Nordpatagonien 3: Cochrane – Villa O’Higgins

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03.01.2018 – 12.01.2018

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Cochrane 03.01.2018 – 04.01.2018

Wir stellen uns heute erneut an die Strasse in Puerto Rio Tranquillo und halten die Daumen hoch. Neben uns hat steht ein älteres Pärchen aus Zürich und schlussendlich 4 weitere Personen. Die Zürcher haben aber ein anderes Ziel als wir. Nach gut einer Stunde hält ein uns bekannter Wagen an und winkt uns zu. Wir laufen zum Auto in welchem das chilenische Pärchen sitzt, welches uns bereits von Villa Cerro Castillo mitgenommen hat. Das regnerische Wetter ist bald vorüber und die Wolkendecke klart auf. Unterwegs halten wir vermehrt an schönen Aussichtspunkten an, um einige Landschaftsbilder zu knipsen. Nach etwas mehr als 2 Stunden Fahrt, erreichen wir Cochrane, wo wir mit unseren Chauffeuren einen Kaffee trinken gehen. Anschliessend suchen wir uns einen Zeltplatz, welchen wir ganz in der Nähe finden. Hier gibt es für 4000 Pesos Warmwasserdusche, Wifi und einen gedeckten Aufenthaltsraum mit Kochgelegenheiten. Nachdem wir uns eingerichtet haben, gibt es erstmal eine heisse Dusche, bevor wir einkaufen gehen. Auf dem Zeltplatz begegnen wir dem ein oder anderen bekannten Gesicht, welche wir von Cerro Castillo bereits kennen. Wir machen uns einen gemütlichen Abend mit gutem Essen.

Nachdem wir ausgeschlafen haben, gibt es frische Brötchen mit Käse und Avocado zum Frühstück. Wir holen uns im Conaf-Büro Informationen über das nahe gelegene Reserva Nacional Tamango und die dortigen Trekkingmöglichkeiten. Die Informationen sind sehr dürftig, für uns reicht es jedoch soweit aus. Der heutige Tag ist verregnet, weshalb wir uns hauptsächlich auf dem Camping aufhalten und nur kurz das kleine Dorf erkunden. Für den bevorstehenden Trek besorgen wir uns die nötigen Lebensmittel und zum heutigen Abendessen gönnen wir uns eine Tetra-Packung Wein.

Trekking Tamango Reserva Nacional / Valle Chacabuco 05.01.2018 – 07.01.2018

Heute brechen wir unser Zelt ab und verstauen alles Nötige an Ausrüstung für das bevorstehende Trekking in unseren Rucksäcke. Die Sachen die wir nicht benötigen, können wir kostenfrei auf dem Campingplatz zur Aufbewahrung abgeben. Nun machen wir uns auf den 4 Kilometer langen Weg zum Eingang des Tamango Reservates. Dort steht ein kleines Conaf-Häuschen, wo wir vom freundlichen Mitarbeiter weitere Informationen über Campingmöglichkeiten und weiterführenden Wege erhalten. Basierend auf diesen Infos beschliessen wir innerhalb von 3 Tagen ins benachbarte Valle Chacabuco zu wandern. Der erste Campingspot ist vom Eingang rund 9 Kilometer entfernt und führt entlang des tiefblauen Lago Cochrane. Der Weg ist für seine Länge relativ anstrengend, da es immer wieder hoch und runtergeht. Nach etwa 3 Stunden finden wir einen geeigneten Platz für unser Zelt direkt am Seeufer. Einrichtungen gibt es keine, es hat jedoch einen kleinen Fluss in der Nähe, welcher kristallklares Wasser führt und unsere Wasserversorgung sicherstellt. Hinter dichten Sträucher gibt es eine nahezu windfreie Zone, wo wir unser Essen zubereiten können. Glücklicherweise regnet es nicht, da wir total dem Wetter ausgesetzt sind und der Wind flaut im Laufe des Abends ab. Wir verbringend einen gemütlichen Abend mit traumhafter Aussicht über den See.

Trotz der schlechten Wettervorhersage für den heutigen Tag können wir trocken aufstehen und Frühstücken. Kurz nachdem wir alles verstaut haben und loslaufen, setzt der vorhergesagte Regen ein. Der erste Wegteil führt über rund 1.5 Kilometer stolze 300 Höhenmeter hinauf, bis sich der Weg verzweigt. An dieser Stelle treffen wir auf den Australier den wir auch seit Cerro Castillo kennen. Dieser scheint noch etwas ratlos zu sein und wir tauschen uns kurz mit ihm aus, bevor wir unseren Weg fortsetzen. Dieser führt uns über einen 4 Kilometer langen Weg in Richtung Laguna Elefantita und steigt weitere 500 Höhenmeter an. Trotz des auf die Stimmung drückende Wetters geniessen wir den schönen Weg mit tollen Ausblicken auf den See und die umliegende Landschaft. An der Laguna Elefantita angekommen, sehen wir aus einer erhöhten Perspektive tatsächlich die Laguna in Form eines Elefanten. Es geht vorbei an diversen Sumpfgebieten, welche unsere Schuhe fluten, bevor wir an der Laguna el Cangrejo ankommen. Eigentlich wollten wir hier campen, da jedoch erst 3 Uhr ist, entscheiden wir uns nach einer Zwischenverpflegung weiter zu wandern. Der Weg führt nun Richtung Cerro Tamanguito zu den Lagunas Altas. Zuerst durchschreiten wir dichtes Waldgebiet, bevor wir weiter oben in steiniges Gelände kommen. Das Wetter hat sich währenddessen geändert und wir haben wieder Sonnenschein. Trotzdem ist es aufgrund des starken Windes nach wie vor kühl. Mit Ausnahme von zwei entgegenkommenden Wanderern begegnen wir heute keiner Menschenseele. Oben angekommen wandern wir an kleinen Bergseen vorbei und haben einen grandiosen Ausblick auf das Valle Chacabuco. Der Weg ist hier nun etwas schlechter markiert und wir haben teilweise Mühe ihn durch die vielen umgefallenen Bäume zu finden. Es geht nun wieder steil bergab bis zu einer Wegkreuzung, wo wir uns entscheiden den längeren Weg «Sendero Lagunas Altas» ins Tal einzuschlagen und unterwegs noch einmal zu übernachten. Die Zeit ist schon etwas weiter fortgeschritten und bevor wir die erste Lagune erreichen, geht es nochmals steil bergauf. Nachdem wir einige Zeit mit der Suche nach einem geeigneten Stellplatz verbracht haben, finden wir eine einigermassen geschützte Stelle mit festem Boden. Nachdem wir uns an die vielen Mosquitos gewöhnt haben, können wir den Abend geniessen.

Auch heute gelingt es uns aufzustehen, zu Frühstücken und unsere Sachen zu packen, bevor es beginnt zu regnen.  Bevor wir aufbrechen entdecken wir drei Guanankos, welche am anderen Seeufer grasen. Wir dachten schon dies sei ein Glücksfall, da wir diese Tiere nicht kennen. Später sehen wir jedoch, dass es ganz viele davon gibt. Der Weg führt entlang der zahlreichen Lagunen und zu vielen schönen Aussichtspunkten, wobei die Fernsicht durch den Regen und den Nebel etwas getrübt ist. Nach ungefähr 3 Stunden erreichen wir das Valle Chacabuco, wo wir uns erstmal an einer Tafel Schokolade erfreuen. Wir hoffen hier ebenfalls auf unser Glück mit Autostopp, um zurück nach Cochrane zu kommen. Jedoch stehen die Karten schlecht, da es eine sehr kleine Strasse ist und wir während unseres Rasts kein einziges Auto gesehen haben. Im schlimmsten Fall heisst es noch 11 Kilometer laufen bis wir die Carretera Austral erreichen, wo dann die Chancen besser stehen. Jedoch nach einer Stunde laufen, fährt das erste Auto in unsere Richtung und nimmt uns mit. Es ist ein Pickup und wir finden auf der Ladefläche Platz. Während der Fahrt werden wir ganz schön durchgeschüttelt, was uns jedoch nicht stört, da wir froh sind eine Mitfahrgelegenheit gefunden zu haben. Zurück in Cochrane schlagen wir unser Zelt auf demselben Campingplatz auf, wo wir auch vor dem Trekking waren. Zur Feier des Tages kochen wir eine leckere Tortilla und geniessen eine Flasche Wein.

Caleta Tortel 08.01.2018 – 09.01.2018

Auch heute heisst es wieder Daumen hoch, um nach Caleta Tortel zu kommen. Hier gibt es schon einiges weniger an Verkehr, da die meisten Autofahrer via Chile Chico über die Grenze fahren und den südlichsten Teil der Carretera Austral auslassen. Das Glück scheint uns jedoch weiterhin hold zu sein, da wir bereits nach 30 Minuten von einem älteren Herrn aufgegabelt werden. Dieser ist beruflich unterwegs und fährt ein sehr schickes neues Auto. Offenbar scheint er die Strecke gut zu kennen, denn sein Fahrstiel ist gelinde gesagt zügig. Entsprechend schnell erreichen wir Caleta Tortel. Dieses Dörfchen ist schon etwas Besonderes. Es ist an einer schönen Bucht gelegen und alle Häuser stehen wie Palafitos auf Holzpfeilern am Hang. Es führen auch keine Strasse durch das Dorf, sondern nur Holzstege und viele Treppen. Ebenso wie die Häuser stellen wir unser Zelt auf einer Holzplattform auf und kriegen zur Befestigung Hammer und Nägel in die Hand gedrückt. Caleta Tortel ist für seinen vielen Regen berüchtigt, bei unserer Ankunft strahlt jedoch die Sonne. Was sich aber kurze Zeit später ändert. Während unseres Dorfrundganges, welchen wir mit Einkaufen verknüpfen, beginnt es zu regnen. Zum Einkaufen sei gesagt, dass hier alles etwas Teurer ist, als gewohnt und Früchte und Gemüse gibt es fast ausschliesslich in Dosen oder Tiefgekühlt. Einzig eine vergraute Karotte, ein paar zerdrückte Äpfel sowie eher unappetitlich aussehende Zwiebeln und Knoblauch befinden sich im Gemüseregal. Wir entscheiden uns daher für die tiefgekühlte Variante. Glücklicherweise gibt es auf dem Zeltplatz ein kleines, gedecktes Häuschen, wo wir unser Abendessen trocken zubereiten können, denn mittlerweile giesst es wie aus Kübeln. Wir verbringen den Abend zusammen mit den anderen Campern (ausschliesslich Franzosen) im gedeckten Unterstand bis wir uns schlafen legen.

Da der Wetterbericht für heute Besserung verspricht, bleiben wir liegen bis uns die Sonne weckt. Da diese jedoch hinter einem Berg aufgeht, ist es bereits halb 11. Wir besorgen uns Frühstück, verspeisen dieses und machen uns auf die Socken, um den kurzen Wanderweg, welcher über den Hügel hinter dem Dorf führt, zu erkunden. Aufgrund des vielen Regens ist der Wanderweg – wir würden mal sagen – aufgeweicht. Aber nichts desto trotz haben wir einige hübsche Ausblicke auf das Umland und das Dorf. Nun ist es bereits 5 Uhr und wir kehren zum Campingplatz zurück, um etwas auszuspannen und noch einige Sachen zu erledigen. Bald darauf kochen wir das Abendessen und geniessen einen gemütlichen Abend.

Villa O’Higgins 10.01.2018 – 12.01.2018

Heute machen wir uns auf den Weg, um zum letzten Ort der Carretera Austral zu gelangen «Villa O’Higgins». Dafür stehen wir etwas früher auf als gestern, um zeitig bereit zu sein, ein Auto nach Villa O’Higgins zu erwischen. Wir gehen etwas ausserhalb des Dorfes und merken schnell, dass kaum Autos vorbeifahren und wenn, nur bis zur nächsten Ecke. Jedoch sehen wir von weitem plötzlich ein Haus auf uns zu fahren, welches sogar anhält. Es ist ein umgebauter Kleinlaster in welchem eine französische Familie durch die Welt düst. Da sie jedoch unterwegs nach Cochrane sind, können wir zumindest bis zur Abzweigung nach O’Higgins mitfahren, welche 22 Kilometer entfernt ist. Bei der Abzweigung angekommen, warten wir geschlagene 2 Stunden ohne dass auch nur ein Wagen vorbeifährt und geschlagen meinen wir hier wörtlich. Wir verbringen nämlich die meiste Zeit damit, die unzähligen Bremsen totzuschlagen und zwischendurch versuchen wir uns auf unser Kartenspiel zu konzentrieren. Schon fast nicht mehr damit gerechnet, biegt doch tatsächlich ein Auto von Tortel Richtung O’Higgins ab und hält an. Einmal mehr ein chilenisches Pärchen, welches auf der Carretera Austral unterwegs ist, um ihren Urlaub zu verbringen. Unterwegs nach Villa O’Higgins gibt es noch eine Fährstrecke, wo die Fähre nur viermal am Tag verkehrt. Dies erklärt uns auch, weshalb wohl vorher keine Autos in diese Richtung unterwegs waren. Wir kommen gerade rechtzeitig an, um noch ein Stück Beerenkuchen vor der Abfahrt am Kiosk zu verdrücken. Nach einer guten halben Stunde ist der See überquert und es geht weiter auf der landschaftlich beeindruckenden, jedoch sehr holprigen Strasse. Nach drei weiteren Stunden und einigen Aussetzern am Fahrzeug erreichen wir unser Ziel. Uns wurde bereits ein Campingplatz empfohlen und werden direkt dort abgesetzt. Der Campingplatz ist mit 6’000 Pesos pro Person ein sehr teurer, jedoch hat er eine ausgezeichnete Infrastruktur – abgesehen des Wifi’s, welches zwar existiert, jedoch brutal langsam ist und wenn nur teilweise funktioniert. Es hat insbesondere einen tollen Aufenthaltsraum, wo man kochen, Essen und einfach die Wärme des holzbefeuerten Ofens geniessen kann. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut haben, machen wir uns schleunigst auf den Weg zum Büro, welches Tickets für die Überfahrt nach Candelario Mancilla verkauft. Dies ist der einzige Weg, um den See zu überqueren und ins argentinische El Chalten zu gelangen. Von Candelario Mancilla gibt es einen 1-2 tägigen Fussmarsch, welcher an das Ende des Lago del Desierto führt, von wo aus wieder eine Strasse existiert, um El Chalten schlussendlich zu erreichen. Wir stellen mit Schrecken fest, dass das nächste Boot mit freien Plätzen voraussichtlich erst am Montag fährt und heute ist Mittwoch. Der Ticketverkäufer lässt uns noch einen Lichtblick, dass möglicherweise noch Personen abspringen und wir eventuell am Samstag fahren können – natürlich abhängig von den Witterungsbedingungen. Normalerweise gäbe es noch eine grössere Fähre, diese ist jedoch schon seit Wochen defekt. Die Preise für die Überfahrt sind mit 35’000 Pesos (ca. Fr. 52.-) für die 2.5 stündige Fahrt sehr gesalzen, jedoch haben wir dies bereits im Vorfeld gewusst. Mit diesen Infos kehren wir zurück auf dem Camping, wo wir noch zu Abendessen und uns dann schlafen legen.

Wir lassen den heutigen Tag gemütlich angehen und kaufen zuerst einmal unser Frühstück ein. Da wir voraussichtlich ein paar Tage hierbleiben werden, kaufen wir wieder einmal Butter, Konfitüre und Milch, da es sogar einen Kühlschrank gibt. Nachdem wir das Frühstück genüsslich verspeist haben, beginnen wir unsere Wäsche zu waschen. Währenddessen teilt uns ein deutsches Pärchen mit, dass sie gerade die Bootsfahrt vom Samstag storniert haben und stattdessen mit dem kleinen Flieger reisen werden. Wir nutzen die Gelegenheit und gehen nochmals zum Ticketverkäufer, welcher uns nun auf die Warteliste für das Boot vom Samstag setzt. Glücklich über dieses Ereignis kehren wir zurück und machen uns bald darauf auf den Weg, um einen nahegelegenen Aussichtspunkt zu besuchen. Dieser liegt etwa 1.5 Stunden zu Fuss entfernt und der Weg führt durch den Wald an einer Talseite entlang. Dort angekommen haben wir einen wunderbaren Blick auf Villa O’Higgins, den See und auf der anderen Seite auf einen von Gletscher bedeckten Berg. Da das Wetter droht umzuschlagen und wir noch Wäsche hängen haben, begeben wir uns auf den Rückweg. Wir schaffen unsere Wäsche vor Einsetzen des Regens ins trockene zu bringen und schon bald ist wieder Zeit für das Abendessen. Im nahegelegenen Supermarkt hat es heute sogar eine frische Gemüselieferung gegeben, wo wir natürlich sofort zuschlagen. Wir bereiten daher zum Abendessen eine leckere Gemüsetortilla mit Peperoni, Tomaten und Käse zu, und trinken dazu genüsslich ein Bierchen. Den restlichen Abend unterhalten wir uns etwas mit den anderen Gästen, spielen Karten, trinken Kaffee und essen Cookies. Die Nacht ist von starkem Wind geprägt, welchem unser Zelt jedoch standhält.

Das Wetter heute ist sehr regnerisch und wir entscheiden uns den Tag zu nutzen, um unseren Blog nachzuführen, Kaffee und Tee zu trinken, uns mit den anderen Gästen zu unterhalten und zu relaxen. In der nahe gelegenen Bäckerei hat es heute sogar frisches Vollkornbrot gegeben, welches wir uns zum Frühstück schmecken lassen. Da die Sterne gut stehen, dass die Fähre morgen fährt, decken wir uns mit Proviant für die nächsten Tage ein. Wie jeden Tag geniessen wir bald unser Abendessen und packen das meiste Gepäck für morgen, da es bereits früh losgeht.


English Version

03.01.2018 – 12.01.2018

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Cochrane 03.01.2017 – 04.01.2018

Today, we go again to the street and hold up our thumbs. Besides us, there is an elder couple from Zurich and finally there are 4 other people. The Zurich couple has another target than we have. After a bit more than one hour a car, which we it seems we already know stops and they make a hand sign we should come in. It’s the same couple we already hitchhiked the last time from Villa Cerro Castillo. The rainy weather is nearly over, and the sky clears up. On the way we stop sometimes on beautiful viewpoints to take some landscape pictures. After a bit more than a 2 hours drive, we reach Cochrane, where we have a coffee with our drivers. Afterwards, we look for a campsite which we find just nearby. There is hot shower, wifi and a sheltered common room for 4000 Pesos. At the camp site we meet again people we already know from Cerro Castillo. We have a relaxed evening with a good dinner.

After we’ve slept a lot, we get fresh bread with cheese and avocado for breakfast. We get some information in the Conaf-Office about the Reserva Nacional Tamango, which is close to Cochrane and the hiking paths. We don’t get a lot of information, but for us it is enough for the moment. Because it’s a rainy day, we stay mostely at the camp site and only leave to explore a bit the small village. For the trek on the next days, we buy the necessary food and a tetra pack wine for the dinner tonight.

Trekking Tamango Reserva Nacional / Valle Chacabuco 05.01.2018 – 07.01.2018

Today we pack our tent and store the necessary things for the trekking in our backpacks. The stuff we don’t need we can store at the camp site for free. Now, we go at the 4 kilometers way to reach the entrance of the Tamango reserve. There is a small Conaf-house, where we get some information about treks and camps from a nice employee. Based on that information we decide to hike to the Valle Chacabuco within 3 days. The first camping spot is around 9 kilometers away and the way leads us along the deep blue Lago Cochrane. The way is for its length pretty exhausting, as it always goes up and down. After around 3 hours we find an appropriate place to pitch our tent directly at the shore of the lake. There are no facilities, but a river with crystal clear water for our water supply. Behind some thick plants there is a nearly wind free area to prepare our food. Luckily, it doesn’t rain, as we don’t have any shelter and the strength wind goes back during the evening as well. We spend a relaxed evening with a dreamy view over the lake.

Despite the bad weather forecast for today, we get up dry and have breakfast. After we’ve packed everything, and we start walking, the predicted rain sets in. The first part of the trail around 1.5 kilometers goes up 300 high meters, until the track splits. At this part we meet the Australian guy, who we know from Cerro Castillo. He seems to be unsure what to do today, we talk a while with him before we continue our way. The way leads us over 4 kilometers and 500 high meters to the Laguna Elefantita. Although the bad weather, we enjoy the way with the amazing views on the lake and the surrounding. Arrived at the Laguna Elefantita we see from a upper sight the lagoon in a shape of an elephant. We pass different swamp areas, which soaks our shoes before we reach the Laguna el Cangrejo. The first idea was to camp there, but it’s only 3 am, so we decide to continue and after a snack we head on. The way goes now in direction Cerro Tamanguito to the Laguna Altas. First, we walk through a thickset forestry area, before we reach a bit upper a rocky area. The weather has already changed and now we get sunshine. Because of the strong wind it’s still cool. Except two hikers from the other side we don’t see anyone. Arrived on the top we hike along a small, little lake and have an amazing view to the Valle Chacabuco. The way is here a bit worse marked and sometimes we’ve problem to figure out the right way within the many fallen trees. Now it goes steep down until a way crossing, where we decide to do the longer path “Sendero Lagunas Altas” in direction valley and camp another night. It’s already late and before we reach the first lagoon, we have to walk again steep uphill. After a while searching for an appropriate camp site, we find a more or less sheltered area with a dry and stable ground. After we get used to the many mosquitos, we enjoy the evening.

Today too, we can get up, have breakfast and pack our stuff before it starts to rain. Before we start, we spot three Guanankos, which are eating grass at the other side of the shore. We thought, we’re lucky, as we don’t know this kind of animals. A bit later we see a lot of them. The way leads us along countless lagoon and to many beautiful viewpoints, but the distance view is a bit bad because of the rain and fog. After around 3 hours we reach the Valle Chacabuco, where we have first a chocolate. We hope for our luck by hitchhiking to go back to Cochrane. But it doesn’t seem, as it’s a very small street and during our rest we didn’t see one car. In the worst case we’ve to walk another 11 kilometers until the Carretera Austral, where we should have better chance. After around one hours walk, one car comes in our direction and picks us up. It’s a pickup and we find space on the backside. During our journey it’s pretty shakey, but it doesn’t mind, as we’re happy to get a ride. Back in Cochrane we pitch our tent on the same camp site, where we stayed before the Trek. To celebrate the day, we cook a delicious Tortilla and enjoy a good bottle of wine.

Caleta Tortel 08.01.2018 – 09.01.2018

Today again, we try to hitchhike to reach Caleta Tortel. Here is already a bit less traffic, as most of the car drivers head directly to Chile Chico to cross the boarder and skip the most southern part of the Carretera Austral. But we still have luck, as we are picked up by an elderly man. He is on the way because of his job and drives a pretty nice car. Obviously, he knows the route pretty well, as he drives quite fast. Therefore, we reach Caleta Torel pretty fast. The village is quite special. It’s on a beautiful bay and all the houses are like Palafitos on wooden sticks on a slope. There are no streets into the village, only wooden paths and many stairs. As well as the houses we pitch our tent on a wooden platform and get to fix them hammer and some nails. Caleta Tortel is famous for its rainy weather, but when we arrive the sun shines, although it changes soon. During our walk along the village, which we connect to shop some stuff it starts to rain. An anecdote to shop here, everything is a bit more expensive as usual and fruits and vegetables are nearly only available in cans or frozen. Only a grey carrot, some squeezed apples as well as onions and garlic we find. Therefore, we decide to buy the frozen vegetables. There is a sheltered area to cook at the camp site luckily, because now it’s raining very heavy. We spend the evening at the shelter with the other campers (only french people) before we go to sleep.

As the weather forecast seems to be better for today, we sleep until the sun wakes us up. But the sun goes up behind a hill, it’s already 10.30. We buy some breakfast, eat it and leave for a short hiking route at the upper side of the village. Because of the much rain is the hiking path, pretty wet and muddy. But despite of that we’ve a beautiful view to the surrounding and the village. It’s already 5 and we go back to the campsite to relax a bit. Soon we prepare our dinner and enjoy a relaxed evening.

Villa O’Higgins 10.01.2018 – 12.01.2018

Today, we make us on the way to visit the last village of the Carretera Austral “Villa O’Higgins”. For this we get up a bit earlier than yesterday to be ready soon to catch a car to reach villa O’Higgins. We go a bit outside of the village and realize soon, rarely a car cross and if it cross, just goes to the next corner. Suddenly, we see a house on wheels, which even stops for us. It’s a converted truck and a French family travels with it around the world. They’re going to Cochrane, so they took us to the crossing to Villa O’Higgins, which is 22 kilometres away. Arrived at the crossing we wait for 2 hours and no car passes. We spend the time to kill some very annoying mosquitos and try to play cards inbetween. We nearly don’t calculate anymore with it, but then a car comes from Tortel in direction O’Higgins and stops. Another time it’s a Chilean couple, who spend her holidays on the Carretera Austral. Einmal mehr ein chilenisches Pärchen, welches auf der Carretera Austral unterwegs ist, um ihren Urlaub zu verbringen. On the way to Villa O’Higgins is a ferry, which only goes 4 times a day. This explains why no cars were going in this direction before. We just arrive on time to get a piece of a berry cake at the kiosk before the ferry leaves. After approximately half an hour we’ve crossed the lake and we continue the drive with a very impressive landscape, but on a very bumpy road. After 3 hours and some car problems from time to time we reach our target. We look for the recommended camping area and they drop us directly there. The camping costs 6’000 Pesos per person, it’s very expensive but has an excellent infrastructure, except the Wifi, which exists but it’s bloody slow and works only sometimes. There is especially a great area, where we can cook, eat and enjoy the warm of the wooden fired stove. After we’ve pitched our tent, we directly go in the office, which sells ticket to Candelario Mancilla. It’s the only way to cross the lake to get to El Chalten at the Argentina side. It’s 1-2 days by foot to Candelario Mancilla, which goes at the end of the Lago del Desierto, where a street exists to reach El Chalten. We have a little shock when the ticket seller tells us that the next boat with available seats is on Monday, today it’s Wednesday. He gives us a little hope, that probably some people won’t take the boat and take a flight instead, so there is a chance to get a seat for Saturday – but of course everything depends on the weather. Usually there is a bigger ferry, but it’s broken since a few weeks. The price for the crossing is also very expensive 35’000 Pesos (ca. 52 Dollares) for a 2.5 hours drive, but we knew that already in advance. With this information we return to the campsite, where we have dinner and go to sleep.

Today, we take it easy and buy first our breakfast. Because it seems we stay a few days here, we buy some butter, marmalade and milk, because it even has a fridge. When we’ve eaten our breakfast, we start washing clothes. During that a German couple tells us that they’ve just cancelled their boat trip and travel by plane. We take this occasion and walk again to the ticket seller, who puts our name for the boat on Saturday. Happy about this we walk back to the camp site and go on the way, to visit a viewpoint nearby. This is around 1.5 hour away by foot and leads us through the forest along a valley side. Arrived there we’ve an amazing view to Villa O’Higgins, the lake and at the other side of the mountain which is covered by a glacier. The weather seems to become bad, therefore we walk back. We make it to put our clothes before the rain and soon it’s time for dinner. In the supermarket nearby, they even get a new vegetable delivery and by some of course. We prepare for dinner a delicious Tortilla with capsicum, tomato and cheese, and have a beer. The rest of the evening we talk a bit with the guests, play cards, drink coffee and eat cookies. The night brings a lot of wind, but our tent seems to be stable enough.

Today it’s rainy and we use it to write our blog, drink tea and coffee, talk with the other guests and relax. The bakery has even some fresh grain bread, what we have for breakfast. As it seems the ferry journey will take place tomorrow, we buy some food for the next days. As usual we have dinner, pack the most of our stuff already and go to sleep early, as we need to get early the next morning.

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