Taiwan 4: South and West

— for english version click here —

für weitere Bilder und Videos hier klicken

04.06.2019 – 11.06.2019

Kenting Nationalpark 04.06.2019 & 05.06.2019

Viel zu früh ist es als wir aufstehen und wir freuen uns schon, wenn wir Mal wieder ausschlafen können. Netterweise haben die Hostelmitarbeiter uns bereits um 5 Uhr das Frühstück bereitgestellt, so dass wir nicht mit knurrendem Magen los müssen. Weshalb wir den Zug um 6 Uhr nehmen? Das es die günstigste Verbindung ist und wir so noch etwas vom Tag haben werden. Denn der Weg ist lang. Wir fahren bis Fangshan, von wo aus wir etwa zwei Kilometer zu Fuss gehen müssen, bis wir bei der Bushaltestelle sind. Die Zughaltestelle scheint ziemlich verlassen. Der Weg führt uns durch Felder, wo wir die ersten Arbeiter sehen. Die meisten winken oder rufen uns freundlich zu, Touristen hier auf der Strasse sind wohl nicht so häufig. Die Gegend ist noch nett, hat aber wohl nicht viel zu bieten. Bei der Bushaltestelle warten bereits zwei ältere Personen, die uns sofort fragen, wo wir hinwollen. Wir teilen ihnen mit, dass wir in den Kenting Nationalpark gehen wollen und prompt kommt bereits 10 Minuten später ein Bus angedüst. Nach unseren Recherchen hätten wir noch über eine Stunde warten müssen, aber umso besser. Viel schneller als erwartet, erreichen wir Kenting, so dass wir bereits um 10 Uhr zum Einchecken bereit wären. Die Unterkunft leider noch nicht, aber wir dürfen unser Gepäck wie üblich hier lassen. Wir besuchen diverse hübsche Strände hier in der Umgebung und machen es uns bei einem gemütlich, um schwimmen zu gehen. Das Klima ist hier nicht besser und wir sind über jede Abkühlung froh. Der Platz bietet sogar noch einigermassen guten Schatten, weshalb wir eine zeitlang hier verweilen. Nach einem erfrischenden kühlen Bier warten wir auf den nächsten Bus, der uns ganz in den Süden zum Eluanbi Leuchtturm bringen sollte. Die Umgebung hier hat einiges zu bieten, denn nebst den Leuchtturm können wir durch den Wald spazieren und haben immer mal wieder einen schönen Ausblick auf das Meer. Zum Abschluss des Tages spazieren wir noch an Taiwans südlichsten Punkt, bevor wir zurück zur Unterkunft gehen, um einzuchecken. Am Abend spazieren wir durch den eindrücklichen Nachtmarkt von Kenting und probieren einige Spezialitäten. Es gibt aber auch ziemlich heftige Fischgerichte, wie Oktopus oder Hai. Bei einem Stand sehen wir sogar wie der Koch die lebendige Fische auf einen Spiess steckt, was doch etwas zu viel des Guten ist. Aber eindrücklich ist der Markt auf alle Fälle und Manuela findet ein paar leckere vegetarische Gerichte. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns einen leckeren Bubble Tea, bevor wir in unser gemütliches klimatisiertes Zimmer verschwinden. 

Nachdem wir endlich richtig ausgeschlafen haben, machen wir uns auf den Weg und wollen mit dem Bus einen Park in der Nähe besuchen. Als wir bei der Bushaltestelle ankommen und näher hinschauen, stellen wir fest, dass der besagte Bus nur am Abend fährt. Also versuchen wir unser Glück, um einen Roller zu mieten. Das haben wir, obwohl uns der Vermieter sagt, dass wir keine Versicherung hätten, weil wir den internationalen Führerschein nicht vorweisen können. Da wir aber sowieso nicht damit gerechnet haben hier versichert zu sein, macht uns das wenig aus. Wir sind happy wieder flexibel zu sein, denn so können wir wieder ganz andere Ziele ansteuern. Wir machen zuerst einen Schlenker Inland durch den Sheding Nature Park, bevor wir wieder an die Küste gelangen. Wir passieren ein hübsches Dörfchen nach dem anderen und an der Ostseite kommen wir an diversen wunderschönen Aussichtspunkten auf die Küstenlandschaft vorbei. Danach wird es langsam etwas weniger Touristisch und die Dörfer sehen noch ziemlich ursprünglich aus. Auf der Karte haben wir einen offensichtlichen Weg entdeckt, der uns wieder zurück an die Westküste bringen sollte. Plötzlich fahren wir eine gefühlte Ewigkeit durch den Wald immer höher den Berg hinauf, bis uns das ganze etwas spanisch vorkommt. Wir konsultieren unsere Karte und stellen fest, dass wir uns ohne zu merken, ziemlich übel verfahren haben und nun in irgendeinem Bergsträsschen gelandet sind. Im ersten Moment sind wir etwas darüber erschrocken, denn wir haben nicht einmal bemerkt, irgendwo eine Abzweigung genommen zu haben und sind bereits seit über einer dreiviertel Stunde auf der falschen Strasse unterwegs. Als wir den Weg ab dem jetzigen Standort nochmals genauer unter die Lupe nehmen, stellen wir fest, dass wir trotz einem riesigen Umweg, wieder an die richtige Ortschaft gelangen. Wir hoffen einfach, dass der Roller das auch mitmacht, denn auf diesem Weg sind wir keinem einzigen Menschen begegnet. Die Aussicht ist jedoch herrlich und wir geniessen die Fahrt in dieser total abgelegenen Gegend. Als wir an der Westküste ankommen, gönnen wir uns Mal wieder einen leckeren Eiskaffee und fahren der Küste entlang. Unser heutiges Ziel war eigentlich auch baden, aber durch unseren kleinen Umweg, sind wir bis jetzt noch nicht dazu gekommen. Jedoch treffen wir bald auf einen wunderschönen Strand, wo wir zuletzt doch noch schwimmen gehen können. Der Strand an dem wir uns befinden soll angeblich Drehort des Filmes “Life of Pii; Schiffbruch mit Tiger” gewesen sein. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns eine leckere frische Kokosnuss am Strand. Danach bringen wir den Roller zurück und verbringen einen gemütlichen Abend in unserer Unterkunft. 

Kenting – Tainan 06.06.2019

Heute ist wieder Reisen angesagt. Da wir gerade den Bus verpasst haben, gönnen wir uns eine leckere chinesische Omelette in dem Frühstücksrestaurant nebenan. Da die Preise von günstigen zu teuren Verkehrsmittel stark divergieren, bleiben wir bei den günstigen aber langsamen Zügen. Das macht uns aber nicht viel aus, denn so können wir noch ein wenig die Aussicht geniessen. Wir staunen nicht schlecht, als wir an einer riesigen Fläche von Palmen  vorbeikommen. Ausser dass es enorm heiss ist, passiert heute nicht viel. Nach dreimal Umsteigen erreichen wir Nachmittags um 3 Uhr Tainan. Da wir etwas weit weg vom Stadtzentrum sind, verschieben wir unseren Stadtspaziergang auf morgen und verbringen eine gemütliche Zeit in unserer Unterkunft.

Tainan 07.06.2019

Heute machen wir uns bereits am Morgen auf den Weg in die Innenstadt. Während wir so auf den Bus warten und diskutieren, in welche Gegend wir wollen, hat die Grossmutter, die ebenfalls auf den Bus wartet, den Namen aufgeschnappt und meint auf Chinesisch, dass der nächste Bus der richtige sei. Sie plaudert noch viel mehr mit uns, aber leider verstehen wir kein Wort, was eigentlich schon schade ist. Vielleicht sollten wir doch etwas Chinesisch lernen, bevor wir nach China gehen. Heute findet zudem das jährliche Drachenbootfestival statt und in Taiwan soll das traditionellste hier in Tainan stattfinden. Da wollen wir später noch schauen gehen. Leider können wir nicht genau ermitteln, wann es stattfindet, aber zumindest wo. Nun geht es aber zuerst einmal in die traditionelle Altstadt, wo wir einen eindrücklichen Tempel nach dem anderen besichtigen. Die meisten davon sind Taoistisch, aber es gibt auch ein paar Buddhistische Tempel. Jedenfalls haben wir das Gefühl fast an jeder Ecke einen zu finden. Im Konfuziustempel, der leider im Moment im Bau ist, befindet sich ein spannendes Museum mit vielen traditionellen Gegenständen. Nebst den Tempel besichtigen wir noch eine alte Festung und gönnen uns auf die Hitze einen Bubble Tea. Ja wir mögen den sehr und wissen schon jetzt, dass wir ihn vermissen werden. Zum Abschluss besuchen wir den Hayashi Department Store, der insbesondere bekannt ist, weil er den ersten Lift in Tainan eingebaut hat. Früher sind ärmere Leute nur in das Shopping Zentrum gekommen, um mit dem Lift zu fahren. Es ist ein ganz altes Shoppingzentrum und man kann noch heute auf verschiedenen Stockwerke viele traditionelle Sachen, aber teilweise auch etwas Ramsch einkaufen. Zuoberst hat man eine hübsche Aussicht auf Tainan. Es war einmal das höchste Gebäude von Tainan, aber die Zeit ist offensichtlich lange vorbei. Es war sogar einmal im zweiten Weltkrieg attackiert worden und man kann die Beschädigungen heute noch sehen. Nachdem wir eine weile durch das mehrstöckige Einkaufszentrum geschlendert sind, suchen wir die nächste Bushaltestelle, um zu den beiden Brücken in Anping zu gelangen, wo das Drachenbootfestival stattfindet. Zuerst denken wir, dass wir uns wohl im Tag, Ort oder Datum geirrt hätten, den es scheint kaum was los zu sein in den Strassen hier. Als wir aber just an diesem Platz eintreffen, ist der Bär los. Ganz viele Leute, Marktstände und Musik. Wir schlendern etwas durch die Marktstände, aber es ist immer noch so heiss, dass wir uns bald wieder vom Trubel verabschieden und auf die andere Seite wechseln. Hier schauen wir ein paar Teams bei ihren Drachenboot Wettkämpfen zu, was wirklich noch eindrücklich aussieht. Nach einer Weile wird es uns aber zu heiss und wir sind erschöpft, weshalb wir in den nächsten Bus einsteigen und ein paar Stunden durch Tainans verstopfte Strassen fahren. 

Sun Moon Lake 08.06.2019 & 09.06.2019

Heute haben wir wieder eine längere Reise vor uns, denn wir wollen den Sun Moon Lake besuchen. Dazu finden wir wieder eine längere aber günstige Verbindung. Als wir in Ershui ankommen, um umzusteigen, sind wir über die vielen Leute im Zug etwas schockiert. Wir fahren bis Shuili, wo wir gesehen haben, dass ein Bus fährt. Wir sind ziemlich irritiert, da alle Leute im Zug bleiben und weiterfahren. Wir befürchten schon fast, dass die Leute somit früher in den Bus steigen und wir keinen Platz mehr haben. Als wir an der Haltestelle warten, ist lediglich ein Junge der uns fragt, ob wir zum Sun Moon Lake gehen und meint, der Bus komme hierhin. Wir warten über eine Stunde bis ein winzig kleiner Bus in die andere Richtung fährt. Der Junge meint, dass dies der Bus sei und wir denken, dass unsere Befürchtung wahr wird und alle Leute aus dem Zug in diesen Minibus steigen. Als der Bus jedoch kommt, ist das Schicksal mit uns, denn er ist komplett leer. Wir wundern uns, wo die ganzen Leute abgeblieben sind und vermuten, dass sie vielleicht zusätzliche Direktbusse für das verlängerte Wochenende im Einsatz haben. Keine Ahnung, uns solls jedenfalls recht sein. Wir kommen daher bereits um 1 Uhr an und nehmen den Verbindungsbus zu unserer Unterkunft am Sun Moon Lake, die sich gerade auf der gegenüberliegenden Seeseite in Itaho befindet. Wir sind zu früh zum Einchecken, aber wir hatten bereits online Kontakt mit der Besitzerin und sie meint, dass wir das Gepäck einlagern dürfen. Danach schlendern wir ein wenig durch das touristische Dörfchen und den Markt, wobei Manuela einen interessanten Snack findet. Es sieht aus wie ein gefülltes Brötchen, aber in Wirklichkeit ist das Brötchen Tofu und darin ist Kimchi enthalten. Wir besichtigen den berühmten See und verspeisen unser soeben gekauftes Mittagessen. Danach erkundigen wir einen Wanderweg, der in dem indigenen Viertel von Itaho startet. Es geht zu Beginn relativ steil bergauf und wir schwitzen Mal wieder aus allen Poren. Wir haben uns gesagt, dass wir lediglich einen Aussichtspunkt sehen wollen, denn die ganze Wanderung würde etwa 7 Stunden dauern, wofür wir heute keine Zeit mehr haben. Der Aussichtspunkt lässt aber ein wenig auf sich warten. Auf dem Weg müssen wir auch zwischendurch über umgestürzte Bäume klettern, aber ansonsten ist der Weg in einem guten Zustand. Unterwegs treffen wir ein paar Taiwanesen an, die uns Snacks und zu Trinken anbieten wollen, was sehr nett ist von ihnen. Nachdem wir eine Weile durch den Wald marschiert sind, treffen wir auf eine andere Art Wald, nämlich einem Bambuswald, was sehr eindrücklich ist. Nach anderthalb Stunden haben wir den Aussichtspunkt glücklicherweise gefunden und wir haben einen tollen Blick auf den Sonne Mond See. Wir geniessen die Aussicht eine Weile, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Am Abend geniessen wir die schöne Stimmung am See und laufen diesem noch etwas entlang. Eigentlich wollten wir eine Pizzeria aufsuchen, die sehr gute Referenzen hat, aber als wir dort ankommen, hat sie leider geschlossen. Die Besitzerin gibt uns von ihrem Handgemachten Brot zu probieren und wir sind gerade im siebten Himmel, so lecker ist das. Auch wenn es verhältnismässig teuer ist, kaufen wir eines, denn es ist bereits eine Ewigkeit her, seit wir richtig gutes Brot hatten. Und das ist eines davon. Die Besitzerin gibt uns dafür noch einen leckeren Tee mit auf den Weg und wir gönnen uns anstelle der Pizza einen Noodle Cup zum Abendessen. 

Heute haben wir einiges vor, denn wir wollen den Sun Moon Lake erkunden, uns mit einer ehemaligen Couchsurferin, Ying-Rong, in Taichung treffen und schlussendlich wieder zu Yuying nach Taipei zurückkehren. Um den Sun Moon Lake zu erkunden, ist es am Besten ein Fahrrad zu mieten. Wir suchen daher zuerst einen Fahrradverleih auf, wo wir etwas über den Preis verhandeln müssen. Schlussendlich bekommen wir die Fahrräder zu einem für uns akzeptablen Preis und teilen dem Vermieter mit, dass wir in 3-4 Stunden diese wieder zurück bringen. Er verlangt einen Ausweis als Sicherheit, woraufhin wir ihm eine Identitätskarte geben. Wir haben eigentlich nicht vor um den ganzen See zu fahren, da wir nicht so viel Zeit haben. Zuerst fahren wir auf einen Hügel zu einem Aussichtspunkt, wobei wir von dort aus noch zum Seeufer laufen können. Danach geht es den nächsten Hügel hinauf, wo wir einen hübschen Tempel mit einer eindrücklichen grossen Buddha Statue besichtigen. Danach geht es zu einem weiteren etwas kleineren Tempel und wir sind froh, dass es wieder den Berg hinunter geht. Nun merken wir aber langsam, dass wir wenig Lust haben, den steilen Aufstieg auf uns zu nehmen und setzen die Fahrt fort. Diese führt uns über einen netten Fahrradweg durch den Wald und entlang des Sees. Plötzlich aber stellen wir fest, dass wir uns etwas beeilen müssen, denn der Weg um den See ist doch noch länger als gedacht und wir haben bisher etwas getrödelt. Wir befürchten schon fast, dass wir es nicht schaffen werden und treten etwas schneller in die Pedale. Als wir in die Nähe des Hauptortes kommen, hat es viele Touristen und das vorwärtskommen ist erschwert. Wir setzen daher die Priorität auf einen letzten eindrücklichen Tempel, den wir kurz besichtigen und wir schaffen es doch noch zwanzig Minuten bevor unser Bus fährt, wieder beim Vermieter zu sein. Aber was ist da los? Das Geschäft ist geschlossen und wir klopfen etwas verzweifelt an die Tür, denn Manuela’s Identitätskarte ist noch beim Vermieter. Unterdessen hält ein Mönch im Auto an und fragt was los sei. Wir erklären ihm die Situation und er kontaktiert den Vermieter, der wohl gerade irgendwo sonst eine Velo Reparatur vornimmt. Wir erklären ihm, dass es dringend ist und er meint, falls es nicht reicht würde, er uns an den Busbahnhof im Hauptort stellen könne. Das beruhigt uns schon ein wenig. Während Manuela auf den Vermieter wartet, geht Hanspeter zurück zur Unterkunft und holt unsere beiden Rucksäcke. Währenddessen taucht der Vermieter auf und alles ist in Ordnung. Was für ein Glück. Sie bedankt sich beim Mönch für seine Hilfe und geht zu Hanspeter, der gerade beide grosse Rucksäcke am Schleppen ist. 5 Minuten später fährt unser Bus zum Hauptort auch schon los, wo wir umsteigen müssen und eine längere Fahrt nach Taichung vor uns haben. Der Verkehr ist leider ziemlich dicht und wir kommen eine Stunde später an, wo wir uns mit Ying-Rong treffen. Die Wiedersehensfreude ist gross, ist es doch schon einige Jahre her, als sie bei uns zu Besuch war. Sie hat danach eine Weile in Deutschland gelebt und studiert, und spricht zu unserem grossen Erstaunen enorm gut Deutsch. Sie lädt uns zu einem leckeren Essen und auf den obligaten Bubble Tee ein. Wir haben uns viel zu erzählen und verbringen eine tolle, wenn auch etwas zu kurze Zeit zusammen. Sie hat uns sogar noch einen leckeren Kuchen aus ihrer Heimatstadt mitgebracht, den wir in den nächsten Tagen geniessen können. Um 7 Uhr gehen wir zum Bahnhof, wo ein grösseres Chaos ausgebrochen ist. Alle Züge haben enorm grosse Verspätung und wir wissen gerade nicht, wie wir nach Taipei kommen. Aber wir entscheiden uns zu warten. Wir verabschieden uns von Ying-Rong und informieren Yuying, dass es wohl einiges später wird als erwartet. Sie meint, dass sei kein Problem und sie wartet auf uns, egal wie spät wir kommen. Wir gehen daraufhin auf die Plattform und warten auf einen Zug, wobei der erste so gestopft voll ist, dass wir uns beim besten Willen nicht reinquetschen können. Wir müssen ja schliesslich noch 2-3 Stunden fahren. Der nächste Zug der kommt, ist ebenfalls sehr voll, aber zumindest können wir uns reinquetschen und nach ein paar weiteren Haltestellen, haben wir sogar einigermassen angenehm Platz. So schaffen wir es schlussendlich doch noch um halb 11 bei Yuying einzutreffen, wo wir, wie immer, herzlich empfangen werden. Wir machen heute nicht mehr viel und gehen bald einmal schlafen. 

Taipei 10.06.2019 & 11.06.2019

Wir schlafen heute gemütlich aus und verbringen einen entspannenden Tag. Wir sind ja sehr froh, dass wir die letzten 2 Wochen nahezu ohne Regen verbringen konnten, also beklagen wir uns nicht, dass es Mal wieder regnet. Wir machen es uns daher bei Yuying gemütlich und als sie am Nachmittag von der Arbeit nach Hause kommt, verbringen wir nahezu den Rest des Tages mit plaudern. 

Heute regnet es noch etwas stärker als gestern, aber wir entscheiden uns trotzdem nochmals dem Elektronikmarkt einen Besuch abzustatten. Wir finden tatsächlich noch das ein oder andere, das wir brauchen. Aber wir verbringen auch viel Zeit lediglich beim Anschauen der vielen Elektronikwaren. Danach gehen wir in Richtung Tower 101, da es aber verregnet ist, entscheiden wir uns gegen einen Besuch des Aussichtspunktes. Wir gönnen uns dafür einen allerletzten Bubble Tea und schlendern durch das Luxus Shopping Center des Towers 101, das schon nur deswegen ein Besuch wert war. Anschliessend kehren wir wieder zurück zu Yuying, wo wir unsere Sachen packen und uns von ihr schweren Herzens verabschieden. Sie begleitet uns auf den Bus, der uns direkt zur Flughafen Metro bringt. Wir sind ziemlich früh am Flughafen, da wir nicht erwartet hätten, dass der ganze Transport so einfach und schnell von statten geht. Danach heisst es einchecken und pünktlich um Mitternacht geht unser Flieger nach Singapur, wo wir einen 2 stündigen Stopover haben, bevor es weiter nach Bali, Indonesien geht. Wir fliegen das erste Mal mit dem Billigflieger Scoot und wir hatten für die 4 Stunden noch selten einen so unbequemen Flieger. Der 2 Stündige Flug nach Bali mit derselben Airline ist hingegen wieder viel angenehmer. 


English Version

for more pictures and videos click here

04.06.2019 – 11.06.2019

Kenting Nationalpark 04.06.2019 & 05.06.2019

It is way too early when we get up and we are already looking forward to sleeping again in the train. Kindly the hostel staff provided us with breakfast at 5am, so we did not have to start with a empty stomach. Why do we take the train at 6 o’clock? It was the cheapest connection available and we will still have a bit of the day. Because the way is long. We drive to Fangshan, from where we have to walk about two kilometers until we reach the bus stop. The train stop seems pretty deserted. The path leads us through fields where we see the first workers. Most of them wave or shout friendly, tourists on the street are not that common it seems. The area is still nice, but probably has not much to offer. At the bus stop already two elderly people are waiting, who ask us immediately, where we want to go. We tell them, we want to go to the Kenting National Park and promptly comes a bus 10 minutes later. According to our research, we would have had to wait over an hour, but this much the better. Much faster than expected, we reach Kenting, so we would be ready by 10 clock to check in. The accommodation unfortunately is not ready yet, but we are allowed to leave our luggage here. We visit several beautiful beaches around here and make ourselves ready for a swim. The climate is not colder here than on other places before and we are happy about any cooling down. The place even offers reasonably good shade, which is why we stay here for a while. After a refreshing cold beer, we wait for the next bus, which should take us all the way to the south to the Eluanbi lighthouse. The environment here has a lot to offer. In addition to the lighthouse, we can walk through the forest and have a beautiful view to the sea. At the end of the day, we’ll walk to Taiwan’s southernmost point before heading back to check in. In the evening we walk through the impressive night market of Kenting and try some specialties. But there are also quite strange fish dishes, such as octopus or shark. At one stall, we even see the cook put the live fish on a spit, which is not so nice. But the market is definitely impressive and Manuela finds some delicious vegetarian dishes too. At the end of the day we treat ourselves to a delicious bubble tea before we head into our cozy air-conditioned room.

After we have slept well, we are on the way and want to visit a park nearby by bus. When we arrive at the bus stop and take a closer look, we notice that the said bus only runs in the evening. So we try our luck to rent a scooter. We have, although they tells us we have no insurance, because we can not show the international driver’s license. Since we did not expect to be insured anyway, that does not matter to us. We are happy to be flexible again, because we can go back to completely different goals. We first make a detour inland through the Sheding Nature Park, before we get back to the coast. We pass a pretty village after another and on the east side we come to various beautiful viewpoints on the coastal landscape. Then it gets a bit less touristy and the villages look quite original. On the map, we have discovered an obvious path that should bring us back to the West Coast. Suddenly we drive through the forest and uphill the mountain for a felt eternity until everything seems a bit strange to us. We consult our map and find out we are completely on the wrong road, and have now ended up in some mountain road in the middle of nowhere. At first we are a little scared, because we have not even noticed, taken a turn somewhere and have been on the wrong road for over 45 minutes. As we take a closer look at the route from the current location, we realize despite a huge detour, we return to the right location. We just hope the scooter will not break down, because we did not meet anybody on this path. The view is magnificent and we enjoy the ride in this totally remote area. When we finally arrive on the west coast, we treat ourselves a delicious iced coffee and drive along the coast. Our destination today was actually a place to swim, because our little detour we have not done it yet. However, we soon meet a beautiful beach, where we can finally go swimming. The beach where we go, is the location of the movie „Life of Pii; Shipwreck with tiger „. At the end of the day we treat ourselves to a delicious fresh coconut on the beach. Then we bring the scooter back and spend a cozy evening in our accommodation.

Kenting – Tainan 06.06.2019

Today is travel day again. Since we just missed the bus, we treat ourselves to a delicious Chinese omelet in the breakfast restaurant next door. Since the prices of cheap to expensive means of transport diverge greatly, we remain on the cheap but slow trains. This does not bother us much, because we can enjoy the view for a while. We are surprised when we pass a huge area of ​​palm trees. Except of being extremely hot, not much happens today. After three changes of trains and busses we arrive in the afternoon at 3 o’clock in Tainan. Since we are a bit far from the city center, we postpone our city walk to tomorrow and spend a comfortable time in our accommodation.

Tainan 07.06.2019

Today we start our way to the city center in the morning. While we wait for the bus and discuss which area we want to go to, the grandmother, who is also waiting for the bus, has picked up the name and says in Chinese that the next bus is the right one. She chats a lot more with us, but unfortunately we do not understand a word, which is a pity. Maybe we should learn some Chinese before we go to China. Today, the annual Dragon Boat Festival takes place, and in Taiwan, the most traditional one is in Tainan. We want to take a look later. Unfortunately, we can not pinpoint exactly when it happens, but at least we figure out where. First we go to the traditional old town, where we visit one impressive temple after the another. Most of them are Taoist, but there are also a few Buddhist temples. Anyway, we have the feeling almost at every corner to find one. The Confucius Temple, which is currently under construction, houses an exciting museum with many traditional objects. In addition to the temple, we visit an old fortress and treat ourselves because of the heat a bubble tea. Yes, we like it very much and we already know that we will miss it. Finally, we visit the Hayashi Department Store, which is well known for having built the first lift in Tainan. Earlier, poorer people just came to the shopping center to take the lift. It is a very old shopping center and you can still buy on several floors many traditional things, but sometimes also some junk – we think. At the top you have a nice view of Tainan.  Once upon a time, it was Tainan’s tallest building, but this time is past. It was even attacked once during World War II and you can still see the damage today. After wandering through the multi-storey shopping mall for a while, we look for the nearest bus stop to get to the two bridges in Anping, where the Dragon Boat Festival takes place. At first we think we were wrong in the place or date, as there seems to be hardly anything going on in the streets. But when we arrive at exactly this place, it is really busy. Many people, market stalls and music. We stroll through the market stalls, but it is still so hot that we say goodbye to the bustle and change the river sides soon. Here we look at a few teams during their dragon boat competitions, which looks really impressive. After a while, however, it gets too hot for us and we are exhausted, so we get on the next bus and drive through Tainan’s congested streets for a few hours.

Sun Moon Lake 08.06.2019 & 09.06.2019

Today we have a longer journey ahead of us, because we want to visit the Sun Moon Lake. In addition we find again a longer however cheaper connection. When we arrive in Ershui to change the train, we are a little shocked by the many people on the train. We drive to Shuili, where we figured out, a bus should go to the lake. We are pretty confused, because all people stay on the train. We almost fear the people will get on the bus earlier and we will not have space left. When we wait at the bus stop, there is only one boy who asks us if we are going to Sun Moon Lake and confirmed us the bus will come here. We wait over an hour until a tiny little bus arrives but in the other direction. The boy says this is the bus and we think our fear will turn into reality and all the people on the train will get into this minibus at the earlier station. But when the bus arrives, fate is with us, because it is completely empty. We’re wondering where all the people have gotten away with and assume there must be additional direct buses for the long weekend. We arrive at 1 pm and take the connecting bus to our accommodation at Sun Moon Lake, which is just across the lake in Itaho. We are too early to check in, but we already had online contact with the owner and she says we can store the luggage. Then we stroll a bit through the tourist village and the market, where Manuela finds an interesting snack. It looks like a stuffed bun, but in fact the bun is tofu and it contains kimchi. We visit the famous lake and eat our lunch we just bought. Then we look for a trail that starts in the indigenous district of Itaho. It starts at the beginning relatively steep uphill and we sweat again a lot. We have said we only want to see a vantage point, because the whole hike would take about 7 hours, for which we have no time today. The first real vantage point seems to be far. On the way, we also have to climb over fallen trees in between, but otherwise the path is in good condition. At the first rest area we meet a few Taiwanese who want to offer us snacks and drinks, which is very nice of them, but we have our own too. After marching through the forest for a while, we find another kind of forest, a bamboo forest, which is very impressive. After one and a half hours we found the viewpoint fortunately and we have a great view of the sun moon lake. We enjoy the view for a while before we start our way back. In the evening we enjoy the beautiful atmosphere on the lake and walk this a bit along. Actually, we wanted to eat dinner in a pizzeria, which has very good references, but when we arrive there, it is unfortunately already closed. The owner gives us a taste of her handmade bread and we’re feeling in heaven, so delicious it is. Even if it’s relatively expensive, we buy one because it’s been ages since we had really good bread. And this one of them. The owner gives us a delicious tea on the way and we treat ourselves instead of the pizza a Noodle Cup for dinner.

Today we have some plans, as we want to explore Sun Moon Lake, meet with a former couch surfer, Ying-Rong, in Taichung and finally return to Yuying in Taipei. To explore the Sun Moon Lake, it is best to rent a bike. We therefore first look for a rental office, where we have to negotiate about the price. Finally, we get the bikes for a price that is acceptable to us and inform the rental agent we will bring them back in 3-4 hours. He asks for a passport as security, whereupon we give him an identity card. We do not really plan on going around the lake as we do not have that much time. First, we drive up a hill to a viewpoint, where we can walk from there to the lake. Afterwards we go up the next hill, where we visit a beautiful temple with an impressive big Buddha-statue. After this we go to another smaller temple and we are glad that the road leads us down the mountain. At the temple is a big Chinese group. One guy just stands beside Hanspeter and measure his height, with him. He actually reached bearly the shoulder. A bit later another one is coming with his cellphone and first we thought, he want us to take a picture of him. No, he wants to take a Selfie with us. We think this is quite funny. Now we slowly notice we have little desire to take the steep climb back  and continue the journey. This leads us on a nice bike path through the forest and along the lake. Suddenly we realize we have to hurry up a bit, because the way around the lake is still longer than expected and we have been a bit lazy and slow moving so far. We almost fear that we will not make it and cycle much faster. When we come near the main town, there are many tourists and it is difficult to get ahead. We therefore put the priority on one last impressive temple, which we visit briefly and we manage to be back at the rental shop twenty minutes before our bus leaves. But what is going on there? The shop is closed and we knock a bit desperately on the door, because Manuela’s identity card is still inside. Meanwhile, a monk stops in the car and asks what’s going on. We explain the situation to him and he contacts the owner, who is doing a bicycle repair somewhere else. We tell him that it is urgent and he says, if we were too late to catch the bus, he could put us at the bus station in the main village, where the bus to Taichung leaves. This calms us down a bit. While Manuela waits, Hanspeter goes back to the accommodation and picks up our two backpacks. Meanwhile, the owner shows up and everything is fine. What luck. She thanked the monk for his help and go to Hanspeter to help, who is currently towing both big backpacks. 5 minutes later our bus to the main town departs, where we have to change to Taichung. The traffic on the way to Taichung is pretty dense and we arrive one hour delayed, but luckily Ying-Rong is still waiting for us. The joy of reunion is great, as it was several years ago when she was visiting us. She lived and studied in Germany for a while, and to our astonishment, she speaks German very well. She invites us to a delicious meal and the obligatory bubble tea. We have a lot to talk about and spend a great, albeit short, time together. She has even brought us a delicious cake from her hometown, which we can enjoy over the next few days. At 7 o’clock we go to the station, where it’s quite chaotic. All trains are extremely delayed and we do not know how to get to Taipei. But we decide to wait. We say goodbye to Ying-Rong and tell Yuying that it will be a lot later than expected. She says it’s not a problem and she’s waiting for us no matter how late. That’s so nice of her. Then we go to the platform and wait for a train, the first was so crowded that we can not squeeze in, not even with our best intentions. After all, we have to drive for another 2-3 hours. The next train arrives is also very crowded, but at least we can squeeze ourselves in and after a few more stops, we even have reasonably comfortable place. So we finally manage to arrive at Yuyings place at half past ten, where we receive a warm welcome. We do not much today and go to bed soon.

Taipei 10.06.2019 & 11.06.2019

We sleep well today and spend a relaxing day. We are very happy that we could spend the last 2 weeks with almost no rain, so we do not complain that it rains again. We make it comfortable with Yuying and when she comes home from work in the afternoon, we spend most of the rest of the day chatting together.

Today it’s raining a bit more than yesterday, but we decide to visit the electronics market again. We actually find a few things we need. But we also spend a lot of time just looking at the many electronics products. Then we head towards Tower 101, but as it is rainy, we decide against visiting the lookout point. We treat ourselves to our last bubble tea and stroll through the luxury shopping center of the Towers 101, which was worth a visit. Then we return to Yuying, where we pack our things and finally have to say goodbye to her. She accompanies us on the bus, which brings us directly to the airport metro. We are early at the airport, as we did not expect the whole transport to be so easy and quick. We check in and punctually at midnight our plane goes to Singapore, where we have a 2 hour stopover before continuing to Bali, Indonesia. We fly for the first time with the low-cost Scoot airline and we never had for the 4 hours such an uncomfortable plane. The 2-hour flight to Bali with the same airline, however, is much more pleasant.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s