New Zealand 3: Stewart Island

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07.03.2019 – 13.03.2019

Oban 07.03.2019

Heute ist Regen angemeldet und wir verwenden den Tag, um zu planen, was wir überhaupt auf der Insel anstellen wollen. Es gibt einige Wanderungen, aber wie erwartet, haben alle ihre Vor- und Nachteile. Der Spannendste wäre der ca. 10-tägige Northwest Circuit, aber das ist uns doch etwas zu lang. Wir entscheiden uns schlussendlich dieser Route bis zu einem bestimmten Punkt zu folgen, von wo aus wir auf den Mt. Anglem gelangen können. Dieser ist mit knapp 1000 Höhenmeter, der höchste Berg von Stewart Island. Wir gehen daher ins Dörfchen Oban, um im Visitor Center die erschwinglichen Hüttentickets von 5 Dollar pro stück zu kaufen, welche man benötigt, um die Einrichtungen benutzen zu dürfen. Wir wollen natürlich wieder campen, aber falls das Wetter nicht mitspielt, ist eine Hütte bereits als geschützter Kochplatz viel wert. Zusätzlich gehen wir für die nächsten Tage einkaufen und unser Fährticket umbuchen, da wir ja jetzt wissen, wie lange wir auf der Insel bleiben wollen. Obwohl es regnet, können wir erstaunlich viele, süsse kleine Pinguine (little blue penguins) im Meer beobachten. Wir haben gestern bereits den ein oder anderen bei unserer Ankunft gesehen, aber nur kurz und heute scheinen sie gerade ihr Mittagessen zu fangen. Danach wollen wir eigentlich noch etwas Oban erkunden, da es aber gerade so stark regnet, warten wir ein wenig. Gegen Abend machen wir uns nochmals auf die Socken und laufen zuerst dem Great Walk “Rakiura Track” entlang und schlagen dann den Weg “Ryans Creek” bis zur nördlichen Küste ein, wo wir einen hübschen Ausblick haben. Wir sehen und vorallem hören viele Tiere, und geniessen die Atmosphäre sehr. Leider ist es bereits am Eindunkeln und wir entscheiden uns nach einer Stunde wieder umzukehren. Der restliche Abend verbringen wir gemütlich auf Allens Camp und kochen eine leckeres, reichhaltiges Abendessen, bevor wir die nächsten Tage genau auf unsere Essensvorräte achtgeben müssen. Heute ist es enorm kalt, aber in der kleine Kochhütte von Allen gibt es einen Ofen der mit Holz betrieben wird und Hanspeter nutzt die Gelegenheit und feuert schön ein.

Wanderung Oban – Bungaree Hut 08.03.2019

Wir stehen heute früh auf und packen unsere Sachen. Glücklicherweise dürfen wir unser überflüssiges Gepäck bei Allen einlagern, so müssen wir nur das Notwendigste mitnehmen. Da es diese Nacht jedoch so dermassen kalt wurde, packen wir unsere Wintersachen mit ein. Wir Frühstücken gemütlich und verabschieden uns so gegen 10 Uhr von Allen. Wir wollen heute zur Bungaree Hütte laufen, die mit guten 20 Kilometer ziemlich weit entfernt liegt. Zuerst aber müssen wir die 4 Kilometer zum Ausgangspunkt hinter uns bringen, der uns an den ein oder anderen interessanten Ort vorbei führt. Nicht schlecht staunen wir, als wir im gefühlten Nirgendwo einer kaum befahrenen Strasse eine Ecke voller WC-Schüsseln finden. Diese sind irgendwie kunstvoll hergerichtet und es sieht ziemlich lustig, wenn auch etwas schräg aus. Danach führt uns der Weg an den ersten Strand, dem Horseshoe Bay. Hier machen wir die erste kurze Pause und geniessen die Aussicht an diesem wunderschönen Tag. Sowieso sind wir ganz begeistert von der tollen Natur auf Stewart Island. Nachdem wir einen kleinen Hügel bewältigt haben, sind wir endlich am Ausgangspunkt des eigentlichen Wanderwegs. Dieser ist auch der Startpunkt zu einem 3-tägigen Greatwalk und wie man es von diesen Wegen nicht anders kennt, ist auch dieser wunderbar ausgebaut. Wir kommen daher relativ schnell vorwärts und geniessen die schöne Aussicht auf die verschiedenen Traumstrände, an welchen wir alle paar Kilometer vorbeikommen. Wir sehen und hören auch aller Gattung an Vögel, was sehr eindrücklich ist. Wir sehen sogar einen Albatross, der um ein Fischerboot kreist und im Wald bekommen wir einige Tui-Vögel (Schwarz/blaue Vögel mit weissem Kragen) zu Gesicht. Nach 13 Kilometer erreichen wir die erste Hütte, Port William und Abzweigung des Great Walks. Wir setzen die Wanderung der Küste entlang fort und sind erstaunt, wie sich die Wegbedingungen schlagartig ändern. Kein angenehmer Holzsteg mehr, und wir müssen uns durch Matsch kämpfen und dabei aufpassen, dass wir nicht absinken. Wir versuchen unsere Füsse möglichst trocken zu halten und so machen wir einen richtigen Slalom. Die ersten 500 Meter sind jedoch rückblickend mit Abstand die Schlimmsten und wir nehmen schon an, dass man die Leute hier vor der Wanderung abschrecken will. Aber auch danach muss man immer aufpassen nicht zu stolpern, im Matsch zu versinken oder in den kleinen Bächen ein Fussbad zu nehmen, wenn man diese überquert. Aufgrund des schlechten Weges geht alles etwas langsamer und wir sind bis am Schluss so ziemlich geschafft. Bei der Hütte angekommen ist der Bär los, denn es hat sich eine 10-köpfige Gruppe von Fischer, Taucher und Jäger für eine Woche eingemietet. Die haben wirklich alles dabei, sogar einen eigenen Kühlschrank. Da sie nicht mehr als die Hälfte der Hüttenunterkünfte besetzen dürfen, haben sie noch ein paar Zelte aufgestellt. Wir haben einen netten Platz auf den Sanddünen etwas vor der Hütte entdeckt und stellen unser Zelt dort auf. Die Gruppe ist jedoch sehr freundlich und offerieren uns Bier sowie Liquor, frische frittierte Fische, die Hanspeter sehr lecker findet und Pommes. So verbringen wir einen etwas unerwartet turbulenten Abend, aber es ist trotzdem sehr gemütlich da. Wir freuen uns aber auch schon auf die nächste Hütte mit einem ruhigeren Abend.

Wanderung Bungaree Hut – Christmas Hut 09.03.2019

Heute früh erwachen wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, den wir von unserem Zelt aus geniessen können. Danach packen wir unsere Sachen und Frühstücken ordentlich bevor wir uns auf den Weg in Richtung Christmas Hut machen. Vom hervorragenden Wetter von gestern ist nicht mehr viel übrig, denn es ist bedeckt und scheint, als wolle es jeden Moment zu regnen beginnen. Zuerst führt uns der Weg etwas steil durch tiefen Wald, danach gibt es ein hübsches, längeres Stück am Meer entlang, wo wir einige Wasservögel beobachten können, bevor es über eine Brücke wieder in den Wald geht. Am Ende des Strands legen wir unsere Mittagspause ein, wobei wir uns aber etwas beeilen müssen, denn genau jetzt beginnt es zu regnen. So ziehen wir weiter und hoffen nicht allzu Nass, die Christmas Hut zu erreichen. Die weitere Strecke verläuft eine lange Zeit durch den Wald und führt auf und ab. Wir haben auf unserer Karte jedoch die falsche Hütte markiert, was wir merken, sobald wir meinen das Ziel erreicht zu haben. Leider geht es danach noch weitere 1.5 Kilometer, aber als wir an den Strand kommen ist das Ziel ebenfalls erreicht. Wir sehen von weitem ein paar Fischer, die wohl in der Hütte hausen, aber sonst ist hier nichts los. Da wir etwas schwitzen, entscheiden wir uns im erfrischenden Meer kurz etwas abzukühlen. Als wir rauskommen müssen wir uns vorsehen, nicht von den Sandfliegen gefressen zu werden und verschwinden so schnell es geht in der Hütte. Unser Zelt können wir vor der Hütte auf einer Grünfläche aufbauen und wir verbringen einen angenehmen restlichen Nachmittag hier. Die Fischer, die wir vorher von weitem gesehen haben, ist eine ganze Familie aus den Staaten, genauer gesagt aus Maine, wobei die Mutter ursprünglich Peruanerin ist. Sie sind schon über ein halbes Jahr in Neuseeland unterwegs, haben fast die ganze Südinsel zu Fuss bereist, über den Te Akora Trek und wollen den Nordwestcircuit absolvieren. Im Moment warten sie jedoch auf Verpflegung, denn sie haben zwei der Söhne (von insgesamt vier) mit dem Bootstaxi gestern losgeschickt. Da aber das Meer im Moment so rau ist, kann dieses heute nicht anlegen und sie hoffen, dass sie morgen kommen werden. Der Vater der Familie brät Fisch auf heissem Stein und da sie so viel gefangen haben, kommt auch Hanspeter heute in Genuss von viel leckerem frischem Fisch. Neben der Familie hat es noch ein weiteres Pärchen und eine ältere australische Frau, die alleine unterwegs ist und mal schauen will, wie weit sie kommt. Wir verbringen alle zusammen einen sehr gemütlichen Abend.

Mount Anglem 10.03.2019

Das Wetter sieht heute leider noch schlechter aus als gestern. Wir wollen jedoch den Mt. Anglem besteigen und hoffen, dass sich der Himmel am Nachmittag noch aufklaren wird. Daher gehen wir den Morgen gemütlich an und warten ab. Das amerikanische Pärchen will heute ebenfalls auf den Mt. Anglem und geht etwas nach 10 Uhr los. Wir entscheiden uns ebenfalls etwa gegen 11 loszuziehen und hoffen auf Besserung. Zu sagen ist, dass es nicht regnet, jedoch vermutlich der Berg in den Wolken steht. Der Aufstieg ist bis zur Hälfte ziemlich gemütlich, aber nachdem wir aus dem Wald kommen, ändert sich das Schlagartig. Es ist sehr sumpfig und matschig, so müssen wir wieder ziemlich stark Slalom laufen. In einem unachtsamen Moment rutscht Manuela aus und landet mit einem Bein gerade Knietief in einem Schlammloch. Das ist ziemlich ärgerlich, aber was solls. Mittlerweile sind wir im Nebel und durch die Nässe werden die Schuhe und Hosen wieder etwas gewaschen. Je weiter hoch wir kommen, desto kälter wird es und wir sind froh unsere Wintersachen dabei zu haben. Es wird auch immer steiler und steiler, aber nach etwa 3 Stunden haben wir den Gipfel erreicht. Oder wir vermuten zumindest, dass wir da sind, denn sehen tun wir nichts. Wir ziehen unsere wärmsten Sachen an, denn es ist kalt zwischen Nieselregen und dichtem Nebel. Eigentlich sollte noch ein See in der Nähe sein, aber davon ist nichts zu sehen. Wir picnicen an einer etwas windgeschützten Stelle und warten über eine Stunde darauf, dass sich der Nebel hier oben etwas aufklart. Leider zeichnet sich keine Besserung ab, was uns etwas enttäuscht und wir machen uns auf den beschwerlichen Abstieg. Eigentlich haben wir ja gewusst, dass wir heute nichts sehen werden, aber leider können wir uns nicht einfach einen anderen Tag dafür aussuchen, denn morgen geht es bereits wieder zurück nach Oban. Gegen 5 Uhr erreichen wir unsere Hütte, wo wir uns eine heisse Schokolade zubereiten und es uns gemütlich machen. Die Stimmung bei der amerikanischen Familie ist etwas gedämpft, da sie langsam genug davon haben, sich nur von Fisch zu ernähren und das Bootstaxi beim heutigen Wetter wieder nicht anlegen kann. Daher ist die Freude umso grösser, als die beiden Söhne am späteren Abend mit einer unmenge an Gepäck trotzdem noch eintreffen. Denn das Bootstaxi konnte sie nicht zur Christmas Hut bringen, aber dafür zur Bungaree, von wo aus sie den ganzen Weg mit den schweren Rucksäcken zu Fuss hinter sich gebracht haben. Die Freude bei der Familie ist gross und so können sie morgen den Northwest Circuit fortsetzen. Wir plaudern bis spät am Abend mit ihnen und verbringen einen sehr gemütlichen Abend.

Christmas Hut – Port William 11.03.2019

Heute heisst es wieder umkehren, denn ein Bootstaxi können und wollen wir uns nicht leisten, da dies je weiter wir sind umso teurer ist. Mit noch zwei weiteren Stationen hätten wir locker 200 Neuseelanddollar abgedrückt und daher, geht es denselben Weg wieder zurück den wir gekommen sind. Wir stehen früh auf, packen unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von der netten Familie. Heute ist wieder wunderschönes Wetter und wir machen uns munter auf den Rückweg. Da wir den Weg jetzt schon besser kennen, kommen wir ziemlich schnell vorwärts. Gegen 2 Uhr Nachmittag sind wir bereits bei der Bungaree Hütte, aber irgendwie haben wir nicht gross Lust, wieder einen Abend bei der lauten Gruppe zu verbringen und ziehen weiter. Wir haben die Hoffnung, dass wir vielleicht noch einen Kiwi sehen könnten, aber die sind scheu und kommen nicht in die Nähe von Lärm. Zudem haben wir das Gefühl, dass wir morgen den langen Rückweg reduzieren können und ziehen daher weiter. Gegen Abend erreichen wir Port Williams, wo wir unser Zelt aufstellen können. Wir waren uns ziemlich sicher, den Kiwi-Vogel unterwegs gehört zu haben. Aber leider haben wir ihn nicht gesehen. Wir bereiten daher zuerst unser Abendessen zu und entscheiden uns mit dem restlichen Wein, den wir noch dabei haben, etwas in den Wald zu gehen und schauen, ob wir vielleicht noch das ein oder andere Tier erblicken können. Wir finden ein gemütliches Plätzchen, wo wir uns hinsetzen können, halten uns still und warten. Nach etwa einer halben Stunde meinen wir jemanden zu hören der Schnupfen hat. Als es jedoch näher kommt tippen wir auf ein Pferd oder sowas, da es immer so speziell schnaubt. Plötzlich merken wir, dass das Tier ganz nah bei uns sein muss und Hanspeter zündet mit der Taschenlampe in den Wald, da es ja schon ziemlich dunkel ist. Da ist ein Reh, nur ein paar Meter von uns entfernt. Es erschreckt sich jedoch ein bisschen und geht auf Abstand. Aus der Ferne können wir es noch etwas beobachten, bis es sich komplett aus dem Staub macht. Das war zwar kein Kiwi aber trotzdem sehr eindrücklich. Da die Lichtverhältnisse jedoch schlecht sind, war es unmöglich ein Foto zu schiessen, was aber nur halb so tragisch ist. Nun ist es stockdunkel und wir machen uns auf den Rückweg. Wir hören immer wieder Geräusche, die auf Kiwis hindeuten, aber es ist so schwierig die zu sehen. Plötzlich aber hören wir es wieder und Hanspeter leuchtet mit der Taschenlampe in den Wald, wo es etwas übersichtlicher ist. Tatsächlich, wir können es kaum glauben, aber da ist ein Kiwi im Gebüsch. Wir beobachten ihn eine Weile aus der Ferne. Danach entscheidet sich Hanspeter sich ihm etwas zu nähern und schafft es sogar ein Foto, und vorallem ein Video zu machen. Der Kiwi reagiert nicht auf Licht, was uns etwas erstaunt, dafür umso mehr auf Geräusche. Bei jedem Schritt sieht er sich um und schlussendlich verschwindet er im Gebüsch. Was für ein Abend. Wir sind ziemlich überwältigt vom tollen Erlebnis und machen uns zurück auf den Campingplatz, wo wir noch einige andere Nachtaktive Tiere sowie einen weiteren Kiwi hören können. Es ist schon spät und wir gehen bald darauf schlafen.

Port William – Oban 12.03.2019

Auch heute starten wir mit strahlendem Sonnenschein in den Tag. Nachdem wir gefrühstückt und unsere Sachen gepackt haben, geht es zurück nach Oban. Irgendwie zieht sich heute der Weg in die Länge. Auf dem Hinweg kam es uns wohl kürzer vor, aber etwa um 11 Uhr erreichen wir den Ausgangspunkt. Hier picnicen wir gemütlich, bevor wir die letzten paar Kilometer auf uns nehmen. Wir spüren unsere müden Beine und wollen keine steilen Aufstiege machen, wenn nicht notwendig. Als wir daher wieder am Horseshoe Bay ankommen, nehmen wir nicht den direkten Weg, sondern meinen wir können einen etwas flacheren, dafür weiteren Weg nehmen. Als wir jedoch auf dem Hügel stehen, scheint es nicht mehr weiter zu gehen, denn hier gibt es nur noch zwei Anwesen, welche mit Privat ausgeschildert sind. Von einem Weg haben wir nichts gesehen. So müssen wir wohl oder übel wieder zurück, wobei wir unterwegs noch einen Waldweg gesehen haben, der eigentlich in die richtige Richtung führen würde. Nur macht dieser einen ziemlich grossen Umweg und wir dürfen wieder durch den Matsch stapfen. Nachdem wir über eine halbe Stunde dem Weg entlang laufen und immer noch nicht auf dem Hauptweg landen, den wir kennen, beginnen wir plötzlich zu zweifeln, ob wir richtig sind. Es kann aber fast nicht sein, da Oban so klein ist, kann man sich nicht verlaufen. Schlussendlich siehe da, mit einer Stunde Verspätung, gelangen wir wieder in die uns bekannte Strasse und sind nicht mehr weit von Allen entfernt. Als wir beim Campingplatz ankommen, gönnen wir uns zuerst einmal eine dringend notwendige Dusche, stellen unser Zelt auf und plaudern etwas mit Allen, der meinte, dass wir doch noch lange Weg waren. Da morgen wieder schlecht Wetter gemeldet ist, gehen wir am späteren Nachmittag nochmals in die Stadt in der Hoffnung noch eine Überfahrt zur Ulva Island zu kriegen. Ja eigentlich mögen wir ja nicht mehr, aber da diese Insel ein wahres Vogelparadies sein soll, möchten wir das doch noch sehen. Die Dame vom Visitor Center meint jedoch, dass die letzte Rückfahrt um 17.00 Uhr ist und sich deshalb zum jetzigen Zeitpunkt eine Überfahrt kaum noch rentiere. Zudem seien die Vögel in der Regel sogar tiefer unten, wenn es regnet und daher eigne sich ein Schlechtwettertag gut. Wir buchen daher eine Überfahrt für morgen früh um 9 mit Rückfahrt um 13.00 Uhr. Danach kaufen wir uns ein leckeres Zvieri ein und machen einen Spaziergang zur Golden Bay, wo wir dieses genüsslich verspeisen. Danach besuchen wir den Observation Rock, welcher nochmals ein kleiner Aufstieg ist, wir aber dafür eine prächtige Aussicht auf die Umgebung haben, bevor es wieder zu Allen auf den Campingplatz geht. Hier bereiten wir uns ein leckeres reichhaltiges Abendessen zu und erholen uns von den letzten, etwas anstrengenden Tagen.

Ulva Island 13.03.2019

Heute um 7 Uhr aufstehen, ist ziemlich hart. Wir hätten so gerne ausgeschlafen, wollen aber die kleine Ulva Island noch besuchen. Wir frühstücken gemütlich und machen uns auf den Weg zur Fährstation. In nicht einmal 5 Minuten sind wir auf der Insel und haben nun fast 4 Stunden Zeit, diese zu erkunden. Wir merken schnell, dass man hier noch viel mehr Vogelgesang hört, als auf der Stewart Island. Das liegt wohl auch daran, dass es hier keine natürlichen Feinde für die Vögel gibt und sie in aller Ruhe leben können. Wir sehen alle möglichen Vögel, wobei es nicht so einfach ist, diese vor die Linse zu kriegen. Wir sehen insbesondere den Papagei, Kaka, welcher dem Kea ziemlich ähnlich sieht und nicht einen minder spitzen Schnabel hat. Leider hat der Kamera Akku vom vielen Fotografieren und Filmen den Geist aufgegeben, was ziemlich ärgerlich ist. Die Strände hier sehen traumhaft aus, auch wenn es nicht unbedingt badewetter ist. Wir verbringen viel Zeit mit dem Beobachten der Vögel und geniessen es sehr, sodass wir fast die Zeit vergessen. Es reicht uns gerade so die Rundwege zu machen und gehen in den letzten 5 Minuten auf einen Aussichtspunkt den wir beinahe vergessen hätten. Das war wirklich schön. Wieder zurück beim Boot können wir sogar noch ein paar der kleinen Blauen Pinguine beobachten, was immer wieder eine willkommene Überraschung ist. Nachdem wir angekommen sind, geht es schnurstracks zu Allen, wo wir unser Zelt abbauen und unsere sieben Sachen packen. Eigentlich haben wir die Fähre um 5 Uhr gebucht, haben aber gesehen, dass es um 3 Uhr noch eine gibt. Wir müssen danach noch mit Autostopp nach Invercargill zu einem Zeltplatz kommen, weshalb wir es bevorzugen, nicht allzu spät anzukommen. Zudem müssen wir für die nächste Region, der Catlins, noch planen und vorallem einkaufen, weshalb es umso mehr Sinn macht, zeitig wieder zurück zu sein. So heisst es nun wieder Abschied nehmen von der tollen Insel und Allen mit seinem wunderschönen Campingplatz. Wir haben es wirklich sehr genossen hier. Als wir beim Fährterminal ankommen, können wir problemlos unser Ticket auf 3 Uhr umbuchen und sind so auf der früheren Fähre. Wir treffen sogar noch ein Pärchen, das wir am letzten Abend der Wanderung bei Port Williams getroffen haben und sie bieten uns an, uns nach Invercargill mit dem Auto mitzunehmen. Das ist natürlich perfekt, so müssen wir nicht mal Autostoppen. Sie setzen uns beim Supermarkt ab, so können wir gerade noch die Vorräte für die nächsten paar Tage kaufen, und gehen danach auf den nahegelegenen Campingplatz. Hier richten wir uns gemütlich ein, waschen unsere Kleider, bereiten ein sehr leckeres Abendessen zu und entspannen uns einfach mal.


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07.03.2019 – 13.03.2019

Oban 07.03.2019

Rain is in the forecast today and we use the day to plan what we want to do on the island at all. There are some walks, but as expected, they all have their pros and cons. The most exciting thing would be the 10-day Northwest Circuit, but that’s a bit too long for us. We finally decide to follow this route to a certain point from where we can get to the Mt. Anglem. This mountain is just under 1000 high meters, the highest mountain of Stewart Island. So we go to the village of Oban to buy at the Visitor Center the affordable $ 5 per night in the huts needed to use the facilities. Of course we want to camp, but if the weather is bad, a hut is already worth a lot as a sheltered place to cook. In addition, we go shopping for the next few days and rebook our ferry ticket for two days later, since we now know how long we want to stay on the island. Although it is raining, we can observe amazingly many, sweet little blue penguins in the sea. Yesterday we saw one or two on our arrival, but only briefly and today they seem to catch their lunch. After that we really want to explore some more of the village Oban, but since it is pouring rain, we wait a bit. Towards evening, we move on and first walk along the Great Walk „Rakiura Track“ and then take the path „Ryan’s Creek“ to the northern coast, where we have a pretty view. We see and especially hear many animals, and enjoy the atmosphere very much. Unfortunately, it is already getting dark and we decide to turn back after an hour. The rest of the evening we spend comfortably on Allen’s camp and cook a delicious, rich dinner before we have to pay attention to our food supplies the next few days. Today it is extremely cold, but in Allen’s little kitchen there is a wood-burning stove and Hanspeter takes the opportunity to fire up nicely.

Oban – Bungaree Hut 08.03.2019

We get up early today and pack our things. Fortunately, we are allowed to store our excess baggage at Allen’s place, so we have to take only the essentials. Since it was so cold last night, we pack our winter clothes. We have a nice breakfast and say goodbye to Allen at 10 am. Today we want to walk to the Bungaree hut, which is around 20 kilometers away. But first we have to pass the 4 kilometers to the starting point, which leads us to the one or the other interesting place. We are astonished, when we find in the middle of nowhere on the barely travelled road a corner full of toilet. These are somehow artfully arranged and it looks pretty funny, if a little bit oblique. Then the path leads us to the first beach, Horseshoe Bay. Here we take the first short break and enjoy the view on this beautiful day. Anyway, we are very excited about the great nature on Stewart Island. After we have mastered a small hill, we are finally at the starting point of the actual trail. This is also the starting point for the 3-day Greatwalk and as we know it from these trails already, it is wonderfully developed. Therefore, we come relatively fast forward and enjoy the beautiful view of the different dream beaches, where we pass every few kilometers. We also see and hear about all species of birds, which is very impressive. We even see an albatross circling a fishing boat and in the forest we see some Tui birds (black / blue birds with white collar). After 13 kilometers we reach the first hut, Port William where we leave the Great Walk. We continue the walk along the coast and are amazed at how the conditions change suddenly. No more pleasant boardwalk, and we have to fight through mud and be careful that we do not sink in. We try to keep our feet as dry as possible and so we make a real slalom. The first 500 meters, however, are by far the worst in retrospect, and we assume that they want to scare people off the hike. But even then you must always be careful not to trip, to sink in the mud or to take in the small streams a foot bath, if you cross them. Due to the bad way everything goes a bit slower and we are pretty exhausted until the end. When we arrives at the hut, it’s really busy, as it has rented by a ten-member group of fishermen, divers and hunters for a week. They really have everything with them, even their own fridge. Since they are not allowed to occupy more than half of the cabin accommodation, they have set up a few more tents. We discovered a nice spot on the sand dunes in front of the hut and set up our tent there. The group is however very friendly and offer us beer as well as liquor, fresh fried fish, the Hanspeter finds it very delicious and french fries. So we spend an unexpectedly turbulent evening, but it is still very comfortable. We look forward to the next hut with a quieter evening.

Bungaree Hut – Christmas Hut 09.03.2019

This morning we wake up with a beautiful sunrise, which we can enjoy from our tent. Then we pack our things and breakfasts properly before we make our way towards Christmas hut. There is not much left of yesterday’s excellent weather, as it is overcast and seems to start to rain at any moment. First, the path leads us steeply through deep forest, then there is a pretty, longer piece along the sea, where we can observe some waterbirds, before it goes over a bridge back into the forest. At the end of the beach we take our lunch break, but we have to hurry up a bit, because right now it starts to rain. So we move on and hope not getting too wet to reach the Christmas hut. The further route runs through the forest for a long time and leads up and down. However, we have marked the wrong hut on our map, which we notice as soon as we have reached the destination. Unfortunately, it continues for another 1.5 kilometers, but when we arrive at the beach, the destination is also reached. From a distance we see a few fishermen who probably live in the hut, but otherwise nothing is going on here. As we sweat, we decide to cool off a bit in the refreshing sea. When we come out we have to be careful not to be eaten by the sandflies and disappear as fast as we can in the hut. We can set up our tent in front of the hut on a green area and spend a pleasant rest of the afternoon here. The fishermen we’ve seen from far are a whole family from the States, more specifically from Maine, where the mother is originally a Peruvian. They’ve been to New Zealand for over half a year, traveling almost the entire South Island on foot, across the Te Akora Trek, and wanting to complete the Northwest Circuit. At the moment, they are waiting for food because they sent two of their sons (out of a total of four) by boat taxi yesterday. But since the sea is so rough at the moment, today it can not dock and they hope that they will come tomorrow. The father of the family roasts fish on hot stone and since they have caught so much, Hanspeter can enjoy a lot of delicious fresh fish. In addition to the family, there is another couple and an older Australian woman, who is traveling alone and wants to see how far she gets. We all spend a very comfortable evening together.

Mount Anglem 10.03.2019

Unfortunately, the weather today looks even worse than yesterday. However, we want to climb the Mt. Anglem and hope the sky will clear up in the afternoon. Therefore, we start the morning comfortably and wait. The American couple also wants to go to Mt. Anglem today and leave after 10am. We also decide to move on around 11am and hope for better weather. It is not raining, but probably the mountain is in the clouds. The climb is pretty comfortable up to half, but after we come out of the forest, it changes suddenly. It is very swampy and muddy, so we have to run pretty strong slalom again. In an inattentive moment, Manuela slips off and lands with one leg knee deep in a mud hole. That’s pretty annoying, but heck. In the meantime we are in the fog and by the wetness the shoes and trousers are being washed again. The higher up we get, the colder it gets and we are happy to have our winter clothes with us. It also gets steeper and steeper, but after about 3 hours we reached the summit. Or at least we suspect that we are there, because we do not see anything. We put on our warmest clothes because it’s cold between drizzle and thick fog. There should still be a lake nearby, but there is nothing to see. We picnic in a slightly sheltered place and wait more than an hour here hoping to clear up. Unfortunately, it doesn’t, which disappoints us a bit and we go on the descent. Actually, we knew that we will not see anything today, but unfortunately we can not just pick another day for it, because tomorrow it’s already back to Oban. At 5 pm we reach our hut, where we prepare a hot chocolate and make ourselves comfortable. The mood in the American family is a bit subdued, as they only have fish to eat and not be able to dock the boat taxi in today’s weather. Therefore, the joy is even greater, as the two sons still arrive later in the evening with a lot of luggage. Because the boat taxi could not bring them to the Christmas hut, but for Bungaree, from where they have hiked all the way with the heavy backpacks on foot. The joy of the family is great and so they can continue tomorrow the Northwest Circuit. We chat with them until late in the evening and spend a very comfortable evening.

Christmas Hut – Port William 11.03.2019

Today it means heading back, because we can not afford and do not want a boat taxi, because the further we are, the more expensive it is. With two more stations, we could easily have pulled off 200 New Zealand dollars and so, it goes back the same way we came. We get up early, pack up our things and say goodbye to the nice family. Today is beautiful weather and we are motivated for the way back. Now we know the way better, we’re getting on pretty fast. At 2 in the afternoon we are already at the Bungaree hut, but somehow we do not feel like spending another evening with the loud group and move on. We still hope we can see a kiwi, but they are shy and do not get close to noise. In addition, we feel tomorrow we can reduce the long way back and therefore move on. In the evening we reach Port Williams, where we can pitch our tent. We were pretty sure we heard the kiwi bird on the way. But unfortunately we did not see him. We prepare our dinner first and decide with the rest of the wine, we are going in the forest and see if we can see some animals. We find a cozy place where we can sit down, keep quiet and wait. After about half an hour, we think to hear someone who has a flowing nose. But as it gets closer, we think it is a horse or something, because it always snorts so special. Suddenly we realize that the animal must be very close to us and Hanspeter ignites with the flashlight in the forest, since it is already quite dark. There’s a deer just a few yards away. However, it scares a little and goes away. From afar, we can watch it a bit, until it’s completely disappear. This was not a kiwi but still very impressive. However, since the lighting conditions are poor, it was impossible to take a photo. Now it is pitch dark and we are on the way back. We hear repeated sounds of kiwis, but it’s so hard to see them. But suddenly we hear it again and Hanspeter shines with the flashlight in the forest, where it is a bit clearer. In fact, we can hardly believe it, but there’s a kiwi in the bushes. We watch him for a while from afar. Afterwards, Hanspeter decides to approach him and even manages to take a photo, and above all to make a video. The kiwi does not respond to light, which surprises us, but is very sensitive to sounds. At each step he looks around and finally disappears in the bushes. What an evening. We are quite overwhelmed by the great experience and head back to the campsite where we can hear some other nocturnal animals as well as another kiwi. It’s getting late and we’ll go to bed soon.

Port William – Oban 12.03.2019

Even today we start the day with bright sunshine. After we have had breakfast and packed our things, we go back to Oban. Somehow, the path feels long today. On the way out we thought it was shorter, but about 11 am we reach the starting point. Here we picnic before we take the last few kilometers. We feel our tired legs and do not want to make steep climbs, if not necessary. So when we get back to Horseshoe Bay, we do not take the direct route, but think we can take a slightly flatter, wider route. However, when we stand on the hill, it does not seem to go further, because here are only two properties, which are signposted with private. We did not see anything of a way or anybody to ask. So we have to go back, where we still saw a forest path on the way, which would actually lead in the right direction. Only this makes a pretty big detour and we may trudge through the mud again. After walking for half an hour along the way and still not landing on the main road we know, we suddenly start to doubt if we’re still right. But it can not be, because Oban is so small, you can not get lost. Finally, one hour late, we get back to the street we know and are not far from Allen. As we arrive at the campsite, we treat ourselves to a much needed shower, set up our tent and chat with Allen, who said we were still a long way off. As tomorrow is again bad weather reported, we go back later in the afternoon in the city hoping to get a ferry crossing to Ulva Island. Yes, we do not really like to do any more, but since this island is supposed to be a true bird paradise, we still want to see it. The lady from the Visitor Center, however, says the last return trip is already at 17.00 and therefore now a crossing hardly rewards. In addition, the birds are usually even lower down when it rains and therefore a bad weather day is good. We book a crossing for tomorrow morning at 9am and return at 1pm. Then we buy a delicious snack and take a walk to the Golden Bay, where we eat this with relish. Then we visit the Observation Rock, which is another small climb, but we have a magnificent view of the area before it goes back to Allen on the campsite. Here we prepare a delicious rich dinner and recover from the last, a bit tiring days.

Ulva Island 13.03.2019

Getting up at 7am today is pretty tough. We would have liked to sleep longer, but still want to visit small Ulva Island. We have breakfast and make our way to the ferry station. In less than 5 minutes we are on the island and now have almost 4 hours to explore them. We quickly realize there is much more bird song than on Stewart Island. That is probably also because there are no natural predators for the birds and they can live in peace. We see all kinds of birds and it’s not that easy to get them in front of the lens. In particular, we see the parrot, Kaka, which looks quite similar to the kea and does not have a less sharp beak. Unfortunately, the camera battery of many photography and shooting is almost empty, which is quite annoying. The beaches here look gorgeous, even if it is quite bad weather. We spend a lot of time watching the birds and enjoy it very much, so we almost forget the time. It is just enough for us to do the circular routes and in the last 5 minutes we go to a viewpoint that we almost forgot. That was really nice. Back at the boat we can even watch some of the little blue penguins, which is always a welcome surprise. After we arrive, we go straight to Allen, where we dismantle our tent and pack our things. Actually we booked the ferry at 5 pm, but saw that there is another at 3 pm. After that, we have to go to Invercargill with hitchhiking to a campground, so we prefer not to arrive too late. In addition, we have to plan for the next region, the Catlins, and especially shopping, so it makes all more sense to be back early. So it is time to say goodbye to the great island and Allen with his beautiful campsite. We really enjoyed it here. When we arrive at the ferry terminal, we can easily change our ticket to 3 pm and are on the earlier ferry. We even meet a couple we met on the last night of the hike at Port Williams and they offer to take us to Invercargill by car. Of course that’s perfect, so we do not even have to hitchhike. They drop us at the supermarket, so we can just buy the supplies for the next few days, and then go to the nearby campsite. Here we settle down comfortably, wash our clothes, prepare a delicious dinner and just relax.

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