Alaska 1: Grenze – Dalton Highway

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26.07.2018 – 02.08.2018

Von der Grenze über Chicken Richtung Tok

Nach dem Grenzübergang, welcher inmitten der Natur umgeben von grün und nur aus ein paar wenigen Häuschen besteht, können wir sogar noch eine zweite Karibuherde entdecken. Etwas später läuft zudem ein Moose über die Strasse, jedoch ist es zu schnell weg, um es zu fotografieren. Weiter geht es entlang einer erstaundlich guten Strasse und nach wie vor schönen Umgebung. Als wir jedoch bei der Abzweigung nach Eagle, Richtung Chicken fahren, wird die Strasse ziemlich holprig. Aber Molly meistert das problemlos. In Chicken gönnen wir uns einen Kaffee und betrachten das witzig gemachte Dörfchen. Als wir hier ein wenig verweilt haben, fahren wir weiter entlang des Highways und wir merken, dass die Strasse wieder gut wird. Viel ist aber nicht los auf den Strassen, doch fahren wir nachwievor einer schönen Landschaft entlang, welche wir bestaunen können. In der Nähe eines Berges überlegen wir uns zu übernachten, entscheiden uns aber doch zu einem Schlafplatz etwas vor dem nächsten Dörfchen Tok zu fahren. Also geht es noch ein paar Meilen weiter, doch dieser Platz liegt so abgelegen, dass wir beinahe die Zufahrt verpasst hätten. Wir sind Mitten auf einem Feld umringt von Wald. Die Aussicht ist beschränkt, aber der Platz schön und wir können in aller Ruhe unser Abendessen zubereiten.

Richtung Delta Junction

Als wir unseren Morgenkaffee bei schönem Wetter beendet haben, legen wir die restlichen Meilen nach Tok zurück. Dort Angekommen wird Molly an der Tanke aufgefüllt und neues Eis für unsere Kühlbox gekauft. Ausserdem besorgen wir im kleinen Supermarkt ein paar Sachen, die uns ausgegangen sind und fahren weiter Richtung Fairbanks. Dieses ist jedoch noch weit entfernt und wir haben einen schönen Platz für eine Übernachtung ausfindig gemacht, sodass wir die Strecke nicht an einem Tag fahren müssen. Die Landschaft während der Fahrt ist heute nicht besonders spektakulär und wir halten nur wenige Male an. So kommt es, dass wir den Gerstle River bereits am frühen Nachmittag erreichen. Wir nutzen die Zeit, direkt am Fluss geparkt, um an unserem Blog zu arbeiten und die mittlerweile schmutzige Molly etwas zu waschen. Danach geniessen wir unser Abendessen zusammen mit dem schönen Panorama, bis wir uns schlafen legen.

Fahrt nach Fairbanks

Das heutige Ziel ist Fairbanks mit Zwischenhalt an der Delta Junction. Dort scheint gerade eine Dorfparade stattzufinden. Die Hauptstrasse ist für den Verkehr geschlossen und ist Schauplatz einer Parade. Polizei, Feuerwehr und private Fahrzeuge rollen hintereinander über die Strasse und die Wagen der Feruerwehr begiesst einige der Zuschauer mit einer kalten Dusche. Unser Ziel ist jedoch die Bibliothek der Ortschaft. Wir haben auf unserem kleinen Reisehelfer entdeckt, dass es dort gutes Wifi geben soll, welches wir zum Hochladen von Blogs und Bildern sowie zwecks Kommunikation benutzen wollen. Die Bibliothek ist zwar wegen der Feierlichkeiten im Dorf geschlossen, jedoch funktioniert das Wifi auch draussen auf dem Parkplatz. So kommt es, dass wir mehrere Stunden hier stehen. Nachdem die internetabhängigen Aktivitäten abgeschlossen sind, rollen wir gemütlich weiter Richtung Fairbanks. Dort informieren wir uns im Besucherzentrum über den Dalton Highway. Diesen wollen wir in den nächsten Tagen befahren, um Deadhorse und den Arktischen Ozean in Prudhoe Bay zu erreichen. Dafür decken wir uns im Walmart mit Lebensmitteln ein und genehmigen uns bei einem Wäschesalon eine Dusche. Aufgerüstet und erfrischt verlassen wir Fairbainks bereits wieder, um zum Dalton Highway aufzubrechen. Auf einem grossen Parkplatz unterwegs, von welchem aus verschiedene Wanderwege in die Umgebung führen, rasten wir für die Nacht.

Dalton Highway

Nach dem Frühstück fahren wir weiter zum Dalton Highway, welcher nur noch etwa 40 Meilen entfernt liegt. Ausgerüstet mit unseren zwei Ersatzreifen und zuversicht erreichen wir die 414 Meilen lange Strasse bis Deadhorse. Die Strasse ist zuerst unbefestigt, aber ziemlich gut zu befahren, jedenfalls beinahe besser als die geteerten Abschnitte, welche von Zeit zu Zeit beängstigend grosse Löcher haben. Zuerst jedoch kommen wir am Yukon Crossing vorbei, der einzigen Brücke in Alaska, welche über den Yukon gebaut wurde und wo heute ein Truckstop liegt. Wir müssen gerade ein paar Mal leer Schlucken, als wir die Benzinpreise sehen. 5.5 Dollar pro Gallone, welche normalerweise in Alaska 3 und irgendetwas kostet. Wie dem auch sei, wir tanken sicherheitshalber doch noch etwas. Eigenartig, wir wissen ja das Prudhoe Bay und Deadhorse die Hauptölquelle von den USA ist und so es doch erstaunt wie teuer das Benzin hier ist. Die Öl Pipeline ist ein ständiger Begleiter, da sie oftmals direkt neben dem Highway entlang führt. Aber schliesslich wurde die Strasse auch von den Ölkonzernen angelegt, um die Pipeline zu bauen. Ein paar Jahre danach “schenkten” die Konzerne die Strasse dem Staat und sie wurde somit auch für die Öffentlichkeit befahrbar. Trozdem ein schlauer Schachzug, denn damit ist nun auch der Strassenunterhalt Aufgabe vom Staat und verursacht  für die Ölkonzerne keine Kosten mehr… Aber beeindruckend ist es schon, wie viel Öl da täglich bis nach Valdez in den Süden von Alaska fliesst. Wie wir erfahren rund 400 000 Barrel pro Tag! Zu Spitzenzeiten waren es jedoch 2’000’000 Barrel. Ein paar Meilen weiter erreichen wir den Fingermountain. Der Berg, der früher Mal Piloten bei schlechtem Wetter den Weg nach Fairbanks gezeigt haben soll. Zuerst picknicken wir, dann laufen wir ein wenig im Themenpark herum und gehen anschliessend diesen Felsen etwas näher betrachten. Auf dem Weg finden wir eine Menge Blaubeeren, weshalb wir nochmals zurückkehren, um ein paar davon zu sammeln. Danach geht es weiter durch Sumpfgebiete, bis zur sogenannten imaginären Linie, dem Arctic Circle. Ab hier beginnt der Arktische Kreis, wo man, um die Sonnenwende, die Mitternachtssonne sehen kann. Obwohl die Sonnenwende schon ein wenig zurück liegt, haben wir seit über einer Woche das Gefühl, dass die Sonne nicht mehr untergeht. Hier gibt es noch einen Campingplatz und einen kurzen Themenpfad. Wir wollen aber noch etwas weiter und erreichen bald den Gobblers Knob mit seiner schönen Aussicht auf die Brooks Range. Der ulkige Name dieses Bergpasses stammt von den ersten Lastwagenfahrer, welche markanten Passagen unterwegs Spitznamen gaben. Unterwegs passieren wir beispielsweise den “Beaver Sledge”, was so viel wie “Bieber Rutsche” bedeutet. Kurze Zeit später erreichen wir unseren Nachtplatz. Direkt an einer Brücke, wo die Strasse und die Pipeline nebeneinander über einen Fluss führen. Kurz nachdem wir es uns gemütlich gemacht haben, hören wir ein lauten Motorenlärm den wir zuerst einem kleinen Propellerflugzeug zuordnen. Daher staunen wir nicht schlecht, als ein Wassergefährt auf uns zusteuert. Auf der hinteren Seite des kleinen Bootes ist anstelle eines üblichen Bootsmotor ein riesiger Propeller angebracht. Mit dröhnendem Motor, der den gewaltigen Propeller antreibt, legt das Luftkissenboot direkt neben uns an. Die gewaltige Power bemerken wir aber erst, als das Boot wieder ablegt und die enorme Windböe vom Propeller unser Vorzelt so wie den Tisch und uns selbst, gehörig durchpusten.

Nach dem Frühstück fahren wir in das nahegelegene Dörfchen Coldfoot, wo wir überraschenderweise für fast einen Dollar günstiger tanken können. Coldfoot heisst obar so, weil vor einigen Jahren die Goldsucher nach Coldfoot kamen und kalte Füsse hatten. Viel hat es nicht, aber eine Werkstatt. Wir haben vor kurzem festgestellt, dass das Ventil des einen Ersatzpneus defekt ist und der Mechaniker kann das im Handumdrehen ersetzen. Weiter geht es zum schönen Sukakpak Mountain, wobei wir an der sogenannten Last Spruce vorbei kommen, die letzte Tanne, da diese weiter nördlich aufgrund der harten Bedingungen nicht wachsen können. Wie wir dem Infoschild entnehmen, gedeihen keine Bäume mehr weiter nördlich, da es für die Photosynthese nicht genügend Sonnenlicht gibt. Im Moment schwer vorstellbar, da diese nie unterzugehen scheint, aber im Winter wird sie dafür nie aufgehen. Anschliessend fahren wir den Atigun Pass hoch in der Hoffnung einmal ein Dall Schaf zu entdecken. Leider nichts, aber die Aussicht und der Pass selbst sind bereits atemberaubend. Nach dem Pass kommen wir auf eine riesengrosse Ebene und man hat das Gefühl tausende Kilometer weit zu sehen. Arktische Tundra. Nur noch wenige Spezies sind in der Lage, bei den harten Bedingungen im Winter zu überleben. Bei Temperaturen die gerne einmal unter -40° Celsius fallen trifft man hier auf den Arktischen Fuchs, Luchse, einer Art Murmeltier, Hasen und auch Polarbären und Muskoxen. Auch wenn die Landschaft etwas eintönig ist, die Weite macht sie sehr speziell. Was jedoch das Flachland auch mit sich bringt, sind Moskitos und zwar viele. Als wir einen kurzen Stop am Happy Valley und einem weiteren Aussichtspunkt machen, wissen wir noch nicht, was diese Mückenplage zu bedeuten hat. Erst als wir an unserem Schlafplatz, etwa 50 Meilen von Deadhorse entfernt, auf einem kleinen Hügel ankommen, sind wir umgeben von abertausenden Moskitos. Aus diesem Grund packen wir schnell das Mollyvordach und das dazugehörige Moskitonetz aus, um einigermassen in Ruhe kochen zu können. Wir können diese Moskitoplage kaum in Worte fassen, denn sowas haben wir noch nie erlebt, daher gibt es noch ein Video;-). Wir verbringen trotzdem einen angenehmen Abend, können sogar noch ein Karibu beobachten und die Mitternachtssonne sehen. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis zu sehen, wie die Sonne um 00.30 aufgeht.

Der heutige Morgen ist nicht sehr angenehm, denn aufgrund der gestrigen Moskitoplage haben wir das Netz draussen hängen lassen und vergessen die eine Seite zu schliessen. So kommt es, dass sich das Netz über Nacht mit Moskitos gefüllt hat und wir fahren ziemlich direkt ohne Frühstück los. Heute erreichen wir unser Ziel, Deadhorse das Ende der offiziellen Strasse – naja, genauer gesagt, wollen wir es auch wieder zurück nach Fairbanks schaffen… Unterwegs entdecken wir noch zwei Muskoxen, welche doch sehr speziell aussehen. Was für ein Glück, diese Tiere hätten wir doch nicht gerade erwartet life zu sehen. Daneben sehen wir noch ein paar weitere Karibus und grosse, orange Sandbankkraniche. Der Franklins Bluff, eine markante Felsformation in der Ebene kurz vor Deadhorse, ist sehr imposant, wie er in verschiedenen Farben die Aussicht dominiert. Es ist erst Mittag, als wir Deadhorse erreichen und wir haben die Hoffnung, uns für die Nachmittagstour zum Arktischen Ozean einzuschreiben. Etwa 2 Meilen vor Deadhorse befindet sich die barakenartige Pension, welche die Tickets für den Arctic Shuttle verkauft. Wenn man dieses Haus betritt, heisst es zuerst einmal Schuhe aushiehen oder so Plastikdinger über die Schuhe ziehen. Die Dame im Ticketbüro erklärt uns jedoch, dass  man die Tour mindestens am Vortag gebucht haben muss. Mit 69 Dollar is der Preis für einen 1.5 stündigen Ausflug mit dem Shuttlebus (nicht tour) sehr stolz. Aber leider darf man weder zu Fuss noch mit dem Auto das Areal weiter Nördlich betreten, um das etwa 10 Kilometer entfernte Arktische Meer zu bestaunen. Wenn wir doch schon einmal hier sind, lassen wir uns die Freude, mal zum arktischen Ozean zu kommen, nicht nehmen und wir kaufen 2 Tickets für Morgen früh. Seit heute ist die Temperatur ziemlich gesunken und wir nutzen die Gelegenheit in Deadhorse hineinzufahren und einen Kaffee zu trinken. Deadhorse ist nichts schönes, aber wir haben auch nichts anderes erwartet, da es im Grunde genommen nur für die Ölkonzerne existiert. Es sieht irgendwie aus, als wäre das Dorf eine Fabrik mit einem See in der Mitte. Es hat drei Unterkünfte, wovon das Ticketoffice eine davon ist. Die zwei anderen “Hotels” sollten noch Kaffee haben und wir suchen eines davon aus. Der “Kaffeeraum” ist eine riesige Mensa und wir erwarten eigentlich wie bei einem Buffet eine Kasse. Daher schenken wir uns zwei Tassen ein und finden einen gemütlichen Tisch. Wir verweilen sicher ein paar Stunden hier, bis wir uns wieder verschieben, denn viel gibt es wirklich nicht zu machen. Beim Herausgehen machen wir noch einen Abstecher bei der Rezeption, um den Kaffee zu bezahlen. Die Dame sagt uns lediglich, dass es schon gut sei und sie uns sicher nicht eine Tasse Kaffee belasten werde. Wie freundlich! Nun sollten wir noch etwas tanken, da wir nicht sicher sind, ob das restliche Benzin zurück nach Coldfoot reicht. Wir finden die offenbar günstigere Tankstelle, wobei man sagen muss, dass die mit 5 Dollar pro Gallone bereits ausgesprochen teuer ist. Jedoch steht, dass die Tankschläuche kaputt sind und wir entweder zu der anderen fahren sollen oder jemand zu Hilfe holen. Ein Lastwagenfahrer kommt vorbei und kann aus einem nebenstehenden Tank, welchen er sonst nur für seinen Wagen gebraucht, Molly füllen. Leider können wir nicht sagen wie viel und er füllt sie einfach, was entsprechend im Preis ins Gewicht fällt. Aber was solls, Benzin brauchen wir sowieso und der nette Mechaniker prüft und korrigiert dafür umsonst den Reifendruck. Wir plaudern noch ein Weilchen mit den Leuten in der Werkstatt, bevor wir zu unserem Übernachtungsplatz gehen. Kurz vor der Einfahrt nach Deadhorse ist ein kleiner Kiesplatz an einem Fluss, etwas von der Strasse entfernt, wo wir Molly parkieren. Heute ist die Moskitoplage deutlich geringer, was wohl mit den kühleren Temparaturen zusammenhängt. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag und Abend hier. Als wir gerade zusammenpacken und schlafen gehen wollen, da es “einfach zu kalt ist, um Draussen zu sein”, macht sich der Autofahrer welcher nebenan parkiert hat bemerkbar. Er sei eingeschlafen und habe das Licht brennen lassen, ob wir vielleicht ein Starter Kabel hätten und Starthilfe geben können. Wir haben bereits festgestellt, dass jemand vor ein paar Stunden hingefahren und nicht einmal ausgestiegen ist. Klar, jetzt können wir endlich mal unser Starter Kabel brauchen. Wir plaudern noch eine ganze Weile mit ihm, er ist offenbar ein Guide im Brooks Range. Am späteren Abend treffen noch drei Jungs mit dem Motorrad ein, welche ebenfalls die Strasse hochgedüst sind, was für sie wohl um einiges anspruchsvoller war.

Heute heisst es früh aufstehen, denn wir sollten um 8.15 Uhr bei der Pension für den Shuttle zum Arktischen Ozean sein. Obwohl es enorm kalt ist draussen, zieht Manuela ihren Badeanzug an, falls wir im arktischen Meer schwimmen können und sie lust dazu hat. Hanspeter findet das eine nicht eine so gute Idee und lässt es bleiben. Und ja, man hätte sich wirklich besseres Wetter aussuchen sollen für eine solche Aktion, aber mal schauen. Um halb 9 geht es los. Der Busfahrer gibt freundlicherweise noch ein paar Informationen zur ganzen Ölindustrie hier oben in Prudhoe Bay. Es ist schon eindrücklich und spannend, aber auch erschreckend zu sehen, dass das ganze Land hier einfach mit kahlen, grauen Gebäuden von unzähligen Ölfirmen übersäht ist. Aber wie soll man sagen, ohne die Ölindustrie gäbe es hier vermutlich die Strasse nicht und wir könnten uns auch nicht so wie aktuell fortbewegen. Was jedoch ziemlich krass ist, dass die Ölfirmen über den Staat, den Einwohner Alaskas jährlich eine Prämie zahlen, damit sie dort bohren dürfen und diese dafür wohl positiv gestimmt deren Aktivitäten gegenüberstehen. Als wir am Ozean ankommen, ist es trotzdem sehr speziell an diesem Ort zu sein. Auch wenn es nicht ganz der Vorstellung vom “mit Eisbroken übersähtes Meer und wandernden Polarbären” entspricht, hat es doch etwas mysthisches. Manuela will nun definitiv baden gehen, was auch ein paar andere Teilnehmer tun. Auch wenn das Wasser kalt ist, die Luft ist kälter und so ist eher das Ein- und Aussteigen sehr kalt, dafür das Wasser angenehmer. Nach dieser richtigen Abkühlung und bestaunen des arktischen Ozean geht es wieder mit dem Bus zurück. Unterwegs können wir sogar noch das ein oder andere Karibu betrachten, was wir im Firmengelände doch nicht erwartet hätten. Es treibt sich auch ein Braunbär in der Gegend herum, weshalb man aufpassen soll und ein Murmel ist als “Gesucht” ausgeschrieben mit 69 Dollar Prämie, da es offenbar jemanden ärgert. Wieder beim Auto machen wir uns bald mit Molly auf den Rückweg, und heizen kräftig, damit Manuela wieder ein wenig warm bekommt. Wir machen einen Abstecher beim Galbraith Lake, wo wir den Campingplatz anschauen und die tolle Umgebung. Die vielen Moskitos haben uns jedoch sofort gezeigt, dass wir zuerst das Flachland verlassen sollen, bevor wir uns irgendwo zum Campen niederlassen. Als wir beim Atigun Pass ankommen, ist es zudem noch ziemlich stark am regnen, aber zumindest gibt es hier bereits viel weniger Moskitos. Wir fahren noch ein Stück weiter, vorbei an den Sehenswürdigkeiten wie dem Finger Mountain oder dem Sukakpak Mountain. Etwas vor Wiseman finden wir ein schönes Übernachtungsplätzchen am Fluss. Am Abend sehen wir eine ganze Schar Hasen, welche sich nahe bei uns tummeln. Vermutlich sind es Schneehasen, denn diese haben im Sommer ein braunes Fell und die Unterscheidung ist etwas schwierig.

Am heutigen Tag ist Wiseman unser erstes Ziel. Es liegt fernab des Highways, idyllisch gelegen zwischen den Bergen. 4 Meilen geht es über eine ziemlich schlechte Schotterpiste bis wir Wiseman erreichen. Das Dörfchen sieht ziemlich traditionell aus, was wohl daran liegen mag, dass es noch einige Bewohner gibt, die immer, also auch während des harten Winter, hier wohnen. Nach eingehender Begutachtung des hübschen Dörfchen, gehen wir weiter in das nahegelegene Coldfoot, primär um aufzutanken. Wir haben jedoch erfahren, dass es in Coldfoot offenbar auch ein nettes Besuchercenter gibt, weshalb wir noch kurz einen Abstecher dorthin machen. Das Besucherzentrum ist erstaunlich schön eingerichtet, und es gibt viele interessante und nützliche Informationen. Nach einer Weile machen wir uns jedoch wieder auf den langen Weg zum Anfang des Dalton Highways. Das Wetter ist leider ziemlich regnerisch, aber wir kommen trotzdem sicher zurück zum Beginn des Dalton Highways. Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben mit Molly ohne Komplikationen diese Strecke zu befahren. Wir verbringen einen ruhigen Abend auf der Raststätte etwa 40 Meilen von Fairbanks entfernt, wo wir bereits am ersten Tag übernachtet haben.


English Version

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26.07.2018 – 02.08.2018

Border – Chicken – direction Tok

Just after the border crossing, which is located in the middle of the nature and there are only a few houses, we can even spot another herd of Caribou. A bit later a Moose walks along the street, but disappears to fast to take a picture. We drive on a surprisingly well-maintained street within a wonderful surrounding. But when we pass the turn to Eagle, where we drive in direction Chicken, the street is very bumpy. But Molly makes it without problems. In Chicken we have a good coffee and visit this funny made village. After we stayed a while here, we continue the journey and realize the streets are by far better now. There is not much going on the streets and we can drive relaxed along an amazing surrounding. Nearby a mountain, which is very beautiful, so we think about resting for tonight here. But we continue to drive to an overnight place nearby Tok. This we almost miss it, as the access is quite hidden. We are in the middle of a field, which is surrounded by forest. Even when the view is a bit restricted, the place is very beautiful and we can enjoy a calm evening.

Direction Delta Junction

When we finish our morning coffee with beautiful weather, we make first a few miles to Tok. Arrived there, we fuel Molly up and buy some ice for the freezer. Then we go in the little grocery store to buy a few items and continue in direction Fairbanks. But this is still quite far so we decide to camp at least once before Fairbanks. The landscape today isn’t very spectacular, why we only stop a few times. We reach the Gerstle River quite early and as this is the perfect spot, we decide to camp here. We use the afternoon on washing Molly and writing blog. Then we have dinner with an amazing view close to the river.

Journey to Fairbanks

Today, we want to reach Fairbanks with a stop in Delta Junction. There it seems like a village parade takes place right now. Police, Firefighters and private vehicles drive slowly in a row on the street and the firefighters even splash some cold water to the people. Our goal is the library of the city, as we heard there is good free wifi, which we can use for uploading pictures and communication. Although, the library is closed, the wifi is strong enough that it reaches the parking lot, so we end up staying there a few hours. Then we go slowly direction Fairbanks. There we inform us at the visitor centre about the Dalton Highway. We want to drive there up in the next few days to reach Deadhorse and the arctic ocean in Prudhoe Bay. Therefore, we buy first some food at Walmart and have a shower at a laundry service. Well equipped and refreshed we already leave Fairbanks to drive in direction of the Dalton Highway. On a big parking lot, at the beginning of a few trailheads, we stay for the night.

Dalton Highway

After breakfast we continue our journey to the Dalton Highway, which is only 40 miles away. Having two spare tires and confidence we reach the 414 miles long Dalton Highway to Deadhorse. The road is first unpaved but in quite good condition, even better than the paved sections, which has from time to time dangerous huge potholes. First, we pass the Yukon Crossing, the only bridge in Alaska, which goes over the Yukon river. There is a truck stop and we have to look twice, when we realize shocked about the fuel price, 5.5 Dollars for a gallon, which costs in Alaska usually 3 and something. Anyway, we fuel up to be sure to reach the next place with gas, Coldfoot. It’s a bit strange for us, as Deadhorse and Prudhoe Bay has the main oil source of the USA, but on the way there the fuel is unimaginably expensive. The oil pipeline is a travel companion as it goes beside the Highway. But without the industry the street probably wouldn’t exists, as the main reason was the oil to build it. A few years later the oil companies give the street to the government and therefore it’s open for public now. Quite intelligent, as now it’s the task of the government to maintain the road. But it’s kind of impressive how much oil flows each day to Valdez in the south of Alaska. It’s around 400’000 Barrel a day, but at its peak time it was 2’000’000 Barrel. A few miles further, we reach the finger mountain. The mountain, which according to the story, shows the pilots in earlier days on bad weather the way to Fairbanks. First, we have a picnic there, then we walk a bit around the theme park and have a closer look to the mountain. On the way we find many blueberries, why we decide to return with a box and pick some of them. Then we continue our drive through a flat and swampy area until we reach the imaginary line of the Arctic Circle. Here starts the arctic line, where you can see the midnight sun around solstice. Although the solstice was already a while ago, we have almost for a week the feeling, that the sun never sets. There is a small theme path and a campsite. But we decide keep going and soon we reach the Gobblers Knob, which provides a nice view to the Brooks Range. The funny name of this mountain pass is given by truck drivers, who gave some significant points a name. On the way we pass for example the “Beaver Sledge”. A little bit later we reach the place, where we decide to stay for tonight. After we make it comfortable for us, we hear a loud noise and we think first it’s a propeller plane. Therefore, we are quite astonished when we realize it’s a water vehicle, a hovercraft. We realize the immense power when it leaves, then we have to hold the bars of the awning for not blowing it away, as it shakes everything even the table.

After breakfast we drive in the nearby village Coldfoot, where we surprisingly fueling up for almost one dollar cheaper per gallon. The name Coldfoot is given by some gold seekers, who got cold feet, when they reached this place. There is not much, but a little workplace for cars. We realized the valve is broken of one spare tires, so the mechanic can change it immediately. Then we continue to the Sukakpak Mountain, where we pass the last spruce, as they can’t grow further north. No trees are growing further north as there is not enough sunlight for the photosynthesis. At the moment it’s hard to imagine as it seems to be always daylight, but in winter is the opposite. We head on to the Atigun Pass where we hope to see a Dall Sheep for the first time. But unfortunately not, but even the view and the pass itself is breathtaking. After the pass we reach a very wide, flat area and we assume being able to see about 1000 miles wide. Arctic Tundra. Only few species can survive this harsh clima. By temperatures of -40 celsius in winter, there is the arctic fox, lynx, a kind of marmot, hare, polar bear and muskoxen. Even when the flat land is a bit monotonous, it’s still special. But there is something else the flat / wet land brings, mosquitos and really a lot of them. When we stop at the Happy Valley and on another viewpoint, we can’t estimate how bad the mosquitos are. But, when we reach our overnight place, about 50 miles from Deadhorse away, on a little hill, we are surrounded by thousands of mosquitos. Therefore, we immediately take out the awning and the mosquito net, to be able to cook. We almost can’t describe how bad the mosquitos there are, as we never experienced it in that way, so we made a video;-). We still spend a nice evening, we can even spot a caribou and can watch the midnight sun. It is very impressive to see a sunrise at 00.30.

This morning is not very comfortable, as we let hang our mosquito net outdoors and forgot to close one side. So the net is filled with mosquitos now and we move on directly without breakfast. We reach today Deadhorse, the end of the official street, the Dalton Highway. On the way we see some muskoxen, which we didn’t expect to see, a few more caribous and some big orange sandhill cranes. The Franklins Bluff, a significant rock formation we can see a bit before Deadhorse, has a very nice color. It’s only noon when we reach Deadhorse and we hope to join the tour to the Arctic Ocean in the afternoon. Around two miles before Deadhorse is a shanty pension, which sells tickets to the arctic ocean. When you enter it, the first sign says, take off your shoes or cover your shoes with plastic bags. The woman in the office tells us that we can only subscribe for the shuttle one day in advance. With 69 dollars it’s quite a high price for a shuttle which takes altogether 1.5 hour and it’s not a tour. But unfortunately we are not allowed to enter by vehicle or by foot the last 10 kilometers to the Arctic Ocean. If we are already here we don’t let take us the fun of going to the Ocean, why we buy two tickets for tomorrow morning. Since this morning the temperature dropped and we use the occasion to drive into Deadhorse and have a coffee. Deadhorse isn’t beautiful at all, but we didn’t expect anything else as the village only exists for the oil industry. It looks like the village is just a factory with a lake in the middle. There are three places to stay and the ticket office is one of them. The other two “hotels” should have coffee and we choose one. It looks like a huge mensa and we just expect at the end a cashier station. So we take two coffees, but there is no place to pay and sit down for a few hours, as there is really not much to do. When we leave, we go to the reception to pay for our coffee, but the lady there surprisingly says, she won’t charge us just for a coffee. How nice is that. Now, we go to fuel up, as we are not sure if we have enough to reach Coldfoot. We find the obviously cheaper gas station, but to say it’s not cheap at all with 5 dollars per gallon. But there is a sign, that the fuel station is broken and either we need to call someone or go to the other gas station. Luckily, a truck driver can help us and he fills Molly up with his own gas. Unfortunately, we can’t say how much, so he just fill, which is a bit pricey. Anyway, we need some gas and the nice mechanic even check our tire pressure and fill the necessary amount of air. During that, we have a good chat with the guys in the office, before we head to our overnight place. It’s basically only a big gravel pullout nearby a river a bit off the road, where we park Molly. The mosquitos are not too bad, which is probably because of the colder weather now. We spend a relaxing afternoon and evening. Just when we packed our stuff and want to sleep because it’s just too cold to stay outside, a driver, who parked beside us, comes to us. He slept in and forgot to turn out the light, so he was wondering if we have a starter cable. We realized, he drove here and even didn’t left the car. Sure we can help, now we finally can use the starter cable the first time since we’ve bought it. We have a chat for quite a while and he is a guide in the Brooks Range. In the later evening we meet three other guys on a motorbike, they also drove up the street, which is quite impressive as it seems to be much harder for them to drive it up.

Today, we need to get up early, as we have to reach the pension for the shuttle at 8.15 am. Although it’s very cold outside, Manuela put on her swimsuit, just in case we are allowed to swim in the Arctic Ocean and she is in the mood for that. Hanspeter thinks it’s a silly idea and he don’t do so. Sure, there could definitely be better weather for such a swim, but we will see. At 8.30 the shuttle moves on and the driver even gives some information about Prudhoe Bay and the oil industry. It’s very impressive and interesting, but also a bit shocking to see the whole landscape covered with grey buildings from different oil companies. But how to say that, without the industry, the road wouldn’t exist and we couldn’t move on without oil. But it’s kind of strange that the oil company, finally the government, pays the inhabitants of Alaska yearly some money, as a compensation of oil thrilling and probably that they’re positively thinking about what the oil industry does. When we reach the Arctic Ocean it’s still special to be at this place. Even if it doesn’t exactly match with our imagination of “sea covered with ice bulks inside and some polar bears”, but it is still a bit mythic. And Manuela definitely wants to swim, like some other participants. Even when the water is cold, the air with the strong wind is colder, so to get in and out is hard, but not really to go into the water itself. After this real refreshment and stunning at the Arctic Ocean we go back by bus. On the way we can even spot some caribous, what we wouldn’t expect on this industry area. There is also a Brown Bear around, why we should be careful when camping in the area. A marmot is “wanted – dead or alive for 69 dollars”, as it seems to annoy someone around here. Back in the van, we head back and heat, that Manuela gets warm. We have a look at the Galbraith Lake, where we check the campsite out and gaze at the amazing surrounding. The many mosquitos show us definitely that we have to leave the flat area, before we camp. When we reach the Atigun Pass, heavy rain starts, but at least there are by far less mosquitos. We still continue for a while, pass the Sukakpak Mountain and Finger Mountain. At the evening we see a bunch of probably snowshoe hare, they’re quite close to us and cute. We guess they’re snowshoe hare, although is difficult to say, as they have a brown fur in summer too.

Our first goal today is Wiseman. It’s a village off the highway about 4 miles on a quite bad, bumpy unpaved road. The village itself looks very traditional, which is probably because some inhabitants still living there year round, even during the strong winter. Afterwards, we move to Coldfoot, where we fuel up and we heard a nice visitor center should be here too. So we make us on the way over there. The visitor center is really nice equipped, and we get many interesting and useful information. After a while we drive the long way back the Dalton Highway. The weather is still rainy, but we make it safe to the beginning of the Dalton Highway. We are very happy to do it without any issues and are quite proud of Molly. We spend a calm evening at the rest area about 40 miles from Fairbanks away, where we already stayed the first night.

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