Japan 1: Osaka & Kyoto

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12.04.2019 – 18.04.2019

Erste paar Stunden in Osaka und einige Eindrücke 12.04.2019

Total geschafft erreichen wir Osaka. Zuerst geht es zur Immigration, wo uns mitgeteilt wird, dass wir den Immigrationszettel nicht mit einem hellblauen Stift ausfüllen dürfen. Eine andere Dame kommt uns jedoch zu Hilfe und meint, dass sei in Ordnung und wir vorwärts machen sollen. Irgendwie fragen wir uns schon fast, ob wir im Krankenhaus oder wirklich bei der japanischen Immigration gelandet sind, da alle hier einen Mundschutz tragen. Aber wohl sind wir richtig, denn nachdem wir unsere Fingerabdrücke abgegeben und nett in die Kamera gelächelt haben, gibts den Stempel für 90 Tage in Japan. Unser Gepäck wartet glücklicherweise bereits auf dem Förderband. Wir gabeln es auf und gehen durch die Zollkontrolle, wobei wir wie gewöhnlich etwas deklariert haben, aber durchgewunken werden. Wir haben einen Bärenhunger, denn im siebenstündigen Flieger haben wir aufs Essen verzichtet, da man sich dieses bei Billigairlines noch dazu kaufen muss. Wir steuern dafür zuerst einen Geldautomaten an und als nächstes einen kleinen Laden am Flughafen, der ein Käsebrötchen im Angebot hat. Leider hat er dieses nur im Angebot, aber nicht mehr vorrätig. Nachdem wir im Google-Übersetzer “ob sie sonst noch was vegetarisches im Angebot haben” eingegeben haben, verneint er und meint tatsächlich, wir können es im McDonalds versuchen. Wir lassen es bleiben und schauen als nächstes, wo wir ein Zugticket kaufen können, um nach Osaka Stadt zu gelangen, denn diese ist noch ein ganzes Stückchen entfernt. Glücklicherweise haben wir auf Google Maps den Zug mit dem günstigsten Preis ausfindig machen können, denn auch die Dame am Ticketschalter spricht kein Englisch. Nachdem wir ihr aber die Verbindung auf dem Handy gezeigt haben, stellt sie uns das Ticket aus. Sie erklärt uns auf japanisch und mit ein paar Handzeichen den Weg zum Zug, denn wir auf Anhieb finden – dank Google.maps. Nachdem wir in den Zug eingestiegen sind, haben wir aber trotzdem ein etwas mulmiges Gefühl, ob es nun der Richtige ist, denn die gesamte Beschriftung ist auf Japanisch, wie auch unser Ticket. Zur Sicherheit steigen wir nochmals aus und fragen einen Schaffner, ob wir im richtigen Zug sitzen, worauf er auf diesen Zug zeigt. Phu, irgendwie haben wir es ja erwartet, sind aber doch etwas eingeschüchtert, da offenbar nicht einmal am Flughafen gross Englisch gesprochen wird. Im Zug werden wir aber wieder etwas entspannter, denn die Ansagen sind nebst japanisch auch auf englisch. Es ist fast 11 Uhr Abends als wir bei unserer Haltstelle ankommen. Wir sind überrascht, denn hier ist absolut nichts los, kaum ein Mensch sehen wir auf der Strasse, als wir auf dem Weg zu unserer Unterkunft sind. Das hätten wir von der zweitgrössten Stadt Japans doch nicht erwartet. Erstaunt stellen wir zudem fest, dass die Strassen absolut sauber sind und in jeder Ecke steht eine Art Selecta Automat, wo man alles mögliche kaufen kann. Da die Reception unserer Unterkunft nicht mehr besetzt ist, haben wir eine Anleitung erhalten wie wir das Gebäude betreten können und wo sich unser Zimmer befindet. Dazu müssen wir die Hand an einen Sensor halten und anschliessend einen Code eingeben, wobei wir sehr froh sind, dass das einwandfrei klappt. Unser Zimmer zeigt uns jedoch schon einmal die sogenannte japanische Grösse auf, denn wir können gerade mal unsere Rucksäcke vor dem Bett verstauen und mehr Platz haben wir nicht. Die Rucksäcke müssen wir jedesmal wegtransportieren, wenn wir das Zimmer verlassen wollen. Also eigentlich nur ein Raum mit der Grundfläche eines Bettes. Dafür ist dieses herrlich weich und wir freuen uns bereits richtig auszuruhen. Seit Fiji haben wir schliesslich nur noch im Zelt gewohnt und seit den letzten 48 Stunden waren wir auf den Beinen. Trotzdem raffen wir uns noch auf, um etwas zu Essen zu kaufen und hoffen, dass der Supermarkt nebenan kurz vor Mitternacht noch offen hat. Das hat er. Eigentlich wollen wir nur was Kleines zum Abendessen kaufen und etwas für morgen zum Frühstück. Das ist aber leichter gesagt als getan, da die meisten Lebensmittel ausschliesslich auf Japanisch angeschrieben sind, ist es enorm schwierig eine geeignete Wahl zu treffen. Wir entscheiden uns für das Offensichtlichste und kaufen eine Packung Toast sowie ein paar überteuerte Käsescheiben zum Frühstück. Zum Abendessen versuchen wir es mit einem Noodle Cup, von welchem man eine riesige Auswahl hat. Anhand der Bilder auf der Verpackung findet Manuela einen der ausschliesslich Gemüse hat (was gar nicht so einfach ist, denn 95% enthalten entweder Fleisch- oder Fischstückchen) und Hanspeter findet einen mit Hühnchen und Gemüse. Dazu gibt es noch eine Packung Kekse. Zurück in unserer Unterkunft bereiten wir unsere Mitternachtssnacks, die Noodle Cups, zu. Wobei zubereiten zu viel gesagt ist, denn man muss lediglich heisses Wasser dazu geben. Eigentlich sind sie ja ziemlich gut, aber Manuela muss das nächste Mal einen anderen finden, denn dieser ist ohne Zweifel mit Seegras, was man recht penetrant schmeckt. Vegetarisch ist er, aber Seegras ist wohl nicht ihr Lieblingsgemüse. Danach gönnen wir uns noch einen Kaffee sowie die paar Kekse (wobei jeder Keks einzeln verpackt ist!) und legen uns anschliessend im gemütlichen Bett im Minizimmer schlafen. Das waren unsere ersten paar Stunden in Japan und wir haben bereits einen kleinen Kulturschock, sind aber gespannt, was uns sonst noch erwartet.

Osaka 13.04.2019

Nachdem wir wunderbar ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt haben, fragen wir unseren Hostelbesitzer per Mail, ob wir noch eine Nacht länger bleiben können. Leider ist das Hostel diese Nacht bereits ausgebucht und wir müssen eine andere Übernachtungsmöglichkeit finden. Wohl hatten wir Glück eine Unterkunft für knapp 25 Franken zu finden, denn die Preise die wir heute auf Booking.com finden, sind weitaus höher, was aber auch daran liegt, dass gerade Wochenende ist. Wir finden ein japanisches Gästehaus zu einem reduzierten Preis, wobei der Preis immer noch bei über 40 Franken pro Nacht liegt und momentan die günstigste Option ist. Was soll’s, wir buchen zwei Nächte, damit wir Osaka etwas erkunden können. Unterkünfte sind hier wohl etwas teurer als gewohnt und damit müssen wir uns abfinden. Pünktlich um 10 Uhr checken wir aus und gehen kurz zum selben Supermarkt wie gestern, um etwas einzukaufen, damit wir ein paar Snacks für den heutigen Tag dabei haben. Danach machen wir uns auf den Weg durch die Strassen Osakas zur nächsten U-Bahn Station. Die offline App Maps.me zeigt uns sogar die U-Bahnlinien an, was enorm praktisch ist, denn so wissen wir, welche U-Bahn wir in welche Richtung nehmen müssen. Wir haben uns in Japan gegen eine Sim-Karte mit mobilen Daten entschieden, da ein anständiges Paket für einen Monat mit umgerechnet 70 Franken enorm teuer ist. Da Japan ein modernes Land ist, zählen wir darauf, an den meisten öffentlichen Orten sowie in den Unterkünften Internet zu finden. Schliesslich ging es früher auch ohne und mit Internet wird man einfach etwas bequemer. Es gibt zudem tatsächlich oftmals ein gratis Wifi, wobei diese meist sehr langsam sind und nicht einmal google.maps funktioniert. Wir haben in der Unterkunft mit einer älteren australischen Dame gesprochen, die uns empfohlen hat, eine IC Karte zu kaufen. Wir haben etwas recherchiert und festgestellt, dass diese Prepaid Karte tatsächlich sehr praktisch ist, da man in allen möglichen Situationen (wie z.B. Transport, beim Einkaufen, an den Snackautomaten etc.) bargeldlos zahlen kann. An der U-Bahnstation gehen wir daher an den nächstbesten Automaten und wollen eine solche Karte kaufen. Irgendwie ist uns aber nicht klar welche und wir kaufen jene die für uns am meisten Sinn macht. Nachdem wir das Ticket, wo alles wieder auf Japanisch steht, erhalten, sieht dieses für uns nicht richtig aus. Wir gehen zu einem Schaffner, der jeweils in einem Häuschen bei der Ticketkontrolle um auf die Geleise zu gelangen, sitzt, und fragen ihn. Mit Englisch kommen wir jedoch nirgends hin und wir zeigen ihm das Ticket. Er nimmt sofort den Google Translator auf seinem Tablet hervor, was wir ebenfalls machen. Er erklärt uns, dass wir eine Mehrfahrtenkarte gelöst hätten und wir erklären ihm, dass wir eine IC-Karte wollen. Er nimmt unser Ticket und ohne die Wimper zu zucken, erstattet er uns das soeben gezahlte Geld zurück. Zudem telefoniert er mit seinem Kollegen und erklärt uns, dass wir an einem Automaten auf der anderen Seite die IC Karte kaufen können. Wir machen uns auf den Weg zum richtigen Automaten und siehe da, sein Kollege kommt uns bereits entgegen und führt uns zum Automaten, stellt die Sprache auf Englisch um und zeigt uns, was wir wählen müssen. Wir sind erstaunt und begeistert zugleich über die Hilfsbereitschaft. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir zwei Wörter gelernt: “Konichiwa” zur Begrüssung und “Arigato”, um sich zu bedanken, was wir jetzt bereits gut gebrauchen können. Mit der IC Karte bewaffnet, kommen wir nun auf das Gleis ohne ein Ticket zu kaufen, denn man muss lediglich beim Eingang die Karte über einen Sensor swipen, dasselbe beim Aussteigen und so wird der gesamte Fahrpreis von dem Guthaben auf der Karte abgezogen. Falls man zu wenig Guthaben beim Verlassen des Bahnhofs hat, wird ein Signalton ausgegeben und das Gate öffnet sich nicht. Daraufhin muss man entweder seine Karte nachladen oder die Preisdifferenz beim Schaffner im vorhin beschriebenen Häuschen zahlen. Als wir an unserer Zieldestination ankommen, navigieren wir uns zu der neuen Unterkunft. Zuerst einmal gehen wir in die komplett falsche Richtung, da die U-Bahn jeweils verschiedene Ausgänge hat und dies mit GPS nicht gut ersichtlich ist. Nachdem wir jedoch die Strasse ein zweites Mal überquert haben, sind wir auf dem richtigen Weg und sollten in ein paar 100 Meter eintreffen. Am besagten Ort angekommen, finden wir keine Unterkunft und sehen sogleich, dass es wohl mehrer Zugänge geben muss. Nachdem wir über einen Parkplatz in eine Sackgasse neben einer Baustelle vorbei gelaufen sind, sehen wir ein Häuschen mit der Beschriftung unserer Unterkunft. Der Gastgeber begrüsst uns freundlich und bittet uns hinein. In Japan muss man in der Regel die Schuhe ausziehen, wenn man ein Gebäude betritt (das war schon bei der vorderen Unterkunft im kleinen Zimmer so) und wir bekommen ein paar Hausschuhe, bei welchen Hanspeter mit Schuhgrösse 46 immer ein wenig Probleme hat. Der Gastgeber plaudert ein wenig mit uns und ist ganz interessiert über unsere Reise. Als wir ihm sagen, dass wir nicht genau wissen, um welche Uhrzeit wir auschecken und wo überall wir noch in Japan hinwollen, scheint er entsetzt und fasziniert zugleich zu sein. Er fragt ganz neugierig, weshalb Europäer oder Amerikaner immer mit Rucksack reisen, obwohl Rollkoffer doch viel angenehmer seien. So plaudern wir über dies und jenes bis unser Zimmer bereit ist. Als wir dieses beziehen können, fragt er uns, ob er versuchen darf den Rucksack hochzuheben. Das sieht schon ziemlich lustig aus, wie er – wohlverstanden im schicken Anzug – Manuela’s Rucksack anzieht, und mit Müh und Not, aber mit breitestem Grinsen, diesen auf unser Zimmer bringt. Das Zimmer ist sehr gross und richtig traditionell eingerichtet. Es hat sogar einen kleinen Schrein und Tatami-Matten zum schlafen. Tatami-Matten sind ganz dünne aus Reispflanze geflochtene Matten, also richtig traditionell, aber leider nicht ganz so bequem wie ein Bett mit richtiger Matratze. Modern ist es aber zugleich auch, denn es gibt eine Bodenheizung. Sowieso heizen die Japaner alles was sie können, denn bis jetzt hatte – ohne Scherz – jedes Klo, eine beheizte Klobrille. Das ist natürlich enorm komfortabel aber auf der anderen Seite auch eine ziemliche Stromverschwendung. Nachdem wir uns gemütlich eingerichtet haben, machen wir uns endlich auf den Weg in die Innenstadt. Wir wollen zuerst die berühmte Burg von Osaka anschauen, nicht zuletzt weil unser Gastgeber gesagt hat, dass wir dort noch ein paar Kirschblüten sehen können. Dies obwohl die Hauptkirschblütenzeit in dieser Region schon vorbei sei, was uns vor der Reise gesagt wurde und die Vorfreude etwas gedämpft hatte. Wir setzen uns daher wir in die U-Bahn und müssen bis zur Zieldestination nur einmal umsteigen. Jetzt merken wir auch wie schnell wir uns ans U-Bahn Fahren gewöhnt haben und wie praktisch das ist. Wir begegnen hier das erste Mal einer Menschenmenge und schlendern gemütlich durch den Park. Tatsächlich können wir einige Bäume mit Kirschblüten sehen, was unglaublich schön aussieht. Bevor wir zur Burg gelangen kommen wir an einen Fluss, dessen gesamtes Ufer idyllisch mit Kirschbäumen gesäumt ist. Es ist auch sehr schön zu sehen, wie tausende der Blüten von den Bäumen in den Fluss fallen. Lustig scheint auch das Selfieverhalten der Japaner, die hier vermutlich Urlaub machen. Überall werden viele Selfies geschossen und sie warten immer ganz geduldig, bis man diese gemacht hat. Wehe aber, wenn man versehentlich ins Bild läuft, denn dann wird man – im Ernst – weggeschubst und für uns in einer unverständlichen Sprache zurechtgewiesen. Ja, wir gewöhnen uns schnell an dieses Verhalten, dass ja auch voll in Ordnung ist, wenn nicht gerade 100 Selfies hintereinander geschossen werden. Wir sind ja immer noch auf dem Weg zur Burg und sind gerade einige Treppen hinaufgestiegen, wo wir eine Plattform mit einer tollen Aussicht erreichen. Hier sieht man wie alt auf neu trifft, im Vordergrund stehen die antiken Gebäude, während wir im Hintergrund die modernen Wolkenkratzer sehen. Das sieht einerseits eigenartig, aber andererseits auch eindrücklich aus. Die Burg selbst ist wunderschön und sehr detailliert gebaut. Wir geniessen den Ausblick auf die Stadt und die Burg für eine Weile und machen uns danach zu Fuss auf den weiteren Weg. Um mit den vielen Menschen umzugehen, haben die Polizisten hier Absperrungen eingerichtet und winken abwechselnd Fussgänger und Autofahrer durch. Nachdem wir das Gelände komplett verlassen haben, herrscht wieder Einsamkeit – wir haben das Gefühl, als wären wir fast die einzigen Fussgänger hier. Velofahrer hingegen sieht man häufig und das sind auch jene, vor denen man sich in Acht nehmen muss, da sie wohl die Verkehrsregeln am wenigsten beachten. Fast wie zuhause. Autofahrer fahren hingegen sehr gesittet und achten sehr stark auf die Fussgänger. Langsam sind wir etwas hungrig geworden und wir kommen gerade an einer Bäckerei vorbei. Wir können es natürlich nicht lassen, kurz vorbeizuschauen, was es denn so gibt. Mit normalem Brot sind wir hier fehl am Platz, aber es hat ganz viele leckere, süsse und gesalzene Backwaren. Da alles auf Japanisch angeschrieben ist und man oftmals nicht sieht, was in den Gebäcken drin ist, fragt Manuela mittels Google-Übersetzer, welche Brötchen Vegetarisch sind. Die Mitarbeiterin zeigt daraufhin auf ein paar wenige und wir kaufen ein paar vegetarische für Manuela mit Creme und Ei, sowie für Hanspeter solche mit Fleisch. Das Gebäck mit der Füllung ist super lecker. Danach schlendern wir ein paar Kilometer durch die Stadt, wobei wir eine Weile dem Fluss entlang gehen, danach einen Schrein besuchen, weiter ein paar enge Gässchen durchqueren und schlussendlich am Hauptbahnhof Umeda landem. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass Umeda der Hauptbahnhof ist. Wir wollen diesen lediglich durchqueren, um auf die andere Seite zum “Umeda Sky Building” zu gelangen. Hier hat sich eine weitere Masse von Leuten versteckt und wir sind ziemlich beeindruckt, wie alle schön geordnet zum richtigen Zeitpunkt und auf der richtigen Seite laufen und so weder die Fussgänger noch der Strassenverkehr beeinträchtigt wird. Der Bahnhof ist sehr luxuriös gestaltet und beinhaltet unzählige Designerläden. Wir verlassen den Bahnhof möglichst schnell und gehen zum Umeda Sky Building. Dieses 173 Meter hohe Gebäude ist sehr eindrucksvoll und modern gebaut. Die Architektur soll einer Raketenabschussrampe nachempfunden sein. Wir haben uns entschieden den Turm zu besuchen, damit wir eine schöne Stadtsicht über Osaka haben. Da sind wir wohl nicht die einzigen, denn kaum dort angekommen, werden wir ganz hinten bei einer riesigen Warteschlange platziert. Wir haben das Gefühl eher auf der Ersatzbank zu stehen, als in der eigentlichen Schlange. Glücklicherweise lassen sie schubweise Leute rein und wir rücken so von Zeit zu Zeit immer etwas näher zum Eingang, was die Motivation aufrecht erhält. Nach etwa einer Stunde warte, kommen wir tatsächlich zum Eingang, wo wir die Tickets kaufen können. Der Turm ist sehr schön ausgestattet mit Informationen zu einigen historischen Elementen von Osaka selbst, aber auch über den Turm. Das Highlight ist natürlich die Aussicht über die gesamte Stadt. Da es bereits am Eindunkeln ist, entscheiden wir uns für ein etwas teures aber leckeres Glacekaffee und warten bis es ganz dunkel wird, um die Stadt nochmals bei Nacht zu sehen. Nachdem wir uns an der Stadtweitsicht sattgesehen haben, geht es in einer spektakulären Glasrolltreppe ein paar Stockwerke hinunter, von wo aus uns der highspeed Lift zum Ausgang bringt. Zum Abschluss des Tages fahren wir mit der U-Bahn zum bekannten Shopping- und Ausgehviertel Dotombori. Hier lassen wir uns vom ganzen Stadtgewusel und den Leuchtreklamen berieseln. Schauen ganz fasziniert das Plastikessen an, welches täuschend echt aussieht und als Werbung für die jeweiligen Restaurants dient. Nun haben wir hunger, aber wo wollen wir essen gehen? Wir suchen ein Ort, der nicht allzu teuer ist, nicht allzu spezielle Sachen zur Auswahl hat und vorallem etwas vegetarisches im Angebot. Das ist gar nicht so einfach, denn viele Restaurants sind verständlicherweise auf Meeresfrüchte ausgerichtet, oder haben teures westliches Essen im Angebot oder eine ausschliesslich Japanische Speisekarte. Wir versuchen es aber doch mit einem japanischen Restaurant, das vergleichsweise günstige Preise hat und sehr viele verschiedenste Gerichte ausgestellt sind. Wir versuchen es einfach und wir landen in einem wohl typisch japanischen Grillrestaurant. Wir erhalten eine halbwegs auf Englisch übersetzte Karte. Die Gerichte sehen sehr lecker aus und uns spricht beide die sogenannte Egg-Roll an. Manuela fragt, ob diese vegetarisch ist, was die Köchin verneint bzw. fragt, ob sie Schweinefleisch esse. Dies verneint Manuela natürlich, aber die Köchin meint, sie könne auch eine Egg Roll ohne Schweinefleisch zubereiten. Wir können den Köchen bei der Zubereitung zusehen, was sehr eindrücklich ist, denn die sogenannte Eirolle besteht tatsächlich aus einer Füllung, die in einem Eierteig eingewickelt ist. Sozusagen ein gefülltes Omelett. Sie macht das sehr gekonnt und das Gericht schmeckt einfach köstlich. Jeder Tisch hat eine integrierte Grillplatte, worauf das Gericht serviert wird und dadurch permanent heiss bleibt. Das ist heute auch das erste Mal seit Jahren, wo wir uns wieder einmal im Stäbchenessen üben. Es dauert daher etwas länger als gewöhnlich, aber mit der Zeit kommen wir mit der ungewohnten Essensart ziemlich gut zurecht. Es wird ja sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir mit Stäbchen essen und können ruhig etwas Übung gebrauchen. Mit vollgeschlagenem Bauch, laufen wir noch durch die überfüllte Shoppingmeile und nehmen die nächste U-Bahn, die uns zu unserer Unterkunft führt. Es ist schon fast Mitternacht als wir dort eintreffen und wir gehen auf direktem Weg ins Bett.


Osaka 14.04.2019

Heute ist es regnerisch, weshalb wir etwas länger brauchen, um uns aufzuraffen. Im Supermarkt nebenan gehen wir zuerst einmal einkaufen, wobei wir ohne Regenschirm ziemlich nass werden. Wir schreiben ein paar Anfragen auf Couchsurfing und besprechen, was wir in den nächsten Tagen so machen wollen. Gegen Mittag hat sich der Regen zumindest ein wenig beruhigt und wir machen uns wieder auf in die Innenstadt. Bei der U-Bahnstation hat jemand sogar eine nicht mehr benötigt Tageskarte hinterlegt, die wir gut brauchen können. Unser primäres Ziel heute ist shoppen, weshalb wir in der Shoppingmeile beginnen, wo wir gestern aufgehört hat. Manuela hat gestern unterwegs ein paar Turnschuhe gefunden und heute wollen wir welche für Hanspeter finden. Das ist mit Schuhgrösse 46 nicht einfach, denn die meisten Männerschuhe gibt es nur bis grösse 44. Nachdem wir ein paar Läden abgeklappert haben, findet er doch noch Passende. Man muss festhalten, dass Shoppen in Japan echt Spass macht, denn sie haben alles mögliche Exklusive und zudem können Ausländer ohne MwSt einkaufen. Wir streifen noch durch alle möglichen Läden und schauen, was es alles zu kaufen gibt. Die Shoppingmeile ist gedeckt, was bei dem heutigen Wetter praktisch ist, aber wir müssen aufpassen uns nicht zu sehr verleiten zu lassen, denn billig ist das angebotene Zeugs nun wirklich nicht. Wir legen in einer japanischen Burgerkette einen Halt ein, um zu Mittagessen. Manuela findet sogar etwas Vegetarisches, ein Burgerbrot lediglich aus Reis gemacht (also kein richtiges Brot), dessen Füllung mit Gemüse ist. Danach besuchen wir noch den ein oder anderen Schrein, welche wiederum ziemlich eindrücklich sind und wir so die alte japanische Bauweise und Tradition bewundern können. Unterwegs sehen wir noch ein paar Leute in einem “Mario-Kart” Gokart auf der Strasse fahren, was enorm amüsant aussieht. Danach machen wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zur Küste, wo wir auf das Riesenrad gehen und die Region etwas erkunden wollen. Leider ist es so stark am regnen, dass wir die übrige Erkundungstour sein lassen und uns direkt zum Gebäude mit dem Riesenrad gehen. Da wir aber erst nach Dunkelheit aufs Riesenrad wollen, halten wir uns im Gebäude auf, wo auch noch ein Legoland integriert ist. Der Eintritt ins Legoland ist jedoch umgerechnet über 50 Franken, weshalb wir nur in dessen Verkaufsshop gehen und die teuren Modelle bestaunen. Ansonsten ist das Gebäude wiederum ein riesiges Shoppingzentrum. Wir finden einen hübschen Laden mit vielen traditionellen Artikeln, wo wir ein paar Souvenirs kaufen und einen Regenschirm mit Kirschblütenmuster, die auf dem Schirm erscheinen, wenns regnet. Wie originell, dass muss Manuela haben, da es ja sowieso regnet und wir keinen Schirm haben. Danach stellen wir uns in die lange Warteschlange, um auf das Riesenrad zu kommen. Man kann zudem noch etwas länger anstehen und man erhält dafür eine Kabine mit Glasboden, natürlich machen wir das. Nach knapp einer Stunde sind wir bereits an der Reihe und betreten das mit 112 Meter höhe eines der weltweit grössten Riesenräder. Obwohl es etwas weniger regnerisch ist, ist die Glaskabine leider immer noch mit Wassertropfen versehen, weshalb die Fotos nur mässig gut kamen. Dafür ist die Aussicht auf die Stadt in der Nacht wunderbar und sehr eindrücklich, von so weit oben. Für Hanspeter war es besonders speziell, da es sein erstes Mal auf einem Riesenrad überhaupt ist. Wir geniessen die schöne Fahrt durch die Nacht sehr. Danach gehts mit der U-Bahn wieder zurück zu unserem Hostel, wo wir uns einen Noodle Cup zum Abendessen zubereiten. Diese sind um einiges leckerer als jene vom Freitag, was daran liegen mag, dass kein Seegras enthalten ist. Wobei man anmerken muss, dass Seegras richtig zubereitet und in der richtigen Dosierung nicht per se schlecht ist, im letzten Noodle Cup wars einfach zu viel. Wir verbringen einen gemütlichen restlichen Abend in unserem Hostel.

Kyoto 15.04.2019

Da wir mit unseren Couchsurfing Anfragen auch in Kyoto erfolglos geblieben sind, bleibt uns nichts anderes übrig als eine Unterkunft zu buchen. Wir entscheiden uns für ein günstiges Mehrbettzimmer für die nächsten 3 Nächte. Etwas nach 10 Uhr checken wir aus und fahren mit der U-Bahn/Zug bis nach Kyoto. In Kyoto sieht alles etwas anders aus, als in Osaka, denn hier herrscht Jubel und Trubel bei unserer Ankunft, was aber daran liegen mag, dass wir ziemlich Zentral gelegen sind. Nach etwa 10 Minuten Fussmarsch erreichen wir unsere Unterkunft und melden uns an. Es ist kurz nach 1 Uhr, der Check-In ist aber erst um 4 Uhr. Wir dürfen das Gepäck hier deponieren, und bekommen bereits das Wifi Passwort. Daher machen wir es uns in der Lounge gemütlich. Wir wollen jedoch nur kurz den heutigen Plan festlegen sowie dessen Weg mit Googlemaps ermitteln, und verabschieden uns bereits wieder. Das erste Ziel ist der buddhistischen Tempel Kiyomizu-dera. Unterwegs kommen wir bereits an einigen eindrücklichen Tempelgebäuden und Schreinen vorbei.

An dieser Stelle müssen wir einen für uns wichtigen Exkurs bezüglich des buddhistischen Symbols der “Swastika” a.k.a. “Hakenkreuz” machen. Beim Durchsehen der heutigen Fotos, aber auch auf zahlreichen künftigen Fotos von etlichen buddhistischen Tempeln, ist ein Hakenkreuz zu sehen (teilweise sehr prominent). Oftmals ist es nach links gerichtet, manchmal aber auch gegen rechts. Wir waren ziemlich schockiert, dieses Symbol überall in Japan anzutreffen und mussten sogar beim Kauf von Souvenirs aufpassen, dass diese nicht mit “Hakenkreuzen” versehen sind. Wir haben daraufhin ge-googlet, was es mit dem Hakenkreuz im Buddhismus auf sich hat und einige, die sich stärker mit dem Buddhismus (oder andere Religionen die dieses Zeichen nutzen) oder der Geschichte beschäftigen, wissen das sicherlich bereits. Wir versuchen daher möglichst einfach zu wiedergeben, was es damit auf sich hat. Das Hakenkreuz, welches man Swastika nennt, ist ein wichtiges religiöses Zeichen im Buddhismus und bedeutet Glück (oder Glückbringer u.ä). Die Meinungen gehen auseinander, so heisst es in einigen Berichten, dass die Swastika nur nach links zeigt. Das dem nicht so ist, haben wir mit eigenen Augen gesehen. Wir haben weiter erfahren, dass die Richtung “links” oder “rechts” zeigt, ob es sich auf das Glück im Diesseits oder im Jenseits bezieht. Man kann hier etwas darüber lesen https://de.m.wikipedia.org/wiki/Swastika oder einfach selbst google befragen. Wir kennen ja das Hakenkreuz im nationalsozialistischen Zusammenhang, denn offenbar hat Hitler dieses Zeichen den Buddhisten geklaut und für seine Zwecke missbraucht. Einer Geschichte zufolge, hat er das Zeichen übernommen, nachdem er einem österreichischen christlichen Priester begegnet ist, der in Indien zum Buddhismus gefunden hatte. Ob es damit etwas auf sich hat oder nicht, wissen wir nicht. Aber die ganze Thematik hat auch bei uns Diskussionen ausgelöst, ob es trotz der heutigen Bedeutung richtig ist, dieses Zeichen nach wie vor so prominent darzustellen. Wir sind uns einig, dass man damit vorsichtig umgehen muss, aber es trotzdem wichtig in der Geschichte ist (und sich der Betrachter – der wie wir – auch damit auseinander setzt) und es daher aus unserer Sicht richtig ist, dass man es im religiösen Zusammenhang beibehalten darf. Was können die Buddhisten dafür, wenn irgendein “Ideologist” (sorry wollte Idiot oder Irrer schreiben) ihr Zeichen für seine grausamen Zwecke missbraucht, obwohl das Zeichen schon seit tausenden von Jahren im Einsatz ist (und das nicht nur vom Buddhismus, es wurde von diversen Gruppierungen verwendet). Auch in Deutschland ist es buddhistischen Gruppierungen nach wie vor erlaubt, das Zeichen für ihre Zwecke zu verwenden, obwohl es eigentlich verboten ist. Nun geht es hier aber soweit, dass auf Stadtkarten linksgerichtete Hakenkreuze stehen, um zu zeigen, wo sich die buddhistischen Tempel befinden. In Hinblick auf die Olympiade 2020 muss Japan sämtliche englischen Stadtkarten anpassen, so dass das Symbol nicht zu sehen ist und somit keine Diskussionen schürt. Das Symbol ist oftmals nicht identisch mit dem uns bekannten Hakenkreuz, denn teilweise ist es auch rund gebogen oder mit Ornamenten verziert, eine Ähnlichkeit sieht man aber nahezu immer und es wirft Fragen auf. Es ist aber wichtig zu wissen woher es eigentlich kommt, denn sowas wurde bei uns im Geschichtsunterricht nicht erwähnt.

Die Strassen Kyotos sind sehr gepflegt und mit Pflanzen sowie Lampions dekoriert. Als wir auf die Kiyomizu-michi Strasse in die Nähe des Kiyomizudera Tempel kommen, gelangen wir in eine riesigen Touristenmasse. Der von aussen schlicht aussehende Tempel mit seinen leuchtend orangen Nebengebäuden ist sehr eindrücklich und wir haben eine wunderschöne Stadtaussicht mit ein paar Kirschblüten. Die Architektur und einfach die Liebe zum Detail bei diesen Gebäuden ist einfach unbeschreiblich. Das ganze Gelände ist ziemlich gross und wir können dabei einige buddhistische Traditionen beobachten. Wir besichtigen den eindrücklichen Tempel auch von Innen, wobei man hier keine Fotos schiessen darf. Die Tempelanlage führt hinter dem Gebäude weiter ins Grüne hinaus, wo ein Pfad weiter zu einem kleinen, abgeschiedenen Tempel führt. Danach gehen wir wieder zurück ins Hauptareal, wo wir diverse Bräuche vom japanischen Buddhismus betrachten können. Danach kehren wir wieder zurück in die vollen Strassen und wollen noch ein paar weitere Tempel besichtigen. Da wir jedoch beim Kiyomizudera einige Stunden verbracht haben, ist es bereits nach 4 Uhr und wir erfahren sogleich, dass wohl die meisten Tempel um halb 5 oder 5 schliessen. Beim Kodai-ji kommen wir leider ohne Eintritt nicht einmal aufs Gelände, weshalb wir um diese Uhrzeit darauf verzichten. Klar sind 500 Yen nur knapp 5 Franken, aber wenn man bei diversen Tempel immer zwischen 300 und 600 (Teilweise sogar über 1000) Yen pro Person zahlen muss, wird das auf die Dauer doch ziemlich teuer. Und wir wollen schliesslich auch was davon haben, wenn wir Eintritt zahlen und nicht nach 30 Minuten bereits wieder gehen müssen. Als nächstes durchqueren wir den Maruyama-Koen Park und stehen schlussendlich vor dem Chion-Tempel, der so eindrücklich ist, dass wir uns einig sind, selbigem in den nächsten Tagen nochmals einen Besuch abzustatten. Nun machen wir uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft. Die Betten im riesigen Dorm sind bereit, aber wir sind trotzdem überrascht etwas Privatsphäre zu haben. Die Betten sind kleine Kabäuschen (mit eigenem Licht und Stromanschluss), welche vorne mit einem Vorhang zugemacht werden können. Das ist wohl die japanische Definition von Mehrbettzimmer (Dorm) und wir sind sehr zufrieden damit. Wie bis jetzt jede Unterkunft ist auch diese enorm sauber, was wohl zum Standard von Japan gehört und wir uns von Südamerika nicht mehr gewohnt sind. Nachdem wir uns eingerichtet haben, wollen wir etwas essen gehen, denn wir haben ein nettes indisches Restaurant, nicht allzuweit von hier entfernt, gefunden. Als wir am besagten Ort mit heisshunger eintreffen, meint jedoch der Besitzer, dass er eine grosse Gruppe erwarte und wir um 8 wieder kommen sollen. Es ist aber erst halb 7 und wir haben jetzt hunger. Aus diesem Grund schauen wir uns für weitere indische Restaurants um. In der grossen Einkaufsmeile, neben welcher wir unsere Unterkunft haben, gibt es noch zwei, davon ist aber das eine geschlossen und das andere hat nur enorm teurer Menus zum Abendessen. Wir laufen daher nochmals zwei Kilometer zu einem weiteren Restaurant, das aber ebenfalls geschlossen hat und landen schlussendlich bei einem nepalesischen Restaurant. Dieses ist klein und spricht uns auf den ersten Blick an, zudem gibt es eine ähnliche Speisekarte wie beim Inder. Das Abendessen ist absolut köstlich, wenn auch ganz klar Portionen, die für Japaner zugeschnitten sind. Wir bestellen daher etwas mehr als gewöhnlich und werden so wunderbar satt. Wir plaudern ein wenig mit der Besitzerin, die gebrochen Englisch spricht und meint, dass sie selbst Japanerin ist, aber ihr Ehemann, der Koch, Nepalese. Wir bedanken uns für das leckere Essen und kehren mit vollen Bäuchen zu unser Unterkunft zurück, wo wir im gemütlichen Aufenthaltsraum verweilen, bevor wir uns schlafen legen.

Kyoto Kurama-Dera & Westen 16.4.2019

Da wir gestern mit den vielen Touristen in Kyotos Strassen etwas überfordert waren, wollen wir heute einen Tempel etwas ausserhalb der Stadt besuchen. Da wir nicht genau wissen, wie wir zu diesem gelangen, insbesondere wie wir unsere Tageskarte am effizientesten nutzen können, statten wir dem Visitor Center am Bahnhof einen Besuch ab. Eine ältere Dame berät uns in Englisch und fragt daraufhin, ob wir Deutsch sprechen. Wir hätten es nicht erwartet, aber sie spricht nun Deutsch mit uns, und kann uns alle Infos geben, die wir brauchen. Wir sind beeindruckt. Wir nehmen zuerst einen Bus, welcher uns zur Zugstation bringt, von wo der Zug direkt nach Kurama-Dera fährt. Wir staunen ebenfalls nicht schlecht, als wir am und im grünen Zug, überall aufgemalte Hanfblätter sehen (später stellt sich heraus, dass ein Baum tatsächlich dieselben Blätter führt, einfach um ein vielfaches verkleinert) – wir finden es lediglich ziemlich amüsant. Die Zugfahrt dauert über eine Stunde und bringt uns komplett aus der Stadt hinaus in die Berge von Kyoto. Der Ort selbst ist sehr klein und besteht lediglich aus ein paar Häuser. Der Tempel befindet sich auf einem Hügel, auf welchen wir nun hinauflaufen. Unterwegs treffen wir bereits auf ein paar schöne Bauten die wir bestaunen können, bevor wir beim Tempel ganz oben ankommen. Dieser selbst ist nicht so pompös, wie jene die wir bis anhin in Kyoto gesehen haben, dafür aber äusserst idyllisch gelegen und von Kirschblüten umgeben. Nachdem wir das Gelände eingehend betrachtet haben, kehren wir wieder zurück zum Bahnhof und fahren mit dem Zug an den Stadtrand. Von da aus nehmen wir den Bus westwärts, wo wir den ersten Halt beim goldenen Tempel (Kinkaku-Ji) einlegen. Hier sind wir wieder bei den zahlreichen Touristen, aber um ehrlich zu sein, ist der goldene Tempel auch sehr eindrucksvoll, wenngleich nicht so pompös wie erwartet. Er ist in einem hübschen japanischen Garten gelegen mit einem kleinen See drumherum. Während wir durch das hübsche Gelände schlendern und alle möglichen Pflanzen und Vögel bewundern, sehen wir plötzlich den Baum,mit den ominösen Hanfblättern. Auch auf diesem Areal haben wir ziemlich viel Zeit verbracht und es ist bereits späteren Nachmittag, als wir auf den Bus um weiter westlich zu gelangen warten. Die Fahrt geht wieder eine gut Stunde und wir müssen einmal umsteigen. Wenn auch Kyoto nicht so viele Einwohner hat wie Osaka, sind die Sehenswürdigkeite ziemlich weit voneinander entfernt und vorallem gibt es kein so gutes U-Bahnnetz, was den Transport enorm in die Länge zieht. Hier wäre noch ein weiterer Tempel zu besichtigen, den Tenryu-Ji. Da aber dessen Besuch mit Garten 1000 Yen kostet, betrachten wir den netten Tempel von Aussen und lassen den Besuch bleiben. Dafür besichtigen wir den Arashiyama Bambushain. Zuerst führt der Weg an einem Schrein vorbei, den wir natürlich noch besichtigen. Der Arashiyama Bambushain ist ein Wald voller riesiger Bambusgräser und wir können auf einem kleinen Gehsteig hindurch schlendern. Das ist enorm schön und wir geniessen die Atmosphäre. Danach schlendern wir noch weiter im Park herum, wo wir sogar noch zu einem schönen Aussichtspunkt über einen Fluss gelangen. Danach schlendern wir dem Fluss entlang bis wir die alte Brücke Togetsu-kyo erreichen. Hier können wir von einer neuen Brücke, die Überreste der alten 1606 gebaute Brücke betrachten. Da es schon wieder 6 Uhr geworden ist, nehmen wir den nächsten Bus, der uns innerhalb der nächsten anderthalb Stunden in die Innenstadt fährt. Da es im Hostel sogar eine Kochnische gibt, gehen wir in einen Supermarkt um unser Abendessen einzukaufen. Der kleine Supermarkt bringt uns aber mal wieder an den Rand der Verzweiflung, da Gemüse unglaublich teuer ist. Zum Vergleich, eine Peperoni / Paprika sowie Zucchetti kostet umgerechnet 2 Franken, eine einzige Tomate 1 Franken. Da überlegt man sich gut, was für Gemüse man einkaufen will und jedes einzelne Gemüs ist in einer Plastikverpackung. Nicht ganz offensichtliche Sachen zu kaufen, ist ebenfalls eine Herausforderung, z.b. Saucen, da alles auf Japanisch angeschrieben ist und man so nur vermuten kann, was enthalten ist. Wir finden schlussendlich alles notwendige zum Abendessen sowie etwas Verpflegung für morgen. Den restlichen Abend verbringen wir im Aufenthaltsraum des Hostel, wobei wir mit einem Deutschen Pärchen zu plaudern beginnen, die ähnliche Schwierigkeiten mit dem Preisniveau hier haben. Sie geben uns ein paar Tipps, wie man etwas günstiger durchkommen könnte und erzählen uns etwas von einer ominösen goldenen Woche. Danach machen wir uns wieder gedanken, wohin wir nach Kyoto gehen wollen und legen uns auf Nagano fest. Hier gibt es nur wenige Couchsurfingmitglieder, aber wir versuchen nochmals unser Glück und schreiben drei Anfragen, bevor wir uns schlafen legen.

Kyoto Kaiserpalast, Tempel & Gärten 17.04.2019

Den heutigen Tag starten wir beim ehemaligen Kaiserpalast. Wir müssen jedoch den Eingang zuerst suchen, denn das Gelände ist riesig und es hat einige sogenannte Eingangstore. Nachdem wir aber eine Weile über die perfekten Kieswegen gegangen sind, erreichen wir ein Tor, wo eine Horde Schulkinder steht. Das muss es sein und wir stellen uns darauf ein, eine Weile zu warten, denn es sind sicher über 100 Leute die hier herein wollen. Ein Sicherheitsbeamter hat aber wohl unseren verzweifelten Blick gesehen und winkt uns nach vorne. Wir müssen zuerst eine Sicherheitskontrolle über uns ergehen lassen und dürfen anschliessend hinein. Wir schlendern durch das Gelände und betrachten die eindrückliche Architektur und die künstlerische Gestaltung der einzelnen Zimmer. Wir sind jedoch erstaunt, dass das Gelände des gesamten Kaiserpalasts zwar gross ist, jedoch ziemlich schlicht, also gar nicht pompös, wie wir es eigentlich erwartet hätten. Die Gärten sind perfekt gepflegt und im Allgemeinen sieht alles sehr perfekt aus. Als wir bei einem Tor durch gehen wollen, heisst es, dass man unter 1.75 sein muss und Hanspeter daher den Kopf einziehen muss. Wir schmunzeln darüber und ein Wächter fügt hinzu “sorry it’s japanese size”, was wir enorm amüsant finden. Uns ist zudem aufgefallen, dass es einige aus unserer Sicht etwas sinnlose Jobs gibt, wie z.B. bei Baustellen, wo zwei Personen lediglich dafür angestellt sind, um Passanten vorbei zu winken. Dass obwohl man nur etwas weiter herum laufen muss und absolut keine Gefahr besteht. Hier sehen wir einen weiteren, amüsanten Job. Da kriechen doch tatsächlich etwa 5 Personen auf dem Boden herum und sortieren Kieselsteine (wir vermuten, dass sie die dunklen Kieselsteine aussortieren müssen). Das ist kaum zu glauben. Nachdem wir alle Ecken des Kaiserpalastes betrachtet haben, machen wir uns auf den Weg nach Osten und besichtigen den silbernen Tempel. Dieser Tempel ist entgegen unserer Erwartung nicht Silbern und nicht sonderlich speziell. Wir finden, dass wir uns den Eintritt hätten sparen können. Der dazugehörige Garten ist aber super schön und typisch Japanisch. Danach spazieren wir eine Weile einer Allee mit Kirschbäumen entlang bis wir den Tempel Nanzen-Ji erreichen, dessen Gelände wir glücklicherweise einmal wieder gratis besichtigen können. Der Nanzen-Ji ist sehr hübsch und es befindet sich sogar noch ein eindrückliches Aquädukt auf dem Gelände. Wir wandern eine Weile auf dem ziemlich grossen Gelände herum und gehen als nächsten zum Tempel Chion-In, den wir bereits vorgestern aus der Ferne gesehen haben. Um dorthin zu gelangen, überqueren wir noch einen hübschen Park und kommen an einem Zoo vorbei. Dieses Tempelgebäude ist ebenfalls sehr eindrücklich und wir verstehen nicht mehr, weshalb gewisse Tempelgelände kostenpflichtig und andere gratis sind. Denn das hier ist aus unserer Sicht der eindrücklichste Tempel, den wir bisher gesehen haben. Als Letztes besichtigen wir das Burggelände von Kyoto, wobei wir von der eigentlichen Burg nicht viel sehen, denn dafür hätten wir nebst dem Gelände Eintritt von 400 Yen noch zusätzliche 500 Yen aufwerfen müssen. Es ist schon spät und wir entscheiden uns deshalb lediglich das hübsche Gelände mit den typischen Gärten zu besichtigen. Danach geht es wieder zurück zur Unterkunft, wo wir heute ein Abendessen mit Kartoffeln zubereiten. Wir sind ganz erstaunt, dass es nun zwei Kochplatten hat und nicht nur eine wie gestern. Es wird ja alles überwacht und vermutlich, wird in Japans Hostel nicht viel gekocht. Wir sind schon erstaunt, dass es heute zwei Herdplatten hat, und vermuten, dass dahinter tatsächlich einen Service steckt. Uns solls jedenfalls recht sein und wir verbringen den restlichen Abend mit der Planung für Nagano. Wir müssen zuerst schauen, wie wir dort hinkommen, denn da wir keinen Zugpass haben, ist Zugfahren viel zu teuer für uns. Wir finden schlussendlich den Willerbus, dessen Preise auch nicht günstig sind, aber um einiges preiswerter als der Zug und daher buchen wir diesen für Rund 50 Franken. Es ist ein Nachtbus, der morgen um 22:00 Uhr in Kyoto losfährt und am nächsten Tag um 06:00 Uhr in Nagano ankommt. Nachdem wir alles erledigt haben, legen wir uns schlafen.

Kyoto Fushimi Inari-Taisha 18.04.2019

Heute heisst es um 11 Uhr auschecken, aber wir dürfen netterweise unser Gepäck im Hostel lagern. Wir haben nicht so viel auf dem Programm wie die letzten Tage, aber wir wollen noch eine Tempelanlage, die Fushimi Inari-Taisha, im süden Kyotos besuchen. Dazu fahren wir zuerst an den Hauptbahnhof und weiter in den südlichen Stadtteil. Hier treffen wir wieder auf eine Horde an Touristen und wir müssen uns gerade motivieren, weiter zu gehen. Der Weg führt durch unzählige rote Schreintore auf einen Hügel hinauf, was sehr eindrücklich ist. Der gesamte Komplex besteht aus 5 Schreinen und wir können eine ziemlich ausgedehnte Wanderung machen. Nachdem wir den ersten Schrein passiert haben, reduziert sich die Anzahl der Leute drastisch und wir können gemütlich von einem Hügel zum nächsten wandern, wobei wir zudem noch einen tollen Stadtblick haben. Wir geniessen es sehr und verbringen ein paar Stunden in der hübschen Region. Wieder zurück beim Hauptbahnhof wollten wir eigentlich noch einen weiteren Tempel anschauen gehen, jedoch sind wir der Meinung, dass wir nun fast zu viele Tempel gesehen haben und gehen stattdessen in einen gemütlichen Park, wo wir etwas ausspannen können. Die Busverbindung sind hier unten etwas komplizierter, um in unser gewünschtes Viertel zu kommen. Wir schaffen es natürlich in den Bus zu steigen, der nach dem Hauptbahnhof anstatt wieder ins Stadtzentrum fährt, weiter zur Endstation fährt und uns dort zum verstehen gibt, dass wir aussteigen müssen. Mittels unserem Busfahrplan finden wir den korrekten Bus, der aber erst in einer Dreiviertelstunde fährt. Also heisst es mal eine Runde warten. Wir können immer noch nicht glauben, dass Japan fast noch pünktlicher zu sein scheint als die Schweiz und hoffen, dass der Bus, der vor zwei Minuten hätte fahren sollen, verspätet ist. Dem ist nicht so und in einer Dreiviertelstunde auf die Sekunde genau, fährt der Bus los, der uns ins Gion-Viertel bringt. Wir schlendern im bekannten Gion-Viertel etwas durch die abendlichen Strassen, welche wunderschön beleuchtet sind und eine schöne Atmosphäre vermitteln. Danach geht es zurück zum Hostel, wo wir uns einen leckeren Noodle-Cup zubereiten und im Aufenthaltsraum warten, bis es Zeit ist zum Bahnhof zu gehen. Wir sind fast eine Stunde zu früh am Bahnhof wollen aber sicher gehen, wo genau unser Bus fährt. An der vermeintlichen Haltestelle ist jedoch alles auf Japanisch angeschrieben und die Abfahrtszeiten stimmen auch nicht mit unserer überein. Wir versuchen es zuerst selbst herauszufinden, fragen aber schlussendlich doch nach, ob wir am richtigen Ort warten. Eine nette Dame zeigt uns, dass wir auf der anderen Seite warten sollen und dort der Bus hinfährt. Wir müssen also noch eine Weile warten bis der Bus kommt. Wir machen daher noch die abendliche Toilette mit Zähne putzen etc. und müssen an dieser Stelle noch einmal die bisher immer top modernen japanischen Klos erwähnen. Nebst das alle eine Sitzheizung haben, gibt es so viele Knöpfe, dass Manuela mal aus versehen, den Notfallknopf gedrückt hat, anstelle des Spülknopf – was aber nicht weiter schlimm ist. Es gibt z.B. einen Knopf, der nennt sich Privacy und es kommt tatsächlich Vogelgezwitscher und Wassergeräusche, wenn man darauf drückt. Das ist doch schon sehr amüsant. Vogelgezwitscher hört man aber nicht nur auf den Klos, sondern auch oftmals auf den Strassen, wo es Lautsprecher gibt, die Vogelgezwitscher von sich geben. So z.B. auch die Ampeln, wenn es grün wird, um die Strasse zu überqueren oder in U-Bahnhöfen. Sowieso ist es nahezu überall, wo man hingeht, mit Lautsprecher ausgestattet und man hört irgend eine Melodie. Etwa 10 Minuten vor Abfahrtszeit kommt ein Bus und wir fragen, ob es der Richtige ist, denn auch hier ist Nagano nur auf Japanisch angeschrieben, aber die Zeichen scheinen übereinzustimmen. Der Bus ist enorm luxuriös. Es hat immer nur drei Sitze in einer Reihe und zwischen jedem Sitz hat es viel Abstand. Zudem hat es um jeden Sitz einen Vorhang, damit man sich komplett verdecken kann und sogar hier maximale Privatsphäre hat. Eine Decke und sogar Hausschuhe gibt es dazu. Wir schlafen wunderbar ein und sind gespannt auf die japanische Alpen in und um Nagano.


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12.04.2019 – 18.04.2019

First few hours in Osaka und some impressions 12.04.2019

Totally exhausted we reach Osaka. First we go to immigration office, where we are told that we are not allowed to fill out the immigration slip with a light blue pencil. However, another lady supports us and says, it’s fine and we should move forward immediatly. Somehow we almost wonder if we are in the hospital or in the Japanese immigration because everyone here is wearing a mouth protecting mask. But it seems we are right here, because after we have given our fingerprints and smiled nicely into the camera, we get the stamp for 90 days in Japan.  Fortunately, our luggage is already waiting on the belt. We pick it up and go through the customs check, where as usual we have declared something but are waved through. We are very hungry, because in the seven-hour flight we have refrained from eating, because in the cheap airlines we’d to buy a meal what we didn’t. We first have to find an ATM and next we go to a small shop at the airport, which has a cheese roll to offer. Unfortunately he has this only advertised, but not in stock. After typing in the Google translator „if they have anything vegetarian“, he answers “no” and suggest to try McDonalds. We let it be and look next, where we can buy a train ticket to get to Osaka City, which is still a quite distance away. Fortunately, on Google Maps, we were able to locate the train with the lowest price, because even the lady at the ticket counter does not speak English. After we showed her the connection on the phone, she hands us the ticket. She explains us in Japanese and with a few hand signals the way to the train, what we immediately find – thanks finally to google.maps. After getting on the train, we still have a bit of a queasy feeling, whether it’s the right one, because the entire label is in Japanese, as well as our ticket.  For safety, we get off again and ask a conductor if we are in the right train, whereupon he points to this train. Phu, somehow we expected it, but are a bit intimidated, as apparently not even at the airport is spoken some English. In the train we will be a little more relaxed, because the announcements are in addition to Japanese also in English. It is almost 11 o’clock in the evening when we arrive at our stop. We are surprised, because here is absolutely quiet, hardly a person we see on the street, as we are on the way to our accommodation. We would not have expected this from the second largest city in Japan. Astonished, we also notice the streets are absolutely clean and in every corner is a sort of Selecta machine, where you can buy everything. Since the reception of our accommodation is no longer occupied, we have received instructions on how to enter the building and where our room is located. To do this, we have to hold our hand to a sensor and then enter a code, where we are very happy that this works without problem. However, our room shows us the so-called Japanese size, because we can just stow our backpacks in front of the bed and we do not have more space. The backpacks we have to carry away every time we want to leave the room. So basically just a room with the footprint of a bed.  The bed is wonderfully soft and we are already looking forward to have a good rest. Since Fiji we have always lived in the tent and for the last 48 hours we were awaken. Nevertheless, we still want to buy some food and hope the supermarket next door is still open shortly before midnight. Yes it is still open. Actually, we only want to buy something for dinner and something for tomorrow for breakfast. But this is easier said than done, since most food is written exclusively in Japanese, it is enormously difficult to make a suitable choice. We opt for the most obvious and buy a pack of toast and a few overpriced cheese slices for breakfast. For dinner we try it with a Noodle Cup, from which one we have a huge selection. Based on the pictures on the packaging Manuela finds one that has only vegetables (which is not so easy, because 95% contain either meat or fish pieces) and Hanspeter finds one with chicken and vegetables. There is also a pack of biscuits we buy. Back in our accommodation, we prepare our midnight snacks, the Noodle Cups, which is fast done, because all we have to do is add hot water. Actually, they are pretty good, but Manuela has to find another one next time, because this is undoubtedly with seaweed, and this taste is a bit strange. It is vegetarian, but seaweed is probably not her favorite vegetables. Then we treat ourselves to a coffee and a few biscuits (each biscuit is individually packed!). Then we have a good sleep in the cozy bed in the mini room. These were our first few hours in Japan and we already have a little culture shock, but are curious about what else awaits us.

Osaka 13.04.2019

After we have slept well and have a good breakfast, we ask our hostel owner by mail, if we can stay one more night. Unfortunately, the hostel is already booked this night and we have to find another place to stay. We were lucky enough to find accommodation for just under 25 US Dollars this night, because the prices we find today on Booking.com are much higher, but that’s also because it’s weekend. We find a Japanese guesthouse at a reduced price, but the price is still over 40 US Dollars per night and is currently the cheapest option. Anyway, we book two nights so we can explore Osaka. Accommodations are probably more expensive than usual and we have to accept. Just on time at 10 o’clock we check out and go to the same supermarket as yesterday to buy something, so we have some snacks for today. Then we make our way through the streets of Osaka to the next subway station. The offline App Maps.me even shows us the subway lines, which is really handy, because we know which subway we have to take in which direction. First we wanted to buy a SIM card with mobile data in Japan, but a decent package for a month is with 70 US Dollars enormously expensive. Since Japan is a modern country, we count on finding Internet in most public places as well as in the accommodations. After all, it used to be without in earlier days and with Internet we will just be a little bit more comfortable.  In fact, there is often a free Wifi, which is usually very slow and not even google.maps works. We spoke at the accommodation before with an elderly Australian lady who recommended us to buy an IC card. We researched a bit and found out this prepaid card is indeed very convenient, as you can pay cashless in all sorts of situations (such as transport, shopping, at the vending machine, etc.). At the subway station we go to the nearest ticket machine and want to buy such a card. Somehow it is not clear which is the right, and we buy the one that makes the most sense for us. After we get the ticket, where everything is written in Japanese, this does not look right for us. We go to a conductor who sits in a little house at the ticket gates to get on the tracks, and ask him. However, we do not get far with English and we show him the ticket. He immediately puts out the Google Translator on his tablet, which we do as well. He explains we have bought a multi-trip ticket and we explain we want an IC card. He takes our ticket and without batting an eyelash, he refunds the money. He also talks on the phone with his colleague and explains we can buy the IC card at a vending machine on the other side. We are on the way to the right machine and behold, his colleague is already coming towards us and leads us to the machine, changes the language in English and shows us what we have to choose. We are amazed and excited at the same time about the support. Until now, we have learned two words: „Konichiwa“ to welcome you and „Arigato“ to thank you, which we can already use now. Having the the IC card, we now get on the platform without buying a ticket, because you just have to swipe the card via a sensor at the entrance, the same when disembarking and the total fare is deducted from the credit on the card. If you have too little credit when leaving the station, a beep will sound and the gate will not open. Then you either have to refill your card or pay the price difference at the conductor in the previously described house. When we arrive at our destination destination, we navigate to the new accommodation. First of all, we go in the wrong direction because the subway has different exits and the right one is not obvious with GPS. However, after crossing the road a second time, we are on the right track and should arrive in a few 100 meters. Arrived at the said place, we find no accommodation and see immediately there must be several accesses. After we have passed a parking lot in a dead end next to a construction site, we see a cottage with the name of our accommodation. The host greets us kindly and let us in.  In Japan you usually have to take off your shoes when you enter a building (this was already the case in the last accommodation in front of the very small room) and we get a few slippers, where Hanspeter with shoe size 46 always have some problems. The host chats a bit with us and is very interested in our trip. When we tell him that we do not know exactly what time we check out and where all we want to go in Japan, he seems shocked and fascinated at the same time. He asks quite curiously why Europeans or Americans always travel with backpacks, although trolleys are much more convenient. We chat about this and that until our room is ready. When we can enter the room, he asks us if he can try to lift the backpack. That looks pretty funny, as he – dressed in a suit – carries Manuela’s backpack, with difficulty, but with the widest grin and brings to our room. The room is very large and really traditional. It even has a small shrine and tatami mats for sleeping. Tatami mats are very thin mats made of rice plant, so really traditional, but unfortunately not quite as comfortable as a bed with real mattress. But at the same time it is modern because there is a floor heating. Anyway, the Japanese heat everything they can, because until now had – without joke – each toilet has a heated toilet seat. This is of course extremely comfortable, but on the other hand also a considerable waste of power. After we have settled comfortably, we finally make our way to the city center. First, let’s take a look at the famous Osaka Castle, not only because our host said we can still see some cherry blossoms there. Although the main cherry blossom season in this region is over, what we were told before the trip and we were therefore a bit disappointed. We take the subway and have to change to the destination only once. Now we also notice how quickly we got used to subway driving and how practical it is. We meet here for the first time a crowd and stroll leisurely through the park. In fact, we can see some trees with cherry blossoms, which looks amazingly beautiful. Before we get to the castle we come to a river whose entire bank is idyllically lined with cherry trees. It is also very nice to see thousands of flowers fall from the trees into the river. Funny looks the selfie behavior of the Japanese, who probably go on holiday here. Everywhere many selfies are shot and they always wait patiently until they are done. If you accidentally run into their picture, because then you are – seriously – pushed away and talked in an incomprehensible language. We quickly get used to this behavior, that is also completely acceptable, if not 100 selfies are shot in a row. We are still on the way to the castle and have just climbed some stairs, where we reach a platform with a great view.  Here you can see how the old meets the new. In the foreground are the ancient buildings, while in the background we see the modern skyscrapers. On one hand, this looks strange, but on the other hand also impressive. The castle itself is beautiful and built in great detail. We enjoy the view of the city and the castle for a while and then continue by foot. In order to deal with the many people, the police have set up barriers and wave pedestrians and motorists. After we leave the area completely, there is loneliness again – we feel like we are almost the only pedestrians here. Cyclists, on the other hand, are seen frequently and these are also the ones to watch out for, as they are probably least aware of traffic regulations. Almost like home. Motorists, however, drive very civilized and pay very much attention to the pedestrians. Slowly we have become a bit hungry and we are just passing a bakery. Of course, we can not resist stopping by to see what’s there. We don’t find normal bread here, but it has a lot of delicious, sweet and salted baked goods. Since everything is written in Japanese and you often do not see what is in the pastries, Manuela asks by Google translator, which buns are vegetarian. The vendor then points to a few and we buy a few vegetarian for Manuela with cream and egg, as well as for Hanspeter with meat. The pastry with the filling is delicious. Then we stroll through the city for a few miles, where we walk along the river for a while, then visit a shrine, continue through a few narrow streets and finally land at Umeda Central Station. At this time we do not know yet that Umeda is the main station. We just want to cross it to get to the other side and reach the Umeda Sky Building. Here’s another crowd of people hiding, and we’re pretty impressed with how everything is organised. At the right time and on the right side so neither pedestrians nor traffic is affected, when people walk. The station itself is very luxurious and includes countless designer shops. We leave the station as fast as possible and head to the Umeda Sky Building. This 173 meter high building is very impressive and modern built. The architecture is supposed to be modeled on a rocket launcher. We decided to visit the tower to have a nice city view over Osaka. Since we are probably not the only, because barely arrived there, we are placed at the back of a huge queue. We feel that we are on the before waiting bench rather than in the queue. Fortunately, they let in people in turns, and we’re always moving closer to the entrance from time to time, which keeps the motivation up. After about an hour’s wait, we actually come to the entrance, where we can buy the tickets. The tower is beautifully decorated with information on some of the historical elements of Osaka itself, as well as the tower itself. The highlight, of course, is the view over the entire city. Since it is already dark, we decide for a slightly expensive but delicious ice cream and wait until it gets very dark to see the city at night. After we have looked at the city, it goes down in a spectacular glass escalator a few floors, from where the highspeed lift brings us to the exit. At the end of the day we take the subway to the famous shopping and nightlife district Dotombori. Here get overwhelmed by the whole city bustle and the neon signs. Very fascinated we look at the plastic food, which looks deceptively real and is used as an advertisement for the restaurants. Now we are hungry, but where do we want to eat? We are looking for a place that is not too expensive, and does not have too special items to choose from, and above all, something vegetarian on offer.  That’s not so easy, because many restaurants are understandably seafood-themed, or have expensive western food on offer or a Japanese-only menu. We try it with a Japanese restaurant, which has comparatively cheap prices and very many different dishes are on the menu. We end up in a typical Japanese grill restaurant. We receive a halfway translated English manu. The dishes look very delicious and we both talk about the so-called egg-roll. Manuela asks if this is vegetarian, which negates the chef and asks if she is eating pork. Of course, Manuela said no to this, but the chef says she can also prepare an egg roll without pork. We can watch the chefs prepare, which is very impressive, because the so-called egg roll actually consists of a filling, which is wrapped in a egg dough. A filled omelette, so to speak. She does it very well and the dish tastes delicious. Each table has a built-in grill plate, whereupon the dish is served and thus remains permanently hot. This is also the first time since years, where we eat with chopsticks. It takes a little longer than usual, but over time we get along pretty well with the unfamiliar eating style. It will certainly not be the last time that we eat with chopsticks and may need some exercise. With a full stomach, we walk through the crowded shopping area and take the next subway, which leads us to our accommodation. It’s almost midnight when we arrive at our accommodation and we go straight to bed.

Osaka 14.04.2019

It’s rainy today, so we need a bit longer to motivate ourselves for getting up. In the supermarket next door we go shopping first, where we get pretty wet without umbrella. We write a few requests on couchsurfing and discuss what we want to do in the next few days. At noon, the rain has calmed down at least a little and we are heading back to the city center. At the subway station, someone even deposited a no-longer-needed day pass, which we can usel. Our primary goal today is shopping, which is why we start in the shopping district where we finished yesterday. Manuela found some sneakers yesterday and today we want to find some for Hanspeter. This is not easy with shoe size 46, because most men’s shoes are only up to size 44. After we have rummaged a few shops, he finds some suitable. It has to be said that shopping in Japan is really fun, because they have everything exclusive and also foreigners can shop without VAT. We still roam through all sorts of shops and see what there is to buy. The shopping mile is covered, which is convenient in today’s weather, but we must be careful not to be too tempted, because cheap is the stuff offered really not. We stop in a Japanese burger chain for lunch. Manuela even finds something vegetarian, a burger bread made only of rice (so no real bread), which is stuffed with vegetables. Afterwards we visit some shrines, which in turn are quite impressive and we can admire the old Japanese architecture and tradition. Along the way, we see some people in a „Mario Kart“ go kart on the road, which looks enormously amusing. Then we take the subway on the way to the coast, where we want to go to the Ferris wheel and want to explore the region. Unfortunately it is so raining that we leave the rest of the tour and go directly to the building with the Ferris wheel. However, since we only want to reach the Ferris wheel after dark, we stay in the building, where a Legoland is also integrated. The entry into Legoland is the equivalent of over 50 US Dollars, which is why we only go to its sales shop and admire the expensive models. Otherwise, the building is again a huge shopping center. We find a nice shop with lots of traditional items, where we buy some souvenirs and a cherry blossom umbrella, where cherry blossoms appears when it rains. How cool is that? A must have for Manuela, since it rains anyway and we have no umbrella. After that, we stand in the long queue to get on the Ferris wheel. You can also wait a little longer and you get a cabin with glass bottom, of course we do. After almost an hour it’s our turn and enter the 112 meters giant wheel, one of the world’s largest. Although it is a bit less rainy, the glass cabin is unfortunately still provided with water droplets, so the photos came only moderately good. But the view of the city at night is wonderful and very impressive, from so high up. For Hanspeter it was very special, as it is his first time on a Ferris wheel ever. We enjoy the beautiful drive through the night very much. After that we take the subway back to our hostel where we will prepare a noodle cup for dinner. These are a lot more delicious than those from Friday, which may be due to the fact that no seaweed is included. But you have to say that seagrass is cooked right and in the right dosage is not bad per se, in the last Noodle Cup was just too much. We spend a cozy rest evening in our hostel.

Kyoto 15.04.2019

Since we were unsuccessful with our Couchsurfing requests in Kyoto, we have no choice but to book a place to stay. We opt for a cheap shared room for the next 3 nights. A little after 10 o’clock we check out and take the subway / train to Kyoto. Everything looks a bit different in Kyoto than in Osaka, because there is a lot of commotion on our arrival, but that may be because we are pretty centrally located. After about 10 minutes walk we reach our accommodation and register. It is shortly after 1 o’clock, but the check-in is only at 4 o’clock. We can deposit the luggage here, and already get the Wifi password. That’s why we make ourselves comfortable in the lounge. However, we just want to set the current plan and determine its path with Google maps, and say goodbye again. The first destination is the Buddhist temple Kiyomizu-dera. On the way we already pass some impressive temple buildings and shrines.

At this point we have to digress for the Buddhist symbol of the „Swastika“. Looking through today’s photos, but also on numerous future photos of several Buddhist temples, a swastika can be seen (sometimes very prominent). Often it is directed to the left, but sometimes to the right.  We were pretty shocked to find this symbol everywhere in Japan and even had to be careful when buying souvenirs, which have the „swastikas“. We then google what the swastika in Buddhism is all about, and some who are more concerned with Buddhism (or other religions that use the sign) or history know it. Therefore, we try to reproduce as simple as possible what it is all about. The swastika, which is called Swastika, is an important religious sign in Buddhism and means luck (or lucky charms etc.).  Opinions differ, according to some reports, the swastika points only to the left. That is not the case, we have seen with our own eyes. We have further learned that the direction „left“ or „right“ shows whether it refers to happiness in this world or in the hereafter. You can read about it here https://en.m.wikipedia.org/wiki/Swastika or just google questions yourself. We know the swastika in the National Socialist context, because apparently Hitler stole this sign from the Buddhists and misused it for his own purposes. According to a story, he took the mark after meeting an Austrian Christian priest who had found Buddhism in India. Whether it has something on it or not, we do not know. But the whole topic has also sparked discussions in our country whether, despite its current significance, it is right to continue to portray this symbol so prominently. We agree that we have to be careful about it, but it is nonetheless important in the story (and the viewer – like us – is also dealing with it) and therefore, in our view, it is right that it is in the religious context can maintain. What can the Buddhists do for any „ideologist“ (sorry, idiot or madman i want to say) to misuse their sign for his cruel purposes, even though the sign has been in use for thousands of years (and not just from Buddhism, it has become diverse) Groupings used). Even in Germany, Buddhist groups are still allowed to use the sign for their purposes, even though it is actually forbidden. Now, however, it is fact on city maps left-aligned swastikas are shown where the Buddhist temples are. For the Olympics in 2020, Japan has to adapt all English city maps, so the symbol is not visible and therefore does not make any discussions. The symbol is often not identical to the swastika we know, because sometimes it is also curved or decorated with ornaments, but you can almost always see a similarity and it raises questions. But it is important to know where it actually comes from, because this was not mentioned in history lessons in school.

The streets of Kyoto are well maintained and decorated with plants and lanterns. As we come to Kiyomizu-michi Road near the Kiyomizudera Temple, we enter a huge tourist mass. The simple-looking temple with its bright orange outbuildings is very impressive and we have a beautiful city view with a few cherry blossoms. The architecture and just the attention to detail in these buildings is simply indescribable. The whole area is quite big and we can observe some Buddhist traditions. We also visit the impressive temple from the inside, where you are not allowed to take pictures. The temple complex continues beyond the building into the green, where a path leads to a small, secluded temple. Then we go back to the main area, where we can see various customs of Japanese Buddhism. Then we return to the streets and want to visit some more temples. However, since we spent a few hours at Kiyomizudera, it is already after 4 o’clock and we learn immediately that probably most of the temples close at half past four or at five. At the Kodai-ji we unfortunately do not even come to the area without entrance, which is why we don’t visit it at this time. Of course, 500 yen are just under 5 US Dollars, but if you have to pay at various temples always between 300 and 600 (sometimes even over 1000) yen per person, it is quite expensive. After all, we also want to have time if we pay admission and do not have to leave again after 30 minutes. Next, we cross the Maruyama-Koen Park and finally stand in front of the Chion Temple, which is so impressive that we agree to visit it again in the next few days. Now we are on the way back to our accommodation. The beds in the huge dorm are ready, but we are still surprised to have some privacy. The beds are small cabin (with own light and power connection), which can be closed with a curtain in front. This is probably the Japanese definition of Dorm and we are very happy with it. Like any other accommodation, this one is extremely clean, which is probably the standard of Japan and we are no longer used to the standard from South America. After we have settled in we want to have some food because we found a nice Indian restaurant, not too far from here. When we arrive hungry at the said place, however, the owner says that he expects a large group and we should come back after 8. It is only half past seven and we are hungry now. That’s why we look for more Indian restaurants. In the large shopping street, next to which we have our accommodation, there are two, but one of which is closed and the other has only enormously expensive menus for dinner.  We walk another two kilometers to another restaurant, which has also closed and ends up at a Nepalese restaurant. This is small and we like it at first glance, also there is a similar menu as the Indian. The dinner is absolutely delicious, albeit clearly portions tailored for Japanese. So we order a little more than usual and get so full. We chat a bit with the owner, who speaks broken English and says that she is Japanese herself, but her husband, the chef, Nepalese. We thank her for the delicious food and return to our accommodation with full bellies, where we stay in the cozy lounge before we go to sleep.

Kyoto Kurama-Dera & West 16.4.2019

Since yesterday we were a bit overwhelmed with the many tourists in Kyoto’s streets, today we want to visit a temple just outside the city. Since we do not know exactly how to get there, especially how to use our day pass most efficiently, we go to the Visitor Center at the station. An elderly lady advises us in English and asks if we speak German. We did not expect it, but she now speaks German with us, and can give us all the information we need. We are impressed.  First, we take a bus, which brings us to the train station, from where the train goes directly to Kurama-Dera. We are also amazed when we see painted hemp leaves everywhere on the green train (later it turns out that a tree actually has the same leaves, simply reduced size) – we find it rather amusing. The train ride takes over an hour and brings us completely out of the city into the mountains of Kyoto. The place itself is very small and consists only of a few houses. The temple is located on a hill on which we now climb. On the way we meet already on some beautiful buildings that we can marvel at, before we arrive at the temple at the top. This itself is not as pompous as those we have seen in Kyoto, but it is extremely idyllic and surrounded by cherry blossoms. After we have looked at the area in detail, we return to the train station and take the train back to the outer city. From there we take the bus westward, where we make the first stop at the Golden Temple (Kinkaku-Ji). Here we are again with countless tourists, but to be honest, the golden temple is also very impressive. It is located in a pretty Japanese garden with a small lake around it. As we stroll through the beautiful area, admire all sorts of plants and birds, we suddenly see the tree with the ominous hemp leaves, which leaves are really small. We also spent a lot of time on this area and it is already late afternoon when we wait for the bus to go further west. The ride is another hour and we have to change once. Although Kyoto does not have as many inhabitants as Osaka, the sights are quite far away, and most of all, there is not such a good subway network. Here is another temple to visit, the Tenryu-Ji. But since the visit of the garden costs 1000 yen, we look at the nice temple from outside and don’t visit it in particular. Then we continue to the Arashiyama bamboo grove. First, the path leads past a shrine, which of course we visit. The Arashiyama bamboo grove is a forest of giant bamboo grasses and we can stroll through a small sidewalk. This is very beautiful and we enjoy the atmosphere. Then we stroll around in the park, where we get to a nice viewpoint over a river. Then we stroll along the river until we reach the old Togetsu-kyo bridge. Here we can see from a new bridge, the remains of the old bridge built in 1606. Since it’s already 6 o’clock, we take the next bus, which drives us within the next one and a half hours to the city center. Since there is even a kitchenette in the hostel, we go to a supermarket to buy our dinner. The small supermarket makes us again quite desperately, as vegetables are incredibly expensive. To compare, a peppers and Zucchini costs the equivalent of 2 US Dollars, a single tomato 1. Therefore, we think twice, what vegetables we want to buy and even every single vegetable is in a plastic packaging. Not quite obvious things to buy, is also a challenge, for example Sauces, since everything is written in Japanese and you can only guess what the ingredients are. We finally find everything necessary for dinner and some food for tomorrow. The rest of the evening we spend in the lounge of the hostel, where we start to chat with a German couple who have similar difficulties with the price level here. They give us some tips on how to get away cheaper and tell us something about an ominous golden week. Then we think again where we want to go to Kyoto and commit ourselves to Nagano. There are only a few couchsurfing members, but we try our luck again and write three requests before we go to sleep.

Kyoto Imperial Palace, Temples & Gardens 17.04.2019

Today we start at the former imperial palace. However, we have to look for the entrance first, because the terrain is huge and it has some so-called entrance gates. However, after we have walked for a while on the perfect gravel roads, we reach a gate where a horde of school children wait. That must it be and we expect to wait a while because there are certainly over 100 people who want to come in here. A security guard has probably seen our desperate look and called us in front. We first have to pass a security check and then we are allowed to go in. We stroll through the grounds and look at the impressive architecture and the artistic composition of each room. However, we are surprised that the site of the entire Imperial Palace is large, but rather simple, so not pompous, as we would have expected. The gardens are perfectly maintained and in general everything looks very precise. When we want to go through a gates, it’s written you have to be below 1.75 otherwise watch your head. Therefore Hanspeter has to duck his head. We smile about it and a guard adds „sorry it’s japanese size“, which we find pretty amusing. We also noticed there are some, in our view, some senseless jobs, such as at construction sites, where two people are employed only to wave pedestrians by. That although you only have to walk a bit further and there is absolutely no danger. Here we see another, amusing job. There are actually about 5 people crawling around on the ground and sorting pebbles (we suspect that they have to sort out the dark pebbles). That’s unbelievable. After looking at all corners of the Imperial Palace, we head east and visit the Silver Temple. Contrary to our expectations, this temple is not silver and not very special. We think we could have saved our entry. The garden is super nice and typical Japanese. Then we walk for a while along an avenue with cherry trees until we reach the temple Nanzen-Ji, whose area fortunately we can visit for free. The Nanzen-Ji is very pretty and there is even an impressive aqueduct on the grounds. We walk around for a while on the rather large terrain and go next to the temple Chion-In, which we saw from the distance the day before yesterday. To get there, we cross a pretty park and pass a zoo. This temple building is also very impressive and we no longer understand why certain temple sites have entrance fees and others are free. Because this is in our view the most impressive temple that we have seen so far. The last thing we visit is the castle grounds of Kyoto, where we do not see much of the actual castle, because we would have had to pay an additional 400 yen in addition to the entry site. It is already late and therefore we decide to visit only the beautiful area with the typical gardens. Then we go back to the accommodation, where we prepare a dinner with potatoes today. We are amazed, now there are two stove tops and not just one like yesterday. Everything is monitored and probably, not many people cooking in Japan’s hostel.  We spend the rest of the evening planning for Nagano. We must first see how we get there, because we do not have a train pass, and train travel is far too expensive for us. We finally find the Willerbus, whose prices are not cheap, but a lot cheaper than the train and therefore we book this for around 50 US Dollars. It is a night bus that departs tomorrow at 22:00 in Kyoto and arrives in Nagano at 06:00 the next day. After we have done everything, we go to sleep.

Kyoto Fushimi Inari-Taisha 18.04.2019

Today it’s time to check out at 11 o’clock, but we can kindly store our luggage in the hostel. We do not have as much on schedule as the last few days, but we still want to visit a temple complex, the Fushimi Inari-Taisha, in southern Kyoto. First we drive to the main station and further to the southern part of the city. Here we meet again a horde of tourists and we just have to motivate ourselves to go further. The path leads through countless red shrine gates up a hill, which is very impressive. The whole complex consists of 5 shrines and we can go on a fairly long hike. After passing the first shrine, the number of people is drastically reduced and we can comfortably walk from one hill to the next while still having a great city view. We enjoy it very much and spend a few hours in the beautiful region. Back at the main train station we wanted to go to another temple, but we think that we have seen almost too many temples and instead go to a cozy park, where we can relax a bit. The bus connection is a bit more complicated down here to get into our desired neighborhood. Of course, we manage to get on the bus, which goes to the main station instead of back to the city center, continues to the terminus and gives us to understand that we have to get off. At least, here we find the correct bus, which departs only in 45 minutes. So we have to wait a while. We still can not believe that Japan seems to be almost more punctual than Switzerland, hoping that the bus that should have left two minutes ago is late. This is not the case and in 45 minutes punctual to the second, the bus departs, which brings us to the Gion district. We stroll in the well-known Gion barrier with it’s evening streets, which are beautifully lit and give a nice atmosphere. Then we head back to the hostel, where we prepare a delicious noodle cup and wait in the lounge until it’s time to go to the train station. We are almost an hour early at the train station but want to be sure where our bus goes. At the alleged stop, however, everything is written in Japanese and the departure times are also not consistent with ours. We try to find out by ourselves first, but in the end we ask if we are waiting in the right place. A nice lady tells us we should wait on the other side. So we have to wait a while until the bus arrives. Therefore, we still do the evening toilet with teeth brushing etc. and have to mention at this point once again the always top modern Japanese toilets. In addition to the fact all have a seat heating, there are so many buttons that Manuela by mistake press the emergency button, instead of the flush button. Can happen – obviously. There are e.g. a button called Privacy and it actually comes birdsong and water flowing sounds, if you press it. That’s very amusing. Bird chirping can be heard not only on the toilets, but also often on the streets, where there are speakers with birdsong (probably just to change the city feeling a bit more out in the nature). For example, when the traffic lights turns green to cross the street or in subway stations. Anyway, it’s almost everywhere you go there are speakers and you hear some tune.  About 10 minutes before the departure time comes a bus and we ask if it is the right one, because Nagano is only written in Japanese. The driver agrees. The bus is enormously luxurious. It always has only three seats in a row and there is a lot of space between each seat. In addition, it has a curtain around each seat, so you can completely hide yourself with a lot of privacy. There is also a blanket and even slippers. We fall asleep wonderfully and are looking forward to the Japanese Alps in and around Nagano.

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