über das traditionelle Handwerk. Das ist vor allem für Hanspeter fantastisch, da er sich im Holzmetier gut auskennt und so ganz spezielle Werke besichtigen kann. Wir verbringen einige Stunden in den verschiedenen Ausstellungshäusern, plaudern mit den Angestellten, wobei Chin immer fleissig vom Chinesischen ins Englisch übersetzt und Hanspeter verbringt einige Zeit mit Tüfteln am sogenannten Zimmermannsknoten. Wir haben allerhand gesehen und es geht auch schon wieder gegen Abend zu. Chin zeigt uns einen Strassenstand bei dem wir die Hand ins Feuer hätten legen können, dass hier alles aus Fleisch ist. Zu unserer Überraschung sind jedoch alle Zutaten des Standes vegetarisch und was wie Fleisch aussieht, sind in Wirklichkeit unzählig verschiedene Tofuarten. Wir gönnen uns zu Dritt einen grossen Probierteller, der alle angebotenen Sorten enthält und unglaublich lecker ist. Danach schlendern wir weiter durch die Marktstände und trotz den vollen Bäuchen, versuchen wir noch verschiedene Kimchi-Arten, selbst zubereitete Chips in verschiedensten Geschmacksrichtung sowie ein gefülltes Brötchen mit roten Bohnen. Teilweise wird uns wirklich einfach Essen zum Probieren angeboten ohne jeglichen Kaufzwang, was schon sehr toll ist. Da wir noch eine Weile auf den Bus warten müssen, nutzt Hanspeter die Zeit und geht kurz zum Friseur, um seine Seitenhaare zu kürzen. Das war ein sehr erlebnisreicher Tag und hat uns einen tollen Einblick in die Traditionen und Kultur der Taiwanesen gegeben. Am Abend bereiten wir eine Gemüselasagne zu und geniessen edlen, leckeren Whiskey, der uns Mirko anbietet.

Dharma Drum Temple 11.05.2019

Heute hat Chin mit uns einen besonderen Ausflug geplant. Wir fahren zuerst mit dem Zug nach Taipeh und nehmen einen Bus bis an die Nordküste, wo es einen Berg hinauf geht. Dort befindet sich ein eindrücklicher buddhistischer Tempel. Zuerst starten wir mit einem leckeren vegetarischen Mittagessen, wobei Männer und Frauen getrennt dinieren, und während dem Essen Stille herrscht. Man soll sich dabei auf das Essen konzentrieren und nicht auf irgendetwas anderes. Nachdem wir fertig gespeist haben, erhalten wir eine private Führung durch das ganze Tempel Areal. Auch während dem Gehen soll man möglichst still sein und langsam gehen, damit man alles um sich herum bewusst wahrnehmen kann. Die Aussicht vom Tempel aus ist wunderschön, denn man sieht auf die grüne Umgebung und in der Ferne auf das blaue Meer. Nachdem wir durch den hübschen Garten geschlendert sind, erreichen wir eine riesige, eindrückliche Buddhastatue. Traditionsgemäss verneigen wir uns vor ihr und umrunden sie. Danach besichtigen wir die Gebetshalle, worin sich drei goldene Buddhas befinden, wobei jeder ein unterschiedliches Zeichen macht. Alle haben jedoch etwas gemeinsam, denn sie sprühen Ruhe und eine gewisse Coolness aus. Wir werden danach noch durch Museen geführt, wo wir etwas über die Entstehung des Buddhismus, alte Schriften, den Buddhismus selber und wichtige Persönlichkeiten lernen. Auch wenn man als Aussenstehende das Gefühl hat, Buddhismus sei überall gleich und das Oberhaupt sei der uns bekannte Dalai Lama, werden wir des Besseren belehrt. Der Taiwanesische Buddhismus ist offenbar unterschiedlich zum tibetischen Buddhismus, da sie nach ganz verschiedenen Hauptgrundsätze leben. Wohl ist es überall etwas unterschiedlich, es gibt ja auch im uns ganz bekannten Christentum, ganz verschiedene Formen. Wir sind jedenfalls ganz beeindruckt von den vielen Feinheiten, die einen wohl gravierenden Unterschied ausmachen können. Zum Abschluss der Führung nehmen wir zum ersten Mal einer Meditation teil, die sehr entspannend wirkt. Am Ende haben wir wohl eine geschlagene Stunde meditiert, das aber nicht wirklich bemerkt und sind so müde, dass wir problemlos eine runde Schlafen könnten. Wir verabschieden uns von unserer Führerin und machen uns auf den Weg zurück nach Taipeh. Es ist schon fast wieder Abend, als wir zurückkommen. Mirko schlägt vor, den Elephant Mountain zu besuchen, von welchem wir eine tolle Aussicht auf die Stadt erhalten. Und ob wir die haben. Nach ein paar schweisstreibenden Treppen, erreichen wir verschiedene Aussichtspunkte, von welchen wir gerade zum eindunkeln einen tollen Blick über Taipeh und dem markanten Tower 101 erhalten. Zum Abendessen bringt uns Chin in ein leckeres traditionelles Restaurant, wo wir Dumplings und andere gefüllte Teigtaschen probieren können. Das taiwanesische Essen ist, was wir bis jetzt gesehen haben, einfach fantastisch. Es gibt aber auch Spezialitäten, an welche wir uns wahrscheinlich nicht heranwagen werden.

Seven Star Mountain 12.05.2019

Heute hat Mirko einen Ausflug auf den Seven Star Mountain mit uns geplant. Chin fühlt sich leider nicht so gut und bleibt daher zu Hause. Seven Star Mountain ist der höchste Berg in der Region von Taipeh und liegt im Yangmingshan-Gebirge. Wir fahren daher wieder nach Taipeh und weiter in die Berge, die sich erstaunlich nah bei der Grossstadt befinden. Das Wetter sieht eigentlich ganz gut aus, aber Mirko bereitet uns vor, dass es oftmals neblig ist. Der Aufstieg ist hart, denn wir sind uns an das tropische Klima nicht mehr gewohnt. Es geht gefühlt tausende Treppen nach oben, aber zumindest sind wir meistens im Schatten, aber die hohe Luftfeuchtigkeit lässt uns gehörig schwitzen. Der Regenwald ist wunderschön und wir geniessen, trotz der Hitze, den Aufstieg in dieser tollen Atmosphäre. Als wir aus dem Wald und an den höchsten Punkt gelangen, sind wir leider in Nebel gehüllt. Auch wenn wir keine Aussicht auf Taipeh haben, geniessen wir die mystische Atmosphäre. Auf der anderen Seite gibt es einen etwas moderaten Abstieg, welchen wir in Angriff nehmen. Das Gebiet ist in einer stark vulkanisch aktiven Gegend und wir können hier einige Fumarolen und weitere vulkanische Aktivitäten erkennen. Aber auch hier wird das meiste vom Nebel verschluckt, aber trotzdem ist es sehr eindrücklich. Wieder zurück beim Ausgangspunkt nehmen wir einen Bus nach Taipeh und weiter nach Taoyuan, wo wir einen gemütlichen letzten Abend mit Chin und Mirko verbringen.

Taipeh 13.05.2019

Heute geht es nach Taipeh wo wir Yuying, eine weitere Couchsurferin, die uns vor ein paar Jahren in Interlaken besucht hat, besuchen. Yuying arbeitet als freiwillige Mitarbeiterin beim Präsidentenpalast und schlägt uns vor, vor 11 Uhr dorthin zu gehen, damit wir an einer geführten Tour teilnehmen können. Wir kommen dort natürlich mit dem ganzen Gepäck an, was das Sicherheitspersonal etwas überfordert, denn die Sicherheitsrichtlinien sind streng. Nachdem die Rucksäcke durch das Röntgengerät geprüft wurden, können wir diese deponieren und werden von Yuying empfangen. Wir staunen nicht schlecht, dass gerade sie selbst die geführte Tour durchführt und die wiedersehensfreude ist gross. Sie führt unsere Gruppe durch die verschiedene Räume und erzählt über Taiwanesische Geschichte, welche doch etwas verstrickt ist, aber sehr interessant und wir lernen einiges dazu, insbesondere auch verschiedene Sichtweisen. Das Gebäude an sich ist auch ziemlich eindrücklich und gut bewacht, vor allem wenn man bedenkt, dass sich die taiwanesische Präsidentin hier befindet. Danach gehen wir zu Yuying nach Hause, wo sie leckere Dumplings und Gemüse Nudeln zubereitet. Wir plaudern eine ganze Weile über dies und jenes, vor allem natürlich übers Reisen. Plötzlich merken wir, dass es schon fast wieder gegen Abend zugeht. Daher entscheiden wir uns, in den Elektronikmarkt zu gehen, da wir noch ein paar Sachen brauchen können und Taiwan für günstige Elektronik bekannt ist. Der Elektronikmarkt ist sehr beeindruckend und man findet alles mögliche zu günstigen Preisen. Trotzdem müssen wir uns auf das Notwendigste fokussieren, stöbern aber noch eine Weile einfach durch die Angebote. Nachdem wir genügend gesehen haben, gehen wir in Richtung Taipeh’s Hauptbahnhof, wo wir noch durch ein paar Läden stöbern. Wir sind beeindruckt von der Stadt, aber finden, dass es für heute genug ist und machen uns zu Fuss auf den Rückweg. Zuhause angekommen werden wir schon wieder bekocht und Yuying bereitet ein köstliches taiwanesisches Abendessen zu, welches wir sehr geniessen. Kurz bevor wir schlafen gehen, kommt Yuyings Sohn nach Hause und wir plaudern eine Weile mit ihm.

Yehliu 14.05.2019

Heute starten wir mit einem leckeren Frühstück in den Tag und machen uns auf den Weg zum Busterminal. Wir fahren wieder in dieselbe Richtung, wie vor drei Tagen, zum Dharma Drum Tempel, steigen aber bereits an der Küste in Yehliu aus. Hier soll es einen Geopark geben, was darunter aber genau zu verstehen ist, können wir uns im Moment noch nicht vorstellen. Zuerst kommen wir an einem eindrücklichen Tempel vorbei, bevor wir ins Touristengebiet gelangen. Viele Tourbusse befinden sich da und eine entsprechende Anzahl Touristen. Wir lassen uns aber nicht abhalten, kaufen das Ticket und gehen gespannt in den Park am Meer. Tatsächlich können wir von Beginn weg eindrückliche Felsformationen sehen, derer Formen an verschiedene Figuren erinnern. Wir laufen gemütlich durch die Gegend und je weiter wir kommen, desto weniger Leute treffen wir an. Kein Wunder eigentlich, denn die Hitze zusammen mit der Luftfeuchte ist enorm stark, was auch die kleinsten Distanzen ziemlich anstrengend macht. Beim Wandern werden wir immer mal wieder von wunderschönen Schmetterlingen begleitet. Die sind in den verschiedensten Farben anzutreffen. Ganz besonders beeindruckend finden wir die Braunen Schmetterlinge, die jeweils Innen oder am Ende der Flügel, mit einem wunderschönen blau, oder teilweise mit blau weiss, verziert sind. Auch die weiss gemusterten Schmetterlinge sind sehr eindrücklich und auch einiges einfacher zu fotografieren. Fast am Ende des Weges erreichen wir einen Leuchtturm, bei welchem wir unser verspätetes Mittagessen zu uns nehmen. Danach  machen wir uns auf den Rückweg, da wir noch ein oder zwei andere Ortschaften besuchen wollen. Wir warten eine Weile auf den Bus, und fahren danach ins nächste Dörfchen Jinshan, welches wir besuchen wollen. Eigentlich wollten wir ja noch weiter, aber der Bus der entlang der Küste fährt, kommt erst in einer Stunde. Wir gehen gemütlich durch das Dorf und an die Küste, wobei wir von den Einheimischen nett begrüsst werden. Es hat einen Tempel, den wir von Weitem sehen können, aber aufgrund der Hitze lassen wir es bleiben so weit zu gehen. Vor der Küste hat es eine Brücke, welche eine Aussicht auf die hübsche Umgebung und den Strand bietet. Die Umgebung sieht sehr nett aus, aber die Küste ist dermassen zugemüllt, dass es uns trotz Sandstrand nicht reizt, diesem entlang zu laufen. Wir haben genug gesehen und kehren wieder zurück zur Bushaltestelle. Da es nun doch schon wieder spät geworden ist, nehmen wir den nächsten Bus, der uns wieder zurück nach Taipeh fährt. Bei Yuying zuhause angekommen, überrascht sie uns bereits wieder mit einem leckeren taiwanesischen Abendessen.

Yangmingshan 15.05.2019

Heute machen wir uns früh auf die Socken, denn Yuying hat uns angeboten mit ihr und ihrer Wandergruppe in die Berge zu gehen. Sie hat extra für uns eine herausfordernde Tour geplant, da wir ja damals mit ihr in der Schweiz von der Schynige Platte übers Faulhorn nach Grindelwald First gewandert sind. Wir fahren dafür ins Yangmingshan Gebirge, wo wir auf eine ziemlich grosse Gruppe treffen, mit der wir zu Beginn ein Gruppenfoto machen. Es war köstlich, einige konnten etwas Englisch und haben ganz interessiert mit uns geplaudert. Auch wenn wir das Durchschnittsalter ziemlich nach unten gezogen haben, war es für uns doch eine ganz aussergewöhnliche und tolle Erfahrung mit einer solchen Wandergruppe unterwegs zu sein. Es beginnt alles sehr gemütlich und wir sind schon froh, dass es nicht so kontinuierlich und steil wie beim Seven Star Mountain hochgeht. Zuerst kommen wir an einen hübschen See mit wunderschönen Seerosen, wo sogar jemand – nicht aus unserer Gruppe – auf einem traditionellen Musikinstrument spielt. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter, der Weg gleicht mittlerweile einem Pfad und der Gruppenführer muss sich bei jeder Abzweigung versichern, dass wir auch auf dem richtigen Weg sind. Das ist schon komfortabel, dass wir uns einmal nicht um sowas kümmern müssen. Der Weg führt durch hohes Gebüsch und plötzlich sind wir von tausenden Schmetterlingen umgeben, was wunderschön ist. Wir sind fast die einzigen auf diesem Weg, was wohl auch daran liegt, dass man für solche Ausflüge einen Führer und/oder eine Bewilligung braucht. Der heutige Plan ist zwei, möglicherweise auch drei Gipfel des Mt. Datun zu erklimmen. Da aber am Nachmittag Regen gemeldet ist und wir offenbar – wegen uns – schon etwas spät gestartet haben, starten wir mit dem West Peak und danach wird je nach Wetter beurteilt, ob wir weitergehen oder nicht. Der Aufstieg zum West Peak ist enorm steil und offenbar erdrutsch gefährdet. Da der Untergrund erdig ist und das Klima feucht, ist es enorm praktisch, dass ein Hilfsseil gespannt wurde, damit man etwas besseren Halt hat. Für uns geht der Aufstieg ganz flott und das Seil ist lediglich eine praktische Option. Aber wir staunen nicht schlecht, wie fit die Teilnehmer aus unserer Gruppe sind, auch wenn sie etwas mehr ins Schwitzen kommen und es für sie offenbar eine viel grössere Anstrengung ist, schaffen es alle zuletzt nach oben. Wir sagen uns nur, dass wir uns wünschen in dem Alter noch so parat zu sein. Da wir jedoch schon eine Weile im Nebel gewandert sind, haben wir von hier leider kaum Aussicht, aber der Weg war sehr schön. Uns werden allerlei Snacks und Früchte angeboten, so dass wir sicher noch genügend fit sind. Hier verabschiedet sich jedoch der Grossteil der Gruppe, aber Yuying und noch ein paar andere meinen, dass wir die anderen Aufstiege auch noch in Angriff nehmen können, wenn wir wollen. Na klar wollen wir. So machen wir uns zuerst auf den steilen Abstieg, nur um den nächsten noch steileren Aufstieg, den South Peak anzugehen. Leider haben wir auch hier keine besonders gute Aussicht, aber zumindest scheint das Wetter gut gestimmt zu sein, denn es hat bis jetzt nur getröpfelt. Also legen wir kurz eine Mittagspause ein, bevor wir auf den Mt. Datun gehen. Dieser Aufstieg ist einfacher als die letzten beiden, denn es geht über Treppen. Das wird aber für uns mit der Zeit auch anstrengend. Die Motivation steigt aber gewaltig, als wir sehen, dass der Nebel etwas weniger dicht ist und wir langsam aber sicher eine hübsche Aussicht erhalten. Wir werden motiviert, dass wir die letzten Treppen noch rennen sollen und werden doch noch mit einer schönen Aussicht belohnt. Aber jetzt sind wir beide ausser Atem. Oben machen wir ein paar Fotos und geniessen die schöne Aussicht. Danach gelangen wir auf eine Strasse, wo es erstaunlich viele Autos hat. Es werde ein Film gedreht, wird uns danach erklärt, wobei wir nicht schlecht staunen. Danach geht es aber bald wieder auf den Wanderweg, wo wir den Abstieg zur Bushaltestelle in Angriff nehmen. Am Ende sind wir jedenfalls alle geschafft und wir wissen was wir getan haben. Die restlichen Gruppenmitglieder sind bereits beim Busbahnhof eingetroffen, wo es mit dem nächsten Bus zurück nach Taipeh geht. Das war ein wunderschöner und sehr erlebnisreicher Ausflug, an den wir uns gerne zurück erinnern. Den restlichen Tag entspannen wir, kochen ein Abendessen und besuchen am Abend den berüchtigten Night Market. Yuying erklärt uns hier die verschiedenen Speisen und Traditionen, da wir aber schon gegessen haben, lassen wir das Essen aus, eindrücklich ist der Markt aber allemal. Dafür probieren wir das erste Mal Bubble Tea, was ein Ereignis für sich ist. Das ist so lecker und toll zu trinken, und wird zu unserem absoluten Taiwanesischen Lieblingsgetränk. Es ist eine Art Milchtee (z.B. Schwarztee mit Milch) mit gummiartigen Kügelchen. Man kann also essen und trinken zugleich. Die Bubbles sind aus Taipioca, die in einer speziellen Maschine gekocht werden. Für die Bubbles braucht es jedoch einen etwas grösseren Strohhalm und man muss etwas aufpassen, dass man sich nicht verschluckt. Vorallem wenn man den Tee getrunken hat und die übrig gebliebenen Bubbles noch einsaugen will. Danach gehen wir wieder zurück zu Yuying nach Hause, wo wir uns heute aufgrund der getätigten Aktivitäten nicht allzu spät schlafen legen.  

Jiufen 16.05.2019

Den heutige Ausflug haben wir nach Jiufen geplant. Yuying hat uns bereits vorgewarnt, dass es sehr touristisch werden wird. Der Bus fährt nicht weit von Yuying’s Zuhause direkt nach Jiufen und kommt keine 5 Minuten nachdem wir eingetroffen sind, so dass wir einiges früher als erwartet in Jiufen eintreffen. Die Fahrt ist aber schon an und für sich äusserst spektakulär, geht sie doch gegen Schluss durch äusserst enge Strässchen den Berg hinauf. Wir staunen schon fast, wie so ein Bus überhaupt noch die Kurve kriegt. Aber Spass beiseite. Als wir dort ankommen, schlendern wir zuerst einmal durch die alte Strasse, wobei wir davon nicht so vieles sehen, ausser eine Reihe von Marktständen und schreienden Verkäufern. Trotzdem ist es noch spannend zu sehen, was es hier so alles gibt. Die Aussicht vom Hügel auf die umliegende Region mit ihren Tempel und Blick bis aufs Meer ist einfach bezaubernd. Kurz nachdem wir die berühmte Strasse verlassen haben und etwas weiter gehen, kehrt auch schon wieder Ruhe ein. Wir sind noch an einem eindrücklichen Taoistischen Tempel vorbeigefahren, den wir noch aus der Nähe inspizieren wollen. Auch dieser Tempel ist enorm farbig und detailliert gebaut, einfach wunderschön. Einzig die Leuchtreklame – vermutlich mit irgendwelchen Annoncen für kommende Zeremonien – passt überhaupt nicht ins Bild. Danach überlegen wir, was wir sonst noch machen wollen. Wir könnten eine Wanderung auf einen Aussichtspunkt machen, aber der geht so steil bergauf (wir können es von weitem sehen)…  Auch heute ist es einfach unglaublich heiss und drückend, weshalb wir es bevorzugen bergab statt bergauf zu laufen. Da wir ja bereits auf einem Hügel sind, trifft sich das ganz gut, denn es gibt einen Weg zum Meer, wo es unterwegs noch verschiedene Attraktionen haben soll. Wir nehmen diesen in Angriff und sind schlagart für uns alleine. Wir wandern an ein paar hübschen Wohnungen im Grünen vorbei und geniessen die Umgebung. Nach einer Weile erreichen wir ein altes Aquädukt und etwas weiter unten kommen wir zu einem Wasserfall. Dieser nennt sich Goldwasserfall und fliesst über kupferrote Felsen, was einen ziemlich dramatischen Anblick bietet. Hier wurde früher Gold abgebaut und wir erreichen etwas später auch die alte Schmelzanlage. Als wir am Meer ankommen, ist dieses leider von einer grossen Strassen abgetrennt, und wir uns nicht trauen diese zu überqueren. Wir verspeisen daher vorne unser Mittagsbrötchen und entscheiden uns mit dem nächsten Bus wieder zurück nach Jiufen zu fahren, um dessen Umgebung noch etwas näher zu erkunden. Da das ganze Dorf Jiufen am Berg liegt und über unzählige winzige Strassen verbunden ist, haben wir grosse Mühe den richtigen Weg zu finden und uns nicht zu verlaufen. Wir besichtigen hier noch zwei weitere Tempel, die wir, nach einer Weile suchen, schlussendlich auch finden. Die Tempel sind beide sehr hübsch. Zum Abschluss gehen wir noch in einen Park, wo wir von weitem auf das Dorf und die serpentinenartige Strasse schauen können. Wir beobachten das treiben eine Weile. Wenn man von hier nach Jiufen schaut, könnte man meinen, – so makaber das jetzt auch klingen mag -, es befinden sich hier zwei Dörfer. Eines liegt ganz oben am Hügel, das aber in Wirklichkeit ein riesiger Friedhof ist und das eigentliche Dorf weiter unten. Wie dem auch sei, so langsam geht es gegen den Abend zu und wir gehen zurück in den Trubel. Zu unserem Erfreuen sind nun die vielen Lampions am leuchten, die dem Dorf eine besondere Stimmung verleihen. Nachdem wir uns sattgesehen haben, warten wir auf den nächsten Bus, um wieder zurück nach Taipeh zu gelangen. Schlussendlich wird es der Übernächste, da hier effektiv nur so viele Leute einsteigen dürfen, wie es Sitzplätze hat. Das stört uns aber wenig. Nach einer knappen Stunde sind wir wieder zurück in Taipeh. Da aber Feierabendverkehr ist, benötigt der Bus fast noch eine weitere Stunde, bis wir am entsprechenden Terminal eintreffen. Yuying hat uns noch ein vegetarisches Restaurant gezeigt, welches sich bei ihr in der Nähe befindet und wir entscheiden uns heute dort Essen zu gehen. Manuela kann da nur sagen, dem Buddhismus sei Dank, denn das Essen ist köstlich und man muss sich nicht jedes mal fragen, was das ist. Hier spricht nämlich niemand Englisch, aber die Betreiberin gibt uns alles was wir brauchen und zeigt uns, was wir wie nehmen können, so dass wir es auch begreifen. Es ist ein Buffet, so kann man alles nehmen, worauf man Lust hat und am Ende wird gewogen. Wir schaufeln unsere Teller voll und bezahlen für beides gerade mal 200 Taiwan Dollar, was etwa 3 Franken pro Menu ist. Ein Gast zeigt dann noch auf einen Suppentopf und sagt in gebrochenem Englisch, dass wir auch noch gratis Suppe dazu nehmen können. Wir fühlen uns sehr wohl hier und das gesamte Essen, also alles was wir probiert haben, ist unglaublich lecker. Danach gehen wir nach Hause und verbringen mit Yuying und ihrem Sohn einen angenehmen Abend. Heute Abend hat es begonnen zu regnen und wir können froh sein, dass es nicht schon früher begonnen hat, denn Regen ist schon seit ein paar Tagen gemeldet. Es regnet aber nicht nur ein bisschen, sondern schüttet gewaltig. Wir sind zuversichtlich und denken, dass es morgen wieder gut wird. Als wir den beiden mitteilen, dass wir morgen Wulai besuchen wollen, meinen sie, dass wir uns das gut überlegen sollen, denn vermutlich sei es morgen sehr regnerisch.

Taipeh 17.05.2019

Wie schon gestern vorausgesagt, regnet es heute wie aus Kübeln und wir bleiben liegen. Gegen 9 Uhr stehen wir auf und hoffen auf Wetterbesserung. Diese scheint nicht in Sicht zu sein und wir krempeln unser Programm um, denn bei diesem Regenwetter ist man bereits ohne zu übertreiben nach 10 Sekunden pitschnass. Yuying ist heute nicht zuhause, da sie einen Ausflug etwas weiter entfernt mit einer Freundin geplant hat. Wir bleiben vorerst zuhause und nutzen die Zeit, um am Blog zu arbeiten, die Weiterreise in Taiwan etwas besser zu planen und um zu telefonieren. Jedesmal wenn wir das Gefühl haben, dass der Regen langsam etwas abnimmt, regnet es noch stärker. Etwa um 2 Uhr Nachmittag haben wir das Gefühl, dass es etwas besser wird und wir machen uns auf den Weg nach Ximen, wo es einen grossen Markt gibt. Wir begutachten die vielen Stände und kaufen das ein oder andere Notwendige für uns zu relativ günstigen Preisen. So vertreiben wir ein paar Stunden bis es wieder Abend wird, wo wir nochmals im selben Restaurant wie gestern Essen gehen (es gibt ja noch einiges im Buffet, das wir noch nicht probiert haben). Als wir wieder zurück kommen, ist Yuying bereits zuhause und meint enttäuscht, dass sie einen Museumstag anstelle eines Wandertags einlegen musste. Wir plaudern eine Weile zusammen, denn schliesslich ist es der letzte Abend. Ihr Sohn kommt etwas später mit ein paar Spezialitäten nach Hause, die wir kosten dürfen. Das Essen, das wir probiert haben, ist sehr lecker und ist richtig schön scharf. Er bringt uns sogar noch einige leckere taiwanesische Biere mit und wir verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.


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09.05.2019 – 17.05.2019

Arrival in Taoyuan 09.05.2019

At 2 o’clock in the afternoon we reach Taoyuan Airport in Taiwan. We go through the immigration without a problem, two questions and we have our stamp in the passport for three months in Taiwan. Since no meals were included in this flight, we first treat ourselves to a delicious subway sandwich. Then we buy a SIM card and take the local bus to the city of Taoyuan. Our first impression is, most people are commuting by motorbike, there are many street stalls and some tall buildings. All in all, it seems to be a bit more chaotic than the organized Japan, what does absolutely not bother us. We visit Chin and her boyfriend Mirko, who live in the center of Taoyuan, for the next few days. Chin visited us in Interlaken by couch surfing in 2015 and she temporarily lives in a luxurious building on the 16th floor, where we have a great view over the whole city. The reunion is great and we spend the rest of the afternoon chatting about this and that. After Mirko comes home from work in the evening, we go out to eat together in a restaurant. We spend a nice evening and finish it with a good Taiwanese beer.

Daxi Old Street 10.05.2019

After we’ve had a good sleep, Chin plans a trip with us today. We take the bus to the village of Daxi. Here we find a market and we stroll through. She shows us all kinds of traditional treats, which we enjoy very much. The market people are extremely friendly and offer us everything to try. Afterwards we visit a traditional breakfast restaurant, where we taste delicious Chinese omelettes. The old road of Daxi is very impressive and we see all kinds of shops, where they still do traditional crafts. We visit remarkable Taoist temples, which particularly amazes us with their variety of colors. We walk around in the area for a while and come to a museum district where we learn about the old town and especially about traditional crafts. This is especially fantastic for Hanspeter, as he knows a lot about the woodwork and can see very special works. We spend a few hours in the various exhibition halls, chatting with the staff, with Chin always diligently translating from Chinese into English. Hanspeter spends some time with the so-called carpenter’s knot. We have seen all kinds of things and it is already approaching towards evening. Chin shows us a street stall where we could have swear, that everything is made of meat here. To our surprise, however, all the ingredients of the stall are vegetarian and what looks like meat is actually a myriad of tofu varieties. We treat ourselves to a large tasting plate, which contains all the offered varieties and which is incredibly delicious. Then we stroll through the market stalls and despite the full bellies, we try different kimchi types, home-made chips in different flavors and a filled roll with red beans. Sometimes we are offered food to try without any obligation to buy, which is very great. Since we have to wait a while for the bus, Hanspeter uses the time and goes to the barber shortly to trim his side hairs. This was a very eventful day and gave us a great insight into the traditions and culture of the Taiwanese. In the evening, we prepare a vegetable lasagne and enjoy fine, delicious whiskey, which Mirko offers us.

Dharma Drum Temple 11.05.2019

Today, Chin has planned a special trip for us. We first take the train to Taipei and then a bus to the north coast, where it goes up a hill. There is an impressive Buddhist temple, where she often goes. There, we start with a delicious vegetarian lunch, where men and women dining separately, and everyone is quiet while eating. You should focus on the food and not on anything else, we learn. After we finish our meal, we get a private tour of the whole temple area. Even while walking, you should be as quiet  as possible and walk slowly so that you can consciously perceive everything around you. The view from the temple is beautiful, you can see the green surroundings and in the distance the blue sea. After we have strolled through the pretty garden, we reach a huge, impressive Buddha statue. Traditionally, we bow to her and walk around her. Afterwards, we will visit the prayer hall, where are three golden Buddhas, each with a different sign. However, they all have something in common, in our view they express calmness and a certain coolness. We are guided through museums where we will learn about the birth of Buddhism, ancient scriptures, Buddhism itself and important personalities. Even if the outsider think Buddhism is the same everywhere and the head is the Dalai Lama, we are now taught the better. Taiwanese Buddhism seems to be different from Tibetan Buddhism because they live to different main principles. Of course, there is something different everywhere, there are also very very different forms Christians. In any case, we are very impressed by the many subtleties that can make a big difference. At the end of the tour we will take part for the first time in a meditation that is very relaxing. In the end, we probably meditated one hour, but not really noticed and are afterwards so tired, we could easily sleep. We say goodbye to our guide and make our way back to Taipei. It’s almost evening when we come back. Mirko suggests visiting Elephant Mountain, from where we get a great view of the city. And we have it. After a few stairs, while we sweat quite a lot, we reach various viewpoints, from which we get just at dusk a great view of Taipei and the striking Tower 101. For dinner Chin brings us to a delicious traditional restaurant where we can taste dumplings and other delicious food. Taiwanese food is simply fantastic, what we have seen so far. But there are also some for us strange specialties, which we probably will not try.

Seven Star Mountain 12.05.2019

Today, Mirko has planned a trip to Seven Star Mountain with us. Unfortunately, Chin does not feel so good and stays at home. Seven Star Mountain is the highest mountain in the Taipei region, located in the Yangmingshan Mountains. So we drive back to Taipei and further into the mountains, which are surprisingly close to the big city. The weather looks pretty good, but Mirko informs us, it’s often foggy. The ascent is tough because we are not used to the tropical climate.  It feels like thousands of stairs to the top, but at least we are mostly in the shade, but the high humidity lets us sweat properly. The rainforest is beautiful and we enjoy, despite the heat, the climb in this beautiful atmosphere. Unfortunately, when we leave the forest and reach the highest point, we are shrouded in fog. Even if we have no view of Taipei, we enjoy the mystical atmosphere. On the other hand, there is a moderate descent, which we tackle. The area is in a heavily volcanically active area and we can see here some fumaroles and other volcanic activity.  But even here, most is covered by the fog, but still it is very impressive. Back at the starting point we take a bus back to Taipei and on to Taoyuan, where we spend a cozy last evening with Chin and Mirko.

Taipei 13.05.2019

Today we drive to Taipei where we visit Yuying, another couch surfer, who visited us a few years ago in Interlaken. Yuying works as a volunteer at the Presidential Palace and suggests that we go there before 11 am so we can join a guided tour. Of course we arrive there with all the luggage, which is a bit overwhelming for the security staff, because the security guidelines are strict. After the backpacks have been checked by the X-ray machine, we can deposit them. Then we are greeted by Yuying, quite astonished that she is our guide today and the rejoicing is great.  She leads our group through the different rooms and tells about Taiwanese history, which is a little bit complicated, but very interesting and we learn a lot about it, especially different perspectives. The building itself is quite impressive and well guarded, especially considering that the Taiwanese president is here. Then we go to Yuying’s home and she prepares delicious dumplings and vegetable noodles. We chat about this and that for a while, and of course about traveling. Suddenly we realize that it is almost evening again. Therefore, we decide to go into the electronics market, as we still need a few things and Taiwan is known for cheap electronics. The electronics market is very impressive and you can find everything possible at reasonable prices.  Nevertheless, we have to focus on the most necessary, but browse for a while simply through the offers. After seeing enough, we head towards Taipei’s Central Station, where we still browse through a few shops. We are impressed with the city, but find it is enough for today and make us on the way home on foot. At home Yuying prepares a delicious Taiwanese dinner, which we enjoy very much. Just before we go to sleep, Yuying’s son comes home and we chat with him for a while.

Yehliu 14.05.2019

Today we start the day with a delicious breakfast and make our way to the bus terminal. We’re going back in the same direction as we did three days ago to the Dharma Drum Temple, but are already getting off at the coast in the town Yehliu. There should be a Geopark, but what exactly is meant by that, we can not imagine at the moment. First we pass an impressive temple before entering the tourist area. Many tour buses are there and accordingly quite many tourists. But this does not stop us, we buy the ticket and look forward to the park by the sea. In fact, right from the beginning, we can see impressive rock formations reminiscent of different shapes. We walk around the area and the further we get, the fewer people we meet. Not astonishing actually, because the heat together with the humidity is enormously strong, which makes the smallest distances quite exhausting. When hiking we are accompanied by beautiful butterflies. They can be found in a variety of colors. Especially impressive are the brown butterflies, which are decorated inside or at the end of the wings, with a beautiful blue or partly with blue and white. The white-patterned butterflies are very impressive and also a lot easier to photograph. Almost at the end of the path we reach a lighthouse, where we have our late lunch to us. Then we start our way back, because we want to visit one or two other places. We wait for a while on the bus, and then drive to the next village Jinshan, which we want to visit. Actually, we wanted to continue, but the bus that runs along the coast, comes only in an hour. We walk comfortably through the village to the coast, where we are greeted by the locals nice. There is a temple that we can see from afar, but due to the heat we let it stay that far. Off the coast, there is a bridge that offers views of the beautiful surroundings and the beach. The environment looks very nice, but the coast is so littered, that despite the sandy beach, we do not like to walk along it. We have seen enough and return to the bus stop. Since it has become late again, we take the next bus, which brings us back to Taipei. Arrived at Yuying home, she surprises us again with a delicious Taiwanese dinner.

Yangmingshan 15.05.2019

Today we get up early, because Yuying has offered to go with her and her hiking group in the mountains. She has planned a challenging tour especially for us, because we did a long hike with her in Switzerland from the Schynige Platte over Faulhorn to Grindelwald First. We drive to the Yangmingshan Mountains, where we meet a rather large group, and take a group photo at the beginning. Some could speak some English and chat with big interest. It is a very extraordinary and great experience for us to be on the trip with such a local hiking group. The path starts very comfortably and we are glad it does not go up very steep and steady as at Seven Star Mountain. First, we come to a beautiful lake with beautiful water flowers, where even someone – not from our group – plays on a traditional musical instrument. After a short break the tour continues. The path is now a real small path and the group leader must assure each turn, that we are also on the right track. That’s comfortable, we do not have to worry about something like that. The path leads through high bushes and suddenly we are surrounded by thousands of butterflies, which is very beautiful. We are almost the only ones on this path, which is probably because you need a guide and / or a permit for such trips. Today’s plan is to scale two, possibly three, summits of Mt. Datun. But since rain is in the forecast for the afternoon and we obviously – because of us – have started a little late, we start with the West Peak and then we can decide depending on the weather, whether we go further or not. The ascent to West Peak is extremely steep and obviously threatened by landslides. Since the ground is earthy and the climate humid, it is extremely convenient that an auxiliary rope was tensioned, so you have something better grip. For us the ascent is very fast and the rope is just a practical option. But we are very surprised how fit the participants in our group are, even if they get a little more in a sweat and it seems a much bigger effort for them, they all make it last up. We only say that we wish to be so fit at this age. However, since we have been hiking in the fog for a while, unfortunately we have little view from here, but the path was already very nice. They offer us all sorts of snacks and fruits, which is very delicious and gives more energy. But here most of the group members say goodbye, but Yuying and a few others think we can tackle the other hills if we want. Of course we want. So, we first set out on the steep descent, only to tackle the next even steeper climb, the South Peak. Unfortunately, we do not have a very good view here either, but at least the weather seems to be in good shape, as it has only drip a few raindrops so far. So we stop for lunch before heading to Mt. Datun. This climb is easier than the last two, because it goes over stairs. The motivation increases tremendously, as we see that the fog is a little less dense and we slowly but surely get a pretty view. We are motivated that we should run the last few stairs and still be rewarded with a beautiful view. But now we are both out of breath. At the top we take some pictures and enjoy the beautiful view. Then we get to a street where it has a huge number of cars. A movie is producing here, we are explained afterwards. Then we soon return to the hiking trail, where we start the descent to the bus stop. In the end we are all done and we know what we did. The remaining group members have already arrived at the bus station, where the next bus goes back to Taipei. This was a beautiful and very exciting trip to which we like to remember. The rest of the day we relax, cook dinner and visit the notorious Night Market in the evening. Yuying explains the different dishes and traditions here, but since we have already eaten, we skip the meal, but the market is always impressive. We try Bubble Tea for the first time, which is an event in itself. This is so delicious and great to drink, and becomes our absolute Taiwanese favorite drink. It is a kind of milk tea (for example black tea with milk) with bubbles in.  So you can eat and drink at the same time. The bubbles are made of Tapioca, which are cooked in a special machine. But for the bubbles, you need a bigger straw and you have to be careful not to swallow it directly in the throat. Especially if you have drunk the tea and want to suck the leftover bubbles. Then we go back home, where we go to sleep earlier than usual because of the activities.

Jiufen 16.05.2019

Today we have planned the trip to Jiufen. Yuying has already warned us, it will be very touristy.  The bus departs not far from Yuying’s home directly to Jiufen and arrives in less than 5 minutes after we arrive. So we arrive in Jiufen much earlier than expected. The journey itself is extremely spectacular, as it goes towards the end through extremely narrow streets up the mountain. We are almost amazed how such a bus gets the curve at all. But fun aside. When we arrive there, we first stroll through the old street, where we do not see so much, except a number of market stalls and screaming sellers. Nevertheless, it is still exciting to see what is here. The view from the hill to the surrounding region with its temples and view to the sea is simply enchanting. Shortly after we leave the famous street and go a little further, peace returns. We passed an impressive Taoist temple which we want to inspect. Also this temple is enormously colored and detailed built, simply beautiful. Only the neon sign – probably with any ads for upcoming ceremonies – do not fit into the picture at all. Then we think about what else we want to do. We could hike up to a lookout point, but it’s so steep uphill (we can see it from a distance)… Even today it’s just unbelievably hot, which is why we prefer to walk downhill instead of uphill. Since we are already on a hill, this meets quite well, because there is a way to the sea, where there are still other attractions on the way. We do this and are soon by our own. We walk past some nice apartments in the countryside and enjoy the surroundings. After a while we reach an old aqueduct and a little further down we come to a waterfall. This is called the Gold Waterfall and flows over coppery red rocks, which is a pretty dramatic sight. Here, gold was mined earlier and we reach a little later, the old smelting plant. Unfortunately, when we arrive at the sea, it is separated from a large street and we do not dare to cross it. Therefore, we eat our lunch here and decide to take the next bus back to Jiufen to explore its surroundings a little closer. Since the whole village of Jiufen is located on the mountain and is connected by countless tiny roads, we have great difficulty finding the right way and not getting lost. We will visit two more temples that we finally find after a while. The temples are both very pretty. Then we go to a park, where we can look from a distance to the village and the serpentine road. We watch the traffic for a while. If you look from here to Jiufen, you might think – as macabre as that may sound – there are two villages here. One is at the top of the hill, which is actually a huge cemetery and the actual village further down. Anyway, it’s getting dark towards the evening and we’re going back to the hustle and bustle. To our delight are now the many lanterns lighted, which give the village a special atmosphere. After we have seen enough, we wait for the next bus to get back to Taipei.  In the end, it will be the second one, as effectively only so many people are allowed to board the bus as they have seats. But that does not bother us much. After about an hour we are back in Taipei. But since there is rush hour traffic, the bus will take almost another hour until we arrive at the terminal. Yuying has shown us a vegetarian restaurant nearby and we decide to have dinner there today. Manuela can only say thank you to Buddhism, because the food is delicious and you do not have to ask yourself what it is. No one here speaks English, but the operator gives us everything we need and shows us how it works, so we understand it. It is a buffet, where we can take everything we want and end up being weighed. We shovel our plates full and pay just 200 Taiwan dollars for both, which is about 3 francs per menu. A guest then points to a soup pot and says in broken English that we can also take free soup. We feel very well here and all the food we tried is unbelievably delicious. Afterwards we go home and spend a pleasant evening with Yuying and her son. It started raining tonight and we can be happy that it did not start earlier because rain has been predicted for a few days. It does not just rain a bit, it’s pouring heavily. We are confident and think it will be good again tomorrow. When we tell the two that we want to visit Wulai tomorrow, they think we should think twice, because it’s probably rainy tomorrow.

Taipei 17.05.2019

As predicted yesterday, today it is raining and we sleep longer. At 9 o’clock we get up and hope for better weather. This does not seem to be in sight and we roll over our program, because in this rainy weather you are already after 10 seconds soaking wet. Yuying is not home today because she planned a trip a little further away with a friend. We stay home and use the time to work on the blog, to plan the onward journey in Taiwan a little better and to make phone calls.  Every time we feel that the rain is slowly decreasing, it gets even stronger. Around 2 o’clock in the afternoon, we feel it is getting better and we are heading to Ximen, where is a big market. We inspect the many stalls and buy some necessities for us at relatively reasonable prices. So we spend a few hours until it is evening again, where we eat again in the same restaurant as yesterday (there is still a lot in the buffet, we have not tried). When we come back, Yuying is already at home and is disappointed that she also had to spend a museum day instead of a hiking day. We chat together for a while, because after all it’s the last evening. Your son will come home later with a few specialties we can taste. The food we tried is delicious and really spicy. He even brings us some delicious Taiwanese beers and we spend a leisurely evening together.

Japan 3: Tokyo & Hokkaido

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29.04.2019 – 09.05.2019

Odawara – Tokyo 29.04.2019

Heute verabschieden wir uns von unseren tollen Gastgeberin Aizalene und machen uns auf den Weg in die Grossstadt Tokyo. Weshalb Tokyo? Aufgrund der Goldenen Woche sind die Unterkünfte in der näheren Umgebung rar und vor allem teuer geworden, und da wir uns in Japans zweitgrössten Stadt Osaka ebenfalls wohl gefühlt haben, denken wir, dass wir das in Tokyo auch können. In Tokyo haben wir ein Doppelzimmer für die nächsten drei Nächte für umgerechnet 50 Franken buchen können (günstiger als ein Schlafsaal für zwei Personen), in der Umgebung müssten wir sonst mit 100 Franken aufwärts rechnen. Wir hoffen in Tokyo etwas entspannen zu können und unsere Weiterreise zu planen. Heute ist die Mitteilung eingetroffen, dass beide Fährbuchungen am 1. Mai, wie bereits angenommen, abgelehnt wurden und wir brauchen Alternativen. So machen wir uns auf den Weg in die grosse Stadt, wobei wir zuerst etwa drei Stunden mit dem langsamen und günstigsten Zug fahren müssen. Je näher wir zum Hauptbahnhof Tokyos kommen, desto mehr Leute steigen ein und wir sind froh, an der ersten Station eingestiegen zu sein. Bisher haben wir Gedränge in Japan noch nie so wirklich kennen gelernt und sind hier beinahe fasziniert, dass es dieses doch gibt. Jeder Sitzplatz ist besetzt und die Leute stehen sich schon fast auf den Füssen. Trotzdem starrt nahezu jeder in sein Telefon, unterhalten tut sich kaum einer. Die Leute sehen hier teilweise auch etwas ausgefallen aus. Waren doch in Osaka hauptsächlich Anzugträger unterwegs oder nahezu alle Leute in schlichten Outfits, sieht man hier das Gegenteil. Von den farbigsten Frisuren, über die ausgefallenste Kleidung, geschminkte Männer mit Plateau Absätzen und Frauen die aussehen, als kämen sie aus einem Manga Comic – auf dieser Zugfahrt haben wir bereits das Gefühl, Leute aller Art zu sehen. Nachdem wir am geschäftigen Tokyo Hauptbahnhof angekommen sind, suchen wir uns einfach ein ruhiges Plätzchen, um unser Mittags Sandwich zu verspeisen. Das ist aber gar nicht so einfach und wir setzen uns schlussendlich auf die Seite des Gehsteiges vor dem Bahnhof. Danach suchen wir die nächste U-Bahnstation, die sich auch irgendwo in dem riesigen Gebäude befinden sollte. Wir suchen eine ganze Weile, bis wir die U-Bahnstation finden. Danach fahren wir zu unserer Unterkunft, wo wir einchecken. Obwohl es erst etwa 3 Uhr Nachmittags ist, entscheiden wir, in der Unterkunft zu bleiben. Wir haben noch einige offene Baustellen, und wie wir nach Hokkaido kommen, ist momentan unsere grösste Sorge. Die nächsten Stunde verbringen wir also mit der Recherche aller möglichen Kombinationen, wie Bus und Fähre, langsamer und schneller Zug, Fähren von allen möglichen Ports, etc. Wir finden schlussendlich eine Bus- und Fährkombination in drei Tagen für etwa 1000 Yen mehr, als die gebuchte Fähre gekostet hätte. Aber alles ist auf Japanisch und wir müssen wieder mit Google die Seite Übersetzen lassen. Die Eingaben müssen jedoch auf japanisch erfolgen und wir erhalten immer eine Meldung, dass es nicht funktioniert. Nach ein paar Stunden gehen wir zur Rezeption und fragen die Rezeptionistin, ob sie uns helfen kann. Sie versucht eine Buchung vorzunehmen, meint aber, dass gemäss Website bis am 7. Mai alles ausgebucht sei und wir deshalb nicht buchen können. Sie schlägt uns vor den Shinkansen Zug (Schnellzug) zu nehmen, oder einen Flug zu buchen. Sie schaut selbst nach diversen Varianten, muss uns aber auch enttäuschen. Wir haben noch den Willer Bus gesehen, der in den Norden nach Aomori fährt und es von dort mehrmals am Tag eine Fähre gäbe. Wir sehen aber plötzlich, dass der sonst schon teure Willer Bus nur in die Region Aomori fährt, nicht aber in das Dorf. Dieses ist noch gute 150 Kilometer entfernt, und um dorthin zu gelangen müsste man wieder den Shinkansen Zug nehmen. Alles zusammen gerechnet, kämen wir schlussendlich wieder nahe an den Preis des Zuges. Es ist zum Verzweifeln. Wir machen mal eine Pause und gehen für unser Abendessen einkaufen, wo wir noch einen schönen Blick auf Japans höchstes Gebäude, das hier in der Nähe ist, erhalten, den sogenannten Skytree. Nachdem wir ein leckeres Abendessen verspeist haben, setzen wir die Suche fort und fokussieren uns nun auf Flüge. Wegen der Goldenen Woche sind auch die einiges teurer, aber schlussendlich finden wir einen mit Gepäck für ca. 90 Franken, was sogar günstiger ist als die Fähre. Der Flug geht jedoch erst am Samstag morgen, um 6 Uhr, weshalb wir noch eine Nacht mehr in Tokyo verbringen müssen und zusätzlich noch eine am Flughafen. Da dies jedoch die einzige vernünftige Variante zu sein scheint, buchen wir diesen Flug und gehen um Mitternacht todmüde, aber glücklich, doch noch eine Lösung gefunden zu haben, schlafen.

Tokyo 30.04.2019

Wir schlafen lang aus und geniessen das bequeme Bett. Es ist regnerisch heute, aber nach einer Weile haben wir gefrühstückt und sind auf dem Weg zur U-Bahnstation. U-Bahn fahren ist ja nicht so schwierig, aber trotzdem schwieriger als in Osaka, da die Endstationen nicht immer gleich sind. Teilweise fahren die Bahnen als Zug weiter und schon sind wir verwirrt, wenn nicht die erwartete Endstation angeschrieben ist. So stehen wir auf dem ersten Gleis und merken, dass wir vermutlich das Gleis wechseln müssen, da nicht unsere Destination angeschrieben ist. Auf der anderen Seite ist jedoch die Destination auch nicht wie erwartet angeschrieben und wir sind schon wieder leicht am Verzweifeln. Wir fragen einer der Beamten und dieser teilt uns mit, dass dies die richtige U-Bahn sei und wir steigen etwas verwirrt ein. Tatsächlich kommen wir an den richtigen Ort hin. Wir wollen heute als erstes einen Turm besichtigen, ein Verwaltungsgebäude (Tokyo Metropolitan Government Building) dessen Eintritt gratis ist, und wir hoffen auf eine nette Aussicht sowie zu sehen, in welche Richtung besseres Wetter ist. Zuerst müssen wir den Weg zwischen den schwindelerregend hohen Gebäuden hindurch finden, was glücklicherweise ziemlich einfach ist. Beim Turm müssen wir zuerst durch eine Sicherheitskontrolle, bevor es mit dem Lift nach oben geht. Die Aussicht ist wegen des Regens nicht gerade die Beste, aber trotzdem ist es beeindruckend wie gross die Stadt mit all ihren Wolkenkratzer ist und wie weit oben wir eigentlich sind. Wir schlürfen einen Kaffee und warten bis der Regen etwas weniger wird. Danach gehen wir zurück in die Shinjuku Region, wo sich der Hauptbahnhof befindet. Unterwegs sehen wir das erste Mal Obdachlose in Japan. Wir staunen ziemlich, dass sogar die organisiert sind. Drei haben sich unter einer Brücke eingerichtet und ihr ganzes Hab und Gut fein säuberlich in einem Rollkoffer und Einkaufswagen verstaut. In Shinjuku angekommen, geht das Chaos so richtig los. Es gibt einfach zu viele Menschen hier und alles ist mit Leuchtreklamen zugekleistert. Es gibt zudem einen grossen Gozillakopf, der einmal die Stunde Feuer spuckt. Eine weitere Attraktion ist das Roboter Restaurant, welches komplett von Roboter geführt ist und wie wir gehört haben, mehr eine Show als ein Restaurant ist. Ein überteuertes Essen kann man aber trotzdem bestellen, wenn man will. Da der Eintritt aber umgerechnet fast 80 Franken kostet, lassen wir diesen Spass bleiben und sehen es lediglich von Aussen an. Danach suchen wir etwas zu Mittagessen. Dabei finden wir lustigerweise ein Restaurant, wo man vor dem Restaurant ein Menü bestellen und bezahlen kann (geht auch mit der multifunktonalen IC-Karte), indem man den gewünschten Knopf drückt. Das Menü kann man danach abholen und entweder im Restaurant essen oder mitnehmen. Wir entscheiden uns schlussendlich in ein Ramen Restaurant essen zu gehen, die einfache, aber leckere Ramen Gerichte servieren. Hier probieren wir ein paar Spezialitäten und haben danach den Bauch so richtig voll, so dass wir für heute nicht mehr viel zu Essen brauchen. Wir setzen unseren Grossstadtspaziergang fort und fahren mit der U-Bahn zur Shibuya Crossing. Wir haben davon nur gehört und eigentlich auch ziemlich Respekt, vor der riesigen Kreuzung. Dort angekommen ist tatsächlich mächtig etwas los. Zuerst fahren ein paar (aus unserer Sicht nicht viele) Autos durch, bis diese rot und die Fussgänger grün haben. Der Fussgängerweg geht sogar Diagonal über die Strasse, wobei wir das in Japan bereits ein paar Mal gesehen haben. Die Fussgänger sind wie ein riesiger Ameisenhaufen, die über die Strassen krabbeln und da das Bild so lustig aussieht, wollen wir das Spektakel nochmals von Oben anschauen. Selber in dieser Menschenmasse darüber zu gehen, haben wir wenig Lust. Wir sind bereits etwas geschafft und langsam geht es gegen Abend zu, weshalb wir noch die letzte Aktivität für heute in Angriff nehmen. Den alten Fernsehturm, Tokyo Tower, besichtigen, der für lange Zeit Tokyos höchster Turm war. Wir nehmen dafür wieder die U-Bahn, denn wir haben heute ein 72 Stunden Ticket gekauft, welches uns ermöglicht mit allen U-Bahnen in Tokyo innerhalb dieser Zeit zu fahren. Mit 1500 Yen, knapp 15 Franken ist dieses Ticket ziemlich erschwinglich. Vor Allem wenn man bedenkt, dass eine Fahrt mit der U-Bahn bereits 200 Yen kostet. In der Region des Tokyo Towers angekommen, ist überhaupt nichts los, ausser beim Tokyo Tower selber und wir geniessen die Ruhe. Der Turm ist sehr eindrücklich gebaut und ähnelt dem Eiffelturm von Paris gewaltig. Abgesehen davon, dass er rot ist. Wir bleiben eine Weile hier und bewundern das Gebäude von Aussen, bevor wir zurück zu unserer Unterkunft fahren, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen.

Tokyo 01.05.2019

Der heutige Tag beginnt mit Sonnenschein und wir starten diesen im Luxusviertel von Tokyo (Otemachi), wo sich der Kaiserpalast befindet. Wir besuchen den sehr hübschen Kaiserlichen Garten, wo wir für etwa 2 Stunden verweilen. Den Palast selber sehen wir jedoch nicht und wir können ihn leider auch nicht besichtigen, da im Moment Ferienzeit ist und es zu dieser Zeit keine Führungen gibt. Haben wir zumindest gehört. Heute wird ja noch der neue Kaiser gekrönt, weshalb ja im Palast eine besonders geschäftige Zeit sein soll. Der Garten und auch die Umgebung hier, gefallen uns sehr gut. Nun hat uns der Hunger gepackt und wir suchen etwas zu Essen. Das ist gar nicht so einfach, denn es reihen sich lediglich ein Luxus Cafe oder Restaurants ans nächste. In der Nähe des zweiten Hauptbahnhofes von Tokyo finden wir ein Kaufhaus. Aber auch dieses strotzt nur von Luxusgeschäften, wobei wir ab dessen Grösse ganz erstaunt sind. Das meiste befindet sich unterirdisch, so dass man das Gebäude von Aussen kaum wahrnimmt, wenn man nicht weiss wo es sich befindet. Schlussendlich finden wir aber einen Seven Eleven, wo wir doch noch etwas einigermassen günstiges zum Beissen bekommen. Nun wollen wir noch ein paar berühmte Gebäude in der Nähe besuchen. Dafür müssen wir eine Weile durch die Bahnhofsunterführung schlendern. Bei uns dauert es noch etwas länger, denn wir verlieren die Orientierung unterirdisch komplett und kommen zweimal auf derselben Seite wieder hoch, bis wir endlich die korrekte Passage nehmen. Der Bahnhof ist im alten Stil gebaut, was zwischen all den modernen Gebäude sehr originell ausschaut. Wir staunen schon mal nicht schlecht, als wir Mitten auf einer Strasse eine grosse altertümliche Glocke sehen, die eine Melodie spielt. Der Zweck davon können wir nicht ermitteln, aber vielleicht geht es ja auch nur um den exklusiven Stil. Als nächstes erreichen wir eine altertümliche Brücke, wo sich der Kilometer 0 befindet. Über dieser Brücke liegt nämlich eine mehrspurige Autobahn, dessen Pfeiler ins Wasser gebaut sind, was ziemlich verrückt aussieht. Entgegen anderen Orten wo sich der Kilometer 0 jeweils zu Beginn einer Strasse und einem abgelegenen Ort befindet, ist der Kilometer 0, ab welchem die Distanzen gemessen werden, mitten in Tokyo. Danach schauen wir noch das eine oder andere Gebäude an, wo sich ein Architekt verwirklicht hat, aber für uns nicht sonderlich speziell aussieht. In dieser Region sieht es aus, als wäre die Polizei (besser gesagt die kaiserlichen Wachen – imperial Guards), die Strassen grossräumig am Absperren. Wir warten eine Weile und hoffen, dass etwas passiert, aber unsere Geduld ist schnell verflogen und wir sitzen in der nächsten U-Bahn. Nach den paar Stunden Stadt brauchen wir etwas Grün und wir hoffen, dies beim Meiji Jingu Shrine zu finden. Dieser Shrine sollte sich in einem grossen Park befinden, der als Gedenken an Kaiser und Kaiserin dient und zu Tokyos schönster Schrein zählt. Als wir an der U-Bahnstation ankommen, wollen wir schon fast wieder umkehren, denn es ist wirklich sehr viel los. Im Parkgelände verteilen sich glücklicherweise die Leute und wir können gemächlich hindurch schlendern. Wir finden vor allem das Weinfass Lager des Kaisers lustig und eindrücklich zugleich. Soll er doch hier in einem grossen Weinfass Turm teuren Wein für hohen Besuch lagern. Wir laufen zum Schrein und sehen eine unaufhörliche Reihe an Menschen am Anstehen. Wir befürchten schon fast, dass das zum Schrein geht und wenn dem so wäre, müssten wir hier die Übung abbrechen. Glücklicherweise ist es irgendetwas anderes, was wir nicht eruieren können, uns aber eigentlich auch egal ist. Beim Schrein befinden sich ebenfalls viele Leute, aber der Schrein ist auch sehr hübsch gebaut und alt. Wir verweilen ein wenig hier und entspannen etwas im Park. Die Zeit in der Stadt vergeht einfach wie im Fluge und es ist schon wieder beinahe Abend. Wir suchen die nächste U-Bahn auf und besuchen zum Abschluss des heutigen Tages Akihabara, das Comic- und Elektronikviertel. Bereits auf den Weg hierher sehen wir viele in ausgefallenen Outfits und noch viel mehr auf der jeweiligen mit Leuchtreklamen zugekleisterten Strasse. Seit einer Weile hat es wieder zu regnen begonnen, weshalb es hier in der riesigen Menschenmassen schon fast zu einem Regenschirm Massaker kommt. Ja wir finden Tokyo ist anders, als das restliche Japan, was wohl auch etwas an den vielen Leuten liegt und daran, dass es eine internationale Stadt ist. Die Leute sind hier weniger zurückhaltend und auch etwas rücksichtsloser, als in den übrigen Orten. Hier kann es schon mal passieren, dass dir jemand auf den Fuss steht. Im Gegenzug fühlen wir uns hier nicht so sehr wie der Elefant im Glashaus, wie im übrigen Japan. Wieder zurück zu Akihabara. Wir wollen hier den Comicladen “Akihabara Radio Kaikan” und einen Elektronikladen besuchen. Wir sind von Beginn beeindruckt über die ganze Vielfältigkeit. Wenn wir jeweils denken, dass es nicht noch mehr geben oder krasser werden kann, wird noch einer draufgesetzt. Es ist amüsant zu sehen was es alles gibt und was die Japaner alles mögen. Wir schlendern von Stockwerk zu Stockwerk, wobei sich gewisse Artikel auch immer etwas wiederholen. Nach dem 6ten Stockwerk haben wir das Gefühl, dass wir langsam oben sein sollten, aber es geht sage und schreibe 11 Stockwerke hoch. Auf dem 10ten befindet sich ein Raum, wo man Karten spielen kann. Dieser ist gefüllt. Auf dem 11 Stockwerk gibt es nichts mehr interessantes und total kaputt, gehen wir die Rolltreppen hinunter. Wir haben genug gesehen und haben keine Energie mehr. Daher machen wir uns auf den Weg zur nächsten U-Bahn und fahren zu unserer Unterkunft. Angekommen bei unserer Unterkunft gehen wir einkaufen und kochen uns ein leckeres Abendessen.

Tokyo 02.05.2019

Als wir vor zwei Tagen unsere Unterkunft noch verlängern wollen, ist diese leider auch schon ausgebucht. Deshalb müssen wir auschecken und machen uns auf den Weg zur neuen Unterkunft, die leider fast 60 Franken (6000 yen) kostet. Aber sie hat auch ziemlich gute Bewertungen und alle Unterkünfte in Japan, auch die günstigen, haben uns sehr positiv überrascht. Wir müssen einmal umsteigen, aber nicht allzu weit mit der U-Bahn fahren bis wir die Unterkunft erreichen. Wir sind hier wohl noch etwas abgelegener als bei der letzten Unterkunft, aber das macht uns nichts aus, denn mit der U-Bahn sind wir schnell und die Dreitageskarte ist immer noch gültig. Bei der neuen Unterkunft angekommen, können wir unser Gepäck zur Aufbewahrung abgeben und wir machen uns danach auf den Weg in die Stadt. Da es bereits Mittag ist, wollen wir einen Park, den wir auf der Karte gefunden haben, besuchen, um dort zu Mittag essen. Als wir dort ankamen ist jedoch alles eingezäunt und wir müssten 400 Yen Eintritt zahlen, was es uns dann doch nicht wert ist. Wir verspeisen unser Mittagessen auf einer gemütlichen Bank vor dem Park und setzen die Stadterkundung fort. Ebenfalls auf der Karte haben wir einen Palast entdeckt, der ganz in der Nähe ist und wir wollen schauen, was das denn so ist. Als wir ankommen, scheinen überall Wachleute zu sein sowie Beamte, um den Verkehr zu regulieren. Wir sind etwas irritiert und vermuten, dass wir da nicht reinkommen und machen lediglich ein Foto von Weitem. Einer der Beamten fragt uns, ob wir den Eingang suchen, was wir bestätigen. Er teilt uns daraufhin alle notwendigen Informationen mit und weist uns den Weg zum Eingang. Dort angekommen, müssen wir zuerst einmal anstehen und eine Angestellte hat uns offenbar schon von weitem entdeckt. Sie spricht uns auf Englisch an und gibt uns zwei Englische Broschüren. Alle anderen sind offenbar alles Japaner, denn die erhalten die Broschüre erst bei der Sicherheitskontrolle. Die Dame kommt wieder zu uns und erklärt uns persönlich wie die Sicherheitskontrolle funktioniert und was es für Eintrittskarten gibt. Wir haben nun begriffen, dass der Palast, jener ist, in welchem der Kaiser hohen Staatsbesuch empfängt. Wir wollen nur den Garten besichtigen und unsere persönliche Beraterin teilt das so dem Verkaufspersonal mit. Wir befürchten schon fast, dass sie uns auf dem gesamten Rundweg begleiten will. Sie bedankt sich zudem überschwänglich, dass wir den Palast besuchen kommen (offenbar gibt es hier wenige nicht japanische Besucher – vermuten wir einfach mal, aufgrund von dem, was wir hier sehen). Schlussendlich zeigt sie uns aber nur, wo der offizielle Weg hin führt und meint, dass wir einen Film schauen könnten. Wir bleiben bei der Besichtigung des Gartens und der Betrachtung des aufwendig konstruierten Palast. Der Palast ist im Stil des Französischen Klassizismus gebaut, mit ein paar wenigen japanischen Einflüsse. Es hat einen hübschen Brunnen und wie zu erwarten einen riesigen Garten. Nachdem wir eine Weile das ganze bewundert haben, verlassen wir das grosse Areal und spazieren gemütlich zur nächsten U-Bahn. Wir fahren bis zur Asakusa Haltestelle, welche am Sumida River liegt. Wir haben hier eine nette Aussicht auf Fluss sowie einem Gebäude, das aussieht als hätte es eine goldene Flamme auf dem Dach. Wir wollen hier noch den Senso-Ji Tempel besuchen, sind aber bald einmal von den wirklich viele Leuten überfordert. Es hat viele kleine Marktstände, wo auch wir ein paar Souvenirs finden. Aber es ist etwas anstrengend. Beim Tempel selbst hat es nicht weniger Leute, aber der Tempel an und für sich ist sehr hübsch. Da heute der erste Tag in Tokyo ist an welchem es endlich mal den ganzen Tag nicht regnet, wollen wir das höchste Gebäude, den Skytree, welches sich in der nähe der letzten Unterkunft befindet, besuchen. Als hätten wir nicht schon genug Leute gesehen, stürzen wir uns in die Höhle des Löwens. Aber wann hat man schon die Chance auf 450 Meter die Aussicht von einem Turm zu geniessen. Ja genau, selten. Der Skytree ist mit 634 Meter nicht nur der höchste Turm Japans, sondern das zweithöchste Gebäude weltweit. Die Aussichtsplattform ist mit 450 Meter auf Rang 5 der höchsten Aussichtsplattformen. Beim Skytree hat es wieder diverse U-Bahn ein- und ausgänge, und wir haben zu unserer Unterkunft immer die wenig besuchten Ausgänge nehmen können. Heute sehen wir, dass es auch anders geht, denn bereits der Ausgang zum Skytree ist vollgestopft mit Leuten. Phu, dass kann ja lustig werden. Trotzdem lassen wir uns von dem Vorhaben nicht abbringen. Zuerst geht es mit den Rolltreppen ein paar Stockwerke hoch. Anschliessend schlendern wir durch eine Reihe von Einkaufsgeschäften, dessen Passage von einer Spielecke mit Pokemon und Hello Kittie geht und bis zu den designer Restaurants mit ihren wohlbekannten ausgestellten Plastikessen führt. Wir fragen uns schon fast, wie lange der Weg zum Eingang noch dauern kann, bis wir vor dem riesigen Skytree stehen. Wir sehen eine lange Warteschlange bereits von Aussen und gehen hinein. Ein Herr will uns sogar noch ein Ticket andrehen, damit wir die Warteschlange überspringen können. Nein, danke, wir haben mehr Zeit als Geld. Er meint daraufhin, dass wir mindestens 2 Stunden warten müssen, bis wir überhaupt die Tickets gekauft haben. Naja, es dauert schlussendlich seine Zeit, aber nach 45 Minuten, haben wir die Billets und kommen schrittweise weiter. Ein Hochgeschwindigkeitsaufzug führt uns auf die erste Plattform, die bereits auf 350 Meter liegt. Es ist sehr eindrücklich Tokyo aus dieser Höhe bei Nacht zu sehen. Wir geniessen die Aussicht sehr. Nachdem wir einmal drumherum gegangen sind, wollen wir auf die höhere Plattform auf 450 Meter. Hier ist wiederum eine riesige Warteschlange, welche beinahe um den Turm herum führt. Wir stellen uns zuhinterst an und warten eine weitere Dreiviertel Stunde, bis uns der Aufzug in Sekundenschnelle auf 450 Meter katapultiert. Wirklich atemberaubend ist die Aussicht von hier oben. Nachdem wir auch hier den Rundgang gemacht haben, kommen wir zu dessen merkwürdiges Ende. Hier ist alles mit Barbie und in Rosarot ausgestattet. Wir können es uns nicht anders erklären, als dass die Marke Barbie wohl etwas zum Turm gesponsert hat. Wir machen uns wieder auf den Rückweg, welcher noch zu einer Plattform auf 340 Meter geht und einen Glasboden hat. Unten angekommen ist es bereits 9 Uhr und wir machen uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Als wir dort ankommen, meint die Besitzerin, dass wir nicht da kochen dürfen, dass obwohl in der Unterkunftsausstattung Gemeinschaftsküche steht. Das nervt uns gerade ziemlich, denn wir hätten noch ein wenig Gemüse und Eier, die wir zu unseren Noodlecups machen wollten. Es bleibt uns aber nichts anderes übrig als Wasser aufzukochen und blosse Noodlecups zu verspeisen. Sowieso ist das die teuerste Unterkunft, die wir in ganz Japan hatten, aber auch die Schäbigste. Klar wir sind jetzt verwöhnt, aber wenn man 60 Franken bezahlt, erwartet man eigentlich schon etwas. Es ist weder sauber, noch das Bett ist angenehm und die Wände sind so dünn, dass man von innen und aussen alles mitbekommt. Naja, es gibt also auch weniger perfekte Unterkünfte. Nach dem etwas kleineren Abendessen als erhofft, legen wir uns schlafen.

Tokyo 03.05.2019

Wir schlafen heute aus, denn wir wissen, dass wir eine anstrengende Nacht vor uns haben. Wir bereiten ein kleines Frühstück vor und lassen unser Gepäck bei der Unterkunft. Heute wollen wir die Region erkunden, in der wir uns befinden. Der Ausgangspunkt führt uns zuerst an einem ziemlich alten Bahnhof vorbei. Anschliessend bringt uns der Weg an ein paar Tempel vorbei, und danach in einen grösseren Park. Uns gefällt die Gegend, denn es ist hübsch gemacht und sieht nicht so modern aus. Zudem halten sich hier lange nicht so viele Leute auf, wie wir das von anderen Orten in Tokyo kennengelernt haben. Wir schlendern weiter durch ein Quartier, das kleine alte Häuser hat, aber sehr nett aussieht. Es gibt hier und da noch ein hübsches Cafe und Teehäuschen. Danach gelangen wir zum Yanaka-reien, einer der grössten und bekanntesten Friedhöfe Tokyos. Es ist spannend zu sehen, wie mühevoll und perfekt hier alles gemacht ist, und vorallem wie es sich von unserer Kultur unterscheidet. Danach erreichen wir den nächsten älteren Bahnhof und besichtigen noch ein hübscher Park, wo wir unser Mittagessen geniessen. Von hier gehen wir zur U-Bahn und fahren an die Küste. Wenn wir aber in die Touristenregion gehen wollen, müssten wir noch eine zusätzliche Fahrkarte für eine Einschienenbahn kaufen, was wir bleiben lassen. Irgendwie haben wir nach diesen paar Tagen Tokyo endgültig genug Stadt gesehen und wir schauen lediglich, was diese Region zu bieten hat. Wir sind wohl im Luxusviertel gelandet, denn die Gebäude sehen hier allesamt sehr teuer aus und wir treffen ausser einen Polizisten niemanden auf der Strasse. Wir suchen einen Park auf, der aber noch gross im Umbau steht. Wohl soll dieses Areal für die bevorstehende Olympiade 2020 dienen. Nachdem wir eine Weile durch den Park geschlendert sind, machen wir es uns auf einer Rasenfläche gemütlich und entspannen uns ein wenig, bevor wir wieder zurück gehen. Bei unserer Unterkunft angekommen, holen wir das Gepäck und fahren wir mit der U-Bahn bis zur nächstgelegenen U-Bahnstation, wo wir einen Anschluss auf den Zug zum Flughafen finden. Da unser Flug nach Hokkaido morgen um 6 Uhr geht, wollen wir über Nacht am Flughafen bleiben. Wir haben gehört, dass dies gängig ist und der Flughafen Tokyo zum Übernachten geeignet sei. Wir haben Lust auf ein Subwaysandwich zum Abendessen, aber dieses Restaurant befindet sich im Terminal 1. Es ist eine halbe Weltreise um dorthin zu gelangen und gar nicht einfach zu Fuss zu gehen. Wir sind etwas überrascht, dass der Subway bereits um 21.00 Uhr schliesst und das meiste bereits geschlossen hat, denn die letzten Flüge sind bereits um 22.00 Uhr. Das hätten wir von Tokyo doch nicht erwartet. Wir haben aber noch eine halbe Stunde Zeit und geniessen ein leckeres Sandwich. Wir haben gesehen, dass es hier ganz bequeme Sofas und Sitze gibt, und wollen hier bleiben. Kein Mensch ist hier und etwa um 11 Uhr kommt ein Sicherheitsbeamter, der uns zuerst auf Japanisch, dann auf Englisch mitteilt, dass wir auf den ersten Stock gehen müssen und wir hier nicht bleiben können. Er kichert die ganze Zeit, während er mit uns spricht, was wir sehr speziell finden. Wir machen es uns neben der Rolltreppe auf einer Bank gemütlich, wo bereits ein paar Leute sind. In Japan sprechen die Rolltreppen ja mit einem, wie auch die Aufzüge, weshalb wir schon befürchten zu träumen “please hold your hand on the handrail and watch your step”. Das wird aber nicht passieren, denn schon bald beginnen ein paar Beamte diesen Bereich abzusperren und teilen uns mit, dass wir uns, sowie diverse andere Leute, weiter vorne platzieren müssen. Da es dort nicht so gemütlich ist, blasen wir unsere Campingmatten auf und schlafen knapp 4 Stündchen.

Hokkaido Chitose – Lake Shikotsu 04.05.2019

Um halb 4 stehen wir auf und packen unsere Sachen zusammen. Wir müssen noch zum Abflugterminal 3 gelangen, welches noch etwa 30 Gehminuten entfernt ist. Zumindest kennen wir jetzt den Weg. Als wir ankommen, können wir problemlos einchecken und kommen zügig zu unserem Flieger. Pünktlich um viertel nach 6 geht es los und um 8 Uhr sind wir bereits in Hokkaido. Wir wollen hier noch ein paar letzte schöne Tage verbringen, finden aber ausser in und um Sapporo selber kaum bezahlbare Unterkünfte. Wir haben anhand von Google maps und dessen japanischen Referenzen gesehen, dass es am Lake Shikotsu einen Campingplatz geben sollte. Zudem haben wir irgendwo im Internet gelesen, dass alle paar Stunden ein Bus zu diesem See fährt. Bei der Planung war alles etwas ungewiss, aber es sollte klappen. Wir fragen kurz beim Visitor Center nach, wo uns mitgeteilt wird, dass wir zuerst zu einer Busgesellschaft gehen sollen, um das Ticket zu kaufen. Wir gehen dorthin, um uns sagen zu lassen, dass wir das Ticket im Bus lösen müssen. Zumindest können sie uns die Abfahrtsplattform und Zeit bestätigen. Tatsächlich 15 Minuten später kommt der Bus. Während wir so in Chitose hineinfahren, kommt uns in den Sinn, dass es vermutlich in diesem Dorf kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt. Am Hauptbahnhof von Chitose steigen wir aus, und entscheiden uns den nächsten Bus in zwei Stunden zu nehmen. Der Busfahrer ist etwas verwirrt, da wir ihn ja gefragt haben, ob er an den See fährt und schüttelt nun den Kopf. Wir machen ihm mit Zeichensprache klar, dass wir noch Einkaufen gehen wollen und er lässt uns aussteigen. Beim Supermarkt angekommen laufen wir beinahe in die Glastür, denn er hat noch nicht geöffnet. Es sind schon etliche Leute am Warten. Punkt 9 Uhr geht die Tür auf und wir stehen in einem riesigen Kaufhaus. Zuerst einmal müssen wir die Essensabteilung finden, wobei wir mit Google Translator zwei Angestellte fragen. Die können uns glücklicherweise helfen und weisen uns den Weg. Jetzt müssen wir im Eiltempo für die nächsten zwei Tage einkaufen und machen uns fast ein wenig verrückt, da wir gewisse Sachen nicht auf Anhieb finden und mit unseren riesigen Rucksäcken durch die Regale irren. Plötzlich fällt uns ein, dass wir noch Campinggas brauchen, sonst wird ja mit Kochen sowieso nichts. Während Hanspeter unseren Einkauf einräumt, macht sich Manuela auf die Suche und hat sowas von Glück. Sie kommt an der Küchenabteilung vorbei und kann einen sehr günstigen Dreierpack Gas kaufen. So, alles beisammen und wir haben noch knapp 30 Minuten Zeit bis der Bus kommt. Wir stellen unsere Rucksäcke hin und warten. Dabei realisieren wir plötzlich, dass sich neben uns eine riesige Schlange gebildet hat. Das ist nämlich auch etwas, dass sehr gut ist in Japan, aber wir zwischendurch vergessen. Egal ob man in den Bus, Zug oder die U-Bahn einsteigt, es gibt am Boden eine Markierung, damit man eine Reihe zum Einsteigen bilden kann und so Leute auch bequem aussteigen können. Wir haben das vergessen, aber offenbar verzeihen uns die Leute, denn sie lassen uns trotzdem zuerst einsteigen. Hier in Hokkaido hat die Kirschblüte gerade begonnen, was wir feststellen, als wir durch die Stadt fahren. Ausserhalb sieht es aus, als wäre der Winter noch nicht ganz vorbei, denn die meisten Bäume tragen noch keine Blätter. Sowieso sieht die Insel Hokkaido ganz anders aus, als der Rest von Japan. Nicht überbaut und schön wild, also was wir bis jetzt aus dem Bus sehen. Angekommen am See gehen wir zuerst zum Visitor Center und fragen dort nach Campingplätzen. Sie bestätigen uns dort, dass es einen Campingplatz gibt, aber meinen auch, dass es sehr weit sei, um zu Fuss dorthin zu gehen. Der direkte Weg, den wir auf unserer Karte gesehen haben, wurde aufgrund eines Unwetters zerstört und sei nicht passierbar. So müssen wir einen Umweg von 7 Kilometer mit dem ganzen Gepäck in Kauf nehmen, anstatt 3 Kilometer. Die Dame ist so nett, dass sie beim Campingplatz anruft und nachfragt, ob es noch Platz hat. Es sei aufgrund der goldenen Woche ziemlich voll, aber wir würden schon noch einen Platz finden. Die Campingplatzbesitzer würden uns erwarten und sie wünscht uns einen guten Spaziergang. Glücklicherweise ist ja das Klima angenehm, um diesen Spaziergang in Angriff zu nehmen. Unterwegs machen wir eine Verschnaufpause im Wald mit ein paar Snacks und hoffen, dass sich auch hier der Bär noch im Winterschlaf befindet. Schlussendlich haben wir die 7 Kilometer geschafft und wir kommen beim Campingplatz an. Dieser ist absolut traumhaft am See gelegen. Die Landschaft ist wirklich eindrücklich, aber auch die vielen Leute, die heute am Campen sind. Auch diese Campingplatzbesitzer sprechen kein Wort englisch, aber mit Hände und Füsse können wir uns einigermassen verständigen. Wir buchen den Platz für zwei Nächte und finden sogar ein gemütliches Plätzchen für unser Zelt. Danach geniessen wir das schöne Plätzchen und die Aussicht auf den See. Wir halten sogar unsere Füsse ins Wasser mit der Hoffnung bei diesem strahlend schönen Sonnenschein schwimmen zu gehen. Das können wir direkt wieder vergessen, denn der See ist nicht nur kalt, sondern Eiskalt und somit ist es unmöglich baden zu gehen. Wir haben schon nur das Gefühl, dass unsere Füsse einfrieren, wenn wir sie zu lange im Wasser halten. Am Abend können wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten und danach bereiten wir unser Abendessen zu. Sobald die Sonne verschwindet, wird es wieder kalt, aber zumindest nicht so kalt wie in Kamikochi. Vermutlich liegt es auch an der Müdigkeit, da wir die letzte Nacht am Flughafen nicht allzu lange geschlafen haben und das auch im Flieger nicht gross nachholen konnten. So kommt es, dass wir nicht viel später bereits schlafen gehen.

Lake Shikotsu – Mt. Tarumae 05.05.2019

Wir starten heute nicht allzu spät in den Tag, denn wir wollen den Mt. Tarumae besuchen. Da wir aber kein Auto haben, müssen wir zuerst etwa 7 Kilometer zum Ausgangspunkt hinter uns bringen. Maps.me zeigt uns einen Wanderweg an, der nicht über die Strasse führt und wir wollen diesen auskundschaften. Bereits zu Beginn steht auf Japanisch, das wohl der Weg geschlossen ist. Da wir aber schon mal da sind, gehen wir trotzdem schauen. Der Beginn sieht gar nicht so übel aus und führt durch ein ausgetrocknetes Flussbett, wobei wir zwischendurch über einen umgefallenen Baum klettern müssen. Vermutlich gab es da ein paar Erdrutsche. Bald führt der Weg aber aus dem Flussbett und wir können ihn nur noch annehmen. Mit unserem gps können wir zumindest feststellen, dass wir mehr oder weniger auf dem richtigen Weg sind. Aber Weg kann man das nicht mehr nennen, da wir uns bereits durch die Büsche kämpfen müssen und jeder einzelne Schritt muss gut überlegt sein, damit man keinen Misstritt macht. Irgendwie haben wir uns das nicht ganz so vorgestellt und als wir an einen Weg gelangen der wieder mehr nach Erdrutsch als nach etwas anderem aussieht, entscheiden wir umzukehren. So müssen wir noch zusätzliche 1.5 Kilometer bis zur Abzweigung und noch etwas mehr Weg für den Aufstieg über die offizielle Strasse in Kauf nehmen. Aber was solls, denn wir bezweifeln, dass wir auf diesem Weg jemals ankommen werden. Die sogenannten Desaster, wie es die Dame im Visitor Center betitelt hat, haben wohl grösseren Schaden angerichtet als angenommen und obwohl es schon eine ganze Weile her ist, wollte man hier offenbar keinen Effort hineinstecken, um den Weg wieder intakt zu bringen. Als wir bei der Abzweigung zur Strasse in Richtung Mt. Tarumae ankommen, staunen wir nicht schlecht, denn auch diese geteerte Strasse ist für Fahrzeuge gesperrt. Wir machen uns auf den Weg und sind ziemlich glücklich über die Autofreie Strasse. Abgesehen von ein paar Velofahrer, haben wir den ganzen Weg für uns. Der Weg zieht sich aber trotzdem in die Länge und wir sind etwas schockiert, denn hier finden wir für japanische Verhältnisse ziemlich viel Müll an der Strasse liegen. Also Müll hauptsächlich im Sinne von alten Elektrogeräte, wie Röhrenfernseher oder Mikrowellen. Wir nehmen einmal an, dass auf der Insel in Hokkaido ein weniger gutes Entsorgungssystem besteht, als auf der Hauptinsel. Auf der Hauptinsel ist ja alles immer sehr sauber und man sieht nie Müll herumliegen. Was aber für uns auch sehr mühsam ist, dass es sozusagen kaum Abfalleimer gibt. Vorallem beim Campen muss man oftmals den Müll wieder mitnehmen und diesen z.B. bei einem Supermarkt entsorgen, wobei wir uns jeweils nicht sehr wohl fühlen. Aber was will man, wenn man kein Zuhause hat und so den Müll nicht zuhause entsorgen kann? Zudem ist das Abfalltrennungssystem auch etwas speziell, so muss man zum Beispiel den Deckel einer Flasche entsprechend des Materials des Deckels gesondert entsorgen. Naja, wir stellen lediglich fest, dass es hier etwas anders ist, zumindest Mitten im Nirgendwo, was uns auch wieder etwas nachdenklich stimmt. Wir setzen unseren Fussmarsch fort, bis wir den ersten Parkplatz erreichen und staunen nicht schlecht, dass doch die Strasse von der anderen Seite offen ist und hier eine ganze Menge an Fahrzeugen parkieren. Wir können sogar ein paar Autos beobachten, die eigentlich bei der Absperrung weiterfahren wollen, aber dort ist kein Durchkommen. Wir haben auch auf dem Weg keinen Anlass für die Absperrung gesehen – merkwürdig. Nun geht es weitere 2.5 Kilometer etwas steiler über eine Schotterstrasse zum Ausgangspunkt. Ein paar Stunden später stehen wir also am Ausgangspunkt und stellen fest, dass das hier wohl eine Schneewanderung wird. Nun ja, es wird nicht so schlimm wie zuerst angenommen, aber es geht sehr steil bergauf – das meiste aber über Treppen. Hier haben wir das erste Mal eine schöne Aussicht über die Region, da wir endlich aus dem dichten Wald sind. Wir erreichen den Krater nach einer weiteren Stunde und sind nun etwas geschafft. Wir werden aber mit einer herrlichen Aussicht belohnt und sehen sogar ein paar Fumarolen des Kraters. Das ist unglaublich eindrücklich. Zuerst gehen wir auf den höchsten Punkt, wo wir nun im Hintergrund sogar den Mt. Yotei san sehen, der sogenannte Mt. Fuji von Hokkaido. Das ist sehr eindrücklich und wir legen hier unsere wohlverdiente, verspätete Mittagspause ein. Danach gehen wir noch etwas näher zum Vulkan, um die eindrücklichen Fumarolen zu bestaunen, wobei man vom Sulfur die Nase zwischendurch etwas zuhalten muss. Fast ein wenig wie im Yellowstone;-). Obwohl wir schon etwas müde sind, entscheiden wir uns schlussendlich den Vulkan und dessen Krater zu umrunden. Die Aussicht ist aus den verschiedenen Blickwinkeln einfach genial. Danach machen wir uns an den Abstieg und ein paar Stunden später erreichen wir den Campingplatz. Zur Belohnung gönnen wir uns ein kühles Bierchen und eine kleine Cola aus dem Minimarkt nebenan. Als wir wieder bei unserem Zelt sind, kommt der Verkäufer vom Minimarkt und macht uns zu verstehen, dass wir 100 Yen zu viel bezahlt haben und gibt uns diese zurück. Sowas kann auch nur in Japan passieren, und wir sind einmal mehr überrascht von der Ehrlichkeit der Japaner. Auch heute können wir einen schönen Sonnenuntergang geniessen. Heute hat es bereits deutlich weniger Besucher als gestern, wohl weil heute Sonntag ist und einer der letzte Tage der goldenen Woche. Wir hoffen also, dass am bekannteren Lake Toya, den wir morgen besuchen werden, wieder etwas Ruhe einkehrt. Da wir dies möglichst kostengünstig machen wollen und noch nicht genau wissen, was der beste Weg ist, um dorthin kommen, wollen wir den ersten Bus, der um 10 Uhr zurück nach Chitose fährt, erwischen. Das heisst für uns morgen wieder früh aufstehen, da wir wieder einen langen Weg zurück zur Bushaltestelle haben und wir gehen daher relativ früh schlafen.

Lake Shikotsu – Lake Toya 06.05.2019

Etwas vor 7 Uhr stehen wir auf und bereiten unser Frühstück zu. Danach packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Wir müssen heute nur 5 Kilometer laufen, da es noch eine näher gelegene Bushaltestelle gibt, als diejenige beim Visitorcenter. Wir kommen gut vorwärts und sind schlussendlich fast eine Stunde zu früh. Zumindest besser als zu spät und wir wollten einfach keinen Stress, da wir auch nicht sicher waren, wo genau sich die Haltestelle befindet. Als der Bus ankommt, ziehen wir eine Nummer beim Eingang des Busses. Das ist in den japanischen Bussen typisch, wenn man nicht mit der IC-Karte bezahlt. Vorne beim Bus gibt es eine Anzeige mit der entsprechenden Nummer und einem Preis dazu, der sich natürlich verändert je weiter man fährt. Es ist aber noch praktisch, denn so weiss man immer genau, wie viel die Fahrt kostet. Am Ende der Fahrt gibt man die Nummer dem Busfahrer und bezahlt den angezeigten Betrag. In Chitose angekommen, gehen wir wieder in unseren altbekannten Supermarkt und kaufen für die nächsten zwei Tage ein. Wir haben ein paar Transportwege im Internet ermittelt, um zum Lake Toya zu gelangen. Aber alle sind entweder umständlich oder sehr teuer. Auch die umständlichen sind nicht unbedingt billig. Aus diesem Grund suchen wir das Tourismusbüro auf, wobei uns erklärt wird, dass die gerade in der Mittagspause sind und erst wieder um 1 Uhr zurück kommen. Wir wollen jedoch einen günstigen Zug nach Sapporo erwischen, der aber nur alle zwei Stunden fährt. Ob sie uns im Touristenbüro weiterhelfen können, ist ja noch nicht gesagt. Daher suchen wir den Ticketschalter auf, wobei uns eine Dame erklärt, dass die einzige ihr bekannte Möglichkeit der Zug sei, was natürlich auch viel teurer ist, als zuerst nach Sapporo zu fahren und von dort den Bus zu nehmen. Also hüpfen wir auf den günstigen Zug nach Sapporo und suchen dort das Busterminal. Tatsächlich klappt alles wie geplant und auf diese Weise zahlen wir für Bus und Zug zusammen umgerechnet “nur” 30 Franken, anstelle des Zuges für umgerechnet 70 Franken. Die mehrstündige Busfahrt zum Lake Toya ist wunderschön und führt uns sogar durch den Schnee und in die Berge. Glücklicherweise bleiben wir aber nicht in den Bergen, sondern beim Lake Toya geht es wieder einige Höhenmeter hinunter. In Toyamizunoeki, also auf der anderen Seeseite des Hauptorts Toyako Onsen, steigen wir aus. Es hat hier eine kleine Touristeninfo und sogar eine Beraterin, die Englisch spricht. Sie empfiehlt uns den Campingplatz, den wir sowieso ansteuern wollen und klärt ab, was es kostet. 600 pro Person (d.h umgerechnet 11 Franken für beide) ist ein guter Preis, um hier in Japan zu campen und wir entscheiden uns, zwei Nächte zu bleiben. Um den Campingplatz zu erreichen, müssen wir jedoch noch eine Viertelstunde zu Fuss dem See entlang gehen. Der Weg ist eben und sehr schön. Auch hier bekommen wir noch wunderschöne, blühende Kirschbäume zu Gesicht. Als wir beim Campingplatz ankommen, werden wir von einem Mitarbeiter auf Englisch begrüsst, was uns das erste Mal auf einem Campingplatz passiert. Wir gehen ins Büro, wo sich sein Chef befindet, der aber nur japanisch spricht. Der Mitarbeiter macht ein paar Witze über seinen Chef und wir merken, dass die Leute hier viel unkomplizierter sind, als wir das bisher von Japan kennen. Der Chef ist ebenfalls sehr sympathisch und wir merken schnell, dass wir uns auch mit ihm mit Händen und Füssen verständigen können. Da heute offenbar regen gemeldet wurde, offerieren sie uns unter einem der wenigen gedeckten Plätze zu campen, was wir sehr gerne annehmen. Auch von der Ausstattung her ist es der beste Campingplatz, den wir bisher in Japan hatten und zudem der Günstigste. Zum Abschluss unserer Japanreise schätzen wir das sehr. Der Mitarbeiter erklärt uns zudem ausführlich, wie die Abfalltrennung funktioniert, wobei wir uns einfach merken müssen, welche Zeichenkombination was bedeutet. Auf den ersten Blick etwas kompliziert, aber wenn man es einmal verstanden hat und sich die unterschiedlichen Zeichen gemerkt hat, ist es kein Problem mehr. Zumindest ist das hier auch einer der wenigen Campingplätze, wo wir den Müll nicht mitnehmen müssen und irgendwo, schon fast gefühlt “illegal” entsorgen. Es ist schon fast wieder Abend und wir richten uns gemütlich ein. Am Abend beginnt es tatsächlich ziemlich stark zu regnen. Wir verziehen uns zum Kochen in die gedeckte Küche und probieren Japans berühmten Reiswein, Sake. Wir haben schon irgendwo gelesen, dass in den Sommermonaten jeden Abend ein Feuerwerk stattfindet. Das konnten wir so zuerst nicht glauben, aber tatsächlich wird um  20.45 auf der anderen Seeseite ein Feuerwerk losgelassen. Wir können es vom Campingplatz leider nur halbwegs sehen, da es aber regnet, gehen wir auch nicht viel weiter. Offenbar sollte es morgen ja wieder eins geben.

Lake Toya 07.05.2019

Es hat aufgehört zu regnen und der heutige Tag startet mit strahlendem Sonnenschein. Eigentlich wollten wir heute mit dem Bus, der nur alle paar Stunden fährt, nach Toyako Onsen fahren und den Usuzan besteigen. Wir entscheiden uns aber dagegen, nachdem wir genauer recherchiert haben. Es gibt eine relativ teure Seilbahn und leider gibt es bei der Seilbahn keinen Wanderweg. Der einzige Einstiegspunkt ist auf der anderen Seite des Berges und über 10 Kilometer von der Bushaltestelle entfernt. Wir lassen daher den Bus fahren und gehen etwas später zu Fuss los. Der Weg führt entlang des Sees und ist wunderschön. Wir kommen unterwegs an vielen Skulpturen vorbei und an einem hübschen Schrein, der auf einer kleinen Halbinsel des Sees liegt. In der Mitte des Toya See gibt es eine Insel, also einen Berg der aus dem See ragt, was sehr eindrücklich aussieht. Der Toya See ist erst später durch vulkanische Aktivität und Verschiebung der tektonischen Platten entstanden. Offenbar gab es früher sogar eine Ortschaft, die heute durch den neu entstandenen See geflutet wurde. Nach 15 Kilometer erreichen wir schlussendlich die Ortschaft Toyako Onsen, die mit riesigen Hotelkomplexen übersäht ist. Wir gehen etwas ausserhalb der Ortschaft zum Nishiyama Krater hinauf. Hier sehen wir das erste Mal, was Vulkanausbrüche ausrichten können. Das gesamte Gelände wurde beim Vulkanausbruch im Jahre 2000 um 75 Meter angehoben, was die Zerstörung der Hauptstrasse sowie diverser Gebäude zur Folge hat. Die Gegend wurde nicht wieder aufgebaut, weshalb man die Auswirkung noch heute sehr eindrücklich sehen kann. Da bereits schon damals intensive Messungen an diesem sehr aktiven Vulkan durchgeführt wurde, konnte man den Vulkanausbruch voraussagen und es sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Danach gehen wir zurück in das Dorf, wobei wir umgeben sind von den blühenden Kirschbäumen und über den See eine fantastische Aussicht auf den Mt. Yotei san haben, den wir ja bereits vorgestern von der anderen Seite bestaunen konnten. Da wir noch etwas Zeit übrig haben, gehen wir hier zur Touristeninformation, um unseren letzten Tag zu planen. Wir haben herausgefunden, dass es am Morgen einen Direktbus zu den Noberibetsu Onsen gäbe. Der Bus fährt jedoch zur selben Minute ab, wie unser Bus von Mitsunoeki ankommt. Wir fragen, ob es da eine Möglichkeit gäbe, diesen zu erwischen, indem wir irgendwo im Dorf aussteigen. Die Beraterin meint jedoch, dass die Busse pünktlich sind und wir keine Chance hätten, diesen Bus zu erreichen, ausser wenn wir den Bus 1.5 Stunde früher um halb 7 nehmen. Wir sind daher etwas in der Zwickmühle, denn der Bus um halb 7 würde bedeuten, dass wir morgen etwa um 4 Uhr aufstehen müssen, um zu Frühstücken, das Zelt zusammenpacken und zur Bushaltestelle zu laufen. Dazu wäre es auch eine ziemliche kostspielige Übung, um diesen Ort für lediglich ein paar Stunden zu besuchen. Während wir mit dem Bus nach Mitsunoeki zurück fahren, entscheiden wir uns, diesen stress sein zu lassen und morgen mit dem 10 Uhr Bus gemütlich zurück nach Sapporo zu fahren. Im Visitor Center in Mitsunoeki lassen wir den Bus für morgen reservieren, da dies offenbar notwendig ist. Auch wenn diese Beraterin kein Englisch kann, können wir ihr erklären, was wir wollen. Danach gehen wir zurück auf den Campingplatz, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. Wir können sogar noch das eindrückliche Feuerwerk von einer besseren Position als gestern bestaunen, wobei wir uns immer noch fragen, was der Sinn und Zweck von einem täglichen Feuerwerk ist.

Fahrt nach Chitose 08.05.2019

Den heutigen Tag beginnen wir gemütlich und packen unsere Sachen zusammen, damit wir den Bus um 10 Uhr erwischen. In Sapporo nehmen wir den nächsten günstigen Zug nach Chitose und wir machen uns auf den Weg zur Unterkunft. Da es eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche hat, kaufen wir für ein Abendessen mit leckeren Sobanudeln und Gemüse ein. Ansonsten machen wir heute nicht viel und klemmen uns hinter die Planung von Taiwan, wo wir morgen hinfliegen werden.

Flug nach Taiwan 09.05.2019

Um 7 Uhr nehmen wir den Bus zum Flughafen Chitose. Wir haben einen enorm günstigen Flug für umgerechnet 68 Franken nach Taipei mit Peach Airline gefunden. Auch hier wollen sie ein Ausreiseticket sehen, dass wir gestern glücklicherweise noch gebucht haben. In etwas mehr als einem Monat geht es daher weiter nach Indonesien. Klar Taiwan ist ein kleines Land, trotzdem haben wir das Gefühl, wenn wir schon dorthin fliegen, wollen wir eine angemessene Zeit verbringen, um das Land etwas kennenzulernen. Am Flughafen treffen wir lustigerweise noch den Busfahrer von gestern, der ebenfalls für ein paar Tage nach Taiwan fliegt. Das ist ziemlich lustig. Bei Peach Airline ist alles in Violett gestaltet, aber wieder erwarten des Billigfliegers ist es ziemlich bequem und die Sitze sind nicht so eng aufeinander wie bei anderen Fluggesellschaften. Der Flieger der Peach Airline ist fast halb leer und so haben wir eine ganze Sitzreihe für uns, was den vierstündigen Flug sehr gemütlich macht. Wir fliegen pünktlich los und haben einen angenehmen Flug nach Taiwan.


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29.04.2019 – 09.05.2019

Odawara – Tokyo 29.04.2019

Today we say goodbye to our great hostess Aizalene and make our way to Tokyo. Why Tokyo?  Due to the Golden Week, the accommodations in the surrounding area have become rare and, above all, expensive, and since we also felt comfortable in Japan’s second largest city of Osaka, we think we can do that in Tokyo as well. In Tokyo we could book a double room for the next three nights for the equivalent of 50 dollars (cheaper than a dorm for two people), in the surrounding area we would otherwise have to expect 100 dollars upwards. We hope to relax in Tokyo and plan our onward journey. Today we have received the message that both ferry bookings were rejected on 1 May, as already assumed, and we need alternatives. So we head to the big city, where we first have to drive about three hours on the slow and cheapest train. The closer we get to Tokyo Central Station, the more people get in and we’re glad already to get in at the first station. So far, we have never really met crowds in Japan and are almost fascinated by the fact that here it is. Every seat is occupied and people step almost on others feet. Nevertheless, almost everyone stares into his phone. The people here sometimes look a bit fancy. Where in Osaka we saw most people in suit, or in similar simple, non fancy, outfits, you can see the opposite. From the most colorful hairstyles to the fanciest clothes, make-up men with high heels and women who look like they’re directly out of a manga comic – on this train ride we already have the feeling of seeing people of all kinds. After arriving at the bustling Tokyo Central Station, we are just looking for a quiet spot to enjoy our lunch sandwich. But that is not so easy and we sit down on the side of the sidewalk in front of the station. Then we look for the nearest subway station, which should also be somewhere in the huge building. We search for a while, until we find the subway station. Then we drive to our accommodation, where we check in.  Although it is only about 3 pm, we decide not to explore today. We still have some things to figure out, especially how to get to Hokkaido is currently our biggest concern. The next hour we spend with the research of all possible combinations, such as bus and ferry, slow and fast train, ferries from all possible ports, etc. We finally find a bus and ferry combination in three days for about 1000 yen more than we booked the ferry before. But everything is in Japanese and we have to google translate the page. However, the entries must be in Japanese and we always get a message that it does not work. After a few hours we go to the reception and ask the receptionist if she can help us. She tries to make a booking, but says that according to the website until 7 May, everything is fully booked and we therefore can not book. She suggests taking the train to Shinkansen, or booking a flight. She looks for various options, but also has to disappoint us. We still saw a Willer bus advertisement, which route goes north to Aomori and there were several times a day a ferry from there. But we suddenly see that the otherwise expensive Willer bus only goes to the Aomori region, but not to the village. This is still a good 150 kilometers away, and to get there you would have to take the Shinkansen train again. All in all, we would finally come close to the price of the train again. It is to despair. We take a break and go shopping for dinner, where we have a nice view of Japan’s tallest building in the area, the so-called Skytree. After eating a delicious dinner, we continue the research and focus on flights. Because of the golden week it is a lot more expensive, but in the end we find one flight with luggage for about 90 dollars, which is even cheaper than the ferry. However, the flight is only on Saturday morning, at 6 o’clock, which is why we have to spend one more night in Tokyo and additionally one at the airport. However, as this seems to be the only reasonable option, we book this flight and go at midnight tired to sleep, but now relieved to have found a solution.

Tokyo 30.04.2019

We sleep long and enjoy the comfortable bed. It’s rainy today, but after a while we had breakfast and are on the way to the subway station. Underground travel is not that difficult, but still more difficult than in Osaka, since the final destinations are not always the same. Partly continue the subway as a train and we are confused, if not the expected terminus is written. So we stand on the first platform and realize that we probably have to change the platform, because our destination is not written. On the other hand, however, the destination is not written as expected and we are already slightly desperate. We ask one of the officers and he tells us this actually is the right subway and we get a bit confused. In fact, we are arriving at the right place. The first thing we want to do today is to visit a tower, an administration building (Tokyo Metropolitan Government Building) whose admission is free, and we hope to have a nice view as well as to see in which direction the better weather is. First we have to find our way between the dizzying tall buildings, which luckily is pretty easy. At the tower, we first have to pass through a security check before going up to the lift. The view is actually not the best because of the rain, but nevertheless it is impressive how big the city is with all its skyscrapers and how high up we actually are. We sip a coffee and wait until the rain gets a bit less. Then we go back to the Shinjuku region, where the main train station is located. On the way we see homeless people in Japan for the first time. We are quite astonished that even they are organized. Three have settled under a bridge and neatly stowed all their belongings in a trolley and shopping cart.  Arrived in Shinjuku, the chaos really starts. There are just too many people here and everything is covered with neon signs. There is also a big head of a godzilla who spits fire for a while. Another attraction is the robot restaurant, which is completely run by robots and what we have heard about, it is more a show than a restaurant. But you can still order overpriced food if you want. But since the admission costs the equivalent of almost 80 dollars, we don’t go and admire it from the outside. Then we look for a place to have lunch. We find a restaurant, where you can order and pay a menu in front of the restaurant (also with the multi-functional IC card), by pressing the desired button. The menu can then be picked up and either eat in the restaurant or take away. We finally decide to eat in a Ramen restaurant which is serving simple but delicious ramen dishes. Here we try a few specialties and then have a really fully belly, so that we do not need much food for today. We continue our city walk and take the subway to the famous Shibuya Crossing. We only heard about it and have really respect, in front of the huge intersection. There is actually something going on there. First, a few cars (in our view, not many) drive until they get red and then the pedestrians have green. The pedestrian walkway even crosses the street diagonally, although we have already seen this in Japan a few times. The pedestrians are like a giant anthill crawling across the streets and since that looks so funny, let’s take a look at the spectacle from above. But to go in this crowd, we have little desire. It’s already late, which is why we’re heading to the last activity for today. The old Tokyo radio Tower, which was for a long time Tokyo’s tallest tower. We’ll take the subway again, because today we bought a 72 hour ticket, which allows us to travel with all subways in Tokyo during this time. With 1500 yen, just under 15 dollars, this ticket is quite good price. Especially when we consider a ride on the subway already costs 200 yen. Arrived in the area of ​​the Tokyo Tower, it’s really calm here, except for the Tokyo Tower itself and we enjoy the peace. The tower is very impressively built and resembles the Eiffel Tower of Paris enormously. Apart from being red. We stay here for a while and admire the building from the outside, before we drive back to our accommodation, where we spend a cozy evening.

Tokyo 01.05.2019

Today begins with sunshine and we start in the luxury district of Tokyo (Otemachi), where the Imperial Palace is located. We visit the very pretty Imperial Garden, where we stay for about 2 hours. However, we do not see the palace itself and unfortunately we can not visit it, because at the moment is holiday time and there are no guided tours at this time. At least we have heard that. Today, the new emperor is being crowned, which is why the palace is supposed to be a busy time. The garden and the environment here, we like it very well. Now we are hungry and we are looking for something to eat. That’s not so easy, because there is only one luxury cafe or restaurants nearby. Near the second main train station of Tokyo we find a big multilevel store. But even this is only full of luxury shops, although we are quite surprised at its size. Most of it is underground, so that one hardly notice the building from the outside, if one does not know where it is located. Finally, we find a Seven Eleven, where we get something reasonably cheap to eat. Now we want to visit some famous buildings nearby. For this we have to walk underneath the station for a while. It takes us a little longer, because we completely lose the orientation underground and come up twice on the same side again, until we finally take the correct passage. The station is built in the old style, which looks very special between all the modern buildings. We are not astonished when we see a big old bell in the middle of a street playing a melody. We can not pinpoint the purpose, but maybe it’s just the exclusive style. Next we reach an ancient bridge where the kilometer 0 is located. Above this bridge is a multi-lane highway whose pillars are built into the water, which looks pretty crazy. Contrary to other places where the kilometer 0 is located at the beginning of a road and usually on a remote place, here in Japan the kilometer 0, from which the distances are measured, is in the middle of Tokyo. Then we look at one or the other building, where an architect has realized, but for us does not look very special. In this region, it looks as if the police presence (or rather imperial guards) are on the streets quite frequently here. We wait a while and hope that something happens, but our patience has quickly passed and we are in the next subway. After the few hours of the city we look for a greener place and we hope to find the Meiji Jingu Shrine. This Shrine should be located in a large park that serves as a memorial to Emperor and Empress and is one of Tokyo’s most beautiful shrines. When we arrive at the subway station, we almost want to turn around, because it is really very busy. Fortunately, the people are spread out in the park area and we can stroll through it leisurely. Above all, we find the wine barrel storage of the Emperor funny and impressive at the same time. He stores expensive wine for a important visit here at a large wine barrel tower. We walk to the shrine and see an incessant line of people queuing up. We almost fear that this will go to the shrine and if so, we would have to stop here.  Luckily, it’s something else we can not figure out, but we do not really care. The shrine also has many people, but the shrine is also very nicely built and old. We stay here for a while and relax in the park. The time in the city just flies by and it’s almost evening again. We go to the next subway and visit Akihabara, the comic and electronics district, to finish today. Already on the way here we see many people with fancy outfits and much more on the street glazed with neon signs. For a while it has started to rain again, which is why here in the huge crowds it almost comes to an umbrella massacre. Yes, we find Tokyo is different than the rest of Japan, which is probably because of the many people and because it is an international city. The people here are less restrained and a little more ruthless than in the other places. Here it can happen that someone stands on your foot. In return, we do not feel so much like the elephant in the glass house here as in the rest of Japan. Back to Akihabara again. We want to visit the comic shop „Akihabara Radio Kaikan“ and an electronics shop. We are impressed from the beginning on the whole diversity. If we each think that there can not be more or become more blatant, one more thing is added. It is amusing to see what there is and what the Japanese like or just people like. We stroll from floor to floor, but certain articles always repeat. After the 6th floor, we feel like we should be on top soon, but there are 11 floors. On the 10th there is a room where you can play card games. This one is filled. On the 11 floor there is nothing more interesting and we go down the escalators. We have seen enough and have no energy left. Therefore, we make our way to the next subway and drive to our accommodation. Arriving at our accommodation we go shopping and cook a delicious dinner.

Tokyo 02.05.2019

When we wanted to extend our stay in the current accommodation two days ago, this is unfortunately already booked. Therefore, we have to check out and make our way to the new accommodation, which unfortunately costs almost 60 dollars (6000 yen). But it also has pretty good reviews and all the accommodations in Japan, including the cheap ones, have surprised us very positively. We have to change once the subway until we reach the area, where our new accomodation is located. We are probably a bit more remote than the last accommodation, but that does not bother us, because with the subway we are fast and the three-day ticket is still valid. Arriving at the new accommodation, we can store our luggage and then we head to the city. Since it is already noon, we want to visit a park, which we have found on the map, to have lunch there. When we got there, everything is fenced and we would have to pay 400 yen for the entrance, which is not worth for us just having lunch. So, we eat our lunch on a cozy bench in front of the park and continue the city exploration. Also on the map we have discovered a palace, which is very close and we want to see what that is. When  we arrive, security guards appear everywhere, as well as officials to regulate traffic. We are a bit confused and suspect that we will not be able to get in and just take a photo from afar. One of the officials asks us if we are looking for the entrance, what we confirm. He then gives us all the necessary information and shows us the way to the entrance. Once there, we have to queue first and an employee has apparently already discovered us from afar. She speaks to us in English and gives us two English brochures. Everyone else are obviously all Japanese, because they receive the brochure only at the security check. The lady comes back to us and explains personally how the security check works and what the tickets are for. We have now realized that the palace is the one in which the emperor receives his guests. We just want to visit the garden and our personal advisor tell this to the sales staff. We almost fear that she wants to accompany us on the entire visit. She also expresses her thanks for coming to visit the palace (apparently there are few non-Japanese visitors here – we only assume, based on what we see here). She shows us where the official path goes through and suggest to watch a movie first. We decline as we only want to visit the garden and the consideration of the elaborately constructed palace. The palace is built in the style of French Classicism, with a few Japanese influences. It has a pretty fountain and as you would expect a huge garden. After admiring the whole thing for a while, we leave the large area and take a leisurely stroll to the next subway. We drive to the Asakusa stop, which is located on the Sumida River. We have a nice view of the river and a building which roof looks like a golden flame. We want to visit the Senso-Ji Temple here, but are soon overwhelmed by the crowds. There are many small market stalls, where we also find some souvenirs. But it is a bit exhausting. The temple itself does not have fewer people, but the temple itself is very pretty.  Since today is the first day in Tokyo, where it finally does not rain all day, we want to visit the tallest building here, the Skytree, which is located near the last accommodation. As we had not already seen enough people, we plunge into there. But when do you have the chance to enjoy the view from a tower 450 meters above? Yes, exactly, rarely. The Skytree is at 634 meters not only the highest tower in Japan, but the second highest building in the world. The viewing platform is at 450 meters on rank 5 of the highest viewing platforms. The Skytree again has various subway entrances and exits, and we have always been able to take the little-visited exits to our accommodation. Today we see that there is another way, because already the exit to the Skytree is full with people. Phu, that will be funny. Nevertheless, we are not dissuaded from our goal. First, the escalators go up a few floors. Then we stroll through a series of grocery stores, the passage of which runs from a play area with Pokemon and Hello Kittie and leads to the designer restaurants with their well-known exhibited plastic food. We almost wonder how long the path to the entrance can take until we stand in front of the huge sky tree. We already see a long queue from outside and go in. A vendor even wants to sell us a ticket, that we can skip the queue. No, thank you, we have more time than money. He says, we have to wait at least 2 hours until we even can buy the tickets. Well, we guess it takes time, but after 45 minutes, we have the ticket and can move on directly. A high-speed elevator takes us to the first platform, which is already 350 meters high. It is very impressive to see Tokyo from this height at night. We enjoy the view very much. Once we have walked around it, we want to go to the higher platform at 450 meters. Here again is a huge queue that almost leads one time around the tower. We head to the back of the car and wait another 45 minutes until the elevator brings us to 450 meters in a few seconds. The view up here is really breathtaking. After we have made the tour around the tower here, we come to its strange end. Everything is equipped with Barbie and in pink and we can not explain different, as the brand Barbie has probably sponsored something on the tower.  We go back with the elevator, which goes to a platform on 340 meters and has a glass bottom. Once at the bottom, it is already 9 o’clock and we make our way to our accommodation. When we arrive there, the owner says we should not cook here. This although in the accommodation description is a communal kitchen to use offered. This is quite annoying, because we have a little bit of vegetables and eggs to prepare with our Noodlecups. But we have no choice but to boil water and eat noodle cups. Anyway, this is the most expensive accommodation we have in Japan, but also the shabbiest. Of course we are spoiled of all the good accommodation we had in Japan, but if you pay 60 dollars, you are already expecting something. It is neither clean nor the bed is comfortable and the walls are so thin that you can hear everything inside and out. Well, so there are also less perfect accommodations we learn. After the slightly smaller dinner than hoped, we go to sleep.

Tokyo 03.05.2019

We are sleeping today because we know we have a busy night ahead of us. We prepare a small breakfast and leave our luggage at the accommodation. Today we want to explore the region where we are located. The starting point leads us past a fairly old train station. Then the path takes us past a few temples, and then into a larger park. We like the area because it is nicely done and does not look so modern. In addition, there are not as many people as we know from other places in Tokyo. We continue to stroll around a neighborhood that still has small old houses, but looks very nice. There is a nice cafe and teahouse everywhere. Then we arrive at Yanaka-reien, one of the largest and most famous cemeteries in Tokyo. It’s exciting to see how perfect everything is here, and especially how it differs from our culture. Then we reach the next older train station and visit a nice park where we enjoy our lunch. From here we go to the subway and head to the coast. But if we want to go to the tourist region, we would have to buy an extra ticket for a monorail, which we are not up to. Somehow, after these few days, we finally saw enough of Tokyo city and we want to see what this region has to offer. We have probably arrived in the luxury district, because the buildings all look very expensive here and we meet except a policeman nobody on the street. We are looking for a park to go, but the one we find is still under construction. Probably this area will be used for the upcoming Olympics 2020. After wandering through the park for a while, we make ourselves comfortable on a lawn and relax for a while before we go back. When we arrive at our accommodation, we pick up the luggage and take the subway to the nearest station, where we find a connection to the train to the airport. Since our flight to Hokkaido leaves tomorrow at 6 o’clock, we want to stay overnight at the airport. We have heard this is common and the Tokyo airport is suitable to stay overnight. We feel like having a subway sandwich for dinner, but this restaurant is located in Terminal 1. It’s half a world trip to get there and not easy to walk. We are a little surprised that the subway closes at 9pm and most of the shops has already closed and the last flights are already at 22.00. We would not have expected that from Tokyo. But we have half an hour left and enjoy a delicious sandwich. We’ve seen that there are comfortable sofas and seats nearby, and we want to stay here.  No one is here and about 11 o’clock a security officer tells us first in Japanese, then in English that we must go to the first floor and can not stay here. He chuckles all the time as he talks to us, which we find very special. We make ourselves comfortable next to the escalator on a bench where are already a few people. In Japan, the escalators speak with us, as well as the elevators, which is why we are afraid to dream „please hold your hand on the handrail and watch your step“. But that will not happen, because soon some officials will close this area too and tell us that we, as well as several other people, have to sleep further ahead. Since it is not so comfortable there, we blow up our camping mats and sleep for the next 4 hours.

Hokkaido Chitose – Lake Shikotsu 04.05.2019

At half past three we get up and pack our things. We still have to get to the departure gate 3, which is about 30 minutes away. At least we know the way now. When we arrive, we can easily check in and head quickly to our plane. On time at quarter past 6 the plane departs and at 8 o’clock we are already in Hokkaido. We want to spend a few nice days here, but find hardly affordable accommodation except in and around Sapporo. We’ve seen at Google Maps some Japanese references a campsite should be around Lake Shikotsu. We also read somewhere on the internet every few hours a bus goes to this lake. When planning everything was a bit uncertain, but it should work. We ask briefly at the Visitor Center, where we are informed, we should first go to a bus company to buy the ticket. We go but they tell us we have to buy the ticket on the bus. At least they can confirm the departure platform and time. In fact, 15 minutes later, the bus arrives. As we drive into Chitose, it comes up to our minds there are probably hardly any shopping possibilities in this village. We get off at Chitose central station and decide to take the next bus in two hours. The bus driver is a bit confused because we asked him first if he is going to the lake and now he shakes his head. We make it clear with sign language that we want to go shopping before and he lets us get out. When we arrived at the supermarket, we almost run into the glass door, because the supermarket has not yet open. There are quite a few people waiting. At 9 o’clock the door opens and we are standing in a huge department store.  First of all, we have to look for the food section, why we ask two employees with google translator. Luckily they can help us and show us the way. Now we have to go shopping for the next two days and almost go crazy, because we do not find certain things right away and go crazy with our huge backpacks. Suddenly we remember we still need camping gas, otherwise cooking will be useless anyway. While Hanspeter pays and packs our purchase, Manuela goes on a search and is so lucky. She comes past the kitchen section and can buy a very cheap triple pack of gas. So everything together and we have just 30 minutes left until the bus comes. We put down our backpacks and wait at the station. In doing so, we suddenly realize that a huge queue has formed next to us. That is something that is very good in Japan, but we forget sometimes. No matter if you get on the bus, train or subway, there is a mark on the ground so you can get in a row to get in and out of the car. We forgot that, but evidently people forgive us, because they let us get in first anyway. Here in Hokkaido, the cherry blossom has just begun what we notice as we drive through the city. Outside, it looks as if the winter is not quite over yet, because most trees still do not have any leaves. Anyway, the island of Hokkaido looks very different than the rest of Japan – of what we have seen. Not overbuilt and pretty wild, that’s what we see from the bus so far. Arrived at the lake we go first to the visitor center and ask there for campsites. They confirm there is a campsite, but also it is very far to walk there. The direct path we saw on our map was destroyed due to a storm and is not passable, they explain. So we have to take a detour of 7 kilometers with all the luggage, instead of 3 kilometers. The lady is so nice that she calls the campsite and asks if there is space left for our tent. It was quite busy due to the golden week, but we would find a place they ensure.  The campsite owners would expect us and they wish us a good walk. Fortunately, the climate is pleasant enough to tackle this walk. On the way we take a break in the forest to have some snacks and hope the bear is still in hibernation. Finally, we have made the 7 kilometers and we arrive at the campsite. This is absolutely gorgeous located on the lake. The landscape is really impressive, but also the many people who are camping today. The campsite owners do not speak a word of English, but we can reasonably communicate with hands and feet. We book the place for two nights and even find a cozy spot for our tent. Then we enjoy the beautiful place and the view of the lake. We even keep our feet in the water with the hope to swim in this bright sunshine. Soon we realize we have to forget this idea, because the lake is not only cold, but ice cold and therefore it is impossible to go swimming. We just have the feeling that our feet freeze if we keep them in the water for too long. In the evening we admire a beautiful sunset and then we prepare our dinner. As soon as the sun disappears, it gets cold again, but at least not as cold as in Kamikochi. Presumably, it is also due to the tiredness, since we slept last night at the airport not too long and could not catch up much sleep in the plane. Therefore we go to sleep soon.

Lake Shikotsu – Mt. Tarumae 05.05.2019

We start the day not too late, because we want to visit the Mt. Tarumae. But since we do not have a car, we first have to hike about 7 kilometers to the starting point. Maps.me shows us a trail that does not go up the road and we want to explore it. Already at the beginning is a sign in Japanese, which probably means the way closed. But since we are already there, we go anyway. The beginning does not look so bad and leads through a dry riverbed, where we have to climb over some fallen trees in between. Presumably there were a few landslides. Soon, the path leads out of the riverbed and we can only accept it. At least we can say with the gps that we are more or less on the right track. But you can not call this a path anymore, as we already have to fight our way through the bushes and every single step has to be well considered, so that you do not make a mistake. Somehow we did not think so and when we get to a way that looks more like a landslide than something else, we decide to turn around. So we have to take another 1.5 kilometers to the junction and a little more way for the climb over the official road. But heck, we doubt we’ll ever arrive on this path. The so-called disaster, as the Lady in the Visitor Center has titled, have probably caused more damage than we expected and although it is quite a while ago, they obviously did not want to put in an effort here to bring the way intact. When we arrive at the turnoff to the road in the direction of Mt. Tarumae, we are surprised, because even this tarred road is closed to vehicles. We are on our way and are quite happy about the car-free road. Apart from a few cyclists, we have all the way for us. Nevertheless, the road stretches and we are a bit shocked, because here we find quite a lot of garbage on the road for Japanese conditions. So waste mainly in the sense of old electrical appliances, such as tube TVs or microwaves. We assume the island of Hokkaido has a not such a good disposal system than the main island. On the main island everything is always very clean and you never see garbage lying around. But for us it is very tedious that there are hardly any trash bins, so to speak.  Especially when camping you often have to take the garbage with you.Then dispose it at a supermarket, but we do not feel very comfortable. But what do you want, if you have no home and so can not dispose the garbage at home? In addition, the waste separation system is also something special, so you have to dispose the lid of a bottle according to the material of the lid separately, for example. Well, we only realize that it is a bit different here, at least in the middle of nowhere, which makes us think again. We continue our walk until we reach the first parking lot and are surprised that the street is open from the other side and a lot of vehicles park here. We can even see a few cars that actually want to continue at the barrier, but there is no way through. We did not see any reason why it should be closed – weird. Now it is only 2.5 kilometers and a bit steeper on a gravel road to the starting point. A little later we are at the starting point and realize this will be probably a snow walk. Well, it will not be as bad as first thought, but it is going very steeply uphill – but mostly over stairs and through snow. This is the first time we have a beautiful view of the region, as we are finally out of the dense forest. We reach the crater after another hour and are now a bit done. We are rewarded with a magnificent view and even see a few fumaroles of the crater. This is incredibly impressive. First, we go to the highest point, where we even see in the background Mt. Yotei san, the so-called Mt. Fuji of Hokkaido.+ This is very impressive and we put here our well-deserved, late lunch break. Then we go a little closer to the volcano, to marvel at the impressive fumaroles, where you have to close the nose because of Sulfur. Almost a bit like in Yellowstone ;-). Although we are already a bit tired, we finally decide to circle the volcano and its crater. The view is just awesome from the different angles. Then we start the descent and a few hours later we are back at the campsite. As a reward, we treat ourselves to a cold beer and a small Coke from the mini market next door. When we get back to our tent, the seller comes from the minimarket and makes us understand that we have paid 100 yen too much and gives it back to us. This only happens in Japan, and once again we are surprised by the honesty of the Japanese. Even today we can enjoy a beautiful sunset. Today it already has significantly fewer visitors than yesterday, probably because today is Sunday and one of the last days of the golden week. So we hope that the well-known Lake Toya, which we will visit tomorrow, won’t be crowded. Since we want to do this as cheaply as possible and do not yet know exactly what the best way is to get there, we want to catch the first bus that leaves at 10 o’clock back to Chitose. This means that we have to get up early tomorrow, because we have a long way back to the bus stop and therefore we go to sleep relatively early.

Lake Shikotsu – Lake Toya 06.05.2019

A little before 7 o’clock we get up and prepare our breakfast. Then we pack our things together and make our way to the bus stop. Today we only have to walk 5 kilometers as there is a bus stop closer to the campsite than the one at the visitor center. We are making good progress and are almost an hour too early. At least better than too late and we just did not want any hurry as we were not sure exactly where the stop was. When the bus arrives, we pull a number at the entrance of the bus. This is typical in Japanese buses if you do not pay with the IC card. At the front of the bus, there is an ad with the corresponding number and a price, which of course changes the further you drive. But it is still practical, because you always know exactly how much the journey costs. At the end of the journey you give the number to the bus driver and pay the indicated amount. Once in Chitose, we go back to our well-known supermarket and go shopping for the next two days. We have identified a few transport routes on the Internet to get to Lake Toya. But all are either awkward or very expensive. Even the complicated ones are not necessarily cheap. For this reason, we visit the tourist office, where it is explained to us that they are just in the lunch break and come back again at 1 clock. We want to catch a cheap train to Sapporo, which only runs every two hours. Whether they can help us in the tourist office, we don’t know. Therefore, we look for the ticket counter, where a lady explains that the only known possibility is the train, which of course is much more expensive than to drive first to Sapporo and take the bus from there. So we hop on the cheap train to Sapporo and look for the bus terminal. In fact, everything works as planned and in this way we pay for bus and train together converted „only“ 30 dollars, instead of the train for the equivalent of 70 dollars. The multi-hour bus ride to Lake Toya is beautiful and even takes us through the snow and into the mountains. Fortunately, we do not stay in the mountains, but at Lake Toya it goes down again a few meters. In Toyamizunoeki, on the other side of the lake of the main town Toyako Onsen, we get off. It has a little tourist information and even a consultant who speaks English. She recommends the campsite we want to visit anyway and clarifies what it costs. 600 per person (that’s equivalent to 11 dollars for both) is a good price to camp here in Japan and we decide to stay two nights. To reach the campsite, however, we have to walk for a quarter of an hour along the lake. The way is flat and very nice. Here, too, we get beautiful, blooming cherry trees to face. When we arrive at the campsite, we are greeted by a staff in English, which happens to us for the first time at a campsite. We go to the office, where his boss is, but he only speaks Japanese. The employee makes a few jokes about his boss and we realize that the people here are much less complicated than we know from other areas in Japan so far. The boss is also very personal and we realize quickly that we can communicate with him with hands and feet. Since today apparently rain was reported, they offer us to camp under one of the few covered places, which we really accept. Also from the equipment, it is the best campsite, which we had in Japan so far and also the cheapest. At the end of our trip to Japan, we appreciate that very much. The employee also explains in detail how waste sorting works, just remembering which combination of characters at the bins. At first glance a bit complicated, but once you understand it and remember the different signs, it’s no longer a problem. At least this is also one of the few campsites where we do not have to take the garbage and dispose it somewhere, almost „illegal“. It is almost evening again and we settle in comfortably. We stay the rest of the day at the campsite. In the evening, it actually starts raining heavily. We cook in the sheltered kitchen and try Japan’s famous rice wine, sake. We have read somewhere that fireworks take place every evening during the summer months. At first we could not believe that, but in fact at 8.45 pm on the other side of the lake a firework starts. We can only halfway see it from the campsite, but since it rains, we do not go much further. Apparently there should be one again tomorrow.

Lake Toya 07.05.2019

It has stopped raining and today starts with bright sunshine. Actually, we wanted to go by bus, which only runs every few hours, to Toyako Onsen and climb the Usuzan. We decide against it, after we have researched more closely. There is a relatively expensive cable car and unfortunately there is no hiking trail at the cable car. The only entry point for hiking is on the other side of the mountain and about 10 kilometers from the bus stop. Therefore we skip the bus and move on by foot. The path leads along the lake and is beautiful. We pass on the was many sculptures and at a pretty shrine, which lies on a small peninsula of the lake. In the middle of the Toya lake there is an island, so a mountain that protrudes from the lake, which looks very impressive. The Toya lake was later formed by volcanic activity and displacement of the tectonic plates. Apparently, there used to be a village that was flooded by the newly formed lake. After 15 kilometers we finally reach the village of Toyako Onsen, which is littered with huge hotel complexes. We go up to Nishiyama Crater just outside the village. Here we see for the first time what volcanic eruptions can do. The entire area was raised by 75 meters during the volcanic eruption in 2000, which resulted in the destruction of the main road and various buildings. The area was not rebuilt, which is why you can see the impact very impressive today. Since already at that time intensive measurements were carried out on this very active volcano, one could predict the volcanic eruption and no humans came to damage. Afterwards we go back to the village, where we are surrounded by the blossoming cherry trees and have a fantastic view of Mt. Yotei San across the lake, which we were able to marvel at from the other side than two days ago. Since we have some time left, we go here to the tourist office to plan our last day. We found out there would be a direct bus to the Noboribetsu Onsen in the morning. However, the bus departs at the same minute as our bus from Mitsunoeki arrives. We ask if there is any way to catch it by getting out somewhere in the village and wait at another bus stop. However, the counselor says that the buses are on time and we have no chance to reach this bus unless we take the bus 1.5h earlier at half past six. So we are a bit in a conflict, because the bus at half past 6 would mean that we have to get up at 4am tomorrow to have breakfast, pack up the tent and walk to the bus stop. It would also be quite a costly exercise to visit this place for just a few hours. While we go back to Mitsunoeki by bus, we decide not to do this hurry and go relaxed back to Sapporo tomorrow with the 10 o’clock bus. At the Visitor Center in Mitsunoeki we reserve the bus for tomorrow, as this is apparently necessary. Although this counselor does not speak English, we can explain what we want. Then we go back to the campsite, where we spend a cozy evening. We can even marvel at the impressive fireworks from a better position than yesterday, still wondering what the purpose of a daily fireworks is.

Back to Chitose 08.05.2019

Today we start comfortably and pack our things together so we catch the bus at 10 o’clock. In Sapporo we take the next cheap train to Chitose and we make our way to the accommodation. Since it has a well-equipped communal kitchen, we shop for dinner some delicious soba noodles and vegetables. Otherwise, we do not do much today and get stuck in the planning of Taiwan, where we will fly tomorrow.

Flight to Taiwan 09.05.2019

At 7 o’clock we take the bus to the airport Chitose. We found a tremendously cheap flight for just 68 dollars to Taipei with Peach Airline. Again, they want to see an exit ticket that we fortunately booked yesterday. In just over a month, we will continue to Indonesia. Sure, Taiwan is a small country, but we still feel if we fly there, we want to spend a reasonable amount of time getting to know the country. Funnily, at the airport we meet the bus driver from yesterday, who also flies to Taiwan for a few days. That’s pretty funny. At Peach Airline everything is designed in purple, but for a low-cost airline, it is quite comfortable and the seats are not as narrow together as other airlines. The plane of the Peach Airline is almost half empty and we have a whole row of seats for us, which makes the four-hour flight very comfortable. We fly on time and have a pleasant flight to Taiwan.

Pictures & Videos Japan 3

Ankunft Tokyo 29.04.2019

Tokyo 30.04.2019

Tokyo 01.05.2019
Tokyo Shibuya Crossing & Akihabara 30.04.2019 & 01.05.2019

Tokyo 02.05.2019
Video Tokyo Skytree 02.05.2019

Tokyo 03.05.2019
Tokyo Tanz im Park 03.05.2019

Flug Sapporo & Lake Shikotsu 04.05.2019

Lake Shikotsu (Mt. Tamurae) 05.05.2019

Lake Shikotsu – Lake Toya 06.05.2019
Video Mt. Tamurae & Journey Lake Toya 05.05.2019 & 06.05.2019

Lake Toya 07.05.2019