Japan 2: Die japanischen Alpen

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19.04.2019 – 28.04.2019

Nagano 19.04.2019

Es ist erst kurz nach 5 Uhr, als wir in Nagano ankommen. Total verschlafen steigen wir aus dem Bus und stellen fest, dass es ziemlich kalt ist und die Stadt noch schläft. Niemand, aber auch gar niemand ist anzutreffen. Wir machen uns zuerst auf den Weg zur Unterkunft, denn es wurde uns angeboten, obwohl niemand da ist, dass wir unser Gepäck deponieren können. Danach suchen wir einen Ort, wo wir etwas bleiben und gemütlich einen Kaffee trinken können. Unser erstes Ziel ist nämlich die Touristeninformation, aber die hat noch nich so früh geöffnet. Da die Unterkunft hier in Nagano mit 50 Franken enorm teuer ist, wollen wir auf campen ausweichen. Jedoch haben wir sozusagen keine Infos darüber. Die Campingplätze befinden sich nicht gerade um die Ecke, und nur schon die Anreise scheint gemäss unseren Recherchen eine Investition zu sein. Das erste Kaffee am Bahnhof öffnet leider auch erst um 7 Uhr, weshalb wir uns noch etwas um den Bahnhof herumtreiben und erst einmal die schöne bergige Landschaft in der Ferne von Nagano entdecken. Punkt 7 Uhr öffnet das Cafe und wir gönnen uns zum Kaffee noch ein leckeres Frühstücksbrötchen. Die restliche Zeit verbringen wir mit Recherchieren, was wir heute und morgen machen wollen. Punkt 9 Uhr öffnet das Visitorcenter und wir stellen unsere Fragen. Leider wird es ziemlich kompliziert, da die Beraterin kaum Englisch spricht. Sie gibt uns jedoch zu verstehen, dass der Campingplatz in Togakushi, wegen Schnee noch geschlossen ist und zu den anderen, die wir im Internet entdeckt haben, hat sie keine Infos. Sie versorgt uns mit Kartenmaterial und japanischen Busfahrplänen, so haben wir wieder einige Infos mit denen wir an unseren Plänen weiterarbeiten können. Uns ist klar, dass wir in Nagano über das bevorstehende Wochenende nicht bleiben können, da die Preise für die günstigsten Unterkünfte auf 80 Franken pro Nacht klettern. Wir tendieren jedoch morgen trotzdem nach Togakushi zu fahren, wenn auch nur als Tagesausflug. In Nagano gibt es einen bekannten Tempel, den wir noch anschauen wollen. Dies, obwohl wir eigentlich in Kyoto eine Überdosis an Tempel bekommen haben. Um diesen zu erreichen, schlendern wir gemütlich durch die Hauptfussgängerzone und schauen uns etwas in den hiesigen Läden um. Bei einer Bäckerei bleiben wir stehen, da es enorm gut duftet und wir gönnen uns ein leckeres traditionelles Süssgebäck. Das Tempelgelände ist sehr gross und eindrücklich. Wir haben zudem wohl die Hauptkirschblütenzeit getroffen, denn die Kirschblüten sind aus unserer Sicht in voller Blüte. Wir beobachten eine Weile die buddhistischen Bräuche. Vor dem Haupttempel befindet sich ein riesiger Topf, bei welchem die Leute ein Bündel Räucherstäbchen hineinwerfen. Den entstandenen Rauch fächern sie zu sich und reiben sich diesen an einer Körperstelle ein, denn der Rauch soll eine heilende Wirkung haben. Nachdem wir uns eine Weile umgesehen haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg, wobei wir noch weiter Ausschau nach traditionellen Leckereien halten. Wir sehen bei einem Stand kleine Reisbällchen mit einem Seetangblatt umwickelt und fragen mittels Übersetzer, ob diese vegetarisch sind. Wir müssen vegetarisch noch etwas definieren, jedoch bestätigt dies die Verkäuferin und meint, dass Miso (eine Art Gewürz aus der oftmals Suppe gemacht wird) enthalten ist. Das Reisbällchen ist wirklich sehr lecker und wir sind nach wie vor begeistert von der Japanischen Küche (was sich bei Manuela halt aufs Vegetarische beschränkt). Wir sind immer noch ziemlich müde und wollen nicht allzu grosse Sprünge machen. Da wir aber momentan keine andere Möglichkeit sehen, als in der Region zu zelten oder zu couchsurfen, müssen wir noch einen Gaszylinder kaufen. In Osaka gab es diese an jeder Ecke, im hiesigen Shoppingcenter sind wir leider nicht fündig geworden. Wir haben auf maps.me einen Campingladen entdeckt, der aber über 4 Kilometer entfernt ist. Da wir aber gerade nichts anderes vor haben und Gas fürs Campen essentiell ist, entscheiden wir uns dorthin zu gehen. Leider ist Nagano ausserhalb des Stadtkerns ziemlich überbaut und abgesehen von ein paar hübschen Wohnviertel sowie der Weitsicht in die Berge, nicht unbedingt sehenswert. Der Weg entlang der Hauptstrasse zieht sich in die Länge und es scheint hauptsächlich Industriegebiet zu sein. Wir zweifeln schon an, ob am entsprechenden Standort tatsächlich ein Campingladen ist, oder ein Fehler auf maps.me besteht, was durchaus mal vorkommen kann. Wir haben Glück tatsächlich befindet sich ein sehr grosser Outdoorladen in diesem Ort und wir kaufen nebst Campinggas, auch noch einen neuen heruntergesetzten Rucksack. Da wir keine Ahnung haben wie die Busse fahren und wir den Weg jetzt schon kennen, legen wir die 4 Kilometer wieder zu Fuss zurück. Nun ist es bereits 4 Uhr und wir können endlich einchecken. Wir verbringen den restlichen Abend in der Unterkunft und planen den morgigen Tag. Wir schreiben ein paar Couchsurfing Anfragen in und um Matsumoto. Wir haben uns entschieden morgen früh loszuziehen und mit dem Bus nach Togakushi zu fahren. Dort wollen wir ein paar Stunden verbringen, jedoch schauen, dass wir wieder rechtzeitig zurück sind, um nach Matsumoto zu fahren. Wir haben in Matsumoto zwei Campingplätze entdeckt, die gemäss Rezension auf google.maps und Google-Übersetzer geöffnet haben sollten. Es ist zwar etwas ungewiss, denn die Google-Übersetzungen lassen viel Interpretationsspielraum. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass es zumindest bei einem klappen sollte. Da wir morgen schon wieder früh losziehen wollen, um den Tag in Togakushi auszukosten, gehen wir heute nicht zu spät schlafen, auch da wir von letzter Nacht ziemlich geschafft sind.

Togakushi 20.04.2019

Wie wir es uns gestern vorgenommen haben, sind wir bereits um 7 auf den Beinen, damit wir den Bus um halb 9 erwischen. Togakushi liegt in den Bergen und der Bus muss ziemlich enge Strässchen hinaufklettern, was wohl den hohen Buspreis ausmacht, aber auch ein wunderschönes Panorama mit sich bringt. Obwohl wir nicht bis zur Endstation fahren, sind wir doch etwas erstaunt, dass bereits hier ein wenig Schnee liegt. Bei der Bushaltestelle befindet sich der erste Schrein, der wunderschön aus Holz gemacht ist. Danach gehen wir einem Weg entlang, bis wir eine Abzweigung zu einem Tempel erreichen. Wir vermuten schon, dass die Leute im Moment noch eher zum Skifahren als zum Wandern kommen. Wir laufen einem schönen mit Zedern gesäumten Pfad entlang und stapfen immer tiefer durch den Schnee. Wir sind überrascht, dass es hier doch ziemlich viele Leute gibt, die den für sie beschwerlichen Weg durch den Schnee auf sich nehmen, um zum Tempel zu gelangen. Interessanterweise scheinen wir hier aber nahezu die einzigen Ausländer zu sein und werden von sozusagen allen Leuten immer mit einem freundlichen Konichiwa begrüsst. Obwohl der Pfad zu Beginn nur ein Hauch von Schnee aufweist, wird es immer etwas mehr und bevor wir zum Schrein kommen, gehts ein wenig aufwärts. Hier haben die meisten Leute ihre Schwierigkeit, da sie sich wohl nicht so mit Schnee auskennen und es tatsächlich ziemlich rutschig ist. Der Schrein und Tempel sind ziemlich klein, aber es sieht sehr hübsch aus inmitten des Schnees. Wir entscheiden uns einen Wanderweg auszuprobieren. Der Weg ist noch komplett zugeschneit, aber nach ein paar Startschwierigkeiten entdecken wir ein paar Spuren denen wir folgen können. Wir sind ziemlich überrascht, dass es Bären Warnungen gibt. Wir haben gar nicht gewusst, dass es in Japan auch Bären gibt und in den Alpen wohl ein ziemlich häufiges Vorkommen hat. Wir hoffen, dass sich die Bären noch im Winterschlaf befinden. Nach einer Weile wandern, erreichen wir rote Schreintore, wo sich ebenfalls ein See befinden sollte. Den See sehen wir jedoch nicht, der ist komplett zugeschneit. Als wir weiter gehen, hört man Manuela fluchen, denn der Schneeboden ist unter ihr zusammengebrochen und sie steht mit einem Bein im eiskalten Fluss. Ja blöd, denn wegen dem Schnee, konnte sie das zugeschneite Brückchen, das über den Fluss führt, nicht sehen. Jetzt, wo man es weiss, kann man es erahnen. Danach erreichen wir einen zweiten See, der zwar auch zugeschneit ist, aber man zumindest erahnen kann, dass sich hier der See befindet. Wir verspeisen hier unser Mittagessen und geniessen die schöne Aussicht auf die schneebedeckten Bergen. Nun wollen wir noch einen weiteren kleinen Wanderweg in Angriff nehmen, der uns zur Bushaltestelle führen sollte. Hier hat es aber noch mehr Schnee als vorher und das vorwärtskommen ist wirklich beschwerlich. Wir brauchen einiges länger als erwartet und sind natürlich auch noch ein wenig vom Weg abgekommen. Dank Gps finden wir aber den Weg schnell wieder und nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir den dritten See. Wir realisieren jetzt aber auch, dass unser Bus in 15 Minuten fährt, wir aber noch 2 Kilometer und 200 Höhenmeter zu bewältigen haben. Das schaffen wir beim besten Willen nicht und lassen es daher etwas gemütlicher angehen. Wir geniessen zuerst die Aussicht auf den See und machen uns langsam auf zum Abstieg ins Dorf. Da der nächste Bus erst in eineinhalb Stunden fährt und hier die Schneemenge deutlich weniger ist als zuvor, nehmen wir noch einen letzten Wanderweg zum dritten Tempel in Angriff. Wir kommen wunderbar vorwärts und dort angekommen werden wir belohnt, mit einem äusserst eindrücklichen Holztempel. Er ist wunderschön und detailliert gefertigt, was wir so bisher noch nicht gesehen haben. Da er nicht so einfach zu erreichen ist, sind auch sozusagen keine Leute hier anzutreffen, was im Gegensatz zu den Tempel in Kyoto hier ein riesiger Vorteil ist und es so auch viel mystischer wirkt. Danach machen wir uns an den Abstieg über wohlgemerkt 200 Stufen und wir erreichen relativ bald das nächste Dörfchen mit der dazugehörigen Bushaltestelle. Etwa 20 Minuten später kommt der Bus und bringt uns zurück nach Nagano. In Nagano haben wir es jetzt ziemlich eilig, denn wir wollen den günstigsten Zug um 5 Uhr nach Matsumoto erwischen, damit wir hoffentlich noch bei Tageslicht auf dem Campingplatz ankommen. Der nächste günstige Zug wäre erst um 8 Uhr abends. Wir holen unser Gepäck bei der Unterkunft, machen kurz im Supermarkt halt um einzukaufen, damit wir heute Abend auch was zu essen haben und dann geht es schnurstracks zum Bahnhof. Natürlich gibt es vor den Ticketautomat eine riesige Schlange und wir versuchen mit unserer IC-Card durchs Gate zu kommen. Der Aufseher teilt uns jedoch mit, dass die IC-Karte hier nicht akzeptiert wird und wir erklären ihm, welchen Zug wir erreichen wollen. Er meint, dass wir keine Zeit mehr haben, ein Ticket zu lösen, aber dass wir das Ticket im Zug lösen können. Er gibt uns einen kleinen Zettel (wohl mit unserem Startpunkt), den wir dem Schaffner abgeben sollen. Wir fahren eine Station nach Matsumoto Hauptbahnhof und steigen aus. Hier ist es absolut ruhig und es scheint eine Mischung zwischen Industrieviertel und Wohnquartier zu sein. Wir laufen zuerst zwischen Feldern hindurch bevor es den Berg hinauf geht, wo sich einige hübsche kleine Wohnhäuser befinden. Es geht wirklich sehr steil hinauf und wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass es hier irgendwo an dem Hang einen Campingplatz geben kann. Wir erreichen das letzte Haus, wo sich wohl eine Golfanlage gemäss unserer Karte befinden sollte und bevor wir noch die letzten 100 Höhenmeter in Angriff nehmen, wollen wir dort einmal nachfragen. Natürlich sprechen die älteren Leutchen kein Wort Englisch, aber mit Google-Übersetzer können wir ihnen beibringen, dass wir campen wollen. Das sind wohl tatsächlich die Campingplatz Hosts und Golfplatzbesitzer in einem zusammen. Sie zeigen uns eine Preisliste auf japanisch, und zeigen den Preis den wir für ein kleines Zelt zahlen sollen. Das ist mit knapp 30 Franken etwas gesalzen, aber immer noch viel günstiger als irgendeine Unterkunft in der Region. Nach einer Weile realisieren wir, dass sie fragen wollen, wo unser Auto sei. Wir machen ihnen mit Zeichensprache klar, dass wir zu Fuss unterwegs sind. Daraufhin schauen sie sich gegenseitig an und diskutieren etwas. Daraufhin hüpft der Herr in seinen Lieferwagen und gibt uns zu verstehen, dass wir die Rucksäcke hinten drauf packen sollen und Hanspeter vorne einsteigen kann. Die Frau startet das Auto und Manuela kann dort einsteigen. Das ist ein netter Service, dass sie uns nach oben kutschieren, denn es wäre noch steiler geworden als vorher und mit den Rucksäcken daher eine richtige Tortur. Die Frau plaudert die ganze Zeit mit Manuela, obwohl sie weiss, dass Manuela kein Wort versteht. Oben angekommen sind wir total überrascht vom japanischen Campingtourismus. Es hat ziemlich viele Leute, alle mit riesigen Zelten und sehr umfangreicher Ausstattung (aber kein einziger Wohnwagen, nicht wie bei den Amerikanern). Wir werden von einem bei einer Zeltgruppe mit einem breiten “Welcome in Japan” begrüsst, was uns doch bei den sonst scheuen Japaner erstaunt. Wir stellen unser Minizelt, im Vergleich zu den andern, auf und geniessen die tolle Aussicht aufs Tal. Danach kommt unser Nachbar mit seinen Kollegen, der uns vorher so nett empfangen hat, begrüssen und plaudert in einem sehr gebrochenem Englisch mit uns. Er meint, wir sollen später zu ihnen kommen. Wir bereiten unser Abendessen zu, während dieser nochmals zu uns kommt und zu verstehen gibt, dass sie ein Feuer machen und wir dorthin kommen sollen. Es ist sowieso etwas kalt und wir nehmen das Angebot sehr gerne an. Wir plaudern eine Weile mit ihnen, wobei die Sprachbarriere schon merklich ist, aber sie wollen alles wissen, was vielleicht auch etwas am Alkohol liegen mag. Wie dem auch sei, wir geniessen das Lagerfeuer und die nette Gesellschaft, und verbringen einen gemütlichen Abend.

Matusmoto 21.04.2019

Heute packen wir bereits wieder unser Zelt und verabschieden uns von unseren Campingkumpanen von gestern Abend. Diese sind heute tatsächlich ganz schüchtern und bringen kaum ein Wort hervor, also hat es gestern doch am Alkohol gelegen. Wir machen uns am Vormittag auf den Weg zum Bahnhof, aber diesmal zum Glück abwärts und nicht aufwärts. Unterwegs können wir bereits ein paar Kirschbäume (Sakura) bestaunen, die hier in Matsumoto im Moment in voller Blüte sind. Danach fahren wir mit dem Zug eine Station zum Hauptbahnhof und suchen das Touristenbüro auf. Hier können sie im Gegensatz zu Nagano wieder ziemlich gut Englisch und uns wird versichert, dass der Campingplatz in Kamikochi geöffnet hat. Da Kamikochi wieder so ein abgelegenes Bergdorf ist, kostet die Fahrt dorthin und wieder zurück umgerechnet 40 Franken. Dafür können wir für nur 16 Franken campen und die Gegend soll sehr schön sein. Wir entscheiden uns mit dem letzten Zug/Bus um 16.00 Uhr hochzufahren und können den heutigen Tag nutzen, um Matsumoto ein wenig zu erkunden. Matsumoto ist insbesondere für seine eindrückliche Burg bekannt, die wir als Erstes ansteuern. Der Weg führt uns durch das hübsche Städtchen und vorbei an einer lecker riechenden Bäckerei, wo wir unser Mittagessen einkaufen. Danach erreichen wir die eindrückliche Burg von Matsumoto, umgeben von blühenden Kirschbäumen. Wir entscheiden uns, die Burg von Innen anzusehen und erhalten so einmal Einblick in die alten japanischen Traditionen und Artefakte. Das Highlight für uns ist natürlich die tolle Aussicht, die wir oben vom Turm auf die Umgebung haben. Da der Eintrittspreis ebenfalls einen freien Eintritt ins Museum nebenan beinhaltet und wir gerade noch etwas Zeit haben, gehen wir dieses anschliessend besichtigen. Das Museum hat einige sehr alte Relikte, die sehr eindrücklich sind. Hier verbringen wir nicht allzu viel Zeit, denn wir müssen noch für die nächsten zwei Tage einkaufen gehen. Da wir uns nach wie vor in den Supermärkten nicht so zurecht finden, müssen wir genügend Zeit einberechnen. Auch heute ist es nicht anders, klar das Offensichtliche ist schnell gefunden, aber bei spezifischen Sachen in Verpackung suchen wir jeweils eine ganze Weile. Als wir den Supermarkt verlassen, haben wir noch genau 45 Minuten Zeit, um zum Bahnhof zurückzukehren, etwas weiteres zu Kaufen, dass wir vergessen haben, unsere Rucksäcke aus dem Schliessfach zu holen und das Ticket zu lösen. Manuela kommt etwas in Stress, da wir heute Morgen unseren Rucksäcke so sehr ins Schliessfach hinein gequetscht haben, dass sie Manuela kaum mehr herausbringt. Zwei der Zuständigen für die Schliessfächer helfen ihr und bringen die Schliessfachtür schlussendlich auf. Etwas peinlich, aber was solls. Nun ist Hanspeter wieder zurück mit der vergessenen Ware und wir gehen die Tickets kaufen. Nun müssen wir etwas vorwärts machen, aber drücken glücklicherweise gerade den richtigen Knopf, damit wir unser Spezial Ticket nach Kamikochi kaufen können. Glück gehabt und so schaffen wir es gerade rechtzeitig auf den Zug. Mit diesem fahren wir bis zur Endstation, wo wir auf den Bus wechseln, der bereits wartet. Der Bus fährt über enge Bergsträsschen durch etliche Tunnels hinauf. Wir rechneten eigentlich nicht mit Schnee, da ja der Campingplatz offen ist und der andere Campingplatz in Nagano wegen Schnee noch geschlossen war. Als wir jedoch aus dem zweitletzten Tunnel kommen, trauen wir unseren Augen kaum, denn es hat Schnee und das nicht gerade wenig. Jetzt befürchten wir, dass wir noch im Schnee campen müssen und sind etwas verunsichert, ob es eine gute Idee ist, hier oben zwei Nächte zu verbringen. In Kamikochi angekommen hat es tatsächlich noch etwas Schnee, aber wohl wurde einiges an Schnee bereits geräumt. Kalt ist es jedoch ziemlich und wir ziehen unsere Daunenjacken an, bevor wir uns auf den Weg zum Campingplatz machen. Wir haben gerade das Gefühl, dass wir wohl die einzigen Spinner sind, die bei diesen Bedingungen campen, aber jetzt haben wir keine andere Wahl mehr. Auf dem Weg begegnen wir zum ersten Mal ein paar Schneeaffen, was uns gerade sehr aufheitert. Am Campingplatz angekommen hat es auch noch etwas Schnee, aber zumindest stehen ein paar Zelte und die Fläche im Wald, wo wir das Zelt stellen können, wurde Schneefrei gemacht. Tatsächlich ist auch jemand im Büro, so dass wir uns offiziell anmelden und die Campinggebühr bezahlen können. Nachdem wir unser Zelt aufgestellt haben, ist es auch schon dunkel und jetzt wird es richtig kalt, so dass wir nebst Daunenjacke auch Mütze und Handschuhe aufsetzen. In einem Unterstand können wir kochen und nachdem wir etwas warmes im Bauch haben, halten wir es draussen mit einem günstigen Mixgetränk namens Strong Cola / Strong Lemon noch ein weiteres Stündchen aus. Etwa um halb 9 verziehen wir uns jedoch in unser Zelt und kuscheln uns in die warmen Schlafsäcke. Aber auch mit dem warmen Schlafsack ist die Temperatur durch die Nacht grenzwertig.

Kamikochi 22.04.2019

Als die Sonne heute morgen früh auf unser Zelt scheint, bleiben wir noch etwas liegen und geniessen die aufkommende Wärme. Wir brauchen etwas Motivation bis wir aufstehen und das Frühstück zubereiten. Danach besprechen wir, mit welcher Route wir beginnen. Also eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten entweder den Fluss hoch, oder den Fluss runter. Wir entscheiden uns zuerst Flussaufwärts zu laufen und auf dem Rückweg noch den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt, Dakesawa, zu spazieren. Wir gehen daher zuerst ein ganzes Stückchen Flussaufwärts, wobei wir ziemlich schnell durch den Schnee stapfen müssen. Eine Abzweigung deutet an, dass man von hier aus in ein Seitental wandern könnte – jedoch ist es noch zugeschneit und das Schild rät davon ab, diesen Pfad im Moment zu begehen. Als wir aus dem Wald kommen und einen Blick über den Fluss erhaschen können, sehen wir zahlreiche Schneeaffen, Japanmakak genannt, die sich am Flussufer tummeln. Teilweise auch mit ihren Kleinen, was sehr süss aussieht. Als wir weiterziehen, kommen wir plötzlich in hohen Schnee und ob mans glaubt oder nicht, etwas später kommen wir einem Arbeiter entgegen, der mit einer Art Bagger, den Schnee räumt und den Weg wanderfreundlich macht. Nach einer Weile erreichen wir eine Mischung aus tiefem Schnee und Wasser, denn beim heutigen tollen Wetter schmilzt der Schnee ziemlich schnell. Wir hören auch immer mal wieder wie eine Lawine herunter kommt. Da hier kein Durchkommen mehr scheint, stapfen wir durch den hohen Schnee in Richtung Fluss, wo wir eine traumhafte Aussicht auf die umliegende Berge haben und unsere Mittagspause einlegen. Wir wandern anschliessend am Flussbett entlang wieder zurück, bis wir zu einer Brücke gelangen, wo wir auf die andere Seite kommen. Hier wollen wir noch eine Lagune anschauen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sich hier ein kostenpflichtiger Schrein befindet und man die Lagune daher nur gegen Eintritt besuchen kann. Wir setzen den Weg fort, obwohl es scheint, dass ab hier gesperrt ist. Da wir aber kein Japanisch können und wir noch zwei andere Leute auf dem Weg sehen, nehmen wir diesen trotzdem in Angriff. Hier spazieren wir wieder an ganz vielen Schneeaffen vorbei, die unglaublich süss sind und offenbar an Menschen gewöhnt, denn sie lassen sich von uns nicht im Geringsten beeindrucken. Als wir zu der Stelle gelangen, wo der Weg zum Aussichtspunkt wäre, lassen wir das schön bleiben, denn es ist komplett zugeschneit und zudem ziemlich steil. Wir haben dafür weitere Gewässer entdeckt, die sich Flussabwärts befinden sollten. Unterwegs zwischen Schnee und Gewässer bewegt sich etwas und wir entdecken eine kleine, aber schön gemusterte Schlange. Danach kommen wir in den Dorfkern, wo sich offensichtlich alle Touristen aufhalten. Wir setzen den Weg fort, kommen aber wieder zu einer Absperrung, weshalb wir über die offizielle Strasse zu den Seen gehen. Die Strasse ist jedoch ziemlich eng und es gibt keinen Weg für Fussgänger, was uns ziemlich unangenehm wird. Es scheint, als wäre beim Weg zum ersten See kein Durchkommen, der Zweite liegt aber glücklicherweise in der Nähe der Strasse. Hier haben wir einen tollen Ausblick über den See, die umliegenden Bergen und den Vulkan. Wir haben wenig Lust, wieder entlang der Strasse zurück zu gehen und versuchen deshalb, ob wir beim abgesperrten Weg durchkommen. Das geht einfacher als gedacht, wohl wurde der Weg lediglich noch nicht für Wanderungen vorbereitet und man muss daher wieder teilweise durch Schnee gehen. Das stört uns wenig, denn nasse Füsse haben wir sowieso. Wir können so sogar noch die zweite hübsche Lagune anschauen und gemütlich ins Dorf zum Campingplatz zurück spazieren. Auch wenn wir nicht alles machen konnten wie geplant, haben wir einen wunderschönen Tag bei bestem Wetter verbracht und es sehr genossen. Nachdem die Sonne untergegangen ist, wird es wieder kalt, jedoch nicht ganz so kalt wie gestern. Zudem ist der restliche Schnee auf dem Campingplatz geschmolzen und wir verbringen einen angenehmen Abend.

Kamikochi – Shiojiri 23.04.2019

Heute gehen wir weiter nach Shiojiri, welches neben Matsumoto liegt und wo uns eine Couchsurferin von dort angenommen hat. Da das Campen kalt war und wir seit unserer Ankunft in Japan kaum geruht haben, finden wir das eine optimale Gelegenheit etwas zu entspannen. Wir packen daher unser Zelt in Kamikochi zusammen, können noch ein paar der süssen Äffchen beobachten, die sich auf unserem Campingplatz herumtummeln und fahren gegen Mittag mit dem Bus nach Matsumoto. Wir erreichen Shiojiri um 2 Uhr und werden von unserer Gastgeberin, Sayantani (Shiny), herzlich begrüsst. Shiny ist Inderin, reist und arbeitet um den Globus, und im Moment unterrichtet sie Englisch in Japan. Wir plaudern eine Weile mit ihr, danach muss sie jedoch los um zu arbeiten. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag in ihrer Wohnung und erledigen noch dies und jenes. Die einzige Aktivität ausserhalb des Hauses ist, als wir zum Supermarkt gehen und unser Abendessen einkaufen. Auch wenn wir hier in einem ruhigen Vorort sind, läuft ab und zu Musik sowie eine Ansage durch einen Lautsprecher, was ziemlich speziell ist. Um 9 Uhr ist Shiny wieder zurück von der Arbeit und wir plaudern noch zusammen bis spät in die Nacht hinein.

Shiojiri 24.04.2019

Wir haben noch selten so lange geschlafen, aber als wir heute erwachen, ist schon fast Mittagszeit. Shiny ist auch gerade aufgewacht und muss sich schon fast etwas beeilen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Der heutige Tag ist regnerisch, daher nutzen wir ihn, um zu planen und am Blog zu arbeiten. Wir müssen ja irgendwie noch nach Hokkaido kommen und eine Zugfahrt würde sich auf über 200 Franken pro Person belaufen. Busfahren wäre ziemlich mühsam und auch nicht gerade günstig. Jedoch haben wir gesehen, dass es für knapp 100 Franken eine Fähre über Nacht gäbe, die von Tokyo nach Hokkaido geht. Wir wollen diese zuerst über die Fähreigene Website buchen. Es ist ziemlich mühsam, da einige Abschnitte nicht ins Englische übersetzt sind und wir daher die japanischen Zeichen auf Deutsch übersetzen müssen. Nachdem wir nach einer gefühlten Ewigkeit den gesamten Prozess durchgeführt haben, steht, dass wir ein Standby Ticket gebucht haben und wir zuerst eine Bestätigung erhalten würden. Wann wir die Bestätigung kriegen, steht jedoch nirgends. Da wir keine Kreditkartendetails eingegeben haben, versuchen wir es über die Website Directferries, wo es scheint, dass wir die Überfahrt tatsächlich buchen können. Aber auch hier, nachdem wir gebucht haben und Kartendetails eingeben mussten, steht, dass wir eine Bestätigung abwarten müssen. Diese kommt bei europäischen Fähren innerhalb von 48 Stunden und ausserhalb Europa, kann das länger dauern. Vielen Dank, also haben wir keine Ahnung, ob das klappt… Wir haben die Fähre auf den 1. Mai gebucht, welcher Mitten in der goldenen Woche (die grosse Ferienzeit von Japan und dieses Jahr wird noch der neue Kaiser gekrönt, weshalb sich die Feiertage von 5 auf 10 Tage ausdehnen) liegt. Naja, wir sind eigentlich noch zuversichtlich, dass es über die eine oder andere Website funktionieren sollte. Danach recherchieren wir, wie wir zu den fünf Seen, des wohl berühmtesten Berges, Mt. Fuji, kommen und wo wir dort übernachten können. Unterkünfte sind viel zu teuer (ca. 100 Franken umgerechnet), und bei den Campsites sind die Informationen relativ dürftig. Das ist mühsam, denn wir verbringen Stunden im Internet, aber erhalten dennoch keine wirklich brauchbaren Informationen über Campsites, lediglich eine Annonce aus dem Jahr 2010, welche die damaligen Campingpreise auflistet. Die besten Campsites mit Sicht auf Mt. Fuji sind gemäss dieser Information auch erst ab 50 Franken aufwärts erhältlich (das sind auch jene Campingplätze über die man Online etwas finden kann), was wir doch zu viel des Guten finden. Es gibt aber wohl etwas einfachere und abgelegenere, die nicht so viel kosten sollten und wir entscheiden uns, im Dörfchen Fujikawaguchiko einfach mal bei der Touristeninfo nachzufragen. Zum heutigen Abendessen bereiten wir ein paar leckere Soba-Nudeln mit einer Sesampaste zu, was eine Spezialität aus dieser Region ist. Am späteren Abend kommt Shiny nach Hause und wir verbringen auch heute zusammen einen gemütlichen Abend.

Shiojiri – Fujikawaguchiko – Lake Saiko 25.04.2019

Heute heisst es wieder Abschied nehmen von Shiny. Es war wirklich schön und erholsam bei ihr, was wir sehr genossen haben. Um 9 Uhr steigen wir in den Zug nach Kofu, wohin die Fahrt etwa 2 Stunden dauert. Kofu scheint ein hübsches Städtchen zu sein, jedoch sehen wir nicht viel mehr als den Bahnhof. Wir müssen eine gute Stunde warten, bis unser Bus nach Kawaguchiko (das Erste und Hauptdorf der Fuji Seen) fährt. Auch diese Busfahrt dauert rund 2 Stunden und am frühen Nachmittag treffen wir in Kawaguchiko ein. Hier suchen wir zuerst das Touristenbüro auf, um uns über die Transportmöglichkeiten sowie die Campingplätze zu informieren. Wir werden aber enttäuscht, denn die Dame kann uns lediglich sagen, wo es Campingplätze hat (was wir ja schon wissen), hat aber absolut keine Informationen über Preise und Ausstattung. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als dorthin zu gehen. Unser ursprünglich favorisierter Campingplatz ist leider zu weit weg und vorallem muss man noch 4 Kilometer von der letzten Bushaltestelle zu Fuss gehen (der Bus fährt zudem unregelmässig und würde noch weitere 1.5 Stunden dauern). Wir entscheiden uns daher an den Lake Saiko zu fahren und hoffen dort einen geeigneten Campingplatz zu finden. Wir kaufen ein zweitages Busticket, da sich dieses bereits auszahlt, wenn man einmal bis zur Endstation fährt. Die Fahrt mit dem Bus ist super schön und wir werden schon ganz aufgeregt, als der oftmals bedeckte Mount Fuji sich ein wenig zwischen den Wolken zeigt. Die Busfahrt geht zuerst entlang des Lake Kawaguchiko und anschliessend an den ruhigen Lake Saiko. Wir fahren entlang des linken Seeufers bis zum Ende des Sees, hier fährt der Bus noch etwas weiter, kommt dann aber wieder zurück und kehrt über das rechte Seeufer, wo unser potenzieller Campingplatz liegt, wieder zurück nach Kawaguchiko. Auch für diese Fahrt sind wir über eine Stunde im Bus. Der erste Campingplatz scheint verlassen und bei näherem hinschauen steht, dass der Camping nur am Wochenende geöffnet hat. Wir haben gesehen, dass es nebenan einen weiteren Campingplatz geben soll. Hier treffen wir sogar auf jemanden und wir sind zuversichtlich. Wir brauchen jedoch eine Weile, bis wir vermitteln können, dass wir campen wollen. Die ältere Frau holt daraufhin eine noch ältere Frau, vermutlich ihre Mutter, die uns ohne Punkt und Komma auf Japanisch zu textet. Wir machen ihr verständlich, dass wir sie nicht verstehen, dass interessiert sie aber wenig und spricht weiter. Wir fragen daher nochmals mittels Übersetzer, ob wir hier campen können und jetzt beginnt sie etwas aufzuschreiben. Aber in japanischer Schrift, was wir genau so wenig lesen wie verstehen können. Die jüngere Frau schreibt das morgige Datum und wir können schliesslich übersetzen, dass auch dieser Campingplatz erst ab morgen geöffnet ist. Heute geht partout nicht. Wir fragen, ob es hier noch einen Weiteren gibt. Daraufhin überlegen beiden zuerst und bestätigen dies anschliessend mit “Hai” und zeigen über die Strasse. Wir sind langsam etwas verzweifelt und finden es ziemlich mühsam, da sich auf der anderen Seite nur eine Art Resort befindet. Wir gehen ans andere Ende des winzigen Dörfchens, wo wir auf Google Maps einen “Autocamp” eingezeichnet haben. Hier haben wir wohl Glück, denn wir sehen ein paar Autos sowie einige Zelte und sind nun wieder etwas entspannter. Die Besitzer können sogar ein paar wenige englische Wörter (der Rest geht wieder mit Zeichensprache und Google Übersetzer) und sie teilen uns mit, wo wir campen können. Für 1000 Yen (knapp 10 Franken) pro Person und Nacht dürfen wir unser Zelt nahezu direkt am See aufstellen. Nachdem wir uns gemütlich eingerichtet haben, nehmen wir den nächsten Bus und fahren nochmals um den See bis ans westliche Ende, wo wir einen guten Blick auf den Mt. Fuji haben. Als wir ankommen ist der Berg noch in Wolken, jedoch lösen sich diese mehr und mehr auf. Nach etwa einer Stunde hat der Mt. Fuji sozusagen nur noch einen kleinen Wolkenhut und wir können die tolle Aussicht geniessen. Da das Strässchen nicht Fussgängerfreundlich ist, entscheiden wir uns, den letzten Bus zu schnappen und zurück zu unserem Campingplatz zu fahren, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. Heute ist es erstaunlich mild und wir können daher den Abend und die Nacht so richtig geniessen.

Fuji Five Lakes 26.04.2019

Heute weiss das Wetter nicht so recht was es will, weshalb wir auch etwas Entscheidungsschwierigkeiten haben. Den Fuji haben wir ja gestern bereits wunderschön gesehen und heute sieht es danach aus, als wäre er in den dicken Wolken verborgen. Wir haben mit der gestrigen Busfahrt festgestellt, dass es noch einige Höhlen in der Nähe gibt und entscheiden uns diese zu besuchen. Es gibt ein Kombiticket für zwei Eishöhlen, die beide ziemlich beeindruckend sind. In der ersten Höhle wurden jeweils die Seidenraupenlarven gehalten, um die Seidenproduktion anzukurbeln. Die Japaner haben herausgefunden, dass die Raupen in kalter Umgebung mehr Seide produzieren. In der zweiten Höhle müssen wir zwischendurch krabbeln, da sie so niedrig ist, was aber noch lustig ist. In beiden Höhlen hat es beeindruckende Eis Skulpturen, weshalb wohl die Temperatur entsprechend niedrig ist. Danach fahren wir mit dem Bus an den Lake Motosu. Die Aussicht von diesem See aus wurde auf dem 100 Yen Schein abgebildet und wir möchten natürlich dieses Bild in der Realität sehen. Der Bus hat seine Endstation am Anfang des Lake Motosu und wir entscheiden uns, trotz des in Nebel eingehüllten Mt. Fuji, den etwa 4 Kilometer langen Marsch auf die andere Seeseite in Angriff zu nehmen. Wir haben fortan einen schönen Blick auf den See, aber der Mt. Fuji will sich partout nicht zeigen. Eigentlich wollten wir noch einen Wanderweg zum Lake Shoji in Angriff nehmen. Bei genauerem Hinsehen stellen wir aber fest, das wir über einen Tunnel gehen müssten und der auf maps.me eingezeichneten Weg nicht offiziell ist, somit eventuell gar nicht existiert. Da das Wetter immer noch zu wünschen übrig lässt und auch noch so ein kalter Nieselregen eingesetzt hat, entscheiden wir uns stattdessen wieder zurück zur Bushaltestelle zu spazieren. Denn wir müssen ja auch aufpassen, dass wir nicht den letzten Bus verpassen, welcher bereits ziemlich früh fährt. Entgegen der sonst so pünktlichen Japaner, hat dieser Bus über eine halbe Stunde Verspätung, was uns doch etwas irritiert. Aber schlussendlich kommt der Bus. Da wir noch etwas einkaufen sollten, fahren wir bis Kawaguchiko, wo es den ein oder anderen kleinen Supermarkt gibt. Beim Warten auf den Bus, haben wir mit einem Niederländischen Pärchen geplaudert und die haben uns beim Aussteigen ihren Zweitagespass geschenkt. Das freut uns natürlich sehr, denn unser Zweitagespass wäre ja morgen nicht mehr gültig und sie meinen, dass sie heute das letzte Mal mit dem Bus gefahren sind. Nachdem wir alles notwendige eingekauft haben, fahren wir mit dem letzten Bus zu unserem Campingplatz. Heute bleiben wir nicht so lange auf, denn die Temperatur ist merklich gesunken. Wenn man den Wettervorhersagen glauben kann, ist der Temperaturunterschied von gestern auf heute Nacht 10 Grad, weshalb diese Nacht um die 0 Grad sein wird. Wir entscheiden uns daher, dass das der letzte Tag hier sein wird, denn morgen werden die Temperaturen nicht besser sein. Wir möchten eigentlich nach Hakone gehen, aber da morgen die ominöse goldene Woche beginnt, finden wir keine Unterkunft unter 100 Franken, auch nicht in der Nähe. Wir haben es noch mit Couchsurfing versucht und im Internet nach Campingplätze gesucht, beides ist aber bisher nicht so ergiebig. Bei den Campingplätzen ist jeweils die Erreichbarkeit ein Problem und man findet kaum nützliche Angaben, ob es sich tatsächlich um einen Übernachtungscampingplatz handelt oder um einen in Japan verbreiteten Tagescamping. Wir haben daher keine Ahnung, wohin es morgen geht und wir sind etwas müde vom Recherchieren, und warten den morgigen Tag ab.

Fujikawaguchiko – Odawara 27.04.2019

Heute hören wir bereits ab 5 Uhr in der früh Lärm auf dem Campingplatz und merken ohne aus dem Zelt zu kriechen, dass wohl die goldene Woche heute tatsächlich beginnt. Als Hanspeter aus dem Zelt kommt, um das Frühstück zuzubereiten, ist er bereits völlig erstaunt über die vielen Leute. Manuela packt währenddessen die Sachen im Zelt zusammen und kriecht 10 Minuten später ebenfalls aus dem Zelt. Von weitem hat Hanspeter eine Familie beobachtet, die bereits auf unserem Campingbereich parkiert hat (da das Campingfeld so gross ist, kommt unser Zelt enorm klein vor) und die gute Frau schleicht um unser Zelt. Als Manuela den Reissverschluss öffnet und herauskommt, schreckt die Dame zurück und rennt zum Wagen. Daraufhin spricht ihr Mann Manuela an, zuerst auf Japanisch, – sie antwortet mit einem breiten Konichiwa, versteht aber den Rest nicht -, danach fragt er auf Englisch, ob sie denn Japanisch spreche, was sie natürlich verneint. Manuela hat sich schon gefreut, dass mal ein Japaner einfach so mit ihr zu sprechen beginnt, denn das passiert sozusagen nie. Es scheint, als müsse er Anlauf holen und überwindet sich schlussendlich zu fragen, ob wir heute den Campingplatz verlassen. Ach darauf, läuft das hinaus… Manuela bestätigt dies und er sagt was von Check out 11. Ja das wissen wir, aber es ist erst 8 Uhr. Sie teilt ihm mit, dass wir den ersten Bus um 10.15 erwischen wollen, also sind wir sicher um 10 Uhr weg. Wenn sie aber aufbauen wollen, dürfen sie das selbstverständlich, Platz ist ja genug da. Der Mann scheint glücklich über die Antwort zu sein und bedankt sich ganz euphorisch. Ja die Japaner, schüchtern wie sie sind und plaudern nur, wenn es nicht anders geht. Hanspeter hat das Ganze von Weitem beobachtet und findet es enorm lustig. Danach frühstücken wir gemütlich und bauen unser Zelt ab. Die Familie nebenan hat ihr riesiges Zelt bereits aufgebaut, aber wie gesagt Platz hats genug für zwei Zelte und ein grosses Auto. Wir winken der Familie zum Signalisieren, dass wir gegangen sind und warten auf den Bus. Da wir für heute ja zwei gratis Tageskarten haben, wollen wir um den touristischen Kawaguchiko-See mit dem Bus fahren. Das Wetter ist leider nicht so gut, und entgegen unserer Erwartung wird es während der Fahrt nicht besser, sondern schlechter. An der Endhaltestelle des roten Kawaguchiko Busses steigen wir aus und es regnet. Deshalb entscheiden wir uns einen Kaffee trinken zu gehen und wir gönnen uns einen Muffin. Das Wetter wird tatsächlich nicht besser, der Fuji zeigt sich also gar nicht und mit dem Mittagsbus fahren wir zum Bahnhof zurück. Wir haben erfreulicherweise noch eine Nachricht auf Couchsurfing von Aizalene, einer Philippinin, erhalten, die uns für die nächsten zwei Tagen in Odawara aufnehmen kann. Wir haben eine ziemliche Strecke mit Bus und Zugfahrt vor uns, da aber das Wetter so schlecht ist, stört es uns kaum. Wir fahren zuerst eine lange Strecke mit dem Bus nach Gotemba, wo wir auf den Zug umsteigen müssen nach Minami Ashigara. Hier müssen wir nochmals umsteigen und haben zuerst wieder unsere Schwierigkeiten den richtigen Zug zu finden, da der Fahrplan nur auf Japanisch angeschrieben ist. Ein Schaffner weist uns jedoch auf den richtigen Zug und wir sind auf dem Weg nach Odawara. Um 5 Uhr kommen wir an. Hier sind wir ganz erstaunt über die vielen Leute und fühlen uns fast ein wenig überfordert. Da wir heute vor lauter Reisen, ausser dem Muffin und Frühstück, nicht zum Essen gekommen sind, grummelt unser Magen. Es hat ein riesiges bahnhofeigenes Einkaufszentrum, dessen Essen aber schwer zu identifizieren ist und mit den Rucksäcken eine ziemliche Herausforderung darstellt, überhaupt durchzukommen. Wir erreichen schlussendlich eine uns bekannte Bäckerei, wo wir ein paar leckere Brötchen mit Füllung kaufen. Nun hat uns Aizalene geschrieben, dass sie fertig mit Arbeiten ist und wir uns am Bahnhof treffen können. Sie begrüsst uns herzlich und wir gehen zusammen, zu ihr nach Hause. Unterwegs kommen wir an einem modernen Parkhaus vorbei. Hier werden die Fahrzeuge doch tatsächlich mit einem Lift auf die einzelnen Etagen verteilt. Nachdem wir uns bei ihr gemütlich eingerichtet und ein wenig ausgetauscht haben, suchen wir den nächsten Supermarkt auf, um für das Abendessen einzukaufen. Hanspeter bereitet danach eine leckere Tortilla zu und wir plaudern eine Weile bis wir schlafen gehen.

Hakone 28.04.2019

Heute stehen wir früh auf, denn wir wollen die Ortschaft Hakone besuchen. Da wir nicht genau wissen, wo der Bus fährt, steuern wir zuerst das Visitor Center an. Hier gibt es verschiedene Bus-/Zug Tickets, denn das Gebiet ist sehr weitläufig. Die Dame am Schalter erklärt uns, dass wir heute den touristenreichsten Tag des gesamten Jahres erwischt haben. Der Sonntag zu Beginn der goldenen Woche. Daher rät sie uns ab, mit dem Bus aus der Stadt zu fahren, da wohl viel Stau zu erwarten sei. Wir können aber einen Zug nach Hakone Yumoto nehmen und von dort mit dem Bus an den See fahren. Die Wanderung zum Krater ab Gora ist leider wegen vulkanischer Aktivität gesperrt. Die Seilbahn hinauf ist enorm teuer und wir müssen mit langer Wartezeit rechnen. Wir kaufen also keinen der Buspässe und entscheiden uns an den Ashi See zu fahren und anschliessend nach Hakone Yumoto zurück zu wandern. Der Bahnhof scheint heute noch überfüllter als gestern zu sein, aber im Zug haben wir glücklicherweise noch Platz. In Hakone-Yumoto angekommen schauen wir uns um, wo der Bus fährt. Nach einer Weile finden wir eine Bushaltestelle mit diversen Abfahrts Plattformen. Bei einer scheint eine riesige Warteschlange zu sein – uns schwant nichts Gutes. Während wir so ratlos aus der Wäsche schauen, fragt uns ein Kondukteur, wo wir hinwollen. Wir teilen ihm das mit und er zeigt nach hinten auf die Schlange, und wirft ein entschuldigendes “Sorry, it’s a busy time” nach. Wir stehen also an und denken, dass das hier schon vorwärts geht. Denkste, als der erste Bus kommt, ist dieser schon mehr als halb voll und nur eine Handvoll Leute haben darin Platz. Wir vermuten, dass wir noch einige Stunden warten müssen und entscheiden uns daher, die etwa 10 Kilometer und 800 Höhenmeter für den Hinweg zum See zu Fuss auf uns zu nehmen. Also wandern wir los. Am Anfang führt der Weg durchs hübsche Dörfchen inmitten der Hügeln im Grünen, danach eine kurze Zeit steil eine Strasse hinauf. Wir müssen eine Weile entlang einer Strasse ohne Gehsteig laufen, was etwas mühsam ist, aber glücklicherweise ist diese nicht stark befahren. Danach geht es in den Wald hinein und wir wandern abwechselnd über die alte Pflastersteinstrasse durch den Wald und der neuen Strasse entlang. Der Weg ist sehr schön und nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit aufwärts gegangen sind, haben wir eine tolle Weitsicht. Vermutlich sehen wir sogar bis zur Grossstadt Tokyo, was wir anhand der Wolkenkratzer in der Ferne erahnen. Beim See angekommen gönnen wir uns zuerst einmal unser Mittagessen, etwas Toast mit Käse und Schinken. Da alle Sitzbänke besetzt sind, setzen wir uns zwischen ein paar Fischersleute auf die Steintreppe am See. Während wir gemütlich unser Toast verzerren, kommt eine Frau von den Fischersleuten zu uns und hält uns zwei Becher mit Kaffee hin. Die nehmen wir dankend (Arigato) an und sind gerade ziemlich überwältigt von dieser Freundlichkeit. Nicht zuletzt da wir gerade noch diskutiert haben, eventuell in einem Restaurant oder im Seven Eleven einen Kaffee zu holen. Wir schauen den Fischersleute noch eine Weile beim Fischen zu, und man kann teilweise die grossen Fische sogar mit blossem Auge erkennen. Danach laufen wir entlang des Sees, wo wir schlussendlich in einen hübschen Park gelangen. Im Garten des Parkes können wir noch ein paar Koi-Fische entdecken. Wir haben traumhaftes Wetter heute und können von hier, aber auch vorhin beim See, den Mt. Fuji ohne Wolken klar im Hintergrund sehen. Das hat schon fast Postkartencharakter. Wir geniessen die Aussicht sehr. Nun ist es aber bereits wieder an der Zeit, an den Rückweg zu denken. Da wir nicht den gleichen Weg zurückgehen wollen, den wir gekommen sind, nehmen wir einen längeren Weg in Angriff. Da das erste Stück über die stark befahrene Hauptstrasse führt, laufen wir einen Umweg, so dass wir schlussendlich nur noch einen halben Kilometer ohne Gehsteig am Strassenrand gehen müssen. Hier haben wir jedoch den Weg ganz für uns. Zuerst erreichen wir einen See und danach führt der Weg in den Wald hinein, wo wir keine Menschenseele mehr antreffen. Leider sind die Aussichtspunkte auf diesem Weg rar, aber der Weg ist trotzdem hübsch. Die im Moment fallenden Kirschblüten machen die Stimmung perfekt. Wieder zurück in Hakone Yumoto sind wir ziemlich geschafft, denn wir haben ja schliesslich fast 30 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Natürlich hat es so viele Leute im Zug, dass wir unsere müden Beine nicht einmal entspannen können. Wie dem auch sei, die Zugfahrt ist nicht sehr lange. In Odawara angekommen ist es schon fast Abend und wir besichtigen noch kurz die hübsche Burg von aussen. Als wir bei Aizalene eintreffen hat sie bereits ein leckeres Abendessen mit Tofu und Gemüse zubereitet, was besonders nach diesem langen anstrengenden Tag einfach nur köstlich ist.


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19.04.2019 – 28.04.2019

Nagano 19.04.2019

It is only shortly after 5 am when we arrive in Nagano. Totally tired, we get off the bus, where we realize it is quite cold and the city is still asleep. Nobody seems to be around. We make our way first to the accommodation, because they offered to us, although no one is there, to store our luggage. Then we look for a place where we can stay and have a nice coffee. Our first destination is the tourist office, but it’s not open so early. Since accommodation here in Nagano with 50 US Dollar is enormously expensive, we would like to go camping. However, we have no info if the campsites are open, how much it costs and how to reach. The campsites are not just around the corner, and only the arrival seems to be an investment according to our research.  Unfortunately, the first cafe at the station does not open before 7 o’clock, which is why we drive around the station and discover the beautiful mountainous landscape in the distance of Nagano. Punctual at 7 o’clock opens the cafe and we treat ourselves to the coffee with a delicious breakfast sandwich. The rest of the time we spend researching what we want to do today and tomorrow. Point 9 am the Visitor Center opens and we ask our questions. Unfortunately, it gets pretty complicated as the counselor barely speaks English. She tells us, however, that the campsite we wanted to visit in Togakushi is closed for snow, and she has no information about the others we’ve discovered online. She provides us with maps and Japanese bus timetables, so we have some more information with which we can continue working out our plans. We realize we can not stay in Nagano for the upcoming weekend, as the prices for the cheapest accommodations climb to $ 80 a night. However, we still tend to go to Togakushi tomorrow, even only as a day trip. Nagano has a well-known temple we want to visit. This, even though we actually got an overdose of temples in Kyoto.  To reach it, we stroll comfortably through the main pedestrian area and look around a bit in the local shops. At a bakery we stop, because it smells very good and we treat ourselves to a delicious traditional sweet pastry. The temple area is very large and impressive. In addition, we have probably met the main cherry blossom time, because the cherry blossoms are in our view in full bloom. We observe the Buddhist customs for a while. In front of the main temple is a huge pot where people throw in a bundle of incense sticks. They fanned the resulting smoke and rub it against the body, because the smoke is said to have a healing effect. After looking around for a while, we head back home, looking for more traditional treats. We see small rice balls wrapped in a seaweed sheet at a stall and ask the translator if they are vegetarian. We still have to define something vegetarian, but this confirms the saleswoman and says that Miso (a kind of spice often made from soup) is included. The rice balls are really delicious and we are still thrilled with the Japanese cuisine (which is limited to vegetarian at Manuela). We are still pretty tired and do not want to make big jumps.  But since we currently see no other option than to camp in the region or to Couchsurfing, we still have to buy a gas cylinder. In Osaka there was this on every corner, in the local shopping center we unfortunately did not find anything. We have discovered on maps.me a camping shop, but over 4 kilometers away. But since we have nothing else to do and gas is essential for camping, we decide to go there. Unfortunately, Nagano is quite overbuilt outside the city center and apart from a few pretty residential areas as well as the far-sightedness into the mountains, not necessarily worth seeing. The road along the main road is elongated and it seems to be mainly industrial area. We already doubt if there is a camping shop at the location, or there is a mistake on maps.me, which may happen. We are lucky indeed there is a very large outdoor shop in this place and we buy Campinggas, as well as a new lowered backpack. Since we have no idea how the buses go and we already know the way, we put the 4 kilometers back on foot. Now it is already 4 o’clock and we can finally check in. We spend the rest of the evening at the property and plan tomorrow. We are writing some couchsurfing requests in and around Matsumoto.  We decided to go tomorrow morning and take the bus to Togakushi. There we want to spend a few hours, but look that we are back on time to go to Matsumoto. We’ve found two campsites in Matsumoto that should have opened according to some reviews on google.maps and Google translators. It is somewhat uncertain, because the Google translations is not exact and gives some space for interpretation. However, we are confident it should at least work for one. Since we want to leave early tomorrow to enjoy the day in Togakushi, we do not go to sleep late today, also because we are quite exhausted from last night.

Togakushi 20.04.2019

As we planned yesterday, we get up already at 7, so we catch the bus at half past 9. Togakushi is located in the mountains and the bus has to climb quite narrow streets, which is probably why the bus is so pricy, but we also have a beautiful panorama. Although we do not drive to the final station, we are a bit surprised there is already some snow here. At the bus stop is the first shrine, beautifully made of wood. Then we walk along a path until we reach a turnoff to a temple. We suspect that people are more likely to go skiing than hiking at the moment. We walk along a beautiful cedar-lined path and trudge deeper and deeper through the snow. We are surprised there are quite a few people here who take the difficult path through the snow to reach the temple. Interestingly, however, we seem to be almost the only foreigners here and are greeted by all sorts of japanese (asian) people, with a friendly Konichiwa. Although the trail has only a hint of snow at the beginning, it always gets a bit more and before we get to the shrine, the path goes uphill a bit. Here is where most people struggling it seems, as they are probably not so familiar with snow and it is actually quite slippery. The shrine and temple are quite small, but it looks very pretty in the middle of the snow. We decide to try a hiking trail. The path is still completely snowed, but after a few problems in finding the track, we discover a few traces we can follow.  We are pretty surprised that there are bear warnings. We did not know, that bears exist in Japan and probably a very common occurrence in the Alps. We just hope the bears are still in hibernation. After a while, we reach red shrine gates, where a lake should be. However, we do not see the lake, it is completely snowed. As we go further you hear Manuela swear, because the snow ground has collapsed under her and she stands with one leg in the freezing cold river. Yes, annoying, because of the snow, she could not see the snow-covered bridge that leads across the river. Now when we know it, we can guess it. Then we reach a second lake, which is indeed snowed, but at least we see the lake. Here we eat our lunch and enjoy the beautiful view of the snow-capped mountains. Now we want to tackle another small trail that should lead us to the bus stop. But there is more snow than before, and to move on is really tough. We need a lot longer than expected and of course mislead the way. Thanks to Gps we find the way quickly again and after a felt eternity we reach the third lake. Now we realize our bus leaves in 15 minutes, but we still have to make 2 kilometers and 200 meters difference in altitude. We can impossibly do that and therefore we take things a little easier. We first enjoy the view of the lake and slowly make our way down to the village. Since the next bus leaves only in one and a half hours and the amount of snow is significantly less than before, we do one last hiking trail to the third temple. We can wonderfully walk here and arrived on the place we are rewarded, with a very impressive wooden temple. It is beautiful and detailed crafted, which we have not seen so far. Since it is not so easy to reach, no people are here, which in contrast to the temples in Kyoto, is a huge advantage here and it also looks much more mystical. Then we start the descent over mind 200 steps and we reach relatively soon the next village with the bus stop. About 20 minutes later the bus arrives and brings us back to Nagano. In Nagano we are in a hurry now, because we want to catch the cheapest train at 5 o’clock to Matsumoto, so we hopefully arrive in the daylight at the campsite. The next cheap train would be at 8 o’clock in the evening. We pick up our luggage at the accommodation, stop in the supermarket to shop, so we have something to eat tonight and then we go straight to the train station. Of course there is a huge queue in front of the ticket machine and we try to get through the gate with our IC card. However, the supervisor informs us that the IC card is not accepted here and we tell him which train we want to reach. He says we do not have enough time to buy a ticket on the machine. But we can buy the ticket on the train and he gives us a little note (probably with our starting point), which we should give the conductor. We drive one station after the Matsumoto Central Station and get off. Here it is absolutely quiet and it seems to be a mixture between industrial district and residential district. We first walk between fields before going up the hill, where are some pretty little houses. It really goes up very steep and we can not imagine with the best will, there is a campsite somewhere on the hillside. We reach the last house, where a golf course according to our map should be located and before we tackle the last 100 vertical meters, we want to ask there. Of course the elderly couple do not speak a word of English, but with Google translators we can explain them we want to camp. These are the campsite hosts and golf course owners at once. They show us a price list in Japanese, and point to the price we should pay for a small tent. This is a bit expensive with almost 30 USD but still much cheaper than any accommodation in the area. After a while, we realize they want to ask where our car is. We explain with sign language that we are walking. They look at each other and discuss something. Then the gentleman jumps into his pickup and tells us that we should pack the backpacks on the back and Hanspeter can get in front. The lady starts her car and Manuela can get in there. This is a nice service, they really drive us up, because it would have become even steeper than before and with the backpacks therefore a real exhausting effort.The woman talks to Manuela all the time, although she knows that Manuela does not understand a word. At the top we are totally surprised by the Japanese camping tourism. It has quite a few people, all with huge tents and very extensive equipment (but not a single campervan, not like the Americans). We are greeted by a tent group especially by one guy with a loud “welcome in Japan”, which astonishes us for bit shy Japanese. We set up our mini tent, compared to the others, and enjoy the great view of the valley.  Afterwards, our neighbor and his colleagues, who have received us so kindly, greet us and chat with us in a very broken English. He offers we should join them later. We prepare our supper as he comes to us again to make us understand, they are going to make a fire and we should come there. It’s a bit cold anyway and we happily accept the offer. We chat with them for a while, although the language barrier makes is quite difficult, but they want to know everything, maybe due to alcohol. Anyway, we enjoy the campfire and the nice company, and spend a cozy evening.

Matusmoto 21.04.2019

Today we pack our tent again and say goodbye to our camping buddies from last night. Those guys are actually quite shy today and can hardly speak, so it was probably because of the alcohol yesterday. We walk to the station in the morning, but luckily downhill and not uphill. On the way we can already admire a few cherry trees (Sakura), which are in bloom here in Matsumoto at the moment. Then we take a train to the main station, where we visit the tourist office. In opposite to Nagano, they are able to speak English quite well and we are assured that the campsite in Kamikochi is opened. Since Kamikochi is again such a remote mountain village, the trip costs there and back costs around 40 USD. But in the other hand we can camp for only 16 USD and the area should be very nice. We decide to leave with the last train / bus at 16.00 pm and explore today Matsumoto a bit. Matsumoto is especially known for its impressive castle, which we head for first. The path leads us through the pretty town and past a deliciously smelling bakery, where we buy our lunch. Afterwards we reach the impressive castle of Matsumoto, surrounded by full blooming cherry trees. We decide to look inside the castle and get an insight into ancient Japanese traditions and artifacts. The highlight for us, of course, is the great view we have from the tower to the surrounding area. Since the entrance fee also includes a free entry to the museum next door and we have just got some time left, we visit this afterwards. The museum has some very old relics that are very impressive. We do not spend much time here because we still have to go shopping for the next two days. Since we are still not used well  or better said masters enough to shop in the supermarkets, we have to allow enough time. Even today it is not different, the obvious thing is quickly found, but we are always looking for specific things in packaging for a while. Everything in Japanese, so it remains difficult. When we leave the supermarket, we have exactly 45 minutes to get back to the train station, to buy something we forgot, take our backpacks out of the locker and buy the ticket. Manuela get a little bit stressed, because the packs are squeezed so much into the locker that she hardly gets any more out. Two of the responsible people for the lockers help her and finally open the locker door. A little bit embarrassing, but heck. Now Hanspeter is back with the forgotten goods and we are going to buy the tickets. Now we have hurry a bit on the vending machine, but luckily we are pushing the right button to buy our special ticket. Lucky we manage to get on the train just on time. First we go by train do the final station, where we change to the bus, which is already waiting. The bus goes up a narrow mountain road through several tunnels. We did not really expect snow because the campsite is open and the other campsite in Nagano was closed because of snow. However, when we come out of the second-to-last tunnel, we hardly trust our eyes, because there is snow and not just a little. Now we are afraid that we still have to camp in the snow and are a bit unsure if it is a good idea to spend two nights up here. In Kamikochi arrived there is still some snow, but probably some snow has already been cleared. However, it is cold and we put on our down jackets before heading to the campsite. We just feel like we’re the only crazy people camping within these conditions, but now we have no other choice, we are here – the last bus is gone. On the way we encounter a few snow monkeys for the first time, which makes us very happy to see them. At the campsite there is still some snow, but at least there are a few tents and the area in the forest, where we can put the tent, was the most snow cleared. In fact, someone is also in the office, so we can officially register and pay the camping fee. After we set up our tent, it is already dark and now it is really cold, so we put down in addition to down jacket, cap and gloves. In a shelter, we can cook and after we have something warm in the stomach, we can make it outside with a cheap drink called Strong Cola / Strong Lemon for another hour. However, at half past nine we decide to go in the tent and cuddle in the warm sleeping bags. But even with the warm sleeping bag, the temperature is on the very limit through the night.

Kamikochi 22.04.2019

When the sun shines on our tent this morning, we are still lying a little bit and enjoy the emerging heat. We need some motivation until we get up and prepare the breakfast. Then we discuss which route we start with. So actually, there are only two options, either up the river, or down the river. We first decide to walk upstream and on the way back, up a mountain to a viewpoint, Dakesawa. So first we go a bit upriver, where we have to trudge pretty fast through the snow. A diversion indicates that one could wander from here to a side valley – however, it is still snowed and the sign advises against to walk this path at the moment. When we come out of the forest and catch a glimpse of the river, we see numerous snow monkeys, called Japanese macaque, frolicking on the riverbank. Sometimes with her little ones, which looks very cute. As we move on, we suddenly find ourselves in high snow and believe it or not, a little later we meet a worker, who clears the snow with a kind of excavator and makes the way hiker friendly. After a while we reach a mixture of deep snow and water, because in today’s great weather the snow melts pretty fast. We hear sometimes an avalanche comes down. Since there is no passing here, we walk through the high snow towards the river, where we have a fantastic view of the surrounding mountains and our lunch break. Then we walk back along the riverbed until we reach a bridge where we come to the other side. Here we want to have a look at a lagoon. However, it turns out there is shrine and you can visit the lagoon therefore only by paying admission. We continue the way, though it seems that is locked from here. But since we can not read Japanese and we still see two other people on the way, we walk there too. Here we see again many snow monkeys, which are incredibly cute and apparently used to people, because they are not disturbed by us at all. When we get to the point where the way to the viewpoint would be, we leave that, because it is completely snowy and also quite steep. We have discovered more water areas, which should be downstream. On the way between snow and water, something moves and we discover a small, but nicely patterned snake. Then we come to the village center, where obviously all tourists are. We continue our way, but come to a barrier, which is why we go over the official road to the lakes. However, the road is quite narrow and there is no path for pedestrians, which makes us very uncomfortable. It seems like there is no way through the path to the first lake, but fortunately, the second is near the road. Here we have a great view over the lake, the surrounding mountains and the volcano. We have little desire to go back along the road and therefore try to get through the closed road. This is easier than expected, probably the way was not yet prepared for hiking and therefore we have to go through some snow again.  That bothers us little, because we have wet feet anyway. We can even look at the second beautiful lagoon and stroll leisurely back to the village to the campsite. Although we could not do everything as planned, we spent a wonderful day in the best weather and enjoyed it very much. After the sun sets, it gets cold again, but not as cold as yesterday. In addition, the remaining snow on the campsite is melted and we spend a pleasant evening.

Kamikochi – Shiojiri 23.04.2019

Today we continue to Shiojiri, which is located next to Matsumoto and a couch surfer has accepted us there. Since the camping was cold and we have barely rested since our arrival in Japan, we find this an optimal opportunity to relax a bit. So we pack up our tent in Kamikochi, while we can watch a few of the cute monkeys that frolic on our campsite and drive around noon by bus to Matsumoto. We reach Shiojiri at 2 pm and are warmly welcomed by our host, Sayantani (Shiny). Shiny is an Indian, travels and works around the globe, and at the moment she teaches English in Japan. We chat with her for a while, but then she has to go to work.  We spend a leisurely afternoon in her apartment and do different necessary things. The only activity outside the house is, when we go to the supermarket and buy our dinner. Even though we are in a quiet suburb, sometimes music and an announcement through a speaker are playing, which is pretty special. At 9 o’clock Shiny is back from work and we chat together until late into the night.

Shiojiri 24.04.2019

We’ve rarely slept that long, but when we wake up today, it’s nearly noon. Shiny has also just woken up and almost has to hurry to get to work on time. Today is rainy, so we use it to plan and write the blog. We somehow have to come to Hokkaido and a train ride would be over 200 USD per person. Bus driving would be quite tedious and not cheap. However, we have seen for just under 100 USD there would be an overnight ferry going from Tokyo to Hokkaido. We want to book these first via the ferry’s website. It is quite annoying, as some sections are not translated in English and therefore we need to translate the Japanese characters to German. After having done the whole process after an eternity, it is said that we have booked a standby ticket and we would first receive a confirmation, but at the moment we have to wait. Since we did not enter credit card details, we try it through the website Directferries, where it seems we can actually book the ferry transfer. But even here, after we booked and had to enter card details, it says that we have to wait for a confirmation. It can take for European ferries up to 48 hours and outside Europe even more. Thank you, so we have no idea if this works and when we get finally informed… We booked the ferry on the 1st of May, which is in the middle of the golden week (the big japanese holiday season and this year is crowned the new emperor, which is why extending the holidays from 5 to 10 days). Well, we are actually still confident that it should work on one of the two website. Then we research how to get to the five lakes, from the probably the most famous mountain, Mt. Fuji, and where we can spend the night there. Accommodation is far too expensive (about 100 USD), and the information about campsites are relatively poor. This is tedious, because we spend hours on the Internet, but do not get any really useful information on campsites, just a 2010 advertisement, which lists the former camping prices. According to this information, the best campsites with a view of Mt. Fuji are only available from 50 usd upwards (these are also the campsites that can be found online), which we find way too much. However, there are some simpler and more remote ones, which should not cost so much and we decide, in the village Fujikawaguchiko just to ask the tourist information.  For today’s dinner we prepare some delicious soba noodles with a sesame paste, which is a specialty of this region. Later in the evening, Shiny comes home and we spend a cozy evening together again.

Shiojiri – Fuji Kawaguchiko – Lake Saiko 25.04.2019

Today it’s time to say goodbye to Shiny. It was really nice and relaxing with her, we really enjoyed. At 9 o’clock we catch the train to Kofu, where the journey takes about 2 hours. Kofu seems to be a pretty little town, but we do not see much more than the train station. We have to wait a good hour until our bus goes to Kawaguchiko (the first and main village of the five Fuji lakes). This bus ride takes about 2 hours and in the early afternoon we arrive in Kawaguchiko.  Here we first visit the tourist office to inform us about the transport options and the campsites. But we are disappointed, because the lady can only tell us, where it has campsites (which we already know), but has absolutely no information on prices and facilities. So we have no choice but to go there. Unfortunately, our originally favored campsite is too far away and above all you have to walk 4 kilometers from the last bus stop (the bus also runs irregularly and would take another 1.5 hours). We therefore decide to go to Lake Saiko and hope to find a suitable campsite there. We buy a two-day bus ticket, as this already pays off once you drive to the final destination. The bus ride is really nice and we get excited when the often covered Mount Fuji shows up a bit between the clouds. The bus ride goes first along Lake Kawaguchiko and then to the quiet Lake Saiko. We drive along the left bank of the lake to the end of the lake. Here the bus goes a bit further, but then comes back and returns to Kawaguchiko on the right bank of the lake, where our potential campsite is located. Also for this trip we are over an hour on the bus.  The first campsite seems to be abandoned and if you take a closer look it says that the campsite is only open on weekends. We have seen there should be another campsite next door. Here we even meet someone and we are confident. However, we need a while to explain that we want to camp. The elderly woman then brings an even older woman, probably her mother, which talks to us without point in Japanese. We try to tell her, we do not understand her, but she cares little and she continues to speak. We ask again by translator, if we can camp here and now she starts to write something down. But in Japanese writing, which we can not read as well as understand. The younger woman writes the date tomorrow and we can finally figure out this campsite is open until tomorrow. Today not. We ask if there is another one here. They think about first and then confirm this with „Hai“ and point across the street. We are starting to get a little bit desperate and find it rather difficult, as there is only one kind of resort on the other side. Not a campsite. We go to the end of the tiny village, where we have a „car camp“ on google maps. Here we are lucky, because we see a few cars and some tents and are now a little more relaxed. The owners can even speak a few English words (the rest goes back to sign language and Google translators) and they tell us where we can camp. For 1000 yen (just under 10 usd) per person per night we can set up our tent almost directly on the lake.  After we have settled comfortably, we take the next bus and drive around the lake to the western end, where we have a good view of Mt. Fuji. When we arrive, the mountain is still in clouds, but they dissolve more and more. After about an hour Mt. Fuji has only a small cloud hat and we can enjoy the great view. As the road back to the campsite is not pedestrian friendly, we decide to grab the last bus and drive back to our campsite for a evening. Today it is surprisingly mild and we can really enjoy the evening and the night.

Fuji Five Lakes 26.04.2019

Today, the weather does not really know what it wants, which is why we also have some difficulty in making decisions. Yesterday we saw the Fuji already beautiful and today it looks like he is hidden in the thick clouds. Yesterday we found out that there are still some caves nearby and we decide to visit them. There is a combination ticket for two ice caves, both of which are quite impressive. In the first cave, the silkworm larvae were kept in order to stimulate silk production.  The Japanese have found that the caterpillars produce more silk in a cold environment. In the second cave we have to crawl in between, because it is so narrow, which is quite funny. In both caves it has impressive ice sculptures, so the temperature is correspondingly low. Then we take the bus to Lake Motosu. The view from this lake is shown on the 100 yen bill and of course we want to see this picture in reality. The bus has its end destination at the beginning of Lake Motosu and we decide to walk the approximately 4-kilometer to the other side of the lake, despite the foggy Mt. Fuji. From now on we have a nice view of the lake, but Mt. Fuji does not want to show up. Actually, we wanted to take a hiking trail to Lake Shoji. On closer inspection, however, we realize that we would have to go over a tunnel and the path marked on maps.me is not official, maybe doesn’t exist. Since the weather isn’t better and even a cold drizzle started, we decide instead to walk back to the bus stop. Because we also have to be careful that we do not miss the last bus, which is already pretty early. Contrary to the otherwise punctual Japanese, this bus is over half an hour late, which irritates us a bit. But finally the bus comes. Since we should do some shopping, we drive to Kawaguchiko, where are a few small supermarket. While waiting for the bus, we chatted with a Dutch couple and they gave us their two-day pass when getting off. Of course, we are very happy because our two-day pass would no longer be valid tomorrow and they have taken the bus for the last time today. After we have bought everything necessary, we take the last bus to our campsite. Today we will not stay that long outside than yesterday because the temperature has dropped noticeably. If you can believe the weather forecasts, the temperature difference from yesterday to today night is 10 degrees, so this night will be around 0 degrees. We therefore decide this will be the last day camping here, because tomorrow the temperatures will not be better. We actually want to go to Hakone, but since tomorrow starts the golden week, we find no accommodation under 100 usd, not even nearby.  We tried it with couch surfing and looked for campsites on the internet, but both are not so successful so far. The accessibility is a problem at the campsites and we find hardly any useful information, whether it is actually an overnight camping or in Japan common a day camping. So we have no idea where we are going tomorrow and we are a bit tired from doing research and see what happens tomorrow.

Fujikawaguchiko – Odawara 27.04.2019

Today we hear from 5 o’clock in the morning noise at the campsite and without crawling out of the tent we notice the golden week begins today. When Hanspeter leaves the tent to prepare the breakfast, he is already shocked by the many people. Meanwhile Manuela packs things in the tent and crawls out of the tent 10 minutes later. From a distance, Hanspeter has observed a family who have already parked on our camping area (since the camping area is so big, our tent is extremely small) and the woman sneaks around our tent. When Manuela opens the zipper of the tent and comes out, the lady runs back to the car. Then her husband talks to Manuela. First in Japanese, – she answers with a Konichiwa, but does not understand the rest – then he asks in English if she speaks Japanese, which of course she denies. Manuela was already happy that a Japanese just starts to talk to her, because that never happens so far. After thinking a while he finally asks, if we are leaving the campsite today. Oh, that’s the point… Manuela confirms this and he says something about check out 11. Yes, we know that, but it’s only 8 am. She tells him, we want to catch the first bus at 10.15, so we’re definitely at 10 am away. But if they want to set up, they can of course, there is enough space there. The man seems happy with the answer and thanks her very euphoric. Yes the Japanese, shy as they are and only chatting if there is no other way. Hanspeter has watched the whole thing from afar and finds it hilarious. Afterwards we have breakfast and pack our tent. The family next door has already built their huge tent, but as said there is enough space for two tents and a big car. We wave to the family to signal that we have left and wait then for the bus. Since we have two free day tickets for today, we want to drive around the tourist Kawaguchiko Lake by bus. Unfortunately, the weather is not so good, and contrary to our expectations, it does not get better while driving, but worse. At the last stop of the red Kawaguchiko bus we get off and it rains. That’s why we decide to go for a coffee and treat ourselves to a muffin. The weather does not get any better, the Fuji does not show up and with the midday bus we drive back to the station. We have fortunately received a message on Couchsurfing from Aizalene, a Filipino woman, who can welcome us to Odawara for the next two days. That’s amazing. We have quite a distance with bus and train in front of us, but since the weather is so bad, it hardly bothers us – we just are happy to have a shelter tonight. We first travel a long distance by bus to Gotemba, where we have to change to the train to Minamiashigara. Here we have to change again and have first our difficulties to find the right train, because the timetable is written only in Japanese. But a conductor tells us the way to go and we are on our way to Odawara. At 5 pm we arrive. Here we are very surprised about the many people and feel almost overwhelmed. Since we haven’t eaten more than a muffin and breakfast today, our stomach grumble. This is a huge train station with a big food court, but its food is hard to identify and with the backpacks it is quite a challenge to get through. We finally reach a bakery, where we buy some delicious stuffed rolls. Now Aizalene has written she is done with work and we can meet at the station. She greets us warmly and we go together, to her home. On the way we pass a modern parking garage. Here the vehicles are actually distributed with a lift to the individual floors. After we have set up comfortably and a little exchanged, we go to the nearest supermarket to buy for dinner.  Hanspeter prepares a delicious tortilla afterwards and we have a good chat for a while until we go to sleep.

Hakone 28.04.2019

Today we get up early, because we want to visit the village Hakone. Since we do not know exactly where the bus departs, we first head for the visitor center. There are several bus / train tickets for Hakone, because the area is very spacious. The lady at the counter tells us, today we caught the most touristy day of the year. Sunday at the beginning of the golden week, it couldn’t be worse. Therefore, she advises us not to go by bus out of the city, because a lot of traffic can be expected. But we can take a train to Hakone Yumoto and from there take the bus to the lake.  The hike to the crater from Gora is unfortunately closed due to volcanic activity. The cable car up is very expensive and we have to expect a long waiting queue. So we do not buy any bus passes and decide to drive to Ashi Lake and then hike back to Hakone Yumoto. The station seems to be even more crowded today than yesterday, but fortunately we still have a place to sit on the train. Once in Hakone-Yumoto we look around where the bus is going. After a while we find a bus stop with various departure platforms. One seems to be a huge queue – not a good sign. While we look so desperately, a conductor asks us where we want to go. We tell him and he points backwards at the queue and throws an apologetic „Sorry, it’s a busy time“. So we go there and think it will go forward. When the first bus arrives, it is already more than half full and only a handful of people have room in it. We suspect that we have to wait a few hours and therefore decide to walk the 10 kilometers and 800 meters difference in altitude to the lake. So we start walking. At the beginning, the path leads through the pretty village in the middle of the hills in the green, after a short time steeply up a road. We have to walk along a street without a sidewalk for a while, which is a bit of a hassle, but luckily it is not very busy. Then it goes into the forest and we walk alternately on the old cobblestone road, through the forest and the new road along. The path is very nice and after we have walked up a felt eternity, we have a great sight.  Presumably, we even see up to the big city of Tokyo, which we can guess from the skyscrapers in the distance. Once at the lake we treat ourselves first to our lunch, some toast with cheese and ham. Since all benches are occupied, we sit between a few fishermen on the stone staircase on the lake. As we gently prepare our toast, a woman from the fishermen comes to us and brings us two cups of coffee. We are her very thankfully (Arigato) and are just overwhelmed by this kindness. Not least because we have just discussed, possibly to go in a restaurant or in Seven Eleven to get a coffee. We watch the fishermen for a while fishing, and you can sometimes see the big fish even with the eye. Then we walk along the lake, where we finally arrive in a pretty park. In the garden of the park we can discover some koi fish. We have fantastic weather today and can see Mt. Fuji without clouds in the background from here, but also earlier at the lake. This almost has postcard character. We enjoy the view very much. But now it’s time to think about the way back. Since we do not want to go back the same way we came, we start a longer journey. The first piece leads over the busy main road, why we make a detour, so that we finally have to walk only half a kilometer without sidewalk on the roadside. Here, however, we have the way for us. First we reach a lake and then the path leads into the forest, where we no longer find a human soul. Unfortunately, the viewpoints on this route are rare, but the path is still pretty. The currently falling cherry blossoms make the mood perfect.  Back in Hakone Yumoto we are quite exhausted, because we finally covered almost 30 kilometers by foot. Of course there are so many people on the train that we can not even relax our tired legs. Anyway, the train ride is not very long. Arriving in Odawara it is almost evening and we will visit the beautiful castle from the outside. When we arrive at Aizalenes home, she has already prepared a delicious dinner with tofu and vegetables, which is just delicious after this long, busy day. We are really grateful for her kindness to host us. Without her we had even to camp somewhere out in the cold or maybe not being able to visit beautiful Hakone. Furthermore, we just enjoyed being at her place and having a good time with her.

Japan 1: Osaka & Kyoto

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12.04.2019 – 18.04.2019

Erste paar Stunden in Osaka und einige Eindrücke 12.04.2019

Total geschafft erreichen wir Osaka. Zuerst geht es zur Immigration, wo uns mitgeteilt wird, dass wir den Immigrationszettel nicht mit einem hellblauen Stift ausfüllen dürfen. Eine andere Dame kommt uns jedoch zu Hilfe und meint, dass sei in Ordnung und wir vorwärts machen sollen. Irgendwie fragen wir uns schon fast, ob wir im Krankenhaus oder wirklich bei der japanischen Immigration gelandet sind, da alle hier einen Mundschutz tragen. Aber wohl sind wir richtig, denn nachdem wir unsere Fingerabdrücke abgegeben und nett in die Kamera gelächelt haben, gibts den Stempel für 90 Tage in Japan. Unser Gepäck wartet glücklicherweise bereits auf dem Förderband. Wir gabeln es auf und gehen durch die Zollkontrolle, wobei wir wie gewöhnlich etwas deklariert haben, aber durchgewunken werden. Wir haben einen Bärenhunger, denn im siebenstündigen Flieger haben wir aufs Essen verzichtet, da man sich dieses bei Billigairlines noch dazu kaufen muss. Wir steuern dafür zuerst einen Geldautomaten an und als nächstes einen kleinen Laden am Flughafen, der ein Käsebrötchen im Angebot hat. Leider hat er dieses nur im Angebot, aber nicht mehr vorrätig. Nachdem wir im Google-Übersetzer “ob sie sonst noch was vegetarisches im Angebot haben” eingegeben haben, verneint er und meint tatsächlich, wir können es im McDonalds versuchen. Wir lassen es bleiben und schauen als nächstes, wo wir ein Zugticket kaufen können, um nach Osaka Stadt zu gelangen, denn diese ist noch ein ganzes Stückchen entfernt. Glücklicherweise haben wir auf Google Maps den Zug mit dem günstigsten Preis ausfindig machen können, denn auch die Dame am Ticketschalter spricht kein Englisch. Nachdem wir ihr aber die Verbindung auf dem Handy gezeigt haben, stellt sie uns das Ticket aus. Sie erklärt uns auf japanisch und mit ein paar Handzeichen den Weg zum Zug, denn wir auf Anhieb finden – dank Google.maps. Nachdem wir in den Zug eingestiegen sind, haben wir aber trotzdem ein etwas mulmiges Gefühl, ob es nun der Richtige ist, denn die gesamte Beschriftung ist auf Japanisch, wie auch unser Ticket. Zur Sicherheit steigen wir nochmals aus und fragen einen Schaffner, ob wir im richtigen Zug sitzen, worauf er auf diesen Zug zeigt. Phu, irgendwie haben wir es ja erwartet, sind aber doch etwas eingeschüchtert, da offenbar nicht einmal am Flughafen gross Englisch gesprochen wird. Im Zug werden wir aber wieder etwas entspannter, denn die Ansagen sind nebst japanisch auch auf englisch. Es ist fast 11 Uhr Abends als wir bei unserer Haltstelle ankommen. Wir sind überrascht, denn hier ist absolut nichts los, kaum ein Mensch sehen wir auf der Strasse, als wir auf dem Weg zu unserer Unterkunft sind. Das hätten wir von der zweitgrössten Stadt Japans doch nicht erwartet. Erstaunt stellen wir zudem fest, dass die Strassen absolut sauber sind und in jeder Ecke steht eine Art Selecta Automat, wo man alles mögliche kaufen kann. Da die Reception unserer Unterkunft nicht mehr besetzt ist, haben wir eine Anleitung erhalten wie wir das Gebäude betreten können und wo sich unser Zimmer befindet. Dazu müssen wir die Hand an einen Sensor halten und anschliessend einen Code eingeben, wobei wir sehr froh sind, dass das einwandfrei klappt. Unser Zimmer zeigt uns jedoch schon einmal die sogenannte japanische Grösse auf, denn wir können gerade mal unsere Rucksäcke vor dem Bett verstauen und mehr Platz haben wir nicht. Die Rucksäcke müssen wir jedesmal wegtransportieren, wenn wir das Zimmer verlassen wollen. Also eigentlich nur ein Raum mit der Grundfläche eines Bettes. Dafür ist dieses herrlich weich und wir freuen uns bereits richtig auszuruhen. Seit Fiji haben wir schliesslich nur noch im Zelt gewohnt und seit den letzten 48 Stunden waren wir auf den Beinen. Trotzdem raffen wir uns noch auf, um etwas zu Essen zu kaufen und hoffen, dass der Supermarkt nebenan kurz vor Mitternacht noch offen hat. Das hat er. Eigentlich wollen wir nur was Kleines zum Abendessen kaufen und etwas für morgen zum Frühstück. Das ist aber leichter gesagt als getan, da die meisten Lebensmittel ausschliesslich auf Japanisch angeschrieben sind, ist es enorm schwierig eine geeignete Wahl zu treffen. Wir entscheiden uns für das Offensichtlichste und kaufen eine Packung Toast sowie ein paar überteuerte Käsescheiben zum Frühstück. Zum Abendessen versuchen wir es mit einem Noodle Cup, von welchem man eine riesige Auswahl hat. Anhand der Bilder auf der Verpackung findet Manuela einen der ausschliesslich Gemüse hat (was gar nicht so einfach ist, denn 95% enthalten entweder Fleisch- oder Fischstückchen) und Hanspeter findet einen mit Hühnchen und Gemüse. Dazu gibt es noch eine Packung Kekse. Zurück in unserer Unterkunft bereiten wir unsere Mitternachtssnacks, die Noodle Cups, zu. Wobei zubereiten zu viel gesagt ist, denn man muss lediglich heisses Wasser dazu geben. Eigentlich sind sie ja ziemlich gut, aber Manuela muss das nächste Mal einen anderen finden, denn dieser ist ohne Zweifel mit Seegras, was man recht penetrant schmeckt. Vegetarisch ist er, aber Seegras ist wohl nicht ihr Lieblingsgemüse. Danach gönnen wir uns noch einen Kaffee sowie die paar Kekse (wobei jeder Keks einzeln verpackt ist!) und legen uns anschliessend im gemütlichen Bett im Minizimmer schlafen. Das waren unsere ersten paar Stunden in Japan und wir haben bereits einen kleinen Kulturschock, sind aber gespannt, was uns sonst noch erwartet.

Osaka 13.04.2019

Nachdem wir wunderbar ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt haben, fragen wir unseren Hostelbesitzer per Mail, ob wir noch eine Nacht länger bleiben können. Leider ist das Hostel diese Nacht bereits ausgebucht und wir müssen eine andere Übernachtungsmöglichkeit finden. Wohl hatten wir Glück eine Unterkunft für knapp 25 Franken zu finden, denn die Preise die wir heute auf Booking.com finden, sind weitaus höher, was aber auch daran liegt, dass gerade Wochenende ist. Wir finden ein japanisches Gästehaus zu einem reduzierten Preis, wobei der Preis immer noch bei über 40 Franken pro Nacht liegt und momentan die günstigste Option ist. Was soll’s, wir buchen zwei Nächte, damit wir Osaka etwas erkunden können. Unterkünfte sind hier wohl etwas teurer als gewohnt und damit müssen wir uns abfinden. Pünktlich um 10 Uhr checken wir aus und gehen kurz zum selben Supermarkt wie gestern, um etwas einzukaufen, damit wir ein paar Snacks für den heutigen Tag dabei haben. Danach machen wir uns auf den Weg durch die Strassen Osakas zur nächsten U-Bahn Station. Die offline App Maps.me zeigt uns sogar die U-Bahnlinien an, was enorm praktisch ist, denn so wissen wir, welche U-Bahn wir in welche Richtung nehmen müssen. Wir haben uns in Japan gegen eine Sim-Karte mit mobilen Daten entschieden, da ein anständiges Paket für einen Monat mit umgerechnet 70 Franken enorm teuer ist. Da Japan ein modernes Land ist, zählen wir darauf, an den meisten öffentlichen Orten sowie in den Unterkünften Internet zu finden. Schliesslich ging es früher auch ohne und mit Internet wird man einfach etwas bequemer. Es gibt zudem tatsächlich oftmals ein gratis Wifi, wobei diese meist sehr langsam sind und nicht einmal google.maps funktioniert. Wir haben in der Unterkunft mit einer älteren australischen Dame gesprochen, die uns empfohlen hat, eine IC Karte zu kaufen. Wir haben etwas recherchiert und festgestellt, dass diese Prepaid Karte tatsächlich sehr praktisch ist, da man in allen möglichen Situationen (wie z.B. Transport, beim Einkaufen, an den Snackautomaten etc.) bargeldlos zahlen kann. An der U-Bahnstation gehen wir daher an den nächstbesten Automaten und wollen eine solche Karte kaufen. Irgendwie ist uns aber nicht klar welche und wir kaufen jene die für uns am meisten Sinn macht. Nachdem wir das Ticket, wo alles wieder auf Japanisch steht, erhalten, sieht dieses für uns nicht richtig aus. Wir gehen zu einem Schaffner, der jeweils in einem Häuschen bei der Ticketkontrolle um auf die Geleise zu gelangen, sitzt, und fragen ihn. Mit Englisch kommen wir jedoch nirgends hin und wir zeigen ihm das Ticket. Er nimmt sofort den Google Translator auf seinem Tablet hervor, was wir ebenfalls machen. Er erklärt uns, dass wir eine Mehrfahrtenkarte gelöst hätten und wir erklären ihm, dass wir eine IC-Karte wollen. Er nimmt unser Ticket und ohne die Wimper zu zucken, erstattet er uns das soeben gezahlte Geld zurück. Zudem telefoniert er mit seinem Kollegen und erklärt uns, dass wir an einem Automaten auf der anderen Seite die IC Karte kaufen können. Wir machen uns auf den Weg zum richtigen Automaten und siehe da, sein Kollege kommt uns bereits entgegen und führt uns zum Automaten, stellt die Sprache auf Englisch um und zeigt uns, was wir wählen müssen. Wir sind erstaunt und begeistert zugleich über die Hilfsbereitschaft. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir zwei Wörter gelernt: “Konichiwa” zur Begrüssung und “Arigato”, um sich zu bedanken, was wir jetzt bereits gut gebrauchen können. Mit der IC Karte bewaffnet, kommen wir nun auf das Gleis ohne ein Ticket zu kaufen, denn man muss lediglich beim Eingang die Karte über einen Sensor swipen, dasselbe beim Aussteigen und so wird der gesamte Fahrpreis von dem Guthaben auf der Karte abgezogen. Falls man zu wenig Guthaben beim Verlassen des Bahnhofs hat, wird ein Signalton ausgegeben und das Gate öffnet sich nicht. Daraufhin muss man entweder seine Karte nachladen oder die Preisdifferenz beim Schaffner im vorhin beschriebenen Häuschen zahlen. Als wir an unserer Zieldestination ankommen, navigieren wir uns zu der neuen Unterkunft. Zuerst einmal gehen wir in die komplett falsche Richtung, da die U-Bahn jeweils verschiedene Ausgänge hat und dies mit GPS nicht gut ersichtlich ist. Nachdem wir jedoch die Strasse ein zweites Mal überquert haben, sind wir auf dem richtigen Weg und sollten in ein paar 100 Meter eintreffen. Am besagten Ort angekommen, finden wir keine Unterkunft und sehen sogleich, dass es wohl mehrer Zugänge geben muss. Nachdem wir über einen Parkplatz in eine Sackgasse neben einer Baustelle vorbei gelaufen sind, sehen wir ein Häuschen mit der Beschriftung unserer Unterkunft. Der Gastgeber begrüsst uns freundlich und bittet uns hinein. In Japan muss man in der Regel die Schuhe ausziehen, wenn man ein Gebäude betritt (das war schon bei der vorderen Unterkunft im kleinen Zimmer so) und wir bekommen ein paar Hausschuhe, bei welchen Hanspeter mit Schuhgrösse 46 immer ein wenig Probleme hat. Der Gastgeber plaudert ein wenig mit uns und ist ganz interessiert über unsere Reise. Als wir ihm sagen, dass wir nicht genau wissen, um welche Uhrzeit wir auschecken und wo überall wir noch in Japan hinwollen, scheint er entsetzt und fasziniert zugleich zu sein. Er fragt ganz neugierig, weshalb Europäer oder Amerikaner immer mit Rucksack reisen, obwohl Rollkoffer doch viel angenehmer seien. So plaudern wir über dies und jenes bis unser Zimmer bereit ist. Als wir dieses beziehen können, fragt er uns, ob er versuchen darf den Rucksack hochzuheben. Das sieht schon ziemlich lustig aus, wie er – wohlverstanden im schicken Anzug – Manuela’s Rucksack anzieht, und mit Müh und Not, aber mit breitestem Grinsen, diesen auf unser Zimmer bringt. Das Zimmer ist sehr gross und richtig traditionell eingerichtet. Es hat sogar einen kleinen Schrein und Tatami-Matten zum schlafen. Tatami-Matten sind ganz dünne aus Reispflanze geflochtene Matten, also richtig traditionell, aber leider nicht ganz so bequem wie ein Bett mit richtiger Matratze. Modern ist es aber zugleich auch, denn es gibt eine Bodenheizung. Sowieso heizen die Japaner alles was sie können, denn bis jetzt hatte – ohne Scherz – jedes Klo, eine beheizte Klobrille. Das ist natürlich enorm komfortabel aber auf der anderen Seite auch eine ziemliche Stromverschwendung. Nachdem wir uns gemütlich eingerichtet haben, machen wir uns endlich auf den Weg in die Innenstadt. Wir wollen zuerst die berühmte Burg von Osaka anschauen, nicht zuletzt weil unser Gastgeber gesagt hat, dass wir dort noch ein paar Kirschblüten sehen können. Dies obwohl die Hauptkirschblütenzeit in dieser Region schon vorbei sei, was uns vor der Reise gesagt wurde und die Vorfreude etwas gedämpft hatte. Wir setzen uns daher wir in die U-Bahn und müssen bis zur Zieldestination nur einmal umsteigen. Jetzt merken wir auch wie schnell wir uns ans U-Bahn Fahren gewöhnt haben und wie praktisch das ist. Wir begegnen hier das erste Mal einer Menschenmenge und schlendern gemütlich durch den Park. Tatsächlich können wir einige Bäume mit Kirschblüten sehen, was unglaublich schön aussieht. Bevor wir zur Burg gelangen kommen wir an einen Fluss, dessen gesamtes Ufer idyllisch mit Kirschbäumen gesäumt ist. Es ist auch sehr schön zu sehen, wie tausende der Blüten von den Bäumen in den Fluss fallen. Lustig scheint auch das Selfieverhalten der Japaner, die hier vermutlich Urlaub machen. Überall werden viele Selfies geschossen und sie warten immer ganz geduldig, bis man diese gemacht hat. Wehe aber, wenn man versehentlich ins Bild läuft, denn dann wird man – im Ernst – weggeschubst und für uns in einer unverständlichen Sprache zurechtgewiesen. Ja, wir gewöhnen uns schnell an dieses Verhalten, dass ja auch voll in Ordnung ist, wenn nicht gerade 100 Selfies hintereinander geschossen werden. Wir sind ja immer noch auf dem Weg zur Burg und sind gerade einige Treppen hinaufgestiegen, wo wir eine Plattform mit einer tollen Aussicht erreichen. Hier sieht man wie alt auf neu trifft, im Vordergrund stehen die antiken Gebäude, während wir im Hintergrund die modernen Wolkenkratzer sehen. Das sieht einerseits eigenartig, aber andererseits auch eindrücklich aus. Die Burg selbst ist wunderschön und sehr detailliert gebaut. Wir geniessen den Ausblick auf die Stadt und die Burg für eine Weile und machen uns danach zu Fuss auf den weiteren Weg. Um mit den vielen Menschen umzugehen, haben die Polizisten hier Absperrungen eingerichtet und winken abwechselnd Fussgänger und Autofahrer durch. Nachdem wir das Gelände komplett verlassen haben, herrscht wieder Einsamkeit – wir haben das Gefühl, als wären wir fast die einzigen Fussgänger hier. Velofahrer hingegen sieht man häufig und das sind auch jene, vor denen man sich in Acht nehmen muss, da sie wohl die Verkehrsregeln am wenigsten beachten. Fast wie zuhause. Autofahrer fahren hingegen sehr gesittet und achten sehr stark auf die Fussgänger. Langsam sind wir etwas hungrig geworden und wir kommen gerade an einer Bäckerei vorbei. Wir können es natürlich nicht lassen, kurz vorbeizuschauen, was es denn so gibt. Mit normalem Brot sind wir hier fehl am Platz, aber es hat ganz viele leckere, süsse und gesalzene Backwaren. Da alles auf Japanisch angeschrieben ist und man oftmals nicht sieht, was in den Gebäcken drin ist, fragt Manuela mittels Google-Übersetzer, welche Brötchen Vegetarisch sind. Die Mitarbeiterin zeigt daraufhin auf ein paar wenige und wir kaufen ein paar vegetarische für Manuela mit Creme und Ei, sowie für Hanspeter solche mit Fleisch. Das Gebäck mit der Füllung ist super lecker. Danach schlendern wir ein paar Kilometer durch die Stadt, wobei wir eine Weile dem Fluss entlang gehen, danach einen Schrein besuchen, weiter ein paar enge Gässchen durchqueren und schlussendlich am Hauptbahnhof Umeda landem. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass Umeda der Hauptbahnhof ist. Wir wollen diesen lediglich durchqueren, um auf die andere Seite zum “Umeda Sky Building” zu gelangen. Hier hat sich eine weitere Masse von Leuten versteckt und wir sind ziemlich beeindruckt, wie alle schön geordnet zum richtigen Zeitpunkt und auf der richtigen Seite laufen und so weder die Fussgänger noch der Strassenverkehr beeinträchtigt wird. Der Bahnhof ist sehr luxuriös gestaltet und beinhaltet unzählige Designerläden. Wir verlassen den Bahnhof möglichst schnell und gehen zum Umeda Sky Building. Dieses 173 Meter hohe Gebäude ist sehr eindrucksvoll und modern gebaut. Die Architektur soll einer Raketenabschussrampe nachempfunden sein. Wir haben uns entschieden den Turm zu besuchen, damit wir eine schöne Stadtsicht über Osaka haben. Da sind wir wohl nicht die einzigen, denn kaum dort angekommen, werden wir ganz hinten bei einer riesigen Warteschlange platziert. Wir haben das Gefühl eher auf der Ersatzbank zu stehen, als in der eigentlichen Schlange. Glücklicherweise lassen sie schubweise Leute rein und wir rücken so von Zeit zu Zeit immer etwas näher zum Eingang, was die Motivation aufrecht erhält. Nach etwa einer Stunde warte, kommen wir tatsächlich zum Eingang, wo wir die Tickets kaufen können. Der Turm ist sehr schön ausgestattet mit Informationen zu einigen historischen Elementen von Osaka selbst, aber auch über den Turm. Das Highlight ist natürlich die Aussicht über die gesamte Stadt. Da es bereits am Eindunkeln ist, entscheiden wir uns für ein etwas teures aber leckeres Glacekaffee und warten bis es ganz dunkel wird, um die Stadt nochmals bei Nacht zu sehen. Nachdem wir uns an der Stadtweitsicht sattgesehen haben, geht es in einer spektakulären Glasrolltreppe ein paar Stockwerke hinunter, von wo aus uns der highspeed Lift zum Ausgang bringt. Zum Abschluss des Tages fahren wir mit der U-Bahn zum bekannten Shopping- und Ausgehviertel Dotombori. Hier lassen wir uns vom ganzen Stadtgewusel und den Leuchtreklamen berieseln. Schauen ganz fasziniert das Plastikessen an, welches täuschend echt aussieht und als Werbung für die jeweiligen Restaurants dient. Nun haben wir hunger, aber wo wollen wir essen gehen? Wir suchen ein Ort, der nicht allzu teuer ist, nicht allzu spezielle Sachen zur Auswahl hat und vorallem etwas vegetarisches im Angebot. Das ist gar nicht so einfach, denn viele Restaurants sind verständlicherweise auf Meeresfrüchte ausgerichtet, oder haben teures westliches Essen im Angebot oder eine ausschliesslich Japanische Speisekarte. Wir versuchen es aber doch mit einem japanischen Restaurant, das vergleichsweise günstige Preise hat und sehr viele verschiedenste Gerichte ausgestellt sind. Wir versuchen es einfach und wir landen in einem wohl typisch japanischen Grillrestaurant. Wir erhalten eine halbwegs auf Englisch übersetzte Karte. Die Gerichte sehen sehr lecker aus und uns spricht beide die sogenannte Egg-Roll an. Manuela fragt, ob diese vegetarisch ist, was die Köchin verneint bzw. fragt, ob sie Schweinefleisch esse. Dies verneint Manuela natürlich, aber die Köchin meint, sie könne auch eine Egg Roll ohne Schweinefleisch zubereiten. Wir können den Köchen bei der Zubereitung zusehen, was sehr eindrücklich ist, denn die sogenannte Eirolle besteht tatsächlich aus einer Füllung, die in einem Eierteig eingewickelt ist. Sozusagen ein gefülltes Omelett. Sie macht das sehr gekonnt und das Gericht schmeckt einfach köstlich. Jeder Tisch hat eine integrierte Grillplatte, worauf das Gericht serviert wird und dadurch permanent heiss bleibt. Das ist heute auch das erste Mal seit Jahren, wo wir uns wieder einmal im Stäbchenessen üben. Es dauert daher etwas länger als gewöhnlich, aber mit der Zeit kommen wir mit der ungewohnten Essensart ziemlich gut zurecht. Es wird ja sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir mit Stäbchen essen und können ruhig etwas Übung gebrauchen. Mit vollgeschlagenem Bauch, laufen wir noch durch die überfüllte Shoppingmeile und nehmen die nächste U-Bahn, die uns zu unserer Unterkunft führt. Es ist schon fast Mitternacht als wir dort eintreffen und wir gehen auf direktem Weg ins Bett.


Osaka 14.04.2019

Heute ist es regnerisch, weshalb wir etwas länger brauchen, um uns aufzuraffen. Im Supermarkt nebenan gehen wir zuerst einmal einkaufen, wobei wir ohne Regenschirm ziemlich nass werden. Wir schreiben ein paar Anfragen auf Couchsurfing und besprechen, was wir in den nächsten Tagen so machen wollen. Gegen Mittag hat sich der Regen zumindest ein wenig beruhigt und wir machen uns wieder auf in die Innenstadt. Bei der U-Bahnstation hat jemand sogar eine nicht mehr benötigt Tageskarte hinterlegt, die wir gut brauchen können. Unser primäres Ziel heute ist shoppen, weshalb wir in der Shoppingmeile beginnen, wo wir gestern aufgehört hat. Manuela hat gestern unterwegs ein paar Turnschuhe gefunden und heute wollen wir welche für Hanspeter finden. Das ist mit Schuhgrösse 46 nicht einfach, denn die meisten Männerschuhe gibt es nur bis grösse 44. Nachdem wir ein paar Läden abgeklappert haben, findet er doch noch Passende. Man muss festhalten, dass Shoppen in Japan echt Spass macht, denn sie haben alles mögliche Exklusive und zudem können Ausländer ohne MwSt einkaufen. Wir streifen noch durch alle möglichen Läden und schauen, was es alles zu kaufen gibt. Die Shoppingmeile ist gedeckt, was bei dem heutigen Wetter praktisch ist, aber wir müssen aufpassen uns nicht zu sehr verleiten zu lassen, denn billig ist das angebotene Zeugs nun wirklich nicht. Wir legen in einer japanischen Burgerkette einen Halt ein, um zu Mittagessen. Manuela findet sogar etwas Vegetarisches, ein Burgerbrot lediglich aus Reis gemacht (also kein richtiges Brot), dessen Füllung mit Gemüse ist. Danach besuchen wir noch den ein oder anderen Schrein, welche wiederum ziemlich eindrücklich sind und wir so die alte japanische Bauweise und Tradition bewundern können. Unterwegs sehen wir noch ein paar Leute in einem “Mario-Kart” Gokart auf der Strasse fahren, was enorm amüsant aussieht. Danach machen wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zur Küste, wo wir auf das Riesenrad gehen und die Region etwas erkunden wollen. Leider ist es so stark am regnen, dass wir die übrige Erkundungstour sein lassen und uns direkt zum Gebäude mit dem Riesenrad gehen. Da wir aber erst nach Dunkelheit aufs Riesenrad wollen, halten wir uns im Gebäude auf, wo auch noch ein Legoland integriert ist. Der Eintritt ins Legoland ist jedoch umgerechnet über 50 Franken, weshalb wir nur in dessen Verkaufsshop gehen und die teuren Modelle bestaunen. Ansonsten ist das Gebäude wiederum ein riesiges Shoppingzentrum. Wir finden einen hübschen Laden mit vielen traditionellen Artikeln, wo wir ein paar Souvenirs kaufen und einen Regenschirm mit Kirschblütenmuster, die auf dem Schirm erscheinen, wenns regnet. Wie originell, dass muss Manuela haben, da es ja sowieso regnet und wir keinen Schirm haben. Danach stellen wir uns in die lange Warteschlange, um auf das Riesenrad zu kommen. Man kann zudem noch etwas länger anstehen und man erhält dafür eine Kabine mit Glasboden, natürlich machen wir das. Nach knapp einer Stunde sind wir bereits an der Reihe und betreten das mit 112 Meter höhe eines der weltweit grössten Riesenräder. Obwohl es etwas weniger regnerisch ist, ist die Glaskabine leider immer noch mit Wassertropfen versehen, weshalb die Fotos nur mässig gut kamen. Dafür ist die Aussicht auf die Stadt in der Nacht wunderbar und sehr eindrücklich, von so weit oben. Für Hanspeter war es besonders speziell, da es sein erstes Mal auf einem Riesenrad überhaupt ist. Wir geniessen die schöne Fahrt durch die Nacht sehr. Danach gehts mit der U-Bahn wieder zurück zu unserem Hostel, wo wir uns einen Noodle Cup zum Abendessen zubereiten. Diese sind um einiges leckerer als jene vom Freitag, was daran liegen mag, dass kein Seegras enthalten ist. Wobei man anmerken muss, dass Seegras richtig zubereitet und in der richtigen Dosierung nicht per se schlecht ist, im letzten Noodle Cup wars einfach zu viel. Wir verbringen einen gemütlichen restlichen Abend in unserem Hostel.

Kyoto 15.04.2019

Da wir mit unseren Couchsurfing Anfragen auch in Kyoto erfolglos geblieben sind, bleibt uns nichts anderes übrig als eine Unterkunft zu buchen. Wir entscheiden uns für ein günstiges Mehrbettzimmer für die nächsten 3 Nächte. Etwas nach 10 Uhr checken wir aus und fahren mit der U-Bahn/Zug bis nach Kyoto. In Kyoto sieht alles etwas anders aus, als in Osaka, denn hier herrscht Jubel und Trubel bei unserer Ankunft, was aber daran liegen mag, dass wir ziemlich Zentral gelegen sind. Nach etwa 10 Minuten Fussmarsch erreichen wir unsere Unterkunft und melden uns an. Es ist kurz nach 1 Uhr, der Check-In ist aber erst um 4 Uhr. Wir dürfen das Gepäck hier deponieren, und bekommen bereits das Wifi Passwort. Daher machen wir es uns in der Lounge gemütlich. Wir wollen jedoch nur kurz den heutigen Plan festlegen sowie dessen Weg mit Googlemaps ermitteln, und verabschieden uns bereits wieder. Das erste Ziel ist der buddhistischen Tempel Kiyomizu-dera. Unterwegs kommen wir bereits an einigen eindrücklichen Tempelgebäuden und Schreinen vorbei.

An dieser Stelle müssen wir einen für uns wichtigen Exkurs bezüglich des buddhistischen Symbols der “Swastika” a.k.a. “Hakenkreuz” machen. Beim Durchsehen der heutigen Fotos, aber auch auf zahlreichen künftigen Fotos von etlichen buddhistischen Tempeln, ist ein Hakenkreuz zu sehen (teilweise sehr prominent). Oftmals ist es nach links gerichtet, manchmal aber auch gegen rechts. Wir waren ziemlich schockiert, dieses Symbol überall in Japan anzutreffen und mussten sogar beim Kauf von Souvenirs aufpassen, dass diese nicht mit “Hakenkreuzen” versehen sind. Wir haben daraufhin ge-googlet, was es mit dem Hakenkreuz im Buddhismus auf sich hat und einige, die sich stärker mit dem Buddhismus (oder andere Religionen die dieses Zeichen nutzen) oder der Geschichte beschäftigen, wissen das sicherlich bereits. Wir versuchen daher möglichst einfach zu wiedergeben, was es damit auf sich hat. Das Hakenkreuz, welches man Swastika nennt, ist ein wichtiges religiöses Zeichen im Buddhismus und bedeutet Glück (oder Glückbringer u.ä). Die Meinungen gehen auseinander, so heisst es in einigen Berichten, dass die Swastika nur nach links zeigt. Das dem nicht so ist, haben wir mit eigenen Augen gesehen. Wir haben weiter erfahren, dass die Richtung “links” oder “rechts” zeigt, ob es sich auf das Glück im Diesseits oder im Jenseits bezieht. Man kann hier etwas darüber lesen https://de.m.wikipedia.org/wiki/Swastika oder einfach selbst google befragen. Wir kennen ja das Hakenkreuz im nationalsozialistischen Zusammenhang, denn offenbar hat Hitler dieses Zeichen den Buddhisten geklaut und für seine Zwecke missbraucht. Einer Geschichte zufolge, hat er das Zeichen übernommen, nachdem er einem österreichischen christlichen Priester begegnet ist, der in Indien zum Buddhismus gefunden hatte. Ob es damit etwas auf sich hat oder nicht, wissen wir nicht. Aber die ganze Thematik hat auch bei uns Diskussionen ausgelöst, ob es trotz der heutigen Bedeutung richtig ist, dieses Zeichen nach wie vor so prominent darzustellen. Wir sind uns einig, dass man damit vorsichtig umgehen muss, aber es trotzdem wichtig in der Geschichte ist (und sich der Betrachter – der wie wir – auch damit auseinander setzt) und es daher aus unserer Sicht richtig ist, dass man es im religiösen Zusammenhang beibehalten darf. Was können die Buddhisten dafür, wenn irgendein “Ideologist” (sorry wollte Idiot oder Irrer schreiben) ihr Zeichen für seine grausamen Zwecke missbraucht, obwohl das Zeichen schon seit tausenden von Jahren im Einsatz ist (und das nicht nur vom Buddhismus, es wurde von diversen Gruppierungen verwendet). Auch in Deutschland ist es buddhistischen Gruppierungen nach wie vor erlaubt, das Zeichen für ihre Zwecke zu verwenden, obwohl es eigentlich verboten ist. Nun geht es hier aber soweit, dass auf Stadtkarten linksgerichtete Hakenkreuze stehen, um zu zeigen, wo sich die buddhistischen Tempel befinden. In Hinblick auf die Olympiade 2020 muss Japan sämtliche englischen Stadtkarten anpassen, so dass das Symbol nicht zu sehen ist und somit keine Diskussionen schürt. Das Symbol ist oftmals nicht identisch mit dem uns bekannten Hakenkreuz, denn teilweise ist es auch rund gebogen oder mit Ornamenten verziert, eine Ähnlichkeit sieht man aber nahezu immer und es wirft Fragen auf. Es ist aber wichtig zu wissen woher es eigentlich kommt, denn sowas wurde bei uns im Geschichtsunterricht nicht erwähnt.

Die Strassen Kyotos sind sehr gepflegt und mit Pflanzen sowie Lampions dekoriert. Als wir auf die Kiyomizu-michi Strasse in die Nähe des Kiyomizudera Tempel kommen, gelangen wir in eine riesigen Touristenmasse. Der von aussen schlicht aussehende Tempel mit seinen leuchtend orangen Nebengebäuden ist sehr eindrücklich und wir haben eine wunderschöne Stadtaussicht mit ein paar Kirschblüten. Die Architektur und einfach die Liebe zum Detail bei diesen Gebäuden ist einfach unbeschreiblich. Das ganze Gelände ist ziemlich gross und wir können dabei einige buddhistische Traditionen beobachten. Wir besichtigen den eindrücklichen Tempel auch von Innen, wobei man hier keine Fotos schiessen darf. Die Tempelanlage führt hinter dem Gebäude weiter ins Grüne hinaus, wo ein Pfad weiter zu einem kleinen, abgeschiedenen Tempel führt. Danach gehen wir wieder zurück ins Hauptareal, wo wir diverse Bräuche vom japanischen Buddhismus betrachten können. Danach kehren wir wieder zurück in die vollen Strassen und wollen noch ein paar weitere Tempel besichtigen. Da wir jedoch beim Kiyomizudera einige Stunden verbracht haben, ist es bereits nach 4 Uhr und wir erfahren sogleich, dass wohl die meisten Tempel um halb 5 oder 5 schliessen. Beim Kodai-ji kommen wir leider ohne Eintritt nicht einmal aufs Gelände, weshalb wir um diese Uhrzeit darauf verzichten. Klar sind 500 Yen nur knapp 5 Franken, aber wenn man bei diversen Tempel immer zwischen 300 und 600 (Teilweise sogar über 1000) Yen pro Person zahlen muss, wird das auf die Dauer doch ziemlich teuer. Und wir wollen schliesslich auch was davon haben, wenn wir Eintritt zahlen und nicht nach 30 Minuten bereits wieder gehen müssen. Als nächstes durchqueren wir den Maruyama-Koen Park und stehen schlussendlich vor dem Chion-Tempel, der so eindrücklich ist, dass wir uns einig sind, selbigem in den nächsten Tagen nochmals einen Besuch abzustatten. Nun machen wir uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft. Die Betten im riesigen Dorm sind bereit, aber wir sind trotzdem überrascht etwas Privatsphäre zu haben. Die Betten sind kleine Kabäuschen (mit eigenem Licht und Stromanschluss), welche vorne mit einem Vorhang zugemacht werden können. Das ist wohl die japanische Definition von Mehrbettzimmer (Dorm) und wir sind sehr zufrieden damit. Wie bis jetzt jede Unterkunft ist auch diese enorm sauber, was wohl zum Standard von Japan gehört und wir uns von Südamerika nicht mehr gewohnt sind. Nachdem wir uns eingerichtet haben, wollen wir etwas essen gehen, denn wir haben ein nettes indisches Restaurant, nicht allzuweit von hier entfernt, gefunden. Als wir am besagten Ort mit heisshunger eintreffen, meint jedoch der Besitzer, dass er eine grosse Gruppe erwarte und wir um 8 wieder kommen sollen. Es ist aber erst halb 7 und wir haben jetzt hunger. Aus diesem Grund schauen wir uns für weitere indische Restaurants um. In der grossen Einkaufsmeile, neben welcher wir unsere Unterkunft haben, gibt es noch zwei, davon ist aber das eine geschlossen und das andere hat nur enorm teurer Menus zum Abendessen. Wir laufen daher nochmals zwei Kilometer zu einem weiteren Restaurant, das aber ebenfalls geschlossen hat und landen schlussendlich bei einem nepalesischen Restaurant. Dieses ist klein und spricht uns auf den ersten Blick an, zudem gibt es eine ähnliche Speisekarte wie beim Inder. Das Abendessen ist absolut köstlich, wenn auch ganz klar Portionen, die für Japaner zugeschnitten sind. Wir bestellen daher etwas mehr als gewöhnlich und werden so wunderbar satt. Wir plaudern ein wenig mit der Besitzerin, die gebrochen Englisch spricht und meint, dass sie selbst Japanerin ist, aber ihr Ehemann, der Koch, Nepalese. Wir bedanken uns für das leckere Essen und kehren mit vollen Bäuchen zu unser Unterkunft zurück, wo wir im gemütlichen Aufenthaltsraum verweilen, bevor wir uns schlafen legen.

Kyoto Kurama-Dera & Westen 16.4.2019

Da wir gestern mit den vielen Touristen in Kyotos Strassen etwas überfordert waren, wollen wir heute einen Tempel etwas ausserhalb der Stadt besuchen. Da wir nicht genau wissen, wie wir zu diesem gelangen, insbesondere wie wir unsere Tageskarte am effizientesten nutzen können, statten wir dem Visitor Center am Bahnhof einen Besuch ab. Eine ältere Dame berät uns in Englisch und fragt daraufhin, ob wir Deutsch sprechen. Wir hätten es nicht erwartet, aber sie spricht nun Deutsch mit uns, und kann uns alle Infos geben, die wir brauchen. Wir sind beeindruckt. Wir nehmen zuerst einen Bus, welcher uns zur Zugstation bringt, von wo der Zug direkt nach Kurama-Dera fährt. Wir staunen ebenfalls nicht schlecht, als wir am und im grünen Zug, überall aufgemalte Hanfblätter sehen (später stellt sich heraus, dass ein Baum tatsächlich dieselben Blätter führt, einfach um ein vielfaches verkleinert) – wir finden es lediglich ziemlich amüsant. Die Zugfahrt dauert über eine Stunde und bringt uns komplett aus der Stadt hinaus in die Berge von Kyoto. Der Ort selbst ist sehr klein und besteht lediglich aus ein paar Häuser. Der Tempel befindet sich auf einem Hügel, auf welchen wir nun hinauflaufen. Unterwegs treffen wir bereits auf ein paar schöne Bauten die wir bestaunen können, bevor wir beim Tempel ganz oben ankommen. Dieser selbst ist nicht so pompös, wie jene die wir bis anhin in Kyoto gesehen haben, dafür aber äusserst idyllisch gelegen und von Kirschblüten umgeben. Nachdem wir das Gelände eingehend betrachtet haben, kehren wir wieder zurück zum Bahnhof und fahren mit dem Zug an den Stadtrand. Von da aus nehmen wir den Bus westwärts, wo wir den ersten Halt beim goldenen Tempel (Kinkaku-Ji) einlegen. Hier sind wir wieder bei den zahlreichen Touristen, aber um ehrlich zu sein, ist der goldene Tempel auch sehr eindrucksvoll, wenngleich nicht so pompös wie erwartet. Er ist in einem hübschen japanischen Garten gelegen mit einem kleinen See drumherum. Während wir durch das hübsche Gelände schlendern und alle möglichen Pflanzen und Vögel bewundern, sehen wir plötzlich den Baum,mit den ominösen Hanfblättern. Auch auf diesem Areal haben wir ziemlich viel Zeit verbracht und es ist bereits späteren Nachmittag, als wir auf den Bus um weiter westlich zu gelangen warten. Die Fahrt geht wieder eine gut Stunde und wir müssen einmal umsteigen. Wenn auch Kyoto nicht so viele Einwohner hat wie Osaka, sind die Sehenswürdigkeite ziemlich weit voneinander entfernt und vorallem gibt es kein so gutes U-Bahnnetz, was den Transport enorm in die Länge zieht. Hier wäre noch ein weiterer Tempel zu besichtigen, den Tenryu-Ji. Da aber dessen Besuch mit Garten 1000 Yen kostet, betrachten wir den netten Tempel von Aussen und lassen den Besuch bleiben. Dafür besichtigen wir den Arashiyama Bambushain. Zuerst führt der Weg an einem Schrein vorbei, den wir natürlich noch besichtigen. Der Arashiyama Bambushain ist ein Wald voller riesiger Bambusgräser und wir können auf einem kleinen Gehsteig hindurch schlendern. Das ist enorm schön und wir geniessen die Atmosphäre. Danach schlendern wir noch weiter im Park herum, wo wir sogar noch zu einem schönen Aussichtspunkt über einen Fluss gelangen. Danach schlendern wir dem Fluss entlang bis wir die alte Brücke Togetsu-kyo erreichen. Hier können wir von einer neuen Brücke, die Überreste der alten 1606 gebaute Brücke betrachten. Da es schon wieder 6 Uhr geworden ist, nehmen wir den nächsten Bus, der uns innerhalb der nächsten anderthalb Stunden in die Innenstadt fährt. Da es im Hostel sogar eine Kochnische gibt, gehen wir in einen Supermarkt um unser Abendessen einzukaufen. Der kleine Supermarkt bringt uns aber mal wieder an den Rand der Verzweiflung, da Gemüse unglaublich teuer ist. Zum Vergleich, eine Peperoni / Paprika sowie Zucchetti kostet umgerechnet 2 Franken, eine einzige Tomate 1 Franken. Da überlegt man sich gut, was für Gemüse man einkaufen will und jedes einzelne Gemüs ist in einer Plastikverpackung. Nicht ganz offensichtliche Sachen zu kaufen, ist ebenfalls eine Herausforderung, z.b. Saucen, da alles auf Japanisch angeschrieben ist und man so nur vermuten kann, was enthalten ist. Wir finden schlussendlich alles notwendige zum Abendessen sowie etwas Verpflegung für morgen. Den restlichen Abend verbringen wir im Aufenthaltsraum des Hostel, wobei wir mit einem Deutschen Pärchen zu plaudern beginnen, die ähnliche Schwierigkeiten mit dem Preisniveau hier haben. Sie geben uns ein paar Tipps, wie man etwas günstiger durchkommen könnte und erzählen uns etwas von einer ominösen goldenen Woche. Danach machen wir uns wieder gedanken, wohin wir nach Kyoto gehen wollen und legen uns auf Nagano fest. Hier gibt es nur wenige Couchsurfingmitglieder, aber wir versuchen nochmals unser Glück und schreiben drei Anfragen, bevor wir uns schlafen legen.

Kyoto Kaiserpalast, Tempel & Gärten 17.04.2019

Den heutigen Tag starten wir beim ehemaligen Kaiserpalast. Wir müssen jedoch den Eingang zuerst suchen, denn das Gelände ist riesig und es hat einige sogenannte Eingangstore. Nachdem wir aber eine Weile über die perfekten Kieswegen gegangen sind, erreichen wir ein Tor, wo eine Horde Schulkinder steht. Das muss es sein und wir stellen uns darauf ein, eine Weile zu warten, denn es sind sicher über 100 Leute die hier herein wollen. Ein Sicherheitsbeamter hat aber wohl unseren verzweifelten Blick gesehen und winkt uns nach vorne. Wir müssen zuerst eine Sicherheitskontrolle über uns ergehen lassen und dürfen anschliessend hinein. Wir schlendern durch das Gelände und betrachten die eindrückliche Architektur und die künstlerische Gestaltung der einzelnen Zimmer. Wir sind jedoch erstaunt, dass das Gelände des gesamten Kaiserpalasts zwar gross ist, jedoch ziemlich schlicht, also gar nicht pompös, wie wir es eigentlich erwartet hätten. Die Gärten sind perfekt gepflegt und im Allgemeinen sieht alles sehr perfekt aus. Als wir bei einem Tor durch gehen wollen, heisst es, dass man unter 1.75 sein muss und Hanspeter daher den Kopf einziehen muss. Wir schmunzeln darüber und ein Wächter fügt hinzu “sorry it’s japanese size”, was wir enorm amüsant finden. Uns ist zudem aufgefallen, dass es einige aus unserer Sicht etwas sinnlose Jobs gibt, wie z.B. bei Baustellen, wo zwei Personen lediglich dafür angestellt sind, um Passanten vorbei zu winken. Dass obwohl man nur etwas weiter herum laufen muss und absolut keine Gefahr besteht. Hier sehen wir einen weiteren, amüsanten Job. Da kriechen doch tatsächlich etwa 5 Personen auf dem Boden herum und sortieren Kieselsteine (wir vermuten, dass sie die dunklen Kieselsteine aussortieren müssen). Das ist kaum zu glauben. Nachdem wir alle Ecken des Kaiserpalastes betrachtet haben, machen wir uns auf den Weg nach Osten und besichtigen den silbernen Tempel. Dieser Tempel ist entgegen unserer Erwartung nicht Silbern und nicht sonderlich speziell. Wir finden, dass wir uns den Eintritt hätten sparen können. Der dazugehörige Garten ist aber super schön und typisch Japanisch. Danach spazieren wir eine Weile einer Allee mit Kirschbäumen entlang bis wir den Tempel Nanzen-Ji erreichen, dessen Gelände wir glücklicherweise einmal wieder gratis besichtigen können. Der Nanzen-Ji ist sehr hübsch und es befindet sich sogar noch ein eindrückliches Aquädukt auf dem Gelände. Wir wandern eine Weile auf dem ziemlich grossen Gelände herum und gehen als nächsten zum Tempel Chion-In, den wir bereits vorgestern aus der Ferne gesehen haben. Um dorthin zu gelangen, überqueren wir noch einen hübschen Park und kommen an einem Zoo vorbei. Dieses Tempelgebäude ist ebenfalls sehr eindrücklich und wir verstehen nicht mehr, weshalb gewisse Tempelgelände kostenpflichtig und andere gratis sind. Denn das hier ist aus unserer Sicht der eindrücklichste Tempel, den wir bisher gesehen haben. Als Letztes besichtigen wir das Burggelände von Kyoto, wobei wir von der eigentlichen Burg nicht viel sehen, denn dafür hätten wir nebst dem Gelände Eintritt von 400 Yen noch zusätzliche 500 Yen aufwerfen müssen. Es ist schon spät und wir entscheiden uns deshalb lediglich das hübsche Gelände mit den typischen Gärten zu besichtigen. Danach geht es wieder zurück zur Unterkunft, wo wir heute ein Abendessen mit Kartoffeln zubereiten. Wir sind ganz erstaunt, dass es nun zwei Kochplatten hat und nicht nur eine wie gestern. Es wird ja alles überwacht und vermutlich, wird in Japans Hostel nicht viel gekocht. Wir sind schon erstaunt, dass es heute zwei Herdplatten hat, und vermuten, dass dahinter tatsächlich einen Service steckt. Uns solls jedenfalls recht sein und wir verbringen den restlichen Abend mit der Planung für Nagano. Wir müssen zuerst schauen, wie wir dort hinkommen, denn da wir keinen Zugpass haben, ist Zugfahren viel zu teuer für uns. Wir finden schlussendlich den Willerbus, dessen Preise auch nicht günstig sind, aber um einiges preiswerter als der Zug und daher buchen wir diesen für Rund 50 Franken. Es ist ein Nachtbus, der morgen um 22:00 Uhr in Kyoto losfährt und am nächsten Tag um 06:00 Uhr in Nagano ankommt. Nachdem wir alles erledigt haben, legen wir uns schlafen.

Kyoto Fushimi Inari-Taisha 18.04.2019

Heute heisst es um 11 Uhr auschecken, aber wir dürfen netterweise unser Gepäck im Hostel lagern. Wir haben nicht so viel auf dem Programm wie die letzten Tage, aber wir wollen noch eine Tempelanlage, die Fushimi Inari-Taisha, im süden Kyotos besuchen. Dazu fahren wir zuerst an den Hauptbahnhof und weiter in den südlichen Stadtteil. Hier treffen wir wieder auf eine Horde an Touristen und wir müssen uns gerade motivieren, weiter zu gehen. Der Weg führt durch unzählige rote Schreintore auf einen Hügel hinauf, was sehr eindrücklich ist. Der gesamte Komplex besteht aus 5 Schreinen und wir können eine ziemlich ausgedehnte Wanderung machen. Nachdem wir den ersten Schrein passiert haben, reduziert sich die Anzahl der Leute drastisch und wir können gemütlich von einem Hügel zum nächsten wandern, wobei wir zudem noch einen tollen Stadtblick haben. Wir geniessen es sehr und verbringen ein paar Stunden in der hübschen Region. Wieder zurück beim Hauptbahnhof wollten wir eigentlich noch einen weiteren Tempel anschauen gehen, jedoch sind wir der Meinung, dass wir nun fast zu viele Tempel gesehen haben und gehen stattdessen in einen gemütlichen Park, wo wir etwas ausspannen können. Die Busverbindung sind hier unten etwas komplizierter, um in unser gewünschtes Viertel zu kommen. Wir schaffen es natürlich in den Bus zu steigen, der nach dem Hauptbahnhof anstatt wieder ins Stadtzentrum fährt, weiter zur Endstation fährt und uns dort zum verstehen gibt, dass wir aussteigen müssen. Mittels unserem Busfahrplan finden wir den korrekten Bus, der aber erst in einer Dreiviertelstunde fährt. Also heisst es mal eine Runde warten. Wir können immer noch nicht glauben, dass Japan fast noch pünktlicher zu sein scheint als die Schweiz und hoffen, dass der Bus, der vor zwei Minuten hätte fahren sollen, verspätet ist. Dem ist nicht so und in einer Dreiviertelstunde auf die Sekunde genau, fährt der Bus los, der uns ins Gion-Viertel bringt. Wir schlendern im bekannten Gion-Viertel etwas durch die abendlichen Strassen, welche wunderschön beleuchtet sind und eine schöne Atmosphäre vermitteln. Danach geht es zurück zum Hostel, wo wir uns einen leckeren Noodle-Cup zubereiten und im Aufenthaltsraum warten, bis es Zeit ist zum Bahnhof zu gehen. Wir sind fast eine Stunde zu früh am Bahnhof wollen aber sicher gehen, wo genau unser Bus fährt. An der vermeintlichen Haltestelle ist jedoch alles auf Japanisch angeschrieben und die Abfahrtszeiten stimmen auch nicht mit unserer überein. Wir versuchen es zuerst selbst herauszufinden, fragen aber schlussendlich doch nach, ob wir am richtigen Ort warten. Eine nette Dame zeigt uns, dass wir auf der anderen Seite warten sollen und dort der Bus hinfährt. Wir müssen also noch eine Weile warten bis der Bus kommt. Wir machen daher noch die abendliche Toilette mit Zähne putzen etc. und müssen an dieser Stelle noch einmal die bisher immer top modernen japanischen Klos erwähnen. Nebst das alle eine Sitzheizung haben, gibt es so viele Knöpfe, dass Manuela mal aus versehen, den Notfallknopf gedrückt hat, anstelle des Spülknopf – was aber nicht weiter schlimm ist. Es gibt z.B. einen Knopf, der nennt sich Privacy und es kommt tatsächlich Vogelgezwitscher und Wassergeräusche, wenn man darauf drückt. Das ist doch schon sehr amüsant. Vogelgezwitscher hört man aber nicht nur auf den Klos, sondern auch oftmals auf den Strassen, wo es Lautsprecher gibt, die Vogelgezwitscher von sich geben. So z.B. auch die Ampeln, wenn es grün wird, um die Strasse zu überqueren oder in U-Bahnhöfen. Sowieso ist es nahezu überall, wo man hingeht, mit Lautsprecher ausgestattet und man hört irgend eine Melodie. Etwa 10 Minuten vor Abfahrtszeit kommt ein Bus und wir fragen, ob es der Richtige ist, denn auch hier ist Nagano nur auf Japanisch angeschrieben, aber die Zeichen scheinen übereinzustimmen. Der Bus ist enorm luxuriös. Es hat immer nur drei Sitze in einer Reihe und zwischen jedem Sitz hat es viel Abstand. Zudem hat es um jeden Sitz einen Vorhang, damit man sich komplett verdecken kann und sogar hier maximale Privatsphäre hat. Eine Decke und sogar Hausschuhe gibt es dazu. Wir schlafen wunderbar ein und sind gespannt auf die japanische Alpen in und um Nagano.


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12.04.2019 – 18.04.2019

First few hours in Osaka und some impressions 12.04.2019

Totally exhausted we reach Osaka. First we go to immigration office, where we are told that we are not allowed to fill out the immigration slip with a light blue pencil. However, another lady supports us and says, it’s fine and we should move forward immediatly. Somehow we almost wonder if we are in the hospital or in the Japanese immigration because everyone here is wearing a mouth protecting mask. But it seems we are right here, because after we have given our fingerprints and smiled nicely into the camera, we get the stamp for 90 days in Japan.  Fortunately, our luggage is already waiting on the belt. We pick it up and go through the customs check, where as usual we have declared something but are waved through. We are very hungry, because in the seven-hour flight we have refrained from eating, because in the cheap airlines we’d to buy a meal what we didn’t. We first have to find an ATM and next we go to a small shop at the airport, which has a cheese roll to offer. Unfortunately he has this only advertised, but not in stock. After typing in the Google translator „if they have anything vegetarian“, he answers “no” and suggest to try McDonalds. We let it be and look next, where we can buy a train ticket to get to Osaka City, which is still a quite distance away. Fortunately, on Google Maps, we were able to locate the train with the lowest price, because even the lady at the ticket counter does not speak English. After we showed her the connection on the phone, she hands us the ticket. She explains us in Japanese and with a few hand signals the way to the train, what we immediately find – thanks finally to google.maps. After getting on the train, we still have a bit of a queasy feeling, whether it’s the right one, because the entire label is in Japanese, as well as our ticket.  For safety, we get off again and ask a conductor if we are in the right train, whereupon he points to this train. Phu, somehow we expected it, but are a bit intimidated, as apparently not even at the airport is spoken some English. In the train we will be a little more relaxed, because the announcements are in addition to Japanese also in English. It is almost 11 o’clock in the evening when we arrive at our stop. We are surprised, because here is absolutely quiet, hardly a person we see on the street, as we are on the way to our accommodation. We would not have expected this from the second largest city in Japan. Astonished, we also notice the streets are absolutely clean and in every corner is a sort of Selecta machine, where you can buy everything. Since the reception of our accommodation is no longer occupied, we have received instructions on how to enter the building and where our room is located. To do this, we have to hold our hand to a sensor and then enter a code, where we are very happy that this works without problem. However, our room shows us the so-called Japanese size, because we can just stow our backpacks in front of the bed and we do not have more space. The backpacks we have to carry away every time we want to leave the room. So basically just a room with the footprint of a bed.  The bed is wonderfully soft and we are already looking forward to have a good rest. Since Fiji we have always lived in the tent and for the last 48 hours we were awaken. Nevertheless, we still want to buy some food and hope the supermarket next door is still open shortly before midnight. Yes it is still open. Actually, we only want to buy something for dinner and something for tomorrow for breakfast. But this is easier said than done, since most food is written exclusively in Japanese, it is enormously difficult to make a suitable choice. We opt for the most obvious and buy a pack of toast and a few overpriced cheese slices for breakfast. For dinner we try it with a Noodle Cup, from which one we have a huge selection. Based on the pictures on the packaging Manuela finds one that has only vegetables (which is not so easy, because 95% contain either meat or fish pieces) and Hanspeter finds one with chicken and vegetables. There is also a pack of biscuits we buy. Back in our accommodation, we prepare our midnight snacks, the Noodle Cups, which is fast done, because all we have to do is add hot water. Actually, they are pretty good, but Manuela has to find another one next time, because this is undoubtedly with seaweed, and this taste is a bit strange. It is vegetarian, but seaweed is probably not her favorite vegetables. Then we treat ourselves to a coffee and a few biscuits (each biscuit is individually packed!). Then we have a good sleep in the cozy bed in the mini room. These were our first few hours in Japan and we already have a little culture shock, but are curious about what else awaits us.

Osaka 13.04.2019

After we have slept well and have a good breakfast, we ask our hostel owner by mail, if we can stay one more night. Unfortunately, the hostel is already booked this night and we have to find another place to stay. We were lucky enough to find accommodation for just under 25 US Dollars this night, because the prices we find today on Booking.com are much higher, but that’s also because it’s weekend. We find a Japanese guesthouse at a reduced price, but the price is still over 40 US Dollars per night and is currently the cheapest option. Anyway, we book two nights so we can explore Osaka. Accommodations are probably more expensive than usual and we have to accept. Just on time at 10 o’clock we check out and go to the same supermarket as yesterday to buy something, so we have some snacks for today. Then we make our way through the streets of Osaka to the next subway station. The offline App Maps.me even shows us the subway lines, which is really handy, because we know which subway we have to take in which direction. First we wanted to buy a SIM card with mobile data in Japan, but a decent package for a month is with 70 US Dollars enormously expensive. Since Japan is a modern country, we count on finding Internet in most public places as well as in the accommodations. After all, it used to be without in earlier days and with Internet we will just be a little bit more comfortable.  In fact, there is often a free Wifi, which is usually very slow and not even google.maps works. We spoke at the accommodation before with an elderly Australian lady who recommended us to buy an IC card. We researched a bit and found out this prepaid card is indeed very convenient, as you can pay cashless in all sorts of situations (such as transport, shopping, at the vending machine, etc.). At the subway station we go to the nearest ticket machine and want to buy such a card. Somehow it is not clear which is the right, and we buy the one that makes the most sense for us. After we get the ticket, where everything is written in Japanese, this does not look right for us. We go to a conductor who sits in a little house at the ticket gates to get on the tracks, and ask him. However, we do not get far with English and we show him the ticket. He immediately puts out the Google Translator on his tablet, which we do as well. He explains we have bought a multi-trip ticket and we explain we want an IC card. He takes our ticket and without batting an eyelash, he refunds the money. He also talks on the phone with his colleague and explains we can buy the IC card at a vending machine on the other side. We are on the way to the right machine and behold, his colleague is already coming towards us and leads us to the machine, changes the language in English and shows us what we have to choose. We are amazed and excited at the same time about the support. Until now, we have learned two words: „Konichiwa“ to welcome you and „Arigato“ to thank you, which we can already use now. Having the the IC card, we now get on the platform without buying a ticket, because you just have to swipe the card via a sensor at the entrance, the same when disembarking and the total fare is deducted from the credit on the card. If you have too little credit when leaving the station, a beep will sound and the gate will not open. Then you either have to refill your card or pay the price difference at the conductor in the previously described house. When we arrive at our destination destination, we navigate to the new accommodation. First of all, we go in the wrong direction because the subway has different exits and the right one is not obvious with GPS. However, after crossing the road a second time, we are on the right track and should arrive in a few 100 meters. Arrived at the said place, we find no accommodation and see immediately there must be several accesses. After we have passed a parking lot in a dead end next to a construction site, we see a cottage with the name of our accommodation. The host greets us kindly and let us in.  In Japan you usually have to take off your shoes when you enter a building (this was already the case in the last accommodation in front of the very small room) and we get a few slippers, where Hanspeter with shoe size 46 always have some problems. The host chats a bit with us and is very interested in our trip. When we tell him that we do not know exactly what time we check out and where all we want to go in Japan, he seems shocked and fascinated at the same time. He asks quite curiously why Europeans or Americans always travel with backpacks, although trolleys are much more convenient. We chat about this and that until our room is ready. When we can enter the room, he asks us if he can try to lift the backpack. That looks pretty funny, as he – dressed in a suit – carries Manuela’s backpack, with difficulty, but with the widest grin and brings to our room. The room is very large and really traditional. It even has a small shrine and tatami mats for sleeping. Tatami mats are very thin mats made of rice plant, so really traditional, but unfortunately not quite as comfortable as a bed with real mattress. But at the same time it is modern because there is a floor heating. Anyway, the Japanese heat everything they can, because until now had – without joke – each toilet has a heated toilet seat. This is of course extremely comfortable, but on the other hand also a considerable waste of power. After we have settled comfortably, we finally make our way to the city center. First, let’s take a look at the famous Osaka Castle, not only because our host said we can still see some cherry blossoms there. Although the main cherry blossom season in this region is over, what we were told before the trip and we were therefore a bit disappointed. We take the subway and have to change to the destination only once. Now we also notice how quickly we got used to subway driving and how practical it is. We meet here for the first time a crowd and stroll leisurely through the park. In fact, we can see some trees with cherry blossoms, which looks amazingly beautiful. Before we get to the castle we come to a river whose entire bank is idyllically lined with cherry trees. It is also very nice to see thousands of flowers fall from the trees into the river. Funny looks the selfie behavior of the Japanese, who probably go on holiday here. Everywhere many selfies are shot and they always wait patiently until they are done. If you accidentally run into their picture, because then you are – seriously – pushed away and talked in an incomprehensible language. We quickly get used to this behavior, that is also completely acceptable, if not 100 selfies are shot in a row. We are still on the way to the castle and have just climbed some stairs, where we reach a platform with a great view.  Here you can see how the old meets the new. In the foreground are the ancient buildings, while in the background we see the modern skyscrapers. On one hand, this looks strange, but on the other hand also impressive. The castle itself is beautiful and built in great detail. We enjoy the view of the city and the castle for a while and then continue by foot. In order to deal with the many people, the police have set up barriers and wave pedestrians and motorists. After we leave the area completely, there is loneliness again – we feel like we are almost the only pedestrians here. Cyclists, on the other hand, are seen frequently and these are also the ones to watch out for, as they are probably least aware of traffic regulations. Almost like home. Motorists, however, drive very civilized and pay very much attention to the pedestrians. Slowly we have become a bit hungry and we are just passing a bakery. Of course, we can not resist stopping by to see what’s there. We don’t find normal bread here, but it has a lot of delicious, sweet and salted baked goods. Since everything is written in Japanese and you often do not see what is in the pastries, Manuela asks by Google translator, which buns are vegetarian. The vendor then points to a few and we buy a few vegetarian for Manuela with cream and egg, as well as for Hanspeter with meat. The pastry with the filling is delicious. Then we stroll through the city for a few miles, where we walk along the river for a while, then visit a shrine, continue through a few narrow streets and finally land at Umeda Central Station. At this time we do not know yet that Umeda is the main station. We just want to cross it to get to the other side and reach the Umeda Sky Building. Here’s another crowd of people hiding, and we’re pretty impressed with how everything is organised. At the right time and on the right side so neither pedestrians nor traffic is affected, when people walk. The station itself is very luxurious and includes countless designer shops. We leave the station as fast as possible and head to the Umeda Sky Building. This 173 meter high building is very impressive and modern built. The architecture is supposed to be modeled on a rocket launcher. We decided to visit the tower to have a nice city view over Osaka. Since we are probably not the only, because barely arrived there, we are placed at the back of a huge queue. We feel that we are on the before waiting bench rather than in the queue. Fortunately, they let in people in turns, and we’re always moving closer to the entrance from time to time, which keeps the motivation up. After about an hour’s wait, we actually come to the entrance, where we can buy the tickets. The tower is beautifully decorated with information on some of the historical elements of Osaka itself, as well as the tower itself. The highlight, of course, is the view over the entire city. Since it is already dark, we decide for a slightly expensive but delicious ice cream and wait until it gets very dark to see the city at night. After we have looked at the city, it goes down in a spectacular glass escalator a few floors, from where the highspeed lift brings us to the exit. At the end of the day we take the subway to the famous shopping and nightlife district Dotombori. Here get overwhelmed by the whole city bustle and the neon signs. Very fascinated we look at the plastic food, which looks deceptively real and is used as an advertisement for the restaurants. Now we are hungry, but where do we want to eat? We are looking for a place that is not too expensive, and does not have too special items to choose from, and above all, something vegetarian on offer.  That’s not so easy, because many restaurants are understandably seafood-themed, or have expensive western food on offer or a Japanese-only menu. We try it with a Japanese restaurant, which has comparatively cheap prices and very many different dishes are on the menu. We end up in a typical Japanese grill restaurant. We receive a halfway translated English manu. The dishes look very delicious and we both talk about the so-called egg-roll. Manuela asks if this is vegetarian, which negates the chef and asks if she is eating pork. Of course, Manuela said no to this, but the chef says she can also prepare an egg roll without pork. We can watch the chefs prepare, which is very impressive, because the so-called egg roll actually consists of a filling, which is wrapped in a egg dough. A filled omelette, so to speak. She does it very well and the dish tastes delicious. Each table has a built-in grill plate, whereupon the dish is served and thus remains permanently hot. This is also the first time since years, where we eat with chopsticks. It takes a little longer than usual, but over time we get along pretty well with the unfamiliar eating style. It will certainly not be the last time that we eat with chopsticks and may need some exercise. With a full stomach, we walk through the crowded shopping area and take the next subway, which leads us to our accommodation. It’s almost midnight when we arrive at our accommodation and we go straight to bed.

Osaka 14.04.2019

It’s rainy today, so we need a bit longer to motivate ourselves for getting up. In the supermarket next door we go shopping first, where we get pretty wet without umbrella. We write a few requests on couchsurfing and discuss what we want to do in the next few days. At noon, the rain has calmed down at least a little and we are heading back to the city center. At the subway station, someone even deposited a no-longer-needed day pass, which we can usel. Our primary goal today is shopping, which is why we start in the shopping district where we finished yesterday. Manuela found some sneakers yesterday and today we want to find some for Hanspeter. This is not easy with shoe size 46, because most men’s shoes are only up to size 44. After we have rummaged a few shops, he finds some suitable. It has to be said that shopping in Japan is really fun, because they have everything exclusive and also foreigners can shop without VAT. We still roam through all sorts of shops and see what there is to buy. The shopping mile is covered, which is convenient in today’s weather, but we must be careful not to be too tempted, because cheap is the stuff offered really not. We stop in a Japanese burger chain for lunch. Manuela even finds something vegetarian, a burger bread made only of rice (so no real bread), which is stuffed with vegetables. Afterwards we visit some shrines, which in turn are quite impressive and we can admire the old Japanese architecture and tradition. Along the way, we see some people in a „Mario Kart“ go kart on the road, which looks enormously amusing. Then we take the subway on the way to the coast, where we want to go to the Ferris wheel and want to explore the region. Unfortunately it is so raining that we leave the rest of the tour and go directly to the building with the Ferris wheel. However, since we only want to reach the Ferris wheel after dark, we stay in the building, where a Legoland is also integrated. The entry into Legoland is the equivalent of over 50 US Dollars, which is why we only go to its sales shop and admire the expensive models. Otherwise, the building is again a huge shopping center. We find a nice shop with lots of traditional items, where we buy some souvenirs and a cherry blossom umbrella, where cherry blossoms appears when it rains. How cool is that? A must have for Manuela, since it rains anyway and we have no umbrella. After that, we stand in the long queue to get on the Ferris wheel. You can also wait a little longer and you get a cabin with glass bottom, of course we do. After almost an hour it’s our turn and enter the 112 meters giant wheel, one of the world’s largest. Although it is a bit less rainy, the glass cabin is unfortunately still provided with water droplets, so the photos came only moderately good. But the view of the city at night is wonderful and very impressive, from so high up. For Hanspeter it was very special, as it is his first time on a Ferris wheel ever. We enjoy the beautiful drive through the night very much. After that we take the subway back to our hostel where we will prepare a noodle cup for dinner. These are a lot more delicious than those from Friday, which may be due to the fact that no seaweed is included. But you have to say that seagrass is cooked right and in the right dosage is not bad per se, in the last Noodle Cup was just too much. We spend a cozy rest evening in our hostel.

Kyoto 15.04.2019

Since we were unsuccessful with our Couchsurfing requests in Kyoto, we have no choice but to book a place to stay. We opt for a cheap shared room for the next 3 nights. A little after 10 o’clock we check out and take the subway / train to Kyoto. Everything looks a bit different in Kyoto than in Osaka, because there is a lot of commotion on our arrival, but that may be because we are pretty centrally located. After about 10 minutes walk we reach our accommodation and register. It is shortly after 1 o’clock, but the check-in is only at 4 o’clock. We can deposit the luggage here, and already get the Wifi password. That’s why we make ourselves comfortable in the lounge. However, we just want to set the current plan and determine its path with Google maps, and say goodbye again. The first destination is the Buddhist temple Kiyomizu-dera. On the way we already pass some impressive temple buildings and shrines.

At this point we have to digress for the Buddhist symbol of the „Swastika“. Looking through today’s photos, but also on numerous future photos of several Buddhist temples, a swastika can be seen (sometimes very prominent). Often it is directed to the left, but sometimes to the right.  We were pretty shocked to find this symbol everywhere in Japan and even had to be careful when buying souvenirs, which have the „swastikas“. We then google what the swastika in Buddhism is all about, and some who are more concerned with Buddhism (or other religions that use the sign) or history know it. Therefore, we try to reproduce as simple as possible what it is all about. The swastika, which is called Swastika, is an important religious sign in Buddhism and means luck (or lucky charms etc.).  Opinions differ, according to some reports, the swastika points only to the left. That is not the case, we have seen with our own eyes. We have further learned that the direction „left“ or „right“ shows whether it refers to happiness in this world or in the hereafter. You can read about it here https://en.m.wikipedia.org/wiki/Swastika or just google questions yourself. We know the swastika in the National Socialist context, because apparently Hitler stole this sign from the Buddhists and misused it for his own purposes. According to a story, he took the mark after meeting an Austrian Christian priest who had found Buddhism in India. Whether it has something on it or not, we do not know. But the whole topic has also sparked discussions in our country whether, despite its current significance, it is right to continue to portray this symbol so prominently. We agree that we have to be careful about it, but it is nonetheless important in the story (and the viewer – like us – is also dealing with it) and therefore, in our view, it is right that it is in the religious context can maintain. What can the Buddhists do for any „ideologist“ (sorry, idiot or madman i want to say) to misuse their sign for his cruel purposes, even though the sign has been in use for thousands of years (and not just from Buddhism, it has become diverse) Groupings used). Even in Germany, Buddhist groups are still allowed to use the sign for their purposes, even though it is actually forbidden. Now, however, it is fact on city maps left-aligned swastikas are shown where the Buddhist temples are. For the Olympics in 2020, Japan has to adapt all English city maps, so the symbol is not visible and therefore does not make any discussions. The symbol is often not identical to the swastika we know, because sometimes it is also curved or decorated with ornaments, but you can almost always see a similarity and it raises questions. But it is important to know where it actually comes from, because this was not mentioned in history lessons in school.

The streets of Kyoto are well maintained and decorated with plants and lanterns. As we come to Kiyomizu-michi Road near the Kiyomizudera Temple, we enter a huge tourist mass. The simple-looking temple with its bright orange outbuildings is very impressive and we have a beautiful city view with a few cherry blossoms. The architecture and just the attention to detail in these buildings is simply indescribable. The whole area is quite big and we can observe some Buddhist traditions. We also visit the impressive temple from the inside, where you are not allowed to take pictures. The temple complex continues beyond the building into the green, where a path leads to a small, secluded temple. Then we go back to the main area, where we can see various customs of Japanese Buddhism. Then we return to the streets and want to visit some more temples. However, since we spent a few hours at Kiyomizudera, it is already after 4 o’clock and we learn immediately that probably most of the temples close at half past four or at five. At the Kodai-ji we unfortunately do not even come to the area without entrance, which is why we don’t visit it at this time. Of course, 500 yen are just under 5 US Dollars, but if you have to pay at various temples always between 300 and 600 (sometimes even over 1000) yen per person, it is quite expensive. After all, we also want to have time if we pay admission and do not have to leave again after 30 minutes. Next, we cross the Maruyama-Koen Park and finally stand in front of the Chion Temple, which is so impressive that we agree to visit it again in the next few days. Now we are on the way back to our accommodation. The beds in the huge dorm are ready, but we are still surprised to have some privacy. The beds are small cabin (with own light and power connection), which can be closed with a curtain in front. This is probably the Japanese definition of Dorm and we are very happy with it. Like any other accommodation, this one is extremely clean, which is probably the standard of Japan and we are no longer used to the standard from South America. After we have settled in we want to have some food because we found a nice Indian restaurant, not too far from here. When we arrive hungry at the said place, however, the owner says that he expects a large group and we should come back after 8. It is only half past seven and we are hungry now. That’s why we look for more Indian restaurants. In the large shopping street, next to which we have our accommodation, there are two, but one of which is closed and the other has only enormously expensive menus for dinner.  We walk another two kilometers to another restaurant, which has also closed and ends up at a Nepalese restaurant. This is small and we like it at first glance, also there is a similar menu as the Indian. The dinner is absolutely delicious, albeit clearly portions tailored for Japanese. So we order a little more than usual and get so full. We chat a bit with the owner, who speaks broken English and says that she is Japanese herself, but her husband, the chef, Nepalese. We thank her for the delicious food and return to our accommodation with full bellies, where we stay in the cozy lounge before we go to sleep.

Kyoto Kurama-Dera & West 16.4.2019

Since yesterday we were a bit overwhelmed with the many tourists in Kyoto’s streets, today we want to visit a temple just outside the city. Since we do not know exactly how to get there, especially how to use our day pass most efficiently, we go to the Visitor Center at the station. An elderly lady advises us in English and asks if we speak German. We did not expect it, but she now speaks German with us, and can give us all the information we need. We are impressed.  First, we take a bus, which brings us to the train station, from where the train goes directly to Kurama-Dera. We are also amazed when we see painted hemp leaves everywhere on the green train (later it turns out that a tree actually has the same leaves, simply reduced size) – we find it rather amusing. The train ride takes over an hour and brings us completely out of the city into the mountains of Kyoto. The place itself is very small and consists only of a few houses. The temple is located on a hill on which we now climb. On the way we meet already on some beautiful buildings that we can marvel at, before we arrive at the temple at the top. This itself is not as pompous as those we have seen in Kyoto, but it is extremely idyllic and surrounded by cherry blossoms. After we have looked at the area in detail, we return to the train station and take the train back to the outer city. From there we take the bus westward, where we make the first stop at the Golden Temple (Kinkaku-Ji). Here we are again with countless tourists, but to be honest, the golden temple is also very impressive. It is located in a pretty Japanese garden with a small lake around it. As we stroll through the beautiful area, admire all sorts of plants and birds, we suddenly see the tree with the ominous hemp leaves, which leaves are really small. We also spent a lot of time on this area and it is already late afternoon when we wait for the bus to go further west. The ride is another hour and we have to change once. Although Kyoto does not have as many inhabitants as Osaka, the sights are quite far away, and most of all, there is not such a good subway network. Here is another temple to visit, the Tenryu-Ji. But since the visit of the garden costs 1000 yen, we look at the nice temple from outside and don’t visit it in particular. Then we continue to the Arashiyama bamboo grove. First, the path leads past a shrine, which of course we visit. The Arashiyama bamboo grove is a forest of giant bamboo grasses and we can stroll through a small sidewalk. This is very beautiful and we enjoy the atmosphere. Then we stroll around in the park, where we get to a nice viewpoint over a river. Then we stroll along the river until we reach the old Togetsu-kyo bridge. Here we can see from a new bridge, the remains of the old bridge built in 1606. Since it’s already 6 o’clock, we take the next bus, which drives us within the next one and a half hours to the city center. Since there is even a kitchenette in the hostel, we go to a supermarket to buy our dinner. The small supermarket makes us again quite desperately, as vegetables are incredibly expensive. To compare, a peppers and Zucchini costs the equivalent of 2 US Dollars, a single tomato 1. Therefore, we think twice, what vegetables we want to buy and even every single vegetable is in a plastic packaging. Not quite obvious things to buy, is also a challenge, for example Sauces, since everything is written in Japanese and you can only guess what the ingredients are. We finally find everything necessary for dinner and some food for tomorrow. The rest of the evening we spend in the lounge of the hostel, where we start to chat with a German couple who have similar difficulties with the price level here. They give us some tips on how to get away cheaper and tell us something about an ominous golden week. Then we think again where we want to go to Kyoto and commit ourselves to Nagano. There are only a few couchsurfing members, but we try our luck again and write three requests before we go to sleep.

Kyoto Imperial Palace, Temples & Gardens 17.04.2019

Today we start at the former imperial palace. However, we have to look for the entrance first, because the terrain is huge and it has some so-called entrance gates. However, after we have walked for a while on the perfect gravel roads, we reach a gate where a horde of school children wait. That must it be and we expect to wait a while because there are certainly over 100 people who want to come in here. A security guard has probably seen our desperate look and called us in front. We first have to pass a security check and then we are allowed to go in. We stroll through the grounds and look at the impressive architecture and the artistic composition of each room. However, we are surprised that the site of the entire Imperial Palace is large, but rather simple, so not pompous, as we would have expected. The gardens are perfectly maintained and in general everything looks very precise. When we want to go through a gates, it’s written you have to be below 1.75 otherwise watch your head. Therefore Hanspeter has to duck his head. We smile about it and a guard adds „sorry it’s japanese size“, which we find pretty amusing. We also noticed there are some, in our view, some senseless jobs, such as at construction sites, where two people are employed only to wave pedestrians by. That although you only have to walk a bit further and there is absolutely no danger. Here we see another, amusing job. There are actually about 5 people crawling around on the ground and sorting pebbles (we suspect that they have to sort out the dark pebbles). That’s unbelievable. After looking at all corners of the Imperial Palace, we head east and visit the Silver Temple. Contrary to our expectations, this temple is not silver and not very special. We think we could have saved our entry. The garden is super nice and typical Japanese. Then we walk for a while along an avenue with cherry trees until we reach the temple Nanzen-Ji, whose area fortunately we can visit for free. The Nanzen-Ji is very pretty and there is even an impressive aqueduct on the grounds. We walk around for a while on the rather large terrain and go next to the temple Chion-In, which we saw from the distance the day before yesterday. To get there, we cross a pretty park and pass a zoo. This temple building is also very impressive and we no longer understand why certain temple sites have entrance fees and others are free. Because this is in our view the most impressive temple that we have seen so far. The last thing we visit is the castle grounds of Kyoto, where we do not see much of the actual castle, because we would have had to pay an additional 400 yen in addition to the entry site. It is already late and therefore we decide to visit only the beautiful area with the typical gardens. Then we go back to the accommodation, where we prepare a dinner with potatoes today. We are amazed, now there are two stove tops and not just one like yesterday. Everything is monitored and probably, not many people cooking in Japan’s hostel.  We spend the rest of the evening planning for Nagano. We must first see how we get there, because we do not have a train pass, and train travel is far too expensive for us. We finally find the Willerbus, whose prices are not cheap, but a lot cheaper than the train and therefore we book this for around 50 US Dollars. It is a night bus that departs tomorrow at 22:00 in Kyoto and arrives in Nagano at 06:00 the next day. After we have done everything, we go to sleep.

Kyoto Fushimi Inari-Taisha 18.04.2019

Today it’s time to check out at 11 o’clock, but we can kindly store our luggage in the hostel. We do not have as much on schedule as the last few days, but we still want to visit a temple complex, the Fushimi Inari-Taisha, in southern Kyoto. First we drive to the main station and further to the southern part of the city. Here we meet again a horde of tourists and we just have to motivate ourselves to go further. The path leads through countless red shrine gates up a hill, which is very impressive. The whole complex consists of 5 shrines and we can go on a fairly long hike. After passing the first shrine, the number of people is drastically reduced and we can comfortably walk from one hill to the next while still having a great city view. We enjoy it very much and spend a few hours in the beautiful region. Back at the main train station we wanted to go to another temple, but we think that we have seen almost too many temples and instead go to a cozy park, where we can relax a bit. The bus connection is a bit more complicated down here to get into our desired neighborhood. Of course, we manage to get on the bus, which goes to the main station instead of back to the city center, continues to the terminus and gives us to understand that we have to get off. At least, here we find the correct bus, which departs only in 45 minutes. So we have to wait a while. We still can not believe that Japan seems to be almost more punctual than Switzerland, hoping that the bus that should have left two minutes ago is late. This is not the case and in 45 minutes punctual to the second, the bus departs, which brings us to the Gion district. We stroll in the well-known Gion barrier with it’s evening streets, which are beautifully lit and give a nice atmosphere. Then we head back to the hostel, where we prepare a delicious noodle cup and wait in the lounge until it’s time to go to the train station. We are almost an hour early at the train station but want to be sure where our bus goes. At the alleged stop, however, everything is written in Japanese and the departure times are also not consistent with ours. We try to find out by ourselves first, but in the end we ask if we are waiting in the right place. A nice lady tells us we should wait on the other side. So we have to wait a while until the bus arrives. Therefore, we still do the evening toilet with teeth brushing etc. and have to mention at this point once again the always top modern Japanese toilets. In addition to the fact all have a seat heating, there are so many buttons that Manuela by mistake press the emergency button, instead of the flush button. Can happen – obviously. There are e.g. a button called Privacy and it actually comes birdsong and water flowing sounds, if you press it. That’s very amusing. Bird chirping can be heard not only on the toilets, but also often on the streets, where there are speakers with birdsong (probably just to change the city feeling a bit more out in the nature). For example, when the traffic lights turns green to cross the street or in subway stations. Anyway, it’s almost everywhere you go there are speakers and you hear some tune.  About 10 minutes before the departure time comes a bus and we ask if it is the right one, because Nagano is only written in Japanese. The driver agrees. The bus is enormously luxurious. It always has only three seats in a row and there is a lot of space between each seat. In addition, it has a curtain around each seat, so you can completely hide yourself with a lot of privacy. There is also a blanket and even slippers. We fall asleep wonderfully and are looking forward to the Japanese Alps in and around Nagano.

Tasmanien 2: North & West Coast – Inland – South

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3.4.2019 – 12.4.2019

Marakoopa Cave & Latrobe 3.4.2019

Da wir bereits in der Nähe der Lilydale Falls übernachtet haben, besichtigen wir heute zuerst die besagten Fälle, die nur ein paar Minuten zu Fuss entfernt liegen. Der Weg führt uns durch den Wald und am Ende erreichen wir die kleinen, aber hübschen Wasserfälle. Es sieht heute etwas regnerisch aus, weshalb wir uns überlegen, was wir denn so anstellen können. Wir fahren zuerst zurück nach Launceston und weiter nach Deloraine. Wir haben gelesen, dass es in Mole Creek einige Höhlen gibt, die man erkunden kann. In Deloraine besuchen wir das Visitor Center, um uns wiederum über die Strassenverhältnisse nach Mole Creek, aber besonders über den Narawantapu Nationalpark zu erkunden. Die Dame meint, dass die ungeteerten Strassen in gutem Zustand sind und für uns kein Problem sein sollte. Zudem deckt sie uns mit diversen Karten und Broschüren aus der Region ein. Wir setzen unsere Fahrt fort und als wir Mole Creek erreichen, besichtigen wir zuerst die Alum Cliffs von einem Aussichtspunkt aus. Um diesen zu erreichen, müssen wir zuerst einen steilen, jedoch kurzen Weg hinter uns bringen und werden umgehend mit einer schönen Aussicht dafür belohnt. Diese Klippen sind sehr eindrücklich, denn der Einblick ins Tal ist unglaublich tief. Auf der Karte des Touristenbüros sind ein paar Höhlen eingezeichnet, die wir als nächstes ansteuern wollen. Als wir bei den Marakoopa Caves ankommen, werden wir informiert, dass wir die Höhle nur mit einer geführten Tour besichtigen dürfen. Auf eigene Faust kann man nur die Höhlen besuchen, die nicht verzeichnet sind und man selber findet. Wir stellen uns das schwierig vor und da wir schon einmal da sind, nehmen wir an einer Tour für 20 Australische Dollar teil. Beim ersten und wohl schönsten Teil ist das Fotografieren leider untersagt. Hier sollten wir zudem Glühwürmchen sehen, wobei wir nur wenige erspähen können. Die knapp einstündige Tour führt uns durch die Höhle, deren Gesteinsformationen enorm eindrücklich sind, und wir auch verstehen, dass auf diese hier gut acht gegeben wird. Als wir wieder zum Eingang gelangen, schaltet unsere Führerin das Licht aus und jetzt können wir unzählige Glühwürmchen in der Höhle sehen, was wunderschön aussieht. Sie erklärt uns, dass unsere Augen sich beim ersten Mal noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt haben, jetzt aber, nach einer knappen Stunde in der Höhle, schon. Nach diesem kurzweiligen Abstecher fahren wir wieder nordwärts in Richtung Küste, um zum Narawntapu Nationalpark zu kommen. Wir fahren dazu durch eine hübsche ländliche Gegend und entscheiden uns in Latrobe einen Abstecher zu machen. Latrobe hat den Ruf, die Platypus Stadt zu sein. Platypus sind sehr selten und gewöhnlich schwierig zu sehen, sogar hier. Die beste Chance hätte man gegen Abend und da es schon fast 5 Uhr ist, denken wir, dass unsere Chancen gut stehen. Wir stehen eine Weile am Fluss beim Dorfeingang, aber wir können keinen erspähen und vermuten, dass wir uns nicht am richtigen Ort befinden und fahren in die Warrawee Conservation Area. Die Gegend sowie der ursprüngliche Weg wurde offenbar durch ein Unwetter zerstört und ist gerade im Wiederaufbau, deshalb erreichen wir das Strassenende einiges früher als erwartet. Wir können jedoch noch zu Fuss einem Waldweg entlang laufen, von welchem wir teilweise Sicht auf den Fluss haben. Und siehe da, wir können tatsächlich einen Platypus erspähen, nachdem er uns von zwei Personen gezeigt wurde, die mit dem Feldstecher unterwegs sind. Wir beobachten den Platypus für eine Weile und sind fasziniert, aber leider ist er doch etwas weit weg für ein scharfes Foto. Nachdem wir uns sattgesehen haben und das tolle Tierchen sich immer weiter entfernt hat, machen wir uns auf den Rückweg, da wir es noch vor Dunkelheit in den Nationalpark schaffen wollen. Zum Glück ist es nicht mehr weit, aber weil es trotzdem bereits am eindunkeln ist, müssen wir wahnsinnig Vorsichtig fahren, da es unzählige Kängurus, Padmelones und Wallabies hier im Nationalpark gibt. Besonders die Wallabies und Padmelones sind hier entlang der Strasse sehr aktiv. Die Sonne ist gerade am untergehen und wir gehen an den Strand, um die Stimmung zu geniessen. Danach stellen wir unser Zelt auf und kochen gemütlich Abendessen, während die Beuteltierchen ganz nah bei uns herumhüpfen. Gegen Abend wird die Geräuschkulisse immer eindrücklicher und wir hören sogar einen tasmanischen Teufel, glauben wir zumindest. Nachdem wir gekocht und gegessen haben, hören wir ganz nah bei uns einen seltsamen Schrei und plötzlich hüpft etwas auf das Dach der Grillstation. Es ist ein Possum, dass wohl Essen sucht, wie wir nach erstem Schrecken feststellen. Zum Abschluss sehen wir noch ein kleines Skorpion, das am Boden herum kraxelt. Wir packen daraufhin unsere Sachen und legen uns schlafen.

Narawntapu Nationalpark & Leven Canyon & Black River 4.4.2019

Den heutigen Tag beginnen wir mit der Erkundung des Narawntapu Nationalparkes. Dafür begeben wir uns auf einen Wanderweg, der uns zuerst durch den Wald und anschliessend auf einen Hügel führt, von welchem aus wir eine wunderbare Aussicht auf den gesamten Park und das Meer haben. Wir haben das Gefühl in jeder Ecke die Pademelons zu sehen, welche uns beobachten sowie auch den ein oder anderen Kookaburra. Der Nationalpark ist wunderschön und es scheint, als hätten wir ihn auch hier nahezu für uns alleine. Den Rückweg absolvieren wir über ein grosses Feld an einem See mit vielen Wasservögel. Das Highlight sind aber hier die unzähligen grossen Forester Kängurus (auch unter dem Namen Easter Grey bekannt), welche Australiens zweitgrösste Kängurus nebst den Western Red sind. Viele liegen ganz gemütlich im Gras oder erstarren als sie uns sehen, oder sie ziehen sich geschlossen zurück. Andere lassen sich von uns gar nicht beeindrucken. Wir sind begeistert, so viele dieser Tierchen so nah zu sehen und beobachten zu können. Wieder zurück am Ausgangspunkt gehen wir kurz ins Visitor Zentrum und plaudern ein wenig mit der Dame, die uns viele Informationen über die Wildtiere auf Tasmanien gibt. Hier erfahren wir beispielsweise auch, dass es nur drei Schlangenarten in Tasmanien gibt und davon alle drei giftig sind, aber dasselbe Gegengift benötigt wird. Als nächstes fahren wir nach Devonport, um dort ein Kamerageschäft aufzusuchen, da wir einen zweiten Kamera Akku benötigen (der Akku ist schnell leer und man kann ihn nicht über USB sondern nur über eine normale Steckdose aufladen) und die Stadt liegt sowieso auf dem Weg. Das erste anvisierte Geschäft führt glücklicherweise einen passenden Akku und der Verkäufer bietet uns an, diesen noch voll aufzuladen. Also nutzen wir die Zeit dazwischen, um den Einkauf zu erledigen und essen das Mittagessen in einem Park am Meer. Danach ist der Akku vollständig aufgeladen und wir machen uns auf den Weg zum Leven Canyon. Dieser liegt wieder etwas Inland auf einer wenig befahrenen Strasse, aber mit toller Umgebung. Den Aussichtspunkt zum Canyon liegt etwas 15 Gehminuten vom Parkplatz entfernt und wir haben eine herrliche Aussicht auf die Umgebung. Wir besuchen noch den zweiten Aussichtspunkt, der um einiges tiefer liegt und wir viele Treppen nach Unten bewältigen müssen (wir sind daher froh, oben begonnen zu haben). Auch vom zweiten Aussichtspunkt ist das Panorama toll und wir geniessen es sehr. Wieder zurück beim Auto setzen wir unsere Fahrt fort und besuchen als nächstes einen hübschen Wasserfall, der auf dem Weg liegt. Schlussendlich legen wir einen Stop an einem hübschen Aussichtspunkt über das durch Ackerbau geprägte Tal ein und machen uns wieder auf den Weg zur Küste. Im Örtchen Penguin legen wir den nächsten Halt ein, in der Hoffnung Pinguine zu sehen. Aber dafür sind wir viel zu früh, offenbar müssten wir in der Nacht kommen und da Moulting Zeit ist, sind die Chance diese zu sehen, sowieso gering. Daher schliessen wir den Tag ab, indem wir noch einige Kilometer an der Küste entlang fahren und schlussendlich auf einem Campingplatz beim Black River übernachten, wo es wiederum enorm viele Hüpfer hat.

Fahrt an die Westküste und zurück nach Wynyard 5.4.2019

Heute geht es weiter Richtung Westen, genauer gesagt wollen wir die Westküste erreichen. Zuerst aber fahren wir auf die Halbinsel des Nut State Reserve hinaus, wo sich das Dörfchen Stanley befindet. Wir fahren hier zum Fuss des Vulkanberges, the Nut genannt. Es ist noch Morgen früh, als wir hier ankommen und es scheint, als wäre alles noch am Schlafen. Wir machen unseren Morgenspaziergang auf den Nut und sind begeistert, welch fabelhafte Aussicht wir haben. Es ist sehr schön hier oben, aber auch etwas windig. Dennoch absolvieren wir einen gemütlichen Rundwanderweg. Nach etwa anderthalb Stunden befinden wir uns wieder bei unserem Auto und setzen die Fahrt zur Westküste fort. Nicht aber ohne die markante Nuss noch einmal aus der Ferne zu Fotografieren. Zudem begegnen wir einer Gruppe Kakadus, als wir das Dörfchen verlassen. Der weitere Weg ist sehr abgelegen und es fühlt sich gar nicht danach an, als ob wir auf dem Highway fahren würden. Angekommen an der Westküste in Marrawah fahren wir zuerst an den Strand, wo wir uns mal wieder wie am Ende der Welt fühlen. Es ist noch nicht mal 11 Uhr und wir entscheiden uns, anstatt verfrüht zu Mittag zu essen, nochmals für einen Kaffee am wunderschönen Strand. Als nächstes fahren wir zum Dörfchen Arthur River, welches sich ebenfalls an der Westküste befindet und wo auch der berühmte Edge of the World ist. Auch hier haben wir einen unglaublichen Ausblick, wir kommen schon fast nicht mehr aus dem Staunen heraus. Wir geniessen es einfach, auch wenn die Küste rau und windig ist. Da der weitere Weg für eine lange Zeit und ohne Zivilisation, über eine ungeteerte Strasse deren Zustand wir nicht kennen führen würde, kehren wir an diesem Punkt wieder um und fahren die gesamte Strecke wieder zurück. Nachdem wir den gestrigen Übernachtungsplatz am Black River passiert haben, kommen wir zum Rocky Cape Beach, wo wir zuerst eine Mittagspause einlegen. Auch hier haben wir schönen Strand und können aus der Ferne eine Höhle bewundern, in welcher früher die Aborigines zuflucht fanden. Danach gehen wir die andere Seite des Rocky Cape National Park besuchen, wo wir zuerst zum Sisters Beach und schlussendlich zum Boat Harbour Beach fahren, welcher als einer der schönsten Strände in Tasmanien bewertet wird. Dieser Strand ist auch sehr eindrücklich, aber wir sehen nicht einen grossen Unterschied zu den unzählig anderen, die wir bisher besucht haben. Aber das mag vielleicht daran liegen, dass es heute ziemlich grau ist. Trotzdem sind wir glücklich über das Wetter, denn eigentlich war nahezu den ganze Tag Regen angemeldet. Wir haben auch gesehen, dass Regen dringend notwendig wäre, denn sogar die Wallabys gestern beim Campingplatz haben offensichtlich nach Wasser gesucht. Als wir das gesehen haben, haben wir eine Schale Wasser hingestellt, wobei es eine Weile gedauert hat, bis sie sich getraut haben zu trinken. Wir setzen unser Fahrt nach Wynyard fort und befahren kurz vor der Stadt die Panoramaroute Table Cape, wo wir den ein oder anderen sehr netten Stopp einlegen, den einen mit Sicht auf einen Leuchtturm. Den letzten Sightseeing Halt machen wir am Fossil Bluff gerade am Stadteingang von Wynyard, wo wir am Strand eindrückliche Felsformationen begutachten können, welche aus Fossilien des Meeres zu bestehen scheinen. Wynyard selbst sieht nach einer Ortschaft aus, wo eher wohlhabende Menschen leben, was wir nicht gerade erwartet hätten. Trotzdem gehen wir hier kurz das notwendigste Einkaufen und tanken voll, denn nun führt uns der Weg richtung landeinwärts. Da morgen das beste Wetter der kommenden Tage für die Cradle Mountain Region gemeldet ist, wollen wir diese besuchen. Diese Berge wären super eindrücklich, jedoch sind sie offenbar nur an einem von 10 Tagen nicht von Wolken bedeckt und wir hoffen daher auf unser Glück. Wir fahren die nächsten 60 Kilometer inland, wobei es unterdessen stark zu regnen beginnt und wir hoffen, dass wir heute auch campen können. Der gratis Campingplatz liegt mitten im Wald und glücklicherweise hat es mittlerweile aufgehört zu regnen, so dass wir unser Zelt im Trockenen aufstellen können und sogar noch einen netten Spaziergang an den Fluss unternehmen. Danach heisst es kochen und wir sind froh, dass es zumindest einen gedeckten Unterstand hat, denn nun regnet es wieder stark. Wir können aber trotzdem einen gemütlichen Abend und eine gute Nacht verbringen.

Cradle Mountain 6.4.2019

Es hat die ganze Nacht geregnet und gestürmt, aber glücklicherweise sind wir trocken und unser Zelt ganz geblieben. Das Wetter sieht tatsächlich etwas besser aus als gestern und wir hoffen das Beste für den heutigen Ausflug. Wir sind sehr früh unterwegs, da wir ja einiges auf dem Programm haben. Es hat wohl enorm gestürmt gestern, denn es sind teilweise immer noch umgefallene Baumstämme auf der Strasse, die wir gerade knapp umfahren können. Als wir im Dorf von Cradle Mountain ankommen, sind wir doch etwas schockiert wie, einerseits touristisch, aber andererseits auch kalt es ist. Wir statten uns mit allen Winterkleider aus, die wir haben und sehen bereits jetzt, dass wir wohl doch nicht so ein Wetterglück haben werden. Naja, da man mit dem eigenen Auto nicht an den Ausgangspunkt fahren darf, nehmen wir den Shuttlebus, der uns gratis zum gewünschten Ziel bringt. Der Start beginnt ziemlich gut und es scheint, als könnte sich die Sonne schon fast durchringen. Wir marschieren los und kommen an einigen hübschen Wasserfällen vorbei. Die Umgebung ist auch hier wunderschön. Als es jedoch immer mehr bergauf geht, wird die Sicht immer schlechter, aber je nach Wind können wir trotzdem noch den ein oder anderen Blick auf den Kratersee erhaschen, welcher unser erstes Ziel ist. Wir sind immer noch guten Mutes, dass die Wolken bald verschwinden und setzen die Wanderung fort, bis wir eine Schutzhütte erreichen, wo wir unser Mittagessen verspeisen. Danach ist es nicht mehr weit und wir entscheiden uns das letzte Stückchen auf den Cradle Mountain in Angriff zu nehmen in der Hoffnung, dass wir aus dem Nebel kommen. Der Weg führt uns enorm steil hinauf und ist um einiges länger als erwartet. Es macht aber spass über die vielen Felsen zu klettern und hier haben wir bereits einen eindrücklichen Blick, obwohl wir die Berge nur in Nebelschwaden sehen. Alles in allem hat der Aufstieg uns gefallen und er war etwas herausfordern, aber leider hatten wir auch auf dem Berge keine Aussicht. Wir machen uns wieder auf den Retourweg und entscheiden uns dabei einen anderen Weg zu nehmen, um noch den Dove Lake zu besuchen. Kurz nachdem wir abgebogen sind, treffen wir auf ein Wombat, eine Art riesiges australisches Murmeltier. Beim Abstieg klart der Himmel etwas auf und wir haben doch noch einen tollen Ausblick auf den See und teilweise sogar hoch zu den Bergen. Schade sind wir nicht mehr oben. Aber eigentlich müssen wir uns sowieso etwas beeilen, da wir den letzten Bus um halb 6 erwischen müssen, sonst wäre es etwas blöd. Der Abstieg zum Dove Lake dauert um einiges länger als der Aufstieg, da dieser Weg viel weniger gepflegt wird. Aber irgendwann sind wir auch wieder unten und der Rundweg am See entlang führt uns schnell ans andere Ende, wo wir um 5 den Bus zurück zum Parkplatz nehmen. Danach fahren wir noch ein paar Dörfchen weiter und einige Höhenmeter hinunter, bis wir einen netten Campingplatz finden. Da es Mal wieder ein Bezahlcampingplatz ist, können wir allerlei Notwendigkeiten wie Waschen erledigen.

Launceston – Liffey Falls – Hamilton 7.4.2019

Der heutige Tag hat Regen versprochen und wir wissen noch nicht so recht wohin wir wollen. Zurück zum Cradle Mountain jedenfalls nicht, der war zu kalt und die Sicht wäre wohl noch schlechter. Während dem Zelt abbauen wird uns jedoch die Entscheidung nahezu abgenommen, denn die zweite Zeltstange ist nun endgültig gebrochen, was bedeutet, dass wir nun effektiv Ersatz auftreiben müssen und daher nach Launceston fahren werden. Natürlich muss heute Sonntag sein, aber wir hoffen trotzdem irgendwo etwas zum Reparieren zu finden. Es gibt erstaunlicherweise viele Shops die offen haben und Campingausrüstung verkaufen, aber jeder schickt uns zu einem anderen. Der Einzige der auf die eigentliche Reparatur spezialisiert wäre, hat natürlich heute geschlossen. Wir kaufen daher ein ultrastarkes Tape mit welchem die Stange auch fixiert werden können. Eigentlich haben wir die Suche schon aufgegeben und gesagt, dass wir morgen in  Hobart weiterschauen. Nun kommen wir aber noch an einem weiteren Outdoorladen vorbei und wir machen noch einen letzten Versuchen. Dieser hat leider auch kein Reparaturkit, da er nicht einmal Zelte verkauft, aber er schickt uns zu einem Campingausrüster gleich um die Ecke. Und siehe da, die sehr hilfsbereiten Mitarbeiter können uns helfen und sind über die Qualität der Stangen fast etwas schockiert. Sie bieten uns sogar an, dass Zelt einzuschicken und uns eins zum Mieten zur Verfügung zu stellen, aber dafür reicht unsere Zeit wieder nicht. Sie haben jedoch genau die richtigen Reparaturhülsen für den Stangendurchmesser die wir brauchen und wir sind überglücklich. Nun hat sich die Suche doch noch gelohnt. Danach fahren wir schnell wieder aus Launceston hinaus und steuern die Liffey Falls an. Das Wetter ist schlecht gemeldet in der nächsten Zeit, weshalb wir uns entschieden haben, möglichst schnell wieder in den Süden zu kommen. Der Weg zu den Liffey Falls führt uns von unserer Lage aus über eine längere ungeteerte Strasse und gegen Schluss wird sie noch etwas herausfordernd. Am Ausgangspunkt angekommen gönnen wir uns zuerst ein leckeres Mittagessen und machen uns danach auf den Weg, um die Wasserfälle anzuschauen. Die verschiedenen Wasserfälle entlang dem Waldweg sind sehr eindrücklich und wir geniessen den Spaziergang. Danach fahren wir zur nächsten Hauptstrasse, die uns südwärts führt. Diese führt uns entlang des Great Lakes und wir hatten die Hoffnung auf eine schöne Aussicht. Leider ist es hier wieder enorm nebelig, so dass wir froh sind überhaupt noch etwas von der Strasse zu sehen, geschweige denn vom See. Ein wenig später können wir aber doch noch den ein oder anderen Blick auf den See erhaschen und an dessen Ende fahren wir weiter Richtung Hamilton, wo das Dorf einen netten 5 Dollar Campingplatz zur Verfügung stellt. Wir verbringen hier einen gemütlichen Abend, obwohl es doch nahezu den ganzen Abend unglaublich stark regnet.

Hamilton – Cockle Creek 8.4.2019

Heute geht es auf direktem Weg nach Süden, wobei wir zuerst an einigen ländlichen Dörfchen vorbeifahren bevor wir schliesslich in Hobart landen. Auch diese Stadt durchqueren wir nur und setzen unser Fahrt bis ins Huon Valley, wo wir bei der berühmten Cidery (Apfelwein-Fabrik), Apple Shed von Willy Smith, einen Halt einlegen. Es ist super schön und rustikal eingerichtet, so dass man sich sofort wohl führt. Wir bestellen eine Probierrunde und kaufen ein Sechserpack mit zwei verschiedenen Sorten der leckeren Getränke. Danach fahren wir weiter in den Süden bis wir an die Küste gelangen, wo wir in Southport eine Tankstelle ansteuern wollen. Denn genau jetzt meldet der Boardcomputer unseres offenbar super schlauen Fahrzeuges, dass einer der Reifen zu wenig Reifendruck hat. Southport ist leider kein richtiges Dorf mehr, sondern lediglich ein Cafe und eine kleine Tankstelle. Die Tankstelle hat jedoch keine Luft. Irgendwie haben wir aber keine Lust, wieder zurück zu fahren, denn wir wollen noch bis zum Ende der Strasse nach Cockle Creek kommen und ohne Computer hätten wir den Luftverlust auch gar nie wahrgenommen. Dazu kommt, dass wir schon einmal gesehen haben, dass unsere Reifen eigentlich überdruck haben und wohl nicht richtig kalibriert sind. Daher setzen wir unseren Weg fort, sind aber schon etwas nervös, da wir schon nach ein paar Kilometer auf eine unbefestigte Strasse treffen, welche auch bis dessen Ende nicht mehr geteert sein wird. Da es die letzten Tage ja stürmisch war, sehen wir noch einige Arbeiter, die Strommaste reparieren und Bäume aus dem Weg räumen. Wir hoffen daher, dass sich das Wetter bis morgen etwas im Zaum halten wird. Die Fahrt entlang des Meeres ist sehr idyllisch, wenn auch ein wenig holprig. Am Ende der Strasse ist ein Campingplatz, wo wir ebenfalls bleiben wollen. Da es aber erst gerade Nachmittag geworden ist, entscheiden wir uns zuerst für eine kleine Wanderung entlang der Küste. Wir schauen die Gezeitentafel an und stellen dabei fest, dass wir noch etwas früh dran sind, aber der Höchststand der Flut bereits vorbei ist. Also machen wir uns auf den Weg, wobei wir schon früh aufpassen müssen, keine nassen Füsse zu kriegen. Es machte aber Spass entlang der wunderschöne Küste zu wandern obwohl wir sehen, dass es in der Ferne bereits regnet. Trotzdem gehen wir weiter bis ans Ende des Weges, wo wir noch auf eine Ruine treffen, welche als Walfangstation der frühen Siedlern diente und wie die Schilder verraten,wurde diese von Gefangenen erbaut. Wir schlendern hier etwas herum, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Ein Blick in die Ferne zeigt uns jedoch, dass wir nicht mehr lange Zeit haben, bevor es zu regnen beginnt und wir machen uns nun doch auf den Rückweg. Trotzdem das wir etwas Unachtsamer sind als auf dem Hinweg, schaffen wir es bei der rauen See, halbwegs trockene Füsse zu behalten. Wieder zurück beim Campingplatz stellen wir unser Zelt auf und gehen an den nächstgelegenen Strand, wo wir mit einem Cider auf den Regen warten, der nun auch tatsächlich kommt. Wir verziehen uns schützend ins Auto und finden glücklicherweise einen Unterstand zum kochen, so dass wir doch noch einen angenehmen Abend verbringen können.´

Bruny Island 9.4.2019 & 10.4.2019

Zum Abschluss unserer Tasmanien Reise wollen wir die Bruny Island besuchen. Dazu fahren wir wieder zurück nach Southport und Richtung Hobart, wo wir unterwegs das Problem mit dem Reifendruck prüfen können. Tatsächlich hat der eine Reifen, der Luft verloren hat, jetzt den eigentlich richtigen Druck und alle anderen haben Überdruck. So lassen wir aus jedem Reifen etwas Luft heraus, damit die Anzeige wieder stimmt. Danach fahren wir weiter Richtung Hobart, biegen jedoch in Huonville in Richtung Fähre zu Bruny Island ab und legen eine kurze Pause ein, die wir nutzen, um bei Sonnenschein unser nasses Zelt zu trocknen. Zudem hat sich mal wieder eine Horde von Enten vor unserem Wagen versammelt, in der Hoffnung, dass sie was zu Essen bekommen. Zuerst waren es nur zwei und plötzlich stehen unzählige da, welche ein paar Minuten später sogar den Strassenverkehr unterbrechen, als alle in einer Reihe darüber watscheln. Wir fahren weiter entlang des Huon River und biegen danach nach Cygnet ab. In Cygnet legen wir eine gemütliche Mittagspause ein und fahren entlang des Meeres Inlet, wobei wir mal wieder in den Regen geraten. Daher ist unser Stopp am Strand nur von kurzer Dauer und wir fahren weiter zum Fährterminal. Wir kommen gerade rechtzeitig und haben sogar noch Zeit, um uns einen Kaffee und ein leckeres Bananenbrötchen zu gönnen, bevor die Fähre losfährt. Angekommen auf der Insel fahren wir zuerst nach North Bruny, dessen Küstenstrassen uns zuerst über einen Hügel mit toller Aussicht und danach am hübschen Strand entlang führt. Anschliessend fahren wir über the Neck, einem äusserst schmalen Küstenstreifen der North & South Bruny miteinander verbindet. Hier besuchen wir einen wunderschönen Aussichtspunkt, von welchem wir einen tollen Ausblick über die gesamte Insel erhalten und dabei sogar noch einen Regenbogen sehen. Nun ist bereits wieder der Tag vorbei und wir fahren zu einem nahegelegenen Campingplatz, der im Wald liegt. Wir machen es uns hier gemütlich, plaudern mit ein paar Australier und verbringen einen schönen Abend.

Bruny Island & Hobart 11.4.2019

Heute lassen wir unser Zelt stehen und brechen auf für die Erkundung von Bruny Island. Dafür fahren wir zuerst einmal ostwärts zur Adventure Bay, wo wir einen rund dreistündigen Spaziergang machen. Zuerst führt uns der Weg ziemlich flach zum Kap hinaus und danach steil aufwärts zum Fluted Cape. Von hier geniessen wir eine wahnsinnig schöne Aussicht über das Meer und zu den Klippen. Dabei werden wir immer wieder von den Wallabys beobachtet. Danach fahren wir an das Südende der Insel, wo sich das Cape Bruny Lighthouse befindet, welches sich eindrücklich über dem Meer auftürmt. Etwas die Strasse zurück und westlich vom Leuchtturm befindet sich ein weiterer Ausgangspunkt zu einem hübschen Wanderweg, bzw. zwei. Wir entscheiden uns jedoch für den kürzeren, da dieser nur etwa 2 Stunden und der längere 5 Stunden dauern würde. Wir marschieren für eine Weile durch die eindrückliche Wildnis und kommen anschliessend an einen wunderschönen Strand, dem Jetty Beach. Danach fahren wir wieder etwas nördlich bis zur Abzweigung Cloudy Bay, welche unser nächstes Ziel ist. Auch diese ist sehr eindrücklich und es wird uns empfohlen, mit dem Auto dem Strand entlang zu fahren. Die Tatsache, dass wir einen Mietwagen ohne Allradantrieb und ohne anständige Versicherung haben, hält uns von dieser Idee ab und wir spazieren lediglich kurz am Strand entlang. Es ist schon langsam wieder Abend und wir machen uns auf dem Rückweg, wobei wir noch den letzten Halt an der Simpsons Bay einlegen und noch einige Vögel entdecken können. So ist nun wieder ein wunderschöner Tag in Tasmanien vorbei und wir schauen schon wehmütig auf Morgen, da wir Tasmanien bereits wieder verlassen werden.

Flight Hobart – Japan 12.4.2019

Heute werden wir mit einem hübschen Sonnenaufgang begrüsst und betrachten diesen vom Strand der neben unserem Campingplatz liegt. Danach heisst es Zelt zusammenpacken und wieder zurück auf die Hauptinsel von Tasmanien. Wir wollen heute noch ein paar Sachen erledigen, aber den letzten Tag noch geniessen. Also fahren wir Richtung Hobart, wobei wir einen Abstecher zum Mt. Wellington machen wollen. Leider ist aber das letzte Stück der Strasse, wegen dem Unwetter vor ein paar Tagen, gesperrt und wir müssen etwa auf halbem Weg parkieren. Aber auch von hier haben wir eine tolle Aussicht und spazieren ein wenig umher. Danach gönnen wir uns noch unser etwas verfrühtes Mittagessen, bevor wir nach Hobart fahren. In Hobart suchen wir eine Autowaschanlage, denn nachdem wir die Mietwagenbestimmungen genauer gelesen haben, wäre das Fahren über unbefestigte Strassen komplett untersagt. Was für ein Witz, denn in Tasmanien sind sogar einige Abschnitte über den Highway unbefestigt. Wir haben es aber doch etwas übertrieben und unser Wagen ist ziemlich verschmutzt, weshalb wir ihn vorsichtshalber waschen, anstatt uns auf Diskussionen einzulassen. Nachdem wir alles erledigt haben und noch etwas in der Stadt rumgefahren sind (günstige Parkplätze sind rar), fahren wir als letztes an einen hübschen Strand, an welchem wir noch etwas Zeit verbringen bis wir den Wagen zurückgeben müssen. Danach fahren wir wieder zurück in die Stadt, bringen den Mietwagen zurück und gehen auf direktem Weg zum Flughafen. Tasmaniens Flughafen ist sehr simpel eingerichtet, da wir aber die letzten Tage am Campen waren, brauchen wir unbedingt Strom. Wir finden ein paar Steckdosen, wobei wir uns auf dem Boden einrichten, was uns aber nicht sonderlich stört. Wir essen die restlichen Vorräten, die wir noch dabei haben und um halb 11 startet unser Flieger zum ersten Stopp nach Melbourne.

Um Mitternacht treffen wir in Melbourne ein und wir entscheiden uns die Zeit zu nutzen, um mit unseren Eltern zu telefonieren, denn der Weiterflug nach Cairns ist erst Morgens um 6 Uhr. Das passt ganz gut und um 4 Uhr können wir einchecken, und konnten so die Wartezeit gut überbrücken. Etwa um 9 Uhr kommen wir in Cairns an und nun bekommen wir die Müdigkeit richtig zu spüren, dass obwohl wir im Flieger ein wenig schlafen konnten. Da der Weiterflug erst um 13.00 ist, versuchen wir unser Glück mit Couchsurfing in Osaka. Eigentlich hätten wir gestern bereits einen Host gefunden, jedoch hat dieser schlussendlich abgelehnt, da sie ihren Flug nach Hause um ein paar Tage nach hinten verlegt hatte. Wir buchen die erste Nacht in Osaka, damit wir wissen, wo wir heute Abend nach dem langen Flug überhaupt übernachten werden. Leider hat unser Flug ziemlich Verspätung, da das ursprüngliche Flugzeug mit dem wir fliegen sollten, technische Probleme hat und das Gepäck umgeladen werden muss. Wir sind aber sehr froh, denn wir wollen doch nicht mit einem Flieger mit technischen Problemen fliegen. Die nächste Nachricht als wir endlich im richtigen Flieger sitzen ist, dass die Summe des Gepäcks nicht mehr übereinstimmt und das Personal die fehlenden Gepäckstücke noch zusammensuchen muss. Das macht nicht gerade Mut, aber etwa mit 2 Stunden Verspätung können wir doch losfliegen und wir treffen heil mit unserem Gepäck 7 Stunden später in Japan ein.


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3.4.2019 – 12.4.2019

Marakoopa Cave & Latrobe 3.4.2019

Since we have already stayed near the Lilydale Falls, we first visit those, which are only a few minutes walking away. The path leads us through the forest and at the end we reach the small but pretty waterfalls. It looks a bit rainy today, so we think about what we can do. We drive back to Launceston and continue to Deloraine. We read there are some caves in Mole Creek to explore. In Deloraine we visit the Visitor Center to inform about the road conditions to Mole Creek, but especially about the Narawantapu National Park. The lady says the unpaved roads are in good condition and should not be a problem to reach. In addition, she gives us various maps and brochures from the region. We continue our journey and as we reach Mole Creek, we first visit the Alum Cliffs from a view point. In order to reach it, we first have to go down a steep but short path and are immediately rewarded with a beautiful view. These cliffs are very impressive, because the view into the valley is incredibly deep. On the map of the tourist office a few caves are marked, which we want to head to next. When we arrive at the Marakoopa Caves, we are informed that we can visit the cave only with a guided tour. On our own we can visit only the caves, which are not listed and we find by ourselves. We imagine that could be difficult and since we’re already here, we’re going on a tour for 20 Australian dollars. The first and most beautiful part is unfortunately prohibited to take photos. Here we should also see fireflies, although we can only see very few. The almost one-hour tour takes us through the cave, whose rock formations are extremely impressive, and we also understand this is well taken care of. When we get back to the entrance, our guide turns off the light and now we can see countless fireflies in the cave, which looks awesome. She tells us our eyes have not gotten used to the darkness before, but now, after almost one hour in the cave, they are now. After this short detour we drive north again towards the coast, to get to the Narawntapu National Park. We drive through a pretty rural area and decide to make a detour in Latrobe. Latrobe has the reputation of being the Platypus City. Platypus are very rare and usually difficult to see, even here. The best chance would be in the evening and since it is almost 5 o’clock, we think that our chances are high. We stand a while by the river at the entrance of the village, but we can not spot any, and we suspect we are not in the right place and drive to the Warrawee Conservation Area. The area and the original path was apparently destroyed by a storm and is currently under reconstruction, so we reach the end of the road much earlier than expected. However, we can still walk along a forest path, from which we have partial view of the river. And we can actually spot a platypus after being shown to us by two people with binoculars. We watch the Platypus for a while and are amazed, but unfortunately it is a bit far away for a good photo. After we’ve seen enough of the great little animal, which has moved farther and farther away, we start our way back, because we want to make it into the national park before dark. Fortunately, it is not far, but because it is still dark, we have to drive very carefully, because there are countless kangaroos, pademelons and wallabies here in the national park. Especially the wallabies and pademelons are very active along the road. The sun is just setting and we go to the beach to enjoy the atmosphere. Then we set up our tent and cook dinner comfortably, while the marsupials hopping around very close to us. Towards evening, the background noise becomes more and more impressive and we even hear a Tasmanian devil, at least we believe. After we have cooked and eaten our dinner, we hear a strange noise very close to us and suddenly something hops on the roof of the barbecue station. It is a possum that looks for food, what we discover after the first shock. Finally, we see a little scorpion crawling around on the ground. After that we pack our things and go to sleep.

Narawntapu Nationalpark & Leven Canyon & Black River 4.4.2019

Today we start exploring the Narawntapu National Park. For this, we go on a trail that leads us first through the forest and then on a hill, from which we have a wonderful view of the entire park and the sea. We have the feeling in each corner are Pademelons to see who watch us as well as a few Kookaburras. The National Park is beautiful and it seems we almost have it for ourselves. The way back we pass through a large field on a lake with many water birds. But the highlight here are the countless big Forester kangaroos (also known as Easter Gray), which are Australia’s second largest kangaroos after the Western Red. Many lie comfortably in the grass or don’t move at all when they see us, or they retreat closed. Others don’t let disturbed by us. We are thrilled to see and observe so many of these animals so close. Back at the starting point, we briefly go to the Visitor Center and chat a little with the lady, who gives us a lot of information about the wildlife in Tasmania. Here we also learn, for example, there are only three types of snakes in Tasmania, of which all three are poisonous, but the same anti venom is needed. Next, we drive to Devonport to visit a camera shop, since we need a second camera battery (the battery is quickly empty and you can not charge it via USB but only through a normal power outlet) and the city is anyway on the way. Luckily, the first shop has a suitable battery and the seller offers us to charge it. So we use the time in between to do the shopping and eat lunch in a park by the sea. Then the battery is fully charged and we make our way to Leven Canyon. This is again a bit inland on a little busy road, but with great surroundings. The viewpoint to the canyon is a 15-minute walk from the car park and we have beautiful views of the surrounding area. We visit the second vantage point, which is much lower and we have make many stairs down (so we are glad to have started upstairs). Also from the second vantage point, the panorama is great and we enjoy it very much. Back at the car, we continue our journey and next visit a pretty waterfall, which is on the way. Finally, we stop at a pretty lookout point over the arable valley and make our way back to the coast. In the village Penguin we have the next stop, hoping to see penguins. But we are too early for that, apparently we would have to come in the night and since it’s moulting time, the chance to see them is low anyway. Therefore, we finish the day by driving along the coast for a few miles before finally spending the night at a campsite by the Black River, where there are many more little kangaroos.

Drive to the West Coast and back to Wynyard 5.4.2019

Today we continue west, more specifically, we want to reach the west coast. First, we head out to the peninsula of the Nut State Reserve, where the hamlet Stanley is located. We drive here to the beginning of the volcanic mountain, called the Nut. It is still early morning when we arrive here and it seems like everybody is still sleeping. We make our morning walk and are thrilled, what a fabulous view we have. It is very nice up here, but also a bit windy. Nevertheless, we complete a leisurely circular walk. After about one and a half hours, we are back at our car and continue our trip to the west coast. But not without a picture of the nut from a distance to photograph. In addition, we encounter a group of cockatoos as we leave the village. The way is very remote and it does not feel like we’re driving on a highway. Arriving at the west coast in Marrawah, we first drive to the beach, where we once again feel like at the end of the world. It is not even 11 am and we decide, instead of having early lunch, again for a coffee on the beautiful beach. Next we drive to the village Arthur River, which is also located on the west coast and where the famous Edge of the World is. Again, we have an incredible view here. We enjoy it, even if the coast is rough and windy, the atmosphere is still great. Since the further way is long and without civilization, on an unpaved road whose state we would not know, we turn back at this point and drive to the entire way back. After we passed yesterday’s campsite the Black River, we come to Rocky Cape Beach, where we first take a lunch break. Here, again, we have a beautiful beach and can admire from afar a cave in which the Aborigines had a refuge. Afterwards, we visit the other side of Rocky Cape National Park, where we first drive to Sisters Beach and finally to Boat Harbor Beach which is rated as one of the most beautiful beaches in Tasmania. This beach is also very impressive, but we do not see a big difference to the countless others we have visited so far. But maybe that’s because it’s gray today. Nevertheless, we are happy about the weather, as the forecast said rain almost all day long. We also saw, rain was urgently needed, because even the wallabies yesterday at the campsite obviously have been looking for water. When we saw that, we put a bowl of water in it, and it took a while to dare to drink. We continue our drive to Wynyard and shortly before the city we turn into the panoramic route Table Cape, where we make a few very nice stops, one with a view of the lighthouse. The last sightseeing stop is at Fossil Bluff just outside the entrance to Wynyard, where we can see impressive rock formations on the beach that seem to be fossils of the sea. Wynyard itself looks like a place where wealthier people live, which we did not expect. Nevertheless, we go here to shop the most necessary things and fill up the gas, because now the way leads us inland. As tomorrow the best weather for the upcoming days for the Cradle Mountain Region is reported, we want to visit them. These mountains would be very impressive, but apparently they are not cloudy for 1 of 10 days and we count for our luck. We drive the next 60 kilometers inland, meanwhile it starts to rain heavily and we hope we can camp today. The free campsite is in the middle of the forest and luckily it has stopped raining so we can set up our tent in the dry and even take a nice walk to the river. After that it means cooking and we are glad that it has at least a sheltered shelter, because now it is raining again. But we can still spend a cozy evening and a good night.

Cradle Mountain 6.4.2019

It rained and was stormy all night, but fortunately we were dry and our tent still remained. The weather actually looks a bit better than yesterday and we hope the best for today’s trip. We are traveling very early, because we have a lot we want to do today. It has probably stormed enormously yesterday, because there are still some fallen tree trunks on the road, we just barely avoid. When we arrive in the village Cradle Mountain, we are a bit shocked as, on the one hand, touristy, but on the other, it is also cold. We are outfitted with all the winter clothes we have and are already seeing that we are not going to have such a good weather. Well, since you can not drive to the starting point with your own car, we take the shuttle bus, which brings us to the desired destination for free. The launch starts pretty well and it seems like the sun is almost getting through. We start walking and pass some pretty waterfalls. The environment is beautiful here too. However, as it gets more and more uphill, visibility gets worse and worse, but depending on the wind, we can still catch a glimpse of the crater lake, which is our first destination. We are still in good mood and hope the clouds will soon disappear, therefore we continue the trek until we reach a shelter where we will have our lunch. Then it is not far and we decide to tackle the last bit on Cradle Mountain in the hope that we will come out of the fog. The path leads us up very steeply and is much longer than expected. But it is fun to climb over the many rocks and here we already have an impressive view, although we only see the mountains shape in fog. All in all, we liked the climb and it was challenging, but unfortunately we had no view from the top of mountains. We return on another route and decide to visit Dove Lake. Just after the trail splits we can see a wombat, what a nice surprise at this foggy day. On the descent, the sky even clears a bit and we have now a great view of the lake and sometimes even high to the mountains. It’s a pity we are not up there anymore. But actually we have to hurry up anyway, because we have to catch the last bus at 6:30, otherwise it would be a bit stupid. The descent to Dove Lake takes much longer than the ascent on the other track, as this trail is much less well maintained. But at some point we are down again and the circular route along the lake leads us quickly to the other end, where we take the bus back to the parking lot at 5 pm. Then we drive through a few more villages and drop a lot in altitude, until we find a nice campsite. As it is once again a paying camping site, we can do all kinds of necessities we are long waiting for such as washing.

Launceston – Liffey Falls – Hamilton 7.4.2019

Today rain is in the forecast and we still do not know where we want to go. Anyway, definitely not back to Cradle Mountain, it was too cold and the visibility would be even worse. During the dismantling of the tent, however, the decision is made, because the second tent pole is finally broken, which means that we now effectively need to find replacement and therefore drive to Launceston. Of course, today must be Sunday, but we still hope somewhere to find something to repair. There are surprisingly many shops open, which are selling camping equipment, but everyone sends us to another shop. Of course, the only one who specializes in the tent repair has closed today. Therefore we buy an ultra-strong tape with which the pole should also be fixed temporary. Actually, we have already given up the search and said that we look forward to tomorrow in Hobart. Now we pass another outdoor shop and we make one last try. Unfortunately, they do not have a repair kit as they do not even sell tents, but he sends us to a camping equipment supplier just around the corner. And we almost can’t believe it, the very staff can help us and are almost shocked by the quality of the tent poles by this marmot tent. They even offer to send us a tent and give us one to rent, but do not have enough time for that. However, we get the right repair sleeves and we are very happy. Now the search was still worth it. Then we drive out of Launceston quickly and head for the Liffey Falls. The weather is badly reported in the near future, which is why we decided to go back to the south as soon as possible. The road to the Liffey Falls takes us from our location over a longer unpaved road and towards the end it gets a bit more challenging. At the starting point, we treat ourselves to a delicious lunch and then set out to see the waterfalls. The different waterfalls along the forest path are very impressive and we enjoy the walk. Then we drive to the next main road, which leads us south. This leads us along the Great Lakes and we had the hope for a nice view. Unfortunately it is very foggy again, so we are glad to see at least a bit of the road. A little later, however, we can catch a glimpse of the lake and at the end of it we drive towards Hamilton, where the village provides a nice 5 dollar campsite. We spend a leisurely evening here, even though it rains incredibly hard for most of the evening, but we have a shelter.

Hamilton – Cockle Creek 8.4.2019

Today we go straight to the south, passing first some rural villages before we finally arrive in Hobart. We just cross this city and drive to the Huon Valley, where we stop at the famous Cidery, Apple Shed by Willy Smith. It is super nice and rustically furnished. We order a sampler to taste and buy a six-pack with two different types of those delicious ciders. Then we drive south until we reach the coast, where we want to visit the last petrol station in Southport. Because right now the board computer reports one of the tires has lost tire pressure. Unfortunately, Southport is not a real village anymore, just a cafe and a small petrol station. The gas station has no air hose. We do not want to go back, because we still want to reach the end of the road, Cockle Creek and without a computer, we would have never noticed the loss of air. On top of that, we’ve already seen that our tires are overpressurized and probably not calibrated properly. Therefore, we continue our way, but are a bit nervous, because we reach after a few kilometers on a dirt road, which will not be paved until its end. Since it was stormy the last few days, we still see some workers, repair the power poles and clear trees out of the way. We hope, therefore, that the weather will be good until tomorrow. The drive along the sea is very idyllic, even a bit bumpy. At the end of the road is a campsite where we also want to stay for the night. But since it has just become afternoon, we decide first for a short hike along the coast. We look at the tide table and find that we are a bit early, but the high tide is already over. So we get on the track, where we have to be careful not to get wet feet. But it was fun walking along the beautiful coast although we can see that it is already raining in the distance. Nevertheless, we continue to the end of the path, where we see a ruin, which served as a whaling station for the early settlers and as the signs reveal, it was built by prisoners. We stroll around here before we start our way back. However, a look into the distance shows us that we do not have much time left before it starts to rain and we are now on the way back. Even though we are a bit more careless than on the other side, we manage to keep our feet quite dry despite of the rough sea. Back at the campsite, we set up our tent and go to the beach nearby, where we wait with a cider for the rain, which actually comes soon. We head quickly into the car and fortunately find a shelter to cook, so we can still spend a pleasant evening.

Bruny Island 9.4.2019 & 10.4.2019

At the end of our Tasmania trip we want to visit the Bruny Island. Therefore we drive back to Southport and direction Hobart, where we can check the problem with the tire pressure on the way. In fact, one tire that has lost air but now has the proper pressure and all the others have overpressure. So we let out a bit air of each tire, so that the display is correct again. Afterwards we drive towards Hobart, but turn off in Huonville towards the ferry to Bruny Island and take a short break, which we use to dry our wet tent in the sunshine. In addition, once again a bunch of ducks has gathered in front of our car in the hope they will get something to eat. At first there were only two and suddenly there are countless ducks, who even a few minutes later interrupt the traffic, as all waddle in a row over the street. We continue along the Huon River and then turn to Cygnet. In Cygnet we have a lunch break and drive along the Inlet, where we once again meet the rain. Therefore, our stop on the beach is short and we continue to the ferry terminal. We arrive just in time, then we even have time to enjoy a coffee and a delicious banana cake before the ferry leaves. Arriving on the island, we first drive to North Bruny, whose coastal roads lead us first over a hill with a great view and then along the pretty beach. After we drive over the so called Neck, a very narrow strip of coast that connects North & South Bruny. Here we visit a beautiful viewpoint, from which we get a great view over the entire island and even see a rainbow. Now the day is almost finished and we drive to a nearby campsite, which is located in the forest. We make ourselves comfortable here, chat with some Australians and spend a nice evening.

Today we leave our tent and set out to explore Bruny Island. First of all, we drive east to Adventure Bay, where we take a three-hour walk. First the trail leads us quite flat and then steeply up to the cliff, the Fluted Cape. From here we enjoy an amazing view over the sea and the cliffs. We are watched by the Wallabies. Then we drive to the south end of the island, where the Cape Bruny Lighthouse is located, which impressively rises above the sea. Just back the road and west of the lighthouse is another starting point for a beautiful hiking trail, or two. However, we go for the shorter, as this would take only about 2 hours and the longer 5 hours. We march for a while through the impressive wilderness and then come to a beautiful beach, the Jetty Beach. Then we drive a bit north to the junction Cloudy Bay, which is our next destination. This is also very impressive and we are recommended to drive by car along the beach. The fact that we have a rental car without four-wheel drive and without decent insurance, keeps us from this idea and we just walk for a short time along the beach. It is already late evening and we are on our way back, where we make the last stop at Simpsons Bay and discover some more birds. Now is a beautiful day in Tasmania end and we already look a bit sad to tomorrow, as we are leaving Tasmania.

Hobart & flight to Japan 11/12.4.2019

Today we are greeted with a nice sunrise and so we go to the beach next to our campsite. Then it’s time to pack up the tent and head back to the main island of Tasmania. We want to do some things today, but still want enjoy the last day. So we drive to Hobart, where we want to make a detour to Mt. Wellington. Unfortunately, the last part of the road is closed because of the bad weather a few days ago and we have to park about half way. But also from here we have a great view and can walk a little bit around. Then we treat ourselves to our somewhat premature lunch before we drive to Hobart. In Hobart we are looking for a car wash, because after we have read the car rental terms more accurate, driving on unpaved roads would be completely prohibited. What a joke, because in Tasmania even some sections on the highway are unpaved. But we overdid it a bit and our car is pretty dirty, which is why we wash it as a precaution instead of getting involved in discussions. After we have done everything and have driven around a bit in the city (cheap parking is rare), we drive last to a beautiful beach, where we spend some time until we have to return the car. Then we drive back to the city, bring the car back and go straight to the airport. Tasmania’s airport is very simple, but since we were camping for the last few days, we really need power. We find a few plugs, but we have to sit on the floor, which does not bother us much. We eat the remaining supplies we have left and at half past eleven our plane starts for the first stop in Melbourne.

At midnight we arrive in Melbourne and we decide to use the time to talk to our parents, because the flight to Cairns is only at 6 o’clock in the morning. This fits very well and we can check in at 4 am, so we do something during the waiting time well. At about 9am we arrive in Cairns and now we get the fatigue to feel, although we could sleep in the plane a little. Since the onward flight is not until 13.00, we try our luck with couchsurfing requests in Osaka. Actually, we had already found a host yesterday, but this finally refused, as they had moved their flight home a few days later than expected. We finally book the first night in Osaka so we know where we will be staying tonight after the long flight. Unfortunately, our flight is rather late because the original plane we were supposed to fly with has technical problems and the baggage needs to be reloaded. But we are very happy because we do not want to fly with a plane with technical problems. The next message when we finally sit in the right plane is that the sum of the luggage is not the same than before and the staff still has to find the missing pieces of luggage. That does not make us very confident, but 2 hours later we can fly and we arrive safely with our luggage 7 hours later in Japan.

Pictures & Video Tasmania 2

Marakoopa Cave & Latrobe 03.04.2019
Video Platypus 03.04.2019

Narawantapu NP – Leven Canyon – Black River 04.04.2019
Video Animals in Narawantapu 04.04.2019

Arthur River – Wyneyard 05.04.2019
Video Stanley the Nut & Arthur River 05.04.2019

Cradle Mountain 06.04.2019

Launceston – Liffey Falls – Hamilton 07.04.2019

Hamilton – Cockle Creek 08.04.2019
Video Southland 08./09./10.04.2019

Bruny Island 09.04.2019

Bruny Island 10.04.2019

Bruny Island – Hobart 11.04.2019

Tasmania 1: Tasman Peninsula – Eastcoast – Tamar Valley

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26.03.2019 – 02.04.2019

Flug nach Hobart 26.03.2019

Viel zu früh kommen wir in Melbourne an und wir sind noch richtig müde. Schlaftrunken geht es zur Zollkontrolle, wo wir natürlich wieder in die rote Zone gelangen. Die Zöllner fragen uns lediglich was wir dabei haben und scheinen mit unserer Antwort zufrieden zu sein, denn sie winken uns durch. So sind wir nun in Australien gelandet und müssen nochmals ein paar Stunden bis zu unserem Weiterflug, der erst um 13.00 ist, totschlagen. Wir schauen uns zuerst nach einer Sim-Karte um und sind überrascht, dass man für 30 Australische Dollar, 28 Gigabyte Daten vom Anbieter mit der besten Abdeckung, Telstra, bekommt. So besorgen wir uns eine und schauen noch in anderen Läden vorbei. Hanspeter hat schon lange ein neues Mobiltelefon nötig, denn sein Altes funktioniert kaum noch. Im Vodafone-Shop findet er ein preiswertes, welches er schlussendlich kauft. Dazu gibt es noch eine Vodafone Simkarte mit 40 Gigabyte zur Verfügung. Dummerweise teilt uns der Verkäufer fälschlicherweise mit, dass das Handy keine Sim-Lock und Dual Sim habe. Als wir im Cafe die Simkarte wechseln, muss Hanspeter nochmals zurück und fragen, wo denn nun die zweite Simkarte eingebaut werden kann. Das war leider eine Fehlinformation, denn die Dualsim gibt es bei diesem Telefon nicht. Als er daraufhin seine Simkarte aus der Schweiz wechseln will, scheint diese nicht zu funktionieren und er muss nochmals zurück, den Sim-Lock entsperren lassen. Das ist ziemlich ärgerlich und der Verkäufer der die falschen angaben gemacht hat, ist auch nicht mehr da. Trotzdem braucht Hanspeter das Handy und es ist nachwievor ein gutes Angebot. Punkt 11 Uhr können wir unser Gepäck in Melbourne aufgeben, was ohne Personal und Checkin Schalter abläuft, sondern alles über einen Automaten. Sogar das Gepäck muss man selbst mit einem Kleber markieren und auf das Band legen, dass ist schon ziemlich eindrücklich. Die Zollkontrolle verläuft schnell und wir warten nun auf unseren Flug nach Hobart. Dummerweise hat natürlich dieser noch Verspätung, aber nach ca. einer Stunde warten, heben wir ab. Knapp eine Stunde später kommen wir in Hobart, Tasmanien an und müssen nun in die Stadt. Da wir zu müde sind, um per Anhalter zu fahren, der Flughafen 30 Kilometer von der Stadt entfernt ist und offenbar im Moment keine Linienbusse fahren, müssen wir leider auf den etwas teuren Shuttle Bus zurückgreifen, der uns dafür schnell in die Stadt bringt. Es sind danach nur noch drei Strassen zu überqueren und wir stehen vor der Mietwagenfirma Europcar, die wir ja bereits bestens kennen. Wir haben für unseren Aufenthalt in Tasmanien für 12 Franken pro Tag einen Mietwagen gebucht, was natürlich sehr preiswert ist. Der Mitarbeiter, welcher unsere Daten aufnimmt, hat wohl eine Leseschwäche und Hanspeters Angaben sind ziemlich amüsant niedergeschrieben (z.B. Zeutigen anstelle von Reutigen). Naja, ziemlich schnell sind wir im Besitz eines hübschen Volkswagen Golf, den wir die nächsten 2.5 Wochen herumfahren werden. Da wir vom Flug ziemlich geschafft sind, geht es heute nicht mehr weit. Wir fahren zuerst nach Sorell, um ein paar Notwendigkeiten einzukaufen und fahren danach etwas südlich, wo wir einen Campingplatz entdeckt haben. Der Campingplatz ist sehr hübsch an einem Damm gelegen und wir können bereits einige Papageien, die vor uns her fliegen, erspähen. Das ist sehr eindrücklich. Wir stellen unser Zelt auf, merken jedoch gleich, dass es ziemlich kalt ist. So gehen wir bald darauf kochen und verbringen den restlichen Abend im Kochhüttchen, bevor wir uns schlafen legen.

Tasman Peninsula Nationalpark 27.03.2019 – 28.03.2010

Die Nacht war kalt, sehr kalt. Wir sind etwas nervös, ob wir denn hier in Tasmanien die nächsten zweieinhalb Wochen bei den Temperaturen campen können und wollen. Wir warten ab und hoffen auf Besserung. Das Wetter sieht zumindest heute prima aus und die Temperaturen steigen. Wir machen uns auf direktem Weg zur Tasman Peninsula und sind gespannt, was Tasmanien so zu bieten hat. Wir fahren zuerst durch eine ländliche Region und schauen, wo wir einen Nationalparkpass erhalten. In Dunalley jedoch nicht, denn die Touristeninformation entpuppt sich lediglich als Informationsschild. Wir vermuten, dass wir den Pass wie in den Staaten beim Nationalparkeingang kaufen können und zweigen auf die Tasman Peninsula ab. Den ersten Abstecher machen wir in Doo Town, wo wir ein Blowhole betrachten können. Wir haben hier eine erste traumhafte Aussicht auf das wunderschöne Meer und die Klippen, aufgrund des guten Wetters ist das sogenannte Blowhole nicht sonderlich aktiv. Aber wir wollen uns ja nicht beklagen. Danach besichtigen wir den Tasman Arch, der wie ein riesiges Fenster in den Fels gehauen ist und so, Blick auf das Meer gewährt. Das ist unglaublich eindrücklich. Zu guter letzt besuchen wir in dieser Ecke die sogenannte Devils Kitchen. Hier hat sich das Meer einen langen, schmalen Gang in die Klippen gegraben, worin es nun bei starkem Wellengang mächtig schäumt und brodelt. Leider ist letzteres schlecht auf dem Foto zu erkennen, da die strahlende Sonne starkes Gegenlicht verursacht hat, womit unsere Kamera etwas mühe hat. Diese Gegenden konnten wir in weniger als einer Stunde besuchen und das wunderschöne Gebiet verschlägt uns schon jetzt die Sprache. Der nächste Halt ist ganz im Süden und heisst Remarkable Caves. Hier können wir das wilde Meer beobachten und eine Höhle besuchen, die sich je nach Gezeiten und Wellengang mit Wasser füllt. Wir beobachten das ganze zuerst aus der Ferne und gehen anschliessend selbst in die Höhle. Hier müssen wir jeweils schauen, dass wir keine nassen Füsse kriegen. Vom Parkplatz aus haben wir bereits eine tolle Aussicht auf das Cape Raoul, welches viele eindrückliche Säulen hat und wir heute eigentlich noch hinwandern wollen. Wir haben gelesen, dass die berühmte Mehrtageswanderung, sogenannt Three Capes, mit einiger Planung und hohen Kosten verbunden ist, weshalb diese für uns wegfällt. Hier gibt es aber noch ein Wanderweg zum Mt. Brown, welcher die Sicht auf das zweite Kap miteinschliesst und gratis ist. Wir entscheiden uns daher spontan, diese Wanderung zu machen. Zuerst wollen wir jedoch nur den halben Weg bis zu einem Blowhole absolvieren, da es jedoch gerade so gut geht, machen wir den gesamten Weg auf den Hügel. Unterwegs sehen wir ein Tierchen, dass zusammengekauert wie ein riesiger Igel aussieht (ein Stachelball) und sich als Echidna entpuppt. Er ist gut getarnt, denn wir hätten ihn fast übersehen, auch weil er sich nicht bewegt. Wir sind erstaunt, dass uns nur 4 Personen auf der gesamten Wanderung begegnen, denn die Landschaft hier ist fantastisch. Nachdem wir den letzten Hügel erklommen haben, erstreckt sich vor uns eine traumhafte Aussicht auf die Klippen, das Kap und den nahegelegenen Strand. Zudem können wir die kleine Tasman Insel erspähen, welche ganz am südlichen Ende von Tasmanien liegt. Es ist einfach wunderbar hier und das ohne Leute. Auf dem Rückweg sind wir ganz entzückt von einigen farbigen Vögel, bis plötzlich Hanspeter ganz ungewohnte Laute von sich gibt. Manuela erfährt auch gleich weshalb, denn er wäre beinahe auf eine Schlange getreten. Er konnte wirklich in letzter Sekunde seinen Fuss über die Schlange setzen, die gerade den sandigen Weg überquert. Wir sind etwas schockiert, aber im jetzigen Moment denken wir, dass es wohl keine Giftige war. Einige Tage später werden wir erfahren, dass es auf Tasmanien nur 3 Schlangenarten gibt (Copperhead, Tigersnake und die Whitelip snake) welche alle sehr giftig seien. Die gute Nachricht ist, dass man jeweils etwas Zeit hat und für alle drei dasselbe Gegengift benötigt, weshalb man die Schlangen nicht zu unterscheiden braucht. Nachdem wir wieder zurück beim Auto sind, entscheiden wir uns zum Campingplatz beim Cape Raoul zu fahren, denn heute werden wir nicht noch eine zweite längere Wanderung machen. Der Weg zum Campingplatz ist etwas holprig, aber glücklicherweise nicht zu lang, denn wie üblich haben wir nur die Basisversicherung für unseren Mietwagen, welche einen platten Reifen nicht decken würde. Beim Campingplatz angekommen, können wir auf einer hübschen Wiese unser Zelt aufstellen. Wir entscheiden uns noch für eine Abendwanderung zum Shipstern Lookout, damit wir den Sonnenuntergang beobachten können. Auf dem Weg können wir einige Padmelons (eine ähnliche Art wie Kängurus, einfach kleiner) beobachten, die uns teilweise aus sicherer Distanz beobachten. Der Sonnenuntergang ist sehr schön und wir geniessen die abendliche Stimmung mit Blick auf das Meer. Danach geht es bereits im Dunkeln wieder zurück zum Campingplatz, wobei uns die kleinen Hüpfer von vorhin begleiten. Danach bereiten wir unser Abendessen zu und geniessen einen kurzen, aber glücklicherweise etwas wärmeren Abend als gestern.

Heute früh nehmen wir dasjenige Ziel in Angriff, welches wir gestern nicht mehr erreicht haben – das Cape Raoul. Wir geniessen zuerst unser Frühstück, packen unser Zelt und verstauen es im Auto. Wir wissen ja nicht genau wie lange wir brauchen und am Mittag muss man hier ausgecheckt haben. Nach einer halben Stunde haben wir einen wunderbaren Blick über die Küste. Die Sonne jedoch scheint gerade mal knapp darüber. Wir setzen unseren Weg fort und es scheint, als wären wir fast die ersten. Einige Papageie scheuen wir ungewollt von Zeit zu Zeit auf, wenn wir uns lautlos nähern. Sobald sie uns entdecken, sind sie schneller verschwunden, als unser Auge dies erfassen kann. Wir setzen unseren gemütlichen Morgenspaziergang fort und geniessen die entspannte Atmosphäre inmitten der Natur. Etwa um halb 11 Uhr haben wir den ersten eindrucksvollen Blick auf das Cape Raoul mit seinen mächtigen Säulen. Wir bemerken aber schnell, dass dies nicht das Ende des Weges ist und setzen unsere Wanderung fort. Nach einer weiteren halben Stunde ist die eigentlich Aussichtsplattform erreicht und wir sehen nicht nur das eindrückliche Kap, sondern auch eine Horde Seelöwen, dessen Brüllen wir bis hoch hinauf zu unserem Aussichtspunkt hören. Es gibt insgesamt zwei Aussichtspunkte und wir besuchen natürlich beide, wobei der zweite nicht weniger schön ist. Danach machen wir uns wieder auf den Rückweg und suchen wieder zurück beim Auto einen netten Platz, um unser Mittagessen zu verspeisen. Naja, zuerst müssen wir noch eine Einkaufsmöglichkeit finden, denn unsere Vorräte fürs Mittagessen sind nahezu aufgebraucht. Glücklicherweise ist das nächste Dorf, Nubeena, nur ein paar Fahrminuten entfernt und hier finden wir einen kleinen Supermarkt. Am vielversprechenden White Beach geniessen wir unser Mittagessen und kommen dabei mit einem Australier, der hier wohnt, aber ursprünglich aus Queensland kommt, ins Gespräch. Wir plaudern ziemlich lange mit ihm und er lädt uns sogar noch auf eine Tasse Tee bei sich ein, da er gerade hier in der Nähe wohnt. Danach wollen wir noch Fortescue besuchen, welches direkt im Tasman Nationalpark liegen soll. Leider ist die 10 Kilometer lange Zufahrtsstrasse so schlecht, dass wir um unseren Mietwagen bangen und uns ziemlich schnell entscheiden wieder umzukehren. Es war ja bisher schon so unglaublich schön, dass wir uns kaum vorstellen können, dass es hier noch viel besser sein kann. Daher setzen wir unsere Fahrt Richtung Pirates Bay am Eingang oder besser gesagt am Ende des Tasman National Park fort. Zuerst gehen wir nochmals das berüchtigte Devils Kitchen anschauen, in der Hoffnung, dass die Sonne etwas besser steht als das letzte Mal und wir noch ein gutes Bildchen schiessen können. Das klappt dann auch einigermassen. Den nächsten Stop legen wir beim Pirates Bay Lookout ein, wo man in der Saison die Wale beobachten könnte. Leider ist nicht Saison, aber die Aussicht ist auch hier – wie überall – einfach traumhaft. Den Tag schliessen wir auf dem Pirates Bay Drive ab, wo das absolute Highlight, das Tessellated Pavement, auf uns wartet. Wir erreichen dieses nach einem kurzen 5 Minütigen Spaziergang. Es sieht tatsächlich so aus, als hätte jemand die Küste mit riesigen Pflastersteinen geteert. Dies ist aus jahrtausend langem Schliff/Abrieb durch das Meer entstanden. Danach steuern wir den nächsten Campingplatz an, der uns aber leider ablehnt, da wir kein Self-Contained (WC, Dusche und Abwassertank) Fahrzeug haben. Aus diesem Grund gehen wir wieder zum Eldee Campingplatz, bei welchem wir bereits die erste Nacht verbracht haben.

Wineglass Bay & Freycinet Nationalpark 29.03.2019

Wir haben eine angenehme Nacht auf dem Eldee Campingplatz verbracht und wissen nun auch, dass die erste Nacht hier in Tasmanien wirklich ungewöhnlich kalt war. Über das Wetter können wir uns aber sowieso nicht beschweren, denn es war die letzten Tagen eigentlich regnerisch gemeldet, aber wir hatten immer wunderbaren Sonnenschein. Heute ist der erste Tag, der etwas bewölkt ist und morgen ist viel Regen prognostiziert. Da wir gehört haben, dass die Wineglass Bay im Freycinet Nationalpark eine der grossen Attraktionen von Tasmanien sein soll und diese bei gutem Wetter besonders eindrücklich ist, wollen wir heute bereits dorthin fahren. Wir haben schliesslich auch nur knapp zweienihalb Wochen Zeit und sind geografisch immer noch am Anfang unserer Rundreise in Tasmanien. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn schon nur die Tasman Halbinsel war die Reise auf Tasmanien wert. Heute heisst es aber das erste Mal einige Kilometer fahren, denn es sind fast 200 derer, um von unserem Standort bis zum Freycinet Nationalpark zu gelangen. Natürlich legen wir auf dem Weg auch den ein oder anderen Stopp ein. Den Erste machen wir, nachdem wir wieder die Küste erreicht haben, in Triabunna. Hier können wir im Besucherzentrum endlich den Pass für die Nationalparks kaufen. Um Swansea legen wir den nächsten Halt am wunderschönen Sandstrand ein. Der weitere Weg zum Freycinet Nationalpark führt nahezu die gesamte Fahrtdauer einer traumhaften Küste entlang und im Nationalpark angekommen, gönnen wir uns zuerst das Mittagessen. Auch wenn das hier noch nicht die Wineglassbay ist, ist die Küste einfach herrlich. Die Sonne scheint im Moment noch in das Meer, welches wunderbar blau grünlich schimmert. Nachdem wir gut gespeist und das Meer eingehend bestaunt haben, fahren wir zum Ausgangspunkt des Wanderweges für die Wineglassbay. Hier treffen wir das erste Mal viel Touristen an und wir sind schon gespannt, welch eine Sicht uns erwartet. Der Wanderweg führt uns zuerst auf einen atemberaubenden Aussichtspunkt, dessen Erklimmung etwas steil, aber dafür kurz ist. Hier treffen wir auch viele Touristen an und es ist schwierig, ein Foto zu schiessen – aber auch das schaffen wir. Die meisten kehren hier bereits um, aber wir gehen natürlich weiter, damit wir auch den Sand am Strand geniessen können. Und wie wir das können! Es hat kaum noch Leute hier unten und wir gönnen uns ein leckeres Somersby Cider am kilometerlangen, fast menschenleeren Strand. Naja, wir haben ja noch nicht mal die Hälfte der Wanderung hinter uns, aber den steilen Aufstieg zurück wollen wir uns ersparen. So nehmen wir den Rundweg in Angriff, welcher uns in 12 Kilometer wieder zum Startpunkt führt. Der Weg führt uns zuerst eine Weile durch den Wald, aber nach vier Kilometer erreichen wir den Strand auf der anderen Seite der Wineglass Bay, der ebenfalls sehr eindrücklich ist. Wir erschrecken hier jedoch etwas, denn wir wären beinahe in ziemlich grosse Krabben getreten. Als wir uns näher umschauen sehen wir, dass hier überall tote Krabben liegen und die Möwen sowie andere Meeresvögel diese wohl aus dem Meer fischen. Das sieht schon etwas makaber aus und wir müssen echt aufpassen, dass wir nicht auf die Überreste treten. Zuerst gucken wir den Tieren gebannt zu, aber danach sind wir auch froh, wieder aus dem Krabbenfriedhof zu verschwinden. Der restliche Teil des Weges führt uns teils durch Wald und teils am Strand entlang, wobei wir immer wieder eine tolle Aussicht auf das Meer haben. Hier sehen wir auch wieder die wunderschönen roten Felsen, die wir – soweit wir uns erinnern können – nur von unserem früheren Besuch in Australien kennen. Etwa eine Stunde vor dem Eindunkeln und ziemlich erschöpft, erreichen wir den Ausgangspunkt, wo wir auf direktem Weg zum heutigen Campingplatz fahren. Dieser liegt nur ein paar Kilometer vom Nationalpark entfernt und ist sogar gratis. Wir finden glücklicherweise noch einen der letzten freien Plätze, um unser Zelt aufzustellen. Danach gehen wir zur Bucht die gerade nebenan ist und geniessen die abendliche Stimmung mit einem schönen Abendrot sowie einem riesigen Pelikan, der umher schwimmt.

Bicheno – Fingal 30.03.2019

Das Ziel des heutigen Tages ist noch unklar, jedoch sehen wir, dass der Himmel ziemlich grau ist. Wir benötigen daher etwas Motivation bis wir aus dem Zelt kriechen und alles zusammengepackt haben. Zuerst fahren wir zurück in den Nationalpark, um noch einen gut erreichbaren Aussichtspunkt zu besuchen. Die Aussicht ist hübsch, aber da es ziemlich grau ist, nicht gerade umwerfend. Ja, wir sind verwöhnt. Danach nehmen wir noch einen kurzen Spaziergang zu einem Strand in Angriff, bevor wir wieder im Auto sitzen und nordwärts fahren. In Bicheno machen wir den nächsten Halt, wo wir beeindruckende Blowholes begutachten können. Für diese zu sehen ist es ja gut, wenn das Wetter stürmisch ist, also sind wir gerade richtig. Bei einem netten Strandplatz gönnen wir uns zudem unser Mittagessen und gehen das notwendigste Einkaufen. Glücklicherweise beginnt es erst jetzt zu regnen und wir beraten uns, wohin wir wollen. Wenn es so grau ist, sind auch die schönsten Strände nicht sehr attraktiv und zudem sind wir etwas nervös in Strandnähe zu campen, wenn es stürmt. Also werden wir erkunden, was uns landeinwärts erwartet. Zuerst besuchen wir den Douglas Apsley Nationalpark, dessen Zufahrtsstrasse uns schon fast wieder Sorgen bereitet. Unterwegs sehen wir einen eindrücklichen Adler, der natürlich gerade flüchtet als wir uns nähern. Sowieso sehen wir ziemlich viele Vögel während wir hier durch den Wald schlendern, dafür kaum Menschen. Das Ziel der Wanderung ist ein kleines Wasserloch, welches zwar nett ist, wir uns aber die Mühe hätten sparen können. Wahrscheinlich hätten die längeren Wege mehr zu bieten gehabt, aber bei diesem unsicheren Wetter, wollen wir es nicht darauf ankommen lassen und fahren wieder zurück auf die Hauptstrasse. Mittlerweile regnet es stark und wir entscheiden uns endgültig die Küste zu verlassen und die Abzweigung nach St. Mary zu nehmen. Die Strasse führt uns hier über einen hübschen Pass, von wo aus wir eine tolle Aussicht auf die Landschaft haben, bevor es wieder hinunter nach St. Mary geht. Dort haben wir in unserem Reiseführer über einen Aussichtspunkt gelesen, den man mit dem Auto erreichen kann. So machen wir uns auf den Weg dorthin. Die Strasse ist von Beginn an ungeteert, aber nicht schlecht. Als wir jedoch zu den letzten 4 Kilometer abbiegen wollen, müssen wir aufgeben, denn diese ist nur für Geländefahrzeuge tauglich. Es ist frisch geworden und wir ziehen uns warm an, entscheiden uns aber, das Auto hier abzustellen und zu Fuss hochzugehen. Wir sehen schnell, dass die Entscheidung nicht weiterzufahren das einzig Richtige war, denn auch ein Geländewagen wird nicht so einfach über diese Strasse hochkommen. Zu Fuss geht es jedoch ganz fix und der letzte Abschnitt ist sogar noch ein richtiger Wanderweg, der uns zu einem Sendeturm führt. Von hier haben wir einen wahnsinns Ausblick und sehen sogar mühelos bis zum Meer und der weiteren Umgebung. Wir sind hier wohl auf dem höchsten Punkt der Region gelandet, aber windig ist es da. Nachdem wir die Aussicht genossen haben, machen wir uns an den Abstieg und fahren nach Fingal, wo es einen gratis Campingplatz gibt, der von der Gemeinde bereitgestellt ist. Wir machen es uns hier gemütlich und wollen bald mal mit Kochen beginnen. Auch wenn es eine Schutzhütte hat, wo es ein elektrisches BBQ (das typisch australisch ist) hat, ist es eine richtige Herausforderung zu kochen, da es so stürmisch ist. Hanspeter schafft es trotzdem und wir geniessen ein leckeres Abendessen. Wir verbringen jedoch den restlichen Abend im warmen Auto und gehen nicht allzu spät schlafen.

Mathinna – Bay of Fire 31.3.2019

Das schlechte Wetter von gestern ist heute schon wieder verflogen und wir verbringen einen angenehmen Morgen auf dem Campingplatz. Nachdem wir gefrühstückt und alles gepackt haben, fahren wir weiter in Richtung Mathinna und wollen das Evercreech Reserve, welches in der Nähe liegt besuchen. Die Zufahrtsstrasse ist ungeteert, aber in einem einigermassen guten Zustand. Unterwegs posiert endlich einmal einer dieser eindrücklichen Adler für ein paar Sekunden und wir können ein Foto schiessen. Wir haben wohl noch nie einen so grossen Adler gesehen. Danach machen wir eine kurze Wanderung, wo wir die grössten White Gums, weisse Eukalyptusbäume, bestaunen können. Die grössten Exemplare sind um die 90 Meter hoch und haben einen Durchmesser von bis zu acht Meter, was enorm eindrücklich ist. Danach machen wir noch einen zweiten Rundwanderweg, der uns durch den Wald entlang eines Flusses zu einem hübschen Wasserfall führt. Anschliessend wollen wir den Mathinna Wasserfall besuchen, der nicht weit entfernt liegt. Wir nehmen die Waldstrasse, die zu Beginn nicht schlechter ist, als jene zuvor. Aber nach einigen Kilometer verändern sich die Strassenverhältnisse, aber bevor wir uns versehen sind wir auf einer ziemlich engen Strasse, die viele beängstigend grosse Steinen enthält. Zum umkehren sind wir aber schon zu weit und plötzlich werden die paar Kilometer zu einer langen, mühsamen Prozedur. Vorallem da unser Mietwagen nicht für solche Strassen gemacht ist. Auf dem letzten Kilometer vor der Abzweigung zu den Mathinna Falls, verbessert sich die Strasse wieder, aber nachdem wir ein paar Meter hineingefahren sind, finden wir die übelste Schotterstrasse von heute vor. Wir haben genug und kehren um. Eigentlich wollten wir noch weiter Inland über Branxholm nach St. Helena fahren. Aber wir befürchten, dass auch einige dieser Strasse ungeteert sind und versuchen aus dem Strassenwirrwarr auf unseren Karten den besten Weg herauszufinden. Ein älterer einheimischer Herr fährt gerade vorbei und fragt uns, ob er uns helfen kann. Wir erzählen ihm kurz von unserem Dilemma und er empfiehlt uns darauf hin, wieder zurück nach St. Mary zu fahren, denn der Weg über Bronxholm sei beschwerlich, lang und mühsam. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und wir fahren halt wieder denselben Weg bis St. Mary zurück, den wir gekommen sind, denn wir haben heute genug von schlechten ungeteerten Strassen. So fahren wir eine Weile bis wir wieder ans Meer gelangen. Kurz vor St. Helena biegen wir in eine Bucht namens Akaroa ein, wo wir nach einem zweiminütigen Spaziergang zu einer wunderschönen Sanddüne mit Aussicht aufs Meer gelangen. Bei dem kurzen Spaziergang scheuchen wir noch ein Wallaby auf, welches sich erst in letzter Sekunde bewegt und uns einen grösseren Schreck eingejagt hat, als wir ihm. Danach fahren wir ans Ende der hübschen Bucht, wo wir einen Spaziergang zum St. Helena Point machen, der uns an den wunderschönen roten Felsen im Meer entlangführt. Nun ist es schon wieder Abend geworden und wir gehen in St. Helena selbst nur kurz Einkaufen. Danach fahren wir zur Bay of Fire, wo wir einen wunderschönen gratis Übernachtungsplatz am Meer finden. Wir können unser Zelt sogar mit Meersicht aufstellen und geniessen hier einen wunderschönen Abend.  

Bay of Fire 01.04.2019

Heute fahren wir zuerst bis ans Ende der Bay of Fire, wo wir den Tag mit einem wunderschönen Spaziergang beginnen. Von einem Aussichtspunkt sehen wir auf eine hübsche Farm, welche Nahe am Strand liegt. Beim Strand müssen wir zweimal hinsehen, aber dort tummeln sich tatsächlich ein paar Schweinchen herum. Das hätten wir wirklich nicht erwartet, aber sie gehören wohl zu der Farm. Wieder zurück besuchen wir kurz die Binalong Bay und fahren danach zum St. Helena Visitor Center. Wir wollen eigentlich noch ein paar abgelegene Plätze im Nordosten besuchen, aber nach dem gestrigen Tag, wollen wir uns vorher über die Strasse erkundigen. Die nette Dame fragt natürlich zuerst nach unserer Versicherung und meint, dass die gesamte Strecke ungeteert, aber in gutem Zustand sei. Wir erzählen ihr, wo wir gestern gewesen sind, damit wir einen Vergleich haben und sie kann uns versichern, dass die Strasse viel besser sei. Also nehmen wir das nächste Abenteuer in Angriff. Es ist lediglich eine Sandstrasse, aber wir kommen gut vorwärts. Das erste Ziel ist die Ansons Bay, eine hübsche Bucht mit ein paar verlassenen Ferienhäuschen, aber das ist es dann auch. Wir fühlen uns wie am Ende der Welt. Wir nehmen als nächstes den Abstecher zum Eddystone Lighthouse in Angriff, wobei sich hier die Strasse etwas verschlechtert, da wir uns von der sogenannten Hauptstrasse entfernen. Der Leuchtturm ist hübsch und wir haben eine tolle Sicht auf das Meer. Die mit quadratischen Steinen gelegte Bootsrampe ist kunstvoll zwischen den grossen Felsen an der Küste angelegt worden. Danach setzen wir unser Fahrt fort und biegen als nächstes zur Mussleroe Bay ab, dessen Strasse wiederum etwas fragwürdig ist. Aber als wir ankommen, sind wir begeistert. Es ist einfach so unbeschreiblich schön, Sandstrand soweit das Auge reicht, kaum Menschen oder jegliche Zivilisation (ausser ein paar Windkraftwerke in der Ferne und ein, zwei Offroadfahrzeuge, die wohl zum Angeln hier sind), einfach nur Natur pur. Wir spazieren eine Weile am Strand entlang und geniessen die tolle Aussicht. Den letzten Abstecher zum Kap lassen wir bleiben, denn wir haben heute schon so viele schöne Orte gesehen und wir wollen noch in die Nähe von Launceston fahren. Wir haben dort einen günstigen Bezahlcampingplatz gesehen, wo wir unsere elektronische Geräte aufladen können. Wir sind begeistert von den vielen Gratiscampingplätze die Tasmanien bietet, aber zwischendurch brauchen wir Strom, was man natürlich von einem Gratiscamp nicht erwarten kann. Wir haben zudem gelernt, dass man aufgrund der vielen Wildtiere es unbedingt vermeiden sollte bei Nacht zu fahren. Zudem haben wir noch eine ziemlich weite Strecke vor uns, deshalb machen wir uns auf direktem Weg dorthin. Wir sind erstaunt, dass die Strasse uns noch über einen Pass führt, wo wir ein schönes Bergpanorama zum Tagesabschluss geniessen können. Pünktlich zum Eindunkeln erreichen wir den Campingplatz, der zwischen Scottsdale und Launceston liegt. Hier können wir gemütlich kochen, die Elektronik aufladen, unsere Kleider waschen und uns eine ordentliche Dusche gönnen.

Tamar Valley 02.04.2019

Wir finden, dass die Küstenerlebnisse der letzten Tage bzw. Woche kaum zu übertreffen sind und es nun an der Zeit ist etwas anderes zu machen. Wir sind ja bereits auf dem Weg nach Launceston, wo wir zuerst einmal in einem grossen Supermarkt ordentlich an Vorräte aufstocken wollen. Wir haben vom Tamar Valley gelesen, welches im Landesinneren liegt und wo sich die beliebteste Weinregion von Tasmanien befindet, so wollen wir heute dieses Tal erkunden gehen. Nachdem wir eingekauft haben, fahren wir aber zuerst in Launceston selbst einen Hügel hinauf, wo wir uns eine schöne Aussicht erhoffen. Die erste Station ist ein Damm, wo wir tief hinunter sehen, aber nicht sonderlich weit. Danach besuchen wir einen etwas touristischeren Ort, der eine hübsche Hängebrücke, einen Sessellift und einen kleinen See hat, welchen wir auf einer kurzen Wanderung besuchen. Der kleine Park ist sehr hübsch und wir sehen sogar noch ein paar Pfaue sowie Wallabys die sich hier rumtummeln. Danach machen wir uns auf den Weg ins Tamar Valley, wobei die erste Station, die Tamar Island Wetlands, nicht weit entfernt liegt. Hier können wir auf einem Steg durch eine Sumpflandschaft mit unzähligen Wasservögel spazieren, was sehr eindrücklich ist. Am Ende des Weges gibt es ein hübsches Plätzchen, wo wir unsere Mittagspause einlegen. Der weitere Weg führt uns durch eine schöne ländliche Gegend, wo hauptsächlich Weinreben angepflanzt werden. Wir fahren bis ans Ende der Strasse zum Low Head, wobei wir im Dörfchen George Town vorbeikommen, mit der kleinen Hoffnung, Pinguine zu sehen. Wir spazieren zu dem Leuchtturm, wo wir einen netten Blick auf das Meer erhalten und ins Gespräch mit ein paar australischen Besuchern sowie dem Leuchtturmwart kommen. Der Wart erzählt uns, dass es im Moment schwierig ist Pinguine zu sehen, da sie – wie bereits in Neuseeland – im Moulting sind und deshalb kaum herauskommen. Sowieso sind die Pinguine hier sehr schüchtern, da sie viele Feinde haben, wie Raubvögel, aber auch Hunde, die jagd auf die kleinen Tierchen machen. Wir sind so sehr in das Gespräch vertieft, dass wir beinahe die Zeit vergessen, denn wir wollen ja heute noch Wein probieren. Die meisten Winzereien schliessen zwischen 4 und 5 Uhr, weshalb wir uns schleunigst auf den Weg machen. Etwas vor halb 5 erreichen wir Pipers River, wo es etliche Weinhersteller gibt und wir finden eine nette kleine Winzerei, die noch geöffnet hat. Die verschiedene Weine die wir probieren dürfen, schmecken allesamt sehr lecker. Die Preise sind aber gesalzen. Wir entscheiden uns trotzdem die zwei leckersten Weine zu kaufen. Aber wir wissen jetzt auch, dass wir nicht noch mehr Produzenten besuchen werden, denn sonst werden wir bald mit leeren Taschen dastehen. Wir machen uns also auf den Weg zum Campingplatz an den Lilydale Falls, welcher nicht mehr weit entfernt liegt. Dieser hübsche gratis Campingplatz ist ziemlich beliebt, aber wir finden noch ein Plätzchen, um unser Zelt aufzustellen und verbringen einen gemütlichen Abend.


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26.03.2019 – 02.04.2019

Flight to Hobart 26.03.2019

Way too early we arrive in Melbourne and we are still tired. Sleepy we go to the customs control, where we have to get back into the red zone of course. The customs officers just ask us what we have with us and seem to be satisfied with our answer, because he waves us through. So we landed in Australia and have to kill another few hours until our onward flight to Tasmania, which is at 13.00. We look first for a SIM card and are surprised to get 28GB of data from the best coverage provider, Telstra, for 30 Australian dollars. Therefore we get one and browse through other shops. Hanspeter has long needed a new mobile phone because his old barely works. In the Vodafone shop he finds a cheap one, which he finally buys. There is also a Vodafone SIM card with 40 gigabytes available. Unfortunately, the seller tells us wrongly that the phone does not have Sim-Lock and Dual Sim. When we change the sim card in the cafe, Hanspeter has to go back and ask where the second simcard can be installed. Unfortunately that was a misinformation, because the Dualsim does not exist on this phone. Then he wants to change his sim card to the one from Switzerland, but this does not seem to work and he has to go back to unlock the Sim-Lock. This is pretty annoying and the seller who gave the wrong information is not there anymore. Nevertheless Hanspeter needs the mobile phone and it is still a good offer. At 11am we can drop off our luggage in Melbourne, which runs without staff and checkin counter, but all about a vending machine. Even the luggage you have to tag yourself. Customs is fast and we are now waiting for our flight to Hobart. Unfortunately, of course, this is still late, but wait after about an hour, until we take off. Less than an hour later we arrive in Hobart, Tasmania and have to go to the city. Since we are too tired to hitchhike, the airport is 30 kilometers from the city and apparently no buses at the moment, we unfortunately have to take a quite expensive shuttle bus, which brings us quickly to the city. There are only three roads to cross and we are in front of the rental car company Europcar, which we already know very well. We booked for our stay in Tasmania for 12 francs per day a rental car, which is very reasonably priced. The employee who records our data probably has a reading disability and Hanspeter’s bill is written quite amusingly (for example, Zeutigen instead of Reutigen). Well, pretty soon we are in possession of a nice Volkswagen Golf, which we will drive around the next 2.5 weeks. Since we are quite exhausted from the flight, we do not go far. We drive to Sorell first to buy some necessities and then drive south, where we discovered a campsite. The campsite is beautifully situated on a dam and we can already spot some parrots flying in front of us. That is very impressive. We set up our tent, but notice it’s pretty cold. So we go to cook soon and spend the rest of the evening in kitchen before we go to sleep.

Tasman Peninsula 27.03.2019 – 28.03.2010

The night was cold, very cold. We are a little bit nervous if we can and want to camp for the next two and a half weeks here in Tasmania with those conditions. We wait and hope for improvement. At least today, the weather looks great and temperatures are rising. We are heading directly to the Tasman Peninsula and are curious to see what Tasmania has to offer. We first drive through a rural area and see where we get a National Park pass. In Dunalley, however, not, because the tourist information just turns out to be an information sign. We suspect we can buy the passport like in the States at the National Park entrance and turn off to the Tasman Peninsula. We make the first detour in Doo Town, where we can see a blowhole. We have here alreasy a fantastic view of the beautiful sea and the cliffs, but due to the good weather, the so-called blowhole is not very active. Sure, we do not want to complain about the weather. Afterwards we visit the Tasman Arch, which is a rock and looks like a huge window, thus giving a view of the sea. That is incredibly impressive. Finally, we visit the so-called Devils Kitchen in this corner. Here, the sea has dug a long, narrow corridor into the cliffs, where it now foams and bubbles powerfully in strong waves. Unfortunately, the corridor is bad to see in the photo, because the bright sun has caused strong backlight, so our camera has a little difficulty. We were able to visit these areas in less than an hour and the beautiful area blows us away. The next stop is in the south, called Remarkable Caves. Here we can watch the wild sea and visit a cave that fills with water depending on the tides and waves. We first observe the whole thing from afar and then go into the cave ourselves. Here we have to look each time that we do not get wet feet. From the parking lot we already have a great view of the Cape Raoul, which has many impressive pillars and we still want to walk today. We have read that the famous multi-day hike, the so-called Three Capes, is associated with some planning and high costs, which is why we don’t consider to do it. Here is still a trail to Mt. Brown, which includes the view of the second cape and is free. We spontaneously decide to make this hike. At first, however, we only want to go halfway to a blowhole, but as it is so good, we make the entire way up the hill. On the way we see an animal that huddles up like a huge hedgehog (a spiked ball) and turns out to be an Echidna. He is well camouflaged, because we almost missed him, also because he does not move. We are surprised only to meet 4 people on the whole hike, because the landscape here is fantastic. After we have climbed the last hill, we have a fantastic view over the cliffs, the cape and the nearby beach. In addition, we can see the small Tasman Island, which is located at the southern end of Tasmania. It’s just wonderful here and without people. On the way back we are delighted with some colored birds, until suddenly Hanspeter makes a quite strange sound. Manuela also seen why, because he almost stepped on a snake. He could really set his foot after the snake crossing the sandy path at the last minute. We are a bit shocked, but at the moment we think it was not a venomous. A few days later we will learn that there are only 3 snake species in Tasmania (Copperhead, Tigersnake and Whitelipsnake) which are all very poisonous. The good news is that you always have some time and need the same antidote for all three, so you do not need to differentiate the snakes. After we get back to the car, we decide to go to the campsite at Cape Raoul, because today we will not make a second long hike. The way to the campsite is a bit bumpy, but luckily not too long, because as usual, we only have the basic insurance for our rental car, which would not cover a flat tire for example. Arrived at the campsite, we can set up our tent on a pretty lawn. We decide for an evening hike to the Shipstern Lookout, where we can watch the sunset. Along the way, we can observe some pademelons (a similar species as kangaroos, just smaller) they sometimes observe us from a safe distance. The sunset is very beautiful and we enjoy the evening mood with a view of the sea. Then we head back to the campsite in the dark, while the small hopping animals from before accompy us. Then we prepare our dinner and enjoy a short, but luckily a bit warmer evening than yesterday.

This morning we face the target we did not reach yesterday – the Cape Raoul. First we enjoy our breakfast, pack our tent and stow everything in the car. We do not know exactly how long we need and at noon you have to check out here. After half an hour we have a wonderful view over the coast. The sun, however, just barely above. We continue on our way and it seems we are almost the first. We occasionally scare away some parrots from time to time when we approach silently. Once they discover us, they disappear faster than our eyes can detect. We continue our leisurely morning walk and enjoy the relaxed atmosphere surrounded by nature. At about half past ten we have the first impressive view of Cape Raoul with its mighty pillars. But we quickly realize that this is not the end of the journey and continue our trek. After another half hour, the actual viewing platform is reached and we see not only the impressive Cape, but also a bunch of sea lions whose roar we hear up to our lookout point. There are a total of two viewpoints and of course we visit both, with the second being not less beautiful than the first. Then we start our way back. At the car we have a look for a nice place to eat our lunch. Well, first we have to find a supermarket, because our supplies for lunch are almost used up. Fortunately, the nearest village, Nubeena, is just a few minutes drive away where we find a small supermarket. On the promising White Beach, we enjoy our lunch and talk to an Australian who lives here but is originally from Queensland. We chat with him for quite a while and he even invites us for a cup of tea as he lives here nearby. Then we want to visit Fortescue, which should be located directly in the Tasman National Park. Unfortunately, the 10-kilometer access road is so bad that we are worried about our rental car and rather quickly decide to return. It was already so incredibly beautiful that we can hardly imagine that it can be even better here. So we continue our drive towards Pirates Bay at the entrance or rather at the end of Tasman National Park. First, let’s go back to the famous Devils Kitchen, hoping that the sun position will be a little better than the last time and we can take a good picture. It works reasonably well. The next stop is the Pirates Bay Lookout, where we could watch the whales during the season. Unfortunately, this is not the season, but the view is just as fantastic here – as everywhere else. The day ends on Pirates Bay Drive, where the absolute highlight, the Tessellated Pavement, awaits us. We reach this after a short 5 minute walk. It actually looks like someone has made the coast with huge paving stones but it’s natural. This is the result of thousands of years of grinding / abrasion by the sea. Then we head for the next campsite, which unfortunately refuses us, because we have no self-contained (toilet, shower and waste water tank) vehicle. For this reason, we go back to the Eldee campsite, where we already spent the first night.

Wineglass Bay & Freycinet Nationalpark 29.03.2019

We’ve spent a pleasant night in the Eldee campsite and now know that the first night here in Tasmania was really unusually cold. We can not complain about the weather anyway, because it was predicted to be rainy the last few days, but we always had wonderful sunshine. Today is the first day, which is a bit cloudy and tomorrow, a lot of rain is forecasted. Since we have heard that Wineglass Bay in Freycinet National Park is known to be one of Tasmania’s major attractions and it is especially impressive in good weather, we already want to go there today. Finally, we have just two and a half weeks and are still geographically at the beginning of our trip in Tasmania. But that does not matter, because only the Tasman Peninsula was worth the trip to Tasmania. Today, it is the first time to drive a few kilometers, because there are almost 200 of them to get from our location to the Freycinet National Park. Of course, we also stop sometimes on the way. The first stop we do, after we have reached the coast again, in Triabunna. Here we can finally buy the pass for the national parks in the visitor center. Around Swansea we make the next stop at the beautiful sandy beach. The further way to the Freycinet National Park leads almost the entire journey time along a beautiful coast and arrived in the National Park, where we treat ourselves first the lunch. Although this is not yet the Wineglass Bay, the coast is simply gorgeous. The sun is shining at the moment in the sea, which shimmers wonderful blue and greenish. After having been well fed and marveling at the sea, we drive to the starting point of the trail for the Wineglassbay. Here we meet a lot of tourists for the first time and we are curious, what a look awaits us. The trail leads us first to a breathtaking vantage point, the climb is a bit steep, but short. Here we also meet a lot of tourists and it is difficult to take a picture – but we can do that too. Most of them are already turning back, but of course we keep going, so we can enjoy the sand on the beach. And how we can do it! There are hardly any people down here and we treat ourselves to a delicious Somersby Cider on the long, almost deserted beach. Well, we have not even half the hike behind us, but the steep climb back we don’t want to do again if it isn’t necessary. So we tackle the circular route, which leads us back to the starting point in 12 kilometers. The trail first leads us through the forest for a while, but after four kilometers we reach the beach on the other side of Wineglass Bay, which is also very impressive. But we scare something here, because we almost stepped into rather big crabs. As we look around we see that there are dead crabs everywhere and the gulls and other seabirds probably fish them out of the sea. This looks a bit macabre and we really have to be careful that we do not step on the remains. First we watch the animals spellbound, but after that we are glad to get out of the crab graveyard again. The rest of the way leads us through forest and along the beach, where we always have a great view of the sea. Here we also see the beautiful red rocks again, which we know – as far as we can remember – only from our previous visit to Australia. About an hour before darkening and quite exhausted, we reach the starting point, where we drive directly to today’s campsite. This is just a few kilometers from the National Park and is even free. Fortunately, we find one of the last available places to set up our tent. Then we go to the bay right next door and enjoy the evening atmosphere with a beautiful sunset and a huge pelican who swims around.

Bicheno – Fingal 30.03.2019

The goal of today is not yet clear, but we see the sky is quite gray. So we need some motivation to crawl out of the tent and pack everything together. First, we drive back to the National Park to visit another easily accessible viewpoint. The view is pretty, but since it’s so gray, not exactly stunning as usual. Yes, we are spoiled. Then we take a short walk to a beach before we sit back in the car and head north. In Bicheno we make the next stop, where we can observe impressive blowholes. For them to see it is good, if the weather is stormy, so we are just right. At a nice beach place we have lunch and go shopping for the most necessities. Fortunately, it is raining only now and we are still not sure where we want to go. When it’s so gray, even the most beautiful beaches are not very attractive and we are a bit nervous to camp near the beach when it rains. So we will explore what awaits us inland. First, we visit the Douglas Apsley National Park, whose access road almost causes us to worry again. On the way we see an impressive eagle, which of course escape when we approach. Anyway, we see a lot of birds while we stroll through the forest, but hardly any people. The goal of the hike is a small water hole, which is nice, but not really stunning, so we could have done something else. Probably the longer ways would have had more to offer, but in this uncertain weather, we do not want to hike to far and drive back to the main road. Meanwhile, it is raining heavily and we finally decide to leave the coast and take the turnoff to St. Mary. The road leads us over a pretty pass, from where we have a great view of the landscape, before going back down to St. Mary. There we read in our guide about a vantage point, which can be reached by car. So we go there on the way. The road is unpaved from the beginning, but not bad. However, as we want to turn to the last 4 kilometers, we have to give up, because this is only suitable for off-road vehicles. It has gotten fresh and we dress warmly, but decide to park the car here and walk up. We see quickly that the decision not to continue was the only correct one, because even a SUV will not easily come up this road. By foot, however, it is very fast and the last section is even a real hiking trail, which leads us to a radio tower. From here we have a great view and even see effortlessly to the sea and the surrounding area. We have landed here on the highest point of the region, but windy it is there. After enjoying the view, we descend and drive to Fingal, where we find a free campsite provided by the community. We make ourselves comfortable here and want to start cooking soon. Even though it has a shelter with an electric BBQ (which is typically Australian), cooking is a real challenge as it is so stormy. Hanspeter manages it anyway and we enjoy a delicious dinner. However, we spend the rest of the evening in the warm car and do not go to sleep very late.

Mathinna – Bay of Fire 31.3.2019

The bad weather of yesterday is gone today and we spend a pleasant morning at the campsite. After having breakfast and packed everything, we head towards Mathinna and visit the Evercreech Reserve, which is nearby. The access road is unpaved, but in a reasonably good condition. On the way, one of these impressive eagles finally poses for a few seconds and we can take a picture. We’ve probably never seen such a big eagle before we take a short hike where we can admire the largest white gums, white eucalyptus trees. The largest specimens are around 90 meters high and have a diameter of up to eight meters, which is enormously impressive. Then we make a second circular walk, which leads us through the forest along a river to a pretty waterfall. Then we want to visit the Mathinna waterfall, which is not far away. We take the forest road, which is not worse in the beginning, than the one before. After a few kilometers, the road conditions change, but before we realize we are on a fairly narrow road, which contains many scary big stones. But to turn around, we are already too far and suddenly the few miles become a long, tedious procedure. Especially since our rental car is not made for such roads. On the last kilometer before the turnoff to the Mathinna Falls, the road improves again, but after a few meters, we find the worst gravel road of today. We have enough and turn around. Actually we wanted to drive further inland via Branxholm to St. Helena. But we fear that some of these roads are unpaved again and try to figure out the best way out of the street jumble on our maps. An elderly local gentleman is just passing by asking us if he can help us. We briefly tell him about our dilemma and he advises us to go back to St. Mary, because the journey over Branxholm is difficult, long and tedious. We will not think twice and we’ll go back the same way to St. Mary we came, because today we have enough of bad unpaved roads. So we drive a while until we get back to the sea. Shortly before St. Helena we turn into a bay called Akaroa, where we arrive after a two-minute walk to a beautiful sand dune, where we have a beautiful overlook of the sea. In the short walk, we approach a wallaby, which moves only in the last second away and has us more frightened than we did him. Then we drive to the end of the beautiful bay, where we take a walk to St. Helena Point, which leads us along the beautiful red rocks in the sea. Now it has become evening again and we go shopping in St. Helena shortly. Afterwards we drive to the Bay of Fire, where we find a beautiful free place to stay by the sea. We can even set up our tent with sea view and enjoy a wonderful evening here.

Bay of Fire 01.04.2019

Today we drive to the end of one stretch of the Bay of Fire, where we start the day with a beautiful walk. From a vantage point we can see a pretty farm, which is close to the beach. We have to look twice at the beach, but there are actually a few pigs frolicking around there. We really did not expect that, but they belong to the farm. Back again we visit Binalong Bay for a short time and then drive to St. Helena Visitor Center. We really want to visit a few secluded spots in the northeast, but after yesterday’s day, let’s first inquire about the road. Of course, the nice lady first asks for our car insurance and says that the whole route is unpaved, but in good condition. We tell her where we were yesterday so we can make a comparison and she can assure us that the road is much better. So we start the next adventure. It’s just a dirt road, but we’re making good progress. The first destination is Ansons Bay, a beautiful bay with a few abandoned cottages, but that’s it. We feel like at the end of the world. Next, we make the detour to the Eddystone Lighthouse, where the road worsens a bit, as we move away from the so-called main road. The lighthouse is pretty and we have a great view over the sea. The boat ramp laid with square stones has been artfully created between the big rocks on the coast. Then we continue our drive and turn next to Musselroe Bay, where the street is questionable again. But when we arrive, we are excited. It is just so indescribably beautiful, sandy beach as far as the eye can see, hardly any people or any civilization (except a few wind turbines in the distance and one or two off-road vehicles, which are probably for fishing here), just pure nature. We walk for a while along the beach and enjoy the great view. The last detour to the cape we don’t make, because we have already seen so many beautiful places today and we still want to drive near Launceston. We saw a cheap paid campsite where we could charge our electronic devices. We are thrilled with the many free campsites Tasmania offers, but sometimes we need electricity, which of course you can not expect from a free camp. We have also learned that due to the abundance of wildlife, it is important to avoid driving at night and we still have a long way to go, so we go straight there. We are amazed that the road still leads us over a pass where we can enjoy a beautiful mountain panorama at the end of the day. Just in time for dusk we reach the campsite, which is located between Scottsdale and Launceston. Here we can cook comfortably, charge our electronic devices, wash our clothes and have a proper shower.

Tamar Valley 02.04.2019

We find that the coastal experiences of the last days or weeks are hard to top and it is time to do something different. We are already on our way to Launceston, where we first want to stock up on supplies in a large supermarket. We read about the Tamar Valley, which is inland and where Tasmania’s most popular wine region is located, so today we want to explore this valley. After we have bought everything, we drive first in Launceston up a hill, where we hope for a beautiful view. The first stop is a dam, where we look down, but the view is not very far. Afterwards we visit a more touristy place, which has a beautiful suspension bridge, a chairlift and a small lake, which we visit on a short hike. The small park is very pretty and we even see a few peacocks and wallabies frolicking around here. Then we head to the Tamar Valley with the first station, the Tamar Island Wetlands, not far away. Here we can walk on a footbridge through a marshy landscape with innumerable water birds, which is very impressive. At the end of the way there is a nice spot where we have our lunch break. The further way leads us through a beautiful rural area, where mainly grapes for wine are planted. We drive to the bottom of the road to the Low Head, where we pass the village of George Town, with the small hope to see penguins. We walk to the lighthouse, where we get a nice view of the sea and get into conversation with a few Australian visitors and the lighthouse keeper. The lighthouse keeper tells us it is difficult at the moment to see penguins, as they are – as in New Zealand – in Moulting stadium and therefore hardly come out. Anyway, the penguins here are very shy because they have many enemies, like birds of prey, but also dogs hunting for the little animals. We are so engrossed in the conversation that we almost forget the time, as we want to visit wineries today. Most wineries close between 4 and 5 o’clock, which is why we make our way quickly. A little before half past 5 we reach Pipers River, where are quite a few wine producers and we find a nice little winery, which is still open. The different wines we are allowed to taste, all taste very delicious. The prices are high. Nevertheless, we decide to buy the two tastiest wines. But we now know we will not visit any more producers, otherwise we will soon be run out of money. So we make our way to the campsite on the Lilydale Falls, which is not far away. This pretty free campsite is quite popular, but we still find a place to pitch our tent and spend a nice evening.

New Zealand 5: Road trip to the North of the South Island

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20.03.2019 – 25.03.2019

Queenstown – Christchurch 20.03.2019

Wir lassen es heute gemütlich angehen, denn wir müssen ja erst um 15.00 in Queenstown sein. So beobachten wir noch etwas die hübschen Tiere auf dem Bauernhof und kurz nach 10 Uhr stellen wir uns in Athol an die Strasse. Hier müssen wir keine 5 Minuten warten und werden von einer jungen Kanadierin, die in Neuseeland lebt, mitgenommen. Wir plaudern viel und die Zeit vergeht wie im Fluge. Noch vor 12 Uhr erreichen wir den Flughafen in Queenstown. Es passt optimal, denn unser Transfercar befindet sich ebenfalls am Flughafen und die Kanadierin hat heute einen Skydiving Flug gebucht, wobei die Tour auch am Flughafen startet. Wir suchen schon einmal das Büro von der Mietwagenfirma Europcar auf und fragen, ob wir vielleicht das Auto schon vorher haben können. Sie meinen darauf hin, dass sie es um 14.00 parat haben, was uns sehr gelegen kommt. Etwa 3 Kilometer vom Flughafen entfernt, befinden sich die günstigen Supermärkte und wir nutzen die Zeit, um unsere Vorräte für die nächsten Tage aufzustocken, denn wir haben ja wieder ein Auto. Danach verspeisen wir gemütlich unser Mittagessen und gegen 13.30 sind wir wieder zurück am Flughafen. Es dauert eine Weile bis wir den Wagen erhalten, da wohl zuerst der Azubi die Formalitäten erledigt. Aber als eine andere Mitarbeiterin übernimmt, geht es Ruckzuck und wir sind für 24 Stunden im Besitz eines schnittigen, sozusagen neuen Toyota Corolla. Wir wollen heute einige Kilometer hinter uns bringen und so heisst es nun Fahren, Fahren, Fahren. Der erste Teil kennen wir ja bereits sehr gut, denn es ist bereits das dritte Mal, dass wir diese Strecke fahren. Etwas vor Twizel und dem Lake Pukaki biegen wir jedoch Richtung Küste ab, in der Hoffnung noch andere schöne Regionen zu sehen. Am Lake Aviemore machen wir Halt und verspeisen noch ein Zvieri, da es wohl heute bis zum Abendessen etwas später wird. Die Seen hier in der Gegend sind sehr hübsch und wir geniessen die Fahrt entsprechend. Etwas unerwartet kommen wir jedoch in den Regen als wir die Küste erreichen. Dies ist zum Glück nur von kurzer Dauer und wir erreichen etwa um 8 Uhr den Campingplatz, kurz bevor es dunkel wird. Hier können wir für 15 Dollar campen, was sehr preiswert ist. Der Campingplatz scheint ziemlich beliebt zu sein, wohl aber nicht unbedingt bei Reisenden, sondern bei jungen Deutschen mit Work and Travel Visa, die hier in der Region arbeiten. Auf dem Campingplatz wird lustigerweise mehr Deutsch als Englisch gesprochen. Wir verbringen jedoch einen gemütlichen Abend hier.

Christchurch – Lewis Pass – Nelson Lakes 21.03.2019

Die Nacht war leider nicht so gut, denn der Campingplatz ist direkt neben der Strasse, was doch lauter war, als zuerst angenommen. Irgendwie hat Hanspeter heute auch eine Magenverstimmung, denn es geht im gar nicht gut und wir befürchten, dass er nicht in der Lage sein wird zu fahren. Manuela darf versicherungstechnisch eigentlich nicht fahren, denn ein zweiter Fahrer wäre Kostenpflichtig gewesen. So ist die Situation etwas blöd, aber im schlimmsten Fall würde sie übernehmen. Wir packen unsere Sachen und machen uns bald auf den Weg. Zuerst jedoch steuern wir das nächste Cafe an, um einen Tee zu trinken, das nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Zu unserer Überraschung ist es eine exquisites Cafe in einer schönen Villa mit zusätzlichem Garten. Es scheint, als wären wir in einem sehr vornehmen Wohnhaus gelandet. Wir erhalten jedoch ein Teekännchen mit zwei edlen Tassen und nach einer Weile Tee trinken, fühlt sich Hanspeter wieder gut und ist bereit zum Fahren. Wir fahren im direkten Weg nach Christchurch, wo wir etwas verfrüht den Wagen zurückgeben. Da der nächste Transfercar wieder von Europcar ist, fragen wir, ob dieser auch wieder etwas früher verfügbar wäre. Wir können ihn zumindest etwas früher um 15.00 Uhr abholen. Wir verbringen die Wartezeit am Flughafen, bereiten unser Mittagessen zu und planen die letzten Tage in Neuseeland. Wir haben zudem ein günstiges Mietauto Angebot in Tasmanien entdeckt, welches wir buchen (12 Franken pro Tag für eine Dauer von 17 Tagen). Um 15.00 Uhr gehen wir das Auto abholen und machen uns auf den Weg nordwärts. Lustigerweise ist es dasselbe Auto wie beim letzten Transfer, lediglich in Silber statt in blau und mit weniger als 10000 Kilometer auf dem Tacho. Zuerst geht es einige Kilometer der Autobahn entlang, bevor wir zum Lewis Pass abbiegen. Hier finden wir wieder eine wunderschöne, bergige Gegend vor, sowie enge, kurvige Strassen. Gegen 5 Uhr machen wir in der Nähe des Passes einen Halt und Essen einen Happen. Bevor wir wieder an die Westküste gelangen, biegen wir gen Norden Richtung Nelson ab. Als Nächstes besuchen wir einen hübschen Wasserfall, der gerade auf dem Weg liegt. Wir wollen bei den Nelson Lakes übernachten, wobei wir die letzte Viertelstunde noch im Dunkeln bewältigen müssen. Wir merken, dass es langsam immer früher Dunkel wird und wir so unseren Tag etwas anders planen müssen. Jedoch können wir uns noch nicht beklagen, denn bis ca. 8 Uhr ist es immer noch hell. Bei Dämmerung müssen wir einfach auf die Wildtiere aufpassen, was jedoch nicht so problematisch ist, wenn man gemütlich fährt. Beim Campingplatz angekommen richten wir uns ein und kochen ein leckeres Abendessen. Danach gehen wir schon bald schlafen, damit wir morgen früh starten können.

Golden Bay & Nelson 22.03.2019

Da wir gehört haben, dass im Norden die Golden Bay und der Abel Tasman Nationalpark wohl die Hauptattraktionen sind, besuchen wir heute zuerst die Golden Bay, da der Abel Tasman auch mit ÖV oder per Anhalter erreichbar wäre. Golden Bay ist um einiges weiter als der Abel Tasman und beinhaltet mehrere Orte. Wir fahren zuerst durch eine sehr ländliche Region, wo viele Früchte und Gemüse angebaut werden. Wir hoffen, hier etwas kaufen in der Richtung zu einem guten Preis kaufen zu können, als wir jedoch bei einer Farm halten ist die Auswahl so dürftig, dass wir notgedrungen unser Gemüse im Supermarkt einkaufen werden. Ist wohl gerade nicht die richtige Saison. Bevor wir zur Golden Bay kommen, müssen wir über einen Pass, der aufgrund von Bauarbeiten mit längeren Wartezeiten verbunden ist und wir für die Rückfahrt berücksichtigen müssen. Die Fahrt über die Passstrasse ist sehr schön und zuoberst gibt es sogar noch einen hübschen Aussichtspunkt, wo wir die gesamte Region überblicken können. Danach geht es hinunter auf Meereshöhe, wo wir an die schönen Strände und in die hübschen Dörfchen gelangen. Da unser Transfer Mietwagen wie üblich nur auf das Minimum versichert ist, lassen wir das letzte ungeteerte Stück an der Golden Bay aus. Es wäre von der Rückgabezeit her sowieso knapp geworden und wir geniessen daher den vorderen Abschnitt der bereits wunderschön ist. Leider ist das Wetter nicht ganz so perfekt wie erhofft, weshalb die Golden Bay wohl nicht in vollem Glanz erstrahlt. An einem schönen Strand legen wir unsere Mittagspause ein und machen uns danach auf den langen Rückweg nach Nelson. Als wir wieder über die Passstrasse zurückfahren, gibt es einige Autofahrer die etwas langsam unterwegs sind. Als wir dann bei der Baustelle warten müssen, sehen wir eine Einheimische, die die Fahrerin von einem der langsamen Autos ziemlich übel beschimpft. Wir finden es einerseits amüsant, aber andererseits doch arg übertrieben, da sie auch langsame Fahrzeuge vor sich gehabt hat, was aber wohl die Dame direkt dahinter nicht gesehen hat. Irgendwann wird es jedoch grün und alle fahren wieder den Berg hinunter. Da wir doch schneller vorwärts gekommen sind als erwartet, gönnen wir uns im nächsten Dorf ein leckeres selbstgemachtes Eis, bevor wir auf direktem Weg nach Nelson fahren. Dort angekommen geben wir zuerst das Fahrzeug am Flughafen zurück. Wir haben einen günstigen Campingplatz etwas ausserhalb von Nelson auf einem Hügel entdeckt. Auch wenn die Distanz mit 10 Kilometer machbar wäre, sind die Höhenmeter mit dem ganzen Gepäck nicht zu unterschätzen. Ganz erstaunt stellen wir fest, dass es einen Bus gibt, der dort hoch fährt. So müssen wir lediglich 2 Kilometer zur Bushaltestelle laufen und am Terminal einmal umsteigen. Da die Fahrt jedoch mit dem Zonensystem funktioniert, reicht es ein Ticket für die ganze Fahrt zu kaufen, was mit 3.5 Neuseeland Dollar erstaunlich günstig ist. Am späteren Nachmittag kommen wir am hübschen Campingplatz an und machen es uns gemütlich. Wir haben heute eine neue Anzeige eines Transfercars, innerhalb 2 Tage von Nelson nach Christchurch, gefunden und versuchen hier unser Glück nochmals. Leider ist das Benzin hier nicht enthalten, aber man kann ja nicht immer alles haben. Denn so könnten wir ganz flexibel den Abel Tasman Nationalpark und auf dem Rückweg nach Christchurch die für Delfine und Seelöwen bekannte Ortschaft Kaikoura besuchen. Da wir aber erst angefragt haben, müssen wir uns etwas gedulden, falls es jedoch nichts damit wird, gehen wir per Anhalter in den Abel Tasman Nationalpark. Am Abend sehen wir noch einige Vögel, Hasen und Wekas auf dem Campingplatz und stellen dabei fest, dass Wekas einen ziemlichen Lärm veranstalten können.

Nelson – Ruby Bay 23.03.2019

Der heutige Tag beginnt mit einer guten Neuigkeit, denn der Autotransfer zurück nach Christchurch für heute wurde bestätigt. Da wir erst am späteren Nachmittag das Auto abholen werden, können wir die nette Gegend hier noch erkunden. Es gibt ein riesiges Vogelreservat mit Wanderwegen, dass wir hier besuchen. Der Ausgangspunkt führt durch das Informationszentrum, wo wir einige Informationen von den freiwilligen Mitarbeiter enthalten. Sie versuchen das Vogelschutzgebiet frei von Raubtieren zu halten, damit die Vögel hier in Ruhe leben können. Der Wanderweg ist wunderschön und wir werden von vielen Vögel begleitet. Darunter auch der nervöse Fantail, der enorm schwierig zu Fotografieren ist. Es scheint, als würde der Vogel sich einen Spass daraus machen, indem er uns beobachtet und für eine Weile begleitet, wenn wir ihn aber Fotografieren wollen, verschwindet er ganz schnell. Der Rückweg ist etwas herausfordernd, da wir einige Flüsschen überqueren müssen. Der Weg ist aber gut markiert und am frühen Nachmittag sind wir zurück beim Campingplatz, wo wir unser Gepäck deponieren durften. Mit dem nächsten Bus geht es zurück nach Nelson in die hübsche Küstenstadt und da wir noch etwas Zeit zur Verfügung haben, steigen wir bei einer Haltestelle am Strand aus, wo wir die Aussicht noch ein wenig geniessen. Von hier können wir anschliessend die letzten 3 Kilometer bis zum Flughafen zu Fuss bewältigen. Das heutige Transferauto ist ein kleiner Toyota Yaris, also ein Abstieg vom Toyota Corolla, was Hanspeter sofort schmunzelnd feststellt. Da wir das Auto auch erst um 4 Uhr angemietet haben, gehen wir heute nicht mehr so weit. Zuerst heisst es noch für die nächsten zwei Tage einkaufen und danach fahren wir auf die Rabbit Island, eine kleine Insel, die über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist und geniessen hier den schönen Sandstrand bei Ebbe. Danach fahren wir zur Ruby Bay, wo es einen schönen und sehr günstigen Campingplatz gibt. Auch von hier können wir direkt an den Strand gehen, von wo aus wir später den schönen Nachthimmel bestaunen.

Abel Tasman 24.03.2019

Heute starten wir früh in den Tag, denn wir wollen den Abel Tasman Nationalpark besuchen und danach möglichst nahe an Kaikoura fahren, damit wir diese Ortschaft morgen besuchen können. Etwa um 10 Uhr stehen wir startklar beim Eingang und wandern los. Da der Park für seine vielen Touristen bekannt ist, wollen wir einen nicht ganz so populären Weg ausprobieren und über den Küstenweg zurücklaufen. Dafür wandern wir die ersten paar Kilometer entlang der Küste, wo wir bereits ein atemberaubendes Panorama haben und biegen anschliessend auf einen Weg Inland ab, welcher uns einen Hügel hinauf führt. Nach knapp eineinhalb Stunden haben wir den Hügel gemeistert und wir legen unsere Mittagspause ein. Sobald der Weg uns aus dem Wald führt, haben wir eine tolle Aussicht über die ganze Gegend. Danach führt uns der Weg relativ steil hinunter, wobei anzumerken ist, dass wir dabei keiner Menschenseele begegnen und der Pfad nicht gut ausgebaut ist. Auch beim Weg hinauf, sind wir lediglich 2 Personen begegnet. Als wir wieder auf dem Great Walk sind, nimmt auch wieder die Menschenmenge zu, was uns nun aber ziemlich egal ist. Wir wandern in einem ziemlich schnellem Tempo zur Anchorage Bay, da wir schlussendlich etwa um 16.00 wieder zurück beim Parkplatz sein wollen. Wir lassen uns aber trotzdem etwas Zeit und machen einen Abstecher zu einem hübschen Aussichtspunkt, wo wir über die Anchorage und Torrent Bay sehen können. An der Anchorage Bay machen wir nochmals ein kleines Päuschen und geniessen die hübsche Bucht, bevor es wieder zurück geht. Dafür müssen wir wieder den etwas steilen Hügel hinauf, den wir zur Anchorage Bay heruntergekommen sind und danach führt uns der gut ausgebaute Weg ziemlich flach an der Küste zurück. Wir lassen es uns jedoch nicht nehmen, den ein oder anderen Abstecher zu den schönen Stränden zu machen und erreichen schlussendlich eine Stunde später als geplant, um 17.00 Uhr den Parkplatz, wo wir uns schnurstracks auf den Weg nach Nelson und danach nach Blenheim machen. Der angepeilte Campingplatz liegt noch 200 Kilometer entfernt. Ja der Weg ist weit, weiter als gedacht, aber als wir endlich Blenheim erreichen geht es nur noch an die Küste, wo wir einen günstigen Campingplatz erreichen. Die letzten 20 Kilometer müssen wir leider noch beim eindunkeln absolvieren und Hanspeter sieht auch die ein oder anderen Augen am Strassenrand funkeln. Beim Campingplatz angekommen ist es stockdunkel. Wir finden jedoch den Campingplatzwart. Der regt sich gerade ziemlich über seinen Laptop auf, denn er kann seinen Film nicht abspielen. Wir bezahlen die Campingplatzgebühr und bringen ihm den Film wieder zum Laufen. Es scheint, als wäre sein Abend gerettet. Als wir jedoch unser Zelt aufstellen, bricht eine Zeltstange von unserem Tungsten Marmotzelt. Das ist jetzt ziemlich nervig, haben wir das Zelt doch erst vor knapp 5 Wochen in Neuseeland gekauft. Zumindest haben wir ein Reparaturkit, so dass wir die Stange mit einer Hülse bei der Bruchstelle stabilisieren können. Wir sehen jedoch, dass auch die anderen drei Stangen eine Bruchstelle aufweisen und es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch diese brechen werden. Wir sind sehr enttäuscht, denn wir haben doch fast 400 Franken für dieses Zelt bezahlt und waren ansonsten damit sehr zufrieden. Wir sind auch heute ziemlich geschafft von unserem langen Marsch und bereiten unser Abendessen zu. Danach gehen wir bald schlafen, denn nun wollen wir morgen noch einen Besuch beim Zeltverkäufer Torpedo 7 in Christchurch einbauen.

Kaikoura & Christchurch 25.03.2010

Auch heute stehen wir wieder früh auf, können dafür noch den Sonnenaufgang über dem Meer beobachten und machen uns nach dem Frühstück auf den Weg. Das erste Ziel ist Kaikoura. Als wir einmal gedacht haben, dass wir aufgrund der Autobahn schnell voran kommen, haben wir uns mächtig getäuscht. Alle 500 Meter befindet sich eine Baustelle und wir müssen jeweils warten, bis wir durchgewunken werden. Das heisst, die Strasse etwas weiter vom Campingplatz fast bis Kaikoura besteht sozusagen nur aus einer Baustelle. Das ist ziemlich ärgerlich, denn unser heutiges Programm ist ein wenig gedrängt. Die Fahrt geht jedoch entlang der schönen Küstenstrasse und wir können sogar von Zeit zu Zeit Robben aus dem Auto entdecken. Kaikoura scheint wirklich ein sehr hübsches Dörfchen zu sein und wir fahren ans Ende der Strasse, wo ein Wanderweg der Küste entlang führt. Schon bald treffen wir auf die ersten Seelöwen, die ziemlich gross und eindrücklich sind, und auf den Steinen faulenzen. Am Anfang trafen wir nur auf ein paar Vereinzelte und um Einen mussten wir sozusagen drum herum klettern, denn er liegt mitten auf unserem Weg. Danach kommen wir zu ganzen Kolonien von Seelöwen, wo wir wohl mehrere Hundert auf einem Haufen sehen. Das ist schon sehr eindrücklich. Nach einer Weile des Staunens merken wir jedoch, dass es Zeit ist Umzukehren, denn wir haben noch einen relativ weiten Weg bis Christchurch, besonders da wir nicht wissen, wie die Baustellensituation auf dem restlichen Weg aussieht. Wir kraxeln dazu einen Hügel hoch, damit wir noch einen schönen Ausblick von Oben geniessen können, während wir zurücklaufen. Leider sehen wir keine Delfine, aber die hatten wir ja schon und wir sind begeistert, den Abstecher an diesen schönen Ort gemacht zu haben. Wir kommen nun etwas besser vorwärts und treffen um 14.30 in der Stadt ein. Wir gehen direkt zum Shop Torpedo 7, wo wir das Zelt gekauft haben und schildern dem Verkäufer die Situation. Auch wenn er viel Verständnis zeigt und ab den Tatsachen etwas schockiert ist, kann er uns lediglich anbieten das Zelt an Marmot zurückzuschicken. Sie haben keinen Ersatz und dürften auch nicht selbst einfach ein Zelt umtauschen, ohne dass Marmot einen Produktionsfehler entdeckt hat. Wir sind sehr enttäuscht, denn er kann uns nicht einmal ein Reparaturkit anbieten, falls eine weitere Stange bricht. Er meint, wir können ein Ersatzzelt bei ihnen Mieten, während das Zelt eingeschickt wird. Das bringt uns leider auch nichts, da wir morgen früh von Christchurch nach Hobart fliegen und der Austausch mehrere Wochen dauern kann. Er nimmt netterweise schlussendlich mit Marmot Kontakt auf, sendet Fotos von den Bruchstellen und teilt uns mit, ob bis Ladenschluss um 17.30 Uhr etwas an der Situation gemacht werden kann. Wir verlassen den Laden und bringen unseren Transfercar zurück zum Flughafen, wo wir heute sowieso verweilen werden. Wir hören leider nichts mehr bis Ladenschluss vom Verkäufer und danach erhalten wir lediglich eine SMS, dass Marmot sich das Zelt zuerst anschauen muss und danach weiter entscheiden wird. Am Flughafen verbringen wir die Zeit zuerst mit Umpacken, da wir nur insgesamt 35 Kilogramm Gepäck verfügbar haben. Aber das klappt ziemlich gut. Wir gönnen uns danach noch eine Dusche, die es glücklicherweise im Flughafen gibt und verbringen den Rest des Abends mit der Planung von Tasmanien sowie Blog schreiben und dem Hochladen von Fotos. Etwa um 6 Uhr Essen wir noch unsere letzten Vorräte auf, da man diese Sachen ja sowieso nicht mit über die Grenze nehmen darf. Da wir es verhindern wollen, im Flughafen selbst am Morgen früh etwas zu essen, gönnen wir uns um 11 Uhr noch ein Sandwich von Subway, welcher etwa 1 Kilometer vom Flughafen entfernt und preiswert ist. Obwohl wir schon ziemlich müde sind, erledigen wir noch dieses und jenes, bis wir um 3 Uhr morgens einchecken können. Nachdem wir eingecheckt haben und durch die Sicherheitskontrollen gegangen sind, müssen wir nochmals eine Weile auf unseren Abflug um 6 Uhr warten und hier haben wir nun wirklich mit der Müdigkeit zu kämpfen. Als wir endlich im Flugzeug sind, geht es ruckzuck und wir sind eingeschlafen.


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20.03.2019 – 25.03.2019

Queenstown – Christchurch 20.03.2019

We start slow in the day, because we have to be in Queenstown only until 15.00. So we observe some of the pretty animals on the farm and shortly after 10 o’clock we stand in Athol at the street, ready to hitchhike. We do not have to wait 5 minutes and are taken by a young Canadian woman who lives in New Zealand. We chat a lot and time flies by. Before noon we reach the airport in Queenstown. It fits perfectly, because our transfer car is also at the airport and the Canadian has booked a Skydiving flight, which also starts at the airport. We visit the office of the rental car company Europcar and ask if we can have the car before. They say it will be ready at 14.00, which suits us very well. About 3 kilometers from the airport, are the cheap supermarkets and we use the time to increase our supplies for the next few days, because we have now a car. Then we eat our lunch and around 13.30 we are back at the airport. It takes a while until we get the car, because first the trainee does the paperwork. But when another colleague takes over, we get it immediately a almost new Toyota Corolla for the next 24 hours. Today we want to drive a few kilometers as Christchurch is far, that means a lot of driving. We know the first section of very well, because it is already the third time that we drive this route. However, just before Twizel and Lake Pukaki we turn towards the coast, hoping to see other beautiful regions. At Lake Aviemore we stop and eat something for tea time, as it will be a little later until dinner. The lakes in the area are very pretty and we enjoy the ride accordingly. Somewhat unexpectedly it starts raining, when we reach the coast. Fortunately, it only rain shortly and we reach the campsite around 8am, just before it gets dark. We can camp for 15 dollars, which is very cheap. The campsite seems to be quite popular, but not necessarily for travelers, but for young Germans with Work and Travel visas working in the area. Funnily more German than English is spoken at the campsite. However, we spend a cozy evening here.

Christchurch – Lewis Pass – Nelson Lakes 21.03.2019

The night was unfortunately not so good, because the campsite is right next to the road, which was louder than first thought. Somehow Hanspeter also has an bad stomach today as he is not feeling well and we fear that he will not be able to drive. Manuela is not allowed to drive regarding the insurance, because a second driver would have been charged. So the situation is a bit difficult, but in the worst case, she would do it. We pack our things and leave soon. First, however, we head to the nearest cafe for a cup of tea, just a few miles away. To our surprise it is an exquisite cafe in a beautiful villa with additional garden. It seems like we ended up in a very posh dwelling house. However, we get a teapot with two fine cups and after a while drinking tea, Hanspeter feels good again and is ready to drive. We drive in the direct way to Christchurch, where we return the car a bit too early. As the next transfer car is also from Europcar, we ask if it would be available again sooner. We can pick it up at 3:00 pm, that’s at least a little earlier. We spend the waiting time at the airport, prepare our lunch and plan our last days in New Zealand. We have also discovered a cheap rental car deal in Tasmania, which we book (12 usd per day for a duration of 17 days). At 15.00 we go pick up the car and head north. Funnily, it’s the same car as the last transfer, just in silver instead of blue and less than 10,000 miles. First, we drive a few miles along the highway before turning to the Lewis Pass. Here we find a beautiful, mountainous area before, as well as narrow, winding roads. At 5 o’clock we make a stop near the pass and eat a bite. Before reaching the west coast, we turn north towards Nelson. Next, we’ll visit a pretty waterfall just on the way. We want to stay overnight at the Nelson Lakes, where we still have to survive the last fifteen minutes at dusk. We realize it is getting darker and darker and we have to plan our days a bit differently. However, we can not complain, because until about 8 pm it is still daylight. At dusk, we have to take care of the wildlife, which is not so problematic, if you drive not fast. When we arrived at the campsite, we set up and cook a delicious dinner. Then we go to bed soon, so we can start tomorrow early morning.

Golden Bay & Nelson 22.03.2019

Since we have heard that in the north, Golden Bay and the Abel Tasman National Park are the main attractions, we visit today Golden Bay, as the Abel Tasman would also be accessible by public transport or hitchhiking. Golden Bay is a lot further than the Abel Tasman and includes several locations. We drive first through a very rural region, where many fruits and vegetables are grown. We hope to buy something here on the road for a good price, but when we stop at a farm, the selection is so poor that we will inevitably buy our vegetables in the supermarket. Is probably not the right season now. Before we get to the Golden Bay, we have to drive through a mountain pass that, due to construction work, has long waiting times and we need to consider it for the return trip. The drive over the pass road is very nice and on the top is a pretty vantage point, where we can overlook the entire region. Then it drops down to sea level, where we get to the beautiful beaches and the pretty villages. Since our transfer rental car is as usual only insured to the minimum, we leave out the last unpaved piece at the Golden Bay. It would have become tight anyway with the return time and we therefore enjoy this area, which is already beautiful. Unfortunately, the weather is not quite as perfect as hoped, which is why the Golden Bay probably does not shine in full glory. On a beautiful beach, we stop for lunch and then we make the long way back to Nelson. As we drive back over the pass road, there are some motorists who are a bit slow on the road. When we have to wait at the construction site, we see a local who insults the driver of one of the slow cars pretty badly. On the one hand we find it amusing, but on the other hand it is a lot of exaggeration, because she also had slow vehicles in front of her, but probably the lady behind her did not see that. At some point, however, the traffic light turns green and everyone drives back down the mountain. Since we are faster than expected, we treat ourselves in the next village for a delicious homemade ice cream, before we drive directly to Nelson. Arrived in Nelson, we first return the vehicle at the airport. We have discovered a cheap campsite just outside Nelson on a hill. Although the distance would be feasible with 10 kilometers, the altitude with all the luggage should not be underestimated. Surprised, we realize a bus is going up there. So we only have to walk 2 kilometers to the bus stop and change at the terminal once. However, since the journey works with the zone system, it is enough to buy a ticket for the entire trip, which is surprisingly cheap with 3.50 New Zealand dollars. In the late afternoon we arrive at the pretty campsite and make ourselves comfortable. Today we found a new ad from a transfer car within 2 days from Nelson to Christchurch, and try our luck again. Unfortunately, the gas is not included here, but you can not always have everything. Because we could very flexibly visit the Abel Tasman National Park and visit on the way back to Christchurch Kaikoura which is known for dolphins and sea lions. But since we have only asked, we have to be patient, but if it does not work, we hitchhike in the Abel Tasman National Park and go back to Christchurch by bus. In the evening we see some birds, rabbits and wekas on the campsite and find out Wekas ​​can make quite a noise.

Nelson – Ruby Bay 23.03.2019

This day starts with good news as the car transfer back to Christchurch has been confirmed. Since we will pick up the car later in the afternoon, we can still explore the nice area here. There is a huge bird sanctuary with trails we can visit here. The starting point leads through the information center, where we get some information from the volunteers. They try to keep the bird sanctuary free of predators so the birds can live here in peace. The trail is beautiful and we are accompanied by many birds. Including the nervous Fantail, which is enormously difficult to take pictures. It seems the bird is making fun of us by watching us and accompanying us for a while, but when we want to take a photo of him, he disappears very quickly. The way back is a bit challenging as we have to cross some streams. The way is well marked and in the early afternoon we are back at the campsite, where we were allowed to deposit our luggage. The next bus takes us back to Nelson in the pretty coastal town and as we have some time left, we get off at a stop on the beach, where we enjoy the view for a while. From here we can then walk the last 3 kilometers to the airport by foot. Today’s transfer car is a small Toyota Yaris, a downgrade from the Toyota Corolla, which Hanspeter immediately realizes with a grin. Since we rented the car only at 4 o’clock, we do not go that far today. First it means shopping for the next two days and then we drive to the Rabbit Island, a small island that is connected by a bridge to the mainland and enjoy the beautiful sandy beach at low tide. Then we drive to Ruby Bay, where is a nice and very cheap campsite. Also from here we can go directly to the beach, where we go to marvel at the beautiful night sky later.

Abel Tasman 24.03.2019

Today we start early in the day, because we want to visit the Abel Tasman National Park and then drive as close to Kaikoura, so that we can visit this place tomorrow. At about 10 o’clock we are at the entrance and start walking. Since the park is known to its many tourists, we want to try a less popular way than the famous coastal path. We hike the first few kilometers along the coast, where we already have a breathtaking panorama and then turn on a path inland, which leads us up a hill. After almost one and a half hours we mastered the hill and stop for lunch. As soon as the path leads us out of the forest, we have a great view over the whole area. After that, the path leads us down steeply, but it should be noted that we encounter no human soul and the path is not well developed. Also on the way up, we met only 2 people. When we are back on the Great Walk at the coast, the crowd is increasing again, which we do not really care about as the view is so beautiful. We walk at a fairly fast pace to Anchorage Bay, as we finally want to be back at the parking lot at about 16.00. But we still take some time and make a detour to a pretty vantage point, where we can see the Anchorage and Torrent Bay. At Anchorage Bay we make another little break and enjoy the beautiful bay, before we head back. For this we have to go back up the steep hill we came down to Anchorage Bay, and then the well-developed path leads us back to the coast pretty flat. However, we do not let us take one or the other detour to the beautiful beaches and reach finally an hour later than planned, at 5 pm at the parking lot, where we make straight for the way to Nelson and then to Blenheim. The targeted campsite is still 200 kilometers away. Yes the way is far, farther than imagined, but when we finally reach Blenheim we only go to the coast, where we reach a cheap campsite. Unfortunately, we still have to complete the last 20 kilometers in the dark and Hanspeter also sees one or two eyes sparkling on the side of the road. Arrived at the campsite it is pitch dark. However, we find the campsite attendant. He’s getting pretty upset about his laptop because he can not play his movie. We pay the campsite fee and get it back to work. It seems his evening was saved. However, when we set up our tent, a tent pole breaks from our new Tungsten Marmot tent. That’s pretty annoying now, as we bought the tent just 5 weeks ago in New Zealand. At least we have a repair kit so we can stabilize the rod with a sleeve at the break point. We see, however, that the other three rods are fractured and it is only a matter of time before they will break. We are very disappointed because we paid almost 400 usd for this tent and were otherwise very satisfied. We are also quite exhausted today from our long march and prepare our dinner. Then we go to bed soon, because now we want to include a visit to the tent seller Torpedo 7 in Christchurch tomorrow.

Kaikoura & Christchurch 25.03.2010

Even today we get up early, can still watch the sunrise over the sea and make us after breakfast on the way. The first destination is Kaikoura. Once we thought we were making fast progress because of the highway, we were wrong. Every 500 meters there is a construction site and we have to wait until we are waved through. It seems like the road a little further from the campsite almost until Kaikoura is a construction site. That’s pretty annoying because our program today is a bit crowded. However, the journey goes along the beautiful coastal road and we can even discover seals from the car from time to time. Kaikoura really seems to be a very pretty village and we drive to the end of the road where a footpath leads along the coast. Soon we meet the first sea lions, which are quite large and impressive, and laze on the stones. In the beginning we only met a few isolated and around one we had to climb around, so to speak, because he is right in the middle of our way. Then we come to whole colonies of sea lions, where we probably see several hundred at once. That is very impressive. After a while of wondering, however, we realize it’s time to turn back because we still have a quite long way to Christchurch, especially as we do not know what the construction site situation looks like the rest of the way. We scramble up a hill so we can enjoy a nice view from the top as we walk backwards. Unfortunately we do not see any dolphins, but we already saw them and we are thrilled to have made the trip to this beautiful place. We could move on a bit better and arrive at 14.30 in Christchurch. We go directly to the shop Torpedo 7, where we bought the tent and describe the situation to the seller. Although he shows a lot of understanding and is shocked by the facts, he can only offer us to return the tent to Marmot for investigation. They have no substitute and they are not even allowed to exchange a tent without Marmot having discovered a production error. We are very disappointed because he can not even offer us a repair kit if another pole breaks. He says we can rent a spare tent while the tent is being sent. Unfortunately that doesn’t work for us, since we fly tomorrow morning from Christchurch to Hobart and the exchange can take several weeks. He finally kindly contacts Marmot, sends photos of the fractures and tells us if anything can be done about the situation until 5:30 pm, he will text us. We leave the store and bring our transfer car back to the airport, where we will stay today anyway. Unfortunately, we do not hear anything until closing time from the seller and then we receive only a text message that Marmot must first look at the tent and then decide further. At the airport, we spend the time with repacking, since we only have a total of 35 kilograms of luggage available. But that works pretty well. Afterwards, we treat ourselves to a shower that luckily is in the airport and spend the rest of the evening planning Tasmania, blogging and uploading photos. At about 6 o’clock we eat our last food supplies, because we can not take these things over the border. Since we do not want to eat at the airport early in the morning, we treat ourselves to a subway sandwich at 11 pm which is about 1km from the airport away and reasonably priced. Although we are already quite tired, we still do this and that until we can check in at 3 in the morning. Once we’ve checked in and gone through the security checkpoints, we’ll have to wait a while for our departure at 6am, and here we really have to deal with the fatigue. When we are finally on the plane, it goes quickly and we sleep.