China 2: Inner Mongolia

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19.08.2019 – 27.08.2019

Fahrt Beijing – Hohhot 19.08.2019

Heute heisst es Abschied von Peking und von Dave nehmen, denn es geht weiter nach Hohhot. Wir haben eine lange Reise vor uns. Nun aber müssen wir zuerst wieder durch die Sicherheitskontrolle bei der Metro. Tatsächlich werden wir zum ersten Mal angehalten und Hanspeter muss das Küchenmesser zeigen, während bei Manuela die Flüssigkeiten kontrolliert werden. Manuela packt die Linsenflüssigkeit aus, die oben im Deckel des Rucksackes ist und der Beamte scheint bereits damit zufrieden zu sein. Natürlich haben wir noch viel mehr Flüssigkeiten dabei. Beim Messer werden wir etwas nervöser, da dieses, wie auch das Campinggas streng genommen nicht erlaubt sind. Der Beamte inspiziert das Messer eingehend, drückt es aber Hanspeter schlussendlich wieder in die Finger. Wir lernen später, dass dies wohl nur passiert, weil wir Touristen sind. Bei Einheimischen würden die Messer sofort konfisziert werden. So haben wir noch einmal Glück gehabt. Dennoch sind wir etwas nervös, als wir durch die nächste Sicherheitskontrolle am riesigen Bahnhof in Peking gehen müssen. Aber zuerst einmal von vorne. Beim Bahnhof angekommen sind wir so richtig überwältigt von dessen Grösse und den vielen Leuten. Dass sie diese alle zeitnah durch die Kontrollen bringen können, finden wir, grenzt an ein Wunder. Aus unserer Sicht muss da eine wahnsinnig gute Organisation dahinter stecken. Zuerst einmal müssen wir durch eines der Gates. Da alles auf chinesisch angeschrieben ist, stellen wir uns einmal bei der kürzesten Schlange an. Die Chinesen haben eine Identitätskarte, die sie auf einen Sensor legen müssen und das Gate geht auf. Wir versuchen dasselbe mit den Pässen, aber nichts passiert. Manuela macht bei den Beamten auf sich aufmerksam, die uns sofort zu einem anderen Gate mit Kontrolleur in Person beordern. Das geht ziemlich schnell und schon stehen wir in der Schlange zur Sicherheitskontrolle. Alles verläuft problemlos und keine 15 Minuten später stehen wir bereits in der Wartehalle. Unser Zug ist angeschrieben, wir müssen jedoch in der Wartehalle warten, bis dieser aufgerufen wird. Da wir genügend Zeit eingeplant haben, müssen wir noch fast zwei Stunden warten. Aber das ist uns egal, denn es gibt gemütliche Sitzplätze. Man kann hier sogar heisses Wasser für die Noodlecups rauslassen. Etwa eine Stunde vor der Abfahrtszeit stellen sich die Leute an und etwa eine Dreiviertelstunde vorher geht das Gate auf. Hier werden nochmals die Tickets kontrolliert und es geht in der Gruppe zu den Geleisen. Währenddessen verkauft ein Beamter kleine Klappstühle, wohl für jene die für die 10 stündige Fahrt keinen Sitzplatz haben. Wir haben glücklicherweise noch einen buchen können, da wir keine Lust haben, die ganze Zeit zu stehen. Wenn man aber Pech hat, sind alle Sitzplätze ausverkauft und es sind nur noch Stehplätze zum gleichen Preis verfügbar. Wir stellen uns bei unserer gebuchten Wagennummer an und warten bis die Tür aufgeht. Wir haben einen Hard Seat (harten Sitz) gebucht, weshalb wir erwarten, dass wir wohl auf einer Holzbank sitzen müssen. Von irgendwoher kommt ja der Ausdruck Holzklasse. Aber wir haben uns getäuscht, denn die Sitze sind mit Stoff überzogen, und wenn sie auch nicht sehr gepolstert sind, sind sie doch akzeptabel. Kurz gesagt, viel besser als erwartet. Wir hatten bereits am Bahnhof das Gefühl die einzigen Ausländer zu sein, aber hier in unserem Wagon sind wir es definitiv. Die Leute von jung bis alt verdrehen ganz neugierig ihre Köpfe nach uns. Die Kinder kommen immer wieder vorbei und mustern uns ganz genau von oben bis unten. Lustig. Die ersten paar Stunden vergehen ziemlich ruhig, wir hören Musik und betrachten die oftmals wunderschöne Landschaft. Wir staunen nicht schlecht, dass es nach so kurzer Zeit ausserhalb von Peking bereits sehr grün ist. Wir fahren durch viele Tunnel in der tollen Berglandschaft, also von wegen nur die Schweizer können Tunnel bauen. Die Leute, die keinen Sitzplatz mehr buchen können hoffen, dass gewisse nicht besetzt werden und schnappen sich diesen, bis jemand wieder kommt und sie verscheucht. Am Ende jedes Wagons hat es jeweils heisses Wasser für die Noodeln, einen Raucherbereich und eine Toilette. Wir sind schon ziemlich erstaunt, dass die Leute teilweise sogar hier im Zug auf den Boden spuken und ihre Kippen teilweise auf den Boden schmeissen. Nicht weniger erstaunt sind wir jedoch, als alle paar Stunden der Kondukteur den Boden feucht aufnimmt, so bleibt der Zug trotzdem ziemlich sauber. Weiteres Zugpersonal kommt etwa stündlich vorbei, verkauft ein paar Snacks und sammelt den Müll ein. Auf jedem Tisch befindet sich eine Schale, wo man den Müll vorübergehend versorgen kann. Also ziemlich anders als wir es kennen, aber eigentlich gar nicht so schlecht. Als die Plätze vis a vis von uns frei werden, legt sich ein kleines Mädchen über beide Plätze hin. Nicht viel später kommt ihre Mama mit weiteren zwei Kinder. Sie können jedoch kein Englisch und nun startet die Aktion mit dem online Übersetzer. Hanspeter verabschiedet sich relativ schnell wieder in seine Musik- und Traumwelt, während Manuela ganz geduldig alle Fragen der Mama und der Kleinen beantwortet. Mittlerweile haben wir wohl die Aufmerksamkeit des ganzen Wagons geweckt, denn alle Köpfe drehen zu uns und es scheinen alle neugierig zu sein, was für zwei komische, weisse Kreaturen sich hier befinden. Es ist erstaunlich, dass einige kleinere Kinder Englisch Unterricht nehmen. Eine spricht für ihr Alter, 9 Jahre, wirklich schon sehr gut und sie wurde wohl von ihrer Grossmutter aufgefordert mit uns zu sprechen. Plötzlich wird dieses Mädchen zur Übersetzerin, wird aber auch ein wenig aufdringlich. Hemmungslos zieht sie Hanspeter am Bart und an den Haaren, und krabbelt über seinen Schoss, da der Arme am Gang sitzt. Die Mutter der anderen Familie entschuldigt sich und übersetzt, dass es nicht ihr Kind sei. Ein zweiter Junge kann ein paar gängige Wörter auf Englisch und wir sprechen mit ihm. Nach einigen Stunden Jubel und Trubel, sind wir endlich in Hohhot und verabschieden uns von der netten Familie. Die Mutter sagt zum Abschied, sie würde gerne mit uns befreundet sein, wenn wir dieselbe Sprache sprechen würden. Aber auf Dauer wird die Kommunikation mittels Übersetzer echt anstrengend, dass finden auch wir. Es ist bereits halb 9 und da es wie aus Strömen regnet, sind wir äusserst froh, dass wir vom Chef der Unterkunft abgeholt werden. Während unserer Fahrt durch die Stadt, staunen wir einmal mehr über die vielen Wolkenkratzer. Irgendwie haben wir uns das etwas anders, besser gesagt kleiner, vorgestellt. Wir sind schon ganz gespannt, morgen die Stadt zu besichtigen. In der Unterkunft machen wir Bekanntschaft mit Attila, einem älteren Herren, der halb Ungare und halb Schotte ist, und im Moment in Australien, Tasmanien lebt, um den tasmanischen Teufel und andere Tiere zu untersuchen. Er ist Tierwissenschaftler, Universitätsprofessor und hat ein immenses Wissen über Geschichte, was er als sein Hobby bezeichnet. Es ist sehr interessant mit ihm zu plaudern und so verbringen wir eine Weile im Gemeinschaftsraum, obwohl wir ziemlich müde sind. Etwas später treffen wir auf Nick und Caroline aus England, die bereits seit 2011 auf Reisen sind. Sie arbeiten zwischendurch von Unterwegs und reisen anschliessend wieder. Wir tauschen uns alle zusammen etwas aus, bevor wir uns endgültig schlafen legen. Unser Zimmer ist im Mongolischen Stil eingerichtet und wir fühlen uns sehr wohl da.

Hohhot 20.08.2019

Über Nacht ist der Strom ausgefallen, was wir insbesondere daran merken, dass unsere elektronische Geräte nicht aufgeladen sind. Nachdem wir gefrühstückt haben, begeben wir uns auf die Strasse, wobei uns auffällt, dass viele Läden aufgrund des Stromausfalls wieder schliessen. Andere bauen einen Generator auf. Da wir kaum mehr Geld haben, müssen wir zuerst noch einen funktionierenden Geldautomat finden, was wohl wegen dem Stromausfalls gar nicht einfach ist. Etwas erstaunt bemerkt Manuela, dass vor der einen Bank viele bewaffnete Beamten stehen und sie stellt danach fest, dass die wohl gerade mit einem Geldtransporter angekommen sind. Abheben geht hier nicht. Bei der nächsten Bank ist ein Generator am Laufen und siehe da, wir können wieder unseren Geldbeutel aufstocken. Nun nehmen wir den nächsten Bus, der uns zum bekannten Da Zhao Tempel bringt. Bereits das Gelände vor dem Eingang ist sehr eindrücklich und wir finden die Gegend sehr schön. Auch hier, westliche Touristen sehen wir keine und wir fallen natürlich wieder auf wie bunte Hunde. Nun aber kaufen wir zuerst unsere Eintrittsbillette, um den Tempel zu betreten und es lohnt sich wirklich. Nicht nur die wunderschönen Innenräume mit den goldenen Statuen, auch der Aussenbereich ist sehr authentisch gestaltet. Dieser Tempel hebt sich aus unserer Sicht ein wenig von den vielen andern ab, da er insbesondere mit den bunten Flaggen ein wohl mongolisches (also für uns bisher eher nepalesisch/tibetisch bekanntes) Flair hinüberbringt. Die zahlreichen farbigen Tierstatuen sehen ebenfalls sehr eindrücklich aus. Eine der goldenen Statuen ist besonders eindrücklich, hat sie doch mehrere Köpfe und Unmengen an Arme, die man unmöglich zählen kann. So schlendern wir sicherlich zwei Stunden in dem grossen Gelände umher und geniessen den schönen Anblick. Wir kaufen sogar noch ein äusserst hübsches Armband für Manuela, welches aus Zinnober und Silber hergestellt ist. Danach gehen wir wieder in den Aussenbereich, wo wir uns im Schatten ein paar Snacks gönnen. Neben uns steht ein nerviger Verkäufer, der uns die ganze Zeit etwas andrehen will, aber irgendwann gibt auch er es auf, da wir seine Sprache sowieso nicht verstehen. Danach werden wir wieder von ein paar Passanten für das obligate Foto gefragt und wir lächeln einmal mehr in die Kamera, aber ergreifen danach die Flucht. Wir schlendern noch kurz durch die hübsche, geschäftige Innenstadt, bevor wir den nächsten Bus auf die andere Seite der Stadt nehmen. Beim Einsteigen bemerken wir, dass auch dieses gefährlich werden kann, wenn man nicht aufpasst. Denn der Bus hält nicht direkt am Gehsteig, sondern etwa 2 Meter entfernt. Dazwischen fahren Velos und Roller auf beide Wege im rasanten Tempo durch. Was wir aber oft festgestellt haben in China, aber auch in Taiwan ist, dass überall öffentliche Velos (elektro oder ohne Strom) für die Bevölkerung für wenig Geld zur Verfügung gestellt wird. Mittels App kann man ganz einfach das Velo anmieten und bezahlen. Wir finden das ein sehr fortschrittliches Konzept und sind erstaunt, weshalb so was bei uns nicht schon längst eingeführt ist. So kann man sicherlich auch den ÖV innerhalb der Stadt massiv entlasten und man kommt viel schneller als mit dem Bus vorwärts. Naja für uns ist dieses Angebot aufgrund des wirklich verrückten Verkehrs doch nichts. Wir vertrauen lieber dem Buschauffeur. Haben wir doch das Gerücht gehört, dass kranke Chinesen sich bei Touristen manchmal sogar vors Auto werfen, da diese dann immense Beträge bezahlen müssen. Wenn das stimmt, sollten wir uns im Gegenzug auch nicht anfahren lassen, denn es kommt offenbar billiger, wenn man Tod ist, als wenn die Krankheitskosten bezahlt werden müssen. Das hört sich jetzt sehr makaber an, aber offenbar ist das teilweise so und wir halten daher die Augen offen. Zurück zur Fortschrittlichkeit der Chinesen. Wie schon in Taiwan (und vermutlich auch in Japan, nur ist es uns dort noch nicht so aufgefallen) kann man hier alles, aber wirklich alles, vom Supermarkt Einkauf, über das Bahnbillette, weiter zur Taxifahrt bis hin über ein Angebot von einem Strassenverkäufer alles Online bezahlen und zwar mittels Barcode über das Handy. Die WeChat Applikation (aber auch andere), welche insbesondere das Whatsapp für China ist (die meisten westlichen Apps, wie google, facebook, youtube, WhatsApp etc. sind in China ja nicht verfügbar), kann nicht nur Telefonieren und Nachrichten schreiben, nein man kann auch seine Zahlungsinformationen hinterlegen. Mittels der Scanfunktion der App kann man also ganz einfach alles kaufen, man muss nur sein Handy über den Strichcode halten und dem Verkäufer wird so gezeigt, dass bezahlt wurde. Einziger Haken ist, dass man ein chinesisches Bankkonto braucht, weshalb wir das nicht austesten können und wir uns hier etwas in die Steinzeit versetzt fühlen. Wir haben wirklich den Eindruck, dass der Grossteil der Bevölkerung alle Käufe so abwickelt. Das musste auch mal gesagt werden. Unterwegs staunen wir nicht schlecht, als zwei westliche Leute in den Bus einsteigen und es sind – wie könnte es auch anders sein – Nick und Caroline aus unserem Hostel. Nun haben wir wirklich das Gefühl, als wären alle “Westler” in einer einzigen Unterkunft untergebracht. Sie steigen einiges früher aus als wir. Wir schaffen es nach etwa einer Stunde unbeschadet aus dem Bus auszusteigen, wo wir das Inner Mongolia Museum besuchen wollen. Wir werden ja Morgen in die Graslands fahren und wir finden, dass uns ein wenig Wissen über diese Region nicht schaden würde. Nun müssen wir aber zuerst wieder die Strasse überqueren, was für uns als ein Ding der Unmöglichkeit scheint. Glücklicherweise sind wir nicht die Einzigen mit diesem Bedürfnis und wir stellen uns neben einen Passanten der dasselbe vor hat. Wir begreifen langsam wie das ganze funktioniert, denn zuerst muss man die Ampeln beachten. Sobald diese rot sind, muss man daher “nur” noch auf Velos und Roller schauen, sowie abbiegende Fahrzeuge. Dann geht es zuerst in die Mitte und man wartet auf die nächste rote Ampel, dasselbe Spiel dann wieder von Vorne mit dem wichtigsten Vorsatz “Augen offen halten”. Es ist bereits halb 4 Uhr und wir sind etwas unschlüssig, ob wir noch genügend Zeit haben, das Museum zu besichtigen. Glücklicherweise ist aber der Eintritt frei, aber natürlich marschieren wir ohne zu überlegen in die Linie der Chinesen und wir werden ziemlich unfreundlich von einem Beamten zu einem Ticketoffice verwiese. Ah, so ist das, wir müssen trotzdem ganz offiziell mit Pass ein Ticket abholen. Nun geht es wieder durch die gewohnte Sicherheitskontrolle, wobei Hanspeters einziges Feuerzeug abgenommen wird. Man hört ihn nun ein wenig Fluchen… Das Gebäude sah schon von Aussen riesig aus, aber das Museum ist tatsächlich gross. Wir begeben uns in die erste Halle, wobei es dort noch um die Entstehung der Erde mit Dinos und so geht. Es ist schon eine Ewigkeit her, als wir das letzte Mal ein solches Museum gesehen haben und wir finden es ziemlich eindrücklich gemacht. Zumindest unterscheidet es sich nicht allzu grob von unserem Wissen und die Dinos sehen auch so aus, wie wir sie noch in Erinnerung haben. Danach besichtigen wir die nächste Etage, welche aber insbesondere über den Krieg mit den Mongolen handelt, dass gefällt uns etwas weniger, da es auch etwas einseitig hinüber kommt. So gehen wir bald in den nächsten Raum, wo man etwas über das Volk und die innere Mongolei lernen, und vor allem sehen kann. Das ist wohl ein wenig das Problem an chinesischen Museen, denn es hat zwar eine kurze Englische Beschreibung vom ganzen, aber viele Details und Stücke sind nur auf Chinesisch beschriftet, und wenn in Englisch, dann ist es oftmals nicht sonderlich brauchbar übersetzt. Aber die vielen Artefakte und auch die Bilder sind enorm eindrücklich. Hier bleiben wir eine Weile und studieren alles ziemlich genau. Danach sind wir aber auch schon wieder etwas geschafft, aber wir wollen nun den dritten Stock in Angriff nehmen. Jedoch wird uns der Zugang verweigert, da bereits nach 17.00 ist und man wohl die Leute bald aus dem Gebäude haben will. Es macht uns aber nichts aus und wir gehen wieder zurück zum Eingang, wobei Hanspeter einer der Beamten freundlich um die Rückgabe seines Feuerzeuges bittet. Er bekommt zwar nicht dasselbe zurück, aber dafür ein Besseres und so beklagt er sich nicht. Nun gehen wir wieder zurück zu unserer Unterkunft und überlegen uns, wo und was wir heute zu Abend Essen. Wir sind nicht unbedingt in einer Stadt mit vielen westlichen Touristen und in der inneren Mongolei könnte es wohl schwierig werden, damit Manuela vegetarisches Essen bekommt. Sie fragt bei der netten Mitarbeiterin nach, ob sie einen Tipp hat und diese meint lediglich, ob wir schon wissen, wo wir sind und einen Tipp hat sie keinen. Dafür schreibt sie auf einen kleinen Zettel auf chinesisch, welcher genau definiert, was Manuela isst und was nicht. Bewaffnet mit dem Zettel gehen wir auf die Suche, finden aber auf Anhieb keines, da es entweder teuer, fischlastig oder sonst irgendwie speziell aussieht. Am Ende der Essens-Strasse kehren wir wieder um und entscheiden uns spontan für ein einfach aussehendes Restaurant. Bereits als wir hineinkommen, drehen sich sämtliche Köpfe inklusive jene der Köche, die hinter einer Glasvitrine kochen, in unsere Richtung. Wir lassen uns nicht beirren und geben der Serviceangestellten den Zettel, wobei sie auf einige Gerichte auf der Karte zeigt. Wir sind gerade ziemlich überrascht, dass die meisten Gerichte eine englische Übersetzung aufweisen, auch wenn nicht alle Sinn machen. Wir bestellen, wie wir es gelernt haben, 4 kleine Gerichte (Suppe, Eierspeise, Tofu mit Gemüse und Fleischplatte) und zwei Biere. Das ganze kostet gerade einmal umgerechnet 13 Franken und ist sehr lecker, abgesehen von der Suppe, die enorm fade ist. Wir haben natürlich viel zu viel bestellt und können niemals alles aufessen. Das gibt uns aber unser Kopf nicht zu und wir Essen fast bis wir umfallen und wirklich keinen Bissen mehr runterbringen. Wir staunen aber nicht schlecht ab den hiesigen Gepflogenheiten. Z.B. dass man nahezu überall Rauchen kann, ist uns schon lange aufgefallen, aber hier werden die Zigarettenstummel einfach auf den Boden geschmissen und gewisse Gäste spucken auf den Boden, damit müssen wir noch ein wenig umzugehen lernen. Zumindest putzt das Servicepersonal regelmässig den Boden. Weshalb sie nicht einfach Aschenbecher verteilen ist uns ein Rätsel, aber vielleicht liegt es daran, weil damit das Spuckproblem nicht gelöst ist. Etwas speziell für unsere Schweizerische Zurückhaltung – aber ich würd’s mal als interessant bezeichnen… Danach kehren wir wieder zurück zur Unterkunft, wo wir uns mit Attila unterhalten. Später gesellen sich Nick und Caroline mit ein paar Bierchen zu uns und wir verbringen alle zusammen einen gemütlichen, lehrreichen und geselligen Abend.

Hohhot – Xilamuren Grasslands 21.08.2019

Heute ist Aufbruchsstimmung, denn wir haben eine Couchsurferin in den Xilamuren Grasslands gefunden, die uns aufnimmt. Wir wissen jedoch nicht viel darüber, nur dass in den kommenden Tagen ein Filmfestival statt findet und wenn wir wollen, dürfen wir auch länger als nur die eine angefragte Nacht bleiben, wenn wir etwas bei den anfallenden Arbeiten mithelfen. Das tönt eigentlich ganz gut, aber wir haben nicht geplant, so lange zu bleiben. Wir werden sehen. Iren meint sogar, dass wir uns nicht ums Essen kümmern müsste. Sie hat heute einiges zu tun und ist ebenfalls in Hohhot, weiss aber im jetzigen Moment noch nicht, ob sie in ihrem Wagen noch Platz hat, oder ob wir besser den Bus nehmen. Da wir nicht wissen, wie es dort mit vegetarischem Essen aussieht, kaufen wir noch ein paar Snacks ein und ein paar Biere für die Community. Von Iren haben wir erfahren, dass der letzte Bus um halb 6 fährt und wir kontaktieren sie um 3 Uhr, wie es aussieht. Offenbar hat sie zu viel bei der Arbeit zu tun, da wir keine Antwort erhalten. Wir sind wieder ein wenig nervös, da wir auf einen Bus müssen, der nur auf Chinesisch angeschrieben sein wird und an einer Haltstelle aussteigen, die wir dem Busfahrer zuerst mitteilen müssen. Den genauen Ort auf unserer Karte können wir nicht ermitteln. Als wir aber Kelly mitteilen, was wir vor haben, bietet sie uns an, einen Zettel auf chinesisch mit allen Angaben zu Schreiben, was wir gerne annehmen. Wir fahren mit dem Bus zum Bahnhof. Als wir einsteigen und zu einem Sitzplatz gehen wollen, macht der Bus einen abrupten Stopp, so das Manuela im wahrsten Sinne des Wortes Frontal auf die Nase fällt. Die Leute im Bus sind ganz entsetzt und Manuela sagt daraufhin, das alles ok ist, so dass wieder Ruhe einkehrt. Ein paar Schürfwunden hat der Sturz eingebracht und der Arm tut noch eine Zeitlang weh. Aber was solls, zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Den Busbahnhof müssen wir zuerst noch suchen, denn dieser scheint recht gross und am Anfang wollen wir immer bei den Ausgängen rein. Das geht natürlich so nicht und wir werden von den Beamten zurecht gewiesen. Irgendwann sind wir aber am Busbahnhof und alles geht sehr einfach. Wir drücken zuerst den Beamten bei der Sicherheitskontrolle, dann der Ticketverkäuferin unseren Zettel in die Finger. Diese verkauft uns das Ticket und einer der Beamten bringt uns zu einer Dame. Diese wiederum führt uns durch das Abfahrtsgate zum Bus und sie gestikuliert, dass wir bereits einsteigen können. Wir sind etwas verwirrt, sind wir nun die Einzigen in dem Bus? Einer der Busfahrer will gerade noch ein Foto mit uns machen, bevor wir einsteigen. Etwa 10 Minuten später steigen die weiteren Passagiere ein und der Bus füllt sich. Wir stellen also fest, dass wir wohl einmal mehr eine Sonderbehandlung geniessen durften. Wir sind erleichtert, dass die Dame, welche uns auch zum Bus gebracht hat, ebenfalls einsteigt, denn sie sollte wissen, wo wir aussteigen müssen. Mittlerweile hat uns Iren kontaktiert und meint, dass sie lange arbeiten müsse. Aber sie wird einem Freund in der Community mitteilen, dass er uns abholen soll, nur mit der Kommunikation könne es möglicherweise schwierig werden. Sie schickt uns den WeChat account von Da Fei und Manuela kontaktiert ihn. Nun schreibt er aber auf chinesisch, was etwas mühsam ist, denn nun muss sie alles zuerst in den Übersetzer eingeben. Gewisse Zeichen muss man einzeln in den Übersetzer eingeben, damit sie Sinn machen. Noch heute werden wir lernen, dass WeChat selbst einen Übersetzungsmechanismus hat, was enorm hilfreich ist und Manuela die Antworten auf Englisch und Chinesisch erspart hätte. Aber ja, man kann nicht alles wissen. Der Bus fährt in einem rasanten Tempo los und wir landen bald einmal in den eindrücklichen Weiten des Grasslandes. Hanspeter döst ziemlich bald ein und Manuela döst auch plötzlich weg. Als sie nach knapp zwei Stunden wieder aufwacht, erschreckt sie etwas und fragt die Frau, ob wir schon in Halawusu sind (Iren hat uns gesagt es dauert etwa 1.5-2 Stunden). Sie schüttelt den Kopf und macht eine Geste, was wohl bedeuten solle, bald. So weckt Manuela auch Hanspeter und keine 5 Minuten später sind wir da. Wir sehen in der Ferne diverse Communities, aber Da Fei sagt uns, dass wir warten sollen. Etwa 5 Minuten später holt uns der im wahrsten Sinne des Wortes, Rastaman, Da Fei mit seinem Hund und einem farbigen dreirädrigen Mobil ab und begrüsst uns herzlich. Er bringt uns zur Community, wo wir unser Gepäck abladen können. Danach zeigt er uns sein Reich. Er hat eine Bar, die er selbst gebaut hat und sie am Abend in Rastafarben beleuchtet. Er bringt uns aufs Dach seiner Bar, wo wir eine tolle Aussicht haben. Man sieht weit in diesem flachen Land. Danach bietet er uns ein Bierchen an und wir plaudern im Rahmen unserer Möglichkeiten eine Weile. Etwas später heisst es, es sei Essenszeit und wir werden von anderen Mitgliedern der Gemeinschaft an den Tisch gebeten. Wir erfahren nach einer Weile, dass sich hier bereits einige Persönlichkeiten für das bevorstehende Filmfest befinden. Neben uns sitzt Gu Tao, der Regisseur, für einige Filme über das Leben in der inneren Mongolei bekannt, womit er bereits schon mehrere internationale Awards gewonnen hat. Nicht aber in China, da werden wohl solche Filme nicht sehr geschätzt. Auf der anderen Seite sitzt eine Frau, die aus Peking stammt und auch anlässlich des bevorstehenden Filmfestival hier ist. Sie wird im Laufe des Abends zu unserer Übersetzerin, denn alle anderen können sozusagen kein Wort Englisch. Das Essen schmeckt sehr lecker und es hat sehr viele Optionen, darunter auch viele vegetarische. Zudem wird uns die ganze Zeit “Beidschu”, eine Art Schnaps, der aber ziemlich lecker ist, angeboten. In einem 5 oder 10 Liter Behälter haben sie diesen aufbewahrt. Eine andere Frau (ihr Name ist ausgesprochen etwa “Uuschiina”), von der wir später erfahren, dass sie die Chefin der Nachbar Community ist, beginnt ziemlich bald sehr schön zu singen. Einige Lieder seien um uns Willkommen zu heissen, was uns natürlich sehr ehrt. Ein anderer, älterer Herr (vermutlich irgendein Oberhaupt von unserer Community) stimmt ebenfalls ein und am Schluss singt fast der ganze Tisch. Es ist eine sehr schöne gemütliche Runde mit einer guten Stimmung. Etwa um 11 Uhr verabschieden wir uns langsam, da Iren meint, sie sei etwa um halb 12 zurück. Wir gesellen uns zu der jüngeren Truppe mit Da Fei und ein paar andere, wobei wir ziemlich erstaunt sind, dass einige ziemlich gut Englisch sprechen. Dabei erfahren wir, dass eben diese auch in Europa studiert haben. Wir haben auch hier eine gemütliche Runde am Feuer (ja hier wird es am Abend ziemlich kalt) und irgendwann gesellt sich Iren zu uns, die sich als KK vorstellt. Wir plaudern eine Weile mit KK, bis wir irgendwann wohl den Beidschu spüren und ziemlich müde werden. Sie zeigt uns unseren Schlafplatz, wobei wir nicht schlecht staunen, als sie uns eine eigene Jurte präsentiert. Wir verabschieden uns von ihr und fallen todmüde ins Bett.

Xilamuren Grassland 22.08.2019

Die Nachwirkungen von gestern spüren wir noch ein wenig. Trotzdem stehen wir etwa um halb 9 Uhr auf und werden nett aufgefordert in den Essensraum zu gehen und zu Frühstücken. Eigentlich wollen wir ja nicht und Hanspeter ist es gar nicht nach Frühstück, aber trotzdem gehen wir. Wir essen jedoch nur je ein halbes Brötchen, etwas Suppe und ein wenig Gemüse. Das muss reichen. Lilly bittet uns anschliessend, ihr zu helfen, um einen Teppich von einer Jurte in die andere zu bringen und den dort zu verlegen. Manuela ist ziemlich erstaunt, wie schwer ein so kleiner Teppich ist. Aber die Arbeit ist trotzdem schnell erledigt und sie meint, dass wir uns ausruhen sollen. Nicht schlecht, nach nur einer halben Stunden. Wir nutzen aber die Gelegenheit und Hanspeter legt sich noch eine Weile aufs Ohr, während Manuela die Fotos für den Blog auf den Computer lädt. Am frühen Nachmittag kraxeln wir wieder aus der Jurte und wollen die Umgebung etwas erkunden. Also viel gibt es ja nicht, denn es ist ganz flach. Aber schön ist es trotzdem und sehr heiss. Nicht weit von unserer Community entfernt befinden sich etwas anders aussehende Jurten, aus unserer Sicht ziemlich grosse und sogar mit Fenster. Uns wird später erklärt, dass dies eigentlich keine Jurten sind, sondern extra für Chinesische Touristen, da diese sogar eigene Sanitäre Einrichtungen und Heizung besitzen, traditionsgemäß aber grundsätzlich keine Fenster haben. Nachdem wir unseren Nachmittagsspaziergang abgeschlossen haben, treffen wir auf KK und Da Fei, die Mittagessen zubereiten wollen. Nun haben wir aber wirklich keinen Hunger mehr und lehnen dankend ab. Wir setzen uns aber etwas in den Schatten bei Da Fei’s gemütlicher Bar. KK schreibt uns später, dass Da Fei für uns alle kocht, sie aber bereits weiter arbeiten muss. So kommt es, dass Da Fei, leckere Gemüsenudeln auch für uns zubereitet hat und daher können wir natürlich nicht nein sagen. Man hat schon sein enttäuschtes Gesicht gesehen, als Hanspeter zuerst nicht da war, als er mit dem Essen gekommen ist. Nach dem Essen gibt Da Fei, sogar noch das sogenannte Throat Singing zum Besten (also eine Art Gesang tief aus dem Hals heraus), was sehr eindrücklich ist. Danach fragen wir, ob wir etwas helfen können, aber es heisst, wir sollen es uns hier nur gemütlich machen. Am späteren Nachmittag ist jedoch unsere Hilfe gefragt, denn sie wollen ein – aus unserer Sicht – Haus, verschieben. Glücklicherweise kann man unter das Haus (das nur noch aus dem Gerüst besteht) Räder schieben. Zuerst müssen wir den Boden rausreissen und da man den wohl nicht mehr will, kann man diesen gerade zerstören;-) Danach muss man ein paar Stützen ausbuddeln, die im Boden stark vergraben sind und etwas improvisieren. Schwer ist es trotzdem, aber da wir etwa 10-15 Leute sind, so funktioniert es recht gut. Wobei das mit den Anweisungen nicht immer ganz so klappt, wie wir uns das gewohnt sind, aber es funktioniert. Wenn es heisst, Ee (Iii), er (öör), san (sann) (eins, zwei, drei), dann weiss man einfach, dass man heben oder schieben muss, je nach Situation. Nach etwa eineinhalb Stunde ist das Grundgerüst des Hauses vollständig verschoben und wir staunen, wie das so einfach geht. Uns tut es mit der heutigen Müdigkeit gerade gut, etwas zu machen. Nun heisst es, dass die Arbeit bereits erledigt sei und Gu Tao bringt uns allen ein Bier. Wir machen es uns daher wieder bei der Bar gemütlich und relaxen etwas. Etwas später wird noch einmal Hilfe benötigt, da sie eine neue Jurte bauen wollen. Der Boden steht bereits und nun müssen noch die Seitenwände installiert werden. Das ist eine ziemlich kurze Sachen und wir stellen erstaunt fest, dass die Konstruktion für die Seitenwände sehr intelligent, aber simpel erstellt ist. Ich würde es jetzt einfach mal als faltbarer Gartenzaun benennen. Nachdem die Seitenwände eingerichtet sind, sitzen sie jedenfalls bombenfest und Gu Tao meint, dass der Rest morgen ansteht und für heute Feierabend sei. Also wie man sieht, die Arbeit hier, ist sehr kurz und gemütlich. Uns macht es auch Spass, mal wieder etwas zu machen. Am Abend können wir einen wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen und werden wiederum mit enorm leckerem Essen bekocht. Wir gehen einiges früher schlafen als gestern, damit wir morgen auch den Sonnenaufgang sehen können.

Xilamuren Grassland 23.08.2019

Um 5 Uhr klingelt der Wecker und zwei Leute aus der Community sind bereits auf den Beinen. Der Rest schläft verständlicherweise noch. Die Stimmung frühmorgens ist wunderschön. Das obwohl sich die Sonne selbst hinter den Wolken versteckt, dafür sieht der Himmel mit seinen verschiedenen Rottönen herrlich farbig aus. Verschlafen spazieren wir ein wenig herum und hauen uns danach nochmals für ein paar Stunden aufs Ohr. Etwa um 8 Uhr stehen wir auf und wir werden anschliessend direkt zum Frühstück gebeten. Wir setzen uns an den Tisch mit Lilly und Gu Tao, wobei sich Gu Tao für unsere Berufe interessiert und Lilly fleissig übersetzt. Als Hanspeter ihm erzählt, dass er Schreiner ist, hat dieser besonders Freude und fragt ihn, ob er nicht einen hübschen Stuhl aus Holz für ihn machen könne. Klar doch, wenn das Material vorhanden ist. Das mit dem Material gestaltet sich etwas schwieriger, aber hier lernen wir gerade, zu improvisieren. Wir verbringen daher den Tag mit Planen, Material zusammensuchen und Anfertigen des Stuhles. Lilly kommt immer wieder vorbei und meint, dass es wichtig sei Pausen zu machen. Aber wir haben Freude an der Arbeit und wollen etwas dran bleiben. Zwischendurch helfen wir noch kurz bei der Weiterarbeit an der Jurte, aber hauptsächlich beschäftigen wir uns mit dem Stuhl. Am Nachmittag gibt es noch eine Teepause, wo wir verschiedene leckere Tees zu probieren bekommen und Gu Tao bietet uns bereits wieder ein Bierchen an. Das Gelände füllt sich langsam mit immer mehr und mehr Leute. Am frühen Abend wird Hanspeter angesprochen, ob er mit der Verkabelung für eine Art Ausstellung helfen könne. Er meint, dass er davon keine Ahnung habe, aber wir gehen trotzdem Mal mit und schauen, wo der Schuh drückt. Eine der Künstlerinnen, Helene, hat über vier Pfosten ein weisses Tuch gespannt und will dieses von Innen mit roten LED-Lampen beleuchten, damit man ihre Bilder ansehen kann. Nun hat sie eine Lichterkette gekauft, aber die ist viel zu kurz. So müssen wir das Kabel jeder LED-Lampe verlängern. Das Vorgehen ist ziemlich einfach, aber zeitintensiv. Denn man muss jeweils aufpassen, damit man die Kabel nicht kaputt macht, wenn man sie freilegt und miteinander verbindet. Nachdem wir die erste LED-Lampe verlängert haben, testen wir das ganze und zu unserer Freude funktioniert es. So machen wir es mit den drei weiteren Lampen, testen alle zusammen – auch das funktioniert. Dann installieren wir das ganze in der Leintuchaustellung, wobei es nun zu unserer Enttäuschung doch noch eine Lampe grillt. Zum Glück ist es nicht so schlimm und wir können es schlussendlich so verkabeln, damit zumindest drei, der vier roten Lampen funktionieren. Wir haben keine Ahnung, weshalb das passiert ist. Etwa um halb 10 sind wir fertig und wir gesellen uns gemütlich zu den anderen. Aja, Feuerwerk gehört zu der Tagesordnung. Jeden Abend wird mindestens ein Feuerwerk gezündet entweder von einer Nachbargemeinschaft oder von unserer. Das mag wieder etwas speziell sein, aber wir haben schon an verschiedenen Orten hier in China gesehen, dass man Feuerwerk mag. Später findet hier eine grosse Tanzrunde zu hauptsächlich elektronischer Musik statt. Nach einer Weile haben wir aber genug davon und verziehen uns in unsere gemütliche Jurte.

Xilamuren Grassland 24.08.2019

Heute ist die offizielle Eröffnung des Film Festivals, wobei wir erfahren, dass dafür keine Bewilligung erteilt wurde. So wird das Film Festival kurzerhand in Artist Festival umbenannt. Einziger Wermutstropfen ist, dass offenbar nun auch keine Filme gezeigt werden dürfen und sich das Festival mehr darauf fokussiert, dass sich die Künstler untereinander austauschen können. Für uns, wird es daher möglicherweise nicht so spannend, da der Grossteil ja nur chinesisch spricht. Aber wir werden sehen, wir haben ja sowieso eine tolle Zeit hier. Zuerst aber einmal klemmen wir uns nach dem Frühstück hinter unseren Auftrag und arbeiten am Stuhl weiter. Am Mittag gibt es wie gewohnt ein leckeres Mittagessen und am frühen Nachmittag ist unser Werk vollbracht. Ein paar Leute schiessen mit Pfeil und Bogen, und da wir das schon lange mal versuchen wollen, fragen wir, ob wir auch dürfen. Selbstverständlich dürfen wir und wir bekommen sogar noch eine Instruktion, wie es genau geht. Nachdem wir ein paar Pfeile abgeschossen haben, gesellen wir uns wieder zu den andern bei der Bar. Wir stellen fest, dass das Haus, welches wir vorgestern verschoben haben, nun eine Bühne ist. Ein wenig später hält Gu Tao eine Ansprache, wohl eröffnet er das Festival und erklärt vermutlich, dass man es nicht Filmfestival nennen darf. Er sprayt daher die Wände und bittet alle zu Unterschreiben, auch Manuela, die gerade zuschaut. Diverse Schauspieler und Regisseure halten eine rede, wobei auch der eine kleine ältere Herr mit weisser Jacke (auf dem Video zu sehen), wohl ein sehr berühmter Schauspieler ist. Wurde uns zumindest gesagt. Danach wird eine Tanzpartie eröffnet und zu unserem Schreck, werden wir auch auf die Bühne gebeten. Danach gibt es eine Runde Fotoshootings auf der Bühne mit den uns und den Regisseuren sowie den Schauspielern. Als wieder etwas Ruhe einkehrt, bringen wir Gu Tao den Stuhl, wobei er diesen an der ganzen Menge präsentiert und wir gerade nochmals auf die Bühne dürfen/müssen. Hanspeter hält noch eine kurze Ansprache auf Englisch, die von einer fleissigen Übersetzerin ins chinesische übersetzt wird. Danach gibt es nochmals eine Runde Fotos mit allen möglichen Leuten, auf der Bühne, vor der Bühne, hinter der Bühne. Alles von professionellen Fotografen festgehalten und wir wollen gar nicht wissen, wo wir wohl nun überall erscheinen. Leider haben wir fast nur jene Fotos, die wir mit unseren Handys gemacht haben. Aber ja, es sind sowieso genug, alles andere kann man sich vorstellen. Naja, nach einer Weile sind es genug Fotos und wir sind echt froh als wieder Ruhe einkehrt. Ein Junge hat Hanspeter Pokerkarten geschenkt, ihm diese auf Englisch übergeben und gefragt, ob er ein Foto mit uns machen darf. Wie wir später von jemand anderem erfahren, habe er den ganzen Vormittag den Englischen Satz geübt, da er uns unbedingt ansprechen wollte, aber sich lange nicht getraut habe. Für ihn sei es das erste Mal, dass er Ausländer sieht (oder vielleicht einfach Kontakt hat) und es daher für ihn sehr besonders ist. Zur Erinnerung an ihn schenkt er uns die Pokerkarten. Auch seine Mutter will viele Fotos mit uns machen, sie erkennt man ganz gut, da sie vollkommen in Rosa gekleidet ist. Gestern wurden wir eigentlich von “Uuschiina” in ihre Nachbarcommunity eingeladen. Da es aber spät wurde, haben wir uns entschuldigt und gehen dafür heute Abend vorbei. Sie lädt uns zum Essen ein und so machen wir uns gegen 6 Uhr auf den Weg. Irgendwie tut es gut in Ruhe durch den Ort zu ziehen und etwas fernab vom ganzen Trubel zu sein. Nach etwa 20 Minuten sind wir in der Nähe und werden gerade noch von einer Familie mit dem Auto aufgegabelt, die uns die letzten Meter unbedingt noch hinbringen will. Wir werden herzlich empfangen und wir werden in eine sehr luxuriöse Jurte geführt. Kaum haben wir uns hingesetzt, wird bereits Essen serviert. Hanspeter meint plötzlich als wir so zuschlagen, dass er das Gefühl habe, dass sei erst die Vorspeise. Und wie recht er hat, plötzlich kommt immer mehr Essen auf den Tisch und obwohl der Tisch sehr gross ist, hat kaum alles Platz. Uns wird immer mehr Essen angeboten und die Leute bestehen darauf, dass man isst. Vor allem Hanspeter wird bis zum Abwinken mit Fleisch gefüttert und irgendwann müssen wir, obwohl alles sehr lecker ist, uns entschuldigen, denn wir bekommen keinen Bissen mehr runter. Ein Herr öffnet eine edle Flasche Beidschu, der sehr lecker ist, aber wir heute mit äusserster Vorsicht geniessen. Die Kommunikation gestaltet sich etwas schwierig. Da niemand Englisch kann, müssen wir über Google-Übersetzer kommunizieren. Aber es funktioniert und die Leute hier sind wirklich super nett. Wir geniessen den Abend sehr. Nachdem wir fertig gegessen haben, fahren sie uns mit dem Auto sogar zurück in die Community. Dort angekommen empfängt uns bereits Gu Tao und drückt uns ein Fläschchen Beidschu in die Finger. Wir nippen sorgfältig daran und behalten die beiden Fläschchen für eine Weile auf unserer weiteren Reise. Wir setzen uns in eine gemütliche Runde und plaudern mit den Leuten. Danach sehen wir, dass ein Pingpongtisch aufgestellt wurde und Hanspeter wird zu einer Runde aufgefordert. Wir spielen schlussendlich abwechslungsweise und stellen fest, dass die “Chinesen” darin gar nicht so stark sind, wie erwartet. Aber es macht Spass zu spielen. Später verwendet ein Fotograf Hanspeter als Fotomodell. Dieser macht sogenannte Contemporary Art (neuzeitliche Kunst) und hat ein spezielles Projekt im Kopf. Er zieht den Teppich auf dem vorher viele Leute gegessen und getrunken haben, und nach wie vor viel Essen und trinken drauf ist, vor den einen mobilen Essensstand. Hanspeter sitzt am Boden vor dem Teppich mit dem vielen Essen und wartet bis der Essensstand öffnet. Danach plaudern wir mit ihm und einem zweiten Fotografen über dies und jenes, und werden ein wenig über die Chinesische Geschichte informiert, bevor wir uns spätabends schlafen legen.

Xilamuren Grassland 25.08.2019

Nachdem Frühstück ist die Überraschung gross, als uns Gu Tao in die grosse Jurte hinein bittet. Tatsächlich werden ein paar Filmausschnitte gezeigt. Die Dokumentarfilme werden hauptsächlich in Bilder gezeigt, und weniger mit Gesprächen, weshalb es nicht so tragisch ist, dass wir nichts verstehen. Natürlich ist es schade, dass wir Gu Taos Erläuterung dazu nicht verstehen, aber da lässt sich nichts machen. Fürs nächste Mal müssen wir halt chinesisch lernen. Die nächsten Ausschnitte sind sogar mit englischen Untertitel, was uns sehr freut. Plötzlich kommt KK zu uns und erzählt, dass die Polizei hier ist und nach uns sucht. Wir bekommen einen gewaltigen Schreck und fragen uns, ob wir hier nicht sein dürfen. KK weiss es auch nicht genau, aber sie meint, es sei lediglich eine Routine. Danach wird klar, was das Problem ist, denn wir müssen uns registrieren lassen. Wir lernen, wenn jemand Ausländer für länger als 24 Stunden aufnimmt, muss man dies bei der Polizei registrieren, was ja auch in den offiziellen Unterkünften der Fall ist. Wir werden von einem der Community zusammen mit KK zur nächsten Polizeistation in Xilamuren hingefahren, denn diese ist etwa 10 Kilometer entfernt. Wir müssen unsere Pässe vorlegen und auf der Station werden durch den Polizisten alle Daten vom Pass abgetippt. Am Schluss sagt der Polizist Shishie (danke) und wir dürfen gehen. Wir sind erleichtert, hinterlässt das doch einen etwas bitteren Nachgeschmack, wenn die Polizei uns in eine Gemeinschaft suchen kommt, wo sie – wie wir erfahren haben – sonst nie auftauchen. Es heisst jedoch, es sei zu unserer Sicherheit… Was das auch immer heissen soll. Wir kommen gerade noch rechtzeitig, um die letzten Filmausschnitte zu sehen. Danach ist bereits Mittagszeit. Am Nachmittag findet eine Versammlung in einem Zelt statt, wo wir uns einfach mal hineinsetzen und schauen, was da von sich geht. Es scheint hauptsächlich eine Vorstellungsrunde zu sein und die Dame neben uns ist so nett, dass sie von Zeit zu Zeit ein wenig übersetzt. Wir stellen dabei fest, dass es bei allen Regisseuren und Schauspieler, um politisch heikle Themen geht. Da es ziemlich heiss im Zelt wird und wir ja doch nicht viel verstehen, verziehen wir uns nach einer Weile wieder nach draussen und plaudern mit einem der Schauspieler, der sich little Fish nennt. Es ist spannend mit ihm zu plaudern, auch weil er sehr gut Englisch spricht. Am Abend gehen wir es ruhig an, spielen etwas Pingpong, geniessen den Abend, plaudern mit Lilly und ein paar andern. Einige sind in einem Zelt, wo sie Karaoke singen, andere sind in intellektuelle Gespräche in einem anderen Zelt vertieft. Plötzlich wird der ruhige Abend unterbrochen und ein Trubel geht los. Eine Gruppe junger Studenten haben uns entdeckt und eine davon, will sich in ihrem Englisch üben. Sie ist aber super nervös, was die Konversation etwas schwierig macht. Mit der Zeit taut aber sie und die anderen etwas auf, und es wird mit der Zeit eine lustige, wenn auch etwas wirre Unterhaltung. Aber was wollen wir sagen, mit 18 war unser Englisch auch nicht besonders gut und von chinesisch ist ja noch heute bei uns nicht die Rede. Irgendwann verabschieden sie sich und kehren zurück zu ihre Unterkünfte. Wir geniessen ein paar wärmende Minuten am Feuer, bevor wir uns ebenfalls in die Jurte verziehen.

Xilamuren Grassland – Hohhot 26.08.2019

Da wir ja sowieso viel länger geblieben sind als geplant, finden wir, dass es heute an der Zeit ist, aufzubrechen. Dazu kommt, dass wir etwas zu viel Aufmerksamkeit geniessen, was für die letzten Tage zwar lustig war, aber langsam auch genug ist. Wir wollen zudem China noch weiter erkunden. So kommt es, dass wir uns von den lieben Leuten hier verabschieden müssen. Wir haben wirklich eine tolle Zeit verbracht und es ist für einmal etwas ganz anderes. Gegen Mittag erhalten wir sogar eine Mitfahrgelegenheit nach Hohhot. Als wir im Wagen sitzen, merken wir, dass der Fahrer wohl Rennfahrer Gene hat. Wir kommen dafür entsprechend schnell in Hohhot an und kehren wieder zurück ins Hostel, wo wir bereits das letzte Mal waren. Attila ist immer noch da, das freut uns sehr und wir plaudern eine Weile zusammen. Am Abend verabschiedet er sich, da er heute den Nachtzug auf Peking gebucht hat. Wir buchen den Nachtzug nach Pingyao für morgen Mitternacht. Wir gönnen uns nach dem vielen mongolisch/chinesischen Essen mal wieder eine leckere Pizza zum Abendessen.

Hohhot 27.08.2019

Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt haben, machen wir einen Ausflug etwas ausserhalb von Hohhot. Attila hat uns empfohlen, das Museum und Mausoleum von Zhao Jung zu besuchen. Sie ist eine der vier alt chinesischen Schönheiten und lebte zur Zeit, der Han Dynastie (206 vor Christus, bis 800 nach Christus). Die Geschichte besagt, dass sie auf dem Rücken eines Pferdes ihr Dorf verliess, um sich mit dem Führer eines anderen Reiches zu vermählen, damit diese Frieden schliessen. Was ihr offenbar auch gelungen ist. Ihr Weg war jedoch hart und geprägt von Trauer, was sie im Museum auch wiederspiegeln. Sie verliess ihr Dorf im Herbst durch die Grasslands und musste durch tiefsten Winter reiten. Das Museum ist sehr schön gemacht und hier soll auch ihr Grab auf einem Hügel liegen. Die Umgebung hier ist wunderschön und man hat eine gute Weitsicht. Wir verweilen einige Stunden hier, bevor wir uns auf die etwa stündige Busreise zurück begeben. Wir kaufen ein paar Sachen für die Zugreise ein und etwa um 9 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Wir sind früh dran, da wir noch unsere Tickets abholen müssen. Dummerweise müssen wir auch dazu, durch die Sicherheitskontrolle und jetzt wollen sie das Sackmesser, das Küchenmesser und Hanspeters Deo spray beschlagnahmen. Sie meinen, dass keine der Artikel erlaubt seien. Wir bestehen aber darauf, dass das Sackmesser unerlässlich sei, aber auf die anderen beiden Sachen können wir verzichten. Nach langem hin und her wird das Sackmesser mit Klebeband eingewickelt und wir dürfen es glücklicherweise doch mitnehmen. Genervt sind wir aber trotzdem ein wenig. Nun heisst es warten. Kurz vor Mitternacht dürfen wir auf das Gleis und um 00.30 fährt der Zug los nach Pingyao. Das gibt mal wieder eine kurze Nacht.


English Version Inner Mongolia

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19.08.2019 – 27.08.2019

Journey Beijing – Hohhot 19.08.2019

Today we say goodbye to Beijing and Dave, and we continue to Hohhot. We have a long journey ahead. But first we have to go back through security at the metro. In fact, we are stopped for the first time and Hanspeter has to show the kitchen knife while they check Manuela’s liquids. Manuela unpacks the lens fluid that is in the top of the backpack and the officer seems already to be satisfied. Of course we have a lot more liquids. About the knife we get a little nervous, because this, as well as the camping gas are not allowed in general. The official inspects the knife in detail, but he finally gives Hanspeter back again. We learn later that this only happens because we are tourists. From locals they would immediately confiscate the knives. So we have been lucky. Still, we are a bit nervous as we have to go through the security checkpoint at the huge station in Beijing. Arrived at the station we are really overwhelmed by its size and the many people. That they can bring all people promptly through the controls, we find, it’s almost a miracle. In our view this is incredibly good organized. First of all we have to go through one of the gates. Since everything is written in Chinese, we just start with the shortest line, it will be wrong anyway. The Chinese have an identity card and they just need to put on a sensor, then the gate opens. We try the same with our passports, but nothing happens. Manuela wave to the officials who immediately bring us to another gate with a controller in person. It’s pretty fast and we’re already in the line for security. Everything goes smoothly and 15 minutes later we are already in the waiting ares. Our train is displayed, but we have to wait in the waiting room until it is announced. We have planned enough time, now we have to wait nearly two hours. But we do not care, because there are comfortable seats. You can even get hot water for the noodle cups. About an hour before the departure time, the people queuing and about 45 minutes before departures the gate opens. Here are the tickets checked again and with the group we walk to the platform. Meanwhile, an official sells small folding chairs, probably for those who have no seat reserved for the 10 hour drive. Fortunately, we still have a reservation, because we do not feel like standing all the time. But if you are unlucky, all seats are sold out and there are only standing options available for the same price as the hard seat. We head to the booked carriage number and wait until the door opens. We booked a hard seat, which is why we expect to have to sit on a wooden bench.  Somewhere the expression wood class comes from, not? But we were wrong, because the seats are covered with fabric, and although they are not very soft, they are acceptable. Much better than expected. We already had the feeling we were the only foreigners at the station, but here in the train we are definitely. The people from young to old curiously turn their heads towards us. The children come over and look at us in detail. Funny. The first few hours pass by quite calm, we listen to music and look at the beautiful landscape. We are astonished after such a short time outside of Beijing it is already very green. We drive through many tunnels in the great mountain landscape, so not only the Swiss can build tunnels. The people who can not book a seat are hoping some will not be occupied and grab them until someone comes and tell them move away. At the end of each car there is hot water for the noodles, a smoking area and a toilet. We are quite astonished that some people even spit on the ground on the train and sometimes throw their cigarette butts on the ground. But we are also astonished, however, as every few hours the conductor picks up the ground damp, so the train still remains fairly clean. More train staff comes around every hour, to sell some snacks and collects the garbage. On each table there is a bowl where you can temporarily store the garbage. So quite different than we know it, but not that bad. As the seats in front of us are vacant, a little girl lies down over both seats. Not much later, her mom comes with two more children. However, you can not speak English and now the action starts with the online translator. Hanspeter stays with his music and dream world relatively quickly, while Manuela patiently answers all the questions of the mom and the little ones. In the meantime, we have probably caught the attention of the entire wagon, because all heads turn to us and they seem to be all curious what kind of white creatures are here. It is amazing some smaller children take English lessons. One speaks for her age, 9 years, really good and she was asked by her grandmother to speak with us. Suddenly this girl becomes a translator, but also gets a little annoying. She pulls Hanspeter on the beard and hair, and crawls over his lap, as he sits in the corridor. The mother of the other family apologizes and translates that it is not her child. A second boy can speak a few common words in English and we talk also to him. After a few hours of talking, we are finally in Hohhot and say goodbye to the nice family. The mother says goodbye, she would like to be friends with us if we spoke the same language. But in the long term, the communication through translators is really exhausting. It is already half past 8 and as it rains like hell, we are very glad that we are picked up by the boss of the accommodation. As we drive through the city, we marvel once again at the many skyscrapers. Somehow we imagined it will be somehow different, at least smaller. We are very excited to visit the city tomorrow. At the property, we meet with Attila, an elderly man who is half Hungary and half Scottish, and is currently living in Australia, Tasmania, to study the Tasmanian devil and other animals. He is an animal scientist, a university professor and has an immense knowledge of history, what he calls his hobby. It is very interesting to chat with him and so we spend a while in the common room, although we are quite tired. A little later we meet Nick and Caroline from England, who have been traveling since 2011. In between, they work on the road and then travel again. We all talk together before we finally go to sleep. Our room is decorated in Mongolian style and we feel very comfortable.

Hohhot 20.08.2019

There happened a power cut overnight, which is noticeable because our electronic devices are not charged. After we have breakfast, we go to the street, where we notice that many shops close again due to the power outage. Others install a generator. Since we have little money left, we first have to find a functioning ATM, which is not easy because of the power cut. A bit astonished, Manuela notices many armed officers standing in front of one bank, and then she realizes they have just arrived with a money-truck. Here we can’t withdraw. At the next bank, a generator is running and lo and behold, we can top up our wallet. Now we take the next bus, which brings us close to the famous Da Zhao Temple. Already the area in front of the entrance is very impressive. We do not see any western tourists and of course we attract a lot of attention. But now we buy first our entrance tickets to the temple and it’s really worth it. Not only the beautiful interiors with the golden statues, also the outdoor area is very authentically designed. In our view, this temple stands out a bit from the many others, as there are many colorful flags, which gives probably a typically Mongolian (for us rather Napales / Tibetan known) flair. The numerous colored animal statues look very impressive. One of the golden statues is particularly impressive, as it has several heads and lots of arms that are impossible to count. We wander around for two hours in the large area and enjoy the beautiful sight. We even buy a very pretty bracelet for Manuela, which is made of cinnabar and silver. Then we go back to the outdoor area, where we have a few snacks in the shade. Next to us is an annoying salesman, but finally he gives up, because we do not understand his language anyway. After that, we are again asked by a few pedestrians for the obligatory photo and we smile a few times in the Kamara, but then we move on. We stroll through the pretty, bustling downtown for a short while before taking the next bus to the other side of the city. When boarding, we notice that this can be dangerous if you are not careful. Because the bus does not stop directly at the sidewalk, but about 2 meters away. In between, bicycles and scooters are speeding in both directions. But what we have often found in China, but also in Taiwan, public bicycles (electric or without electricity) are available to the public everywhere for little money. With an app you can easily rent the bicycles and pay. We think this is a very advanced concept and we are amazed why this is not something we have introduced in Switzerland. So you can certainly relieve the public transport within the city massively and one comes much faster around than by bus. Well for us this offer is nothing due to the really crazy traffic we are not used too. We prefer to trust the bus driver. We heard the rumor, sick Chinese sometimes even throw themselves in front of the car driven by tourists, as they have to pay a lot of money. If this is true, then we don’t even attempt to drive. Anyway, we keep our eyes open. Back to the progressiveness of the Chinese. Like in Taiwan (and presumably also in Japan, only we have not noticed it yet) you can get everything, but really everything, from the grocery store shopping, to the train ticket and to the taxi ride to an offer from a street vendor everything online pay by barcode via mobile phone. The WeChat application (but also others), which in particular is the whatsapp for China (most western apps, such as google, facebook, youtube, whatsapp etc. are not available in China), can not only make phone calls and write messages, no, you can also deposit payment information. Using the app’s scanning function, you can easily buy anything, just hold your phone over the barcode and the seller will be shown the paid amount. The only problem is, you need a Chinese bank account, which is why we can not use this and we feel a bit like in the Stone Age. We really have the impression that the majority of the population handles all purchases in this way. On the way we are astonished when two western people get on the bus and it is – how could it be otherwise – Nick and Caroline from our hostel. Now we really have the feeling that all „Westerners“ are hosted in a single accommodation. They get off a bit earlier than we do. After about an hour we hop off to visit the Inner Mongolia Museum. We will drive to the grasslands tomorrow and we think a little knowledge about this region would be good for us. Now we have to cross the street again, which seems to us to be an impossibility. Fortunately, we are not the only ones with this need and we stand next to a passer-by who does the same thing. We begin to understand how the whole thing works, because first you have to pay attention to the traffic lights. Once these are red, you have „only“ to look at bicycles and scooters, as well as turning vehicles. Then we walk until the middle and you wait for the next red traffic light, before you cross with the most important intention „keep your eyes open“. It is already half past four and we are a bit hesitant, if we have enough time to visit the museum. Fortunately, the entrance is free, but of course we march without thinking into the line for the Chinese and we are quite unfriendly lead by an official to a ticket office. Ah, that’s how it works, although it’s free, we still have to officially pick up a ticket with our passport. Now we head through the usual security control, where they take away Hanspeter’s only lighter. You can hear him a little cursing… The building looked huge from the outside, but the museum is actually large. We go to the first hall, where it is still about the emergence of the earth with Dinosaurs and so on. It has been ages since we last saw such a museum and we find it quite impressive. At least it does not differ too much from our knowledge and the Dinosaurs look the way we know them. Afterwards we visit the next floor, which deals in particular with the war with the Mongols, which we like a little less, because it seems only shown from the chinese side. Soon go to the next room, where you can learn about the people and the inner Mongolia, and above all, see. A problem with Chinese museums is, although they have a short English description of all, but many details and pieces are written in Chinese only, and when translated into English, it’s often not very useful. Many artifacts and the pictures are very impressive. Here we stay for a while and study everything pretty much. After that, we are already a bit tired again, but now we want to tackle the third floor. However, the access is denied because it is already after 17.00 and they want people out of the building soon. However, we do not mind and we go back to the entrance, where Hanspeter kindly asking one of the officers to return his lighter. Although he does not get the same back, but a better one, so he does not complain. Now we go back to our accommodation and think about where and what we have for dinner tonight. We are not in a city with many western tourists and in Inner Mongolia it could be difficult for Manuela to find vegetarian food. She asks the friendly employee, if she has a tip but she has none. Kindly, she writes on a small piece of paper in Chinese, which defines exactly what Manuela eats and what not. Armed with the slip of paper, we go looking for it, but can not find it right away because it looks either expensive, very much with fish or otherwise special. At the end of the food street, we turn back and decide spontaneously for a simple-looking restaurant. Already as we come in, all heads, including those of the cooks cooking behind a glass cabinet, are turning in our direction. We are not deterred and give the note to the service person, who is pointing to some dishes on the menu. We are quite surprised the most of the dishes have an English translation, although not all make sense. We order, as we have learned, 4 small dishes (soup, egg dish, tofu with vegetables and meat plate) and two beers. Everything costs just converted 13 dollars and is very tasty, apart from the soup, which is extremely bland. Of course we have ordered way too much and we never can finish it. But we not want to waste and we eat almost until we can’t move. But we are astonished from the local customs. For example we’ve noticed smoking is possible almost everywhere, but here the cigarette butts are thrown on the floor and certain guests spit on the floor. At least the service staff regularly cleans the floor. Why they do not simply distribute ashtrays is a mystery to us, but maybe that’s because it does not solve the spit problem. Something special for our Swiss habit – but I would call it as interesting… Then we return to the accommodation, where we talk with Attila. Later, Nick and Caroline join us for a few beers and we all spend a nice evening together.

Hohhot – Xilamuren Grassland 21.08.2019

Today we got accepted by couchsurfer in the Xilamuren Grasslands. However, we do not know much about the place, except that in the upcoming days, a film festival is taken place, and if we want, we can also stay longer than just the one requested night stay if we help a little. That sounds pretty good, but we have not planned to stay long. We will see. Iren even says, we do not have to worry about the food. She has a lot to do today and is also in Hohhot, but at the moment she still does not know if she has space in her car or if we’d better take the bus. Since we do not know how it looks like with vegetarian food, we buy some snacks and a few beers for the community. Iren told us the last bus leaves at 5:30 and we contact her around 3 pm, how it looks like. Apparently she has too much work because we do not get an answer. We are a little nervous again because we have to take  a bus that will be written only in Chinese and get off at a stop, where we must notify the bus driver. We can not find the exact location on our map. But when we tell Kelly, one of the hostel staff, what we’re up to, she offers us to write a note in Chinese with all the details we need. We take the bus to the train station. When we get in and want to go to a seat, the bus makes a sharp stop, so that Manuela falls over. The people in the bus are shocked and Manuela says then, that everything is ok, so thy keep calm. The fall causes a few grazes and the arm hurts for a while. But heck, luckily nothing worse has happened. We must first find the bus station, because it seems quite large and at the beginning we always want to enter at the exits. Of course, that is not possible and we are reprimanded by the officials. At some point we are at the bus station and everything is very easy. First, we give the officer at the security check, then the ticket seller our note. We get the ticket and one of the officers brings us to a lady. This in turn leads us through the departure gate to the bus and she gestures that we can get in already. We are a bit confused, are we the only ones on the bus? One of the bus drivers just wants to take a picture with us before we get on the bus. About 10 minutes later, the other passengers board and the bus fills up. So we realize that we get once again a special treatment. We are relieved that the lady who brought us to the bus also gets in, because she should know where we need to get off. Meanwhile, Iren has contacted us and says that she has to work until late. But she will tell a friend in the community that he should pick us up. Only with the communication it could possibly be difficult. She sends us the WeChat account from Da Fei and Manuela contacts him. Now he writes in Chinese, which is a bit tedious, because now she has to enter everything first in the translator. Certain characters must be entered individually in the translator to make sense. Even today we will learn that WeChat itself has a translation mechanism, which is enormously helpful and Manuela didn’t need to answers in English and Chinese. You can not know everything. The bus starts at a rapid pace and we soon reach the impressive expanse of grassland. Hanspeter dozes off pretty soon and Manuela suddenly dozes off as well after a while. When she wakes up after nearly two hours driving, she gets a bit nervous and asks the woman if we are already in Halawusu (Iren has told us takes about 1.5-2 hours). She shakes her head and makes a gesture, which should mean, soon. Manuela wakes up Hanspeter and 5 minutes later we are there. We see diverse communities in the distance, but Da Fei tells us to wait. About 5 minutes later, the literally Rastaman, Da Fei, picks us up with his dog and a colored three-wheeled mobile and greets us warmly. He brings us to the community where we can unload our luggage. Then he shows us his place. He has a bar, which he built himself and with reggae colour light in the evening. He takes us to the roof of his bar, where we have a great view. You can see far in this flat country. Then he offers us a beer and we chat within our possibilities for a while. A little later, it’s time to eat and we’re being asked by other members of the community to sit at the table. After a while we learn there are already some personalities for the upcoming film festival around. Next to us sits director Gu Tao, who is known for some films about life in Inner Mongolia and has won several international awards. But not in China, because such films are not much appreciated by the government. On the other side is a woman from Beijing who is also here for the upcoming film festival. She becomes our translator during the evening, because everyone else can not speak English. The food is delicious and has many options, including many vegetarian ones. In addition, we are drinking all the time „Beidschu“, a kind of strong alcohol, but quite delicious. They have stored it in a 5 or 10 liter container.  Another woman (her name is pronounced as „Uuschiina“), which we later learned, she is the head of the neighboring community, begins to sing very nicely pretty soon. Some songs are to welcome us, which of course honors us very much. Another, older man (presumably some head of our community) also sings sometimes and at the end almost the whole table sings. It is a very nice cozy round with a good mood. At about 11 o’clock we say goodbye to them, as Iren says she is back at half past eleven. We join the younger group with Da Fei and a few others, and we’re pretty astonished that some speak English quite well. We learn they have studied in Europe. Here, we have a cozy fire circle (yes, it gets pretty cold in the evening) and at someint Iren joins us, who introduces herself as KK. We chat with KK for a while, until we suddenly feel the Beidschu and get pretty tired. She shows us our sleeping place, but we are surprised when she presents us our own beautiful Yurt. We say goodbye to her and fall into bed exhausted.

Xilamuren Grassland 22.08.2019

We still realize the effects of yesterday. Nevertheless, we get up at about half past eight and are kindly asked to go to the dining room to have breakfast. Actually, Hanspeter does not like having breakfast, but still we go. However, we only eat half a roll each, some soup and a little vegetables. That must be enough. Lilly then asks us to help her to move a carpet from one yurt to another and to put it there. Manuela is quite surprised how heavy such a small carpet is. But the work is still done quickly and she thinks we should rest a bit. Not bad, after only half an hour of work. We take the opportunity and Hanspeter sleeps for a while, while Manuela transfer the photos for the blog on the computer. In the early afternoon we scramble out of the Yurt and want to explore the surroundings. There is not much, because it is quite flat. But it is still nice and very hot. Not far from our community there are slightly different looking yurts, very large and even with windows. We learn later these are not original yurts, and extra for Chinese tourists, as they even have their own sanitary facilities and heating, but traditionally yurts have no windows. After completing our afternoon walk, we meet KK and Da Fei for lunch. At the moment we really are not hungry and we sit in the shade at Da Fei’s cozy bar. KK later tells us Da Fei cooks for all of us, but she has to continue working. So finally Da Fei serves us delicious vegetable noodles and therefore we can not say no of course. It is very delicious. Manuela already has seen his disappointed face when Hanspeter was not there at first when he came with the food. After the meal, Da Fei does even the so-called throat singing (a kind of song deep out of his throat), which is very impressive. Then we ask if we can help anything, but they say we should just make ourselves comfortable here. However, our help is needed later in the afternoon because they want to – we thought – move the house. Fortunately, you can push a wheel, which is installed under the house (which consists only of the scaffolding). First we have to tear the ground out and since they probably do not want it anymore, so we can destroy it 😉 Then we have to dig out a few piles that are sticking hardly in the ground and improvise a bit. It’s hard, but since we’re about 10-15 people, it works pretty well. Whereby the instructions are not always clear for us, but it works. When Gu Tao says, Ee (iii), er (öör), san (sann) (one, two, three), then you just know that you have to lift or push, depending on the situation. After about one and a half hours, the basic structure of the house is completely moved and we are amazed how easy it is. It’s just good for us to do something. Now they said the work is already done and Gu Tao brings us some beerd. We make ourselves comfortable at the bar and relax a bit. A little later, help is needed again, as they want to build a new Yurt. The floor is already built and now the side walls have to be installed. That’s a pretty short thing, and we’re surprised how simple and smart the sidewall design is. I would just call it a foldable garden fence. Anyway, after the sidewalls are set up, Gu Tao says the rest will be done tomorrow and work is done for today. So, as you can see, the work here is very short and cozy. It’s also fun to do something like that. In the evening we can marvel at a beautiful sunset and are again threatened with delicious food. We go to sleep earlier than yesterday so we can see the sunrise tomorrow.

Xilamuren Grassland 23.08.2019

At 5 o’clock the alarm rings and two people from the community are already awaken. Understandably, the rest is still sleeping. The atmosphere early in the morning is beautiful. Although the sun hides itself behind the clouds, the sky with its different reds looks wonderfully colorful. Sleepy, we walk around a bit and then we return to sleep for a few hours. At about 8 o’clock we get up and we are then asked directly for breakfast. We sit at the table with Lilly and Gu Tao. Gu Tao is interested in our professions and Lilly diligently translated. When Hanspeter tells him, he is a carpenter, he is pleased and asks him if he can make a pretty wooden chair for him. Sure, if the material is available. The material is a bit more difficult, but here we are learning to improvise.  We spend the day planning, gathering materials and building the chair. Lilly comes over from time to time and tells us how important is to take breaks. We enjoy the work and want to stay tuned. In between, we help briefly with the further work on the Yurt, but mainly we are working on the chair. In the afternoon there is a tea break, where we get to taste different delicious teas and Gu Tao offers us another beer. The area fills up slowly with more and more people. In the early evening Hanspeter is asked if he can help with the wiring for an exhibition. He says he does not know, but we’ll go and see where the problem is. One of the artists, Helene, has stretched a white cloth over four poles and wants to illuminate it from the inside with red LED lamps to view her pictures. Now she has bought a chain lights, but that is much too short. So we have to extend the cable of each LED lamp. The procedure is quite simple, but time consuming. Because you have to be careful not break the cables when you expose them and connect them together. After we have extended the first LED lamp, we test the whole and for our pleasure it works. So we do the same procedure with the three other lamps, test all together – that works too and we are happy. Then we install the light chain within the expedition cloth, and now a lamp breaks to our disappointment. Luckily it’s not that bad and we can finally wire it up so that at least three of the four red lights work. We have no idea why that happened. At about 9:30 we are done and we join comfortably to the others. The fireworks is part of the tradition it looks like. Every evening at least one fireworks is ignited either by a neighboring community or by ours. That may be something special again, but we’ve seen fireworks in different places here in China. Later, there is a dance party with mainly electronic music. After a while, we have enough seen and head in our cozy Yurt.

Xilamuren Grassland 24.08.2019

Today is the official opening of the Film Festival, where we learn that no permission has been granted to show movies. Thus, the Film Festival is renamed into Artist Festival. The only downer is that apparently now no films may be shown and the festival focuses more on the fact that the artists can exchange. For us, it may not be so exciting, because the majority just speaks Chinese. But we’ll see, we have a great time here anyway. First of all, we cling to our assignment after breakfast and continue working on the chair. At lunch time, as usual, a delicious lunch is served and in the early afternoon, our work is done. Some people shoot with bow and arrow, and since we want to try this for a long time, we ask if we are allowed to. Of course we are allowed to and we even get an instruction how to do it exactly. After shooting some arrows, we join the others at the bar again. We find out the house we moved the day before yesterday is now a stage. A little later, Gu Tao gives a speech, he opens the festival and explains not to call it a film festival. He sprays the walls and asks everyone to sign, including Manuela, who is watching. Various actors and directors give a speech, and even the one little elderly gentleman with a white jacket (seen on the video) speak, he is a very famous actor, we were told. Then a dance party opens and to our fright, we are also asked to the stage. After that there will be photo shootings on stage with the us and the directors as well as the actors. As soon as some peace returns, we bring the chair to Gu Tao, where he presented this to the whole crowd and we just had to go again on the stage.  Hanspeter gives a short speech in English, which is translated by a diligent translator into Chinese. After is another photo session with all sorts of people, on stage, in front of the stage, behind the stage. Everything recorded by professional photographers and we do not want to know where else we appear. Unfortunately, we only have the photos we took with our cell phones. But there are enough anyway, everything else can be imagined. Well, after a while there are enough photos and we are really happy when calm returns. A boy gave Hanspeter poker cards, handed them over to him in English and asked if he could take a picture with us. As we learn later from someone else, he practiced the English sentence the whole morning, because he wanted to address us unconditionally, but did not dare for a long time. For him it is the first time he sees foreigners (or maybe has contact) and it is therefore very special for him. In memory of him, he gives us the poker cards. His mother also wants to take a lot of photos with us, she recognizes quite well, because she is dressed completely in pink. Yesterday we were actually invented by „Uuschiina“ into their neighbor community. Since it was getting late, we apologized and go over for tonight. She invites us for dinner and so we set off at 6 o’clock to her place. Somehow it feels good to move around in peace and to be away from the hustle and bustle. After about 20 minutes we are in the area and are just picked up by a family with the car, who wants to bring us the last few meters. We are warmly welcomed and we are led into a very luxurious Yurt. As soon as we sit down, food is already served. Hanspeter suddenly assumes it’s just the appetizer. How right he is, more and more food comes to the table and although the table is very large, there is almost no space on the table. We are offered more and more food and people insist to eat. Especially Hanspeter is fed until it comes down with meat and at some point, although everything is very tasty, we apologize, because we are more than full. A gentleman opens a noble bottle of Beidschu, which is delicious, but today we enjoy with extreme caution. The communication is a bit difficult. Since nobody knows English, we need to communicate through Google translators.  But it works and the people here are really nice. We enjoy the evening very much. After we finish eating, they even drive us back to the community by car. Once there, Gu Tao welcomes us and hands us a bottle of Beidschu. We sip it carefully and keep the two bottles for a while for our further journey. We sit in a cozy circle and chat with the people. Then we see that a ping-pong table has been set up and Hanspeter is called to play. We finally play alternately and find that the „Chinese“ are not as good as expected. But it’s fun to play with them. Later, a photographer wants Hanspeter as a photo model. This makes so-called Contemporary Art and has a special project in mind. He pulls the carpet on which many people have eaten and drank before, and there is still much food and drink on it, in front of a mobile food stand. Hanspeter sits on the floor in front of the carpet with the many food and waits until the food stall opens. Afterwards, we chat with him and a second photographer, and learn about Chinese history before we go to sleep late at night.

Xilamuren Grassland 25.08.2019

After breakfast, the surprise is big, when Gu Tao asks us to come into the big yurt. In fact, a few film clips are shown. Documentaries are mainly shown in pictures rather than conversations, so it’s not so tragic that we do not understand anything. Of course it is a pity that we do not understand Gu Tao’s explanation, but there is nothing to be done. Next time we have to learn Chinese. The next excerpts are even with English subtitles, which makes us very happy. Suddenly KK comes to us and tells us that the police are here looking for us. We get a huge shock and wonder if we are not allowed to be here. KK does not know exactly, what is going on, but finally she says it’s just a routine. After a while we learn what the problem is, because we have to register. We learn if someone takes in foreigners for more than 24 hours, they have to register by the police.  We will drive with KK to the nearest police station in Xilamuren, which is about 10 kilometers away. We have to present our passports and at the station the policeman tipes all data from the passport. At the end, the policeman says Shishie (thank you) and we are allowed to leave. We are relieved, but are still a bit shocked, when the police come looking for us in a community where, as we have learned, they never turn up. It means, however, that it is for our safety, they say… We are just in time to see the last film clips. After that it is already lunchtime. In the afternoon, a gathering takes place in a tent, where we just sit down and see what’s going on. It seems to be mainly an introductory round and the lady next to us is so nice that she translates a bit from time to time. We find out that all directors and actors are dealing with politically sensitive issues. Since it gets pretty hot in the tent and we do not understand much, we head outside after a while and chat with one of the actors, who calls himself Little Fish. It is exciting to chat with him, also because he speaks English very well. The evening we do quietly, play some ping-pong, enjoy the evening, chat with Lilly and a few others. Some are in a tent where they sing karaoke, others are engrossed in intellectual conversation in another tent. Suddenly the quiet evening is interrupted and a commotion starts. A group of young students have discovered us and one of them wants to practice in their English. She is really nervous, which makes the conversation a bit difficult. During mealtime, however, she and the others start to thaw, and it becomes a fun, although a somewhat confused conversation. But what do we want to say, at 18 years old, our English was not very good at this time. At some point, they say goodbye and return to their accommodations. We enjoy a few warm minutes by the fire, before we head in the Yurt.

Xilamuren Grassland – Hohhot 26.08.2019

Since we have stayed much longer than planned anyway, we find it is time today to set out. Add to that the fact we enjoy a bit too much attention, which was funny for the last days, but slowly enough. We also want to explore China even further. So it happens, we have to say goodbye to the dear people here. We have really spent a great time and it is something completely different. At noon we even get a ride to Hohhot. As we sit in the car, we realize that the driver probably has racer genes. We arrive quickly in Hohhot and return to the hostel, where we have been for the last time. Attila is still there, we are very happy to meet him again and we chat for a while together. In the evening, he says goodbye, as he has booked the night train to Beijing. We book the overnight train to Pingyao for tomorrow midnight. Then we treat ourselves after the many Mongolian / Chinese meals once again a delicious pizza for dinner.

Hohhot 27.08.2019

After we have comfortably rested and had breakfast, we make a trip just outside Hohhot. Attila advised us to visit the museum and mausoleum of Zhao Jung. She is one of the four ancient Chinese beauties and lived at the time, the Han Dynasty (206 BC, until 800 AD). The story is, she left her village on the back of a horse to get together with the leader of another kingdom to make peace. What she seems to have succeeded. Her path, however, was hard and marked by grief, as reflected in the museum. She left her village in the autumn through the grasslands and had to ride through the deepest winter. The museum is very nicely done and here her grave should be on a hill. The environment here is beautiful and you have a good view from the hill.  We spend a few hours here, before we go back on the hour-long bus trip. We buy some things for the train journey and at about 9 o’clock we make our way to the train station. We are early, because we still have to pick up our tickets. Unfortunately, we also have to go through the security check and now they want the pocket knife, the kitchen knife and Hanspeters Deo spray take away. They mean none of the articles are allowed. We insist, however, the knife is essential, but we can give away the other two things. After a long discussion, the pocket knife is wrapped with tape and we are fortunately allowed to take it with us. But we are a little annoyed anyway. Now it’s time to wait. Shortly before midnight we are allowed on the track and at 00.30 the train leaves for Pingyao. That’s a short night again.

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