Egypt 2: Siwa – Aswan – Luxor – Hurghada

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09.12.2019 – 22.12.2019

Siwa 9.12.2019 – 11.12.2019

Nach einer relativ angenehmen Fahrt erreichen wir um 9 Uhr Siwa. Wie üblich werden wir von Mototaxifahrern mit Fragen bombardiert. Wir wollen denen gerade davon laufen, da unsere Unterkunft eigentlich nur ein paar Schritte entfernt liegen sollte. Wir schauen gerade nach, wann die Busse zurück nach Kairo fahren, als uns einer der Mototaxifahrer darauf hinweist, dass die angeschriebene Zeit nicht mehr stimmt und er teilt uns die neue Uhrzeit mit. Als er dann nach unserer Unterkunft fragt, geben wir ihm bereitwillig Auskunft und er meint, dass er für den Inhaber arbeite und uns gratis zu ihm bringt. Wir sind etwas misstrauisch, aber er scheint nett zu sein und wir gehen mit ihm mit. Er fährt gemäss dem angegebenen Standort viel zu weit und unterwegs steigt Manuela ab, und teilt ihm mit, dass er am falschen Ort hinfahre. Nein, nein, wir sollen ihm glauben und tippt auf unsere Buchungsbestätigung mit Foto. Wir können den Eingangsbereich vergleichen und wir sind in weniger als einer Minute dort. Tatsächlich alles stimmt, nur die Ortsangaben auf Booking und auf Google.maps nicht, aber irgendwo in den Referenzen von Booking.com wurde geschrieben, dass der Standort nicht ganz stimme. Der Besitzer Ali Omar begrüsst uns freundlich, und führt uns auf das Dachgeschoss, wo wir erstmals eine großartige Aussicht geniessen können, während er uns alle Informationen mitteilt. Auf die Tatsache, dass der Standort nicht stimmt, meint er lediglich, dass sei ein Problem von Booking und geht darauf nicht weiter ein. Danach können wir unser Zimmer beziehen, und sind ganz überrascht von dem schönen, luxuriösen Zimmer. Wir kochen uns zuerst einen Kaffee und anschliessend spazieren wir ein wenig im Dörfchen herum. Dort finden wir eine alte Lehmstadt vor, welche sehr eindrücklich ist. Sie wird die Fortress of Shali genannt. Wir gehen danach in ein Restaurant zu Mittag essen und das Essen ist auch hier sehr lecker. Danach schlendern wir etwas ausserhalb des Dorfes herum und es wird uns erst Mal bewusst, dass dies hier eine riesige Oase ist und wir sind umgeben von Sand soweit das Auge reicht. Wir erreichen eine der vielen Quellen welche sich zum Baden anbieten würde. Wir lassen es aber bleiben, da es heute etwas bedeckt und somit ein wenig kühl ist. Wir machen einen Rundweg bis wir etwas weiter unten zurück ins Dorf kommen. Danach gehen wir zum Salzsee, der in der Nähe liegt. Es gibt 2 davon, aber der eine ist etwas weit entfernt. Auf dem Weg werden wir von allen Seiten, vorallem von Kindern, angesprochen und wir erhalten etwas zu viel Aufmerksamkeit. Aber was solls, mittlerweile haben wir schon fast kein Gehör mehr dafür. Der See sieht hübsch aus, aber die Umgebung hier etwas weniger. Viel Müll liegt herum, was entsprechend stinkt. Wir bleiben daher nicht so lang und es wird sowieso langsam Abend, weshalb wir zurück zur Unterkunft gehen. Dort werden wir vom Besitzer mit einem grossen, leckeren Fruchtkorb überrascht. Am Abend gehen wir nochmals für ein leckeres Abendessen ins Restaurant.

Heute haben wir uns für einen halbtägigen Ausflug mit dem Mototaxifahrer Anuar entschieden. Wir besichtigen verschiedene alte Orte, wie die Grabstätte Gebel al Mawta, Todesberg, welche aus der 26ten Dynastie zur Römerzeit ca. 400 v.Ch. errichtet wurde. Der Berg sieht eindrücklich aus und so wie es aussieht sind die Ausgrabungen nicht abgeschlossen. Wir können ein Grab von Innen besichtigen, welches noch sehr gut erhaltene Wandmalereien hat. Danach gehen wir zum Orakel Tempel, wo es heisst, dass hier früher Zauberer und Magiere gelebt haben, und diesen Ort Alexander der Grosse besucht hat. Anschliessend fahren wir zum Salzsee, den überqueren wir, bis wir eine Menge kleiner Salzpools erreichen. Es ist nicht sehr warm, aber trotzdem entscheiden wir uns ein Bad zu nehmen. Dieses ist sehr speziell, da der hohe Salzgehalt einem im See treiben lässt. Kurz gesagt, man geht unmöglich unter. Will man aber Brust schwimmen, ist das relativ mühsam, da es einem die Beine aus dem Wasser hebt. Das Erlebnis ist jedoch fantastisch und die Farbe des Sees atemberaubend. Nach einer Weile haben wir jedoch genug und Anuar fährt uns zum sogenannten Cleopatra Pool. Dies ist ein kleines Wasserloch, welches etwa 30 Grad ist und wir sehr angenehm schwimmen können. Danach gönnen wir uns einen leckeren Mangosaft, bevor wir zurück zur Unterkunft kutschiert werden. Hier haben wir eine Stunde Pause, bevor wir einen Ausflug in die Wüste starten. Wir nutzen diese Zeit, um uns etwas zu erholen. Danach werden wir von Ali höchstpersönlich abgeholt, da er offenbar unser Tourguide und Fahrer ist. Es werden noch zwei Ägypter abgeholt, die sich unserer Tour anschliessen. Nach kurzer Fahrt sind wir bereits in den Sanddünen und können eine Actionreiche Autofahrt über die diese geniessen. Es macht enorm Spass und wir geniessen es sehr. Zuerst kommen wir an eine kleine Oase, dessen Wasser aber kalt ist und es uns von der Aussentemperatur zu kalt ist, um schwimmen zu gehen. Danach geht es zu einer weiteren Oase, wo die Wassertemperatur etwa 34 Grad beträgt und worin wir uns gemütlich entspannen können. Ali bereitet zudem ein Zvieri mit leckerem Siwatee, Früchten und Brot zu. Danach geht es schon dem Abend zu und wir müssen uns beeilen, um den Sonnenuntergang zu sehen und zum Sand Boarden. Leider mag einer der beiden Teilnehmer die Achterbahnfahrt auf dem Sand nicht so gut ertragen, weshalb wir leider den gewünschten Sonnenuntergangspunkt nicht erreichen können. Dafür aber dürfen wir noch ein-zwei Runden Sand Boarden, was sehr Spass macht (abgesehen vom Hochlaufen der Sanddünen) und wir können trotzdem noch ein wenig Sonnenuntergang geniessen. Anschliessend fahren wir wieder zurück in die Unterkunft, wo wir einen mehr oder weniger gemütlichen Abend verbringen. Manuela legt sich bereits um 8 Uhr schlafen, da sie sich schon den ganzen Tag nicht sehr wohl gefühlt hat.

Auch heute geht es früh los und glücklicherweise geht es Manuela etwas besser. Viel Frühstück mag sie aber trotzdem nicht essen. Anuar hat für uns geplant, ein paar Orte ausserhalb von Siwa zu besuchen. Unterwegs fahren wir neben Seen vorbei und auf einem können wir sogar Flamingos in der Ferne erkennen. Zuerst besuchen wir eine über Tausend Jahre alte Lehmstadt mit Gräbern, welche noch nicht einmal alle ausgehoben sind. Die Forschungen sind also noch im Gange, jedoch im Moment eingestellt. Es heisst, dass man das Grab von Alexander der Grosse hier gefunden hat, das obwohl er doch in Alexandria beerdigt wurde. Wir dürfen nach einem kleinen Trinkgeld an den Aufseher trotzdem herein, viel sieht man jedoch nicht, da die Regierung verboten habe, hier weiterzuforschen. Gross wäre es auf jeden Fall gewesen. Danach fahren wir eine zeitlang durch die Oase und können die Umgebung bestaunen. Einen kleinen schlammigen Abschnitt müssen wir umfahren, da Anuar mit seinem Motorradtaxi nicht durchkommt. Schliesslich aber erreichen wir unser Ziel, einen weiteren Hügel, auf dem man die wohl ältesten menschlichen Fussabdrücke betrachten kann. Satte 1 Million Jahre alt sollen die sein. Wir haben hier eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung und Anuar bereitet ein kleines Mittagessen für uns vor. Wir geniessen es sehr und schliessen das Essen ab mit einem leckeren siwanesischen Tee. Danach gehen wir wieder zurück in die Unterkunft und packen unsere Sachen. Es ist schiesslich bereits 15 Uhr und wir können eine Weile ausruhen. Um 16.30 Uhr werden wir wieder abgeholt und zur Fatma’s Island, einer Halbinsel etwas südwestlich von Siwa, gebracht. Ohne viel zu erwarten, da es bewölkt ist, können wir plötzlich einen wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen. Wir geniessen das Spektakel bis es ganz dunkel wird. Danach fahren wir zurück, holen unser Gepäck und werden zum Busbahnhof gebracht. Nun heisst es warten, viel länger als erwartet, denn der Bus hat über 2 Stunden Verspätung bis er endlich eintrifft. Viele Leute wollen nach Cairo und es scheint als hätten einige Angst, keinen Sitz mehr zu bekommen, so sehr drängeln sie. Irgendwann sitzen wir jedoch im Bus und fahren los. Dies aber für nicht allzu lange, denn wir kommen bereits nach 1 Stunde in die erste Polizeikontrolle, wo wir sogar aussteigen müssen, um unser Gepäck zu zeigen. Auf dem Rückweg finden noch einige weitere Kontrollen statt, aber im grossen und ganzen kriegen wir doch ein wenig Schlaf.

Cairo 12.12.2019

Irgendwo um Alexandria herum hält der Bus an und wir können aussteigen. Als wir wieder weiterfahren, kommen wir von Zeit zu Zeit an eher heftigen Gewitterschauer vorbei. Das ist hier eine Seltenheit wie wir erfahren. Kurz vor 9 Uhr treffen wir in Kairo ein, wo es ebenfalls regnet. Wir nehmen uns ein Online-Taxi und fahren zu Mohamed’s Familie. Heute ist leider Donnerstag und daher sind Mohamed sowie sein Bruder Amr nicht zuhause. Dafür treffen wir auf seinen anderen Bruder Mustafa sowie seine Mutter, die uns bereits mit einem leckeren Frühstück empfängt. Wir lernen heute sogar noch Mohameds dritter Bruder kennen, der oftmals etwas unglückliche Arbeitszeiten hat und meist nicht zuhause war. Wir verbringen eine schöne Zeit bei ihnen zuhause, werden wiederum lecker bekocht, aber bald heisst es endgültig Abschied nehmen. Um 16.00 machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof, da unser Nachtzug um 17.30 nach Aswan losfährt. Wie üblich nehmen wir einmal mehr den bequemen Weg und bestellen ein Online Taxi. Dieses bringt uns wie gewünscht an den Bahnhof. Es ist enorm chaotisch hier und wir sind noch auf der falschen Strassenseite. Die erste halsbrecherische Strassenüberquerung nehmen wir in Angriff und sind schon fast etwas erstaunt, wie routiniert wir uns zwischen den Autos durchquetschen. Glücklicherweise gibt es eine Überführung für den nächsten Strassenabschnitt und dann sind wir im Bahnhof. Dort werden wir gleich mehrmals freundlich angesprochen, ob wir den wissen, wo unser Zug fährt. Hier sind wir einmal mehr sehr überrascht, über die Freundlichkeit. Wir empfinden es schon fast als eine Sonderbehandlung, wenn wir auf den Zug wollen. Wir warten zuerst noch in der Bahnhofhalle auf Mohamed, der früher Feierabend machen konnte, um sich noch von uns verabschieden zu können. Tatsächlich schafft es Mohamed rechtzeitig und wir gehen zusammen zum Zug, wo wir uns ein letztes Mal austauschen und uns schliesslich verabschieden. Die Zugfahrt im Gegensatz zum Bus ist gemütlich und irgendwann schlafen wir dann auch ein.

Aswan 13.12.2019 & 14.12.2019

Um 5 Uhr in der Früh kommen wir bereits an. Wir sind noch todmüde, aber was solls. Von allen Seiten werden wir angesprochen und wir flüchten ins Erstbeste Café, wo wir uns einen türkischen Kaffee genehmigen. Währenddessen ruft Hanspeter unsere Ansprechperson für die Nilflussfahrt an, da wir nach wie vor nicht genau wissen, wo diese startet. Es scheint, als hätten wir ihn geweckt. Da er aber gestern am Telefon noch gesagt hat, wir sollen „Anytime“ anrufen, wenn wir ankommen, haben wir das auch getan und ihm dem Spitznamen Mr. Anytime gegeben. Er verhandelt netterweise mit einem Taxifahrer, der uns für ein paar Pfund zur Anlegestelle bringen soll. Das verläuft reibungslos und schon stehen wir vor einem riesigen Kreuzfahrtschiff. Es hat unzählige von diesen Kreuzfahrtschiffen auf dem Nil, hier sind alle Neben-, Vor- und Hintereinander. Nun ist es 7 Uhr und wir können tatsächlich schon einchecken. Es sieht alles sehr Nobel aus, denn eigentlich sind solche Kreuzfahrten recht teuer. Mohamed hat jedoch für uns ein Schnäppchen entdeckt, so dass wir zum Bruchteil des normalen Preises an dieser All-Inclusive Kreuzfahrt teilnehmen können. Es fühlt sich schon etwas speziell an, da wir sowas noch nie gemacht haben. Als wir unser Zimmer betreten sind wir überwältigt, denn es ist sogar eine Art Suite mit Couch und allem drum und dran. Wir fühlen uns wohl da und das Bett ist auch gemütlich. Wir ruhen uns ein wenig aus, bis es Zeit für das Mittagessen ist. Das Mittagessen sieht vielversprechend aus, denn es gibt ein riesiges Buffet. Das Essen ist aber leider nicht so gut wie wir es vom ägyptischen Essen gewohnt sind. Es ist hauptsächlich westliches Essen und meist kaum gewürzt. Das ist etwas Schade. Aber das Dessertbuffet ist dafür hervorragend und so wissen wir nun worauf wir Prioritäten legen. Wir haben uns etwas schlau gemacht, was man in Aswan alles besuchen könnte, stellen aber bald fest, dass die Eintrittspreise für die einzelnen Sehenswürdigkeiten relativ hoch sind. Wir müssen uns also auf ein paar festlegen. Wir entscheiden uns, dass wir gemütlich zu Fuss los gehen und einfach irgendwo ein gemütliches Café finden wollen, um später noch den Sonnenuntergang zu sehen. Von gemütlich spazieren kann jedoch nicht die Rede sein. Kaum einen Schritt auf die Strasse getan, werden wir schon umworben von aufdringlichen Taxifahrern, Verkäufern, Tour Guides etc. Wir sind komplett überfordert, sowas haben wir noch nie erlebt. Einer läuft Sage und Schreibe 10 Minuten hinter uns her und bieten uns alles Erdenkliche an. Wir können keine Minute in Ruhe gehen, ohne jemanden an der Backe zu haben. So langsam wird unser Wunsch nach einem Café immer grösser. Aber wir finden einfach keines, dass eine schöne Sicht auf den Nil hat und zu keinem der Luxuscruiser gehört. Wir stellen auch fest, dass vieles Verlassen scheint. Überhaupt sehen wir kaum bis keine Touristen, die allein auf der Strasse unterwegs sind, was wiederum erklärt, weshalb die Leute hier wohl so aufdringlich sind. Es scheint ein heilloses Überangebot zu herrschen, da wohl 99% der Leute mit geführten Touren unterwegs sind und ihr Schiff nie verlassen. Jedoch motiviert es einem dadurch auch nicht unbedingt ein Individualtourist zu sein, wenn man sich wie den Geiern zum Frass vorgeworfen fühlt, sobald man das Luxusschiff verlässt. Nach 30 Minuten kommen wir endlich zu einem Restaurant, wo es McDonald und ein ägyptisches Lokal gibt. Ein Typ sagt uns jedoch, dass wir nur in den McDonalds dürfen, dass ägyptische Lokale nur für Einheimische sind. Wir haben keine Ahnung was das soll und wohin er gehört, aber wir dürfen effektiv nicht rein. Er meint dann, wir können im Nachbarrestaurant ein Kaffee nehmen, welches noch einen schönen Sitzplatz hat. Zudem will er uns unbedingt eine Bootsüberfahrt andrehen, aber darauf haben wir gerade keine Lust. Wir wollen lediglich einen leckeren türkischen Kaffee, den es auf unserem Boot leider nicht gibt. Plötzlich will er das Geld und wir begreifen gerade nicht, ob wir das schon nur bezahlen müssen, wenn wir nur da Sitzen. Wir nehmen alle noch vorhandene Argumentationskraft hervor und versuchen ihm klar zu machen, dass wir wirklich nur eine Tasse Kaffee wollen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt doch tatsächlich noch einen Kellner und nimmt unsere Bestellung auf. Wir sind etwas nervös, da wir vermuten, dass dies ein teurer Kaffee wird. Der andere Herr scheint nämlich verärgert zu sein, dass wir keine Bootsfahrt mit ihm machen wollen. Abgesehen davon ist es aber schön hier und wir haben einen netten Blick auf den Nil. Die Rechnung ist wie erwartet relativ teuer für Ägypten, aber der Kaffee war gut. Glücklicherweise haben wir die Wasserflaschen nicht geöffnet, die uns verteilt wurden, denn so ist er etwas günstiger. Der andere Typ will aber noch nicht aufgeben und wir versuchen ihn nicht zu beachten, während wir uns auf den Rückweg machen. Unterwegs können wir noch den Sonnenuntergang beobachten, welcher sehr hübsch ist über dem Nil. Als wir zurückkommen, gehen wir kurz in einem Supermarkt ein paar Getränke einkaufen, da leider nicht einmal Wasser im „All-Inclusive“ enthalten ist. Im Supermarkt ist das Verhalten gerade wieder ganz anders, denn die Verkäufer sind sehr freundlich und zuvorkommend. Als wir den Laden wieder verlassen, sehen wir auch, dass es gerade in der Nähe unseres Schiffes ein Cafe gäbe. Das ärgert uns gerade ein wenig, da wir wirklich lange unterwegs waren, bis wir das nächste Cafe gefunden haben. Wieder zurück auf dem Schiff sind wir etwas geschafft von den heutigen Eindrücken und ein wenig verzweifelt. Weshalb ist es hier so schwierig, nur einen Kaffee zu trinken? Es ist nicht mehr selbstverständlich einfach gemütlich an der Promenade entlang spazieren zu können. Die Region Aswan leidet wegen mangelndem Tourismus, da es aufgrund der Sicherheitslage nicht einen guten Ruf hat. Dies ist wohl auch der Grund weshalb die meisten Touristen nur geführt hierherkommen. Für den Individualtourismus ist es jedoch der Horror, denn obwohl uns bewusstwird, dass die Leute hier wohl Touristen wie uns gut gebrauchen könnten, haben wir wenig Lust eine Dienstleistung von so aufdringlichen Strassenhändler einzugehen. Wir entscheiden uns aber dennoch, dass wir morgen ein Taxi oder eine Kutsche in Anspruch nehmen, um zur offiziellen Fährstation zur Elefantine Island zu gelangen. Wir hoffen aber sehr, dass nicht der Typ, der 10 Minuten auf uns losgequatscht hat, uns morgen wieder ansprechen wird. So sieht man ein wenig unseren Klinsch hier. Der Konkurrenzkampf scheint zu gross zu sein, was die wenigen Individualtouristen hier noch vergrault. Wir verbringen jedenfalls den restlichen Abend gemütlich in unserem Hotelzimmer.

Heute haben wir noch bis zum frühen Nachmittag Zeit, bevor das Schiff ablegt. Nach dem Frühstück verlassen wir das Schiff und es dauert keine 10 Sekunden, und der Kutschenmann (nicht der nervige Taxifahrer) spricht uns schon an. Wir fragen ihn, was es kostet mit seiner Kutsche hinzufahren. Er meint dann, er würde für umgerechnet 12 Franken fahren, 1 Stunden warten und wieder zurückfahren. Nur hinfahren würde uns auch 10 Franken kosten. Wir finden das ziemlich teuer, wenn man bedenkt, dass es nur etwa 5 Kilometer sind und die Kosten für ein öffentliches Transportmittel weit unter 1 Franken wäre. Wir versuchen zu handeln, denn unterstützen wollen wir sie ja eigentlich schon, nur uns abzocken lassen nicht. Wir einigen uns am Schluss auf 9 Franken, ohne allzu viel noch zu diskutieren, denn er wartet ja auf uns und wir haben schliesslich auch noch nie eine Kutschenfahrt zusammen gemacht. Es macht Spass mit einer Kutsche von einem schönen Pferd durch die Stadt gezogen zu werden. Es ist um einiges angenehmer, als selbst unterwegs zu sein. Die Überfahrt kostet zum Glück nur etwa 50 Rappen, wenn man mit der offiziellen Fähre geht. Etwas speziell ist, dass die Frauen Links und die Herren rechts sitzen müssen. Also hier scheint es schon sehr konservativ zu und her zu gehen. Auf der Elefantine Island angekommen, scheint alles still zu stehen. Wir sehen hübsche nubische Häuser, aber kaum Leute. Wir wollen den sogenannten Nilometer, Ruins of Abu und den Temple of Knum besuchen. Zuerst aber finden wir nur den Eingang ins Museum, welches wir eigentlich nicht besuchen wollen. Wir laufen weiter und denken, dass der Eingang wohl etwas weiter hinten ist. Es ist wirklich sehr verlassen und plötzlich sehen wir zwei etwas ältere Touristen. Sie fragen uns, ob wir wissen, wo der Eingang ist. Wir antworten, dass wir unsicher seien, denn vorne haben wir nur das Museum gesehen. Sie meinen daraufhin, dass der Eintritt hier sowieso gratis sei, also können wir wohl hier direkt rein. Mit einer Schur ist der Eingang abgesperrt, was aber nicht wirklich ein Hindernis darstellt. Die beiden älteren Herren gehen selbstsicher hinein, wir hinterher. Plaudern ein wenig und schon sind wir drin. Wir sind überwältigt, als wir die ganz alten Relikten sehen. All die Inschriften und Zeichnungen die enorm gut erhalten sind. Wir zweifeln nun etwas, ob wir wirklich hier gratis reindürften, aber es stand nirgends, dass es nicht erlaubt sei. Es ist enorm heiss und wir sind froh genügend Wasser dabei zu haben. Nun kommen wir langsam in die Gegend, wo es Aufseher und alles hat. Weiter vorne sind die beiden anderen Männer. Einer macht eine Bewegung, wir denken zuerst, er winkt uns noch zu, aber er will uns andeuten, dass wir verschwinden sollen. Egal, sowieso zu spät, schliesslich wollten wir hier wirklich auch Eintritt bezahlen, hätten wir den Eingang gefunden. Ein Herr kommt zu uns, verlangt unsere Tickets. Wir erklären ihm, dass wir von der anderen Seite reingekommen sind und wir deshalb keine haben. Wahrscheinlich passiert das zwischendurch, denn er fragt uns tatsächlich, ob wir ein Ticket kaufen wollen. Eigentlich haben wir abgesehen vom Nilometer alles gesehen, was wir sehen wollten, aber finden anstandshalber, dass wir trotzdem ein Ticket kaufen. Ein anderer Mitarbeiter wartet nach dem Ticketkauf zu uns und er meint, wir sollen mitkommen. Er schliesst uns ein Museum auf, dass wir besichtigen können und erzählt uns einiges darüber. Plötzlich steigt so die Ahnung auf, dass wir ihm Trinkgelb geben müssen. Wir besprechen es kurz und einigen uns, wie viel wir ihm geben wollen. Wir schiessen Fotos bis er uns plötzlich sagt, dass keine Fotos hier drin erlaubt sind. Plötzlich meint er doch, dass wir Fotos machen dürfen, da wir in gewissen Bereichen nicht oder nicht genau überwacht werden. Wir wollen eigentlich nicht, er ermutigt uns aber. Er bietet uns an, auch von uns Fotos zu schiessen. Als wir wieder nach draussen gelangen, gibt ihm Hanspeter das Trinkgeld. Da meint er, dass sei viel zu wenig, dass müsse mindestens das Doppelte sein. Zudem müsse er noch seinem Kamerafreund auch noch etwas abgeben, damit dieser wegschaut. Wir drücken ihm also 50 statt 20 Pfund in die Finger und es ist ihm immer noch zu wenig. Zum Vergleich der Eintritt war 100 Pfund. Wie dem auch sei, nun machen wir uns alleine auf den Weg zum Nilometer, der ebenfalls in diesem Gelände liegt. Dieser ist eindrücklich, wenn man bedenkt, wie hoch der Wasserstand des Niles teilweise werden kann. Danach gehen wir wieder zurück auf die Fähre, wo auf der anderen Seite die Kutsche auf uns wartet. Der Kutschenfahrer will uns unbedingt noch mehr von der Stadt zeigen, wir wollen jedoch zurück. Ungeachtet unserer Proteste fährt er in die Stadt hinein und wir denken nur, wenn er unbedingt will dann gehen wir halt mit. Er zeigt uns eine Moschee und will uns überzeugen, dass wir auf den Markt gehen sollen. Wir wollen nicht. Wir fahren teilweise durch eine relative arme Gegend, wobei wir viel Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Das ist uns etwas unwohl. Kinder rennen hinter der Kutsche her und rufen uns Money, Money, Money zu. Wir sagen ihm nun bestimmt, dass wir endgültig retour wollen und er willigt ein. Nun aber will er einiges mehr Geld als ursprünglich vereinbart, aufgrund des Umweges. Damit sind wir nicht einverstanden, denn wir wollten schliesslich den Umweg gar nicht fahren. Nichts desto trotz haben wir uns geeinigt, dass wir ihm dafür ein wenig mehr geben, aber ein Wenig reicht leider in Ägypten nicht. Wir diskutieren eine Weile und weg ist der nette Mann von vorhin. Schlussendlich drücken wir ihm noch etwas mehr in die Finger, worauf er meint, dass er zudem noch Geld um Futter für sein Pferd zu kaufen braucht. Er lässt nicht locker und wir geben ihm schlussendlich etwas mehr als ursprünglich vereinbart, und können schlussendlich gehen. Ja, wieder einmal etwas gelernt: immer resignieren, wenn ein anderer Weg vorgeschlagen wird. Wir kehren wieder zurück aufs Schiff, wo das Mittagessen ansteht. Danach fährt es langsam los und wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag auf dem Schiffsdeck. Am frühen Abend kommen wir in Kom Ombo an. Wir dürfen vom Schiff und besuchen den ägyptischen Doppeltempel Kom Ombo. Dieser ist enorm eindrücklich, insbesondere die vielen gut erhaltenen Inschriften. Hier wurden sogar 2 Gottheiten in einem Tempel verehrt, was für einen ägyptischen Tempel unüblich ist. Es hat gerade eingedunkelt und mit der Beleuchtung sehen die alten Kunstwerke umso schöner aus. Wir spazieren eine Weile durch das Gelände und betrachten die Werke eingehend. Schlussendlich besichtigen wir noch ein Museum, in welchem es mumifizierte Krokodile gibt. Danach kämpfen wir uns durch die aufdringlichen Verkäufer wieder zurück aufs Schiff.

Luxor 15.12.2019 & 16.12.2019

Heute legen wir frühmorgens um 5 Uhr in Edfu an. Uns wurde aber gesagt, dass wir nur mit geführter Tour den Ort besichtigen können und offenbar besteht nicht viel Zeit dazu, die Kosten sind aber hoch. Wir lassen es also bleiben und geniessen unser gemütliches Bettchen. Nach dem Frühstück geniessen wir die Zeit auf dem Oberdeck, während wir langsam aber stetig nach Luxor tuckern. Es ist amüsant zu sehen, dass Verkäufer mit ihren kleinen Schiffen sogar zu unserem Schiff fahren, um ihre Ware, wie z.B. Teppich zu verkaufen. Sobald sie jemanden sehen, rufen sie ununterbrochen einem zu und auch sonst, „Hello China“ ist ein sehr oft gehörter Ausruf. An einem Punkt geht das Schiff durch eine Schleuse, wo es quasi wie durch eine Art Lift in tieferen Wasserstand gesenkt wird. Am Abend kommen wir in Luxor an. Irgendwie haben uns die letzten Tage mit den vielen aufdringlichen Verkäufer etwas abgeschreckt, weshalb wir uns entscheiden, erst morgen auf Besichtigungstour in Luxor zu gehen.

Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt haben, machen wir uns langsam auf den Weg. Gerade vor unserer Anlegestelle befindet sich der Luxor Tempel, den wir besuchen wollen. Wir wissen jedoch nicht genau, wo sich der Eingang befindet und wir werden schon wieder von den Taxifahrern überrannt. Wir versuchen so selbstsicher wie möglich in eine Richtung zu gehen, wobei wir plötzlich zweifeln, dass es die richtige Richtung ist und wir kehren um. Einer der Kutschenfahrer meint nur, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ein anderer meint, dass es verboten sei, ohne Transportmittel auf dieser Strasse zu gehen. Wir realisieren mittlerweile, dass wir wohl den anderen Weg hätten nehmen sollen, um zum Tempel zu gelangen. Wir wollten aber sowieso noch einen zweiten Tempel besuchen, den Karnak Tempel und dafür laufen wir in die richtige Richtung. Es ist lustig zu sehen, dass die Taxifahrer nur in der Nähe der Touristenattraktionen so aufdringlich sind, denn wir können nun den Weg ziemlich in ruhe gehen bis etwas 500 Meter vor den Tempel. Der Tempel ist mit Leuten überfüllt, aber auch sehr gross, weshalb es die Menschenmasse wieder etwas verteilt. Der Tempel ist sehr eindrücklich und wir verbringen ein paar Stunden hier drin. Danach gönnen wir uns einen Kaffee etwas ausserhalb der Touristenzone und gehen wieder zurück aufs Schiff, da es Zeit zum Mittagessen ist. Am Nachmittag spazieren wir nun in die andere Richtung und obwohl der Eingang echt schwer zu finden war, sind wir nach einer Weile drin. Wir haben nun auch gelernt, dass wir jeweils Beamte, wie Polizisten, fragen müssen, denn von ihnen haben wir bisher noch immer korrekte Angaben erhalten. Auch der Luxor Tempel ist sehr eindrücklich, wie die anderen Bauten, die wir gesehen haben. Eine weitere Attraktion wäre noch das Valley of the King and Queens. Diese sind aber leider nicht gerade um die Ecke, und wir müssten einen Transport organisieren. Zudem ist der Eintrittspreis etwas hoch. Auch wenn es sicherlich schön wäre, wir haben viele Tempel gesehen und sind uns einig, dass es nun genug ist, und wir morgen weiter gehen wollen. Wir brauchen noch ein paar entspannende Tage, bevor es zurück nach Hause geht. Also machen wir uns auf den Weg zur Busgesellschaft, um ein Ticket morgen nach Hurghada zu ergattern. Der Abend verbringen wir danach gemütlich auf dem Schiff.

Hurghada 17.12.2019 – 22.12.2019

Heute stehen wir relativ früh auf, denn unser Bus fährt bereits um 8 Uhr nach Hurghada los. Glücklicherweise startet das Frühstück ebenfalls früh, weshalb wir uns dieses vorher noch gönnen können. Der Bus startet relativ pünktlich, unterwegs gibt es jedoch Verspätung. Etwa um 14.00 erreichen wir Hurghada und fahren mit einem Careem-Taxi zu unserer Unterkunft. Die Unterkunft ist für den Preis relativ gut. Das Highlight ist natürlich, dass wir direkt am Strand sind und somit einen eigenen Strandabschnitt haben. In Hurghada kann man nicht nach belieben an den Strand, denn offenbar gehört jedes Fleckchen jemanden, was bedeutet, dass man für die Benutzung des Strandes bezahlen muss. Wir müssen das zum Glück nicht und geniessen den restlichen Nachmittag am Strand. Da uns das Buffetessen langsam aus dem Hals hängt, freuen wir uns mal wieder auf richtig gutes Essen. Wir haben eine sehr gut bewertete Pizzeria gesehen, welche den Namen Mafia Pizzeria trägt. Es wurde nicht zu viel versprochen, das Essen ist wirklich enorm lecker. Danach schlendern wir eine Weile durch die Strassen, bis wir wieder in die Unterkunft zurückkehren.

Wir schlafen gemütlich, bis wir vom Rezeptionisten geweckt werden. Wir haben das Frühstück auf halb 9 bestellt, aber aus irgendeinem Grund, wird es uns bereits um viertel vor 8 ins Zimmer gebracht. Das ist etwas merkwürdig, aber was solls. Auch das Frühstück ist an und für sich etwas merkwürdig, als wir es näher betrachten. Es gibt Instant-Kaffee, aber keine Becher. Es gibt Yogurt aber keine Löffel. Sowieso fehlt das Besteck komplett. Zudem gibt es nur einen Stuhl. Manuela erzählt dem Rezeptionisten all unsere Problemchen und realisiert, dass dieser kaum Englisch spricht. Was wohl auch die falsche Uhrzeit vom Frühstück erklärt. Besteck und Becher versteht er relativ schnell. Als sie ihm nach einem zweiten Stuhl fragt, bringt er eine Rolle Toilettenpapier. Nun ja, zum Glück hat man ja Hände und Füsse, so haben wir schlussendlich auch einen zweiten Stuhl bekommen. Das Frühstück ist etwas umfangreich, wobei das Schokoladencroissant einfach köstlich ist, aber es dafür ein zwei andere etwas spezielle Zutaten hat, wie z.B. ungetoastetes Toastbrot. Aber im Großen und Ganzen ist es sehr lecker. Gegen Mittag begeben wir uns wieder zum Strand, wo wir uns ein erfrischendes Bad gönnen. Ja das Meer in Ägypten im Winter ist etwas kühl. Die Aussentemperaturen sind aber tagsüber mit etwa 25 Grad äusserst angenehm. Sobald es aber zu winden beginnt, oder die Sonne verschwindet, wird es empfindlich kalt. Auch am Abend müssen wir die Daunenjacke anziehen, um nicht zu frieren. Aber im Moment ist das Bad einfach nur schön und erfrischend. Zudem gibt es Liegestühle und Sonnenschirme, die wir benutzen können, was wunderbar ist. Wir geniessen die Sonne und das Faulenzen. Gegen Abend schlendern wir durch die Strasse, um ein paar Souvenirs zu kaufen. Zum Abendessen gehen wir heute in ein günstigeres Lokal, wo wir zum ersten Mal Fussball mit ägyptischem Kommentator schauen. Das ist amüsant, denn auch die Ägypter selbst sind ziemlich Fußball angefressen und beim Zuschauen entsprechend emotional. Wir gönnen uns zum Abendessen für Manuela etwas Salat, viele leckere Saucen und Falafel mit Ei, sowie für Hanspeter einen leckeren Kebab.

Auch heute ist das Frühstück zu früh, aber zumindest können wir bis 8 Uhr schlafen. Tassen haben wir nun, so müssen wir lediglich Besteck anfordern. Das Frühstück ist etwas unterschiedlich zum Gestrigen und um einiges besser. Sogar das Schokoladencroissant haben sie beibehalten. Ja ansonsten passiert heute nicht viel. Den Tag verbringen wir am Strand. Am Abend warten wir auf Mohammed, der das letzte Wochenende mit uns verbringen wird. Etwa um 10 Uhr kommt er bereits an und wir machen uns am Abend auf den Weg, um zu Abendessen. Wir gehen mit den Minivans in die Innenstadt, wo wir das weniger touristischere Hurghada kennen lernen werden. In einem kleinen Restaurant essen wir ägyptische Koshari, ein sehr köstliches Essen, welches Mohammed für uns auch schon gekocht hat, als er bei uns in der Schweiz war. Wir verbringen einen gemütlichen Abend und kehren spät wieder zurück zu unserer Unterkunft.

Heute kommt das Frühstück überraschend pünktlich um Viertel nach 8. Sie werden immer besser. Danach gehen wir mit Mohamed zusammen an den Strand, wo wir den ganzen Tag verbringen. Nebst Schwimmen spielen wir auch noch etwas Volleyball. Am späteren Nachmittag gehen wir wieder in die Innenstadt, wo uns Mohammed noch ein paar weitere lokale Spezialitäten zeigt. Crepes unterscheiden sich in Ägypten zu unseren ziemlich, denn sie sind viel grösser und stabiler. Wir setzen uns zudem in ein Cafe, wo wir das Monopolikartenspiel spielen und uns ein Fussballspiel anschauen.

Für den heutigen Tag hat Mohammed einen Ausflug geplant. Wir werden einen Bootsausflug machen und schnorcheln gehen. Sein Vorgesetzter besitzt ein Hotel, welches solche Touren anbietet und wir können zum Schnäppchenpreis teilnehmen. Mit einem Careem fahren wir zum Hotel, wo wir von einem Mitarbeiter abgeholt werden. Alle warten offenbar auf uns, denn nachdem wir eingestiegen sind, legt das Boot bereits ab. Nicht weit entfernt, dürfen wir bereits ins Wasser und zum ersten Mal schnorcheln. Die Sicht ist wirklich fantastisch, aber es hat so viele Leute, dass man etwas aufpassen muss, wo man hinschwimmt. Es hat viele farbige Fische, unter anderem einen Napoleonfisch und sonstiges hübsches Unterwassergetier. Wir geniessen das Schnorcheln sehr. Danach fahren wir auf eine hübsche Insel mit Sandstrand, wo wir eine Stunde verweilen dürfen. Wieder zurück auf dem Boot fahren wir zu einem weiteren Schnorchelplatz. Die meisten Teilnehmer verzichten auf das Schnorcheln hier, da es nun doch etwas kalt ist. Wir gehen trotzdem, wobei Hanspeter bald wieder ins trockenen geht, während Mohamed und Manuela noch ein wenig die Unterwasserwelt erkunden. Zurück auf dem Boot haben wir alle ein wenig kalt und sind froh, wieder in trockene Kleidung zu wechseln. Danach gehen wir wieder ans Festland. Es ist schliesslich schon fast wieder Abend und wir kehren zurück in die Unterkunft. Mohamed packt seine Sachen, da er heute Abend zurück nach Kairo fährt. Danach gehen wir wieder in die Innenstadt, wo wir einen gemütlichen Abend mit Spielen, Kaffeetrinken und leckerem Essen verbringen bis es heisst, Abschied zu nehmen.

Heute heisst es für uns auch Abschied nehmen. Von Ägypten wie auch von unserer Reise. Wir entscheiden uns, unsere Weltreise hier zu beenden und fliegen zurück in die Schweiz. Es war eine wunderschöne und unvergessliche Zeit, aber trotzdem freuen wir uns auf das Leben zuhause. Das Reisen ist wunderbar, aber mit der Zeit kann es auch anstrengend sein. Nicht zu wissen, wo man morgen ist, wo man übernachtet, wie man weiterkommt, wen man trifft, was man macht, damit ist man jeden Tag konfrontiert. Das macht das Reisen auch so spannend, aber irgendwann ist auch genug und man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am Schönsten ist.


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09.12.2019 – 22.12.2019

Siwa 9.12.2019 – 11.12.2019

After a relatively good drive, we reach Siwa at 9 a.m. As usual, we are bombarded with questions from mototaxi drivers. We just want to run away from them because our accommodation should be nearby. We are checking when the buses will go back to Cairo when one of the moto taxi drivers tells us that the time written is no longer correct and he tells us the correct schedule. When he asks about our accommodation, we willingly give him information and he say, that he works for the owner and brings us to him free of charge. We are a little suspicious, but he seems nice and we go with him. He drives way too far according to the given location and Manuela gets off the taxi on the way and tells him that he is going to the wrong place. No, no, we should believe him and show us the photo of the accommodation in the booking confirmation. We can compare the entrance area and we’ll be there in less than a minute. In fact, everything is correct, only the location information on Booking and on Google.maps is not, but somewhere in the references of Booking.com it was mentioned that the location is not entirely correct. The owner Ali Omar greets us warmly and leads us to the rooftop terrace, where we can enjoy a great view while he gives us all the information. The fact that the location is not correct, he only thinks is a booking problem and does not go into further detail. Afterwards, we can move into our room and are very surprised by the beautiful, luxurious room. We first make a coffee and then we take a walk around the village. There we find an old clay town, which is very impressive. It is called the Fortress of Shali. Then we go to a restaurant for lunch, where the food is very tasty. After we stroll around a bit outside of the village and we first realize that this is a huge oasis and we are surrounded by sand as far as the eye can see. We reach one of the many springs that would be available for swimming. But we don’t because it’s a bit cloudy today and therefore a little cold. We walk a circular route until we are back to the village a little further down. Then we visit the salt lake, which is nearby. There are 2 of them, but one is a little far away. On the way we are approached from all sides, especially by children, and we get a little bit too much attention. But who cares, we almost don’t hear it at the moment. The lake looks pretty, but the surroundings a little less. There is a lot of rubbish lying around, which stinks accordingly. We do not stay that long and it is getting slowly dark anyway, which is why we go back to the accommodation. There we are surprised by the owner with a large, delicious fruit basket. In the evening we head to the restaurant for a delicious dinner.

Today we decided to take a half-day excursion with the moto taxi driver Anuar. We visit various old places, such as the tomb Gebel al Mawta, Death Mountain, which was built in the 26th dynasty in Roman times around 400 BC. The mountain looks impressive and it looks like the excavations are not complete. We can visit a grave from the inside, which still has very well preserved wall paintings. Then we go to the Oracle Temple, where it is said that magicians used to live here, and this place was visited by Alexander the Great. Then we drive to the bigger salt lake, which we cross until we reach plenty of small salt pools. It is not very warm, but we still decide to take a bath. This is very special because the high salinity makes you drift in the lake. In short, it’s impossible to drown. But if you want to swim on your chest, it is relatively tedious because it lifts your legs out of the water. However, the experience is fantastic and the color of the lake is breathtaking. After a while, however, we have enough and Anuar drives us to the so-called Cleopatra Pool. This is a small water hole, which is about 30 degrees and we can swim very comfortably. Then we treat ourselves to a delicious mango juice before we are driven back to the accommodation. Here we have an hour’s break before we start an excursion into the desert. We use this time to relax a little. Afterwards we will be picked up by Ali itself, since he is obviously our tour guide and driver. Two Egyptians will be picked up to join our tour. After a short drive we are already in the sand dunes and can enjoy an action car ride. It’s a lot of fun and we really enjoy it. First, we come to a small oasis, the water of which is cold and the outside temperature is too cold for us to go swimming. Then we go to another oasis, where the water temperature is around 34 degrees and where we can relax. Ali also prepares some snacks with delicious tea from Siwa, fruits and bread. It is already getting evening, so we have to hurry to see the sunset and do the sand boarding. Unfortunately, one of the two participants may not endure the roller coaster ride on the sand so well, which is why we cannot reach the desired sunset point. But we can still do one or two rounds of sand boarding, which is great fun (apart from running up the sand dunes) and we can still enjoy a little sunset. Then we drive back to the accommodation, where we spend a more or less cozy evening. Manuela goes to bed at 8 p.m. since she has felt a bit sick all day.

It starts early today and luckily Manuela is doing a little better. Still, she doesn’t like to eat much breakfast. Anuar has planned for us to visit a few places outside of Siwa. On the way we pass lakes and on one we can even see flamingos in the distance. First, we visit a mud town over 1,000 years old with graves, which are not even excavated. The research is still ongoing but is currently discontinued. It is said that the tomb of Alexander the Great was found here, although it was buried in Alexandria. We can have a look after a small tip to the attendant, but you don’t see much as the government has prohibited it from continuing to investigate. It would have been big in any case. Then we drive through the oasis for a while and can admire the surroundings. We have to drive around a small muddy section because Anuar cannot get through with his motorcycle taxi. But finally we reach our goal, another hill, on which one can look at the oldest human footprints. It’s said to be a whopping 1 million years old. We have a wonderful view of the surroundings and Anuar is preparing a small lunch for us. We enjoy it very much and conclude the meal with a delicious Siwanese tea. Then we go back to the accommodation and pack our stuff. It is already 3 p.m. and we can rest for a while. We will be picked up again at 4.30 p.m. and Anuar will take us to Fatma’s Island, a peninsula just southwest of Siwa. Without much to expect, since it is cloudy, we can suddenly marvel at a beautiful sunset. We enjoy the spectacle until it gets very dark. Then we drive back, collect our luggage and are taken to the bus station. Now we have to wait, much longer than expected, because the bus is over 2 hours late until it finally arrives. A lot of people want to go to Cairo and it seems like some are afraid of not getting a seat, they push so hard. At some point, however, we sit on the bus and drive away. But not for too long, because we come to the first police control after 1 hour, where we even have to get out to show our luggage. On the way back there are some much more police controls, but in general we get some sleep.

Cairo 12.12.2019

The bus stops somewhere around Alexandria and we can get out. From time to time, when we continue driving, we come across rather heavy thunderstorms. This happens very seldom here. We arrive in Cairo shortly before 9 a.m., where it also rains. We take an online taxi and drive to Mohamed’s family. Unfortunately, today is Thursday and therefore Mohamed and his brother Amr are not at home. But we meet his other brother Mustafa and his mother, who is already welcoming us with a delicious breakfast. We spend a very good time at their home, get many delicious dishes again, but soon it will be time to say goodbye. At 4:00 p.m. we make our way to the train station, as our night train leaves Aswan at 5:30 p.m. As usual, we take the easy way and order an online taxi. This brings us to the train station. It is extremely chaotic here and we are still on the wrong side of the street. We tackle the first breakneck road crossing and are almost astonished at how routinely we squeeze ourselves between the cars. Fortunately, there is an overpass for the next section of the road and then we are in the train station. Several friendly people ask us, whether we know where our train departing. Here again we are very surprised at the friendliness of the people. We almost find it special treatment if we want to get on the train. We are still waiting in the main hall of the station for Mohamed, who was able to leave work early to say goodbye to us. When he arrives, we go together on the train, talk about the upcoming trip to Hurghada and finally say goodbye. The train ride to Aswan, in contrast to the bus, is very comfortable and at some point, we fall asleep.

Aswan 13.12.2019 & 14.12.2019

We arrive at 5 in the morning in Aswan. We are still very tired, but who cares. We are approached from all sides from taxi drivers and we flee to the first café, where we have a Turkish coffee to wake up. Meanwhile, Hanspeter calls our contact person for the Nile River cruise, as we still don’t know exactly where it starts. It seems we woke him up. But since he said on the phone yesterday that we should call him „Anytime“ when we arrive, we did so and gave him the nickname Mr. Anytime. He kindly negotiates with a taxi driver to take us to the dock for a few pounds. It goes smoothly and we are standing in front of a huge cruise ship. It has countless of these cruise ships on the Nile, here are all side by side, in front of and behind each other. Now it is 7 am and we can check in already. It all looks very posh, because such cruises are actually quite expensive. However, Mohamed discovered a bargain for us, so that we can take part in this all-inclusive cruise at a fraction of the normal price. It feels a bit special since we have never done anything like this. When we enter our room we are overwhelmed, because it is even a kind of suite with a couch and almost two rooms. We feel comfortable there and the bed is cozy too. We rest a little bit until it’s time for lunch. Lunch looks promising because there is a huge buffet. The food is unfortunately not as good as we are used to from Egyptian food. It is mainly western food and hardly spiced. It’s a little pity. But the dessert buffet is excellent, and we now know what food we are prioritizing. We have made some decisions what to visit in Aswan, but soon we find out that the entrance fees for the individual sights are relatively high. Therefore, we have to commit to a few. We decide for today we want to walk a bit along the Nile shore and just find a cozy café somewhere to see the sunset later. However, a leisurely walk is not possible here. Hardly a step on the street, we are already surrounded by pushy taxi drivers, sellers, tour guides etc. We are completely overwhelmed, as we have never experienced anything like it. One of them walks for 10 minutes behind us and offers us everything. We cannot walk for a minute without someone talking to us. Our desire for a café is slowly increasing. But we simply don’t find one that has a nice view of the Nile and does not belong to one of the luxury cruisers. We also notice that much seems to be abandoned. We hardly see any tourists on the road alone, which explains why the people here are so pushy. There seems to be a huge oversupply in tourism, as 99% of people are on guided tours and never leave their ship. However, it does not necessarily motivate you to be an individual tourist if you feel like being thrown at the vultures as soon as you leave the luxury ship. After 30 minutes we finally get to a restaurant where is McDonald and an Egyptian restaurant. However, one guy tells us we are only allowed in the McDonalds, the Egyptian bar is only for locals. We have no idea why and where it belongs, but we are seriously not allowed inside. He says we can have a coffee in the neighboring restaurant, which is a pretty nice place outdoors. He also wants to drive us with a boat ride, but we don’t feel like doing it right now. We just want a delicious Turkish coffee, which unfortunately is not available on our boat. Suddenly he wants money and we just don’t understand whether we only have to pay if we just sit there. After a long discussion we can make it clear, we only want a cup of coffee and nothing more. The guy seems to be a bit upset but leave. After almost an eternity, a waiter comes and takes our order. We are a little nervous because we suspect that this will be an expensive coffee, and they didn’t give us a menu. Despite of that it’s nice here and we have a beautiful view of the Nile. As expected, the bill is relatively expensive for Egypt, but the coffee was good. Fortunately, we did not open the water bottles he gave us, because without it is a little cheaper. The other guy doesn’t want to give up selling us a boat ride and we try to ignore him as we make our way back. On the way we can still watch the sunset, which is very pretty over the Nile. When we come back, we go shopping in a supermarket for a few drinks, because unfortunately not even water is included in the „all inclusive“ boat. The behavior in the supermarket is very different again, because the sellers are very friendly and courteous. When we leave the store, we also see there is a cafe near our ship. This just annoys us a bit, because we were searching for a while until we found the next cafe. Back on the ship we are a bit exhausted from today’s impressions and a little desperate. Why is it so difficult to just have a coffee here? It is no longer just comfortable to stroll along the promenade. The Aswan region suffers from a lack of tourism as it does not have a good reputation due to the security situation in previous years. This is probably the reason why most tourists only come here with an agency. For individual tourism, however, it is a horrible, because although we are aware that people need tourists like us for the business, but we have a little desire to take a service from such intrusive street vendors. However, we still decide that we will take a taxi or a carriage tomorrow to get to the official ferry station to Elefantine Island. But we hope very much that the guy who talked to us for 10 minutes will not speak to us again tomorrow, because he wasn’t sympathetic to us. So you can see a little bit of our problem here. The competition seems to be too big, which scares off the few individual tourists here. Anyway, we spend the rest of the evening comfortably in our hotel room.

Today we have time until the early afternoon before the ship departs. After breakfast we leave the ship and it takes less than 10 seconds and the carriage man (not the annoying taxi driver) talks to us. We ask him what it costs to go there with his carriage. First, he always says, a good price and he doesn’t want to give us a price. Then he says he would drive for the equivalent of CHF 12, wait 1 hour and drive back. Just going there would also cost us 10 francs. We think that’s pretty expensive considering that it’s only about 5 kilometers and the cost of public transportation would be well under 1 franc. We try to negotiate, because we actually want to support him, just don’t let us to rip off. In the end, we agree on 9 francs without discussing too much, because he is waiting for us and we have never done a carriage ride together before. It is fun to be pulled through the city by a beautiful horse in a carriage. It is a lot more pleasant than walking by yourself. Fortunately, the river crossing by official ferry only costs about 50 cents. Something special is the women have to sit on the left and the men on the right. It seems to be very conservative here. Arrived on the Elefantine Island, everything seems to be very quiet and a couple of years back in time. We see pretty Nubian houses, but hardly any people. We want to visit the so-called Nilometer, Ruins of Abu and the Temple of Knum. But first we only find the entrance to the museum, which we don’t really want to visit. We keep walking and assume the entrance is probably a bit further back. It is really very deserted and suddenly we see two slightly older tourists. They ask us if we know where the entrance is. We answer that we are unsure because we only saw the museum in front. They think the entry here is free anyway, so we can probably get in here straight away. The entrance is cordoned off with a line, but this is not really an obstacle. The two older men go in confidently, we follow them. Chat a little and we’re in. We are overwhelmed when we see the very old relics. All the inscriptions and drawings that are extremely well preserved. We now have some doubts if we are really allowed in here for free, but it was nowhere written. It is extremely hot, and we are happy to have enough water with us. Now we are slowly coming to the area where are guards and everything official. The other two men are ahead. One makes a move, we think at first that he is waving at us, but he wants to indicate to us that we should disappear. No matter, too late anyway, after all, we really wanted to pay admission if we had found the entrance. A gentleman comes to us and asks for our tickets. We explain to him that we came in from the other side and therefore we don’t have any. That probably happens sometimes, because he actually asks us if we want to buy a ticket. In fact, apart from the Nilometer, we saw everything we wanted to see, but for the sake of decency, we still buy a ticket. Another employee waits for us after buying the ticket and says we should go with him. He opens the museum for us to visit and tells us a lot about it. Suddenly the suspicion arises that we have to give him a tip. We briefly discuss it and agree how much we want to give it. We take photos until he suddenly tells us that no photos are allowed in here. But from time to time, we can take photos because we are not or not exactly monitored in certain areas. We don’t really want to, but he encourages us. He offers us to take photos of us too. When we get out, Hanspeter gives him a tip. But he says it is far too less, it must be at least twice. He also had to give his camera friend something to look away from. So we give him 50 pounds instead of 20 pounds in his fingers and it’s still not enough for him. For comparison, the entry was £ 100. Anyway, we are now on our way to the Nilometer, which is also in this area. This is impressive when you consider how high the water level of the Nile can be. Then we go back to the ferry, where the carriage is waiting for us on the other side. The carriage driver wants to show us more of the city, but we want to go back. Regardless of our protests, he drives into the city and we only think that if he really wants to go there he can. He shows us a mosque and wants to convince us that we should go to the market. We do not want to. We sometimes drive through a relatively poor area and we get a lot of attention. We are a little uncomfortable. Children run after the carriage and shout to us Money, Money, Money. We now definitely tell him that we want to go back. But now he wants a lot more money than originally agreed due to the detour. We do not agree with him because we did not want to take the detour. Nevertheless, we agreed that we would give him a little more for it, but unfortunately a little is not enough in Egypt. We discuss for a while and the nice man from earlier is gone. Finally, he argues that he also needs money to buy food for his horse. He doesn’t give up and we finally give him something more than originally agreed and can finally go. Yes, once again learned something: always resign when another way is suggested. We return to the ship where lunch is served. Then it slowly departs, and we spend a cozy afternoon on the ship deck. We arrive in Kom Ombo in the early evening. We are allowed off the ship and visit the Egyptian double temple Kom Ombo. This is extremely impressive, especially the many well-preserved inscriptions. Here even 2 deities were worshiped in a temple, which is unusual for an Egyptian temple. It just gets dark and with the lighting the old works of art look even more beautiful. We walk through the grounds for a while and take a close look at the works. Finally, we visit a museum in which there are mummified crocodiles. Then we fight our way back onto the ship through the intrusive sellers.

Luxor 15.12.2019 & 16.12.2019

Today we dock in Edfu at 5 a.m. We were told, however, that we can only visit the place with a guided tour and apparently there is not much time, but the costs are high. Therefore we resign and enjoy our cozy bed. After breakfast we enjoy the time on the upper deck while slowly but steadily chugging towards Luxor. It is amusing to see that vendors even drive to our ship with their small boats to deliver their goods, e.g. Carpet for sale. As soon as they see someone, they call to you continuously and also, „Hello China“ is a very often heard exclamation. At one point the ship goes through a lock, where it is lowered into a lower water level like a kind of lift. In the evening we arrive in Luxor. Somehow the last few days with the many intrusive sellers is why we decide not to go on a sightseeing tour in Luxor until tomorrow.

After we have slept comfortably and have breakfast, we slowly make our way. The Luxor Temple we want to visit is right in front of our landing stage. However, we do not know exactly where the entrance is, and we are overrun again by the taxi drivers. We try to go in one direction as confidently as possible, when we suddenly doubt that it is the right direction and we return. One of the carriage drivers tells us we are on the right track. Another tells us it is forbidden to walk on this street without means of transport. We now realize that we should have taken the other way to get to the temple. But we wanted to visit a second temple anyway, the Karnak Temple, and we are heading for this in the right direction. It is funny to see that the taxi drivers are so pushy only near the tourist attractions, because we can now walk the way relaxed until about 500 meters in front of the temple. The temple is crowded with people, but the area is also very large, which is why it distributes the crowd a little again. The temple is very impressive, and we spend a few hours in here. Afterwards we treat ourselves to a coffee outside the tourist zone and go back to the ship, when it is time for lunch. In the afternoon we walk in the other direction and although the entrance was really hard to find, we are in after a while. We have now also learned that we have to ask only officials for advises or direction, such as police officers, because we have always received correct information from them. The Luxor Temple is also very impressive, like the other buildings we have seen. Another attraction would be the Valley of the King and Queens. Unfortunately, these are not exactly around the corner and we would have to organize a transport. The admission price is also a bit high. Even though it would certainly be nice, we have seen many temples and agree that it is enough for now and we want to move on tomorrow. We want a few more relaxing days before we go back home. So we make our way to the bus company to get a ticket to Hurghada tomorrow. Then we spend the evening comfortably on the ship.

Hurghada 17.12.2019 – 22.12.2019

Today we get up relatively early because our bus leaves for Hurghada at 8 a.m. Fortunately, breakfast also starts early, which is why we can treat ourselves to it beforehand. The bus starts relatively on time, but there is a delay on the way. We arrive in Hurghada around 2 p.m. and take a Careem taxi to our accommodation. The accommodation is relatively good for the price. The highlight is of course that we are next to the beach and therefore have our own section of the beach. In Hurghada you can’t go to the beach wherever you want, because apparently every spot belongs to someone, which means that you have to pay to use the beach. Even the governmental section of the beach requires a little payment. Fortunately, we don’t have to pay here and enjoy the rest of the afternoon on the beach. Since we are fed up of the buffet food on the ship, we are looking forward to really good food again. We saw a very well rated pizzeria, called Mafia Pizzeria. Not too much was promised, the food is amazing delicious. Afterwards we stroll through the streets for a while until we return to the accommodation.

We sleep comfortably until we are woken up by the receptionist. We ordered breakfast at half past eight, but for some reason it was brought to our room at a quarter to eight. This is a little strange, but it doesn’t bother us really. Breakfast is a bit strange when we take a closer look. There is instant coffee, but no mugs. There are yogurts but no spoons. Anyway, the cutlery is missing completely. There is also only one chair. Manuela tells the receptionist all of our problems and realizes that he hardly speaks English. Which probably explains the wrong time of breakfast. He understands cutlery and cups relatively quickly. When she asks him about a second chair, he brings a roll of toilet paper. Well, luckily you have hands and feet, so we finally got a second chair. The breakfast is a little extensive, the chocolate croissant is simply delicious, but it has two other somewhat special ingredients, such as untoasted toast bread. But everything together it’s very tasty. Around noon we go back to the beach, where we treat ourselves to a refreshing swim. Yes, the sea in Egypt in winter is a bit cold. The outside temperatures are extremely pleasant during the day at around 25 degrees. But as soon as it starts to wind or the sun disappears, it gets cold. We also have to put on our down jacket in the evening to avoid freezing. But at the moment the bath is just beautiful and refreshing. There are also sun loungers and parasols that we can use, which is wonderful. We enjoy the sun and lazing around. In the evening we stroll through the street to buy some souvenirs. For dinner today we go to a cheaper restaurant, where we watch football with an Egyptian commentator for the first time. This is amusing, because the Egyptians themselves are pretty much into football and are correspondingly emotional when watching. We treat ourselves to a salad, falafel with egg and  many delicious sauces, and a delicious kebab for Hanspeter.

Breakfast is too early today too, but at least we can sleep until 8 a.m. We now have cups, so all we have to do is request cutlery. Breakfast is a little different from yesterday and a lot better. They even kept the chocolate croissant. Apart from that, not much else happens today. We spend the day on the beach. In the evening we are waiting for Mohammed, who will spend the last weekend with us. He arrives at about 10 p.m. and we go out for dinner in the evening. We take the minivan to the city center, where we will get to know the less touristy Hurghada. In a small restaurant we eat Egyptian Koshari, a very delicious meal that Mohammed cooked for us when he was with us in Switzerland. We spend a cozy evening and come back to our accommodation late.

Today, breakfast arrives surprisingly on time at a quarter past 8. They get better and better. Then we go to the beach with Mohamed, where we spend the whole day. In addition to swimming, we also play some volleyball and card games. In the late afternoon we go back to the city center, where Mohammed shows us a few more local specialties. Crepes are quite different from ours because they are much larger, not so soft and most are salty. We also sit in a cafe, where we play the monopoly card game and watch a football game.

Mohamed has planned an excursion for today. We will go on a boat trip and do snorkeling. His manager owns a hotel that offers such tours and we can participate at a bargain price. We drive with a Careem to the hotel, where we are picked up by an employee. Everyone is obviously waiting for us, because after we get in, the boat leaves. Not far away, we can already go into the water and snorkel for the first time. The view is really fantastic, but it has so many people that you have to be careful where you swim. It has many colored fish, including a Napoleon fish and other pretty underwater animal. We really enjoy snorkeling here. Then we drive to a pretty island with a sandy beach, where we can spend an hour. Back on the boat we drive to another snorkeling site. Most participants refrain from snorkeling here because it is a bit cold now. We still go, with Hanspeter going back to dry soon, while Mohamed and Manuela explore the underwater world a little. Back on the boat we are all a bit cold and happy to change back to dry clothes. Then we go back to the mainland. It is almost evening again and we are returning to the accommodation. Mohamed is packing his things as he drives back to Cairo tonight. Then we go back to the city center, where we spend a cozy evening with games, drinking coffee and delicious food until it is time to say goodbye.

Today we also have to say goodbye. From Egypt as well as from our trip. We decided to finish our world trip here and fly back to Switzerland. It was a wonderful and unforgettable time, but we are still looking forward to life at home. Traveling is wonderful, but it can also be tiring over time. Not knowing where you are tomorrow, where to stay, how to progress, who to meet, what to do, you are faced with this every day. That is what makes traveling so exciting, but at some point it is enough and you should stop when it is at its best.

Egypt 1: Cairo – Alexandria – Dahab

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29.11.2019 – 8.12.2019

Cairo 29.11.2019

Um 6 Uhr in der Früh landen wir in Kairos Flughafen. Nachdem wir 25 Dollar bezahlt haben, kriegen wir einen netten Visumkleber in den Pass, den uns berechtigt für 30 Tagen in Ägypten zu bleiben. Danach können wir bereits das Gepäck abholen und warten auf Mohammed, der uns abholen wird. Mohammed hat uns vor 3 Jahren in Interlaken besucht und uns nun zu sich nach Hause in Kairo eingeladen. Unterdessen werden wir von unzähligen aufdringlichen Taxifahrer angesprochen, die wir bestmöglichst versuchen abzuwimmeln. Glücklicherweise lässt er nicht lange auf sich warten und die Wiedersehensfreude ist gross. Wir lernen sogleich, dass hier Freitag und Samstag zum Wochenende zählt und nicht wie wir es kennen, Samstag und Sonntag. Das sei in allen Muslimischen Ländern so. Heute ist Freitag, und daher ist der Verkehr für Kairoverhältnisse sehr gemässigt. Er fährt mit uns zuerst zu einem Essstand, wo er verschiedene Frühstücksbrötchen für uns kauft. Danach erhalten wir einen ersten Einblick in die Innenstadt, können das erste Mal den Nil bewundern und sehen bereits die eindrücklichen Pyramiden von Weitem. Kurz bevor wir zu ihm nach Hause fahren, probieren wir den hier bekannten Zuckerrohrsaft, welcher enorm lecker ist. Danach geht es zu Mohamed nach Hause, wo wir erstmals seinen jüngeren Bruder Mustafa kennen lernen und wir zusammen Frühstücken. Wir geniessen leckere Brötchen mit Humus, Falafel, Auberginen, Bohnen und weitere lokale Köstlichkeiten, bis wir unsere Bäuche mehr als voll geschlagen haben. Etwas später werden wir zudem von Mohameds Mutter, Tafina und einer seiner beiden älteren Brüder, Amr herzlich begrüsst. Wir plaudern eine Weile zusammen und entscheiden uns heute die berühmten ägyptischen Pyramiden zu besuchen. Schliesslich sind diese nicht weit von Mohameds zuhause entfernt und bevor das Hochhaus gegenüber gebaut wurde, hatte man sogar eine direkte Sicht von ihrem Balkon auf die Pyramiden. Mit dem Minibus fahren wir eine kurze Strecke und sind bereits vor dem Eingang. Die Pyramiden sind gewaltig, hoch und enorm eindrücklich, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Pyramiden vor über 5000 Jahren gebaut wurden. Die höchste Pyramide ist 146 Meter hoch. Wir schlendern über das Gelände und können ein paar kleine Kammern mit hübschen Malereien besuchen. Danach kommen wir zur der eindrücklichen Sphinx, die wir eine Weile bewundern und schliesslich schlendern wir zu den zwei weiteren Pyramiden. Die Atmosphäre ist sehr speziell, auf der einen Seite befindet sich die Grossstadt Kairo und auf der anderen Seite die weite Wüste. Wir geniessen es hier sehr und verbringen einige Stunden. Gegen Abend kehren wir wieder nach Hause, wo Mohameds Mutter uns ein leckeres, traditionelles Abendessen gekocht hat. Nachdem wir dieses genüsslich verspiesen haben, taucht Amr mit seinen zwei Kindern und einer Geburtstagstorte auf. Erst jetzt erfahren wir, dass die Mutter heute Geburtstag hat und wir feiern mit ihr. Wir verbringen einen tollen Abend alle zusammen und irgendwann fallen wir todmüde ins Bett. Das Jetlag lässt grüssen. 


Alexandria 30.11.2019

Heute schlafen wir ein bisschen aus und gegen 9 Uhr stehen wir auf. Danach gibt es ein ausgiebiges Frühstück von der Familie zubereitet. Wie üblich, plaudern wir viel miteinander, so dass wir erst am frühen Nachmittag in den Tag starten. Mohamed hat mit uns einen Ausflug nach Alexandria geplant. Wir fahren gute zweieinhalb Stunden über die Hauptstrasse durch die Wüste, bis wir die Küstenstadt am Mittelmeer erreichen. Die Burg von Alexandria ist wohl die Hauptattraktion und sie sieht auch wahnsinnig eindrücklich aus. Eigentlich wollen wir diese von Innen anschauen, aber leider schliessen sie bereits um 16.00, das ist bereits in 5 Minuten und daher lohnt es sich nicht, den Eintrittspreis zu zahlen. Mohamed gibt uns ein paar leckere Süssigkeiten “Fresco” zu probieren. Das sind eine Art Waffeln mit Melasse dazwischen. Wir flanieren etwas auf dem Gelände und beobachten die Fischer hier. Der Stimmungswandel mit dem Meer sowie der Burg, während die Sonne untergeht ist enorm schön. Nachdem es ganz dunkel geworden ist, gehen wir zurück in die Stadt und gönnen uns ein leckeres, natürlich traditionell ägyptisches Eis. Danach spazieren wir entlang der Uferpromenade und probieren dabei eine weitere Spezialität, eine Art knusprig gebratene, gesalzene Bohnen. Zum Abschluss des Tages gehen wir in ein Restaurant, welches gemütliche Schaukelbänke hat, wo wir uns ein Kaffee und leckere, warme Schokobällchen gönnen. Mohamed lässt jedenfalls keine Gelegenheit aus, um uns alle ägyptischen Spezialitäten zu zeigen. Es ist spät geworden und wir haben noch einen langen Weg vor uns, daher geht es zurück nach Kairo. Kurz vor Mitternacht erreichen wir dieses, und ob man es glaubt oder nicht, Mohameds Mama hat für uns noch ein leckeres Abendessen gekocht. Etwas müde und mit vollem Bauch legen wir uns im gemütlichen Bett schlafen. 

Cairo 1.12.2019

Auch heute schlafen wir lange aus und wir werden am Morgen mit einem leckeren Frühstück beglückt. Das Wochenende ist vorüber und daher machen wir uns alleine auf den Weg. Gegen Mittag suchen wir den Minibus auf, den uns zur Metro bringt. Wir sehen gleich, dass der Verkehr unter der Woche, gelinde gesagt sehr chaotisch ist. Bei der Metro werden wir von einem Polizisten aufgehalten, der mit uns zu plaudern beginnt. Woher wir kommen, er heisse uns herzlich Willkommen in Egypten und ob er uns helfen kann. Wir sind ziemlich überrascht von seiner Freundlichkeit und fragen ihn daraufhin, ob dies die richtige Metro ist, um zu unserem Ziel zu kommen. Er bestätigt uns dies, und wünscht uns einen guten Aufenthalt. Als wir an der gewünschten Haltestelle ankommen, steigen wir aus und gehen an die Oberfläche. Wir wollen zuerst einmal das ägyptische Museum besuchen. Nun aber haben wir den falschen Ausgang gewählt und müssen irgendwie die halsbrecherischen Strassen überqueren. Aber mit dem richtigen Timing schaffen wir das. Hier scheint alles aufeinander abgestimmt zu sein, denn der Auto- oder Mofafahrer rechnet mit den über die Strasse eilenden Fussgänger, so sind diese bereit zum Bremsen oder Ausweichen, wenn alles schnell genug geht. Der Eintrittspreis ins ägyptische Museum verschlägt uns gerade wieder die Sprache, ist dieser mit umgerechnet 15 Franken genauso teuer wie die Pyramiden. Wohl müssen wir für Sehenswürdigkeiten mit solchen Preisen rechnen. Das Museum ist dafür auch riesig und die Artefakte sehr eindrücklich. Es gibt zahlreiche Statuen, Sarkophage, Mumien, alles mit sehr gut erhaltenen ägyptischen Schriftzeichen versehen. Das ist äusserst eindrücklich. Wir können auch viele alte Werkzeuge, Töpfereien, Schmuckstücke und alle möglichen uralten Gegenstände betrachten. Besonders eindrücklich ist auch das Grab von Tutenchamun, welches enorm viele Schmuckstücke beherbergt hat. Wir verbringen den ganzen Tag hier drin, bis uns um halb 5 ein Sicherheitsbeamter, langsam aber deutlich auffordert das Gebäude zu verlassen. Es ist auch an der Zeit schliesslich konnten wir fast das ganze Museum besichtigen und sind entsprechend etwas müde. Mohamed hat bald Feierabend und wir treffen uns etwas später mit ihm, damit wir zusammen durch die abendlichen Strassen ziehen können. Wir treffen uns bei einer Metrohaltstelle und er zeigt und einen Imbiss, wo Hanspeter einen ägyptischen Dürüm probiert und Manuela einen speziellen Grillkäse, ebenfalls in ein Dürümbrot eingewickelt. Danach gehen wir durch die Strassen von Khan Al Khalili, wo man tonnenweise Souvenirs kaufen könnte und von den Verkäufer regelrecht in den Laden gezerrt werden. Mohamed zeigt uns ein leckeres Getränk, Sobia, eine Art süsse, warme Kokosmilch, welches super lecker ist. Danach kommen wir zu einer riesigen Moschee, sowie einigen alten Gebäude die wir von Aussen eingehend betrachten können. Nun ist es schon wieder an der Zeit, nach Hause zurückzukehren, wo Mohamed’s Mama einmal mehr ein leckeres Abendessen gezaubert hat. Danach heisst es schon wieder Abschied nehmen, den wir fahren mit dem Nachtbus nach Dahab. Der Einfachheithalber fahren wir mit einem Onlinetaxi zum Busbahnhof, damit wir uns etwas Zeit und Umstände ersparen können. Der Bahnhof selbst, ist mehr eine Bushaltestelle mit einem Cafe. Nachdem wir uns versichert haben, dass der Bus hier fährt, bestellen wir zwei der leckeren türkischen Kaffees, während wir auf den Bus warten. Der Bus fährt ziemlich pünktlich 20 Minuten nach Mitternacht ab und wir sind erstaunt über die doch recht bequemen Sitzen. Wir schlafen schnell ein, um 2 Uhr werden wir jedoch zum ersten Mal geweckt, als wir die Grenze nach Sinai überqueren. Danach ist fertig mit ausruhen, werden wir doch fast jede Stunde geweckt, um die Pässe zu zeigen und teilweise unser Gepäck durchchecken zu lassen. 

Dahab 2.12.2019 – 5.12.2019

Ziemlich ausgelaugt von den vielen Kontrollen, erreichen wir um 11 Uhr vormittags endlich Dahab. Wir gehen zu unserer gebuchten Unterkunft und zumindest können wir das Gepäck bis zur Checkin-Zeit abgeben. In der Zwischenzeit gehen wir in eines der vielen Strandcafes und gönnen uns einen Kaffee. Auf der Sonnenterasse können wir uns gemütlich entspannen und das schöne Strandfeeling nach der anstrengenden Fahrt richtig geniessen. Danach kaufen wir ein paar Wasserschuhe, da der Einstieg ins Meer doch recht felsig ist und ein paar neue Flipflops für Manuela, da die alten den Marsch durch die Pyramiden nicht überlebt haben. Danach gönnen wir uns ein kleines Mittagessen in der Strandbar und endlich ist es an der Zeit, 14.00 dass wir einchecken können. Wir ruhen uns kurz im gemütlichen Zimmer aus und packen danach unsere Schnorchelsachen, um das Meer ein wenig zu erkunden. Die Sicht ist enorm gut und das Riff sehr hübsch. Aber empfindlich kühl ist es, so dass wir nicht zu lange im Wasser bleiben. Wir sind leider etwas spät dran und sie Sonne scheint bereits nicht mehr stark, zudem weht ein zügiger Wind. Wir begeben uns wieder auf die Dachterasse und versuchen uns von den Sonnenstrahlen wieder etwas aufwärmen zu lassen, während wir einen Fruchtsaft schlürfen. Danach ziehen wir noch etwas durch die Strassen. Natürlich werden wir von allen Seiten von den Restaurantbesitzer, über Massageanbieter, Touranbieter und Verkäufer angesprochen, was schon fast etwas mühsam wird. Am Abend begeben wir uns zu einem Falafelstand, der uns sehr preiswert ein enorm leckeres Falafelbrot zubereitet. 

Gestern haben wir einen Tauchausflug zum sogenannten Bluehole gebucht und wir sind schon ganz gespannt, was uns da erwartet. In der Tauchbasis probieren wir zuerst die Ausrüstung aus und danach geht es mit dem Jeep etwa 10 Kilometer nordwärts zum ersten Tauchplatz, dem sogenannten Canyon. Das Riff ist wunderschön zum Tauchen, es gibt viele farbige Fische, zudem sehen wir ein paar der farbigen Lionfische. Sogar einen Skorpionfisch, der sich bewegt, sieht Manuela das erste Mal. Die Sicht ist phantastisch. Das Highlight ist jedoch als wir durch einen etwas engen Canyon tauchen, dass ist ein sehr eindrückliches Gefühl. Der zweite Tauchgang findet am bekannten Blue Hole statt. Hier tauchen wir zuerst durch einen halboffenen Tunnel bis auf 26 Meter, danach entlang einer Riffwand mit zahlreichen Fischen. Ansonsten sehen wir lediglich in das klare blau, mit dem Wissen, dass es Hunderte Meter hinunter geht. 800 Meter sei der tiefste Punkt im Blue Hole lernen wir. Wir schwimmen entlang der Riffwand, bis wir anschliessend im eigentlichen Blue Hole ankommen und dort auftauchen. Das war ein enorm eindrückliches Erlebnis. Am Nachmittag kehren wir wieder zurück nach Dahab, wo wir uns etwas ausruhen und aufwärmen. Zu dieser Jahreszeit ist es auch zum Tauchen im normalen Tauchanzug eher kühl. Danach gibt es noch etwas zwischen die Zähne und bald ist es wieder Abend. Wir treffen uns mit unserem Tauchguide in einer einheimischen Shishabar. Hier probieren wir zum ersten Mal ägyptische Shisha, trinken dazu türkischen Kaffee und verbringen einen gemütlichen Abend. 

Heute schlafen wir etwas aus und frühstücken anschliessend ausgiebig. Danach machen wir uns mit unserer Schnorchelausrüstung zu Fuss auf den Weg zur Laguna. Wir sind etwas erstaunt, dass wir bald einmal an grossen Resorts vorbeikommen, die jedoch verlassen scheinen. Bei der Laguna selbst ist sehr hübsch und es ist wieder einiges los, denn sie ist voll mit Wind- und Kitesurfern. Wir setzen uns eine Weile hin und schauen dem treiben zu. Es ist aber enorm windig, so dass uns die Lust auf Schnorcheln etwas vergangen ist. Zudem scheint es hier sowieso nicht der richtige Platz zu sein, denn man muss zu stark auf die Surfer aufpassen. Also machen wir uns nach einer Weile wieder auf den Rückweg und machen es uns in unserer Strandbar gemütlich. Zuerst mit einem warmen Kaffee, danach mit einem leckeren Fruchtsaft. Wir verweilen den restlichen Tag hier und faulenzen. Wir sind vom gestrigen Tag noch etwas mitgenommen und Manuela hat wahrscheinlich noch eine kleine Erkältung aufgelesen. Am Abend kehren wir zurück in unser Hotel, wo wir leckere Pasta zu Abendessen. Eigentlich wollten wir ja Pizza, aber die steht wohl nur zur Dekoration auf der Speisekarte. Danach machen wir uns nochmals auf den Weg und buchen einen Bus für morgen Abend zurück nach Kairo, sowie eine Tour mit Quads und Schnorcheln. 

Heute werden wir um 10 Uhr abgeholt und werden zum Tauchplatz Three Pools gefahren, der etwas weiter entfernt als die Laguna liegt. Nachdem wir die Umgebung eine Weile genossen haben, startet die Quadtour. Wir setzen uns je auf ein Gefährt und es geht ab in die Wüste. Wir müssen alle in einer Reihe fahren und somit ist die Geschwindigkeit begrenzt. Aber Spass macht es trotzdem mit diesem Gefährt durch die Wüstenlandschaft zu heizen. Wir fahren zu einer kleinen Oase, wo wir etwas herumspazieren und zu einem hübschen Aussichtspunkt steigen können. Wir merken gleich, auch wenn es am Strand teilweise mit dem Wind etwas kühl werden kann, ist es hier enorm heiss und zu viel Anstrengung will man gar nicht auf sich nehmen. Wir haben noch Zeit für eine kleine Teepause, wo uns ein leckerer beduinischer Tee serviert wird. Danach fahren wir mit dem Wüstenfahrzeug wieder zurück und können ein ein wenig am Strand entlang heizen, wo das Tempo doch etwas höher wird. Es macht enorm Spass und ist genau das richtige, um ein solches Gefährt das erste Mal auszuprobieren. Wieder zurück bei den Three Pools können wir noch eine Weile schnorcheln gehen und relaxen. Das Riff hier ist ebenfalls sehr schön und zu unserem erstaunen gar nicht tief. Farbig wie eh und je, die Sicht ist wunderbar, einfach toll. Wenn uns nur die Kälte nicht immer aus dem Wasser treiben würde. Um 15.00 Uhr fahren wir wieder zurück und wir verbringen den restlichen Nachmittag in unserer Stammbar. Am Abend gönnen wir uns endlich eine Pizza in der wohl besten, möglicherweise aber auch teuersten Pizzeria in der Gegend. Aber es hat sich sehr gelohnt. Um 9 Uhr nehmen wir ein Taxi und lassen uns zum Busbahnhof fahren, der ein paar Kilometer von hier entfernt liegt. Um 10 Uhr fährt der Bus zurück nach Kairo los, im Wissen das dies wohl wieder eine Anstrengende Nacht wird. Der Bus hält eine Weile in Sharm-El-Sheik, wo wir uns mit etwas Wasser eindecken können. Zu unserem Erstaunen geht die Fahrt aber ohne Unterbrechungen vonstatten. Es gibt lediglich eine Gepäckkontrolle, als wir Sinai wieder verlassen. 

Cairo 6.12.2019 – 8.12.2019

Pünktlich aufs Wochenende sind wir wieder in Kairo und kommen frühmorgens an. Wir frühstücken gemütlich mit der Familie und Mohamed schmiedet ein paar Pläne für den heutigen Tag. Sein Bruder Mustafa begleitet uns heute und gegen Mittag machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Heute besuchen wir ein Viertel, welches viele alte, insbesondere koptische Kirchen beheimatet. Darunter sind die Kirche der Jungfrau Maria, des heiligen Georges und der heiligen Barbara. Die Kirchen sind richtig alt und sehr eindrücklich, sehr anders als wir das kennen. Es hat unglaublich viele Leute, die wohl extra hierherkommen, um diese zu sehen. Für uns ist es enorm eindrücklich, auch wenn wir mit Religion nicht viel am Hut haben. Wir staunen zudem, dass es im gleichen Gelände sogar eine hübsche kleine Synagoge hat, die wir ebenfalls besichtigen. Nachdem wir einige Stunde die eindrücklichen heiligen Häuser besichtigt haben, setzen wir uns in ein Kaffee, während Mohamed und Mustafa zur nahegelegenen Moschee gehen, um an der Freitagsmesse teilzunehmen. Freitag ist für Muslime ja wie bei uns der Sonntag. Wir sind ziemlich beeindruckt, die Messe nur schon von Weitem zu hören, da geht die Post ab und es hat enorm viele Leute. Danach holen die beiden uns wieder im Kaffee ab, nachdem sich die Menschenmasse etwas von der Moschee entfernt hat, besichtigen wir die Amr Ibn el As Moschee ebenfalls. Diese ist enorm schön und es ist sehr spannend, einmal eine Moschee von Innen anzusehen. Danach fahren wir in ein anderes Viertel, wo wir das Museum of Islamic Arts besuchen. Dieses lohnt sich sehr zu besichtigen, denn es zeigt die Geschichte auf, wie sich der Islam in den früheren Jahren entwickelte und verbreitet hat, aber auf inhaltliches wird kaum eingegangen. Sogar Mohamed und Mustafa meinen es sei für sie sehr lehrreich gewesen, da es das erste Mal ist, dass sie hier sind und sie einiges davon nicht wussten. Die Artefakte sind unglaublich eindrücklich, von alten Töpfen, über massive Holzschnitzereien, bis hin zu Teppichen und Schmuck, hat es einfach alles. Nachdem wir fast das ganze Museum eingehend besichtigt haben, werden wir auch pünktlich um halb 5 rausgeschmissen. Danach kehren wir wieder zurück nach Hause und wie es nicht anders sein könnte, Mutter Tafida hat bereits etwas leckeres auf den Tisch gezaubert. Wir geniessen einen angenehmen restlichen Abend mit der ganzen Familien. 

Wie üblich gibt es zuerst ein grosses, leckeres Frühstück. Danach fährt Mohamed mit uns nahezu ans andere Stadtende, wo sich die Zitadelle Salah El Din befindet. Hier finden wir ein riesiges Gelände vor, welches nebst der Moschee auch diverse Museen beinhaltet, wie das Militär-, Polizei-, und Kutschemuseum. Das ganze ist von riesigen Burgmauern und Steintürmen umgeben, was ansich schon sehr Spektakulär ist. Die Zitadelle und die Museen besuchen wir zuerst und danach gelangen wir auf einen grossen Platz, wo wir eine fabelhafte Aussicht über Kairo haben. Anschliessend besichtigen wir wir die Moschee, welche enorm eindrücklich gebaut und prunkvoll ausgestattet ist. Es ist gerade eine Vorbereitung zur Hochzeit im Gange, wie wir bemerken. Nachdem wir das Gebäude eingehend besichtigt haben, ruhen wir uns etwas aus und geniessen den Blick von Oben auf die Stadt. Danach geht es schon wieder gegen Abend zu. Mohamed hat jedoch gehört, dass es eine Höhlenkirche in der Nähe gäbe, die noch interessant zu besuchen wäre. Der Weg mit dem Auto dorthin, gestaltet sich jedoch als etwas prekär. Fahren wir doch nicht gerade durch die nobelste Gegend in Kairo und die Strasse ist in entsprechend schlechten Zustand. Wir sind nur froh, dass Mohamed fährt und die schwierigen Kreuzungsmanöver in Angriff nimmt. Er meint wir sind nun in der sogenannten Müllcity gelandet, was wir aufgrund des Geruches auch sofort glauben. Es ist traurig zu sehen, wie viele Leute dort leben müssen, wo wohl ein Grossteil des Stadtabfalles deponiert wird. Wir verfahren uns auch kurz, da das Navi den falschen Weg anzeigt, aber schon bald sind wir bei dieser Höhlen Kirche. Mohamed muss aber wie schon so oft bei den Kirchen, seinen Personalausweis bei der Polizeistation lassen, da es wohl nicht normal sei, dass einerseits ein Nichttouristenführer mit Touristen unterwegs ist und da andererseits er als Moslem zu einer Kirche geht. Wir empfinden diese Sicherheitsmassnahmen als Schikane für ihn, aber er sieht dem gelassen entgegen. Das sei halt so und es sei auch schon einiges passiert. Was man aber verhindern kann, wenn man den Personalausweis während des Aufenthaltes in der Kirche abgibt, ist uns ein Rätsel. Wie dem auch sei, die Kirche ist tatsächlich in eine Höhle gebaut, was unglaublich eindrücklich aussieht. Es ist klein, aber fein und sehr schön gemacht. Die Stimmung hier ist sehr schön und wir geniessen es. Nun ist es schon reichlich spät und wir fahren in die Innenstadt, wo uns Mohamed eine weitere Spezialität zeigen will. The Bomb, eine unglaublich leckere Süsse Verführung. Dies ist eine Art Kuchen, voll mit Früchten, leckerer Creme und schwerer klebrigen Zuckermasse. Nachdem wir uns den Bauch damit vollgeschlagen haben, fahren wir in die Mall auf der anderen Stadtseite. Zu unserer Belustigung gibt es dort doch tatsächlich ein Indoorskiresort. Würden wir in nicht weniger als einen Monat in die winterliche Schweiz zurückkehren, würden wir hier doch glatt mal Ski fahren gehen. Da es aber ziemlich teuer ist, schauen wir uns amüsiert das ganze von Aussen an. Es ist tatsächlich sehr gut gemacht. Danach spazieren wir ein wenig durch die Mal und entscheiden uns schlussendlich, heute einen Kinofilm anzuschauen. Leider beginnt der gewünschte Kinofilm erst später und wir entscheiden uns daher, zuvor noch zu Abend zu Essen. Dafür fahren wir mit Mohamed zu einem syrischen Restaurant, wo wir verschiedene, enorm leckere syrische Spezialitäten probieren können. Wir können kaum noch gehen, nachdem wir das gegessen haben, es war so viel, aber unglaublich lecker. Und wir haben zudem gerade noch eine neue, sehr empfehlenswerte Küche kennen gelernt. Danach gibt es noch ein kleines lokales Eis zum Dessert. Zum Abschluss des Tages fahren wir wieder zurück in die Mall, wo wir uns den Film Le Mans 66 ansehen. Dieser gefällt uns sehr gut. Nachdem wir um 1 Uhr aus dem Kino kommen, will Mohameds Auto nicht mehr anspringen. Oh nein, wir sind doch alle ziemlich müde und er muss morgen arbeiten. Glücklicherweise findet sich jemand zum überbrücken und wir können nach Hause fahren. Um 2 Uhr sind wir dann zuhause und essen noch etwas Sobia, welches wir unterwegs gekauft haben und gehen anschliessend ziemlich müde ins Bett. 

Heute schlafen wir so richtig lange aus und entscheiden uns schlussendlich, dass wir uns einen gemütlichen Tag zuhause machen. Manuela hat sich auch etwas erkältet. Das heisst wir machen heute nicht viel, ausser etwas Blog schreiben und die nächsten Tage zu planen. Als am Abend Mohamed von der Arbeit nach Hause kommt, geniessen wir ein leckeres Abendessen mit der ganzen Familie und plaudern viel, bis es Zeit ist, für uns zum Busbahnhof zu gehen. Um 10 Uhr fährt der Bus nach Siwa los, wo wir morgen ankommen. 


English Version

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29.11.2019 – 08.12.2019

Egypt 1: Cairo – Alexandria – Dahab

Cairo 29.11.2019

At 6 o’clock in the morning we land in Cairo airport. After paying $ 25, we get a nice visa sticker in the passport that allows us to stay in Egypt for up to 30 days. Afterwards we can already pick up the luggage and wait for Mohamed, who will pick us up. Mohamed visited us in Interlaken 3 years ago and now invited us to his home in Cairo. Meanwhile, we are approached by countless taxi drivers, who we try to get away with as best we can. Fortunately, it does not take long until he comes and the reunion is great. We immediately learn Friday and Saturday are the weekend days and not as we are used to it, Saturday and Sunday. That is the case in all Muslim countries. Today is Friday, so traffic to Cairo is very moderate. First he drives us to a eating stand, where he buys various breakfast rolls and sandwiches for us. Then we get a first glimpse of the city center, can admire the Nile for the first time and can already see the impressive pyramids from a distance. Shortly before we go to his home, we try the famous sugar cane juice, which is extremely delicious. Then we go to Mohamed’s home, where we meet his younger brother Mustafa and we have breakfast together. We enjoy delicious rolls with hummus, falafel, eggplants, beans and other local delicacies until we have more than fully bellies. A little later we are greeted warmly by Mohamed’s mother and one of his two older brothers, Amr. We chat for a while and decide to visit the famous Egyptian pyramids today. After all, they are not far from Mohamed’s home and before the skyscraper was built opposite, they even had a direct view of the pyramids from the balcony. We drive a short distance with the minibus and are already in front of the entrance. The pyramids are huge, tall and extremely impressive, especially when you consider that the pyramids were built over 5000 years ago. The highest pyramid is 146 meters high. We stroll across the grounds and can visit a few small chambers with pretty paintings.  Then we come to the impressive Sphinx, which we admire for a while and finally we stroll to the two other pyramids. The atmosphere is very special, on one side there is the big city of Cairo and on the other side the vast desert. We really enjoy it here and spend a few hours. In the evening we return home, where Mohamed’s mother cooked us a delicious, traditional dinner. After we have eaten this with relish, Amr shows up with his two children and a birthday cake. Only now we learn it’s mother Tafidas birthday today and we celebrate with her. We all spend a great evening together and at some point we fall into bed very tired. With best regards, the jetlag.

Alexandria 30.11.2019

Today we sleep a little long and we get up around 9 a.m. Afterwards there is an extensive breakfast prepared by the family. As usual, we chat a lot with each other so that we only start the day in the early afternoon. Mohamed has planned a trip to Alexandria with us. We drive a good two and a half hours on the main road through the desert until we reach the coastal city on the Mediterranean Sea. Alexandria’s Castle is arguably the main attraction and it also looks incredibly impressive. Actually, we want to look at it from the inside, but unfortunately they close at 4:00 p.m., which is in 5 minutes and it is therefore not worth paying the entrance fee. Mohamed gives us a few delicious fresco sweets to try. These are a kind of waffles with molasses in between. We stroll a bit on the site and watch the fishermen here. The changing atmosphere with the sea and the castle while the sun is setting is extremely beautiful. After it gets completely dark, we go back to the city and treat ourselves to a delicious, traditional Egyptian ice cream. Then we walk along the waterfront and try another specialty, a kind of crispy fried, salted beans. At the end of the day we go to a restaurant, which has cozy moving benches, where we treat ourselves to a coffee and some delicious, fried balls in black and white chocolate. In any case, Mohamed does not miss an opportunity to show us all Egyptian specialties, which is awesome. It is late and we still have a long way back home to Cairo.  We reach it shortly before midnight, and believe it or not, Mohamed’s mom cooked a delicious dinner for us. Pretty tired and with a full stomach we go to sleep in the cozy bed.

Cairo 1.12.2019

Even today we sleep until late and we are delighted with a delicious breakfast in the morning. The weekend is over and we are alone on our way today. Around noon we look for a minibus that takes us to the metro, of course Mohamed described us every single detail to reach it. We can see right away that the weekday traffic is very chaotic. At the metro we are stopped by a policeman who starts chatting with us. Where we come from, he warmly welcomes us to Egypt and if he can help us. We are quite surprised by his friendliness and ask him if this is the right metro to get to our destination. He confirms this to us and wishes us a good stay. When we arrive at the asked stop, we get out and go to the surface. First of all we want to visit the Egyptian Museum. But now we have chosen the wrong exit and somehow have to cross the dangerous looking streets. With the rigth timing we can do it. Everything seems to be coordinated here, because the drivers of the car or moped are expecting pedestrians hurrying across the street, so they are ready to brake or turn around when everything goes quickly enough. The price of admission to the Egyptian Museum leaves us speechless again, at usd 15 it is just as expensive as the pyramids. We must expect such prices for sights. The museum is also huge and the artifacts are very impressive. There are numerous statues, sarcophagi, mummies, all with very well preserved Egyptian characters. That is extremely impressive. We can also see a lot of old tools, pottery, jewelry and all sorts of ancient objects. The tomb of Tutenchamun, which has housed an enormous amount of jewelry, is enormous impressive. We spend the whole day in here until 4:30, when a security guard slowly but clearly forced us to leave the building. It is also time, after all, we were able to visit almost the entire museum and are accordingly a bit tired. Mohamed will soon have finished the work and we will meet him a little later so that we can walk the evening streets together. We meet at a metro stop and we head first to a snack bar, where Hanspeter tries an Egyptian Dürüm and Manuela a special grill cheese, also wrapped in a Dürümbred. Then we walk through the streets of Khan Al Khalili, where we could buy tons of souvenirs and the sellers literally want to take us in the shop. Mohamed shows us a delicious drink, Sobia, a kind of sweet, warm coconut milk, which is super delicious. Then we come to a huge mosque, as well as some old buildings that we can look at from the outside. Now it is time to go back home, where Mohamed’s mom once again prepared a delicious dinner. After that it is time to say goodbye, then we take the night bus to Dahab. For the sake of simplicity, we take an online taxi to the bus station so that we can save ourselves some time and trouble. The train station itself is more of a bus stop with a cafe. After making sure the bus is leavojg from here, we order two of the delicious Turkish coffees while we wait for the bus. The bus leaves fairly punctually 20 minutes past midnight and we are amazed about the comfortable seats. We quickly fall asleep, but at 2 a.m. we are woken up for the first time when we cross the border to Sinai. We have to go out an show the luggage to the police officiers. After that is finished, we are woken up almost every hour to show the passports and sometimes to check our luggage.

Dahab 2.12.2019 – 5.12.2019

Pretty exhausted from the many controls, we finally reach Dahab at 11 a.m. We go to our booked accommodation and at least we can store the luggage until the check-in time. In the meantime, we go to one of the many beach cafes and treat ourselves to a turkish coffee. We can relax comfortably on the sun terrace and really enjoy the beautiful beach feeling after the strenuous journey. Then we buy a pair of water shoes, since the entrance to the sea is quite rocky and a few new flip-flops for Manuela, since the old ones did not survive the march through the pyramids. Afterwards we treat ourselves for a small lunch in the beach bar and finally it is time to check in at 2pm. We take a short rest in the cozy room and then pack our snorkeling gear to explore the sea a little. The view is extremely good and the reef is very pretty. But it is very cool so that we don’t stay in the water for too long. Unfortunately, we are a little late and the sun is no longer strong, and there is a brisk wind. We go back to the roof terrace of the beach bar and try to let the sun’s rays warm us up again while we sip a fruit juice. Then we stroll a bit through the streets. Of course, we are approached from all sides by the restaurant owners, massage salon advertisers, tour operators and sellers, which is almost a bit tedious. In the evening we go to a falafel stand, where we get extremely delicious falafel with bread and vegnetables at very reasonable prices, for less than 1 dollar.

Yesterday we booked a diving trip to the so-called Bluehole and we are really excited to see what awaits us there. In the dive center, we first try the equipment and then take the jeep about 10 kilometers north to the first dive site, the so-called Canyon. The reef is beautiful for diving, there are many colored fish, and we also see a few of the colored lion fish. Manuela even sees a scorpion fish that moves for the first time. The view is fantastic. The highlight, however, is when we dive through a somewhat narrow canyon, that is a very impressive feeling. The second dive takes place at the famous Blue Hole. Here we first dive through a half-open tunnel up to 26 meters, then along a reef wall with numerous fish. Otherwise we only see the clear blue, knowing that it goes down hundreds of meters. We learn the deepest point in the Blue Hole is 800 meters. We swim along the reef wall until we arrive at the actual Blue Hole and dive up there. It was an enormously impressive experience. In the afternoon we return to Dahab, where we can relax and warm up. At this time of year it is rather cool to dive in a normal diving suit. Then we get something between the teeth and soon it is evening again. We meet with our dive guide in a local shisha bar. Here we try Egyptian shisha for the first time, drink Turkish coffee and spend a cozy evening.

Today we sleep a little and have an extensive breakfast. Then we set off by foot to the Laguna with our snorkeling equipment. We are a little surprised that we pass large resorts, which seem to be almost abandoned. The Laguna itself is very pretty and there is a lot going on because it is full of wind and kite surfers. We sit down for a while and watch the goings-on. But it is extremely windy, so that the desire for snorkeling has passed somewhat. In addition, it does not seem to be the right place anyway, because you have to watch out for the surfers. So after a while we make our way back and make ourselves comfortable in our beach bar. First with a warm coffee, then with a delicious fruit juice. We stay here the rest of the day and lying a bit lazy around. We are still a bit tired from yesterday and Manuela probably picked up a little cold. In the evening we return to our hotel where we have delicious pasta for dinner. Actually we wanted pizza, but it’s probably only on the menu for decoration. Then we set off again and book a bus back to Cairo for tomorrow evening, as well as a tour with quads and snorkeling.

Today we will be picked up at 10 a.m. and driven to the Three Pools dive site, which is a little further away than the Laguna. After enjoying the surroundings for a while, the quad tour starts.  We each sit on a vehicle and it goes into the desert. We all have to drive in a row and so the speed is limited. But it’s still fun drive through the desert landscape with this vehicle. We drive to a small oasis, where we can walk around and climb to a pretty viewpoint. We notice straight away, even if it can get a bit cool on the beach with the wind, it is extremely hot here and you don’t want to make too much effort. We still have time for a little tea break, where we are served a delicious Bedouin tea. Then we drive back in the desert vehicle and speed up a little along the beach, where the pace gets a little higher. It is a lot of fun and is exactly the right thing to try out such a vehicle for the first time. Back at the Three Pools we can go snorkeling and relaxing for a while. The reef here is also very beautiful and to our astonishment it is not deep at all. Colorful as usual, the view is wonderful, just all is great. If only the cold water would not always makes us to leave the water. At 3:00 p.m. we drive back and we spend the rest of the afternoon in our bar. In the evening we finally treat ourselves to a pizza in what is probably the best, but possibly also the most expensive pizzeria in the area. But it was very worth it. At 9 p.m. we take a taxi and let us drive to the bus station, which is a few kilometers from here. At 10 p.m. the bus leaves for Cairo, knowing that this will be another busy night. The bus stops in Sharm-El-Sheik for a while, where we can stock up on some water. To our astonishment, the journey continues without interruption. There is only a baggage check when we leave Sinai.

Cairo 6.12.2019 – 8.12.2019

We are back in Cairo on time for the weekend and arrive early in the morning.  We have a leisurely breakfast with the family and Mohamed makes some plans for today. His brother Mustafa accompanies us  and around noon we make our way to the city center. Today we visit a quarter that is home to many old, especially Coptic churches. Among them are the Church of the Virgin, Saint George and Saint Barbara. The churches are really old and very impressive, very different from what we know. It has an incredible number of people who probably come to Cairo just to see them. It is extremely impressive for us, even if we don’t have much to do with religion. We are also amazed that there is even a pretty little synagogue in the same area, which we also visit. After visiting the impressive holy houses for a few hours, we sit down for a coffee while Mohamed and Mustafa go to the nearby mosque to take part in the Friday mass. For Muslims, Friday is Sunday like it is for us. We are quite impressed to hear the mass from afar, we can hear the speech until here and it has an enormous number of people. Then the two pick us up again in the coffee, after the crowd has moved away from the mosque, we also visit the Amr Ibn el As mosque. This is enormously beautiful and it is very exciting to have a look inside a mosque. Then we drive to another district where we visit the Museum of Islamic Arts. This is well worth a visit, because it shows the history of how Islam developed and spread in the previous years, but the content is hardly discussed. Even Mohamed and Mustafa think it was very educational for them, as it is the first time that they are here and they didn’t know some of it. The artifacts are incredibly impressive, from old pots to massive wood carvings to carpets and jewelry, it has everything. After we have visited the entire museum in detail, we are kicked out at half past four. Then we return home and mama Tafida has already prepared delicious dinner. We enjoy a pleasant rest of the evening with the whole family.

As usual, there is first a big, delicious breakfast. Then Mohamed drives us almost to the other end of the city, where the Salah El Din Citadel is located. Here we find a huge area, which in addition to the mosque also contains various museums, such as the military, police and carriage museum. The whole is surrounded by huge castle walls and stone towers, which in itself is very spectacular. We visit the citadel and the Museum first and then we come to a large square where we have a fabulous view over Cairo. Then we visit the mosque, which is built impressively and magnificently equipped. They are preparing for a wedding. After we have inspected the building in detail, we rest a little and enjoy the view from above of the city. After that, it’s going already towards evening. Mohamed has heard, there is a cave church nearby which would be interesting to visit. Getting there by car is somewhat precarious, the road is in poor condition. We are just happy that Mohamed is driving and tackling the difficult intersection maneuvers. He says we have now landed in the so-called trash city, which we immediately believe due to the smell. It is sad to see how many people have to live, where most of the city waste is deposited. Soon we are at this cave church. The church is actually built in a cave, which looks incredibly impressive. It is small, but fine and very nicely done. The atmosphere here is very nice and we enjoy it. Now it is quite late and we drive to the city center, where Mohamed wants to show us another specialty. The Bomb so called, an incredibly tasty sweet seduction. This is a kind of almond cake, full of fruits, milk rice, and a sugar mass called konafa. After filling our stomach with it, we drive to the mall on the other side of the city. To our amusement there is actually an indoor ski resort. If we were not return to wintery Switzerland soon, we would take the chance to go skiing here. Therefore we just look at the whole thing with amusement. It is actually very well done. Afterwards we walk a bit through the times and finally decide to watch a movie today. Unfortunately, the desired movie starts later and we therefore decide to have dinner beforehand. We drive with Mohamed to a Syrian restaurant, where we can try different, extremely delicious Syrian specialties. We can hardly walk after eating that, it was so much, but incredibly tasty. And we just got to know a new, highly to recommend kitchen. Then we have a very nice icecream for dessert. Afterwards we drive back to the mall, where we watch the film Le Mans 66. We like this movie very much. After we come out of the cinema at 1 a.m., Mohamed’s car no longer wants to start. Oh no, we’re all pretty tired and he has to work tomorrow. Fortunately, someone is found who help him starting the car and we can go home. At 2 o’clock we are at home and eat some Sobia that we bought on the way and then go to bed quite tired.

Today we sleep in really long and finally decide that we have a comfortable day at home.  Manuela also caught a cold. That means we don’t do much today, except write a blog and plan the next few days. When Mohamed comes home from work in the evening, we enjoy a delicious dinner with the whole family and chat a lot until it is time for us to go to the bus station. At 10 p.m. the bus leaves for Siwa, where we will arrive tomorrow.

Thailand 2: North

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20.11.2019 – 28.11.2019

Fahrt Ranong – Chiang Mai 20.11.2019

Um 7.30 fährt der Bus von Ranong nach Bangkok. Die Fahrt ist meist ziemlich hübsch und geht zügig vorbei. Oftmals schlafen wir jedoch, damit die Zeit etwas schneller vorbei geht und Manuela widmet sich etwas der Planung und arbeitet am Blog. Gegen 5 Uhr Abends erreichen wir das Südterminal in Bangkok und jetzt müssen wir herausfinden, wie wir ans Nordterminal gelangen. Der Busfahrer zeigt in eine Richtung und gibt uns zu verstehen, dass wir einen Minivan nehmen können. Als wir dort ankommen und fragen, wird uns nach hinten gezeigt für Tickets. Am Ende stehen wir in der Einstellhalle und denken, dass wir wohl ins Gebäude hinein müssen. Wir sind schlussendlich am Ticketschalter für die Busse und als wir dort nach Minivan fragen, werden wir wieder hinuntergeschickt. Glücklicherweise treffen wir auf eine nette Frau, die ein wenig englisch kann und uns alles notwendige auf Thai auf einen Zettel schreibt. Wir gehen also wieder hinunter, um festzustellen, dass der Ticketverkäufer gerade vor unserer Nase gewesen wäre. Manchmal müssen wir einfach noch mehr fragen, als wir das sonst tun, denn dieser sieht nicht aus wie ein Fahrkartenverkäufer. Wir warten eine Weile im Minivan bis dieser losfährt, aber anschliessend geht es rasant. Im Nordbusterminal buchen wir den Bus nach Chiang Mai, der in ca. 3 Stunden losfährt. So haben wir gemütlich Zeit, um etwas zu Essen und uns auf die Nachtfahrt nach Chiang Mai vorzubereiten. Pünktlich um 21.40 fährt unser, ziemlich gemütlicher Bus in Richtung Chiang Mai los. 

Chiang Mai 21.11.2019 – 22.11.2019

Bereits um halb 8 kommen wir in Chiang Mai an und werden von diversen Taxifahrer angesprochen. Wir nehmen erst einmal abstand, und spazieren gemütlich um das Gebäude. So früh können wir wohl sowieso nicht einchecken. Aber irgendwie haben wir doch keine Lust auf einen 4 Kilometer weiten Spaziergang und steuern die Metertaxis an. Dabei kommen wir an dem ein oder anderen Minivan vorbei. Wir fragen den einen, ob er an dem Gate vorbei fahre, welches neben unserer Unterkunft ist und der Fahrer bestätigt das. Wunderbar, so kommen wir für 50 Rappen direkt zur Unterkunft. Als wir dort ankommen, müssen wir lediglich eine Stunde warten und dürfen danach einchecken. Die Besitzerin bietet uns sogar an, Kaffee und Frühstück zu nehmen. Wir machen es uns zuerst eine Weile in unserem Zimmer gemütlich und Hanspeter legt sich etwas hin. Leider ist er immer noch nicht ganz gesund. Gegen Mittag entscheiden wir aber trotzdem, uns ganz gemütlich auf den Weg zu machen und ein paar der vielen Tempeln in Chiang Mai zu besuchen. Diese sind wirklich wunderschön und eindrücklich, und wir geniessen den Stadtspaziergang sehr. In einem netten Cafe gönnen wir uns noch einen leckeren Fruchtsaft, wobei wir einmal mehr überrascht werden, wie gross und preiswert die leckeren Fruchtsäfte hier sind. Als es langsam wieder dunkel wird, kehren wir zurück zur Unterkunft und verweilen ein wenig. Danach gehen wir in ein nahegelegenes Restaurant, wo wir ein kleines, günstiges Abendessen zu uns nehmen. 

Heute sind wir etwas unschlüssig was wir tun wollen und wir schlafen ziemlich lange. Eigentlich haben wir geplant einen Roller zu mieten und etwas in der Gegend herumzufahren. Glücklicherweise geht es Hanspeter viel besser und da Elefanten die Hauptattraktionen hier sind, entscheiden wir uns eine halbtägige Elefantentour zu machen. Um 12 Uhr werden wir in einem halboffenen Wagen abgeholt und mit vier weiteren Gäste, fahren wir für die nächsten 2 Stunden in das Elefantenreservat. Als wir dort ankommen, freut es uns besonders zu sehen, dass die Elefanten frei herumspazieren und offenbar sehr gut behandelt werden. Für uns gibt es zuerst ein leckeres Mittagessen, bevor die grauen Riesen an der Reihe sind und von uns gefüttert werden. Wir dürfen die Elefanten mit Kürbis füttern, was ein sehr lustiges Prozedere ist. Die Elefanten schnappen einem gerne das Essen weg, bevor man es ihnen geben will. Aber auf der anderen Seite machen sie auf Kommando spezifische Bewegungen. Sie umarmen einem auch mit dem Rüssel, wenn sie gerade die Laune dazu haben oder man den Kürbis richtig hält. Die Elefanten werden jedoch nur teils hier gefüttert, so dass sie es nicht verlernen, ihre eigene Nahrung im Jungel zu finden. Danach heisst es die grossen grauen Riesen mit Schlamm einreiben. Das hört sich vielleicht zuerst etwas merkwürdig an, aber die Elefanten mögen eine sogenannte Schlammmassage. Glücklicherweise haben wir nur die Badesachen an, so stört es uns kaum, dabei auch voll mit Schlamm zu sein. Zu guter Letzt baden wir die Elefanten im Fluss nebenan. Wir spritzen sie mit einem Kessel ab, damit der Schlamm mit welchem wir sie vorher eingerieben haben, wieder abfällt. Dabei hoffen wir einfach, dass die grossen Tiere nicht auf unsere Füsse trampeln. Alles verläuft gut und sie scheinen es auch sehr zu geniessen. Nun kehren die Elefanten wieder zurück und wir dürfen noch ein wenig durch den Dschungel wandern, und bei einem hübschen Wasserfall baden gehen. Es wurde jedoch mittlerweile etwas kühl, so dass sich lediglich Manuela noch ins Wasser wagt und eine kleine Dusche unter dem Wasserfall geniesst. Nach einer Weile kehren wir wieder zurück, verabschieden uns von den Elefanten und den Mitarbeitern, und fahren wieder zwei Stunden zurück nach Chiang Mai. Da es Hanspeter nun endlich wieder ganz gut geht, suchen wir zur feier des Tages eine Pizzeria auf, und gönnen uns zum Abendessen eine leckere Pizza. 

Pai 23.11.2019 – 25.11.2019

Nachdem wir gemütlich gefrühstückt haben, gehen wir zum Busterminal und suchen den Minibus nach Pai. Uns wurde gesagt Pai sei schön und deshalb wollen wir die nächsten Tage dort verbringen, bevor wir zurück nach Bangkok gehen. Der Minibus ist schnell gefunden und um 9.30 fährt dieser los. Etwa nach 1.5 Stunden wird die Fahrt enorm kurvig, was nicht das beste für den Magen ist. Aber glücklicherweise ist unser Magen diesbezüglich trainiert. Um 13.30 kommen wir im kleinen Dorf Pai an, das vollgestopft mit alternativen Reisenden ist. Unsere Unterkunft liegt etwas ausserhalb vom Dorf, aber nur etwas mehr als ein Kilometer und daher machen wir uns zu Fuss auf den Weg dorthin. Die Unterkunft ist wirklich sehr schön und sehr ruhig, etwas ausserhalb gelegen. Wir bekommen ein eigenes hübsches kleines Häuschen, wo wir uns gemütlich einrichten. Danach schauen wir uns nach einer Rollervermietung um, welche wir auch bald finden. Wir mieten den Roller gerade für 48 Stunden, denn so können wir ihn am 25., kurz bevor wir auf den Bus gehen, zurückgeben und haben während der Zeit hier einen fahrbaren Untersatz. Schliesslich kostet dieser, etwas besserer Roller als die Gewöhnlichen, nur umgerechnet 7 Franken pro Tag. Wir entscheiden uns zu einem Wasserfall zu fahren, der etwas ausserhalb liegt. Es ist enorm warm und wir wollen schwimmen gehen. Die Fahrt geht durch hübsche Dörfer und wunderschöne ländliche Gegend. Als wir beim Wasserfall ankommen, merken wir nun aber, dass es ziemlich kühl ist. Es ist bereits vier Uhr und die Sonne versteckt sich hinter den Bergen. Es ist nun tatsächlich zu kalt für uns schwimmen zu gehen. Daher geniessen wir einfach die Aussicht auf den hübschen Wasserfall für eine Weile. Auf dem Rückweg machen wir einen Stopp bei einem Tempel und zurück in Pai gönnen wir uns ein leckeres thailändisches Abendessen. 


Nach einem leckeren Frühstück schwingen wir uns auf den Roller und fahren zuerst zu einer Buddhastatue die eindrücklich auf einem Hügel thront. Danach fahren wir zu einem Wasserfall, der sehr schön im Dschungel gelegen ist. Hier gönnen wir uns im erfrischenden Wasser eine Abkühlung und spazieren ein wenig durch den Dschungel. In einem nahegelegenen Restaurant mit toller Aussicht, geniessen wir ein Eiskaffee und eine kalte Schokolade. Danach fahren wir weiter zu einen Canyon, in welchem wir ein wenig spazieren und wiederum eine tolle Aussicht geniessen können. Zum Abschluss des Tages fahren wir zu natürlichen heissen Quellen, in welchen wir uns ein wundervolles Bad gönnen. Es hat verschiedene Pools mit Temperaturen zwischen 32 und 38 Grad. Zuoberst kann man sogar den Ursprung der Quellen bestaunen, welche mit 80 – 100 Grad blubbern. Hier kochen die Einheimischen Eier. Kurz bevor es dunkel wird, sind wir genügend aufgeweicht und wir fahren durch die hübsche Landschaft zurück nach Pai. Heute gönnen wir uns einen leckeren Burger zum Abendessen und schlendern anschliessend ein wenig durch die Gassen. 

Heute ist bereits unser letzter Tag hier und wir machen einen kleinen Ausflug in ein nahegelegenes Chinesisches Dorf. Hier können wir auf einen netten Aussichtspunkt fahren, wo wir die Aussicht bestaunen und anschliessend noch einen Fruchtsaft geniessen. Die weiteren Attraktionen sind etwas weiter weg, weshalb wir am Nachmittag wieder zurück nach Pai fahren und im Dorf etwas verweilen. Um 16.30 fährt ein Minivan wieder zurück nach Chiang Mai und von dort aus buchen wir einen Bus direkt nach Bangkok. 

Bangkok 26.11.2019 – 28.11.2019

Um 5 Uhr in der früh kommen wir bereits in Bangkok an. Wir frühstücken gemütlich und machen uns danach auf die Suche nach einem Stadtbus, der in die Nähe von unserer Unterkunft fährt. Dieser ist glücklicherweise schnell gefunden, aber die Fahrt dauert etwa 2 Stunden durch die Stadt. Aber das macht ja nichts, wir haben Zeit. In der Unterkunft dürfen wir glücklicherweise bereits einchecken und so entspannen wir uns für eine Weile. Am Mittag gehen wir in einem nahegelegenen vegetarischen Restaurant Mittagessen. Es scheint eine Englischsprachige Mitarbeiterin zu haben, die gerade für uns zuständig zu sein scheint. Das Essen und der Mangosaft sind sehr lecker. Manuela hat für die nächsten zwei Tage einen Termin für ein Tattoo gebucht, weshalb wir am Nachmittag kurz beim Studio vorbeigehen, um die letzten Details zu klären. Danach suchen wir einen Bus, der uns in die bekannte Khao San Road bringt. Wir kaufen dort ein paar Kleinigkeiten und wollen endlich einmal die bekannte Thai Massage ausprobieren. Wir haben einige Zeit verbracht, um ein geeignetes Studio zu finden und steuern dieses nun an. Es ist ziemlich viel los, aber nach nicht allzu langem Warten, sind wir an der Reihe. Zuerst gibt es ein Fussbad, damit die Füsse wohl auch ordentlich riechen. Danach werden wir in einzelne Kabinen gebracht, wo wir ein weites Shirt und Hosen anziehen können. Dann geht es los. Die Massage ist sehr intensiv – eigentlich wie erwartet – und es wird mehr massiert, als man sich vorstellen kann. Zudem bemerken wir auch, wie unbeweglich wir eigentlich sind. Die Massage an sich ist aber super und der Masseur bzw. die Masseuse weiss genau, wie viel man ertragen mag. Eine ganze Stunde dauert die Massage und danach fühlt man sich wie ein neuer Mensch. Fantastisch. Zum Abschluss gibt es leckeren Tee und wir spazieren danach gemütlich ein paar Kilometer, noch etwas weiter als unsere Unterkunft, zu einer Shoppingmall. Denn wir wollen heute mal wieder einen Kinofilm schauen und schauen den Film von Will Smith, Gemini Man, der sehr spannend ist. Nach dem Kino kehren wir zurück zur Unterkunft und gehen bald einmal schlafen. 

Heute passiert nicht viel, denn nach dem Frühstück um 10.00 Uhr geht es für Manuela direkt ins Tattoostudio und Hanspeter begleitet sie. 6.5 Stunden wurde heute insgesamt tattoowiert (Pausen nicht gezählt) und gegen Abend tut Manuela ihr Bein schon etwas weh. Aber das Tattoo kommt wahnsinnig toll, weshalb die Schmerzen mehr als wert sind. Auf diese Aktion gönnen wir uns zu Abendessen eine leckere Pizza und gehen nicht allzu spät schlafen. 

Heute heisst es bereits auschecken, und mit Sack und Pack begeben wir uns wiederum um 10 Uhr ins Studio. Der heutige Tag ist noch etwas schmerzhafter als der gestrige, schliesslich ist die Haut vom tattowieren ziemlich gereizt. Aber Golf, der Tattoowierer, gibt sich enorm Mühe, dass es nicht so schmerzhaft ist. Manuela kann zeitweise etwas lesen, weshalb sie sich Ablenken kann und Hanspeter ist als moralische Unterstützung auch noch da. Nach weiteren 7 Stunden Tattoowieren ist das Kunstwerk vollbracht und Manuela ist überglücklich mit dem Werk. Es ist bereits 19.00 Uhr und da ihr das Laufen nun etwas schwer fällt, nehmen wir ein Taxi zur nächsten Metrostation. Von dort aus können wir direkt zum Flughafen fahren, was sehr praktisch ist. Der Flughafen in Bangkok ist riesig, aber da der Flug erst um 00.50 startet, haben wir genügend Zeit. Zum Abendessen gibt es ein leckeres Sandwich vom Subway und danach checken wir ein. Mit etwa einer Stunde Verspätung hebt der Flieger nach Cairo, Ägypten ab. Was wir alles in Ägypten erleben, könnt ihr aus dem nächsten Blog entnehmen. 



English Version

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20.11.2019 – 28.11.2019

Bus journey Ranong – Chiang Mai 20.11.2019

At 7.30 am the bus leaves Ranong in direction Bangkok. The trip is as usually pretty and passes quickly. However, we often sleep so that the time passes a little faster and Manuela devotes herself to the planning and works on the blog. Around 5:00 p.m. we reach the south terminal in Bangkok and now we have to find out how to get to the north terminal. The bus driver points in one direction and tells us that we can take a minivan. When we get there and ask, we are directed inside for tickets. At the end we are in the garage and think, we have to go into the building. We are finally at the ticket office for the buses and when we ask about the minivan we are sent back down. Fortunately, we meet a nice woman who knows a little English and writes down all the necessary things in Thai on a piece of paper. So we go back down to see that the ticket seller was just in front of us. Sometimes we just have to ask more than we usually do, because he doesn’t look like a ticket seller. We wait for a while in the minivan before it starts to move, but afterwards it is very fast. In the north bus terminal we book the bus to Chiang Mai, which starts in about 3 hours. This gives us leisurely time to eat and prepare for the night trip to Chiang Mai. Our fairly comfortable bus leaves for Chiang Mai at 9:40 pm.

Chiang Mai 21.11.2019 – 22.11.2019

We arrive in Chiang Mai at half past seven and are approached by various taxi drivers. We take distance and take a leisurely stroll around the building. We can’t check in that early anyway. But somehow we don’t feel like a 4 km walk and head for the meter taxis. We pass one or the other minivan. We ask one of them if he drives past the gate that is next to our accommodation and the driver confirms it. Wonderful, we come to the accommodation for 50 cents. When we get there, we only have to wait an hour and then check in. The owner even offers us coffee and breakfast. We first make ourselves comfortable in our room for a while and Hanspeter lies down a little. Unfortunately, he is still not quite healthy. Around noon, however, we decide to make our way comfortably and visit some of the many temples in Chiang Mai. These are really beautiful and impressive, and we really enjoy the city walk. In a nice cafe we ​​treat ourselves to a delicious fruit juice, whereby we are surprised once again how big and inexpensive the delicious fruit juices are here. When it slowly gets dark again, we return to the accommodation and linger a little. Then we go to a nearby restaurant where we have a small, inexpensive dinner.

Today we are a little undecided what we want to do and we sleep quite a long time. We actually planned to rent a scooter and drive around the area. Fortunately, Hanspeter is doing much better and since elephants are the main attractions here, we decide to go on a half-day elephant tour. At noon we are picked up in a semi-open car and with four other guests we drive to the elephant reserve for the next 2 hours. When we get there, we are particularly pleased to see that the elephants are walking around freely and are obviously being treated very well. For us is a delicious lunch prepared, before the gray giants have their turn and are fed by us. We can feed the elephants with pumpkin, which is a very fun procedure. The elephants like to snatch food away before you give it to them. But on the other hand, they make specific movements on command. They also hug you with their proboscis when they are in the mood or if the pumpkin is held properly. However, the elephants are only partially fed here, so that they do not forget how to find their own food in the jungle. Then it is time to rub the big gray giants with mud. This may sound strange at first, but the elephants like a so-called mud massage. Fortunately, we only wear bathing suits, so it doesn’t bother us to be full of mud. Finally, we bathe the elephants in the river nearby. We spray them off with a kettle so that the mud with which we rubbed them in, falls off. We just hope that the big animals don’t trample on our feet. Everything is going well and they seem to enjoy it very much. Now the elephants are returning and we are allowed to hike a bit through the jungle and go swimming at a pretty waterfall. However, it was getting a bit cool now, so that only Manuela dares to go into the water and enjoy a little shower under the waterfall. After a while we return, say goodbye to the elephants and the staff, and drive back to Chiang Mai for the next two hours. Hanspeter is finally feeling better, we go to a pizzeria to celebrate the day and treat ourselves to a delicious pizza for dinner.

Pai 23.11.2019 – 25.11.2019

After having a leisurely breakfast, we go to the bus terminal and look for the minibus to Pai. We were told Pai is beautiful, so we want to spend the next few days there before we go back to Bangkok. The minibus is found quickly and departs at 9:30 a.m. After about 1.5 hours, the ride becomes extremely winding, which is not the best for the stomach. Fortunately, our stomach is trained in this. At 1.30 p.m. we arrive in the small village of Pai, which is crammed with alternative travelers. Our accommodation is a bit outside of the village, but only a little more than a kilometer and so we make our way there by walking. The accommodation is really very nice and very quiet, a bit outside. We get our own pretty little house, where we can make ourselves comfortable. Then we look around for a scooter rental, which we will find soon. We are currently renting the scooter for 48 hours, so we can return it on the 25th, just before we get on the bus, and have a vehicle during the time. After all, this, slightly better scooter than the ordinary, only costs the equivalent of 7 usd per day. We decide to go to a waterfall that is a bit outside. It is extremely hot and we want to go swimming. The journey goes through pretty villages and beautiful rural areas. When we arrive at the waterfall, we notice it is pretty cool. It is already four o’clock and the sun is hiding behind the mountains. Believe it or not, but it is actually too cold for us to go swimming. Therefore we simply enjoy the view of the pretty waterfall for a while. On the way back we stop at a temple and back in Pai we treat ourselves to a delicious Thai dinner.

After a delicious breakfast, we get on the scooter and drive first to a Buddha statue that is enthroned on a hill. Then we drive to a waterfall, which is beautifully located in the jungle. Here we allow ourselves to cool off in the refreshing water and take a walk through the jungle. In a nearby restaurant with a great view, we enjoy an iced coffee and a cold chocolate. Then we continue to a canyon, where we can walk a little and enjoy a great view. At the end of the day we drive to natural hot springs, where we treat ourselves to a wonderful bath. There are various pools with temperatures between 32 and 38 degrees. At the top you can even marvel at the origin of the springs, which bubble at 80 – 100 degrees. The locals cook eggs here, which looks funny. Shortly before it gets dark, we have soaked enough and we drive through the pretty landscape back to Pai. Then we treat ourselves to a delicious burger for dinner and then stroll a bit through the alleys.

Today is our last day here and we take a short trip to a nearby Chinese village. Here we can drive to a nice vantage point, where we admire the view and enjoy a fruit juice. The other attractions are a little further away, which is why we drive back to Pai in the afternoon and linger a bit in the village. At 16.30 a minivan drives back to Chiang Mai and from there we book a bus directly to Bangkok.

Bangkok 26.11.2019 – 28.11.2019

We arrive in Bangkok at 5 in the morning. We have a leisurely breakfast and then look for a city bus that goes close to our accommodation. Fortunately, this is found quickly, but the journey through the city takes about 2 hours. But that doesn’t matter, we have time. Luckily, we are already allowed to check in at the accommodation and we relax for a while. At noon we go for lunch in a nearby vegetarian restaurant. There seems to be an English speaking employee who seems to be responsible for us right now. The food and the mango juice are delicious. Manuela has booked an appointment for a tattoo for the next two days, which is why we stop by the studio in the afternoon to clarify the last details of the design. Then we look for a bus that will take us to the well-known Khao San Road. We buy a few little things there and finally want to try out the well-known Thai massage. We have spent some time to find a suitable studio and are now heading for it. There is a lot going on, but after waiting not too long, it’s our turn. First we get a foot bath so that our feet smell nice too. Then we are taken to individual cabins where we can put on a wide shirt and pants. The massage is very intense – actually as expected – and there is more to massage than you can imagine. We also notice how unflexible we are. The massage itself is great and the masseur knows exactly how much you can take. The massage lasts an hour and then you feel like a new person. Fantastic. At the end there is delicious tea and afterwards we walk leisurely a few kilometers, a little further than our accommodation, to a shopping mall. Because today we want to watch a movie again and watch the film by Will Smith, Gemini Man, which is very exciting. After the cinema we return to the accommodation and go to bed soon.

 Nothing much happens today, because after breakfast at 10 a.m. Manuela goes straight to the tattoo studio and Hanspeter accompanies her. A total of 6.5 hours were tattooed today (breaks are not counted) and in the evening Manuela’s leg already hurts a bit. But the tattoo is incredibly great, which is why the pain is more than worth it. On this occasion we treat ourselves to a delicious pizza for dinner and don’t go to bed too late.

Today it’s time to check out, and with our luggage we go back to the studio at 10 a.m. Today is a bit more painful than yesterday, after all, the skin is pretty irritated by the tattoo. But Golf, the tattoo artist, makes a tremendous effort that it is not so painful. Manuela can read sometimes, which is why she can distract herself and Hanspeter is also there as moral support. After another 7 hours of tattooing, the artwork is finished and Manuela is overjoyed with the work. It is already 7:00 p.m. and since it is difficult for her to walk, we take a taxi to the nearest metro station. From there we can go directly to the airport, which is very convenient. The airport in Bangkok is huge, but since the flight only starts at 00.50, we have enough time. For dinner there is a delicious sandwich from the subway and then we check in. The flight takes off to Cairo, Egypt, about an hour delayed. What we experience in Egypt can be found in the next blog.

Thailand 1 & Myanmar: Beaches & Diving

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06.11.2019 – 19.11.2019

Bangkok 06.11.2019 & 07.11.2019

Pünktlich landet unser Flieger in Bangkok und wir sind relativ schnell durch die Immigration. Nachdem wir unser Gepäck aufgegabelt haben, fahren wir mit dem Zug in die Innenstadt von Bangkok. Wir haben unsere Unterkunft in der bekannten Khao San Strasse gebucht, welche doch noch ein paar Kilometer von der Zugstation entfernt ist. Eigentlich wollen wir ja den Bus nehmen, aber die Bequemlichkeit siegt und wir gönnen uns die typische Thailand Bangkok Erfahrung einer Tuktuk fahrt. Nachdem wir in unserer Unterkunft eingecheckt haben, treffen wir uns mit Tony. Er war vor einigen Jahren über Couchsurfing bei uns zu Besuch und heute lädt er uns in ein wunderschönes Restaurant direkt am Fluss zum Abendessen ein. Wir plaudern bis spätabends zusammen und verbringen einen tollen Abend mit ihm. Zu unserer überraschung hat er uns sogar je ein schönes T-Shirt mitgebracht.

Heute schlafen wir etwas aus und machen uns danach auf dem Weg zu einem Tattoostudio, dass etwa 4 Kilometer von unserer Unterkunft entfernt liegt. Manuela will sich nämlich am Ende der Thailandreise ein Tattoo stechen lassen und Tony hat einen geeigneten Tätowierer gefunden. Sie bespricht eine Weile das gewünschte Tattoo und vereinbart einen Termin per Ende Monat. Danach kommen wir an einem Stand vorbei der Bubble Tea anbietet. Natürlich gönnen wir uns einen, denn das ist perfekt bei diesen heissen Temperaturen. Danach kaufen wir ein paar Sachen ein und gehen noch zum Coiffeur. Am frühen Abend holt uns Tony netterweise von unserer Unterkunft ab und fährt uns zum südlichen Busbahnhof, der etwas ausserhalb gelegen ist. Wir wollen mit einem Nachtbus nach Ranong fahren und anschliessend auf die Insel Koh Phayam überschiffen. Tony klärt für uns ab, wo wir unsere gebuchten Tickets abholen können und bringt uns zur entsprechenden Plattform. Danach heisst es bereits wieder Abschied von ihm nehmen und wir steigen in einen ziemlich komfortablen Nachtbus ein. 

Koh Phayam 08.11.2019 – 10.11.2019

Früh Morgens erreichen wir den Busbahnhof in Ranong. Da der Pier noch ein Stückchen vom Busbahnhof entfernt ist, nehmen wir einen Pickup Transport, der uns dorthin bringt. Die Grenzstadt zu Myanmar gefällt uns nicht sonderlich gut, was aber daran liegen mag, dass es fürchterlich nach Fisch schmeckt. Wir buchen das langsame Boot um 10 Uhr und müssen daher noch eine Weile warten. Ein Mitarbeiter drückt Hanspeter sein Handy in die Finger, damit er Musik machen kann. Nicht schlecht, wir hoffen einmal, dass es die anderen Leute nicht stört. Um halb 10 holt uns wieder ein Pickup Truck up und bringt uns zu einem anderen Pier, da hier offenbar nur die Schnellboote fahren. Danach gehen wir auf das Boot und erhalten die obligaten Schwimmwesten. Ein paar offizielle Typen, es scheint als wären sie von der Polizei oder Militär machen Fotos und Videos von uns. Das gehört wohl zu den Sicherheitsstandards, damit man zumindest mit angezogenen Schwimmwesten losfährt. Die Überfahrt ist sehr angenehm, und die Aussicht nach Myanmar und den vielen kleinen Thailändischen Inseln ist herrlich. Wir geniessen es sehr und sind froh, dass wir uns für das langsame Boot entschieden haben. Nach etwas mehr als 2 Stunden erreichen wir die hübsche Insel Koh Phayam und wissen bereits jetzt, dass sie uns gefallen wird. Wunderschöner Strand soweit das Auge reicht und der Rest scheint Dschungel zu sein. Es ist gerade um die Mittagszeit und daher enorm heiss, deshalb entscheiden wir uns je ein Mototaxi zu beanspruchen, welches uns zur Unterkunft bringt. Wir bekommen ein hübsches kleines Bungalow mit einer kleinen Aussenterrasse. Da das Essen seit gestern etwas zu kurz gekommen ist, gönnen wir uns im hauseigenen von Italienern geführten Restaurant eine enorm leckere italienische Pizza. Danach wollen wir natürlich den Strand erkunden, der lediglich eine Minute zu Fuss entfernt ist. Dieser ist wunderschön und wir gönnen uns ein herrliches Bad im warmen Meer. Den restlichen Tag verbringen wir hier, faulenzen am Strand und gönnen uns ein Bierchen bis fast die Sonne untergeht. Plötzlich sehen wir wie bedrohliche Wolken aufziehen und kurz bevor es dunkel wird, kehren wir wieder zurück. Keine Minute zu früh, denn als wir ankommen, beginnt es gerade in Strömen zu regnen und wir verziehen uns in unser gemütliches Bungalow. Etwas später gönnen wir uns leckeres Thai Essen und verbringen einen gemütlichen Abend im Restaurant auf der Terrasse. 

Die Insel Koh Payam ist relativ klein, daher wollen wir heute den Strand im Norden auskundschaften, der nur 15 Minuten zu Fuss entfernt ist. Glücklicherweise ist dies nur eine solch kurze Strecke, denn es ist bereits am Vormittag enorm heiss. Bald kommen wir von der geteerten Strasse ab und ein kleiner Weg durch den hübschen Urwald führt uns zu besagtem Srand. Unterwegs treffen wir auf ein paar Affen, die auf den Stromleitungen herumturnen. Dies ist wohl auch eine Erklärung, weshalb wir zwischenzeitlich Stromausfall haben. Der Strand ist hier ebenfalls wunderschön und es hat kaum Leute. Auch schon gestern sind wir erstaunt gewesen, wie wenig Touristen es auf dieser wunderschönen Insel hat. Wir bleiben hier eine Weile, gehen von Zeit zu Zeit schwimmen und geniessen die Sonne. Nach einer Weile wollen wir noch den einen Strand an der Westseite besuchen, aber es scheint keinen offiziellen Weg dorthin zu geben. Da wir nur in den Flipflops unterwegs sind, ist uns das etwas zu heikel, da wir nicht wissen, was da alles kreucht und fleucht. In der Ferne sehen wir immer wieder die eindrücklichen Nashornvögel herumfliegen. Danach kehren wir kurz zurück zur Unterkunft und gönnen uns einen leckeren Fruchtsaft, bevor wir uns auf den weiteren Weg machen. Etwas weiter südlich finden wir dann einen Zugang zum Strand am Westen, aber da spüren wir grosse Regentropfen. Wir kehren schleunigst zurück zur Unterkunft und können uns gerade noch vor dem grossen Regenguss retten. Zwei geschlagene Stunden schüttet es, was das Zeugs hält und wir sitzen gemütlich auf unserer eigenen gedeckten Terrasse. Als der Regen etwas nachlässt, können wir zahlreiche Nashornvögel direkt vor uns beobachten. Was für ein Spektakel. Nur geht es schon wieder gegen Abend zu und wir nehmen für heute einen letzten Schwumm im Meer. 

Nachdem wir gemütlich gefrühstückt haben, erkunden wir ein wenig den südlichen Teil der Insel. Auch hier finden wir tollen Strand vor, mit zusätzlich hübschen Steinformationen und wir geniessen es da. Nachdem wir genügend gebadet und Sonne getankt haben, machen wir es uns in einem Restaurant mit einem Fruchtsaft gemütlich. Am Nachmittag nehmen wir nochmals Anlauf, um den Strand an der Westküste zu besuchen. Dieser ist total verlassen, aber im Moment überhaupt nicht zum Baden geeignet, da Ebbe ist. Wir verweilen aber trotzdem etwas hier und geniessen die Atmosphäre. Am späteren Nachmittag kehren wir wieder zurück in unsere Gegend, nehmen ein Bad im Meer, denn glücklicherweise hat die Flut wieder eingesetzt und geniessen in der Hippie Bar einen wunderschönen Sonnenuntergang. Diese Bar ist enorm originell aus Schwemmholz gebaut und drinnen scheint es wie ein Labyrinth zu sein. Es ist aber enorm gemütlich. Als es dunkel ist, wandern wir gemütlich am Strand entlang und geniessen ein leckeres Abendessen in unserer Unterkunft. 

Koh Phayam – Khao Lak 11.11.2019

Heute heisst es schon wieder Abschied nehmen von der hübschen Insel. Bereits um 7 Uhr machen wir uns zu Fuss auf den Weg zum Pier. Dieses ist knapp 4 Kilometer entfernt, aber glücklicherweise ist es um diese Uhrzeit noch nicht so heiss. Um 8 Uhr kommen wir dort an und erfahren, dass das einzige günstige langsame Boot, welches normalerweise um halb 9 fährt, ausgerechnet heute eben nicht fährt. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als das fast doppelt so teure Schnellboot um 10 Uhr zu nehmen. Dafür haben wir nun gemütlich Zeit etwas zu Frühstücken und können hier noch ein wenig relaxen. Vom Schnellboot haben wir leider kaum Aussicht nach draussen, aber dafür sind wir in nicht einmal einer Stunde wieder in Ranong. Da wollen wir ein Transportmittel zum Busbahnhof nehmen, aber das ist gar nicht so einfach. Das offizielle Transportmittel geht gerade mit einer Reisegruppe weg und die angebotenen Taxidienste sind enorm teuer. Wir finden jedoch an der Hauptstrasse ein Transportmittel, das in die richtige Richtung fährt und nur 50 Rappen kostet. Der Fahrer hat uns wohl nicht verstanden, als wir nach Busbahnhof gefragt haben, denn wir werden einen Kilometer davor abgesetzt. Aber egal, diese Distanz können wir auch zu Fuss meistern, auch wenn es wieder enorm heiss ist. Am Bahnhof angekommen, erfahren wir, dass der nächste Bus erst um 13.30 fährt und daher müssen wir noch eine Weile warten. Die Busfahrt nach Khao Lak, von wo aus unsere Tauchtour nach Myanmar in zwei Tagen startet, ist um einiges länger als erwartet. Wir fahren bei einigen Militärcheckpoints vorbei und auch die Strasse, ist in der ersten Hälfte nicht besonders gut. Dafür ist die Fahrt aber sehr schön. Um 17.00 Uhr kommen wir endlich in Khao Lak an und checken in unserer Unterkunft ein, die wiederum wunderschön ist. Da wir für den Tauchtrip in Myanmar noch 230 USD Visa und Nationalparkgebühr pro Person bezahlen müssen, suchen wir eine Bank auf, um diese zu wechseln. Denn es werden nur druckfrische Dollarnoten angenommen, keine andere Währung. Um diese Uhrzeit hat dummerweise nur noch eine Bank geöffnet und diese hat keine USD. Die Mitarbeiterin empfiehlt uns dafür an den Flughafen von Phuket zu fahren, der aber 70 Kilometer entfernt ist. Es hat aber viele Wechselstuben und einige Banken, so hoffen wir dass wir morgens irgendwo etwas mehr Glück haben. In einem netten kleinen einheimischen Lokalen, gönnen wir uns ein leckeres Abendessen. 

Khao Lak 12.11.2019

Wir starten früh in den Tag, da wir ja einiges zu erledigen haben. Zuerst aber frühstücken wir im enorm leckeren, hoteleigenen Buffet, dass sogar im Preis inkludiert ist. Damit wir etwas besser in der langezogenen Gegend von Khao Lak herumkommen, mieten wir heute einen Roller. Wir klappern zahlreiche Wechselstuben und die umliegenden Banken ab, aber alle meinen, dass wir erst gegen Abend kommen sollen, da sie im Moment keine USD haben. Das darf doch nicht wahr sein. Wir kurven sicherlich 3 Stunden nur diesbezüglich herum, ohne Erfolg. Wir entscheiden uns daher, zum Tauchcenter zu fahren, um alles notwendige vor dem Trip zu erledigen. Wir probieren die Mietausrüstung an, erledigen alle notwendigen Formalitäten und bezahlen den restlichen Betrag, abgesehen von den USD. Wir erklären ihnen unser Problem und der Besitzer gibt uns jene Bank als Tipp, wo wir gestern Abend waren. Er meint aber, wenn es wirklich nicht klappe, dass er irgendwie eine Lösung für uns haben wird und wir nicht extra zum Flughafen nach Phuket fahren müssen. Nach dieser Aussage sind wir schon einiges erleichtert. Wir fahren nochmals zur selben Bank wie gestern und tatsächlich haben diese heute USD. Was für ein Glück. Nun ist alles erledigt, auch wenn schon früher Nachmittag ist. Eigentlich wollten wir noch den Nationalpark hier in der Gegend besuchen, aber wir finden, dass es nun doch zu spät ist. Also packen wir unsere Badesachen, liefern die USD beim Tauchcenter ab und fahren etwa 15 Kilometer nördlichen an einen wunderschönen Strand, wo wir den Nachmittag gemütlich verbringen. Am Abend kaufen wir noch ein paar Sachen für den bevorstehenden Tauchausflug nach Myanmar ein.

Myanmar 13.11.2019 – 19.11.2019

Um halb 10 werden wir abgeholt und treffen anschliessend beim Tauchcenter, Loma Diving, ein, wo wir die anderen Teilnehmer treffen. Wir sind insgesamt 15 Teilnehmer, wobei, abgesehen von einem Engländer und einem Amerikaner, alle Deutschsprachig sind. Wir fahren mit einem Minivan zurück nach Ranong, wo wir das Boot besteigen und eine erste Instruktion vom Chef der Tauchbasis erhalten. Dieser verlässt jedoch das Boot nach seiner Ansprache wieder. Das Boot gefällt uns sehr gut, denn es hat sogar eine Sonnenterasse mit schönen Liegen und zu unserer Überraschung, dürfen wir sogar ein Doppelzimmer beziehen, welches eigentlich teurer wäre, als die gebuchten zwei Einzelbetten. Das Boot hat für 24 Personen Platz, weshalb wohl ein paar Kabinen unbelegt bleiben. Wir haben natürlich nichts dagegen. Danach gibt es bereits ein leckeres Mittagessen, während eine Mitarbeiterin für uns die Ausreisestempel von den thailändischen Behörden organisiert. Danach fahren wir zur Grenzstadt von Myanmar, Kawthaung, wo wir uns etwa zwei Stunden aufhalten dürfen. Die Stadt sieht hübsch aus, vorallem die goldigen Tempel, die typisch für Myanmar sind. Wir sind überrascht, wie günstig Alkohol hier ist und kaufen uns daher eine Flasche Rum ein, da Alkohol auf dem Boot ziemlich teuer wäre. Wir treffen uns alle in einer lokalen Bierbrauerei und setzen uns mit dem Rest der Gruppe dorthin. Die erste Runde geht auf das Divecenter, heisst es. Wir probieren die verschiedenen Biere die hier im Angebot sind und lernen dabei unsere Taucherkollegen, sowie die Tauchführer etwas näher kennen. Schliesslich verbringen wir die nächsten 7 Tagen zusammen. Abgesehen von einem Deutschen Pärchen, sind alle anderen Teilnehmer mindestens etwa 20 Jahre älter, dafür sind die Guides/Tauchführer in unserem Alter. In den Gesprächen stellt sich auch heraus, dass alle Teilnehmer sehr erfahrene Taucher sind, und alle bereits zwischen 100 und 1000 Tauchgänge absolviert haben. Dies macht uns schon ein wenig nervös. Irgendwo haben wir gelesen, dass man eigentlich mindestens 50 Tauchgänge für diese Tauchsafari haben muss. Aber unser Organisator von No Trubles Just Bubbles meint zu uns, dass es für uns generell kein Problem sein soll, auch wenn wir nur 18 Tauchgänge haben. Falls die Bedingungen mal zu schwierig seien, müssten wir einen Tauchgang mal aussetzen, aber wir finden das in Ordnung. Schlussendlich haben wir alle 3-4 der Myanmar Biere getrunken, denn heute gibt es noch keinen Tauchgang und zu unserer Überraschung wird die ganze Rechnung übernommen. Nun geht es los, ab in die Gewässer des Myeik Archipelago und das leckere Abendessen steht auch schon auf dem Tisch. Wir verbringen einen gemütlichen Abend zusammen und etwas nach 10 Uhr legen wir uns schlafen. Schliesslich müssen wir morgens bereits um 6 Uhr aufstehen, da das Briefing für den ersten Tauchgang um 6.30 Uhr ist. 

Wir sind vermutlich fast die ganze Nacht durchgefahren und haben heute Morgen den ersten Tauchplatz erreicht. 6 Uhr ist früh für uns, aber wir freuen uns auf den morgendlichen Tauchgang. Wir können gerade noch zuschauen, wie die Sonne aufgeht. Abgesehen von ein paar Felsen, um welche wir tauchen gehen, sieht man weit und breit nur Meer. Es gibt bereits ein kleines Frühstück mit Kaffee, Toast, Müsli, etc. damit wir nicht mit leerem Magen den ersten Tauchgang absolvieren müssen. Danach steht das Briefing an. Wir sind in der Gruppe mit den beiden englischsprachigen Herren, Alan und Cedrik, eingeteilt. Unser Tauchguide während der nächsten Tagen ist Freshy, ein Thailänder, der uns jetzt den ersten Tauchgang vorstellt. Es sind insgesamt 4 Tauchguides auf dem Boot, Marco, ein Schweizer, Markus ein Österreicher und Itt, eine Thailänderin. Nachdem das Briefing abgeschlossen ist, geht es bereits auf das untere Deck, wo unsere Ausrüstung vom Team bereits vorbereitet ist. Sie helfen einem, wo es nur geht, so dass man eigentlich gar nichts mehr selber denken muss und ein paar Minuten später sind wir bereits im Wasser. Der Tauchgang ist wunderschön, wir sehen viele kleine Tierchen, sogar noch ein Seepferdchen und das Riff ist sehr gut erhalten. Freshy findet viele Tiere, die wir vermutlich übersehen hätten. Nach dem Tauchgang gibt es ein leckeres grosses Frühstück und eine etwa 2-3 stündige Pause. Wir haben insgesamt 4 Tauchgänge pro Tag, ausser am letzten Tag, da gibt es nur noch zwei, da wir am Nachmittag wieder zurück in Ranong sein werden. Am Abend gibt es jeweils einen Sonnenuntergangstauchgang oder einen Nachttauchgang. Heute gibt es einen Sonnenuntergangstauchgang. Leider hat Hanspeter Probleme mit dem Druckausgleich und muss den Tauchgang heute Abend und morgen in der Früh ausfallen lassen. Hierzu muss man auch sagen, dass die meisten Teilnehmer täglich den letzten Tauchgang ausfallen lassen. Der Sonnenuntergangstauchgang ist sehr schön und wir sehen sogar noch ein relativ grosses, gelbes Seepferdchen, was natürlich ein Highlight ist. Die nächsten Tage laufen alle relativ gleich ab, natürlich abgesehen von unterschiedlichen Tauchplätzen und Unterwasserwelten. Das Tauchen macht aber auch relativ müde, so dass man eigentlich abgesehen von Essen, auf der Liege rumhängen, manchmal etwas liest, die Landschaft dabei vorallem die Weite des Meeres anguckt, und schläft. Am aktivsten sind wir eigentlich nur am Abend, wo wir uns alle zusammen jeweils etwas austauschen und zwischendurch etwas trinken. Wir tauchen an so vielen schönen Plätzen, die leider mit der Unterwasserkamera nicht ganz zur Geltung kommen. Aber trotzdem, viele Oktopusse sehen wir, die sich enorm gut tarnen und was besonders eindrücklich ist, als wir beobachten konnten wie sie ihre Farbe wechseln. Viele Meeresschnecken, auf Englisch Nudies genannt, sehen wir ebenfalls oft. Diese sind eigentlich sehr schwierig zu erkennen, aber hier hat es wirklich viele davon und einige sind erstaunlich gross. Einmal konnten wir auch eine grosse Schildkröte beobachten, welche sehr eindrücklich ist. Dazu kommen jeweils die tollen Nachttauchgänge, wo man Schrimps, Krebse, Hummer und viele andere Nachtaktive Tiere sehen kann. Die Moränen kann man ebenfalls Tags und Nachts sehen, wobei man tagsüber nur der Kopf sieht und nachts kommen sie komplett aus ihren Verstecken gekrochen. Nicht zu vergessen sind die vielen gefährlichen Stein- und Skorpionfische, welche sich zwar nicht bewegen, aber enorm gut getarnt sind, was sie deshalb eigentlich so gefährlich macht. Von den farbigen Löwenfischen sehen wir eigentlich auch täglich zahlreiche und die sind super schön farbig, jedoch auch nicht ungefährlich. Es ist schwierig alle Tiere aufzuzählen, aber das oben genannte sind in etwa die Highlights. Am zweiten Tag tauchen wir am bekannten Black Rock, dessen Riff wirklich wunderschön ist und wir bleiben den ganzen Tag hier. Leider sehen wir die hier manchmal vorkommenden Mantarochen nicht. Dafür aber sehen wir einen Tag später einen Wal vom Boot aus, was ein besonderes Highlight ist. Aber auch die nachfolgenden Tauchplätze sind wunderschön und das Riff ist meist enorm farbenfroh. Für uns ist es ganz besonders durch eine Höhle zu tauchen, welche aber nicht allzu lang ist. Da ist es dunkel, als wäre es ein Nachttauchgang. Zu wissen, dass man nicht einfach auftauchen kann, macht etwas nervös, aber einmal drinn, ist es abgesehen von der Dunkelheit nichts anderes als sonst auch. Der zweite Höhlentauchgang am zweitletzten Nachmittag, kann Hanspeter leider wieder nicht mitmachen, da er noch krank wird und Fieber hat. Das ist enorm schade. An diesem einen Tauchgang haben wir gerade zwei Höhlen erkundet, wobei eine davon sehr eng ist. Zu eng für Manuela und sie hat sich dabei ein paar Schrammen geholt. Anfängerpech. Hier zeigt sich wohl die Erfahrung, die sie noch etwas zu wenig hat. Am letzten Tag tauchen wir noch in eine Lagune hinein und während des Tauchgangs tauchen wir in der Lagune auf. Am zweitletzten Tag dürfen wir sogar noch an Land. Dies ist eine enorm kleine Insel, welche aber von mindestens einer Einheimischen Familie bewohnt ist. Am selben Abend gibt es noch eine amüsante Tanzanimationsshow, von einem der Mitarbeiter, der sich als Tänzerin verkleidet hat und er macht es enorm gut, so dass man gar nicht erwartet, dass sich ein Typ unter der Verkleidung verbirgt. Dazu werden ein paar Drinks vom Divecenter spendiert und wir verbringen einen lustigen Abend.

Am letzten Tag geht es nach den beiden finalen Tauchgängen wieder zurück nach Ranong. Da Hanspeter sich nicht besser fühlt, entscheiden wir uns, die heutige Nacht in Ranong zu verbringen und morgen früh nach Bangkok und Chiang Mai zu fahren. Da haben wir eine enorm lange fahrt vor uns. Wir buchen den Bus nach Bangkok morgen früh um 7.30, die Unterkunft ist direkt neben dem Busbahnhof und es hat sogar ein leckeres, günstiges hauseigenes Restaurant. Wir machen nicht viel heute und Hanspeter versucht sich etwas zu erholen. 


English Version

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06.11.2019 – 19.11.2019

Bangkok 06.11.2019 & 07.11.2019

Our plane lands in Bangkok on time and we are relatively quickly through immigration. After picking up our luggage, we take the train to downtown Bangkok. We have booked our accommodation in the well-known Khao San Street, which is still a few kilometers away from the train station. Actually we want to take the bus, but the convenience wins and we take the typical Thailand Bangkok experience of a tuktuk ride. After checking in at our accommodation, we meet Tony. He visited us a few years ago via couch surfing and today he invites us to dinner in a beautiful restaurant with amazing food right on the river. We chat until late in the evening and spend a great evening with him. To our surprise, he even gives us two very beautiful Thai T-shirt.

Today we sleep a little and then make our way to a tattoo studio, which is about 4 kilometers from our accommodation. Manuela wants to get a tattoo at the end of the trip to Thailand and Tony has found a very nice tattoo artist. She discusses the desired tattoo for a while with him and makes an appointment at the end of the month. Then we come to a stall that offers bubble tea. Of course we treat ourselves to one, because that’s perfect in these hot temperatures. Then we buy a few things and go to the hairdresser. In the early evening Tony kindly picks us up from our accommodation and drives us to the southern bus station, which is a bit outside. We want to take a night bus to Ranong and then cross over to the island of Koh Phayam. Tony clarifies for us where we can pick up our booked tickets and brings us to the appropriate platform. Then it is already time to say goodbye to him again and we get on a rather comfortable night bus.

Koh Phayam 08.11.2019 – 10.11.2019

We reach Ranong bus station early in the morning. Since the pier is still a bit away from the bus station, we take a pickup transport that takes us there.  We don’t particularly like the border town to Myanmar, which may be due to the fact that it smells horrible of fish. We book the slow boat at 10 a.m. and therefore have to wait a while. An employee give his cell phone to Hanspeter and ask him to play some music. Not bad, we hope it doesn’t bother other people. At half past nine a pickup truck picks us up and takes us to another pier, since obviously only the speed boats are departing from here. Then we go on the boat and get the obligatory life jackets. A couple of official guys, it looks like they’re from the police or military, taking photos and videos of us. That is probably one of the safety standards, so at least the departure is with life jackets. The crossing is very pleasant and the view to Myanmar and the many small Thai islands is wonderful. We really enjoy it and are glad that we decided to go with the slow boat. After 2 hours we reach the pretty island of Koh Phayam and we already know that we like it. Beautiful beach as far as the eye can see and the rest seems to be jungle. It is just around noon and therefore extremely hot, so we decide to use a mototaxi, which takes us to the accommodation. We get a nice little bungalow with a small outside terrace. As we haven’t eaten since yesterday afternoon, we treat ourselves to an enormously delicious Italian pizza in the in-house restaurant run by Italians. Then of course we want to explore the beach, which is only a minute away by foot. This is beautiful and we treat ourselves to a wonderful bath in the warm sea. We spend the rest of the day here, lounging on the beach and treating ourselves to a beer until the sun sets. Suddenly we see threatening clouds appearing and shortly before it gets dark we head back. Not a minute too early, because when we arrive, it is just starting to pour rain and we go to our cozy bungalow. A little later we treat ourselves to delicious Thai food and spend a cozy evening in the restaurant on the terrace.

The island of Koh Payam is relatively small, so today we want to explore the beach in the north, which is only 15 minutes away by walking. Fortunately, this is only such a short distance, because it is already extremely hot in the morning. Soon we come off the paved road and a small path through the pretty jungle leads us to said beach. On the way we meet a few monkeys doing gymnastics on the power lines. This is probably also an explanation of why we have a power cut in the meantime. The beach here is also beautiful and there are hardly any people.  Yesterday we were amazed how few tourists there are on this beautiful island. We stay here for a while, go swimming from time to time and enjoy the sun. After a while we want to visit the beach on the west side, but it doesn’t seem to be an official way to get there. Since we are only traveling in the flip-flops, this is a bit too delicate for us, because we do not know what crawls and hisses there are. In the distance we see the impressive hornbills flying around again and again. Then we return briefly to the accommodation and treat ourselves to a delicious fruit juice before we continue on our way. A little further south we find an entrance to the beach on the west, but there we feel big raindrops. We are quickly returning to the accommodation and can just save ourselves from the big downpour. For two hours it pours incredibly heavy and we sit comfortably on our own covered terrace. When the rain subsides, we can see numerous hornbills in front of us. What a spectacle. It is evening soon and we take a last swim in the sea for today.

After having a leisurely breakfast, we explore a little the southern part of the island. Here we find a great beach too, with additional pretty rock formations, and we enjoy it. After we have bathed enough and soaked up the sun, we make ourselves comfortable in a restaurant with a fruit juice. In the afternoon we give another try visit the beach on the west coast. This is totally deserted, but is not suitable for swimming at the moment, as the tide is low. We still stay here a little bit and enjoy the atmosphere. In the late afternoon we return to our area, take a bath in the sea, luckily the tide has started again and enjoy a beautiful sunset in the Hippie Bar. This bar is built impressively from driftwood and inside it seems like a labyrinth. It is extremely cozy. When it is dark, we walk comfortably along the beach and enjoy a delicious dinner in our accommodation.

Koh Phayam – Khao Lak 11.11.2019

Today it is time to say goodbye to the pretty island. Already at 7 a.m. we make our way to the pier by walking. This is almost 4 kilometers away, but luckily it is not that hot at this time of day. We arrive there at 8 a.m. and learn that the only cheap, slow boat that normally goes at half past eight does not sail today. We have no choice but to take the almost twice as expensive speedboat at 10 a.m. Now, we have time for breakfast and can relax a little here. From the speedboat we unfortunately have no view outside, but we will be back in Ranong in less than an hour. We want to take a means of transport to the bus station, but it’s not that easy. The official means of transport is currently leaving with a tour group and the taxi services offered are extremely expensive. However, we find a means of transport on the main road that goes in the right direction and costs only 50 cents. The driver did not understand us when we asked about the bus station, because we are dropped off a kilometer before. But it doesn’t matter, we can cover this distance on foot, even if it is extremely hot again. When we arrive at the train station, we are informed the next bus does leave only at 1.30 p.m. and therefore we have to wait a while.  The bus trip to Khao Lak, from where our diving tour to Myanmar starts in two days, is a lot longer than expected. We drive past some military checkpoints and the street is not particularly good in the first half. But the ride is very nice. At 5:00 p.m. we finally arrive in Khao Lak and check in at our accommodation, which is beautiful. Since we still have to pay 230 USD visa and national park fee per person for the diving trip in Myanmar, we go to a bank to change it. Only new dollar bills are accepted, no other currency. At this time, unfortunately only one bank is open and the bank has no USD. The employee recommends that we drive to Phuket Airport, which is 70 kilometers away. But here are a lot of exchange offices and some banks, so we hope that we will be lucky tomorrow in the morning. In a nice little local restaurant, we treat ourselves to a delicious dinner.

Khao Lak 12.11.2019

We start the day early because we have a lot to do. First we have breakfast in the enormously delicious, in-house buffet, which is even included in the price. That we can get around in the quite large area of ​​Khao Lak a little better, we rent a scooter today. We go through numerous exchange offices and the banks, but everyone thinks that we should only come in the evening as they have no USD at the moment. This can’t be true. We drive around for 3 hours without success. We therefore decide to go to the diving center to do everything necessary before the trip. We try the rental equipment, complete all the necessary formalities and pay the rest of the amount, except for the USD. We explain our problem to them and the owner gives us a hint, we should try the bank we were last night. But he also says if it really doesn’t work, he will somehow have a solution for us and we don’t have to go to the airport in Phuket. After this statement, we are somewhat relieved. We go to the same bank as yesterday and in fact they have USD today. What a luck. Now everything is done, even if it is early afternoon. We actually wanted to visit the national park around here, but we think it’s too late now. So we pack our swimming gear, bring the USD to the diving center and drive about 15 kilometers north to a beautiful beach, where we spend the afternoon comfortably. In the evening we buy a few things for the upcoming diving trip to Myanmar.

Myanmar 13.11.2019 – 19.11.2019

We are picked up at half past nine and then arrive at the diving center, Loma Diving, where we meet the other participants. We are a total of 15 participants, with the exception of one English and one American, all others are German speakers. We drive back to Ranong in a minivan, where we board the boat and receive a first instruction from the head of the dive center. However, the latter leaves the boat after speaking. We like the boat very much, because it even has a sun terrace with beautiful loungers and, to our surprise, we can even move into a double room, which would actually be more expensive than the booked two single beds. The boat has space for 24 people, which is why a few cabins probably remain empty. We don’t mind, of course. Afterwards there is already a delicious lunch, while an employee organizes the exit stamp for us by the Thai authorities. Then we drive to the border town of Myanmar, Kawthaung, where we can stay for about two hours. The city looks pretty, especially the golden temples that are typical for Myanmar. We are surprised at how cheap alcohol is here and therefore buy a bottle of rum because alcohol on the boat would be quite expensive. We all meet at a local brewery and sit with the rest of the group. The first round goes to the Divecenter, they say. We try the different beers and get to know our diving friends and dive guides a little better. Finally we spend the next 7 days together. Apart from a German couple, all other participants are at least about 20 years older, but the guides / dive guides are our age. In the discussions it also turns out that all participants are very experienced divers and that they have already completed between 100 and 1000 dives. This makes us a little nervous. We read somewhere that you actually need to have at least 50 dives for this liveaboard. But our organizer from No Trubles Just Bubbles says to us, it shouldn’t be a problem for us in general, even if we only have 18 dives. If the conditions are too difficult, we would have to skip a dive, but we are fine with this condition. In the end we all drank 3-4 of the Myanmar beers, because there is no dive today and to our surprise the whole bill is paid by the dive center. Now the journey starts, into the waters of the Myeik Archipelago and the delicious dinner is already on the table. We spend a cozy evening together and after 10 p.m. we go to bed.  After all, we have to get up at 6 a.m. because the briefing for the first dive is at 6:30 a.m.

We probably drove through most of the night and reached the first dive site this morning. 6 am is early for us, but we look forward to the morning dive. We can just watch the sun rise. Apart from a few rocks around where we go diving, you can only see the sea far and wide. There is already a small breakfast with coffee, toast, muesli, etc. so that we do not have to do the first dive with an empty stomach. Then the briefing is hold. We are in the group with the two English-speaking men, Alan and Cedrik. Our dive guide for the next few days is Freshy, a Thai guy who is introducing us to the first dive. There are a total of 4 diving guides on the boat, Marco, a Swiss, Markus, an Austrian and Itt, a Thai woman. After the briefing is complete, we will go to the lower deck, where our equipment has already been prepared by the team. They help you wherever they can, so that you don’t have to think about anything by yourself and a few minutes later we are already in the water. The dive is beautiful, we see a lot of little animals, even a seahorse and the reef is very well preserved. Freshy finds many animals that we probably would have missed. After the dive, a delicious big breakfast is prepared and a break of about 2-3 hours. We have a total of 4 dives per day, except on the last day, there are only two left since we will be back in Ranong in the afternoon. In the evening there is a sunset dive or a night dive. Today is a sunset dive. Unfortunately Hanspeter has problems with pressure equalization and has to cancel the dive this evening and tomorrow morning. It’s to say that most participants miss the last dive every day. The sunset dive is very beautiful and we even see a relatively large, yellow seahorse, which is of course a highlight. The next few days will all be fairly the same, apart from different dive sites and underwater worlds, of course. Diving also makes you relatively tired, so that apart from eating, hanging out on the lounger, sometimes reading, enjoying the landscape especially looking at the vastness of the sea, and sleeping, we don’t do a lot. We are only most active in the evening, when we sit together and have a drink in between. We dive in so many beautiful places, which unfortunately are not fully effective displayed with the underwater camera. But still, we see a lot of octopuses that camouflage themselves extremely well and which is particularly impressive when we were able to observe how they change their color. We often see many sea snails, called nudies in English. These are actually very difficult to spot as they are small, but there are a lot of them here and some are surprisingly large. Once we could see a big turtle, which is very impressive. There are also great night dives where you can see shrimps, crabs, lobsters and many other nocturnal animals. The moraine can also be seen during the day and at night, with only the head visible during the day and at night they come completely out of their hiding places. Not to be forgotten are the many dangerous stone and scorpion fish, which do not move usually, but are extremely well camouflaged, which is what makes them so dangerous.  We actually see numerous of the colored lion fish every day and they are super beautifully colored, but also not harmless. It is difficult to list all the animals, but the above are some of the highlights. On the second day we dive at the famous Black Rock, whose reef is really beautiful and we stay here all day. Unfortunately we do not see the manta rays, who sometimes appear here. But a day later we see a whale from the boat, which is a special highlight. But the following dive sites are also beautiful and the reef is usually extremely colorful. For us it is very special to dive through a cave, which is not too long. It is dark as if we were on a night dive. Knowing that you can’t just dive up makes you a little nervous, but once inside, apart from the darkness, it’s nothing else than usual. The second cave dive on the second last afternoon, unfortunately, Hanspeter can not participate again because he gets sick and has a fever. It is a great shame. On this one dive we just explored two caves, one is very narrow. Too tight for Manuela and she got a few scratches. Beginner problem. This is probably the lack of experience. On the last day we dive into a lagoon and during the dive we dive up in the lagoon. On the second last day we are even allowed to go ashore. This is an enormously small island, but it is inhabited by at least one local family. The same evening there is an amusing dance animation show by one of the employees who has dressed up as a dancer and he does it enormously well, so you don’t expect a guy to be hidden under the dress and make up. A couple of drinks from the Divecenter are offered and we spend a fun evening.

On the last day, after the two final dives, we return to Ranong. Since Hanspeter doesn’t feel any better, we decide to spend the night in Ranong and drive to Bangkok and Chiang Mai tomorrow morning instead tonight.  We have an enormously long journey ahead of us. We book the bus to Bangkok tomorrow morning at 7.30, the accommodation is right next to the bus station and it even has a delicious, affordable in-house restaurant. We don’t do much today and Hanspeter tries to relax.

Nepal 3: Annapurna Ciruit part 3 – Pokhara – Kathmandu

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27.10.2019 – 06.11.2019

Annapurna Circuit day 16 Tatopani – Ghorepani 27.10.2019

Nach unserem Erholungstag geht es heute weiter mit der nächsten Etappe. Wir wollen nach Ghorepani, wo sich der bekannt Poon Hill befindet. Dieser Hügel soll besonders schön bei Sonnenaufgang sein, daher wollen wir morgen früh dort hinauf. Zuerst einmal müssen wir aber Ghorepani erreichen und das ist mit zu bewältigenden 1700 Höhenmeter auf 15 Kilometer nicht gerade um die Ecke. Wie dem auch sei, wir machen uns auf den Weg und nehmen den steilen Anstieg in Angriff. Die ganze Wanderung führt permanent aufwärts und wird mit der Zeit ziemlich anstrengend. Dafür haben wir auch eine tolle Sicht. Das Wetter ist traumhaft und der Dhaulagiri in der Ferne zeigt sich von der besten Seite. Wir marschieren an hübschen winzigen Dörfern vorbei, die in atemberaubender Lage gelegen sind. Jedes erreichte Dorf stellt für uns eine Zwischenetappe dar und wir wissen, dass wir dem Ziel immer näher kommen. Als wir gegen Mittag das Dorf Phalate erreichen, wissen wir, dass wir bereits über die Hälfte geschafft haben und wir legen unsere Mittagspause in einem wunderschönen kleinen Teehaus ein. Wir kaufen hier zudem etwas Yak Käse, welcher enorm lecker ist und wir natürlich sofort aufessen. Mit einer leckeren Limonade werden wir zudem wunderbar erfrischt und liefert uns die nötige Energie für den restlichen Aufstieg. Nun wird es aber immer steiler, denn Distanz haben wir zwar viel zurückgelegt, jedoch einige Hundert Höhenmeter fehlen uns immer noch. Im nächsten Dorf in Chitre gibt es einige hübsche Übernachtungsmöglichkeiten und die Aussicht ist fantastisch. Das Ziel ist jedoch klar, wir wollen nach Ghorepani, obwohl wir bereits ziemlich erschöpft sind. Nach etwa 1.5 Stunden haben wir die letzten 500 Höhenmeter hinter uns gebracht und erreichen das vollkommen mit Touristen überlaufene Dorf. Nichts mehr von Ruhe, aber die Lage ist trotzdem toll. Eigentlich sollte uns das ja nicht erstaunen, denn Ghorepani ist bekannt, als beliebtestes Ausflugsziel von Pokhara. Hier kommen viele Leute her, die nur 1-2 Tage unterwegs sind. Wir gehen ein paar Schritte aufwärts Richtung Poon Hill und finden eine nette Übernachtungsmöglichkeit mit wunderbarer Aussicht direkt vor der Tür und natürlich auch aus dem Fenster unseres Zimmers. Wir sind ziemlich geschafft und geniessen den restlichen Nachmittag bei einem leckeren Kaffee Schnaps – das haben wir uns wohl verdient. Am Abend wird es wieder empfindlich kalt, denn schliesslich sind wir schon fast wieder auf 3000 Höhenmeter. Wir legen uns nicht allzu spät schlafen, denn morgen geht es bereits früh los, damit wir den Sonnenaufgang vom Poon Hill aus sehen können. 

Annapurna Circuit day 17 Poon Hill – Chhomrong 28.10.2019

Um 4.45 in der Früh stehen wir auf und etwas nach 5.30 sind wir startklar. Wir sind wieder einmal die Letzten, und wir hoffen, dass wir den Poon Hill noch vor Sonnenaufgang erreichen. Damit wir so richtig wach werden, geht es steil den Hügel hinauf. 300 Höhenmeter sind noch zu bewältigen und dies ist doch etwas weiter als gedacht. Um 6.10 sind wir jedoch oben und etwa 5 Minuten später geht die Sonne auf. Perfektes Timing. Es ist etwas bewölkt, aber damit kommt die Farbenpracht nur noch besser zur Geltung. Es hat viele Leute, die meisten kommen ja nur wegen dem Sonnenaufgang auf dem Poon Hill überhaupt in diese Region. Aber das stört uns nicht, denn der Sonnenaufgang ist sowas von spektakulär. Hat es sich also wirklich gelohnt in aller Herrgottsfrühe aufzustehen. Nachdem wir dem Spektakel für eine Weile zugesehen haben, machen wir uns wieder an den Abstieg. Schliesslich knurren unsere Bäuche und wir haben das Frühstück gestern bereits auf halb 8 vorbestellt. Zurück in der Unterkunft verzehren wir einen leckeren Haferbrei mit Apfel zur Stärkung für den bevorstehenden Tag, denn dieser wird lang. Wir haben uns endgültig entschlossen, dass heute noch nicht das Ende der Wanderung sein wird. Der eigentliche Annapurna Circuit endet am Fuss zum Aufstieg von Ghorepani, in Nayapul. Wir möchten aber noch zum Annapurna Base Camp, jedoch nur unter der Bedingung, dass das Wetter gut ist und daher wird unser nächster Stopp in Chhomrong sein. Ein Tourguide hat uns gestern etwas angedeutet, dass dies ein gar hochgestecktes Ziel sei, aber gemäss unserer Karte, sollte es hauptsächlich abwärts gehen. So sollten wir die bevorstehenden 18 Kilometer gut schaffen. Als wir maps.me etwas genauer studieren, sehen wir, dass es ein paar Aufstiege gibt. Aber das beunruhigt uns wenig. Zuerst einmal geht es genauso, wie zum Poon Hill hinauf. Diesmal jedoch mit Gepäck und etwas weiter. Als wir oben ankommen, werden wir zuerst einmal mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Wohl hätten wir uns den Poon Hill sparen können, denn hier hat es eine genauso gute Aussicht. Was uns aber etwas nervös macht, ist das Nebelmeer in unserer Laufrichtung, über dem wir uns momentan noch befinden. Uns schwant nichts Gutes, denn wir werden bald einige Höhenmeter absteigen und vermutlich in die Suppe kommen. Wir hoffen aber noch das Beste. Nun geht es eine Weile durch einen hübschen Wald den Berg hinunter und wir treffen sogar einige Affen unterwegs. Das nächste Dorf, welches wir erreichen ist Tadapani und das ist kurz vor Mittag. Jedoch nicht ohne kurz noch 200 Höhenmeter hochzusteigen. Eigentlich wäre Tadapani ganz schön gelegen, aber wir sehen nichts. Wir sind vollkommen in den Wolken und kalt ist es auch geworden. Wie verwöhnt wir die letzten Tagen mit dem Wetter waren, merken wir erst jetzt. Wir machen es uns in einem Teehaus gemütlich, wo wir uns ein Teller Nudeln mit Gemüse teilen und warmen Tee trinken. Die meisten legen hier einen Übernachtungsstopp ein auf den Weg nach Chhomrong und das Wetter würde uns fast dazu motivieren. Trotzdem setzen wir unsere Wanderung fort, schliesslich ist erst Mittag. Es geht nun eine lange Zeit bergab, oftmals durch den Wald und wir kommen an einigen hübschen kleinen Häuser vorbei. Bald befinden wir uns unterhalb des Nebels und die Aussicht, abgesehen von den Bergen, ist gut. Etwa zwei Stunden später erreichen wir einen hübschen Fluss mit Hängebrücke und stellen fest, dass wir noch einen weiteren längeren Aufstieg nach Chhomrong vor uns haben. Wir sind in einer abgelegenen Gegend und abgesehen von ein paar Einheimischen haben wir bereits eine zeitlang niemand getroffen. Vor ein paar Tagen haben wir von einem Bauern ein paar halbreife Guaven erhalten, welche wir während einer kurzen Pause verzehren und nun sehr süss sind. Nach zwei weiteren, anstrengenden Stunden ist es dann endlich geschafft und wir sind im besagten Chhomrong, welches am Hang liegt. Es ist bereits 5 Uhr und wir steuern eine hübsche Unterkunft an, die ganz oben am Hügel liegt. Kurz gesagt, mit der besten Aussicht, die wir sehr geniessen können. Die hohen Bergen, Annapurna 1 und Mt. Fishtail, sind leider in den Wolken, aber für eine kurze Zeit kommen sie etwas zum vorschein. Danach dunkelt es bereits ein und wir gönnen uns ein leckeres Abendessen. 

Annapurna Circuit day 18 Chhomrong – Pothana 29.10.2019

Als wir heute aufstehen scheint die Sonne, aber die Bergen sind immer noch in den Wolken. Zumindest der Mt. Fishtail kommt zwischendurch zum Vorschein. Der Wetterbericht meldet Regen, um das Annapurna Base Camp für die nächsten 3 Tagen. Nach langem hin und her, entscheiden wir uns gegen die zusätzlichen 4 Tagen zum Base Camp und wieder zurück. Wir sind auf der einen Seite wirklich etwas müde und wären zu enttäuscht, wenn wir das besagte Base Camp tatsächlich bei schlechtem Wetter erreichen würden. Vom nächsten Dorf Ghandruk gäbe es Transporte zurück nach Pokhara, welche wir genommen hätten, wenn wir zum Basecamp gewandert wären. Sonst wäre es etwas eng geworden, um Pokhara zu erkunden und wieder pünktlich in Kathmandu zu sein und den Flug nach Thailand am 6.11. zu erwischen. Nun aber haben wir mehr Zeit und wir entscheiden uns, für die nächsten zwei Tage nach Phedi zu wandern und von dort aus die restlichen 30 Kilometer mit dem Bus nach Pokhara zu fahren. So ziehen wir los und schmieden bereits ein paar Pläne, was wir in Pokhara alles anstellen können. Nachdem wir eine Weile den Hügel hinunter geklettert sind, erreichen wir eine Hängebrücke. Dies ist mit Abstand die längste Hängebrücke, die wir auf dem gesamten Weg überquert haben. Sehr eindrücklich. Danach müssen wir uns links halten und nicht nach Ghandruk spazieren, damit wir über eine weitere Brücke auf die andere Seite des Flusses gelangen. Es hat wieder einige Erdrutsch Warnungen und wir hoffen, dass es nicht ähnlich wird, wie vor ein paar Tagen. Wird es zum Glück nicht, der Weg ist wunderschön und es ist sehr ruhig. Nachdem wir die Brücke überquert haben, sind wir auch schon ausserhalb des Erdrutschgebiets und nun geht es wieder ein gewaltiges Stück aufwärts. Wir wissen noch nicht wie weit wir heute wandern wollen, aber wir werden es sehen. Wir erschrecken gerade ein bisschen, als wir auf dem Weg eine Schlange sehen. Diese ist wohl ebenfalls erschrocken, denn sie hat sich ein wenig aufgebäumt und ist erstarrt. Wir gehen etwas weiter und stellen fest, dass ein Auto daher kommt. Wir wollen dieses schon aufmerksam machen, aber die Schlange verschwindet glücklicherweise im Wald. In Landruk legen wir unsere Mittagspause ein und erfahren, dass momentan wieder ein Hindufest stattfindet. Dies erklärt auch weshalb die Leute hier alle so hübsch angezogen sind und Fotoshootings machen. Wir geniessen die Atmosphäre sehr, denn die Landschaft ist toll und das Wetter ist ebenfalls ziemlich gut. Wir sind aber auch froh, unserem Ziel etwas näher zu sein, als ursprünglich oder besser gesagt nachträglich geplant. Etwas gemächlicher geht es weiter zum nächsten Dorf nach Tolka, bevor es einen letzten steilen Anstieg von 300 Höhenmeter nach Pittam Deurali gibt. Der kleine Ort mit zwei oder drei Unterkünften liegt auf einem hübschen Hügel mit netter Aussicht. Es ist drei Uhr und eigentlich hatten wir vor, hier zu übernachten. Wohl wegen dem Hindufest hat es enorm viele Leute und  ist es für uns schlichtweg zu überfüllt. Wir setzen daher unseren Marsch durch den Wald fort, diesmal glücklicherweise wieder abwärts, bis wir das nächste Dorf Pothana erreichen. Hier hat es immer noch relativ viele Leute, aber diese verteilen sich besser und wir finden eine nette Unterkunft. Wir machen es uns hier gemütlich und es gibt ein leckeres Abendessen. Danach gibt es sogar noch aufgrund des Festes eine nette, teilweise etwas laute musikalische Unterhaltung. Glücklicherweise dauert diese nicht den ganze Abend an, so dass wir uns später in Ruhe schlafen legen können. 

Annapurna Circuit day 19 Pothana – Phedi – Pokhara 30.10.2019

Heute ist der letzte Tag unseres Rundweges um die eindrücklichen Annapurna Berge des Himalayas. Die Wanderung nach Phedi ist relativ kurz und teilweise steil bergab durch einige Dörfer und Felder hindurch. Zum Abschluss sehen wir sogar noch ein paar Affen in den Bäumen. Als wir in Phedi ankommen ist es erst 11 Uhr und wir werden von einigen Tibetischen Frauen angesprochen, die uns Essen und Souvenirs verkaufen wollen. Manuela plaudert ein wenig mit ihnen und kauft schlussendlich eine kleine, billige Kette, während wir auf den Bus warten. Danach geht es auf einer sehr holprigen Strasse zurück nach Pokhara, wo eine gemütliche Unterkunft und eine schöne heisse Dusche auf uns wartet. Wir ruhen uns ein wenig aus und gehen anschliessend an die hübsche Strandpromenade von Pokhara. Wir schlendern eine Weile gemütlich dem Seeufer entlang und gönnen uns ein Bierchen in einem netten Restaurant mit Blick auf den See. Danach ziehen wir noch ein wenig weiter durch die Strassen und Läden, wobei Hanspeter ein paar passende Turnschuhe für sich findet. Unterwegs treffen wir auf Emily, welche wir bereits in Ghorepani getroffen haben und plaudern etwas mit ihr. Das Abendessen geniessen wir heute in unserer Unterkunft. Der Besitzer bringt uns sogar noch seinen Bluetooth Lautsprecher, damit wir unsere Musik hören können, da es gerade keine andere Gäste im Restaurant hat. So verbringen wir einen entspannten Abend. Als wir ins Bett gehen, freuen wir uns richtig, den Wecker auszuschalten und morgen so lange zu schlafen, wie wir wollen. 

Pokhara 31.10.2019

Nachdem wir ausgeschlafen haben, geniessen wir ein leckeres Frühstück in unserer Unterkunft. Danach machen wir uns auf den Weg, um die bekannte World Peace Pagoda zu besuchen. Um zu dieser zu gelangen, müssen wir zuerst ein Stück ausserhalb der Stadt gelangen. Dieser teil ist sehr schön und führt an einem Fluss entlang. Etwas später treffen wir auf viele Einheimische, die ihre Kleider im Fluss waschen. Wir vermuten schon, dass hier ebenfalls der zentrale Wäschereiservice der Stadt ist, denn es hat wirklich enorm viel Wäsche. Danach kommen wir in den Wald und wir spazieren für etwa eine Stunde den Hügel hinauf, der zur World Peace Pagoda führt. Es hat viele Leute hier, denn man könnte auch mit dem Bus nahe zur Pagoda fahren, so dass der Aufstieg nur etwa 20 Minuten dauern würde. Das Areal mit der eindrücklichen Pagoda ist sehr hübsch und wir geniessen die Aussicht auf Pokhara sowie die Umgebung sehr. Nach einer Weile machen wir uns auf den Rückweg und spazieren durch den Wald, bis wir wieder an den  Fluss kommen. Dort finden wir ein gemütliches Cafe, wo wir uns ein leckeres Getränk genehmigen. Anschliessend kehren wir wieder zurück in die Stadt und schlendern durch die vielen Souvenirläden. Am Abend treffen wir uns mit Emily in einem tollen Restaurant mit Tischen unter einem alten Flugzeug, wo wir eine gemütliche Zeit zusammen verbringen. 

Pokhara Paragliding 01.11.2019

Pokhara ist einer der besten Orte der Welt für Paragliding und da wir nun ein paar Tage Zeit haben, nehmen wir diese Aktivität heute in Angriff. Wir haben einen Tandemflug mit Akrobatik gebucht und werden um 10 Uhr abgeholt. Unser netter Gastgeber hat dies alles für uns arrangiert. Mit einem Kleinbus werden wir nach Sarangkot gefahren, dem Startpunkt für den Flug. Es ist viel los hier, schliesslich sind wir nicht die Einzigen, die heute fliegen gehen wollen. Wir werden kurz instruiert und machen uns startklar. Leider ist die Thermik heute nicht optimal und es ist etwas bewölkt. Nach etwa einer halben Stunde warten startet Manuela. Etwa 10 Minuten später startet auch Hanspeter, jedoch erst nach dem zweiten Anlauf. Der Guide von Manuela sei einer der Bekanntesten und fliegt mit ihr etwas fernab der Masse, mit Hoffnung auf Auftrieb. Die Aussicht ist trotz den Wolken toll und das Gefühl zu fliegen ist einfach fantastisch. Sogar der Mt. Fishtail kommt in der Ferne zum Vorschein. Das Ganze endet jedoch etwas früher als erwartet, denn der Aufwind ist einfach zuwenig gut und die Akrobatik Einlagen bleiben daher aus. Nach guten 30 Minuten ist die Landung angesagt. Aber schön war es trotzdem. Bei Hanspeter dauert der Flug etwa 50 Minuten, da sein Guide der Masse folgt, aber auch bei ihm bleiben die Akrobatik Einlagen leider aus. Es waren trotzdem schöne Flüge und wir konnten es in vollen Zügen geniessen. Zu unserer Überraschung bekommen wir sogar Geld zurück, so dass Manuela schlussendlich nur umgerechnet 50 Franken für den kürzeren Flug und Hanspeter 90 Franken für den längeren Flug bezahlt, anstelle von 110. Während des Fluges haben unsere Guides noch fotografiert und gefilmt, damit wir ein Andenken haben. Um die Mittagszeit gehen wir wieder zurück zur Unterkunft, wo wir einen River Rafting Ausflug für den morgigen Tag buchen. Den restlichen Tag verbringen wir gemütlich, teils in der Unterkunft, teils an der hübschen Uferpromenade. 


Pokhara Rafting 02.11.2019

Wir werden um 9 Uhr abgeholt und in einem alten Bus fahren wir etwa 45 Minuten zum Rafting Ausgangspunkt. Zuerst bekommen wir Helm, Schwimmweste und Paddel, und werden danach über die Kommandos instruiert. Nachdem das Boot aufgepumpt ist, wird es eingewassert und los gehts. Die Fahrt macht enorm Spass, aber der Fluss ist auch ziemlich wild. Es ist eine tolle Abenteuerfahrt. An einer Stelle müssen wir jedoch aussteigen und zu Fuss gehen, da es die Guides bei diesem Abschnitt nicht verantworten können. Bald jedoch geht es weiter im Boot. An einer Stelle dürfen wir sogar schwimmen gehen und von einer Klippe springen. Kurz vor Schluss fällt Manuela doch noch ins Wasser und als sie wieder ins Boot gezogen wird, verknackt sie irgendwie ihren Ringfinger. Das schmerzt ziemlich und er ist nun etwas nach rechts gebogen. Aber halb so wild, der wird sich hoffentlich wieder erholen. Nach guten 2 Stunden ist der Spass leider schon wieder vorbei und wir fahren zurück nach Pokhara. Wir geniessen ein etwas verspätetes Mittagessen bei unserer Unterkunft und faulenzen den restlichen Tag. Eigentlich wurde uns gesagt, dass Bilder während des Raftens gemacht werden, aber leider wurden nur Bilder vor dem Raften geschossen, weshalb wir nicht so viele festgehaltene Eindrücke haben. 

Fahrt Pokhara – Kathmandu 03.11.2019

Heute geht es zurück nach nach Pokhara. Die Fahrt dauert gute 8 Stunden, aber abgesehen von der Holprigen Strassen zu Beginn, ist der Bus zumindest gemütlich. Wir kehren wieder zurück in die Unterkunft, wo wir das erste Mal bereits waren und danach gehen wir im Restaurant neben der Unterkunft zu Abendessen. 

Kathmandu 04.11.2019 – 06.11.2019

Heute ist Shopping angesagt. Wir haben uns entschieden, einige Souvenirs, sowie unsere warmen Trekkingsachen nach Hause zu schicken und noch ein paar weitere Souvenirs zu kaufen. Es gibt unglaublich viele schöne Sachen in Kathmandu. Wir verbringen daher sozusagen den ganzen Tag mit Shoppen. Am Abend treffen wir uns mit Guillaume zum Abendessen in einer Pizzeria. Ihn, sowie seine Freundin Yuna, haben wir in Lijiang, China getroffen. Yuna liegt leider seit einem Monat im Spital, da sie sich beim Trekken die Wirbelsäule verletzt hat und im Moment flach liegen muss. Wir werden sie morgen besuchen gehen. Heute verbringen wir einen netten Abend mit Guillaume und einem Kollegen von ihm bei einer leckeren Pizza. Danach gönnen wir uns in einer netten Bar ein paar Drinks zum Abschluss des Tages. 

Nachdem wir etwas ausgeschlafen und gefrühstückt haben, machen wir uns auf den Weg zur Poststelle in Kathmandu. Schliesslich haben wir zwei grosse Pakete zu versenden. Dies ist eine ziemliche Prozedur, aber auch amüsant. Zuerst suchen wir eine passende Schachteln und müssen den Inhalt der Pakete notieren. Danach zeigen wir den gesamten Inhalt einigen Beamten, die jedes einzelne Stück ziemlich genau unter die Lupe nehmen. Anschliessend wird von einem Mitarbeiter das Paket verschlossen und ein Stoffsack zusammengenäht, in welchem das Paket zusätzlich eingewickelt wird. Schliesslich wird das Paket mit Wachs versiegelt und wir dürfen es abgeben. Anschliessend statten wir Yuna einen Besuch im Krankenhaus ab und plaudern eine Weile mit ihr. Wir bekommen im Spital sogar noch ein leckeres Mittagessen serviert. Guillaume nimmt sich am Nachmittag sogar noch Zeit und macht mit uns eine Stadttour durch Kathmandu. Wir spazieren an einem Park vorbei, der viele Affen hat und etwas weiter vorne, wird eine Zeremonie abgehalten, wo Leute kremiert werden. Danach kommen wir zu einer riesigen Stupa, der grösste von Kathmandu oder sogar von Nepal, welche sehr hübsch ist. Wir spazieren eine Weile hier herum und besuchen zwei hübsche Tempel in der Gegend. Nun ist es an der Zeit, uns von Guillaume zu verabschieden und wir machen uns auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft. In einem Restaurant neben unserer Unterkunft gehen wir ein letztes Mal in Kathmandu lecker zu Abendessen. 


Heute ist es an der Zeit Abschied zu nehmen vom wundervollen Nepal und wir gehen zum Flughafen. Um die Mittagszeit hebt unser Flieger ab und wir haben ein letztes Mal eine wunderschöne Aussicht auf das Himmalaya Gebirge. Diesmal von oben, was sehr speziell ist. Um 4 Uhr landen wir auch schon wieder in Bangkok und was wir in Thailand so alles erleben, kann man im nächsten Blog lesen. 


English Version

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27.10.2019 – 06.11.2019

Annapurna Circuit day 16 Tatopani – Ghorepani 27.10.2019

After our rest day we continue today with the next stage. We want to go to Ghorepani, where the well-known Poon Hill is located. This hill is supposed to be especially beautiful at sunrise, so we want to go up there tomorrow morning. First of all, we have to reach Ghorepani and that’s not just around the corner with 1700 meters altitude to overcome. Anyway, we make our way and tackle the steep climb. The whole hike leads upwards permanently and it gets pretty exhausting with time. We also have a great view. The weather is fantastic and the Dhaulagiri in the distance is on the best side. We march past pretty little villages that are in a stunning location. Each village reached represents an intermediate stage for us and we know that we are getting closer and closer to the goal. When we reach the village of Phalate around noon, we are glad to made already made over half way and we have our lunch break in a beautiful little teahouse. We also buy some yak cheese, which is enormously delicious and of course we eat it immediately. With a delicious lemonade, we are also wonderfully refreshed and this provides us with the necessary energy for the rest of the climb. Now it is getting steeper, because we have covered a lot of distance, but we still lack a few hundred meters in altitude. In the next village in Chitre there are some nice places to stay and the view is fantastic. The goal, however, is to reach Ghorepani, although we are already pretty exhausted. After about 1.5 hours, we have brought the last 500 vertical meters behind us and reach the completely overcrowded touristy village. No more peace, but the location is great. Actually, we should not be surprised, because Ghorepani is known as the most popular destination nearby Pokhara. Many people come here who only travel 1-2 days. We go up a few steps to Poon Hill and find a nice place to stay with wonderful views right outside the door and of course from the window of our room. We are quite exhausted and enjoy the rest of the afternoon with a delicious coffee. That’s what we deserve after a long hike. In the evening it is again pretty cold, because finally we are almost back to 3000 meters in altitude. We do not go to sleep too late, because tomorrow we have to start early, to see the sunrise from Poon Hill.

Annapurna Circuit day 17 Poon Hill – Chhomrong 28.10.2019

At 4:45 in the morning we get up and a little after 5.30 we are ready to leave. Once again we are the last and we hope to reach Poon Hill before sunrise. To really wake up, it goes steeply uphill. 300 meters in altitude are to overcome and it is a little further than imagined. At 6.10 we reach the hill and about 5 minutes later the sun rises. Perfect timing. It is a bit cloudy, but that brings out the splendor of color only even better. There are a lot of people, most of them only come to this region because of the sunrise on Poon Hill. But that does not bother us, because the sunrise is so spectacular. After watching the spectacle for a while, we start the descent again. Finally, our bellies growl and we ordered breakfast yesterday at 7:30. Back at the property we eat a delicious porridge with apple to strengthen us for the upcoming day, because this will be long. We have finally decided today will not be the end of the hike. The actual Annapurna Circuit ends at the foot to the ascent of Ghorepani, in Nayapul. But we still want to go to Annapurna Base Camp, but only on the condition that the weather is good and therefore our next stop will be in Chhomrong. A tour guide hinted yesterday this was a high target, but according to our map, it should be mostly downhill. So we should be able to make the upcoming 18 kilometers. When we study maps.me more closely, we see there are a few climbs. But this worries us little. The first section is the same ascend as going up to Poon Hill. This time, however, with luggage and a little further. When we arrive at the top, we are first rewarded with a magnificent view. We could have skipped Poon Hill, because it has an equally good view here. But what makes us a bit nervous is the fog in our direction, over which we are currently. But we will soon descend and probably get into it. But we still hope for the best. Now it’s going a while through a pretty forest down the mountain and we even meet some monkeys on the way. The next village we reach just before noon is Tadapani. But close to it, there is still a short climb of 200 meters in altitude. Actually, Tadapani would be quite nice, but we see nothing. We are completely in the clouds and it has become cold. We were spoiled the last days with the good weather, we realize. We make ourselves comfortable in a teahouse, where we share a plate of pasta with vegetables and drink warm tea. Most people stop here for overnight accommodation on the way to Chhomrong and the weather would almost motivate us to do so. Nevertheless, we continue our hike, after all, it is only noon. Now we have a long downhill, often through the forest and we pass some pretty little houses. Soon we are below the fog and the view, aside from the mountains, is good. About two hours later we reach a pretty river with a suspension bridge and notice that we have another long climb to Chhomrong ahead of us. We are in a remote area and apart from a few locals we have not met anybody for a while. A few days ago we received from a farmer a few guavas, which eat during a short break and are now very sweet. After two more exhausting hours, it is finally done and we are in the said Chhomrong, which is located on a slope. It is already 5 o’clock and we head for a nice accommodation, which is at the top of the hill. The place with the best view. The high mountains, Annapurna 1 and Mt. Fishtail, are unfortunately in the clouds, but for a short time they come to light. After that, it already darkens and we treat ourselves to a delicious dinner.

Annapurna Circuit day 18 Chhomrong – Pothana 29.10.2019

When we get up today, the sun is shining, but the mountains are still in the clouds. At least the Mt. Fishtail shows up sometimes. The weather forecast says rain at the Annapurna Base Camp for the next 3 days. After a long discussion, we decide against the additional 4 days to base camp and decide to head back. We are also a bit tired on the one hand and would be too disappointed if we actually reached the said base camp in bad weather. From the nearest village Ghandruk there would be transports back to Pokhara, which we would have taken if we had walked to the base camp. Otherwise, it would be a bit tight to explore Pokhara and be back on time in Kathmandu, as the flight to Thailand is on the 6.11. Now we have more time and we decide to hike to Phedi for the next two days and from there to drive the remaining 30 kilometers by bus to Pokhara. So we go out and make some plans what we can do in Pokhara. After climbing the hill for a while, we reach a suspension bridge. This is by far the longest suspension bridge we have crossed all the way. Very impressive. Then we have to turn left and not walk to Ghandruk, so we can cross another bridge to the other side of the river. It has some landslide warnings and we hope it does not look like it did a few days ago. Luckily it is not, the way is beautiful and it is very quiet. After we have crossed the bridge, we are already out of the landslide area and now it goes up again very steep. We do not know how far we want to go today, but we’ll see. We startle a bit as we see a snake on the way. She is probably also scared, because she has reared up a bit and seems frozen. We go a little further and find that a car comes along. We want to call his attention, but fortunately the snake disappears in the forest. In Landruk we take our lunch break and learn today is a Hindu festival going on. This also explains why the people here are all so pretty dressed and take photoshoots. We really enjoy the atmosphere, because the scenery is great and the weather is also pretty good. But we are also happy to be closer to our goal than originally or better said, planned later. A bit less exhausting, we continue to the next village Tolka, before there is a last steep climb of 300 meters to Pittam Deurali. The small village with two or three accommodations is located on a pretty hill with nice views. It is three o’clock and actually we planned to spend the night here. Probably because of the Hindu festival, it has an enormous number of people and it is simply too crowded for us. We continue our walk through the forest, fortunately down until we reach the next village Pothana. There are still a lot of people here, but they are better distributed and we find a nice place to stay. We make ourselves comfortable here and there we have a delicious dinner. Afterwards there is even a nice, somewhat loud musical entertainment due to the festival. Fortunately, this does not last the whole evening, so that we can sleep without noise later.

Annapurna Circuit day 19 Pothana – Phedi – Pokhara 30.10.2019

Today is the last day of our walk around the impressive Annapurna Mountains of the Himalayas. The hike to Phedi is relatively short and sometimes steeply downhill through some villages and fields. Finally, we even see a few monkeys in the trees. When we arrive in Phedi it is only 11 o’clock and we are approached by some Tibetan women who want to sell us food and souvenirs. Manuela chats with them a bit and finally buys a small, cheap chain while we wait for the bus. Then we drive on a very bumpy road back to Pokhara, where a cozy accommodation and a nice hot shower is waiting for us. We rest for a while and then go to the pretty beach promenade of Pokhara. We stroll along the lakeshore for a while and treat ourselves to a beer in a nice restaurant overlooking the lake. Then we move on a little further through the streets and shops, where Hanspeter finds a pair of matching sneakers for themselves. On the way we meet Emily, whom we met in Ghorepani and chat with her. The dinner we enjoy today in our accommodation. The owner even brings us his bluetooth speaker so we can hear our music as there are no other guests in the restaurant right now. So we spend a relaxed evening. When we go to bed, we are happy to turn off the alarm and sleep as long as we want tomorrow.

Pokhara 31.10.2019

After we have rested, we enjoy a delicious breakfast in our accommodation. Then, we set out to visit the famous World Peace Pagoda. To reach this, we first have to get out of town a bit.  This part is very beautiful and leads along a river. Later, we meet many locals washing their clothes in the river. We suspect this is also the central laundry service of the city, because it really has a lot of laundry. Afterwards we enter the forest and walk for about an hour up the hill leading to the World Peace Pagoda. It has a lot of people here, because you could also take the bus close to the Pagoda, so the ascent would only take about 20 minutes. The area with the impressive pagoda is very pretty and we really enjoy the view of Pokhara and the surrounding area.  After a while we make our way back and walk through the forest until we come back to the river. There we find a cozy cafe, where we have a delicious drink. Then we return to the city and stroll through the many souvenir shops. In the evening we meet Emily in a great restaurant with tables under an old plane, where we spend a comfortable time together.

Pokhara Paragliding 01.11.2019

Pokhara is one of the best places in the world for paragliding and now we have a few days left, we are tackling this activity today. We booked a tandem flight with acrobatics and will be picked up at 10 o’clock. Our nice host has arranged all this for us. With a minibus we are driven to Sarangkot, the starting point for the flight. There is a lot going on here, after all we are not the only ones who want to fly today. We are briefed by the guide and get ready. Unfortunately the thermals are not very good today and it is a bit cloudy. After about half an hour waiting Manuela starts. Hanspeter also starts about 10 minutes later, but only after the second attempt. The guide of Manuela is one of the well known and flies with her far from the crowd, with hope for buoyancy. The view is great despite the clouds and the feeling of flying is just fantastic. Even Mt. Fishtail we see in the distance. However, the whole thing ends a little earlier than expected, because the updraft is just not good enough and the acrobatics are therefore missing. After a bit more than 30 minutes, the landing is announced. But it was nice anyway. At Hanspeter, the flight takes about 50 minutes, as his guide follows the crowd, but even with him, the acrobatics is not possible. It was still a nice flights and we could enjoy it to the fullest. To our surprise, we even get money back, so Manuela ultimately only paid the equivalent of 50 usd for the shorter flight and Hanspeter 90 usd for the longer flight, instead of 110 usd. During the flight, our guides still took pictures and filmed so we have some nice memory. At lunchtime we return to the accommodation, where we book a river rafting excursion for tomorrow. The rest of the day we spend comfortably, lazy, partly in the accommodation, partly on the pretty waterfront.

Pokhara Rafting 02.11.2019

We are picked up at 9 o’clock and in an old bus we drive about 45 minutes to the rafting starting point. First we get helmet, life jacket and paddle, and are then instructed about the commands. After the boat is inflated, it is watered and off you go. The ride is really fun, but the river is also pretty wild. It’s a great adventure ride. However, at one point we have to get off and walk, as the guides can not take responsibility for this section. Soon, however, it will continue in the boat. At one point we may even go swimming and jump off a cliff. Shortly before the end Manuela falls into the water and when she is pulled back into the boat, she somehow pinched her ring finger. It hurts a lot and it is now bent slightly to the right. But half as bad, it will hopefully recover soon. After abiut 2 hours the fun is already over and we drive back to Pokhara. We enjoy a late lunch at our accommodation and laze the rest of the day. Actually, we were told that pictures are taken during the Rafting, but unfortunately only pictures were shot before and aftwe rafting, which is why we do not have so many recorded impressions.

Fahrt Pokhara – Kathmandu 03.11.2019

Today we go back to Pokhara. The bus ride takes around 8 hours, but apart from the bumpy roads at the beginning, the bus is at least cozy. We return to the accommodation where we were for the first time and go for dinner nearby.

Kathmandu 04.11.2019 – 06.11.2019

Today, shopping is announced. We decided to send some souvenirs back home, as well as our warm trekking clothes and to buy some more souvenirs. There are so many beautiful things in Kathmandu. So we spend the whole day shopping, so to speak. In the evening we meet with Guillaume for dinner in a pizzeria. He and his girlfriend Yuna we met in Lijiang, China. Unfortunately, Yuna has been in hospital for one month because she has injured her spine while hiking and at the moment she has to lie flat. We will visit her tomorrow. Today we spend a nice evening with Guillaume and a friend of him by a delicious pizza. Then we treat ourselves in a nice bar a few drinks at the end of the day.

After having rested and had breakfast, we make our way to the post office in Kathmandu. Finally we have two big packages to ship home. This is quite a procedure, but also amusing. First we look for a suitable box and have to note the contents of the packages. Then we show the whole content to some officials who take a close look at each piece. Subsequently, the package is closed by a staff member and a cloth sack is sewn together, in which the package is additionally wrapped. Finally, the package is sealed with wax and we can deliver it. Then we visit Yuna in the hospital and chat with her for a while. We even get a delicious lunch served at the hospital. Guillaume even takes some time in the afternoon and makes a city tour of Kathmandu with us. We walk past a park that has many monkeys and, a little further ahead, a ceremony is held where people are cremated. Then we come to a huge stupa, the largest of Kathmandu or even Nepal, which is very pretty. We walk around here for a while and visit two pretty temples in the area. Now is the time to say goodbye to Guillaume and we are heading back to our accommodation. In a restaurant next to our accommodation we go one last time in Kathmandu for a delicious dinner.

Today it is time to say goodbye to wonderful Nepal and we go to the airport. At lunchtime our plane takes off and we have for the last time a beautiful view of the Himmalaya range. This time from the top, which is very special. At 4 o’clock we land in Bangkok and what we experience in Thailand, you can read in the next blog.

Nepal 2: Annapurna Circuit part 2

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17.10.2019 – 26.10.2019

Annapurna Circuit day 7 Braga – Tilicho Base Camp 17.10.2019

Früh geht es los heute, denn bereits um Viertel nach 7 sind wir startklar. Gestärkt mit einem Apfelhaferbrei geht es zuerst gemächlich ins nächste Dorf, Manang. Hier kaufen wir noch ein paar Hustenpastillen, da Manuela seit Kathmandu einen mühsamen Husten mit sich herumschleppt. Bald danach geht es aufwärts nach Khangsar und nach etwa zweieinhalb Stunden erreichen wir dieses hübsche Dorf am Hang mit toller Aussicht. Wir setzen unseren Weg nach Shreekharka fort und es wird ziemlich steil für eine Weile. Aber das ist gut so, denn je mehr Höhe wir gewinnen, desto besser. Die Landschaft ist einfach bezaubernd und wir geniessen die Wanderung sehr. Etwa um 11 Uhr erreichen wir Shreekharka und da es das letzte Dorf vor dem Basecamp ist, legen wir die Mittagspause hier ein. Es scheint ziemlich viele Leute zu haben, aber glücklicherweise lässt das Essen und der leckere Zitronentee doch nicht zu lange auf sich warten. Wir kommen mit zwei Mädels ins Gespräch, die gerade vom Tilicho See zurückkommen. Sie teilen uns mit, dass die drei Unterkünfte am Basecamp früh voll seien, aber man in dem Falle noch im Essraum schlafen könne. Sie waren gestern um die Mittagszeit oben und haben gerade das letzte Zimmer erwischt. Das macht uns gerade etwas nervös, besonders weil die günstigsten Zimmer oben 1000 Rupia (10 Franken) kosten. Egal, wir werden sehen, denn wir haben ja unsere Schlafsäcke dabei. Nach dem Essen setzen wir unsere Wanderung fort und nun wird es ziemlich anstrengend. Es geht gefühlte hundert Mal den Berg hoch und wieder runter. Teilweise sind etwas heikle Stellen dabei, da die Region hier Erdrutsch gefährdet ist. Aber da das Wetter gut ist, können wir ziemlich sorglos die Stellen passieren. Zwischendurch werden wir von Pferde- oder Eselkarawanen überholt. Wir sehen auch einige Leute mit Sauerstoffinfusion, welche auf einem Pferd hinunter transportiert werden. Wir hoffen mal sehr, dass das uns nicht passiert. Aber bisher konnten wir jeweils gut mit der Höhe umgehen. Die Umgebung ist wirklich einmalig und mit den herbstlichen Farben sieht es einfach fantastisch aus. Man kann sich kaum sattsehen. Plötzlich sehen wir in der Ferne die drei Lodges und sind glücklich, dass es nun nicht mehr weit ist. Kurz vor halb 3 erreichen wir das Tilicho Base Camp und unsere Befürchtung wird war. Alle drei Lodges sind ausgebucht, aber bei der letzten dürfen wir im Restaurant übernachten. Dafür müssen wir nur umgerechnet 2.50 Franken für uns beide bezahlen, was nicht so schlecht ist. Wir stellen uns bereits darauf ein, dass wir auf dem harten Boden zwischen den essenden Leuten schlafen müssen. Zunächst einmal gönnen wir uns einen Tee und plaudern mit ein paar Gästen. Der Raum wird immer voller und voller, und wir fragen uns, wie viele Leute wohl hier übernachten. Aber ja, irgendwie wird das schon gehen. Ein französischer Vater mit seiner Tochter, die gerade eine Weltreise für ein Jahr vor sich hat und die ebenfalls bis jetzt in der französischen Schweiz als Physiotherapeutin gearbeitet hat, gesellt sich zu uns. Wir plaudern ein wenig miteinander und sie teilen uns mit, dass sie morgen um 3 Uhr in der Früh losziehen wollen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wir spielen kurz mit dem Gedanken, aber das ist uns doch etwas zu früh. Zudem stellen wir gerade fest, dass im Gegensatz zu den letzten Tagen, ziemlich viele Wolken aufziehen und wir hoffen sehr, dass diese morgen wieder verschwinden. Die Preise hier im Restaurant sind im Vergleich sehr hoch, was aber auf dieser Höhe, schliesslich sind wir auf 4100 Meter über Meer, zu erwarten ist. Trotzdem gönnen wir uns ein leckeres Abendessen und zu den Pasta etwas Käse, was zusätzlich 1.50 kostet. Die Portionen sind dafür riesig, so haben wir immer genug an einer Mahlzeit. So gegen 8 Uhr leert sich der Saal langsam und um halb 9 werden alle Leute, die nicht hier übernachten hinausbefördert. Da staunen wir etwas. Noch mehr staunen wir, als die Crew die Tische entfernt und mit Matrazen sowie warmen Bettdecken daher kommt. Das hätten wir doch nicht erwartet. Sie teilen uns mit, dass wir neben dem Ofen, – wie wundervoll -, übernachten dürfen. Es wird also eine viel angenehmere Nacht, als erwartet. Um 9 Uhr ist es still und wir, sowie etwa 15 andere Gäste und deren Träger, legen uns schlafen. Gegen Mitternacht erwacht Manuela und stellt fest, dass es regnet. Das darf doch jetzt nicht wahr sein. Sie hofft, dass sich der Regen wieder legt und wir morgen einen schönen Tag haben werden. Um zwei oder drei Uhr in der früh ist ein ziemliches Rumore, denn die meisten Gäste starten bereits, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wir drehen uns um und schlafen weiter, nachdem unsere netten Nachbarn aufgehört haben, uns mit ihrer Taschenlampe ins Gesicht zu zünden. 

Annapurna Circuit day 8 Tilicho Lake – Shreekharka 18.10.2019

Um halb 6 Uhr geht die Post ab und wir stellen erstaunt fest, dass wir die Letzten sind, die aufstehen. Die Matratzen werden zusammengeräumt und wir begeben uns direkt an den Frühstückstisch. Das Wetter sieht ziemlich schlecht aus und nun schneit es auch noch. Wir überlegen uns gerade, ob wir noch eine Nacht länger hier bleiben sollen. Wir wissen jedoch nicht wie das Wetter wird. Wir sehen die beiden Franzosen von gestern, die jetzt losgehen und wegen dem Wetter, den frühen Aufstieg haben ausfallen lassen. Wir frühstücken gemütlich und plaudern mit einem Spanier, der sich definitiv entschieden hat, noch eine Nacht zu bleiben. Wir sind hin- und hergerissen. Irgendwie haben wir ja doch die Hoffnung, dass es heute noch besser wird. Um halb 8 ziehen wir los und es schneit. Kalt ist es. Manuela aber geniesst den Schnee, denn irgendwie sieht es doch schön aus, wenn alles verschneit ist. Der Aufstieg ist ziemlich anstrengend, aber wir kommen gut voran. Da 90% der Leute schon früher losgezogen sind, sind wir sozusagen alleine. Wir treffen einige Bekannte Gesichter, und auch solche, die auf halbem Weg wieder umgedreht sind. Eine Gruppe mit Pferd kommt uns entgegen und meint, wir sollen umdrehen. Man sehe sowieso nichts oben und es sei etwas gefährlich. Wir finden aber, dass wir schon soweit sind, dass wir unsere Wanderung trotzdem fortsetzen. Die Sicht ins Tal ist nämlich schön, es hat aufgehört zu schneien und wir merken schon, wenn es Zeit ist für uns umzudrehen. Immer mehr Leute kommen uns entgegen und sagen wir sollen umkehren. Das ist schon fast etwas nervig. Als wir am letzten und steilsten Anstieg ankommen, treffen wir David, den Spanier. Wir plaudern etwas mit ihm und er meint, dass er oben keine Aussicht gehabt hätte und wir etwas aufpassen sollen, dass es glatt ist. Es habe jedoch ein Teehaus, wo man etwas geschützt sei. Aber es scheint auch, dass sich das Wetter nun ein wenig bessert, von Zeit zu Zeit lichtet sich der Nebel etwas. Nun ist es richtig steil und somit anstrengend. Aber irgendwann kommen wir oben und und halten Ausschau nach dem See. Wie uns viele gesagt haben, ist es ziemlich rutschig da, aber zumindest ist das letzte Stück relativ flach. Wir sehen zwei kleine Gletscherseen, von denen wir zuerst meinen, es sei der besagte Tilicho See. Ist es aber nicht. Eine halbe Stunde später erreichen wir das Teehaus und den See. Wir sehen zu unserem Erstaunen den See sogar ein wenig, aber es ist eisig kalt. Wir setzen uns eine kurze Zeit später ins Teehaus. Als wir wieder herausgehen sind wir überglücklich, denn wir können den wunderschönen See sehen und sogar etwas vom Gletscher. Wir geniessen die Aussicht, aber der Berg bleibt jedoch konsequent in den Wolken. Trotzdem finden wir es herrlich und es hat sich gelohnt hochzukommen. Wir sind nun auf fast 5000 Meter über Meer. Nach etwa einer Stunde und einer leichten Unterkühlung machen wir uns wieder an den Abstieg. Beim ersten und flachen Abschnitt müssen wir richtig vorsichtig sein, um nicht auszurutschen. Aber das steile Stück geht glücklicherweise problemlos. Nun haben wir eine hübsche Talsicht und wir sind froh, etwas später als alle anderen losgezogen zu sein. Als wir das Basecamp wieder erreichen, gönnen wir uns ein Mittagessen und plaudern ein wenig mit dem Spanier von heute Morgen. Danach geht es wieder zig Mal auf und ab, bevor wir etwa zwei Stunden später in Upper Shreekharka ankommen. Unterwegs treffen wir sogar noch auf die hier ansässigen wilden Schafen, die Blue Sheeps und sehen diverse Vögel, wie Geier, Adler und Falken. In Upper Shreekharka ist die erste Unterkunft und diese ist so schön gelegen, dass wir uns entscheiden hier zu nächtigen. Shreekharka selbst wäre nur noch 15 Minuten entfernt, zudem ist die Unterkunft mit 500 Rupia (4.50 Franken) sogar nur halb so teuer, wie die weiter unten gelegenen Unterkünfte. Hier scheint das Wetter wieder perfekt zu sein und wir verbringen einen schönen Abend. Als wir uns mit den anderen Gästen austauschen, stellen wir fest, dass sich das schlechte Wetter lediglich auf den Tilicho Lake bezieht, denn in Manang herrschte offenbar wie üblich sonnenschein. 

Annapurna Circuit day 9 Shreekharka – Thorung Phedi  19.10.2019

Heute steht uns wieder ein anstrengender Tag bevor, denn wir wollen bis Thorung Phedi wandern, dem Ausgangspunkt für den Thorung- La Pass. Es ist etwas blöd, denn wenn wir unterwegs einen Übernachtungsstopp machen, haben wir zwei sehr kurze Tage und wären möglicherweise für die Passüberquerung zu wenig vorbereitet. Zudem sind wir mit dem Abstecher zum Tilicho Lake gut akklimatisiert. Die Höhe sollte daher kein Problem darstellen. Zuerst aber wandern wir runter nach Shreekharka, von wo aus es wieder kontinuierlich aufwärts geht, bis wir das verlassene Dorf Upper Khangsar erreichen. Von hier haben wir eine fabelhafte Aussicht und auch die Sicht auf das ungefähr 300 Höhenmeter tiefer gelegene Dorf Khangsar ist toll. Nun haben wie das Gefühl, es geht wieder hinunter ins Tal, aber weit gefehlt. Es geht immer noch bergauf durch die wunderschöne herbstliche Gegend. Wir sehen unterwegs wieder die Blue Sheeps und den ein oder anderen Adler. Wie toll. Plötzlich kommen wir aber doch zuoberst an und hier ist ein absolut traumhafter Aussichtspunkt. Von nun an geht es talwärts, bis zum Fluss und es ist wahnsinnig steil, aber auch super schön. Den Fluss müssen wir überqueren und nun dürfen wir wieder steil aufwärts wandern, bis wir den Wanderweg erreichen, welcher von Manang kommt. Hier hat es nun wahnsinnig viele Leute, aber die meisten sind mit Träger und Guide unterwegs. Sowieso hat es enorm viele Träger, die teilweise 3 Rucksäcke zusammengebündelt auf dem Rücken tragen. Das sieht sehr schwer aus und irgendwie tun uns diese Leute etwas leid. Aber auf der anderen Seite wollen die auch nur ihr tägliches Brot verdienen und je mehr Rucksäcke sie tragen können, desto mehr verdienen sie auch. Wir sehen sogar drei deutsche Wanderer, die wir nur am ersten Tag getroffen haben. Was für ein Zufall. Nun knurrt aber langsam Hanspeters Magen und wir hoffen, dass das nächste Dorf für die Mittagspause nicht mehr weit entfernt ist. Ist es glücklicherweise nicht, eine Stunde später treffen wir dort ein und rasten gemütlich. Danach nehmen wir das letzte Stück in Angriff, wobei wir unterwegs bei den Teehäuser noch auf das ein oder andere bekannte Gesicht treffen. Wir sind etwas spät unterwegs, was den Vorteil mit sich bringt, dass wir den letzte Abschnitt bis nach Thorung Phedi nahezu für uns alleine haben. Wir geniessen die ruhig Wanderung sehr und bis auf einen Abschnitt, ist es nicht mehr so steil. Nachdem wir das letzte steile Stück hinter uns gebracht haben, kommen wir an ein kleines Teehaus mit einer älteren Frau, die Äpfel aus der Mustangregion verkauft. Sie sehen lecker aus und wir kaufen ihr zwei ab. Da es schon spät ist, sind sie sogar etwas billiger als sonst. Etwas teuer sind sie trotzdem, aber man muss sich vorstellen, dass diese auch einen weiten Weg auf dem Rücken eines Esels hinter sich haben. Sie gibt uns einen Tipp, wo wir unterkommen können und meint, dass wir aufpassen sollen, denn der letzte Abschnitt sei etwas gefährlich. Tatsächlich sehen wir einige Erdrutsche, die etwas furchteinflössend sind. Riesige Felsbrocken liegen im steilen Abhang auf kleineren Steinen und wir hoffen lediglich, dass sie dort bleiben, wo sie sind. Auch hier sehen wir wieder die Blue Sheeps und hoffen, dass diese hübschen Tiere keinen Steinschlag verursachen. Ziemlich erschöpft erreichen wir etwa um 4 Uhr Thorung Phedi, wo wir uns nach einer Unterkunft umsehen. Wie im Tilicho Lake ist wieder alles ausgebucht, aber wir haben Glück. Bei einer Gruppe von Israelis sind zwei von vier Betten wegen Höhenkrankheit frei geworden und wir können uns zu ihnen gesellen. Zudem kostet ein Bett nur 150 Rupia, was eine sehr erfreuliche Nachricht ist. Aber kalt ist es und schon bald verzieht sich die Sonne. Daher verziehen auch wir uns in den Essenssaal, welcher wie immer wunderbar geheizt ist. Wir gönnen uns einen Teekrug und später ein leckeres Abendessen mit Kartoffeln, natürlich wieder mit Käse. Wir plaudern mit den anderen Gästen und gegen halb 8 Uhr werden wir in unsere Zimmer befördert. Schliesslich werden auch heute einige Leute im Esszimmer schlafen müssen. Viele starten morgen bereits wieder um 3 oder 4 Uhr in der früh. Wir machen da aber nicht mit und setzen uns halb 6 Uhr als Ziel zum Aufstehen. Um halb 9 liegen wir aber bereits in den Federn und schlafen gemütlich ein. 

Annapurna Circuit day 10 Thorung La – Muktinath 20.10.2019

Heute ist der grosse Tag, die Passüberquerung. Die beiden Israelis haben sich bereits um 3 Uhr in der früh verzogen und so können wir gemütlich aufstehen. Als wir die Türe aufmachen sind wir gerade etwas schockiert, denn es schneit schon wieder. Das darf doch nicht wahr sein. Wir fragen uns gerade, ob wir nicht wieder die Decke überziehen und weiterschlafen wollen. Für morgen ist das Wetter jedoch auch nicht sonderlich gut gemeldet und es kommt oft vor, dass der Pass für mehrere Tage geschlossen ist. Wir sind etwas ratlos und gehen frühstücken. Wir sind die einzigen die noch da sind. Gegen 7 Uhr entscheiden wir uns, dass wir trotzdem loslaufen und die Mitarbeiter von der Berghütte wollen es uns abraten. Nicht wegen dem Schnee, aber weil wir viel zu spät seien. Wir rechnen eigentlich nicht, dass der Aufstieg so lange dauern wird. Aber wir halten es uns offen, beim Basecamp, welches noch 200 Höhenmeter weiter oben liegt, eine weitere Nacht zu verbringen, wenn die Bedingungen zu heftig sind. Sind sie aber nicht. Der Schnee hat sich mittlerweile gelegt, einfach der Anstieg ist enorm steil. Die Umgebung, zumindest was wir sehen, dramatisch schön. Aber eine Fernsicht haben wir leider nicht. Wir treffen wieder auf Blue Sheeps und diversen Vögel. Abgesehen von zwei Männern in der Ferne, die enorm zackig mit ihren Trekkingstöcken unterwegs sind und die wir bereits gestern getroffen haben, sehen wir niemand. Etwa drei Stunden später erreichen wir den Thorung-La Pass, der auf 5400 Meter über Meer liegt. Phu, hier ist es richtig kalt und leider sehen wir nur die nahgelegenen Berge. Aber schön ist es trotzdem und es hat sogar ein Teehaus, wo wir uns je einen Schwarztee gönnen. Hier treffen wir auf ein paar Nepali, die schon ein Weilchen hier sind, aber auch bald aufbrechen. Wir schlürfen gemütlich unseren Tee und machen uns anschliessend an den Abstieg. Davor haben wir ziemlich Respekt, denn er soll sehr steil sein. Das Wetter bessert sich langsam, aber die Sicht ist leider nach wie vor nicht so toll. Der Abstieg ist dafür total in Ordnung, zwar etwas steil, aber nicht vereist. Vermutlich hat es hier nicht einmal geschneit. Es geht permanent abwärts, was aber nicht verwunderlich ist, denn schliesslich müssen wir über 1700 Höhenmeter bis Muktinath absteigen. Nachdem wir etwas an Höhe verloren haben, löst sich der Nebel langsam auf und die Sicht wird klarer. Nun haben wir eine tolle Aussicht ins Dorf, welche wir während dem ganzen Abstieg geniessen können. Um die Mittagszeit kommen wir an ein paar Lodges vorbei, aber da wir wohl nicht mehr viel mehr als eine Stunde brauchen werden, ziehen wir es gerade durch. Wir gehen über eine hübsche Hängebrücke und vorbei an einem kleinen Tempel, von welchem ein Herr ein Gebet schreit/singt. Bereits um zwei Uhr kommen wir in Muktinath an und sehen zuerst eine hübsches Kloster, bevor wir das eigentliche Dorf erreichen. Wir sind etwas überrumpelt in Muktinath, denn es hat enorm viele Leute und das Dorf finden wir nicht besonders schön. Wir erfahren, dass viele Leute aus spirituellen Gründen herkommen, da es ein sehr bedeutender Platz für die Hindus ist. Das sehen wir, dass viele auf Pferden hoch transportiert werden und wir sehen einige, sogenannte Sadus (eine Art Gurus) auf der Strasse. Wir suchen eine gemütliche Unterkunft, wo wir uns den restlichen Nachmittag etwas entspannen. Am Abend begeben wir uns in den Speisesaal, wo wir uns ein leckeres Abendessen gönnen und gemütlich verweilen. Wir sind glücklich, dass wir es soweit geschafft haben.  

Annapurna Circuit day 11 Muktinath – Marpha 21.10.2019

Heute machen wir uns etwas später auf den Weg als gestern. Um halb 8 gibt es Frühstück und um halb 9 ziehen wir los. Wir entscheiden uns über den Bergweg nach Jomsom zu gehen, und nicht über die staubige Strasse ins vermutlich auch sehr hübsche Dorf, Kagbeni. Das bedeutet auch wieder, dass es ein wenig aufwärts geht. Das Wetter ist heute herrlich und wir sehen die wunderschönen Berge vollkommen klar. Hätten wir doch besser einen weiteren Tag für die Passüberquerung gewartet. Aber das konnten wir ja nicht wissen. Es ist auch hier sehr schön und nachdem wir den ersten steilen Anstieg hinter uns gebracht haben, haben wir die perfekte Aussicht. Nun geht es steil abwärts ins Tal. Wir sehen sogar einen Mountainbiker, der hier hinunter will. Das muss auch ziemlich herausfordernd sein. Um die Mittagszeit erreichen wir Lupra, ein Dörfchen ohne Strassenzugang am Fluss, wo wir zu Mittag essen und einen leckeren Sanddornsaft trinken. Hier ist der leckere Saft nur noch halb so teuer, wie an allen anderen Orten bisher. Das Dörfchen ist hauptsächlich tibetisch. Die Leute scheinen noch sehr traditionell zu leben. Danach geht es weiter Richtung Jomsom und es hat begonnen stark zu winden. Als wir auf die Hauptstrasse treffen, ist das etwas unangenehm, da die Fahrzeuge den Sand der staubigen Strasse noch mehr aufwirbeln. Wir entscheiden uns daher, wo es geht, dem Flussbett entlang zu spazieren, aber leider ist es auch hier sandig und windig, was das vorwärtskommen ziemlich erschwert. Wir haben bereits gelesen, dass man am Nachmittag nicht mehr wandern sollte, wegen dem starken Wind, aber dass dieser gerade so stark ist, hätten wir nicht erwartet. Nach einer Weile jedoch erreichen wir Jomsom, wo wir endlich ein paar Notwendigkeiten einkaufen können und wir uns eine grosse Flasche Cola kaufen. Wir haben eigentlich noch genügend Geld dabei, aber wir spielen mit dem Gedanken, dass wir unsere Wanderung um ein paar Tage verlängern und vielleicht zum Annapurna Base Camp gehen, wenn das Wetter mitspielt. Wir heben daher noch ein paar tausend Rupias mehr ab, damit wir nicht dem Geldes wegen umdrehen müssten. Da es hier etwas touristischer ist als auf der anderen Seite in ähnlicher Höhenlage, werden die Preise wohl etwas höher sein. Da aber Jomsom wieder relativ gross ist, einen Flughafen hat und nicht besonders schön ist, ziehen wir weiter ins nächste Dorf. Dies, obwohl es schon drei Uhr ist. Etwa um halb 5 erreichen wir ein wirklich hübsches Dörfchen namens Marpha und steuern eine Unterkunft an. Diese ist jedoch ausgebucht, aber bei der nächsten haben wir Glück. Sie haben nur noch ein Zimmer sogar mit Privatbad zur Verfügung und die warme Dusche ist eine der Besten, die wir unterwegs gehabt haben. Nachdem wir wieder sauber sind, begeben wir uns in den Speisesaal, wo wir uns ein leckeres Abendessen gönnen. Marpha ist bekannt für seine Äpfel und es hat einen günstigen selbstgemachten Apfelwein (für umgerechnet 1 Franken) auf der Karte. Wir gönnen uns zum Abendessen einen solchen und sind wirklich begeistert davon. Da das Kaffee mit Güx nicht viel teurer ist, gönnen wir uns zum Dessert ein solches mit einem leckeren Stück Schokokuchen. Das ist wirklich vorzüglich und wir geniessen das Essen sehr. Es ist eine grosse Gruppe, etwas älterer Schweizer aus dem Emmental hier und später kommen wir mit ihnen ins Gespräch, bevor wir uns schlafen legen wollen. Die Herren der Gruppe sind seit 6 Wochen mit dem Mountainbike unterwegs und von Lhasa, Tibet bis Nepal gefahren. Das ist sehr eindrücklich und sie haben das schon einige Male gemacht. Die Frauen begleiten sie zum Abschluss der Reise, denn in zwei Tagen kehren sie wieder zurück in die Schweiz. Es ist sehr spannend sich mit ihnen auszutauschen. Es waren tatsächlich jene Mountainbiker, die wir heute auf dem steilen Abhang gesehen haben. 

Annapurna Circuit day 12 Marpha – Kokhethanti 22.10.2019

Heute haben wir das Gefühl, dass es ein gemütlicher Tag wird. Schliesslich wollen wir lediglich Larjung erreichen, dass etwa 12 Kilometer entfernt liegt, um am darauffolgenden Tag einen Ausflug zu den Dhaulagiri Icefalls zu machen. Wir essen daher erst um 8 Uhr das Frühstück und ziehen kurz vor 9 Uhr los. Da wir die Strasse vermeiden wollen, begeben wir uns auf die andere Seite des Flusses, wo es auch einen Weg gibt. Zuerst kommen wir an einem tibetischen Flüchtlingslager aus den 60er Jahren vorbei, danach geht es in den Wald. Irgendwie wollen wir die steilen Aufstiege vermeiden und versuchen es hauptsächlich über das Flussbett. Das geht meistens gut, auch wenn wir zwischendurch die kleineren Flussarme überqueren müssen. Manchmal bleibt uns jedoch nichts anderes übrig, als einen kleinen bis mittleren Anstieg in Angriff zu nehmen. Die Wanderung ist angenehm und kaum einer Menschenseele begegnen wir, abgesehen von ein paar vereinzelnten Einheimischen. Deshalb sind wir umso mehr überrascht, als plötzlich ein Lastwagen über die Schotterpiste kommt, auf das Flussbett fährt und sogar den Fluss überquert. Das ist aber die einzige Begegnung mit einem Fahrzeug auf dieser Seite und dazu noch eine ziemlich amüsante. Wir haben absichtlich diesen Weg gewählt, denn auf der anderen Seite des Flusses müssten wir vorwiegend der Strasse entlang spazieren. Trotz einiger Hindernisse kommen wir gut voran und wir erreichen das kleine Dorf Sauru. So langsam müssen wir aber dennoch irgendwie auf die andere Seite des Flusses kommen und es hat sogar einen Wegweiser dazu in Sauru mit einem Hinweis, dass dies nur ein Winterweg ist. Wir denken, dass wir ja schon fast Winter haben, aber eine Einheimische Frau gibt uns zu verstehen, dass der Weg noch geschlossen sei. Wir machen uns nichts draus und steuern die vermeintliche Brücke weiter vorne an. Wir können aber keine erkennen und folgen daher lediglich unserer Navigation. Nach einer Weile stehen wir vor dem Fluss und als wir etwas weiter vorne einen Einheimischen Mann in den Unterhosen aus dem Wasser kommen sehen, realisieren wir, dass es wohl keine andere Möglichkeit gibt, als durch das Wasser zu waten. Nun ja, wenn es nicht allzu tief ist oder nicht zu fest zieht sollte es gehen, aber es sieht weit aus. Wir wechseln auf Turnschuhe und krempeln die Hosen hoch. Danach versuchen wir verschiedene Wege, mit überquerung der kleineren Flussarme. Aber irgendwann sehen wir keine Alternative und wir müssen, den breiten Strom in Angriff nehmen. Hanspeter geht vor, aber kehrt bald wieder um, da es einfach zu tief ist (die Reisepässe in der Hosentasche werden beinahe nass) und doch ziemlich zieht. Nach einer guten Stunde üben, geben wir wohl oder übel auf. Abgesehen von dem Mann zuvor, treffen wir auf niemanden mehr, den wir fragen können und genervt, gehen wir weiter. Wir haben gesehen, dass es etwa 3 Kilometer weiter vorne eine Hängebrücke gibt, jedoch müssten wir danach wieder 3 Kilometer zurücklaufen, um nach Larjung zu kommen. Darauf haben wir keine Lust, irgendwie sind wir müde und wollen einfach mal ankommen. Etwas nach der Hängebrücke befindet sich das winzige Dorf Kokhethanti mit lediglich einer Unterkunft. Wir kehren dort ein und sehen mit erstaunen auf einer Karte, dass man von hier aus zu den Icefalls gehen kann. Es scheint, als wäre es nicht einmal weiter als von Larjung. Der Ausflug morgen wird jedoch etwas schwierig, da der Weg auf maps.me nicht eingezeichnet ist. In der Unterkunft gönnen wir uns zuerst einen Seabuckthorn Juice, wobei wir zum ersten Mal nicht so davon überzeugt sind. Er schmeckt eher wie Apfelsaft und wir vermuten schlussendlich, dass er mit Apfelsaft gestreckt wurde. Aber was solls, so schlecht ist er auch wieder nicht. Die Lage der Unterkunft ist dafür fantastisch, denn wir haben eine tolle Sicht auf den Dhaulagiri und einige andere Berge. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag und hoffen, dass unsere Schuhe bald wieder trocknen. Die Sonne geht aber leider schon sehr früh hinter den Bergen unter und kurz darauf wird es kalt. Wir sind die einzigen Gäste da und am frühen Abend begeben wir uns ins hauseigene Restaurant, um zu Abend zu essen. Wir fragen den Besitzer über den morgigen Ausflug etwas aus und er meint, wir sollten das in einem Tag schaffen und der Weg sei auch relativ gut erkennbar. Danach meint er noch, dass er frischen Apfelkuchen mit den Äpfel aus der Region habe, woraufhin wir einen solchen zum Dessert bestellen. Es ist ziemlich kalt hier und wir wollen schon meckern, dass es hier nicht einmal einen wärmenden Ofen haben, als der Besitzer mit einer Art Kohlenkessel daher kommt und uns diesen unter den Tisch stellt. Das ist wirklich die beste Wärme und wir fühlen uns nun pudelwohl. Der Apfelkuchen ist ebenfalls super lecker und wir verbringen einen angenehmen Abend. 

Annapurna Circuit day 13 Dhaulagiri Icefalls 23.10.2019

Auch heute stehen wir früh auf, denn es heisst, man brauche etwa 8-10 Stunden für den Ausflug zu den Dhaulagiri Icefalls. Etwas nach halb 8 sind wir startklar und wir sind froh unsere grossen Rucksäcke in der Unterkunft lassen zu können. Zuerst einmal geht es über die Hängebrücke und nachdem wir die Strasse überquert haben, sehen wir einen kleinen Pfad der aufwärts geht. Es passt gemäss Beschreibung des Besitzers, aber das wir hier einen kleineren Erdrutsch überqueren müssen, passt uns eher weniger. Egal, das Hindernis ist schnell überwunden und wir kommen in den Wald, in welchem wir nun die erste Stunde ziemlich gemütlich spazieren können. Danach verzweigt sich der Weg, wobei einer zu den Icefalls geht und der andere ein Rundweg ist, der an zwei Seen vorbeikommt. Wir folgen dem Weg zu den Icefalls, welcher nun enorm steil aufwärts geht. Es ist richtig anstrengend, aber irgendwie müssen wir ja über 1200 Höhenmeter hinter uns bringen. Je Höher wir kommen, desto besser ist auch die Aussicht, welche wir sehr geniessen. Wir können von Beginn weg ins Tal sehen und zu den Annapurnas auf der gegenüberliegenden Seite. Der eindrückliche Dhaulagiri, welcher ebenfalls ein 8000er ist, kommt erst später zum Vorschein, da er sich vorher noch hinter den steilen Hügel unseres Aufstiegs versteckt. Die Temperaturen ändern sich auch drastisch. Obwohl die Sonne auf uns hinunter scheint, zieht trotzdem ein enorm kühler Wind. Wir merken, dass wir uns wieder auf eine Höhe von 4000 Meter nähern. Nach einer Weile ist die Baumgrenze erreicht und wir gehen weiter bergauf über das offene Feld. Plötzlich finden wir keine Markierung mehr und wir vermuten, dass wir das Ziel vor unserer Nase haben und gehen auf den Hügel vor uns hoch. Schliesslich sind wir schon fast 4 Stunden unterwegs. Dort treffen wir auf zwei Knaben, die auf die Yaks aufpassen. Abgesehen von ihnen befindet sich keine Menschenseele hier. Wir plaudern ein wenig mit ihnen und fragen, ob wir an der Endstation angekommen sind. Da verneinen die und deuten auf den steilen Hang, wo die Yaks am Grasen sind. Das scheint für uns enorm steil und wir zweifeln, dass wir da sicher hochkommen. Wir fragen die beiden nach dem Weg und der eine meint, dass wir uns zwischen zwei entscheiden müssen. Wir entscheiden uns für den, aus unserer Sicht weniger steile, aber er hat es trotzdem in sich. Wir müssen zudem unsere Motivation aufrecht erhalten, wären wir doch froh gewesen, bereits am Ziel zu sein. Wie dem auch sei, nach einer Weile kraxlerei und insgesamt drei Hügeln, haben wir es endlich geschafft und wir werden mit einer wahnsinnig schönen Aussicht belohnt. Lediglich verdrängen wir den Gedanken, dass wir später wieder hinunter müssen. Wir machen es uns gemütlich und betrachten die dramatische Szenerie. Vor uns sind die Eisfälle, wobei sich der Dhaulagiri selbst nun zwischendurch in den Wolken versteckt, davor und daneben ist ein grosses Geröllfeld und ein 6000er Berg. Auf der anderen Seite haben wir eine tolle Sicht auf die Annapurna. Das ist wirklich ein fantastischer Ort und wir geniessen es hier. Wir können sehen, wie manchmal Eisbrocken abbrechen und sich die Geröllfelder selbständig machen. Nach etwa Anderthalbstunden machen wir uns wieder auf den Rückweg, schliesslich haben wir noch einen langen Weg vor uns. Als wir wieder zum ersten Hang kommen, wird uns etwas mumlig. Da sieht es noch steiler aus, als vorher. Wir können uns auch nicht mehr erinnern, welche Schneise wir hochgekommen sind, es sieht alles sehr ähnlich aus. Auf gut Glück wählen wir eine aus, und machen uns ganz langsam und vorsichtig an den Abstieg. Irgendwann sind wir glücklicherweise wieder unten und stellen fest, dass wir tatsächlich einen anderen Abstieg als den Aufstieg gewählt haben. Wir überqueren das Feld, blicken ein paar Mal wehmütig zum eindrücklichen Dhaulagiri zurück, winken den Jungs zum Abschied zu, die gerade begonnen haben Federball zu spielen und danach geht es weiter steil runter, wo wir raufgekommen sind. Nach einer Weile sind wir nicht mehr weit von der ursprünglichen Abzweigung. Eigentlich sind wir ziemlich geschafft und würden gerne auf direktem Weg zurück und die Füsse hochlagern. Wäre da nicht noch die beiden Seen, die so schön sein sollen. Wir entdecken einen kleinen Waldweg, der in Richtung Sekung See geht. Nach einer Weile wird aus diesem Weg eher einen Buschwanderung, aber die Richtung stimmt und nicht viel später sind wir beim Sekung See. Da wurde uns nicht zu viel versprochen, der See ist einfach herrlich und die Berge spiegeln sich darin. Danach müssen wir über ein paar Felsbrocken und ein ausgetrocknetes Flussbett kraxeln, bevor wir zu einem zweiten See kommen. Dieser ist heilig, hat uns der Besitzer der Unterkunft gesagt und wir können dasselbe auf einem Schild lesen. Nur ist der See nicht so gut zugänglich und eher grünlich. Der andere hat uns viel besser gefallen, aber hübsch ist auch dieser so inmitten des Waldes. Nun müssen wir uns aber etwas beeilen, den so langsam aber sicher tritt die Dämmerung ein. Da wir nun den Rundweg gemacht haben, müssen wir nicht mehr über den Erdrutsch Einstieg klettern, was uns ziemlich erleichtert. Dafür führt uns der letzte Kilometer der Strasse entlang, aber das ist in diesem Moment nicht tragisch. Kurz vor der Hängebrücke kommt uns ein Pferd mit Fohlen, ohne Besitzer entgegen. Was hier eigentlich nicht merkwürdig ist, aber trotzdem etwas amüsant, da Pferde hier zu einem weiteren Verkehrsteilnehmer werden. Zurück bei der Unterkunft ist einiges los im Gegensatz zu gestern und das Restaurant hat sich gefüllt. Wir gönnen uns ein leckeres Abendessen und bestellen eine Schokoladencreme, welche wir uns heute schwer verdient haben. Die entspricht aber nicht gerade unserer Erwartung, denn es ist vermutlich nichts anderes als Haferbrei mit Schokoladenpulver. Wären wir doch beim Apfelkuchen geblieben. Wir plaudern ein wenig mit den anderen Gästen und verbringen einen gemütlichen Abend. 

Annapurna Circuit day 14 Kokhethanti – Ghasa 24.10.2019

Heute geht es erst um halb 9 los. Schliesslich scheint die heutige Etappe nach Ghasa angenehm und kurz zu sein. Der Weg führt uns durchs Titi-Tal und zum hübschen gleichnamigen See. Danach kommen wir nach Chhoyo, wo der Weg uns auf die Strasse führen sollte. Nun aber sehen wir eine Karte, welche aufzeigt, dass es auf der anderen Flussseite ebenfalls einen Weg gäbe. Natürlich entscheiden wir uns für diesen und auf den ersten Blick scheint es recht angenehm zu sein. Wir kommen nun wieder in die Dschungelgegend und es wird zu unserem Erstaunen vor Wildtieren gewarnt. Hanspeter kann sogar ganz kurz einen Affen erspäen. Der Weg nach Ghasa wäre eigentlich nur noch 5 Kilometer und wir rechnen damit in 1 – 1.5 Stunden dort zu sein. Weit gefehlt. Es geht jeweils auf und ab, und das x-mal und jeweils im Zigzag. Kurz gesagt wir kommen überhaupt nicht voran. Plötzlich müssen wir eine ziemlich heikle Passage mit Erdrutsch überqueren, wo es uns ein wenig unwohl ist. Aber zum Glück ist es nur ein kurzes Stück und danach machen wir eine Pause. Schliesslich sind wir seit wir diesen Weg eingeschlagen haben, bereits 1,5 Stunden unterwegs. Eine Brücke sehen wir ebenfalls keine und wir haben knapp 2 Kilometer hinter uns gebracht. So langsam kommen Zweifel auf, denn es sieht so aus, als würde dieser Weg kaum begangen werden und wir hoffen, dass er nicht einfach im nichts endet. Nach einer Weile kommen wir an eine Verzweigung, aber ein Wegweiser deuten an, dass man oben durch sollte. Wieder stehen wir vor einem Erdrutschhang. Diese Überquerung kostet einiges an Mut und braucht Geschicklichkeit, aber glücklicherweise schaffen wir es sicher hinüber. Keine 50 Meter später kommt der nächste Hang und wir sehen, dass wir das unmöglich schaffen werden. So langsam werden wir nervös und sind auch nicht begeistert, dass wir wieder über den anderen Hang zurückgehen müssen. Aber kurzerhand haben wir es geschafft und schlagen den unteren Weg ein. Dieser geht im Gegensatz zu oben ziemlich einfach und wir sind erleichtert. Wir vermuten, dass dieser Weg nachträglich gemacht wurde. Weiter geht es, wie gewohnt, steil hinauf und steil hinunter. Immer wieder. Plötzlich sehen wir die Hängebrücke und es fällt uns ein Stein vom Herzen. Kurze Zeit später sind wir dort, überqueren diese und steigen das letzte Mal auf zum Dörfchen Ghasa. Wir sind bereits am Ende des Dorfes und die erste Unterkunft, die wir sehen, sieht hübsch aus und wir kehren ein. Der Besitzer betrachtet uns schmunzelnd und fragt, ob wir von der anderen Seite gekommen seien. Wir bejahen es und er meint, er sehe es uns an. Wir haben nämliches einiges vom Wald mitgebracht, was an unseren Kleidern und Schuhe hängen blieb. Er meint, dass vor einer Woche ein Englisches Pärchen diesen Weg gewählt habe und sie unterwegs weinen musste bei der Überquerung der gefährlichen erdrutsch Passage. So weit kam es bei uns zum Glück nicht, aber trotzdem haben wir etwas geflucht, dass wir 3.5 Stunden von der Abzweigung unterwegs waren an einem vermeintlich gemütlichen Tag. Insgesamt waren wir ja doch wieder 7 Stunden unterwegs. Aber abgesehen von den vielen Auf- und Abstiege war es doch ein nettes Abenteuer durch den Dschungel. Wir gönnen uns hier wieder einen originalen leckeren Seabuckthornjuice, bevor wir unter die Dusche stehen. Den restlichen Nachmittag und Abend verbringen wir gemütlich hier.  

Annapurna Circuit day 15 Ghasa – Tatopani 25.10.2019

Bevor wir uns heute auf den Weg machen, fragen wir unseren Gastgeber, ob der Weg auf der anderen Flussseite ähnlich anstrengend sei, wie der gestrige. Er lacht und meint, dass wir diesen mit geschlossenen Augen machen können, wenn wir den gestern geschafft haben. Wir sind erleichtert. Wir freuen uns schon seit Tagen auf die Ortschaft, die wir heute ansteuern. Tatopani, mit heissen Quellen. Tatsächlich ist der heutige Tag vergleichsweise zu gestern mehr als gemütlich, aber die Augen möchten wir trotzdem nicht schliessen. Wir kommen an einigen netten Teehäuser vorbei und plötzlich spricht uns ein Nepalese an. Zuerst auf Englisch, und als wir gesagt haben, woher wir kommen, wechselt er auf Deutsch. Wir staunen nicht schlecht, als er uns in ein paar Sätzen erklärt, wie weit es noch nach Tatopani ist und wo wir den Fluss überqueren müssen. Wo er aber Deutsch gelernt hat, wollte er uns nicht verraten. Wir ziehen weiter durch die hübsche tropische Gegend und können es sehr geniessen. Etwa 4.5 Stunden später erreichen wir Tatopani und wir checken beim ersten Gästehaus ein. Es scheint, sie können Gäste brauchen, schliesslich scheint niemand da zu sein. Die Gastgeber sind wie üblich sehr nett und wir beziehen ein gemütliches Zimmer. Nachdem wir uns ausgeruht haben, machen wir uns auf den Weg zu den heissen Quellen. Die Quellen sind sehr angenehm und entspannend, aber leider ist mächtig viel los. Aber das macht nichts, es gefällt uns trotzdem und unser Körper hat dringend eine Entspannung nötig. Am Abend machen wir es uns in der Unterkunft gemütlich, telefonieren nach Hause und geniessen die Abendstimmung auf der Terrasse. 

Annapurna Circuit Rest Day Tatopani 26.10.2019

Wir haben uns gestern entschieden, dass wir nach dem vielen Wandern einmal eine richtige Pause brauchen und bleiben daher in Tatopani. Die Gegend hier ist wunderschön und abgesehen vom regelmässigen Stromausfall ist die Unterkunft sehr gemütlich. Wir haben schon einige Male Rösti auf den Speisekarten gesehen, aber diese nie bestellt, da wir befürchten, dass sie entweder nicht so ist wie wir es kennen oder sehr klein ist. Hier haben sie Rösti auf dem Frühstücksmenu und zu einem vertretbaren Preis. Manuela bestellt sich eine solche und wird überrascht, da es ein richtig leckerer Röstikuchen mit Ei gibt. Nicht schlecht. Den restlichen Tag verbringen wir hauptsächlich auf der Terrasse mit Nähen und Blog schreiben. Ansonsten passiert heute nicht viel und wir geniessen einfach den Tag. Wir wollen schliesslich noch Energie tanken, um nebst dem Circuit das Annapurna Base Camp zu besuchen.


English Version

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17.10.2019 – 26.10.2019

Annapurna Circuit day 7 Braga – Tilicho Base Camp 17.10.2019

It starts early today, because at quarter past seven we are ready to go. Strengthened with a apple porridge, it goes first leisurely to the next village, Manang. Here we buy a few cough drops, since Manuela got a painful cough since Kathmandu. Soon after, we head up to Khangsar and after about two and a half hours we reach this pretty hillside village with great views. We continue our way to Shreekharka and it gets pretty steep for a while. But that’s a good thing, because the more altitude we gain, the better. The landscape is simply enchanting and we enjoy the hike very much. At about 11 o’clock we reach Shreekharka and since it is the last village before the base camp, we stop here for lunch. It seems to have quite a few people, but luckily  we get some food and a delicious lemon. We start talking to two girls who are just coming back from Lake Tilicho. They tell us that the three accommodations at the base camp are early full, but in that case we can still sleep in the dining room. They went there yesterday at noon and just got the last room. This makes us a bit nervous, especially because the cheapest rooms is above 1000 Rupia (10 usd). Anyway, we’ll see, because we have our sleeping bags with us. After the meal we continue our hike and now it gets pretty exhausting. It feels like a hundred times up the mountain and down again. Sometimes there are some tricky places, because the area here is landslide endangered. But since the weather is good, we can pass the places pretty carelessly. In between, we are overtaken by horse and donkey caravans. We also see some people with oxygen infusion being transported down a horse. We hope this does not happen to us.  But so far we were able to handle the altitude well. The environment is truly unique and with the autumnal colors it just looks fantastic. One can hardly get enough. Suddenly we see the three lodges in the distance and are happy to reach. Just before 2:30 we reach the Tilicho Base Camp and we are worried. All three lodges are fully booked, but at the last we can overnight in the restaurant. For this we only have to pay the equivalent of 2.50 usd for both of us, which is not so bad. We are already prepared to sleep on the hard ground between the eating people. First of all, we treat ourselves to a tea and chat with a few guests. The room is getting fuller and fuller and we wonder how many people are sleeping here. But somehow it will work. A French father with his daughter, who is currently on a world trip for one year, and who has also been working as a physiotherapist in French-speaking Switzerland, joins us. We chat a little bit and they tell us they want to leave tomorrow at 3 o’clock in the morning to see the sunrise. We play with the thought for a moment, but that’s too early for us. In addition, we are just beginning to notice that unlike the last few days, a lot of clouds are coming up and we really hope that they will disappear tomorrow. The prices here in the restaurant are very high in comparison with previous tea houses, but at this altitude, we are finally at 4100 meters above sea level, is to be expected. Nevertheless, we treat ourselves to a delicious dinner, some pasta with cheese, although cheese costs additional 1.50 usd. The meals are huge, so we always have enough after a meal. Around 8 o’clock the hall empties slowly and at half past 8 all people who do not stay overnight are required to leave. We are astonished. We are even more astonished when the crew removes the tables and comes with mattresses and warm duvets. We did not expect that. They tell us we can spend the night next to the stove, how wonderful is that. It will be a much more pleasant night than expected. At 9 o’clock it is quiet and we, as well as about 15 other guests and their porters, go to sleep. At midnight, Manuela awakes and realizes it is raining. That may not be true. She hopes the rain will stop soon and we will have a nice day tomorrow. At two or three o’clock in the morning is quite a rumble, because most guests are already leaving to see the sunrise. We turn around and go to sleep after our nice neighbors stop lighting our faces with their flashlights.

Annapurna Circuit day 8 Tilicho Lake – Shreekharka 18.10.2019

At half past five is quite busy and we are surprised to find out, we are the last to get up.  The mattresses are removed and we go directly to the breakfast table. The weather looks pretty bad and now it’s snowing. We’re just thinking about staying here one more night. We do not know what the weather will be like. We see the two French from yesterday, who start now and because of the weather, the early rise have failed. We have a leisurely breakfast and chat with a Spaniard who has definitely decided to stay one more night. We are torn. Somehow we have the hope that it will be even better today. At half past eight we leave and it’s snowing. It is cold. Manuela, however, enjoys the snow, because somehow it looks nice when everything is snowy. The climb is quite exhausting, but we are making good progress. Since 90% of the people have left earlier, we are, so to speak, alone. We meet some familiar faces, and also those who are halfway turned back. A group of horses meets us and tells us to turn around. You can not see anything up there, they tell us and it’s a bit dangerous. But we think that we are ready, that we continue our hike anyway. The view into the valley is nice, it stopped snowing and we will notice when it’s time for us to turn around. More and more people are coming towards us and say we should turn back. That’s almost annoying. As we arrive at the last and steepest climb, we meet David, the Spaniard. We chat to him a bit and he says that he had no chance to see anything at the top and that we should take care. However, it has a tea house, where you are a bit protected. But it also seems the weather is getting better now, from time to time the fog clears a bit. Now it is really steep and therefore exhausting. But at one point we are on the top of the ascend and look for the lake. As many have told us, it is quite slippery, but at least the last piece is relatively flat. We see two small glacial lakes, of which we first think it is the said Tilicho Lake. But it is not. Half an hour later we reach the tea house and the lake. To our astonishment, we even see the lake a bit, but it is icy cold. We sit down a short time in the teahouse. When we go out again we are very happy, because we can see the beautiful lake and even something from the glacier. We enjoy the view, but the mountain remains consistently in the clouds. Nevertheless, we find it wonderful and it has been worth coming up. We are now at almost 5000 meters above sea level. After about an hour and getting freezed a bit, we head back to the descent. In the first and flat section, we have to be really careful not to slip. But the steep piece is luckily easy. Now we have a nice view and we are glad to be back later than everyone else. When we reach the base camp again, we treat ourselves to a lunch and chat a little with the Spanish guy from this morning. Then it’s up and down again and again, before we arrive in Upper Shreekharka about two hours later. On the way, we even meet the wild sheep, called the Blue Sheeps, and we see various birds, such as vultures, eagles and hawks. In Upper Shreekharka is the first accommodation and this is so nicely located that we decide to spend the night here. Shreekharka itself would only be 15 minutes away, and with 500 rupia (4.50 usd), the accommodation is even half the price of the accommodations below. Here the weather seems to be perfect again and we spend a nice evening. As we exchange with the other guests, we find that the bad weather relates only to the Tilicho Lake, because in Manang apparently it was as usual sunny.

Annapurna Circuit day 9 Shreekharka – Thorung Phedi  19.10.2019

Today is another hard day ahead, as we want to hike to Thorung Phedi, the starting point for the Thorung-La Pass. It is a bit stupid, because if we make a stopover on the way, then we have two very short days and might be too little prepared for the pass crossing. In addition, we are well acclimatized with the trip to Tilicho Lake. The height should therefore not be a problem. But first we hike down to Shreekharka, from where we continue uphill until we reach the abandoned village of Upper Khangsar. From here we have a fabulous view and also the view of the, about 300 meters lower located, village Khangsar is great. Now it feels like it’s back down to the valley, but we are far away from it. It is still uphill through the beautiful autumn colored area. We see the Blue Sheeps and one or two eagles again. How great. Suddenly we arrive at the top and here is an absolutely fantastic vantage point. From now on, it goes down the valley, to the river and it is incredibly steep, but also super nice. We have to cross the river and now we can hike up again until we reach the trail that comes from Manang. There are so many people here, but most of them are traveling with porters and guides. Anyway, it has a huge number of porters, some of them carry 3 backpacks bundled together on their backs. This looks very heavy and somehow we are a bit sorry for them. But on the other hand, they only want to earn their daily bread and the more backpacks they can carry, the more they will earn. We even see the three German hikers, whom we met only on the first day. What a coincidence. Now Hanspeter gets slowly hungry and we hope that the next village for the lunch break is not far away. Luckily it is not, an hour later we arrive there and rest comfortably. Then we tackle the last piece, while we meet on the way at the tea houses some familiar faces from previous days. We are a bit late, which has the advantage that we almost have the last section to Thorung Phedi to ourselves. We enjoy the quiet hike very much and except for a section, it is not very steep. After we have finished the last steep piece, we come to a small tea house with an elderly woman who sells apples from the Mustang region. They look delicious and we buy two of them. Since it is already late, they are even a bit cheaper than usual. They are a bit expensive anyway, but you have to imagine that they also have a long way on the back of a donkey. She gives us a hint on where we can stay and says that we should take care because the last section is a bit dangerous. In fact, we see some landslides, which look a bit scary. Huge boulders lie on steep slopes on smaller stones and we just hope they stay where they are. Again, we see the Blue Sheeps and hope that these pretty animals do not cause a rock fall. At about 4 o’clock, we reach Thorung Phedi, exhausted, where we look for accommodation. As in Tilicho Lake everything is full, but we are lucky. From a group of Israelis, two out of four beds have become vacant due to altitude sickness and we can join them. In addition, a bed costs only 150 Rupee, which is very good news. But it is cold and soon the sun sets. Therefore, we go in the dining room, which is wonderfully heated as always. We treat ourselves to a tea-jug and later a delicious dinner with potatoes, of course with cheese. We chat with the other guests and at half past seven we have to go to our rooms. After all, some people will have to sleep in the dining room today. Many people start tomorrow again at 3 or 4 o’clock in the morning. But we do not do that and plan to get up at 5.30am. At half past eight we are already about to sleep.

Annapurna Circuit day 10 Thorung La – Muktinath 20.10.2019

Today is the big day, the pass crossing. The two Israelis have already disappeared at 3 o’clock in the morning and so we can get up comfortably. When we open the door we are just a bit shocked, because it is snowing again. This is just unreal. We are thinking if we do not want to cover us with the blanket and go back to sleep. For tomorrow, however, the weather forecast is also not very well and it often happens that the pass is closed for several days after snowfall. We are a bit clueless and go have breakfast. We are the only ones. At 7 o’clock we decide that we leave and the staff of the mountain hut want to advise us against it. Not because of the snow, but because we are too late. We do not really expect the ascent to take so long. But we reserve the right to spend another night at Basecamp, which is 200 meters up, if the conditions are too difficult. But they are not. The snow has settled in the meantime, but the climb is very steep. The environment, at least what we see, is dramatically beautiful. But we do not have a far view. We meet again Blue Sheeps and various birds. Apart from two men in the distance who are very fast with their trekking poles, and who we met yesterday, we do not see anyone. About three hours later we reach the Thorung-La Pass, which lies at 5400 meters above sea level. Phu, here it is really cold and unfortunately we only see the nearby mountains. But it is still nice and it even has a tea house, where we treat us a black tea. Here we meet some Nepali who have been staying for a while, but also leave soon. We sip our tea comfortably and then make our way down. We have a lot of respect for that, because he is supposed to be very steep.  The weather is improving slowly, but unfortunately the visibility is still not great. The descent is totally fine, a bit steep, but not iced. It probably did not even snow here. It goes down permanently, which is not surprising, because finally we have to descend over 1700 altitude meters to Muktinath. After losing some height, the fog slowly dissolves and visibility becomes clearer. Now we have a great view of the village, which we can enjoy during the whole descent. Around lunchtime we pass a few lodges, but since we will not need much more than an hour, we pull it right through. We go over a pretty suspension bridge and past a small temple, from which a gentleman cries / sings a prayer. At two o’clock we arrive in Muktinath and first see a pretty monastery before we reach the actual village. We are a bit surprised in Muktinath, because there are a lot of people and we do not like the village very much. We learn that many people come here for spiritual reasons because it is a very significant place for the Hindus. We see many of them are transported on horses and we see some, so-called sadus (a kind of guru) on the street. We are looking for a cozy accommodation, where we relax for the rest of the afternoon. In the evening we go to the dining room, where we treat ourselves to a delicious dinner and linger comfortably. We are happy, we made it so far.

Annapurna Circuit day 11 Muktinath – Marpha 21.10.2019

Today we set off a little later than yesterday. At 7:30 there is breakfast and at half past eight we go. We decide to go over the mountain path to Jomsom, not over the dusty road to the probably very pretty village, Kagbeni. That means again the path is going up a bit. The weather is beautiful today and we see the beautiful mountains perfectly clear. If only we had waited another day for the pass crossing. But we could not know that. It is also very nice here and after we have completed the first steep climb, we have the perfect view. Now it goes steeply downhill into the valley. We even see a mountain biker going down here. This also has to be pretty challenging. At lunchtime we arrive at Lupra, a small village with no road access to the river, where we share a lunch and have a drink, a delicious sea buckthorn juice. Here is the delicious juice only half as expensive, as in all other places so far. The village is mainly Tibetan. People still seem to live very traditional. Then the way continues to Jomsom and it starts to wind very strong. When we reach the main road, it’s a bit uncomfortable, as the vehicles put up the sand of the dusty road even more. So we decide where to go for a walk along the river bed, but unfortunately it is also sandy and windy here, which makes it quite difficult to move forward. We have already read that you should not hike in the afternoon because of the strong wind, but this strength, we would not have expected. After a while, however, we reach Jomsom, where we can finally buy a few necessities and a large bottle of coke. We still have enough money, but we’re thinking that we can extend our hike by a few more days and maybe go to Annapurna Base Camp, if the weather is good. Therefore, we withdraw a few thousand rupias more, we would not have to head back for the money. Since it is a bit more touristy than on the other side of the pass in a similar altitude, the prices will probably be a bit higher. Jomsom is again relatively large, has an airport and is not very nice, therefore we move on to the next village. This, although it is already three o’clock. At about half past four we reach a really pretty village called Marpha and look for a place to stay. The first is fully booked, but at the next we are lucky. They only have one room available, but this is enough. Even with private bathroom and the hot shower, so it is one of the best we have had so far. After we are clean again, we go to the dining room, where we treat ourselves to a delicious dinner. Marpha is known for its apples and they have a cheap homemade cider (for the equivalent of 1 francs) on the menu. We treat ourselves to such a dinner and are really excited about it. Since the coffee with schnapps is not much more expensive, we treat ourselves to such a dessert with a delicious piece of chocolate cake. This is really excellent and we enjoy the food very much. In the accommodation is a big group, some elderly Swiss people from the Emmental and later we talk to them before we go to sleep. The men of the group have been traveling for 6 weeks by mountain bike and drove from Lhasa, Tibet to Nepal. This is very impressive and they have done this several times already. The women accompany them to the end of the journey, because in two days they will return to Switzerland. It is very interesting to exchange with them. They were actually those mountain bikers we saw today on the steep slope.

Annapurna Circuit day 12 Marpha – Kokhethanti 22.10.2019

Today we have the feeling that it will be a comfortable day. Finally we only want to reach Larjung, which is about 12 kilometers away, to make a trip to the Dhaulagiri Icefalls the following day. Therefore, we only eat breakfast at 8 o’clock and leave shortly before 9 o’clock. Since we want to avoid the road, we go to the other side of the river, where is also a walking path. First, we pass a Tibetan refugee camp from the 60s, then it goes into the forest. Somehow we want to avoid the steep climbs and try it mainly over the riverbed. This is usually good, even if we have to cross the smaller streams in between. Sometimes, however, we have no choice but to tackle a small to medium ascent. The hike is pleasant and we hardly encounter a human soul, apart from a few isolated locals. That’s why we are very surprised when suddenly a truck comes over the gravel road, drives on the riverbed and even crosses the river. But that’s the only encounter with a vehicle on this side and a rather amusing one. We deliberately chose this route, because on the other side of the river we would have to walk mainly along the road. Despite some obstacles we make good progress and we reach the small village Sauru. Slowly we have to come to the other side of the river somehow and it even has a signpost in Sauru with a hint that this is just a winter walk. We think that we have almost winter, but a local woman makes us to understand that the way is still closed. We do not care about it and head to the alleged bridge further ahead. But we can not recognize any and therefore we follow our navigation. After a while we are standing in front of the river and when we see a local man in his underpants coming out of the water, we realize there is no way but to wade through the water. Well, if the river is not too deep or not too strong it should work, but it looks challenging. We change on sneakers and roll up the pants. Then we try different ways, with crossing the smaller river arms. But at some point we see no alternative and we have to tackle the main stream. Hanspeter steps in, but returns soon, as it is just too deep (the passports in his trouser pocket are getting wet), and yet he is quite pulling. After about one hour of trying to cross the river, we give up. Apart from the man before, we did not meet anyone we can ask and annoyed, we move on. We have seen there is a suspension bridge about 3 kilometers ahead, but then we would have to walk back 3 kilometers to get to Larjung. We do not feel like it, somehow we are tired and just want to arrive. Just after the suspension bridge is the tiny village of Kokhethanti with only one accommodation. We stop there and see with astonishment on a map, we can go from here to the Icefalls. It seems like it’s closer than Larjung. The trip tomorrow, however, is a bit difficult, because the route is not marked on maps.me. At first, we treat ourselves to a Seabuckthorn Juice, and for the first time we are not so convinced about it. It tastes more like apple juice and in the end, we suspect it was stretched with apple juice. But heck, it’s not bad. The location of the accommodation is fantastic, as we have a great view of the Dhaulagiri and some other mountains. We spend a leisurely afternoon and hope our shoes will dry soon. Unfortunately, the sun sets very early behind the mountains and shortly afterwards it gets cold. We are the only guests there and in the early evening we go to the in-house restaurant to have dinner. We ask the owner about tomorrow’s trip and he says we should do it in one day and the way is also relatively easy to find. Afterwards he say, he has fresh apple pie with the apples from the region, whereupon we order one for dessert. It’s pretty cold here and we’ll talked to each other there is not even a warming stove here, when the owner comes with a kind of coal boiler and puts it under the table. This is really the best heat and we feel very comfortable now. The apple pie is also delicious and we spend a pleasant evening.

Annapurna Circuit day 13 Dhaulagiri Icefalls 23.10.2019

Even today we get up early, because it means, it takes about 8-10 hours for the trip to the Dhaulagiri Icefalls. After half past 7 we are ready to go and we are happy to leave our big backpacks in the accommodation. First we cross the suspension bridge and after crossing the road, we see a small path that goes uphill. It fits according to the owner’s description, but that we have to cross a smaller landslide, fits us rather less. Anyway, the obstacle is quickly overcome and we come into the forest, in which we can walk the first hour quite comfortably. Then the path branches, with one going to the Icefalls and the other is a circular route that passes by two lakes. We follow the path to the Icefalls, which now goes very steeply uphill. It’s really exhausting, but somehow we have to get over 1200 meters in altitude. The higher we get, the better the view, which we enjoy very much. We can see the valley from the beginning and the Annapurnas on the opposite side. The impressive Dhaulagiri, which is also an 8000er, shows later, because he hides behind the steep hill of our ascent. The temperatures are also changing drastically. Although the sun is shining down on us, it still draws a tremendously cool wind. We notice that we are approaching 4000 meters again. After a while, the tree line is reached and we continue uphill over the open field. Suddenly we do not find a mark anymore and we suspect that we have the target close and go up the hill in front of us. After all, we have been hiking for almost 4 hours. There we meet two boys who take care of the yaks. Apart from them, there is no human soul here. We chat with them a little and ask if we have arrived at the ice falls. Then they deny and point to the steep slope where the yaks are grazing. That seems very steep for us and we doubt that we will come up safely. We ask the two for the way and one says that we can decide between two. We opt for the less steep, in our point of view, but looks challenging. We also need to keep up our motivation, as we were already happy to be here. But we were not. Anyway, after a while crawling uphill and a total of three hills, we have finally made it and we are rewarded with an incredibly beautiful view. Only we are a bit worried that we have to go back down later. We make ourselves comfortable and look at the dramatic scenery. In front of us are the icefalls, with the Dhaulagiri itself now hiding in the clouds, in front of and next to it is a large boulder field and a 6000m mountain. On the other hand, we have a great view of the Annapurna. This is really a fantastic place and we enjoy it here. We can see how sometimes ice chunks break off and the scree fields become self-sufficient. After about one and a half hours we start our way back, finally we have a long way to go. When we come back to the first slope, we get a bit nervous. It looks even steeper than before. We can not remember which way we came up, it all looks very similar. We just pick one, and slowly and carefully make our way down. At some point we are fortunately back down and find out that we have actually chosen a different descent than the ascent. We cross the field, look wistfully back to the impressive mountain a few times, wave goodbye to the boys who have just started playing badminton, and then we go down steeply where we came up. After a while we are not far from the original turnoff. Actually, we are pretty much done and we would like to go straight back and put our feet up. If there were not the two beautiful lakes we should visit. We discover a small forest path that goes in the direction of Lake Sekung. After a while this path is more like a bush walk, but the direction is right and not much later we are at the lake Sekung. The lake is just beautiful and the mountains are reflected in it. This is amazing. Then we have to scramble over a few boulders and a dried-up river bed before we come to a second lake. This one is sacred, the owner of the accommodation has told us and we can read the same on a sign. Only the lake is not so accessible and greenish. The other one we liked more, but this one is also pretty located in the middle of the forest. But now we have to hurry up a bit, slowly dawn sets in. Now we’ve made the circular route, therefore we do not have to climb over the landslide entry, which makes us pretty relieved. The last kilometer of the road takes us for that, but that is not tragic at this moment. Shortly before the suspension bridge we see a horse with foals on the road, without owners. What is not strange here, but still a bit amusing, as horses here become another road user. Back at the property is a lot going on, unlike yesterday and the restaurant has filled up. We treat ourselves to a delicious dinner and order a chocolate cream, which we have hard earned today. But that does not exactly meet our expectation, because it is probably nothing more than oatmeal with chocolate powder. If only we had stuck to the apple pie. We chat a bit with the other guests and spend a cozy evening.

Annapurna Circuit day 14 Kokhethanti – Ghasa 24.10.2019

Today we start at half past eight. After all, today’s hike to Ghasa seems to be pleasant and short. The path leads us through the Titi valley and the beautiful lake with the same name. Then we come to Chhoyo, where the path should lead us to the road. But now we see a map that shows there is a way on the other side of the river as well. Of course we choose this one and at first glance it seems to be quite comfortable. We come back to the jungle area and we are warned to our astonishment of wild animals. Hanspeter can even spy on a monkey for a short time. The way to Ghasa would actually be only 5 kilometers and we expect to be there in 1 – 1.5 hours.  Not even close. It goes up and down, for many times and each in Zigzag. In short, we are not progressing at all. Suddenly we have to cross a rather tricky passage with a landslide where we are a little uncomfortable. But luckily it’s only a short walk and then we take a break. After all, we have been on the trek for 1.5 hours since we started this route from the road. We also do not see a bridge and we have covered just under 2 kilometers. Slowly, doubts arise, because it looks like this way is unlikely to be hiked and we hope that it does not end in nothing. After a while, we come to a junction, but a signpost indicates that you should go uphill. Again we are facing a landslide. This crossing takes a lot of courage and skill, but luckily we make it over safely. Not 50 meters later, the next slope comes and we see there we will not be able to cross the landslide. Slowly we get nervous and are not thrilled that we have to go back across the other slope. But we made it and take the bottom path. This one is pretty easy compared to the top and we are relieved. We suspect this way was subsequently made. It continues, as usual, steeply up and down. Again and again. Suddenly we see the suspension bridge and we are more than relieved.  A short time later we are there, cross it and climb for the last time today to the village of Ghasa. We are already at the end of the village and the first accommodation we see looks pretty. The owner looks at us with a grin and asks if we have come from the other side of the road. We nod and he says, he just need to look at us. We brought quite a bit of the forest, which got stuck in our clothes and shoes. He added that a week ago an English couple chose this route and they had to cry while crossing the dangerous landslide passage. Luckily we did not get that far, but nevertheless we cursed a bit, that we were 3.5 hours from the junction on a supposedly comfortable day. All in all, we were 7 hours on the trek again. But apart from the many ascents and descents, it was a nice adventure through the jungle. We treat ourselves to an original delicious Sea Buckthorn Juice, before we take a shower. The rest of the afternoon and evening we spend comfortably here.

Annapurna Circuit day 15 Ghasa – Tatopani 25.10.2019

Before we leave today, we ask our host if the way across the river is as strenuous as yesterday. He laughs and says we can do this with our eyes closed if we made the path yesterday. We are relieved. We have been looking forward to the village that we are heading for today. Tatopani, with hot springs. In fact, today is more than comfortable compared to yesterday, but we still do not want to close our eyes. We pass some nice teahouses and suddenly a Nepalese speaks to us. First in English, and when we said where we came from, he switched to German. We are astonished when he explains in a few sentences how far it is to Tatopani and where we have to cross the river. But when he learned German, he did not want to betray us. We move on through the beautiful tropical area and can enjoy it very much. About 4.5 hours later we reach Tatopani and we check in at the first guesthouse. It seems they need guests, after all, nobody seems to be there. The hosts are as usual very nice and we move into a cozy room. After we have rested, we make our way to the hot springs. The springs are very pleasant and relaxing, but unfortunately it is busy too. But it does not matter, we like it anyway and our body desperately needs some relaxation. In the evening we make ourselves comfortable in the accommodation, call home and enjoy the evening mood on the terrace.

Annapurna Circuit Rest Day Tatopani 26.10.2019

We decided yesterday after a lot of hiking we need a break and stay in Tatopani. The area here is beautiful and apart from the regular power outage, the accommodation is very cozy. We’ve seen some rösti on the menu a couple of times, but never ordered them because we’re worried they might not be as we know it from home or very small. They have rösti on the breakfast menu and at a reasonable price. Manuela orders one and is surprised, because there is a really delicious Rösti cake with egg. Very tasty. The rest of the day we spend mainly on the patio with sewing and blog writing. Otherwise, not much happens today and we just enjoy the day. After all, we want to recharge our batteries to visit Annapurna Base Camp in addition to the circuit.

Nepal 1: Kathmandu & Annapurna Circuit part 1

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08.10.2019 – 16.10.2019

Kathmandu 08.10.2019 – 10.10.2019

Heute ist unser erster Tag in Nepal und wir können ein leckeres Frühstück in unserer Unterkunft geniessen. Eigentlich wollen wir heute einiges erledigen, wie unsere Bewilligungen für den Annapurna Circuit zu organisieren und unsere schon lange überfällige Wäsche waschen zu lassen. Unser Gastgeber teilt uns mit, dass heute der grösste Feiertag in Nepal sei und möglicherweise vieles geschlossen ist. Wir machen uns trotzdem auf den Weg in die Stadt, besser gesagt nach Thamel und fragen dort nach, ob wir irgendwo Wäsche waschen können. Leider hat wirklich das meiste geschlossen und wir können beim besten Wille keine geöffnete Wäscherei finden. Das Büro, wo wir unsere Bewilligung kriegen sollten, hat ebenfalls geschlossen und wir entscheiden uns daher, ein wenig durch die paar geöffneten Outdoorläden zu schlendern. Schliesslich brauchen wir noch einiges an Ausrüstung, bevor wir den langen Trek starten können. Es ist wirklich verlockend, denn die Preise für Outdoorsachen sind sehr günstig. Wir schauen uns in erster Linie nach neuen Schuhen für Hanspeter um, aber mit seinen grossen Füssen ist es auch hier eine Herausforderung. Nachdem wir einiges abgeklappert haben, findet er zumindest einmal ein paar passende Trekkingsocken, sowie einen neuen Seidenschlafsack für lediglich 10 Franken umgerechnet. Manuela findet dazu ein paar Wanderhosen, die ebenfalls nur 10 Franken kosten. Was für Schnäppchen. Schuhe findet Hanspeter aber keine passende und wir entscheiden uns, Morgen nochmals auf Shoppingtour zu gehen, da morgen einiges mehr geöffnet haben sollte. Die Stadt ist wirklich ausgestorben. Wir schlendern ein paar Stunden durch Thamel und finden sogar einen geöffneten Coffeeshop, wo wir uns einen leckeren Kaffee gönnen. Ansonsten machen wir heute nicht mehr viel und kehren am späteren Nachmittag wieder zu unserer Unterkunft zurück, wo wir ein paar Sachen erledigen, telefonieren und ein wenig relaxen. Am Abend machen wir uns noch einmal auf die Socken, um etwas zu Abend zu essen. Nur befürchten wir, dass das meiste geschlossen hat, was wir ja schon gestern Abend gesehen haben. Auf den Weg nach Thamel finden wir das einzige geöffnete Restaurant in unserer Strasse, welches aber sehr edel und entsprechend teuer aussieht. Egal, heute ist Feiertag und die Gerichte sind lediglich 1-2 Franken teurer als die gestrigen. Aber wir habn uns nicht getäuscht, es ist sehr nobel und wir haben ein leckeres indisches Dinner hier. Danach kehren wir zurück zu unserer Unterkunft und verbringen einen gemütlichen Abend.

Heute wollen wir als erstes die Bewilligungen für den Annapurna Circuit holen. Das Büro, welches gestern noch zu hatte, hat heute geöffnet. Leider teilt uns ein Angestellter mit, dass hier nur Gruppenbewilligungen erteilt werden und wir zu einem Büro gehen müssen, dass etwa eine Stunde fussmarsch entfernt ist und schon bald wieder schliesst. Zumindest gibt es hier eine preiswerte Wäscherei, damit wir nicht umsonst hierher gekommen sind. Wir gehen trotzdem dorthin und können nach etwa 2 Stunden anstehen zumindest die Tims Karte kaufen. Das Büro für den ACAP (Annapurna Conservation Area Permit) hat aber bereits geschlossen. So bleibt uns nichts anderes übrig und wir müssen morgen nochmals kommen. Wir können ja morgen sowieso noch nicht los, da unsere Wäsche auch erst morgen Abend fertig sein wird. Andernfalls hätte man die Bewilligung auch am Ausgangspunkt in Besisahar einholen können, wird uns gesagt. Danach machen wir uns auf den Weg in die Altstadt, wo wir einen hübschen Stadtspaziergang machen. Unterwegs treffen wir auf einen Affen inmitten der Stadt, das hat uns ziemlich erstaunt. Wir sehen einige Leute die sich festlich kleiden und mit Gesichtsbemalung, was wohl aufgrund an den Feierlichkeiten liegt, die im Moment im Gange sind. Viel ist jedenfalls nicht los, aber wir können hübsche Tempel bestaunen und am Stadtleben teilhaben. Wir werden aufmerksam, als wir an gewissen Gebäuden die chinesen Flagge oder ein Bild des chinesischen Präsidents sehen, was bedeutet, dass Nepal Unterstützung in gewissen Bereichen von China bekommt. Danach spazieren wir durch die Stadt, wieder zurück nach Thamel, wobei wir unterwegs noch an einer hübschen Stupa vorbeikommen. In einem netten Restaurant machen wir einen Zwischenstopp und gönnen uns eine leckere Lassi, während wir dabei die Strasse und die Menschen beobachten können. Als wir durch die Strassen schlendern, findet Hanspeter noch ein paar passende Schuhe. Danach kehren wir wieder zurück in unsere Unterkunft und nicht viel später schreibt uns David, unser Bekannter aus Israel, den wir in China kennenlernten, dass er ebenfalls in Kathmandu gelandet ist. Wir treffen uns daher am Abend mit ihm und zwei seiner Kollegen aus dem Hostel zu einem gemeinsamen Abendessen. 

Heute machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg, um unsere Bewilligungen zu holen. Wir treffen uns mit den beiden von gestern, einem Spanier, ebenfalls David und eine Österreicherin. Sie wollen heute auch ihre bewilligungen holen und schliessen sich uns an. Auch heute dauert es fast zwei Stunden, bis wir den zweiten Zettel haben. Aber am Schluss sind wir glücklich, dass wir alles gekriegt haben und wir können uns morgen auf den Weg nach Besisahar machen. Nun machen wir uns auf den etwas weiten Weg zu einer bekannte Stupa der Stadt, die etwas ausserhalb liegt. Es ist warm und schwül, sodass man schnell ins Schwitzen kommt. Vorallem beim offiziellen Eingang, wo es zuerst noch einige Stufen hochgeht, zur Stupa auf dem Hügel. Sehr eindrücklich ist es hier oben und eine tolle Aussicht auf die riesige Stadt haben wir auch noch. Danach gönnen wir uns einen Milchshake in einer nahegelegenen Bar mit netter Sicht auf die Stupa. Nachdem wir die leckeren Getränke geschlürft haben, machen wir uns auf den Rückweg und kaufen unterwegs noch etwas an Vorräte für unsere lange Wanderung ein. Am Abend treffen wir uns nochmals mit David und gehen gemütlich zusammen Essen. 

Annapurna Circuit day 1 Kathmandu – Bhulbhule 11.10.2019

Endlich geht es los. Um halb 6 stehen wir auf und packen unsere restliche Sachen. Glücklicherweise können wir einige Sachen bei unserer Unterkunft einlagern, damit wir nicht alles mitnehmen müssen. Sie haben uns zudem gestern Abend ein kleines Frühstück zubereitet, welches wir verzehren können. Um halb 7 sind wir abmarschbereit und machen uns etwas halbherzig zu Fuss auf den Weg zum Busbahnhof, der noch satte 4 Kilometer entfernt liegt. Bereits nach kurzer Zeit treffen wir auf ein paar freundliche Taxifahrer, die wohl gerade ihren Dienst starten wollen. Für umgerechnet 3.50 Franken, ja es ist Feiertag und frühmorgens, bringt uns einer zum Busbahnhof und teilt uns mit, welchen Bus wir nehmen müssen. Praktisch. Wir können den Preis schlussendlich auf 500 Rupia (ca. 4.50) pro Person für die Rund 8-stündige Fahrt mit dem lokalen Bus aushandeln. Wir sind noch etwas verunsichert, ob das auch wirklich klappt, denn im Moment befindet sich keine Menschenseele im Bus. Der Busbegleiter meint, dass wir um 7.40 Uhr, also in ca. 30 Minuten losfahren werden und wir warten ab. Plötzlich steigen immer mehr Leute ein, und ob ihrs glaubt oder nicht, pünktlich um 7.40 fahren wir los. Die Fahrt ist von Beginn an holprig, was wohl auch an der fehlenden Federung des Busses liegt. Zuerst fahren wir eine gefühlte Ewigkeit aus der Stadt hinaus, danach fahren wir für ein paar weitere Stunden gefühlt im Schritttempo. Ja, die Feiertage sind vorbei und es ist wieder mächtig was los auf den Strassen. Es ist dieselbe Hauptstrasse, wie jene als wir vor ein paar Tagen von der tibetischen Grenze gekommen sind und nun verstehen wir den Fahrer, als er damals meinte, es sei nichts los auf der Strasse. Unser Bus gibt wie gewohnt ziemlich Gas, wenn er mal kann und macht einige interessante Überholmanöver. Wir staunen, dass wir trotzdem schneller vorwärtskommen, als angenommen. Das ändert sich aber schlagartig, als wir auf die Strasse nach Besisahar abbiegen. Nun wird es richtig holperig, denn sie ist ungeteert. Immer mehr Leute steigen ein und der Bus scheint  hoffnungslos überfüllt zu sein, so dass er nur im Schritttempo vorwärts kommt. Besonders wenn es aufwärts geht. Zudem hält er alle paar Meter an und lässt Leute aus- bzw. einsteigen. Für die letzten 30 Kilometer brauchen wir etwa 3 Stunden. Um halb 4 sind wir endlich da. Wir finden aber trotzdem, dass wir noch Zeit haben ins Dorf Bhulbhule zu wandern. Schliesslich wollen wir uns nach dem langen Sitzen etwas die Beine vertreten. Zuerst aber müssen wir am ersten Checkpoint vorbei, um unsere Bewilligungen kontrollieren zu lassen. Es gibt zwei Wege nach Bhulbhule, wobei der eine hauptsächlich über die staubige Strasse führt. Wir versuchen diese zu vermeiden und bevorzugen den etwas anstrengenderen Weg auf der anderen Flussseite. Auch wenn es bereits später Nachmittag ist, spüren wir das tropische Klima sehr. Besonders wenn es aufwärts geht und das steht uns nun bevor. Obwohl Bhulbhule nicht viel höher liegt als Besisahar müssen wir noch einen Hügel rauf und wieder runter. Wir treffen keine anderen Trekker auf diesem Weg, was vermutlich daran liegt, dass es etwas spät ist. Wir hoffen, dass wir noch ankommen, bevor es dunkel wird. Der heutige, kurze Tag führt uns durch eine tropische Gegend mit kleinen Dörfer, und schönen Feldern. Wir treffen auf ein paar imposante Büffel, und später auf ein paar Kinder. Letztere folgen uns für eine Weile und plaudern mit uns. Alles ganz nett, bis sie uns ziemlich aufdringlich nach Geld und Süssigkeiten fragen. Wir verneinen. Der kleine clevere Junge aber, entdeckt die Colaflasche, die ein wenig aus Hanspeters Rucksack schaut. Wir können es also nicht abstreiten und geben den drei Kindern etwas Cola zu trinken. Sie scheinen glücklich darüber zu sein und verabschieden sich und wir verstauen nun die Flasche, damit die nicht mehr sichtbar ist. Wir haben gelesen, dass man sogenanntes Betteln (oftmals von Kindern) nicht unterstützen soll und wir schreiben uns das hinter die Ohren. Etwa um halb 6 haben wir den heutigen Aufstieg geschafft und nun geht es wieder abwärts. So langsam wird es dunkel, aber wir können im Hintergrund bereits den ersten Schneeberg entdecken. Kurz bevor es ganz eindunkelt, kommen wir im besagten Dorf an und finden eine nette Unterkunft. Wir lernen auch gleich, dass die Unterkunfts- und Essenspreise wohl in den letzten Jahren, um einiges gestiegen sind, als noch in unserem Reiseführer angegeben. Aber egal, günstig ist es trotzdem, denn wir kriegen für unter 4 Franken ein leckeres Abendessen. Je höher wir jedoch wandern, desto höher werden die Preise. Wir sind also gespannt. Nachdem wir unser Abendessen genüsslich verspiesen haben, gönnen wir uns unsere notwendige Dusche und legen uns etwa um halb 11 Uhr schlafen. Früh finden wir, aber warten wir noch ein paar Tage ab und sehen, was wirklich früh ist. 

Annapurna Circuit day 2 Bulbule – Jagat 12.10.2019

Um 7 Uhr heisst es aufstehen. Wir packen unsere Sachen und Frühstücken. Heute gibt es Müsli für Manuela und Käseomelette für Hanspeter, dazu zwei Milchtee. Die ganze Rechnung mit Übernachtung und Essen beläuft sich für uns beide auf knapp 20 Franken. Das ist nicht schlecht, denn wir haben pro Tag etwa mit 30 Franken gerechnet und hoffen sehr, dass es nicht viel teurer wird. Wir wissen, dass wir für eine Weile keinen Geldautomat sehen werden und hoffen, dass unser Geld reichen wird. Aber schliesslich haben wir Geld für 20 Tagen eingepackt und spätestens in 14 Tagen, sollten wir über dem Thorung-La Pass sein und das Dorf Jomsom erreichen, wo es einen Geldautomaten geben sollte. Kurz nach 8 Uhr sind wir abmarschbereit. Wir wandern von einem Dörfchen ins Nächste und schon bald kommen wir an einen hübschen Wasserfall. Die Aussicht ist fantastisch und warm ist es bereits jetzt. Nach einer Weile überqueren wir eine Brücke und dann geht es nach oben. Ziemlich steil und wir kommen schön ins Schwitzen. Schliesslich sind wir immer noch in den Tropen. Als wir endlich oben ankommen, gönnen wir uns ordentlich Wasser und einen kleinen Snack. Denn nun dürfen wir den gesamten Weg wieder hinuntersteigen. Nur um später wieder hinaufzusteigen, bevor wir nach Ghermu kommen, wo sich Hanspeter bei herrlicher Aussicht einen Teller Pasta mit Gemüse gönnt und Manuela auf die Hitze eine kühle Sprite. Danach geht es wieder abwärts ins Dorf Syange, bevor es nochmals steil aufwärts nach Jagat geht. Unterwegs hat Hanspeter wieder starke Knieschmerzen bekommen und er befürchtet schon, dass er den Annapurna Circuit nicht machen kann. Wir entscheiden uns schlussendlich in Jagat zu bleiben und nicht, wie ursprünglich geplant etwa 4 Kilometer weiter nach Chamje zu wandern. Das war wohl eine gute Entscheidung, denn in Jagat gibt es heisse Quellen, die hoffentlich für Hanspeters Knie wohltuend sind. Wir gehen heute in die Unterkunft mit dem vielversprechenden Namen Mt. Blanc und der Besitzer meint, dass es nicht weit zu den heissen Quellen sei. Trotzdem geht es etwa 15 Minuten steil hinunter, was fürs Knie nicht besonders förderlich ist, aber dafür sind die heissen Quellen wunderbar. Also die Quellen sind enorm heiss, aber nach etwas Eingewöhnung ist es für eine Weile angenehm und anschliessend kann man sich in eiskaltem Wasser abkühlen. Wir wiederholen die Prozedur ein paar Mal, bis wir genügend aufgeweicht sind und steigen danach wohl oder übel die steile Treppe wieder hinauf. Danach stellen wir uns unter die warme Dusche und gönnen uns ein leckeres Abendessen. Auch wenn es tagsüber enorm heiss ist, wird es bereits hier, auf etwa 1500 Höhenmeter in der Nacht ein bisschen kühl. 

Annapurna Circuit day 3 Jagat – Danaque 13.10.2019

Wie üblich stehen wir um 7 Uhr auf und stärken uns mit einem Frühstück, damit wir um 8 Uhr abmarschbereit sind. Wir haben in den letzten Tagen bemerkt, dass es besser ist, zeitig loszuziehen, denn am frühen Morgen ist das Klima noch angenehm und am Nachmittag wird es oftmals bewölkt. Zudem sollten wir jeweils spätestens um 6 Uhr ankommen, da es dann dunkel wird. Der heutige Tag ist wieder geprägt von stetigem Auf und Ab, und führt uns entlang eines hübschen Bergpfades mit vielen Wasserfällen, interessanter Pflanzen und eindrücklicher Landschaft durch das Tal. Tal, so heisst auch das nächste “grössere” Dorf, welches wir nach einem schweisstreibenden Aufstieg zur Mittagszeit erreichen und welches an einem hübschen Fluss liegt. Wir gestern, gönnen wir uns ein leckeres Mittagessen und ein kühles erfrischendes Getränk. Hier bemerken wir ein kühles Lüftchen und das Klima wird langsam angenehmer. Schliesslich sind wir nun bereits auf 1700 Meter über Meer. Danach geht es kontinuierlich aufwärts entlang des hübschen Bergweges. Wir finden es toll, dass es nebst der staubigen Strasse auf der anderen Seite des Flusses jeweils einen Wanderweg ohne Strassenverkehr gibt. Abgesehen von ein paar Esel- oder Pferdekarawanen, die uns zwischendurch entgegen kommen. Die Aussicht während der gesamten Wanderung ist einfach fantastisch und da sich die meisten Leute bis Chame oder sogar Manag transportieren lassen, können wir fast den gesamten Weg in Ruhe alleine wandern. Kurz vor Dharapani müssen wir jedoch den Fluss überqueren und gelangen auf die staubige Strasse. Hier müssen wir uns wieder registrieren lassen und unsere Bewilligungen zeigen. Glücklicherweise gibt es auch die ein oder andere Alternativroute, so dass wir nicht den gesamten Weg bis nach Danaque der Strasse entlang gehen müssen. 1.5 Stunden später, etwa um 16.00 Uhr erreichen wir das Dörfchen Danaque, wo wir uns eine nette Unterkunft suchen. Nun sind wir bereits auf 2200 Meter über Meer und bemerken schnell, dass es ziemlich kühl wird, nachdem sich die Sonne verzieht. Glücklicherweise gibt es hier eine warme Dusche und später ein leckeres Abendessen in einem beheizten Raum. 

Annapurna Circuit day 4 Danaque – Dhikur Pokhari 14.10.2019

Wie gestern, stehen wir früh auf und stärken uns mit einem leckeren Frühstück. Wir haben festgestellt, dass die Unterkünfte in dieser Region das Zimmer gar nicht berechnen, solange man das Abendessen und Frühstück im hauseigenen Restaurant einnimmt. Das ist toll, aber uns wird auch gesagt, dass sich das spätestens in Manang ändern wird. Damit wir richtig wach werden, geht es zuerst einmal eine gute Stunde steil aufwärts nach Timang, welches auf 2650 Meter über Meer liegt und wir einen wunderschönen Blick auf die Annapurna Schneeberge haben. Unterwegs treffen wir viele Kinder, die Äpfel verkaufen. Nun sind wir also in der Apfelregion. Leider schmerzt Hanspeters Knie wieder und wir machen uns etwas Sorgen, wie das weitergehen soll. Er hält aber tapfer bis nach Chame durch, wo wir die Mittagspause einlegen. Chame ist ein ziemlich grosses Dorf und er kauft in einem kleinen Laden einen Trekkingstock, damit er sein Knie etwas entlasten kann. Während dem Mittagessen treffen wir den einen Spanier, David (nicht der Israeli, der ebenfalls David heisst), den wir in Kathmandu getroffen haben. Was für ein lustiger Zufall. Er setzt sich zu uns und wir plaudern eine Weile zusammen. Danach machen wir uns auf den weiteren Weg, wobei Hanspeter merkt, dass es sich mit Stock viel besser läuft. Glücklicherweise finden wir auch hier einen alternativen Pfad durch den Wald, damit wir nicht der Strasse folgen müssen. Nun haben wir plötzlich einen vierbeinigen Begleiter, der uns folgt und es scheint, als würde er die Landschaft genauso wie wir sehr geniessen. Der Pfad ist teilweise sehr schmal und unterwegs müssen wir uns an Hindernissen vorbei quetschen, wie zwei Kühen, die wenig motiviert sind uns Platz zu machen. Aber wir kommen vorbei. Unser vierbeiniger Freund scheint etwas mehr Respekt vor den beiden zu haben, so dass er den steilen Umweg oben durch in Kauf nimmt. Nach einer Weile sind wir wieder auf der Strasse und erreichen das Dorf Bratang, welches nur aus einer Lodge mit einer Apfelfarm besteht. Hier treffen wir wieder auf David, der etwas verwundert fragt, wo er uns den überholt hat, was aber daran liegt, dass er über die Strasse gekommen ist. Er ist etwas schneller unterwegs als wir und unser Vierbeiner begleitet nun ihn. Wir setzen unsere Wanderung gemütlich fort und in Dhikur Pokhari auf 3200 Meter über Meer, beenden wir den heutigen Tag. Auch hier finden wir eine nette Unterkunft, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen.  

Annapurna Circuit day 5 Dhikur Pokhari – Braga 15.10.2019

Heute steht uns wohl den bisher anstrengendsten Abschnitt bevor. Da wir gehört haben, dass Manang enorm touristisch sei, wollen wir lediglich bis ins Dorf davor, nach Braga wandern. Es gibt verschiedene Wege, um dorthin zu gelangen. Wir entscheiden uns aber für den Weg über die höher am Hang gelegenen Dörfern, von wo aus wir wohl die besten Aussichten haben. Wir haben heute, wie die letzten Tage, strahlender Sonnenschein und perfekt blauen Himmel. Der Weg führt uns zuerst nach Upper Pisang und anschliessend nach Ghyaru. Bevor wir aber Ghyaru erreichen, steht uns ein steiler Anstieg bevor. Etwa 400 Höhenmeter auf die nächsten 1.5 Kilometer. Da müssen wir durch. Der Rucksack fühlt sich gerade doppelt so schwer an, als zuvor und die Sonnen scheint erbarmungslos auf uns nieder. Wir machen uns gemächlich, aber kontinuierlich an den Aufstieg und überholen zu Beginn ein paar einheimische ältere Frauen mit Kühen, die gerade Pause machen. Kurz vor Schluss überholen uns diese wieder und wir staunen, dass diese während des Anstiegs gemütlich zusammen am Plaudern sind. Nach einer Weile schaffen auch wir es und werden in Ghyaru mit bester Aussicht auf die Berge und die Landschaft mehr als belohnt. Nun befinden wir und bereits auf einer Höhe von 3600 Meter. Wir ruhen uns ein wenig aus, bevor es über eine wunderschöne, aussichtsreiche Bergflanke in Richtung Ngawal geht. In Ngawal legen wir unsere Mittagspause ein und können das Mittagessen bei bester Aussicht auf Annapurna 2 und 4 geniessen. Danach geht es eher gemütlich weiter durch eine tolle Herbstlandschaft ins Geisterdorf Chulu. Hier gibt es zwar ein paar heruntergekommene Steinhütten, aber ansonsten scheint es ziemlich verlassen zu sein. Kurz vor Chulu hat der Abstieg bereits begonnen, aber ein paar Höhenmeter müssen wir immer noch verlieren, denn Braga liegt auf 3400 Höhenmeter. Der Abstieg ist ziemlich steil und wir kommen wohl nicht viel schneller voran, als beim Aufstieg zu Beginn des Tages nach Ghyaru. Nun geht es noch die letzten paar Kilometer relativ flach entlang des Flusses und bald erreichen wir das wunderschön gelegene Braga. Hier gibt es nur 3 Unterkünfte und bei der Unterkunft, wo wir fragen, hat es noch genau ein Zimmer frei. Mehr brauchen wir nicht und obwohl diese Unterkunft umgerechnet 2,5 Franken kosten, macht uns das nichts aus. Dafür haben wir eine atemberaubende Aussicht auf die Annapurnakette direkt aus unserem Fenster und ein eigenes Badezimmer. Wir entscheiden uns, unseren strapazierten Rücken eine Ruhepause zu geben und zwei Nächte zu bleiben. Wir geniessen einen gemütlichen restlichen Nachmittag und Abend.