Taiwan 4: South and West

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04.06.2019 – 11.06.2019

Kenting Nationalpark 04.06.2019 & 05.06.2019

Viel zu früh ist es als wir aufstehen und wir freuen uns schon, wenn wir Mal wieder ausschlafen können. Netterweise haben die Hostelmitarbeiter uns bereits um 5 Uhr das Frühstück bereitgestellt, so dass wir nicht mit knurrendem Magen los müssen. Weshalb wir den Zug um 6 Uhr nehmen? Das es die günstigste Verbindung ist und wir so noch etwas vom Tag haben werden. Denn der Weg ist lang. Wir fahren bis Fangshan, von wo aus wir etwa zwei Kilometer zu Fuss gehen müssen, bis wir bei der Bushaltestelle sind. Die Zughaltestelle scheint ziemlich verlassen. Der Weg führt uns durch Felder, wo wir die ersten Arbeiter sehen. Die meisten winken oder rufen uns freundlich zu, Touristen hier auf der Strasse sind wohl nicht so häufig. Die Gegend ist noch nett, hat aber wohl nicht viel zu bieten. Bei der Bushaltestelle warten bereits zwei ältere Personen, die uns sofort fragen, wo wir hinwollen. Wir teilen ihnen mit, dass wir in den Kenting Nationalpark gehen wollen und prompt kommt bereits 10 Minuten später ein Bus angedüst. Nach unseren Recherchen hätten wir noch über eine Stunde warten müssen, aber umso besser. Viel schneller als erwartet, erreichen wir Kenting, so dass wir bereits um 10 Uhr zum Einchecken bereit wären. Die Unterkunft leider noch nicht, aber wir dürfen unser Gepäck wie üblich hier lassen. Wir besuchen diverse hübsche Strände hier in der Umgebung und machen es uns bei einem gemütlich, um schwimmen zu gehen. Das Klima ist hier nicht besser und wir sind über jede Abkühlung froh. Der Platz bietet sogar noch einigermassen guten Schatten, weshalb wir eine zeitlang hier verweilen. Nach einem erfrischenden kühlen Bier warten wir auf den nächsten Bus, der uns ganz in den Süden zum Eluanbi Leuchtturm bringen sollte. Die Umgebung hier hat einiges zu bieten, denn nebst den Leuchtturm können wir durch den Wald spazieren und haben immer mal wieder einen schönen Ausblick auf das Meer. Zum Abschluss des Tages spazieren wir noch an Taiwans südlichsten Punkt, bevor wir zurück zur Unterkunft gehen, um einzuchecken. Am Abend spazieren wir durch den eindrücklichen Nachtmarkt von Kenting und probieren einige Spezialitäten. Es gibt aber auch ziemlich heftige Fischgerichte, wie Oktopus oder Hai. Bei einem Stand sehen wir sogar wie der Koch die lebendige Fische auf einen Spiess steckt, was doch etwas zu viel des Guten ist. Aber eindrücklich ist der Markt auf alle Fälle und Manuela findet ein paar leckere vegetarische Gerichte. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns einen leckeren Bubble Tea, bevor wir in unser gemütliches klimatisiertes Zimmer verschwinden. 

Nachdem wir endlich richtig ausgeschlafen haben, machen wir uns auf den Weg und wollen mit dem Bus einen Park in der Nähe besuchen. Als wir bei der Bushaltestelle ankommen und näher hinschauen, stellen wir fest, dass der besagte Bus nur am Abend fährt. Also versuchen wir unser Glück, um einen Roller zu mieten. Das haben wir, obwohl uns der Vermieter sagt, dass wir keine Versicherung hätten, weil wir den internationalen Führerschein nicht vorweisen können. Da wir aber sowieso nicht damit gerechnet haben hier versichert zu sein, macht uns das wenig aus. Wir sind happy wieder flexibel zu sein, denn so können wir wieder ganz andere Ziele ansteuern. Wir machen zuerst einen Schlenker Inland durch den Sheding Nature Park, bevor wir wieder an die Küste gelangen. Wir passieren ein hübsches Dörfchen nach dem anderen und an der Ostseite kommen wir an diversen wunderschönen Aussichtspunkten auf die Küstenlandschaft vorbei. Danach wird es langsam etwas weniger Touristisch und die Dörfer sehen noch ziemlich ursprünglich aus. Auf der Karte haben wir einen offensichtlichen Weg entdeckt, der uns wieder zurück an die Westküste bringen sollte. Plötzlich fahren wir eine gefühlte Ewigkeit durch den Wald immer höher den Berg hinauf, bis uns das ganze etwas spanisch vorkommt. Wir konsultieren unsere Karte und stellen fest, dass wir uns ohne zu merken, ziemlich übel verfahren haben und nun in irgendeinem Bergsträsschen gelandet sind. Im ersten Moment sind wir etwas darüber erschrocken, denn wir haben nicht einmal bemerkt, irgendwo eine Abzweigung genommen zu haben und sind bereits seit über einer dreiviertel Stunde auf der falschen Strasse unterwegs. Als wir den Weg ab dem jetzigen Standort nochmals genauer unter die Lupe nehmen, stellen wir fest, dass wir trotz einem riesigen Umweg, wieder an die richtige Ortschaft gelangen. Wir hoffen einfach, dass der Roller das auch mitmacht, denn auf diesem Weg sind wir keinem einzigen Menschen begegnet. Die Aussicht ist jedoch herrlich und wir geniessen die Fahrt in dieser total abgelegenen Gegend. Als wir an der Westküste ankommen, gönnen wir uns Mal wieder einen leckeren Eiskaffee und fahren der Küste entlang. Unser heutiges Ziel war eigentlich auch baden, aber durch unseren kleinen Umweg, sind wir bis jetzt noch nicht dazu gekommen. Jedoch treffen wir bald auf einen wunderschönen Strand, wo wir zuletzt doch noch schwimmen gehen können. Der Strand an dem wir uns befinden soll angeblich Drehort des Filmes “Life of Pii; Schiffbruch mit Tiger” gewesen sein. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns eine leckere frische Kokosnuss am Strand. Danach bringen wir den Roller zurück und verbringen einen gemütlichen Abend in unserer Unterkunft. 

Kenting – Tainan 06.06.2019

Heute ist wieder Reisen angesagt. Da wir gerade den Bus verpasst haben, gönnen wir uns eine leckere chinesische Omelette in dem Frühstücksrestaurant nebenan. Da die Preise von günstigen zu teuren Verkehrsmittel stark divergieren, bleiben wir bei den günstigen aber langsamen Zügen. Das macht uns aber nicht viel aus, denn so können wir noch ein wenig die Aussicht geniessen. Wir staunen nicht schlecht, als wir an einer riesigen Fläche von Palmen  vorbeikommen. Ausser dass es enorm heiss ist, passiert heute nicht viel. Nach dreimal Umsteigen erreichen wir Nachmittags um 3 Uhr Tainan. Da wir etwas weit weg vom Stadtzentrum sind, verschieben wir unseren Stadtspaziergang auf morgen und verbringen eine gemütliche Zeit in unserer Unterkunft.

Tainan 07.06.2019

Heute machen wir uns bereits am Morgen auf den Weg in die Innenstadt. Während wir so auf den Bus warten und diskutieren, in welche Gegend wir wollen, hat die Grossmutter, die ebenfalls auf den Bus wartet, den Namen aufgeschnappt und meint auf Chinesisch, dass der nächste Bus der richtige sei. Sie plaudert noch viel mehr mit uns, aber leider verstehen wir kein Wort, was eigentlich schon schade ist. Vielleicht sollten wir doch etwas Chinesisch lernen, bevor wir nach China gehen. Heute findet zudem das jährliche Drachenbootfestival statt und in Taiwan soll das traditionellste hier in Tainan stattfinden. Da wollen wir später noch schauen gehen. Leider können wir nicht genau ermitteln, wann es stattfindet, aber zumindest wo. Nun geht es aber zuerst einmal in die traditionelle Altstadt, wo wir einen eindrücklichen Tempel nach dem anderen besichtigen. Die meisten davon sind Taoistisch, aber es gibt auch ein paar Buddhistische Tempel. Jedenfalls haben wir das Gefühl fast an jeder Ecke einen zu finden. Im Konfuziustempel, der leider im Moment im Bau ist, befindet sich ein spannendes Museum mit vielen traditionellen Gegenständen. Nebst den Tempel besichtigen wir noch eine alte Festung und gönnen uns auf die Hitze einen Bubble Tea. Ja wir mögen den sehr und wissen schon jetzt, dass wir ihn vermissen werden. Zum Abschluss besuchen wir den Hayashi Department Store, der insbesondere bekannt ist, weil er den ersten Lift in Tainan eingebaut hat. Früher sind ärmere Leute nur in das Shopping Zentrum gekommen, um mit dem Lift zu fahren. Es ist ein ganz altes Shoppingzentrum und man kann noch heute auf verschiedenen Stockwerke viele traditionelle Sachen, aber teilweise auch etwas Ramsch einkaufen. Zuoberst hat man eine hübsche Aussicht auf Tainan. Es war einmal das höchste Gebäude von Tainan, aber die Zeit ist offensichtlich lange vorbei. Es war sogar einmal im zweiten Weltkrieg attackiert worden und man kann die Beschädigungen heute noch sehen. Nachdem wir eine weile durch das mehrstöckige Einkaufszentrum geschlendert sind, suchen wir die nächste Bushaltestelle, um zu den beiden Brücken in Anping zu gelangen, wo das Drachenbootfestival stattfindet. Zuerst denken wir, dass wir uns wohl im Tag, Ort oder Datum geirrt hätten, den es scheint kaum was los zu sein in den Strassen hier. Als wir aber just an diesem Platz eintreffen, ist der Bär los. Ganz viele Leute, Marktstände und Musik. Wir schlendern etwas durch die Marktstände, aber es ist immer noch so heiss, dass wir uns bald wieder vom Trubel verabschieden und auf die andere Seite wechseln. Hier schauen wir ein paar Teams bei ihren Drachenboot Wettkämpfen zu, was wirklich noch eindrücklich aussieht. Nach einer Weile wird es uns aber zu heiss und wir sind erschöpft, weshalb wir in den nächsten Bus einsteigen und ein paar Stunden durch Tainans verstopfte Strassen fahren. 

Sun Moon Lake 08.06.2019 & 09.06.2019

Heute haben wir wieder eine längere Reise vor uns, denn wir wollen den Sun Moon Lake besuchen. Dazu finden wir wieder eine längere aber günstige Verbindung. Als wir in Ershui ankommen, um umzusteigen, sind wir über die vielen Leute im Zug etwas schockiert. Wir fahren bis Shuili, wo wir gesehen haben, dass ein Bus fährt. Wir sind ziemlich irritiert, da alle Leute im Zug bleiben und weiterfahren. Wir befürchten schon fast, dass die Leute somit früher in den Bus steigen und wir keinen Platz mehr haben. Als wir an der Haltestelle warten, ist lediglich ein Junge der uns fragt, ob wir zum Sun Moon Lake gehen und meint, der Bus komme hierhin. Wir warten über eine Stunde bis ein winzig kleiner Bus in die andere Richtung fährt. Der Junge meint, dass dies der Bus sei und wir denken, dass unsere Befürchtung wahr wird und alle Leute aus dem Zug in diesen Minibus steigen. Als der Bus jedoch kommt, ist das Schicksal mit uns, denn er ist komplett leer. Wir wundern uns, wo die ganzen Leute abgeblieben sind und vermuten, dass sie vielleicht zusätzliche Direktbusse für das verlängerte Wochenende im Einsatz haben. Keine Ahnung, uns solls jedenfalls recht sein. Wir kommen daher bereits um 1 Uhr an und nehmen den Verbindungsbus zu unserer Unterkunft am Sun Moon Lake, die sich gerade auf der gegenüberliegenden Seeseite in Itaho befindet. Wir sind zu früh zum Einchecken, aber wir hatten bereits online Kontakt mit der Besitzerin und sie meint, dass wir das Gepäck einlagern dürfen. Danach schlendern wir ein wenig durch das touristische Dörfchen und den Markt, wobei Manuela einen interessanten Snack findet. Es sieht aus wie ein gefülltes Brötchen, aber in Wirklichkeit ist das Brötchen Tofu und darin ist Kimchi enthalten. Wir besichtigen den berühmten See und verspeisen unser soeben gekauftes Mittagessen. Danach erkundigen wir einen Wanderweg, der in dem indigenen Viertel von Itaho startet. Es geht zu Beginn relativ steil bergauf und wir schwitzen Mal wieder aus allen Poren. Wir haben uns gesagt, dass wir lediglich einen Aussichtspunkt sehen wollen, denn die ganze Wanderung würde etwa 7 Stunden dauern, wofür wir heute keine Zeit mehr haben. Der Aussichtspunkt lässt aber ein wenig auf sich warten. Auf dem Weg müssen wir auch zwischendurch über umgestürzte Bäume klettern, aber ansonsten ist der Weg in einem guten Zustand. Unterwegs treffen wir ein paar Taiwanesen an, die uns Snacks und zu Trinken anbieten wollen, was sehr nett ist von ihnen. Nachdem wir eine Weile durch den Wald marschiert sind, treffen wir auf eine andere Art Wald, nämlich einem Bambuswald, was sehr eindrücklich ist. Nach anderthalb Stunden haben wir den Aussichtspunkt glücklicherweise gefunden und wir haben einen tollen Blick auf den Sonne Mond See. Wir geniessen die Aussicht eine Weile, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Am Abend geniessen wir die schöne Stimmung am See und laufen diesem noch etwas entlang. Eigentlich wollten wir eine Pizzeria aufsuchen, die sehr gute Referenzen hat, aber als wir dort ankommen, hat sie leider geschlossen. Die Besitzerin gibt uns von ihrem Handgemachten Brot zu probieren und wir sind gerade im siebten Himmel, so lecker ist das. Auch wenn es verhältnismässig teuer ist, kaufen wir eines, denn es ist bereits eine Ewigkeit her, seit wir richtig gutes Brot hatten. Und das ist eines davon. Die Besitzerin gibt uns dafür noch einen leckeren Tee mit auf den Weg und wir gönnen uns anstelle der Pizza einen Noodle Cup zum Abendessen. 

Heute haben wir einiges vor, denn wir wollen den Sun Moon Lake erkunden, uns mit einer ehemaligen Couchsurferin, Ying-Rong, in Taichung treffen und schlussendlich wieder zu Yuying nach Taipei zurückkehren. Um den Sun Moon Lake zu erkunden, ist es am Besten ein Fahrrad zu mieten. Wir suchen daher zuerst einen Fahrradverleih auf, wo wir etwas über den Preis verhandeln müssen. Schlussendlich bekommen wir die Fahrräder zu einem für uns akzeptablen Preis und teilen dem Vermieter mit, dass wir in 3-4 Stunden diese wieder zurück bringen. Er verlangt einen Ausweis als Sicherheit, woraufhin wir ihm eine Identitätskarte geben. Wir haben eigentlich nicht vor um den ganzen See zu fahren, da wir nicht so viel Zeit haben. Zuerst fahren wir auf einen Hügel zu einem Aussichtspunkt, wobei wir von dort aus noch zum Seeufer laufen können. Danach geht es den nächsten Hügel hinauf, wo wir einen hübschen Tempel mit einer eindrücklichen grossen Buddha Statue besichtigen. Danach geht es zu einem weiteren etwas kleineren Tempel und wir sind froh, dass es wieder den Berg hinunter geht. Nun merken wir aber langsam, dass wir wenig Lust haben, den steilen Aufstieg auf uns zu nehmen und setzen die Fahrt fort. Diese führt uns über einen netten Fahrradweg durch den Wald und entlang des Sees. Plötzlich aber stellen wir fest, dass wir uns etwas beeilen müssen, denn der Weg um den See ist doch noch länger als gedacht und wir haben bisher etwas getrödelt. Wir befürchten schon fast, dass wir es nicht schaffen werden und treten etwas schneller in die Pedale. Als wir in die Nähe des Hauptortes kommen, hat es viele Touristen und das vorwärtskommen ist erschwert. Wir setzen daher die Priorität auf einen letzten eindrücklichen Tempel, den wir kurz besichtigen und wir schaffen es doch noch zwanzig Minuten bevor unser Bus fährt, wieder beim Vermieter zu sein. Aber was ist da los? Das Geschäft ist geschlossen und wir klopfen etwas verzweifelt an die Tür, denn Manuela’s Identitätskarte ist noch beim Vermieter. Unterdessen hält ein Mönch im Auto an und fragt was los sei. Wir erklären ihm die Situation und er kontaktiert den Vermieter, der wohl gerade irgendwo sonst eine Velo Reparatur vornimmt. Wir erklären ihm, dass es dringend ist und er meint, falls es nicht reicht würde, er uns an den Busbahnhof im Hauptort stellen könne. Das beruhigt uns schon ein wenig. Während Manuela auf den Vermieter wartet, geht Hanspeter zurück zur Unterkunft und holt unsere beiden Rucksäcke. Währenddessen taucht der Vermieter auf und alles ist in Ordnung. Was für ein Glück. Sie bedankt sich beim Mönch für seine Hilfe und geht zu Hanspeter, der gerade beide grosse Rucksäcke am Schleppen ist. 5 Minuten später fährt unser Bus zum Hauptort auch schon los, wo wir umsteigen müssen und eine längere Fahrt nach Taichung vor uns haben. Der Verkehr ist leider ziemlich dicht und wir kommen eine Stunde später an, wo wir uns mit Ying-Rong treffen. Die Wiedersehensfreude ist gross, ist es doch schon einige Jahre her, als sie bei uns zu Besuch war. Sie hat danach eine Weile in Deutschland gelebt und studiert, und spricht zu unserem grossen Erstaunen enorm gut Deutsch. Sie lädt uns zu einem leckeren Essen und auf den obligaten Bubble Tee ein. Wir haben uns viel zu erzählen und verbringen eine tolle, wenn auch etwas zu kurze Zeit zusammen. Sie hat uns sogar noch einen leckeren Kuchen aus ihrer Heimatstadt mitgebracht, den wir in den nächsten Tagen geniessen können. Um 7 Uhr gehen wir zum Bahnhof, wo ein grösseres Chaos ausgebrochen ist. Alle Züge haben enorm grosse Verspätung und wir wissen gerade nicht, wie wir nach Taipei kommen. Aber wir entscheiden uns zu warten. Wir verabschieden uns von Ying-Rong und informieren Yuying, dass es wohl einiges später wird als erwartet. Sie meint, dass sei kein Problem und sie wartet auf uns, egal wie spät wir kommen. Wir gehen daraufhin auf die Plattform und warten auf einen Zug, wobei der erste so gestopft voll ist, dass wir uns beim besten Willen nicht reinquetschen können. Wir müssen ja schliesslich noch 2-3 Stunden fahren. Der nächste Zug der kommt, ist ebenfalls sehr voll, aber zumindest können wir uns reinquetschen und nach ein paar weiteren Haltestellen, haben wir sogar einigermassen angenehm Platz. So schaffen wir es schlussendlich doch noch um halb 11 bei Yuying einzutreffen, wo wir, wie immer, herzlich empfangen werden. Wir machen heute nicht mehr viel und gehen bald einmal schlafen. 

Taipei 10.06.2019 & 11.06.2019

Wir schlafen heute gemütlich aus und verbringen einen entspannenden Tag. Wir sind ja sehr froh, dass wir die letzten 2 Wochen nahezu ohne Regen verbringen konnten, also beklagen wir uns nicht, dass es Mal wieder regnet. Wir machen es uns daher bei Yuying gemütlich und als sie am Nachmittag von der Arbeit nach Hause kommt, verbringen wir nahezu den Rest des Tages mit plaudern. 

Heute regnet es noch etwas stärker als gestern, aber wir entscheiden uns trotzdem nochmals dem Elektronikmarkt einen Besuch abzustatten. Wir finden tatsächlich noch das ein oder andere, das wir brauchen. Aber wir verbringen auch viel Zeit lediglich beim Anschauen der vielen Elektronikwaren. Danach gehen wir in Richtung Tower 101, da es aber verregnet ist, entscheiden wir uns gegen einen Besuch des Aussichtspunktes. Wir gönnen uns dafür einen allerletzten Bubble Tea und schlendern durch das Luxus Shopping Center des Towers 101, das schon nur deswegen ein Besuch wert war. Anschliessend kehren wir wieder zurück zu Yuying, wo wir unsere Sachen packen und uns von ihr schweren Herzens verabschieden. Sie begleitet uns auf den Bus, der uns direkt zur Flughafen Metro bringt. Wir sind ziemlich früh am Flughafen, da wir nicht erwartet hätten, dass der ganze Transport so einfach und schnell von statten geht. Danach heisst es einchecken und pünktlich um Mitternacht geht unser Flieger nach Singapur, wo wir einen 2 stündigen Stopover haben, bevor es weiter nach Bali, Indonesien geht. Wir fliegen das erste Mal mit dem Billigflieger Scoot und wir hatten für die 4 Stunden noch selten einen so unbequemen Flieger. Der 2 Stündige Flug nach Bali mit derselben Airline ist hingegen wieder viel angenehmer. 


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04.06.2019 – 11.06.2019

Kenting Nationalpark 04.06.2019 & 05.06.2019

It is way too early when we get up and we are already looking forward to sleeping again in the train. Kindly the hostel staff provided us with breakfast at 5am, so we did not have to start with a empty stomach. Why do we take the train at 6 o’clock? It was the cheapest connection available and we will still have a bit of the day. Because the way is long. We drive to Fangshan, from where we have to walk about two kilometers until we reach the bus stop. The train stop seems pretty deserted. The path leads us through fields where we see the first workers. Most of them wave or shout friendly, tourists on the street are not that common it seems. The area is still nice, but probably has not much to offer. At the bus stop already two elderly people are waiting, who ask us immediately, where we want to go. We tell them, we want to go to the Kenting National Park and promptly comes a bus 10 minutes later. According to our research, we would have had to wait over an hour, but this much the better. Much faster than expected, we reach Kenting, so we would be ready by 10 clock to check in. The accommodation unfortunately is not ready yet, but we are allowed to leave our luggage here. We visit several beautiful beaches around here and make ourselves ready for a swim. The climate is not colder here than on other places before and we are happy about any cooling down. The place even offers reasonably good shade, which is why we stay here for a while. After a refreshing cold beer, we wait for the next bus, which should take us all the way to the south to the Eluanbi lighthouse. The environment here has a lot to offer. In addition to the lighthouse, we can walk through the forest and have a beautiful view to the sea. At the end of the day, we’ll walk to Taiwan’s southernmost point before heading back to check in. In the evening we walk through the impressive night market of Kenting and try some specialties. But there are also quite strange fish dishes, such as octopus or shark. At one stall, we even see the cook put the live fish on a spit, which is not so nice. But the market is definitely impressive and Manuela finds some delicious vegetarian dishes too. At the end of the day we treat ourselves to a delicious bubble tea before we head into our cozy air-conditioned room.

After we have slept well, we are on the way and want to visit a park nearby by bus. When we arrive at the bus stop and take a closer look, we notice that the said bus only runs in the evening. So we try our luck to rent a scooter. We have, although they tells us we have no insurance, because we can not show the international driver’s license. Since we did not expect to be insured anyway, that does not matter to us. We are happy to be flexible again, because we can go back to completely different goals. We first make a detour inland through the Sheding Nature Park, before we get back to the coast. We pass a pretty village after another and on the east side we come to various beautiful viewpoints on the coastal landscape. Then it gets a bit less touristy and the villages look quite original. On the map, we have discovered an obvious path that should bring us back to the West Coast. Suddenly we drive through the forest and uphill the mountain for a felt eternity until everything seems a bit strange to us. We consult our map and find out we are completely on the wrong road, and have now ended up in some mountain road in the middle of nowhere. At first we are a little scared, because we have not even noticed, taken a turn somewhere and have been on the wrong road for over 45 minutes. As we take a closer look at the route from the current location, we realize despite a huge detour, we return to the right location. We just hope the scooter will not break down, because we did not meet anybody on this path. The view is magnificent and we enjoy the ride in this totally remote area. When we finally arrive on the west coast, we treat ourselves a delicious iced coffee and drive along the coast. Our destination today was actually a place to swim, because our little detour we have not done it yet. However, we soon meet a beautiful beach, where we can finally go swimming. The beach where we go, is the location of the movie „Life of Pii; Shipwreck with tiger „. At the end of the day we treat ourselves to a delicious fresh coconut on the beach. Then we bring the scooter back and spend a cozy evening in our accommodation.

Kenting – Tainan 06.06.2019

Today is travel day again. Since we just missed the bus, we treat ourselves to a delicious Chinese omelet in the breakfast restaurant next door. Since the prices of cheap to expensive means of transport diverge greatly, we remain on the cheap but slow trains. This does not bother us much, because we can enjoy the view for a while. We are surprised when we pass a huge area of ​​palm trees. Except of being extremely hot, not much happens today. After three changes of trains and busses we arrive in the afternoon at 3 o’clock in Tainan. Since we are a bit far from the city center, we postpone our city walk to tomorrow and spend a comfortable time in our accommodation.

Tainan 07.06.2019

Today we start our way to the city center in the morning. While we wait for the bus and discuss which area we want to go to, the grandmother, who is also waiting for the bus, has picked up the name and says in Chinese that the next bus is the right one. She chats a lot more with us, but unfortunately we do not understand a word, which is a pity. Maybe we should learn some Chinese before we go to China. Today, the annual Dragon Boat Festival takes place, and in Taiwan, the most traditional one is in Tainan. We want to take a look later. Unfortunately, we can not pinpoint exactly when it happens, but at least we figure out where. First we go to the traditional old town, where we visit one impressive temple after the another. Most of them are Taoist, but there are also a few Buddhist temples. Anyway, we have the feeling almost at every corner to find one. The Confucius Temple, which is currently under construction, houses an exciting museum with many traditional objects. In addition to the temple, we visit an old fortress and treat ourselves because of the heat a bubble tea. Yes, we like it very much and we already know that we will miss it. Finally, we visit the Hayashi Department Store, which is well known for having built the first lift in Tainan. Earlier, poorer people just came to the shopping center to take the lift. It is a very old shopping center and you can still buy on several floors many traditional things, but sometimes also some junk – we think. At the top you have a nice view of Tainan.  Once upon a time, it was Tainan’s tallest building, but this time is past. It was even attacked once during World War II and you can still see the damage today. After wandering through the multi-storey shopping mall for a while, we look for the nearest bus stop to get to the two bridges in Anping, where the Dragon Boat Festival takes place. At first we think we were wrong in the place or date, as there seems to be hardly anything going on in the streets. But when we arrive at exactly this place, it is really busy. Many people, market stalls and music. We stroll through the market stalls, but it is still so hot that we say goodbye to the bustle and change the river sides soon. Here we look at a few teams during their dragon boat competitions, which looks really impressive. After a while, however, it gets too hot for us and we are exhausted, so we get on the next bus and drive through Tainan’s congested streets for a few hours.

Sun Moon Lake 08.06.2019 & 09.06.2019

Today we have a longer journey ahead of us, because we want to visit the Sun Moon Lake. In addition we find again a longer however cheaper connection. When we arrive in Ershui to change the train, we are a little shocked by the many people on the train. We drive to Shuili, where we figured out, a bus should go to the lake. We are pretty confused, because all people stay on the train. We almost fear the people will get on the bus earlier and we will not have space left. When we wait at the bus stop, there is only one boy who asks us if we are going to Sun Moon Lake and confirmed us the bus will come here. We wait over an hour until a tiny little bus arrives but in the other direction. The boy says this is the bus and we think our fear will turn into reality and all the people on the train will get into this minibus at the earlier station. But when the bus arrives, fate is with us, because it is completely empty. We’re wondering where all the people have gotten away with and assume there must be additional direct buses for the long weekend. We arrive at 1 pm and take the connecting bus to our accommodation at Sun Moon Lake, which is just across the lake in Itaho. We are too early to check in, but we already had online contact with the owner and she says we can store the luggage. Then we stroll a bit through the tourist village and the market, where Manuela finds an interesting snack. It looks like a stuffed bun, but in fact the bun is tofu and it contains kimchi. We visit the famous lake and eat our lunch we just bought. Then we look for a trail that starts in the indigenous district of Itaho. It starts at the beginning relatively steep uphill and we sweat again a lot. We have said we only want to see a vantage point, because the whole hike would take about 7 hours, for which we have no time today. The first real vantage point seems to be far. On the way, we also have to climb over fallen trees in between, but otherwise the path is in good condition. At the first rest area we meet a few Taiwanese who want to offer us snacks and drinks, which is very nice of them, but we have our own too. After marching through the forest for a while, we find another kind of forest, a bamboo forest, which is very impressive. After one and a half hours we found the viewpoint fortunately and we have a great view of the sun moon lake. We enjoy the view for a while before we start our way back. In the evening we enjoy the beautiful atmosphere on the lake and walk this a bit along. Actually, we wanted to eat dinner in a pizzeria, which has very good references, but when we arrive there, it is unfortunately already closed. The owner gives us a taste of her handmade bread and we’re feeling in heaven, so delicious it is. Even if it’s relatively expensive, we buy one because it’s been ages since we had really good bread. And this one of them. The owner gives us a delicious tea on the way and we treat ourselves instead of the pizza a Noodle Cup for dinner.

Today we have some plans, as we want to explore Sun Moon Lake, meet with a former couch surfer, Ying-Rong, in Taichung and finally return to Yuying in Taipei. To explore the Sun Moon Lake, it is best to rent a bike. We therefore first look for a rental office, where we have to negotiate about the price. Finally, we get the bikes for a price that is acceptable to us and inform the rental agent we will bring them back in 3-4 hours. He asks for a passport as security, whereupon we give him an identity card. We do not really plan on going around the lake as we do not have that much time. First, we drive up a hill to a viewpoint, where we can walk from there to the lake. Afterwards we go up the next hill, where we visit a beautiful temple with an impressive big Buddha-statue. After this we go to another smaller temple and we are glad that the road leads us down the mountain. At the temple is a big Chinese group. One guy just stands beside Hanspeter and measure his height, with him. He actually reached bearly the shoulder. A bit later another one is coming with his cellphone and first we thought, he want us to take a picture of him. No, he wants to take a Selfie with us. We think this is quite funny. Now we slowly notice we have little desire to take the steep climb back  and continue the journey. This leads us on a nice bike path through the forest and along the lake. Suddenly we realize we have to hurry up a bit, because the way around the lake is still longer than expected and we have been a bit lazy and slow moving so far. We almost fear that we will not make it and cycle much faster. When we come near the main town, there are many tourists and it is difficult to get ahead. We therefore put the priority on one last impressive temple, which we visit briefly and we manage to be back at the rental shop twenty minutes before our bus leaves. But what is going on there? The shop is closed and we knock a bit desperately on the door, because Manuela’s identity card is still inside. Meanwhile, a monk stops in the car and asks what’s going on. We explain the situation to him and he contacts the owner, who is doing a bicycle repair somewhere else. We tell him that it is urgent and he says, if we were too late to catch the bus, he could put us at the bus station in the main village, where the bus to Taichung leaves. This calms us down a bit. While Manuela waits, Hanspeter goes back to the accommodation and picks up our two backpacks. Meanwhile, the owner shows up and everything is fine. What luck. She thanked the monk for his help and go to Hanspeter to help, who is currently towing both big backpacks. 5 minutes later our bus to the main town departs, where we have to change to Taichung. The traffic on the way to Taichung is pretty dense and we arrive one hour delayed, but luckily Ying-Rong is still waiting for us. The joy of reunion is great, as it was several years ago when she was visiting us. She lived and studied in Germany for a while, and to our astonishment, she speaks German very well. She invites us to a delicious meal and the obligatory bubble tea. We have a lot to talk about and spend a great, albeit short, time together. She has even brought us a delicious cake from her hometown, which we can enjoy over the next few days. At 7 o’clock we go to the station, where it’s quite chaotic. All trains are extremely delayed and we do not know how to get to Taipei. But we decide to wait. We say goodbye to Ying-Rong and tell Yuying that it will be a lot later than expected. She says it’s not a problem and she’s waiting for us no matter how late. That’s so nice of her. Then we go to the platform and wait for a train, the first was so crowded that we can not squeeze in, not even with our best intentions. After all, we have to drive for another 2-3 hours. The next train arrives is also very crowded, but at least we can squeeze ourselves in and after a few more stops, we even have reasonably comfortable place. So we finally manage to arrive at Yuyings place at half past ten, where we receive a warm welcome. We do not much today and go to bed soon.

Taipei 10.06.2019 & 11.06.2019

We sleep well today and spend a relaxing day. We are very happy that we could spend the last 2 weeks with almost no rain, so we do not complain that it rains again. We make it comfortable with Yuying and when she comes home from work in the afternoon, we spend most of the rest of the day chatting together.

Today it’s raining a bit more than yesterday, but we decide to visit the electronics market again. We actually find a few things we need. But we also spend a lot of time just looking at the many electronics products. Then we head towards Tower 101, but as it is rainy, we decide against visiting the lookout point. We treat ourselves to our last bubble tea and stroll through the luxury shopping center of the Towers 101, which was worth a visit. Then we return to Yuying, where we pack our things and finally have to say goodbye to her. She accompanies us on the bus, which brings us directly to the airport metro. We are early at the airport, as we did not expect the whole transport to be so easy and quick. We check in and punctually at midnight our plane goes to Singapore, where we have a 2 hour stopover before continuing to Bali, Indonesia. We fly for the first time with the low-cost Scoot airline and we never had for the 4 hours such an uncomfortable plane. The 2-hour flight to Bali with the same airline, however, is much more pleasant.

Taiwan 3: Lanyu & Green Island

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29.05.2019 – 03.06.2019

Taitung – Lanyu 29.05.2019

Es ist noch nicht mal 5 Uhr als wir verschlafen aufstehen. Aber für den bevorstehenden Ausflug stehen wir ja gerne auf. Nachdem wir alles gepackt und gefrühstückt haben, watscheln wir verschlafen zum Bahnhof. Es sind bereits ein paar wenige Leute am warten und der Bus kommt in den nächsten paar Minuten ebenfalls an. Perfekt. Gute 30 Minuten später erreichen wir das Fährterminal, wo wir unsere reservierten Tickets bezahlen und erhalten. Alles klappt wie am Schnürchen und wir sind viel zu früh bereit, um das Boot zu betreten. Wir haben schon fast gedacht, wir hätten dieses für uns, bis ein grosser Bus ankommt und unglaublich viele Leute aussteigen. Wir erhalten aber trotzdem noch einen Sitzplatz, denn das Boot ist grösser als es scheint. Die gut 2.5 Stündige Fahrt auf Lanyu ist ziemlich heftig. Wir haben noch selten eine solch rauhe Bootsfahrt erlebt. Obwohl es ein grosses Boot ist, schlägt es immer wieder durch die Welle mit einem heftigen Knall auf. Zumindest zu Beginn, auf dem Meer sind die Wellen etwas ruhiger, worüber wir ziemlich froh sind und noch etwas dösen können. Man muss auch erwähnen, dass die Überfahrt auf Lanyu nicht immer stattfindet und wenn die See zu rau ist, kann die Bootsfahrt kurzfristig abgeblasen werden. Wir können nun auch nachvollziehen weshalb. Um 10 Uhr treffen wir in Lanyu ein und schauen uns nach Transportmöglichkeiten um. Wir haben auf einer Taiwanesischen Seite einen Fahrplan entdeckt, wo nur 4 Busse pro Tag aufgelistet sind. Den erste haben wir gerade verpasst. Ein Taxifahrer und ein Insasse beginnen mit uns zu plaudern und wir erklären, dass wir mit dem Bus zum Campingplatz wollen. Der Insasse übersetzt in gebrochenem Englisch, was der Taxifahrer sagt. Dieser meint, dass es ab und zu ein Bus gäbe, aber dieser sehr unregelmäßig fährt und niemand genau den Fahrplan kennen würde, da die einheimische Bevölkerung nahezu ausschliesslich Roller fährt. Wir sollen doch einfach einen Scooter mieten, das mache das Leben viel einfacher. Er teilt uns zudem mit, dass wir einfach auf die Strasse gehen sollen, wenn der Bus kommt und ihn so anhalten. Oder versuchen mit Autostopp vorwärts zu kommen, die Leute seien freundlich hier. Wir besprechen daraufhin die Situation und entscheiden uns zu warten. Wir haben ja Zeit. Scooter fahren mit unserem ganzen Gepäck erachten wir als sehr unangenehm, vorallem da wir den Campingplatz noch nicht kennen und wenn wir einen Rucksack nach dem anderen bringen, können wir die nirgends sicher lagern. Autostopp sehen wir auch nicht als geeignet, da wir erstens die Sprache nicht kennen und hier die Leute nicht einmal Chinesisch sondern eine Indigene Sprache sprechen. Zudem sind die meisten sowieso mit dem Roller unterwegs. Wir überlegen sogar, ob wir gemütlich loslaufen wollen. 16 Kilometer mit dem Gepäck ist aber unglaublich weit und ein paar Tropfen fallen bereits vom Himmel. Wir gehen zuerst in den 7 Eleven, kaufen dort ein leckeres Eiskaffee und warten in einem gemütlichen Unterstand auf einer Sitzbank. Dabei können wir den Ziegen zuschauen, die im ganzen Dorf und wie wir später erfahren werden, auf der ganzen Insel präsent sind. Das ist schon ziemlich lustig. Die Zeit vergeht und es Beginnt mal wieder ziemlich stark zu regnen. Wir sind etwas verunsichert, ob unser Plan mit dem Zelten ein wirklich so guter ist. Aber Alternativen haben wir kaum. Zudem wissen noch nicht einmal, ob der Zeltplatz existiert, daher sind wir ein wenig nervös. Gegen Mittag spricht uns eine Frau auf Englisch  an, die ebenfalls vor hat den Bus zu nehmen. Sie ist ursprünglich aus Taiwan, arbeitet aber schon länger in den Staaten und ist hier, um Ferien zu machen. Sie meint, dass sie vermutlich laufen muss, da niemand weiss, wann der Bus fährt. Sie ruft sogar bei der Busgesellschaft am Flughafen an, aber die können es ihr auch nicht sagen, da wohl der Fahrplan geändert hat. Was ist denn los? Während wir so plaudern, vergeht die Zeit und tatsächlich kurz nach 1 Uhr kommt der Bus. Eine Busbegleiterin spricht chinesisch und die Dame kann ihr mitteilen, wohin sie und wir wollen. Der Busfahrer spricht wohl nur die indigene Sprache. Das kann ja lustig werden. Sie informieren uns, dass der Campingplatz existiert und zeigen in die Richtung, in die wir auch vorhaben zu gehen, um diesen aufzusuchen. So wie es aussieht, verirren sich wohl kaum Touristen zu Fuss in die Gegend, denn nahezu alle Leute die vorbeifahren, winken uns zu und wir hoffen jeweils, dass sie vor lauter gucken nicht vom Roller fallen. Beim Campingplatz angekommen sind wir ziemlich verwirrt, denn die Zufahrt ist mit einem Seil abgesperrt und es steht closed. Oh nein, dass darf doch nicht wahr sein. Glücklicherweise ist ein Herr dort, der zu unserem Erstaunen sogar etwas Englisch spricht und meint, dass der Campingplatz geöffnet sei. Ok, da haben wir nichts dagegen und wir dürfen hier für umgerechnet 10 Franken campen. Es gibt sogar eine Outdoordusche und Stromanschluss, was wir nicht erwartet hätte. Aber nun kommt der Hacken, denn eine Toilette hat er nicht. Er meint, dass wir entweder in die Büsche müssen oder in den nächsten 7 Eleven oder zur Polizeistation im Dorf Dongqing, welches etwa 1 km entfernt ist. Naja, das ist ein Grund mehr, um sich wirklich einen Roller auszuleihen. Dafür ist der Campingplatz wunderschön gelegen mit direktem Blick aufs Meer und wir geniessen die Aussicht sehr. Mittlerweile hat es auch aufgehört zu regnen und wir können unser Zelt im Trockenen aufstellen. Am späteren Nachmittag spazieren wir ein wenig dem Strand entlang, wobei wir hier etwas schockiert über den ganzen Müll sind, der da liegt. Danach erkunden wir das kleine Dörfchen ein wenig, bevor wir wieder zurück zu unserem Zelt gehen. 

Lanyu 30.05.2019 & 31.05.2019

Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen haben, stellen wir fest, dass der morgendliche Bus gerade vorbei fährt. So bleibt uns nichts anderes übrig, als zum Dörfchen am Hafen zu Fuss zu gehen oder auf den Mittagsbus zu warten. Wir entscheiden uns für den 12 Kilometer langen Spaziergang, der uns maps.me anzeigt. Zuerst machen wir einen Stop beim Seven Eleven, wobei uns die Fischersleute bereits am Morgen früh einen Schnaps andrehen wollen. Wir lehnen dankend ab und gönnen uns zuerst einmal einen Eiskaffee. Der Wanderweg sollte irgendwo im Nirgendwo bei einer Unterkunft am Ende einer Strasse starten. Als wir dort ankommen, treffen wir zwei Frauen an, die uns mitteilen, dass es hier keinen solchen Weg gibt und wir über die offizielle Strasse müssen, um auf die andere Seite der Insel zu gelangen. Schade, aber was solls, so wird der Weg noch um einige Kilometer länger, aber besser wir erfahren das bereits jetzt, als dass wir eine fragwürdige Buschwanderung machen müssen. Wir marschieren daraufhin etwas zurück und weiter in das nächste Dorf Yeyin, in welchem wir an die andere Küste nach Hongtou abzweigen. Es wäre ja nicht lustig, wenn es nicht zuerst steil den Hügel hoch ginge. Wir sind bei dieser drückenden Hitze schon fast froh, dass es etwas zu regnen begonnen hat und ein klein wenig abkühlt. Die Insel Lanyu ist, was wir bisher gesehen haben, wunderschön und sehr grün, aber wir hoffen schon, dass sich das Wetter etwas stabilisiert. Wir haben eine tolle Sicht von dem Hügel und nach einer gefühlten Ewigkeit ist die Anstrengung zu Ende und es geht auf der anderen Seite wieder hinunter. Juhui, jetzt kann uns nichts mehr aus der Ruhe bringen. Wieder an der Küste angekommen, schlendern wir von einem Dörfchen ins Nächste. Unterwegs werden wir von einer Einheimischen Frau auf Englisch angesprochen, die uns ihre hübschen traditionellen Bändchen zeigt. Da sie uns auch wirklich gefallen, kaufen wir ihr Eins ab und sie schenkt uns daraufhin noch ein weiteres dazu. Als wir etwas aufs Meer schauen, kann Hanspeter sogar eine Schildkröte von weitem erkennen. Bei genauerem Hinschauen sind es sogar zwei und ziemlich grosse. Wir beobachten diese eine Weile und setzen unseren Marsch Richtung Flughafen fort. Wenn unsere Rechnung aufgeht, sollte nächstens ein Bus vorbeifahren und wir könnten zumindest die letzten 4 Kilometer fahren. Der Bus überholt uns kurz vor dem Flughafen ganz unerwartet und als es nicht schon heiss genug wäre, rennen wir diesem nach. Jetzt müssen wir nur noch erklären können, dass wir zum Hafen wollen, damit uns die Busbegleiterin den richtigen Preis mitteilen kann. Nachdem wir gesagt haben 7 Eleven ist dann auch ihr Groschen gefallen und wir dürfen mitfahren. Ein paar Minuten später sind wir auch schon dort und wir kaufen uns natürlich zuerst wieder ein leckeres kaltes Getränk. Danach gehen wir zur Unterkunft nebenan, da es dort aussieht, als gäbe es hier eine Rollervermietung. Ohne überhaupt einen Führerschein zu sehen oder eine Sicherheit zu hinterlegen, können wir einen Roller für die nächsten zwei Tagen mieten. Wunderbar, jetzt sind wir mobil. Zuerst besuchen wir den kleinen alten Leuchtturm, der sich in Hafennähe befindet. Danach düsen wir erst einmal um die ganze Insel, wobei wir viele eindrückliche Felsformationen bestaunen können, sowie Ziegen die darauf herumklettern. Die Fahrt ist wirklich super schön und das Meer sieht fantastisch auf. Wir machen von Zeit zu Zeit einen Stopp um die wunderschönen Plätzchen noch mehr zu geniessen. Es hat seit einer Weile aufgehört zu regnen und die Sonne kommt zum Vorschein. Nun sieht alles noch viel grüner aus als vorher, einfach traumhaft. Man fühlt sich ein wenig, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Es gibt viele traditionelle Bauten und Boote, die wunderschön bemalt sind. Die Felsformationen sehen auch fantastisch aus. Am Lovers Cove machen wir einen kurzen Spaziergang, wo wir auf einen Arch im Meer treffen, wobei durch das Wasser ein eindrückliches Blowhole entsteht. Danach fahren wir noch ein wenig der Küste entlang bis zum Hafen, wobei wir unterwegs wieder auf eindrückliche Felsformationen, Höhlen und indigene Künste treffen. Kurz vor dem Eindunkeln sind wir wieder auf dem Campingplatz und verbringen einen gemütlichen Abend. 

Heute werden wir bereits um 6 Uhr von der Sonne geweckt und wir verschieben uns ausserhalb des Zeltes, um noch ein wenig zu dösen. Die kalte Outdoordusche ist in diesen Momenten gold wert, denn so kann man sich am Morgen zumindest ein wenig abkühlen. Nachdem wir gemütlich gefrühstückt haben, machen wir uns auf den Weg. Aber nicht weit, denn wir wollen ein Badeplätzchen suchen, dass wir glücklicherweise auch ziemlich schnell finden. Die Sonne scheint heute wirklich enorm stark und wir sind froh, bereits wieder im kühlen Nass zu sein. Auch hier gibt es noch einen gemütlich Unterstand, den wir vor zwei Tagen als Schutz vor dem Regen gebraucht haben, heute als Schutz vor der Sonne. Nach einer Weile machen wir uns jedoch auf den weiteren Weg und fahren eine steile Strasse hoch, wo wir den Leuchtturm vorfinden. Leider ist der Zugang zum Leuchtturm gesperrt, aber wir haben trotzdem einen guten Blick darauf und vorallem eine schöne Aussicht. Auf dem Rückweg finden wir noch einen kleinen Wanderweg, wobei wir ganz unverhofft inmitten des Waldes sind und sogar einen Blick auf die andere Seite der Insel von oben werfen können. Nun brauchen wir aber wieder eine Abkühlung und wir gönnen uns einmal mehr einen Eiskaffee im Seven Eleven beim Hafen. Danach wollen wir den Dragon Head Rock besuchen. Da es aber aussieht, als würde es weiter vorne regnen, machen wir eine halbstündige Pause auf einer Plattform, so dass der Regen vorbeiziehen kann. Tatsächlich, das Unwetter scheint jetzt verflogen zu sein und wir können den eindrücklichen Dragon Head bewundern. Die Felsformation sieht tatsächlich aus, als wären einige schwarze Drachenköpfe gemeisselt. Zudem turnen die Ziegen noch waghalsig darauf herum. Als Nächstes besuchen wir den Old Mans Rock, der ganz imposant aus dem Meer ragt. Wir staunen immer wieder, dass es an so schönen Orten kaum Leute hat und wir geniessen es sehr. Nun brauchen wir aber wieder eine Abkühlung und suchen einen geeigneten Platz zum Schwimmen oder bestenfalls zum Schnorcheln. Der erste Platz den wir ansteuern, wäre sehr schön, aber wir trauen dem Meer nicht, da es hier sehr wild ist. Vor dem Flughafen sehen wir eine Gruppe am Tauchen und Schnorcheln, weshalb wir es dort ebenfalls versuchen. Der Einstieg ist das Schwierigste am Ganzen, denn Barfuss über die enorm scharfen Felsen zu laufen, da müssen wir schon die Zähne zusammenbeissen. Aber einmal drinn, sind wir begeistert von dem schönen Korallenriff. Wir verbringen sicher eine geschlagene Stunde, um das Riff zu erkunden und wir finden sogar Nemo. Also nicht nur einen, sondern ganz viele. Danach sind wir aber geschafft und der Tag neigt sich auch bald dem Ende zu. So fahren wir wieder zurück zum Campingplatz, wo wir einen ruhigen Abend verbringen. 

Lanyu – Green Island 01.06.2019 

Heute müssen wir früh aufstehen, da unser Boot um halb 10 nach Green Island fährt. Das ist aber kein Problem, denn bereits um viertel nach 6 drückt uns die Sonne unbarmherzig aus dem Zelt. Wir haben das Gefühl, als würde es jeden Tag heisser und wir freuen uns schon mit dem Roller, unserer mobilen Klimaanlage, zum Hafen zu fahren. Nachdem wir das Zelt und unsere sieben Sachen gepackt haben, verstecken wir einen Rucksack auf dem Campingplatz, da wir diesen später holen müssen. Wie beim letzten Mal fährt Hanspeter zuerst Manuela mit einem Rucksack zum Hafen. Knapp eine Stunde später kommt er mit dem zweiten Rucksack angedüst und wir gönnen uns noch ein schön eisgekühltes Getränk, bevor es auf die Fähre geht. Die Überfahrt ist diesmals wunderbar, denn wir geniessen den kühlen Fahrtwind auf der Fähre und sind froh, dass das Meer diesmal viel ruhiger ist. Schneller als erwartet treffen wir bereits auf der Green Island ein. Dort wollen wir eigentlich wieder auf den Bus warten, aber da gemäss Fahrplan dieser erst in drei Stunden kommt, machen wir uns auf die Suche nach einer Rollervermietung. Wir finden vor einer Unterkunft eine Vermietungsstation und fragen dort. Hier reicht der normale Führerschein und ein Deposit aus, und wir kriegen den Roller. Ein Hongkonger arbeitet hier freiwillig, was die Abwicklung dank seiner Englischkenntnisse erleichtert. Er gibt uns noch ein paar Tipps und wir dürfen unseren zweiten Rucksack hier deponieren. Die Green Island ist nochmals kleiner als Lanyu und wir erreichen relativ bald den Campingplatz. Dieser ist wieder schön eingerichtet. Jeder Stellplatz hat ein Holzdach und Strom, Duschen und Klo gibt es ebenfalls. Dafür kostet dieser auch umgerechnet 20 Franken. Auf einem Hinweisschild heisst es, dass man sich etwas weiter vorne Registrieren muss. Wir stellen aber zuerst unser Zelt auf und machen uns auf die Suche. Zuerst kommen wir bei einer Touristeninformation vorbei und fragen dort nach. Es befindet sich jedoch da nur ein Betelnusskauender Mitarbeiter, der uns leider auch nicht weiterhelfen kann. Wir fahren etwas weiter und kommen zu den heissen Quellen, wo sich auch tatsächlich die Rezeption befindet. Mit google Übersetzer können wir uns mit dem Mann schlussendlich verständigen, aber er bittet uns, heute Abend um 5 Uhr nochmals zu kommen. Weshalb erschliesst sich uns nicht, aber wir werden das einfach machen. Eine Attraktion wären ja die heissen Quellen, aber das ist ehrlich gesagt das Letzte worauf wir bei dieser Hitze Lust haben. Also lassen wir das bleiben. Jetzt machen wir zuerst einmal eine Inselrundfahrt. Wir besichtigen dabei einen hübschen Leuchtturm und suchen das Kühle nass. Wir finden ein nettes Plätzchen, wo wir uns ein paar Stunden mit Schnorcheln beschäftigen, bevor es zum Campingplatz zurück geht, natürlich nicht ohne uns noch zu registrieren.

Green Island 02.06.2019

Heute machen wir eine umfassendere Erkundungstour der Insel. Wir besichtigen zuerst ein Denkmal an politische Gefangene, die früher auf die Green Island verfrachtet wurden. Das zeigt auch Taiwans dunkle Zeiten auf und es ist erstaunlich, dass das Land eine solche Wendung innerhalb relativ kurzer Zeit durchlaufen hat. Denn noch in den 80er Jahren wurden Leute, die sich Politkritisch ausdrückten, festgenommen. Heute ist das Land sehr liberal und zählt als wohl fortschrittlichstes und tolerantestes Land im asiatischen Raum. Das ist sehr beeindruckend. Die Gegend ist auch hier auf der Green Island wunderschön und wie der Name es schon suggeriert, sehr grün. Während des Tages besichtigen wir Höhlen, Aussichtspunkte, kurze Wege (für die langen ist es zu heiss) und gehen natürlich wieder Schnorcheln. Wir begegnen unterwegs sogar noch ein paar wilden Rehe, womit wir effektiv nicht gerechnet hätten. Von dem Aussichtspunkt auf die Sleeping Beauty und dem Pekinese Rock können wir wieder eine Schildkröte erkennen, was auf die Distanz schon sehr erstaunlich und eindrücklich ist. Es ist eher schwierig diesen aufzunehmen, da er so weit weg ist und meist nur für eine kurze Zeit auftaucht. Auf dem Aussichtspunkt weht jedoch ein kühler Wind und wir haben daher genügend Zeit. Wenn man die Sleeping Beauty zudem genauer betrachtet, sieht der Fels tatsächlich aus wie eine Frau, die auf dem Rücken liegt. Die Green Island ist zwar um einiges Touristischer als Lanyu, hat aber auch ihren ganz eigenen Charm und viele wunderschöne Plätze zum geniessen. Nachdem wir gemütlich die Insel umrundet haben, suchen wir eine Stelle zum Schnorcheln. Leider ist das Meer so unruhig, dass wir lediglich dieselbe Stelle wie gestern, als sicher zum Schnorcheln einstufen. Das geht vermutlich den ganzen Tauchanbieter auch so, denn heute ist gefühlt jeder an diesem Platz. Aber das macht nichts, das Riff ist gross und wir finden so auch unsere eigenen ruhigen Plätzchen. Kurz vor Sonnenuntergang gehen wir an den einen Strand in der Nähe unseres Campingplatzes in der Hoffnung den Sonnenuntergang bestaunen zu können. Leider ist es nun ziemlich bewölkt geworden, aber die Farben die die Wolken von der Sonne reflektieren, sehen trotzdem eindrücklich aus. 

Green Island – Taitung 03.06.2019

Heute ist bereits der letzte Tag unseres Inselausfluges und um 14.30 fährt die Fähre wieder zurück ans Festland. Wir nutzen jedoch den Morgen noch für einen Ausflug in der Nähe des Campingplatzes und der heissen Quellen. Wir haben dort einen schönen Ausblick über das Meer und können sogar noch ein Reh beobachten. Es scheint, als wolle es sich auch abkühlen, denn es geht im Meer baden. Danach fahren wir nochmals zum Aussichtspunkt des Sleeping Beauty’s, wo wir diese eindrückliche Formation noch aus einer etwas anderen Perspektive bestaunen können. Zum Abschluss umrunden wir die kleine Insel und zurück beim Campingplatz müssen wir unsere Sachen packen. Danach bringt Hanspeter den Roller zurück und wir warten auf die Fähre, die in einer Stunde abfährt. Die Überfahrt geht Ruckzuck und wir sind wieder in Taitung. Hier warten wir auf den nächsten Bus, der uns zum Bahnhof bringt. Da wir morgen wieder um 6 Uhr den Zug Richtung Kenting Nationalpark erwischen wollen, haben wir Mal wieder ein günstiges Hostel in der Nähe des Bahnhofes gebucht. Die Unterkunftspreise können wir teilweise nicht nachvollziehen, denn wenn wir in dieselbe Unterkunft wie letztes Mal gegangen wäre, hätten wir fast den doppelten Preis bezahlt. Aber wahrscheinlich reduzieren die Unterkünfte gerne die Preise in letzter Minute, so nach dem Motto, lieber günstig als gar nicht. Ja, deshalb sind wir heute für die kurze Nacht in einem Mehrbettzimmer. Aber abgesehen von dieser Situation sind wir vom Hostel begeistert. Es hat eine Küche und einen gemütlichen Aufenthaltsraum. Sogar Velos stehen gratis zur Verfügung. Aufgrund dieser Tatsache schnappen wir uns die beiden Velos und fahren zum 3 Kilometer entfernten Supermarkt, um Mal wieder ein leckeres Abendessen einzukaufen. Wir versuchen, dasselbe Gericht zu machen, wie jenes in Yuli, zu welchem wir eingeladen wurden, einfach ohne Shrimps. Es funktioniert tatsächlich gut. Wir kochen den Ingwer mit den Nudeln, geben zwei geviertelte Tomaten hinzu, zwei Eier und noch etwas Gewürz. Fertig ist die super leckere Nudelsuppe. Die Hostelmitarbeiterin schaut ganz verwundert auf unser Gericht und meint, dass sehe ja sehr taiwanesisch aus. Ist es ja auch, offenbar – und sehr lecker. Plötzlich steht sie auf und eilt mit ihren Müllsäcken auf die Strasse. Dann hören wir es auch, denn in Taiwan kündigt sich der Müllmann immer mit einer Musik an (vielfach mit  Elise von Bethoven oder einer zweiten Melodie), wie man es bei uns eher vom Eismann kennt. Die Leute warten am Abend immer bis dieser vorbei fährt, damit sie die Müllsäcke auf den Wagen draufschmeissen können. Das ist jeweils ein ziemlicher lustiger Anblick. Wir machen es uns im Gemeinschaftsraum gemütlich, bis es Zeit ist, schlafen zu gehen. 


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29.05.2019 – 03.06.2019

Taitung – Lanyu 29.05.2019

It is not even 5 o’clock when we get up sleepy. But for the upcoming trip we like to get up. After we packed everything and had breakfast, we walk sleepily to the train station. There are already a few people waiting and the bus arrives in the next few minutes too. Perfect. About 30 minutes later we reach the ferry terminal, where we pay for and receive our reserved ferry tickets. Everything works perfect and we are ready too early to enter the boat. We almost thought we were almost the only ones until a big bus arrives and an incredible number of people disembark. But we still get a seat, because the boat is bigger than it seems. The 2.5 hour journey to Lanyu is quite bumpy. We have rarely experienced such a rough boat ride. Although it is a big boat, it drops to the waives always with a heavy bang. At least at the beginning, then the waves are a bit calmer, about which we are quite happy and can still sleep a bit. It should also be mentioned that the crossing to Lanyu does not always take place and if the sea is too rough, the boat trip can be canceled at short notice. We can now understand why. At 10 am we arrive in Lanyu and look for transport.  We have found a timetable on a Taiwanese site where only 4 buses per day are listed. The first one we just missed. A taxi driver and a client start chatting with us and we explain, we want to go by bus to the campsite. The customer translates in broken English what the taxi driver says. He confirm there would be a bus from time to time, but it runs very irregular and no one would know exactly the timetable, since the local population almost exclusively rides scooter. We should just rent a scooter, that makes life a lot easier, he advises. He also informs us, we should just go out on the street when the bus comes and waves him. Or try to move forward with hitchhiking, people are friendly here. We discuss the situation and decide to wait. We have time. Scooter ride with all our luggage we find very unpleasant, especially since we do not know the campsite and if we bring one backpack after another, we can not store it anywhere safely. Hitchhiking we do not see as suitable, because we firstly do not know the language and here people do not even speak Chinese but an indigenous language. In addition, most of them are traveling by scooter anyway. We even consider to walk slowly. 16 kilometers with the luggage is incredibly far and a few rain drops fall already from the sky. We go first in the 7 Eleven, buy there a delicious iced coffee and wait in a cozy shelter on a bench. At the same time we can watch the goats, which are present in the whole village and as we will learn later, on the whole island. That’s pretty funny. Time flies and it starts to rain quite a bit again. We are a little confused if our plan to camp is good or stupid. But we hardly have alternatives. In addition, we do not even know if the campsite exists, so we are a little nervous. Around noon, a woman speaks to us in English, who also plans to take the bus. She is originally from Taiwan but has been working in the States for some time and is here for vacation. She says she probably has to walk because nobody knows when the bus is leaving. She even calls the bus company at the airport, but they can not tell her, since the timetable has changed. So what’s going on? While we chat, time passes, and actually, shortly after 1pm, the bus arrives. A bus attendant speaks Chinese and the lady can tell her where she and we want to go. The bus driver probably speaks only the indigenous language. This will be funny. They inform us the campsite exists and point in the direction we also intend to go to in order to visit it. As it seems, hardly any tourists are by foot in this area, because almost all people passing by, staring at us and we just hope they will not fall off the scooter. Arriving at the campsite we are quite confused, because the way in is blocked with a rope and there is a sign, it is closed. Oh no, this can not be true. Fortunately, there is a gentleman who, to our astonishment, even speaks some English and says the campsite is open. Ok, we have nothing against this statement and we can camp here for the equivalent of 10 dollars. There is even an outdoor shower and electricity, which we did not expect. But now comes the missing point, there is no toilet. He says we either have to go into the bushes or to the next 7 Eleven or to the police station in Dongqing Village, which is about 1 km away. Well, this is one more reason to rent a scooter. But the campsite is beautifully situated with a direct view of the sea and we enjoy the view very much. Meanwhile, it has stopped raining and we can set up our tent. In the late afternoon, we walk a bit along the beach, where we are a bit shocked by all the garbage that lies there. Then we explore the little village a bit, before we go back to our tent. 

Lanyu 30.05.2019 & 31.05.2019

After we have rested comfortably, we find that the morning bus is just over. So we have no choice but to walk to the village on the harbor or wait for the lunch bus. We decide on the 12-kilometer walk that is on maps.me. First, we make a stop at the Seven Eleven, where the fishermen want to offer already a schnapps. We refuse thankfully and treat ourselves first to an iced coffee. The trail should start somewhere in the middle of nowhere, where an accommodation is at the end of a street. When we arrive there, we meet two women who tell us that there is no such way and we have to cross the official road to get to the other side. It’s a pity, but heck, the way will be a few more kilometers longer, but better we find out now than we have to do a crazy bush walk. So we walk back a bit and continue to the next village Yeyin, where we branch off to the other coast to Hongtou. It would not be funny if the way does not go up the hill first. In this oppressive heat, we are almost happy it started to rain a bit and cools down. The island of Lanyu is, as we have seen so far, beautiful and very green, but we hope the weather will stabilize somewhat. We have a great view from the hill and after a felt eternity the effort is over and it goes down on the other side. Now nothing can bother us anymore. Once back on the coast, we stroll from one village to the next. On the way we are approached by a local woman in English, who shows us her pretty traditional ribbons. Since we really like it, we buy one and she gives us another one for free. When we look a bit at sea, Hanspeter can even spot a turtle from afar. On closer inspection, there are even two and quite large. We watch them for a while and continue our march towards the airport. When we calculated right, a bus should drive by and we could drive at least the last 4 kilometers. The bus overtakes us shortly before the airport quite unexpectedly and when it was not hot enough, we run after this. Now all we have to do is explain that we want to go to the harbor so the bus driver can tell us the right price. After we said 7 Eleven they know where we want to go and we are allowed to ride the bus. A few minutes later we are already there and of course we buy ourselves first a delicious cold drink. Then we go to the property next door, as it looks like there is a scooter rental. Without even seeing a driver’s license or depositing a security, we can rent a scooter for the next two days. Wonderful, now we are mobile. First, we visit the small old lighthouse, which is located near the harbor. After this, we will ride around the whole island, where we can admire many impressive rock formations, as well as goats climbing on it. The ride is really great and the sea looks fantastic. We make a stop from time to time to enjoy the beautiful places even more. It has been raining for a while and the sun appears now. Now everything looks much greener than before, just fantastic. It feels a bit like time has stopped here. There are many traditional buildings and boats that are beautifully painted. The rock formations look fantastic too. At Lovers Cove we take a short walk where we meet an arch in the sea, creating an impressive blowhole through the water. Then we drive a little along the coast to the harbor, where we meet on the way back to impressive rock formations, caves and indigenous arts. Just before dusk, we are back at the campsite and spend a cozy evening.

Today we are already awakened by the sun at 6 o’clock and we move outside the tent to sleep a little more. The cold outdoor shower is worth gold in these moments, so you can cool off in the morning at least a little. After having a leisurely breakfast, we set off. But not far, because we want to look for a swimming place, we luckily find quite fast. The sun is really strong today and we are happy to be back in the cold. Again, there is a cozy shelter, which we needed two days ago to protect against the rain, today as protection from the sun. After a while, however, we continue on our way and drive up a steep road where we find the lighthouse. Unfortunately, the access to the lighthouse is closed, but we still have a good view of it and especially a nice sight around. On the way back we find a small trail, where we are quite unexpectedly in the middle of the forest and even a view of the other side of the island can throw from above. Now we need a cool down again and we treat ourselves once again an iced coffee in the Seven Eleven at the port. After that we want to visit the Dragon Head Rock. But since it looks like it is raining a bit further away, we take a half-hour break on a platform so the rain can pass by. In fact, the storm now seems to have passed and we can admire the impressive Dragon Head. The rock formation actually looks like some black dragons are carved in the stone. In addition, the goats are still daring to play on it. Next we visit the Old Mans Rock, which stands imposingly out of the sea. We are always amazed that there are hardly any people in such beautiful places and we enjoy it very much. Now we need a cool down again and are looking for a suitable place for swimming or at best for snorkeling. The first place we want to go, would be very nice, but we do not trust the sea, because it is very rough here. In front of the airport we see a group diving and snorkelling, so we try it there as well. The entry is the hardest part, because barefoot over the extremely sharp rocks to walk. Once inside, we are thrilled with the beautiful coral reef. We’re sure to spend an hour exploring the reef, and we’ll even find Nemo. Not just one, but many. But then we are done and the day is coming to an end soon. So we drive back to the campsite, where we spend a quiet evening.

Lanyu – Green Island 01.06.2019 

Today we have to get up early, as our boat leaves for Green Island at 9:30. But that is not a problem, because at a quarter past 6 the sun pushes us mercilessly out of the tent. We feel like it’s getting hotter every day and we’re looking forward to the harbor with our scooter, our mobile air conditioner. After we packed the tent and our seven things, we hide a backpack at the campsite because we have to get it later. As last time Hanspeter drives first Manuela with a backpack to the port. Less than an hour later he comes with the second backpack and we treat ourselves to a nice iced drink before we go on the ferry. The crossing is wonderful this time, because we enjoy the cool wind on the ferry and are glad that the sea this time is much quieter. Faster than expected we already arrive on the Green Island. There we really want to wait for the bus again, but since according to the timetable this only comes in three hours, we are looking for a scooter rental directly. We find a rental station in front of an accommodation and ask there. They accept the normal driver’s license and ask for a deposit, then we get the scooter. A Hong Kong employee works here voluntarily, which makes rental easy thanks to his English language skills. He gives us some more advices and we may deposit our second backpack here. The Green Island is even smaller than Lanyu and we reach the campsite relatively soon. This is again nicely decorated. Each pitch has a wooden roof and electricity, showers and toilets are also available. The cost are 20 dollars, bit pricey but ok. On a sign it says we have to register on another place. First we set up our tent and go in search of it. We pass a tourist information office and ask there. However, there is only one betel nut chewing employee who unfortunately can not help us. We drive a little further and come to the hot springs, where actually the reception is. With Google translator, we can finally communicate with the man, but he asks us to come back tonight at 5 o’clock. We do not understand why, but we’ll just do it. An attraction would be the hot springs, but that is honestly the last thing we feel to do in this heat. Now we want to do an island tour first. We visit a pretty lighthouse and then we’re looking for a cooling option. We find a nice spot where we spend a few hours snorkeling before returning to the campsite, and registering.

Green Island 02.06.2019

Today we will do a bigger exploration of the island. We first visit a memorial for political prisoners who were formerly shipped to the Green Island. It also shows Taiwan’s darker times, and it’s amazing that the country has made such a turnaround in a relatively short time frame. Because still in the 80s, people who expressed political critical were arrested. Today, the country is very liberal and counts as probably the most progressive and tolerant country in Asia. This is very impressive. The area is also beautiful here on the Green Island and as the name suggests, very green. During the day we visit caves, viewpoints, short paths (for the long it is too hot) and of course go snorkeling again. We even meet some wild deer on the way, which we would not have expected. From the vantage point to the Sleeping Beauty and the Pekinese Rock, we can again recognize a turtle, which at the distance is already very amazing and impressive. It is rather difficult to record, because he is so far away and usually appears only for a short time. However, a cool wind blows on the vantage point and we therefore have plenty of time to observe it. If you take a closer look at Sleeping Beauty, the rock actually looks like a woman lying on her back. The Green Island is a lot more touristy than Lanyu, but also has its own charm and many beautiful places to enjoy. After we have circled the island, we are looking for a place to snorkel. Unfortunately, the sea is rough, we only classify the same place as yesterday safe for snorkeling. This is probably thinks the dive companies too, because today everyone seems to be in this place. But it does not matter, the reef is big and we also find our own quiet places. Shortly before sunset, we go to a beach near our campsite in the hope to be able to marvel the sunset. Unfortunately, it has now become quite cloudy, but the colors that reflect the clouds from the sun, still look impressive.

Green Island – Taitung 03.06.2019

Today is already the last day of our island excursion and at 14.30 the ferry returns to the mainland. However, we use the morning for a trip near the campsite and the hot springs. We have a beautiful view over the sea and can even observe a deer. It seems it also wants to cool off, because it is bathing in the sea. Then we drive again to the viewpoint of the Sleeping Beauty, where we can admire this impressive formation from a slightly different perspective. At the end we circle the small island and back at the campsite we have to pack our things. Then Hanspeter brings the scooter back and we wait for the ferry, which leaves in an hour. The crossing goes quickly and we are back in Taitung. Here we wait for the next bus, which brings us to the station. As we want to catch the train to Kenting National Park again tomorrow at 6 am, we booked a cheap hostel near the train station. We do not understand the accommodation prices, because if we had gone to the same accommodation as last time, we would have paid almost double the price. But probably the accommodations are happy to reduce prices at the last minute, according to the motto, rather cheap than not rent out at all. Yes, that’s why we are in a shared room today for the short night. But apart from this situation, we are thrilled by the hostel. It has a kitchen and a cozy lounge. Even bicycles are available for free. Because of this, we grab the two bikes and drive to the supermarket 3 kilometers away, to buy a delicious dinner. We try to make the same dish as in Yuli, to which we were invited, just without shrimp. It actually works well. We cook the ginger with the noodles, add two quartered tomatoes, two eggs and a little spice. Done is the super delicious noodle soup. The hostel staff looks very surprised on our dish and mention it looks very Taiwanese. It is, obviously – and very tasty. Suddenly employee gets up and hurries with her garbage bags into the street. Then we hear it too, because in Taiwan the garbage man always announces himself with a music (often with Elsie von Beethoven or a second melody), as we are more familiar in Europe when the iceman comes. People always wait in the evening until the truck drives by, so they can throw the garbage bags on the back of the truck. This looks pretty funny for us. Then we make ourselves comfortable in the common room until it is time to go to sleep.

Taiwan 2: East Coast

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18.05.2019 – 28.05.2019

Taipei – Hualien 18.05.2019

Für die kommende Woche ist viel Regen angesagt, aber da wir das Wetter nicht beeinflussen können, machen wir uns trotzdem auf den Weg. Yuying hat uns die beste und günstigste Verbindung nach Hualien herausgesucht. Wir verabschieden uns am Vormittag von ihr und fahren zuerst zum Hauptbahnhof. Dieser ist in Taipei wirklich gross und obwohl wir schon Zig mal an diesem Bahnhof waren, müssen wir eine Weile suchen und herumfragen, bis wir an den richtigen Ort gelangen. Hier ist nämlich Bus, Zug, Metro und Shoppingcenter alles in einem. Als wir im richtigen Gebäude im vierten Stock endlich den Bus gefunden haben, müssen wir in den ersten Stock gehen, um das Ticket zu lösen. Yuying hat uns für den Notfall alles auf Chinesisch aufgeschrieben, da es ein spezielles Ticket zu lösen gibt, aber die Dame am Fahrkartenschalter kann überraschenderweise sogar gut Englisch. Allgemein haben wir bisher das Gefühl, dass die Leute in Taiwan einiges besser Englisch sprechen, als in Japan. Aber warten wir mal noch ab, bis wir Taipei verlassen haben. Als wir wieder im 4ten Stock sind, gibt es viele Busse und wir müssen nochmals herumfragen, wo denn unserer fährt. Wir warten eine Weile, aber plötzlich wird ein anderes Gate mit unserer ersten Zieldestination geöffnet, aber mit 5 Minuten Unterschied. Wir sind etwas verwirrt und fragen deshalb nochmals nach. Es wird bestätigt, dass es tatsächlich dieser Bus ist und hier die Abfahrtszeit steht, während wir auf dem Ticket die Boardingzeit haben. Da wir ausser der Uhrzeit und dem Preis nichts auf dem Ticket lesen können, konnten wir dies nicht wissen. Es ist aber wirklich alles erstaunlich professionell und der Bus ist sehr komfortabel. In Fulong steigen wir aus und wechseln auf den Zug. Hier müssen wir natürlich wieder fragen, welchen Zug wir mit dem Billett nehmen dürfen. Der Mitarbeiter bei der Fahrkartenkontrolle weist uns zu einem Herrn, der wohl die allgemeine Auskunft ist und dieser zeigt uns, um welche Uhrzeit der Zug fährt. Wir müssen jedoch noch eine gute Stunde warten, bis unser Zug abfährt und so machen wir es uns beim Bahnhof gemütlich. Raus gehen wir nicht, denn es hat seit einer Weile wieder begonnen aus Strömen zu regnen. Das kann ja heiter werden. Danach verbringen wir eine gemütliche Zugfahrt nach Hualien. In Hualien angekommen regnet es leider immer noch und wir sind froh, nun zwei Regenschirme dabei zu haben, denn so kommen wir einigermassen trocken bei unserer Unterkunft an. Es ist mitten am Nachmittag, da es aber so stark regnet, lassen wir die Erkundungstour für heute sein und bleiben in der gemütlichen Unterkunft. Am Abend suchen wir noch einen Supermarkt auf, um unser Abendessen einzukaufen. Denn lange ist es her, seit wir einen Noodlecup verspiesen haben und heute wollen wir uns mal wieder einen gönnen.

Hualien 19.05.2019

Heute ist es heiss, dafür nicht regnerisch. Nachdem Frühstück wechseln wir zuerst die Unterkunft, da wir heute eine für 10 Franken, und damit nur halb so teuer wie die Letzte ist, die wir gefunden haben. Wir bekommen aber hier auch, was man dafür bezahlt. Als wir uns über die Grösse der ersten Unterkunft in Japan beschwert haben, ist diese nochmals einiges kleiner. Hier haben tatsächlich nur knapp unsere beiden Rucksäcke Platz und mehr nicht. Das Bett ist aber gemütlich und das Gemeinschaftsbad erstaunlicherweise grosszügig. Wir sind aber trotzdem ziemlich glücklich in einer solch günstigen Unterkunft zu sein. Wir treffen jedoch nur die Putzfrau an, die kein Wort Englisch spricht. Mit Google Übersetzer und etwas Handzeichen können wir uns jedoch verständigen. Den Besitzer sehen wir während des gesamten Aufenthaltes nicht. Wir wollen heute Hualien erkunden und machen uns auf den Weg zum Strand. Hualien ist sehr schön gelegen, zwischen Meer und Bergen. Von einem Aussichtspunkt haben wir einen schönen Ausblick auf die gesamte umliegende Region. Danach schlendern wir wieder Inland, wobei wir ein paar schöne Tempel besichtigen. Unterwegs kommen wir noch an einem Mini Riesenrad vorbei, das sehr lustig aussieht und einigen Marktständen. Wir gönnen uns hier auf die Hitze eine Ananas, die unglaublich lecker und süss ist. Unser Stadtspaziergang führt uns weiter in den Pine Garden, in welchem früher Kamikaze Piloten von Japan ihre letzte Nacht verbrachten und gesegnet wurden, bevor sie auf ihre endgültige Mission gestartet sind. Danach besuchen wir einen Park, der mit lustigen Skulpturen ausgestattet ist und gemütlich im Grünen liegt. Hier gibt es noch einen Schrein, den wir besuchen welcher ziemlich hübsch ist, aber auch baufällig aussieht. Die Leute schauen uns neugierig an und grüssen uns freundlich auf chinesisch. Nachdem wir das Gelände wieder verlassen, schliessen sie das Zugangstor und wir vermuten, dass wir hier wahrscheinlich nicht hätten rein dürfen. Denn der offizielle Zugang von der Strasse war bereits geschlossen und es sah schon mehr nach Baustelle aus. Wie schon erwähnt ist es heute richtig heiss, aber wir machen uns trotzdem auf den Weg in den nördlichen Stadtteil, um den buddhistischen Chingszu Tempel zu besuchen. Unterwegs werden wir immer Mal wieder von Einheimischen mit einem “hello, how are you” begrüsst. Wir vermuten, dass hier wohl nicht so viele Touristen zu sehen sind. Wir kommen am Bus-/Zugterminal vorbei, wobei wir uns über die Zugangsmöglichkeiten und den Fahrplan zum Taroko Gorge, den wir morgen besuchen wollen, informieren. Als wir beim Tempel ankommen, stellen wir erstaunt fest, dass sich daneben ein buddhistisches Spital befindet. Der Tempel selbst sieht sehr mächtig, wenn auch schlicht aus. Das Eingangstor sieht besonders beeindruckend aus, denn auf dem riesigen Tor ist ein Weg mit Landschaft gezeichnet. Nun sind wir ziemlich geschafft von diesem langen Stadtspaziergang und kehren wieder zurück zu unserer Unterkunft, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen.

Taroko Gorge 20.05.2019

Heute stehen wir früher auf als üblich, da wir den zweiten Bus zum Taroko Gorge erwischen wollen. Nachdem Frühstück kaufen wir ein paar Snacks ein und machen uns auf den Weg zum Busterminal, bei welchem wir einen Zweitagespass kaufen. Ursprünglich wollten wir ja mal campen, da aber das Wetter hier ziemlich unbeständig zu sein scheint, entscheiden wir uns in Hualien zu bleiben und die beiden Tage mit dem Bus hochzufahren. Die Fahrt ist schon an für sich äusserst Spektakulär. Zuerst fahren wir eine kurze Zeit dem Meer entlang und dann geht es über eine serpentinenartige Strasse in den Taroko Nationalpark. Wir fahren zuerst zur Endhaltestelle, von welcher aus unsere erste Wanderung geplant ist. Hier können wir bereits eine herrliche und spektakuläre Aussicht geniessen. In der Ferne sehen wir sogar eine eindrückliche Statue und Tempel am Berghang. Um zum Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen müssen wir zuerst etwa 1 Kilometer der Strasse folgen, bevor der eigentliche Weg im Tunnel in einen anderen Tunnel abbiegt. Als wir in den Baiyang Trail gelangen, ist dieser leider nur bis in die Hälfte geöffnet – aber immerhin. Die Landschaft ist einfach wunderschön und wir geniessen es sehr. Nachdem wir die Aussichtsplattform und damit das Ende des geöffneten Weges erreicht haben, kehren wir wieder zurück und geniessen die Aussicht von einer Plattform noch weiter oben an der Strasse. Danach gehen wir wieder zur Bushaltestelle, wo wir unser Mittagessen verzehren und auf den nächsten Bus warten. Nun hat es wieder ziemlich stark zu regnen begonnen und wir entscheiden uns, als nächstes zum Visitor Center zu fahren, damit wir wissen, welche Wege überhaupt geöffnet sind. Das sind leider nicht so viele und im Moment rät uns die Dame im Visitor Center ab, eine längere Wanderung zu machen, da sie nicht wissen wie sich das Wetter entwickelt. Wir sehen uns daher zuerst einen Film über den Taroko Gorge an, welcher durch das Visitor Center abgespielt wird. Danach nehmen wir noch einen letzten Anlauf und fahren mit dem nächsten Bus nach Bulowan. Leider hat sich das Wetter nicht verbessert, sondern ist noch viel regnerischer geworden. Wir sollten von hier eigentlich eine schöne Aussicht haben, aber wir sehen nur grau. Auch der Weg zur Hauptstrasse ist gesperrt, was uns die Dame im Visitor Center vorenthalten hat. Wir finden, dass es keinen Sinn mehr hat und brechen die Übung hier ab, denn wir wollen ja nicht noch etwas riskieren. Mit dem nächsten Bus fahren wir zurück nach Hualien, der die doppelte Dauer benötigt, da wir wohl keinen Direktbus erwischt haben. Etwa um 5 Uhr sind wir wieder zurück und wir ziehen uns zuerst Mal trockene Sachen an. Etwas später gehen wir nochmals in die Stadt zu einem vegetarischen Restaurant. Dieses ist etwas teurer als jenes in Taipei, aber hat auch eine viel grössere Palette zum auswählen. Man findet hier alle mögliche Kreationen und das Essen ist unglaublich lecker.

Taroko Gorge 21.05.2019

Der heutige Tag startet sonnig und wir hoffen, dass es so bleibt. Wie gestern fahren wir wieder mit dem Bus in die Taroko Schlucht, wo wir mit einer längeren Wanderung beginnen. Der Weg ist zu Beginn ziemlich überlaufen, aber bereits nach dem ersten Kilometer ist kaum ein Mensch anzutreffen. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und führt entlang des eindrücklichen Flusses und durch den Dschungel. Die Felsen haben ein geschwungenes Muster von dem jahrhundertelangen Abrieb durch das Wasser. Wir geniessen die Wanderung sehr und können unterwegs noch einige Tierchen beobachten. Wir müssen lediglich aufpassen, dass wir nicht in ein Spinnennetz laufen, da diese z.T. ihre beeindruckenden Netze über den Weg spannen. Die Spinnen sind zwar nicht so fett, wie z.B. eine Tarantel, aber doch sehr gross und ziemlich schön. Etwa drei Stunden später sind wir wieder am Ausgangspunkt und fahren mit dem nächsten Bus zur Swallow Gorge. Die beeindruckende Hängebrücke, welche hoch oben zwischen den Felsen thront, ist leider gesperrt, weshalb wir sie nur von weitem bestaunen können. Hier gibt es aber einen ziemlich tollen Weg, der durch die Tunnel führt und man dabei einen Permanenten Blick in die Schlucht hat. Wir gehen hier entlang bis ans Ende und kehren danach wieder um. Die Hauptstrasse ist doch zu eng, so dass wir nicht Lust haben, zu Fuss der gefährlichen Strasse entlang zu laufen. Die Zeit ist heute bei dem guten Wetter nahezu davon gerannt und da der nächste Bus bereits der Zweitletzte ist, fahren wir mit diesem wieder zurück nach Hualien. Zusammenfassend können wir sagen, dass der Taroko Gorge wirklich unglaublich schön und eindrücklich ist.

Hualien – Yuli 22.05.2019

Nach dem Frühstück setzen wir unsere Reise fort. Wir wollen irgendwo im Rift Valley bleiben, aber die Unterkünfte hier sind nicht gerade günstig. Wir haben gehört, dass es ebenfalls Campingplätze geben sollte. Also steuern wir einen Platz an, bei welchem wir hoffen, dass er geöffnet hat. Dazu fahren wir mit dem nächsten langsamen Zug in die Ortschaft Yuli. Der Campingplatz liegt etwa 5 Kilometer entfernt und wir sind froh, dass eine halbe Stunde später ein Bus dorthin fährt. Denn es gibt nur etwa 5 Busse pro Tag in diese Richtung. Der Busfahrer fragt uns zuerst etwas argwöhnisch wo wir hinwollen, aber lässt uns dann einsteigen. Wir können wieder alles mit der EasyCard bezahlen und sind erstaunt, dass uns die Busfahrt nichts kostet. Uns wurde einmal erklärt, dass man in Kombination mit Zug und Bus oder Metro, manchmal eine Fahrt gratis erhält und die Fahrten eigentlich immer zu einem reduzierten Preis bekommt. Das ist praktisch und ein Grund mehr, die EasyCard (ähnlich wie in Japan die IC Karte) wenn immer möglich einzusetzen. Als wir beim Campingplatz ankommen ist dieser wunderschön gelegen und eingerichtet. Das einzige Problem ist, dass weit und breit kein Mensch zu sehen ist. Nach ein wenig Recherchen finden wir eine Facebookseite zu dem Campingplatz und senden hierüber eine Nachricht. Als auf das Englische keine Antwort kommt, jagen wir den Text durch den google Übersetzer und senden das ganze nochmals auf Chinesisch. Plötzlich kommt eine Antwort auf Englisch. Offenbar sei der Betreiber auf dem Feld am Arbeiten und der Verfasser der Nachricht sei in Taipei und ist der Neffe des Betreibers. Wir sollen uns einrichten und es uns gemütlich machen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Es hat Holzdächer und darunter können wir unser Zelt aufstellen. Somit sind wir vom Regen geschützt, was in der momentanen Regenzeit natürlich perfekt ist und wir haben sogar noch eine Steckdose zur Verfügung. Nicht zu vergessen einen kompletten Campingplatz nur für uns. Wir verbringen hier einen gemütlichen Nachmittag und Abend.

Rift Valley & die verregnete Küste 23.05.2019

Nachdem wir gefrühstückt haben, gehen wir zur Bushaltestelle, um den Bus um viertel vor 10 nach Yuli zu erwischen. Der Bus will aber einfach nicht kommen und wir befürchten, ihn bereits verpasst zu haben. Um viertel nach 10 wollen wir es gerade aufgeben, als wir ein Geräusch hören. Ja, es ist tatsächlich der Bus und wir winken ihm. Er kommt in einem Wahnsinnstempo um die Kurve und fährt einfach vorbei. Wir sind gerade ziemlich verblüfft und nehmen an, dass er entweder nicht mehr Bremsen konnte, oder er uns gar nicht gesehen hat (oder sehen wollte), da die Sonne direkt auf die Windschutzscheibe blendet. Wir haben uns sowieso schon gestern über das halsbrecherische Tempo des Busfahrers gewundert. Naja was solls, es sind ja nur 5 Kilometer, das sollten wir in einer Stunde schaffen. Dafür können wir die Umgebung mit ihren Reisfelder etwas näher betrachten. Da wir bereits realisiert haben, dass wir hier mit öffentlichen Transportmittel nicht weit kommen, wollen wir einen Roller mieten. Das ist aber gar nicht so einfach, denn die ersten beiden Geschäfte vermieten nur an Leute mit Taiwanesischen Führerschein. Das zweite Geschäft teilt uns dann mit, wo der Internationale akzeptiert wird. Seit aber unser Rucksack in Ecuador geklaut wurde, haben wir auch keinen Internationalen Führerschein mehr, sondern nur das übersetzte Dokument aus Neuseeland. Das Geschäft akzeptiert dieses jedoch nicht und meint, dass sie ein offizielles Dokument haben müssen, auf welchem International steht und ein Zeichen für Motorfahrrad. Wir hätten nicht gedacht, dass es so mühsam wird, aber wir haben das schon gehört, dass es teilweise auf dem Festland Taiwan etwas schwierig ist, einen Roller zu bekommen. Wir haben die Hoffnung schon fast aufgegeben und gehen aber noch beim vierten und letzten Geschäft, dass wir gefunden haben, vorbei. Dieser spricht überhaupt kein Englisch scheint aber interessiert zu sein uns ein Roller zu vermietet. Die Kommunikation läuft ziemlich fliessend per Google Übersetzer. Wir geben ihm das Dokument von Neuseeland und behaupten, dass dies der Internationale Führerschein ist (was ja eigentlich nicht mal geflunkert ist). Er scannt das gesamte Dokument mit seinem Google Übersetzer und scheint zufrieden zu sein. Er fordert aber uns auf eine Runde mit dem Roller zu drehen, damit er sehen kann, dass wir auch fahren können. Er gibt uns alle möglichen Tipps und meint am Schluss, dass wir vorsichtig fahren sollen. Wir sind glücklich, denn jetzt haben wir einen fahrbaren Untersatz für die nächsten 48 Stunden. Da es hier eine ländliche Region ist, ist der Verkehr viel angenehmer, als z.B. in Taipei. Etwa fünf Minuten nachdem wir endlich losgefahren und auf dem Weg zur Küste sind, spüren wir ein paar Regentropfen. Wir entscheiden uns etwas später die Regenponchos über zuwerfen. Das war eine gute Entscheidung, denn keine weiteren 5 Minuten später schüttet es wie aus Kübeln und es wird nicht besser. Nach knapp einer Stunde sehen wir die Küste, aber es regnet so stark, dass wir zu einem Unterstand fahren und dort eine Weile warten. Der Regen nimmt aber kaum merklich ab, aber nach einer halben Stunde fahren wir weiter und hoffen, dem Regen zu entkommen. Die Küstenstrasse ist wirklich sehr eindrücklich, aber das Wetter lädt einfach nicht ein, um gross Stopps zu machen. In Fengbin sind wir trotz der Ponchos ziemlich durchnässt und wir machen in einem Cafe einen Stopp, wo wir uns eine leckere heisse Schokolade gönnen. Etwas nach Shitiping nehmen wir die Abzweigung nach Guangfu. Diese Strasse ist ziemlich steil, führt aber durch den wunderschönen Regenwald und wir haben während der Fahrt eine wahrhaftig schöne Aussicht. Die Weiterfahrt wieder zurück nach Yuli führt uns an kleinen Dörfchen und Reisfelder vorbei. Nun hat es sogar aufgehört zu regnen und wir vermuten, dass vorallem die Küste regnerisch ist. Etwa 140 Kilometer haben wir insgesamt zurückgelegt, aber die Fahrt war trotz Regen einfach wunderschön. Aus Angst die Kamera im Regen zu beschädigen, sind aber leider die Bilder etwas beschränkt. Um 6 Uhr sind wir zurück in Yuli und kaufen unser Abendessen ein, bevor wir wieder zurück zum Campingplatz fahren.

Yushan Nationalpark 24.05.2019

Auch der heutige Tag startet nicht mit strahlendem Sonnenschein, aber wir machen uns trotzdem auf den Weg zum Yushan Nationalpark. In Taiwan ist es etwas speziell, dass man viele vor allem mehrtägige und alpine Wanderungen nur mit einer Bewilligung machen darf, was in der Regel viel Zeit (einige Wochen) benötigt und ausserdem etwas kostspielig ist. Da wir nicht so gut im Vorausplanen sind, bleiben wir bei den Wegen, die wir ohne Bewilligung machen dürfen. Wir informieren uns zuerst im Touristenzentrum, wo uns versichert wird, dass wir die erste Etappe des Walami Trails ohne Bewilligung machen dürfen. Wir fahren daher die steile Strasse aufwärts, wobei wir einen hübschen Wasserfall unterwegs begutachten können. Danach erreichen wir den Beginn des Wanderwegs und hoffen, dass sich das Regenwetter gerade noch etwas zurückhält. Nach einer kurzen Zeit erreichen wir bereits eine Hängebrücke. Leider ist es neblig, so dass wir nur einen kleinen Teil der beeindruckenden Umgebung sehen. Die Wanderung ist sehr schön und der Nebel gibt dem Weg eine spezielle Mystik. Da der ganze Weg etwas nass ist, müssen wir aufpassen. Es bestätigt uns auch, als ein Rangerteam uns mit einem Verletzten entgegen kommt. Wir treffen nicht viele Leute an unterwegs und als wir bei der Aussichtsplattform ankommen, wo wir die Mittagspause einlegen, ist neben uns nur ein Ranger da. Er plaudert etwas mit uns, obwohl wir Chinesisch nicht verstehen, aber er scheint freundlich zu sein. Auf dem Rückweg löst sich der dichte Nebel langsam auf und wir haben eine schöne Sicht auf die atemberaubende Landschaft. Hanspeter kann sogar noch einen Affen erkennen, der gerade in den Bäumen verschwindet, wir hören ein eindrücklich lautes Zirp Konzert und sehen erst jetzt, dass gewisse Stellen wohl ziemlich üble Erdrutsche erlitten haben. Wir machen noch einen Abstecher zu einem netten Wasserfall und geniessen die friedliche Landschaft hier. Die Landschaft Taiwans finden wir unglaublich schön, aber das Wetter und Klima macht uns nach wie vor zu schaffen. Entweder regnet es oder die Luftfeuchte und Temperatur ist so hoch, dass man deshalb nicht zu viel machen mag. Wir hoffen aber schon, dass sich die vielen Regentage bald einmal verabschieden. Am späteren Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Yuli, wobei wir unterwegs auf dem Roller noch ziemlich erschrecken. Eine der grösseren Spinne seilt sich einfach ziemlich schnell über unseren Köpfen ab, so dass wir einen zünftigen Schlenker machen. Als wir wieder auf dem Campingplatz sind, merken wir, dass wir Besuch bekommen haben. Ein Franzose auf dem Velo und ein Einheimischer Arbeiter, der wohl hier günstig in seinem Auto übernachten kann. Der Einheimische kommt bei uns vorbei, erzählt etwas für uns leider nicht verständliches und bietet uns leckere Babybananen an. Danach wollen wir gerade anfangen Essen zu kochen, als dieser wieder vorbei kommt. Er gibt uns zu verstehen, dass wir zu ihm kommen sollen, um zu Essen. Wir packen unsere Sachen und folgen der Einladung. Er macht ein einfaches Gericht aus Nudeln mit Ingwer, Ei, Tomaten und so eine Art kleine Shrimps, was im Endeffekt eine leckere Nudelsuppe gibt. Auch wenn Shrimps nicht nach Manuela’s Gusto ist, ist doch das Essen unglaublich lecker und wir haben gerade ein neues Gericht probiert. Es ist schon speziell mit jemanden zu Essen und eingeladen zu werden, ohne sich wirklich verständigen zu können. Aber wir sind begeistert von seiner Freundlichkeit. Wir bieten ihm dafür noch etwas Whiskey Cola an, den wir dabei haben und er zuerst etwas argwöhnisch inspiziert. Als er daran gerochen hat, lächelt er und nickt, dass er will – aber ohne Cola natürlich. Nachdem wir alle fertig gegessen haben, macht er ein Handzeichen, dass wir uns wieder verdrücken können und wir bedanken uns nochmals bei ihm für das leckere Essen. Er gibt uns nochmals ein paar der leckeren Bananen mit und wir haben bei ihm so viel gegessen, dass wir nicht mehr kochen müssen. Wir geniessen den restlichen Abend und plaudern dann noch etwas mit dem Franzosen nebenan.

Yuli – Taitung 25.05.2019

Heute heisst es wieder Zelt abbauen und am Morgen ist es das erste Mal überhaupt, dass der Betreiber auftaucht. Wären wir schon gestern gegangen, hätten wir zwei Nächte gratis campen können. Der Betreiber ist jedoch sehr freundlich, aber auch er spricht kein Englisch. Er bringt uns sogar noch ein paar Früchte zum Frühstück. Der taiwanesische Nachbar bringt uns noch eine Pfanne voll mit violetten Kartoffeln, sowie Bananen und verabschiedet sich von uns, da er zur Arbeit los muss. Er hat irgendeinen Sanitärberuf, was wir verstanden haben und anhand seinem Wagen interpretieren können. Wir haben gerade keine Lust auf Kartoffeln zum Frühstück und packen diese für später in unser Pfännchen ein. Gegen Mittag machen wir uns ebenfalls auf den Weg, wobei Hanspeter zuerst Manuela mit Rucksack an den Bahnhof stellt. Danach holt er den zweiten Rucksack vom Campingplatz, bringt diesen ebenfalls zum Bahnhof und retourniert anschliessend den Roller. Alles hat wunderbar geklappt und etwa um 1 Uhr nehmen wir den Zug weiter nach Taitung. Von Taitung wollen wir je nach Preis und Wetter die Inseln Lanyu (Orchard Island) und Lüdao (Green Island) besuchen. Wir informieren uns daher zuerst bei der Touristeninfo über die Fähr- und Campingmöglichkeiten. Da das Wetter erst ab Mittwoch besser aussieht, wollen wir vermutlich erst dann gehen, denn auf den Inseln bleibt uns fast keine andere Wahl als zu campen, denn die Unterkunftspreise sind sehr hoch. Das liegt aber auch daran, dass wir nicht im Voraus gebucht haben. Im Touristenbüro bestätigen sie uns jedoch, dass es mindestens ein Campingplatz auf jeder Insel hat und unregelmässige Transportmittel gibt. Es gibt einen Transfer von Lanyu zu Lüdao, aber nur alle paar Tage. Die Mitarbeiterin sucht uns die kommenden Daten heraus und teilt uns den Preis mit. Mit diesen Informationen gehen wir zur Unterkunft und warten ab, wie sich der Wetterbericht entwickelt. Unsere Unterkunft liegt weit weg von der Stadt, aber dafür nahe bei der Zugstation. Dies ist bereits die zweite Unterkunft in Taiwan ohne Rezeption und wir erhalten alle Informationen online. Wir sehen hier auch die nächsten paar Tagen keinen Menschen, nicht einmal Putzpersonal. Aber die Unterkunft ist wunderschön, das Zimmer ist gross mit Aussenbereich, zudem hat es eine Dachterrasse und einen Gemeinschaftsbereich. Wir stellen lediglich fest, dass der Wasserspender fast kein Wasser mehr hat. Manuela schreibt dies dem Besitzer und ohne dass wir etwas bemerken, ist ein neuer Wasserbehälter verfügbar. Es ist schon fast wie ein Geisterhotel, aber für uns tiptop und gemütlich. Wir verbringen den restlich Tag in der Unterkunft und kochen zum Abendessen die violetten Kartoffeln auf, die wir heute morgen geschenkt bekamen. Diese sind überraschenderweise enorm lecker und süss.

Cycling Taitung – Badlands – Luye 26.05.2019

Heute wollen wir die umliegende Region erkunden, da das Wetter heute mitspielen sollte und planen wieder einen Roller auszuleihen. Dummerweise haben wir nicht einmal den übersetzten Zettel dabei, als wir bei der Mietstation sind. Die Vermieterin meint, dass sie einen internationalen Führerschein brauche und wir gehen daher gar nicht mehr zurück, um den Zettel zu holen. Wir ändern unseren Plan und mieten ein Fahrrad, welche zwar fast so teuer sind wie ein Roller, aber dafür auch ziemlich gut. Es sind eine Art Rennräder. Da es schon fast wieder Mittag ist und der Vermieter meint, dass wir bis 6 Uhr zurück sein müssen, da der Laden danach geschlossen ist, wissen wir noch nicht so recht wie weit wir kommen. Wir fahren daher einfach mal los in Richtung der sogenannten Badlands. Schon bald erreichen wir einen Fluss und sehen auf der anderen Seite ein paar beeindruckende Felsen. Wir fahren dem Fluss entlang bis wir merken, dass wir uns in eine Sackgasse manövriert haben und wieder umkehren müssen. Die nächste Abzweigung, die uns auf die grössere Strasse auf den Hügel führen sollte, nehmen wir. Hanspeter vorne, Manuela hinten nach. Es ist eine ungeteerte Strasse und bald müssen wir über eine grosse Pfütze fahren. Hoffentlich ist dort in der Pfütze nichts versteckt, denkt Manuela gerade, als sie ein rascheln hinter sich hört und dreht sich um. Nun geht alles sehr schnell, hinter ihr ist eine Schlange, die sich am Hinterrad aufbäumt und ein Schrei entflieht ihr. Reflexartig schaut sie wieder nach Vorne und Hält die Beine hoch. Währenddessen schaut sich Hanspeter um und sieht die Schlange wie sie sich wieder verzieht. Der Schock sitzt nun ziemlich tief in den Knochen. Vermutlich war die Schlange am Strassenrand und Manuela ist etwas zu nahe vorbeigefahren, also ist noch die Frage wer den grössere Schock hatte, Manuela oder die Schlange. Wir wissen nicht was es für eine Schlange war, die Erinnerung kann lediglich hervorrufen, dass sie braun war ohne auffällige Muster und für unser Verhältnis relativ gross. Wir fahren weiter bis wir die Hauptstrasse erreichen. Nun achtet Manuela ganz sorgfältig, dass sie nicht mehr nahe am Strassenrand fährt, wenn möglich. Nach einer Weile aufwärts fahren, kommen wir bald an einen hübschen Aussichtspunkt, wo wir eine Verschnaufpause einlegen. Auch wenn es ziemlich heiss ist, mit dem Fahrrad kommen wir relativ gut voran und es gibt einen kühlenden Fahrtwind. Wir sehen, dass wir noch ein paar Höhenmeter zu bewältigen haben und sagen uns, dass wir mal schauen wie weit wir kommen. Die Fahrt geht wunderschön durch den Wald und ist angenehm, so dass wir kaum merken, als wir bereits am höchsten Punkt angekommen sind. Wir sind noch keine 2 Stunden unterwegs und wollen noch nicht umkehren. Wir entscheiden uns daraufhin einen Rundweg über die Ortschaft Luye zu machen. So geht es eine Weile wieder den Berg hinunter und wir müssen gar nichts machen – wie angenehm. Im Dorf angekommen erreichen wir eine um einiges grössere Strasse als zuvor und müssen die nächsten 20 Kilometer wieder zurück nach Taitung fahren. Das ist unter diesen Bedingungen etwas anstrengender. Unterwegs kommen wir an diversen Landwirtschaftsregionen vorbei, und sehen insbesondere viele und grosse Ananasfelder. Die Ananas wird an der Strasse gerade frisch geschnitten und verkauft, so dass wir uns eine gönnen. Wie nicht anders zu erwarten, ist die Ananas super süss und wir können uns nicht erinnern, jemals eine solch leckere Ananas gegessen zu haben. Wieder zurück in Taitung legen wir zu Beginn der Stadt eine verspätete Mittagspause ein. Die Stadt ist enorm langgezogen und da es erst etwas nach 3 Uhr ist, fahren wir die 5 Kilometer, um in die Innenstadt zu gelangen. Dort gehen wir an die Küste, fahren in der Gegend herum und relaxen ein wenig. Danach ist es langsam Zeit an den Rückweg zu denken, da wir unterwegs noch einkaufen wollen. Vor 6 Uhr haben wir alles erledigt und können die Fahrräder pünktlich wieder zurückbringen. Den restlichen Abend verbringen wir in unserer gemütlichen Unterkunft. Zum Abendessen gönnen wir uns einen Noodlecup. Auch wenn dieser ganz harmlos ausgesehen hat und sogar Käse enthält, was man hier selten sieht, haben wir wohl noch nie so scharfe Fertignudeln gegessen.

Taitung 27.05.2019 & 28.05.2019

Nachdem Frühstück machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Da diese jedoch weit entfernt liegt, gehen wir zuerst zum Busbahnhof, wo es einen Bus in die Innenstadt geben sollte. Dieser fährt leider nicht so regelmässig und wir müssen eine Weile warten. Ein betelnusskauender Mann teilt uns mit, dass hier die richtige Haltestelle ist. Betelnüsse sind hier in Taiwan weit verbreitet und wenn man das so sagen darf, es sieht furchtbar aus. Die Leute, die diese Nüsse kauen, haben ganz rote Zähne und es sieht aus, als bluten sie. Was wir gelernt haben ist, dass es wie eine Art Droge ist und eine ähnliche Wirkung wie Alkohol haben soll. Naja, jedem das seine, wir wissen zumindest, dass wir uns keine Sorgen um die Leute mit ihren roten Mündern machen müssen. Da die Busse und Fahrpläne aber nur in chinesischen Schriftzeichen verfügbar sind, müssen wir jedesmal fragen, ob das der richtige Bus ist. Nach etwa einer Stunde kommt der gewünschte Bus und fährt uns ins Stadtzentrum. In der Nähe des Busbahnhofs gibt es eine kleine Kunstausstellung, die wir betrachten. Da es heiss ist, gönnen wir uns im nächsten klimatisierten Family Mart eine Guave und ein Eiscafe, bevor wir uns auf den weiteren Weg machen. Das nächste Ziel ist ein Aussichtspunkt über Taitung, wobei wir zuerst zu einer kleinen Tempelanlage gelangen. Wir wandern von einem Aussichtspunkt zum nächsten, wobei wir das Gefühl haben, fast auszulaufen – so sehr schwitzen wir. Danach schlendern wir durch die Stadt bis wir den Forest Park erreichen. Wir ziehen ein bisschen durch diesen hübsch gemachten Park, aber nachdem wir die Hälfte des Parkes erkundet haben, macht uns die drückende Hitze so fertig, dass wir uns wieder auf den Rückweg begeben. Bis wir wieder zurück bei der Unterkunft sind, ist es doch wieder 7 Uhr abends geworden, und wir verbringen auch heute einen ruhigen angenehmen Abend.

Heute haben wir kein Sightseeing auf dem Programm, sondern müssen die nächsten Tage planen. Wir buchen die Fähre, für morgen nach Lanyu, am Samstag die Überfahrt zur Green Island und am Montag wieder zurück, über das Visitorcenter. So viel Planung ist schon fast eine Herausforderung für uns. Wir hoffen einfach, dass das Wetter mitspielt, denn heu    te ist es wieder ziemlich regnerisch. Unsere Recherchen haben ergeben, dass es auf den Inseln nicht so viele und vor allem ausgewogene Einkaufsmöglichkeiten gibt, weshalb wir uns ein wenig den Kopf zerbrechen müssen, was wir alles vorgängig besorgen müssen. Am späteren Nachmittag, als der Regen etwas nachgelassen hat, machen wir uns auf den Weg in die Stadt, um die notwendigen Einkäufe zu tätigen. Zuerst aber gönnen wir uns mal wieder einen richtig leckeren Bubble Tea. Danach kaufen wir ein paar wenige Früchte und Gemüse auf dem Markt, bevor wir in den Supermarkt gehen. Wir verbringen zu viel Zeit beim Shoppen und müssen schlussendlich noch einen Copy Shop aufsuchen, um den internationalen Führerschein auf Papier zu kriegen (in der Hoffnung, dass wir so einen Roller auf der Insel mieten können). So kommt es, dass wir erst gegen halb 7 Uhr wieder zurück beim Busterminal sind. Die Busse fahren am Abend noch viel weniger häufig und wir warten bis 8 Uhr, als der Bus endlich ankommt. Das hat uns gerade einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn wir müssen morgen um 6 Uhr auf den ersten Bus zum Hafen, um die Fähre um 7 Uhr 30 zu erwischen. Eine kurze Nacht ist daher vorprogrammiert, aber da muss man halt durch.


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18.05.2019 – 28.05.2019

Taipei – Hualien 18.05.2019

For the upcoming week, a lot of rain is in the forecast, but since we can not influence the weather, we will stick to our original plan and move on today. Yuying has researched the best and cheapest connection to Hualien. We say goodbye to her in the morning and drive first to the main station. This one is really big in Taipei and although we’ve been to this station a dozen times before, we have to search for a while and ask around until we get to the right place. There is a bus-, train-, metro-station and shopping center all in one. When we finally found the bus in the right building on the fourth floor, we have to go to the first floor to get the ticket. Yuying wrote down everything in Chinese for us, as there is a special ticket we can get, but surprisingly the lady at the ticket counter speaks English well. In general, we have the feeling, people in Taiwan speak better English than in Japan. But let’s wait until we leave the area of Taipei. When we are back on the 4th floor, there are many buses and we have to ask again where our bus leaves. We wait a while, but suddenly another gate opens with our first destination destination written, but with a 5 minutes departure difference. We are a bit confused and therefore ask again. They confirmed this is the bus we have the ticket for and the time displayed is the departure time, while we have the boarding time on the ticket. Since we can’t read anything but the time and price on the ticket, we did not know this. It is amazingly professional here and the bus is very comfortable. In Fulong we get off and change to the train. Here, of course, we have to ask again which train we can take with our ticket. The employee at the ticket office points us to a man, who seems to be the general information and he shows us what time the train leaves. However, we have to wait another hour before our train leaves and therefore we make ourselves comfortable at the train station. We will not leave the station, because it has been raining again quite heavily. Afterwards we spend a comfortable train ride to Hualien. Unfortunately, it still rains in Hualien and we are glad to have two umbrellas with us now, so we arrive somewhat dry at our accommodation. It’s the middle of the afternoon, but as it rains so much, we are not up for any exploring today and stay in our cozy accommodation. In the evening we go to a supermarket to buy our dinner. Because it’s been a long time since we had a noodle cup, today we get one.

Hualien 19.05.2019

Today it is hot, but luckily not rainy. After breakfast, we change first the accommodation, as we have found a really cheap one for 10 dollars, and thus only half as expensive as the last one. But we also get what we pay for it. When we complained about the size of the first accommodation in Japan, this is a lot smaller. Here has just barely our two backpacks space and nothing more. The bed is comfortable and the shared bathroom surprisingly big. But we are still happy to be in such a cheap accommodation. We only meet the cleaning lady who does not speak a word of English. However, we can communicate with Google Translator and a few gestures. The owner we do not see during the entire stay. Today we want to explore Hualien and make our way to the beach. Hualien is beautifully situated, between sea and mountains. From a vantage point, we have a beautiful view of the entire surrounding. Then we stroll back inland, where we visit a few beautiful temples. On the way we pass a miniature Ferris wheel, which looks very funny and some market stalls. Here we treat ourselves a pineapple that is incredibly delicious and sweet, especially very good in hot weather. Our city walk takes us further to the Pine Garden, where Kamikaze pilots from Japan used to spend their last night and were blessed before embarking on their final mission. Afterwards we visit a park, which is equipped with funny sculptures and lies comfortably in the green. Here is another shrine we visit which is pretty but looks dilapidated. People look at us curiously and kindly greet us in Chinese. After we leave the area, they close the access and we suspect that we probably should not have come in here. Because the official access from the street was already closed and it looked more like construction site. As already mentioned, it is really hot today, but we still make our way to the northern district to visit the Buddhist Chingszu Temple. On the way we are greeted again and again by locals with a „hello, how are you“. We assume that not so many tourists are seen here. We pass the bus / train station, where we inform about the accessibility and the timetable for Taroko Gorge, which we want to visit tomorrow. When we arrive at the temple, we are surprised to find a Buddhist hospital next to it. The temple itself looks very impressive, if simple. The entrance gate looks particularly impressive, because on the huge gate is a path lined with landscape.  Now we are quite exhausted from this long city walk and return to our accommodation, where we spend a cozy evening.

Taroko Gorge 20.05.2019

Today we get up earlier than usual as we want to catch the second bus to Taroko Gorge. After breakfast, we buy some snacks and make our way to the bus terminal, where we buy a two-day pass. Originally we wanted to camp, but since the weather here seems to be rather unstable, we decide to stay in Hualien and make the two days by bus. The ride is already extremely spectacular. First we drive for a short time along the sea and then it goes over a serpentine road in the Taroko National Park. We drive to the last stop, from which our first hike is planned. Here we can already enjoy a magnificent and spectacular view. In the distance we can even see an impressive statue and temples on the mountainside. To get to the starting point of the hike, we first have to follow the road for about 1 kilometer, before the actual path in the tunnel turns into another tunnel. Unfortunately, when we enter the Bayjang Trail, it is only halfway open – but at least. The landscape is just beautiful and we enjoy it very much. When we have reached the viewing platform and thus the end of the open path, we return and enjoy the view from a platform even higher point up the mainroad. Then we return to the bus stop, where we eat our lunch and wait for the next bus. Now it has started to rain quite a bit and we decide to go to the Visitor Center next, so we can inform us which ways are open. Unfortunately, there are not so many open and at the moment the lady in the visitor center tells us not to go on a long hike because they do not know what the weather will be. So first of all we watch a movie about Taroko Gorge, which is played by the Visitor Center. Then we drive with the next bus to Bulowan. Unfortunately, the weather is still nort better, but has become more rainy. We should actually have a nice view from here, but we only see a gray area. Also the way to the main road is closed, which the lady in the Visitrocenter advised us to go. We find this a bit disappointed and feel it does not make sense any more and break off here because we do not want to risk anything else. With the next bus we drive back to Hualien, which takes twice the duration, because we probably have not caught a direct bus. At about 5 o’clock we are back and we first get dry clothes on. A little later we go to the city to a vegetarian restaurant. This is a bit more expensive than Taipei, but has a much wider range to choose from. You will find all possible creations and the food is delicious.

Taroko Gorge 21.05.2019

Today starts sunny and we hope it will keep sunny. Like yesterday, we take the bus back to Taroko Gorge, where we start a long hike. The trail is quite overcrowded at the beginning, but after the first kilometer hardly anyone is still on the track. The path is very well developed and leads along the impressive river and through the jungle. The rocks have a sweeping pattern of centuries of abrasion by the water. We enjoy the hike very much and can observe some animals on the way. We just have to be careful not to walk in a spider web, as there are lot of their impressive nets on the way. While the spiders are not as fat as e.g. a tarantula, but very big and pretty beautiful. About three hours later we are back at the starting point and take the next bus to Swallow Gorge. The impressive suspension bridge, which rises high between the rocks, is unfortunately closed, which is why we can only admire it from a distance. Here, however, is a pretty path that leads through the tunnels and you have a permanent view of the gorge. We will go this way to the end and then turn around again. The main road is too narrow, so we do not want to walk along the dangerous road. The time has nearly run away today in the good weather and since the next bus is already the second last, we take this back to Hualien. In summary, we can say Taroko Gorge is really incredibly beautiful and impressive.

Hualien – Yuli 22.05.2019

After breakfast we continue our journey. We want to stay somewhere in the Riftvalley, but the accommodations here are not cheap. We heard there should also be campsites. So we head for a place where we hope it’s open. To do this, we take the next slow train to the village of Yuli. The campsite is about 5 kilometers away and we are glad that a bus goes there half an hour later, as there are only about 5 buses per day in this direction. The bus driver first asks us a bit where we want to go, but then lets us get in. We can pay everything with the EasyCard and are amazed that the bus ride costs us nothing. We were once told that in combination with train and bus or metro, sometimes we can get a ride for free and get the trips always at a reduced price. This is still so convenient and one more reason to use the EasyCard (similar to the IC card in Japan) whenever possible. When we arrive at the campsite this is beautifully located and furnished. The only problem is no one is visible. After a little research, we find a Facebook page for the campsite and send a message about this. When there is no answer to the English version, we put the text through the google translator and send it again in Chinese. Suddenly, a reply arrives in English. Apparently the operator is working in the field and the author of the message is in Taipei and is the nephew of the operator. We should set ourselves up and make ourselves comfortable, he said. We will not let us tell that twice. There are wooden roofs and under it we can pitch our tent. Thus, we are protected from the rain, which is of course perfect in the current rainy season and we even have a socket available. Not to mention a complete campsite just for us. We spend a cozy afternoon and evening here.

Rift Valley & the rainy coast 23.05.2019

After having breakfast, we go to the bus stop to catch the bus to Yuli at a quarter to 10. The bus just does not want to come and we are afraid that we have already missed it. At a quarter past 10 we just want to give it up when we hear a noise. Yes, it is actually the bus and we wave to it. He comes around the corner in a mad rush and just drives by. We’re just getting baffled and assume that he either could not brake anymore or did not see us (or wanted to see) as the sun was shining directly on the windshield. We already wondered yesterday about the crazy speed of the bus driver.  Well, it’s only 5 kilometers, that should be done in an hour. At least we can take a closer look at the surroundings with their rice fields. Since we have already realized that we can not get very far here by public transport, we want to rent a scooter. But that’s not so easy, because the first two stores rent only to people with Taiwanese driver’s license. The second shop tells us at least where the International license is accepted. But since our backpack was stolen in Ecuador, we no longer have an international driver’s license, but only the translated document from New Zealand. However, the shop does not accept this and says we must have an official document with written International and a sign of motorbike. We did not think it would be so difficult, but we’ve heard that sometimes it’s a bit difficult to get a scooter on mainland Taiwan. We have almost given up hope, but we pass the fourth and last store we found. This one does not speak English at all but seems to be interested in renting a scooter. Communication is pretty fluent via Google translator. We give him the document from New Zealand and claim that this is the International Driver’s License (which is not even spanked). He scans the entire document with his Googel translator and seems happy. But he asks us to make a lap with the scooter, so he can see that we can drive too. He gives us all kinds of tips and concludes that we should drive carefully. We are happy, because now we are mobilel for the next 48 hours. Since it is a rural area here, the traffic is much more pleasant than e.g. in Taipei. About five minutes after we finally set off and headed for the coast, we feel some raindrops. We decide a little later to put on the rain ponchos. That was a good decision, because no more than 5 minutes later, it’s pouring down and it does not get better. After about one hour we see the coast, but it rains so hard that we drive to a shelter and wait there for a while. The rain does not decrease noticeably, but after half an hour we drive on and hope to escape the rain. The coastal road is really impressive, but the weather just does not invite you to make big stops. In Fengbin we are pretty wet despite the ponchos and we stop in a cafe where we treat ourselves to a delicious hot chocolate. After Shitiping we take the turnoff to Guangfu. This road is quite steep, but leads through the beautiful rainforest and we have a truly beautiful view while driving. The drive back to Yuli leads us past small villages and rice fields. Now it has even stopped raining and we suspect that the coast may be a bit rainy. We covered about 140 kilometers in total, but the ride was just beautiful despite the rain. Because of the fear of damaging the camera in the rain, unfortunately the pictures are limited. At 6 o’clock we are back in Yuli and buy our dinner before we go back to the campsite.

Yushan Nationalpark 24.05.2019

Even today does not start with bright sunshine, but we still make our way to the Yushan National Park. In Taiwan it is special as multi-day and alpine walks we could only with a permit, which usually takes a lot of time (a few weeks) and is also a bit expensive. Since we are not so good at planning ahead, we stay with the paths that we can do without a permit.  We first inform ourselves at the tourist center, where we are assured that we can make the first stage of the Walami Trail without a permit. We drive up the steep road, where we can see a pretty waterfall on the way. Then we reach the beginning of the trail and hope that the weather keep a bit stable. After a short time we already reach a suspension bridge. Unfortunately it is foggy, so we only see a small part of the impressive surroundings. The hike is very beautiful and the mist gives a special mysticism. Since the whole way is a bit wet, we have to be careful. It also confirms us when a ranger team meets us with an injured person. We do not meet many people on the way and when we arrive at the observation deck, where we take the lunch break, there is only one ranger next to us. He chats with us, though we do not understand Chinese, but he seems friendly. On the way back the dense fog slowly dissolves and we have a nice view of the breathtaking landscape. Hanspeter can even recognize a monkey disappearing in the trees, we hear an impressively loud chirp concept and only now see that certain places have suffered quite a lot of landslides. We make a detour to a nice waterfall and enjoy the peaceful landscape here.  The landscape of Taiwan is incredibly beautiful, but the weather and climate are still bothering us. Either it rains or the humidity and temperature is so high that you do not want to do too much. But we hope that the rainy days will soon be over. In the late afternoon we drive back to Yuli, where we are suddenly a bit scared on the scooter. One of the bigger spiders just hangs over our heads pretty fast, so we make a proper dangler. When we are back at the campsite, we realize that we get some company. A Frenchman on the bike and a local worker, who spend the night in his car. The local man comes by, tells us something we can not understand and offers delicious baby bananas. After that, we just want to start cooking food when he comes over again. He makes us understand that we should come to him to eat. We pack our things and follow the invitation. He makes a simple dish of pasta with ginger, egg, tomato and a sort of small dry shrimp, which in the end gives a delicious noodle soup. Even if shrimp is nothing Manuela eat, the food is unbelievably delicious and we have just tried a new dish. It is already special to be with someone to eat and to be invited, without really being able to communicate. But we are thrilled with his friendliness. We offer him some Whiskey Coke, which he inspects first. When he smells it, he smiles and nods that he wants – but without coke of course. After we have all finished eating, he makes a gesture that we can move away and we thank him for the delicious food. He gives us some of the delicious bananas and we ate so much with him that we do not have to cook anymore. We enjoy the rest of the evening and chat with the Frenchman who is nearby.

Yuli – Taitung 25.05.2019

Today it means to dismantle tent and in the morning it is the first time ever that the operator shows up. Had we left yesterday, we would have been able to camp for two nights for free. The operator is very friendly, but he does not speak English. He even brings us some fruits for breakfast. The Taiwanese neighbor brings us a pan full of purple potatoes and bananas and says goodbye to us as he has to leave for work. He has some sanitary profession, which we have understood and can interpret on the interior of his car. We just do not feel like having potatoes for breakfast and pack them for later in our pans. Towards noon, we also set off. Hanspeter first putting Manuela with a backpack at the station. Then he picks up the second backpack from the campsite, brings it to the train station and then returns the scooter. Everything worked out wonderfully and about 1 clock we take the train to Taitung. From Taitung we want to visit depending on price and weather the islands Lanyu (Orchard Island) and Lüdao (Green Island). Therefore, we first inform us at the tourist information about the ferry and camping possibilities. Since the weather looks better only from Wednesday, we want to go only then reasonably, because on the islands we have almost no choice but to camp, because the accommodation prices are high. But that is also because we did not book in advance. At the tourist office, however, they confirm there is at least one campsite on each island and there are irregular means of transport. There is a transfer from Lanyu to Lüdao, but only every few days. The consultant writes down the upcoming data and tells us the price. With this information, we go to the accommodation and wait until we see how the weather forecast develops. Our accommodation is far away from the city, but close to the train station. This is already the second accommodation in Taiwan without a reception and we receive all information online. We do not see anyone here for the next few days, not even cleaning staff. But the accommodation is beautiful, the room is large with outdoor area, it also has a roof terrace and a communal area.  We only notice that the water dispenser has almost no water left. Manuela writes this to the owner and without us noticing, a new water tank is available. It is almost like a ghost hotel, but for us perfect and comfortable. We spend the rest of the day at the property and prepare for dinner the purple potatoes we got this morning. These are surprisingly delicious and sweet.

Cycling Taitung – Badlands – Luye 26.05.2019

Today we want to explore the surrounding region, since the weather should be pretty good today and we plan to rent a scooter again. Unfortunately, we do not even have the translated note with us when we are at the rental station. The owner says she needs an international driver’s license and so we do not go back to get the slip. We change our plan and rent a bycicle, which are almost as expensive as a scooter, but pretty good as well. They are a kind of racing bike. Since it is already almost noon and the landlord said we have to be back by 6 clock, since the store is closed, we still do not know how far we come. So we just drive off in the direction of the so-called Badlands. Soon we reach a river and see on the other side a few impressive rocks. We drive along the river until we realize that we have maneuvered into a dead end and have to turn around again. The next turnoff, which should take us to the larger road on the hill, we take. Hanspeter front, Manuela behind. It is an unpaved road and soon we have to drive over a big puddle. Hopefully there is nothing hidden in the puddle, Manuela thinks just as she hears a rustle behind her and turns around. Now everything is going very fast, behind her is a snake, which rears up at the rear wheel and a scream escapes her. Reflexively, she looks to the front and holds up her legs. Meanwhile, Hanspeter looks around and sees the snake as it warps again. The shock is now pretty heavy. Probably the snake was on the roadside and Manuela drove a bit too close, so the question is who else was in the bigger shock, Manuela or the snake.  We do not know what snake it was, the memory can only evoke that it was brown with no obvious patterns and relatively large for our ratio. We continue until we reach the main road. Now Manuela pays real attention, not to drive close to the roadside if possible. After a while uphill, we soon come to a pretty vantage point, where we take a breather. Even though it’s pretty hot, we’re making relatively good progress on the bicycle and there’s a cooling wind. We see that we still have a few meters to overcome and tell us that we’ll see how far we can make it. The ride is beautiful through the forest and is pleasant, so we hardly notice when we have already reached the highest point. We are not yet 2 hours on the road and do not want to turn around yet. We then decide to make a round trip over the village of Luye. So it goes down the mountain for a while and we do not have to do anything – how pleasant. Arrived in the village we reach a much bigger road than before and have to drive the next 20 kilometers back to Taitung. This is a bit more stressful under these conditions. Along the way we pass various agricultural regions, and in particular see many and large pineapple fields. The pineapple is freshly cut on the street and sold, so we treat ourselves. Not surprisingly, the pineapple is super tasty and we can not remember ever having eaten such a delicious pineapple. Back in Taitung we set a late lunch break at the beginning of the city. The city is enormously long drawn and since it is only after 3 o’clock, we drive the 5 kilometers, to reach the city center. There we go to the coast, drive in the area and relax a little. Then it is time to head back, because we still want to go shopping. Before 6 o’clock we have done everything and can return the bikes on time. The rest of the evening is spent in our cozy accommodation. For dinner, we treat ourselves to a noodle cup. Although if this one looked quite harmless and even with cheese, which you rarely see here, we have probably never eaten so spicy instant noodles.

Taitung 27.05.2019 & 28.05.2019

After breakfast we make our way to the city. However, since this is far away, we first go to the bus station, where there should be a bus to the city center. This does not drive so regularly and we have to wait a while. A Betelnut eating man tells us this is the right stop. Betel nuts are widespread here in Taiwan, and if you may say so, it looks awful. The people who chew these nuts have all red teeth and it looks like they are bleeding. What we have learned is, it is like some kind of drug and should have an effect similar to alcohol. Well, we know at least that we do not have to worry about the people with their red mouths. The buses and timetables are only available in Chinese characters, we always have to ask if this is the right bus or not. After about an hour the desired bus arrives and drives us into the city center. Near the bus station there is a small art exhibition that we look at. Since it’s hot, we treat ourselves to the next air-conditioned Family Mart a guava and an ice cream, before we go on the way. The next destination is a lookout over Taitung, where we first arrive at a small temple complex. We walk from one lookout point to the next, feeling like we went for swimming how much we sweat. Then we stroll through the city until we reach the Forest Park. We walk a bit through this pretty park, but after exploring half of the park, the stifling heat makes us so exhausted that we return to the way back.  By the time we get back to the accommodation, it’s 7 o’clock in the evening and we spend a quiet, pleasant evening.

Today we have no sightseeing on the program, but have to plan the next days. We book the ferry for tomorrow, to Lanyu, on Saturday the crossing to the Green Island and back on Monday, via the visitor center. So much planning is almost a challenge for us. We just hope the weather plays along, because today it is rainy again. Our research has shown there are not so many and especially well-balanced shopping opportunities on the islands, which is why we have to worry a bit about what we have to get in advance. In the late afternoon, when the rain has eased a bit, we make our way to the city to make the necessary purchases. First, let’s treat ourselves to a delicious bubble tea. Then we buy a few fruits and vegetables in the market before going to the supermarket. We spend too much time shopping and eventually have to go to a copy shop to get the international driver’s license printed (in the hope that we can rent a scooter on the island).  So it happens that we are back at half past seven at the bus terminal. Buses run much less frequently in the evening and we wait until 8pm when the bus finally arrives. This bothered us, because we have to catch the first bus to the harbor at 6 o’clock tomorrow to catch the ferry at 7.30. A short night is therefore inevitable.

Taiwan 1: Taipei and around

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09.05.2019 – 17.05.2019

Ankunft in Taoyuan 09.05.2019

Nachmittags um 2 Uhr erreichen wir den Flughafen Taoyuan in Taiwan. Die Immigration geht fix von statten, zwei Fragen und wir haben unseren Stempel für drei Monate Taiwan im Pass. Da auch in diesem Flug keine Mahlzeiten enthalten waren, gönnen wir uns zuerst ein leckeres Subway Sandwich. Danach kaufen wir eine Sim-Karte und fahren mit dem lokalen Bus in die Stadt Taoyuan. Die meisten Leute sind mit einem Motorrad unterwegs, es gibt wieder viele Strassenstände und einige hohe Gebäude. Alles in allem scheint es aber um einiges chaotischer zu sein, als im organisierten Japan, was uns aber nicht im Geringsten stört. Wir besuchen für die nächsten Tage Chin und ihren Freund Mirko, die im Zentrum von Taoyuan wohnen. Chin war im 2015 bei uns in Interlaken am Couchsurfen und sie wohnt vorübergehend in einem luxuriösen Gebäude im 16 Stock, wo wir eine tolle Aussicht über die ganze Stadt haben. Die Wiedersehensfreude ist gross und wir verbringen den restlichen Nachmittag mit plaudern über dieses und jenes. Nachdem Mirko am Abend von der Arbeit nach Hause kommt, gehen wir zusammen in einem Restaurant lecker essen. Wir verbringen einen gemütlichen Abend und runden ihn mit einem guten Taiwanesischen Bier ab.

Daxi Old Street 10.05.2019

Nachdem wir ordentlich ausgeschlafen haben, plant Chin heute einen Ausflug mit uns. Wir fahren mit dem Bus in die Ortschaft Daxi. Hier findet gerade ein Markt statt und wir schlendern durch. Sie zeigt uns allerhand traditionelle Leckereien, die wir sehr geniessen. Die Marktleute sind äusserst freundlich und geben uns alles mögliche zum probieren. Danach besuchen wir ein traditionelles Frühstückslokal, in welchem wir leckere chinesische Omelettes probieren. Die alte Strasse von Daxi ist sehr eindrücklich und wir sehen allerhand Läden, die noch traditionelles Handwerk ausführen. Wir besichtigen bemerkenswerte Taoistische Tempel, die uns besonders mit ihrer Farbenvielfalt begeistern. Wir schlendern eine ganze Weile in der Gegend herum und kommen in ein Museumsviertel, wo etwas über die alte Stadt erzählt wird und viel über das traditionelle Handwerk. Das ist vor allem für Hanspeter fantastisch, da er sich im Holzmetier gut auskennt und so ganz spezielle Werke besichtigen kann. Wir verbringen einige Stunden in den verschiedenen Ausstellungshäusern, plaudern mit den Angestellten, wobei Chin immer fleissig vom Chinesischen ins Englisch übersetzt und Hanspeter verbringt einige Zeit mit Tüfteln am sogenannten Zimmermannsknoten. Wir haben allerhand gesehen und es geht auch schon wieder gegen Abend zu. Chin zeigt uns einen Strassenstand bei dem wir die Hand ins Feuer hätten legen können, dass hier alles aus Fleisch ist. Zu unserer Überraschung sind jedoch alle Zutaten des Standes vegetarisch und was wie Fleisch aussieht, sind in Wirklichkeit unzählig verschiedene Tofuarten. Wir gönnen uns zu Dritt einen grossen Probierteller, der alle angebotenen Sorten enthält und unglaublich lecker ist. Danach schlendern wir weiter durch die Marktstände und trotz den vollen Bäuchen, versuchen wir noch verschiedene Kimchi-Arten, selbst zubereitete Chips in verschiedensten Geschmacksrichtung sowie ein gefülltes Brötchen mit roten Bohnen. Teilweise wird uns wirklich einfach Essen zum Probieren angeboten ohne jeglichen Kaufzwang, was schon sehr toll ist. Da wir noch eine Weile auf den Bus warten müssen, nutzt Hanspeter die Zeit und geht kurz zum Friseur, um seine Seitenhaare zu kürzen. Das war ein sehr erlebnisreicher Tag und hat uns einen tollen Einblick in die Traditionen und Kultur der Taiwanesen gegeben. Am Abend bereiten wir eine Gemüselasagne zu und geniessen edlen, leckeren Whiskey, der uns Mirko anbietet.

Dharma Drum Temple 11.05.2019

Heute hat Chin mit uns einen besonderen Ausflug geplant. Wir fahren zuerst mit dem Zug nach Taipeh und nehmen einen Bus bis an die Nordküste, wo es einen Berg hinauf geht. Dort befindet sich ein eindrücklicher buddhistischer Tempel. Zuerst starten wir mit einem leckeren vegetarischen Mittagessen, wobei Männer und Frauen getrennt dinieren, und während dem Essen Stille herrscht. Man soll sich dabei auf das Essen konzentrieren und nicht auf irgendetwas anderes. Nachdem wir fertig gespeist haben, erhalten wir eine private Führung durch das ganze Tempel Areal. Auch während dem Gehen soll man möglichst still sein und langsam gehen, damit man alles um sich herum bewusst wahrnehmen kann. Die Aussicht vom Tempel aus ist wunderschön, denn man sieht auf die grüne Umgebung und in der Ferne auf das blaue Meer. Nachdem wir durch den hübschen Garten geschlendert sind, erreichen wir eine riesige, eindrückliche Buddhastatue. Traditionsgemäss verneigen wir uns vor ihr und umrunden sie. Danach besichtigen wir die Gebetshalle, worin sich drei goldene Buddhas befinden, wobei jeder ein unterschiedliches Zeichen macht. Alle haben jedoch etwas gemeinsam, denn sie sprühen Ruhe und eine gewisse Coolness aus. Wir werden danach noch durch Museen geführt, wo wir etwas über die Entstehung des Buddhismus, alte Schriften, den Buddhismus selber und wichtige Persönlichkeiten lernen. Auch wenn man als Aussenstehende das Gefühl hat, Buddhismus sei überall gleich und das Oberhaupt sei der uns bekannte Dalai Lama, werden wir des Besseren belehrt. Der Taiwanesische Buddhismus ist offenbar unterschiedlich zum tibetischen Buddhismus, da sie nach ganz verschiedenen Hauptgrundsätze leben. Wohl ist es überall etwas unterschiedlich, es gibt ja auch im uns ganz bekannten Christentum, ganz verschiedene Formen. Wir sind jedenfalls ganz beeindruckt von den vielen Feinheiten, die einen wohl gravierenden Unterschied ausmachen können. Zum Abschluss der Führung nehmen wir zum ersten Mal einer Meditation teil, die sehr entspannend wirkt. Am Ende haben wir wohl eine geschlagene Stunde meditiert, das aber nicht wirklich bemerkt und sind so müde, dass wir problemlos eine runde Schlafen könnten. Wir verabschieden uns von unserer Führerin und machen uns auf den Weg zurück nach Taipeh. Es ist schon fast wieder Abend, als wir zurückkommen. Mirko schlägt vor, den Elephant Mountain zu besuchen, von welchem wir eine tolle Aussicht auf die Stadt erhalten. Und ob wir die haben. Nach ein paar schweisstreibenden Treppen, erreichen wir verschiedene Aussichtspunkte, von welchen wir gerade zum eindunkeln einen tollen Blick über Taipeh und dem markanten Tower 101 erhalten. Zum Abendessen bringt uns Chin in ein leckeres traditionelles Restaurant, wo wir Dumplings und andere gefüllte Teigtaschen probieren können. Das taiwanesische Essen ist, was wir bis jetzt gesehen haben, einfach fantastisch. Es gibt aber auch Spezialitäten, an welche wir uns wahrscheinlich nicht heranwagen werden.

Seven Star Mountain 12.05.2019

Heute hat Mirko einen Ausflug auf den Seven Star Mountain mit uns geplant. Chin fühlt sich leider nicht so gut und bleibt daher zu Hause. Seven Star Mountain ist der höchste Berg in der Region von Taipeh und liegt im Yangmingshan-Gebirge. Wir fahren daher wieder nach Taipeh und weiter in die Berge, die sich erstaunlich nah bei der Grossstadt befinden. Das Wetter sieht eigentlich ganz gut aus, aber Mirko bereitet uns vor, dass es oftmals neblig ist. Der Aufstieg ist hart, denn wir sind uns an das tropische Klima nicht mehr gewohnt. Es geht gefühlt tausende Treppen nach oben, aber zumindest sind wir meistens im Schatten, aber die hohe Luftfeuchtigkeit lässt uns gehörig schwitzen. Der Regenwald ist wunderschön und wir geniessen, trotz der Hitze, den Aufstieg in dieser tollen Atmosphäre. Als wir aus dem Wald und an den höchsten Punkt gelangen, sind wir leider in Nebel gehüllt. Auch wenn wir keine Aussicht auf Taipeh haben, geniessen wir die mystische Atmosphäre. Auf der anderen Seite gibt es einen etwas moderaten Abstieg, welchen wir in Angriff nehmen. Das Gebiet ist in einer stark vulkanisch aktiven Gegend und wir können hier einige Fumarolen und weitere vulkanische Aktivitäten erkennen. Aber auch hier wird das meiste vom Nebel verschluckt, aber trotzdem ist es sehr eindrücklich. Wieder zurück beim Ausgangspunkt nehmen wir einen Bus nach Taipeh und weiter nach Taoyuan, wo wir einen gemütlichen letzten Abend mit Chin und Mirko verbringen.

Taipeh 13.05.2019

Heute geht es nach Taipeh wo wir Yuying, eine weitere Couchsurferin, die uns vor ein paar Jahren in Interlaken besucht hat, besuchen. Yuying arbeitet als freiwillige Mitarbeiterin beim Präsidentenpalast und schlägt uns vor, vor 11 Uhr dorthin zu gehen, damit wir an einer geführten Tour teilnehmen können. Wir kommen dort natürlich mit dem ganzen Gepäck an, was das Sicherheitspersonal etwas überfordert, denn die Sicherheitsrichtlinien sind streng. Nachdem die Rucksäcke durch das Röntgengerät geprüft wurden, können wir diese deponieren und werden von Yuying empfangen. Wir staunen nicht schlecht, dass gerade sie selbst die geführte Tour durchführt und die wiedersehensfreude ist gross. Sie führt unsere Gruppe durch die verschiedene Räume und erzählt über Taiwanesische Geschichte, welche doch etwas verstrickt ist, aber sehr interessant und wir lernen einiges dazu, insbesondere auch verschiedene Sichtweisen. Das Gebäude an sich ist auch ziemlich eindrücklich und gut bewacht, vor allem wenn man bedenkt, dass sich die taiwanesische Präsidentin hier befindet. Danach gehen wir zu Yuying nach Hause, wo sie leckere Dumplings und Gemüse Nudeln zubereitet. Wir plaudern eine ganze Weile über dies und jenes, vor allem natürlich übers Reisen. Plötzlich merken wir, dass es schon fast wieder gegen Abend zugeht. Daher entscheiden wir uns, in den Elektronikmarkt zu gehen, da wir noch ein paar Sachen brauchen können und Taiwan für günstige Elektronik bekannt ist. Der Elektronikmarkt ist sehr beeindruckend und man findet alles mögliche zu günstigen Preisen. Trotzdem müssen wir uns auf das Notwendigste fokussieren, stöbern aber noch eine Weile einfach durch die Angebote. Nachdem wir genügend gesehen haben, gehen wir in Richtung Taipeh’s Hauptbahnhof, wo wir noch durch ein paar Läden stöbern. Wir sind beeindruckt von der Stadt, aber finden, dass es für heute genug ist und machen uns zu Fuss auf den Rückweg. Zuhause angekommen werden wir schon wieder bekocht und Yuying bereitet ein köstliches taiwanesisches Abendessen zu, welches wir sehr geniessen. Kurz bevor wir schlafen gehen, kommt Yuyings Sohn nach Hause und wir plaudern eine Weile mit ihm.

Yehliu 14.05.2019

Heute starten wir mit einem leckeren Frühstück in den Tag und machen uns auf den Weg zum Busterminal. Wir fahren wieder in dieselbe Richtung, wie vor drei Tagen, zum Dharma Drum Tempel, steigen aber bereits an der Küste in Yehliu aus. Hier soll es einen Geopark geben, was darunter aber genau zu verstehen ist, können wir uns im Moment noch nicht vorstellen. Zuerst kommen wir an einem eindrücklichen Tempel vorbei, bevor wir ins Touristengebiet gelangen. Viele Tourbusse befinden sich da und eine entsprechende Anzahl Touristen. Wir lassen uns aber nicht abhalten, kaufen das Ticket und gehen gespannt in den Park am Meer. Tatsächlich können wir von Beginn weg eindrückliche Felsformationen sehen, derer Formen an verschiedene Figuren erinnern. Wir laufen gemütlich durch die Gegend und je weiter wir kommen, desto weniger Leute treffen wir an. Kein Wunder eigentlich, denn die Hitze zusammen mit der Luftfeuchte ist enorm stark, was auch die kleinsten Distanzen ziemlich anstrengend macht. Beim Wandern werden wir immer mal wieder von wunderschönen Schmetterlingen begleitet. Die sind in den verschiedensten Farben anzutreffen. Ganz besonders beeindruckend finden wir die Braunen Schmetterlinge, die jeweils Innen oder am Ende der Flügel, mit einem wunderschönen blau, oder teilweise mit blau weiss, verziert sind. Auch die weiss gemusterten Schmetterlinge sind sehr eindrücklich und auch einiges einfacher zu fotografieren. Fast am Ende des Weges erreichen wir einen Leuchtturm, bei welchem wir unser verspätetes Mittagessen zu uns nehmen. Danach  machen wir uns auf den Rückweg, da wir noch ein oder zwei andere Ortschaften besuchen wollen. Wir warten eine Weile auf den Bus, und fahren danach ins nächste Dörfchen Jinshan, welches wir besuchen wollen. Eigentlich wollten wir ja noch weiter, aber der Bus der entlang der Küste fährt, kommt erst in einer Stunde. Wir gehen gemütlich durch das Dorf und an die Küste, wobei wir von den Einheimischen nett begrüsst werden. Es hat einen Tempel, den wir von Weitem sehen können, aber aufgrund der Hitze lassen wir es bleiben so weit zu gehen. Vor der Küste hat es eine Brücke, welche eine Aussicht auf die hübsche Umgebung und den Strand bietet. Die Umgebung sieht sehr nett aus, aber die Küste ist dermassen zugemüllt, dass es uns trotz Sandstrand nicht reizt, diesem entlang zu laufen. Wir haben genug gesehen und kehren wieder zurück zur Bushaltestelle. Da es nun doch schon wieder spät geworden ist, nehmen wir den nächsten Bus, der uns wieder zurück nach Taipeh fährt. Bei Yuying zuhause angekommen, überrascht sie uns bereits wieder mit einem leckeren taiwanesischen Abendessen.

Yangmingshan 15.05.2019

Heute machen wir uns früh auf die Socken, denn Yuying hat uns angeboten mit ihr und ihrer Wandergruppe in die Berge zu gehen. Sie hat extra für uns eine herausfordernde Tour geplant, da wir ja damals mit ihr in der Schweiz von der Schynige Platte übers Faulhorn nach Grindelwald First gewandert sind. Wir fahren dafür ins Yangmingshan Gebirge, wo wir auf eine ziemlich grosse Gruppe treffen, mit der wir zu Beginn ein Gruppenfoto machen. Es war köstlich, einige konnten etwas Englisch und haben ganz interessiert mit uns geplaudert. Auch wenn wir das Durchschnittsalter ziemlich nach unten gezogen haben, war es für uns doch eine ganz aussergewöhnliche und tolle Erfahrung mit einer solchen Wandergruppe unterwegs zu sein. Es beginnt alles sehr gemütlich und wir sind schon froh, dass es nicht so kontinuierlich und steil wie beim Seven Star Mountain hochgeht. Zuerst kommen wir an einen hübschen See mit wunderschönen Seerosen, wo sogar jemand – nicht aus unserer Gruppe – auf einem traditionellen Musikinstrument spielt. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter, der Weg gleicht mittlerweile einem Pfad und der Gruppenführer muss sich bei jeder Abzweigung versichern, dass wir auch auf dem richtigen Weg sind. Das ist schon komfortabel, dass wir uns einmal nicht um sowas kümmern müssen. Der Weg führt durch hohes Gebüsch und plötzlich sind wir von tausenden Schmetterlingen umgeben, was wunderschön ist. Wir sind fast die einzigen auf diesem Weg, was wohl auch daran liegt, dass man für solche Ausflüge einen Führer und/oder eine Bewilligung braucht. Der heutige Plan ist zwei, möglicherweise auch drei Gipfel des Mt. Datun zu erklimmen. Da aber am Nachmittag Regen gemeldet ist und wir offenbar – wegen uns – schon etwas spät gestartet haben, starten wir mit dem West Peak und danach wird je nach Wetter beurteilt, ob wir weitergehen oder nicht. Der Aufstieg zum West Peak ist enorm steil und offenbar erdrutsch gefährdet. Da der Untergrund erdig ist und das Klima feucht, ist es enorm praktisch, dass ein Hilfsseil gespannt wurde, damit man etwas besseren Halt hat. Für uns geht der Aufstieg ganz flott und das Seil ist lediglich eine praktische Option. Aber wir staunen nicht schlecht, wie fit die Teilnehmer aus unserer Gruppe sind, auch wenn sie etwas mehr ins Schwitzen kommen und es für sie offenbar eine viel grössere Anstrengung ist, schaffen es alle zuletzt nach oben. Wir sagen uns nur, dass wir uns wünschen in dem Alter noch so parat zu sein. Da wir jedoch schon eine Weile im Nebel gewandert sind, haben wir von hier leider kaum Aussicht, aber der Weg war sehr schön. Uns werden allerlei Snacks und Früchte angeboten, so dass wir sicher noch genügend fit sind. Hier verabschiedet sich jedoch der Grossteil der Gruppe, aber Yuying und noch ein paar andere meinen, dass wir die anderen Aufstiege auch noch in Angriff nehmen können, wenn wir wollen. Na klar wollen wir. So machen wir uns zuerst auf den steilen Abstieg, nur um den nächsten noch steileren Aufstieg, den South Peak anzugehen. Leider haben wir auch hier keine besonders gute Aussicht, aber zumindest scheint das Wetter gut gestimmt zu sein, denn es hat bis jetzt nur getröpfelt. Also legen wir kurz eine Mittagspause ein, bevor wir auf den Mt. Datun gehen. Dieser Aufstieg ist einfacher als die letzten beiden, denn es geht über Treppen. Das wird aber für uns mit der Zeit auch anstrengend. Die Motivation steigt aber gewaltig, als wir sehen, dass der Nebel etwas weniger dicht ist und wir langsam aber sicher eine hübsche Aussicht erhalten. Wir werden motiviert, dass wir die letzten Treppen noch rennen sollen und werden doch noch mit einer schönen Aussicht belohnt. Aber jetzt sind wir beide ausser Atem. Oben machen wir ein paar Fotos und geniessen die schöne Aussicht. Danach gelangen wir auf eine Strasse, wo es erstaunlich viele Autos hat. Es werde ein Film gedreht, wird uns danach erklärt, wobei wir nicht schlecht staunen. Danach geht es aber bald wieder auf den Wanderweg, wo wir den Abstieg zur Bushaltestelle in Angriff nehmen. Am Ende sind wir jedenfalls alle geschafft und wir wissen was wir getan haben. Die restlichen Gruppenmitglieder sind bereits beim Busbahnhof eingetroffen, wo es mit dem nächsten Bus zurück nach Taipeh geht. Das war ein wunderschöner und sehr erlebnisreicher Ausflug, an den wir uns gerne zurück erinnern. Den restlichen Tag entspannen wir, kochen ein Abendessen und besuchen am Abend den berüchtigten Night Market. Yuying erklärt uns hier die verschiedenen Speisen und Traditionen, da wir aber schon gegessen haben, lassen wir das Essen aus, eindrücklich ist der Markt aber allemal. Dafür probieren wir das erste Mal Bubble Tea, was ein Ereignis für sich ist. Das ist so lecker und toll zu trinken, und wird zu unserem absoluten Taiwanesischen Lieblingsgetränk. Es ist eine Art Milchtee (z.B. Schwarztee mit Milch) mit gummiartigen Kügelchen. Man kann also essen und trinken zugleich. Die Bubbles sind aus Taipioca, die in einer speziellen Maschine gekocht werden. Für die Bubbles braucht es jedoch einen etwas grösseren Strohhalm und man muss etwas aufpassen, dass man sich nicht verschluckt. Vorallem wenn man den Tee getrunken hat und die übrig gebliebenen Bubbles noch einsaugen will. Danach gehen wir wieder zurück zu Yuying nach Hause, wo wir uns heute aufgrund der getätigten Aktivitäten nicht allzu spät schlafen legen.  

Jiufen 16.05.2019

Den heutige Ausflug haben wir nach Jiufen geplant. Yuying hat uns bereits vorgewarnt, dass es sehr touristisch werden wird. Der Bus fährt nicht weit von Yuying’s Zuhause direkt nach Jiufen und kommt keine 5 Minuten nachdem wir eingetroffen sind, so dass wir einiges früher als erwartet in Jiufen eintreffen. Die Fahrt ist aber schon an und für sich äusserst spektakulär, geht sie doch gegen Schluss durch äusserst enge Strässchen den Berg hinauf. Wir staunen schon fast, wie so ein Bus überhaupt noch die Kurve kriegt. Aber Spass beiseite. Als wir dort ankommen, schlendern wir zuerst einmal durch die alte Strasse, wobei wir davon nicht so vieles sehen, ausser eine Reihe von Marktständen und schreienden Verkäufern. Trotzdem ist es noch spannend zu sehen, was es hier so alles gibt. Die Aussicht vom Hügel auf die umliegende Region mit ihren Tempel und Blick bis aufs Meer ist einfach bezaubernd. Kurz nachdem wir die berühmte Strasse verlassen haben und etwas weiter gehen, kehrt auch schon wieder Ruhe ein. Wir sind noch an einem eindrücklichen Taoistischen Tempel vorbeigefahren, den wir noch aus der Nähe inspizieren wollen. Auch dieser Tempel ist enorm farbig und detailliert gebaut, einfach wunderschön. Einzig die Leuchtreklame – vermutlich mit irgendwelchen Annoncen für kommende Zeremonien – passt überhaupt nicht ins Bild. Danach überlegen wir, was wir sonst noch machen wollen. Wir könnten eine Wanderung auf einen Aussichtspunkt machen, aber der geht so steil bergauf (wir können es von weitem sehen)…  Auch heute ist es einfach unglaublich heiss und drückend, weshalb wir es bevorzugen bergab statt bergauf zu laufen. Da wir ja bereits auf einem Hügel sind, trifft sich das ganz gut, denn es gibt einen Weg zum Meer, wo es unterwegs noch verschiedene Attraktionen haben soll. Wir nehmen diesen in Angriff und sind schlagart für uns alleine. Wir wandern an ein paar hübschen Wohnungen im Grünen vorbei und geniessen die Umgebung. Nach einer Weile erreichen wir ein altes Aquädukt und etwas weiter unten kommen wir zu einem Wasserfall. Dieser nennt sich Goldwasserfall und fliesst über kupferrote Felsen, was einen ziemlich dramatischen Anblick bietet. Hier wurde früher Gold abgebaut und wir erreichen etwas später auch die alte Schmelzanlage. Als wir am Meer ankommen, ist dieses leider von einer grossen Strassen abgetrennt, und wir uns nicht trauen diese zu überqueren. Wir verspeisen daher vorne unser Mittagsbrötchen und entscheiden uns mit dem nächsten Bus wieder zurück nach Jiufen zu fahren, um dessen Umgebung noch etwas näher zu erkunden. Da das ganze Dorf Jiufen am Berg liegt und über unzählige winzige Strassen verbunden ist, haben wir grosse Mühe den richtigen Weg zu finden und uns nicht zu verlaufen. Wir besichtigen hier noch zwei weitere Tempel, die wir, nach einer Weile suchen, schlussendlich auch finden. Die Tempel sind beide sehr hübsch. Zum Abschluss gehen wir noch in einen Park, wo wir von weitem auf das Dorf und die serpentinenartige Strasse schauen können. Wir beobachten das treiben eine Weile. Wenn man von hier nach Jiufen schaut, könnte man meinen, – so makaber das jetzt auch klingen mag -, es befinden sich hier zwei Dörfer. Eines liegt ganz oben am Hügel, das aber in Wirklichkeit ein riesiger Friedhof ist und das eigentliche Dorf weiter unten. Wie dem auch sei, so langsam geht es gegen den Abend zu und wir gehen zurück in den Trubel. Zu unserem Erfreuen sind nun die vielen Lampions am leuchten, die dem Dorf eine besondere Stimmung verleihen. Nachdem wir uns sattgesehen haben, warten wir auf den nächsten Bus, um wieder zurück nach Taipeh zu gelangen. Schlussendlich wird es der Übernächste, da hier effektiv nur so viele Leute einsteigen dürfen, wie es Sitzplätze hat. Das stört uns aber wenig. Nach einer knappen Stunde sind wir wieder zurück in Taipeh. Da aber Feierabendverkehr ist, benötigt der Bus fast noch eine weitere Stunde, bis wir am entsprechenden Terminal eintreffen. Yuying hat uns noch ein vegetarisches Restaurant gezeigt, welches sich bei ihr in der Nähe befindet und wir entscheiden uns heute dort Essen zu gehen. Manuela kann da nur sagen, dem Buddhismus sei Dank, denn das Essen ist köstlich und man muss sich nicht jedes mal fragen, was das ist. Hier spricht nämlich niemand Englisch, aber die Betreiberin gibt uns alles was wir brauchen und zeigt uns, was wir wie nehmen können, so dass wir es auch begreifen. Es ist ein Buffet, so kann man alles nehmen, worauf man Lust hat und am Ende wird gewogen. Wir schaufeln unsere Teller voll und bezahlen für beides gerade mal 200 Taiwan Dollar, was etwa 3 Franken pro Menu ist. Ein Gast zeigt dann noch auf einen Suppentopf und sagt in gebrochenem Englisch, dass wir auch noch gratis Suppe dazu nehmen können. Wir fühlen uns sehr wohl hier und das gesamte Essen, also alles was wir probiert haben, ist unglaublich lecker. Danach gehen wir nach Hause und verbringen mit Yuying und ihrem Sohn einen angenehmen Abend. Heute Abend hat es begonnen zu regnen und wir können froh sein, dass es nicht schon früher begonnen hat, denn Regen ist schon seit ein paar Tagen gemeldet. Es regnet aber nicht nur ein bisschen, sondern schüttet gewaltig. Wir sind zuversichtlich und denken, dass es morgen wieder gut wird. Als wir den beiden mitteilen, dass wir morgen Wulai besuchen wollen, meinen sie, dass wir uns das gut überlegen sollen, denn vermutlich sei es morgen sehr regnerisch.

Taipeh 17.05.2019

Wie schon gestern vorausgesagt, regnet es heute wie aus Kübeln und wir bleiben liegen. Gegen 9 Uhr stehen wir auf und hoffen auf Wetterbesserung. Diese scheint nicht in Sicht zu sein und wir krempeln unser Programm um, denn bei diesem Regenwetter ist man bereits ohne zu übertreiben nach 10 Sekunden pitschnass. Yuying ist heute nicht zuhause, da sie einen Ausflug etwas weiter entfernt mit einer Freundin geplant hat. Wir bleiben vorerst zuhause und nutzen die Zeit, um am Blog zu arbeiten, die Weiterreise in Taiwan etwas besser zu planen und um zu telefonieren. Jedesmal wenn wir das Gefühl haben, dass der Regen langsam etwas abnimmt, regnet es noch stärker. Etwa um 2 Uhr Nachmittag haben wir das Gefühl, dass es etwas besser wird und wir machen uns auf den Weg nach Ximen, wo es einen grossen Markt gibt. Wir begutachten die vielen Stände und kaufen das ein oder andere Notwendige für uns zu relativ günstigen Preisen. So vertreiben wir ein paar Stunden bis es wieder Abend wird, wo wir nochmals im selben Restaurant wie gestern Essen gehen (es gibt ja noch einiges im Buffet, das wir noch nicht probiert haben). Als wir wieder zurück kommen, ist Yuying bereits zuhause und meint enttäuscht, dass sie einen Museumstag anstelle eines Wandertags einlegen musste. Wir plaudern eine Weile zusammen, denn schliesslich ist es der letzte Abend. Ihr Sohn kommt etwas später mit ein paar Spezialitäten nach Hause, die wir kosten dürfen. Das Essen, das wir probiert haben, ist sehr lecker und ist richtig schön scharf. Er bringt uns sogar noch einige leckere taiwanesische Biere mit und wir verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.


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09.05.2019 – 17.05.2019

Arrival in Taoyuan 09.05.2019

At 2 o’clock in the afternoon we reach Taoyuan Airport in Taiwan. We go through the immigration without a problem, two questions and we have our stamp in the passport for three months in Taiwan. Since no meals were included in this flight, we first treat ourselves to a delicious subway sandwich. Then we buy a SIM card and take the local bus to the city of Taoyuan. Our first impression is, most people are commuting by motorbike, there are many street stalls and some tall buildings. All in all, it seems to be a bit more chaotic than the organized Japan, what does absolutely not bother us. We visit Chin and her boyfriend Mirko, who live in the center of Taoyuan, for the next few days. Chin visited us in Interlaken by couch surfing in 2015 and she temporarily lives in a luxurious building on the 16th floor, where we have a great view over the whole city. The reunion is great and we spend the rest of the afternoon chatting about this and that. After Mirko comes home from work in the evening, we go out to eat together in a restaurant. We spend a nice evening and finish it with a good Taiwanese beer.

Daxi Old Street 10.05.2019

After we’ve had a good sleep, Chin plans a trip with us today. We take the bus to the village of Daxi. Here we find a market and we stroll through. She shows us all kinds of traditional treats, which we enjoy very much. The market people are extremely friendly and offer us everything to try. Afterwards we visit a traditional breakfast restaurant, where we taste delicious Chinese omelettes. The old road of Daxi is very impressive and we see all kinds of shops, where they still do traditional crafts. We visit remarkable Taoist temples, which particularly amazes us with their variety of colors. We walk around in the area for a while and come to a museum district where we learn about the old town and especially about traditional crafts. This is especially fantastic for Hanspeter, as he knows a lot about the woodwork and can see very special works. We spend a few hours in the various exhibition halls, chatting with the staff, with Chin always diligently translating from Chinese into English. Hanspeter spends some time with the so-called carpenter’s knot. We have seen all kinds of things and it is already approaching towards evening. Chin shows us a street stall where we could have swear, that everything is made of meat here. To our surprise, however, all the ingredients of the stall are vegetarian and what looks like meat is actually a myriad of tofu varieties. We treat ourselves to a large tasting plate, which contains all the offered varieties and which is incredibly delicious. Then we stroll through the market stalls and despite the full bellies, we try different kimchi types, home-made chips in different flavors and a filled roll with red beans. Sometimes we are offered food to try without any obligation to buy, which is very great. Since we have to wait a while for the bus, Hanspeter uses the time and goes to the barber shortly to trim his side hairs. This was a very eventful day and gave us a great insight into the traditions and culture of the Taiwanese. In the evening, we prepare a vegetable lasagne and enjoy fine, delicious whiskey, which Mirko offers us.

Dharma Drum Temple 11.05.2019

Today, Chin has planned a special trip for us. We first take the train to Taipei and then a bus to the north coast, where it goes up a hill. There is an impressive Buddhist temple, where she often goes. There, we start with a delicious vegetarian lunch, where men and women dining separately, and everyone is quiet while eating. You should focus on the food and not on anything else, we learn. After we finish our meal, we get a private tour of the whole temple area. Even while walking, you should be as quiet  as possible and walk slowly so that you can consciously perceive everything around you. The view from the temple is beautiful, you can see the green surroundings and in the distance the blue sea. After we have strolled through the pretty garden, we reach a huge, impressive Buddha statue. Traditionally, we bow to her and walk around her. Afterwards, we will visit the prayer hall, where are three golden Buddhas, each with a different sign. However, they all have something in common, in our view they express calmness and a certain coolness. We are guided through museums where we will learn about the birth of Buddhism, ancient scriptures, Buddhism itself and important personalities. Even if the outsider think Buddhism is the same everywhere and the head is the Dalai Lama, we are now taught the better. Taiwanese Buddhism seems to be different from Tibetan Buddhism because they live to different main principles. Of course, there is something different everywhere, there are also very very different forms Christians. In any case, we are very impressed by the many subtleties that can make a big difference. At the end of the tour we will take part for the first time in a meditation that is very relaxing. In the end, we probably meditated one hour, but not really noticed and are afterwards so tired, we could easily sleep. We say goodbye to our guide and make our way back to Taipei. It’s almost evening when we come back. Mirko suggests visiting Elephant Mountain, from where we get a great view of the city. And we have it. After a few stairs, while we sweat quite a lot, we reach various viewpoints, from which we get just at dusk a great view of Taipei and the striking Tower 101. For dinner Chin brings us to a delicious traditional restaurant where we can taste dumplings and other delicious food. Taiwanese food is simply fantastic, what we have seen so far. But there are also some for us strange specialties, which we probably will not try.

Seven Star Mountain 12.05.2019

Today, Mirko has planned a trip to Seven Star Mountain with us. Unfortunately, Chin does not feel so good and stays at home. Seven Star Mountain is the highest mountain in the Taipei region, located in the Yangmingshan Mountains. So we drive back to Taipei and further into the mountains, which are surprisingly close to the big city. The weather looks pretty good, but Mirko informs us, it’s often foggy. The ascent is tough because we are not used to the tropical climate.  It feels like thousands of stairs to the top, but at least we are mostly in the shade, but the high humidity lets us sweat properly. The rainforest is beautiful and we enjoy, despite the heat, the climb in this beautiful atmosphere. Unfortunately, when we leave the forest and reach the highest point, we are shrouded in fog. Even if we have no view of Taipei, we enjoy the mystical atmosphere. On the other hand, there is a moderate descent, which we tackle. The area is in a heavily volcanically active area and we can see here some fumaroles and other volcanic activity.  But even here, most is covered by the fog, but still it is very impressive. Back at the starting point we take a bus back to Taipei and on to Taoyuan, where we spend a cozy last evening with Chin and Mirko.

Taipei 13.05.2019

Today we drive to Taipei where we visit Yuying, another couch surfer, who visited us a few years ago in Interlaken. Yuying works as a volunteer at the Presidential Palace and suggests that we go there before 11 am so we can join a guided tour. Of course we arrive there with all the luggage, which is a bit overwhelming for the security staff, because the security guidelines are strict. After the backpacks have been checked by the X-ray machine, we can deposit them. Then we are greeted by Yuying, quite astonished that she is our guide today and the rejoicing is great.  She leads our group through the different rooms and tells about Taiwanese history, which is a little bit complicated, but very interesting and we learn a lot about it, especially different perspectives. The building itself is quite impressive and well guarded, especially considering that the Taiwanese president is here. Then we go to Yuying’s home and she prepares delicious dumplings and vegetable noodles. We chat about this and that for a while, and of course about traveling. Suddenly we realize that it is almost evening again. Therefore, we decide to go into the electronics market, as we still need a few things and Taiwan is known for cheap electronics. The electronics market is very impressive and you can find everything possible at reasonable prices.  Nevertheless, we have to focus on the most necessary, but browse for a while simply through the offers. After seeing enough, we head towards Taipei’s Central Station, where we still browse through a few shops. We are impressed with the city, but find it is enough for today and make us on the way home on foot. At home Yuying prepares a delicious Taiwanese dinner, which we enjoy very much. Just before we go to sleep, Yuying’s son comes home and we chat with him for a while.

Yehliu 14.05.2019

Today we start the day with a delicious breakfast and make our way to the bus terminal. We’re going back in the same direction as we did three days ago to the Dharma Drum Temple, but are already getting off at the coast in the town Yehliu. There should be a Geopark, but what exactly is meant by that, we can not imagine at the moment. First we pass an impressive temple before entering the tourist area. Many tour buses are there and accordingly quite many tourists. But this does not stop us, we buy the ticket and look forward to the park by the sea. In fact, right from the beginning, we can see impressive rock formations reminiscent of different shapes. We walk around the area and the further we get, the fewer people we meet. Not astonishing actually, because the heat together with the humidity is enormously strong, which makes the smallest distances quite exhausting. When hiking we are accompanied by beautiful butterflies. They can be found in a variety of colors. Especially impressive are the brown butterflies, which are decorated inside or at the end of the wings, with a beautiful blue or partly with blue and white. The white-patterned butterflies are very impressive and also a lot easier to photograph. Almost at the end of the path we reach a lighthouse, where we have our late lunch to us. Then we start our way back, because we want to visit one or two other places. We wait for a while on the bus, and then drive to the next village Jinshan, which we want to visit. Actually, we wanted to continue, but the bus that runs along the coast, comes only in an hour. We walk comfortably through the village to the coast, where we are greeted by the locals nice. There is a temple that we can see from afar, but due to the heat we let it stay that far. Off the coast, there is a bridge that offers views of the beautiful surroundings and the beach. The environment looks very nice, but the coast is so littered, that despite the sandy beach, we do not like to walk along it. We have seen enough and return to the bus stop. Since it has become late again, we take the next bus, which brings us back to Taipei. Arrived at Yuying home, she surprises us again with a delicious Taiwanese dinner.

Yangmingshan 15.05.2019

Today we get up early, because Yuying has offered to go with her and her hiking group in the mountains. She has planned a challenging tour especially for us, because we did a long hike with her in Switzerland from the Schynige Platte over Faulhorn to Grindelwald First. We drive to the Yangmingshan Mountains, where we meet a rather large group, and take a group photo at the beginning. Some could speak some English and chat with big interest. It is a very extraordinary and great experience for us to be on the trip with such a local hiking group. The path starts very comfortably and we are glad it does not go up very steep and steady as at Seven Star Mountain. First, we come to a beautiful lake with beautiful water flowers, where even someone – not from our group – plays on a traditional musical instrument. After a short break the tour continues. The path is now a real small path and the group leader must assure each turn, that we are also on the right track. That’s comfortable, we do not have to worry about something like that. The path leads through high bushes and suddenly we are surrounded by thousands of butterflies, which is very beautiful. We are almost the only ones on this path, which is probably because you need a guide and / or a permit for such trips. Today’s plan is to scale two, possibly three, summits of Mt. Datun. But since rain is in the forecast for the afternoon and we obviously – because of us – have started a little late, we start with the West Peak and then we can decide depending on the weather, whether we go further or not. The ascent to West Peak is extremely steep and obviously threatened by landslides. Since the ground is earthy and the climate humid, it is extremely convenient that an auxiliary rope was tensioned, so you have something better grip. For us the ascent is very fast and the rope is just a practical option. But we are very surprised how fit the participants in our group are, even if they get a little more in a sweat and it seems a much bigger effort for them, they all make it last up. We only say that we wish to be so fit at this age. However, since we have been hiking in the fog for a while, unfortunately we have little view from here, but the path was already very nice. They offer us all sorts of snacks and fruits, which is very delicious and gives more energy. But here most of the group members say goodbye, but Yuying and a few others think we can tackle the other hills if we want. Of course we want. So, we first set out on the steep descent, only to tackle the next even steeper climb, the South Peak. Unfortunately, we do not have a very good view here either, but at least the weather seems to be in good shape, as it has only drip a few raindrops so far. So we stop for lunch before heading to Mt. Datun. This climb is easier than the last two, because it goes over stairs. The motivation increases tremendously, as we see that the fog is a little less dense and we slowly but surely get a pretty view. We are motivated that we should run the last few stairs and still be rewarded with a beautiful view. But now we are both out of breath. At the top we take some pictures and enjoy the beautiful view. Then we get to a street where it has a huge number of cars. A movie is producing here, we are explained afterwards. Then we soon return to the hiking trail, where we start the descent to the bus stop. In the end we are all done and we know what we did. The remaining group members have already arrived at the bus station, where the next bus goes back to Taipei. This was a beautiful and very exciting trip to which we like to remember. The rest of the day we relax, cook dinner and visit the notorious Night Market in the evening. Yuying explains the different dishes and traditions here, but since we have already eaten, we skip the meal, but the market is always impressive. We try Bubble Tea for the first time, which is an event in itself. This is so delicious and great to drink, and becomes our absolute Taiwanese favorite drink. It is a kind of milk tea (for example black tea with milk) with bubbles in.  So you can eat and drink at the same time. The bubbles are made of Tapioca, which are cooked in a special machine. But for the bubbles, you need a bigger straw and you have to be careful not to swallow it directly in the throat. Especially if you have drunk the tea and want to suck the leftover bubbles. Then we go back home, where we go to sleep earlier than usual because of the activities.

Jiufen 16.05.2019

Today we have planned the trip to Jiufen. Yuying has already warned us, it will be very touristy.  The bus departs not far from Yuying’s home directly to Jiufen and arrives in less than 5 minutes after we arrive. So we arrive in Jiufen much earlier than expected. The journey itself is extremely spectacular, as it goes towards the end through extremely narrow streets up the mountain. We are almost amazed how such a bus gets the curve at all. But fun aside. When we arrive there, we first stroll through the old street, where we do not see so much, except a number of market stalls and screaming sellers. Nevertheless, it is still exciting to see what is here. The view from the hill to the surrounding region with its temples and view to the sea is simply enchanting. Shortly after we leave the famous street and go a little further, peace returns. We passed an impressive Taoist temple which we want to inspect. Also this temple is enormously colored and detailed built, simply beautiful. Only the neon sign – probably with any ads for upcoming ceremonies – do not fit into the picture at all. Then we think about what else we want to do. We could hike up to a lookout point, but it’s so steep uphill (we can see it from a distance)… Even today it’s just unbelievably hot, which is why we prefer to walk downhill instead of uphill. Since we are already on a hill, this meets quite well, because there is a way to the sea, where there are still other attractions on the way. We do this and are soon by our own. We walk past some nice apartments in the countryside and enjoy the surroundings. After a while we reach an old aqueduct and a little further down we come to a waterfall. This is called the Gold Waterfall and flows over coppery red rocks, which is a pretty dramatic sight. Here, gold was mined earlier and we reach a little later, the old smelting plant. Unfortunately, when we arrive at the sea, it is separated from a large street and we do not dare to cross it. Therefore, we eat our lunch here and decide to take the next bus back to Jiufen to explore its surroundings a little closer. Since the whole village of Jiufen is located on the mountain and is connected by countless tiny roads, we have great difficulty finding the right way and not getting lost. We will visit two more temples that we finally find after a while. The temples are both very pretty. Then we go to a park, where we can look from a distance to the village and the serpentine road. We watch the traffic for a while. If you look from here to Jiufen, you might think – as macabre as that may sound – there are two villages here. One is at the top of the hill, which is actually a huge cemetery and the actual village further down. Anyway, it’s getting dark towards the evening and we’re going back to the hustle and bustle. To our delight are now the many lanterns lighted, which give the village a special atmosphere. After we have seen enough, we wait for the next bus to get back to Taipei.  In the end, it will be the second one, as effectively only so many people are allowed to board the bus as they have seats. But that does not bother us much. After about an hour we are back in Taipei. But since there is rush hour traffic, the bus will take almost another hour until we arrive at the terminal. Yuying has shown us a vegetarian restaurant nearby and we decide to have dinner there today. Manuela can only say thank you to Buddhism, because the food is delicious and you do not have to ask yourself what it is. No one here speaks English, but the operator gives us everything we need and shows us how it works, so we understand it. It is a buffet, where we can take everything we want and end up being weighed. We shovel our plates full and pay just 200 Taiwan dollars for both, which is about 3 francs per menu. A guest then points to a soup pot and says in broken English that we can also take free soup. We feel very well here and all the food we tried is unbelievably delicious. Afterwards we go home and spend a pleasant evening with Yuying and her son. It started raining tonight and we can be happy that it did not start earlier because rain has been predicted for a few days. It does not just rain a bit, it’s pouring heavily. We are confident and think it will be good again tomorrow. When we tell the two that we want to visit Wulai tomorrow, they think we should think twice, because it’s probably rainy tomorrow.

Taipei 17.05.2019

As predicted yesterday, today it is raining and we sleep longer. At 9 o’clock we get up and hope for better weather. This does not seem to be in sight and we roll over our program, because in this rainy weather you are already after 10 seconds soaking wet. Yuying is not home today because she planned a trip a little further away with a friend. We stay home and use the time to work on the blog, to plan the onward journey in Taiwan a little better and to make phone calls.  Every time we feel that the rain is slowly decreasing, it gets even stronger. Around 2 o’clock in the afternoon, we feel it is getting better and we are heading to Ximen, where is a big market. We inspect the many stalls and buy some necessities for us at relatively reasonable prices. So we spend a few hours until it is evening again, where we eat again in the same restaurant as yesterday (there is still a lot in the buffet, we have not tried). When we come back, Yuying is already at home and is disappointed that she also had to spend a museum day instead of a hiking day. We chat together for a while, because after all it’s the last evening. Your son will come home later with a few specialties we can taste. The food we tried is delicious and really spicy. He even brings us some delicious Taiwanese beers and we spend a leisurely evening together.

Japan 2: Die japanischen Alpen

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19.04.2019 – 28.04.2019

Nagano 19.04.2019

Es ist erst kurz nach 5 Uhr, als wir in Nagano ankommen. Total verschlafen steigen wir aus dem Bus und stellen fest, dass es ziemlich kalt ist und die Stadt noch schläft. Niemand, aber auch gar niemand ist anzutreffen. Wir machen uns zuerst auf den Weg zur Unterkunft, denn es wurde uns angeboten, obwohl niemand da ist, dass wir unser Gepäck deponieren können. Danach suchen wir einen Ort, wo wir etwas bleiben und gemütlich einen Kaffee trinken können. Unser erstes Ziel ist nämlich die Touristeninformation, aber die hat noch nich so früh geöffnet. Da die Unterkunft hier in Nagano mit 50 Franken enorm teuer ist, wollen wir auf campen ausweichen. Jedoch haben wir sozusagen keine Infos darüber. Die Campingplätze befinden sich nicht gerade um die Ecke, und nur schon die Anreise scheint gemäss unseren Recherchen eine Investition zu sein. Das erste Kaffee am Bahnhof öffnet leider auch erst um 7 Uhr, weshalb wir uns noch etwas um den Bahnhof herumtreiben und erst einmal die schöne bergige Landschaft in der Ferne von Nagano entdecken. Punkt 7 Uhr öffnet das Cafe und wir gönnen uns zum Kaffee noch ein leckeres Frühstücksbrötchen. Die restliche Zeit verbringen wir mit Recherchieren, was wir heute und morgen machen wollen. Punkt 9 Uhr öffnet das Visitorcenter und wir stellen unsere Fragen. Leider wird es ziemlich kompliziert, da die Beraterin kaum Englisch spricht. Sie gibt uns jedoch zu verstehen, dass der Campingplatz in Togakushi, wegen Schnee noch geschlossen ist und zu den anderen, die wir im Internet entdeckt haben, hat sie keine Infos. Sie versorgt uns mit Kartenmaterial und japanischen Busfahrplänen, so haben wir wieder einige Infos mit denen wir an unseren Plänen weiterarbeiten können. Uns ist klar, dass wir in Nagano über das bevorstehende Wochenende nicht bleiben können, da die Preise für die günstigsten Unterkünfte auf 80 Franken pro Nacht klettern. Wir tendieren jedoch morgen trotzdem nach Togakushi zu fahren, wenn auch nur als Tagesausflug. In Nagano gibt es einen bekannten Tempel, den wir noch anschauen wollen. Dies, obwohl wir eigentlich in Kyoto eine Überdosis an Tempel bekommen haben. Um diesen zu erreichen, schlendern wir gemütlich durch die Hauptfussgängerzone und schauen uns etwas in den hiesigen Läden um. Bei einer Bäckerei bleiben wir stehen, da es enorm gut duftet und wir gönnen uns ein leckeres traditionelles Süssgebäck. Das Tempelgelände ist sehr gross und eindrücklich. Wir haben zudem wohl die Hauptkirschblütenzeit getroffen, denn die Kirschblüten sind aus unserer Sicht in voller Blüte. Wir beobachten eine Weile die buddhistischen Bräuche. Vor dem Haupttempel befindet sich ein riesiger Topf, bei welchem die Leute ein Bündel Räucherstäbchen hineinwerfen. Den entstandenen Rauch fächern sie zu sich und reiben sich diesen an einer Körperstelle ein, denn der Rauch soll eine heilende Wirkung haben. Nachdem wir uns eine Weile umgesehen haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg, wobei wir noch weiter Ausschau nach traditionellen Leckereien halten. Wir sehen bei einem Stand kleine Reisbällchen mit einem Seetangblatt umwickelt und fragen mittels Übersetzer, ob diese vegetarisch sind. Wir müssen vegetarisch noch etwas definieren, jedoch bestätigt dies die Verkäuferin und meint, dass Miso (eine Art Gewürz aus der oftmals Suppe gemacht wird) enthalten ist. Das Reisbällchen ist wirklich sehr lecker und wir sind nach wie vor begeistert von der Japanischen Küche (was sich bei Manuela halt aufs Vegetarische beschränkt). Wir sind immer noch ziemlich müde und wollen nicht allzu grosse Sprünge machen. Da wir aber momentan keine andere Möglichkeit sehen, als in der Region zu zelten oder zu couchsurfen, müssen wir noch einen Gaszylinder kaufen. In Osaka gab es diese an jeder Ecke, im hiesigen Shoppingcenter sind wir leider nicht fündig geworden. Wir haben auf maps.me einen Campingladen entdeckt, der aber über 4 Kilometer entfernt ist. Da wir aber gerade nichts anderes vor haben und Gas fürs Campen essentiell ist, entscheiden wir uns dorthin zu gehen. Leider ist Nagano ausserhalb des Stadtkerns ziemlich überbaut und abgesehen von ein paar hübschen Wohnviertel sowie der Weitsicht in die Berge, nicht unbedingt sehenswert. Der Weg entlang der Hauptstrasse zieht sich in die Länge und es scheint hauptsächlich Industriegebiet zu sein. Wir zweifeln schon an, ob am entsprechenden Standort tatsächlich ein Campingladen ist, oder ein Fehler auf maps.me besteht, was durchaus mal vorkommen kann. Wir haben Glück tatsächlich befindet sich ein sehr grosser Outdoorladen in diesem Ort und wir kaufen nebst Campinggas, auch noch einen neuen heruntergesetzten Rucksack. Da wir keine Ahnung haben wie die Busse fahren und wir den Weg jetzt schon kennen, legen wir die 4 Kilometer wieder zu Fuss zurück. Nun ist es bereits 4 Uhr und wir können endlich einchecken. Wir verbringen den restlichen Abend in der Unterkunft und planen den morgigen Tag. Wir schreiben ein paar Couchsurfing Anfragen in und um Matsumoto. Wir haben uns entschieden morgen früh loszuziehen und mit dem Bus nach Togakushi zu fahren. Dort wollen wir ein paar Stunden verbringen, jedoch schauen, dass wir wieder rechtzeitig zurück sind, um nach Matsumoto zu fahren. Wir haben in Matsumoto zwei Campingplätze entdeckt, die gemäss Rezension auf google.maps und Google-Übersetzer geöffnet haben sollten. Es ist zwar etwas ungewiss, denn die Google-Übersetzungen lassen viel Interpretationsspielraum. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass es zumindest bei einem klappen sollte. Da wir morgen schon wieder früh losziehen wollen, um den Tag in Togakushi auszukosten, gehen wir heute nicht zu spät schlafen, auch da wir von letzter Nacht ziemlich geschafft sind.

Togakushi 20.04.2019

Wie wir es uns gestern vorgenommen haben, sind wir bereits um 7 auf den Beinen, damit wir den Bus um halb 9 erwischen. Togakushi liegt in den Bergen und der Bus muss ziemlich enge Strässchen hinaufklettern, was wohl den hohen Buspreis ausmacht, aber auch ein wunderschönes Panorama mit sich bringt. Obwohl wir nicht bis zur Endstation fahren, sind wir doch etwas erstaunt, dass bereits hier ein wenig Schnee liegt. Bei der Bushaltestelle befindet sich der erste Schrein, der wunderschön aus Holz gemacht ist. Danach gehen wir einem Weg entlang, bis wir eine Abzweigung zu einem Tempel erreichen. Wir vermuten schon, dass die Leute im Moment noch eher zum Skifahren als zum Wandern kommen. Wir laufen einem schönen mit Zedern gesäumten Pfad entlang und stapfen immer tiefer durch den Schnee. Wir sind überrascht, dass es hier doch ziemlich viele Leute gibt, die den für sie beschwerlichen Weg durch den Schnee auf sich nehmen, um zum Tempel zu gelangen. Interessanterweise scheinen wir hier aber nahezu die einzigen Ausländer zu sein und werden von sozusagen allen Leuten immer mit einem freundlichen Konichiwa begrüsst. Obwohl der Pfad zu Beginn nur ein Hauch von Schnee aufweist, wird es immer etwas mehr und bevor wir zum Schrein kommen, gehts ein wenig aufwärts. Hier haben die meisten Leute ihre Schwierigkeit, da sie sich wohl nicht so mit Schnee auskennen und es tatsächlich ziemlich rutschig ist. Der Schrein und Tempel sind ziemlich klein, aber es sieht sehr hübsch aus inmitten des Schnees. Wir entscheiden uns einen Wanderweg auszuprobieren. Der Weg ist noch komplett zugeschneit, aber nach ein paar Startschwierigkeiten entdecken wir ein paar Spuren denen wir folgen können. Wir sind ziemlich überrascht, dass es Bären Warnungen gibt. Wir haben gar nicht gewusst, dass es in Japan auch Bären gibt und in den Alpen wohl ein ziemlich häufiges Vorkommen hat. Wir hoffen, dass sich die Bären noch im Winterschlaf befinden. Nach einer Weile wandern, erreichen wir rote Schreintore, wo sich ebenfalls ein See befinden sollte. Den See sehen wir jedoch nicht, der ist komplett zugeschneit. Als wir weiter gehen, hört man Manuela fluchen, denn der Schneeboden ist unter ihr zusammengebrochen und sie steht mit einem Bein im eiskalten Fluss. Ja blöd, denn wegen dem Schnee, konnte sie das zugeschneite Brückchen, das über den Fluss führt, nicht sehen. Jetzt, wo man es weiss, kann man es erahnen. Danach erreichen wir einen zweiten See, der zwar auch zugeschneit ist, aber man zumindest erahnen kann, dass sich hier der See befindet. Wir verspeisen hier unser Mittagessen und geniessen die schöne Aussicht auf die schneebedeckten Bergen. Nun wollen wir noch einen weiteren kleinen Wanderweg in Angriff nehmen, der uns zur Bushaltestelle führen sollte. Hier hat es aber noch mehr Schnee als vorher und das vorwärtskommen ist wirklich beschwerlich. Wir brauchen einiges länger als erwartet und sind natürlich auch noch ein wenig vom Weg abgekommen. Dank Gps finden wir aber den Weg schnell wieder und nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir den dritten See. Wir realisieren jetzt aber auch, dass unser Bus in 15 Minuten fährt, wir aber noch 2 Kilometer und 200 Höhenmeter zu bewältigen haben. Das schaffen wir beim besten Willen nicht und lassen es daher etwas gemütlicher angehen. Wir geniessen zuerst die Aussicht auf den See und machen uns langsam auf zum Abstieg ins Dorf. Da der nächste Bus erst in eineinhalb Stunden fährt und hier die Schneemenge deutlich weniger ist als zuvor, nehmen wir noch einen letzten Wanderweg zum dritten Tempel in Angriff. Wir kommen wunderbar vorwärts und dort angekommen werden wir belohnt, mit einem äusserst eindrücklichen Holztempel. Er ist wunderschön und detailliert gefertigt, was wir so bisher noch nicht gesehen haben. Da er nicht so einfach zu erreichen ist, sind auch sozusagen keine Leute hier anzutreffen, was im Gegensatz zu den Tempel in Kyoto hier ein riesiger Vorteil ist und es so auch viel mystischer wirkt. Danach machen wir uns an den Abstieg über wohlgemerkt 200 Stufen und wir erreichen relativ bald das nächste Dörfchen mit der dazugehörigen Bushaltestelle. Etwa 20 Minuten später kommt der Bus und bringt uns zurück nach Nagano. In Nagano haben wir es jetzt ziemlich eilig, denn wir wollen den günstigsten Zug um 5 Uhr nach Matsumoto erwischen, damit wir hoffentlich noch bei Tageslicht auf dem Campingplatz ankommen. Der nächste günstige Zug wäre erst um 8 Uhr abends. Wir holen unser Gepäck bei der Unterkunft, machen kurz im Supermarkt halt um einzukaufen, damit wir heute Abend auch was zu essen haben und dann geht es schnurstracks zum Bahnhof. Natürlich gibt es vor den Ticketautomat eine riesige Schlange und wir versuchen mit unserer IC-Card durchs Gate zu kommen. Der Aufseher teilt uns jedoch mit, dass die IC-Karte hier nicht akzeptiert wird und wir erklären ihm, welchen Zug wir erreichen wollen. Er meint, dass wir keine Zeit mehr haben, ein Ticket zu lösen, aber dass wir das Ticket im Zug lösen können. Er gibt uns einen kleinen Zettel (wohl mit unserem Startpunkt), den wir dem Schaffner abgeben sollen. Wir fahren eine Station nach Matsumoto Hauptbahnhof und steigen aus. Hier ist es absolut ruhig und es scheint eine Mischung zwischen Industrieviertel und Wohnquartier zu sein. Wir laufen zuerst zwischen Feldern hindurch bevor es den Berg hinauf geht, wo sich einige hübsche kleine Wohnhäuser befinden. Es geht wirklich sehr steil hinauf und wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass es hier irgendwo an dem Hang einen Campingplatz geben kann. Wir erreichen das letzte Haus, wo sich wohl eine Golfanlage gemäss unserer Karte befinden sollte und bevor wir noch die letzten 100 Höhenmeter in Angriff nehmen, wollen wir dort einmal nachfragen. Natürlich sprechen die älteren Leutchen kein Wort Englisch, aber mit Google-Übersetzer können wir ihnen beibringen, dass wir campen wollen. Das sind wohl tatsächlich die Campingplatz Hosts und Golfplatzbesitzer in einem zusammen. Sie zeigen uns eine Preisliste auf japanisch, und zeigen den Preis den wir für ein kleines Zelt zahlen sollen. Das ist mit knapp 30 Franken etwas gesalzen, aber immer noch viel günstiger als irgendeine Unterkunft in der Region. Nach einer Weile realisieren wir, dass sie fragen wollen, wo unser Auto sei. Wir machen ihnen mit Zeichensprache klar, dass wir zu Fuss unterwegs sind. Daraufhin schauen sie sich gegenseitig an und diskutieren etwas. Daraufhin hüpft der Herr in seinen Lieferwagen und gibt uns zu verstehen, dass wir die Rucksäcke hinten drauf packen sollen und Hanspeter vorne einsteigen kann. Die Frau startet das Auto und Manuela kann dort einsteigen. Das ist ein netter Service, dass sie uns nach oben kutschieren, denn es wäre noch steiler geworden als vorher und mit den Rucksäcken daher eine richtige Tortur. Die Frau plaudert die ganze Zeit mit Manuela, obwohl sie weiss, dass Manuela kein Wort versteht. Oben angekommen sind wir total überrascht vom japanischen Campingtourismus. Es hat ziemlich viele Leute, alle mit riesigen Zelten und sehr umfangreicher Ausstattung (aber kein einziger Wohnwagen, nicht wie bei den Amerikanern). Wir werden von einem bei einer Zeltgruppe mit einem breiten “Welcome in Japan” begrüsst, was uns doch bei den sonst scheuen Japaner erstaunt. Wir stellen unser Minizelt, im Vergleich zu den andern, auf und geniessen die tolle Aussicht aufs Tal. Danach kommt unser Nachbar mit seinen Kollegen, der uns vorher so nett empfangen hat, begrüssen und plaudert in einem sehr gebrochenem Englisch mit uns. Er meint, wir sollen später zu ihnen kommen. Wir bereiten unser Abendessen zu, während dieser nochmals zu uns kommt und zu verstehen gibt, dass sie ein Feuer machen und wir dorthin kommen sollen. Es ist sowieso etwas kalt und wir nehmen das Angebot sehr gerne an. Wir plaudern eine Weile mit ihnen, wobei die Sprachbarriere schon merklich ist, aber sie wollen alles wissen, was vielleicht auch etwas am Alkohol liegen mag. Wie dem auch sei, wir geniessen das Lagerfeuer und die nette Gesellschaft, und verbringen einen gemütlichen Abend.

Matusmoto 21.04.2019

Heute packen wir bereits wieder unser Zelt und verabschieden uns von unseren Campingkumpanen von gestern Abend. Diese sind heute tatsächlich ganz schüchtern und bringen kaum ein Wort hervor, also hat es gestern doch am Alkohol gelegen. Wir machen uns am Vormittag auf den Weg zum Bahnhof, aber diesmal zum Glück abwärts und nicht aufwärts. Unterwegs können wir bereits ein paar Kirschbäume (Sakura) bestaunen, die hier in Matsumoto im Moment in voller Blüte sind. Danach fahren wir mit dem Zug eine Station zum Hauptbahnhof und suchen das Touristenbüro auf. Hier können sie im Gegensatz zu Nagano wieder ziemlich gut Englisch und uns wird versichert, dass der Campingplatz in Kamikochi geöffnet hat. Da Kamikochi wieder so ein abgelegenes Bergdorf ist, kostet die Fahrt dorthin und wieder zurück umgerechnet 40 Franken. Dafür können wir für nur 16 Franken campen und die Gegend soll sehr schön sein. Wir entscheiden uns mit dem letzten Zug/Bus um 16.00 Uhr hochzufahren und können den heutigen Tag nutzen, um Matsumoto ein wenig zu erkunden. Matsumoto ist insbesondere für seine eindrückliche Burg bekannt, die wir als Erstes ansteuern. Der Weg führt uns durch das hübsche Städtchen und vorbei an einer lecker riechenden Bäckerei, wo wir unser Mittagessen einkaufen. Danach erreichen wir die eindrückliche Burg von Matsumoto, umgeben von blühenden Kirschbäumen. Wir entscheiden uns, die Burg von Innen anzusehen und erhalten so einmal Einblick in die alten japanischen Traditionen und Artefakte. Das Highlight für uns ist natürlich die tolle Aussicht, die wir oben vom Turm auf die Umgebung haben. Da der Eintrittspreis ebenfalls einen freien Eintritt ins Museum nebenan beinhaltet und wir gerade noch etwas Zeit haben, gehen wir dieses anschliessend besichtigen. Das Museum hat einige sehr alte Relikte, die sehr eindrücklich sind. Hier verbringen wir nicht allzu viel Zeit, denn wir müssen noch für die nächsten zwei Tage einkaufen gehen. Da wir uns nach wie vor in den Supermärkten nicht so zurecht finden, müssen wir genügend Zeit einberechnen. Auch heute ist es nicht anders, klar das Offensichtliche ist schnell gefunden, aber bei spezifischen Sachen in Verpackung suchen wir jeweils eine ganze Weile. Als wir den Supermarkt verlassen, haben wir noch genau 45 Minuten Zeit, um zum Bahnhof zurückzukehren, etwas weiteres zu Kaufen, dass wir vergessen haben, unsere Rucksäcke aus dem Schliessfach zu holen und das Ticket zu lösen. Manuela kommt etwas in Stress, da wir heute Morgen unseren Rucksäcke so sehr ins Schliessfach hinein gequetscht haben, dass sie Manuela kaum mehr herausbringt. Zwei der Zuständigen für die Schliessfächer helfen ihr und bringen die Schliessfachtür schlussendlich auf. Etwas peinlich, aber was solls. Nun ist Hanspeter wieder zurück mit der vergessenen Ware und wir gehen die Tickets kaufen. Nun müssen wir etwas vorwärts machen, aber drücken glücklicherweise gerade den richtigen Knopf, damit wir unser Spezial Ticket nach Kamikochi kaufen können. Glück gehabt und so schaffen wir es gerade rechtzeitig auf den Zug. Mit diesem fahren wir bis zur Endstation, wo wir auf den Bus wechseln, der bereits wartet. Der Bus fährt über enge Bergsträsschen durch etliche Tunnels hinauf. Wir rechneten eigentlich nicht mit Schnee, da ja der Campingplatz offen ist und der andere Campingplatz in Nagano wegen Schnee noch geschlossen war. Als wir jedoch aus dem zweitletzten Tunnel kommen, trauen wir unseren Augen kaum, denn es hat Schnee und das nicht gerade wenig. Jetzt befürchten wir, dass wir noch im Schnee campen müssen und sind etwas verunsichert, ob es eine gute Idee ist, hier oben zwei Nächte zu verbringen. In Kamikochi angekommen hat es tatsächlich noch etwas Schnee, aber wohl wurde einiges an Schnee bereits geräumt. Kalt ist es jedoch ziemlich und wir ziehen unsere Daunenjacken an, bevor wir uns auf den Weg zum Campingplatz machen. Wir haben gerade das Gefühl, dass wir wohl die einzigen Spinner sind, die bei diesen Bedingungen campen, aber jetzt haben wir keine andere Wahl mehr. Auf dem Weg begegnen wir zum ersten Mal ein paar Schneeaffen, was uns gerade sehr aufheitert. Am Campingplatz angekommen hat es auch noch etwas Schnee, aber zumindest stehen ein paar Zelte und die Fläche im Wald, wo wir das Zelt stellen können, wurde Schneefrei gemacht. Tatsächlich ist auch jemand im Büro, so dass wir uns offiziell anmelden und die Campinggebühr bezahlen können. Nachdem wir unser Zelt aufgestellt haben, ist es auch schon dunkel und jetzt wird es richtig kalt, so dass wir nebst Daunenjacke auch Mütze und Handschuhe aufsetzen. In einem Unterstand können wir kochen und nachdem wir etwas warmes im Bauch haben, halten wir es draussen mit einem günstigen Mixgetränk namens Strong Cola / Strong Lemon noch ein weiteres Stündchen aus. Etwa um halb 9 verziehen wir uns jedoch in unser Zelt und kuscheln uns in die warmen Schlafsäcke. Aber auch mit dem warmen Schlafsack ist die Temperatur durch die Nacht grenzwertig.

Kamikochi 22.04.2019

Als die Sonne heute morgen früh auf unser Zelt scheint, bleiben wir noch etwas liegen und geniessen die aufkommende Wärme. Wir brauchen etwas Motivation bis wir aufstehen und das Frühstück zubereiten. Danach besprechen wir, mit welcher Route wir beginnen. Also eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten entweder den Fluss hoch, oder den Fluss runter. Wir entscheiden uns zuerst Flussaufwärts zu laufen und auf dem Rückweg noch den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt, Dakesawa, zu spazieren. Wir gehen daher zuerst ein ganzes Stückchen Flussaufwärts, wobei wir ziemlich schnell durch den Schnee stapfen müssen. Eine Abzweigung deutet an, dass man von hier aus in ein Seitental wandern könnte – jedoch ist es noch zugeschneit und das Schild rät davon ab, diesen Pfad im Moment zu begehen. Als wir aus dem Wald kommen und einen Blick über den Fluss erhaschen können, sehen wir zahlreiche Schneeaffen, Japanmakak genannt, die sich am Flussufer tummeln. Teilweise auch mit ihren Kleinen, was sehr süss aussieht. Als wir weiterziehen, kommen wir plötzlich in hohen Schnee und ob mans glaubt oder nicht, etwas später kommen wir einem Arbeiter entgegen, der mit einer Art Bagger, den Schnee räumt und den Weg wanderfreundlich macht. Nach einer Weile erreichen wir eine Mischung aus tiefem Schnee und Wasser, denn beim heutigen tollen Wetter schmilzt der Schnee ziemlich schnell. Wir hören auch immer mal wieder wie eine Lawine herunter kommt. Da hier kein Durchkommen mehr scheint, stapfen wir durch den hohen Schnee in Richtung Fluss, wo wir eine traumhafte Aussicht auf die umliegende Berge haben und unsere Mittagspause einlegen. Wir wandern anschliessend am Flussbett entlang wieder zurück, bis wir zu einer Brücke gelangen, wo wir auf die andere Seite kommen. Hier wollen wir noch eine Lagune anschauen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sich hier ein kostenpflichtiger Schrein befindet und man die Lagune daher nur gegen Eintritt besuchen kann. Wir setzen den Weg fort, obwohl es scheint, dass ab hier gesperrt ist. Da wir aber kein Japanisch können und wir noch zwei andere Leute auf dem Weg sehen, nehmen wir diesen trotzdem in Angriff. Hier spazieren wir wieder an ganz vielen Schneeaffen vorbei, die unglaublich süss sind und offenbar an Menschen gewöhnt, denn sie lassen sich von uns nicht im Geringsten beeindrucken. Als wir zu der Stelle gelangen, wo der Weg zum Aussichtspunkt wäre, lassen wir das schön bleiben, denn es ist komplett zugeschneit und zudem ziemlich steil. Wir haben dafür weitere Gewässer entdeckt, die sich Flussabwärts befinden sollten. Unterwegs zwischen Schnee und Gewässer bewegt sich etwas und wir entdecken eine kleine, aber schön gemusterte Schlange. Danach kommen wir in den Dorfkern, wo sich offensichtlich alle Touristen aufhalten. Wir setzen den Weg fort, kommen aber wieder zu einer Absperrung, weshalb wir über die offizielle Strasse zu den Seen gehen. Die Strasse ist jedoch ziemlich eng und es gibt keinen Weg für Fussgänger, was uns ziemlich unangenehm wird. Es scheint, als wäre beim Weg zum ersten See kein Durchkommen, der Zweite liegt aber glücklicherweise in der Nähe der Strasse. Hier haben wir einen tollen Ausblick über den See, die umliegenden Bergen und den Vulkan. Wir haben wenig Lust, wieder entlang der Strasse zurück zu gehen und versuchen deshalb, ob wir beim abgesperrten Weg durchkommen. Das geht einfacher als gedacht, wohl wurde der Weg lediglich noch nicht für Wanderungen vorbereitet und man muss daher wieder teilweise durch Schnee gehen. Das stört uns wenig, denn nasse Füsse haben wir sowieso. Wir können so sogar noch die zweite hübsche Lagune anschauen und gemütlich ins Dorf zum Campingplatz zurück spazieren. Auch wenn wir nicht alles machen konnten wie geplant, haben wir einen wunderschönen Tag bei bestem Wetter verbracht und es sehr genossen. Nachdem die Sonne untergegangen ist, wird es wieder kalt, jedoch nicht ganz so kalt wie gestern. Zudem ist der restliche Schnee auf dem Campingplatz geschmolzen und wir verbringen einen angenehmen Abend.

Kamikochi – Shiojiri 23.04.2019

Heute gehen wir weiter nach Shiojiri, welches neben Matsumoto liegt und wo uns eine Couchsurferin von dort angenommen hat. Da das Campen kalt war und wir seit unserer Ankunft in Japan kaum geruht haben, finden wir das eine optimale Gelegenheit etwas zu entspannen. Wir packen daher unser Zelt in Kamikochi zusammen, können noch ein paar der süssen Äffchen beobachten, die sich auf unserem Campingplatz herumtummeln und fahren gegen Mittag mit dem Bus nach Matsumoto. Wir erreichen Shiojiri um 2 Uhr und werden von unserer Gastgeberin, Sayantani (Shiny), herzlich begrüsst. Shiny ist Inderin, reist und arbeitet um den Globus, und im Moment unterrichtet sie Englisch in Japan. Wir plaudern eine Weile mit ihr, danach muss sie jedoch los um zu arbeiten. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag in ihrer Wohnung und erledigen noch dies und jenes. Die einzige Aktivität ausserhalb des Hauses ist, als wir zum Supermarkt gehen und unser Abendessen einkaufen. Auch wenn wir hier in einem ruhigen Vorort sind, läuft ab und zu Musik sowie eine Ansage durch einen Lautsprecher, was ziemlich speziell ist. Um 9 Uhr ist Shiny wieder zurück von der Arbeit und wir plaudern noch zusammen bis spät in die Nacht hinein.

Shiojiri 24.04.2019

Wir haben noch selten so lange geschlafen, aber als wir heute erwachen, ist schon fast Mittagszeit. Shiny ist auch gerade aufgewacht und muss sich schon fast etwas beeilen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Der heutige Tag ist regnerisch, daher nutzen wir ihn, um zu planen und am Blog zu arbeiten. Wir müssen ja irgendwie noch nach Hokkaido kommen und eine Zugfahrt würde sich auf über 200 Franken pro Person belaufen. Busfahren wäre ziemlich mühsam und auch nicht gerade günstig. Jedoch haben wir gesehen, dass es für knapp 100 Franken eine Fähre über Nacht gäbe, die von Tokyo nach Hokkaido geht. Wir wollen diese zuerst über die Fähreigene Website buchen. Es ist ziemlich mühsam, da einige Abschnitte nicht ins Englische übersetzt sind und wir daher die japanischen Zeichen auf Deutsch übersetzen müssen. Nachdem wir nach einer gefühlten Ewigkeit den gesamten Prozess durchgeführt haben, steht, dass wir ein Standby Ticket gebucht haben und wir zuerst eine Bestätigung erhalten würden. Wann wir die Bestätigung kriegen, steht jedoch nirgends. Da wir keine Kreditkartendetails eingegeben haben, versuchen wir es über die Website Directferries, wo es scheint, dass wir die Überfahrt tatsächlich buchen können. Aber auch hier, nachdem wir gebucht haben und Kartendetails eingeben mussten, steht, dass wir eine Bestätigung abwarten müssen. Diese kommt bei europäischen Fähren innerhalb von 48 Stunden und ausserhalb Europa, kann das länger dauern. Vielen Dank, also haben wir keine Ahnung, ob das klappt… Wir haben die Fähre auf den 1. Mai gebucht, welcher Mitten in der goldenen Woche (die grosse Ferienzeit von Japan und dieses Jahr wird noch der neue Kaiser gekrönt, weshalb sich die Feiertage von 5 auf 10 Tage ausdehnen) liegt. Naja, wir sind eigentlich noch zuversichtlich, dass es über die eine oder andere Website funktionieren sollte. Danach recherchieren wir, wie wir zu den fünf Seen, des wohl berühmtesten Berges, Mt. Fuji, kommen und wo wir dort übernachten können. Unterkünfte sind viel zu teuer (ca. 100 Franken umgerechnet), und bei den Campsites sind die Informationen relativ dürftig. Das ist mühsam, denn wir verbringen Stunden im Internet, aber erhalten dennoch keine wirklich brauchbaren Informationen über Campsites, lediglich eine Annonce aus dem Jahr 2010, welche die damaligen Campingpreise auflistet. Die besten Campsites mit Sicht auf Mt. Fuji sind gemäss dieser Information auch erst ab 50 Franken aufwärts erhältlich (das sind auch jene Campingplätze über die man Online etwas finden kann), was wir doch zu viel des Guten finden. Es gibt aber wohl etwas einfachere und abgelegenere, die nicht so viel kosten sollten und wir entscheiden uns, im Dörfchen Fujikawaguchiko einfach mal bei der Touristeninfo nachzufragen. Zum heutigen Abendessen bereiten wir ein paar leckere Soba-Nudeln mit einer Sesampaste zu, was eine Spezialität aus dieser Region ist. Am späteren Abend kommt Shiny nach Hause und wir verbringen auch heute zusammen einen gemütlichen Abend.

Shiojiri – Fujikawaguchiko – Lake Saiko 25.04.2019

Heute heisst es wieder Abschied nehmen von Shiny. Es war wirklich schön und erholsam bei ihr, was wir sehr genossen haben. Um 9 Uhr steigen wir in den Zug nach Kofu, wohin die Fahrt etwa 2 Stunden dauert. Kofu scheint ein hübsches Städtchen zu sein, jedoch sehen wir nicht viel mehr als den Bahnhof. Wir müssen eine gute Stunde warten, bis unser Bus nach Kawaguchiko (das Erste und Hauptdorf der Fuji Seen) fährt. Auch diese Busfahrt dauert rund 2 Stunden und am frühen Nachmittag treffen wir in Kawaguchiko ein. Hier suchen wir zuerst das Touristenbüro auf, um uns über die Transportmöglichkeiten sowie die Campingplätze zu informieren. Wir werden aber enttäuscht, denn die Dame kann uns lediglich sagen, wo es Campingplätze hat (was wir ja schon wissen), hat aber absolut keine Informationen über Preise und Ausstattung. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als dorthin zu gehen. Unser ursprünglich favorisierter Campingplatz ist leider zu weit weg und vorallem muss man noch 4 Kilometer von der letzten Bushaltestelle zu Fuss gehen (der Bus fährt zudem unregelmässig und würde noch weitere 1.5 Stunden dauern). Wir entscheiden uns daher an den Lake Saiko zu fahren und hoffen dort einen geeigneten Campingplatz zu finden. Wir kaufen ein zweitages Busticket, da sich dieses bereits auszahlt, wenn man einmal bis zur Endstation fährt. Die Fahrt mit dem Bus ist super schön und wir werden schon ganz aufgeregt, als der oftmals bedeckte Mount Fuji sich ein wenig zwischen den Wolken zeigt. Die Busfahrt geht zuerst entlang des Lake Kawaguchiko und anschliessend an den ruhigen Lake Saiko. Wir fahren entlang des linken Seeufers bis zum Ende des Sees, hier fährt der Bus noch etwas weiter, kommt dann aber wieder zurück und kehrt über das rechte Seeufer, wo unser potenzieller Campingplatz liegt, wieder zurück nach Kawaguchiko. Auch für diese Fahrt sind wir über eine Stunde im Bus. Der erste Campingplatz scheint verlassen und bei näherem hinschauen steht, dass der Camping nur am Wochenende geöffnet hat. Wir haben gesehen, dass es nebenan einen weiteren Campingplatz geben soll. Hier treffen wir sogar auf jemanden und wir sind zuversichtlich. Wir brauchen jedoch eine Weile, bis wir vermitteln können, dass wir campen wollen. Die ältere Frau holt daraufhin eine noch ältere Frau, vermutlich ihre Mutter, die uns ohne Punkt und Komma auf Japanisch zu textet. Wir machen ihr verständlich, dass wir sie nicht verstehen, dass interessiert sie aber wenig und spricht weiter. Wir fragen daher nochmals mittels Übersetzer, ob wir hier campen können und jetzt beginnt sie etwas aufzuschreiben. Aber in japanischer Schrift, was wir genau so wenig lesen wie verstehen können. Die jüngere Frau schreibt das morgige Datum und wir können schliesslich übersetzen, dass auch dieser Campingplatz erst ab morgen geöffnet ist. Heute geht partout nicht. Wir fragen, ob es hier noch einen Weiteren gibt. Daraufhin überlegen beiden zuerst und bestätigen dies anschliessend mit “Hai” und zeigen über die Strasse. Wir sind langsam etwas verzweifelt und finden es ziemlich mühsam, da sich auf der anderen Seite nur eine Art Resort befindet. Wir gehen ans andere Ende des winzigen Dörfchens, wo wir auf Google Maps einen “Autocamp” eingezeichnet haben. Hier haben wir wohl Glück, denn wir sehen ein paar Autos sowie einige Zelte und sind nun wieder etwas entspannter. Die Besitzer können sogar ein paar wenige englische Wörter (der Rest geht wieder mit Zeichensprache und Google Übersetzer) und sie teilen uns mit, wo wir campen können. Für 1000 Yen (knapp 10 Franken) pro Person und Nacht dürfen wir unser Zelt nahezu direkt am See aufstellen. Nachdem wir uns gemütlich eingerichtet haben, nehmen wir den nächsten Bus und fahren nochmals um den See bis ans westliche Ende, wo wir einen guten Blick auf den Mt. Fuji haben. Als wir ankommen ist der Berg noch in Wolken, jedoch lösen sich diese mehr und mehr auf. Nach etwa einer Stunde hat der Mt. Fuji sozusagen nur noch einen kleinen Wolkenhut und wir können die tolle Aussicht geniessen. Da das Strässchen nicht Fussgängerfreundlich ist, entscheiden wir uns, den letzten Bus zu schnappen und zurück zu unserem Campingplatz zu fahren, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. Heute ist es erstaunlich mild und wir können daher den Abend und die Nacht so richtig geniessen.

Fuji Five Lakes 26.04.2019

Heute weiss das Wetter nicht so recht was es will, weshalb wir auch etwas Entscheidungsschwierigkeiten haben. Den Fuji haben wir ja gestern bereits wunderschön gesehen und heute sieht es danach aus, als wäre er in den dicken Wolken verborgen. Wir haben mit der gestrigen Busfahrt festgestellt, dass es noch einige Höhlen in der Nähe gibt und entscheiden uns diese zu besuchen. Es gibt ein Kombiticket für zwei Eishöhlen, die beide ziemlich beeindruckend sind. In der ersten Höhle wurden jeweils die Seidenraupenlarven gehalten, um die Seidenproduktion anzukurbeln. Die Japaner haben herausgefunden, dass die Raupen in kalter Umgebung mehr Seide produzieren. In der zweiten Höhle müssen wir zwischendurch krabbeln, da sie so niedrig ist, was aber noch lustig ist. In beiden Höhlen hat es beeindruckende Eis Skulpturen, weshalb wohl die Temperatur entsprechend niedrig ist. Danach fahren wir mit dem Bus an den Lake Motosu. Die Aussicht von diesem See aus wurde auf dem 100 Yen Schein abgebildet und wir möchten natürlich dieses Bild in der Realität sehen. Der Bus hat seine Endstation am Anfang des Lake Motosu und wir entscheiden uns, trotz des in Nebel eingehüllten Mt. Fuji, den etwa 4 Kilometer langen Marsch auf die andere Seeseite in Angriff zu nehmen. Wir haben fortan einen schönen Blick auf den See, aber der Mt. Fuji will sich partout nicht zeigen. Eigentlich wollten wir noch einen Wanderweg zum Lake Shoji in Angriff nehmen. Bei genauerem Hinsehen stellen wir aber fest, das wir über einen Tunnel gehen müssten und der auf maps.me eingezeichneten Weg nicht offiziell ist, somit eventuell gar nicht existiert. Da das Wetter immer noch zu wünschen übrig lässt und auch noch so ein kalter Nieselregen eingesetzt hat, entscheiden wir uns stattdessen wieder zurück zur Bushaltestelle zu spazieren. Denn wir müssen ja auch aufpassen, dass wir nicht den letzten Bus verpassen, welcher bereits ziemlich früh fährt. Entgegen der sonst so pünktlichen Japaner, hat dieser Bus über eine halbe Stunde Verspätung, was uns doch etwas irritiert. Aber schlussendlich kommt der Bus. Da wir noch etwas einkaufen sollten, fahren wir bis Kawaguchiko, wo es den ein oder anderen kleinen Supermarkt gibt. Beim Warten auf den Bus, haben wir mit einem Niederländischen Pärchen geplaudert und die haben uns beim Aussteigen ihren Zweitagespass geschenkt. Das freut uns natürlich sehr, denn unser Zweitagespass wäre ja morgen nicht mehr gültig und sie meinen, dass sie heute das letzte Mal mit dem Bus gefahren sind. Nachdem wir alles notwendige eingekauft haben, fahren wir mit dem letzten Bus zu unserem Campingplatz. Heute bleiben wir nicht so lange auf, denn die Temperatur ist merklich gesunken. Wenn man den Wettervorhersagen glauben kann, ist der Temperaturunterschied von gestern auf heute Nacht 10 Grad, weshalb diese Nacht um die 0 Grad sein wird. Wir entscheiden uns daher, dass das der letzte Tag hier sein wird, denn morgen werden die Temperaturen nicht besser sein. Wir möchten eigentlich nach Hakone gehen, aber da morgen die ominöse goldene Woche beginnt, finden wir keine Unterkunft unter 100 Franken, auch nicht in der Nähe. Wir haben es noch mit Couchsurfing versucht und im Internet nach Campingplätze gesucht, beides ist aber bisher nicht so ergiebig. Bei den Campingplätzen ist jeweils die Erreichbarkeit ein Problem und man findet kaum nützliche Angaben, ob es sich tatsächlich um einen Übernachtungscampingplatz handelt oder um einen in Japan verbreiteten Tagescamping. Wir haben daher keine Ahnung, wohin es morgen geht und wir sind etwas müde vom Recherchieren, und warten den morgigen Tag ab.

Fujikawaguchiko – Odawara 27.04.2019

Heute hören wir bereits ab 5 Uhr in der früh Lärm auf dem Campingplatz und merken ohne aus dem Zelt zu kriechen, dass wohl die goldene Woche heute tatsächlich beginnt. Als Hanspeter aus dem Zelt kommt, um das Frühstück zuzubereiten, ist er bereits völlig erstaunt über die vielen Leute. Manuela packt währenddessen die Sachen im Zelt zusammen und kriecht 10 Minuten später ebenfalls aus dem Zelt. Von weitem hat Hanspeter eine Familie beobachtet, die bereits auf unserem Campingbereich parkiert hat (da das Campingfeld so gross ist, kommt unser Zelt enorm klein vor) und die gute Frau schleicht um unser Zelt. Als Manuela den Reissverschluss öffnet und herauskommt, schreckt die Dame zurück und rennt zum Wagen. Daraufhin spricht ihr Mann Manuela an, zuerst auf Japanisch, – sie antwortet mit einem breiten Konichiwa, versteht aber den Rest nicht -, danach fragt er auf Englisch, ob sie denn Japanisch spreche, was sie natürlich verneint. Manuela hat sich schon gefreut, dass mal ein Japaner einfach so mit ihr zu sprechen beginnt, denn das passiert sozusagen nie. Es scheint, als müsse er Anlauf holen und überwindet sich schlussendlich zu fragen, ob wir heute den Campingplatz verlassen. Ach darauf, läuft das hinaus… Manuela bestätigt dies und er sagt was von Check out 11. Ja das wissen wir, aber es ist erst 8 Uhr. Sie teilt ihm mit, dass wir den ersten Bus um 10.15 erwischen wollen, also sind wir sicher um 10 Uhr weg. Wenn sie aber aufbauen wollen, dürfen sie das selbstverständlich, Platz ist ja genug da. Der Mann scheint glücklich über die Antwort zu sein und bedankt sich ganz euphorisch. Ja die Japaner, schüchtern wie sie sind und plaudern nur, wenn es nicht anders geht. Hanspeter hat das Ganze von Weitem beobachtet und findet es enorm lustig. Danach frühstücken wir gemütlich und bauen unser Zelt ab. Die Familie nebenan hat ihr riesiges Zelt bereits aufgebaut, aber wie gesagt Platz hats genug für zwei Zelte und ein grosses Auto. Wir winken der Familie zum Signalisieren, dass wir gegangen sind und warten auf den Bus. Da wir für heute ja zwei gratis Tageskarten haben, wollen wir um den touristischen Kawaguchiko-See mit dem Bus fahren. Das Wetter ist leider nicht so gut, und entgegen unserer Erwartung wird es während der Fahrt nicht besser, sondern schlechter. An der Endhaltestelle des roten Kawaguchiko Busses steigen wir aus und es regnet. Deshalb entscheiden wir uns einen Kaffee trinken zu gehen und wir gönnen uns einen Muffin. Das Wetter wird tatsächlich nicht besser, der Fuji zeigt sich also gar nicht und mit dem Mittagsbus fahren wir zum Bahnhof zurück. Wir haben erfreulicherweise noch eine Nachricht auf Couchsurfing von Aizalene, einer Philippinin, erhalten, die uns für die nächsten zwei Tagen in Odawara aufnehmen kann. Wir haben eine ziemliche Strecke mit Bus und Zugfahrt vor uns, da aber das Wetter so schlecht ist, stört es uns kaum. Wir fahren zuerst eine lange Strecke mit dem Bus nach Gotemba, wo wir auf den Zug umsteigen müssen nach Minami Ashigara. Hier müssen wir nochmals umsteigen und haben zuerst wieder unsere Schwierigkeiten den richtigen Zug zu finden, da der Fahrplan nur auf Japanisch angeschrieben ist. Ein Schaffner weist uns jedoch auf den richtigen Zug und wir sind auf dem Weg nach Odawara. Um 5 Uhr kommen wir an. Hier sind wir ganz erstaunt über die vielen Leute und fühlen uns fast ein wenig überfordert. Da wir heute vor lauter Reisen, ausser dem Muffin und Frühstück, nicht zum Essen gekommen sind, grummelt unser Magen. Es hat ein riesiges bahnhofeigenes Einkaufszentrum, dessen Essen aber schwer zu identifizieren ist und mit den Rucksäcken eine ziemliche Herausforderung darstellt, überhaupt durchzukommen. Wir erreichen schlussendlich eine uns bekannte Bäckerei, wo wir ein paar leckere Brötchen mit Füllung kaufen. Nun hat uns Aizalene geschrieben, dass sie fertig mit Arbeiten ist und wir uns am Bahnhof treffen können. Sie begrüsst uns herzlich und wir gehen zusammen, zu ihr nach Hause. Unterwegs kommen wir an einem modernen Parkhaus vorbei. Hier werden die Fahrzeuge doch tatsächlich mit einem Lift auf die einzelnen Etagen verteilt. Nachdem wir uns bei ihr gemütlich eingerichtet und ein wenig ausgetauscht haben, suchen wir den nächsten Supermarkt auf, um für das Abendessen einzukaufen. Hanspeter bereitet danach eine leckere Tortilla zu und wir plaudern eine Weile bis wir schlafen gehen.

Hakone 28.04.2019

Heute stehen wir früh auf, denn wir wollen die Ortschaft Hakone besuchen. Da wir nicht genau wissen, wo der Bus fährt, steuern wir zuerst das Visitor Center an. Hier gibt es verschiedene Bus-/Zug Tickets, denn das Gebiet ist sehr weitläufig. Die Dame am Schalter erklärt uns, dass wir heute den touristenreichsten Tag des gesamten Jahres erwischt haben. Der Sonntag zu Beginn der goldenen Woche. Daher rät sie uns ab, mit dem Bus aus der Stadt zu fahren, da wohl viel Stau zu erwarten sei. Wir können aber einen Zug nach Hakone Yumoto nehmen und von dort mit dem Bus an den See fahren. Die Wanderung zum Krater ab Gora ist leider wegen vulkanischer Aktivität gesperrt. Die Seilbahn hinauf ist enorm teuer und wir müssen mit langer Wartezeit rechnen. Wir kaufen also keinen der Buspässe und entscheiden uns an den Ashi See zu fahren und anschliessend nach Hakone Yumoto zurück zu wandern. Der Bahnhof scheint heute noch überfüllter als gestern zu sein, aber im Zug haben wir glücklicherweise noch Platz. In Hakone-Yumoto angekommen schauen wir uns um, wo der Bus fährt. Nach einer Weile finden wir eine Bushaltestelle mit diversen Abfahrts Plattformen. Bei einer scheint eine riesige Warteschlange zu sein – uns schwant nichts Gutes. Während wir so ratlos aus der Wäsche schauen, fragt uns ein Kondukteur, wo wir hinwollen. Wir teilen ihm das mit und er zeigt nach hinten auf die Schlange, und wirft ein entschuldigendes “Sorry, it’s a busy time” nach. Wir stehen also an und denken, dass das hier schon vorwärts geht. Denkste, als der erste Bus kommt, ist dieser schon mehr als halb voll und nur eine Handvoll Leute haben darin Platz. Wir vermuten, dass wir noch einige Stunden warten müssen und entscheiden uns daher, die etwa 10 Kilometer und 800 Höhenmeter für den Hinweg zum See zu Fuss auf uns zu nehmen. Also wandern wir los. Am Anfang führt der Weg durchs hübsche Dörfchen inmitten der Hügeln im Grünen, danach eine kurze Zeit steil eine Strasse hinauf. Wir müssen eine Weile entlang einer Strasse ohne Gehsteig laufen, was etwas mühsam ist, aber glücklicherweise ist diese nicht stark befahren. Danach geht es in den Wald hinein und wir wandern abwechselnd über die alte Pflastersteinstrasse durch den Wald und der neuen Strasse entlang. Der Weg ist sehr schön und nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit aufwärts gegangen sind, haben wir eine tolle Weitsicht. Vermutlich sehen wir sogar bis zur Grossstadt Tokyo, was wir anhand der Wolkenkratzer in der Ferne erahnen. Beim See angekommen gönnen wir uns zuerst einmal unser Mittagessen, etwas Toast mit Käse und Schinken. Da alle Sitzbänke besetzt sind, setzen wir uns zwischen ein paar Fischersleute auf die Steintreppe am See. Während wir gemütlich unser Toast verzerren, kommt eine Frau von den Fischersleuten zu uns und hält uns zwei Becher mit Kaffee hin. Die nehmen wir dankend (Arigato) an und sind gerade ziemlich überwältigt von dieser Freundlichkeit. Nicht zuletzt da wir gerade noch diskutiert haben, eventuell in einem Restaurant oder im Seven Eleven einen Kaffee zu holen. Wir schauen den Fischersleute noch eine Weile beim Fischen zu, und man kann teilweise die grossen Fische sogar mit blossem Auge erkennen. Danach laufen wir entlang des Sees, wo wir schlussendlich in einen hübschen Park gelangen. Im Garten des Parkes können wir noch ein paar Koi-Fische entdecken. Wir haben traumhaftes Wetter heute und können von hier, aber auch vorhin beim See, den Mt. Fuji ohne Wolken klar im Hintergrund sehen. Das hat schon fast Postkartencharakter. Wir geniessen die Aussicht sehr. Nun ist es aber bereits wieder an der Zeit, an den Rückweg zu denken. Da wir nicht den gleichen Weg zurückgehen wollen, den wir gekommen sind, nehmen wir einen längeren Weg in Angriff. Da das erste Stück über die stark befahrene Hauptstrasse führt, laufen wir einen Umweg, so dass wir schlussendlich nur noch einen halben Kilometer ohne Gehsteig am Strassenrand gehen müssen. Hier haben wir jedoch den Weg ganz für uns. Zuerst erreichen wir einen See und danach führt der Weg in den Wald hinein, wo wir keine Menschenseele mehr antreffen. Leider sind die Aussichtspunkte auf diesem Weg rar, aber der Weg ist trotzdem hübsch. Die im Moment fallenden Kirschblüten machen die Stimmung perfekt. Wieder zurück in Hakone Yumoto sind wir ziemlich geschafft, denn wir haben ja schliesslich fast 30 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Natürlich hat es so viele Leute im Zug, dass wir unsere müden Beine nicht einmal entspannen können. Wie dem auch sei, die Zugfahrt ist nicht sehr lange. In Odawara angekommen ist es schon fast Abend und wir besichtigen noch kurz die hübsche Burg von aussen. Als wir bei Aizalene eintreffen hat sie bereits ein leckeres Abendessen mit Tofu und Gemüse zubereitet, was besonders nach diesem langen anstrengenden Tag einfach nur köstlich ist.


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19.04.2019 – 28.04.2019

Nagano 19.04.2019

It is only shortly after 5 am when we arrive in Nagano. Totally tired, we get off the bus, where we realize it is quite cold and the city is still asleep. Nobody seems to be around. We make our way first to the accommodation, because they offered to us, although no one is there, to store our luggage. Then we look for a place where we can stay and have a nice coffee. Our first destination is the tourist office, but it’s not open so early. Since accommodation here in Nagano with 50 US Dollar is enormously expensive, we would like to go camping. However, we have no info if the campsites are open, how much it costs and how to reach. The campsites are not just around the corner, and only the arrival seems to be an investment according to our research.  Unfortunately, the first cafe at the station does not open before 7 o’clock, which is why we drive around the station and discover the beautiful mountainous landscape in the distance of Nagano. Punctual at 7 o’clock opens the cafe and we treat ourselves to the coffee with a delicious breakfast sandwich. The rest of the time we spend researching what we want to do today and tomorrow. Point 9 am the Visitor Center opens and we ask our questions. Unfortunately, it gets pretty complicated as the counselor barely speaks English. She tells us, however, that the campsite we wanted to visit in Togakushi is closed for snow, and she has no information about the others we’ve discovered online. She provides us with maps and Japanese bus timetables, so we have some more information with which we can continue working out our plans. We realize we can not stay in Nagano for the upcoming weekend, as the prices for the cheapest accommodations climb to $ 80 a night. However, we still tend to go to Togakushi tomorrow, even only as a day trip. Nagano has a well-known temple we want to visit. This, even though we actually got an overdose of temples in Kyoto.  To reach it, we stroll comfortably through the main pedestrian area and look around a bit in the local shops. At a bakery we stop, because it smells very good and we treat ourselves to a delicious traditional sweet pastry. The temple area is very large and impressive. In addition, we have probably met the main cherry blossom time, because the cherry blossoms are in our view in full bloom. We observe the Buddhist customs for a while. In front of the main temple is a huge pot where people throw in a bundle of incense sticks. They fanned the resulting smoke and rub it against the body, because the smoke is said to have a healing effect. After looking around for a while, we head back home, looking for more traditional treats. We see small rice balls wrapped in a seaweed sheet at a stall and ask the translator if they are vegetarian. We still have to define something vegetarian, but this confirms the saleswoman and says that Miso (a kind of spice often made from soup) is included. The rice balls are really delicious and we are still thrilled with the Japanese cuisine (which is limited to vegetarian at Manuela). We are still pretty tired and do not want to make big jumps.  But since we currently see no other option than to camp in the region or to Couchsurfing, we still have to buy a gas cylinder. In Osaka there was this on every corner, in the local shopping center we unfortunately did not find anything. We have discovered on maps.me a camping shop, but over 4 kilometers away. But since we have nothing else to do and gas is essential for camping, we decide to go there. Unfortunately, Nagano is quite overbuilt outside the city center and apart from a few pretty residential areas as well as the far-sightedness into the mountains, not necessarily worth seeing. The road along the main road is elongated and it seems to be mainly industrial area. We already doubt if there is a camping shop at the location, or there is a mistake on maps.me, which may happen. We are lucky indeed there is a very large outdoor shop in this place and we buy Campinggas, as well as a new lowered backpack. Since we have no idea how the buses go and we already know the way, we put the 4 kilometers back on foot. Now it is already 4 o’clock and we can finally check in. We spend the rest of the evening at the property and plan tomorrow. We are writing some couchsurfing requests in and around Matsumoto.  We decided to go tomorrow morning and take the bus to Togakushi. There we want to spend a few hours, but look that we are back on time to go to Matsumoto. We’ve found two campsites in Matsumoto that should have opened according to some reviews on google.maps and Google translators. It is somewhat uncertain, because the Google translations is not exact and gives some space for interpretation. However, we are confident it should at least work for one. Since we want to leave early tomorrow to enjoy the day in Togakushi, we do not go to sleep late today, also because we are quite exhausted from last night.

Togakushi 20.04.2019

As we planned yesterday, we get up already at 7, so we catch the bus at half past 9. Togakushi is located in the mountains and the bus has to climb quite narrow streets, which is probably why the bus is so pricy, but we also have a beautiful panorama. Although we do not drive to the final station, we are a bit surprised there is already some snow here. At the bus stop is the first shrine, beautifully made of wood. Then we walk along a path until we reach a turnoff to a temple. We suspect that people are more likely to go skiing than hiking at the moment. We walk along a beautiful cedar-lined path and trudge deeper and deeper through the snow. We are surprised there are quite a few people here who take the difficult path through the snow to reach the temple. Interestingly, however, we seem to be almost the only foreigners here and are greeted by all sorts of japanese (asian) people, with a friendly Konichiwa. Although the trail has only a hint of snow at the beginning, it always gets a bit more and before we get to the shrine, the path goes uphill a bit. Here is where most people struggling it seems, as they are probably not so familiar with snow and it is actually quite slippery. The shrine and temple are quite small, but it looks very pretty in the middle of the snow. We decide to try a hiking trail. The path is still completely snowed, but after a few problems in finding the track, we discover a few traces we can follow.  We are pretty surprised that there are bear warnings. We did not know, that bears exist in Japan and probably a very common occurrence in the Alps. We just hope the bears are still in hibernation. After a while, we reach red shrine gates, where a lake should be. However, we do not see the lake, it is completely snowed. As we go further you hear Manuela swear, because the snow ground has collapsed under her and she stands with one leg in the freezing cold river. Yes, annoying, because of the snow, she could not see the snow-covered bridge that leads across the river. Now when we know it, we can guess it. Then we reach a second lake, which is indeed snowed, but at least we see the lake. Here we eat our lunch and enjoy the beautiful view of the snow-capped mountains. Now we want to tackle another small trail that should lead us to the bus stop. But there is more snow than before, and to move on is really tough. We need a lot longer than expected and of course mislead the way. Thanks to Gps we find the way quickly again and after a felt eternity we reach the third lake. Now we realize our bus leaves in 15 minutes, but we still have to make 2 kilometers and 200 meters difference in altitude. We can impossibly do that and therefore we take things a little easier. We first enjoy the view of the lake and slowly make our way down to the village. Since the next bus leaves only in one and a half hours and the amount of snow is significantly less than before, we do one last hiking trail to the third temple. We can wonderfully walk here and arrived on the place we are rewarded, with a very impressive wooden temple. It is beautiful and detailed crafted, which we have not seen so far. Since it is not so easy to reach, no people are here, which in contrast to the temples in Kyoto, is a huge advantage here and it also looks much more mystical. Then we start the descent over mind 200 steps and we reach relatively soon the next village with the bus stop. About 20 minutes later the bus arrives and brings us back to Nagano. In Nagano we are in a hurry now, because we want to catch the cheapest train at 5 o’clock to Matsumoto, so we hopefully arrive in the daylight at the campsite. The next cheap train would be at 8 o’clock in the evening. We pick up our luggage at the accommodation, stop in the supermarket to shop, so we have something to eat tonight and then we go straight to the train station. Of course there is a huge queue in front of the ticket machine and we try to get through the gate with our IC card. However, the supervisor informs us that the IC card is not accepted here and we tell him which train we want to reach. He says we do not have enough time to buy a ticket on the machine. But we can buy the ticket on the train and he gives us a little note (probably with our starting point), which we should give the conductor. We drive one station after the Matsumoto Central Station and get off. Here it is absolutely quiet and it seems to be a mixture between industrial district and residential district. We first walk between fields before going up the hill, where are some pretty little houses. It really goes up very steep and we can not imagine with the best will, there is a campsite somewhere on the hillside. We reach the last house, where a golf course according to our map should be located and before we tackle the last 100 vertical meters, we want to ask there. Of course the elderly couple do not speak a word of English, but with Google translators we can explain them we want to camp. These are the campsite hosts and golf course owners at once. They show us a price list in Japanese, and point to the price we should pay for a small tent. This is a bit expensive with almost 30 USD but still much cheaper than any accommodation in the area. After a while, we realize they want to ask where our car is. We explain with sign language that we are walking. They look at each other and discuss something. Then the gentleman jumps into his pickup and tells us that we should pack the backpacks on the back and Hanspeter can get in front. The lady starts her car and Manuela can get in there. This is a nice service, they really drive us up, because it would have become even steeper than before and with the backpacks therefore a real exhausting effort.The woman talks to Manuela all the time, although she knows that Manuela does not understand a word. At the top we are totally surprised by the Japanese camping tourism. It has quite a few people, all with huge tents and very extensive equipment (but not a single campervan, not like the Americans). We are greeted by a tent group especially by one guy with a loud “welcome in Japan”, which astonishes us for bit shy Japanese. We set up our mini tent, compared to the others, and enjoy the great view of the valley.  Afterwards, our neighbor and his colleagues, who have received us so kindly, greet us and chat with us in a very broken English. He offers we should join them later. We prepare our supper as he comes to us again to make us understand, they are going to make a fire and we should come there. It’s a bit cold anyway and we happily accept the offer. We chat with them for a while, although the language barrier makes is quite difficult, but they want to know everything, maybe due to alcohol. Anyway, we enjoy the campfire and the nice company, and spend a cozy evening.

Matusmoto 21.04.2019

Today we pack our tent again and say goodbye to our camping buddies from last night. Those guys are actually quite shy today and can hardly speak, so it was probably because of the alcohol yesterday. We walk to the station in the morning, but luckily downhill and not uphill. On the way we can already admire a few cherry trees (Sakura), which are in bloom here in Matsumoto at the moment. Then we take a train to the main station, where we visit the tourist office. In opposite to Nagano, they are able to speak English quite well and we are assured that the campsite in Kamikochi is opened. Since Kamikochi is again such a remote mountain village, the trip costs there and back costs around 40 USD. But in the other hand we can camp for only 16 USD and the area should be very nice. We decide to leave with the last train / bus at 16.00 pm and explore today Matsumoto a bit. Matsumoto is especially known for its impressive castle, which we head for first. The path leads us through the pretty town and past a deliciously smelling bakery, where we buy our lunch. Afterwards we reach the impressive castle of Matsumoto, surrounded by full blooming cherry trees. We decide to look inside the castle and get an insight into ancient Japanese traditions and artifacts. The highlight for us, of course, is the great view we have from the tower to the surrounding area. Since the entrance fee also includes a free entry to the museum next door and we have just got some time left, we visit this afterwards. The museum has some very old relics that are very impressive. We do not spend much time here because we still have to go shopping for the next two days. Since we are still not used well  or better said masters enough to shop in the supermarkets, we have to allow enough time. Even today it is not different, the obvious thing is quickly found, but we are always looking for specific things in packaging for a while. Everything in Japanese, so it remains difficult. When we leave the supermarket, we have exactly 45 minutes to get back to the train station, to buy something we forgot, take our backpacks out of the locker and buy the ticket. Manuela get a little bit stressed, because the packs are squeezed so much into the locker that she hardly gets any more out. Two of the responsible people for the lockers help her and finally open the locker door. A little bit embarrassing, but heck. Now Hanspeter is back with the forgotten goods and we are going to buy the tickets. Now we have hurry a bit on the vending machine, but luckily we are pushing the right button to buy our special ticket. Lucky we manage to get on the train just on time. First we go by train do the final station, where we change to the bus, which is already waiting. The bus goes up a narrow mountain road through several tunnels. We did not really expect snow because the campsite is open and the other campsite in Nagano was closed because of snow. However, when we come out of the second-to-last tunnel, we hardly trust our eyes, because there is snow and not just a little. Now we are afraid that we still have to camp in the snow and are a bit unsure if it is a good idea to spend two nights up here. In Kamikochi arrived there is still some snow, but probably some snow has already been cleared. However, it is cold and we put on our down jackets before heading to the campsite. We just feel like we’re the only crazy people camping within these conditions, but now we have no other choice, we are here – the last bus is gone. On the way we encounter a few snow monkeys for the first time, which makes us very happy to see them. At the campsite there is still some snow, but at least there are a few tents and the area in the forest, where we can put the tent, was the most snow cleared. In fact, someone is also in the office, so we can officially register and pay the camping fee. After we set up our tent, it is already dark and now it is really cold, so we put down in addition to down jacket, cap and gloves. In a shelter, we can cook and after we have something warm in the stomach, we can make it outside with a cheap drink called Strong Cola / Strong Lemon for another hour. However, at half past nine we decide to go in the tent and cuddle in the warm sleeping bags. But even with the warm sleeping bag, the temperature is on the very limit through the night.

Kamikochi 22.04.2019

When the sun shines on our tent this morning, we are still lying a little bit and enjoy the emerging heat. We need some motivation until we get up and prepare the breakfast. Then we discuss which route we start with. So actually, there are only two options, either up the river, or down the river. We first decide to walk upstream and on the way back, up a mountain to a viewpoint, Dakesawa. So first we go a bit upriver, where we have to trudge pretty fast through the snow. A diversion indicates that one could wander from here to a side valley – however, it is still snowed and the sign advises against to walk this path at the moment. When we come out of the forest and catch a glimpse of the river, we see numerous snow monkeys, called Japanese macaque, frolicking on the riverbank. Sometimes with her little ones, which looks very cute. As we move on, we suddenly find ourselves in high snow and believe it or not, a little later we meet a worker, who clears the snow with a kind of excavator and makes the way hiker friendly. After a while we reach a mixture of deep snow and water, because in today’s great weather the snow melts pretty fast. We hear sometimes an avalanche comes down. Since there is no passing here, we walk through the high snow towards the river, where we have a fantastic view of the surrounding mountains and our lunch break. Then we walk back along the riverbed until we reach a bridge where we come to the other side. Here we want to have a look at a lagoon. However, it turns out there is shrine and you can visit the lagoon therefore only by paying admission. We continue the way, though it seems that is locked from here. But since we can not read Japanese and we still see two other people on the way, we walk there too. Here we see again many snow monkeys, which are incredibly cute and apparently used to people, because they are not disturbed by us at all. When we get to the point where the way to the viewpoint would be, we leave that, because it is completely snowy and also quite steep. We have discovered more water areas, which should be downstream. On the way between snow and water, something moves and we discover a small, but nicely patterned snake. Then we come to the village center, where obviously all tourists are. We continue our way, but come to a barrier, which is why we go over the official road to the lakes. However, the road is quite narrow and there is no path for pedestrians, which makes us very uncomfortable. It seems like there is no way through the path to the first lake, but fortunately, the second is near the road. Here we have a great view over the lake, the surrounding mountains and the volcano. We have little desire to go back along the road and therefore try to get through the closed road. This is easier than expected, probably the way was not yet prepared for hiking and therefore we have to go through some snow again.  That bothers us little, because we have wet feet anyway. We can even look at the second beautiful lagoon and stroll leisurely back to the village to the campsite. Although we could not do everything as planned, we spent a wonderful day in the best weather and enjoyed it very much. After the sun sets, it gets cold again, but not as cold as yesterday. In addition, the remaining snow on the campsite is melted and we spend a pleasant evening.

Kamikochi – Shiojiri 23.04.2019

Today we continue to Shiojiri, which is located next to Matsumoto and a couch surfer has accepted us there. Since the camping was cold and we have barely rested since our arrival in Japan, we find this an optimal opportunity to relax a bit. So we pack up our tent in Kamikochi, while we can watch a few of the cute monkeys that frolic on our campsite and drive around noon by bus to Matsumoto. We reach Shiojiri at 2 pm and are warmly welcomed by our host, Sayantani (Shiny). Shiny is an Indian, travels and works around the globe, and at the moment she teaches English in Japan. We chat with her for a while, but then she has to go to work.  We spend a leisurely afternoon in her apartment and do different necessary things. The only activity outside the house is, when we go to the supermarket and buy our dinner. Even though we are in a quiet suburb, sometimes music and an announcement through a speaker are playing, which is pretty special. At 9 o’clock Shiny is back from work and we chat together until late into the night.

Shiojiri 24.04.2019

We’ve rarely slept that long, but when we wake up today, it’s nearly noon. Shiny has also just woken up and almost has to hurry to get to work on time. Today is rainy, so we use it to plan and write the blog. We somehow have to come to Hokkaido and a train ride would be over 200 USD per person. Bus driving would be quite tedious and not cheap. However, we have seen for just under 100 USD there would be an overnight ferry going from Tokyo to Hokkaido. We want to book these first via the ferry’s website. It is quite annoying, as some sections are not translated in English and therefore we need to translate the Japanese characters to German. After having done the whole process after an eternity, it is said that we have booked a standby ticket and we would first receive a confirmation, but at the moment we have to wait. Since we did not enter credit card details, we try it through the website Directferries, where it seems we can actually book the ferry transfer. But even here, after we booked and had to enter card details, it says that we have to wait for a confirmation. It can take for European ferries up to 48 hours and outside Europe even more. Thank you, so we have no idea if this works and when we get finally informed… We booked the ferry on the 1st of May, which is in the middle of the golden week (the big japanese holiday season and this year is crowned the new emperor, which is why extending the holidays from 5 to 10 days). Well, we are actually still confident that it should work on one of the two website. Then we research how to get to the five lakes, from the probably the most famous mountain, Mt. Fuji, and where we can spend the night there. Accommodation is far too expensive (about 100 USD), and the information about campsites are relatively poor. This is tedious, because we spend hours on the Internet, but do not get any really useful information on campsites, just a 2010 advertisement, which lists the former camping prices. According to this information, the best campsites with a view of Mt. Fuji are only available from 50 usd upwards (these are also the campsites that can be found online), which we find way too much. However, there are some simpler and more remote ones, which should not cost so much and we decide, in the village Fujikawaguchiko just to ask the tourist information.  For today’s dinner we prepare some delicious soba noodles with a sesame paste, which is a specialty of this region. Later in the evening, Shiny comes home and we spend a cozy evening together again.

Shiojiri – Fuji Kawaguchiko – Lake Saiko 25.04.2019

Today it’s time to say goodbye to Shiny. It was really nice and relaxing with her, we really enjoyed. At 9 o’clock we catch the train to Kofu, where the journey takes about 2 hours. Kofu seems to be a pretty little town, but we do not see much more than the train station. We have to wait a good hour until our bus goes to Kawaguchiko (the first and main village of the five Fuji lakes). This bus ride takes about 2 hours and in the early afternoon we arrive in Kawaguchiko.  Here we first visit the tourist office to inform us about the transport options and the campsites. But we are disappointed, because the lady can only tell us, where it has campsites (which we already know), but has absolutely no information on prices and facilities. So we have no choice but to go there. Unfortunately, our originally favored campsite is too far away and above all you have to walk 4 kilometers from the last bus stop (the bus also runs irregularly and would take another 1.5 hours). We therefore decide to go to Lake Saiko and hope to find a suitable campsite there. We buy a two-day bus ticket, as this already pays off once you drive to the final destination. The bus ride is really nice and we get excited when the often covered Mount Fuji shows up a bit between the clouds. The bus ride goes first along Lake Kawaguchiko and then to the quiet Lake Saiko. We drive along the left bank of the lake to the end of the lake. Here the bus goes a bit further, but then comes back and returns to Kawaguchiko on the right bank of the lake, where our potential campsite is located. Also for this trip we are over an hour on the bus.  The first campsite seems to be abandoned and if you take a closer look it says that the campsite is only open on weekends. We have seen there should be another campsite next door. Here we even meet someone and we are confident. However, we need a while to explain that we want to camp. The elderly woman then brings an even older woman, probably her mother, which talks to us without point in Japanese. We try to tell her, we do not understand her, but she cares little and she continues to speak. We ask again by translator, if we can camp here and now she starts to write something down. But in Japanese writing, which we can not read as well as understand. The younger woman writes the date tomorrow and we can finally figure out this campsite is open until tomorrow. Today not. We ask if there is another one here. They think about first and then confirm this with „Hai“ and point across the street. We are starting to get a little bit desperate and find it rather difficult, as there is only one kind of resort on the other side. Not a campsite. We go to the end of the tiny village, where we have a „car camp“ on google maps. Here we are lucky, because we see a few cars and some tents and are now a little more relaxed. The owners can even speak a few English words (the rest goes back to sign language and Google translators) and they tell us where we can camp. For 1000 yen (just under 10 usd) per person per night we can set up our tent almost directly on the lake.  After we have settled comfortably, we take the next bus and drive around the lake to the western end, where we have a good view of Mt. Fuji. When we arrive, the mountain is still in clouds, but they dissolve more and more. After about an hour Mt. Fuji has only a small cloud hat and we can enjoy the great view. As the road back to the campsite is not pedestrian friendly, we decide to grab the last bus and drive back to our campsite for a evening. Today it is surprisingly mild and we can really enjoy the evening and the night.

Fuji Five Lakes 26.04.2019

Today, the weather does not really know what it wants, which is why we also have some difficulty in making decisions. Yesterday we saw the Fuji already beautiful and today it looks like he is hidden in the thick clouds. Yesterday we found out that there are still some caves nearby and we decide to visit them. There is a combination ticket for two ice caves, both of which are quite impressive. In the first cave, the silkworm larvae were kept in order to stimulate silk production.  The Japanese have found that the caterpillars produce more silk in a cold environment. In the second cave we have to crawl in between, because it is so narrow, which is quite funny. In both caves it has impressive ice sculptures, so the temperature is correspondingly low. Then we take the bus to Lake Motosu. The view from this lake is shown on the 100 yen bill and of course we want to see this picture in reality. The bus has its end destination at the beginning of Lake Motosu and we decide to walk the approximately 4-kilometer to the other side of the lake, despite the foggy Mt. Fuji. From now on we have a nice view of the lake, but Mt. Fuji does not want to show up. Actually, we wanted to take a hiking trail to Lake Shoji. On closer inspection, however, we realize that we would have to go over a tunnel and the path marked on maps.me is not official, maybe doesn’t exist. Since the weather isn’t better and even a cold drizzle started, we decide instead to walk back to the bus stop. Because we also have to be careful that we do not miss the last bus, which is already pretty early. Contrary to the otherwise punctual Japanese, this bus is over half an hour late, which irritates us a bit. But finally the bus comes. Since we should do some shopping, we drive to Kawaguchiko, where are a few small supermarket. While waiting for the bus, we chatted with a Dutch couple and they gave us their two-day pass when getting off. Of course, we are very happy because our two-day pass would no longer be valid tomorrow and they have taken the bus for the last time today. After we have bought everything necessary, we take the last bus to our campsite. Today we will not stay that long outside than yesterday because the temperature has dropped noticeably. If you can believe the weather forecasts, the temperature difference from yesterday to today night is 10 degrees, so this night will be around 0 degrees. We therefore decide this will be the last day camping here, because tomorrow the temperatures will not be better. We actually want to go to Hakone, but since tomorrow starts the golden week, we find no accommodation under 100 usd, not even nearby.  We tried it with couch surfing and looked for campsites on the internet, but both are not so successful so far. The accessibility is a problem at the campsites and we find hardly any useful information, whether it is actually an overnight camping or in Japan common a day camping. So we have no idea where we are going tomorrow and we are a bit tired from doing research and see what happens tomorrow.

Fujikawaguchiko – Odawara 27.04.2019

Today we hear from 5 o’clock in the morning noise at the campsite and without crawling out of the tent we notice the golden week begins today. When Hanspeter leaves the tent to prepare the breakfast, he is already shocked by the many people. Meanwhile Manuela packs things in the tent and crawls out of the tent 10 minutes later. From a distance, Hanspeter has observed a family who have already parked on our camping area (since the camping area is so big, our tent is extremely small) and the woman sneaks around our tent. When Manuela opens the zipper of the tent and comes out, the lady runs back to the car. Then her husband talks to Manuela. First in Japanese, – she answers with a Konichiwa, but does not understand the rest – then he asks in English if she speaks Japanese, which of course she denies. Manuela was already happy that a Japanese just starts to talk to her, because that never happens so far. After thinking a while he finally asks, if we are leaving the campsite today. Oh, that’s the point… Manuela confirms this and he says something about check out 11. Yes, we know that, but it’s only 8 am. She tells him, we want to catch the first bus at 10.15, so we’re definitely at 10 am away. But if they want to set up, they can of course, there is enough space there. The man seems happy with the answer and thanks her very euphoric. Yes the Japanese, shy as they are and only chatting if there is no other way. Hanspeter has watched the whole thing from afar and finds it hilarious. Afterwards we have breakfast and pack our tent. The family next door has already built their huge tent, but as said there is enough space for two tents and a big car. We wave to the family to signal that we have left and wait then for the bus. Since we have two free day tickets for today, we want to drive around the tourist Kawaguchiko Lake by bus. Unfortunately, the weather is not so good, and contrary to our expectations, it does not get better while driving, but worse. At the last stop of the red Kawaguchiko bus we get off and it rains. That’s why we decide to go for a coffee and treat ourselves to a muffin. The weather does not get any better, the Fuji does not show up and with the midday bus we drive back to the station. We have fortunately received a message on Couchsurfing from Aizalene, a Filipino woman, who can welcome us to Odawara for the next two days. That’s amazing. We have quite a distance with bus and train in front of us, but since the weather is so bad, it hardly bothers us – we just are happy to have a shelter tonight. We first travel a long distance by bus to Gotemba, where we have to change to the train to Minamiashigara. Here we have to change again and have first our difficulties to find the right train, because the timetable is written only in Japanese. But a conductor tells us the way to go and we are on our way to Odawara. At 5 pm we arrive. Here we are very surprised about the many people and feel almost overwhelmed. Since we haven’t eaten more than a muffin and breakfast today, our stomach grumble. This is a huge train station with a big food court, but its food is hard to identify and with the backpacks it is quite a challenge to get through. We finally reach a bakery, where we buy some delicious stuffed rolls. Now Aizalene has written she is done with work and we can meet at the station. She greets us warmly and we go together, to her home. On the way we pass a modern parking garage. Here the vehicles are actually distributed with a lift to the individual floors. After we have set up comfortably and a little exchanged, we go to the nearest supermarket to buy for dinner.  Hanspeter prepares a delicious tortilla afterwards and we have a good chat for a while until we go to sleep.

Hakone 28.04.2019

Today we get up early, because we want to visit the village Hakone. Since we do not know exactly where the bus departs, we first head for the visitor center. There are several bus / train tickets for Hakone, because the area is very spacious. The lady at the counter tells us, today we caught the most touristy day of the year. Sunday at the beginning of the golden week, it couldn’t be worse. Therefore, she advises us not to go by bus out of the city, because a lot of traffic can be expected. But we can take a train to Hakone Yumoto and from there take the bus to the lake.  The hike to the crater from Gora is unfortunately closed due to volcanic activity. The cable car up is very expensive and we have to expect a long waiting queue. So we do not buy any bus passes and decide to drive to Ashi Lake and then hike back to Hakone Yumoto. The station seems to be even more crowded today than yesterday, but fortunately we still have a place to sit on the train. Once in Hakone-Yumoto we look around where the bus is going. After a while we find a bus stop with various departure platforms. One seems to be a huge queue – not a good sign. While we look so desperately, a conductor asks us where we want to go. We tell him and he points backwards at the queue and throws an apologetic „Sorry, it’s a busy time“. So we go there and think it will go forward. When the first bus arrives, it is already more than half full and only a handful of people have room in it. We suspect that we have to wait a few hours and therefore decide to walk the 10 kilometers and 800 meters difference in altitude to the lake. So we start walking. At the beginning, the path leads through the pretty village in the middle of the hills in the green, after a short time steeply up a road. We have to walk along a street without a sidewalk for a while, which is a bit of a hassle, but luckily it is not very busy. Then it goes into the forest and we walk alternately on the old cobblestone road, through the forest and the new road along. The path is very nice and after we have walked up a felt eternity, we have a great sight.  Presumably, we even see up to the big city of Tokyo, which we can guess from the skyscrapers in the distance. Once at the lake we treat ourselves first to our lunch, some toast with cheese and ham. Since all benches are occupied, we sit between a few fishermen on the stone staircase on the lake. As we gently prepare our toast, a woman from the fishermen comes to us and brings us two cups of coffee. We are her very thankfully (Arigato) and are just overwhelmed by this kindness. Not least because we have just discussed, possibly to go in a restaurant or in Seven Eleven to get a coffee. We watch the fishermen for a while fishing, and you can sometimes see the big fish even with the eye. Then we walk along the lake, where we finally arrive in a pretty park. In the garden of the park we can discover some koi fish. We have fantastic weather today and can see Mt. Fuji without clouds in the background from here, but also earlier at the lake. This almost has postcard character. We enjoy the view very much. But now it’s time to think about the way back. Since we do not want to go back the same way we came, we start a longer journey. The first piece leads over the busy main road, why we make a detour, so that we finally have to walk only half a kilometer without sidewalk on the roadside. Here, however, we have the way for us. First we reach a lake and then the path leads into the forest, where we no longer find a human soul. Unfortunately, the viewpoints on this route are rare, but the path is still pretty. The currently falling cherry blossoms make the mood perfect.  Back in Hakone Yumoto we are quite exhausted, because we finally covered almost 30 kilometers by foot. Of course there are so many people on the train that we can not even relax our tired legs. Anyway, the train ride is not very long. Arriving in Odawara it is almost evening and we will visit the beautiful castle from the outside. When we arrive at Aizalenes home, she has already prepared a delicious dinner with tofu and vegetables, which is just delicious after this long, busy day. We are really grateful for her kindness to host us. Without her we had even to camp somewhere out in the cold or maybe not being able to visit beautiful Hakone. Furthermore, we just enjoyed being at her place and having a good time with her.

Japan 1: Osaka & Kyoto

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12.04.2019 – 18.04.2019

Erste paar Stunden in Osaka und einige Eindrücke 12.04.2019

Total geschafft erreichen wir Osaka. Zuerst geht es zur Immigration, wo uns mitgeteilt wird, dass wir den Immigrationszettel nicht mit einem hellblauen Stift ausfüllen dürfen. Eine andere Dame kommt uns jedoch zu Hilfe und meint, dass sei in Ordnung und wir vorwärts machen sollen. Irgendwie fragen wir uns schon fast, ob wir im Krankenhaus oder wirklich bei der japanischen Immigration gelandet sind, da alle hier einen Mundschutz tragen. Aber wohl sind wir richtig, denn nachdem wir unsere Fingerabdrücke abgegeben und nett in die Kamera gelächelt haben, gibts den Stempel für 90 Tage in Japan. Unser Gepäck wartet glücklicherweise bereits auf dem Förderband. Wir gabeln es auf und gehen durch die Zollkontrolle, wobei wir wie gewöhnlich etwas deklariert haben, aber durchgewunken werden. Wir haben einen Bärenhunger, denn im siebenstündigen Flieger haben wir aufs Essen verzichtet, da man sich dieses bei Billigairlines noch dazu kaufen muss. Wir steuern dafür zuerst einen Geldautomaten an und als nächstes einen kleinen Laden am Flughafen, der ein Käsebrötchen im Angebot hat. Leider hat er dieses nur im Angebot, aber nicht mehr vorrätig. Nachdem wir im Google-Übersetzer “ob sie sonst noch was vegetarisches im Angebot haben” eingegeben haben, verneint er und meint tatsächlich, wir können es im McDonalds versuchen. Wir lassen es bleiben und schauen als nächstes, wo wir ein Zugticket kaufen können, um nach Osaka Stadt zu gelangen, denn diese ist noch ein ganzes Stückchen entfernt. Glücklicherweise haben wir auf Google Maps den Zug mit dem günstigsten Preis ausfindig machen können, denn auch die Dame am Ticketschalter spricht kein Englisch. Nachdem wir ihr aber die Verbindung auf dem Handy gezeigt haben, stellt sie uns das Ticket aus. Sie erklärt uns auf japanisch und mit ein paar Handzeichen den Weg zum Zug, denn wir auf Anhieb finden – dank Google.maps. Nachdem wir in den Zug eingestiegen sind, haben wir aber trotzdem ein etwas mulmiges Gefühl, ob es nun der Richtige ist, denn die gesamte Beschriftung ist auf Japanisch, wie auch unser Ticket. Zur Sicherheit steigen wir nochmals aus und fragen einen Schaffner, ob wir im richtigen Zug sitzen, worauf er auf diesen Zug zeigt. Phu, irgendwie haben wir es ja erwartet, sind aber doch etwas eingeschüchtert, da offenbar nicht einmal am Flughafen gross Englisch gesprochen wird. Im Zug werden wir aber wieder etwas entspannter, denn die Ansagen sind nebst japanisch auch auf englisch. Es ist fast 11 Uhr Abends als wir bei unserer Haltstelle ankommen. Wir sind überrascht, denn hier ist absolut nichts los, kaum ein Mensch sehen wir auf der Strasse, als wir auf dem Weg zu unserer Unterkunft sind. Das hätten wir von der zweitgrössten Stadt Japans doch nicht erwartet. Erstaunt stellen wir zudem fest, dass die Strassen absolut sauber sind und in jeder Ecke steht eine Art Selecta Automat, wo man alles mögliche kaufen kann. Da die Reception unserer Unterkunft nicht mehr besetzt ist, haben wir eine Anleitung erhalten wie wir das Gebäude betreten können und wo sich unser Zimmer befindet. Dazu müssen wir die Hand an einen Sensor halten und anschliessend einen Code eingeben, wobei wir sehr froh sind, dass das einwandfrei klappt. Unser Zimmer zeigt uns jedoch schon einmal die sogenannte japanische Grösse auf, denn wir können gerade mal unsere Rucksäcke vor dem Bett verstauen und mehr Platz haben wir nicht. Die Rucksäcke müssen wir jedesmal wegtransportieren, wenn wir das Zimmer verlassen wollen. Also eigentlich nur ein Raum mit der Grundfläche eines Bettes. Dafür ist dieses herrlich weich und wir freuen uns bereits richtig auszuruhen. Seit Fiji haben wir schliesslich nur noch im Zelt gewohnt und seit den letzten 48 Stunden waren wir auf den Beinen. Trotzdem raffen wir uns noch auf, um etwas zu Essen zu kaufen und hoffen, dass der Supermarkt nebenan kurz vor Mitternacht noch offen hat. Das hat er. Eigentlich wollen wir nur was Kleines zum Abendessen kaufen und etwas für morgen zum Frühstück. Das ist aber leichter gesagt als getan, da die meisten Lebensmittel ausschliesslich auf Japanisch angeschrieben sind, ist es enorm schwierig eine geeignete Wahl zu treffen. Wir entscheiden uns für das Offensichtlichste und kaufen eine Packung Toast sowie ein paar überteuerte Käsescheiben zum Frühstück. Zum Abendessen versuchen wir es mit einem Noodle Cup, von welchem man eine riesige Auswahl hat. Anhand der Bilder auf der Verpackung findet Manuela einen der ausschliesslich Gemüse hat (was gar nicht so einfach ist, denn 95% enthalten entweder Fleisch- oder Fischstückchen) und Hanspeter findet einen mit Hühnchen und Gemüse. Dazu gibt es noch eine Packung Kekse. Zurück in unserer Unterkunft bereiten wir unsere Mitternachtssnacks, die Noodle Cups, zu. Wobei zubereiten zu viel gesagt ist, denn man muss lediglich heisses Wasser dazu geben. Eigentlich sind sie ja ziemlich gut, aber Manuela muss das nächste Mal einen anderen finden, denn dieser ist ohne Zweifel mit Seegras, was man recht penetrant schmeckt. Vegetarisch ist er, aber Seegras ist wohl nicht ihr Lieblingsgemüse. Danach gönnen wir uns noch einen Kaffee sowie die paar Kekse (wobei jeder Keks einzeln verpackt ist!) und legen uns anschliessend im gemütlichen Bett im Minizimmer schlafen. Das waren unsere ersten paar Stunden in Japan und wir haben bereits einen kleinen Kulturschock, sind aber gespannt, was uns sonst noch erwartet.

Osaka 13.04.2019

Nachdem wir wunderbar ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt haben, fragen wir unseren Hostelbesitzer per Mail, ob wir noch eine Nacht länger bleiben können. Leider ist das Hostel diese Nacht bereits ausgebucht und wir müssen eine andere Übernachtungsmöglichkeit finden. Wohl hatten wir Glück eine Unterkunft für knapp 25 Franken zu finden, denn die Preise die wir heute auf Booking.com finden, sind weitaus höher, was aber auch daran liegt, dass gerade Wochenende ist. Wir finden ein japanisches Gästehaus zu einem reduzierten Preis, wobei der Preis immer noch bei über 40 Franken pro Nacht liegt und momentan die günstigste Option ist. Was soll’s, wir buchen zwei Nächte, damit wir Osaka etwas erkunden können. Unterkünfte sind hier wohl etwas teurer als gewohnt und damit müssen wir uns abfinden. Pünktlich um 10 Uhr checken wir aus und gehen kurz zum selben Supermarkt wie gestern, um etwas einzukaufen, damit wir ein paar Snacks für den heutigen Tag dabei haben. Danach machen wir uns auf den Weg durch die Strassen Osakas zur nächsten U-Bahn Station. Die offline App Maps.me zeigt uns sogar die U-Bahnlinien an, was enorm praktisch ist, denn so wissen wir, welche U-Bahn wir in welche Richtung nehmen müssen. Wir haben uns in Japan gegen eine Sim-Karte mit mobilen Daten entschieden, da ein anständiges Paket für einen Monat mit umgerechnet 70 Franken enorm teuer ist. Da Japan ein modernes Land ist, zählen wir darauf, an den meisten öffentlichen Orten sowie in den Unterkünften Internet zu finden. Schliesslich ging es früher auch ohne und mit Internet wird man einfach etwas bequemer. Es gibt zudem tatsächlich oftmals ein gratis Wifi, wobei diese meist sehr langsam sind und nicht einmal google.maps funktioniert. Wir haben in der Unterkunft mit einer älteren australischen Dame gesprochen, die uns empfohlen hat, eine IC Karte zu kaufen. Wir haben etwas recherchiert und festgestellt, dass diese Prepaid Karte tatsächlich sehr praktisch ist, da man in allen möglichen Situationen (wie z.B. Transport, beim Einkaufen, an den Snackautomaten etc.) bargeldlos zahlen kann. An der U-Bahnstation gehen wir daher an den nächstbesten Automaten und wollen eine solche Karte kaufen. Irgendwie ist uns aber nicht klar welche und wir kaufen jene die für uns am meisten Sinn macht. Nachdem wir das Ticket, wo alles wieder auf Japanisch steht, erhalten, sieht dieses für uns nicht richtig aus. Wir gehen zu einem Schaffner, der jeweils in einem Häuschen bei der Ticketkontrolle um auf die Geleise zu gelangen, sitzt, und fragen ihn. Mit Englisch kommen wir jedoch nirgends hin und wir zeigen ihm das Ticket. Er nimmt sofort den Google Translator auf seinem Tablet hervor, was wir ebenfalls machen. Er erklärt uns, dass wir eine Mehrfahrtenkarte gelöst hätten und wir erklären ihm, dass wir eine IC-Karte wollen. Er nimmt unser Ticket und ohne die Wimper zu zucken, erstattet er uns das soeben gezahlte Geld zurück. Zudem telefoniert er mit seinem Kollegen und erklärt uns, dass wir an einem Automaten auf der anderen Seite die IC Karte kaufen können. Wir machen uns auf den Weg zum richtigen Automaten und siehe da, sein Kollege kommt uns bereits entgegen und führt uns zum Automaten, stellt die Sprache auf Englisch um und zeigt uns, was wir wählen müssen. Wir sind erstaunt und begeistert zugleich über die Hilfsbereitschaft. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir zwei Wörter gelernt: “Konichiwa” zur Begrüssung und “Arigato”, um sich zu bedanken, was wir jetzt bereits gut gebrauchen können. Mit der IC Karte bewaffnet, kommen wir nun auf das Gleis ohne ein Ticket zu kaufen, denn man muss lediglich beim Eingang die Karte über einen Sensor swipen, dasselbe beim Aussteigen und so wird der gesamte Fahrpreis von dem Guthaben auf der Karte abgezogen. Falls man zu wenig Guthaben beim Verlassen des Bahnhofs hat, wird ein Signalton ausgegeben und das Gate öffnet sich nicht. Daraufhin muss man entweder seine Karte nachladen oder die Preisdifferenz beim Schaffner im vorhin beschriebenen Häuschen zahlen. Als wir an unserer Zieldestination ankommen, navigieren wir uns zu der neuen Unterkunft. Zuerst einmal gehen wir in die komplett falsche Richtung, da die U-Bahn jeweils verschiedene Ausgänge hat und dies mit GPS nicht gut ersichtlich ist. Nachdem wir jedoch die Strasse ein zweites Mal überquert haben, sind wir auf dem richtigen Weg und sollten in ein paar 100 Meter eintreffen. Am besagten Ort angekommen, finden wir keine Unterkunft und sehen sogleich, dass es wohl mehrer Zugänge geben muss. Nachdem wir über einen Parkplatz in eine Sackgasse neben einer Baustelle vorbei gelaufen sind, sehen wir ein Häuschen mit der Beschriftung unserer Unterkunft. Der Gastgeber begrüsst uns freundlich und bittet uns hinein. In Japan muss man in der Regel die Schuhe ausziehen, wenn man ein Gebäude betritt (das war schon bei der vorderen Unterkunft im kleinen Zimmer so) und wir bekommen ein paar Hausschuhe, bei welchen Hanspeter mit Schuhgrösse 46 immer ein wenig Probleme hat. Der Gastgeber plaudert ein wenig mit uns und ist ganz interessiert über unsere Reise. Als wir ihm sagen, dass wir nicht genau wissen, um welche Uhrzeit wir auschecken und wo überall wir noch in Japan hinwollen, scheint er entsetzt und fasziniert zugleich zu sein. Er fragt ganz neugierig, weshalb Europäer oder Amerikaner immer mit Rucksack reisen, obwohl Rollkoffer doch viel angenehmer seien. So plaudern wir über dies und jenes bis unser Zimmer bereit ist. Als wir dieses beziehen können, fragt er uns, ob er versuchen darf den Rucksack hochzuheben. Das sieht schon ziemlich lustig aus, wie er – wohlverstanden im schicken Anzug – Manuela’s Rucksack anzieht, und mit Müh und Not, aber mit breitestem Grinsen, diesen auf unser Zimmer bringt. Das Zimmer ist sehr gross und richtig traditionell eingerichtet. Es hat sogar einen kleinen Schrein und Tatami-Matten zum schlafen. Tatami-Matten sind ganz dünne aus Reispflanze geflochtene Matten, also richtig traditionell, aber leider nicht ganz so bequem wie ein Bett mit richtiger Matratze. Modern ist es aber zugleich auch, denn es gibt eine Bodenheizung. Sowieso heizen die Japaner alles was sie können, denn bis jetzt hatte – ohne Scherz – jedes Klo, eine beheizte Klobrille. Das ist natürlich enorm komfortabel aber auf der anderen Seite auch eine ziemliche Stromverschwendung. Nachdem wir uns gemütlich eingerichtet haben, machen wir uns endlich auf den Weg in die Innenstadt. Wir wollen zuerst die berühmte Burg von Osaka anschauen, nicht zuletzt weil unser Gastgeber gesagt hat, dass wir dort noch ein paar Kirschblüten sehen können. Dies obwohl die Hauptkirschblütenzeit in dieser Region schon vorbei sei, was uns vor der Reise gesagt wurde und die Vorfreude etwas gedämpft hatte. Wir setzen uns daher wir in die U-Bahn und müssen bis zur Zieldestination nur einmal umsteigen. Jetzt merken wir auch wie schnell wir uns ans U-Bahn Fahren gewöhnt haben und wie praktisch das ist. Wir begegnen hier das erste Mal einer Menschenmenge und schlendern gemütlich durch den Park. Tatsächlich können wir einige Bäume mit Kirschblüten sehen, was unglaublich schön aussieht. Bevor wir zur Burg gelangen kommen wir an einen Fluss, dessen gesamtes Ufer idyllisch mit Kirschbäumen gesäumt ist. Es ist auch sehr schön zu sehen, wie tausende der Blüten von den Bäumen in den Fluss fallen. Lustig scheint auch das Selfieverhalten der Japaner, die hier vermutlich Urlaub machen. Überall werden viele Selfies geschossen und sie warten immer ganz geduldig, bis man diese gemacht hat. Wehe aber, wenn man versehentlich ins Bild läuft, denn dann wird man – im Ernst – weggeschubst und für uns in einer unverständlichen Sprache zurechtgewiesen. Ja, wir gewöhnen uns schnell an dieses Verhalten, dass ja auch voll in Ordnung ist, wenn nicht gerade 100 Selfies hintereinander geschossen werden. Wir sind ja immer noch auf dem Weg zur Burg und sind gerade einige Treppen hinaufgestiegen, wo wir eine Plattform mit einer tollen Aussicht erreichen. Hier sieht man wie alt auf neu trifft, im Vordergrund stehen die antiken Gebäude, während wir im Hintergrund die modernen Wolkenkratzer sehen. Das sieht einerseits eigenartig, aber andererseits auch eindrücklich aus. Die Burg selbst ist wunderschön und sehr detailliert gebaut. Wir geniessen den Ausblick auf die Stadt und die Burg für eine Weile und machen uns danach zu Fuss auf den weiteren Weg. Um mit den vielen Menschen umzugehen, haben die Polizisten hier Absperrungen eingerichtet und winken abwechselnd Fussgänger und Autofahrer durch. Nachdem wir das Gelände komplett verlassen haben, herrscht wieder Einsamkeit – wir haben das Gefühl, als wären wir fast die einzigen Fussgänger hier. Velofahrer hingegen sieht man häufig und das sind auch jene, vor denen man sich in Acht nehmen muss, da sie wohl die Verkehrsregeln am wenigsten beachten. Fast wie zuhause. Autofahrer fahren hingegen sehr gesittet und achten sehr stark auf die Fussgänger. Langsam sind wir etwas hungrig geworden und wir kommen gerade an einer Bäckerei vorbei. Wir können es natürlich nicht lassen, kurz vorbeizuschauen, was es denn so gibt. Mit normalem Brot sind wir hier fehl am Platz, aber es hat ganz viele leckere, süsse und gesalzene Backwaren. Da alles auf Japanisch angeschrieben ist und man oftmals nicht sieht, was in den Gebäcken drin ist, fragt Manuela mittels Google-Übersetzer, welche Brötchen Vegetarisch sind. Die Mitarbeiterin zeigt daraufhin auf ein paar wenige und wir kaufen ein paar vegetarische für Manuela mit Creme und Ei, sowie für Hanspeter solche mit Fleisch. Das Gebäck mit der Füllung ist super lecker. Danach schlendern wir ein paar Kilometer durch die Stadt, wobei wir eine Weile dem Fluss entlang gehen, danach einen Schrein besuchen, weiter ein paar enge Gässchen durchqueren und schlussendlich am Hauptbahnhof Umeda landem. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass Umeda der Hauptbahnhof ist. Wir wollen diesen lediglich durchqueren, um auf die andere Seite zum “Umeda Sky Building” zu gelangen. Hier hat sich eine weitere Masse von Leuten versteckt und wir sind ziemlich beeindruckt, wie alle schön geordnet zum richtigen Zeitpunkt und auf der richtigen Seite laufen und so weder die Fussgänger noch der Strassenverkehr beeinträchtigt wird. Der Bahnhof ist sehr luxuriös gestaltet und beinhaltet unzählige Designerläden. Wir verlassen den Bahnhof möglichst schnell und gehen zum Umeda Sky Building. Dieses 173 Meter hohe Gebäude ist sehr eindrucksvoll und modern gebaut. Die Architektur soll einer Raketenabschussrampe nachempfunden sein. Wir haben uns entschieden den Turm zu besuchen, damit wir eine schöne Stadtsicht über Osaka haben. Da sind wir wohl nicht die einzigen, denn kaum dort angekommen, werden wir ganz hinten bei einer riesigen Warteschlange platziert. Wir haben das Gefühl eher auf der Ersatzbank zu stehen, als in der eigentlichen Schlange. Glücklicherweise lassen sie schubweise Leute rein und wir rücken so von Zeit zu Zeit immer etwas näher zum Eingang, was die Motivation aufrecht erhält. Nach etwa einer Stunde warte, kommen wir tatsächlich zum Eingang, wo wir die Tickets kaufen können. Der Turm ist sehr schön ausgestattet mit Informationen zu einigen historischen Elementen von Osaka selbst, aber auch über den Turm. Das Highlight ist natürlich die Aussicht über die gesamte Stadt. Da es bereits am Eindunkeln ist, entscheiden wir uns für ein etwas teures aber leckeres Glacekaffee und warten bis es ganz dunkel wird, um die Stadt nochmals bei Nacht zu sehen. Nachdem wir uns an der Stadtweitsicht sattgesehen haben, geht es in einer spektakulären Glasrolltreppe ein paar Stockwerke hinunter, von wo aus uns der highspeed Lift zum Ausgang bringt. Zum Abschluss des Tages fahren wir mit der U-Bahn zum bekannten Shopping- und Ausgehviertel Dotombori. Hier lassen wir uns vom ganzen Stadtgewusel und den Leuchtreklamen berieseln. Schauen ganz fasziniert das Plastikessen an, welches täuschend echt aussieht und als Werbung für die jeweiligen Restaurants dient. Nun haben wir hunger, aber wo wollen wir essen gehen? Wir suchen ein Ort, der nicht allzu teuer ist, nicht allzu spezielle Sachen zur Auswahl hat und vorallem etwas vegetarisches im Angebot. Das ist gar nicht so einfach, denn viele Restaurants sind verständlicherweise auf Meeresfrüchte ausgerichtet, oder haben teures westliches Essen im Angebot oder eine ausschliesslich Japanische Speisekarte. Wir versuchen es aber doch mit einem japanischen Restaurant, das vergleichsweise günstige Preise hat und sehr viele verschiedenste Gerichte ausgestellt sind. Wir versuchen es einfach und wir landen in einem wohl typisch japanischen Grillrestaurant. Wir erhalten eine halbwegs auf Englisch übersetzte Karte. Die Gerichte sehen sehr lecker aus und uns spricht beide die sogenannte Egg-Roll an. Manuela fragt, ob diese vegetarisch ist, was die Köchin verneint bzw. fragt, ob sie Schweinefleisch esse. Dies verneint Manuela natürlich, aber die Köchin meint, sie könne auch eine Egg Roll ohne Schweinefleisch zubereiten. Wir können den Köchen bei der Zubereitung zusehen, was sehr eindrücklich ist, denn die sogenannte Eirolle besteht tatsächlich aus einer Füllung, die in einem Eierteig eingewickelt ist. Sozusagen ein gefülltes Omelett. Sie macht das sehr gekonnt und das Gericht schmeckt einfach köstlich. Jeder Tisch hat eine integrierte Grillplatte, worauf das Gericht serviert wird und dadurch permanent heiss bleibt. Das ist heute auch das erste Mal seit Jahren, wo wir uns wieder einmal im Stäbchenessen üben. Es dauert daher etwas länger als gewöhnlich, aber mit der Zeit kommen wir mit der ungewohnten Essensart ziemlich gut zurecht. Es wird ja sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir mit Stäbchen essen und können ruhig etwas Übung gebrauchen. Mit vollgeschlagenem Bauch, laufen wir noch durch die überfüllte Shoppingmeile und nehmen die nächste U-Bahn, die uns zu unserer Unterkunft führt. Es ist schon fast Mitternacht als wir dort eintreffen und wir gehen auf direktem Weg ins Bett.


Osaka 14.04.2019

Heute ist es regnerisch, weshalb wir etwas länger brauchen, um uns aufzuraffen. Im Supermarkt nebenan gehen wir zuerst einmal einkaufen, wobei wir ohne Regenschirm ziemlich nass werden. Wir schreiben ein paar Anfragen auf Couchsurfing und besprechen, was wir in den nächsten Tagen so machen wollen. Gegen Mittag hat sich der Regen zumindest ein wenig beruhigt und wir machen uns wieder auf in die Innenstadt. Bei der U-Bahnstation hat jemand sogar eine nicht mehr benötigt Tageskarte hinterlegt, die wir gut brauchen können. Unser primäres Ziel heute ist shoppen, weshalb wir in der Shoppingmeile beginnen, wo wir gestern aufgehört hat. Manuela hat gestern unterwegs ein paar Turnschuhe gefunden und heute wollen wir welche für Hanspeter finden. Das ist mit Schuhgrösse 46 nicht einfach, denn die meisten Männerschuhe gibt es nur bis grösse 44. Nachdem wir ein paar Läden abgeklappert haben, findet er doch noch Passende. Man muss festhalten, dass Shoppen in Japan echt Spass macht, denn sie haben alles mögliche Exklusive und zudem können Ausländer ohne MwSt einkaufen. Wir streifen noch durch alle möglichen Läden und schauen, was es alles zu kaufen gibt. Die Shoppingmeile ist gedeckt, was bei dem heutigen Wetter praktisch ist, aber wir müssen aufpassen uns nicht zu sehr verleiten zu lassen, denn billig ist das angebotene Zeugs nun wirklich nicht. Wir legen in einer japanischen Burgerkette einen Halt ein, um zu Mittagessen. Manuela findet sogar etwas Vegetarisches, ein Burgerbrot lediglich aus Reis gemacht (also kein richtiges Brot), dessen Füllung mit Gemüse ist. Danach besuchen wir noch den ein oder anderen Schrein, welche wiederum ziemlich eindrücklich sind und wir so die alte japanische Bauweise und Tradition bewundern können. Unterwegs sehen wir noch ein paar Leute in einem “Mario-Kart” Gokart auf der Strasse fahren, was enorm amüsant aussieht. Danach machen wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zur Küste, wo wir auf das Riesenrad gehen und die Region etwas erkunden wollen. Leider ist es so stark am regnen, dass wir die übrige Erkundungstour sein lassen und uns direkt zum Gebäude mit dem Riesenrad gehen. Da wir aber erst nach Dunkelheit aufs Riesenrad wollen, halten wir uns im Gebäude auf, wo auch noch ein Legoland integriert ist. Der Eintritt ins Legoland ist jedoch umgerechnet über 50 Franken, weshalb wir nur in dessen Verkaufsshop gehen und die teuren Modelle bestaunen. Ansonsten ist das Gebäude wiederum ein riesiges Shoppingzentrum. Wir finden einen hübschen Laden mit vielen traditionellen Artikeln, wo wir ein paar Souvenirs kaufen und einen Regenschirm mit Kirschblütenmuster, die auf dem Schirm erscheinen, wenns regnet. Wie originell, dass muss Manuela haben, da es ja sowieso regnet und wir keinen Schirm haben. Danach stellen wir uns in die lange Warteschlange, um auf das Riesenrad zu kommen. Man kann zudem noch etwas länger anstehen und man erhält dafür eine Kabine mit Glasboden, natürlich machen wir das. Nach knapp einer Stunde sind wir bereits an der Reihe und betreten das mit 112 Meter höhe eines der weltweit grössten Riesenräder. Obwohl es etwas weniger regnerisch ist, ist die Glaskabine leider immer noch mit Wassertropfen versehen, weshalb die Fotos nur mässig gut kamen. Dafür ist die Aussicht auf die Stadt in der Nacht wunderbar und sehr eindrücklich, von so weit oben. Für Hanspeter war es besonders speziell, da es sein erstes Mal auf einem Riesenrad überhaupt ist. Wir geniessen die schöne Fahrt durch die Nacht sehr. Danach gehts mit der U-Bahn wieder zurück zu unserem Hostel, wo wir uns einen Noodle Cup zum Abendessen zubereiten. Diese sind um einiges leckerer als jene vom Freitag, was daran liegen mag, dass kein Seegras enthalten ist. Wobei man anmerken muss, dass Seegras richtig zubereitet und in der richtigen Dosierung nicht per se schlecht ist, im letzten Noodle Cup wars einfach zu viel. Wir verbringen einen gemütlichen restlichen Abend in unserem Hostel.

Kyoto 15.04.2019

Da wir mit unseren Couchsurfing Anfragen auch in Kyoto erfolglos geblieben sind, bleibt uns nichts anderes übrig als eine Unterkunft zu buchen. Wir entscheiden uns für ein günstiges Mehrbettzimmer für die nächsten 3 Nächte. Etwas nach 10 Uhr checken wir aus und fahren mit der U-Bahn/Zug bis nach Kyoto. In Kyoto sieht alles etwas anders aus, als in Osaka, denn hier herrscht Jubel und Trubel bei unserer Ankunft, was aber daran liegen mag, dass wir ziemlich Zentral gelegen sind. Nach etwa 10 Minuten Fussmarsch erreichen wir unsere Unterkunft und melden uns an. Es ist kurz nach 1 Uhr, der Check-In ist aber erst um 4 Uhr. Wir dürfen das Gepäck hier deponieren, und bekommen bereits das Wifi Passwort. Daher machen wir es uns in der Lounge gemütlich. Wir wollen jedoch nur kurz den heutigen Plan festlegen sowie dessen Weg mit Googlemaps ermitteln, und verabschieden uns bereits wieder. Das erste Ziel ist der buddhistischen Tempel Kiyomizu-dera. Unterwegs kommen wir bereits an einigen eindrücklichen Tempelgebäuden und Schreinen vorbei.

An dieser Stelle müssen wir einen für uns wichtigen Exkurs bezüglich des buddhistischen Symbols der “Swastika” a.k.a. “Hakenkreuz” machen. Beim Durchsehen der heutigen Fotos, aber auch auf zahlreichen künftigen Fotos von etlichen buddhistischen Tempeln, ist ein Hakenkreuz zu sehen (teilweise sehr prominent). Oftmals ist es nach links gerichtet, manchmal aber auch gegen rechts. Wir waren ziemlich schockiert, dieses Symbol überall in Japan anzutreffen und mussten sogar beim Kauf von Souvenirs aufpassen, dass diese nicht mit “Hakenkreuzen” versehen sind. Wir haben daraufhin ge-googlet, was es mit dem Hakenkreuz im Buddhismus auf sich hat und einige, die sich stärker mit dem Buddhismus (oder andere Religionen die dieses Zeichen nutzen) oder der Geschichte beschäftigen, wissen das sicherlich bereits. Wir versuchen daher möglichst einfach zu wiedergeben, was es damit auf sich hat. Das Hakenkreuz, welches man Swastika nennt, ist ein wichtiges religiöses Zeichen im Buddhismus und bedeutet Glück (oder Glückbringer u.ä). Die Meinungen gehen auseinander, so heisst es in einigen Berichten, dass die Swastika nur nach links zeigt. Das dem nicht so ist, haben wir mit eigenen Augen gesehen. Wir haben weiter erfahren, dass die Richtung “links” oder “rechts” zeigt, ob es sich auf das Glück im Diesseits oder im Jenseits bezieht. Man kann hier etwas darüber lesen https://de.m.wikipedia.org/wiki/Swastika oder einfach selbst google befragen. Wir kennen ja das Hakenkreuz im nationalsozialistischen Zusammenhang, denn offenbar hat Hitler dieses Zeichen den Buddhisten geklaut und für seine Zwecke missbraucht. Einer Geschichte zufolge, hat er das Zeichen übernommen, nachdem er einem österreichischen christlichen Priester begegnet ist, der in Indien zum Buddhismus gefunden hatte. Ob es damit etwas auf sich hat oder nicht, wissen wir nicht. Aber die ganze Thematik hat auch bei uns Diskussionen ausgelöst, ob es trotz der heutigen Bedeutung richtig ist, dieses Zeichen nach wie vor so prominent darzustellen. Wir sind uns einig, dass man damit vorsichtig umgehen muss, aber es trotzdem wichtig in der Geschichte ist (und sich der Betrachter – der wie wir – auch damit auseinander setzt) und es daher aus unserer Sicht richtig ist, dass man es im religiösen Zusammenhang beibehalten darf. Was können die Buddhisten dafür, wenn irgendein “Ideologist” (sorry wollte Idiot oder Irrer schreiben) ihr Zeichen für seine grausamen Zwecke missbraucht, obwohl das Zeichen schon seit tausenden von Jahren im Einsatz ist (und das nicht nur vom Buddhismus, es wurde von diversen Gruppierungen verwendet). Auch in Deutschland ist es buddhistischen Gruppierungen nach wie vor erlaubt, das Zeichen für ihre Zwecke zu verwenden, obwohl es eigentlich verboten ist. Nun geht es hier aber soweit, dass auf Stadtkarten linksgerichtete Hakenkreuze stehen, um zu zeigen, wo sich die buddhistischen Tempel befinden. In Hinblick auf die Olympiade 2020 muss Japan sämtliche englischen Stadtkarten anpassen, so dass das Symbol nicht zu sehen ist und somit keine Diskussionen schürt. Das Symbol ist oftmals nicht identisch mit dem uns bekannten Hakenkreuz, denn teilweise ist es auch rund gebogen oder mit Ornamenten verziert, eine Ähnlichkeit sieht man aber nahezu immer und es wirft Fragen auf. Es ist aber wichtig zu wissen woher es eigentlich kommt, denn sowas wurde bei uns im Geschichtsunterricht nicht erwähnt.

Die Strassen Kyotos sind sehr gepflegt und mit Pflanzen sowie Lampions dekoriert. Als wir auf die Kiyomizu-michi Strasse in die Nähe des Kiyomizudera Tempel kommen, gelangen wir in eine riesigen Touristenmasse. Der von aussen schlicht aussehende Tempel mit seinen leuchtend orangen Nebengebäuden ist sehr eindrücklich und wir haben eine wunderschöne Stadtaussicht mit ein paar Kirschblüten. Die Architektur und einfach die Liebe zum Detail bei diesen Gebäuden ist einfach unbeschreiblich. Das ganze Gelände ist ziemlich gross und wir können dabei einige buddhistische Traditionen beobachten. Wir besichtigen den eindrücklichen Tempel auch von Innen, wobei man hier keine Fotos schiessen darf. Die Tempelanlage führt hinter dem Gebäude weiter ins Grüne hinaus, wo ein Pfad weiter zu einem kleinen, abgeschiedenen Tempel führt. Danach gehen wir wieder zurück ins Hauptareal, wo wir diverse Bräuche vom japanischen Buddhismus betrachten können. Danach kehren wir wieder zurück in die vollen Strassen und wollen noch ein paar weitere Tempel besichtigen. Da wir jedoch beim Kiyomizudera einige Stunden verbracht haben, ist es bereits nach 4 Uhr und wir erfahren sogleich, dass wohl die meisten Tempel um halb 5 oder 5 schliessen. Beim Kodai-ji kommen wir leider ohne Eintritt nicht einmal aufs Gelände, weshalb wir um diese Uhrzeit darauf verzichten. Klar sind 500 Yen nur knapp 5 Franken, aber wenn man bei diversen Tempel immer zwischen 300 und 600 (Teilweise sogar über 1000) Yen pro Person zahlen muss, wird das auf die Dauer doch ziemlich teuer. Und wir wollen schliesslich auch was davon haben, wenn wir Eintritt zahlen und nicht nach 30 Minuten bereits wieder gehen müssen. Als nächstes durchqueren wir den Maruyama-Koen Park und stehen schlussendlich vor dem Chion-Tempel, der so eindrücklich ist, dass wir uns einig sind, selbigem in den nächsten Tagen nochmals einen Besuch abzustatten. Nun machen wir uns auf den Rückweg zu unserer Unterkunft. Die Betten im riesigen Dorm sind bereit, aber wir sind trotzdem überrascht etwas Privatsphäre zu haben. Die Betten sind kleine Kabäuschen (mit eigenem Licht und Stromanschluss), welche vorne mit einem Vorhang zugemacht werden können. Das ist wohl die japanische Definition von Mehrbettzimmer (Dorm) und wir sind sehr zufrieden damit. Wie bis jetzt jede Unterkunft ist auch diese enorm sauber, was wohl zum Standard von Japan gehört und wir uns von Südamerika nicht mehr gewohnt sind. Nachdem wir uns eingerichtet haben, wollen wir etwas essen gehen, denn wir haben ein nettes indisches Restaurant, nicht allzuweit von hier entfernt, gefunden. Als wir am besagten Ort mit heisshunger eintreffen, meint jedoch der Besitzer, dass er eine grosse Gruppe erwarte und wir um 8 wieder kommen sollen. Es ist aber erst halb 7 und wir haben jetzt hunger. Aus diesem Grund schauen wir uns für weitere indische Restaurants um. In der grossen Einkaufsmeile, neben welcher wir unsere Unterkunft haben, gibt es noch zwei, davon ist aber das eine geschlossen und das andere hat nur enorm teurer Menus zum Abendessen. Wir laufen daher nochmals zwei Kilometer zu einem weiteren Restaurant, das aber ebenfalls geschlossen hat und landen schlussendlich bei einem nepalesischen Restaurant. Dieses ist klein und spricht uns auf den ersten Blick an, zudem gibt es eine ähnliche Speisekarte wie beim Inder. Das Abendessen ist absolut köstlich, wenn auch ganz klar Portionen, die für Japaner zugeschnitten sind. Wir bestellen daher etwas mehr als gewöhnlich und werden so wunderbar satt. Wir plaudern ein wenig mit der Besitzerin, die gebrochen Englisch spricht und meint, dass sie selbst Japanerin ist, aber ihr Ehemann, der Koch, Nepalese. Wir bedanken uns für das leckere Essen und kehren mit vollen Bäuchen zu unser Unterkunft zurück, wo wir im gemütlichen Aufenthaltsraum verweilen, bevor wir uns schlafen legen.

Kyoto Kurama-Dera & Westen 16.4.2019

Da wir gestern mit den vielen Touristen in Kyotos Strassen etwas überfordert waren, wollen wir heute einen Tempel etwas ausserhalb der Stadt besuchen. Da wir nicht genau wissen, wie wir zu diesem gelangen, insbesondere wie wir unsere Tageskarte am effizientesten nutzen können, statten wir dem Visitor Center am Bahnhof einen Besuch ab. Eine ältere Dame berät uns in Englisch und fragt daraufhin, ob wir Deutsch sprechen. Wir hätten es nicht erwartet, aber sie spricht nun Deutsch mit uns, und kann uns alle Infos geben, die wir brauchen. Wir sind beeindruckt. Wir nehmen zuerst einen Bus, welcher uns zur Zugstation bringt, von wo der Zug direkt nach Kurama-Dera fährt. Wir staunen ebenfalls nicht schlecht, als wir am und im grünen Zug, überall aufgemalte Hanfblätter sehen (später stellt sich heraus, dass ein Baum tatsächlich dieselben Blätter führt, einfach um ein vielfaches verkleinert) – wir finden es lediglich ziemlich amüsant. Die Zugfahrt dauert über eine Stunde und bringt uns komplett aus der Stadt hinaus in die Berge von Kyoto. Der Ort selbst ist sehr klein und besteht lediglich aus ein paar Häuser. Der Tempel befindet sich auf einem Hügel, auf welchen wir nun hinauflaufen. Unterwegs treffen wir bereits auf ein paar schöne Bauten die wir bestaunen können, bevor wir beim Tempel ganz oben ankommen. Dieser selbst ist nicht so pompös, wie jene die wir bis anhin in Kyoto gesehen haben, dafür aber äusserst idyllisch gelegen und von Kirschblüten umgeben. Nachdem wir das Gelände eingehend betrachtet haben, kehren wir wieder zurück zum Bahnhof und fahren mit dem Zug an den Stadtrand. Von da aus nehmen wir den Bus westwärts, wo wir den ersten Halt beim goldenen Tempel (Kinkaku-Ji) einlegen. Hier sind wir wieder bei den zahlreichen Touristen, aber um ehrlich zu sein, ist der goldene Tempel auch sehr eindrucksvoll, wenngleich nicht so pompös wie erwartet. Er ist in einem hübschen japanischen Garten gelegen mit einem kleinen See drumherum. Während wir durch das hübsche Gelände schlendern und alle möglichen Pflanzen und Vögel bewundern, sehen wir plötzlich den Baum,mit den ominösen Hanfblättern. Auch auf diesem Areal haben wir ziemlich viel Zeit verbracht und es ist bereits späteren Nachmittag, als wir auf den Bus um weiter westlich zu gelangen warten. Die Fahrt geht wieder eine gut Stunde und wir müssen einmal umsteigen. Wenn auch Kyoto nicht so viele Einwohner hat wie Osaka, sind die Sehenswürdigkeite ziemlich weit voneinander entfernt und vorallem gibt es kein so gutes U-Bahnnetz, was den Transport enorm in die Länge zieht. Hier wäre noch ein weiterer Tempel zu besichtigen, den Tenryu-Ji. Da aber dessen Besuch mit Garten 1000 Yen kostet, betrachten wir den netten Tempel von Aussen und lassen den Besuch bleiben. Dafür besichtigen wir den Arashiyama Bambushain. Zuerst führt der Weg an einem Schrein vorbei, den wir natürlich noch besichtigen. Der Arashiyama Bambushain ist ein Wald voller riesiger Bambusgräser und wir können auf einem kleinen Gehsteig hindurch schlendern. Das ist enorm schön und wir geniessen die Atmosphäre. Danach schlendern wir noch weiter im Park herum, wo wir sogar noch zu einem schönen Aussichtspunkt über einen Fluss gelangen. Danach schlendern wir dem Fluss entlang bis wir die alte Brücke Togetsu-kyo erreichen. Hier können wir von einer neuen Brücke, die Überreste der alten 1606 gebaute Brücke betrachten. Da es schon wieder 6 Uhr geworden ist, nehmen wir den nächsten Bus, der uns innerhalb der nächsten anderthalb Stunden in die Innenstadt fährt. Da es im Hostel sogar eine Kochnische gibt, gehen wir in einen Supermarkt um unser Abendessen einzukaufen. Der kleine Supermarkt bringt uns aber mal wieder an den Rand der Verzweiflung, da Gemüse unglaublich teuer ist. Zum Vergleich, eine Peperoni / Paprika sowie Zucchetti kostet umgerechnet 2 Franken, eine einzige Tomate 1 Franken. Da überlegt man sich gut, was für Gemüse man einkaufen will und jedes einzelne Gemüs ist in einer Plastikverpackung. Nicht ganz offensichtliche Sachen zu kaufen, ist ebenfalls eine Herausforderung, z.b. Saucen, da alles auf Japanisch angeschrieben ist und man so nur vermuten kann, was enthalten ist. Wir finden schlussendlich alles notwendige zum Abendessen sowie etwas Verpflegung für morgen. Den restlichen Abend verbringen wir im Aufenthaltsraum des Hostel, wobei wir mit einem Deutschen Pärchen zu plaudern beginnen, die ähnliche Schwierigkeiten mit dem Preisniveau hier haben. Sie geben uns ein paar Tipps, wie man etwas günstiger durchkommen könnte und erzählen uns etwas von einer ominösen goldenen Woche. Danach machen wir uns wieder gedanken, wohin wir nach Kyoto gehen wollen und legen uns auf Nagano fest. Hier gibt es nur wenige Couchsurfingmitglieder, aber wir versuchen nochmals unser Glück und schreiben drei Anfragen, bevor wir uns schlafen legen.

Kyoto Kaiserpalast, Tempel & Gärten 17.04.2019

Den heutigen Tag starten wir beim ehemaligen Kaiserpalast. Wir müssen jedoch den Eingang zuerst suchen, denn das Gelände ist riesig und es hat einige sogenannte Eingangstore. Nachdem wir aber eine Weile über die perfekten Kieswegen gegangen sind, erreichen wir ein Tor, wo eine Horde Schulkinder steht. Das muss es sein und wir stellen uns darauf ein, eine Weile zu warten, denn es sind sicher über 100 Leute die hier herein wollen. Ein Sicherheitsbeamter hat aber wohl unseren verzweifelten Blick gesehen und winkt uns nach vorne. Wir müssen zuerst eine Sicherheitskontrolle über uns ergehen lassen und dürfen anschliessend hinein. Wir schlendern durch das Gelände und betrachten die eindrückliche Architektur und die künstlerische Gestaltung der einzelnen Zimmer. Wir sind jedoch erstaunt, dass das Gelände des gesamten Kaiserpalasts zwar gross ist, jedoch ziemlich schlicht, also gar nicht pompös, wie wir es eigentlich erwartet hätten. Die Gärten sind perfekt gepflegt und im Allgemeinen sieht alles sehr perfekt aus. Als wir bei einem Tor durch gehen wollen, heisst es, dass man unter 1.75 sein muss und Hanspeter daher den Kopf einziehen muss. Wir schmunzeln darüber und ein Wächter fügt hinzu “sorry it’s japanese size”, was wir enorm amüsant finden. Uns ist zudem aufgefallen, dass es einige aus unserer Sicht etwas sinnlose Jobs gibt, wie z.B. bei Baustellen, wo zwei Personen lediglich dafür angestellt sind, um Passanten vorbei zu winken. Dass obwohl man nur etwas weiter herum laufen muss und absolut keine Gefahr besteht. Hier sehen wir einen weiteren, amüsanten Job. Da kriechen doch tatsächlich etwa 5 Personen auf dem Boden herum und sortieren Kieselsteine (wir vermuten, dass sie die dunklen Kieselsteine aussortieren müssen). Das ist kaum zu glauben. Nachdem wir alle Ecken des Kaiserpalastes betrachtet haben, machen wir uns auf den Weg nach Osten und besichtigen den silbernen Tempel. Dieser Tempel ist entgegen unserer Erwartung nicht Silbern und nicht sonderlich speziell. Wir finden, dass wir uns den Eintritt hätten sparen können. Der dazugehörige Garten ist aber super schön und typisch Japanisch. Danach spazieren wir eine Weile einer Allee mit Kirschbäumen entlang bis wir den Tempel Nanzen-Ji erreichen, dessen Gelände wir glücklicherweise einmal wieder gratis besichtigen können. Der Nanzen-Ji ist sehr hübsch und es befindet sich sogar noch ein eindrückliches Aquädukt auf dem Gelände. Wir wandern eine Weile auf dem ziemlich grossen Gelände herum und gehen als nächsten zum Tempel Chion-In, den wir bereits vorgestern aus der Ferne gesehen haben. Um dorthin zu gelangen, überqueren wir noch einen hübschen Park und kommen an einem Zoo vorbei. Dieses Tempelgebäude ist ebenfalls sehr eindrücklich und wir verstehen nicht mehr, weshalb gewisse Tempelgelände kostenpflichtig und andere gratis sind. Denn das hier ist aus unserer Sicht der eindrücklichste Tempel, den wir bisher gesehen haben. Als Letztes besichtigen wir das Burggelände von Kyoto, wobei wir von der eigentlichen Burg nicht viel sehen, denn dafür hätten wir nebst dem Gelände Eintritt von 400 Yen noch zusätzliche 500 Yen aufwerfen müssen. Es ist schon spät und wir entscheiden uns deshalb lediglich das hübsche Gelände mit den typischen Gärten zu besichtigen. Danach geht es wieder zurück zur Unterkunft, wo wir heute ein Abendessen mit Kartoffeln zubereiten. Wir sind ganz erstaunt, dass es nun zwei Kochplatten hat und nicht nur eine wie gestern. Es wird ja alles überwacht und vermutlich, wird in Japans Hostel nicht viel gekocht. Wir sind schon erstaunt, dass es heute zwei Herdplatten hat, und vermuten, dass dahinter tatsächlich einen Service steckt. Uns solls jedenfalls recht sein und wir verbringen den restlichen Abend mit der Planung für Nagano. Wir müssen zuerst schauen, wie wir dort hinkommen, denn da wir keinen Zugpass haben, ist Zugfahren viel zu teuer für uns. Wir finden schlussendlich den Willerbus, dessen Preise auch nicht günstig sind, aber um einiges preiswerter als der Zug und daher buchen wir diesen für Rund 50 Franken. Es ist ein Nachtbus, der morgen um 22:00 Uhr in Kyoto losfährt und am nächsten Tag um 06:00 Uhr in Nagano ankommt. Nachdem wir alles erledigt haben, legen wir uns schlafen.

Kyoto Fushimi Inari-Taisha 18.04.2019

Heute heisst es um 11 Uhr auschecken, aber wir dürfen netterweise unser Gepäck im Hostel lagern. Wir haben nicht so viel auf dem Programm wie die letzten Tage, aber wir wollen noch eine Tempelanlage, die Fushimi Inari-Taisha, im süden Kyotos besuchen. Dazu fahren wir zuerst an den Hauptbahnhof und weiter in den südlichen Stadtteil. Hier treffen wir wieder auf eine Horde an Touristen und wir müssen uns gerade motivieren, weiter zu gehen. Der Weg führt durch unzählige rote Schreintore auf einen Hügel hinauf, was sehr eindrücklich ist. Der gesamte Komplex besteht aus 5 Schreinen und wir können eine ziemlich ausgedehnte Wanderung machen. Nachdem wir den ersten Schrein passiert haben, reduziert sich die Anzahl der Leute drastisch und wir können gemütlich von einem Hügel zum nächsten wandern, wobei wir zudem noch einen tollen Stadtblick haben. Wir geniessen es sehr und verbringen ein paar Stunden in der hübschen Region. Wieder zurück beim Hauptbahnhof wollten wir eigentlich noch einen weiteren Tempel anschauen gehen, jedoch sind wir der Meinung, dass wir nun fast zu viele Tempel gesehen haben und gehen stattdessen in einen gemütlichen Park, wo wir etwas ausspannen können. Die Busverbindung sind hier unten etwas komplizierter, um in unser gewünschtes Viertel zu kommen. Wir schaffen es natürlich in den Bus zu steigen, der nach dem Hauptbahnhof anstatt wieder ins Stadtzentrum fährt, weiter zur Endstation fährt und uns dort zum verstehen gibt, dass wir aussteigen müssen. Mittels unserem Busfahrplan finden wir den korrekten Bus, der aber erst in einer Dreiviertelstunde fährt. Also heisst es mal eine Runde warten. Wir können immer noch nicht glauben, dass Japan fast noch pünktlicher zu sein scheint als die Schweiz und hoffen, dass der Bus, der vor zwei Minuten hätte fahren sollen, verspätet ist. Dem ist nicht so und in einer Dreiviertelstunde auf die Sekunde genau, fährt der Bus los, der uns ins Gion-Viertel bringt. Wir schlendern im bekannten Gion-Viertel etwas durch die abendlichen Strassen, welche wunderschön beleuchtet sind und eine schöne Atmosphäre vermitteln. Danach geht es zurück zum Hostel, wo wir uns einen leckeren Noodle-Cup zubereiten und im Aufenthaltsraum warten, bis es Zeit ist zum Bahnhof zu gehen. Wir sind fast eine Stunde zu früh am Bahnhof wollen aber sicher gehen, wo genau unser Bus fährt. An der vermeintlichen Haltestelle ist jedoch alles auf Japanisch angeschrieben und die Abfahrtszeiten stimmen auch nicht mit unserer überein. Wir versuchen es zuerst selbst herauszufinden, fragen aber schlussendlich doch nach, ob wir am richtigen Ort warten. Eine nette Dame zeigt uns, dass wir auf der anderen Seite warten sollen und dort der Bus hinfährt. Wir müssen also noch eine Weile warten bis der Bus kommt. Wir machen daher noch die abendliche Toilette mit Zähne putzen etc. und müssen an dieser Stelle noch einmal die bisher immer top modernen japanischen Klos erwähnen. Nebst das alle eine Sitzheizung haben, gibt es so viele Knöpfe, dass Manuela mal aus versehen, den Notfallknopf gedrückt hat, anstelle des Spülknopf – was aber nicht weiter schlimm ist. Es gibt z.B. einen Knopf, der nennt sich Privacy und es kommt tatsächlich Vogelgezwitscher und Wassergeräusche, wenn man darauf drückt. Das ist doch schon sehr amüsant. Vogelgezwitscher hört man aber nicht nur auf den Klos, sondern auch oftmals auf den Strassen, wo es Lautsprecher gibt, die Vogelgezwitscher von sich geben. So z.B. auch die Ampeln, wenn es grün wird, um die Strasse zu überqueren oder in U-Bahnhöfen. Sowieso ist es nahezu überall, wo man hingeht, mit Lautsprecher ausgestattet und man hört irgend eine Melodie. Etwa 10 Minuten vor Abfahrtszeit kommt ein Bus und wir fragen, ob es der Richtige ist, denn auch hier ist Nagano nur auf Japanisch angeschrieben, aber die Zeichen scheinen übereinzustimmen. Der Bus ist enorm luxuriös. Es hat immer nur drei Sitze in einer Reihe und zwischen jedem Sitz hat es viel Abstand. Zudem hat es um jeden Sitz einen Vorhang, damit man sich komplett verdecken kann und sogar hier maximale Privatsphäre hat. Eine Decke und sogar Hausschuhe gibt es dazu. Wir schlafen wunderbar ein und sind gespannt auf die japanische Alpen in und um Nagano.


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12.04.2019 – 18.04.2019

First few hours in Osaka und some impressions 12.04.2019

Totally exhausted we reach Osaka. First we go to immigration office, where we are told that we are not allowed to fill out the immigration slip with a light blue pencil. However, another lady supports us and says, it’s fine and we should move forward immediatly. Somehow we almost wonder if we are in the hospital or in the Japanese immigration because everyone here is wearing a mouth protecting mask. But it seems we are right here, because after we have given our fingerprints and smiled nicely into the camera, we get the stamp for 90 days in Japan.  Fortunately, our luggage is already waiting on the belt. We pick it up and go through the customs check, where as usual we have declared something but are waved through. We are very hungry, because in the seven-hour flight we have refrained from eating, because in the cheap airlines we’d to buy a meal what we didn’t. We first have to find an ATM and next we go to a small shop at the airport, which has a cheese roll to offer. Unfortunately he has this only advertised, but not in stock. After typing in the Google translator „if they have anything vegetarian“, he answers “no” and suggest to try McDonalds. We let it be and look next, where we can buy a train ticket to get to Osaka City, which is still a quite distance away. Fortunately, on Google Maps, we were able to locate the train with the lowest price, because even the lady at the ticket counter does not speak English. After we showed her the connection on the phone, she hands us the ticket. She explains us in Japanese and with a few hand signals the way to the train, what we immediately find – thanks finally to google.maps. After getting on the train, we still have a bit of a queasy feeling, whether it’s the right one, because the entire label is in Japanese, as well as our ticket.  For safety, we get off again and ask a conductor if we are in the right train, whereupon he points to this train. Phu, somehow we expected it, but are a bit intimidated, as apparently not even at the airport is spoken some English. In the train we will be a little more relaxed, because the announcements are in addition to Japanese also in English. It is almost 11 o’clock in the evening when we arrive at our stop. We are surprised, because here is absolutely quiet, hardly a person we see on the street, as we are on the way to our accommodation. We would not have expected this from the second largest city in Japan. Astonished, we also notice the streets are absolutely clean and in every corner is a sort of Selecta machine, where you can buy everything. Since the reception of our accommodation is no longer occupied, we have received instructions on how to enter the building and where our room is located. To do this, we have to hold our hand to a sensor and then enter a code, where we are very happy that this works without problem. However, our room shows us the so-called Japanese size, because we can just stow our backpacks in front of the bed and we do not have more space. The backpacks we have to carry away every time we want to leave the room. So basically just a room with the footprint of a bed.  The bed is wonderfully soft and we are already looking forward to have a good rest. Since Fiji we have always lived in the tent and for the last 48 hours we were awaken. Nevertheless, we still want to buy some food and hope the supermarket next door is still open shortly before midnight. Yes it is still open. Actually, we only want to buy something for dinner and something for tomorrow for breakfast. But this is easier said than done, since most food is written exclusively in Japanese, it is enormously difficult to make a suitable choice. We opt for the most obvious and buy a pack of toast and a few overpriced cheese slices for breakfast. For dinner we try it with a Noodle Cup, from which one we have a huge selection. Based on the pictures on the packaging Manuela finds one that has only vegetables (which is not so easy, because 95% contain either meat or fish pieces) and Hanspeter finds one with chicken and vegetables. There is also a pack of biscuits we buy. Back in our accommodation, we prepare our midnight snacks, the Noodle Cups, which is fast done, because all we have to do is add hot water. Actually, they are pretty good, but Manuela has to find another one next time, because this is undoubtedly with seaweed, and this taste is a bit strange. It is vegetarian, but seaweed is probably not her favorite vegetables. Then we treat ourselves to a coffee and a few biscuits (each biscuit is individually packed!). Then we have a good sleep in the cozy bed in the mini room. These were our first few hours in Japan and we already have a little culture shock, but are curious about what else awaits us.

Osaka 13.04.2019

After we have slept well and have a good breakfast, we ask our hostel owner by mail, if we can stay one more night. Unfortunately, the hostel is already booked this night and we have to find another place to stay. We were lucky enough to find accommodation for just under 25 US Dollars this night, because the prices we find today on Booking.com are much higher, but that’s also because it’s weekend. We find a Japanese guesthouse at a reduced price, but the price is still over 40 US Dollars per night and is currently the cheapest option. Anyway, we book two nights so we can explore Osaka. Accommodations are probably more expensive than usual and we have to accept. Just on time at 10 o’clock we check out and go to the same supermarket as yesterday to buy something, so we have some snacks for today. Then we make our way through the streets of Osaka to the next subway station. The offline App Maps.me even shows us the subway lines, which is really handy, because we know which subway we have to take in which direction. First we wanted to buy a SIM card with mobile data in Japan, but a decent package for a month is with 70 US Dollars enormously expensive. Since Japan is a modern country, we count on finding Internet in most public places as well as in the accommodations. After all, it used to be without in earlier days and with Internet we will just be a little bit more comfortable.  In fact, there is often a free Wifi, which is usually very slow and not even google.maps works. We spoke at the accommodation before with an elderly Australian lady who recommended us to buy an IC card. We researched a bit and found out this prepaid card is indeed very convenient, as you can pay cashless in all sorts of situations (such as transport, shopping, at the vending machine, etc.). At the subway station we go to the nearest ticket machine and want to buy such a card. Somehow it is not clear which is the right, and we buy the one that makes the most sense for us. After we get the ticket, where everything is written in Japanese, this does not look right for us. We go to a conductor who sits in a little house at the ticket gates to get on the tracks, and ask him. However, we do not get far with English and we show him the ticket. He immediately puts out the Google Translator on his tablet, which we do as well. He explains we have bought a multi-trip ticket and we explain we want an IC card. He takes our ticket and without batting an eyelash, he refunds the money. He also talks on the phone with his colleague and explains we can buy the IC card at a vending machine on the other side. We are on the way to the right machine and behold, his colleague is already coming towards us and leads us to the machine, changes the language in English and shows us what we have to choose. We are amazed and excited at the same time about the support. Until now, we have learned two words: „Konichiwa“ to welcome you and „Arigato“ to thank you, which we can already use now. Having the the IC card, we now get on the platform without buying a ticket, because you just have to swipe the card via a sensor at the entrance, the same when disembarking and the total fare is deducted from the credit on the card. If you have too little credit when leaving the station, a beep will sound and the gate will not open. Then you either have to refill your card or pay the price difference at the conductor in the previously described house. When we arrive at our destination destination, we navigate to the new accommodation. First of all, we go in the wrong direction because the subway has different exits and the right one is not obvious with GPS. However, after crossing the road a second time, we are on the right track and should arrive in a few 100 meters. Arrived at the said place, we find no accommodation and see immediately there must be several accesses. After we have passed a parking lot in a dead end next to a construction site, we see a cottage with the name of our accommodation. The host greets us kindly and let us in.  In Japan you usually have to take off your shoes when you enter a building (this was already the case in the last accommodation in front of the very small room) and we get a few slippers, where Hanspeter with shoe size 46 always have some problems. The host chats a bit with us and is very interested in our trip. When we tell him that we do not know exactly what time we check out and where all we want to go in Japan, he seems shocked and fascinated at the same time. He asks quite curiously why Europeans or Americans always travel with backpacks, although trolleys are much more convenient. We chat about this and that until our room is ready. When we can enter the room, he asks us if he can try to lift the backpack. That looks pretty funny, as he – dressed in a suit – carries Manuela’s backpack, with difficulty, but with the widest grin and brings to our room. The room is very large and really traditional. It even has a small shrine and tatami mats for sleeping. Tatami mats are very thin mats made of rice plant, so really traditional, but unfortunately not quite as comfortable as a bed with real mattress. But at the same time it is modern because there is a floor heating. Anyway, the Japanese heat everything they can, because until now had – without joke – each toilet has a heated toilet seat. This is of course extremely comfortable, but on the other hand also a considerable waste of power. After we have settled comfortably, we finally make our way to the city center. First, let’s take a look at the famous Osaka Castle, not only because our host said we can still see some cherry blossoms there. Although the main cherry blossom season in this region is over, what we were told before the trip and we were therefore a bit disappointed. We take the subway and have to change to the destination only once. Now we also notice how quickly we got used to subway driving and how practical it is. We meet here for the first time a crowd and stroll leisurely through the park. In fact, we can see some trees with cherry blossoms, which looks amazingly beautiful. Before we get to the castle we come to a river whose entire bank is idyllically lined with cherry trees. It is also very nice to see thousands of flowers fall from the trees into the river. Funny looks the selfie behavior of the Japanese, who probably go on holiday here. Everywhere many selfies are shot and they always wait patiently until they are done. If you accidentally run into their picture, because then you are – seriously – pushed away and talked in an incomprehensible language. We quickly get used to this behavior, that is also completely acceptable, if not 100 selfies are shot in a row. We are still on the way to the castle and have just climbed some stairs, where we reach a platform with a great view.  Here you can see how the old meets the new. In the foreground are the ancient buildings, while in the background we see the modern skyscrapers. On one hand, this looks strange, but on the other hand also impressive. The castle itself is beautiful and built in great detail. We enjoy the view of the city and the castle for a while and then continue by foot. In order to deal with the many people, the police have set up barriers and wave pedestrians and motorists. After we leave the area completely, there is loneliness again – we feel like we are almost the only pedestrians here. Cyclists, on the other hand, are seen frequently and these are also the ones to watch out for, as they are probably least aware of traffic regulations. Almost like home. Motorists, however, drive very civilized and pay very much attention to the pedestrians. Slowly we have become a bit hungry and we are just passing a bakery. Of course, we can not resist stopping by to see what’s there. We don’t find normal bread here, but it has a lot of delicious, sweet and salted baked goods. Since everything is written in Japanese and you often do not see what is in the pastries, Manuela asks by Google translator, which buns are vegetarian. The vendor then points to a few and we buy a few vegetarian for Manuela with cream and egg, as well as for Hanspeter with meat. The pastry with the filling is delicious. Then we stroll through the city for a few miles, where we walk along the river for a while, then visit a shrine, continue through a few narrow streets and finally land at Umeda Central Station. At this time we do not know yet that Umeda is the main station. We just want to cross it to get to the other side and reach the Umeda Sky Building. Here’s another crowd of people hiding, and we’re pretty impressed with how everything is organised. At the right time and on the right side so neither pedestrians nor traffic is affected, when people walk. The station itself is very luxurious and includes countless designer shops. We leave the station as fast as possible and head to the Umeda Sky Building. This 173 meter high building is very impressive and modern built. The architecture is supposed to be modeled on a rocket launcher. We decided to visit the tower to have a nice city view over Osaka. Since we are probably not the only, because barely arrived there, we are placed at the back of a huge queue. We feel that we are on the before waiting bench rather than in the queue. Fortunately, they let in people in turns, and we’re always moving closer to the entrance from time to time, which keeps the motivation up. After about an hour’s wait, we actually come to the entrance, where we can buy the tickets. The tower is beautifully decorated with information on some of the historical elements of Osaka itself, as well as the tower itself. The highlight, of course, is the view over the entire city. Since it is already dark, we decide for a slightly expensive but delicious ice cream and wait until it gets very dark to see the city at night. After we have looked at the city, it goes down in a spectacular glass escalator a few floors, from where the highspeed lift brings us to the exit. At the end of the day we take the subway to the famous shopping and nightlife district Dotombori. Here get overwhelmed by the whole city bustle and the neon signs. Very fascinated we look at the plastic food, which looks deceptively real and is used as an advertisement for the restaurants. Now we are hungry, but where do we want to eat? We are looking for a place that is not too expensive, and does not have too special items to choose from, and above all, something vegetarian on offer.  That’s not so easy, because many restaurants are understandably seafood-themed, or have expensive western food on offer or a Japanese-only menu. We try it with a Japanese restaurant, which has comparatively cheap prices and very many different dishes are on the menu. We end up in a typical Japanese grill restaurant. We receive a halfway translated English manu. The dishes look very delicious and we both talk about the so-called egg-roll. Manuela asks if this is vegetarian, which negates the chef and asks if she is eating pork. Of course, Manuela said no to this, but the chef says she can also prepare an egg roll without pork. We can watch the chefs prepare, which is very impressive, because the so-called egg roll actually consists of a filling, which is wrapped in a egg dough. A filled omelette, so to speak. She does it very well and the dish tastes delicious. Each table has a built-in grill plate, whereupon the dish is served and thus remains permanently hot. This is also the first time since years, where we eat with chopsticks. It takes a little longer than usual, but over time we get along pretty well with the unfamiliar eating style. It will certainly not be the last time that we eat with chopsticks and may need some exercise. With a full stomach, we walk through the crowded shopping area and take the next subway, which leads us to our accommodation. It’s almost midnight when we arrive at our accommodation and we go straight to bed.

Osaka 14.04.2019

It’s rainy today, so we need a bit longer to motivate ourselves for getting up. In the supermarket next door we go shopping first, where we get pretty wet without umbrella. We write a few requests on couchsurfing and discuss what we want to do in the next few days. At noon, the rain has calmed down at least a little and we are heading back to the city center. At the subway station, someone even deposited a no-longer-needed day pass, which we can usel. Our primary goal today is shopping, which is why we start in the shopping district where we finished yesterday. Manuela found some sneakers yesterday and today we want to find some for Hanspeter. This is not easy with shoe size 46, because most men’s shoes are only up to size 44. After we have rummaged a few shops, he finds some suitable. It has to be said that shopping in Japan is really fun, because they have everything exclusive and also foreigners can shop without VAT. We still roam through all sorts of shops and see what there is to buy. The shopping mile is covered, which is convenient in today’s weather, but we must be careful not to be too tempted, because cheap is the stuff offered really not. We stop in a Japanese burger chain for lunch. Manuela even finds something vegetarian, a burger bread made only of rice (so no real bread), which is stuffed with vegetables. Afterwards we visit some shrines, which in turn are quite impressive and we can admire the old Japanese architecture and tradition. Along the way, we see some people in a „Mario Kart“ go kart on the road, which looks enormously amusing. Then we take the subway on the way to the coast, where we want to go to the Ferris wheel and want to explore the region. Unfortunately it is so raining that we leave the rest of the tour and go directly to the building with the Ferris wheel. However, since we only want to reach the Ferris wheel after dark, we stay in the building, where a Legoland is also integrated. The entry into Legoland is the equivalent of over 50 US Dollars, which is why we only go to its sales shop and admire the expensive models. Otherwise, the building is again a huge shopping center. We find a nice shop with lots of traditional items, where we buy some souvenirs and a cherry blossom umbrella, where cherry blossoms appears when it rains. How cool is that? A must have for Manuela, since it rains anyway and we have no umbrella. After that, we stand in the long queue to get on the Ferris wheel. You can also wait a little longer and you get a cabin with glass bottom, of course we do. After almost an hour it’s our turn and enter the 112 meters giant wheel, one of the world’s largest. Although it is a bit less rainy, the glass cabin is unfortunately still provided with water droplets, so the photos came only moderately good. But the view of the city at night is wonderful and very impressive, from so high up. For Hanspeter it was very special, as it is his first time on a Ferris wheel ever. We enjoy the beautiful drive through the night very much. After that we take the subway back to our hostel where we will prepare a noodle cup for dinner. These are a lot more delicious than those from Friday, which may be due to the fact that no seaweed is included. But you have to say that seagrass is cooked right and in the right dosage is not bad per se, in the last Noodle Cup was just too much. We spend a cozy rest evening in our hostel.

Kyoto 15.04.2019

Since we were unsuccessful with our Couchsurfing requests in Kyoto, we have no choice but to book a place to stay. We opt for a cheap shared room for the next 3 nights. A little after 10 o’clock we check out and take the subway / train to Kyoto. Everything looks a bit different in Kyoto than in Osaka, because there is a lot of commotion on our arrival, but that may be because we are pretty centrally located. After about 10 minutes walk we reach our accommodation and register. It is shortly after 1 o’clock, but the check-in is only at 4 o’clock. We can deposit the luggage here, and already get the Wifi password. That’s why we make ourselves comfortable in the lounge. However, we just want to set the current plan and determine its path with Google maps, and say goodbye again. The first destination is the Buddhist temple Kiyomizu-dera. On the way we already pass some impressive temple buildings and shrines.

At this point we have to digress for the Buddhist symbol of the „Swastika“. Looking through today’s photos, but also on numerous future photos of several Buddhist temples, a swastika can be seen (sometimes very prominent). Often it is directed to the left, but sometimes to the right.  We were pretty shocked to find this symbol everywhere in Japan and even had to be careful when buying souvenirs, which have the „swastikas“. We then google what the swastika in Buddhism is all about, and some who are more concerned with Buddhism (or other religions that use the sign) or history know it. Therefore, we try to reproduce as simple as possible what it is all about. The swastika, which is called Swastika, is an important religious sign in Buddhism and means luck (or lucky charms etc.).  Opinions differ, according to some reports, the swastika points only to the left. That is not the case, we have seen with our own eyes. We have further learned that the direction „left“ or „right“ shows whether it refers to happiness in this world or in the hereafter. You can read about it here https://en.m.wikipedia.org/wiki/Swastika or just google questions yourself. We know the swastika in the National Socialist context, because apparently Hitler stole this sign from the Buddhists and misused it for his own purposes. According to a story, he took the mark after meeting an Austrian Christian priest who had found Buddhism in India. Whether it has something on it or not, we do not know. But the whole topic has also sparked discussions in our country whether, despite its current significance, it is right to continue to portray this symbol so prominently. We agree that we have to be careful about it, but it is nonetheless important in the story (and the viewer – like us – is also dealing with it) and therefore, in our view, it is right that it is in the religious context can maintain. What can the Buddhists do for any „ideologist“ (sorry, idiot or madman i want to say) to misuse their sign for his cruel purposes, even though the sign has been in use for thousands of years (and not just from Buddhism, it has become diverse) Groupings used). Even in Germany, Buddhist groups are still allowed to use the sign for their purposes, even though it is actually forbidden. Now, however, it is fact on city maps left-aligned swastikas are shown where the Buddhist temples are. For the Olympics in 2020, Japan has to adapt all English city maps, so the symbol is not visible and therefore does not make any discussions. The symbol is often not identical to the swastika we know, because sometimes it is also curved or decorated with ornaments, but you can almost always see a similarity and it raises questions. But it is important to know where it actually comes from, because this was not mentioned in history lessons in school.

The streets of Kyoto are well maintained and decorated with plants and lanterns. As we come to Kiyomizu-michi Road near the Kiyomizudera Temple, we enter a huge tourist mass. The simple-looking temple with its bright orange outbuildings is very impressive and we have a beautiful city view with a few cherry blossoms. The architecture and just the attention to detail in these buildings is simply indescribable. The whole area is quite big and we can observe some Buddhist traditions. We also visit the impressive temple from the inside, where you are not allowed to take pictures. The temple complex continues beyond the building into the green, where a path leads to a small, secluded temple. Then we go back to the main area, where we can see various customs of Japanese Buddhism. Then we return to the streets and want to visit some more temples. However, since we spent a few hours at Kiyomizudera, it is already after 4 o’clock and we learn immediately that probably most of the temples close at half past four or at five. At the Kodai-ji we unfortunately do not even come to the area without entrance, which is why we don’t visit it at this time. Of course, 500 yen are just under 5 US Dollars, but if you have to pay at various temples always between 300 and 600 (sometimes even over 1000) yen per person, it is quite expensive. After all, we also want to have time if we pay admission and do not have to leave again after 30 minutes. Next, we cross the Maruyama-Koen Park and finally stand in front of the Chion Temple, which is so impressive that we agree to visit it again in the next few days. Now we are on the way back to our accommodation. The beds in the huge dorm are ready, but we are still surprised to have some privacy. The beds are small cabin (with own light and power connection), which can be closed with a curtain in front. This is probably the Japanese definition of Dorm and we are very happy with it. Like any other accommodation, this one is extremely clean, which is probably the standard of Japan and we are no longer used to the standard from South America. After we have settled in we want to have some food because we found a nice Indian restaurant, not too far from here. When we arrive hungry at the said place, however, the owner says that he expects a large group and we should come back after 8. It is only half past seven and we are hungry now. That’s why we look for more Indian restaurants. In the large shopping street, next to which we have our accommodation, there are two, but one of which is closed and the other has only enormously expensive menus for dinner.  We walk another two kilometers to another restaurant, which has also closed and ends up at a Nepalese restaurant. This is small and we like it at first glance, also there is a similar menu as the Indian. The dinner is absolutely delicious, albeit clearly portions tailored for Japanese. So we order a little more than usual and get so full. We chat a bit with the owner, who speaks broken English and says that she is Japanese herself, but her husband, the chef, Nepalese. We thank her for the delicious food and return to our accommodation with full bellies, where we stay in the cozy lounge before we go to sleep.

Kyoto Kurama-Dera & West 16.4.2019

Since yesterday we were a bit overwhelmed with the many tourists in Kyoto’s streets, today we want to visit a temple just outside the city. Since we do not know exactly how to get there, especially how to use our day pass most efficiently, we go to the Visitor Center at the station. An elderly lady advises us in English and asks if we speak German. We did not expect it, but she now speaks German with us, and can give us all the information we need. We are impressed.  First, we take a bus, which brings us to the train station, from where the train goes directly to Kurama-Dera. We are also amazed when we see painted hemp leaves everywhere on the green train (later it turns out that a tree actually has the same leaves, simply reduced size) – we find it rather amusing. The train ride takes over an hour and brings us completely out of the city into the mountains of Kyoto. The place itself is very small and consists only of a few houses. The temple is located on a hill on which we now climb. On the way we meet already on some beautiful buildings that we can marvel at, before we arrive at the temple at the top. This itself is not as pompous as those we have seen in Kyoto, but it is extremely idyllic and surrounded by cherry blossoms. After we have looked at the area in detail, we return to the train station and take the train back to the outer city. From there we take the bus westward, where we make the first stop at the Golden Temple (Kinkaku-Ji). Here we are again with countless tourists, but to be honest, the golden temple is also very impressive. It is located in a pretty Japanese garden with a small lake around it. As we stroll through the beautiful area, admire all sorts of plants and birds, we suddenly see the tree with the ominous hemp leaves, which leaves are really small. We also spent a lot of time on this area and it is already late afternoon when we wait for the bus to go further west. The ride is another hour and we have to change once. Although Kyoto does not have as many inhabitants as Osaka, the sights are quite far away, and most of all, there is not such a good subway network. Here is another temple to visit, the Tenryu-Ji. But since the visit of the garden costs 1000 yen, we look at the nice temple from outside and don’t visit it in particular. Then we continue to the Arashiyama bamboo grove. First, the path leads past a shrine, which of course we visit. The Arashiyama bamboo grove is a forest of giant bamboo grasses and we can stroll through a small sidewalk. This is very beautiful and we enjoy the atmosphere. Then we stroll around in the park, where we get to a nice viewpoint over a river. Then we stroll along the river until we reach the old Togetsu-kyo bridge. Here we can see from a new bridge, the remains of the old bridge built in 1606. Since it’s already 6 o’clock, we take the next bus, which drives us within the next one and a half hours to the city center. Since there is even a kitchenette in the hostel, we go to a supermarket to buy our dinner. The small supermarket makes us again quite desperately, as vegetables are incredibly expensive. To compare, a peppers and Zucchini costs the equivalent of 2 US Dollars, a single tomato 1. Therefore, we think twice, what vegetables we want to buy and even every single vegetable is in a plastic packaging. Not quite obvious things to buy, is also a challenge, for example Sauces, since everything is written in Japanese and you can only guess what the ingredients are. We finally find everything necessary for dinner and some food for tomorrow. The rest of the evening we spend in the lounge of the hostel, where we start to chat with a German couple who have similar difficulties with the price level here. They give us some tips on how to get away cheaper and tell us something about an ominous golden week. Then we think again where we want to go to Kyoto and commit ourselves to Nagano. There are only a few couchsurfing members, but we try our luck again and write three requests before we go to sleep.

Kyoto Imperial Palace, Temples & Gardens 17.04.2019

Today we start at the former imperial palace. However, we have to look for the entrance first, because the terrain is huge and it has some so-called entrance gates. However, after we have walked for a while on the perfect gravel roads, we reach a gate where a horde of school children wait. That must it be and we expect to wait a while because there are certainly over 100 people who want to come in here. A security guard has probably seen our desperate look and called us in front. We first have to pass a security check and then we are allowed to go in. We stroll through the grounds and look at the impressive architecture and the artistic composition of each room. However, we are surprised that the site of the entire Imperial Palace is large, but rather simple, so not pompous, as we would have expected. The gardens are perfectly maintained and in general everything looks very precise. When we want to go through a gates, it’s written you have to be below 1.75 otherwise watch your head. Therefore Hanspeter has to duck his head. We smile about it and a guard adds „sorry it’s japanese size“, which we find pretty amusing. We also noticed there are some, in our view, some senseless jobs, such as at construction sites, where two people are employed only to wave pedestrians by. That although you only have to walk a bit further and there is absolutely no danger. Here we see another, amusing job. There are actually about 5 people crawling around on the ground and sorting pebbles (we suspect that they have to sort out the dark pebbles). That’s unbelievable. After looking at all corners of the Imperial Palace, we head east and visit the Silver Temple. Contrary to our expectations, this temple is not silver and not very special. We think we could have saved our entry. The garden is super nice and typical Japanese. Then we walk for a while along an avenue with cherry trees until we reach the temple Nanzen-Ji, whose area fortunately we can visit for free. The Nanzen-Ji is very pretty and there is even an impressive aqueduct on the grounds. We walk around for a while on the rather large terrain and go next to the temple Chion-In, which we saw from the distance the day before yesterday. To get there, we cross a pretty park and pass a zoo. This temple building is also very impressive and we no longer understand why certain temple sites have entrance fees and others are free. Because this is in our view the most impressive temple that we have seen so far. The last thing we visit is the castle grounds of Kyoto, where we do not see much of the actual castle, because we would have had to pay an additional 400 yen in addition to the entry site. It is already late and therefore we decide to visit only the beautiful area with the typical gardens. Then we go back to the accommodation, where we prepare a dinner with potatoes today. We are amazed, now there are two stove tops and not just one like yesterday. Everything is monitored and probably, not many people cooking in Japan’s hostel.  We spend the rest of the evening planning for Nagano. We must first see how we get there, because we do not have a train pass, and train travel is far too expensive for us. We finally find the Willerbus, whose prices are not cheap, but a lot cheaper than the train and therefore we book this for around 50 US Dollars. It is a night bus that departs tomorrow at 22:00 in Kyoto and arrives in Nagano at 06:00 the next day. After we have done everything, we go to sleep.

Kyoto Fushimi Inari-Taisha 18.04.2019

Today it’s time to check out at 11 o’clock, but we can kindly store our luggage in the hostel. We do not have as much on schedule as the last few days, but we still want to visit a temple complex, the Fushimi Inari-Taisha, in southern Kyoto. First we drive to the main station and further to the southern part of the city. Here we meet again a horde of tourists and we just have to motivate ourselves to go further. The path leads through countless red shrine gates up a hill, which is very impressive. The whole complex consists of 5 shrines and we can go on a fairly long hike. After passing the first shrine, the number of people is drastically reduced and we can comfortably walk from one hill to the next while still having a great city view. We enjoy it very much and spend a few hours in the beautiful region. Back at the main train station we wanted to go to another temple, but we think that we have seen almost too many temples and instead go to a cozy park, where we can relax a bit. The bus connection is a bit more complicated down here to get into our desired neighborhood. Of course, we manage to get on the bus, which goes to the main station instead of back to the city center, continues to the terminus and gives us to understand that we have to get off. At least, here we find the correct bus, which departs only in 45 minutes. So we have to wait a while. We still can not believe that Japan seems to be almost more punctual than Switzerland, hoping that the bus that should have left two minutes ago is late. This is not the case and in 45 minutes punctual to the second, the bus departs, which brings us to the Gion district. We stroll in the well-known Gion barrier with it’s evening streets, which are beautifully lit and give a nice atmosphere. Then we head back to the hostel, where we prepare a delicious noodle cup and wait in the lounge until it’s time to go to the train station. We are almost an hour early at the train station but want to be sure where our bus goes. At the alleged stop, however, everything is written in Japanese and the departure times are also not consistent with ours. We try to find out by ourselves first, but in the end we ask if we are waiting in the right place. A nice lady tells us we should wait on the other side. So we have to wait a while until the bus arrives. Therefore, we still do the evening toilet with teeth brushing etc. and have to mention at this point once again the always top modern Japanese toilets. In addition to the fact all have a seat heating, there are so many buttons that Manuela by mistake press the emergency button, instead of the flush button. Can happen – obviously. There are e.g. a button called Privacy and it actually comes birdsong and water flowing sounds, if you press it. That’s very amusing. Bird chirping can be heard not only on the toilets, but also often on the streets, where there are speakers with birdsong (probably just to change the city feeling a bit more out in the nature). For example, when the traffic lights turns green to cross the street or in subway stations. Anyway, it’s almost everywhere you go there are speakers and you hear some tune.  About 10 minutes before the departure time comes a bus and we ask if it is the right one, because Nagano is only written in Japanese. The driver agrees. The bus is enormously luxurious. It always has only three seats in a row and there is a lot of space between each seat. In addition, it has a curtain around each seat, so you can completely hide yourself with a lot of privacy. There is also a blanket and even slippers. We fall asleep wonderfully and are looking forward to the Japanese Alps in and around Nagano.

Tasmanien 2: North & West Coast – Inland – South

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3.4.2019 – 12.4.2019

Marakoopa Cave & Latrobe 3.4.2019

Da wir bereits in der Nähe der Lilydale Falls übernachtet haben, besichtigen wir heute zuerst die besagten Fälle, die nur ein paar Minuten zu Fuss entfernt liegen. Der Weg führt uns durch den Wald und am Ende erreichen wir die kleinen, aber hübschen Wasserfälle. Es sieht heute etwas regnerisch aus, weshalb wir uns überlegen, was wir denn so anstellen können. Wir fahren zuerst zurück nach Launceston und weiter nach Deloraine. Wir haben gelesen, dass es in Mole Creek einige Höhlen gibt, die man erkunden kann. In Deloraine besuchen wir das Visitor Center, um uns wiederum über die Strassenverhältnisse nach Mole Creek, aber besonders über den Narawantapu Nationalpark zu erkunden. Die Dame meint, dass die ungeteerten Strassen in gutem Zustand sind und für uns kein Problem sein sollte. Zudem deckt sie uns mit diversen Karten und Broschüren aus der Region ein. Wir setzen unsere Fahrt fort und als wir Mole Creek erreichen, besichtigen wir zuerst die Alum Cliffs von einem Aussichtspunkt aus. Um diesen zu erreichen, müssen wir zuerst einen steilen, jedoch kurzen Weg hinter uns bringen und werden umgehend mit einer schönen Aussicht dafür belohnt. Diese Klippen sind sehr eindrücklich, denn der Einblick ins Tal ist unglaublich tief. Auf der Karte des Touristenbüros sind ein paar Höhlen eingezeichnet, die wir als nächstes ansteuern wollen. Als wir bei den Marakoopa Caves ankommen, werden wir informiert, dass wir die Höhle nur mit einer geführten Tour besichtigen dürfen. Auf eigene Faust kann man nur die Höhlen besuchen, die nicht verzeichnet sind und man selber findet. Wir stellen uns das schwierig vor und da wir schon einmal da sind, nehmen wir an einer Tour für 20 Australische Dollar teil. Beim ersten und wohl schönsten Teil ist das Fotografieren leider untersagt. Hier sollten wir zudem Glühwürmchen sehen, wobei wir nur wenige erspähen können. Die knapp einstündige Tour führt uns durch die Höhle, deren Gesteinsformationen enorm eindrücklich sind, und wir auch verstehen, dass auf diese hier gut acht gegeben wird. Als wir wieder zum Eingang gelangen, schaltet unsere Führerin das Licht aus und jetzt können wir unzählige Glühwürmchen in der Höhle sehen, was wunderschön aussieht. Sie erklärt uns, dass unsere Augen sich beim ersten Mal noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt haben, jetzt aber, nach einer knappen Stunde in der Höhle, schon. Nach diesem kurzweiligen Abstecher fahren wir wieder nordwärts in Richtung Küste, um zum Narawntapu Nationalpark zu kommen. Wir fahren dazu durch eine hübsche ländliche Gegend und entscheiden uns in Latrobe einen Abstecher zu machen. Latrobe hat den Ruf, die Platypus Stadt zu sein. Platypus sind sehr selten und gewöhnlich schwierig zu sehen, sogar hier. Die beste Chance hätte man gegen Abend und da es schon fast 5 Uhr ist, denken wir, dass unsere Chancen gut stehen. Wir stehen eine Weile am Fluss beim Dorfeingang, aber wir können keinen erspähen und vermuten, dass wir uns nicht am richtigen Ort befinden und fahren in die Warrawee Conservation Area. Die Gegend sowie der ursprüngliche Weg wurde offenbar durch ein Unwetter zerstört und ist gerade im Wiederaufbau, deshalb erreichen wir das Strassenende einiges früher als erwartet. Wir können jedoch noch zu Fuss einem Waldweg entlang laufen, von welchem wir teilweise Sicht auf den Fluss haben. Und siehe da, wir können tatsächlich einen Platypus erspähen, nachdem er uns von zwei Personen gezeigt wurde, die mit dem Feldstecher unterwegs sind. Wir beobachten den Platypus für eine Weile und sind fasziniert, aber leider ist er doch etwas weit weg für ein scharfes Foto. Nachdem wir uns sattgesehen haben und das tolle Tierchen sich immer weiter entfernt hat, machen wir uns auf den Rückweg, da wir es noch vor Dunkelheit in den Nationalpark schaffen wollen. Zum Glück ist es nicht mehr weit, aber weil es trotzdem bereits am eindunkeln ist, müssen wir wahnsinnig Vorsichtig fahren, da es unzählige Kängurus, Padmelones und Wallabies hier im Nationalpark gibt. Besonders die Wallabies und Padmelones sind hier entlang der Strasse sehr aktiv. Die Sonne ist gerade am untergehen und wir gehen an den Strand, um die Stimmung zu geniessen. Danach stellen wir unser Zelt auf und kochen gemütlich Abendessen, während die Beuteltierchen ganz nah bei uns herumhüpfen. Gegen Abend wird die Geräuschkulisse immer eindrücklicher und wir hören sogar einen tasmanischen Teufel, glauben wir zumindest. Nachdem wir gekocht und gegessen haben, hören wir ganz nah bei uns einen seltsamen Schrei und plötzlich hüpft etwas auf das Dach der Grillstation. Es ist ein Possum, dass wohl Essen sucht, wie wir nach erstem Schrecken feststellen. Zum Abschluss sehen wir noch ein kleines Skorpion, das am Boden herum kraxelt. Wir packen daraufhin unsere Sachen und legen uns schlafen.

Narawntapu Nationalpark & Leven Canyon & Black River 4.4.2019

Den heutigen Tag beginnen wir mit der Erkundung des Narawntapu Nationalparkes. Dafür begeben wir uns auf einen Wanderweg, der uns zuerst durch den Wald und anschliessend auf einen Hügel führt, von welchem aus wir eine wunderbare Aussicht auf den gesamten Park und das Meer haben. Wir haben das Gefühl in jeder Ecke die Pademelons zu sehen, welche uns beobachten sowie auch den ein oder anderen Kookaburra. Der Nationalpark ist wunderschön und es scheint, als hätten wir ihn auch hier nahezu für uns alleine. Den Rückweg absolvieren wir über ein grosses Feld an einem See mit vielen Wasservögel. Das Highlight sind aber hier die unzähligen grossen Forester Kängurus (auch unter dem Namen Easter Grey bekannt), welche Australiens zweitgrösste Kängurus nebst den Western Red sind. Viele liegen ganz gemütlich im Gras oder erstarren als sie uns sehen, oder sie ziehen sich geschlossen zurück. Andere lassen sich von uns gar nicht beeindrucken. Wir sind begeistert, so viele dieser Tierchen so nah zu sehen und beobachten zu können. Wieder zurück am Ausgangspunkt gehen wir kurz ins Visitor Zentrum und plaudern ein wenig mit der Dame, die uns viele Informationen über die Wildtiere auf Tasmanien gibt. Hier erfahren wir beispielsweise auch, dass es nur drei Schlangenarten in Tasmanien gibt und davon alle drei giftig sind, aber dasselbe Gegengift benötigt wird. Als nächstes fahren wir nach Devonport, um dort ein Kamerageschäft aufzusuchen, da wir einen zweiten Kamera Akku benötigen (der Akku ist schnell leer und man kann ihn nicht über USB sondern nur über eine normale Steckdose aufladen) und die Stadt liegt sowieso auf dem Weg. Das erste anvisierte Geschäft führt glücklicherweise einen passenden Akku und der Verkäufer bietet uns an, diesen noch voll aufzuladen. Also nutzen wir die Zeit dazwischen, um den Einkauf zu erledigen und essen das Mittagessen in einem Park am Meer. Danach ist der Akku vollständig aufgeladen und wir machen uns auf den Weg zum Leven Canyon. Dieser liegt wieder etwas Inland auf einer wenig befahrenen Strasse, aber mit toller Umgebung. Den Aussichtspunkt zum Canyon liegt etwas 15 Gehminuten vom Parkplatz entfernt und wir haben eine herrliche Aussicht auf die Umgebung. Wir besuchen noch den zweiten Aussichtspunkt, der um einiges tiefer liegt und wir viele Treppen nach Unten bewältigen müssen (wir sind daher froh, oben begonnen zu haben). Auch vom zweiten Aussichtspunkt ist das Panorama toll und wir geniessen es sehr. Wieder zurück beim Auto setzen wir unsere Fahrt fort und besuchen als nächstes einen hübschen Wasserfall, der auf dem Weg liegt. Schlussendlich legen wir einen Stop an einem hübschen Aussichtspunkt über das durch Ackerbau geprägte Tal ein und machen uns wieder auf den Weg zur Küste. Im Örtchen Penguin legen wir den nächsten Halt ein, in der Hoffnung Pinguine zu sehen. Aber dafür sind wir viel zu früh, offenbar müssten wir in der Nacht kommen und da Moulting Zeit ist, sind die Chance diese zu sehen, sowieso gering. Daher schliessen wir den Tag ab, indem wir noch einige Kilometer an der Küste entlang fahren und schlussendlich auf einem Campingplatz beim Black River übernachten, wo es wiederum enorm viele Hüpfer hat.

Fahrt an die Westküste und zurück nach Wynyard 5.4.2019

Heute geht es weiter Richtung Westen, genauer gesagt wollen wir die Westküste erreichen. Zuerst aber fahren wir auf die Halbinsel des Nut State Reserve hinaus, wo sich das Dörfchen Stanley befindet. Wir fahren hier zum Fuss des Vulkanberges, the Nut genannt. Es ist noch Morgen früh, als wir hier ankommen und es scheint, als wäre alles noch am Schlafen. Wir machen unseren Morgenspaziergang auf den Nut und sind begeistert, welch fabelhafte Aussicht wir haben. Es ist sehr schön hier oben, aber auch etwas windig. Dennoch absolvieren wir einen gemütlichen Rundwanderweg. Nach etwa anderthalb Stunden befinden wir uns wieder bei unserem Auto und setzen die Fahrt zur Westküste fort. Nicht aber ohne die markante Nuss noch einmal aus der Ferne zu Fotografieren. Zudem begegnen wir einer Gruppe Kakadus, als wir das Dörfchen verlassen. Der weitere Weg ist sehr abgelegen und es fühlt sich gar nicht danach an, als ob wir auf dem Highway fahren würden. Angekommen an der Westküste in Marrawah fahren wir zuerst an den Strand, wo wir uns mal wieder wie am Ende der Welt fühlen. Es ist noch nicht mal 11 Uhr und wir entscheiden uns, anstatt verfrüht zu Mittag zu essen, nochmals für einen Kaffee am wunderschönen Strand. Als nächstes fahren wir zum Dörfchen Arthur River, welches sich ebenfalls an der Westküste befindet und wo auch der berühmte Edge of the World ist. Auch hier haben wir einen unglaublichen Ausblick, wir kommen schon fast nicht mehr aus dem Staunen heraus. Wir geniessen es einfach, auch wenn die Küste rau und windig ist. Da der weitere Weg für eine lange Zeit und ohne Zivilisation, über eine ungeteerte Strasse deren Zustand wir nicht kennen führen würde, kehren wir an diesem Punkt wieder um und fahren die gesamte Strecke wieder zurück. Nachdem wir den gestrigen Übernachtungsplatz am Black River passiert haben, kommen wir zum Rocky Cape Beach, wo wir zuerst eine Mittagspause einlegen. Auch hier haben wir schönen Strand und können aus der Ferne eine Höhle bewundern, in welcher früher die Aborigines zuflucht fanden. Danach gehen wir die andere Seite des Rocky Cape National Park besuchen, wo wir zuerst zum Sisters Beach und schlussendlich zum Boat Harbour Beach fahren, welcher als einer der schönsten Strände in Tasmanien bewertet wird. Dieser Strand ist auch sehr eindrücklich, aber wir sehen nicht einen grossen Unterschied zu den unzählig anderen, die wir bisher besucht haben. Aber das mag vielleicht daran liegen, dass es heute ziemlich grau ist. Trotzdem sind wir glücklich über das Wetter, denn eigentlich war nahezu den ganze Tag Regen angemeldet. Wir haben auch gesehen, dass Regen dringend notwendig wäre, denn sogar die Wallabys gestern beim Campingplatz haben offensichtlich nach Wasser gesucht. Als wir das gesehen haben, haben wir eine Schale Wasser hingestellt, wobei es eine Weile gedauert hat, bis sie sich getraut haben zu trinken. Wir setzen unser Fahrt nach Wynyard fort und befahren kurz vor der Stadt die Panoramaroute Table Cape, wo wir den ein oder anderen sehr netten Stopp einlegen, den einen mit Sicht auf einen Leuchtturm. Den letzten Sightseeing Halt machen wir am Fossil Bluff gerade am Stadteingang von Wynyard, wo wir am Strand eindrückliche Felsformationen begutachten können, welche aus Fossilien des Meeres zu bestehen scheinen. Wynyard selbst sieht nach einer Ortschaft aus, wo eher wohlhabende Menschen leben, was wir nicht gerade erwartet hätten. Trotzdem gehen wir hier kurz das notwendigste Einkaufen und tanken voll, denn nun führt uns der Weg richtung landeinwärts. Da morgen das beste Wetter der kommenden Tage für die Cradle Mountain Region gemeldet ist, wollen wir diese besuchen. Diese Berge wären super eindrücklich, jedoch sind sie offenbar nur an einem von 10 Tagen nicht von Wolken bedeckt und wir hoffen daher auf unser Glück. Wir fahren die nächsten 60 Kilometer inland, wobei es unterdessen stark zu regnen beginnt und wir hoffen, dass wir heute auch campen können. Der gratis Campingplatz liegt mitten im Wald und glücklicherweise hat es mittlerweile aufgehört zu regnen, so dass wir unser Zelt im Trockenen aufstellen können und sogar noch einen netten Spaziergang an den Fluss unternehmen. Danach heisst es kochen und wir sind froh, dass es zumindest einen gedeckten Unterstand hat, denn nun regnet es wieder stark. Wir können aber trotzdem einen gemütlichen Abend und eine gute Nacht verbringen.

Cradle Mountain 6.4.2019

Es hat die ganze Nacht geregnet und gestürmt, aber glücklicherweise sind wir trocken und unser Zelt ganz geblieben. Das Wetter sieht tatsächlich etwas besser aus als gestern und wir hoffen das Beste für den heutigen Ausflug. Wir sind sehr früh unterwegs, da wir ja einiges auf dem Programm haben. Es hat wohl enorm gestürmt gestern, denn es sind teilweise immer noch umgefallene Baumstämme auf der Strasse, die wir gerade knapp umfahren können. Als wir im Dorf von Cradle Mountain ankommen, sind wir doch etwas schockiert wie, einerseits touristisch, aber andererseits auch kalt es ist. Wir statten uns mit allen Winterkleider aus, die wir haben und sehen bereits jetzt, dass wir wohl doch nicht so ein Wetterglück haben werden. Naja, da man mit dem eigenen Auto nicht an den Ausgangspunkt fahren darf, nehmen wir den Shuttlebus, der uns gratis zum gewünschten Ziel bringt. Der Start beginnt ziemlich gut und es scheint, als könnte sich die Sonne schon fast durchringen. Wir marschieren los und kommen an einigen hübschen Wasserfällen vorbei. Die Umgebung ist auch hier wunderschön. Als es jedoch immer mehr bergauf geht, wird die Sicht immer schlechter, aber je nach Wind können wir trotzdem noch den ein oder anderen Blick auf den Kratersee erhaschen, welcher unser erstes Ziel ist. Wir sind immer noch guten Mutes, dass die Wolken bald verschwinden und setzen die Wanderung fort, bis wir eine Schutzhütte erreichen, wo wir unser Mittagessen verspeisen. Danach ist es nicht mehr weit und wir entscheiden uns das letzte Stückchen auf den Cradle Mountain in Angriff zu nehmen in der Hoffnung, dass wir aus dem Nebel kommen. Der Weg führt uns enorm steil hinauf und ist um einiges länger als erwartet. Es macht aber spass über die vielen Felsen zu klettern und hier haben wir bereits einen eindrücklichen Blick, obwohl wir die Berge nur in Nebelschwaden sehen. Alles in allem hat der Aufstieg uns gefallen und er war etwas herausfordern, aber leider hatten wir auch auf dem Berge keine Aussicht. Wir machen uns wieder auf den Retourweg und entscheiden uns dabei einen anderen Weg zu nehmen, um noch den Dove Lake zu besuchen. Kurz nachdem wir abgebogen sind, treffen wir auf ein Wombat, eine Art riesiges australisches Murmeltier. Beim Abstieg klart der Himmel etwas auf und wir haben doch noch einen tollen Ausblick auf den See und teilweise sogar hoch zu den Bergen. Schade sind wir nicht mehr oben. Aber eigentlich müssen wir uns sowieso etwas beeilen, da wir den letzten Bus um halb 6 erwischen müssen, sonst wäre es etwas blöd. Der Abstieg zum Dove Lake dauert um einiges länger als der Aufstieg, da dieser Weg viel weniger gepflegt wird. Aber irgendwann sind wir auch wieder unten und der Rundweg am See entlang führt uns schnell ans andere Ende, wo wir um 5 den Bus zurück zum Parkplatz nehmen. Danach fahren wir noch ein paar Dörfchen weiter und einige Höhenmeter hinunter, bis wir einen netten Campingplatz finden. Da es Mal wieder ein Bezahlcampingplatz ist, können wir allerlei Notwendigkeiten wie Waschen erledigen.

Launceston – Liffey Falls – Hamilton 7.4.2019

Der heutige Tag hat Regen versprochen und wir wissen noch nicht so recht wohin wir wollen. Zurück zum Cradle Mountain jedenfalls nicht, der war zu kalt und die Sicht wäre wohl noch schlechter. Während dem Zelt abbauen wird uns jedoch die Entscheidung nahezu abgenommen, denn die zweite Zeltstange ist nun endgültig gebrochen, was bedeutet, dass wir nun effektiv Ersatz auftreiben müssen und daher nach Launceston fahren werden. Natürlich muss heute Sonntag sein, aber wir hoffen trotzdem irgendwo etwas zum Reparieren zu finden. Es gibt erstaunlicherweise viele Shops die offen haben und Campingausrüstung verkaufen, aber jeder schickt uns zu einem anderen. Der Einzige der auf die eigentliche Reparatur spezialisiert wäre, hat natürlich heute geschlossen. Wir kaufen daher ein ultrastarkes Tape mit welchem die Stange auch fixiert werden können. Eigentlich haben wir die Suche schon aufgegeben und gesagt, dass wir morgen in  Hobart weiterschauen. Nun kommen wir aber noch an einem weiteren Outdoorladen vorbei und wir machen noch einen letzten Versuchen. Dieser hat leider auch kein Reparaturkit, da er nicht einmal Zelte verkauft, aber er schickt uns zu einem Campingausrüster gleich um die Ecke. Und siehe da, die sehr hilfsbereiten Mitarbeiter können uns helfen und sind über die Qualität der Stangen fast etwas schockiert. Sie bieten uns sogar an, dass Zelt einzuschicken und uns eins zum Mieten zur Verfügung zu stellen, aber dafür reicht unsere Zeit wieder nicht. Sie haben jedoch genau die richtigen Reparaturhülsen für den Stangendurchmesser die wir brauchen und wir sind überglücklich. Nun hat sich die Suche doch noch gelohnt. Danach fahren wir schnell wieder aus Launceston hinaus und steuern die Liffey Falls an. Das Wetter ist schlecht gemeldet in der nächsten Zeit, weshalb wir uns entschieden haben, möglichst schnell wieder in den Süden zu kommen. Der Weg zu den Liffey Falls führt uns von unserer Lage aus über eine längere ungeteerte Strasse und gegen Schluss wird sie noch etwas herausfordernd. Am Ausgangspunkt angekommen gönnen wir uns zuerst ein leckeres Mittagessen und machen uns danach auf den Weg, um die Wasserfälle anzuschauen. Die verschiedenen Wasserfälle entlang dem Waldweg sind sehr eindrücklich und wir geniessen den Spaziergang. Danach fahren wir zur nächsten Hauptstrasse, die uns südwärts führt. Diese führt uns entlang des Great Lakes und wir hatten die Hoffnung auf eine schöne Aussicht. Leider ist es hier wieder enorm nebelig, so dass wir froh sind überhaupt noch etwas von der Strasse zu sehen, geschweige denn vom See. Ein wenig später können wir aber doch noch den ein oder anderen Blick auf den See erhaschen und an dessen Ende fahren wir weiter Richtung Hamilton, wo das Dorf einen netten 5 Dollar Campingplatz zur Verfügung stellt. Wir verbringen hier einen gemütlichen Abend, obwohl es doch nahezu den ganzen Abend unglaublich stark regnet.

Hamilton – Cockle Creek 8.4.2019

Heute geht es auf direktem Weg nach Süden, wobei wir zuerst an einigen ländlichen Dörfchen vorbeifahren bevor wir schliesslich in Hobart landen. Auch diese Stadt durchqueren wir nur und setzen unser Fahrt bis ins Huon Valley, wo wir bei der berühmten Cidery (Apfelwein-Fabrik), Apple Shed von Willy Smith, einen Halt einlegen. Es ist super schön und rustikal eingerichtet, so dass man sich sofort wohl führt. Wir bestellen eine Probierrunde und kaufen ein Sechserpack mit zwei verschiedenen Sorten der leckeren Getränke. Danach fahren wir weiter in den Süden bis wir an die Küste gelangen, wo wir in Southport eine Tankstelle ansteuern wollen. Denn genau jetzt meldet der Boardcomputer unseres offenbar super schlauen Fahrzeuges, dass einer der Reifen zu wenig Reifendruck hat. Southport ist leider kein richtiges Dorf mehr, sondern lediglich ein Cafe und eine kleine Tankstelle. Die Tankstelle hat jedoch keine Luft. Irgendwie haben wir aber keine Lust, wieder zurück zu fahren, denn wir wollen noch bis zum Ende der Strasse nach Cockle Creek kommen und ohne Computer hätten wir den Luftverlust auch gar nie wahrgenommen. Dazu kommt, dass wir schon einmal gesehen haben, dass unsere Reifen eigentlich überdruck haben und wohl nicht richtig kalibriert sind. Daher setzen wir unseren Weg fort, sind aber schon etwas nervös, da wir schon nach ein paar Kilometer auf eine unbefestigte Strasse treffen, welche auch bis dessen Ende nicht mehr geteert sein wird. Da es die letzten Tage ja stürmisch war, sehen wir noch einige Arbeiter, die Strommaste reparieren und Bäume aus dem Weg räumen. Wir hoffen daher, dass sich das Wetter bis morgen etwas im Zaum halten wird. Die Fahrt entlang des Meeres ist sehr idyllisch, wenn auch ein wenig holprig. Am Ende der Strasse ist ein Campingplatz, wo wir ebenfalls bleiben wollen. Da es aber erst gerade Nachmittag geworden ist, entscheiden wir uns zuerst für eine kleine Wanderung entlang der Küste. Wir schauen die Gezeitentafel an und stellen dabei fest, dass wir noch etwas früh dran sind, aber der Höchststand der Flut bereits vorbei ist. Also machen wir uns auf den Weg, wobei wir schon früh aufpassen müssen, keine nassen Füsse zu kriegen. Es machte aber Spass entlang der wunderschöne Küste zu wandern obwohl wir sehen, dass es in der Ferne bereits regnet. Trotzdem gehen wir weiter bis ans Ende des Weges, wo wir noch auf eine Ruine treffen, welche als Walfangstation der frühen Siedlern diente und wie die Schilder verraten,wurde diese von Gefangenen erbaut. Wir schlendern hier etwas herum, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Ein Blick in die Ferne zeigt uns jedoch, dass wir nicht mehr lange Zeit haben, bevor es zu regnen beginnt und wir machen uns nun doch auf den Rückweg. Trotzdem das wir etwas Unachtsamer sind als auf dem Hinweg, schaffen wir es bei der rauen See, halbwegs trockene Füsse zu behalten. Wieder zurück beim Campingplatz stellen wir unser Zelt auf und gehen an den nächstgelegenen Strand, wo wir mit einem Cider auf den Regen warten, der nun auch tatsächlich kommt. Wir verziehen uns schützend ins Auto und finden glücklicherweise einen Unterstand zum kochen, so dass wir doch noch einen angenehmen Abend verbringen können.´

Bruny Island 9.4.2019 & 10.4.2019

Zum Abschluss unserer Tasmanien Reise wollen wir die Bruny Island besuchen. Dazu fahren wir wieder zurück nach Southport und Richtung Hobart, wo wir unterwegs das Problem mit dem Reifendruck prüfen können. Tatsächlich hat der eine Reifen, der Luft verloren hat, jetzt den eigentlich richtigen Druck und alle anderen haben Überdruck. So lassen wir aus jedem Reifen etwas Luft heraus, damit die Anzeige wieder stimmt. Danach fahren wir weiter Richtung Hobart, biegen jedoch in Huonville in Richtung Fähre zu Bruny Island ab und legen eine kurze Pause ein, die wir nutzen, um bei Sonnenschein unser nasses Zelt zu trocknen. Zudem hat sich mal wieder eine Horde von Enten vor unserem Wagen versammelt, in der Hoffnung, dass sie was zu Essen bekommen. Zuerst waren es nur zwei und plötzlich stehen unzählige da, welche ein paar Minuten später sogar den Strassenverkehr unterbrechen, als alle in einer Reihe darüber watscheln. Wir fahren weiter entlang des Huon River und biegen danach nach Cygnet ab. In Cygnet legen wir eine gemütliche Mittagspause ein und fahren entlang des Meeres Inlet, wobei wir mal wieder in den Regen geraten. Daher ist unser Stopp am Strand nur von kurzer Dauer und wir fahren weiter zum Fährterminal. Wir kommen gerade rechtzeitig und haben sogar noch Zeit, um uns einen Kaffee und ein leckeres Bananenbrötchen zu gönnen, bevor die Fähre losfährt. Angekommen auf der Insel fahren wir zuerst nach North Bruny, dessen Küstenstrassen uns zuerst über einen Hügel mit toller Aussicht und danach am hübschen Strand entlang führt. Anschliessend fahren wir über the Neck, einem äusserst schmalen Küstenstreifen der North & South Bruny miteinander verbindet. Hier besuchen wir einen wunderschönen Aussichtspunkt, von welchem wir einen tollen Ausblick über die gesamte Insel erhalten und dabei sogar noch einen Regenbogen sehen. Nun ist bereits wieder der Tag vorbei und wir fahren zu einem nahegelegenen Campingplatz, der im Wald liegt. Wir machen es uns hier gemütlich, plaudern mit ein paar Australier und verbringen einen schönen Abend.

Bruny Island & Hobart 11.4.2019

Heute lassen wir unser Zelt stehen und brechen auf für die Erkundung von Bruny Island. Dafür fahren wir zuerst einmal ostwärts zur Adventure Bay, wo wir einen rund dreistündigen Spaziergang machen. Zuerst führt uns der Weg ziemlich flach zum Kap hinaus und danach steil aufwärts zum Fluted Cape. Von hier geniessen wir eine wahnsinnig schöne Aussicht über das Meer und zu den Klippen. Dabei werden wir immer wieder von den Wallabys beobachtet. Danach fahren wir an das Südende der Insel, wo sich das Cape Bruny Lighthouse befindet, welches sich eindrücklich über dem Meer auftürmt. Etwas die Strasse zurück und westlich vom Leuchtturm befindet sich ein weiterer Ausgangspunkt zu einem hübschen Wanderweg, bzw. zwei. Wir entscheiden uns jedoch für den kürzeren, da dieser nur etwa 2 Stunden und der längere 5 Stunden dauern würde. Wir marschieren für eine Weile durch die eindrückliche Wildnis und kommen anschliessend an einen wunderschönen Strand, dem Jetty Beach. Danach fahren wir wieder etwas nördlich bis zur Abzweigung Cloudy Bay, welche unser nächstes Ziel ist. Auch diese ist sehr eindrücklich und es wird uns empfohlen, mit dem Auto dem Strand entlang zu fahren. Die Tatsache, dass wir einen Mietwagen ohne Allradantrieb und ohne anständige Versicherung haben, hält uns von dieser Idee ab und wir spazieren lediglich kurz am Strand entlang. Es ist schon langsam wieder Abend und wir machen uns auf dem Rückweg, wobei wir noch den letzten Halt an der Simpsons Bay einlegen und noch einige Vögel entdecken können. So ist nun wieder ein wunderschöner Tag in Tasmanien vorbei und wir schauen schon wehmütig auf Morgen, da wir Tasmanien bereits wieder verlassen werden.

Flight Hobart – Japan 12.4.2019

Heute werden wir mit einem hübschen Sonnenaufgang begrüsst und betrachten diesen vom Strand der neben unserem Campingplatz liegt. Danach heisst es Zelt zusammenpacken und wieder zurück auf die Hauptinsel von Tasmanien. Wir wollen heute noch ein paar Sachen erledigen, aber den letzten Tag noch geniessen. Also fahren wir Richtung Hobart, wobei wir einen Abstecher zum Mt. Wellington machen wollen. Leider ist aber das letzte Stück der Strasse, wegen dem Unwetter vor ein paar Tagen, gesperrt und wir müssen etwa auf halbem Weg parkieren. Aber auch von hier haben wir eine tolle Aussicht und spazieren ein wenig umher. Danach gönnen wir uns noch unser etwas verfrühtes Mittagessen, bevor wir nach Hobart fahren. In Hobart suchen wir eine Autowaschanlage, denn nachdem wir die Mietwagenbestimmungen genauer gelesen haben, wäre das Fahren über unbefestigte Strassen komplett untersagt. Was für ein Witz, denn in Tasmanien sind sogar einige Abschnitte über den Highway unbefestigt. Wir haben es aber doch etwas übertrieben und unser Wagen ist ziemlich verschmutzt, weshalb wir ihn vorsichtshalber waschen, anstatt uns auf Diskussionen einzulassen. Nachdem wir alles erledigt haben und noch etwas in der Stadt rumgefahren sind (günstige Parkplätze sind rar), fahren wir als letztes an einen hübschen Strand, an welchem wir noch etwas Zeit verbringen bis wir den Wagen zurückgeben müssen. Danach fahren wir wieder zurück in die Stadt, bringen den Mietwagen zurück und gehen auf direktem Weg zum Flughafen. Tasmaniens Flughafen ist sehr simpel eingerichtet, da wir aber die letzten Tage am Campen waren, brauchen wir unbedingt Strom. Wir finden ein paar Steckdosen, wobei wir uns auf dem Boden einrichten, was uns aber nicht sonderlich stört. Wir essen die restlichen Vorräten, die wir noch dabei haben und um halb 11 startet unser Flieger zum ersten Stopp nach Melbourne.

Um Mitternacht treffen wir in Melbourne ein und wir entscheiden uns die Zeit zu nutzen, um mit unseren Eltern zu telefonieren, denn der Weiterflug nach Cairns ist erst Morgens um 6 Uhr. Das passt ganz gut und um 4 Uhr können wir einchecken, und konnten so die Wartezeit gut überbrücken. Etwa um 9 Uhr kommen wir in Cairns an und nun bekommen wir die Müdigkeit richtig zu spüren, dass obwohl wir im Flieger ein wenig schlafen konnten. Da der Weiterflug erst um 13.00 ist, versuchen wir unser Glück mit Couchsurfing in Osaka. Eigentlich hätten wir gestern bereits einen Host gefunden, jedoch hat dieser schlussendlich abgelehnt, da sie ihren Flug nach Hause um ein paar Tage nach hinten verlegt hatte. Wir buchen die erste Nacht in Osaka, damit wir wissen, wo wir heute Abend nach dem langen Flug überhaupt übernachten werden. Leider hat unser Flug ziemlich Verspätung, da das ursprüngliche Flugzeug mit dem wir fliegen sollten, technische Probleme hat und das Gepäck umgeladen werden muss. Wir sind aber sehr froh, denn wir wollen doch nicht mit einem Flieger mit technischen Problemen fliegen. Die nächste Nachricht als wir endlich im richtigen Flieger sitzen ist, dass die Summe des Gepäcks nicht mehr übereinstimmt und das Personal die fehlenden Gepäckstücke noch zusammensuchen muss. Das macht nicht gerade Mut, aber etwa mit 2 Stunden Verspätung können wir doch losfliegen und wir treffen heil mit unserem Gepäck 7 Stunden später in Japan ein.


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3.4.2019 – 12.4.2019

Marakoopa Cave & Latrobe 3.4.2019

Since we have already stayed near the Lilydale Falls, we first visit those, which are only a few minutes walking away. The path leads us through the forest and at the end we reach the small but pretty waterfalls. It looks a bit rainy today, so we think about what we can do. We drive back to Launceston and continue to Deloraine. We read there are some caves in Mole Creek to explore. In Deloraine we visit the Visitor Center to inform about the road conditions to Mole Creek, but especially about the Narawantapu National Park. The lady says the unpaved roads are in good condition and should not be a problem to reach. In addition, she gives us various maps and brochures from the region. We continue our journey and as we reach Mole Creek, we first visit the Alum Cliffs from a view point. In order to reach it, we first have to go down a steep but short path and are immediately rewarded with a beautiful view. These cliffs are very impressive, because the view into the valley is incredibly deep. On the map of the tourist office a few caves are marked, which we want to head to next. When we arrive at the Marakoopa Caves, we are informed that we can visit the cave only with a guided tour. On our own we can visit only the caves, which are not listed and we find by ourselves. We imagine that could be difficult and since we’re already here, we’re going on a tour for 20 Australian dollars. The first and most beautiful part is unfortunately prohibited to take photos. Here we should also see fireflies, although we can only see very few. The almost one-hour tour takes us through the cave, whose rock formations are extremely impressive, and we also understand this is well taken care of. When we get back to the entrance, our guide turns off the light and now we can see countless fireflies in the cave, which looks awesome. She tells us our eyes have not gotten used to the darkness before, but now, after almost one hour in the cave, they are now. After this short detour we drive north again towards the coast, to get to the Narawntapu National Park. We drive through a pretty rural area and decide to make a detour in Latrobe. Latrobe has the reputation of being the Platypus City. Platypus are very rare and usually difficult to see, even here. The best chance would be in the evening and since it is almost 5 o’clock, we think that our chances are high. We stand a while by the river at the entrance of the village, but we can not spot any, and we suspect we are not in the right place and drive to the Warrawee Conservation Area. The area and the original path was apparently destroyed by a storm and is currently under reconstruction, so we reach the end of the road much earlier than expected. However, we can still walk along a forest path, from which we have partial view of the river. And we can actually spot a platypus after being shown to us by two people with binoculars. We watch the Platypus for a while and are amazed, but unfortunately it is a bit far away for a good photo. After we’ve seen enough of the great little animal, which has moved farther and farther away, we start our way back, because we want to make it into the national park before dark. Fortunately, it is not far, but because it is still dark, we have to drive very carefully, because there are countless kangaroos, pademelons and wallabies here in the national park. Especially the wallabies and pademelons are very active along the road. The sun is just setting and we go to the beach to enjoy the atmosphere. Then we set up our tent and cook dinner comfortably, while the marsupials hopping around very close to us. Towards evening, the background noise becomes more and more impressive and we even hear a Tasmanian devil, at least we believe. After we have cooked and eaten our dinner, we hear a strange noise very close to us and suddenly something hops on the roof of the barbecue station. It is a possum that looks for food, what we discover after the first shock. Finally, we see a little scorpion crawling around on the ground. After that we pack our things and go to sleep.

Narawntapu Nationalpark & Leven Canyon & Black River 4.4.2019

Today we start exploring the Narawntapu National Park. For this, we go on a trail that leads us first through the forest and then on a hill, from which we have a wonderful view of the entire park and the sea. We have the feeling in each corner are Pademelons to see who watch us as well as a few Kookaburras. The National Park is beautiful and it seems we almost have it for ourselves. The way back we pass through a large field on a lake with many water birds. But the highlight here are the countless big Forester kangaroos (also known as Easter Gray), which are Australia’s second largest kangaroos after the Western Red. Many lie comfortably in the grass or don’t move at all when they see us, or they retreat closed. Others don’t let disturbed by us. We are thrilled to see and observe so many of these animals so close. Back at the starting point, we briefly go to the Visitor Center and chat a little with the lady, who gives us a lot of information about the wildlife in Tasmania. Here we also learn, for example, there are only three types of snakes in Tasmania, of which all three are poisonous, but the same anti venom is needed. Next, we drive to Devonport to visit a camera shop, since we need a second camera battery (the battery is quickly empty and you can not charge it via USB but only through a normal power outlet) and the city is anyway on the way. Luckily, the first shop has a suitable battery and the seller offers us to charge it. So we use the time in between to do the shopping and eat lunch in a park by the sea. Then the battery is fully charged and we make our way to Leven Canyon. This is again a bit inland on a little busy road, but with great surroundings. The viewpoint to the canyon is a 15-minute walk from the car park and we have beautiful views of the surrounding area. We visit the second vantage point, which is much lower and we have make many stairs down (so we are glad to have started upstairs). Also from the second vantage point, the panorama is great and we enjoy it very much. Back at the car, we continue our journey and next visit a pretty waterfall, which is on the way. Finally, we stop at a pretty lookout point over the arable valley and make our way back to the coast. In the village Penguin we have the next stop, hoping to see penguins. But we are too early for that, apparently we would have to come in the night and since it’s moulting time, the chance to see them is low anyway. Therefore, we finish the day by driving along the coast for a few miles before finally spending the night at a campsite by the Black River, where there are many more little kangaroos.

Drive to the West Coast and back to Wynyard 5.4.2019

Today we continue west, more specifically, we want to reach the west coast. First, we head out to the peninsula of the Nut State Reserve, where the hamlet Stanley is located. We drive here to the beginning of the volcanic mountain, called the Nut. It is still early morning when we arrive here and it seems like everybody is still sleeping. We make our morning walk and are thrilled, what a fabulous view we have. It is very nice up here, but also a bit windy. Nevertheless, we complete a leisurely circular walk. After about one and a half hours, we are back at our car and continue our trip to the west coast. But not without a picture of the nut from a distance to photograph. In addition, we encounter a group of cockatoos as we leave the village. The way is very remote and it does not feel like we’re driving on a highway. Arriving at the west coast in Marrawah, we first drive to the beach, where we once again feel like at the end of the world. It is not even 11 am and we decide, instead of having early lunch, again for a coffee on the beautiful beach. Next we drive to the village Arthur River, which is also located on the west coast and where the famous Edge of the World is. Again, we have an incredible view here. We enjoy it, even if the coast is rough and windy, the atmosphere is still great. Since the further way is long and without civilization, on an unpaved road whose state we would not know, we turn back at this point and drive to the entire way back. After we passed yesterday’s campsite the Black River, we come to Rocky Cape Beach, where we first take a lunch break. Here, again, we have a beautiful beach and can admire from afar a cave in which the Aborigines had a refuge. Afterwards, we visit the other side of Rocky Cape National Park, where we first drive to Sisters Beach and finally to Boat Harbor Beach which is rated as one of the most beautiful beaches in Tasmania. This beach is also very impressive, but we do not see a big difference to the countless others we have visited so far. But maybe that’s because it’s gray today. Nevertheless, we are happy about the weather, as the forecast said rain almost all day long. We also saw, rain was urgently needed, because even the wallabies yesterday at the campsite obviously have been looking for water. When we saw that, we put a bowl of water in it, and it took a while to dare to drink. We continue our drive to Wynyard and shortly before the city we turn into the panoramic route Table Cape, where we make a few very nice stops, one with a view of the lighthouse. The last sightseeing stop is at Fossil Bluff just outside the entrance to Wynyard, where we can see impressive rock formations on the beach that seem to be fossils of the sea. Wynyard itself looks like a place where wealthier people live, which we did not expect. Nevertheless, we go here to shop the most necessary things and fill up the gas, because now the way leads us inland. As tomorrow the best weather for the upcoming days for the Cradle Mountain Region is reported, we want to visit them. These mountains would be very impressive, but apparently they are not cloudy for 1 of 10 days and we count for our luck. We drive the next 60 kilometers inland, meanwhile it starts to rain heavily and we hope we can camp today. The free campsite is in the middle of the forest and luckily it has stopped raining so we can set up our tent in the dry and even take a nice walk to the river. After that it means cooking and we are glad that it has at least a sheltered shelter, because now it is raining again. But we can still spend a cozy evening and a good night.

Cradle Mountain 6.4.2019

It rained and was stormy all night, but fortunately we were dry and our tent still remained. The weather actually looks a bit better than yesterday and we hope the best for today’s trip. We are traveling very early, because we have a lot we want to do today. It has probably stormed enormously yesterday, because there are still some fallen tree trunks on the road, we just barely avoid. When we arrive in the village Cradle Mountain, we are a bit shocked as, on the one hand, touristy, but on the other, it is also cold. We are outfitted with all the winter clothes we have and are already seeing that we are not going to have such a good weather. Well, since you can not drive to the starting point with your own car, we take the shuttle bus, which brings us to the desired destination for free. The launch starts pretty well and it seems like the sun is almost getting through. We start walking and pass some pretty waterfalls. The environment is beautiful here too. However, as it gets more and more uphill, visibility gets worse and worse, but depending on the wind, we can still catch a glimpse of the crater lake, which is our first destination. We are still in good mood and hope the clouds will soon disappear, therefore we continue the trek until we reach a shelter where we will have our lunch. Then it is not far and we decide to tackle the last bit on Cradle Mountain in the hope that we will come out of the fog. The path leads us up very steeply and is much longer than expected. But it is fun to climb over the many rocks and here we already have an impressive view, although we only see the mountains shape in fog. All in all, we liked the climb and it was challenging, but unfortunately we had no view from the top of mountains. We return on another route and decide to visit Dove Lake. Just after the trail splits we can see a wombat, what a nice surprise at this foggy day. On the descent, the sky even clears a bit and we have now a great view of the lake and sometimes even high to the mountains. It’s a pity we are not up there anymore. But actually we have to hurry up anyway, because we have to catch the last bus at 6:30, otherwise it would be a bit stupid. The descent to Dove Lake takes much longer than the ascent on the other track, as this trail is much less well maintained. But at some point we are down again and the circular route along the lake leads us quickly to the other end, where we take the bus back to the parking lot at 5 pm. Then we drive through a few more villages and drop a lot in altitude, until we find a nice campsite. As it is once again a paying camping site, we can do all kinds of necessities we are long waiting for such as washing.

Launceston – Liffey Falls – Hamilton 7.4.2019

Today rain is in the forecast and we still do not know where we want to go. Anyway, definitely not back to Cradle Mountain, it was too cold and the visibility would be even worse. During the dismantling of the tent, however, the decision is made, because the second tent pole is finally broken, which means that we now effectively need to find replacement and therefore drive to Launceston. Of course, today must be Sunday, but we still hope somewhere to find something to repair. There are surprisingly many shops open, which are selling camping equipment, but everyone sends us to another shop. Of course, the only one who specializes in the tent repair has closed today. Therefore we buy an ultra-strong tape with which the pole should also be fixed temporary. Actually, we have already given up the search and said that we look forward to tomorrow in Hobart. Now we pass another outdoor shop and we make one last try. Unfortunately, they do not have a repair kit as they do not even sell tents, but he sends us to a camping equipment supplier just around the corner. And we almost can’t believe it, the very staff can help us and are almost shocked by the quality of the tent poles by this marmot tent. They even offer to send us a tent and give us one to rent, but do not have enough time for that. However, we get the right repair sleeves and we are very happy. Now the search was still worth it. Then we drive out of Launceston quickly and head for the Liffey Falls. The weather is badly reported in the near future, which is why we decided to go back to the south as soon as possible. The road to the Liffey Falls takes us from our location over a longer unpaved road and towards the end it gets a bit more challenging. At the starting point, we treat ourselves to a delicious lunch and then set out to see the waterfalls. The different waterfalls along the forest path are very impressive and we enjoy the walk. Then we drive to the next main road, which leads us south. This leads us along the Great Lakes and we had the hope for a nice view. Unfortunately it is very foggy again, so we are glad to see at least a bit of the road. A little later, however, we can catch a glimpse of the lake and at the end of it we drive towards Hamilton, where the village provides a nice 5 dollar campsite. We spend a leisurely evening here, even though it rains incredibly hard for most of the evening, but we have a shelter.

Hamilton – Cockle Creek 8.4.2019

Today we go straight to the south, passing first some rural villages before we finally arrive in Hobart. We just cross this city and drive to the Huon Valley, where we stop at the famous Cidery, Apple Shed by Willy Smith. It is super nice and rustically furnished. We order a sampler to taste and buy a six-pack with two different types of those delicious ciders. Then we drive south until we reach the coast, where we want to visit the last petrol station in Southport. Because right now the board computer reports one of the tires has lost tire pressure. Unfortunately, Southport is not a real village anymore, just a cafe and a small petrol station. The gas station has no air hose. We do not want to go back, because we still want to reach the end of the road, Cockle Creek and without a computer, we would have never noticed the loss of air. On top of that, we’ve already seen that our tires are overpressurized and probably not calibrated properly. Therefore, we continue our way, but are a bit nervous, because we reach after a few kilometers on a dirt road, which will not be paved until its end. Since it was stormy the last few days, we still see some workers, repair the power poles and clear trees out of the way. We hope, therefore, that the weather will be good until tomorrow. The drive along the sea is very idyllic, even a bit bumpy. At the end of the road is a campsite where we also want to stay for the night. But since it has just become afternoon, we decide first for a short hike along the coast. We look at the tide table and find that we are a bit early, but the high tide is already over. So we get on the track, where we have to be careful not to get wet feet. But it was fun walking along the beautiful coast although we can see that it is already raining in the distance. Nevertheless, we continue to the end of the path, where we see a ruin, which served as a whaling station for the early settlers and as the signs reveal, it was built by prisoners. We stroll around here before we start our way back. However, a look into the distance shows us that we do not have much time left before it starts to rain and we are now on the way back. Even though we are a bit more careless than on the other side, we manage to keep our feet quite dry despite of the rough sea. Back at the campsite, we set up our tent and go to the beach nearby, where we wait with a cider for the rain, which actually comes soon. We head quickly into the car and fortunately find a shelter to cook, so we can still spend a pleasant evening.

Bruny Island 9.4.2019 & 10.4.2019

At the end of our Tasmania trip we want to visit the Bruny Island. Therefore we drive back to Southport and direction Hobart, where we can check the problem with the tire pressure on the way. In fact, one tire that has lost air but now has the proper pressure and all the others have overpressure. So we let out a bit air of each tire, so that the display is correct again. Afterwards we drive towards Hobart, but turn off in Huonville towards the ferry to Bruny Island and take a short break, which we use to dry our wet tent in the sunshine. In addition, once again a bunch of ducks has gathered in front of our car in the hope they will get something to eat. At first there were only two and suddenly there are countless ducks, who even a few minutes later interrupt the traffic, as all waddle in a row over the street. We continue along the Huon River and then turn to Cygnet. In Cygnet we have a lunch break and drive along the Inlet, where we once again meet the rain. Therefore, our stop on the beach is short and we continue to the ferry terminal. We arrive just in time, then we even have time to enjoy a coffee and a delicious banana cake before the ferry leaves. Arriving on the island, we first drive to North Bruny, whose coastal roads lead us first over a hill with a great view and then along the pretty beach. After we drive over the so called Neck, a very narrow strip of coast that connects North & South Bruny. Here we visit a beautiful viewpoint, from which we get a great view over the entire island and even see a rainbow. Now the day is almost finished and we drive to a nearby campsite, which is located in the forest. We make ourselves comfortable here, chat with some Australians and spend a nice evening.

Today we leave our tent and set out to explore Bruny Island. First of all, we drive east to Adventure Bay, where we take a three-hour walk. First the trail leads us quite flat and then steeply up to the cliff, the Fluted Cape. From here we enjoy an amazing view over the sea and the cliffs. We are watched by the Wallabies. Then we drive to the south end of the island, where the Cape Bruny Lighthouse is located, which impressively rises above the sea. Just back the road and west of the lighthouse is another starting point for a beautiful hiking trail, or two. However, we go for the shorter, as this would take only about 2 hours and the longer 5 hours. We march for a while through the impressive wilderness and then come to a beautiful beach, the Jetty Beach. Then we drive a bit north to the junction Cloudy Bay, which is our next destination. This is also very impressive and we are recommended to drive by car along the beach. The fact that we have a rental car without four-wheel drive and without decent insurance, keeps us from this idea and we just walk for a short time along the beach. It is already late evening and we are on our way back, where we make the last stop at Simpsons Bay and discover some more birds. Now is a beautiful day in Tasmania end and we already look a bit sad to tomorrow, as we are leaving Tasmania.

Hobart & flight to Japan 11/12.4.2019

Today we are greeted with a nice sunrise and so we go to the beach next to our campsite. Then it’s time to pack up the tent and head back to the main island of Tasmania. We want to do some things today, but still want enjoy the last day. So we drive to Hobart, where we want to make a detour to Mt. Wellington. Unfortunately, the last part of the road is closed because of the bad weather a few days ago and we have to park about half way. But also from here we have a great view and can walk a little bit around. Then we treat ourselves to our somewhat premature lunch before we drive to Hobart. In Hobart we are looking for a car wash, because after we have read the car rental terms more accurate, driving on unpaved roads would be completely prohibited. What a joke, because in Tasmania even some sections on the highway are unpaved. But we overdid it a bit and our car is pretty dirty, which is why we wash it as a precaution instead of getting involved in discussions. After we have done everything and have driven around a bit in the city (cheap parking is rare), we drive last to a beautiful beach, where we spend some time until we have to return the car. Then we drive back to the city, bring the car back and go straight to the airport. Tasmania’s airport is very simple, but since we were camping for the last few days, we really need power. We find a few plugs, but we have to sit on the floor, which does not bother us much. We eat the remaining supplies we have left and at half past eleven our plane starts for the first stop in Melbourne.

At midnight we arrive in Melbourne and we decide to use the time to talk to our parents, because the flight to Cairns is only at 6 o’clock in the morning. This fits very well and we can check in at 4 am, so we do something during the waiting time well. At about 9am we arrive in Cairns and now we get the fatigue to feel, although we could sleep in the plane a little. Since the onward flight is not until 13.00, we try our luck with couchsurfing requests in Osaka. Actually, we had already found a host yesterday, but this finally refused, as they had moved their flight home a few days later than expected. We finally book the first night in Osaka so we know where we will be staying tonight after the long flight. Unfortunately, our flight is rather late because the original plane we were supposed to fly with has technical problems and the baggage needs to be reloaded. But we are very happy because we do not want to fly with a plane with technical problems. The next message when we finally sit in the right plane is that the sum of the luggage is not the same than before and the staff still has to find the missing pieces of luggage. That does not make us very confident, but 2 hours later we can fly and we arrive safely with our luggage 7 hours later in Japan.

New Zealand 5: Road trip to the North of the South Island

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20.03.2019 – 25.03.2019

Queenstown – Christchurch 20.03.2019

Wir lassen es heute gemütlich angehen, denn wir müssen ja erst um 15.00 in Queenstown sein. So beobachten wir noch etwas die hübschen Tiere auf dem Bauernhof und kurz nach 10 Uhr stellen wir uns in Athol an die Strasse. Hier müssen wir keine 5 Minuten warten und werden von einer jungen Kanadierin, die in Neuseeland lebt, mitgenommen. Wir plaudern viel und die Zeit vergeht wie im Fluge. Noch vor 12 Uhr erreichen wir den Flughafen in Queenstown. Es passt optimal, denn unser Transfercar befindet sich ebenfalls am Flughafen und die Kanadierin hat heute einen Skydiving Flug gebucht, wobei die Tour auch am Flughafen startet. Wir suchen schon einmal das Büro von der Mietwagenfirma Europcar auf und fragen, ob wir vielleicht das Auto schon vorher haben können. Sie meinen darauf hin, dass sie es um 14.00 parat haben, was uns sehr gelegen kommt. Etwa 3 Kilometer vom Flughafen entfernt, befinden sich die günstigen Supermärkte und wir nutzen die Zeit, um unsere Vorräte für die nächsten Tage aufzustocken, denn wir haben ja wieder ein Auto. Danach verspeisen wir gemütlich unser Mittagessen und gegen 13.30 sind wir wieder zurück am Flughafen. Es dauert eine Weile bis wir den Wagen erhalten, da wohl zuerst der Azubi die Formalitäten erledigt. Aber als eine andere Mitarbeiterin übernimmt, geht es Ruckzuck und wir sind für 24 Stunden im Besitz eines schnittigen, sozusagen neuen Toyota Corolla. Wir wollen heute einige Kilometer hinter uns bringen und so heisst es nun Fahren, Fahren, Fahren. Der erste Teil kennen wir ja bereits sehr gut, denn es ist bereits das dritte Mal, dass wir diese Strecke fahren. Etwas vor Twizel und dem Lake Pukaki biegen wir jedoch Richtung Küste ab, in der Hoffnung noch andere schöne Regionen zu sehen. Am Lake Aviemore machen wir Halt und verspeisen noch ein Zvieri, da es wohl heute bis zum Abendessen etwas später wird. Die Seen hier in der Gegend sind sehr hübsch und wir geniessen die Fahrt entsprechend. Etwas unerwartet kommen wir jedoch in den Regen als wir die Küste erreichen. Dies ist zum Glück nur von kurzer Dauer und wir erreichen etwa um 8 Uhr den Campingplatz, kurz bevor es dunkel wird. Hier können wir für 15 Dollar campen, was sehr preiswert ist. Der Campingplatz scheint ziemlich beliebt zu sein, wohl aber nicht unbedingt bei Reisenden, sondern bei jungen Deutschen mit Work and Travel Visa, die hier in der Region arbeiten. Auf dem Campingplatz wird lustigerweise mehr Deutsch als Englisch gesprochen. Wir verbringen jedoch einen gemütlichen Abend hier.

Christchurch – Lewis Pass – Nelson Lakes 21.03.2019

Die Nacht war leider nicht so gut, denn der Campingplatz ist direkt neben der Strasse, was doch lauter war, als zuerst angenommen. Irgendwie hat Hanspeter heute auch eine Magenverstimmung, denn es geht im gar nicht gut und wir befürchten, dass er nicht in der Lage sein wird zu fahren. Manuela darf versicherungstechnisch eigentlich nicht fahren, denn ein zweiter Fahrer wäre Kostenpflichtig gewesen. So ist die Situation etwas blöd, aber im schlimmsten Fall würde sie übernehmen. Wir packen unsere Sachen und machen uns bald auf den Weg. Zuerst jedoch steuern wir das nächste Cafe an, um einen Tee zu trinken, das nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Zu unserer Überraschung ist es eine exquisites Cafe in einer schönen Villa mit zusätzlichem Garten. Es scheint, als wären wir in einem sehr vornehmen Wohnhaus gelandet. Wir erhalten jedoch ein Teekännchen mit zwei edlen Tassen und nach einer Weile Tee trinken, fühlt sich Hanspeter wieder gut und ist bereit zum Fahren. Wir fahren im direkten Weg nach Christchurch, wo wir etwas verfrüht den Wagen zurückgeben. Da der nächste Transfercar wieder von Europcar ist, fragen wir, ob dieser auch wieder etwas früher verfügbar wäre. Wir können ihn zumindest etwas früher um 15.00 Uhr abholen. Wir verbringen die Wartezeit am Flughafen, bereiten unser Mittagessen zu und planen die letzten Tage in Neuseeland. Wir haben zudem ein günstiges Mietauto Angebot in Tasmanien entdeckt, welches wir buchen (12 Franken pro Tag für eine Dauer von 17 Tagen). Um 15.00 Uhr gehen wir das Auto abholen und machen uns auf den Weg nordwärts. Lustigerweise ist es dasselbe Auto wie beim letzten Transfer, lediglich in Silber statt in blau und mit weniger als 10000 Kilometer auf dem Tacho. Zuerst geht es einige Kilometer der Autobahn entlang, bevor wir zum Lewis Pass abbiegen. Hier finden wir wieder eine wunderschöne, bergige Gegend vor, sowie enge, kurvige Strassen. Gegen 5 Uhr machen wir in der Nähe des Passes einen Halt und Essen einen Happen. Bevor wir wieder an die Westküste gelangen, biegen wir gen Norden Richtung Nelson ab. Als Nächstes besuchen wir einen hübschen Wasserfall, der gerade auf dem Weg liegt. Wir wollen bei den Nelson Lakes übernachten, wobei wir die letzte Viertelstunde noch im Dunkeln bewältigen müssen. Wir merken, dass es langsam immer früher Dunkel wird und wir so unseren Tag etwas anders planen müssen. Jedoch können wir uns noch nicht beklagen, denn bis ca. 8 Uhr ist es immer noch hell. Bei Dämmerung müssen wir einfach auf die Wildtiere aufpassen, was jedoch nicht so problematisch ist, wenn man gemütlich fährt. Beim Campingplatz angekommen richten wir uns ein und kochen ein leckeres Abendessen. Danach gehen wir schon bald schlafen, damit wir morgen früh starten können.

Golden Bay & Nelson 22.03.2019

Da wir gehört haben, dass im Norden die Golden Bay und der Abel Tasman Nationalpark wohl die Hauptattraktionen sind, besuchen wir heute zuerst die Golden Bay, da der Abel Tasman auch mit ÖV oder per Anhalter erreichbar wäre. Golden Bay ist um einiges weiter als der Abel Tasman und beinhaltet mehrere Orte. Wir fahren zuerst durch eine sehr ländliche Region, wo viele Früchte und Gemüse angebaut werden. Wir hoffen, hier etwas kaufen in der Richtung zu einem guten Preis kaufen zu können, als wir jedoch bei einer Farm halten ist die Auswahl so dürftig, dass wir notgedrungen unser Gemüse im Supermarkt einkaufen werden. Ist wohl gerade nicht die richtige Saison. Bevor wir zur Golden Bay kommen, müssen wir über einen Pass, der aufgrund von Bauarbeiten mit längeren Wartezeiten verbunden ist und wir für die Rückfahrt berücksichtigen müssen. Die Fahrt über die Passstrasse ist sehr schön und zuoberst gibt es sogar noch einen hübschen Aussichtspunkt, wo wir die gesamte Region überblicken können. Danach geht es hinunter auf Meereshöhe, wo wir an die schönen Strände und in die hübschen Dörfchen gelangen. Da unser Transfer Mietwagen wie üblich nur auf das Minimum versichert ist, lassen wir das letzte ungeteerte Stück an der Golden Bay aus. Es wäre von der Rückgabezeit her sowieso knapp geworden und wir geniessen daher den vorderen Abschnitt der bereits wunderschön ist. Leider ist das Wetter nicht ganz so perfekt wie erhofft, weshalb die Golden Bay wohl nicht in vollem Glanz erstrahlt. An einem schönen Strand legen wir unsere Mittagspause ein und machen uns danach auf den langen Rückweg nach Nelson. Als wir wieder über die Passstrasse zurückfahren, gibt es einige Autofahrer die etwas langsam unterwegs sind. Als wir dann bei der Baustelle warten müssen, sehen wir eine Einheimische, die die Fahrerin von einem der langsamen Autos ziemlich übel beschimpft. Wir finden es einerseits amüsant, aber andererseits doch arg übertrieben, da sie auch langsame Fahrzeuge vor sich gehabt hat, was aber wohl die Dame direkt dahinter nicht gesehen hat. Irgendwann wird es jedoch grün und alle fahren wieder den Berg hinunter. Da wir doch schneller vorwärts gekommen sind als erwartet, gönnen wir uns im nächsten Dorf ein leckeres selbstgemachtes Eis, bevor wir auf direktem Weg nach Nelson fahren. Dort angekommen geben wir zuerst das Fahrzeug am Flughafen zurück. Wir haben einen günstigen Campingplatz etwas ausserhalb von Nelson auf einem Hügel entdeckt. Auch wenn die Distanz mit 10 Kilometer machbar wäre, sind die Höhenmeter mit dem ganzen Gepäck nicht zu unterschätzen. Ganz erstaunt stellen wir fest, dass es einen Bus gibt, der dort hoch fährt. So müssen wir lediglich 2 Kilometer zur Bushaltestelle laufen und am Terminal einmal umsteigen. Da die Fahrt jedoch mit dem Zonensystem funktioniert, reicht es ein Ticket für die ganze Fahrt zu kaufen, was mit 3.5 Neuseeland Dollar erstaunlich günstig ist. Am späteren Nachmittag kommen wir am hübschen Campingplatz an und machen es uns gemütlich. Wir haben heute eine neue Anzeige eines Transfercars, innerhalb 2 Tage von Nelson nach Christchurch, gefunden und versuchen hier unser Glück nochmals. Leider ist das Benzin hier nicht enthalten, aber man kann ja nicht immer alles haben. Denn so könnten wir ganz flexibel den Abel Tasman Nationalpark und auf dem Rückweg nach Christchurch die für Delfine und Seelöwen bekannte Ortschaft Kaikoura besuchen. Da wir aber erst angefragt haben, müssen wir uns etwas gedulden, falls es jedoch nichts damit wird, gehen wir per Anhalter in den Abel Tasman Nationalpark. Am Abend sehen wir noch einige Vögel, Hasen und Wekas auf dem Campingplatz und stellen dabei fest, dass Wekas einen ziemlichen Lärm veranstalten können.

Nelson – Ruby Bay 23.03.2019

Der heutige Tag beginnt mit einer guten Neuigkeit, denn der Autotransfer zurück nach Christchurch für heute wurde bestätigt. Da wir erst am späteren Nachmittag das Auto abholen werden, können wir die nette Gegend hier noch erkunden. Es gibt ein riesiges Vogelreservat mit Wanderwegen, dass wir hier besuchen. Der Ausgangspunkt führt durch das Informationszentrum, wo wir einige Informationen von den freiwilligen Mitarbeiter enthalten. Sie versuchen das Vogelschutzgebiet frei von Raubtieren zu halten, damit die Vögel hier in Ruhe leben können. Der Wanderweg ist wunderschön und wir werden von vielen Vögel begleitet. Darunter auch der nervöse Fantail, der enorm schwierig zu Fotografieren ist. Es scheint, als würde der Vogel sich einen Spass daraus machen, indem er uns beobachtet und für eine Weile begleitet, wenn wir ihn aber Fotografieren wollen, verschwindet er ganz schnell. Der Rückweg ist etwas herausfordernd, da wir einige Flüsschen überqueren müssen. Der Weg ist aber gut markiert und am frühen Nachmittag sind wir zurück beim Campingplatz, wo wir unser Gepäck deponieren durften. Mit dem nächsten Bus geht es zurück nach Nelson in die hübsche Küstenstadt und da wir noch etwas Zeit zur Verfügung haben, steigen wir bei einer Haltestelle am Strand aus, wo wir die Aussicht noch ein wenig geniessen. Von hier können wir anschliessend die letzten 3 Kilometer bis zum Flughafen zu Fuss bewältigen. Das heutige Transferauto ist ein kleiner Toyota Yaris, also ein Abstieg vom Toyota Corolla, was Hanspeter sofort schmunzelnd feststellt. Da wir das Auto auch erst um 4 Uhr angemietet haben, gehen wir heute nicht mehr so weit. Zuerst heisst es noch für die nächsten zwei Tage einkaufen und danach fahren wir auf die Rabbit Island, eine kleine Insel, die über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist und geniessen hier den schönen Sandstrand bei Ebbe. Danach fahren wir zur Ruby Bay, wo es einen schönen und sehr günstigen Campingplatz gibt. Auch von hier können wir direkt an den Strand gehen, von wo aus wir später den schönen Nachthimmel bestaunen.

Abel Tasman 24.03.2019

Heute starten wir früh in den Tag, denn wir wollen den Abel Tasman Nationalpark besuchen und danach möglichst nahe an Kaikoura fahren, damit wir diese Ortschaft morgen besuchen können. Etwa um 10 Uhr stehen wir startklar beim Eingang und wandern los. Da der Park für seine vielen Touristen bekannt ist, wollen wir einen nicht ganz so populären Weg ausprobieren und über den Küstenweg zurücklaufen. Dafür wandern wir die ersten paar Kilometer entlang der Küste, wo wir bereits ein atemberaubendes Panorama haben und biegen anschliessend auf einen Weg Inland ab, welcher uns einen Hügel hinauf führt. Nach knapp eineinhalb Stunden haben wir den Hügel gemeistert und wir legen unsere Mittagspause ein. Sobald der Weg uns aus dem Wald führt, haben wir eine tolle Aussicht über die ganze Gegend. Danach führt uns der Weg relativ steil hinunter, wobei anzumerken ist, dass wir dabei keiner Menschenseele begegnen und der Pfad nicht gut ausgebaut ist. Auch beim Weg hinauf, sind wir lediglich 2 Personen begegnet. Als wir wieder auf dem Great Walk sind, nimmt auch wieder die Menschenmenge zu, was uns nun aber ziemlich egal ist. Wir wandern in einem ziemlich schnellem Tempo zur Anchorage Bay, da wir schlussendlich etwa um 16.00 wieder zurück beim Parkplatz sein wollen. Wir lassen uns aber trotzdem etwas Zeit und machen einen Abstecher zu einem hübschen Aussichtspunkt, wo wir über die Anchorage und Torrent Bay sehen können. An der Anchorage Bay machen wir nochmals ein kleines Päuschen und geniessen die hübsche Bucht, bevor es wieder zurück geht. Dafür müssen wir wieder den etwas steilen Hügel hinauf, den wir zur Anchorage Bay heruntergekommen sind und danach führt uns der gut ausgebaute Weg ziemlich flach an der Küste zurück. Wir lassen es uns jedoch nicht nehmen, den ein oder anderen Abstecher zu den schönen Stränden zu machen und erreichen schlussendlich eine Stunde später als geplant, um 17.00 Uhr den Parkplatz, wo wir uns schnurstracks auf den Weg nach Nelson und danach nach Blenheim machen. Der angepeilte Campingplatz liegt noch 200 Kilometer entfernt. Ja der Weg ist weit, weiter als gedacht, aber als wir endlich Blenheim erreichen geht es nur noch an die Küste, wo wir einen günstigen Campingplatz erreichen. Die letzten 20 Kilometer müssen wir leider noch beim eindunkeln absolvieren und Hanspeter sieht auch die ein oder anderen Augen am Strassenrand funkeln. Beim Campingplatz angekommen ist es stockdunkel. Wir finden jedoch den Campingplatzwart. Der regt sich gerade ziemlich über seinen Laptop auf, denn er kann seinen Film nicht abspielen. Wir bezahlen die Campingplatzgebühr und bringen ihm den Film wieder zum Laufen. Es scheint, als wäre sein Abend gerettet. Als wir jedoch unser Zelt aufstellen, bricht eine Zeltstange von unserem Tungsten Marmotzelt. Das ist jetzt ziemlich nervig, haben wir das Zelt doch erst vor knapp 5 Wochen in Neuseeland gekauft. Zumindest haben wir ein Reparaturkit, so dass wir die Stange mit einer Hülse bei der Bruchstelle stabilisieren können. Wir sehen jedoch, dass auch die anderen drei Stangen eine Bruchstelle aufweisen und es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch diese brechen werden. Wir sind sehr enttäuscht, denn wir haben doch fast 400 Franken für dieses Zelt bezahlt und waren ansonsten damit sehr zufrieden. Wir sind auch heute ziemlich geschafft von unserem langen Marsch und bereiten unser Abendessen zu. Danach gehen wir bald schlafen, denn nun wollen wir morgen noch einen Besuch beim Zeltverkäufer Torpedo 7 in Christchurch einbauen.

Kaikoura & Christchurch 25.03.2010

Auch heute stehen wir wieder früh auf, können dafür noch den Sonnenaufgang über dem Meer beobachten und machen uns nach dem Frühstück auf den Weg. Das erste Ziel ist Kaikoura. Als wir einmal gedacht haben, dass wir aufgrund der Autobahn schnell voran kommen, haben wir uns mächtig getäuscht. Alle 500 Meter befindet sich eine Baustelle und wir müssen jeweils warten, bis wir durchgewunken werden. Das heisst, die Strasse etwas weiter vom Campingplatz fast bis Kaikoura besteht sozusagen nur aus einer Baustelle. Das ist ziemlich ärgerlich, denn unser heutiges Programm ist ein wenig gedrängt. Die Fahrt geht jedoch entlang der schönen Küstenstrasse und wir können sogar von Zeit zu Zeit Robben aus dem Auto entdecken. Kaikoura scheint wirklich ein sehr hübsches Dörfchen zu sein und wir fahren ans Ende der Strasse, wo ein Wanderweg der Küste entlang führt. Schon bald treffen wir auf die ersten Seelöwen, die ziemlich gross und eindrücklich sind, und auf den Steinen faulenzen. Am Anfang trafen wir nur auf ein paar Vereinzelte und um Einen mussten wir sozusagen drum herum klettern, denn er liegt mitten auf unserem Weg. Danach kommen wir zu ganzen Kolonien von Seelöwen, wo wir wohl mehrere Hundert auf einem Haufen sehen. Das ist schon sehr eindrücklich. Nach einer Weile des Staunens merken wir jedoch, dass es Zeit ist Umzukehren, denn wir haben noch einen relativ weiten Weg bis Christchurch, besonders da wir nicht wissen, wie die Baustellensituation auf dem restlichen Weg aussieht. Wir kraxeln dazu einen Hügel hoch, damit wir noch einen schönen Ausblick von Oben geniessen können, während wir zurücklaufen. Leider sehen wir keine Delfine, aber die hatten wir ja schon und wir sind begeistert, den Abstecher an diesen schönen Ort gemacht zu haben. Wir kommen nun etwas besser vorwärts und treffen um 14.30 in der Stadt ein. Wir gehen direkt zum Shop Torpedo 7, wo wir das Zelt gekauft haben und schildern dem Verkäufer die Situation. Auch wenn er viel Verständnis zeigt und ab den Tatsachen etwas schockiert ist, kann er uns lediglich anbieten das Zelt an Marmot zurückzuschicken. Sie haben keinen Ersatz und dürften auch nicht selbst einfach ein Zelt umtauschen, ohne dass Marmot einen Produktionsfehler entdeckt hat. Wir sind sehr enttäuscht, denn er kann uns nicht einmal ein Reparaturkit anbieten, falls eine weitere Stange bricht. Er meint, wir können ein Ersatzzelt bei ihnen Mieten, während das Zelt eingeschickt wird. Das bringt uns leider auch nichts, da wir morgen früh von Christchurch nach Hobart fliegen und der Austausch mehrere Wochen dauern kann. Er nimmt netterweise schlussendlich mit Marmot Kontakt auf, sendet Fotos von den Bruchstellen und teilt uns mit, ob bis Ladenschluss um 17.30 Uhr etwas an der Situation gemacht werden kann. Wir verlassen den Laden und bringen unseren Transfercar zurück zum Flughafen, wo wir heute sowieso verweilen werden. Wir hören leider nichts mehr bis Ladenschluss vom Verkäufer und danach erhalten wir lediglich eine SMS, dass Marmot sich das Zelt zuerst anschauen muss und danach weiter entscheiden wird. Am Flughafen verbringen wir die Zeit zuerst mit Umpacken, da wir nur insgesamt 35 Kilogramm Gepäck verfügbar haben. Aber das klappt ziemlich gut. Wir gönnen uns danach noch eine Dusche, die es glücklicherweise im Flughafen gibt und verbringen den Rest des Abends mit der Planung von Tasmanien sowie Blog schreiben und dem Hochladen von Fotos. Etwa um 6 Uhr Essen wir noch unsere letzten Vorräte auf, da man diese Sachen ja sowieso nicht mit über die Grenze nehmen darf. Da wir es verhindern wollen, im Flughafen selbst am Morgen früh etwas zu essen, gönnen wir uns um 11 Uhr noch ein Sandwich von Subway, welcher etwa 1 Kilometer vom Flughafen entfernt und preiswert ist. Obwohl wir schon ziemlich müde sind, erledigen wir noch dieses und jenes, bis wir um 3 Uhr morgens einchecken können. Nachdem wir eingecheckt haben und durch die Sicherheitskontrollen gegangen sind, müssen wir nochmals eine Weile auf unseren Abflug um 6 Uhr warten und hier haben wir nun wirklich mit der Müdigkeit zu kämpfen. Als wir endlich im Flugzeug sind, geht es ruckzuck und wir sind eingeschlafen.


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20.03.2019 – 25.03.2019

Queenstown – Christchurch 20.03.2019

We start slow in the day, because we have to be in Queenstown only until 15.00. So we observe some of the pretty animals on the farm and shortly after 10 o’clock we stand in Athol at the street, ready to hitchhike. We do not have to wait 5 minutes and are taken by a young Canadian woman who lives in New Zealand. We chat a lot and time flies by. Before noon we reach the airport in Queenstown. It fits perfectly, because our transfer car is also at the airport and the Canadian has booked a Skydiving flight, which also starts at the airport. We visit the office of the rental car company Europcar and ask if we can have the car before. They say it will be ready at 14.00, which suits us very well. About 3 kilometers from the airport, are the cheap supermarkets and we use the time to increase our supplies for the next few days, because we have now a car. Then we eat our lunch and around 13.30 we are back at the airport. It takes a while until we get the car, because first the trainee does the paperwork. But when another colleague takes over, we get it immediately a almost new Toyota Corolla for the next 24 hours. Today we want to drive a few kilometers as Christchurch is far, that means a lot of driving. We know the first section of very well, because it is already the third time that we drive this route. However, just before Twizel and Lake Pukaki we turn towards the coast, hoping to see other beautiful regions. At Lake Aviemore we stop and eat something for tea time, as it will be a little later until dinner. The lakes in the area are very pretty and we enjoy the ride accordingly. Somewhat unexpectedly it starts raining, when we reach the coast. Fortunately, it only rain shortly and we reach the campsite around 8am, just before it gets dark. We can camp for 15 dollars, which is very cheap. The campsite seems to be quite popular, but not necessarily for travelers, but for young Germans with Work and Travel visas working in the area. Funnily more German than English is spoken at the campsite. However, we spend a cozy evening here.

Christchurch – Lewis Pass – Nelson Lakes 21.03.2019

The night was unfortunately not so good, because the campsite is right next to the road, which was louder than first thought. Somehow Hanspeter also has an bad stomach today as he is not feeling well and we fear that he will not be able to drive. Manuela is not allowed to drive regarding the insurance, because a second driver would have been charged. So the situation is a bit difficult, but in the worst case, she would do it. We pack our things and leave soon. First, however, we head to the nearest cafe for a cup of tea, just a few miles away. To our surprise it is an exquisite cafe in a beautiful villa with additional garden. It seems like we ended up in a very posh dwelling house. However, we get a teapot with two fine cups and after a while drinking tea, Hanspeter feels good again and is ready to drive. We drive in the direct way to Christchurch, where we return the car a bit too early. As the next transfer car is also from Europcar, we ask if it would be available again sooner. We can pick it up at 3:00 pm, that’s at least a little earlier. We spend the waiting time at the airport, prepare our lunch and plan our last days in New Zealand. We have also discovered a cheap rental car deal in Tasmania, which we book (12 usd per day for a duration of 17 days). At 15.00 we go pick up the car and head north. Funnily, it’s the same car as the last transfer, just in silver instead of blue and less than 10,000 miles. First, we drive a few miles along the highway before turning to the Lewis Pass. Here we find a beautiful, mountainous area before, as well as narrow, winding roads. At 5 o’clock we make a stop near the pass and eat a bite. Before reaching the west coast, we turn north towards Nelson. Next, we’ll visit a pretty waterfall just on the way. We want to stay overnight at the Nelson Lakes, where we still have to survive the last fifteen minutes at dusk. We realize it is getting darker and darker and we have to plan our days a bit differently. However, we can not complain, because until about 8 pm it is still daylight. At dusk, we have to take care of the wildlife, which is not so problematic, if you drive not fast. When we arrived at the campsite, we set up and cook a delicious dinner. Then we go to bed soon, so we can start tomorrow early morning.

Golden Bay & Nelson 22.03.2019

Since we have heard that in the north, Golden Bay and the Abel Tasman National Park are the main attractions, we visit today Golden Bay, as the Abel Tasman would also be accessible by public transport or hitchhiking. Golden Bay is a lot further than the Abel Tasman and includes several locations. We drive first through a very rural region, where many fruits and vegetables are grown. We hope to buy something here on the road for a good price, but when we stop at a farm, the selection is so poor that we will inevitably buy our vegetables in the supermarket. Is probably not the right season now. Before we get to the Golden Bay, we have to drive through a mountain pass that, due to construction work, has long waiting times and we need to consider it for the return trip. The drive over the pass road is very nice and on the top is a pretty vantage point, where we can overlook the entire region. Then it drops down to sea level, where we get to the beautiful beaches and the pretty villages. Since our transfer rental car is as usual only insured to the minimum, we leave out the last unpaved piece at the Golden Bay. It would have become tight anyway with the return time and we therefore enjoy this area, which is already beautiful. Unfortunately, the weather is not quite as perfect as hoped, which is why the Golden Bay probably does not shine in full glory. On a beautiful beach, we stop for lunch and then we make the long way back to Nelson. As we drive back over the pass road, there are some motorists who are a bit slow on the road. When we have to wait at the construction site, we see a local who insults the driver of one of the slow cars pretty badly. On the one hand we find it amusing, but on the other hand it is a lot of exaggeration, because she also had slow vehicles in front of her, but probably the lady behind her did not see that. At some point, however, the traffic light turns green and everyone drives back down the mountain. Since we are faster than expected, we treat ourselves in the next village for a delicious homemade ice cream, before we drive directly to Nelson. Arrived in Nelson, we first return the vehicle at the airport. We have discovered a cheap campsite just outside Nelson on a hill. Although the distance would be feasible with 10 kilometers, the altitude with all the luggage should not be underestimated. Surprised, we realize a bus is going up there. So we only have to walk 2 kilometers to the bus stop and change at the terminal once. However, since the journey works with the zone system, it is enough to buy a ticket for the entire trip, which is surprisingly cheap with 3.50 New Zealand dollars. In the late afternoon we arrive at the pretty campsite and make ourselves comfortable. Today we found a new ad from a transfer car within 2 days from Nelson to Christchurch, and try our luck again. Unfortunately, the gas is not included here, but you can not always have everything. Because we could very flexibly visit the Abel Tasman National Park and visit on the way back to Christchurch Kaikoura which is known for dolphins and sea lions. But since we have only asked, we have to be patient, but if it does not work, we hitchhike in the Abel Tasman National Park and go back to Christchurch by bus. In the evening we see some birds, rabbits and wekas on the campsite and find out Wekas ​​can make quite a noise.

Nelson – Ruby Bay 23.03.2019

This day starts with good news as the car transfer back to Christchurch has been confirmed. Since we will pick up the car later in the afternoon, we can still explore the nice area here. There is a huge bird sanctuary with trails we can visit here. The starting point leads through the information center, where we get some information from the volunteers. They try to keep the bird sanctuary free of predators so the birds can live here in peace. The trail is beautiful and we are accompanied by many birds. Including the nervous Fantail, which is enormously difficult to take pictures. It seems the bird is making fun of us by watching us and accompanying us for a while, but when we want to take a photo of him, he disappears very quickly. The way back is a bit challenging as we have to cross some streams. The way is well marked and in the early afternoon we are back at the campsite, where we were allowed to deposit our luggage. The next bus takes us back to Nelson in the pretty coastal town and as we have some time left, we get off at a stop on the beach, where we enjoy the view for a while. From here we can then walk the last 3 kilometers to the airport by foot. Today’s transfer car is a small Toyota Yaris, a downgrade from the Toyota Corolla, which Hanspeter immediately realizes with a grin. Since we rented the car only at 4 o’clock, we do not go that far today. First it means shopping for the next two days and then we drive to the Rabbit Island, a small island that is connected by a bridge to the mainland and enjoy the beautiful sandy beach at low tide. Then we drive to Ruby Bay, where is a nice and very cheap campsite. Also from here we can go directly to the beach, where we go to marvel at the beautiful night sky later.

Abel Tasman 24.03.2019

Today we start early in the day, because we want to visit the Abel Tasman National Park and then drive as close to Kaikoura, so that we can visit this place tomorrow. At about 10 o’clock we are at the entrance and start walking. Since the park is known to its many tourists, we want to try a less popular way than the famous coastal path. We hike the first few kilometers along the coast, where we already have a breathtaking panorama and then turn on a path inland, which leads us up a hill. After almost one and a half hours we mastered the hill and stop for lunch. As soon as the path leads us out of the forest, we have a great view over the whole area. After that, the path leads us down steeply, but it should be noted that we encounter no human soul and the path is not well developed. Also on the way up, we met only 2 people. When we are back on the Great Walk at the coast, the crowd is increasing again, which we do not really care about as the view is so beautiful. We walk at a fairly fast pace to Anchorage Bay, as we finally want to be back at the parking lot at about 16.00. But we still take some time and make a detour to a pretty vantage point, where we can see the Anchorage and Torrent Bay. At Anchorage Bay we make another little break and enjoy the beautiful bay, before we head back. For this we have to go back up the steep hill we came down to Anchorage Bay, and then the well-developed path leads us back to the coast pretty flat. However, we do not let us take one or the other detour to the beautiful beaches and reach finally an hour later than planned, at 5 pm at the parking lot, where we make straight for the way to Nelson and then to Blenheim. The targeted campsite is still 200 kilometers away. Yes the way is far, farther than imagined, but when we finally reach Blenheim we only go to the coast, where we reach a cheap campsite. Unfortunately, we still have to complete the last 20 kilometers in the dark and Hanspeter also sees one or two eyes sparkling on the side of the road. Arrived at the campsite it is pitch dark. However, we find the campsite attendant. He’s getting pretty upset about his laptop because he can not play his movie. We pay the campsite fee and get it back to work. It seems his evening was saved. However, when we set up our tent, a tent pole breaks from our new Tungsten Marmot tent. That’s pretty annoying now, as we bought the tent just 5 weeks ago in New Zealand. At least we have a repair kit so we can stabilize the rod with a sleeve at the break point. We see, however, that the other three rods are fractured and it is only a matter of time before they will break. We are very disappointed because we paid almost 400 usd for this tent and were otherwise very satisfied. We are also quite exhausted today from our long march and prepare our dinner. Then we go to bed soon, because now we want to include a visit to the tent seller Torpedo 7 in Christchurch tomorrow.

Kaikoura & Christchurch 25.03.2010

Even today we get up early, can still watch the sunrise over the sea and make us after breakfast on the way. The first destination is Kaikoura. Once we thought we were making fast progress because of the highway, we were wrong. Every 500 meters there is a construction site and we have to wait until we are waved through. It seems like the road a little further from the campsite almost until Kaikoura is a construction site. That’s pretty annoying because our program today is a bit crowded. However, the journey goes along the beautiful coastal road and we can even discover seals from the car from time to time. Kaikoura really seems to be a very pretty village and we drive to the end of the road where a footpath leads along the coast. Soon we meet the first sea lions, which are quite large and impressive, and laze on the stones. In the beginning we only met a few isolated and around one we had to climb around, so to speak, because he is right in the middle of our way. Then we come to whole colonies of sea lions, where we probably see several hundred at once. That is very impressive. After a while of wondering, however, we realize it’s time to turn back because we still have a quite long way to Christchurch, especially as we do not know what the construction site situation looks like the rest of the way. We scramble up a hill so we can enjoy a nice view from the top as we walk backwards. Unfortunately we do not see any dolphins, but we already saw them and we are thrilled to have made the trip to this beautiful place. We could move on a bit better and arrive at 14.30 in Christchurch. We go directly to the shop Torpedo 7, where we bought the tent and describe the situation to the seller. Although he shows a lot of understanding and is shocked by the facts, he can only offer us to return the tent to Marmot for investigation. They have no substitute and they are not even allowed to exchange a tent without Marmot having discovered a production error. We are very disappointed because he can not even offer us a repair kit if another pole breaks. He says we can rent a spare tent while the tent is being sent. Unfortunately that doesn’t work for us, since we fly tomorrow morning from Christchurch to Hobart and the exchange can take several weeks. He finally kindly contacts Marmot, sends photos of the fractures and tells us if anything can be done about the situation until 5:30 pm, he will text us. We leave the store and bring our transfer car back to the airport, where we will stay today anyway. Unfortunately, we do not hear anything until closing time from the seller and then we receive only a text message that Marmot must first look at the tent and then decide further. At the airport, we spend the time with repacking, since we only have a total of 35 kilograms of luggage available. But that works pretty well. Afterwards, we treat ourselves to a shower that luckily is in the airport and spend the rest of the evening planning Tasmania, blogging and uploading photos. At about 6 o’clock we eat our last food supplies, because we can not take these things over the border. Since we do not want to eat at the airport early in the morning, we treat ourselves to a subway sandwich at 11 pm which is about 1km from the airport away and reasonably priced. Although we are already quite tired, we still do this and that until we can check in at 3 in the morning. Once we’ve checked in and gone through the security checkpoints, we’ll have to wait a while for our departure at 6am, and here we really have to deal with the fatigue. When we are finally on the plane, it goes quickly and we sleep.

Neuseeland 4: Southland

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14.03.2019 – 19.03.2019

Invercargill – Curio Bay 14.03.2019

Nach einer sehr erholsamen Nacht auf dem Campingplatz in Invercargill starten wir frisch in den neuen Tag. Wir sind wieder etwas nervös, ob das per Anhalter in Catlins funktioniert, denn gemäss unseren Recherchen ist die Saison schon bald zu Ende und reguläre Busse in diese Region gibt es nicht. Da Invercargill wieder eine etwas grössere Stadt ist, müssen wir zuerst etwas ausserhalb kommen, um an einem geeigneten Punkt zu stehen. Leider haben wir nicht auf anhieb Glück, da die Hauptstrassen wenig befahren sind und sich oft verzweigen. Schlussendlich sind wir bis 10 Kilometer ausserhalb der Stadt gelaufen, wo wir uns entscheiden zu bleiben. Es fahren einige Fahrzeuge vorbei, aber niemand hält und wir zweifeln, ob das heute noch etwas wird. Wir wollen ja bis Curio Bay wenn möglich und das ist aus der jetzigen Sicht, ziemlich weit. Wir warten fast geschlagene 2 Stunden, haben schon fast nicht mehr damit gerechnet, bis eine ziemlich alte Frau mit einem jungen Typen auf dem Beifahrersitz anhält. Sie lebt auf einer Farm etwas ausserhalb in der Nähe von Fortrose. Sie fährt daher nicht nach Curio Bay, aber in die richtige Richtung. Wir sind richtig happy vorwärts zu kommen. Wir erfahren dabei, dass der Beifahrer ebenfalls ein Anhalter ist aus Frankreich und das gleiche Ziel wie wir hat. Als die Dame zu ihrer Farm abbiegen muss, setzt sie uns auf der Strasse mitten im wunderschönen ländlichen Gebiet ab. Hier fahren wirklich kaum noch Autos vorbei, aber wir haben Glück, denn ein leerer Tourbus kann uns schon bald ins nächste Dorf mitnehmen. Hier warten wir eine Weile und merken, dass wir zu Dritt wohl kaum Chancen haben, aufgegabelt zu werden und lassen es den Franzosen alleine versuchen. Gerade als wir uns verziehen wollen, hält ein Auto und der freundliche Herr meint, dass in den nächsten Minuten seine Kollegen vorbeifahren und uns bis Curio Bay mitnehmen können. Wir sind etwas irritiert, aber warten ab. Und tatsächlich hält das nächste Auto an und sie nehmen uns alle drei mit. Es sind zwei, die in Curio Bay beim Campingplatzcafe arbeiten und uns so bis zur gewünschten Destination mitnehmen können. In Curio Bay angekommen sehen wir gleich, dass wir in einer traumhaften Region gelandet sind. Wir können unser Zelt mit Meeresblick aufbauen und gehen danach die Umgebung erkunden. Das Meer ist heute ziemlich stürmisch, denn das Wetter ist ja auch nicht das beste. Aber wir können bereits nach kurzer Zeit Hektor Delfine beobachten, was eigentlich einer der Hauptgründe für den Abstecher in diese Region war. Wir geniessen das tolle Panorama, mit den Klippen und Delfinen sowie dem stürmischen Meer. Nur ist es uns im Moment gerade noch zu kalt, um heute mit den Delfinen zu schwimmen, da es doch langsam Abend wird und wir vertagen diese Aktion auf morgen. Wir machen dafür eine tolle kleine Rundwanderung um die Klippen hier. Wir haben gehört, dass sich hier die seltenen Gelbaugenpinguinen aufhalten und wollen die natürlich sehen. So gehen wir danach in diese Region, welche sogar einen kleinen Pinguin Themenpark beinhaltet. Hier gibt es sogar wieder versteinerte Hölzer, ähnlich wie wir es in Arizona gesehen haben, was ziemlich eindrücklich ist. Doch leider sehen wir keine Pinguine und entscheiden uns am Abend nochmals zu kommen. Naja, wir haben schliesslich schon die Delfine gesehen, man kann ja nicht alles haben. Kurz vor dem Eindunkeln gehen wir nochmals zum Pinguinort. Dort ist jedoch eine Frau, welche für das DOC, departement of conservation, arbeitet und meint, dass jetzt gerade die falsche Zeit sei, um diese Pinguine zu sehen. Einmal im Jahr wechseln sie das Federkleid, man nennt das Moulting, und sie sind während dieser Zeit nicht Wasserdicht und bleiben daher dem Wasser fern. Die Pinguine müssen sich Fetreserven anfressen, damit sie diese etwa 4-6 Wöchige Zeit überstehen und wohl hat diese Zeit vor ein paar Tagen gerade angefangen. Das Pinguine nicht wasserdicht sind, haben wir das erste Mal gehört und lernen von der Frau noch einiges über die süssen kleinen Tierchen. Wir schauen uns trotzdem noch eine Weile um und gehen danach aber wieder zurück, wo wir uns einen warmen Kaffee zubereiten.

Curio Bay 15.03.2019

Da es hier so schön ist, entscheiden wir uns gerade noch eine Nacht länger zu bleiben und schlafen heute gemütlich aus. Zuerst frühstücken wir gemütlich und telefonieren eine Weile mit Manuelas Eltern. Da es heute so schön Wetter ist, wollen wir uns ins Wasser wagen, um mit den Delfinen zu schwimmen. Wir haben die ein oder andere bereits gesehen, aber momentan ist Flut und sie halten sich etwas weiter draussen auf. Wir versuchen es trotzdem, aber das Wasser ist wirklich enorm kalt. Hanspeter entscheidet sich bald einmal, wieder hinaus zu gehen, während Manuela noch versucht in die Nähe der Delfine zu kommen. Nach einer Weile wird es ihr doch auch kalt und sie merkt, dass sie schleunigst wieder raus muss. Wir laufen danach noch dem Strand entlang und machen es uns gemütlich. Am späteren Nachmittag scheint leider die Sonne nicht mehr so stark, aber dafür ist Ebbe und die Delfine scheinen ziemlich nah zu sein. Manuela nimmt nochmals einen Anlauf und kommt wirklich für eine kurze Zeit in die Nähe der Delfine und sie schwimmen um sie herum. Sie geht dann noch zwei weitere Male baden, da es einfach so ein tolles Gefühl ist bei diesen Tierchen zu sein und geniesst es sehr. Die Kälte ist wie weggeblasen und vergessen. Das war ein tolles einmaliges Erlebnis. Danach ist aber eine heisse Dusche nötig. Den restlichen Tag und Abend verbringen wir gemütlich auf dem Campingplatz.

Road Trip Catlins 16.03.2019

Da wir mit Autostopp unterwegs sind, müssen wir uns auf die Hauptziele fokussieren. So haben wir uns gesagt, dass wir den Nugget Point besuchen wollen, und diesen als zweites und letztes Ziel in den Catlins gesetzt haben. Wir laufen etwas der Strasse entlang, bis wir einen geeigneten Punkt finden, um den Daumen raus zu halten. Wir warten nicht lange und ein Auto hält an. Es ist Karoline aus Deutschland und sie ist schon eine Weile in Neuseeland unterwegs. Sie hat sozusagen alle Sehenswürdigkeiten noch auf dem Programm, welche wir auch besuchen wollen. Wir fahren zuerst zu einem kleinen Wasserfall, der scherzhaft Niagara Falls genannt wurde. Danach machen wir einen Rundweg, um den Lake Wilkie und gehen auf den Florance Aussichtspunkt, um unser Mittagessen zu verspeisen. Am Nachmittag wollen wir die Catedral Caves besuchen, was jedoch nur 2 Stunden vor und nach Ebbe möglich ist. Da wir noch etwas zu früh dran sind, besuchen wir zuerst die Mc Lean Falls, welche sich nicht weit von den Cathedral Höhlen entfernt, befinden. Als wir jedoch hinfahren, ist der Weg zu den Wasserfällen geschlossen, weshalb wir die kurze Wartezeit bis die Höhlen öffnen mit Kartenspielen überbrücken. Danach besuchen wir die Höhlen, welche sehr hübsch sind und wie erwartet an einem schönen Strand liegen. Wir erkunden die Höhlen, schiessen ein paar Fotos und setzen unsere Reise mit dem komfortablen fahrbaren Untersatz von Karoline fort. Danach fahren wir zu den Purakaunui Falls, welche sehr eindrücklich sind und zum Abschluss des Tages an den Nugget Point. Hier können wir einen netten Spaziergang zum Leuchtturm machen, wo wir eine atemberaubende Aussicht geniessen und sogar ein paar Seelöwen aus der Ferne beobachten können. Es ist schon unglaublich zu sehen, wie viel man an einem Tag mit dem eigenen Auto so machen kann. Zum Abschluss des Tages gehen wir noch zu einer Pinguin Aussichtsplattform, wobei wir nicht unbedingt damit rechnen einen Pinguin zu sehen. Wir trauen unseren Augen kaum, als tatsächlich ein süsser, kleiner Gelbaugenpinguin wohl gerade aus dem Wasser gekommen ist und für uns alle schön posiert. Das ist wirklich unglaublich und wir beobachten den Pinguin für etwa eine halbe Stunde. Danach fahren wir zu einem hübschen Campingplatz, wo wir uns gemütlich einrichten und zusammen ein leckeres Abendessen kochen. Wir plaudern bis spät am Abend und sind Karoline für den tollen Tag unglaublich dankbar.

Reise nach Te Anau 17.03.2019

Heute haben wir eine weite Reise vor uns, denn wir wollen Te Anau erreichen. Wer jetzt die Karte anschaut und sich fragt, weshalb wir das nicht schon bei unserem Zwischenstopp in Lumsden gemacht haben, bevor wir auf die Stewart Island gegangen sind, da dies ja viel näher gewesen wäre. Dies liegt daran, dass der Wetterbericht so schlecht war, dass wir es ein zweites Mal versuchen wollten und die Vorhersage für Steward Island oder Curio Bay um einiges besser war. Ja, es sieht zumindest nicht schlecht aus, jedoch haben wir seither gehört, dass es in der Region Te Anau oftmals regnet und die Vorhersage sich in letzter Minute ändern kann. Wir hoffen also einfach das Beste. Während dem Frühstück plaudern wir mit einem älteren Australischen Pärchen, die meinen, dass sie uns ja gerne mitnehmen würde, aber ein viel zu kleines Auto haben. Als wir uns vom Campingplatzbesitzer verabschieden, meint er etwas sorgenvoll, dass es für uns hier schwierig sein könnte, eine Mitfahrgelegenheit zu finden und empfiehlt uns, bis zur nächsten Kreuzung zu spazieren. Wir sehen gleich, dass es nicht einfach ist, denn es fahren abgesehen von ein paar Fahrzeugen vom Campingplatz, keine Autos vorbei. Nachdem wir bereits auf dem Weg zur Kreuzung marschieren, hält ein kleines Auto und wir sehen gleich, dass dies das australische Pärchen ist. Wir denken, dass sie uns lediglich Glück wünschen wollen, aber nein, der ältere Herr steigt aus, macht hinten zwei Plätze frei und nimmt Hanspeters Rucksack auf seinen Schoss, während wir Manuelas Rucksack auf unserem Schoss haben. Das er jetzt so unbequem mit dem Rucksack auf dem Beifahrersitz sitzen muss, ist uns nicht recht. Er meint lediglich, dass sie früher auch viel mit Autostopp unterwegs gewesen seien und uns deshalb nicht am Strassenrand stehen lassen wollen und alles kein Problem sei. 20 Minuten später erreichen wir bereits Balclutha, wo wir westwärts gehen wollen und sie nach Dunedin richtung Osten. Wir wollen gerade noch was Einkaufen gehen, da fährt Karoline vorbei, die ebenfalls auf dem Weg nach Dunedin ist und heute früh nochmals zum Nugget Point ging, um ein paar Fotos bei Sonnenaufgang zu schiessen. Wir plaudern noch kurz über die Strasse miteinander und machen uns auf den Weg zum Shoppingcenter. Nachdem wir alles nötige eingekauft haben, stellen wir uns am Stadtausgang wieder an die Strasse. Es dauert nicht lange und ein weiteres Rentnerpärchen gabelt uns auf. Diese sind Einheimische und gehen gerade ihre Tochter im nächsten Städtchen Gore besuchen. Sie erzählen uns etwas von der Geschichte dieser Region und sonst noch alles mögliche. Der nette Herr macht sogar von Zeit zu Zeit ein Stopp, so dass wir Fotos schiessen können. Wie im Fluge erreichen wir Gore, denn der alte Mann ist mehr als rasant unterwegs, worüber wir sehr staunen. In Gore machen wir es uns auf dem Hauptplatz gemütlich und verspeisen unser Mittagessen. Danach gehen wir nochmals etwas das wir vergessen haben einkaufen und stellen uns mit dem nächsten Schild an die Strasse. Während wir warten, kommt ein junge Frau aus dem Haus und beginnt mit uns zu plaudern. Sie ist beeindruckt vom Reisen und wollte alles über uns und unsere Reise wissen. Sie meint, wenn wir wollen, sollen wir einfach auf einen Kaffee vorbeischauen. Wir sagen ihr, dass wir das gerne annehmen, wenn wir in der nächsten Stunde kein Glück haben und verabschieden uns von ihr. Unterdessen hält bereits ein mit Freisprechanlage telefonierender Herr an und lässt uns einsteigen. Er weiss anhand des Schildes ja schon, dass wir bis Lumsden wollen und er hat dasselbe Ziel. Nachdem er das Telefonat beendet hat, beginnt er mit uns zu plaudern. Er ist nach Dunedin für ein Rugby Match gefahren, der aber aufgrund des tragischen Anschlages in Christchurch abgesagt wurde. Entsprechend ist er nicht sonderlich gut gelaunt, aber wir sind happy, nimmt er uns mit. Als wir im Lumsden ankommen, ist es 15.00 Uhr und wir entscheiden uns die 6 Kilometer auf uns zu nehmen, damit wir an der richtigen Abzweigung nach Te Anau stehen. Auf dem Weg sehen wir eine Herde von Rehe und Hirsche, welche aber eingezäunt zu sein scheinen und nicht in freier Wildbahn umherstreifen. Da es noch etwas bergauf geht und heute heisses Wetter ist, ist diese kleine Wanderung ziemlich anstrengend. Aber auch das ist einmal geschafft und bei der Abzweigung, warten wir auf die nächste Mitfahrgelegenheit. Dort ist gerade ein Bauer einige Arbeiten am Erledigen und meint, dass es etwas schwierig werden könnte, da die meisten Autofahrer hier ziemlich rasant um die Ecke kommen. Er musste seinen Zaun schon mehrmals reparieren. Wir lassen uns dennoch nicht entmutigen und hoffen auf unser Glück. Es dauert nicht lange und eine junge Frau mit einem Van hält an. Sie ist gerade auf dem Weg zu ihrer Familie in Te Anau und nimmt uns gerne mit, meint aber dass sie sich nicht gewöhnt sei mit so einem grossen Auto zu fahren und eigentlich auch keine Anhalter mitnimmt. Wir seien ihr jedoch sympatisch gewesen. Die Fahrt ist sehr schön und um 5 Uhr erreichen wir bereits Te Anau, wo sie uns gerade beim Campingplatz absetzt. Nachdem wir unser Zelt aufgestellt haben, besichtigen wir das hübsche Dörfchen und gönnen uns zur Feier des Tages ein Bierchen am See.

Keppler Treck zur Luxmore Hut 18.03.2019

Da das Wetter heute für die Region Te Anau und morgen für Milford Sound gut gemeldet ist, entscheiden wir uns heute einen Teil des Keppler Great Walks in Angriff zu nehmen. Da die Campingplätze dieses Great Walks wieder mit 40 Neuseelanddollar pro Person und Nacht zu buche schlagen, ist für uns klar, dass wir lediglich eine Tageswanderung machen. Das heutige Ziel ist die Luxmore Hut, welche etwa 18 Kilometer entfernt ist. Da wir jedoch beide Wege machen müssen und es so einen 36 Kilometer Fussmarsch gibt, sind wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher, ob wir das schaffen werden. Der erste Part führt uns flach über einen wunderbar ausgebauten Weg durch den Wald am See entlang. So haben wir die ersten 11 Kilometer im nu hinter uns gebracht und machen uns danach an den Aufstieg. Es sind einige Leute mit offensichtlich schweren Rucksäcken unterwegs, denen der Aufstieg sichtlich zusetzt. Wir sind froh nur unsere Tagesrucksäcke dabei zu haben und bringen auch die 800 Höhenmeter relativ schnell hinter uns. Als wir endlich den Wald verlassen und auf die Hochebene kommen, haben wir einen unglaublich schönen Ausblick und geniessen das Panorama. Es ist erst 13.00 Uhr als wir bei der Hütte eintreffen und wir machen es uns hier für die Mittagspause gemütlich. Da es hier in der Nähe eine Höhle hat, machen wir einen Abstecher dorthin und erkunden diese. Es wird jedoch schnell ziemlich eng, weshalb wir nicht allzuweit gehen. Die Höhlen sehen jedoch auch schon im Anfangsbereich sehr eindrücklich aus. Etwa um 15.00 Uhr machen wir uns wieder auf den Rückweg und erreichen Te Anau um 18.30. Hier gehen wir das Abendessen sowie Snacks für den morgigen Ausflug nach Milford Sound einkaufen und machen uns einen gemütlichen Abend.


Milford Sound 19.03.2019

Heute haben wir das erste Mal seit langem eine Tour gebucht. Denn es gibt ein Paket, welches die Route von Te Anau mit dem Bus und einer Fährfahrt in Milford Sound verbindet, und das zu einem ziemlich guten Preis. Da wir nicht noch eine weitere Nacht im teuren Te Anau verbringen wollen, packen wir unsere Sachen und gehen mit den Rucksäcken auf die Tour. Wir haben das gestern mit dem Anbieter Go Orange abgeklärt und die meinen, dass das kein Problem sei. Denn unser Campingplatz bewahrt Gepäck nur gegen eine Gebühr von 15 Dollar auf, was doch etwas überteuert ist. Wenn wir heute zurückkommen, wollen wir per Autostopp auf den gemütlichen Campingplatz in Lumsdon, oder nach Athol, je nachdem was sich ergibt. Wir sind etwas spät dran, können aber zumindest noch die letzten 2 Sitze nebeneinander ergattern. Die Busfahrerin baut in die Fahrt noch ein Unterhaltungsprogramm ein und erzählt zu jedem Ort, wo wir durchfahren etwas. Bei den schönsten Punkten machen wir jeweils einen kurzen Fotostopp, wo wir aussteigen dürfen. Das schätzen wir sehr und schon nur deswegen hat sich die Tour gelohnt. Die Landschaft ist einfach traumhaft und wir geniessen die Fahrt. Knapp drei Stunden später erreichen wir Milford Sound, wo bereits die Fähre wartet. Wir haben unglaublich Glück mit dem Wetter, denn das Panorama ist von Beginn an traumhaft und wir können es in vollen Zügen geniessen. Die Bootstour dauert zwei Stunden und wir fahren durch den Fjord bis zur offenen See. Unterwegs können wir sogar noch einige Seehunde bestaunen. Lediglich die Wasserfälle sind wohl um einiges imposanter, wenn es regnen würde oder kürzlich geregnet hätte. Aber wir können uns echt nicht beklagen und sind verzaubert von der herrlichen Landschaft. Die Fähre wird jeweils maximal zur Hälfte gefüllt, weshalb wir mehr als genug Platz auf dem Boot haben. Alles hat jedoch ein Ende und nach guten zwei Stunden sitzen wir wieder im Bus auf dem Rückweg nach Te Anau. Da der Bus jedoch weiter nach Queenstown fährt, fragen wir die Busfahrerin, ob sie uns nicht bis zum günstigen Campingplatz in Athol mitnehmen kann. Sie meint, dass sei kein Problem und so müssen wir heute Abend nicht mal mehr per Anhalter zum Campingplatz fahren. In Te Anau legen wir einen Halbstündigen Zwischenstopp ein und haben gerade noch genügend Zeit, ein Eis zu verdrücken und das heutige Abendessen einzukaufen. Wir haben zudem die gute Nachricht erhalten, dass zwei von den angefragten Transfercars bestätigt wurden. So können wir morgen von Queenstown in 24h nach Christchurch fahren und haben von Christchurch einen zweiten Wagen, den wir innerhalb von 24 Stunden nach Nelson bringen müssen. Zudem haben wir für diese Autotransfers einen vollen Tank zur Verfügung, was problemlos reichen sollte. So müssen wir morgen lediglich die 70 Kilometer von Athol nach Queenstown per Anhalter fahren und das bis zum Abholtermin um 15.00, was wir als problemlos ansehen. Für uns ist das jetzt die optimale Lösung für die restlichen paar Tagen den Norden der Südinsel zu erkunden. Als wir in Athol ankommen, stellen wir rasch fest, dass das Dorf lediglich aus ein paar wenigen Häuser und Farmen besteht, aber es ist hübsch gelegen. Gut haben wir vorher noch eingekauft, denn einen Markt würden wir hier vergeblich suchen. Der Campingplatz kostet lediglich 20 Neuseeland Dollar und inkludiert sogar eine Waschmaschine, was wir natürlich ausnutzen. Danach kochen wir unser leckeres Abendessen und verbringen einen gemütlichen Abend.


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14.03.2019 – 19.03.2019

Invercargill – Curio Bay 14.03.2019

After a very restful night at the campsite in Invercargill we start the new day freshly. We are a bit nervous again if hitchhiking in Catlins works, because according to our research, the season is soon over and there are no regular buses to this region. Since Invercargill is a bigger city, we have to get a bit out of the city to find a suitable point to stand beside of the street. Unfortunately, we are not immediately lucky, because the main roads are not very busy and there are too many different ways. Finally, we end up walking 10 kilometers outside the city, where we decide to stay. Some vehicles drive by, but no one stops and we doubt if we will be lucky today. We want to reach Curio Bay if possible and that is from the current point of view, quite a long way. We wait almost 2 hours, but when we did not expect it a rather old lady with a young guy as a passenger stops. She lives on a farm just outside Fortrose. So she does not drive to Curio Bay, but in the right direction. We are really happy to move forward. We learn that the passenger is also a hitchhiker from France and has the same goal as we have. When the lady has to turn to her farm, she sets us out at the road in the beautiful rural area. There are hardly any cars, but we are lucky, because an empty tour bus can take us to the next village soon. Here we wait a while and realize that we have little chance to get picked up if we try all three together hitchhiking and let the French try it alone. Just when we want move away, a car stops and the friendly gentleman says that in the next few minutes his mates drive by and can take us to Curio Bay. We are a bit confused, but wait. And in fact the next car stops and they take all three of us. This two in the car work in Curio Bay at the campsite cafe and can take us to the desired destination. Arriving in Curio Bay, we see that we have landed in a beautiful region. We can pitch our tent with sea view and then go exploring the area. The sea is pretty stormy today, because the weather is not the best. But we can observe Hector dolphins after a short time, which was actually one of the main reasons for the trip to this region. We enjoy the great panorama with the cliffs and dolphins and the stormy sea. Only it is just too cold for us to swim with the dolphins today, as it is slowly evening and we postpone this activity to tomorrow. We make a great little walk around the cliffs here. We’ve heard the rare yellow-eyed penguins are here and want to see them. So we go to this known place, which even includes a small penguin theme park. There are even fossilized woods here, similar to what we saw in Arizona, which is pretty impressive. Unfortunately, we do not see any penguins and decide to come back in the evening. Well, we have finally seen the dolphins, you can not have everything. Just before it gets dark, we go again to the penguin place. There is, however, a woman working for the DOC, Department of Conservation, explains us this is just the wrong time to see these penguins. Once a year, they are moulting change their feather, and they are not waterproof during that time, so they remain in their nests. The penguins have to get food reserves to survive this 4-6 week time, and probably just started moulting a few days ago. The penguins are not waterproof, we have heard the first time and learn from the woman still a lot about the cute little animals. We still look around for a while and then go back to where we prepare a warm coffee.

Curio Bay 15.03.2019

Since it is so beautiful here, we decide to stay one more night and sleep well today. First, we have a leisurely breakfast and talk to Manuela’s parents for a while. Since it is so nice weather today, we want to venture into the water to swim with the dolphins. We’ve already seen one or the other, but there’s a high tide right now and they’re staying a little bit farther out. We try it anyway, but the water is really cold. Hanspeter soon decides to leave, while Manuela tries to get close to the dolphins. After a while she gets cold and she realizes that she has to get out too as the muscles start to hurt. We then walk along the beach and make ourselves comfortable. In the late afternoon, unfortunately, the sun does not seem that strong, but it’s low tide and the dolphins seem pretty close. Manuela takes another try and comes for a short time near the dolphins and they swim around her. She then goes swimming two more times with the dolphins, as it is just such a great feeling to be with these animals and enjoys it very much. The cold water and air is blown away and forgotten. That was a great one-time experience. After that, a hot shower is needed. The rest of the day and evening we spend comfortably at the campsite.

Road Trip Catlins 16.03.2019

Since we are on the road with a hitchhiking, we have to focus on the main goals. So we said we want to visit the Nugget Point, and set this as the second and final destination in the Catlins. We walk a bit along the road until we find a suitable point to put our thumbs out. We do not wait long and a car stops. It’s Karoline from Germany and she’s been to New Zealand for a while. She has all sights on the program, which we also want to visit and even much more. We drive first to a small waterfall, which was funnily called Niagara Falls. Afterwards we make a loop walk around Lake Wilkie and go to the Florance viewpoint to have our lunch. In the afternoon we want to visit the Cathedral Caves, but this is possible only 2 hours before and after low tide. Since we are a little too early, we first visit the Mc Lean Falls, which are located not far from the Cathedral Caves. However, when we go, the way to the waterfalls is closed, which is why we cover the short wait until the caves open with card games. Then we visit the caves, which are very pretty and as expected located on a beautiful beach. We explore the caves, take some photos and continue our journey with the comfortable vehicle of Karoline. Afterwards we drive to the Purakaunui Falls, which are very impressive and at the end of the day at the Nugget Point. Here we can take a nice walk to the lighthouse, where we enjoy a breathtaking view and even observe a few sea lions from afar. It’s amazing to see how much you can do with your own car in one day. At the end of the day we go to a penguin viewing platform, where we do not necessarily expect to see a penguin. We hardly believe our eyes when a cute little yellow-eyed penguin has just come out of the water and poses for all of us. This is really incredible and we watch the penguin for about half an hour. Then we drive to a nice campsite, where we set up comfortably and cook together a delicious dinner. We chat until late in the evening and are very grateful to Karoline for the great day.

Trip to Te Anau 17.03.2019

Today we have a long journey ahead, because we want to reach Te Anau. Anyone looking at the map now and wondering why we did not do that during our stopover in Lumsden before we went to Stewart Island, since this would have been much closer. This is because the weather forecast was so bad that we wanted to try it a second time and the prediction for Stewart Island or Curio Bay was a lot better at this time. Yes, it does not look bad at least, but we have since heard that it often rains in the Te Anau region and the forecast can change at the last minute. So we just hope the best. During breakfast, we chat with an older Australian couple, who say they would like to take us, but have a way too small car. When we say goodbye to the campsite owner, he is a little worried that it might be difficult for us to find a ride and recommends that we walk to the next junction. We can see right away that it’s not easy, as there are no cars passing by, except for a few vehicles from the campsite. After marching on the way to the junction, a small car stops and we see this is the Australian couple. We think they just wish us luck, but no, the older gentleman gets out, clears two places on the back seat and takes Hanspeter’s backpack on his lap while we have Manuela’s backpack on our lap. That he has now to sit so uncomfortable with the backpack in the passenger seat, we are sorry for. He just say, they used to be traveling a lot by hitchhiking in earlier days, so they did not want to let us stand on the side of the road and everything is not a problem at all. Twenty minutes later we reach Balclutha, where we want to go west and they drive to Dunedin east. We just want to go shopping, as Karoline drives by, who is also on her way to Dunedin and went back to Nugget Point earlier this morning to take some pictures at sunrise. We chat briefly about the street and make our way to the shopping center. After we have bought everything necessary, we are at the city exit back to the street. It does not take long and another pensioner couple picks us up. These are locals and are just going to visit their daughter in the next town Gore.They tell us something about the history of this region and everything else. The nice gentleman even makes a stop from time to time, so that we can take photos. Fast we reach Gore, because the old man is more than fast moving, about what we are very amazed. In Gore we make ourselves comfortable at the main square and eat our lunch. Then we go shopping, what we forgot before and stand with the next sign on the street. While we wait, a young woman comes out of the house and starts chatting with us. She is impressed with traveling and wanted to know everything about us and our journey. She says, if we want, we should just stop by for a coffee. We tell her that we like to accept the invitation if we are not lucky in the next hour and say goodbye to her. In the meantime a gentleman who is phoning with someone through a speaker is already stopping and let us in his car. He already knows from our sign that we want to reach Lumsden and he has the same goal. After he has finished the call, he begins to chat with us. He went to Dunedin for a rugby match but was canceled due to the tragic attack in Christchurch. Accordingly, he is not in a good mood, but we are happy, he takes us. When we arrive at Lumsden, it is 3:00 pm and we decide to take the six kilometers to get us to the right turnoff to Te Anau. On the way we see a herd of deer, but they seem to be fenced in and do not roam in the wild. Since it is still a bit uphill and today is hot weather, this little hike is quite exhausting. But this is also done once and at the junction, we are waiting for the next ride. There, a farmer just finished some work and says that it could be a bit difficult, as most motorists come here pretty fast around the corner. He had to fix his fence several times already. Nevertheless we do not let ourselves be discouraged and hope for our luck. It does not take long and a young woman with a van stops. She is just on her way to her family in Te Anau and likes to take us, but says that she is not used to driving such a big car and actually does not take hitchhikers. We have been sympathetic to her that’s why she picked us up anyway, what is really lovely. The drive is very nice and at 5 o’clock we reach Te Anau, where she just dropped us at the campsite. After we have set up our tent, we visit the pretty village and treat ourselves to a beer on the lake.

Keppler Treck to Luxmore Hut 18.03.2019

The weather forecast for today is good for the Te Anau region and tomorrow for Milford Sound. Therefore we decide today to tackle part of the Keppler Great Walk. Since the campsites of this Great Walk are 40 New Zealand dollars per person per night, it is clear to us, we are only going on a day hike. Today’s destination is the Luxmore Hut, which is about 18 kilometers away. However, since we have to go both ways and there is a 36 kilometer walk, we are not sure at the moment if we can do the whole trek. The first part leads us very flat over a wonderful path through the forest along the lake. So we have the first 11 kilometers immediately behind us and then it goes uphill. There are some people with obviously heavy backpacks on the way, who are struggling because of the steep. We are happy to have only our daypacks and bring the 800 high meters relatively fast behind us. When we finally leave the forest and come to the plateau, we have an incredibly beautiful view and enjoy the panorama. It is only 1 pm when we arrive at the hut and we make ourselves comfortable here for the lunch break. Since there is a cave nearby, we make a detour there and explore it. It’s getting pretty tight, so we do not go too far. However, the caves look very impressive even at the beginning. At about 3 pm we make our way back to reach Te Anau at 18.30. Here we go shopping for dinner and snacks for tomorrow’s trip to Milford Sound and have a leisurely evening.

Milford Sound 19.03.2019

Today we booked a tour for the first time since a long time. Because there is a package that connects the route of Te Anau by bus and a ferry ride in Milford Sound for a pretty good price. Since we do not want to spend another night in the expensive Te Anau, we pack our things and go with the backpacks on the tour. We clarified yesterday with the provider Go Orange and they said it is not a problem to take all the luggage on the bus. Because our campsite keeps luggage only for a fee of $ 15, which is way overpriced. If we come back today, we want to go by hitchhiking to the cozy campsite in Lumsdon, or to Athol, whichever comes up. We are a bit late, but at least we can get the last 2 seats next to each other at the tour bus. The bus driver makes an entertainment program to the ride and talks about each place where we pass through. At the most beautiful points we make a short photo stop where we can hop off the bus. We really appreciate that and that’s why the tour has already now been worth it. The landscape is just gorgeous and we enjoy the ride. Less than three hours later we reach Milford Sound, where the ferry is already waiting. We are incredibly lucky with the weather, because the panorama is fantastic from the beginning and we can enjoy it to the fullest. The boat tour takes two hours and we drive through the fjord to the open sea. On the way we can even marvel at some seals. Only the waterfalls are probably a lot more impressive, if it would rain or had recently rained. But we really can not complain and are enchanted by the beautiful landscape. The ferry is filled only at half, which is why we have more than enough space on the boat. But everything has an end and after about two hours we are in the bus on the way back to Te Anau. However, as the bus continues to Queenstown, we ask the bus driver, if she can take us to the cheap campsite in Athol. She says that is not a problem and so we do not even have to hitchhike to the camp this evening. In Te Anau we stop for half an hour and we have just enough time to eat a delicious ice cream and buy today’s dinner. We also received the good news, that two of the requested transfer cars were confirmed. So we can drive from Queenstown to Christchurch in 24 hours tomorrow and have a second car from Christchurch, which we need to bring to Nelson within 24 hours. In addition, we have a full tank each for these car transfers, which should be way enough for the distance. So tomorrow we just have to hitchhike the 70 kilometers from Athol to Queenstown until the pickup time at 15.00, which we consider to be hassle-free. For us this is now the optimal solution for the remaining few days to explore the north of the South Island. When we arrive in Athol, we quickly realize that the village consists of only a few houses and farms, but it is nicely located. Well, we have previously shopped, because we would look for a market here in vain. The campsite costs only 20 New Zealand dollars and even includes a washing machine, which of course we can use now for free. Then we cook our delicious dinner and spend a cozy evening.

New Zealand 3: Stewart Island

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07.03.2019 – 13.03.2019

Oban 07.03.2019

Heute ist Regen angemeldet und wir verwenden den Tag, um zu planen, was wir überhaupt auf der Insel anstellen wollen. Es gibt einige Wanderungen, aber wie erwartet, haben alle ihre Vor- und Nachteile. Der Spannendste wäre der ca. 10-tägige Northwest Circuit, aber das ist uns doch etwas zu lang. Wir entscheiden uns schlussendlich dieser Route bis zu einem bestimmten Punkt zu folgen, von wo aus wir auf den Mt. Anglem gelangen können. Dieser ist mit knapp 1000 Höhenmeter, der höchste Berg von Stewart Island. Wir gehen daher ins Dörfchen Oban, um im Visitor Center die erschwinglichen Hüttentickets von 5 Dollar pro stück zu kaufen, welche man benötigt, um die Einrichtungen benutzen zu dürfen. Wir wollen natürlich wieder campen, aber falls das Wetter nicht mitspielt, ist eine Hütte bereits als geschützter Kochplatz viel wert. Zusätzlich gehen wir für die nächsten Tage einkaufen und unser Fährticket umbuchen, da wir ja jetzt wissen, wie lange wir auf der Insel bleiben wollen. Obwohl es regnet, können wir erstaunlich viele, süsse kleine Pinguine (little blue penguins) im Meer beobachten. Wir haben gestern bereits den ein oder anderen bei unserer Ankunft gesehen, aber nur kurz und heute scheinen sie gerade ihr Mittagessen zu fangen. Danach wollen wir eigentlich noch etwas Oban erkunden, da es aber gerade so stark regnet, warten wir ein wenig. Gegen Abend machen wir uns nochmals auf die Socken und laufen zuerst dem Great Walk “Rakiura Track” entlang und schlagen dann den Weg “Ryans Creek” bis zur nördlichen Küste ein, wo wir einen hübschen Ausblick haben. Wir sehen und vorallem hören viele Tiere, und geniessen die Atmosphäre sehr. Leider ist es bereits am Eindunkeln und wir entscheiden uns nach einer Stunde wieder umzukehren. Der restliche Abend verbringen wir gemütlich auf Allens Camp und kochen eine leckeres, reichhaltiges Abendessen, bevor wir die nächsten Tage genau auf unsere Essensvorräte achtgeben müssen. Heute ist es enorm kalt, aber in der kleine Kochhütte von Allen gibt es einen Ofen der mit Holz betrieben wird und Hanspeter nutzt die Gelegenheit und feuert schön ein.

Wanderung Oban – Bungaree Hut 08.03.2019

Wir stehen heute früh auf und packen unsere Sachen. Glücklicherweise dürfen wir unser überflüssiges Gepäck bei Allen einlagern, so müssen wir nur das Notwendigste mitnehmen. Da es diese Nacht jedoch so dermassen kalt wurde, packen wir unsere Wintersachen mit ein. Wir Frühstücken gemütlich und verabschieden uns so gegen 10 Uhr von Allen. Wir wollen heute zur Bungaree Hütte laufen, die mit guten 20 Kilometer ziemlich weit entfernt liegt. Zuerst aber müssen wir die 4 Kilometer zum Ausgangspunkt hinter uns bringen, der uns an den ein oder anderen interessanten Ort vorbei führt. Nicht schlecht staunen wir, als wir im gefühlten Nirgendwo einer kaum befahrenen Strasse eine Ecke voller WC-Schüsseln finden. Diese sind irgendwie kunstvoll hergerichtet und es sieht ziemlich lustig, wenn auch etwas schräg aus. Danach führt uns der Weg an den ersten Strand, dem Horseshoe Bay. Hier machen wir die erste kurze Pause und geniessen die Aussicht an diesem wunderschönen Tag. Sowieso sind wir ganz begeistert von der tollen Natur auf Stewart Island. Nachdem wir einen kleinen Hügel bewältigt haben, sind wir endlich am Ausgangspunkt des eigentlichen Wanderwegs. Dieser ist auch der Startpunkt zu einem 3-tägigen Greatwalk und wie man es von diesen Wegen nicht anders kennt, ist auch dieser wunderbar ausgebaut. Wir kommen daher relativ schnell vorwärts und geniessen die schöne Aussicht auf die verschiedenen Traumstrände, an welchen wir alle paar Kilometer vorbeikommen. Wir sehen und hören auch aller Gattung an Vögel, was sehr eindrücklich ist. Wir sehen sogar einen Albatross, der um ein Fischerboot kreist und im Wald bekommen wir einige Tui-Vögel (Schwarz/blaue Vögel mit weissem Kragen) zu Gesicht. Nach 13 Kilometer erreichen wir die erste Hütte, Port William und Abzweigung des Great Walks. Wir setzen die Wanderung der Küste entlang fort und sind erstaunt, wie sich die Wegbedingungen schlagartig ändern. Kein angenehmer Holzsteg mehr, und wir müssen uns durch Matsch kämpfen und dabei aufpassen, dass wir nicht absinken. Wir versuchen unsere Füsse möglichst trocken zu halten und so machen wir einen richtigen Slalom. Die ersten 500 Meter sind jedoch rückblickend mit Abstand die Schlimmsten und wir nehmen schon an, dass man die Leute hier vor der Wanderung abschrecken will. Aber auch danach muss man immer aufpassen nicht zu stolpern, im Matsch zu versinken oder in den kleinen Bächen ein Fussbad zu nehmen, wenn man diese überquert. Aufgrund des schlechten Weges geht alles etwas langsamer und wir sind bis am Schluss so ziemlich geschafft. Bei der Hütte angekommen ist der Bär los, denn es hat sich eine 10-köpfige Gruppe von Fischer, Taucher und Jäger für eine Woche eingemietet. Die haben wirklich alles dabei, sogar einen eigenen Kühlschrank. Da sie nicht mehr als die Hälfte der Hüttenunterkünfte besetzen dürfen, haben sie noch ein paar Zelte aufgestellt. Wir haben einen netten Platz auf den Sanddünen etwas vor der Hütte entdeckt und stellen unser Zelt dort auf. Die Gruppe ist jedoch sehr freundlich und offerieren uns Bier sowie Liquor, frische frittierte Fische, die Hanspeter sehr lecker findet und Pommes. So verbringen wir einen etwas unerwartet turbulenten Abend, aber es ist trotzdem sehr gemütlich da. Wir freuen uns aber auch schon auf die nächste Hütte mit einem ruhigeren Abend.

Wanderung Bungaree Hut – Christmas Hut 09.03.2019

Heute früh erwachen wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, den wir von unserem Zelt aus geniessen können. Danach packen wir unsere Sachen und Frühstücken ordentlich bevor wir uns auf den Weg in Richtung Christmas Hut machen. Vom hervorragenden Wetter von gestern ist nicht mehr viel übrig, denn es ist bedeckt und scheint, als wolle es jeden Moment zu regnen beginnen. Zuerst führt uns der Weg etwas steil durch tiefen Wald, danach gibt es ein hübsches, längeres Stück am Meer entlang, wo wir einige Wasservögel beobachten können, bevor es über eine Brücke wieder in den Wald geht. Am Ende des Strands legen wir unsere Mittagspause ein, wobei wir uns aber etwas beeilen müssen, denn genau jetzt beginnt es zu regnen. So ziehen wir weiter und hoffen nicht allzu Nass, die Christmas Hut zu erreichen. Die weitere Strecke verläuft eine lange Zeit durch den Wald und führt auf und ab. Wir haben auf unserer Karte jedoch die falsche Hütte markiert, was wir merken, sobald wir meinen das Ziel erreicht zu haben. Leider geht es danach noch weitere 1.5 Kilometer, aber als wir an den Strand kommen ist das Ziel ebenfalls erreicht. Wir sehen von weitem ein paar Fischer, die wohl in der Hütte hausen, aber sonst ist hier nichts los. Da wir etwas schwitzen, entscheiden wir uns im erfrischenden Meer kurz etwas abzukühlen. Als wir rauskommen müssen wir uns vorsehen, nicht von den Sandfliegen gefressen zu werden und verschwinden so schnell es geht in der Hütte. Unser Zelt können wir vor der Hütte auf einer Grünfläche aufbauen und wir verbringen einen angenehmen restlichen Nachmittag hier. Die Fischer, die wir vorher von weitem gesehen haben, ist eine ganze Familie aus den Staaten, genauer gesagt aus Maine, wobei die Mutter ursprünglich Peruanerin ist. Sie sind schon über ein halbes Jahr in Neuseeland unterwegs, haben fast die ganze Südinsel zu Fuss bereist, über den Te Akora Trek und wollen den Nordwestcircuit absolvieren. Im Moment warten sie jedoch auf Verpflegung, denn sie haben zwei der Söhne (von insgesamt vier) mit dem Bootstaxi gestern losgeschickt. Da aber das Meer im Moment so rau ist, kann dieses heute nicht anlegen und sie hoffen, dass sie morgen kommen werden. Der Vater der Familie brät Fisch auf heissem Stein und da sie so viel gefangen haben, kommt auch Hanspeter heute in Genuss von viel leckerem frischem Fisch. Neben der Familie hat es noch ein weiteres Pärchen und eine ältere australische Frau, die alleine unterwegs ist und mal schauen will, wie weit sie kommt. Wir verbringen alle zusammen einen sehr gemütlichen Abend.