Latacunga / Quilotoa-Loop & Riobamba / Chimborazo

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16.05.2018 – 22.05.2018

Latacunga 16.05.2018

Wir lassen es heute gemütlich angehen, Frühstücken und gegen Mittag checken wir aus, damit wir einen Bus nach Latacunga erwischen. Die fahren sehr fleissig, so dass wir nicht lange auf die Abfahrt warten müssen. Nach guten zwei Stunden sind wir in Latacunga, das heisst an der Strasse nach Latacunga, denn offenbar fährt der Bus nicht ins Städtchen hinein. Da wir doch noch einige Kilometer entfernt sind, entscheiden wir uns ein Taxi in die Innenstadt zu nehmen, welches glücklicherweise nicht allzu teuer ist. Angekommen in unserem Hostel, werden wir freundlich vom Hostelbesitzer höchstpersönlich empfangen und er fragt uns zugleich, ob wir den Quilotoa-Loop machen wollen, da er uns heute Abend einige Informationen dazu geben kann. Wir haben noch nicht wirklich viel darüber nachgedacht, machen jedoch daraufhin einige recherchen und entscheiden uns diesen morgen in Angriff zu nehmen. Zuerst einmal machen wir uns jedoch auf den Weg in die Innenstadt, um diese zu erkunden. Wir verweilen eine zeitlang am schönen Hauptplatz und haben dort gerade eine hübsche Pizzeria entdeckt, wo wir vor der Trekkingtour noch nett zu Abendessen gehen können. Vorher erledigen wir jedoch noch ein paar Einkäufe, damit wir für den morgigen Tag bereit sind. Anschliessend gehts zur Pizzeria und wir erhalten wohl eine der besten Pizzas die wir je in Südamerika verspeist haben, der Pizzaiolo verrät uns aber auch, dass er das Pizzazubereiten vor vielen Jahren in Italien gelernt hat. Mit vollen Bäuchen geht es wieder zurück ins Hostel, wo es für uns sowie zwei anderen Gästen informationen zum Quilotoa Loop gibt. Obwohl gemäss unseren Recherchen campen auf dem Quilotoa-Loop nicht sehr populär zu sein scheint, fragen wir Viktor, ob wir nicht die Möglichkeit dazu hätten. Er empfiehlt es vollkommen und sagt uns, dass wir offenbar bei den Hostels unterwegs jeweils anfragen können, auf dem Land zu campen und Abendessen sowie Frühstück beim Hostel einnehmen können. Perfekt, denn Gas für unseren Gaskocher haben wir nirgends gefunden und daher auch dementsprechend nichts eingekauft. Es gibt verschiedene Touren, jene die wir machen wollen, beinhaltet 3 Übernachtungen, was für uns perfekt ist, da wir erfahren haben, dass wir sowieso erst nächste Woche in Quito unsere Pässe abholen können. Den restlichen Abend verbringen wir mit Packen und allgemeinen Vorbereitungen für den Folgetag.

Quilotoa-Loop 17.05.2018 – 20.05.2018

Wir stehen für unsere Verhältnisse früh auf, da uns empfohlen wurde, spätestens um 7.30 Uhr den Bus nach Sigchos zu nehmen. Auch wenn wir einiges verschlafen, stellen wir fest, dass wir in einer wunderschönen bewaldeten Region sind. Wir fahren schon einige Höhenmeter den Berg hinauf und können die spektakuläre Landschaft geniessen. Angekommen in Sigchos, machen wir uns auf den Weg nach Isinlivi, wo wir unsere erste Übernachtung haben. Wir gehen den Weg gemütlich an, Sigchos ist ein hübsches, verschlafenes Dorf. Wir kommen einer Schule vorbei, und die Kinder erkennen die Gringos von weitem und rufen uns übermütig “Hello, Hello” zu. Neben uns gibt es ein paar wenige weitere Wanderer, die uns zu Beginn überholen. Unterwegs treffen wir einige Einheimische, die unglaublich freundlich sind, auch jedes Auto das vorbeifährt hupt uns zur Begrüssung zu. Die ganze Region scheint nur aus Farmen zu bestehen, und einige Tierchen, wie Schweine und Hühner laufen einfach frei herum. Zuerst geht es einige Höhenmeter den Berg runter, wo wir eine Brücke überqueren und dann geht es steil bergauf. Man darf sich auch nicht zu schade sein, nach dem Weg zu fragen, denn die kleinen Wegen sind nicht auf unserer Karte eingezeichnet. Die Einheimischen helfen jedoch gerne weiter und zeigen uns den kürzesten Weg, wenn auch der steilste. Ohne jemanden zu überholen, erreichen wir Isinlivi auf irgendeine Art als erste, was uns doch etwas erstaunt. Wir sind bereits um halb 2 da und hätten noch genügend Zeit die nächste Station in Angriff zu nehmen. Da wir jedoch keinen stress haben und wir die Umgebung hier etwas geniessen wollen, entscheiden wir uns da zu bleiben. Es gibt zwei Unterkunftsmöglichkeiten an diesem Örtchen und wir fragen bei der teureren nach, ob wir campen können, da diese sehr gute Reviews hatte. Zuerst hört sich der Preis 12 Dollar pro Person mit Abendessen und Frühstück etwas teurer an, als wir aber die tolle Unterkunft sehen, brauchen wir nicht lange zu überlegen. Es hat einen gemütlichen Aufenthaltsraum, gratis Tee und Kaffee, einen Jacuzzi mit Sauna (wenn wir das gewusst hätten, hätten wir noch die Badesachen mitgenommen…) und die Aussicht ist einfach herrlich. Wir dürfen vor dem Häuschen mit dem Jacuzzi campen und haben nun sozusagen ein Zelt mit Privatbad. Wir haben sogar einen persönlichen Wachhund, ein riesiger Bernhardiner namens Balu. Den Nachmittag verbringen wir gemütlich in der Lodge und tauschen uns mit anderen Reisenden aus. Das Abendessen ist überwältigend, drei Gänge, zum Hauptgang gibt es Lasagne für jedermanns Präferenz wie Vegetarisch, Vegan, Glutenfrei und natürlich auch mit Fleisch. Wir unterhalten uns am Abend noch eine Weile mit einem türkischen Pärchen, und verziehen uns anschliessend in unser gemütliches Zelt.

Um 8 Uhr gibt es Frühstück und auch wenn wir gestern vom Abendessen geschwärmt haben, das Frühstück übertrifft einfach alles. Es hat alles was man sich vorstellen kann und es ist super lecker. Anschliessend packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel Chugchillan. Dazu geht es zuerst wieder bergab zum ersten kleinen Fluss, müssen diesen überqueren und dann wieder etwas bergauf. Jetzt haben wir offenbar mehrere Optionen und wir entdecken gerade niemanden, den wir nach dem Weg fragen können, also biegen wir einfach links ab. Hier geht es schon durch kleinere Wege, sehr abgelegen und wunderschön. Nach einer Weile kommen wir wieder zum altbekannten Fluss, den wir überqueren müssen. Hanspeter entdeckt aber glücklicherweise eine etwas abenteuerlich aussehende Brücke und wir entscheiden uns, den Fluss hier zu überqueren. Ziemlich wackelig das Ganze, aber wir kommen souverän auf die andere Seite. Nun müssen wir eine Weile entlang des Flusses laufen bis zum nächsten Dörfchen, wo es wieder steil bergauf geht. Entlang des Flusses kommen wir noch an zwei weiteren Brücken vorbei, die massiv komfortabler gewesen wären. Aber egal, wir sind jetzt auf der anderen Seite. Unterwegs werden wir von einer älteren einheimischen Frau auf Essen angesprochen und wir überlassen ihr eine unserer kleinen Cookiepackung. Das Dörfchen ist enorm klein, abgesehen von einer kleinen Kirche und ein paar Häuschen gibt es da nichts. Unterwegs und auch im Dorf werden wir von Kindern auf Süssigkeiten angesprochen. Uns wurde bereits vor der Trekkingtour nahe gelegt, einige Bonbons zu kaufen und das war es definitiv wert. Die Kinder haben ihre Freude. Nun geht es nochmals ein zünftiges Stück bergauf bis wir einen Aussichtspunkt erreichen. Heute ist es etwas regnerisch und wir sind froh, dass der Aussichtspunkt gedeckt ist und wir etwas verweilen können. Wir treffen hier noch auf vier andere Wanderer, die hier gerade ihre Mittagspause machen und unterhalten uns etwas mit ihnen. Mittlerweile ist noch ein Einheimischer gekommen, dessen Land hier ihm gehört und er uns etwas über sein Leben erzählt. Er offeriert uns sogar hier zu campen, aber wir wollen unser Ziel Chugchillan weiterverfolgen. Wir kaufen ihm dennoch ein Lamaschlüsselanhänger ab und gehen weiter. Nun kommt ein Mädchen auf uns zu, welches wieder um Süssigkeiten bettelt und wir geben ihr welche auch noch für den rest ihrer Familie, der nicht da ist. Die Kleine ist jedoch gewieft, nimmt einen anderen Weg als wir und taucht etwa 5 Minuten später nochmals in einer kleinen Gruppe auf, in der Hoffnung wir erkennen sie nicht mehr und geben ihr nochmals einige Bonbon. So nicht und wir gehen weiter. Lustig ist auch, dass sie alle das Wort “Candy” kennen, denn sie fragen nicht auf Spanisch, ob wir “Caramelos” haben, sondern nur “Candy”. Nun geht es noch ein kleines Stückchen entlang der Strasse weiter, bis wir Chugchillan und dessen Hostel Cloud Forest erreichen. Hier dürfen wir für 3 Dollar campen und für weitere 6 Dollar haben wir Frühstück und Abendessen inklusive. Das Hostel ist auch sehr schön eingerichtet, von der Lage jedoch sehen wir wenig, da es ziemlich regnerisch ist. Es hat jedoch einen schönen beheizten Aufenthaltsraum, wo wir uns zuerst im Tischtennis, dann im Billard versuchen können bis es das Abendessen gibt. Auch das heutige Abendessen ist sehr lecker und reichhaltig. Wir unterhalten uns noch eine Weile mit den anderen Trekkern, gehen jedoch nicht allzu spät schlafen, da uns gesagt wurde, dass wir morgen früh starten sollen, damit wir die Quilotoa Lagune noch vor dem jeweils einsetzendem Nebel am Nachmittag geniessen können.

Wie wir es uns vorgenommen haben, tauchen wir bereits ein paar Minuten vor dem Frühstücksbeginn im Restaurant auf. Nur das Zelt haben wir noch nicht vollständig zusammengepackt, da es noch ziemlich nass ist und wir hoffen, dass es bis nach dem Frühstück getrocknet ist. Das Frühstück ist nicht gerade im Umfang des gestrigen, aber trotzdem reichhaltig und sehr lecker. Leider ist das Zelt auch nach dem Frühstück noch nicht trocken, jedoch kommt jetzt die Sonne hervor und keine paar Minuten ist es bereits pack bereit. Es scheint ein wunderschöner Tag zu werden, wir können den tollen Ausblick vom Hostel geniessen und bald darauf sind wir abmarschbereit. Auch heute geht es zuerst einmal das Tal runter, bevor es auf der anderen Seite wieder hochgeht. Wir werden unterwegs von einem Bienenschwarm überrascht und picken einen schönen Strohhut vom Boden auf. Wir witzeln noch, dass jemand möglicherweise Panik vor den Bienen gehabt und den Strohhut dabei verloren hat. Wir haben jedoch mit unseren Vermutungen recht gehabt, denn als wir das Pärchen vor uns aufholen, scheinen sie sehr glücklich, dass wir den Strohhut mitbringen, da sie diesen tatsächlich wegen den Bienen verloren haben. Es geht jetzt auch ein steiles Stück aufwärts bis wir den Aussichtspunkt erreichen. Wir haben jedoch schon eine top Aussicht, jedesmal wenn wir uns umdrehen. Nachdem wir die Aussicht oben genossen haben, wandern wir gemütlich weiter, da es für ein Weilchen geradeaus geht. Wie kommen beim Dörfchen “Guayama San Pedro” vorbei und da sich der Weg wieder trennt, fragen wir kurz nach. Der freundliche Einwohner weist uns den Weg und sagt, dass wir schon bald da sind. Klar, bald, ist eine Definitionssache, aber trotzdem sagt uns unsere Map, dass wir das  Stück noch vor uns haben. Wir laufen munter weiter, auch bergauf, mit der Motivation die Lagune vor dem Nebel zu erreichen und wir schaffen das problemlos. Oben angekommen haben wir einen atemberaubenden Ausblick auf den grossen Kratersee. Es wird jedoch ziemlich kühl, da wir doch knapp auf 4000 Meter über Meer sind und gönnen uns einen Kaffee. Leider gab es mit dem bestellten Kaffee wohl ein Missverständnis, da dieser einen Geschmack nach Minzentee und Kaffee hat. Wir gehen davon aus, dass die lieben Leute uns Minzentee ausgeschenkt und wir dann noch den zur verfügung stehenden löslichen Kaffee hinzugegeben haben. Zweifelsohne ein interessanter Geschmack, aber es hat uns aufgewärmt und das ist das Wichtigste. Obwohl wir das Kernstück des Aufstiegs bewältigt haben, geht es nach wie vor zwischendurch etwas aufwärts bis wir das Dörfchen Quilotoa erreichen. Da die Luft in dieser Höhe doch um einiges dünner ist, bemerken wir die Anstrengung ziemlich gut. Die tolle Aussicht über die Lagune belohnt jedoch jegliche Anstrengung. Angekommen beim Dörfchen Quilotoa sehen wir uns nach einem Campingplatz um. Wir sehen ein paar schöne Grünflächen, wissen aber nicht wen wir um Erlaubnis fragen müssen. Daher fragen wir bei einem Hostel nach, welches uns zuerst runter zur Lagune schicken will. Da wir aber wenig lust haben, 300 Höhenmeter runter und am nächsten Tag mit dem ganzen Gepäck wieder rauf kraxeln, insbesondere da es dort auch keine Verpflegunsmöglichkeit gibt, fragen wir die Hostelmitarbeiterin nach Alternativen und sie sagt uns, dass wir auch hier oben auf den Grünflächen ohne Erlaubnis campen dürfen. Perfekt, wir stellen unser Zelt auf, erwarten jedoch, dass noch jemand eine Gebühr verlangen wird. Unser Zelt scheint auch ein Anziehungspunkt für Touristen zu sein, von denen hat es ziemlich viele, da die Ortschaft mit dem Bus von Latacunga gut in einem Tagesausflug erreicht werden kann und sie mögen unser Zelt zu fotografieren. Bald einmal setzt der Nebel ein und es wird ziemlich kühl. Wir schlendern daher noch gemütlich durchs Dörfchen und als wir zurückkommen, beginnt ein netter älterer Herr mit uns zu plaudern. Mittlerweile stellt sich heraus, dass er der Besitzer dieser Grünfläche und des gegenüberliegenden Hostels ist. Wir zahlen ihm gesamthaft 3 Dollar Campinggebühr, was wir nicht übertrieben finden und wir dürfen sogar die Toilette benützen. Für weitere 5 Dollar pro Person können wir noch bei Ihm Abendessen und Frühstücken. Dieser Ort wurde als extrem Touristisch bezeichnet und es wurde gewarnt, dass dies der teuerste Ort sein und wenig für das Geld geboten wird. Wir können hier jedoch am Günstigsten campen und essen. Die Infrastruktur ist natürlich nicht dasselbe wie bei den vorigen Hostels, aber für den Preis absolut in Ordnung. Da es jedoch nach wie vor kalt ist, verziehen wir uns bis zum Abendessen ins Zelt und gehen bald danach schlafen.

Nach dem Frühstück wollen wir uns auf den Weg machen und um die Lagune zu wandern. Obwohl das Wetter unsicher aussieht, machen wir uns frisch fröhlich auf den Weg. Als wir jedoch den ersten Aussichtspunkt erreicht haben, sehen wir, dass es nicht weit von uns schon ziemlich stark regnen muss. Da wir eigentlich nicht viel Lust haben uns die nächsten 4-5 Stunden verregnen zu lassen und unser Zelt nass einpacken, beschliessen wir umzudrehen und etwas früher als geplant zurück nach Latacunga zu fahren. Auf dem Rückweg zum Zelt werden wir bereits von einigen Regentropfen eingeholt und leider können wir es nicht mehr ganz trocken zusammennehmen. Wir gehen zur Bushaltestelle und nehmen den nächsten Bus. Kaum drinnen, beginnt es richtig stark an zu regnen und wir sind froh im Trockenen zu sein. Zurück in Latacunga checken wir wieder in unserem Hostel ein und diskutieren, was wir die nächsten Tage machen wollen. Option a wäre einen zweitägigen Campingausflug zum Cotopaxi, dafür müssten wir noch Campinggas finden. Da wir das nicht finden können, kehren wir zu unserer herkömmlichen Methode zurück und versuchen einen geeigneten brennbaren Alkohol sowie eine Büchse zu finden. Beides ist nicht einfach, am Schluss haben wir es jedoch und funktioniert. Der Hostelbesitzer klärt mittlerweile ab, ob wir an der Lagune campen dürfen und es wäre erlaubt, jedoch nicht gerne gesehen. Es wird darauf abgezielt, dass Besucher mit einen Führer den Nationalpark betreten. Der Campingplatz befindet sich ca. 20 Kilometer vom Eingang entfernt, so dass man ein Transportmittel nehmen muss, welches mindestens 20 Dollar pro Weg kostet. Das finden wir doch etwas heftig und schlussendlich entscheiden wir uns für Option B, lassen die Besuch des Cotopaxi noch für später offen. Wir gehen morgen nach Riobamba und gehen mit dem Bus am Folgetag zum Chimborazo. Dort werden wir zwar nicht campen, jedoch sollten wir problemlos mit einem Tagesausflug auf eigene Faust bis zum letzten Refugio des  höchsten Vulkan/Berg Ecuadors zu wandern können. Für heute genehmigen wir uns noch eine Pizza zum Abendessen.

Riobamba 21.05.2018

Da wir von den letzten Tagen etwas geschafft sind, stehen wir heute nicht allzu früh auf. Wir erfahren von der Schweizer Botschaft, dass leider unsere Pässe auch diese Woche nicht ankommen werden, da Pfingstmontag ist und es daher keine Lieferung gibt. Wir sind gerade froh, dass wir kein außerordentlichen Termin bei der amerikanischen Botschaft beantragt haben. Auf der anderen Seite ist nun auch der letzte Hoffnungsschimmer verblasst, dass wir den Flug am 30.05 von Bogota antreten können. Zumindest verstärkt es unsere Überzeugung nach Riobamba zu fahren und dann weiter nach Cuenca, und uns noch eine zeitlang dort aufzuhalten, bevor wir retour nach Quito gehen. Ohne zu wissen, dass es überhaupt einen Direktbus nach Riobamba gibt, kommen wir gerade pünktlich um eben diesen um 11 Uhr zu erwischen. Rund 4 Stunden dauert die Fahrt nach Riobamba. Im Internet haben wir gesehen, dass günstige Unterkünfte rar sind, jedoch wir von einigen Travellers das Aparthotel direkt am Bahnhof empfohlen. 22 Dollar für das Doppelzimmer ist zwar eher teuer, die Lage jedoch super, um morgen zum Chimborazo zu gehen. Das Hotel ist auch wunderschön ausgestattet. Es hat auf jedem Stockwerk 3 Zimmer, die entweder einzeln oder als Appartement genutzt werden können. Zu jedem Apartment gibt es eine gut ausgestattete Küche und ein gemütliches Wohnzimmer, was wir sehr schätzen und uns das Geld auch wert ist. Da es schon späteren Nachmittag ist, als wir eintreffen, gehen wir das Abendessen in den nächsten Supermarkt einkaufen, machen es uns im Apartment gemütlich und planen den Folgetag.

Chimborazo Refugio 22.05.2018

Ursprünglich wollten wir heute früh los und den 5.30 Bus erwischen. Die Hotelmitarbeiter raten uns jedoch davon ab, da es offenbar früh morgens neblig ist. Daher nehmen wir den späteren Bus um 8.30 und der zusätzliche Schlaf kommt uns gerade ziemlich gelegen. Etwas nach 8 Uhr stehen wir am Bahnhof und können unseren Bustickets zum Eingang des Chimborazo National Park kaufen. Eigentlich hört sich der heutige Tag nicht so anstrengend an, da wir auf 8 Kilometer nur etwas 800 Höhenmeter zu bewältige haben. Die Höhe an sich, wird jedoch zur grösseren Herausforderung werden, da sich der Eingang bereits auf 4300 Meter über Meer befindet und wir auf 5100 wandern wollen. Angekommen am Parkeingang ist es so neblig, dass wir kaum noch unsere Hand vor den Augen sehen. Nahezu alle die mit uns Aussteigen, steigen in ein Taxi und fahren bis zum 1 Refugio hoch, welches sich auf ca. 4800 befindet. Für uns besteht jedoch keine Zweifel, dass wir hochlaufen und ein Portugiese begleitet uns. Wir sind effektiv die Einzigen die hochwandern, was aber auch sehr schön ist. Der Nebel klart langsam auf und wir können den beeindruckend Chimborazo nahezu in seiner ganzen Grösse sehen. Schon dafür können wir uns glücklich schätzen, denn dieser Berg ist bekannt, dass er oft in Wolken gehüllt ist. Der Weg ist zu Beginn angenehm, jedoch mit der Zeit wird er ziemlich steiler und wir beginnen die dünne Luft zu merken. Auf dem letzten Abschnitt zur Lagune, geht es über ein Schneefeld, was einerseits ziemlich toll ist, aber auch anstrengend. Hanspeter scheint das letzte Stück problemlos durchzuziehen, während Manuela und unser portugiesischer Begleiter ziemlich ins Schnaufen kommen. Aber irgendwann sind auch sie oben bei der kleinen Lagune, wo dahinter der mächtige Chimborazo auf rund 6300 m.ü.m thront. Nun ist er aber wieder in den Wolken. Wir geniessen trotzdem die super Aussicht und nehmen einige Snacks zu uns. Anschliessend machen wir uns auf dem Weg zum Refugio und gönnen uns da einen warmen Kaffee. Wir haben auf maps.me noch einen zweiten Weg runter entdeckt und fragen nach, ob dieser machbar sei. Das wäre er, aber offenbar sind wir zu spät dran, da der Weg ziemlich schwierig sei. Der letzte Bus fährt zudem bereits um 5 und dieser ist vielfach überfüllt, so dass uns empfohlen wird den um 4 zu nehmen, damit wir auf jedenfall wieder retour kommen. Dies ist auch besser so, denn unterwegs werden wir von ziemlich dichten Nebel und starken Regen überrascht, so dass wir froh sind, bald wieder unten zu sein. Unterwegs treffen wir jedoch noch einige Vicunas an, was ziemlich speziell bei dem Nebel aussieht. Pitschnass warten wir auf den Bus, welcher glücklicherweise bald kommt und auch anhält. Wieder zurück in Riobamba gönnen wir uns eine schöne warme Dusche, bereiten das Abendessen zu und entspannen uns etwas.


English Version

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16.05.2018 – 22.05.2018

Latacunga 16.05.2018

We start the day relaxed, have breakfast and around noon we check out to reach the bus to Latacunga. They go very often and we don’t need to wait long for the departure. After about 2 hours we reach Latacunga, but on the main street, then the bus doesn’t drive into the town obviously. As we are still a few kilometers away, we decide taking a taxi to the city center which is luckily not too expensive. Arrived at our hostel, we are welcomed by the friendly hostel owner and he just asks us, if we want to do the Quilotoa-Loop, because he will give to the guests some information about it this evening. We haven’t thought a lot about it, but then we do some research and finally we decide to do the trip tomorrow. But first we go in the city center to explore it. We stay a while at the beautiful main square and we find there a decent pizzeria, where we can go for dinner before our multiple day trekking tour. But before we buy some stuff to be ready for tomorrow. Afterwards we go to the pizzeria and we get one of the best pizzas we tasted in South America. The pizzaiolo tells us, that he learned making pizza in Italy. With a full belly we head back to the hostel, where we and two other guests get the information about the Quilotoa Loop. Although our research said camping is not popular, we ask Victor, if there isn’t a possibility. He can definitely recommend it and tells us, that we can camp by the hostels on the way and have dinner as well as breakfast there. Perfect, then we couldn’t find any gas for our gas cooker and accordingly we didn’t buy food for breakfast and dinner. There are different tours, the one we want to do, needs 3 nights, which is perfect, then our passports anyway will arrive only next week to pick them up. The rest of the evening we spend with packing and preparation for the next day.

Quilotoa-Loop 17.05.2018 – 20.05.2018

We get up early, as Victor recommended us to take at latest the bus at 7.30 to Sigchos. Even when we oversleep a few, we notice, that we’re in a wonderful forested area. We already drive a few meters up the mountain and enjoy the spectacular landscape. Arrived at Sigchos, we hike to Isinlivi, where our first stop will be. We start the way relaxed, as Sigchos is a beautiful, sleepy village. We pass a school and the kids recognize the gringos already from far, and shout „Hello, Hello“ to us. Beside of us are a really few hikers, who overtake us at the beginning. On the way we meet some locals, who are incredible friendly, and every car passes honk to us. It seems in the whole region only exists farms and some animals, like pig and chickens just run around free. First, we hike some high meters down the mountain, then cross a bridge and after it goes steep uphill. It’s important to ask the locals, as they always show us the shortest but also the steepest way. Without passing someone we reach Isinlivi before anyone else, and we’re quite astonished. It’s only half past 1 and we still would have enough time hiking to the next place. But we’re not in rush and want to enjoy the landscape, so we decide to stay here. There are only two possibilities to camp/stay and we ask by the more expensive as they have good reviews. First, we think 12 dollars per person for camping with dinner and breakfast is quite expensive, but when we see, what great accommodation we have, we didn’t need to think about this option. There is a nice living room to stay, free tea and coffee, a Jacuzzi with sauna (when we’d known that before, we’ve brought our swimsuits) and the view is just picturesque. We’re allowed to camp in front of the house with the Jacuzzi and now we have a tent with private bathroom. We even have a personal guard dog, a huge saint Bernard dog named Balu. The afternoon we spend relaxed in the lodge and chat with other travelers. The dinner is compelling, three courses, and for the main course they serve a lasagna for everyone’s diet like vegetarian, vegan, gluten-free and of course meat. We talk a while with a Turkish couple until the later evening and go afterwards in our cozy tent.

At 8 am is breakfast, and even when we were enthused about yesterdays dinner, the breakfast beats everything. There is everything we could imagine and it’s super tasty. Afterwards, we pack our stuff and head to the next target Chugchillan. We need first hike downhill to a little tiny river, need to cross it and then again uphill. We have obviously more options to take and we find at the moment nobody to ask for the way, so we just decide turning left. Here it goes through smaller paths, very remote and wonderful. After a while we reach the already known river which we need to cross. Hanspeter find luckily a bit an adventurous looking bridge and we decide to cross the river here. Pretty shaky everything, but we make it easy on the other side of the river. Now, we need to walk a while along the river until the next village, where it goes steep uphill. Walking along the river we pass two more bridges, which would be way more comfortable to cross. But anyway, we’re already on the other side. On the way an elderly local woman talks to us and asks for food, we give here a little package of cookies. The village we reach now is very small, and beside a small church and a few houses there is nothing. On the way some children asks for candies. Before our trekking tour we are advised to buy some and it was definitely worth. The kids are happy. Now, it goes again a big piece uphill until we reach a viewpoint. Today it is a bit rainy and we’re happy that the viewpoint is covered and we could stay a while. We meet here four other hikers they make a lunch break and talk a while with them. Meanwhile, a local shows up, who owns the land here and he talks a bit about his life. He offers us to camp here, but we want still keep going to Chugchillan. Finally, we buy a little key chain from him and move on. Now, a little girl come and beg for candies, we give here a few and for the rest of her family, who aren’t here. The little girl is smart, takes another way and shows up about 5 minutes later in a little group, hoping we won’t recognize her. No, not like that and we walk away. It’s funny, everyone knows the word „Candy“, then they don’t ask in Spanish for „caramelos“, they actually ask always for „Candy“. Now, we’re not far away from Chugchillan and the Hostel Cloud Forest. There we’re allowed to camp for 3 dollars and for additional 6 dollars we get breakfast and dinner included. The hostel is very beautiful equipped, but we don’t see a lot of the landscape as it’s quite rainy. It even has a nice, heated common room, where we play first some table-tennis and then billiard. Also today is the dinner very rich and tasty. We talk a while with the other trekkers, but don’t go to sleep too late, as they told us, we need to start tomorrow early in the morning, so we can enjoy the Quilotoa Lagoon before the fog sets in in the afternoon.

As planned, we already show up in the restaurant a few minutes before the breakfast begins. Only the tent is not completely packed, as it’s still wet and we hope to have it dry after the breakfast. The breakfast is not as big as yesterday, but still tasty and rich. Unfortunately, our tent isn’t completely dry after the breakfast, but now the sun is coming and in a few minute it’s ready to be packed. It’s a wonderful day, and we can enjoy the amazing view from the hostel and soon we’re ready. Same today first we go down in the valley, and need to hike up on the other side. On the way we’re surprised by a swarm of bees and pick a beautiful straw hat from the ground. We make some jokes, that maybe someone was shocked about the bees and lost his hat. But it turned out to be true, then the couple we reach in front of us seem to be very happy, when we show up with the straw hat, as they actually lost it because of the bees. Now, it’s a steep part up the hill until we reach the viewpoint. We already have an amazing view while walking up. After we’ve enjoyed the view on the top, we hike relaxed further, as it goes just straight. We reach the village “Guayama San Pedro” and because the way splits here, we ask a local. The friendly local shows us the way and says we’re soon there. Of course, soon is a definition, but our map tells us, that we still have to beat quite a lot until we are up there. We walk constantly, even uphill with the motivation to be at the lagoon before the fog and we make it without problem finally. Arrived on the top we have a breathtaking view over the crater lake. It’s quite cold, as we’re here almost on 4000 high meters and indulge a coffee. Unfortunately, there was a misunderstanding with the ordered coffee, then the taste is like a mix of mint tee and coffee. We suppose that the nice people serve some mint tea and we added the instant coffee, which was on the table. Without discussion, a very interesting taste, but it heats us up and this is the most important. Although we already made the hard piece of the ascent, but it goes still up and down from time to time until we reach the village Quilotoa. There is the air quite thinner and we realize the effort quite good. The amazing view over the lagoon rewards every effort. Arrived at the village Quilotoa we look for a camp site. We see a few nice green spots, but we don’t know to who it belongs to and who we need to ask for permission. Therefore we ask in a hostel, which wants to send us first down to the lagoon. But we don’t like to hike 300 high meters down, the next day with all the luggage up, especially because there is no option to get food down there. We ask for alternatives and they tell us, we can camp without permissions on the green spot uphill. Perfect, we pitch our tent but expect someone wants to charge us. Our tent seems to be an attraction point for tourists, as some of them come only with the bus from Latacunga to Quilotoa in a day trip and they like to take pictures of it. Soon the fog comes and it gets quite cold. We wander a bit through the village and we come back, a nice, elderly man starts to talk to us. Meanwhile it appeared he is the owner of this area and the hostel in the opposite. We pay him 3 dollars for our tent, we even can use his toilet and have breakfast and dinner for 5 dollars per person. This place is very touristy and we’re warned, that this is the most expensive place and not worth the money for what you order. Finally, we can here eat and camp for the lowest price ever on the loop. It’s not the same comfort we had at the previous hostels, but for the price absolutely ok. Because, it’s still cold, we head directly into the tent after dinner.

After breakfast we want to walk around the lagoon. The weather doesn’t looks so good but we are optimists and think it gets better. When we reach the first view point, we realize not far away, it rains pretty heavy. We’re not in mood of getting completely soaked wet for the next 4-5 hours and to pack our tent wet. So we change our plans and head back, to go to Latacunga a bit earlier than originally planned. On the way back a few raindrops already catch us and unfortunately we cant pack the tent dry. We go in direction bus stop and take the next bus. Immediately, we entered the bus it starts to rain heavily and we are happy staying dry. Back in Latacunga we check in our hostel and discuss what we will do the next few days. An option would be camping at Cotopaxi, but we need to find camping gas first. As we can’t find it we go back to our original method and buy a can as well as burning alcohol. Even this was not easy to find, but finally we have everything. The hostelowner ask there, if we can camp on the lagoon and we would be allowed, but they don’t like to see it. They want the visitors going with a guide in the national park, but generally it’s allowed. The camp site is about 20 kilometers away of the entrance and we would need to take a transportation which costs around 20 dollars for each way. We think that is quite a lot and we go for the second option, and do Cotopaxi maybe later. We will go tomorrow to Riobamba and with the bus to the Chimborazo mountain. There we won’t camp, but we should be able to hike without guide from the entrance in one day to the last refugio of the highest Vulcano/Mountain of Ecuador. For dinner we have a pizza.

Riobamba 21.05.2018

As we’re quite tired from the last days, we don’t get up too early. We are informed from the Swiss Embassy, that our passports won’t arrive this week as it’s public holiday, With Monday and the courier doesn’t come this week. We are quite happy not for asking an expedited interview at the US embassy. On the other hand, there is no hope to catch the flight on the 30th of May from Bogota. At least we think it’s the right decision going up to Riobamba and then further to Cuenca, and stay there for a while, before we go back to Quito. Without knowing about a direct bus to Riobamba, we just arrive on time to catch this at 11. Around 4 hours it takes the bus journey. We’ve seen in the web already, there are not really cheap accommodations, but some travelers recommended the Aparthotel at the bus station. 22 dollars for the double room is a bit expensive but the location is perfect to go tomorrow to Chimborazo. The hotel is beautiful equipped. There are on each floor 3 rooms, they can be used single or as a apartment. To each apartment is a well equipped kitchen and a comfortable living room, what we really appreciate and the money was worth spending on that. As it’s already late afternoon when we arrive, we only go out to buy dinner in the next supermarket, prepare it, make it comfortable in the apartment and plan the next day.

Chimborazo Refugio 22.05.2018

Originally, we want to start early and catch the bus at 5.30. The hotel staff doesn’t recommend that, as they say it’s always foggy in the morning. Therefore we take the later bus at 8.30 and the additional sleep we don’t mind. A bit after 8 we’re at the bus terminal and can buy the tickets to the entrance of the Chimborazo National Park. It doesn’t sound very exhausting the trek as it’s only 8 kilometers and 800 high meters to make today. But the altitude will be a bigger challenge as the entrance is already at 4300 meter over sea level and we want to climb up to 5200. Arrived at the park entrance it’s so foggy we can barely see our hand in front of the eyes. Almost everyone who gets off with us, enter a taxi and drive to the first refugio, which is on about 4800 high meters. For us no doubt and we walk up. A guy from Portugal like to joins us too. We are the only ones who is hiking up there, which is very nice. The fog clears slowly up and we can see the impressive mountain Chimborazo in its full size. Even for that we can be happy, then the mountain is well-known being always in the clouds. The trail is very comfortable at the beginning, but by the time it gets steeper and steeper, and we start to realize the thin air. The last section to the lagoon goes over a snowfield, which is amazing in one hand, but very exhausting. Hanspeter seems to make the last part without problems, while Manuela with our new Portuguese friend start to struggle a bit. But somehow they mange it on the top too and we’re on a small lagoon, where behind is the mighty Chimborazo on 6300 meters over sea level. But now he is again in the cloud. We enjoy anyway the amazing view and take a few snacks. Afterwards we make us on the way to the Refugio and indulge there a warm coffee. We have found on maps.me another way down and ask if we could do that. Obviously, we are too late, as the way would be quite difficult. Additionally, the last bus leaves at 5 pm and sometimes it is completely full, so they recommend us to take the but at 4 pm so we can make it definitely back. It anyway turned out to be better, then on the way we get surprised by dense fog and heavy rain, so we’re happy being down soon. On the way we meet some Vicunas, which looks quite special in the fog. Completely wet we wait for the bus, which luckily arrives soon. Back in Riobamba we enjoy a hot shower, a great self prepared dinner and relax.

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