Rurrenabaque / Jungle Trek Parque Nacional Madidi

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10.10.2017 – 15.10.2017

Rurrenabaque 10.10.2017 – 11.10.2017

Am ersten Tag in Rurre schlafen wir zuerst mal etwas aus und essen dann das inkludierte Frühstück. Danach machen wir uns auf den Weg zu einer der vielen Agenturen, welche Dschungel Touren anbietet. Wir entscheiden uns schlussendlich für eine Dreitagestour mit zwei Übernachtungen. Nachdem wir unser Abendteuer gebucht haben, machen wir uns auf dem Weg um das Städtchen zu erkunden. Rurrenabaque ist das letzte grössere Stück Zivilisation bevor man weiter in den Nationalpark Madidi, welcher ein Grossteil des bolivianischen Amazonas ausmacht, eintaucht. Die Stadt grenzt direkt an den Rio Beni, welcher ungefähr 1000km weiter nördlich in den Amazonas mündet. Im Gegensatz zu Trinidad ist deutlich spürbar, dass es hier mehr touristische Aktivität gibt. Es gibt viele Restaurants und Hostels, welche die Angebote auch in Englisch anpreisen. Interessant ist aber trotzdem, dass man auf den Strassen kaum Reisende sieht, diese sind vermutlich meist in den Hostels, später in einer Bar oder gerade auf einem Dschungeltrip. Im Städtchen selber finden wir uns schnell zurecht, da es nicht riesig ist und die Strassen alle wie ein Gitternetz durch die Stadt führen. Die Hitze führt uns jedoch auch wieder zurück in die Hängematten unseres Hostels und wir relaxen ein bisschen. Gegen vier machen wir uns wieder auf den Weg und wollen noch den einen Aussichtspunkt erreichen. Uns wurde bereits gesagt, dass dies sehr anstrengend sein wird, vorallem wegen der Hitze und weil es sehr steil ist. Tatsächlich haben wir schon nach wenigen Meter mit starken Schweissausbrüchen zu kämpfen. Glücklicherweise erreicht man immer wieder Stellen, an denen ein kühles Lüftchen weht und es ist schlussendlich doch nicht so weit wie angenommen. Beim Aussichtspunkt angekommen haben wir dann eine wunderschöne Aussicht über ganz Rurre und natürlich auch die Umgebung, welche sozusagen nur aus Regenwald besteht. Nach dem steilen Abstieg gönnen wir uns eine Abkühlung in unserem Hostel im Pool. Bevor es in den Dschungel geht wollen wir uns noch einmal richtig gutes Essen gönnen und gehen dafür ins Restaurant Luz de Mar. Das Essen ist sehr günstig, 35 Bolivianos (5 Sfr.) für einen Teller Spagetti. Viel haben wir uns eigentlich nicht erhofft, aber es gibt eine riesige Portion und die Pesto-Spagetti sind unglaublich lecker, einer der besten Pestos überhaupt. Zum Schluss gönnen wir uns dann noch ein leckeres Eiskaffee. Vollgefressen mit leckerem Essen gehen wir wieder zurück ins, wo wir noch etwas Zeit in der Hängematte verbringen, bevor wir schlafen gehen.

Jungle Trek Parque Nacional Madidi 12.10.2017 – 14.10.2017

Heute startet unser Tag verhältnismässig früh. Der Treffpunkt für die Jungeltour ist um 8.30 im Gebäude der Agentur «Max Adventures». Wir werden mit Moskitonetz und Langarmhemd ausgerüstet. Es hat auch Schlafsäcke und Liegematten, aber wir entscheiden uns unsere eigene Ausrüstung zum Schlafen mitzunehmen. Nachdem wir unsere Rucksäcke die wir nicht auf die Tour mitnehmen, sicher verstaut haben, machen wir uns mit den 3 anderen Reisenden die mit uns auf die Tour kommen, auf den Weg zum Fluss, zum Rio Beni. Bevor das Camp erreicht ist, fahren wir etwa 2 Stunden Flussaufwärts auf dem Rio Beni und biegen anschliessend rechts in den Rio Tuichi ein, auf dem wir noch rund 30 Minuten weitershippern. Um die Mittagszeit erreichen wir die Dschungellodge. Die Lodge ist einfach, aber sehr schön hergerichtet, ebenso wie unsere Unterkunft. Ein nettes kleines Baumhäumschen mit dem Namen «Reina de la Noche». Man glaubt es kaum, aber es gibt sogar zwei westliche Toilette und eine Dusche. Bei der Dusche und der Toilette waren die Erbauer sehr einfallsreich, die Mauern sind wie ein Schneckenhaus spiralförmig aufgebaut und im Zentrum befinden sich jeweils die Toiletten. Am Eingang der Spirale hängt ein kleines Schild, dass jeweils anzeigt, ob gerade frei oder besetzt ist – praktisch so braucht es keine Türen und man hat trotzdem die nötige Privatsphäre auf dem Klo. Genug zu den Gebäuden den es gibt bereits Mittagessen. Für die Dschungelbesucher steht ein reichhaltiges Buffet bestehend aus diversen Früchten, Gemüsen, etwas Fleisch, frischen Saft und Reis bereit. Ganz schön luxuriös, wenn man bedenkt, dass wir mitten im Dschungel sind. Nach dem Essen werden wir unserem Dschungelguide vorgestellt und anschliessend begeben wir uns auf den ersten Marsch in die Wildnis. Schon nach kurzer Zeit hat wohl jeder der Besucher die Orientierung verloren und würde ohne Guide den Rückweg zum Camp kaum noch finden. Da wir eine grosse Gruppe von 6 Personen und der Dschungelboden trocken und mit Laub bedeckt, ist es schwierig, leise genug zu sein, um die wilden Tiere nicht aufzuscheuchen. Dementsprechend erspähen wir hauptsächlich ein paar Vögel und eine kleine Schildkröte (ja im Dschungel gibt es Schildkröten), die zu langsam zum Weglaufen ist. Aber sei’s drum unser Guide zeigt uns zwischendurch immer wieder Pflanzen, Insekten und Bäume, und erklärt wozu diese gut sind. Sehr interessant ist z.B. die Feuerameise, von der man besser Abstand hält, wenn möglich. Aber wir lernen ja gleich, dass die Feuerameise sich hauptsächlich an einem gut erkennbaren Baum mit weisser Rinde aufhält. Von den Pflanzen ist besonders eine Lianenart sehr eindrucksvoll, aus der Rinaldo kurzerhand ein paar Tragevorrichtungen für die Getränkeflasche bastelt. Da einer der Teilnehmer Magenprobleme hat, wir kurzerhand eine Wurzel einer kleinen Pflanze eingepackt, um später daraus einen wohltuenden Tee zuzubereiten. Nach circa 3 Stunden kommen wir wieder zurück zum Camp, wo bereits unser Abendessen auf uns wartet. Einer der Teilnehmer unserer Gruppe entscheidet sich schliesslich dafür, anstatt 3 Tage 5 Tage im Dschungel zu bleiben und diesen etwas genauer unter die Luppe zu nehmen. So erhält unsere nun vierköpfige Gruppe für den Abend und die nächsten zwei Tage einen anderen Guide. Die Geschichte des 26-jährigen Leon erinnert uns etwas an die Geschichte von Mogli, da er wirklich schon von klein auf tief im Dschungel aufgewachsen ist und wie wir die nächsten Tage erfahren werden, weiss er auch unglaublich viel über seine Heimat. Nachdem wir uns mit Leon vertraut gemacht haben, gehen wir an den Fluss, um in der Finsternis zu angeln. In der Nacht am Fluss bekommen wir kleine Kaimane zu Gesicht, sowie unzählig Glühwürmchen. Nur über das Wetter sind wir zunächst etwas verunsichert, aber die viele Blitze, die die Nacht erhellen ergeben im Zusammenspiel mit den Sternen, eine wunderschöne nächtliche Himmelskulisse. So ist dann am Schluss auch nur halb so schlimm, dass es uns nicht gelingt einen Fisch zu angeln. Nach dem Angeln legen wir uns in unserem wunderschön gestalteten Baumhäuschen schlafen.

Der zweite Tag beginnt um 8 Uhr mit dem Frühstück, welches wiederum sehr reichhaltig ist. Da wir die nächste Nacht campen werden, räumen wir die Unterkunft und bereiten die Rucksäcke vor. Anschliessend machen wir uns auf den Weg flussaufwärts, um die Brutstätte der Papageien zu besuchen. Diese nisten in kleinen Höhlen in einer etwa 100 Meter hohen Felswand. Nachdem wir die Felswand und die Papageien von Unten betrachtet haben, machen wir uns auf den Weg, um den Aussichtspunkt der sich auf der Felswand befindet, zu erklimmen. Auf dem Weg erhalten wir weitere Informationen über einheimische Pflanzen und Tiere. Eine Pflanze enthält Leon zufolge einen violetten Farbstoff aus dem die Einheimischen früher die Farbe gewonnen haben und Leon sammelt einige Blätter dieser Pflanzen ein, vermengt diese mit etwas Wasser und zerreibt sie in seinen Händen. Und siehe da, tatsächlich sind seine Hände nach kurzer Zeit zu einem intensiven Violett gefärbt und wir erhalten alle eine hübsche Gesichtsbemalung. Nachdem wir die Aussicht genügend genossen haben, kehren wir wieder zum Camp zurück, wo wir etwas Zeit haben, in den Hängematten zu entspannen und zu Mittag zu Essen. Bevor wir jedoch zum Essen kommen, sichtet Leon direkt beim Camp, kleine Kapuzineräffchen und noch eine andere Affenspezies mit gelben Fell auf der Brust, die sich in den Bäumen mit Blättern vollfressen. Da läuft man stundenlang durch den Dschungel und sieht keinen einzigen Affen, und dort wo man sie am wenigsten erwartet, tauchen sie plötzlich auf. So ist das eben im Dschungel mit den Wildtieren. Nach dem Mittagessen gönnen wir uns im Fluss eine Abkühlung vom heiss-schwülen Klima, bevor wir Richtung Nachtlager losmarschieren. Gegen Abend verschlechtert sich das Wetter und es fängt an zu regnen. Glücklicherweise hört es nach nicht zu langer Zeit wieder auf, so dass wir weitermarschieren können. Unterwegs kommen wir an einer Art Sumpfgebiet vorbei, indem sich Leon zufolge, des Nachts viele Tiere tummeln. Die vielen Fussspuren im weichen Boden bezeugen die Anwesenheit von Wild, Jaguar, Tapire und vieles mehr. Unterwegs bekommen wir noch so eine Art Reh zu Gesicht, welches eigentlich sehr scheu ist. Zudem lernen wir den Milchbaum und weitere Pflanzen kennen. Der Milchbaum verdankt seinen Namen der Tatsache, dass wenn man die Rinde mit der Machete einritzt, der Baum anfängt eine Art Milch, die trinkbar ist, zu bluten. Den Aussagen von Leon zufolge ist diese Baummilch, so reichhaltig, dass die Indigenen sie sogar als Muttermilchersatz verwenden. Des weiteren gibt es einen Baum, der ungefähr baumnussgrosse Früchte trägt, welche vier Kammern enthalten in denen eine kleine Nuss mit Mandelgeschmack wächst. Nun gibt es offenbar eine Fliegenart, welche diese Früchte nutzt, um eine Larve darin zu platzieren. Diese wächst dann heran und ernährt sich von der Mandel. Leon öffnet nun einige diese Früchte, um ebendiese Larve zu suchen. Diese sehen aus wie grosse, weisse Maden, von denen nun jeder eine Essen darf. Nach etwas Überwindung isst Hanspeter diese und es stellt sich schliesslich heraus, dass wenn man die Larve zerkaut, man das Gefühl hat, einen kleinen Schluck Mandelmilch getrunken zu haben. Als es schliesslich am Eindunkeln ist, erreichen wir unser Camp. Kurzerhand wird ein Feuer entfacht und Leon bereitet das Abendessen zu, während wir unsere Schlafplätze einrichten. Für die Besucher wurde ganz simpel ein Blechdach auf vier Pfosten aufgerichtet, wo man unterhalb sein Moskitonetz aufhängen kann. Nach dem Abendessen, nichts Besonderes nur Spagetti mit Gemüse, machen wir uns erneut auf die Socken, um den düsteren Dschungel mit unseren Lampen zu erkunden. In der Dunkelheit ist es auch nicht gerade einfach, grössere Tiere zu sichten, jedoch hören wir mehrmals, wie sie im Dickicht vor uns weglaufen. Es gelingt uns jedoch mehrmals Kaimane zu erblicken, bevor sich diese ins Wasser stürzen und untertauchen. Zudem hat es viele Insekten, in allen erdenklichen Variationen. Besonders Eindrücklich war die Ameisenautobahn, eine ungefähr 12-15cm breite Strasse die von allen Blättern und Stöcke gesäubert war, und die kleinen Tieren eifrig, Blätter zu ihrem Bau transportieren. Auch sehr imposant sind die teilweise unglaublich mächtigen Bäume, die ihre Kronen 50m über dem Erdboden tragen. Auch hier ist wieder zu erwähnen, dass man sehr wohl merkt, dass Leon im Dschungel gross geworden ist. Seinen Ohren entgeht nicht das kleinste Geräusch und seinen Augen nicht die kleinste Bewegung oder Lichtreflexion. Er kennt sich im Dschungel aus, wie wir uns in unserem Heimatdorf. Nachdem wir 2.5 Stunden durch die Nacht im Dschungel gewandert sind, kehren wir zum Camp zurück. Da Hanspeter und Ruben wegen Verdauungsproblemen etwas angeschlagen sind, legen sich die beiden schlafen, während Manuela und Lotte zusammen mit Leon damit beginnen, Schmuckstücke zu fertigen. Zu erwähnen ist jedoch, dass Leon die Hauptarbeit gemacht hat. Manuela fertigt einen schönen Ring, welchen Leon mit hübschen Gravuren versetzt und eine schöne Halskette, mit einem sogenannten Stierauge «Ocho de Torro». Morgens um 2 ist dann alles fertig und Manuela legt sich auch schlafen.

In der Nacht hat es begonnen zu regnen und es hört auch nicht auf, zum Glück haben wir ja ein Dach. Als wir am Morgen aufstehen, hat Leon bereits wieder Feuer gemacht und Wasser für Kaffee und Tee gemacht. Im heissen Öl frittiert er zudem eine Art Pfannkuchen bestehend aus Mehl, Wasser, Gemüse – superlecker. Da gerade noch eine Kartoffel übrig ist, wir im bereits vorhandenen Öl noch ein paar Pommes zubereitet. Danach brechen wir unser Schlaflager ab, verstauen alles in unserem Rucksack, ziehen die Regenmäntel an und machen uns auf den Weg Richtung Fluss. Da es viel geregnet hat, ist das Klima deutlich kühler und wir tun uns etwas schwer, die Badesachen anzuziehen. Am Fluss bauen wir unser Floss für den Rückweg zur Lodge. Aus ökologischen Gründen liegen bereits Baumstämme aus Pappelholz bereit. Gekonnt knotet Leon zusammen mit Hanspeter die Baumstämme zu einem Floss zusammen, welches gross genug ist, um fünf Leute zu transportieren. Danach beginnt unsere gemächliche, aber nasse Fahrt flussabwärts – zum Glück konnten wir unser Gepäck einem anderen Boot mitgeben. Navigiert wird das Floss mit einfachen Bambusstöcken, welche zum Abstossen, aber auch zum Rudern dienen. Nach einer anderthalbstündigen Flossfahrt, erreichen wir wieder den Anlegepunkt der Lodge. Da es die ganze Zeit geregnet hat, ist der Weg im Wald, ziemlich rutschig geworden und es gelingt kaum einem von uns, die Lodge zu erreichen, ohne mindestens einmal im Matsch zu landen. Zurück in der Lodge werden erstmal trockene Kleider angezogen und wir können uns an einem heissen Kaffee oder Tee aufwärmen. Anschliessend gibt es Mittagessen bevor wir uns wieder auf den Weg zum Fluss machen, um nach Rurre zurückzukehren. Die Rückfahrt ist wegen des Regens entsprechend nass und kalt, und wir sind froh, nach knapp 2 Stunden in Rurre anzukommen, wo wir im Gebäude von «Max Adventures» erneut einen heissen Kaffee trinken dürfen. Wir verweilen noch ein bisschen, packen unsere Sachen und kehren zum Hostel zurück, wo wir uns erst einmal nach 3 Tage Dschungel eine heisse Dusche gönnen. Bevor wir am Abend Pizza essen gehen (wir erhielten einen Gutschein für eine Gratispizza von Max Adventure), entspannen wir noch etwas in den Hängematten des Hostels. Nach der Pizza und einem feinen Drink in der Moskito-Bar zusammen Ruben dem einen Teilnehmer geht es weiter in die Luna Lounge, wo uns noch einen free-Drink abholen gehen, der sich allerdings nur als Shot entpuppt. Wir nehmen daher zusätzlich einen Mojito bevor wir uns für die Nacht im Hostel verziehen.

Reise Rurrenabaque – Coroico 15.10.2017

Am nächsten Morgen geht unsere Reise weiter und soll uns schliesslich nach Coroico führen. Allerdings wissen wir nicht genau, wie wir das anstellen können. Bereits am Vortag haben wir an der Hostelreception gefragt und sie hat uns nicht so aussagekräftige Informationen liefern können. Mit dem Bus heisst es vorallem warten, jedoch können sie bei einer sogenannten «Tour» noch nachfragen. Als wir dann heute Morgen nachfragen, ob sie nun wisse, ob es Transportmöglichkeiten gibt, telefoniert die Rezeptionistin kurz und gibt uns dann die Info, dass es einen Bus um 11 geben würde, mit dem wir ca. um 19.00 in Yolosita ankommen. Um diese Uhrzeit habe es noch Taxi oder Minibusse, um nach Coroico zu gelangen. Wunderbar denken wir, packen eilig unsere Sachen – es ist schon 10 Uhr – und machen uns mit dem Tuktuk auf den Weg zum Terminal. Dieses erreichen wir pünktlich, etwas vor 11. Als wir die Tickets für den Bus kaufen, scheint sich die Abfahrtszeit auf mysteriöse Weise schon auf 11.30 verschoben zu haben. Naja halb so wild, ist ja nur eine halbe Stunde. Um 11.30 tut sich jedoch noch gar nichts und wir warten nochmals eine Stunde, bis es dann endlich losgeht. Den ersten Teil der Strasse kennen wir bereits von unserer Anreise aus Trinidad. Dieser Teil ist in sehr gutem Zustand und geteert, alles flach und schnell. So erreichen wir innerhalb 1.5 Stunden den Knotenpunkt Yucumo, wo unser Bus – warum auch immer – eine 1.5 Stündige Pause einlegt. Die Strasse die dann weiterführt, sieht schon ein bisschen anders aus. Langsam aber sicher geht es in die Berge und der Bus kommt nur sehr schleppend voran. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Stopps um Leute ein- und auszuladen, und wir bezweifeln langsam, dass wir es noch am heutigen Tag nach Coroico schaffen werden. Zu guter Letzt werden unsere Zweifel bestätigt und wir kommen mitten in der Nacht 1 Uhr 30 in Yolosita an. Nun besteht Yolosita gerade einmal aus einer Tankstelle, ein paar kleinen Häuschen sowie Strassenständen. Wir fragen einige Taxi’s und Lastwagenfahrer, ob sie vielleicht nach Coroico fahren, jedoch wollen alle nur nach La Paz. Schlussendlich fragen wir noch einen der Besitzer der Strassenstände, ob eine Verbindung nach Coroico bestehen würde. Dieser meinte jedoch, dass es erst wieder Busse am nächsten Tag gegen 15.00 Uhr hat. Tja so beraten wir uns, ob wir die Nacht irgendwo hier verbringen wollen oder uns halt zu Fuss auf den Weg nach Coroico machen sollen. Wir entscheiden uns schliesslich die 10 Kilometer und knapp 700 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. So wandern wir schliesslich mitten in der Nacht an einem unbekannten Ort, zu einem unbekannten Ziel, auf einer stockdunklen Strasse. Kaum ein Auto kommt uns entgegen, das einzige was uns manchmal etwas Bammel macht, sind die Hunde, die uns teilweise wie wild unterwegs anbellen. Nach Rund 2.5 Stunden kommen wir schliesslich in Coroico an. Ein Vorteil hat es in der Nacht zu wandern, das Klima ist wesentlich angenehmer als tagsüber.

sdr

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10.10.2017 – 15.10.2017

Rurrenabaque 10.10.2017 – 11.10.2017

On the first day in Rurre we sleep pretty long, when we get up we take our included breakfast. Afterwards we are looking for an agency which offers Jungle tours. Finally, we decide us for a three-day trip with two nights. After we’ve booked our adventure we explore the little town. Rurrenabaque is the last piece of bigger civilisation before heading into the national park Madidi, which is the biggest part of the Bolivian Amazonia. In front of the city is the Rio Beni, which flows into the Amazonia in about 1000 km north. It’s the opposite of Trinidad, here we realise absolute more tourist activity than before. There are many restaurants and hostels which write their offers in English. Although it’s interesting to see not many travellers on the streets, probably the most stay in their hostels, later on in a bar or join a tour. The city is pretty easy for orientation, it’s not big and the streets are all like grids. But later on the heat leads us back to the nice hammocks in the Hostel and we relax a bit. Around 4pm we head on again and want to visit a viewpoint. We’ve been told that’s very exhausting because of the heat and the steepness. It’s really true and after a few meters we sweat so much. Luckily, we reach some points from time to time and getting a little cool breeze and finally it’s not that far than expected. Arriving on the top we have an amazing view over Rurre and the surrounding, which contains basically rainforest. After the steep climb down, we cool down in the pool at our hostel. We decide before heading into the jungle we decide to have a nice meal and walk to the restaurant Luz de Mar. The food is very cheap, 35 Bolivianos (5 Dollars) for a plate of Spaghetti. We didn’t expect much, but we get a huge portion and the pesto-Spaghetti is one of the best Manuela ever had. As it wouldn’t be enough we also take a very delicious ice-coffee. Full of awesome food we go back in our hammocks, before we’re about to sleep.

Jungle Trek Parque Nacional Madidi 12.10.2017 – 14.10.2017

Today we start quite early. The meeting point for the Jungle Tour is at 8.30 in the shop of the agency “Max Adventures”. We are equipped with a mosquito-net and a long sleeve, the other stuff like sleeping bag and mattress we take our own. After we stored the backpacks we don’t bring for the tour we go with three other travellers to the river, Rio Beni. Before we reach the camp, we go by boat for about 2 hours on the rio Beni and another 30 minutes on the Rio Tuichi. Around noon we reach our jungle-lodge. The lodge is simple but very beautiful. We get a cute little treehouse called «Reina de la Noche”. You barely can’t believe but there are two western toilettes and a shower. The walls are like a snail-house, in spiral-form built in the end is the toilet and in front is a sign which you can flip when it’s occupied, very practically so no doors are needed. Enough about the buildings now it’s lunch-time. For the visitors is a nice buffet prepared contained a lot of fruits, vegetables, a bit meat, fresh juice and rice. Very luxury for being in the middle of the jungle. Afterwards we walk the first time into the wilderness. A few minutes walking and it seems everyone lost the orientation and wouldn’t find the way back to the camp. As we’re a big group of 6 people and the ground is dry covered with leaves it’s pretty difficult to be enough quite for spotting some wildlife. Accordingly, we could watch some birds and a little turtle (yes in the jungle are turtles), which is to slow to escape. Anyway, our guide shows us from time to time some plants, insects and trees, and explain for what they are. Very interesting is the fire ant for example, which you’d better take some distance if possible. We learned that the fire ant can be recognized on a tree with white bark. Especially one of the plant is very impressive a kind of liana and Rinaldo create shortly a bottle-holder out of it. One of the participants has stomach problem and he took in a root of a little plant, of what he creates a healing tea. After around 3 hours we return to the camp, where the dinner is already waiting. One of the participant of our group decide to do 3 days instead of 5 days in the jungle to see a bit more. So we get a new guide on the next day and we’re only 4 participants. The story of the 26 years old Leon remembers us a bit at the history of Mogli, he grew up in the deep jungle as a little boy and he has an incredible big knowledge about his homeland. After we get known Leon we walk to the river for fishing in the darkness. In the night on the river we see some caimans and unbelievable a lot glow worms. Only the weather we don’t know what it wants to be, but the many blizzards which lightening up the sky with stars make a very special nightly atmosphere. So, it wasn’t bad that we don’t catch a fish. After fishing we go to sleep in our beautiful built treehouse.

The second day starts at 8 with a breakfast, which has again a big diversity. As we are about to camp the next day we leave our accommodation and prepare our backpack. Afterwards we go up the river to visit the breeding place of parrots. They’re nesting in small caves in a 100 meters height rock hill. After we watched it from the bottom we walk up on a viewpoint which is located on the top of the hill. On the way we get further information about native plants and animals. One plant contains a violet colorant and indigenes get this colour from this plant, according to Leon. Leon collect some of these leaves mingle it in his hand with a bit water. See, his hands are actually violet, and we get a nice face painting. After we’ve enjoyed the beautiful view from the top we return to the camp, where we have a bit time to relax in the hammock and having lunch. But before we get lunch Leon observes some capuchin monkeys and another kind of monkeys with a yellow fur on their chest, who gorge themselves with leaves. We walk through the jungle for hours, see no monkeys at all and there we expect it at least, we can spot them, and they are quite a lot. That’s the jungle with it’s wildlife. After lunch we have a swim in the river to cool down in this hot and humid climate, before we head into our night camp. Towards evening the weather is getting worse and it starts to rain. Luckily, it clears up a bit later, so we could walk on. On the way we cross a kind of a swamp land, where are many animals in the night according to Leon. The many footprints on the ground indicates the present of deer, jaguar, tapir and much more. On the way we can observe a kind of a roe deer, which is in general very shy. Furthermore, we get known the milk tree and some more plants. The name of the milk tree is because of the fact, if you carve the bark with a machete, the tree starts to bleed with a kind of milk, which you can drink. According to Leon is this tree milk that rich, that the Indigenous people use it as a replacement of mother milk. Moreover, there is a tree which carries fruits they’re big like walnut. It has four chambers in each of it is a little nut which has the taste of almond. Obviously, it exists a kind of a fly, who uses these fruits to place a larva inside. This larva is growing and fed herself of this almond. Afterwards they look like big white maggots. Leon opens once of these fruits to search for this maggot inside. Everyone can try a little bit and after a bit overcoming Hanspeter eats it as well. He realises if you chew it you get the taste of drinking a bit of almond milk. As it gets dusk we finally reach our camp. Leon set up a fire and prepares the dinner, while we prepare our sleeping area. For the visitors is simply a tin roof on four poles where you can put the mosquito net underneath. After the dinner, nothing special just spaghetti with vegetables, we go again for walking in the dark jungle. Its not simple in the darkness to spot bigger wildlife, but we hear them sometimes running away. We could spot some caimans, before they go and dive into the water. Furthermore, are many insects in all variations around. Very impressive is the ant highway, which is about 12-15 cm wide and completely cleaned of leaves and sticks and the small animals transport all the leaves to their home. Also, very impressive are the incredible huge trees, which have the crowns over 50 meters above. Here it’s to mention that Leon grew up in the Jungle. His ears don’t miss every single sound and his eyes none little moving or light reflexion. He knows the jungle like we do in our hometown. After 2.5 hours through the night we return to the camp. As Hanspeter and Ruben have a bit stomach problem they go to sleep, while Manuela and Lotte start to create jewellery with Leon. It’s to mention that Leon make the most of the work. Manuela creates a nice ring which Leon carves with beautiful engravings and a nice bracelet, with the eye of the Bull “Ocho de Torro”. At 2 in the morning everything is finished and also Manuela goes to sleep.

In the night it has started to rain, and it doesn’t stop in the morning, luckily, we have a roof. When we get up in the morning Leon already has already set up a fire and boiled water for tea and coffee. In the hot oil he deep-fried also a kind of a pancake containing of flour, water, vegetables – very delicious. Because one potato was left he prepare a few French fries one with the rest of the oil. Afterwards we demount our camp and pack everything in our backpack, put on the raincoats and walk to the river. As it has rained a lot the climate is clearly cooler and we it is a bit hard to put on the swim suits. On the river we build our raft to go back to the lodge. Because of ecology reasons there are already some poplar trunks ready. Leon knots with Hanspeter the trunks skilfully together, so that we get a raft, which is big enough to transport five people. Afterwards our leisurely but wet boat cruise starts down the river – luckily, we could give our luggage to another boat. The raft is navigated with simple bamboo sticks, which are used to push and raw. After one and a half hour we reach the pier of the lodge. As it’s been raining all the time, the way trough the forest is pretty slippery and nearly nobody reaches the lodge without landing in the mud. Back in the lodge first we put on some dry clothes and heat us up by a hot tea or coffee. Afterwards we get lunch and then heading back by boat to Rurre. The returning way is because of the rain wet and cold, and we’re happy to reach Rurre after around 2 hours, where we get in the shop of “Max Adventures” another hot coffee. We stay there for a while, then pack our stuff and return to the hostel, where we get first a shower after 3 days jungle. Before we go for a Pizza in the evening (we get a voucher for a free Pizza from Max Adventure) we relax a bit in the hammock of our hostel. After the pizza and a delicious drink in the Moskito-Bar together with Ruben, one participant of the tour, we go in the Luna Lounge to get our “Free-Drink”, which is basically only a shot. Therefore, we also take a tasty Mojito before we go back in the hostel.

Journey Rurrenabaque – Coroico 15.10.2017

In the next morning our journey continues and should lead us finally to Coroico. Indeed, we don’t know exactly how to do. Already on the day before we asked in the hostel reception but she couldn’t give us really necessary information. If we go by bus we have a lot to wait, but we could maybe go with a tour she said. As we ask again this morning about any transportations, she give a quick call and tell us that we can take the bus at 11, which arrives around 19.00 in Yolosita, where we can find connections to Coroico. Perfect we think, have to hurry with packing our stuff – it’s already 10 – and go with a Tuktuk to the terminal. We arrive it punctual a little bit before 11. But when we buy the tickets for the bus the departure time already switched magically to 11.30. No worries, it’s only a half hour. But at 11.30 Nothing happen, and we wait for another hour until the bus finally departs. The first part of the street we know already from Trinidad. This part is in good condition and tarred, all flat and fast. So, we reach the junction Yucumo, where our bus – we don’t know why – again for 1.5 hours – wait. The following street looks quite different. It goes up in the mountain and the bus is very slow. From time to time the bus stops and people hop on and off the bus and we’re slowly about to doubt, if we can reach Coroico tonight. Finally, our doubts come out being true and we arrive a 1.30 am in Yolosita. Yolosita has only a gas station, a few little houses and some street shops. We ask some taxis and truck drivers if they go up to Coroico, but all want to La Paz. Finally, we ask an owner of the street market if there is a connection to Coroico. He says only in the next day in the afternoon around 3pm. We discuss what to do, no accommodation in Yolosita so we need either to camp somewhere, somehow or we walk up to Coroico. Finally, we decide to do these 10 kilometres and nearly 700 high meters by walking. In the middle of the night we walk up the street in an unknown place to an unknown target on a completely dark road. Barely one car comes across and the only thing we fear a bit are the dogs, who bark and shout pretty aggressive. After around 2.5 hours we arrive in Coroico. One advantage to walk in the night, the climate is pretty mild comparing during the day.

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