China 4: Yunnan

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06.09.2019 – 14.09.2019

Kunming 06.09.2019

Um halb 9 Uhr erreichen wir Kunming. Lin, eine ehemalige Couchsurferin, ist gerade in der Stadt und sie hat uns angeboten, bei ihr zu übernachten. Das ist ein ziemlicher Zufall, denn bereits nächste Woche geht sie nach Guangzhou, wo sie künftig wohnen und arbeiten will. Nun sind wir aber für sie etwas spät dran und sie hinterlegt uns die Schlüssel beim Nachbarn. Wir sind ja schon etwas gespannt, hat sie doch gesagt, dass die Grossmutter noch zuhause sei und diese schlecht hört. Da sie uns aufgrund des Regens ein Taxi empfohlen hat, nehmen wir ein solches und sind daher bald bei ihr angekommen. Wir klingeln bei den Nachbarn, die sofort aufmachen, uns den Schlüssel geben und freundlich darauf hinweisen, dass wir noch ein paar Stockwerke hoch müssen. Oben angekommen wollen wir uns bemerkbar machen und wir finden schlussendlich die Grossmutter. Eine – aus unserer Sicht – sehr alte, aber enorm adrette Frau. Lin teilt uns später mit, dass sie bereits 96 Jahre alt ist. Natürlich können wir nicht kommunizieren, und wohl ist nicht nur ihr Gehör etwas schlecht, sondern auch die Augen, weshalb wir ihr nichtmals mit Google Übersetzer etwas mitteilen können. Lin schreibt uns zugleich, dass sie vergessen habe, sie über unsere Ankunft zu informieren, dies aber kein Problem sei. Naja, wir finden die Situation ja etwas merkwürdig. Sie gibt uns zu verstehen, dass wir auf dem Sofa Platz nehmen sollen und bietet uns ein Glas Wasser an. Wir setzen uns hin und schauen einen ziemlich schauerlichen Taiwan – China Kriegsfilm mit ihr. Nach einer Weile gönnt sich Hanspeter eine Dusche, danach Manuela. Während Manuela unter der Dusche ist, gönnt sich Hanspeter einen Snack. Die Grossmutter vermutet zurecht, dass er Hunger hat und gibt Hanspeter zu verstehen in die Küche zu kommen. Dort drückt sie ihm allerlei Esswaren in die Hände und gibt ihm zu verstehen, dass er etwas kochen soll. Nachdem Manuela fertig geduscht hat, steht daher ein leckeres Mittagessen aus Nudelsuppe mit Ei, Gemüse, Nüsse und etwas Fleisch bereit. Zusammen mit der Grossmutter geniessen wir das Mittagessen. Danach macht Manuela den Abwasch und wir schauen alle zusammen weiter fern, während wir auf Lin warten. Etwa um 1 Uhr taucht diese zusammen mit ihren Eltern auf und ist etwas verwundert, dass wir bereits mit ihrer Grossmutter Mittag gegessen haben. Wir verweilen zuerst ein wenig im Hause, danach fahren wir in die Innenstadt. Lin war aber auch schon länger nicht mehr hier und offenbar hat sich vieles geändert. Wir spazieren ein wenig durch die Strassen und begutachten die verschiedenen Läden. In einer Bäckerei kauft Lin uns ein leckeres Gebäck mit einer süssen Füllung aus Rosen. Nun regnet es ziemlich stark und wir suchen Deckung. Lin kontaktiert währenddessen eine holländische Freundin, mit welcher sie eigentlich zum Abendessen abmachen wollte. Sie hat jedoch bereits gegessen, aber wir fahren trotzdem dorthin. Als wir das Parkhaus verlassen, staunen wir nicht schlecht, dass man sogar die Parkgebühren mit Wechat bezahlen kann. Das Cafe ist sehr westlich ausgerichtet und Hanspeter gönnt sich daher eine Pizza und Manuela ein paar Samosas. Ganz lecker das ganze. Lin’s Kollegin verabschiedet sich bereits kurz nachdem wir eingetroffen sind, aber wir bleiben noch eine Weile. Danach schlägt Lin vor, dass wir besser in ihrem privaten Apartement übernachten, da wir dort etwas mehr Privatsphäre haben, anstelle auf dem Sofa ihm Elternhaus. Sie bietet uns an, dass sie uns morgen abholt und wir gemeinsam Mittagessen gehen können. Wir stimmen dem Vorschlag zu und haben nun eine gesamte Wohnung für uns, etwas ausserhalb vom Kunming Stadtzentrum. Wir verabschieden uns von Lin und verbringen einen gemütlichen Abend hier. 

Kunming Ausflug zum Dragon Gate 07.09.2019

Kurz vor Mittag holt uns Lin ab und wir fahren zusammen zu einem Platz mit vielen kleinen Restaurants. Heute zeigt sie uns typisches Yunnan Essen, welches aus einer Reisnudelsuppe mit Schaffleisch, Gemüse und vielen scharfen Gewürzen besteht. Knoblauch wird übrigens in China ganz und roh gegessen. Diesen gibt es zu vielen Gerichten oder einfach auf den Restauranttischen dazu. Lin motiviert uns einen zu Essen, da Manuela Knoblauch mag greift sie zu und isst die Hälfte, Hanspeter lässt es bleiben – zu seinem Pech, denn nun riecht Manuela fürchterlich. Naja, was solls, sie wird es künftig auch unterlassen. Viel Knobi bleibt lediglich dem Fondue vorbehalten. Danach fährt uns Lin zum Ausgangspukt eines Wanderwegs. Da Lin nicht gerne wandert und noch einiges zu tun hat, fährt sie wieder nach Hause und wir ziehen alleine los. Zuerst schlendern wir durch einen riesigen Markt mit Essensständen und Souvenirläden bevor der eigentliche Weg beginnt. Abgesehen von den Shuttlebussen, die die Leute in halsbrecherischen Tempo nach oben bringen, ist der Weg ziemlich gemütlich, denn es geht stetig ein wenig aufwärts durch den Wald für die nächsten paar Kilometer. Oben angekommen hat es angefangen zu regnen und wir müssen zuerst einmal den Eintrittspreis bezahlen. Der Regen ist glücklicherweise nicht so stark und nur sporadisch. Nebst atemberaubender Aussicht wandern wir nun an verschiedenen Tempeln vorbei. Die Wege sind teilweise sehr eng, so dass es hier Stau gibt. Nachdem wir an den obersten Punkt gelangen, entscheiden wir uns für einen alternativen Abstieg zum Eintrittshäuschen und es hat sich sehr gelohnt. Hier treffen wir kaum auf Leute und wir können in Ruhe wieder zurückwandern. Danach geht es wieder die breite Strasse runter, bis wir den Ausgangspunkt erreichen, wo wir die U-Bahn in die Innenstadt nehmen. In der Innenstadt treffen wir uns mit Lin, um zusammen zu Abendessen. Auf dem Weg dorthin staunen wir nicht schlecht, als wir massenweise Verkaufsläden sehen, die in riesigen Säcken tonnenweise, leckere Pilze verkaufen. Wie wir später erfahren, ist die Provinz Yunnan, das Pilzmekka von China. Heute lädt Lin uns in ein grösseres authentisches Restaurant ein, wo man auf die Zutaten, die man möchte zeigen kann. Das Abendessen ist enorm köstlich und wir geniessen den gemütlichen Abend zusammen sehr. Wir staunen nicht schlecht, dass viele Männer – auch hier im Restaurant – aus riesigen Metallrohren Tabak rauchen. Das sieht aus wie ein überdurchschnittlich grosses Bong (ein Foto davon findet man am 9.9. in Dali). Wie wir auch lernen, ist das ebenfalls typisch für diese Region. Nachdem wir unsere Bäuche gefüllt haben, verabschieden wir uns von Lin. Sie ist müde, weshalb wir mit dem Bus retour fahren. Als wir bei der Bushaltestelle warten, fällt uns auf, dass der letzte Bus hier um 21.30 Uhr fährt, wir haben jedoch bereits 21.00 Uhr. Wir hoffen, dass unsere Anschlussbusse noch fahren, wenn wir dort ankommen. Als wir aus dem Bus aussteigen, sehen wir jedoch gleich, dass der letzte Bus bereits um 20.00 gefahren ist. Wir schlendern zum Busbahnhof in der Nähe, wo drei verschiedene Busse zu unserer Unterkunft fahren, aber alle stellen den Betrieb spätestens um 21.00 ein. Pech gehabt, denn es sind noch knapp vier Kilometer und wir entscheiden uns, diese Strecke zu Fuss hinter uns zu bringen. Wir wählen eine kleine Strasse, damit wir nicht neben der befahrenen Hauptstrasse laufen müssen. Als wir in die Strasse einbiegen sind wir nicht so sicher, ob das eine gute Idee ist. Die Strasse ist sehr dunkel, es scheint als wäre hier eine riesige Baustelle, es riecht ziemlich übel und es wohnen sogar einige Menschen hier in einer Garage. Wir fühlen uns gerade mässig wohl, um 10 Uhr abends dieser Strasse entlang zu laufen. Aber China ist ja sicher und etwa 20 Minuten später erreichen wir die Hauptstrasse, an welcher wir das letzte Stück entlang laufen. Bei unser Unterkunft angekommen, gehen wir bald darauf schlafen. 


Kunming – Dali 08.09.2019

Gegen Mittag holt uns Lin ab und wir gehen zusammen Mittagessen, bevor wir uns auf den weiteren Weg nach Dali machen. Heute zeigt sie uns nebst salzigem Essen auch ein paar Dessertspeisen, die sehr lecker sind. Danach verabschieden wir uns und gehen Richtung Bahnhof. Wir wollen mit dem nächsten Zug nach Dali fahren und haben diesen nicht gebucht, da wir jeweils umgerechnet 3 Franken pro Ticket Buchungsgebühren bezahlen müssen, was für den Gesamtpreis doch relativ viel ist. Online können wir jedoch nachverfolgen, wie die Tickets immer weniger werden. Als wir endlich dran kommen, sind die Tickets bereits ausgebucht und wir können erst den nächsten Zug um 17.30 buchen. Das ist etwas blöd, nun heisst es ein wenig warten. Hanspeter sucht den chinesischen Mobilfunkanbieter auf, um das Guthaben auf unserer chinesischen Sim Karte nachzuladen (wir konnten nur für einen Monat lösen) und schafft es erfolgreich, während Manuela auf das Gepäck aufpasst. Danach steigen wir zum ersten Mal in einen sogenannten Hochgeschwindigkeitszug ein. Einen anderen gibt es ja nicht nach Dali. Der Zug trifft lediglich 5 Minuten vor Abfahrt ein, aber irgendwie schaffen sie es trotzdem, die ganze Menschenmenge zu verstauen und pünktlich abzufahren. Es ist unglaublich, bis jetzt hatten noch keine Züge Verspätung (nicht eine Minute!). Die Sitze sind in zweier und dreier Reihen angeordnet und ziemlich bequem. Hier sitzt niemand gegenüber. 2.5 Stunden später erreichen wir Dali und machen uns auf die Suche nach dem Bus, welcher uns in die Altstadt bringen soll. Der Bahnhof ist nämlich noch gut 30 Kilometer von der Altstadt entfernt. Der Bus braucht eine Ewigkeit bis er aus der Stadt ist und endlich Richtung Altstadt düst. An der Hauptstrasse auf Höhe Dali hält er an und da die meisten Passagieren aussteigen, tun wir ihnen gleich. Nun müssen wir noch die Altstadt durchqueren, um zu unserer Unterkunft zu gelangen. Da ist mächtig viel los und wir sind froh, endlich auf der anderen Seite zu sein, wo wir unsere Unterkunft finden. Diese ist enorm schön und grosszügig. Wir fühlen uns sofort wohl da. Wir knabbern ein wenig vom leckeren Mooncake, welches uns Lin von ihrer Mutter mitgebracht hat. Anschliessend legen wir uns schlafen.

Dali 09.09.2019

Heute wollen wir Dali etwas erkunden und entscheiden uns dafür, zuerst zum Erhai See zu fahren. Obwohl wir wissen, welchen Bus wir nehmen müssen, gestaltet sich das ganze gar nicht so einfach. Als wir an der Bushaltestelle warten, unser Busnummer aber nicht angeschrieben ist, fragt uns eine Frau, was wir suchen. Wir fragen sie, ob der Bus hier fährt. Sie schüttelt den Kopf und antwortet, dass wir in die Altstadt müssen. Hier gibt es lediglich die teuren Touristentransporte. So gehen wir ein wenig später etwas weiter vorne an die Strasse, wobei uns ein paar Frauen wieder in die Innenstadt schicken, und Touren verkaufen wollen. Wir fragen daher einen Busfahrer. Dieser nickt und meint, dass der Bus hier hält. Tatsächlich eine Minute später kommt der Bus bereits und wir fahren gemütlich zum See. Vor einem Restaurant sehen wir eine Brotstange, die wir probieren. Auch wenn sie frittiert ist, ist sie sehr lecker. Wir spazieren ein wenig umher und geniessen die hübsche Aussicht auf den See. Uns ist schon mehrmals aufgefallen, dass hier viele Trockenfrüchte verkauft werden. An einem Stand machen wir halt und dürfen sämtliche Arten an Trockenfrüchten probieren. Ja sogar Tomaten hat es. Da sie sehr lecker sind kaufen wir Mango, Tomaten, Ananas und etwas Pflaumen. Danach setzen wir uns gemütlich an den See für eine Weile. Am Nachmittag fahren wir wieder zurück ins Städtchen Dali und schlendern ein wenig durch die Strassen. Unmengen an Souvenirs werden verkauft, für uns schon fast wieder zu viel. Aber es hat sehr schöne Artikel, von Jaderinge, über Batiktücher bis hin zu Silberschmuck. Im Supermarkt kaufen wir noch ein paar Snacks ein, da wir morgen eine Wanderung geplant haben. Plötzlich stellt das Wetter um und wir verziehen uns langsam in unsere Unterkunft. Gegen Abend hat es wieder aufgehört zu regnen und wir machen uns auf die Suche nach einem Abendessen. Wir haben online ein Restaurant entdeckt, jedoch hat dieses geschlossen. Spontan finden wir ein Restaurant bei einem buddhistischen Tempel, wo man für 5 Yuan (etwa 70 Rappen) oder einer Spende von einem kleinen vegetarischen Buffet essen kann. Das Essen ist enorm lecker und wir geniessen es sehr, auch wenn wir von den drei Buddhas beobachtet werden… Das Ambiente ist wundervoll. Danach gehen wir zurück in unsere Unterkunft, wo wir uns einen gemütlichen Abend mit einem leckeren Bierchen genehmigen. 

Dali 10.09.2019

Heute ist Manuelas Geburtstag und wir haben einen Wanderausflug zu den Schneebergen hier in der Nähe geplant, daher stehen wir bereits um halb 7 auf. Leider ist das Wetter nicht mit uns, aber wir ziehen trotzdem los. Wir starten beim hintersten Wanderweg, der uns, wenn die Motivation und das Wetter zulässt, direkt auf ein Plateau bringen soll. Wir sind erstaunt, dass dies hier ein Weg für Fahrzeuge ist und nicht nur ein Wanderweg. Nachdem wir etwas mehr als eine Stunde gemütlich aufwärts spaziert sind, kommt plötzlich ein Herr aus einem Haus und lässt eine Schranke runter. Er scheint ziemlich wütend zu sein und obwohl wir ihn nicht verstehen können (er spricht offenbar nicht einmal Chinesisch), gibt er uns mit Gesten zu verstehen, dass wir umkehren sollen. Das nervt uns gerade sehr, haben wir doch einige Höhenmeter bereits hinter uns gebracht, aber es scheint uns nichts anderes übrig zu bleiben. Etwas weiter unten haben wir eine Abzweigung entdeckt, die uns zu einem anderen Weg bringen sollte. Dort stehen ein paar offizielle Herren und wir erwarten bereits, eine Eintrittsgebühr bezahlen zu müssen. Als wir einen Fragen, ob wir hier durch dürfen, verzieht der keine Miene und weist uns den Weg. Zumindest das. Zu Beginn ist dieser Weg ziemlich gemütlich und führt uns an ein paar Farmhäuschen vorbei. Nachdem wir diese passiert haben, ändert sich der Weg drastisch. Wir können knapp einen Weg erkennen, anhand von Steinplatten, aber er ist komplett zugewachsen. Etwa eine halbe Stunde kämpfen wir durchs Gebüsch, wo es aus unserer Sicht ohne Machete kein Durchkommen mehr gibt. Wir kehren wieder um und marschieren bis zu den Farmhäuschen, wo wir es nochmals mit einem anderen Weg versuchen. Auch hier müssen wir eine Weile durch dichtes Gebüsch, aber nach kurzer Zeit führt uns der Weg in einen der offiziellen Wanderwege. Endlich. Nun machen wir uns nach 2.5 Stunden an den eigentlichen Aufstieg. Da es regnet und etwas neblig ist, ist dieser Weg enorm rutschig und wir entscheiden uns lediglich zur Mittelstation zu gehen. 2000 Höhenmeter zum Cuan Shan Mountain wären wohl doch etwas zu viel, vorallem wenn man keine Aussicht hat und unter diesen nassen Bedingungen. Nun geht es steil hoch und der leichte Regen ist schon fast ein wenig willkommen. Als wir endlich oben ankommen beim Zhonghe Tempel, ist es bereits Mittag und wir gönnen uns ein paar Snacks zum Mittagessen. Wir merken nun auch, wie wir in unseren nassen Sachen langsam kalt bekommen. Nun kommen ein paar Deutsche mit dem Sessellift an, welche die einzigen anderen Personen neben uns sind. Glücklicherweise hebt sich der dicke Nebel ein wenig auf, so dass wir doch noch eine hübsche Aussicht auf das Tal haben. Wir spazieren ein wenig der sogenannten Jadestrasse entlang, die früher als Handelsstrasse gebraucht wurde und entlang der Bergkante führt. Hier treffen wir sogar auf eine Polizeistation mit Polizisten die Wache halten. Wir stellen anhand der Schilder gerade fest, dass es für Touristen verboten ist, weiter hoch zu steigen. Unglaublich, offenbar will man die überteuerte Seilbahnfahrt verkaufen. Wir schlendern weiter der Strasse entlang, welche uns durch beeindruckende Landschaften führt. Als wir bei einem weiteren Abstieg mit Treppen vorbeikommen, entscheiden wir uns hier hinunter zu steigen. Unterwegs treffen wir auf ein paar Pferde und Arbeiter, bevor wir wieder zurück nach Dali kommen. Zurück bei der Unterkunft gönnen wir uns eine entspannende warme Dusche, denn dieser, eigentlich kleine Ausflug, hat uns doch ziemlich viel Energie geraubt. Danach telefonieren wir kurz mit Manuelas Eltern, bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof machen, um ein Ticket für morgen nach Lijiang zu buchen. Mit dem Bus kommen wir wieder in den Stau und schauen, dem verkehr amüsiert zu. Es scheint unmöglich zu sein, dass unser Bus den vorderen Bus in dem dichten Verkehr überholen kann, aber nach ein paar Mal üben schafft er es tatsächlich. Wir stellen danach fest, dass es wohl ein kleinen Auffahrunfall zwischen Bus und Personenwagen gegeben hat, aber statt an die Strassenseite zu fahren und den Weg frei zu geben, bleibt der Bus auf der ersten Spur stehen und das Auto auf der zweiten Spur, so dass nur noch auf der dritten Spur ein Durchkommen ist. Sowas kann wohl nur den Chinesen einfallen…;-) Als wir nach einer Ewigkeit wieder zurück in der Altstadt sind, ist es auch schon Essenszeit. Wir haben ein nettes Restaurant ausgesucht, aber als wir dort ankommen, heisst es, dass es geschlossen ist. Ein weiteres, welches wir aufsuchen scheint nicht mehr zu existieren. Nun reicht es und wir suchen eine Pizzeria mit guter Bewertung auf. Aber auch diese hat heute geschlossen. Nun haben wir doch noch ein Restaurant gefunden, welches Englische Karte und Vegetarische Speisen haben soll. Es ist aber gerade auf der anderen Stadtseite und wir machen uns auf den Weg durch die – wie immer – vollgestopfte Strasse. Zu unserer Überraschung existiert dieses Restaurant und hat sogar offen. Es ist ein sogenannt organisches Restaurant und entsprechend teuer. Aber was solls, es ist ja Manuela’s Geburtstag. Wir gönnen uns zuerst zwei Shangri-La Biere (von einem Schweizer mit tibetischen Wurzeln, der in Shangrila eine Brauerei eröffnet hat) und bestellen uns zwei Gerichte für umgerechnet +/-10 Franken pro Gericht (also für unsere Verhältnisse nicht teuer).. Hanspeter gönnt sich ein Art Yakschmorbraten und Manuela eine Gemüseplatte mit Pilzen und Käse. Das Essen ist fantastisch, aber leider etwas klein. Es hat gerade Mal drei der leckeren Käsestückchen drin und das ist das erste Mal richtiger Käse in China und Guter dazu. Als das Essen kommt, wurde uns eine weitere Platte serviert. Wir denken zuerst, dass sei der Käse, da die restlichen Platten so klein sind und fangen an zu essen. Etwas später wird uns noch Fisch serviert und wir teilen mit, dass dies nicht für uns ist. Die vermeintliche Käseplatte ist effektiv eine Eierspeise, aber auch sehr lecker und hierzu sagt niemand etwas. Es steht zu unserem Glück auch nicht auf der Rechnung. Nun haben wir doch genug gegessen und glücklich mit den Leckereien spazieren wir wieder zurück zu unserer Unterkunft. 

Lijiang 11.09.2019

Auch heute stehen wir früh auf, denn der Zug nach Lijiang fährt bereits um 10 Uhr los. Da wir oftmals über eine Stunde brauchen, bis wir mit dem Bus am Bahnhof sind, nehmen wir bereits den 8-Uhr Bus. Es hat sich gelohnt, denn er kommt nur langsam vorwärts und der Bus ist vollgestopft. Wir schaffen es jedoch pünktlich auf den Zug und kurz vor 13.00 Uhr kommen wir in Lijiang an. Auch hier ist der Bahnhof relativ weit von der Altstadt und unserer Unterkunft entfernt, so dass wir mit dem Bus hochfahren. Leider ist es wieder etwas regnerisch, aber glücklicherweise ist unsere Unterkunft nicht weit entfernt. Wir stellen mit schmunzeln fest, dass es sogar einen Regenunterstand bei einem Fussgängerstreifen hat. Wir checken bei unserem Hostel ein und beziehen ein hübsches Zimmer. Zum Glück hat es unterdessen aufgehört zu regnen und wir machen uns auf den Weg, um die Altstadt zu erkunden. Ähnlich wie in Dali hat es hier viele Stände mit Schmuck und Essen, aber irgendwie finden wir es nicht so touristisch, wie im vorherigen Dorf. Wir können die Sachen auch in Ruhe anschauen, ohne dass jemand kommt und sie einem verkaufen will. Das Dörfchen sieht sehr idyllisch aus, vieles ist aus Holz gebaut, ein Fluss fliesst mitten durch, die Gassen sind klein und verwirrend, so dass man sich schnell verirren kann. Wir probieren ein paar Spezialitäten von den Strassenständen und schlussendlich entscheidet sich Manuela doch noch einen hübschen Jade Armreif zu kaufen. Kurz bevor wir wieder zur Unterkunft zurückkehren, beginnt es aus Strömen zu regnen. Im Hostel tauschen wir uns mit den anderen Gästen ein wenig aus und erfahren dabei, dass die Tiger Leaping Gorge bereits seit mehreren Wochen geschlossen ist, aber möglicherweise die Tage wieder öffnen kann. Schade, denn diese hätten wir eigentlich Übermorgen besuchen wollen und wir hoffen das Beste. Danach waschen wir unsere Wäsche und gehen am späteren Abend mit 3 anderen Gästen (ein Israeli, zwei Engländer) Abendessen. Die Wirtin hat wohl selten ausländische Gäste, denn die ganze Zeit filmt sie und macht Fotos von uns. Mit der Chinesisch – Englisch Übersetzung hapert es ein wenig und wir zeigen ihr lediglich, aus welchen Zutaten wir ein Gericht wollen. Es ist einmal mehr köstlich, vor allem die Pilze und Auberginen. Mit vollgestopften Bäuchen kehren wir wieder zurück zur Unterkunft und plaudern eine Weile, bevor wir schlafen gehen. 

Lijiang 12.09.2019

Heute schlafen wir etwas aus und stehen erst um 9 Uhr auf. Eigentlich wollten wir das Nachbardorf besuchen, entscheiden uns aber schlussendlich für eine kleine Wanderung auf den Elephant Mountain. Diese führt uns zuerst wieder durch die Altstadt und schliesslich geht es ziemlich steil hoch. Wir haben dafür schon bald eine tolle Aussicht über die Stadt und die Region. Offenbar ist der Weg nicht sehr bekannt, denn wir treffen kaum Leute. Oben angekommen haben wir eine wirklich tolle Aussicht. Beim Abstieg treffen wir auf ein paar Pilzsucher und unten kommen wir direkt zu den sogenannten Dragon Pools. Dies ist ein ziemlich grosser, hübscher Park mit Tempel und kleinen Seen. Wir treffen unterwegs auf Leute, die auf traditionellen chinesischen Instrumenten spielen. Wir spazieren eine Weile durch den Park und geniessen die entspannte Atmosphäre. Danach begeben wir uns wieder zurück in die Altstadt, wo wir uns ein typisches Gebäck, Baba, von Lijiang gönnen. Danach kaufen wir fürs Wandern leckere gepresste Nussstangen mit verschiedenen Geschmäcker, und Hanspeter probiert getrocknetes Yakfleisch und kauft sich auch etwas davon. Nun haben wir noch einen Stand gesehen, der Brötchen mit Käse überzogen verkauft, bei denen wir natürlich nicht widerstehen können. Leider werden wir vom Käse etwas enttäuscht, denn gemäss unserem Geschmack ist der Überzug Vanille. Naja, lecker ist es trotzdem. Wir sind richtig begeistert von all den vielen Leckereien hier in der Region. Wir wollen langsam wieder zurück schlendern, müssen uns jedoch plötzlich beeilen, denn es beginnt, schlimmer als gestern, wieder aus Strömen zu regnen. Es regnet so stark, dass wir uns irgendwo für eine Weile unterstellen, aber es wird nicht besser. So beeilen wir uns wohl oder übel, um zur Unterkunft zu kommen, wo wir zuerst eine warme Dusche nehmen. Danach begeben wir uns wieder in die Hostelplauderrunde bis es Zeit fürs Abendessen ist. Das Hostel selbst bietet ein sogenanntes Familiendinner für 25 Yuan (3.50 Franken) pro Person an, welches wir natürlich auch probieren wollen. Am Dinner nimmt der Israeli von gestern, sowie ein Französisches Pärchen, das vor ein paar Wochen ebenfalls eine Weltreise gestartet hat und eine dreiköpfige Israelische Familie teil. Auch diese Mahlzeit ist sehr lecker, vielfältig und reichhaltig. Da geben sich die Hostelbesitzer richtig Mühe, um eine authentische Mahlzeit zu zaubern. Danach plaudern wir noch lange in den Abend hinein. Wir erfahren aber auch, dass der Tiger-Leaping Gorge auch morgen nicht geöffnet hat, weshalb wir uns entscheiden morgen direkt nach Shangri-La zu fahren. Wir tauschen mit dem Israeli, David sowie den beiden Franzosen die Kontaktdaten aus, da wir wohl alle zur ähnlichen Zeit in Nepal sein werden. Zudem will David morgen mittels Autostopp ebenfalls nach Shangri-La fahren, so kann es sein, dass wir uns vielleicht sogar morgen wieder treffen. Gegen Mitternacht legen wir uns schliesslich schlafen.

Shangri-La 13.09.2019

Als wir am Busbahnhof ankommen lernen wir gleich, auch Busse muss man vorbuchen. Denn wir müssen noch fast 2 Stunden warten, bis der nächste Bus mit verfügbaren Plätzen fährt. Die Fahrt nach Shangri-La ist ziemlich spektakulär und wir können eine wunderschöne Aussicht geniessen. Nach etwa 4 Stunden kommen wir in der Stadt an und müssen wiederum einen Bus nehmen, um in die Altstadt zu kommen, wo sich unsere Unterkunft befindet. Die Unterkunft ist simpel, aber was will man schon erwarten, wenn man umgerechnet nur 8 Franken bezahlt. Der Besitzer ist sehr freundlich und gibt uns gleich ein paar Tipps für Ausflüge und Besichtigungen in der Region. Auch wenn der Nachmittag etwas fortgeschritten ist, entscheiden wir uns, den Chicken Tempel zu besuchen, der zwar in der Stadt, aber auf einem Hügel liegt. Der Aufstieg zum Tempel ist sehr schön begleitet von vielen farbigen Gebetsflaggen und einer schönen Aussicht. Wir nehmen es gemütlich, denn wir sind hier ja bereits auf über 3000 Meter über Meer. Bald sind wir oben, und wie der Namen schon sagt, hat es viele Hühner, aber auch Gockel. Der Tempel ist sehr schlicht, was ihn aber besonders hübsch macht. Nicht so pompös wie viele andere. Wir geniessen es für eine Weile hier oben, danach machen wir uns wieder auf den Abstieg. Nun ist es etwa 5 Uhr, gerade noch genügend Zeit um die Tempelanlage inmitten der Stadt mit dem riesigen Gebetsrad zu begutachten. Diese Anlage ist um einiges pompöser, aber auch sehr schön gemacht. Das riesige goldene Rad (Prayer Wheel) ist sehr eindrücklich und mit hübschen Bildern versehen. Auch der Tempel mit seinem gold verziertem Dach ist sehr schön und im Gebäude können wir einen enorm grossen Buddha betrachten. Speziell ist für uns jedoch zu sehen, wie die Mönche beim Eingang die Geldbündel von den vielen Spenden zählen. Naja, irgendwoher muss ja auch dieses Geld kommen, um solche pompöse Gebilde zu erstellen. Innen ist es nämlich noch viel glamouröser als die Aussenfassade. Wir haben gelesen, dass viele alte Bauten durch einen Brand in 2014 zerstört wurde. Das verrückte daran ist jedoch, dass die Feuerwehr ohne Wasser ausgerückt ist. Wir finden aber dennoch, dass es einige schöne Gebäude hat und sich die Stadt beim Wiederaufbau Mühe gegeben hat. Wir schlendern ein wenig durch die Strassen und stossen dabei auf einen Laden, in welchem wunderschöne tibetische Bilder verkauft werden. Die Gemälde sind jedoch ziemlich teuer, aber wir sehen auch gleich, was für ein Aufwand dahinter steckt. Die ganz grossen werden innerhalb von 5-7 Monate erstellt, erklärt uns der Besitzer. Er erzählt uns auch ein wenig, wie die Bilder hergestellt werden. Schlussendlich kaufen wir ein kleines, nicht so aufwendiges, aber nicht weniger hübsches tibetisches Bild. Danach suchen wir ein Restaurant um zu Abendessen, wobei wir hier ein paar tibetische Spezialitäten probieren. Das Yak Joghurt finden wir sehr gut, die Champignons sind lecker und auch das Brot dazu ist wunderbar. Aber ansonsten fehlt dem Essen leider etwas an Geschmack, wie wir es von der chinesischen Küche kennen. Das mag aber auch daran liegen, dass sie extra unscharf für Touristen gekocht haben. Aber wir sind satt und vermutlich sind wir einfach vom guten Essen enorm verwöhnt. Danach kehren wir wieder in die Unterkunft zurück, wo der Besitzer mit seinen beiden Mitarbeiterinnen am Abendessen ist. Es ist auch eine Kollegin der Mitarbeiterinnen von Hongkong dabei, die ziemlich gut Englisch spricht. Sie erklärt uns, dass heute das Mid-Autumn (Mitte-Herbst) Fest stattfindet, welches eigentlich ein Familienfest sei und heute insbesondere Mooncakes (wegen dem Vollmond) gegessen werde. Wir können diverse der leckeren Mooncake probieren und trinken dazu ein Shangri-La Bier. Der Besitzer hat eine Flasche vom uns wohlbekannten Beidschu-Schnapps, den er uns immer wieder anbietet. Wir verbringen einen gemütlichen Abend. Serene, die Frau aus Hongkong meint, dass sie morgen mit uns wandern gehen wolle und eventuell zur nächsten Destination nach Daocheng mitkommen will. Wir werden sehen und verabschieden uns, da wir früh aufstehen wollen. Für morgen haben wir uns bereits mit David verabredet, und wir sind uns noch nicht so sicher, ob Serene, denn morgen wirklich für die Wanderung auf der Matte stehen wird. 

Shangri-La 14.09.2019

Der heutige Tag beginnt nicht gerade vielversprechend, denn es regnet. David ist um 8 Uhr bei der Unterkunft, aber von Serene ist keine Spur. Wir versuchen sie telefonisch zu erreichen, aber leider erfolglos. Wir rufen ein Taxi für umgerechnet 3 Franken, welches uns 15 Kilometer weiter zum Ausgangspunkt der Wanderung bringt. Es befinden sich ein paar Sicherheitsbeamten beim Parkplatz, die uns erklären wollen, dass die Seilbahn nicht hochfährt. Mittels Übersetzer teilen wir mit, dass wir hochlaufen wollen. Sie schauen ganz irritiert und meinen darauf, dass das Wetter nicht gut sei und wir vorsichtig sein sollen. Klar, dass sind wir. Zudem fragen sie uns, ob wir Essen und Trinken dabei haben, was wir auch bestätigen. Danach gehen wir los. Wir haben schon befürchtet, dass sie uns aufhalten wollen, was ja nicht so unüblich wäre, bei den chinesischen Behörden. Daher sind wir gerade ziemlich erleichtert. Die ersten 400 Höhenmeter bis zur Mittelstation sind enorm steil und entsprechend anstrengend. Mit dem Regen der uns von Zeit zu Zeit begleitet, kühlt es zumindest etwas ab. Kurz vor der Mittelstation treffen wir auf einen Tibeter, der mit uns zu plaudern beginnt. Leider verstehen wir ihn nicht, aber nett scheint er zu sein. Bei der Mittelstation angekommen staunen wir, dass es ein paar Farmhäuschen hat und viele Yaks. David hat in Sichuan schon viele Yak gesehen und meint, die tun keiner Fliege was zuleide und sind enorm friedlich. So wandern wir sorglos durch die Yak Herde und begutachten diese massiven Tiere ein wenig. Eigentlich hätten wir den weniger steilen Aufstieg in Angriff nehmen wollen, der uns zu einem See führt. Wir vermuten, dass wir auf dem Shika Snow Mountain wohl nicht viel Aussicht haben werden. Wenn wir wollen, könnten wir immer noch weiter auf den Berg wandern. Dummerweise erwischen wir den falschen Pfad und das bemerken wir erst wieder nach einer Weile am permanenten steilen Aufstieg. So entscheiden wir uns, dass wir trotzdem zum Berg hoch gehen und den See eventuell auf dem Rückweg besuchen. Abgesehen davon dass es steil ist und wir etwas mit der dünnen Luft zu kämpfen haben, geht es ziemlich gut. Zwischendurch verpasst uns das Wetter eine Dusche, aber der Wanderweg ist herrlich. Kurz bevor wir oben ankommen, sehen wir etwas blauen Himmel was uns sehr freut. Nun müssen wir ein paar Treppen hinter uns bringen und bald erreichen wir ein Häuschen. Da es enorm kalt ist, kommt uns dieses sehr gelegen, denn es hat sogar eine kleine Heizung. Wir legen hier einen wohlverdienten Mittagsstopp ein. Danach nehmen wir die letzten knapp 50 Höhenmeter über einen sehr steinigen Pfad in Angriff und wir erreichen den Gipfel. Zu unserem erstaunen haben wir sogar einen wunderschönen Ausblick, auch wenn die 6000er Berge nicht zum Vorschein kommen. Wir sind mehr als zufrieden und hätten uns diesen Anblick nicht zu träumen gewagt, als wir heute Morgen losgezogen sind. Wir sind hier nun auf ca. 4500 Höhenmeter angelangt und haben etwas mehr als 1000 Höhenmeter überwunden. Wir haben uns nun das erste Mal etwas an die Höhe gewöhnt, obwohl es nicht ganz ohne war. Nachdem wir eine Weile die Aussicht genossen haben, steht uns der steile Abstieg bevor. Nun regnet es wieder stärker, weshalb wir den Umweg an den See auslassen und den direkten Weg vorziehen. Wieder bei der Farm an der Mittelstation angekommen, betrachten wir die hübschen Yaks. Eine Yak Mutter mit ihrem Kleinen findet aber, dass es wohl etwas zu viel Glotzen von unserer seite sei und beginnt in unsere Richtung zu rennen. Wir erschrecken gerade ein bisschen und rennen davon. Glücklicherweise genügt ihr das bereits und sie kehrt wieder zu ihrem Kleinen zurück. Also so ganz ungefährlich sind wohl die Yaks auch nicht. Unterwegs begegnen wir noch ein paar der solchen, wobei es uns ziemlich überrascht, dass die ganz alleine ohne Hirte den Berg zur Mittelstation aufsteigen. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir es endlich geschafft wieder in der Talstation zu landen und nun müssen wir schauen, wie wir wieder zurück kommen. Taxis gibt es da keine und Autostopp sieht auch etwas schlecht aus, denn es kommen kaum noch Autos hierher. Wir entscheiden uns zuerst zum Parkplatz zurückzukehren und hoffen dort eine Transportmöglichkeit zu finden. Wir sehen eine Gruppe und fragen die, ob sie uns mitnehmen können. Leider wollen sie noch etwa 4 Stunden in der Region herumfahren, einer ruft jedoch sein Hotel an und fragt für eine Transportmöglichkeit. 100 Yuan würde das Hoteltaxi kosten, da laufen wir doch lieber die 15 Kilometer (also genau genommen 10, denn für die letzten 5 sollte es einen Bus geben). Wir bedanken uns für die Hilfe und gehen zu Fuss los. Keine 5 Minuten später fahren die beiden Autos wieder zu uns, und sie meinen nun, dass sie uns doch ein Stückchen mitnehmen können. Manuela steigt ins Fahrzeug mit dem Englisch Sprechenden jungen Chinesen ein und sie erzählt ihm vom heutigen Ausflug. Plötzlich funkt dieser mit dem anderen Auto und meint, dass sie sich entschieden hätten, uns zurück nach Shangri-La zu fahren, aber sie machen noch den ein oder anderen Fotostopp. Manuela ist gerade überwältigt von dem Angebot und hat ein wenig ein schlechtes Gewissen, dass sie wegen uns einen Umweg fahren. Aber er meint nur, dass sei schon in Ordnung, er sehe ja wie müde wir seien und für sie sei es nicht eine grosse Sache. Als wir den ersten Fotostopp machen und Manuela die Botschaft an Hanspeter und David überbringt, freuen sich diese natürlich auch sehr. Wieder zurück in Shangri-La suchen wir als erstes ein Restaurant auf, wo wir was lecker Essen gehen. Hanspeter und David haben Lust auf Hühnchen, als dieses jedoch auf dem Teller ist, vergeht ihnen der Appetit. Wohl wurde alles vom Huhn ausser Hühnchenfleisch auf dem Teller serviert, vom Schnabel bis zum Fuss. Sie verzichten nach ein paar Bissen beide darauf. Das restliche Essen ist aber wie gewohnt sehr lecker. Danach müssen wir für die morgige Reise nach Daocheng etwas einkaufen, denn in unserem Reiseführer steht, dass die Fahrt etwas 10 Stunden dauern wird. Es ist bereits nach 9 Uhr als wir zurück zu unserem Hostel kommen und uns nun endgültig von David verabschieden, da er eine andere Reiseroute vor sich hat. In Sichuan war er schliesslich schon. Danach heisst es duschen und packen. Um 11 Uhr legen wir uns schlafen, denn wir müssen morgen etwa um 6 Uhr aufstehen, um den Bus um 8 Uhr zu erwischen und noch Zeit fürs Frühstück zu haben.


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06.09.2019 – 14.09.2019

Kunming 06.09.2019

At half past eight we reach Kunming. Lin, a former couch surfer, is in town right now and she offered us to stay with her. That’s quite a coincidence, because next week she is going to Guangzhou, where she wants to live and work in the future. Now we are a bit late for her and she leaves the keys at the neighbors place. We are already curious, she has said her grandmother is still at home and hears bad. Since she recommended us a taxi because of the rain, we take one and are therefore soon arrived at her place. We ring the bell at the neighbors, who immediately open the door, give us the key and kindly mention that we still have a few floors to go up. At the top we want to make ourselves comfortable and we finally find her grandmother. A – in our view – very old, but extremely preppy woman. Lin informs us later that she is already 96 years old. Of course, we can not communicate with her, and not only is her hearing a bit bad, but also her eyes, so we can not even tell her anything with Google Translator. Lin also tells us that she forgot to let her know about our arrival, but that shouldn’t be a problem. Well, we think the situation is a bit strange. The grandmother gives us to understand that we should sit on the sofa and offers us a glass of water. We sit down and watch a rather gruesome Taiwan – China war movie with her. After a while, Hanspeter takes a shower, then Manuela. While Manuela is in the shower, Hanspeter treats herself to a snack. The grandmother rightly suspects that he is hungry and tells Hanspeter to come to the kitchen. There she puts all kinds of food in his hands and tells him to cook something. After Manuela has showered, therefore, is a delicious lunch of noodle soup with eggs, vegetables, nuts and some meat ready. Together with the grandmother we enjoy lunch. Then Manuela does the dishes and we all watch TV together while waiting for Lin. At about 1 o’clock, she shows up with her parents and is a bit surprised that we have already had lunch with her grandmother. We stay a little at home first, then we drive to the city center. But Lin has not been here for quite some time and apparently a lot has changed. We walk a bit through the streets and inspect the various shops. In a bakery, Lin buys us a delicious pastry with a sweet filling of roses. Now it’s raining pretty hard and we’re looking for shelter. Meanwhile, Lin contacts a Dutch girlfriend, with whom she actually wanted to have dinner. She has already eaten, but we still go there.  As we leave the car park, we are not surprised that you can even pay the parking fees with Wechat. The cafe is very western oriented and Hanspeter therefore treats himself to a pizza and Manuela a few samosas. Delicious. Lin’s friend says goodbye shortly after we arrive, but we stay awhile there. After that, Lin suggests that we better stay in her private apartment, as we have a little more privacy there, instead of her parents‘ home on the sofa. She offers to pick us up tomorrow and we can have lunch together. We agree with and now have an entire apartment for us, just outside of Kunming city center. We say goodbye to Lin and spend a nice evening here.

Kunming Ausflug zum Dragon Gate 07.09.2019

Just before noon Lin picks us up and we drive together to a place with many small restaurants. Today she shows us typical Yunnan food, which consists of a rice noodle soup with mutton, vegetables and many species. Incidentally, garlic is eaten whole and raw in China. These are available with many dishes or simply on the restaurant tables. Lin motivates us to eat, as Manuela likes garlic she does and eats half, Hanspeter lets it stay – to his bad luck, because now Manuela smells terrible. Well, heck, she’ll miss it in the future. Garlic is only reserved for the fondue. Then Lin drives us to the starting point of a hiking trail. Since Lin does not like hiking and has a lot to do, she drives back home and we do the trek alone. First, we stroll through a huge market with food stalls and souvenir shops before the actual path begins. Apart from the shuttle busses, which bring people up speedy, the road is quite comfortable, as there is always some detour through the woods for the next couple of miles. Once at the top it started to rain and we have to pay the entrance fee first. Fortunately, the rain is not so strong and only sporadic. In addition to breathtaking views, we now walk past various temples. The trails are sometimes very narrow, so there is traffic jam here. After we get to the top point, we decide for an alternative descent to the entrance lodge and it has been very worth. Here we hardly meet people and we can walk back in peace. Then we head back down the wide street until we reach the starting point, where we take the subway to the city center. Downtown, we meet Lin to have dinner together. On the way, we are astonished when we see tons of shops selling tons of delicious mushrooms in huge bags. As we learn later, Yunnan Province is the mushroom mekka of China. Today, Lin invites us to a larger authentic restaurant where you can taste the ingredients you want. The dinner is enormously delicious and we enjoy the cozy evening together.  We are surprised that many men – even here in the restaurant – smoke tobacco from huge metal pipes. This looks like an above-average bong (a photo of it can be found on 9.9. In Dali). As we learn, this is also typical of this region. After filling our bellies, we say goodbye to Lin. She is tired, which is why we return by bus. As we wait at the bus stop, we notice that the last bus leaves at 9:30 pm, but we already have 9:00 pm. We hope that our connection buses will still drive when we arrive there. However, when we get off the bus, we immediately see the last bus has already left at 20.00. We stroll to the nearby bus station, where three different buses drive to our accommodation, but all are finished at 21.00 at the latest. Bad luck, because there are still about four kilometers and we decide to walk this distance. We choose a small street so we do not want to walk next to the busy main road. As we turn into the road we are not so sure if that is a good idea. The street is very dark, it seems like a huge construction site, it smells pretty bad and even some people live here in a garage. We feel moderately well at 10 o’clock in the evening to walk along this street. But China is safe and about 20 minutes later we reach the main road, where we walk the last piece along. Arrived at our accommodation, we go to sleep soon.

Kunming – Dali 08.09.2019

At lunchtime, Lin picks us up and we go for lunch together, before heading to Dali. Today she shows us salty food as well as some desserts that are delicious. Then we say goodbye and go to the train station. We want to take the next train to Dali and have not booked this, since we have to pay the equivalent of 3 francs per ticket booking fees, which is relatively high for the total price. Online, however, we can track how the tickets are getting less and less. When we finally get there, the tickets are already sold and we can book the next train at 17.30. This is a bit annoying to wait for a while. Hanspeter is looking for the Chinese mobile carrier to topup the credit on our Chinese sim card (we were only able to solve it for a month) and succeed, while Manuela takes care of the luggage. After that we enter for the first time a so-called high-speed train. This is the only one to Dali. The train arrives just 5 minutes before departure, but somehow they manage to stow the whole crowd and leave punctually. It’s unbelievable, so far no trains have been delayed (not a minute!) in China. The seats are arranged in two and three rows and quite comfortable. No one is sitting opposite here. 2.5 hours later we reach Dali and start looking for the bus which will take us to the old town. The station is still about 30 kilometers from the old town. The bus takes ages to get out of town and finally head towards the old town. He stops at the main road at Dali and since most passengers get off, we do the same. Now we have to cross the old town to get to our accommodation.  There is a lot going on and we are glad to finally be on the other side of the town, where we find our accommodation. This is very beautiful and spacious. We feel comfortable right away. We nibble a bit on the delicious mooncake that Lin brought us from her mother. Then we go to sleep.

Dali 09.09.2019

Today we want to explore Dali and decide to drive to Erhai Lake first.  Although we know which bus to take, the whole thing is not so easy. When we wait at the bus stop, our bus number is not written and a woman asks us what we are looking for. We ask her if the bus departs here. She shakes her head and answers that we have to go to the old town. Here are only the expensive tourist transports. So a little later we go a bit further up the street, and some women want to send us back to the city center to sell tours. We ask a bus driver. He nods and says that the bus stops here. In fact, a minute later, the bus is already coming and we are driving comfortably to the lake. In front of a restaurant we see a breadstick that we try.  Even if it is fried, it is delicious. We walk around a bit and enjoy the beautiful view of the lake. We have noticed several times that many dried fruits are sold here. At a stall we stop and try all kinds of dried fruit. Yes, even tomatoes. Because they are delicious we buy mango, tomatoes, pineapple and some prunes. Then we sit comfortably at the lake for a while. In the afternoon we drive back to Dali and stroll a bit through the streets. Lots of souvenirs are sold, for us almost too much. But very nice items are sold, from Jade jewelries, batik cloths to silver jewelry. In the supermarket we buy a few snacks, because we have planned a walk tomorrow. Suddenly the weather changes and we slowly move to our accommodation. Towards evening it has stopped raining and we are looking for a dinner. We found a restaurant online, but it’s closed. Spontaneously we find a restaurant at a Buddhist temple, where you can eat for 5 yuan (about 70 cents) or a donation to the small vegetarian buffet. The food is very delicious and we enjoy it very much, even though we are being watched by the three Buddhas … The ambiance is wonderful. Then we go back to our accommodation, where we have a cozy evening with a delicious beer.

Dali 10.09.2019

Today is Manuela’s birthday and we have planned a hiking trip to the snow mountains around here, so we get up at half past 6. Unfortunately, the weather is not good, but we still go. We start at the last footpath, which should bring us, if the motivation and the weather permits, directly on a plateau. We are amazed that this is a way for vehicles, not just a trail. After a leisurely walk upwards for more than an hour, suddenly a man comes out of a house and lets down a barrier. He seems quite angry and although we can not understand him (he does not even speak Chinese), he gestures to us to turn around. That bothers us a lot, we’ve already covered a few meters in altitude, but there seems to be nothing to do. We can not pass. Further down we have discovered a turnoff that should take us to another path. There are a few officials and we expect to have to pay an entry fee. When we ask a question, if we are allowed to go through here, he shows us the way. At least that. At the beginning, this path is quite comfortable and leads us past a few farm sheds. After we have passed these, the way changes drastically. We can barely make out a path using stone slabs, but it is completely overgrown. For about half an hour we fight through the bushes, where in our view without machete there is no more getting through. We turn back and march to the farmhouse, where we try again with a different path. Here, too, we have to walk through dense bushes for a while, but after a short while our path leads us into one of the official hiking trails. At least. Now we start the actual ascent after 2.5 hours. Since it is raining and a bit foggy, this way is very slippery and we decide to go to the middle station. 2000 meters altitude to Cuan Shan Mountain would probably be a bit too much, especially if you have no view and under these wet conditions. Now it’s uphill and the light rain is almost welcome. When we finally arrive at the first top where the Zhonghe Temple, it’s already noon and we treat ourselves to some snacks for lunch. We now also notice we get cold in our wet clothes. Now a couple of Germans arrive with the chairlift, which are the only other people next to us. Fortunately, the thick fog lifts up a bit, so we have a nice view of the valley. We walk a little way the so-called Jade road, which was formerly used as a trade route and leads along the mountain edge. Here we even meet a police station with policemen keeping watch. We are now realizing from the signs that it is forbidden for tourists to climb higher. Unbelievable, apparently they want to sell the overpriced cable car ride. We stroll along the road, which leads us through impressive landscapes. As we reach a further descent with stairs, we decide to descend here. On the way we meet some horses and workers before we come back to Dali. Back at the accommodation, we treat ourselves to a relaxing warm shower, because this, actually small excursion, has taken quite a lot of energy. Then we talk to Manuela’s parents shortly before heading to the train station to book a ticket to Lijiang for tomorrow. With the bus we get back into the traffic jam and watch the traffic amused. It seems impossible that our bus can overtake the front bus in the busy traffic, but after practicing a few times, he actually manages. We find out afterwards there was probably a small rear-end collision between the bus and the passenger car, but instead of driving to the side of the road and clearing the way, the bus stops on the first lane and the car on the second lane, so that only on the third track traffic comes through. Something can only happen in China … 😉 When we are back in the old town after an eternity, it’s already dinner time.  We chose a nice restaurant, but when we get there, it’s closed. Another, which we look for does not seem to exist anymore. Now it is enough and we are looking for a pizzeria with a good rating. But this too has closed today. Now we have found a restaurant, which should have English menu and vegetarian food. But it is just on the other side of the city and we make our way through the – as always – crowded street. To our surprise, this restaurant exists and is even open. It is a so-called organic restaurant and accordingly expensive. But hey, it’s Manuela’s birthday. First, we treat ourselves to two Shangri-La beers (from a Swiss with Tibetan roots, who opened a brewery in Shangri La) and order us two dishes for the equivalent of +/- 10 francs per dish (not expensive in our circumstances). Hanspeter treat himself to a kind of yak stew and Manuela a vegetable plate with mushrooms and cheese. The food is fantastic, but unfortunately a bit small. It has just got three of the delicious pieces of cheese in it and this is the first time to have real cheese in China and good ones. When the food comes, we were served another plate. At first we think this is the cheese, as the remaining plates are so small and we start to eat. A little later we are still served fish and we say this is not for us. The supposed cheese plate is effectively an egg dish, but also delicious and no one says anything about it. It is fortunately not on the bill. Now we have eaten enough and happy with the treats we walk back to our accommodation.

Lijiang 11.09.2019

Even today we get up early because the train to Lijiang starts at 10 clock. Since we probably need more than an hour to get to the station by bus, we already take the 8 o’clock bus. It was worth it, because we move on slow and the bus is crowded. We make it to the train on time, and arrive in Lijiang shortly before 1pm. Again, the train station is relatively far from the old town and our accommodation, so we get on a bus. Unfortunately it is rainy again but luckily our accommodation is not far away. We find out it even has a rain shelter at a pedestrian crossing. We check in at our hostel and move into a nice room. Fortunately, it has stopped raining and we are on our way to explore the old town. Similar to Dali, there are many stalls selling jewelry and food, but somehow we do not find it as touristy as in the previous village. We can also look at things without anyone coming and wanting to sell them. The village looks very idyllic, much is built of wood, a river flows through the middle, the streets are small and confusing, so you can get lost quickly. We try a few specialties from the street stalls and finally Manuela decides to buy a nice jade bracelet. Just before we return to the shelter, it starts to rain with rain. At the hostel, we chat with the other guests a bit and learn that the Tiger Leaping Gorge has been closed for several weeks, but may be reopen the next days. Too bad, because we would actually want to visit it the day after tomorrow and we hope the best. Afterwards we wash our clothes and go to dinner with 3 other guests (one Israeli, two English people) in the later evening. The restaurant lady has rarely foreign guests it seems, because the whole time she is filming and taking pictures of us. The Chinese – English translation is a bit of a hitch and we just show her what ingredients we want a dish from. Once again it is delicious, especially the mushrooms and eggplants. With full bellies, we return to the accommodation and chat for a while before we go to sleep.

Lijiang 12.09.2019

Today we sleep a little while and do not get up until 9 o’clock. Today, we wanted to visit the neighboring village, but finally decide on a short hike to the Elephant Mountain. This leads us first through the old town and finally it is quite steep. We soon have a great view of the city and the region. Apparently the way is not very well known, because we hardly meet people. At the top we have a really great view. On the descent we meet some mushroom seekers and below we come directly to the so-called Dragon Pools. This is a big, pretty park with temples and small lakes. On the way, we meet people who play traditional Chinese instruments. We walk for a while through the park and enjoy the relaxed atmosphere. Then we go back to the old town, where we treat ourselves to a typical pastry, Baba, from Lijiang. Afterwards we buy delicious pressed walnut sticks with different flavors for walking, and Hanspeter tastes dried yak meat and buys some of it. Now we have seen a stall that sells bread rolls covered in cheese, which of course we can not resist. Unfortunately, we are a little disappointed with the cheese, because according to our taste, the coating is vanilla. Well, it’s still tasty. We are really excited about all the many goodies here in the region. We want to slowly stroll back, but suddenly have to hurry, because it starts to rain more rainy than yesterday. It’s raining so hard that we’re waiting somewhere for a while, but it’s not getting better. So we hurry to get to the accommodation, where we first take a warm shower. Then we go back to the Hostel where we talk a while to the other guests until it’s time for dinner. The hostel offers a so-called family dinner for 25 yuan (3.50 francs) per person, which of course we also want to try. At dinner, the Israeli from yesterday, as well as a French couple that started a world tour a few weeks ago, and a three-headed Israeli family, take part. Also this meal is delicious, varied and rich. As the hostel owners go to great lengths to conjure up an authentic meal. After that we chat a long time into the evening. But we also learn that the Tiger Leaping Gorge has not opened, so we decide tomorrow to go directly to Shangri-La. We exchange the contact details with the Israeli guy, David and the two French, as we will all be in Nepal at the same time. David also wants to drive to Shangri-La by hitchhiking tomorrow, so maybe we’ll meet again tomorrow. At midnight we finally go to sleep.

Shangri-La 13.09.2019

When we arrive at the bus station we learn the same, also buses need to be booked in advance. Because we have to wait almost 2 hours until the next bus with available seats leaves. The drive to Shangri-La is quite spectacular and we can enjoy a beautiful view. After about 4 hours we arrive in the city and again have to take a bus to get to the old town, where our accommodation is located. The accommodation is simple, but what do you expect, if you pay the equivalent of only 8 francs for a double room. The owner is very friendly and gives us a few tips for excursions and sightseeing in the area. Although it’s already later in the afternoon, we decide to visit the Chicken Temple, which is located in the city but on a hill. The ascent to the temple is very beautiful accompanied by many colored prayer flags and a beautiful view. We take it easy, because we are already here at over 3000 meters above sea level. Soon we are up, and as the name implies, it has many chickens. The temple is very simple, which makes it especially beautiful. Not as pompous as many others. We enjoy it up here for a while, then we start our descent again. Now it is about 5 clock, just enough time to inspect the temple complex in the city center with the huge prayer wheel. This system is a lot more pompous, but also very nicely done. The huge golden wheel (Prayer Wheel) is very impressive and designed with pretty pictures. The temple with its gold-decorated roof is also very beautiful and in the building we can see a huge Buddha. Especially for us, however, is to see how the monks at the entrance count the bundles of bills from the donations. Well, somewhere this money must come to create such pompous structures. Inside, it’s even more glamorous than the exterior. We read many old buildings were destroyed by a fire in 2014. The crazy thing is, however, that the fire department is disengaged without water. But we still think it has some beautiful buildings and the city has made an effort to rebuild. We walk a bit through the streets and come across a shop selling beautiful Tibetan pictures. The paintings are quite expensive, but we can see what kind of effort is involved. The big ones will be created within 5-7 months, the owner explains. He also tells us a bit about how the pictures are made. Finally, we buy a small, not so elaborate, but beautiful Tibetan image. Then we go to a restaurant for dinner, where we try a few Tibetan specialties. The Yak yogurt is very good, the mushrooms are delicious and the bread is wonderful. But otherwise the food is lacking in taste, different we know it from the Chinese kitchen. But that may also be because they have cooked extra mild for tourists. But we are full and probably we are simply spoiled by the good food. Then we return to the accommodation where the owner and his two staff members are having dinner. There is also a girl from Hong Kong who speaks English pretty well. She explains to us, today the Mid-Autumn festival is taking place, which is actually a family party and today especially mooncakes (because of the full moon) will be eaten. We can try some of the delicious mooncake and drink a Shangri-La beer. The owner has a bottle of the well-known Beidschu Schnapps, which he offers us always. We spend a cozy evening. Serene, the Hong Kong woman, says she wants to go hiking with us tomorrow and maybe go to the next destination in Daocheng. We will see and say goodbye as we want to get up early. For tomorrow we have already arranged a date with David, and we are not so sure yet, if Serene will join too.

Shangri-La 14.09.2019

Today does not start very promising, because it is raining. David is at our hostel at 8am, but there is no sign of Serene. We try to reach her by phone, but unfortunately unsuccessful. We call a taxi for the equivalent of 3 francs, which brings us 15 kilometers further to the starting point of the hike. There are a few security guards at the parking lot who want to explain that the cable car does not run. With the translators, we inform that we want to hike up. They look quite irritated and tell us the weather is not good and we should be careful. Sure. In addition, they ask us if we have food and drink, which we also confirm. Then they let us go and we start. We were afraid they would stop us, which would not be so uncommon, with the Chinese authorities. So we’re pretty relieved right now. The first 400 high meters to the middle station are extremely steep and correspondingly exhausting. With the rain that accompanies us from time to time, it cools down a bit. Shortly before the middle station, we meet a Tibetan who begins to chat with us. Unfortunately we do not understand him, but he seems to be nice. Arriving at the middle station, we are amazed there are a few farmhouses and many yaks. David has seen many yaks in Sichuan and says they are friendly and extremely peaceful. So we walk careless through the yak herd and examine these massive animals a bit. Actually, we would have wanted to do the less steep climb that leads us to a lake. We suspect we probably will not have much to see at Shika Snow Mountain. If we want, we could still go further up the mountain. Unfortunately, we catch the wrong path and we notice this only after a while on the permanent steep climb. So we decide that we still go up directly to the mountain and visit the lake on the way back. Apart from the fact that it is steep and we have somehow to fight with the thin air, it is pretty good. In between, the weather gives us a shower from time to time, but the trail is magnificent. Just before we reach the top, we see a little blue sky, which makes us very happy. Now we have to take a few steps behind us and soon we reach a small house. Since it is extremely cold, this is very convenient, because it even has a small heater. We make here a well deserved lunch stop. Then we cover the last 50 meters over a very stony path and we reach the summit. To our astonishment, we even have a beautiful view, even if the 6000 mountains do not show up. We are more than satisfied and would not have dreamed this sight when we left this morning. We have now reached about 4500 meters altitude and have overcome a little more than 1000 meters in altitude. We got used to the height for the first time, although it was a bit hard. After enjoying the view for a while, we are heading for the steep descent. Now it is raining stronger again, which is why we skip the detour to the lake and prefer the direct route. Back at the farm at the middle station, we look at the pretty yaks. However, a Yak mother with her little one thinks that it is a bit too much looking from our side and starts to run in our direction. We’re just scared a bit and run away. Fortunately, that’s enough for her and she returns to her little one. Well, the yaks can be different we learn. On the way back, we meet a few of those, and we are pretty surprised that all alone without shepherd ascend the mountain to the middle station. After a felt eternity, we finally managed to end again in the valley station and now we have to see how we get back. Taxis are not there and hitchhiking looks difficult, because there are hardly any cars here. We decide to return to the parking lot first and hope to find transport there. We see a group and ask if they can take us. Unfortunately, they still want to drive about 4 hours in the region, but one calls his hotel and asks for transport. 100 yuan would cost the hotel taxi, why we prefer to walk the 15 kilometers (in fact, 10, because for the last 5 there should be a bus). We thank them for the help and go on foot. Not five minutes later, the two cars drive back to us, and now they say they can take us a bit. Manuela gets into the vehicle with the English-speaking young Chinese guy and she tells him about today’s excursion. Suddenly he contact the other car and says they have decided to drive us back to Shangri-La, but they still make one or the other photo stop. Manuela is just overwhelmed by the offer and feels a little bit guilty that they are taking a detour because of us. But he just says that’s alright, he can see how tired we are and it’s not a big deal for them. Of course, when we make the first photo stop and Manuela brings the message to Hanspeter and David, they are also very happy. Back in Shangri-La we first go to a restaurant where we go for some delicious food. Hanspeter and David are in the mood for chicken, but when this is on the plate, their appetite leave. Everything from chicken was served on the plate, from beak to foot. They can’t eat it after a few bites. The rest of the food is as usual delicious. After that, we have to go shopping for tomorrow’s trip to Daocheng, because our guide book says that the trip will take a little over 10 hours. It is already after 9 o’clock when we come back to our hostel and finally say goodbye to David, because he has another itinerary in front of him. He was already in Sichuan. After that we need showering and packing. At 11 o’clock we go to sleep, because we have to get up tomorrow at about 6 o’clock, to catch the bus at 8 o’clock and need time for breakfast.

China 3: Pingyao – Mian Shan – Xi’an – Hua Shan

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28.08.2019 – 04.09.2019

Hohhot – Pingyao 28.08.2019

Etwas nach Mitternacht können wir das erste Mal den Zug mit Schlafwagen austesten. Leider war der günstige Direktzug nach Pingyao ausgebucht, weshalb wir zuerst über Nacht im Schlafwagen nach Datong fahren. Die Betten sind ein wenig hart, aber nicht anders als in vielen asiatischen Unterkünften. Wir finden sie gemütlich. Eigentlich hätten wir ja noch die aufblasbaren Liegematten und Schlafsack, aber wir brauchen beides nicht. Wir schlafen wunderbar bis Datong durch, einfach viel zu kurz, denn bereits um 7.30 Uhr werden wir geweckt, da wir vor 8 Uhr aussteigen müssen. Um 9.36 geht die Fahrt nach Pingyao weiter und da wir nicht unbedingt Lust haben, durch die ganzen Kontrollen zu gehen, fragen wir auf den Gleisen einen Schaffner, wo denn unser Zug fährt. Er begleitet uns in einen mit “vip” angeschriebenen Wartsaal mit enorm bequemen Sitzen und gibt uns zu verstehen, dass wir hier warten sollen. Perfekt, besser hätten wir es nicht treffen können. Es hat hier heisses Wasser zur Verfügung, weshalb wir unser Frühstückspulver (das zu einer leckeren dickflüssigen Masse mit Nüssen wird – fast wie der Noodlecup) und einen Kaffee zubereiten. Um 9 Uhr öffnen sich die Gates und wir werden von einer Schaffnerin begleitet. Wir sind wohl sozusagen die Ersten, denn der Zug ist noch fast leer, was sich aber noch ändert. Wir haben glücklicherweise zwei Sitzplätze gebucht, denn es wird so richtig voll. Etwas mehr als 5 Stunden dauert die Zugfahrt und um 15 Uhr kommen wir in Pingyao an. Wir sind überrascht, dass es sich hier wirklich um ein kleines Städtchen handelt mit vielen hübschen, alten Gebäuden. Das sehen wir bereits ohne ins Zentrum zu gehen, sondern lediglich um zu unserer Unterkunft zu gelangen, welche sich ausserhalb der Stadtmauer befindet. Auch unsere Unterkunft befindet sich in einem älteren Häuschen, welches hübsch dekoriert ist. Nachdem wir eingecheckt haben, ruhen wir uns ein wenig aus, verdrücken einen Noodelcup zum Abendessen und besuchen die Innenstadt am Abend. Die Innenstadt mit ihren Gebäuden ist wunderschön beleuchtet, aber die vielen Leute schockieren uns ein wenig. Zudem fällt uns auf, dass enorm viele Roller und Touristentransporte unterwegs sind, worauf wir besonders acht geben müssen. Wir sind ziemlich beeindruckt, dass all diese mobilen Transportmittel mit Strom laufen, weshalb man sie kaum hört, dafür sind sie viel besser für die ohnehin schon stark belastete Umwelt. Das hätten wir in China doch nicht erwartet, aber wir haben auch schon gesehen, dass viele Windturbinen im Einsatz sind, was uns zeigt, dass auch China weiss, dass sie für Alternativen sorgen müssen. Wir ziehen jedenfalls eine Weile durch die hübschen Strassen, suchen jedoch bald ein Café, da uns der Trubel etwas zu viel wird, insbesondere weil auch viele Leute wieder ein Foto mit uns machen wollen. Wir gönnen uns in einem netten Café mit Livemusik ein leckeren Irish Coffee und gehen danach wieder zurück zu unserer Unterkunft, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. 

Pingyao 29.08.2019

Da in unserer Unterkunft ein chinesisches Frühstück für 10 Yuan (ca. 1.40 Franken) angeboten wird, probieren wir dieses. Ansonsten gibt es verschiedene westliche Frühstücke für 30 Yuan, welche für uns etwas teuer sind, insbesondere da wir für unsere Unterkunft nur 80 Yuan pro Nacht bezahlen. Das chinesische Frühstück besteht aus einem sehr leckeren kalten Gemüseteller, einem gekochten Ei, einer Art Buttersuppe und spezielle Brötchen. Alles in allem gibt es ein sehr reichhaltiges Frühstück und sehr lecker ist es dazu, es hat sich also gelohnt. Danach wollen wir das Städtchen bei Tageslicht anschauen. Da wir aber gesehen haben, dass die Zugtickets nach Xi’an schnell ausverkauft sind, gehen wir zuerst an den Bahnhof, denn so können wir Tickets ohne Kommissionsgebühren kaufen. Also erledigen wir das zuerst und machen anschliessend den Stadtspaziergang. Wir wollen insbesondere die Stadtmauer besichtigen und noch den ein oder anderen Tempel. Leider kann man nur ein Eintrittsticket für 120 Yuan (umgerechnet etwa 16 Franken) kaufen, welches für alle Sehenswürdigkeiten gilt. Ohne das Ticket kommt man auch nicht auf die Mauer. Aber zumindest ist das Ticket drei Tage gültig, aber für jede Sehenswürdigkeit nur einmal. Wir kommen durch den Westeingang und suchen den Aufstieg zur Mauer, den wir leider nicht finden – nur den Ausgang. Beim Nordeingang finden wir endlich einen Zugang zur Stadtmauer, von welcher man bis zum Osteingang spazieren kann. Heute ist es einmal mehr enorm heiss und es grillt uns sozusagen auf der Mauer. Aber der Spaziergang ist trotzdem schön, denn nach denn ersten 100 Meter begegnet uns kein Mensch mehr. Offenbar gehen alle nur hoch auf die Mauer, machen ein Foto und gehen wieder hinunter. Wir jedoch geniessen den Überblick über die Stadt. Am Ostausgang finden wir sogar noch ein Schattenplätzchen, wo wir gemütlich einen Mittagssnack zu uns nehmen können. Auf dem Ticket steht, dass wir damit zu 22 Sehenswürdigkeiten Zugang haben, die alle auf einer Miniaturmap auf dem Ticket aufgedruckt sind und natürlich nur auf chinesisch beschriftet. Vielen Dank, für uns wird es so ein Rätselraten, aber die meisten Attraktionen lassen sich mit Hilfe von Google, Übersetzer und maps.me ausfindig machen. Die nächste Attraktion von unserem Standort entfernt, einen Taoistischen Tempel, ist jedoch geschlossen, weil Einsturzgefahr besteht. Schade, der Tempel sieht nämlich wirklich alt und schön aus. Danach besuchen wir die Wand der neun Drachen, welche früher einmal einen Theatereingang dekorierte. Danach wollen wir den Konfuzius Tempel besuchen, landen aber vermutlich zuerst in der Banketthalle des Nine Dragon Screen, wir werden auf jeden fall verscheucht, nachdem wir den Eingang passiert haben und erstaunt feststellen, dass wir unser Ticket hier nicht brauchen. Der Konfuziustempel befindet sich gerade nebenan und dieses Gelände ist sehr gross und eindrücklich. So kommt es, dass wir uns sicherlich eine gute Stunden darin aufhalten. Zuerst geht es durch einige Museen, dann haben wir eine schöne Stadtsicht und anschliessend kommen wir zu dem Tempel. Es hat sogar einen grossen verlockenden Gong, den Hanspeter endlich mal Schlagen will. Damit hat er die schlafende Dame geweckt, die wir zuerst gar nicht gesehen haben und wohl Souvenirs verkauft sowie hier aufpassen sollte. Sie gibt ihm zu verstehen, dass er einen Yuan pro Gongschlag bezahlen muss. Als wir die heilige Anleitung über das Schlagen des Gongs lesen, steht da tatsächlich, dass wir pro Gong einen Yuan bezahlen müssen. Danach verlassen wir die Anlage und suchen das nächstgelegene Café auf, da wir von der Hitze schon wieder ziemlich erschöpft sind. Hanspeter gönnt sich einen Cappuccino mit einem Stück Schwarzwäldertorte, welches leider etwas besser aussieht, als es schmeckt und Manuela kriegt einen Milk Tea mit Erdbeergeschmack. Nun haben wir wieder ein wenig Energie und besichtigen als nächstes den eindrücklichen City of Gods Tempel. Danach schauen wir noch beim Schreinermuseum vorbei, welches natürlich für Hanspeter interessant ist und schliessen den Tag mit dem Museum für Kampfkunst ab. Nun sind wir wirklich geschafft und kehren für eine Weile zu unserer Unterkunft zurück, wo wir unsere Füsse etwas hochlagern. Wir können uns nicht erinnern, dass wir vorher an einem Tag so viele Museen besichtigt haben, aber der Eintrittspreis fordert einem ja schon fast dazu auf. Am Abend wagen wir uns nochmals auf die Strasse und suchen ein Restaurant mit englischer Karte. Das ist schnell gefunden und man kann die Menus gerade auf einem Tablet mit Beschreibung und Foto selbst auswählen. Praktisch. Wir bekommen verschiedene äusserst leckere Menus aufgetischt, darunter Ei in Essig, eine spezielle Teigwarenart mit Gemüse, in Honig eingelegte Kartoffeln und für Hanspeter noch Fleisch mit Gemüse. Alles ist sehr lecker, aber wir müssen uns wirklich angewöhnen nur noch zwei oder maximal drei Gerichte zu bestellen, wenn wir zu zweit Essen gehen oder zumindest auf das Bier verzichten, denn wir haben wieder viel zu viel bestellt. Mit vollgeschlagenen Bäuchen kehren wir zurück zu unserer Unterkunft, wo wir bald darauf schlafen gehen. 

Mian Shan 30.08.2019

Heute haben wir einen Ausflug in die Berge nach Mian Shan geplant, weshalb wir bereits um halb 7 aus den Federn gehen und etwas nach halb 8 losziehen. Die Mitarbeiter unserer Unterkunft teilen uns mit, dass wir zum Bahnhof und nicht zur Busstation gehen müssen, um den korrekten Bus zu erwischen. Das ganze ist wieder etwas kompliziert, da der besagte Bus nur mit chinesischen Zeichen angeschrieben ist. Aber glücklicherweise sind hier nur drei Busse und einer davon stimmt mit den Zeichen überein, und wir können einsteigen. Der Bus fährt bald darauf los, aber er ist unglaublich langsam. Wir vermuten, dass der mit einer Maximalgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometer fährt. Aber wir sind ja früh dran und haben Zeit. Eine gute Stunde später erreichen wir Jiexiu, wo wir auf den Bus zum Fusse des Mian Shan umsteigen müssen. Als wir in die Nähe der Stadt kommen, ist Manuela doch etwas erschrocken über die zahlreichen Fabriken und den wohl daraus folgenden Smog der über der Stadt hängt. Als wir in die Nähe der Innenstadt gelangen, fragt Hanspeter den Busfahrer nach “Mian Shan” und dieser lässt uns an der gewünschten Stelle raus, und mit Handzeichen macht er uns klar, wohin wir gehen müssen, um den Bus zu finden. Auch das Zeichen für Mian Shan ist ziemlich einfach und wir erkennen den gewünschten Bus sofort. Uns wird mitgeteilt, dass der Bus erst in einer halben Stunde fährt und wir warten daher noch eine Weile mit einsteigen. Böser Fehler, denn nun sind alle Plätze besetzt als wir einsteigen. Zwei Frauen quetschen sich jedoch auf einen Sitz und geben Manuela zu verstehen, dass sie sich hierhin setzen soll. Sie macht es und sieht gleich den Grund. Sie sind mit einem 12 jährigen Mädchen unterwegs, und wollen, dass dieses Englisch mit ihr spricht. Sie ist enorm scheu und man sieht ihr an, wie sehr sie sich zusammen nehmen muss, um jeweils eine Frage zu stellen. Leider versteht sie nicht viel, aber das kann man mit 12 Jahren ja auch noch nicht erwarten. Sie fragt bevor wir losfahren, um ein Foto und Manuela macht zusammen mit ihr eines. Nun wollen die beiden Frauen auch ein Foto machen. Plötzlich drückt sich noch eine weitere, enorm aufgetakelte Frau (ohne zu übertreiben, aber sie sieht aus wie Barbie höchstpersönlich), durch den vollen Bus und will mit Manuela und Hanspeter ein Foto machen. Glücklicherweise fährt anschliessend der Bus los und die Fotosession ist vorbei. Als das Geld für die Billettes einkassiert werden, wollen die beiden Frauen uns das Ticket bezahlen, was uns sehr erstaunt, wir aber dankend ablehnen. Da müssen wir Touristen uns doch nicht die Bustickets von den Einheimischen bezahlen lassen, dass wäre doch etwas merkwürdig. Aber es ist natürlich eine sehr freundliche Geste. Manuela versucht während der Busfahrt noch etwas mit dem Mädchen zu plaudern, was mässig erfolgreich ist. Als wir am Fuss des Berges ankommen und die Szenerie bestaunen, kommen wir gar nicht richtig dazu, denn sehr viele Leute aus dem Bus wollen ein Foto mit uns machen. Irgendwann hat aber jeder ein Selfie mit uns und wir können uns zum Eingang begeben. Nun müssen wir zuerst das Eintrittsticket für den Berg kaufen, welches zumindest den Shuttelbus inkludiert, den man aber nicht umgehen kann. Es kostet umgerechnet etwa 22 Franken, also es ist nicht ganz günstig, wenn man lediglich auf einen Berg will. Aber egal, es ist schön da und die Fahrt ist sehr spektakulär. An der Endhaltstelle steigen wir aus und machen uns auf den Weg zum ersten Wanderweg. Wir kommen vorbei an einem hübschen, aber überfüllten Wasserfall. Danach kommen wir an Felsen vorbei, welche mit tausend Jahre alter Kaligraphie eingeritzt sind. Die Übersetzung ins Englische macht oftmals keinen Sinn, aber es ist trotzdem interessant zu sehen. Danach nehmen wir einen zweiten Weg in Angriff, der uns an vielen eindrücklichen Bauten in Kombination mit Wasserfällen vorbeiführt. Da uns die Hauptstrasse etwas gefährlich vorkommt, um zu Fuss darauf zu gehen, nehmen wir wieder den Bus, um eine Station zurück zu gelangen. Auch hier führt ein Weg durch eine atemberaubende Landschaft in ein enges Tal hinein. Wir kommen dabei sogar auf eine Art Klettersteig, der uns durch die sogenannte Frischluft Höhle bringt. Es führen teilweise ein paar Stufen, die in den Fels montiert sind, oder wacklige Holztreppen den Pfad hinauf. Schwierig ist es ja nicht, aber achtsam muss man schon sein, denn man will ja nicht runterfallen. Als wir wieder zurück sind, fahren wir zur nächsten Haltestelle, wo wir zu einem Tempel über eine fast senkrechte Treppe gelangen. Ein Mönch spricht uns an, wenn auch nur auf chinesisch. Er will wissen, woher wir sind und interessiert sich vorallem für Geld. Also nicht, dass er Geld will, aber er weiss sogar, dass wir Schweizer Franken haben, gemäss seinem Übersetzer. Dann versuchen wir ihm den Wechselkurs zu erklären und Hanspeter kramt ein paar Noten hervor, die er noch dabei hat. Diese studiert er eingehend und fotografiert sie. Sowie noch einige andere Währungen, die wir dabei haben. Am Schluss gibt ihm Hanspeter das 1 Frankenstück und er will uns schon 10 Yuan geben, wobei wr das ablehnen. Dafür können wir weiter. Wir wollen einen spektakulären Aufstieg machen, aber von hier aus ist nur ein weiterer Tempel ausgeschildert. Wir denken, dass daher der Zugang an einem anderen Ort sein muss. Als wir wieder von Weitem auf die Treppe schauen, müssen wir jedoch feststellen, dass dort doch der Zugang gewesen wäre. Also machen wir nochmals denselben Aufstieg und kontinuieren auf der Treppe, welche in schwindelerregender Höhe direkt am senkrechten Fels entlang hoch geht. Die Aussicht ist wunderschön und der Weg nach oben zu einem Tempel spektakulär. Dies war für uns sozusagen die Hauptattraktion und wir entscheiden uns, den Bus zurück zu nehmen. Am Fuss des Berges wartet sogar schon ein Bus, der gerade losfährt, nachdem wir eingestiegen sind. Etwa eine Stunde später sind wir wieder in Jiexiu, wo wir diesmal den Zugbahnhof aufsuchen. Wir sind uns nicht sicher, wo und ob der Bus überhaupt noch fährt, zudem ist der Zug schneller und einen Yuan günstiger. Auf dem Weg dorthin suchen wir einen ATM, wobei wir einen Finden und Manuela im Vorraum wartet. Plötzlich kommen etwa 5 kichernde Mädels hinein und wollen Fotos machen. Als Hanspeter wieder aus der Kabine rauskommt, wollen sie mit ihm auch noch ein Foto machen und er meint ganz trocken, zu deren Erstaunen, dass es schon dass 428igste Selfie heute sei, aber willigt trotzdem ein. Danach kaufen wir das Zugticket zurück nach Pingyao, wobei der Zug um 18.00 ankommt und wir verbringen einen gemütlichen restlichen Abend in der Unterkunft. 

Pingyao 31.08.2019

Heute gönnen wir uns wieder ein leckeres Chinesischen Frühstück und packen unsere sieben Sachen, da wir heute Abend auf den Zug Richtung Xi’an gehen. Wir werden oft gefragt, weshalb wir den günstigen Nachtzug, der 10 Stunden braucht, nehmen und nicht den vierstündigen Schnellzug. Dies ist simpel, denn der Schlafwagen ist immer noch günstiger als der Schnellzug und über Nacht können wir uns sogar noch die Unterkunft sparen. So haben wir noch den ganzen Tag in Pingyao zur Erkundung zur Verfügung und am nächsten Morgen sind wir bereits in Xi’an. Da es noch einige Museen gibt, die in unserem Ticket inkludiert sind und die wir noch nicht gesehen haben, machen wir uns gegen Mittag auf den Weg zur Innenstadt. Zuerst besichtigen wir das erste Bankgebäude von China, in welchem man sich wirklich in der Zeit zurückversetzt fühlt. Danach besuchen wir ein antikes Haus von einer vermutlich wohlhabenden Familie. Alle Häuser haben schöne Möbel, wunderschöne Bilder, eindrückliche Keramikmalereien und vieles mehr. Aber irgendwie sind sie trotzdem alle sehr ähnlich und wir motivieren uns noch ein letztes Museum zu besuchen. In diesem geht es um internationale Beziehungen und um die olympischen Spielen. Danach suchen wir ein ruhiges Plätzchen, wo wir unseren Mittagssnack zu uns nehmen und etwas entspannen können. Anschliessend besuchen wir den Südeingang und schlendern ein wenig durch den hübschen Park. Nun ist es bereits wieder 5 Uhr und da wir etwa um 8 Uhr los wollen, um den Zug um 9 zu erreichen, gehen wir zu Abendessen. Da wir vom letzten Mal gelernt haben, bestellen wir heute nur 3 Gerichte und das reicht längstens. Es macht eben schon mehr Spass mit mehreren Leuten Essen zu gehen, da man so eine richtige Vielfalt an Gerichten bestellen kann. Das heutige Abendessen ist jedenfalls sehr lecker. Wir kehren wieder zurück zu unserer Unterkunft, wo wir unser Gepäck deponiert haben und machen uns anschliessend auf den Weg zum Bahnhof. Wie immer fährt der Zug pünktlich auf die Minute ab und wir richten uns im Schlafwagen gemütlich ein. 

Xi’an 01.09.2019

Frühmorgens um 7 erreichen wir Xi’an und sind erstaunt, dass es regnet. Haben wir doch ausser an dem einen Abend in Hohhot in China noch keinen Regen gesehen. Es ist einiges los am Bahnhof und wir machen uns auf den Weg zur nächsten Metrostation. Wir fahren zwei Stationen und müssen anschliessend etwa anderthalb Kilometer zur Unterkunft laufen. Glücklicherweise hat es schon wieder aufgehört zu regnen. Heute ist Sonntag und Markttag, daher ist schon frühmorgens viel auf den Strassen los. Wir zwängen uns zwischen Markständen, Leuten, Rollern, Tuktuks und Autos vorbei. Es ist ziemlich turbulent und der erste Eindruck von der Stadt ist für uns etwas überfordernd. Aber was solls, zumindest ist es noch nicht so heiss und bald biegen wir in eine Nebenstrasse ab, welche zwar oftmals nicht so gut riechen, aber dafür kann man den Trubel etwas umgehen. Die Unterkunft ist bald erreicht und zu unserer Freude, dürfen wir eine halbe Stunde später bereits unser Zimmer beziehen. Das Zimmer ist sehr schön, gross und die Betten sehr gemütlich. Wir frühstücken etwas und entspannen noch ein wenig. Dabei recherchieren wir, was wir heute in Xi’an so machen wollen und wie wir morgen zu den berühmten Terrakotta Kriegern kommen. Gegen Mittag raffen wir uns auf und gehen auf die Strasse. Zuerst wollen wir den Drum Tower besuchen. Als wir jedoch dort ankommen und genauer hinschauen, stellen wir fest, dass um 14.45 eine Show stattfindet. Wir ändern daher kurzfristig unseren Plan und schlendern durch eine Marktstrasse mit vielen Souvenirs, welche unsere Map lustigerweise mit Fake Market anzeigt. Die Gegend wo wir uns im Moment aufhalten, aber sich auch unsere Unterkunft befindet, liegt im Muslimviertel. Wir besuchen daher die nächste Attraktion in der Nähe, die grosse Moschee (Great Mosque). Das Areal ist beeindruckend gross und wunderschön. Aber wenn uns niemand gesagt hätte, dass dies eine Moschee ist, wir wären nicht darauf gekommen und hätten gedacht, es sei lediglich eine buddhistische Tempelanlage. Ja gut, der goldene Buddha fehlt und weitere Statuen fehlen, aber wenn man genau hinschaut, sieht man neben Chinesischen auch Arabische Schriftzeichen. Aber von der Architektur her wären wir wohl nicht darauf gekommen. Wir bekommen sogar eine kleine Broschüre, welche die Geschichte der einzelnen Artefakte in und um die Moschee beschreibt. Die Moschee wurde bereits 800 nach Christus gebaut. Die Gebetshalle hat, wenn man genau hinschaut (man kann leider nicht hineingehen), jede Menge arabische Zeichen in die Wände eingeritzt. Wie wir lernen, wurde hier der ganze Koran an die Wände geschrieben. Sehr eindrücklich ist es und der chinesische Einfluss ist sehr spannend zu sehen. Danach kehren wir wieder zurück zum Drum Tower, aber nicht ohne ein hübsches Tuch auf dem sogenannten Fake Market für umgerechnet 4 Franken zu kaufen. Manuela sieht das Tuch an, Hanspeter will weiter, die Verkäuferin kommt und will ihre ganze Tuchpalette zeigen. Manuela fragt sie dann, wie viel sie dafür will. 80 Yuan, ist doch etwas viel und eigentlich will sie nicht noch mehr Gepäck, und läuft davon. Die Frau ruft hinten nach, 50, 40, 30 und hier drehen wir uns wieder um, denn 30 scheint wirklich ein guter Preis zu sein und Manuela kauft schlussendlich das Tuch. Danach besichtigen wir den Drum-Tower, dessen Ausstattung sehr eindrücklich ist und wir eine tolle Aussicht von oben haben. Um Viertelvor 3 findet eine eindrückliche Musikalische Darbietung für die nächsten 15 Minuten statt. Danach spazieren wir durch die riesigen Essensstrasse, wo sich Hanspeter ein leckeres Brot mit Hackfleisch gönnt und Manuela eine Schale mit gut gewürztem, eingelegtem Tofu. Danach kommen wir an einem Stand vorbei, wir können es kaum glauben, aber der verkauft Bubble Tea. 12 yuan für einen 18 für zwei, also nehmen wir gerade zwei. Den restlichen Abend verbringen wir gemütlich in unserer Unterkunft, telefonieren mit Hanspeters Eltern und planen für die kommenden zwei Tage. 

Terrakotta Warriors 02.09.2019 

Heute stehen wir mal wieder früh auf, um die Terrakotta Warriors zu besuchen. Glücklicherweise finden wir den gewünschten Bus auf anhieb und er fährt keine zwei Minuten später ab, nachdem wir eingestiegen sind. Die Busfahrt dauert knapp eine Stunde und führt uns hauptsächlich durch die nicht unbedingt schöne Grossstadt. Zumindest ist die Region schön grün, wo sich die Terrakotta Armee befindet. Das Areal ist riesig und wir sind froh, in der Nebensaison da zu sein, denn es ist offensichtlich für viel mehr Leute ausgelegt. Die Terrakotta Krieger sind Tonfiguren, die von dem chinesischen Herrscher Qin Shi Huang, vor über 2000 Jahren für sein Begräbnis angefertigt wurde. Es heisst, es sind über 6000 Ton-Krieger die sein Grab bewachen, etwas mehr als 3000 wurden bis heute ausgegraben. Die Ausgrabung sind auch noch in heutiger Zeit in Gange. Man hat die ersten Figuren erst in den 1970 Jahren gefunden und sie zählen als eines der UNESCO Weltkulturerben. Wir starten mit der 2ten und mittelgrossen unterirdischen Kammer, wobei die meisten ausgegrabenen Tonkrieger etwas beschädigt sind. Dafür kann man ein paar ganze eindrückliche Krieger von nah durch eine Glasvitrine anschauen. Je nach Aufmachung werden die verschiedenen Ränge der Krieger vermutet. Teils sind sie auch auf Rösser und hätten Waffen in den Händen, die jedoch aufgrund des Holzbestandteils heute nicht mehr existieren. Hier gibt es Krieger, Bogenschützen, Reiter, Offiziere und Generäle, und davon etwa 1300 Stück. Es ist jedenfalls sehr spannend diese Figuren zu begutachten und sich die Geschichte die dahinter steckt vorzustellen. Natürlich ist die Aufmachung sehr Touristisch, es hat überall bezahlbare Fotomontagen und man kann sich sogar einen Mini Terrakotta-Krieger mit dem eigenen Gesicht anfertigen lassen. Hier muss man festhalten, jeder Krieger hat ein einzigartiges Gesicht. Danach gehen wir in die dritte und kleinste Kammer, welche die Kommandokammer sein sollte. Interessanterweise wurde in den Ausgrabungen Chrome oder besser gesagt verchromte Waffen gefunden. Diese Technik wurde in den Westlichen Länder erst im 20ten Jahrhundert verwendet! Zum Abschluss besichtigen wir die Grösste, erste Kammer, worin sich alleine 2000 Krieger befinden sollten. Die Armee besteht hier aus Infanteristen (Fusssoldaten) und Streitwagenlenker. Diese sieht enorm eindrücklich aus und die Armee scheint hier in einem sehr guten Zustand zu sein. Wir lernen aber auch, dass einige Figuren zusammengeflickt wurden, aber was will man schon erwarten von Ausgrabungen, die über 2000 Jahre alt sind. Die Halle ist jedenfalls äusserst eindrücklich. Nach etwas mehr als 2 Stunden haben wir die drei Hallen gesehen und spazieren noch durch eine unendlich lange Touristenstrasse, wo wir uns zum Mittagessen mal wieder ein Subwaysandwich gönnen, bevor wir wieder zurück in Xi’an fahren. In Xi’an holen wir das Ticket für die Fahrt in drei Tagen nach Kunming ab und Hanspeter geht noch kurz zum Coiffeur, da seine Haarschneidemaschine sich mitten in der Arbeit entschieden hat aufzugeben. Danach fahren wir in die Innenstadt, um den Bell Tower zu besuchen, insbesondere weil wir ein Kombiticket gelöst haben. Der Bell Tower ist ebenfalls sehr eindrücklich und wir spazieren eine Weile darin herum. Von zuoberst haben wir wieder eine tolle Aussicht auf die Stadt und wir beobachten eine Weile den verrückten Verkehr unter uns. Gemäss unseres Reiseführers sollte wie im Drum Tower eine Show stattfinden, aber das wurde vermutlich abgeschafft. Nach etwa einer Dreiviertelstunde machen wir uns wieder auf dem Rückweg, wobei wir unterwegs noch einen Einkaufsladen suchen, um uns mit Vorräten für Morgen, unseren Ausflug zum Hua Shan Berg, einzudecken. Danach gehen wir zurück zu unserer Unterkunft, wo wir mit Manuelas Eltern telefonieren, ein paar Sachen für unsere Weiterreise abklären und für den morgigen Ausflug planen.  

Hua Shan 03.09.2019

Heute stehen wir bereits um halb 7 auf, da eine lange Busreise zum Hua Shan Berg bevorsteht. Wir frühstücken, packen unsere Rucksäcke, wobei wir die Rucksäcke für 5 Yuan pro Stück bei der Unterkunft lassen dürfen und gehen zur Metro, welche uns in die Nähe des Bahnhofs bringt. Unsere Recherchen haben ergeben, dass der Bus an derselben Stelle fahren sollte, wie der Bus zu den Terrakotta Warriors. Leider war das einmal und wir werden zum grossen Busbahnhof geschickt. Es ist ein paar Minuten nach 8 als wir dort ankommen und durch die Sicherheitskontrollen müssen. Danach stellen wir uns in der Reihe an, um ein Ticket zu erhalten. Als dieses ausgestellt wird, sehen wir die aufgedruckte Uhrzeit 10.30. Das darf doch nicht war sein, da hätten wir noch einiges länger schlafen können. Etwa um 9 Uhr gehen wir trotzdem zum Gate und der Mitarbeiter weist uns auf die Plattform. Der Bus kommt zu unserem Erstaunen bereits eine Viertelstunde später, fährt aber trotzdem erst etwas nach 10 (aber nicht erst um halb 11) ab. Trotzdem stehen wir lange im Stau und es gibt eine Pause an einer Tankstelle. Etwas nach 12 Uhr kommen wir an und gehen zuerst zu unserer Unterkunft, da wir über Nacht hier bleiben werden. Diese ist einfach, aber auch sehr günstig. Die Rezeptionistin gibt uns eine Karte, sowie einige Tipps über die Route. Wir wollen einen Rundweg laufen, da aber der letzte Bus von der Ostseite um 19.00 fährt, empfiehlt sie uns schlussendlich dort zu starten, damit wir direkt im Dorf zurückkommen werden. Zuerst aber müssen wir zum Servicecenter gelangen, um das Ticket zu kaufen und dafür müssen wir den gratis Shuttlebus nehmen. Zwei Frauen wollen uns partout nicht abnehmen, dass wir in der Ostseite starten, aber die teure Gondel nicht nehmen wollen und sagen die ganze Zeit, wir sollen hier starten. Irgendwann können wir sie überzeugen und in den Shuttlebus einsteigen. Wir haben ja grundsätzlich auch keine Ahnung wie das ganze läuft und fühlen uns etwas verloren. Das Servicecenter ist ein riesiges Gelände, aber irgendwann finden auch wir das Ticketoffice. Nun wir wollen aber nur wandern und sind gerade ein wenig erstaunt, dass der Eintritt 160 Yuan (etwa 28 Franken) kostet. Danach suchen wir den Bus, der uns zum Fuss des Berges auf der Ostseite bringen sollte. Hier werden wir wieder abgewiesen, denn dazu müssen wir wieder ein Ticket lösen. Etwas genervt kehren wir wieder um und stellen uns an, um das Busticket, welches nochmals 20 Yuan kostet, zu kaufen. Danach können wir endlich in den gewünschten Bus einsteigen und ca. 20 Minuten später kommen wir an. Es ist bereits 14.00 als wir endlich die Wanderung in Angriff nehmen können und wir bezweifeln nun auch ein wenig, dass wir weit kommen. Der Aufstieg ist hauptsächlich über Treppen und etwa um 16.00 haben wir die gut 800 Höhenmeter hinter uns gebracht und sind beim Nord Gipfel. Unterwegs hat es nicht viele Leute, denn die meisten gehen wohl mit der Seilbahn hoch. Die Aussicht von unterwegs ist jedoch herrlich und der Aufstieg macht trotz den vielen Treppen Spass. Zwei der Treppenabschnitte sind jedoch fast vertikal, also hier muss man sich gut festhalten, um nicht runter zu fallen. Aber wenn man etwas aufpasst, geht das problemlos. Wir haben es uns viel spektakulärer vorgestellt, da die Chinesen den Weg, als Gefährlichster der Welt bezeichnen. Wir haben aber auch gelesen, dass dies massiv überbewertet wird und es sich wohl nur auf die beiden Abschnitte bezieht. Wie dem auch sei, die Aussicht ist phantastisch und das Wetter spielt ebenfalls mit. Vom Nordgipfel geht es jedoch nochmals ein paar hundert Höhenmeter aufwärts, um die weiteren Gipfel zu erreichen. Zuerst jedoch picknicken wir gemütlich bei einem Tempel, bevor wir den nächsten Abschnitt zum Ostgipfel in Angriff nehmen. Der Weg zum Ostgipfel führt uns über einen Bergkamm mit wie üblich vielen Treppen. Es ist schon etwas spät und ein paar Leute die uns entgegenkommen, machen ein paar Handzeichen, dass wir die Zeit im Auge behalten sollen. Einer will uns sogar anbieten, dass wir uns überlegen sollen, oben zu übernachten. Wir wissen jedoch, dass der Abstieg zwar lange sein wird, aber beleuchtet sein sollte und machen uns daher nicht gross Gedanken. Das letzte Stück zum Ostgipfel geht wiederum über eine vertikale Treppe hoch (die man aber auch umlaufen könnte). Als wir oben ankommen, hat es kaum Leute und wir haben eine tolle Aussicht. Wir verweilen ein wenig, bevor wir über den mittleren Gipfel zum Westgipfel wandern. Wir lassen den südlichen Gipfel ausfallen, da wir finden, dass das genug sein wird. Der Weg zum Westgipfel führt uns an ein paar wohl verlassenen Tempel vorbei und wir sind viel schneller als erwartet auf dem Gipfel. Auch hier haben wir eine atemberaubende Aussicht und verweilen ein wenig. Irgendwie machen wir uns aber nun doch ein wenig Gedanken um den Abstieg, denn wir müssen noch über 1500 Höhenmeter hinter uns bringen. Wir verzichten daher auf den Sonnenuntergang vom Westgipfel und machen uns an den Abstieg. Unterwegs können wir den Sonnenuntergang doch noch sehen, obwohl diese bereits vor dem eigentlichen Untergang in den Wolken versinkt. Also haben wir nicht viel verpasst. Als wir wieder beim Nordgipfel zurück sind, wird es langsam dunkel und wir stellen fest, dass unser Wasservorrat langsam dem Ende zugeht. Als Energieschub gönnen wir uns ein kleines Coca Cola Fläschchen und sind erstaunt, dass wir für dieses nur umgerechnet 1.50 Franken bezahlen (klar ist es etwa das dreifache als sonst, aber wir sind ja auch auf dem Berg). Dies ist ein anderer Abstieg als der Aufstieg zuvor und wir werden direkt im Dorf ankommen. Der Weg führt uns über unzählige steile Treppen hinunter. Unterwegs treffen wir auf den ein oder anderen Arbeiter, der die Mülleimer leert und Kiloweise an Säcken hochschleppt. Wir können uns wohl nicht vorstellen, was das für ein Gewicht sein muss, welches diese Arbeiter auf dem Rücken tragen und haben nun ein schlechtes Gewissen, da wir beim Aufstieg ebenfalls ein Fläschchen in den Müll geworfen haben. Nun ist es komplett dunkel, aber der Weg ist wunderbar beleuchtet, weshalb uns der Abstieg, abgesehen von der physischen Anstrengung, keine Mühe mehr bereitet. Nun aber stossen wir auf den längsten vertikalen Abstieg, wo wir sehr aufpassen, keinen Fehltritt zu machen. Hier sehen wir, dass ein älteres, nach unserer Einschätzung chinesisches Paar auch noch am Abstieg ist und wir sind erstaunt, dass sie uns auf englisch ansprechen. Das passiert uns nicht oft, dass ältere Chinesen mehr als „Hello“ und „How are you“ sagen können, und zumindest der Herr spricht fliessend. Wir wechseln ein paar Worte und es stellt sich heraus, dass sie aus Taiwan stammen, was einiges erklärt, denn dort hatten wir den Eindruck, dass die Leute viel besser Englisch sprechen. Aber hier in China ist Taiwan sowieso ein Thema für sich und wir müssen aufpassen, was wir sagen. Taiwan ist aus Sicht der meisten Chinesen kein Land sondern eine chinesische Provinz, was ja theoretisch auch stimmen mag. Trotzdem spricht vieles dagegen, denn Taiwan hat eine ganz eigene Regierung und ist sehr fortschrittlich eingestellt. Wenn uns also jemand hier fragt, in welchen Ländern wir in Asien besucht haben, müssen wir verhindern Taiwan zu sagen, denn das macht den Grossteil der Chinesen sehr aufgebracht. Es wurde uns auch schon gesagt, dass wir hier mit der Taiwanesischen Flagge auf dem Rucksack nicht herumlaufen dürfen, – gewisse sagen sogar, dass wir Japan wegnehmen sollen -, aber wir finden das geht definitiv zu weit. Schliesslich sind wir ja nur Touristen und haben ja eigentlich keine Ahnung vom Ganzen politischen Wirrwarr welches die Chinesen veranstalten. Wie dem auch sei, am besten sprechen wir hier einfach mit niemanden über Taiwan ausser mit Taiwanesen selbst, die sich meist wirklich nicht als Chinesen ansehen. Je weiter wir zum Startpunkt gelangen, desto mehr Leute kommen uns entgegen. Wir beginnen langsam zu begreifen, dass viele bereits jetzt starten, um morgenfrüh den Sonnenaufgang zu sehen. Es macht ja auch Sinn, da es zu dieser Uhrzeit viel angenehmer ist zu wandern. Trotzdem bis Sonnenaufgang dauert es ja noch 8-10 Stunden und wir können uns kaum vorstellen, dass die Leute so lange für den Aufstieg benötigen. Zudem wird es sicherlich auch kalt. Aber was solls, wahrscheinlich wollen sie sich einfach genügend Zeit lassen. Um 9 Uhr haben wir jedenfalls unsere Wanderung hinter uns gebracht, unsere Beine fühlen sich an als würden sie nächstens abfallen und wir sind ziemlich müde. Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Hauptplatz vom Hua Shan Dörfchen, gehen wir zurück zu unserer Unterkunft, wo wir uns eine erfrischende Dusche und einen leckeren Noodlecup gönnen, bevor wir uns schlafen legen. 

Hua Shan – Xi’an 04.09.2019

Heute schlafen wir lange, denn Checkout ist erst am Mittag und wir wollen uns vom gestrigen Tag noch ein wenig erholen. Wir müssen ja morgen wieder früh aufstehen, um zum Bahnhof zu gelangen. Etwa um 11 Uhr checken wir aus und machen uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Der Bus ist bereits da, aber fährt erst eine dreiviertel Stunde später los. Egal, wir sind froh sitzen zu können, denn heute schmerzen unsere Beine nach den tausenden von Stufen sehr stark. Etwa um 3 Uhr sind wir wieder zurück in Xi’an, wo wir ein Zugbillet zum Südbahnhof kaufen. Der Zug nach Kunming fahrt nämlich morgen früh um 7.30 vom Südbahnhof und dieser ist über 30 Kilometer von der Stadt entfernt. Natürlich fahren so früh morgens keine Transportmittel hin und ein Taxi würde uns über 30 Franken kosten, fast so viel wie die gesamte Fahrt. Der erste Zug zum Südbahnhof fährt um 6.15 und dieser sollte um 7.00 ankommen. Nach unserer Erfahrung war bisher jeder Zug in China pünktlich und auch der Hotelmitarbeiter meint, dass Zugverspätungen selten vorkommen, und wir es deshalb wagen können. Also buchen wir diesen Zug und hoffen das Beste. Danach kehren wir zurück zu unserer Unterkunft, wo wir das Tagesmenu (ein paar vegetarische Dumplings) für 10 Yuan bestellen. Danach ruhen wir ein wenig im Zimmer aus. Am Abend schlendern wir durch die enorm vollgestopften Strassen, wo wir uns von den Strassenständen unser Abendessen genehmigen und einen Markt suchen, um für die morgige 25 stündige Zugfahrt gewappnet zu sein. Das Stadtzentrum erstrahlt am Abend in besonders schönem licht, wobei der Drum- und Bell Tower sowie der Springbrunnen wunderschön beleuchtet sind.

Xi’an – Kunming 05.09.2019

Frühmorgens um 4 klingelt unser Wecker. Verschlafen packen wir unsere letzten Sachen und frühstücken etwas. Um viertelvor 5 machen wir uns auf den Weg, denn zum Bahnhof sind es noch über 4 Kilometer und wir wollen keinen stress haben. Schliesslich sollten wir spätestens um viertelvor 6 am Bahnhof sein, damit wir genügend Zeit für das Check in und die Sicherheitskontrolle haben. Ob wir um diese Zeit ein Taxi finden, konnte uns niemand mit Sicherheit sagen, deshalb zählen wir nicht darauf und gehen zu Fuss los. Etwas nach halb 6 kommen wir am Bahnhof an und hier muss Hanspeter nun doch noch sein Campinggas an der Sicherheitskontrolle abgeben, das er seit dem Ausflug zur chinesischen Mauer dabei hat. Der Zug ist wie gewünscht pünktlich und wir erwischen problemlos unseren Anschlusszug nach Kunming. Hier haben wir wiederum ein Liegebett gebucht. Zuerst schlafen wir noch ein wenig nach. Danach sortieren wir Fotos für den Blog und Hanspeter legt sich danach wieder hin, während Manuela schreibt. Der Zug führt uns hauptsächlich durch die Berge, aber aufgrund der vielen Tunnel bekommen wir nicht so viel mit. Ausser den Grossstädten die inmitten des Nirgendwo liegen und uns immer wieder zum Staunen bringen. Auch über die zahlreichen Hanfplantagen an denen wir vorbeiziehen, staunen wir nicht schlecht. Obwohl Hanf in China strengstens Illegal ist, haben wir erfahren, dass China der weltweit grösste Exporteur für Hanfprodukte ist. Spannend. Am Abend steigt ein Herr ein, der ziemlich gesprächig ist. Das, obwohl er kein Englisch kann. Wir führen eine stundenlange Unterhaltung über WeChat. Er versucht uns Chinesisch beizubringen, wir ihm Englisch. Wir finden es die richtige Situation und nehmen später die zwei angefangenen Fläschchen Beidschu hervor, um mit ihm zu trinken. Um 10 Uhr geht hier das Licht aus und wir legen uns schlafen. Morgen früh sollten wir dann in Kunming ankommen.


English Version Pingyao – Mian Shan – Xi’an – Hua Shan

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28.08.2019 – 04.09.2019

Hohhot – Pingyao 28.08.2019

After midnight we can test the train with hard sleepers for the first time. Unfortunately, the cheap direct train to Pingyao was fully booked, which is why we first go overnight to Datong. The beds are a bit hard, but no different than many Asian accommodations. We find it comfortable. Actually, we would still have the inflatable mats and sleeping bag, but we do not need them. We sleep well through to Datong, just too short, because at 7.30 am we are awakened, since we have to get off the train before 8 clock. At 9:36 am the journey continues to Pingyao and since we do not necessarily want to go through all the controls, we ask a conductor on the tracks where our train departs. He accompanies us to a hall called „vip“ with extremely comfortable seats and makes us understand we should wait here. Perfect, better we could not have it. There is hot water available, which is why we prepare our breakfast powder (which becomes a yummy thick mass with nuts – almost like the noodle cup) and a coffee. At 9 o’clock the gates open and we are accompanied by a conductor. We are probably the first, because the train is almost empty, but that will change. Fortunately, we booked two seats, because it gets really busy. The train ride takes a bit more than 5 hours and at 3 pm we arrive in Pingyao. We are surprised this is really a small town with many pretty, old buildings. We already notice it without going to the center, just to get to our accommodation, which is outside the ancient city wall. Our accommodation is in an older house, which is nicely decorated. After checking in, we rest for a while, have a Noodle cup for dinner, and visit downtown in the evening. The downtown area with its buildings is beautifully lit, but the crowds shock us a bit. We also notice a huge number of scooters and tourist transport are on the road, why we must take special care. We are quite impressed that all these mobile means of transport are running on electricity, which is why you can hardly hear them, but they are much better for the already heavily polluted environment. We would not have expected this in China, but we have already seen many wind turbines in use, which shows us that China also knows that they have to provide alternatives. Anyway, we’re going to stroll through the pretty streets for a while, but are looking for a cafe soon, because the bustle is a bit too much, especially because many people want to take a picture with us. We treat ourselves in a nice cafe with live music a delicious Irish coffee and then go back to our accommodation, where we spend a cozy evening.

Pingyao 29.08.2019

Since our hotel offers a Chinese breakfast for 10 yuan (about 1.40 usd), we will try this. Otherwise, there are several western breakfasts for 30 yuan each, which is a little expensive for us, especially as we only pay 80 yuan a night for our accommodation. The Chinese breakfast consists of a very tasty cold vegetable dish, a boiled egg, a kind of butter soup and special bread rolls. All in all, it is a very rich breakfast and very delicious, so it was worth it. Then we want to visit the town in daylight. However, as we have seen the train tickets to Xi’an are quickly sold out, we first go to the station, because there we can buy tickets without commission fees. So we do that first and then the city walk. In particular, we want to visit the city wall and some temples. Unfortunately, you can only buy an entrance ticket for 120 yuan (about 16 usd), which applies to all attractions. Without the ticket we can not get on the wall. But at least the ticket is valid for three days, but only once for each attraction. We enter the west entrance and look for the ascent to the wall, which we unfortunately can not find – only the exit. At the northern entrance, we finally find access to the city wall, from where we can walk to the eastern entrance. Today it is once again enormously hot and it grills us on the wall, so to speak. But the walk is still nice, because after the first 100 meters we see nobody. Apparently everyone just goes up to the wall, takes a picture and goes downstairs again. However, we enjoy the overview of the city. At the eastern exit we find even a shadow place where we can take a leisurely lunch. The ticket states that we have access to 22 attractions, all of which are printed on a miniature map on the ticket in Chinese. Thank you, it will be a mystery to us, but most attractions can be found with the help of Google, translators and maps.me. However, the nearest attraction from our location, is a Taoist temple, but it is closed because there is a danger of collapse. What a pity, the temple looks really old and beautiful. Instead we visit the wall of the nine dragons, which once decorated a theater entrance. Then we want to visit the Confucius Temple, but probably land first in the banquet hall of the Nine Dragon Screen and we are scared away, after we have passed the entrance and surprised to find that we do not need our ticket here. The Confucius Temple is just next door and this area is very large and impressive. So it happens that we spend about one hour in it. First we walk through some museums, after we have a nice city view and finally we admire the temple. It even has a big enticing gong that Hanspeter wants to hit. He just woke the sleeping lady up, whom we did not even see before. She tells him he has to pay one yuan per gong. In fact, when we read the sacred manual about beating the gong, it says that we have to pay one yuan per gong. Afterwards we leave the area and go to the nearest cafe, as we are already pretty exhausted from the heat. Hanspeter indulges in a cappucino with a piece of Black Forest cake, which unfortunately looks a bit better than it tastes and Manuela gets a Milk Tea with strawberry flavor. Now we have some energy again and we visit the impressive City of Gods temple. Then we stop by the carpenter museum, which of course is interesting for Hanspeter and finish the day with the Museum of Martial Arts. Now we are really tired and return for a while to our accommodation, where we relax a bit. We can not remember that we visited so many museums in one day before here, but the ticket price almost begs you to do so. In the evening we venture out onto the street again and look for a restaurant with English menu. This is quickly found and you can select the menus just on a tablet with description and photo. Convenient. We are served a variety of extremely delicious dishes, including egg in vinegar, a special kind of pasta with vegetables, potatoes in honey, meat and vegetables. Everything is delicious, but we really have to get used to ordering only two or three dishes at the most if we go out for dinner or at least give up the beer because we have ordered way too much again. With full bellies, we return to our accommodation, where we go to sleep soon

Mian Shan 30.08.2019

Today we have planned a trip to the mountains to Mian Shan, which is why we are already at half past 6 and go off after half past 7. The staff of our accommodation tell us that we have to go to the train station and not to the bus station to get the right bus. The whole thing is a bit complicated again, because they said the bus is written only with Chinese characters. But fortunately, here are only three buses and one of them is in line with the exact signs and we can get in. The bus leaves soon, but it is incredibly slow. We suspect it drives with a maximum speed of 40 km/h. But we are early and have time. About one hour later we reach Jiexiu, where we have to transfer the bus to the foot of Mian Shan. When we get close to the city, Manuela is a bit startled by the numerous factories and the resulting smog of the city. When we get close to downtown, Hanspeter asks the bus driver for „Mian Shan“ and with a hand signal he tells us where to go to find the bus. Also the sign for Mian Shan is quite simple and we recognize the bus immediately. We are told the bus leaves only in half an hour and we therefore wait a while to get on board. Bad mistake, because now all seats are occupied when we board. Two women, however, squeeze themselves into a seat and give Manuela to understand that she should sit here too. She does it and sees the reason right away. They are traveling with a 12 year old girl, and want her to practise English. She is extremely shy and you can see how much effort she needs to ask a question. Unfortunately, she does not understand much, but you can not expect that at the age of 12. She asks before we depart to take a picture and Manuela does one with her. Now the two women also want to take a picture. Suddenly, another woman with enormously make-up (without exaggeration, but she looks like Barbie himself), walk through the full bus and wants to take a picture with Manuela and Hanspeter. Fortunately, the bus then leaves and the photo session is over. When the money for the Bilettes are collected, the two women want to pay us the ticket, which surprised us very much, but we thankfully decline. Since we are tourists we do not want the locals to pay us the bus tickets, that would be a bit strange. But of course it’s a very friendly gesture. Manuela tries to chat with the girl during the bus ride, which is moderately successful. When we arrive at the foot of the mountain and admire the scenery, we do not really get there, because a lot of people on the bus want to take a picture with us. At some point everyone has taken a selfie with us and we can go to the entrance. Now we have to buy the entrance ticket for the mountain, which includes at least the shuttle bus, which you have to take. It costs the equivalent of about 22 usd, so it is not very cheap, if you just want to visit the mountain. But doesn’t matter, it is beautiful and the ride is very spectacular. At the final stop we get off and make our way to the first hiking trail. We pass a pretty but overcrowded waterfall. Then we pass rocks which are carved with a thousand years old calligraphy. Translating into English often makes no sense, but it’s still interesting to see. Then we start on a second path that leads us past many impressive buildings in combination with waterfalls. Since the main road seems a bit dangerous for us to walk on, we take the bus again to get back to the station. Again, a path leads through a breathtaking landscape into a narrow valley. We even get on a kind of via ferrata, which brings us through the so-called fresh air cave. There are some steps, which are mounted in the rock, or rickety wooden stairs up the path. It is not difficult, but you have to be careful, because you do not want to fall down. When we are back, we drive to the next stop, where we reach a temple via an almost vertical staircase. A monk speaks to us, but only in Chinese. He wants to know where we are from and is especially interested in money. Not that he wants money, but he even knows that we use Swiss francs, according to his translator. Then we try to explain the exchange rate to him and Hanspeter digs out a few notes that he still has. He studied these in detail and photographed them. As well as some other currencies we have with us. At the end, Hanspeter gives him the 1 franc piece and he wants to give us 10 yuan, but we decline. We continue after. We want to make a spectacular climb, but from here only one more temple is signposted. We think that the access must be in a different location. When we look again from afar on the stairs, however, we must say that there would have been access. So we make the same climb again and continue on the stairs, which goes up in dizzying heights directly along the vertical rock. The view is beautiful and the way up to a temple spectacular. This was the main attraction for us so to speak and we decide to take the bus back. At the foot of the mountain there is even a bus waiting. About an hour later we are back in Jiexiu, where we visit the train station this time. We are not sure where and if the bus is still driving, also the train is faster and one yuan cheaper. On the way we look for an ATM, where Manuela waits in the room before for Hanspeter. Suddenly about 5 giggling girls come in and want to take pictures. When Hanspeter comes out of the cabin again, they want to take a picture with him too and he says, to their astonishment it is already the 428th selfie today, but still agrees. Then we buy the train ticket back to Pingyao, where the train arrives at 18.00 and we spend a leisurely evening in the accommodation.

Pingyao 31.08.2019

Today we treat ourselves to a delicious Chinese breakfast and pack our things, as we go tonight on the train to Xi’an. We are often asked why we take the cheap night train, which takes 10 hours, and not the four-hour express train. This is simple, because the sleeper is still cheaper than the express train and overnight we can even save the accommodation. So we have the whole day in Pingyao for exploration available and the next morning we are already in Xi’an. Since there are still some museums that are included in our ticket and that we have not seen before, we head for the city center around noon. First, we visit China’s first bank building, where you really feel transported back in time. Afterwards we visit an antique house of an apparently wealthy family. All houses have beautiful furniture, beautiful pictures, impressive ceramic paintings and much more. But somehow they are all very similar and we are motivated to visit one last museum. This is about international relations and the Olympic Games. Then we look for a quiet spot where we can have our lunch snack and relax a bit. After we visit the south entrance and stroll a little through the pretty park. Now it is already 5 o’clock and since we want to leave at about 8 o’clock to reach the train at 9, we go for dinner. Since we have learned from the last time, we order today only 3 dishes and that’s enough. It’s more fun to go out to eat with several people, because you can order a real variety of dishes. Anyway, today’s dinner is delicious. We return to our accommodation, where we have left our luggage and then make our way to the train station. As always, the train leaves punctually for the minute and we set ourselves up comfortably in the sleeping car.

Xi’an 01.09.2019

We reach Xi’an early in the morning at 7 and are astonished it is raining. We did not see any rain except one evening in Hohhot in China. There is a lot going on at the station and we make our way to the nearest metro station. We drive two stops and then we have to walk about one and a half kilometers to the hostel. Fortunately, it has stopped raining again. Today is Sunday and market day, so early in the morning a lot is happening on the streets. We squeeze through market stalls, people, scooters, tuktuks and cars. It is quite turbulent and the first impression of the city is a bit overwhelming for us. But heck, at least it is not so hot and soon we turn off into a side street, which often do not smell so good, but we can handle the hustle and bustle a bit better. The accommodation is soon reached and, to our delight, we are allowed to move into our room half an hour later. The room is very nice, big and the beds very comfortable. We have breakfast and relax a bit. In doing so, we research what we want to do in Xi’an today and how we will come to the famous terracotta warriors tomorrow. At noon, we get up and go out on the street. First, we want to visit the Drum Tower. However, when we arrive there and take a closer look, we notice there is a show at 14.45. Therefore, we change our plan at short notice and stroll through a market street with many souvenirs, which our map describes funnily enough with fake market. The area where we are at the moment, but also our accommodation is located in the Muslim district. We visit the nearest attraction nearby, the Great Mosque. The area is impressively large and beautiful. But if no one had told us this was a mosque, we would not have guessed it and thought it was just a Buddhist temple. Okay, the golden buddha is missing and there are no more statues, but if you look closely you will see Chinese characters as well as Arabic characters. But we would not have thought of the architecture. We even get a small booklet that describes the history of each artifact in and around the mosque. The mosque was built as early as 800 AD. The prayer hall has, if you look closely (you unfortunately can not go in), many Arabic characters carved into the walls. As we learn, the whole Koran was written on the walls here. It is very impressive and the Chinese influence is very exciting to see. Then we return to the Drum Tower, but not without a nice cloth on the so-called fake market for the equivalent of 4 usd to buy. Manuela looks at the cloth, Hanspeter wants to continue, the saleswoman comes and wants to show her whole range of cloth. Manuela then asks her how much she wants for it. 80 yuan, is a bit too much and actually she does not want more luggage, and goes away. The woman shouts 50, 40, 30 and here we turn back, because 30 yuan really seems to be a good price and Manuela finally buys the cloth. Then we visit the drum tower, whose equipment is very impressive and we have a great view from the top. At quarter to 3 there will be an impressive musical performance for the next 15 minutes. Then we walk through the huge food street, where Hanspeter treats himself to a delicious bread with minced meat and Manuela a bowl of well-seasoned, pickled tofu. After that, we pass a stand, we can hardly believe it, Bubble Tea is sold. 12 yuan for one 18 for two, so we’ll just take two. The rest of the evening is spent comfortably in our accommodation, calling Hanspeter’s parents and planning for the next two days.

Terracotta Warriors 02.09.2019

Today we wake up early to visit the Terracotta Warriors. Luckily we find the bus right away and it does not leave two minutes later after we get in. The bus ride takes about an hour and leads us mainly through the city. At least the region is beautiful green, where the terracotta army is located. The area is huge and we are happy to be there in the off season, as it is obviously designed for a lot more people. The terracotta warriors are clay figures made by the Chinese ruler Qin Shi Huang over 2000 years ago for his funeral. It is said there are more than 6,000 clay warriors guarding his grave, just over 3000 have been excavated to this day. The excavation is still in progress today. The first figures were found around the 1970s and they are considered one of the UNESCO World Heritage Sites. We start with the second and medium sized underground chamber, with most of the excavated clay warriors being slightly damaged. But you can look at a few impressive warriors from close through a glass cabinet. Depending on the presentation, the different ranks of the warriors are suspected. Some of them are also on steeds and have weapons in their hands, which however no longer exist because of the wood component. Here are warriors, archers, riders, officers and generals, and about 1300 pieces. It is certainly very exciting to inspect these characters and imagine the story behind it. Of course, the presentation is very touristy, it has photomontages everywhere and you can even buy a mini terracotta warrior with your own face. Here it must be noted, every warrior has a unique face. Then we go to the third and smallest chamber, which should be the command chamber. Interestingly, the excavations found chrome or rather chrome-plated weapons. This technique was only used in the Western countries in the 20th century! To conclude, we visit the largest, first chamber, in which alone 2000 warriors should be. The army here consists of infantrymen (foot soldiers) and Charioteer. This looks very impressive and the army seems to be in very good condition here. We also learn some figures have been patched together, but what do you expect from excavations over 2000 years old? The hall is definitely impressive. After a little more than 2 hours we saw the three halls and go for a walk through an endless tourist road, where we treat ourselves to a subway sandwich for lunch, before we drive back to Xi’an. In Xi’an we pick up the ticket for the trip in three days to Kunming and Hanspeter goes to the hairdresser shortly, because his hair cutting machine decided to give up in the middle of the work. Then we drive to the city center to visit the Bell Tower, especially because we have bought a combination ticket. The Bell Tower is also very impressive and we walk around in it for a while. From the top we have again a great view of the city and we watch for a while the crazy traffic below. According to our guide book, there was supposed to be a show like the Drum Tower, but that seems not to be anymore. After about three quarters of an hour we make our way back, while we are still looking for a shop to stock up on supplies for tomorrow, our trip to Hua Shan Mountain. Then we go back to our accommodation, where we phone with Manuela’s parents, clarify a few things for our onward journey and plan for tomorrow’s trip.

Hua Shan 03.09.2019

Today we already get up at half past six, as we will have a long bus journey to Hua Shan mountain. We have breakfast, pack our backpacks, leaving the backpacks for 5 yuan each, and go to the metro, which brings us near the train station. Our research has shown that the bus should depart at the same place as the bus to the Terrocatta Warriors. Unfortunately that was some time ago and they tell us to go back to the big bus station. It is a few minutes past 8 when we get there and through the security checkpoints. Then we wait in the line to get a ticket. When we get the ticket, we see the printed time 10.30. That’s not true, we could have slept much longer. At about 9 o’clock we go to the gate and the employee points us to the platform. The bus comes to our astonishment already an hour earlier, but departy still only a little after 10 (but not until 10:30) from. Nevertheless, we are stuck in traffic for a long time and there is a break at a gas station. Somewhen after 12 o’clock we arrive and go first to our accommodation, as we will stay overnight. The hostel is simple, but also very cheap. The receptionist gives us a map, as well as some tips about the route. We want to walk a circular route, but since the last bus leaves from the east side at 19.00, we decided to start there, so we will come back directly in the village. But first we have to get to the service center to buy the ticket and for that we have to take the free shuttle bus. Two women do not want us to believe, that we start in the east side and do not want to take the expensive gondola and say all the time, we should start here. At some point we can convince them and get on the shuttle bus. Basically, we have no idea how the whole thing is going and we feel a bit lost. The service center is a huge area, but eventually we will find the ticket office. Well, we just want to go hiking and we’re just a bit surprised that it costs 160 yuan (about 28 usd). Then we look for the bus that should take us to the foot of the mountain on the east side. Here we are rejected again, because we have to buy a ticket for the bus. Somewhat annoyed we return and buy the bus ticket, which costs another 20 yuan. Then we can finally get on the bus and about 20 minutes later we arrive. It is already 2 pm when we start the hike and we doubt that we will get far. The climb is mainly over stairs and at about 16.00 we have the 800 high meters altitude behind us and are at the north summit. There are not many people on the way, because most of them go up by cable car as it is very steep. The view from the road is great and the climb makes fun despite the many stairs. However, two of the stair sections are almost vertical, so here you have to hold on well, not to fall down. But if you take care, that’s fine. We envisioned it much more spectacular, as the Chinese describe the way, as the most dangerous in the world. But we also read that this is massively overrated and it probably refers only to the two sections. Anyway, the view is fantastic and the weather as well. From the north summit, however, it goes up again a few hundred meters to reach the other summits. First, however, we have a picnic at a temple before tackling the next section to the eastern summit. The way to the eastern summit leads us over a ridge with as usual many stairs. It’s already a bit late and a few people approaching us, making a few hand signals that we should keep track of the time. One even wants to offer us that we should consider staying at a hut on the mountain. However, we know the descent will be long but should be lit, so we do not worry too much. The last piece to the east summit again goes up a vertical staircase (which you could also walk around). When we arrive at the top there are hardly any people and we have a great view. We rest a bit before we hike over the middle peak to the West Summit. We are skippig the southern summit because we think that will be enough. The road to the West Summit takes us past some well-deserted temples and we are much faster than expected on the summit. Again, we have a breathtaking view and linger a bit. But somehow we are a little worried about the descent, because we still have to get over 1500 altitude meters behind us. Therefore, we return without the sunset from the west summit and start the descent. On the way we can still see the sunset, even though it sinks into the clouds before. So we did not miss much. When we are back at the northern summit, it is getting dark and we notice that our water supply is slowly coming to an end. As energy boost, we treat ourselves to a small Coca Cola and are amazed that we pay only 1.50 francs for this (clearly it is about three times as usual, but we are also on the mountain). This is a different descent than the climb before and we will arrive directly in the village. The path leads us down countless steep stairs. On the way we meet one or the other worker, who empties the garbage containers and tows kilos of sacks up. We probably can not imagine what that must weight, which these workers carry on their backs and now have a guilty conscience because we also threw a bottle in the trash during the ascent. Now it is completely dark, but the path is wonderfully illuminated, which is why the descent, apart from the physical effort, no longer bothers us. But now we come to the longest vertical descent, where we are very careful not to make a mistake. Here we see that an older, in our estimation, Chinese couple is also still on the descent and we are amazed that they talk to us in English. This does not happen to us often that older Chinese can say more than „Hello“ and „How are you“, and at least the man speaks fluently. We exchange a few words and it turns out that they come from Taiwan, which explains a lot, because there we had the impression that people speak English much better. But here in China, Taiwan is a topic in itself and we have to be careful what we say. From the point of view of most Chinese, Taiwan is not a country but a Chinese province, which theoretically may be true. Nevertheless, many things are against it, because Taiwan has its own government and is very progressive. So if somebody asks us in which countries we visited in Asia, we have to stop saying Taiwan because it makes the majority of Chinese very upset. We’ve already been told that we can not walk around on the backpack with the Taiwanese flag on it – some even say we should take Japan away – but we think that’s definitely going too far. After all, we are only tourists and have no idea about the whole political confusion that the Chinese organize. Anyway, it’s best we just talk to no one here about Taiwan except Taiwanese themselves, who usually do not really consider themselves as Chinese. The further we get to the starting point, the more people we meet. We are beginning to realize that many are already starting now to see the sunrise in the morning. It also makes sense, because it is much more pleasant to hike at this time. Still, it takes 8-10 hours until dawn, and we can hardly imagine that people need that much time for the climb. In addition, it will certainly be cold. But heck, they probably just want to take their time. Anyway, at 9 o’clock we’ve done our walk, our legs feel like they’re about to fall off and we’re pretty tired. After a brief breather in the main square of Hua Shan Village, we head back to our accommodation for a refreshing shower and a delicious noodle cup before we go to sleep.

Hua Shan – Xi’an 04.09.2019

Today we sleep a long time, because checkout is only at noon and we want to recover from yesterday a little. We already have to get up early tomorrow to get to the station. At about 11 o’clock we check out and make our way to the bus stop. The bus is already there, but leaves only three quarters of an hour later. Anyway, we’re happy to sit, because today our legs hurt a lot after the thousands of steps. At about 3 o’clock we are back in Xi’an, where we buy a train ticket to the South Station. The train to Kunming leaves at 7:30 tomorrow morning from the South Railway Station, which is more than 30 kilometers from the city. Of course, no means of transport leave so early in the morning and a taxi would cost us over 30 usd, almost as much as the entire trip. The first train to the South Station leaves at 6.15 and this should arrive at 7.00. In our experience, every train in China has been punctual so far, and the hotel staff also said train delays are rare and we can dare. So we book this train and hope for the best. After that we return to our accommodation where we order the daily menu (a few vegetarian dumplings) for 10 yuan. Then we rest a little in the room. In the evening we stroll through the crowded streets, where we have our dinners from the street stalls and look for a market to be prepared for tomorrow’s 25 hour train ride. The city center shines in the evening in a particularly beautiful light, with the Drum and Bell Tower and the fountain are beautifully lit.

Xi’an – Kunming 05.09.2019

At 4 o’clock in the morning our alarm ring. Asleep, we pack our last things and have breakfast. At quarter to five we are on the way, because the station is still over 4 kilometers and we do not want to have a hurry. Finally, we should be at the station no later than 5:45 am, so we have plenty of time to check in and for the security. Nobody could tell us with certainty whether we will find a taxi at this time, so we do not count on it and go by foot. After half past six we arrive at the train station and here Hanspeter has to hand in his camping gas at the security checkpoint, which he has been carrying since the excursion to the Great Wall of China. The train is on time as requested and we easily catch our connecting train to Kunming. Here we have again booked a hard bed. First, we sleep for a while. Then we sort photos for the blog and Hanspeter lies down afterwards, while Manuela writes blog. The train mainly takes us through the mountains, but due to the many tunnels we do not see so much. Except the big cities that are in the middle of nowhere and bring us to wonder again and again. We are also amazed by the numerous hemp plantations we pass by. Although hemp in China is strictly illegal, we have learned that China is the world’s largest exporter of hemp products. Interesting. In the evening a gentleman enters who is quite talkative. That, although he can not speak English. We have an hours-long conversation with WeChat. He tries to teach us Chinese, we try to teach English to him. We find it the right situation and later take out the two bottles of Beidschu and drink with him. At 10 o’clock they turn off the lights and we go to sleep. Tomorrow morning we should arrive in Kunming.

China 2: Inner Mongolia

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19.08.2019 – 27.08.2019

Fahrt Beijing – Hohhot 19.08.2019

Heute heisst es Abschied von Peking und von Dave nehmen, denn es geht weiter nach Hohhot. Wir haben eine lange Reise vor uns. Nun aber müssen wir zuerst wieder durch die Sicherheitskontrolle bei der Metro. Tatsächlich werden wir zum ersten Mal angehalten und Hanspeter muss das Küchenmesser zeigen, während bei Manuela die Flüssigkeiten kontrolliert werden. Manuela packt die Linsenflüssigkeit aus, die oben im Deckel des Rucksackes ist und der Beamte scheint bereits damit zufrieden zu sein. Natürlich haben wir noch viel mehr Flüssigkeiten dabei. Beim Messer werden wir etwas nervöser, da dieses, wie auch das Campinggas streng genommen nicht erlaubt sind. Der Beamte inspiziert das Messer eingehend, drückt es aber Hanspeter schlussendlich wieder in die Finger. Wir lernen später, dass dies wohl nur passiert, weil wir Touristen sind. Bei Einheimischen würden die Messer sofort konfisziert werden. So haben wir noch einmal Glück gehabt. Dennoch sind wir etwas nervös, als wir durch die nächste Sicherheitskontrolle am riesigen Bahnhof in Peking gehen müssen. Aber zuerst einmal von vorne. Beim Bahnhof angekommen sind wir so richtig überwältigt von dessen Grösse und den vielen Leuten. Dass sie diese alle zeitnah durch die Kontrollen bringen können, finden wir, grenzt an ein Wunder. Aus unserer Sicht muss da eine wahnsinnig gute Organisation dahinter stecken. Zuerst einmal müssen wir durch eines der Gates. Da alles auf chinesisch angeschrieben ist, stellen wir uns einmal bei der kürzesten Schlange an. Die Chinesen haben eine Identitätskarte, die sie auf einen Sensor legen müssen und das Gate geht auf. Wir versuchen dasselbe mit den Pässen, aber nichts passiert. Manuela macht bei den Beamten auf sich aufmerksam, die uns sofort zu einem anderen Gate mit Kontrolleur in Person beordern. Das geht ziemlich schnell und schon stehen wir in der Schlange zur Sicherheitskontrolle. Alles verläuft problemlos und keine 15 Minuten später stehen wir bereits in der Wartehalle. Unser Zug ist angeschrieben, wir müssen jedoch in der Wartehalle warten, bis dieser aufgerufen wird. Da wir genügend Zeit eingeplant haben, müssen wir noch fast zwei Stunden warten. Aber das ist uns egal, denn es gibt gemütliche Sitzplätze. Man kann hier sogar heisses Wasser für die Noodlecups rauslassen. Etwa eine Stunde vor der Abfahrtszeit stellen sich die Leute an und etwa eine Dreiviertelstunde vorher geht das Gate auf. Hier werden nochmals die Tickets kontrolliert und es geht in der Gruppe zu den Geleisen. Währenddessen verkauft ein Beamter kleine Klappstühle, wohl für jene die für die 10 stündige Fahrt keinen Sitzplatz haben. Wir haben glücklicherweise noch einen buchen können, da wir keine Lust haben, die ganze Zeit zu stehen. Wenn man aber Pech hat, sind alle Sitzplätze ausverkauft und es sind nur noch Stehplätze zum gleichen Preis verfügbar. Wir stellen uns bei unserer gebuchten Wagennummer an und warten bis die Tür aufgeht. Wir haben einen Hard Seat (harten Sitz) gebucht, weshalb wir erwarten, dass wir wohl auf einer Holzbank sitzen müssen. Von irgendwoher kommt ja der Ausdruck Holzklasse. Aber wir haben uns getäuscht, denn die Sitze sind mit Stoff überzogen, und wenn sie auch nicht sehr gepolstert sind, sind sie doch akzeptabel. Kurz gesagt, viel besser als erwartet. Wir hatten bereits am Bahnhof das Gefühl die einzigen Ausländer zu sein, aber hier in unserem Wagon sind wir es definitiv. Die Leute von jung bis alt verdrehen ganz neugierig ihre Köpfe nach uns. Die Kinder kommen immer wieder vorbei und mustern uns ganz genau von oben bis unten. Lustig. Die ersten paar Stunden vergehen ziemlich ruhig, wir hören Musik und betrachten die oftmals wunderschöne Landschaft. Wir staunen nicht schlecht, dass es nach so kurzer Zeit ausserhalb von Peking bereits sehr grün ist. Wir fahren durch viele Tunnel in der tollen Berglandschaft, also von wegen nur die Schweizer können Tunnel bauen. Die Leute, die keinen Sitzplatz mehr buchen können hoffen, dass gewisse nicht besetzt werden und schnappen sich diesen, bis jemand wieder kommt und sie verscheucht. Am Ende jedes Wagons hat es jeweils heisses Wasser für die Noodeln, einen Raucherbereich und eine Toilette. Wir sind schon ziemlich erstaunt, dass die Leute teilweise sogar hier im Zug auf den Boden spuken und ihre Kippen teilweise auf den Boden schmeissen. Nicht weniger erstaunt sind wir jedoch, als alle paar Stunden der Kondukteur den Boden feucht aufnimmt, so bleibt der Zug trotzdem ziemlich sauber. Weiteres Zugpersonal kommt etwa stündlich vorbei, verkauft ein paar Snacks und sammelt den Müll ein. Auf jedem Tisch befindet sich eine Schale, wo man den Müll vorübergehend versorgen kann. Also ziemlich anders als wir es kennen, aber eigentlich gar nicht so schlecht. Als die Plätze vis a vis von uns frei werden, legt sich ein kleines Mädchen über beide Plätze hin. Nicht viel später kommt ihre Mama mit weiteren zwei Kinder. Sie können jedoch kein Englisch und nun startet die Aktion mit dem online Übersetzer. Hanspeter verabschiedet sich relativ schnell wieder in seine Musik- und Traumwelt, während Manuela ganz geduldig alle Fragen der Mama und der Kleinen beantwortet. Mittlerweile haben wir wohl die Aufmerksamkeit des ganzen Wagons geweckt, denn alle Köpfe drehen zu uns und es scheinen alle neugierig zu sein, was für zwei komische, weisse Kreaturen sich hier befinden. Es ist erstaunlich, dass einige kleinere Kinder Englisch Unterricht nehmen. Eine spricht für ihr Alter, 9 Jahre, wirklich schon sehr gut und sie wurde wohl von ihrer Grossmutter aufgefordert mit uns zu sprechen. Plötzlich wird dieses Mädchen zur Übersetzerin, wird aber auch ein wenig aufdringlich. Hemmungslos zieht sie Hanspeter am Bart und an den Haaren, und krabbelt über seinen Schoss, da der Arme am Gang sitzt. Die Mutter der anderen Familie entschuldigt sich und übersetzt, dass es nicht ihr Kind sei. Ein zweiter Junge kann ein paar gängige Wörter auf Englisch und wir sprechen mit ihm. Nach einigen Stunden Jubel und Trubel, sind wir endlich in Hohhot und verabschieden uns von der netten Familie. Die Mutter sagt zum Abschied, sie würde gerne mit uns befreundet sein, wenn wir dieselbe Sprache sprechen würden. Aber auf Dauer wird die Kommunikation mittels Übersetzer echt anstrengend, dass finden auch wir. Es ist bereits halb 9 und da es wie aus Strömen regnet, sind wir äusserst froh, dass wir vom Chef der Unterkunft abgeholt werden. Während unserer Fahrt durch die Stadt, staunen wir einmal mehr über die vielen Wolkenkratzer. Irgendwie haben wir uns das etwas anders, besser gesagt kleiner, vorgestellt. Wir sind schon ganz gespannt, morgen die Stadt zu besichtigen. In der Unterkunft machen wir Bekanntschaft mit Attila, einem älteren Herren, der halb Ungare und halb Schotte ist, und im Moment in Australien, Tasmanien lebt, um den tasmanischen Teufel und andere Tiere zu untersuchen. Er ist Tierwissenschaftler, Universitätsprofessor und hat ein immenses Wissen über Geschichte, was er als sein Hobby bezeichnet. Es ist sehr interessant mit ihm zu plaudern und so verbringen wir eine Weile im Gemeinschaftsraum, obwohl wir ziemlich müde sind. Etwas später treffen wir auf Nick und Caroline aus England, die bereits seit 2011 auf Reisen sind. Sie arbeiten zwischendurch von Unterwegs und reisen anschliessend wieder. Wir tauschen uns alle zusammen etwas aus, bevor wir uns endgültig schlafen legen. Unser Zimmer ist im Mongolischen Stil eingerichtet und wir fühlen uns sehr wohl da.

Hohhot 20.08.2019

Über Nacht ist der Strom ausgefallen, was wir insbesondere daran merken, dass unsere elektronische Geräte nicht aufgeladen sind. Nachdem wir gefrühstückt haben, begeben wir uns auf die Strasse, wobei uns auffällt, dass viele Läden aufgrund des Stromausfalls wieder schliessen. Andere bauen einen Generator auf. Da wir kaum mehr Geld haben, müssen wir zuerst noch einen funktionierenden Geldautomat finden, was wohl wegen dem Stromausfalls gar nicht einfach ist. Etwas erstaunt bemerkt Manuela, dass vor der einen Bank viele bewaffnete Beamten stehen und sie stellt danach fest, dass die wohl gerade mit einem Geldtransporter angekommen sind. Abheben geht hier nicht. Bei der nächsten Bank ist ein Generator am Laufen und siehe da, wir können wieder unseren Geldbeutel aufstocken. Nun nehmen wir den nächsten Bus, der uns zum bekannten Da Zhao Tempel bringt. Bereits das Gelände vor dem Eingang ist sehr eindrücklich und wir finden die Gegend sehr schön. Auch hier, westliche Touristen sehen wir keine und wir fallen natürlich wieder auf wie bunte Hunde. Nun aber kaufen wir zuerst unsere Eintrittsbillette, um den Tempel zu betreten und es lohnt sich wirklich. Nicht nur die wunderschönen Innenräume mit den goldenen Statuen, auch der Aussenbereich ist sehr authentisch gestaltet. Dieser Tempel hebt sich aus unserer Sicht ein wenig von den vielen andern ab, da er insbesondere mit den bunten Flaggen ein wohl mongolisches (also für uns bisher eher nepalesisch/tibetisch bekanntes) Flair hinüberbringt. Die zahlreichen farbigen Tierstatuen sehen ebenfalls sehr eindrücklich aus. Eine der goldenen Statuen ist besonders eindrücklich, hat sie doch mehrere Köpfe und Unmengen an Arme, die man unmöglich zählen kann. So schlendern wir sicherlich zwei Stunden in dem grossen Gelände umher und geniessen den schönen Anblick. Wir kaufen sogar noch ein äusserst hübsches Armband für Manuela, welches aus Zinnober und Silber hergestellt ist. Danach gehen wir wieder in den Aussenbereich, wo wir uns im Schatten ein paar Snacks gönnen. Neben uns steht ein nerviger Verkäufer, der uns die ganze Zeit etwas andrehen will, aber irgendwann gibt auch er es auf, da wir seine Sprache sowieso nicht verstehen. Danach werden wir wieder von ein paar Passanten für das obligate Foto gefragt und wir lächeln einmal mehr in die Kamera, aber ergreifen danach die Flucht. Wir schlendern noch kurz durch die hübsche, geschäftige Innenstadt, bevor wir den nächsten Bus auf die andere Seite der Stadt nehmen. Beim Einsteigen bemerken wir, dass auch dieses gefährlich werden kann, wenn man nicht aufpasst. Denn der Bus hält nicht direkt am Gehsteig, sondern etwa 2 Meter entfernt. Dazwischen fahren Velos und Roller auf beide Wege im rasanten Tempo durch. Was wir aber oft festgestellt haben in China, aber auch in Taiwan ist, dass überall öffentliche Velos (elektro oder ohne Strom) für die Bevölkerung für wenig Geld zur Verfügung gestellt wird. Mittels App kann man ganz einfach das Velo anmieten und bezahlen. Wir finden das ein sehr fortschrittliches Konzept und sind erstaunt, weshalb so was bei uns nicht schon längst eingeführt ist. So kann man sicherlich auch den ÖV innerhalb der Stadt massiv entlasten und man kommt viel schneller als mit dem Bus vorwärts. Naja für uns ist dieses Angebot aufgrund des wirklich verrückten Verkehrs doch nichts. Wir vertrauen lieber dem Buschauffeur. Haben wir doch das Gerücht gehört, dass kranke Chinesen sich bei Touristen manchmal sogar vors Auto werfen, da diese dann immense Beträge bezahlen müssen. Wenn das stimmt, sollten wir uns im Gegenzug auch nicht anfahren lassen, denn es kommt offenbar billiger, wenn man Tod ist, als wenn die Krankheitskosten bezahlt werden müssen. Das hört sich jetzt sehr makaber an, aber offenbar ist das teilweise so und wir halten daher die Augen offen. Zurück zur Fortschrittlichkeit der Chinesen. Wie schon in Taiwan (und vermutlich auch in Japan, nur ist es uns dort noch nicht so aufgefallen) kann man hier alles, aber wirklich alles, vom Supermarkt Einkauf, über das Bahnbillette, weiter zur Taxifahrt bis hin über ein Angebot von einem Strassenverkäufer alles Online bezahlen und zwar mittels Barcode über das Handy. Die WeChat Applikation (aber auch andere), welche insbesondere das Whatsapp für China ist (die meisten westlichen Apps, wie google, facebook, youtube, WhatsApp etc. sind in China ja nicht verfügbar), kann nicht nur Telefonieren und Nachrichten schreiben, nein man kann auch seine Zahlungsinformationen hinterlegen. Mittels der Scanfunktion der App kann man also ganz einfach alles kaufen, man muss nur sein Handy über den Strichcode halten und dem Verkäufer wird so gezeigt, dass bezahlt wurde. Einziger Haken ist, dass man ein chinesisches Bankkonto braucht, weshalb wir das nicht austesten können und wir uns hier etwas in die Steinzeit versetzt fühlen. Wir haben wirklich den Eindruck, dass der Grossteil der Bevölkerung alle Käufe so abwickelt. Das musste auch mal gesagt werden. Unterwegs staunen wir nicht schlecht, als zwei westliche Leute in den Bus einsteigen und es sind – wie könnte es auch anders sein – Nick und Caroline aus unserem Hostel. Nun haben wir wirklich das Gefühl, als wären alle “Westler” in einer einzigen Unterkunft untergebracht. Sie steigen einiges früher aus als wir. Wir schaffen es nach etwa einer Stunde unbeschadet aus dem Bus auszusteigen, wo wir das Inner Mongolia Museum besuchen wollen. Wir werden ja Morgen in die Graslands fahren und wir finden, dass uns ein wenig Wissen über diese Region nicht schaden würde. Nun müssen wir aber zuerst wieder die Strasse überqueren, was für uns als ein Ding der Unmöglichkeit scheint. Glücklicherweise sind wir nicht die Einzigen mit diesem Bedürfnis und wir stellen uns neben einen Passanten der dasselbe vor hat. Wir begreifen langsam wie das ganze funktioniert, denn zuerst muss man die Ampeln beachten. Sobald diese rot sind, muss man daher “nur” noch auf Velos und Roller schauen, sowie abbiegende Fahrzeuge. Dann geht es zuerst in die Mitte und man wartet auf die nächste rote Ampel, dasselbe Spiel dann wieder von Vorne mit dem wichtigsten Vorsatz “Augen offen halten”. Es ist bereits halb 4 Uhr und wir sind etwas unschlüssig, ob wir noch genügend Zeit haben, das Museum zu besichtigen. Glücklicherweise ist aber der Eintritt frei, aber natürlich marschieren wir ohne zu überlegen in die Linie der Chinesen und wir werden ziemlich unfreundlich von einem Beamten zu einem Ticketoffice verwiese. Ah, so ist das, wir müssen trotzdem ganz offiziell mit Pass ein Ticket abholen. Nun geht es wieder durch die gewohnte Sicherheitskontrolle, wobei Hanspeters einziges Feuerzeug abgenommen wird. Man hört ihn nun ein wenig Fluchen… Das Gebäude sah schon von Aussen riesig aus, aber das Museum ist tatsächlich gross. Wir begeben uns in die erste Halle, wobei es dort noch um die Entstehung der Erde mit Dinos und so geht. Es ist schon eine Ewigkeit her, als wir das letzte Mal ein solches Museum gesehen haben und wir finden es ziemlich eindrücklich gemacht. Zumindest unterscheidet es sich nicht allzu grob von unserem Wissen und die Dinos sehen auch so aus, wie wir sie noch in Erinnerung haben. Danach besichtigen wir die nächste Etage, welche aber insbesondere über den Krieg mit den Mongolen handelt, dass gefällt uns etwas weniger, da es auch etwas einseitig hinüber kommt. So gehen wir bald in den nächsten Raum, wo man etwas über das Volk und die innere Mongolei lernen, und vor allem sehen kann. Das ist wohl ein wenig das Problem an chinesischen Museen, denn es hat zwar eine kurze Englische Beschreibung vom ganzen, aber viele Details und Stücke sind nur auf Chinesisch beschriftet, und wenn in Englisch, dann ist es oftmals nicht sonderlich brauchbar übersetzt. Aber die vielen Artefakte und auch die Bilder sind enorm eindrücklich. Hier bleiben wir eine Weile und studieren alles ziemlich genau. Danach sind wir aber auch schon wieder etwas geschafft, aber wir wollen nun den dritten Stock in Angriff nehmen. Jedoch wird uns der Zugang verweigert, da bereits nach 17.00 ist und man wohl die Leute bald aus dem Gebäude haben will. Es macht uns aber nichts aus und wir gehen wieder zurück zum Eingang, wobei Hanspeter einer der Beamten freundlich um die Rückgabe seines Feuerzeuges bittet. Er bekommt zwar nicht dasselbe zurück, aber dafür ein Besseres und so beklagt er sich nicht. Nun gehen wir wieder zurück zu unserer Unterkunft und überlegen uns, wo und was wir heute zu Abend Essen. Wir sind nicht unbedingt in einer Stadt mit vielen westlichen Touristen und in der inneren Mongolei könnte es wohl schwierig werden, damit Manuela vegetarisches Essen bekommt. Sie fragt bei der netten Mitarbeiterin nach, ob sie einen Tipp hat und diese meint lediglich, ob wir schon wissen, wo wir sind und einen Tipp hat sie keinen. Dafür schreibt sie auf einen kleinen Zettel auf chinesisch, welcher genau definiert, was Manuela isst und was nicht. Bewaffnet mit dem Zettel gehen wir auf die Suche, finden aber auf Anhieb keines, da es entweder teuer, fischlastig oder sonst irgendwie speziell aussieht. Am Ende der Essens-Strasse kehren wir wieder um und entscheiden uns spontan für ein einfach aussehendes Restaurant. Bereits als wir hineinkommen, drehen sich sämtliche Köpfe inklusive jene der Köche, die hinter einer Glasvitrine kochen, in unsere Richtung. Wir lassen uns nicht beirren und geben der Serviceangestellten den Zettel, wobei sie auf einige Gerichte auf der Karte zeigt. Wir sind gerade ziemlich überrascht, dass die meisten Gerichte eine englische Übersetzung aufweisen, auch wenn nicht alle Sinn machen. Wir bestellen, wie wir es gelernt haben, 4 kleine Gerichte (Suppe, Eierspeise, Tofu mit Gemüse und Fleischplatte) und zwei Biere. Das ganze kostet gerade einmal umgerechnet 13 Franken und ist sehr lecker, abgesehen von der Suppe, die enorm fade ist. Wir haben natürlich viel zu viel bestellt und können niemals alles aufessen. Das gibt uns aber unser Kopf nicht zu und wir Essen fast bis wir umfallen und wirklich keinen Bissen mehr runterbringen. Wir staunen aber nicht schlecht ab den hiesigen Gepflogenheiten. Z.B. dass man nahezu überall Rauchen kann, ist uns schon lange aufgefallen, aber hier werden die Zigarettenstummel einfach auf den Boden geschmissen und gewisse Gäste spucken auf den Boden, damit müssen wir noch ein wenig umzugehen lernen. Zumindest putzt das Servicepersonal regelmässig den Boden. Weshalb sie nicht einfach Aschenbecher verteilen ist uns ein Rätsel, aber vielleicht liegt es daran, weil damit das Spuckproblem nicht gelöst ist. Etwas speziell für unsere Schweizerische Zurückhaltung – aber ich würd’s mal als interessant bezeichnen… Danach kehren wir wieder zurück zur Unterkunft, wo wir uns mit Attila unterhalten. Später gesellen sich Nick und Caroline mit ein paar Bierchen zu uns und wir verbringen alle zusammen einen gemütlichen, lehrreichen und geselligen Abend.

Hohhot – Xilamuren Grasslands 21.08.2019

Heute ist Aufbruchsstimmung, denn wir haben eine Couchsurferin in den Xilamuren Grasslands gefunden, die uns aufnimmt. Wir wissen jedoch nicht viel darüber, nur dass in den kommenden Tagen ein Filmfestival statt findet und wenn wir wollen, dürfen wir auch länger als nur die eine angefragte Nacht bleiben, wenn wir etwas bei den anfallenden Arbeiten mithelfen. Das tönt eigentlich ganz gut, aber wir haben nicht geplant, so lange zu bleiben. Wir werden sehen. Iren meint sogar, dass wir uns nicht ums Essen kümmern müsste. Sie hat heute einiges zu tun und ist ebenfalls in Hohhot, weiss aber im jetzigen Moment noch nicht, ob sie in ihrem Wagen noch Platz hat, oder ob wir besser den Bus nehmen. Da wir nicht wissen, wie es dort mit vegetarischem Essen aussieht, kaufen wir noch ein paar Snacks ein und ein paar Biere für die Community. Von Iren haben wir erfahren, dass der letzte Bus um halb 6 fährt und wir kontaktieren sie um 3 Uhr, wie es aussieht. Offenbar hat sie zu viel bei der Arbeit zu tun, da wir keine Antwort erhalten. Wir sind wieder ein wenig nervös, da wir auf einen Bus müssen, der nur auf Chinesisch angeschrieben sein wird und an einer Haltstelle aussteigen, die wir dem Busfahrer zuerst mitteilen müssen. Den genauen Ort auf unserer Karte können wir nicht ermitteln. Als wir aber Kelly mitteilen, was wir vor haben, bietet sie uns an, einen Zettel auf chinesisch mit allen Angaben zu Schreiben, was wir gerne annehmen. Wir fahren mit dem Bus zum Bahnhof. Als wir einsteigen und zu einem Sitzplatz gehen wollen, macht der Bus einen abrupten Stopp, so das Manuela im wahrsten Sinne des Wortes Frontal auf die Nase fällt. Die Leute im Bus sind ganz entsetzt und Manuela sagt daraufhin, das alles ok ist, so dass wieder Ruhe einkehrt. Ein paar Schürfwunden hat der Sturz eingebracht und der Arm tut noch eine Zeitlang weh. Aber was solls, zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Den Busbahnhof müssen wir zuerst noch suchen, denn dieser scheint recht gross und am Anfang wollen wir immer bei den Ausgängen rein. Das geht natürlich so nicht und wir werden von den Beamten zurecht gewiesen. Irgendwann sind wir aber am Busbahnhof und alles geht sehr einfach. Wir drücken zuerst den Beamten bei der Sicherheitskontrolle, dann der Ticketverkäuferin unseren Zettel in die Finger. Diese verkauft uns das Ticket und einer der Beamten bringt uns zu einer Dame. Diese wiederum führt uns durch das Abfahrtsgate zum Bus und sie gestikuliert, dass wir bereits einsteigen können. Wir sind etwas verwirrt, sind wir nun die Einzigen in dem Bus? Einer der Busfahrer will gerade noch ein Foto mit uns machen, bevor wir einsteigen. Etwa 10 Minuten später steigen die weiteren Passagiere ein und der Bus füllt sich. Wir stellen also fest, dass wir wohl einmal mehr eine Sonderbehandlung geniessen durften. Wir sind erleichtert, dass die Dame, welche uns auch zum Bus gebracht hat, ebenfalls einsteigt, denn sie sollte wissen, wo wir aussteigen müssen. Mittlerweile hat uns Iren kontaktiert und meint, dass sie lange arbeiten müsse. Aber sie wird einem Freund in der Community mitteilen, dass er uns abholen soll, nur mit der Kommunikation könne es möglicherweise schwierig werden. Sie schickt uns den WeChat account von Da Fei und Manuela kontaktiert ihn. Nun schreibt er aber auf chinesisch, was etwas mühsam ist, denn nun muss sie alles zuerst in den Übersetzer eingeben. Gewisse Zeichen muss man einzeln in den Übersetzer eingeben, damit sie Sinn machen. Noch heute werden wir lernen, dass WeChat selbst einen Übersetzungsmechanismus hat, was enorm hilfreich ist und Manuela die Antworten auf Englisch und Chinesisch erspart hätte. Aber ja, man kann nicht alles wissen. Der Bus fährt in einem rasanten Tempo los und wir landen bald einmal in den eindrücklichen Weiten des Grasslandes. Hanspeter döst ziemlich bald ein und Manuela döst auch plötzlich weg. Als sie nach knapp zwei Stunden wieder aufwacht, erschreckt sie etwas und fragt die Frau, ob wir schon in Halawusu sind (Iren hat uns gesagt es dauert etwa 1.5-2 Stunden). Sie schüttelt den Kopf und macht eine Geste, was wohl bedeuten solle, bald. So weckt Manuela auch Hanspeter und keine 5 Minuten später sind wir da. Wir sehen in der Ferne diverse Communities, aber Da Fei sagt uns, dass wir warten sollen. Etwa 5 Minuten später holt uns der im wahrsten Sinne des Wortes, Rastaman, Da Fei mit seinem Hund und einem farbigen dreirädrigen Mobil ab und begrüsst uns herzlich. Er bringt uns zur Community, wo wir unser Gepäck abladen können. Danach zeigt er uns sein Reich. Er hat eine Bar, die er selbst gebaut hat und sie am Abend in Rastafarben beleuchtet. Er bringt uns aufs Dach seiner Bar, wo wir eine tolle Aussicht haben. Man sieht weit in diesem flachen Land. Danach bietet er uns ein Bierchen an und wir plaudern im Rahmen unserer Möglichkeiten eine Weile. Etwas später heisst es, es sei Essenszeit und wir werden von anderen Mitgliedern der Gemeinschaft an den Tisch gebeten. Wir erfahren nach einer Weile, dass sich hier bereits einige Persönlichkeiten für das bevorstehende Filmfest befinden. Neben uns sitzt Gu Tao, der Regisseur, für einige Filme über das Leben in der inneren Mongolei bekannt, womit er bereits schon mehrere internationale Awards gewonnen hat. Nicht aber in China, da werden wohl solche Filme nicht sehr geschätzt. Auf der anderen Seite sitzt eine Frau, die aus Peking stammt und auch anlässlich des bevorstehenden Filmfestival hier ist. Sie wird im Laufe des Abends zu unserer Übersetzerin, denn alle anderen können sozusagen kein Wort Englisch. Das Essen schmeckt sehr lecker und es hat sehr viele Optionen, darunter auch viele vegetarische. Zudem wird uns die ganze Zeit “Beidschu”, eine Art Schnaps, der aber ziemlich lecker ist, angeboten. In einem 5 oder 10 Liter Behälter haben sie diesen aufbewahrt. Eine andere Frau (ihr Name ist ausgesprochen etwa “Uuschiina”), von der wir später erfahren, dass sie die Chefin der Nachbar Community ist, beginnt ziemlich bald sehr schön zu singen. Einige Lieder seien um uns Willkommen zu heissen, was uns natürlich sehr ehrt. Ein anderer, älterer Herr (vermutlich irgendein Oberhaupt von unserer Community) stimmt ebenfalls ein und am Schluss singt fast der ganze Tisch. Es ist eine sehr schöne gemütliche Runde mit einer guten Stimmung. Etwa um 11 Uhr verabschieden wir uns langsam, da Iren meint, sie sei etwa um halb 12 zurück. Wir gesellen uns zu der jüngeren Truppe mit Da Fei und ein paar andere, wobei wir ziemlich erstaunt sind, dass einige ziemlich gut Englisch sprechen. Dabei erfahren wir, dass eben diese auch in Europa studiert haben. Wir haben auch hier eine gemütliche Runde am Feuer (ja hier wird es am Abend ziemlich kalt) und irgendwann gesellt sich Iren zu uns, die sich als KK vorstellt. Wir plaudern eine Weile mit KK, bis wir irgendwann wohl den Beidschu spüren und ziemlich müde werden. Sie zeigt uns unseren Schlafplatz, wobei wir nicht schlecht staunen, als sie uns eine eigene Jurte präsentiert. Wir verabschieden uns von ihr und fallen todmüde ins Bett.

Xilamuren Grassland 22.08.2019

Die Nachwirkungen von gestern spüren wir noch ein wenig. Trotzdem stehen wir etwa um halb 9 Uhr auf und werden nett aufgefordert in den Essensraum zu gehen und zu Frühstücken. Eigentlich wollen wir ja nicht und Hanspeter ist es gar nicht nach Frühstück, aber trotzdem gehen wir. Wir essen jedoch nur je ein halbes Brötchen, etwas Suppe und ein wenig Gemüse. Das muss reichen. Lilly bittet uns anschliessend, ihr zu helfen, um einen Teppich von einer Jurte in die andere zu bringen und den dort zu verlegen. Manuela ist ziemlich erstaunt, wie schwer ein so kleiner Teppich ist. Aber die Arbeit ist trotzdem schnell erledigt und sie meint, dass wir uns ausruhen sollen. Nicht schlecht, nach nur einer halben Stunden. Wir nutzen aber die Gelegenheit und Hanspeter legt sich noch eine Weile aufs Ohr, während Manuela die Fotos für den Blog auf den Computer lädt. Am frühen Nachmittag kraxeln wir wieder aus der Jurte und wollen die Umgebung etwas erkunden. Also viel gibt es ja nicht, denn es ist ganz flach. Aber schön ist es trotzdem und sehr heiss. Nicht weit von unserer Community entfernt befinden sich etwas anders aussehende Jurten, aus unserer Sicht ziemlich grosse und sogar mit Fenster. Uns wird später erklärt, dass dies eigentlich keine Jurten sind, sondern extra für Chinesische Touristen, da diese sogar eigene Sanitäre Einrichtungen und Heizung besitzen, traditionsgemäß aber grundsätzlich keine Fenster haben. Nachdem wir unseren Nachmittagsspaziergang abgeschlossen haben, treffen wir auf KK und Da Fei, die Mittagessen zubereiten wollen. Nun haben wir aber wirklich keinen Hunger mehr und lehnen dankend ab. Wir setzen uns aber etwas in den Schatten bei Da Fei’s gemütlicher Bar. KK schreibt uns später, dass Da Fei für uns alle kocht, sie aber bereits weiter arbeiten muss. So kommt es, dass Da Fei, leckere Gemüsenudeln auch für uns zubereitet hat und daher können wir natürlich nicht nein sagen. Man hat schon sein enttäuschtes Gesicht gesehen, als Hanspeter zuerst nicht da war, als er mit dem Essen gekommen ist. Nach dem Essen gibt Da Fei, sogar noch das sogenannte Throat Singing zum Besten (also eine Art Gesang tief aus dem Hals heraus), was sehr eindrücklich ist. Danach fragen wir, ob wir etwas helfen können, aber es heisst, wir sollen es uns hier nur gemütlich machen. Am späteren Nachmittag ist jedoch unsere Hilfe gefragt, denn sie wollen ein – aus unserer Sicht – Haus, verschieben. Glücklicherweise kann man unter das Haus (das nur noch aus dem Gerüst besteht) Räder schieben. Zuerst müssen wir den Boden rausreissen und da man den wohl nicht mehr will, kann man diesen gerade zerstören;-) Danach muss man ein paar Stützen ausbuddeln, die im Boden stark vergraben sind und etwas improvisieren. Schwer ist es trotzdem, aber da wir etwa 10-15 Leute sind, so funktioniert es recht gut. Wobei das mit den Anweisungen nicht immer ganz so klappt, wie wir uns das gewohnt sind, aber es funktioniert. Wenn es heisst, Ee (Iii), er (öör), san (sann) (eins, zwei, drei), dann weiss man einfach, dass man heben oder schieben muss, je nach Situation. Nach etwa eineinhalb Stunde ist das Grundgerüst des Hauses vollständig verschoben und wir staunen, wie das so einfach geht. Uns tut es mit der heutigen Müdigkeit gerade gut, etwas zu machen. Nun heisst es, dass die Arbeit bereits erledigt sei und Gu Tao bringt uns allen ein Bier. Wir machen es uns daher wieder bei der Bar gemütlich und relaxen etwas. Etwas später wird noch einmal Hilfe benötigt, da sie eine neue Jurte bauen wollen. Der Boden steht bereits und nun müssen noch die Seitenwände installiert werden. Das ist eine ziemlich kurze Sachen und wir stellen erstaunt fest, dass die Konstruktion für die Seitenwände sehr intelligent, aber simpel erstellt ist. Ich würde es jetzt einfach mal als faltbarer Gartenzaun benennen. Nachdem die Seitenwände eingerichtet sind, sitzen sie jedenfalls bombenfest und Gu Tao meint, dass der Rest morgen ansteht und für heute Feierabend sei. Also wie man sieht, die Arbeit hier, ist sehr kurz und gemütlich. Uns macht es auch Spass, mal wieder etwas zu machen. Am Abend können wir einen wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen und werden wiederum mit enorm leckerem Essen bekocht. Wir gehen einiges früher schlafen als gestern, damit wir morgen auch den Sonnenaufgang sehen können.

Xilamuren Grassland 23.08.2019

Um 5 Uhr klingelt der Wecker und zwei Leute aus der Community sind bereits auf den Beinen. Der Rest schläft verständlicherweise noch. Die Stimmung frühmorgens ist wunderschön. Das obwohl sich die Sonne selbst hinter den Wolken versteckt, dafür sieht der Himmel mit seinen verschiedenen Rottönen herrlich farbig aus. Verschlafen spazieren wir ein wenig herum und hauen uns danach nochmals für ein paar Stunden aufs Ohr. Etwa um 8 Uhr stehen wir auf und wir werden anschliessend direkt zum Frühstück gebeten. Wir setzen uns an den Tisch mit Lilly und Gu Tao, wobei sich Gu Tao für unsere Berufe interessiert und Lilly fleissig übersetzt. Als Hanspeter ihm erzählt, dass er Schreiner ist, hat dieser besonders Freude und fragt ihn, ob er nicht einen hübschen Stuhl aus Holz für ihn machen könne. Klar doch, wenn das Material vorhanden ist. Das mit dem Material gestaltet sich etwas schwieriger, aber hier lernen wir gerade, zu improvisieren. Wir verbringen daher den Tag mit Planen, Material zusammensuchen und Anfertigen des Stuhles. Lilly kommt immer wieder vorbei und meint, dass es wichtig sei Pausen zu machen. Aber wir haben Freude an der Arbeit und wollen etwas dran bleiben. Zwischendurch helfen wir noch kurz bei der Weiterarbeit an der Jurte, aber hauptsächlich beschäftigen wir uns mit dem Stuhl. Am Nachmittag gibt es noch eine Teepause, wo wir verschiedene leckere Tees zu probieren bekommen und Gu Tao bietet uns bereits wieder ein Bierchen an. Das Gelände füllt sich langsam mit immer mehr und mehr Leute. Am frühen Abend wird Hanspeter angesprochen, ob er mit der Verkabelung für eine Art Ausstellung helfen könne. Er meint, dass er davon keine Ahnung habe, aber wir gehen trotzdem Mal mit und schauen, wo der Schuh drückt. Eine der Künstlerinnen, Helene, hat über vier Pfosten ein weisses Tuch gespannt und will dieses von Innen mit roten LED-Lampen beleuchten, damit man ihre Bilder ansehen kann. Nun hat sie eine Lichterkette gekauft, aber die ist viel zu kurz. So müssen wir das Kabel jeder LED-Lampe verlängern. Das Vorgehen ist ziemlich einfach, aber zeitintensiv. Denn man muss jeweils aufpassen, damit man die Kabel nicht kaputt macht, wenn man sie freilegt und miteinander verbindet. Nachdem wir die erste LED-Lampe verlängert haben, testen wir das ganze und zu unserer Freude funktioniert es. So machen wir es mit den drei weiteren Lampen, testen alle zusammen – auch das funktioniert. Dann installieren wir das ganze in der Leintuchaustellung, wobei es nun zu unserer Enttäuschung doch noch eine Lampe grillt. Zum Glück ist es nicht so schlimm und wir können es schlussendlich so verkabeln, damit zumindest drei, der vier roten Lampen funktionieren. Wir haben keine Ahnung, weshalb das passiert ist. Etwa um halb 10 sind wir fertig und wir gesellen uns gemütlich zu den anderen. Aja, Feuerwerk gehört zu der Tagesordnung. Jeden Abend wird mindestens ein Feuerwerk gezündet entweder von einer Nachbargemeinschaft oder von unserer. Das mag wieder etwas speziell sein, aber wir haben schon an verschiedenen Orten hier in China gesehen, dass man Feuerwerk mag. Später findet hier eine grosse Tanzrunde zu hauptsächlich elektronischer Musik statt. Nach einer Weile haben wir aber genug davon und verziehen uns in unsere gemütliche Jurte.

Xilamuren Grassland 24.08.2019

Heute ist die offizielle Eröffnung des Film Festivals, wobei wir erfahren, dass dafür keine Bewilligung erteilt wurde. So wird das Film Festival kurzerhand in Artist Festival umbenannt. Einziger Wermutstropfen ist, dass offenbar nun auch keine Filme gezeigt werden dürfen und sich das Festival mehr darauf fokussiert, dass sich die Künstler untereinander austauschen können. Für uns, wird es daher möglicherweise nicht so spannend, da der Grossteil ja nur chinesisch spricht. Aber wir werden sehen, wir haben ja sowieso eine tolle Zeit hier. Zuerst aber einmal klemmen wir uns nach dem Frühstück hinter unseren Auftrag und arbeiten am Stuhl weiter. Am Mittag gibt es wie gewohnt ein leckeres Mittagessen und am frühen Nachmittag ist unser Werk vollbracht. Ein paar Leute schiessen mit Pfeil und Bogen, und da wir das schon lange mal versuchen wollen, fragen wir, ob wir auch dürfen. Selbstverständlich dürfen wir und wir bekommen sogar noch eine Instruktion, wie es genau geht. Nachdem wir ein paar Pfeile abgeschossen haben, gesellen wir uns wieder zu den andern bei der Bar. Wir stellen fest, dass das Haus, welches wir vorgestern verschoben haben, nun eine Bühne ist. Ein wenig später hält Gu Tao eine Ansprache, wohl eröffnet er das Festival und erklärt vermutlich, dass man es nicht Filmfestival nennen darf. Er sprayt daher die Wände und bittet alle zu Unterschreiben, auch Manuela, die gerade zuschaut. Diverse Schauspieler und Regisseure halten eine rede, wobei auch der eine kleine ältere Herr mit weisser Jacke (auf dem Video zu sehen), wohl ein sehr berühmter Schauspieler ist. Wurde uns zumindest gesagt. Danach wird eine Tanzpartie eröffnet und zu unserem Schreck, werden wir auch auf die Bühne gebeten. Danach gibt es eine Runde Fotoshootings auf der Bühne mit den uns und den Regisseuren sowie den Schauspielern. Als wieder etwas Ruhe einkehrt, bringen wir Gu Tao den Stuhl, wobei er diesen an der ganzen Menge präsentiert und wir gerade nochmals auf die Bühne dürfen/müssen. Hanspeter hält noch eine kurze Ansprache auf Englisch, die von einer fleissigen Übersetzerin ins chinesische übersetzt wird. Danach gibt es nochmals eine Runde Fotos mit allen möglichen Leuten, auf der Bühne, vor der Bühne, hinter der Bühne. Alles von professionellen Fotografen festgehalten und wir wollen gar nicht wissen, wo wir wohl nun überall erscheinen. Leider haben wir fast nur jene Fotos, die wir mit unseren Handys gemacht haben. Aber ja, es sind sowieso genug, alles andere kann man sich vorstellen. Naja, nach einer Weile sind es genug Fotos und wir sind echt froh als wieder Ruhe einkehrt. Ein Junge hat Hanspeter Pokerkarten geschenkt, ihm diese auf Englisch übergeben und gefragt, ob er ein Foto mit uns machen darf. Wie wir später von jemand anderem erfahren, habe er den ganzen Vormittag den Englischen Satz geübt, da er uns unbedingt ansprechen wollte, aber sich lange nicht getraut habe. Für ihn sei es das erste Mal, dass er Ausländer sieht (oder vielleicht einfach Kontakt hat) und es daher für ihn sehr besonders ist. Zur Erinnerung an ihn schenkt er uns die Pokerkarten. Auch seine Mutter will viele Fotos mit uns machen, sie erkennt man ganz gut, da sie vollkommen in Rosa gekleidet ist. Gestern wurden wir eigentlich von “Uuschiina” in ihre Nachbarcommunity eingeladen. Da es aber spät wurde, haben wir uns entschuldigt und gehen dafür heute Abend vorbei. Sie lädt uns zum Essen ein und so machen wir uns gegen 6 Uhr auf den Weg. Irgendwie tut es gut in Ruhe durch den Ort zu ziehen und etwas fernab vom ganzen Trubel zu sein. Nach etwa 20 Minuten sind wir in der Nähe und werden gerade noch von einer Familie mit dem Auto aufgegabelt, die uns die letzten Meter unbedingt noch hinbringen will. Wir werden herzlich empfangen und wir werden in eine sehr luxuriöse Jurte geführt. Kaum haben wir uns hingesetzt, wird bereits Essen serviert. Hanspeter meint plötzlich als wir so zuschlagen, dass er das Gefühl habe, dass sei erst die Vorspeise. Und wie recht er hat, plötzlich kommt immer mehr Essen auf den Tisch und obwohl der Tisch sehr gross ist, hat kaum alles Platz. Uns wird immer mehr Essen angeboten und die Leute bestehen darauf, dass man isst. Vor allem Hanspeter wird bis zum Abwinken mit Fleisch gefüttert und irgendwann müssen wir, obwohl alles sehr lecker ist, uns entschuldigen, denn wir bekommen keinen Bissen mehr runter. Ein Herr öffnet eine edle Flasche Beidschu, der sehr lecker ist, aber wir heute mit äusserster Vorsicht geniessen. Die Kommunikation gestaltet sich etwas schwierig. Da niemand Englisch kann, müssen wir über Google-Übersetzer kommunizieren. Aber es funktioniert und die Leute hier sind wirklich super nett. Wir geniessen den Abend sehr. Nachdem wir fertig gegessen haben, fahren sie uns mit dem Auto sogar zurück in die Community. Dort angekommen empfängt uns bereits Gu Tao und drückt uns ein Fläschchen Beidschu in die Finger. Wir nippen sorgfältig daran und behalten die beiden Fläschchen für eine Weile auf unserer weiteren Reise. Wir setzen uns in eine gemütliche Runde und plaudern mit den Leuten. Danach sehen wir, dass ein Pingpongtisch aufgestellt wurde und Hanspeter wird zu einer Runde aufgefordert. Wir spielen schlussendlich abwechslungsweise und stellen fest, dass die “Chinesen” darin gar nicht so stark sind, wie erwartet. Aber es macht Spass zu spielen. Später verwendet ein Fotograf Hanspeter als Fotomodell. Dieser macht sogenannte Contemporary Art (neuzeitliche Kunst) und hat ein spezielles Projekt im Kopf. Er zieht den Teppich auf dem vorher viele Leute gegessen und getrunken haben, und nach wie vor viel Essen und trinken drauf ist, vor den einen mobilen Essensstand. Hanspeter sitzt am Boden vor dem Teppich mit dem vielen Essen und wartet bis der Essensstand öffnet. Danach plaudern wir mit ihm und einem zweiten Fotografen über dies und jenes, und werden ein wenig über die Chinesische Geschichte informiert, bevor wir uns spätabends schlafen legen.

Xilamuren Grassland 25.08.2019

Nachdem Frühstück ist die Überraschung gross, als uns Gu Tao in die grosse Jurte hinein bittet. Tatsächlich werden ein paar Filmausschnitte gezeigt. Die Dokumentarfilme werden hauptsächlich in Bilder gezeigt, und weniger mit Gesprächen, weshalb es nicht so tragisch ist, dass wir nichts verstehen. Natürlich ist es schade, dass wir Gu Taos Erläuterung dazu nicht verstehen, aber da lässt sich nichts machen. Fürs nächste Mal müssen wir halt chinesisch lernen. Die nächsten Ausschnitte sind sogar mit englischen Untertitel, was uns sehr freut. Plötzlich kommt KK zu uns und erzählt, dass die Polizei hier ist und nach uns sucht. Wir bekommen einen gewaltigen Schreck und fragen uns, ob wir hier nicht sein dürfen. KK weiss es auch nicht genau, aber sie meint, es sei lediglich eine Routine. Danach wird klar, was das Problem ist, denn wir müssen uns registrieren lassen. Wir lernen, wenn jemand Ausländer für länger als 24 Stunden aufnimmt, muss man dies bei der Polizei registrieren, was ja auch in den offiziellen Unterkünften der Fall ist. Wir werden von einem der Community zusammen mit KK zur nächsten Polizeistation in Xilamuren hingefahren, denn diese ist etwa 10 Kilometer entfernt. Wir müssen unsere Pässe vorlegen und auf der Station werden durch den Polizisten alle Daten vom Pass abgetippt. Am Schluss sagt der Polizist Shishie (danke) und wir dürfen gehen. Wir sind erleichtert, hinterlässt das doch einen etwas bitteren Nachgeschmack, wenn die Polizei uns in eine Gemeinschaft suchen kommt, wo sie – wie wir erfahren haben – sonst nie auftauchen. Es heisst jedoch, es sei zu unserer Sicherheit… Was das auch immer heissen soll. Wir kommen gerade noch rechtzeitig, um die letzten Filmausschnitte zu sehen. Danach ist bereits Mittagszeit. Am Nachmittag findet eine Versammlung in einem Zelt statt, wo wir uns einfach mal hineinsetzen und schauen, was da von sich geht. Es scheint hauptsächlich eine Vorstellungsrunde zu sein und die Dame neben uns ist so nett, dass sie von Zeit zu Zeit ein wenig übersetzt. Wir stellen dabei fest, dass es bei allen Regisseuren und Schauspieler, um politisch heikle Themen geht. Da es ziemlich heiss im Zelt wird und wir ja doch nicht viel verstehen, verziehen wir uns nach einer Weile wieder nach draussen und plaudern mit einem der Schauspieler, der sich little Fish nennt. Es ist spannend mit ihm zu plaudern, auch weil er sehr gut Englisch spricht. Am Abend gehen wir es ruhig an, spielen etwas Pingpong, geniessen den Abend, plaudern mit Lilly und ein paar andern. Einige sind in einem Zelt, wo sie Karaoke singen, andere sind in intellektuelle Gespräche in einem anderen Zelt vertieft. Plötzlich wird der ruhige Abend unterbrochen und ein Trubel geht los. Eine Gruppe junger Studenten haben uns entdeckt und eine davon, will sich in ihrem Englisch üben. Sie ist aber super nervös, was die Konversation etwas schwierig macht. Mit der Zeit taut aber sie und die anderen etwas auf, und es wird mit der Zeit eine lustige, wenn auch etwas wirre Unterhaltung. Aber was wollen wir sagen, mit 18 war unser Englisch auch nicht besonders gut und von chinesisch ist ja noch heute bei uns nicht die Rede. Irgendwann verabschieden sie sich und kehren zurück zu ihre Unterkünfte. Wir geniessen ein paar wärmende Minuten am Feuer, bevor wir uns ebenfalls in die Jurte verziehen.

Xilamuren Grassland – Hohhot 26.08.2019

Da wir ja sowieso viel länger geblieben sind als geplant, finden wir, dass es heute an der Zeit ist, aufzubrechen. Dazu kommt, dass wir etwas zu viel Aufmerksamkeit geniessen, was für die letzten Tage zwar lustig war, aber langsam auch genug ist. Wir wollen zudem China noch weiter erkunden. So kommt es, dass wir uns von den lieben Leuten hier verabschieden müssen. Wir haben wirklich eine tolle Zeit verbracht und es ist für einmal etwas ganz anderes. Gegen Mittag erhalten wir sogar eine Mitfahrgelegenheit nach Hohhot. Als wir im Wagen sitzen, merken wir, dass der Fahrer wohl Rennfahrer Gene hat. Wir kommen dafür entsprechend schnell in Hohhot an und kehren wieder zurück ins Hostel, wo wir bereits das letzte Mal waren. Attila ist immer noch da, das freut uns sehr und wir plaudern eine Weile zusammen. Am Abend verabschiedet er sich, da er heute den Nachtzug auf Peking gebucht hat. Wir buchen den Nachtzug nach Pingyao für morgen Mitternacht. Wir gönnen uns nach dem vielen mongolisch/chinesischen Essen mal wieder eine leckere Pizza zum Abendessen.

Hohhot 27.08.2019

Nachdem wir gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt haben, machen wir einen Ausflug etwas ausserhalb von Hohhot. Attila hat uns empfohlen, das Museum und Mausoleum von Zhao Jung zu besuchen. Sie ist eine der vier alt chinesischen Schönheiten und lebte zur Zeit, der Han Dynastie (206 vor Christus, bis 800 nach Christus). Die Geschichte besagt, dass sie auf dem Rücken eines Pferdes ihr Dorf verliess, um sich mit dem Führer eines anderen Reiches zu vermählen, damit diese Frieden schliessen. Was ihr offenbar auch gelungen ist. Ihr Weg war jedoch hart und geprägt von Trauer, was sie im Museum auch wiederspiegeln. Sie verliess ihr Dorf im Herbst durch die Grasslands und musste durch tiefsten Winter reiten. Das Museum ist sehr schön gemacht und hier soll auch ihr Grab auf einem Hügel liegen. Die Umgebung hier ist wunderschön und man hat eine gute Weitsicht. Wir verweilen einige Stunden hier, bevor wir uns auf die etwa stündige Busreise zurück begeben. Wir kaufen ein paar Sachen für die Zugreise ein und etwa um 9 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Wir sind früh dran, da wir noch unsere Tickets abholen müssen. Dummerweise müssen wir auch dazu, durch die Sicherheitskontrolle und jetzt wollen sie das Sackmesser, das Küchenmesser und Hanspeters Deo spray beschlagnahmen. Sie meinen, dass keine der Artikel erlaubt seien. Wir bestehen aber darauf, dass das Sackmesser unerlässlich sei, aber auf die anderen beiden Sachen können wir verzichten. Nach langem hin und her wird das Sackmesser mit Klebeband eingewickelt und wir dürfen es glücklicherweise doch mitnehmen. Genervt sind wir aber trotzdem ein wenig. Nun heisst es warten. Kurz vor Mitternacht dürfen wir auf das Gleis und um 00.30 fährt der Zug los nach Pingyao. Das gibt mal wieder eine kurze Nacht.


English Version Inner Mongolia

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19.08.2019 – 27.08.2019

Journey Beijing – Hohhot 19.08.2019

Today we say goodbye to Beijing and Dave, and we continue to Hohhot. We have a long journey ahead. But first we have to go back through security at the metro. In fact, we are stopped for the first time and Hanspeter has to show the kitchen knife while they check Manuela’s liquids. Manuela unpacks the lens fluid that is in the top of the backpack and the officer seems already to be satisfied. Of course we have a lot more liquids. About the knife we get a little nervous, because this, as well as the camping gas are not allowed in general. The official inspects the knife in detail, but he finally gives Hanspeter back again. We learn later that this only happens because we are tourists. From locals they would immediately confiscate the knives. So we have been lucky. Still, we are a bit nervous as we have to go through the security checkpoint at the huge station in Beijing. Arrived at the station we are really overwhelmed by its size and the many people. That they can bring all people promptly through the controls, we find, it’s almost a miracle. In our view this is incredibly good organized. First of all we have to go through one of the gates. Since everything is written in Chinese, we just start with the shortest line, it will be wrong anyway. The Chinese have an identity card and they just need to put on a sensor, then the gate opens. We try the same with our passports, but nothing happens. Manuela wave to the officials who immediately bring us to another gate with a controller in person. It’s pretty fast and we’re already in the line for security. Everything goes smoothly and 15 minutes later we are already in the waiting ares. Our train is displayed, but we have to wait in the waiting room until it is announced. We have planned enough time, now we have to wait nearly two hours. But we do not care, because there are comfortable seats. You can even get hot water for the noodle cups. About an hour before the departure time, the people queuing and about 45 minutes before departures the gate opens. Here are the tickets checked again and with the group we walk to the platform. Meanwhile, an official sells small folding chairs, probably for those who have no seat reserved for the 10 hour drive. Fortunately, we still have a reservation, because we do not feel like standing all the time. But if you are unlucky, all seats are sold out and there are only standing options available for the same price as the hard seat. We head to the booked carriage number and wait until the door opens. We booked a hard seat, which is why we expect to have to sit on a wooden bench.  Somewhere the expression wood class comes from, not? But we were wrong, because the seats are covered with fabric, and although they are not very soft, they are acceptable. Much better than expected. We already had the feeling we were the only foreigners at the station, but here in the train we are definitely. The people from young to old curiously turn their heads towards us. The children come over and look at us in detail. Funny. The first few hours pass by quite calm, we listen to music and look at the beautiful landscape. We are astonished after such a short time outside of Beijing it is already very green. We drive through many tunnels in the great mountain landscape, so not only the Swiss can build tunnels. The people who can not book a seat are hoping some will not be occupied and grab them until someone comes and tell them move away. At the end of each car there is hot water for the noodles, a smoking area and a toilet. We are quite astonished that some people even spit on the ground on the train and sometimes throw their cigarette butts on the ground. But we are also astonished, however, as every few hours the conductor picks up the ground damp, so the train still remains fairly clean. More train staff comes around every hour, to sell some snacks and collects the garbage. On each table there is a bowl where you can temporarily store the garbage. So quite different than we know it, but not that bad. As the seats in front of us are vacant, a little girl lies down over both seats. Not much later, her mom comes with two more children. However, you can not speak English and now the action starts with the online translator. Hanspeter stays with his music and dream world relatively quickly, while Manuela patiently answers all the questions of the mom and the little ones. In the meantime, we have probably caught the attention of the entire wagon, because all heads turn to us and they seem to be all curious what kind of white creatures are here. It is amazing some smaller children take English lessons. One speaks for her age, 9 years, really good and she was asked by her grandmother to speak with us. Suddenly this girl becomes a translator, but also gets a little annoying. She pulls Hanspeter on the beard and hair, and crawls over his lap, as he sits in the corridor. The mother of the other family apologizes and translates that it is not her child. A second boy can speak a few common words in English and we talk also to him. After a few hours of talking, we are finally in Hohhot and say goodbye to the nice family. The mother says goodbye, she would like to be friends with us if we spoke the same language. But in the long term, the communication through translators is really exhausting. It is already half past 8 and as it rains like hell, we are very glad that we are picked up by the boss of the accommodation. As we drive through the city, we marvel once again at the many skyscrapers. Somehow we imagined it will be somehow different, at least smaller. We are very excited to visit the city tomorrow. At the property, we meet with Attila, an elderly man who is half Hungary and half Scottish, and is currently living in Australia, Tasmania, to study the Tasmanian devil and other animals. He is an animal scientist, a university professor and has an immense knowledge of history, what he calls his hobby. It is very interesting to chat with him and so we spend a while in the common room, although we are quite tired. A little later we meet Nick and Caroline from England, who have been traveling since 2011. In between, they work on the road and then travel again. We all talk together before we finally go to sleep. Our room is decorated in Mongolian style and we feel very comfortable.

Hohhot 20.08.2019

There happened a power cut overnight, which is noticeable because our electronic devices are not charged. After we have breakfast, we go to the street, where we notice that many shops close again due to the power outage. Others install a generator. Since we have little money left, we first have to find a functioning ATM, which is not easy because of the power cut. A bit astonished, Manuela notices many armed officers standing in front of one bank, and then she realizes they have just arrived with a money-truck. Here we can’t withdraw. At the next bank, a generator is running and lo and behold, we can top up our wallet. Now we take the next bus, which brings us close to the famous Da Zhao Temple. Already the area in front of the entrance is very impressive. We do not see any western tourists and of course we attract a lot of attention. But now we buy first our entrance tickets to the temple and it’s really worth it. Not only the beautiful interiors with the golden statues, also the outdoor area is very authentically designed. In our view, this temple stands out a bit from the many others, as there are many colorful flags, which gives probably a typically Mongolian (for us rather Napales / Tibetan known) flair. The numerous colored animal statues look very impressive. One of the golden statues is particularly impressive, as it has several heads and lots of arms that are impossible to count. We wander around for two hours in the large area and enjoy the beautiful sight. We even buy a very pretty bracelet for Manuela, which is made of cinnabar and silver. Then we go back to the outdoor area, where we have a few snacks in the shade. Next to us is an annoying salesman, but finally he gives up, because we do not understand his language anyway. After that, we are again asked by a few pedestrians for the obligatory photo and we smile a few times in the Kamara, but then we move on. We stroll through the pretty, bustling downtown for a short while before taking the next bus to the other side of the city. When boarding, we notice that this can be dangerous if you are not careful. Because the bus does not stop directly at the sidewalk, but about 2 meters away. In between, bicycles and scooters are speeding in both directions. But what we have often found in China, but also in Taiwan, public bicycles (electric or without electricity) are available to the public everywhere for little money. With an app you can easily rent the bicycles and pay. We think this is a very advanced concept and we are amazed why this is not something we have introduced in Switzerland. So you can certainly relieve the public transport within the city massively and one comes much faster around than by bus. Well for us this offer is nothing due to the really crazy traffic we are not used too. We prefer to trust the bus driver. We heard the rumor, sick Chinese sometimes even throw themselves in front of the car driven by tourists, as they have to pay a lot of money. If this is true, then we don’t even attempt to drive. Anyway, we keep our eyes open. Back to the progressiveness of the Chinese. Like in Taiwan (and presumably also in Japan, only we have not noticed it yet) you can get everything, but really everything, from the grocery store shopping, to the train ticket and to the taxi ride to an offer from a street vendor everything online pay by barcode via mobile phone. The WeChat application (but also others), which in particular is the whatsapp for China (most western apps, such as google, facebook, youtube, whatsapp etc. are not available in China), can not only make phone calls and write messages, no, you can also deposit payment information. Using the app’s scanning function, you can easily buy anything, just hold your phone over the barcode and the seller will be shown the paid amount. The only problem is, you need a Chinese bank account, which is why we can not use this and we feel a bit like in the Stone Age. We really have the impression that the majority of the population handles all purchases in this way. On the way we are astonished when two western people get on the bus and it is – how could it be otherwise – Nick and Caroline from our hostel. Now we really have the feeling that all „Westerners“ are hosted in a single accommodation. They get off a bit earlier than we do. After about an hour we hop off to visit the Inner Mongolia Museum. We will drive to the grasslands tomorrow and we think a little knowledge about this region would be good for us. Now we have to cross the street again, which seems to us to be an impossibility. Fortunately, we are not the only ones with this need and we stand next to a passer-by who does the same thing. We begin to understand how the whole thing works, because first you have to pay attention to the traffic lights. Once these are red, you have „only“ to look at bicycles and scooters, as well as turning vehicles. Then we walk until the middle and you wait for the next red traffic light, before you cross with the most important intention „keep your eyes open“. It is already half past four and we are a bit hesitant, if we have enough time to visit the museum. Fortunately, the entrance is free, but of course we march without thinking into the line for the Chinese and we are quite unfriendly lead by an official to a ticket office. Ah, that’s how it works, although it’s free, we still have to officially pick up a ticket with our passport. Now we head through the usual security control, where they take away Hanspeter’s only lighter. You can hear him a little cursing… The building looked huge from the outside, but the museum is actually large. We go to the first hall, where it is still about the emergence of the earth with Dinosaurs and so on. It has been ages since we last saw such a museum and we find it quite impressive. At least it does not differ too much from our knowledge and the Dinosaurs look the way we know them. Afterwards we visit the next floor, which deals in particular with the war with the Mongols, which we like a little less, because it seems only shown from the chinese side. Soon go to the next room, where you can learn about the people and the inner Mongolia, and above all, see. A problem with Chinese museums is, although they have a short English description of all, but many details and pieces are written in Chinese only, and when translated into English, it’s often not very useful. Many artifacts and the pictures are very impressive. Here we stay for a while and study everything pretty much. After that, we are already a bit tired again, but now we want to tackle the third floor. However, the access is denied because it is already after 17.00 and they want people out of the building soon. However, we do not mind and we go back to the entrance, where Hanspeter kindly asking one of the officers to return his lighter. Although he does not get the same back, but a better one, so he does not complain. Now we go back to our accommodation and think about where and what we have for dinner tonight. We are not in a city with many western tourists and in Inner Mongolia it could be difficult for Manuela to find vegetarian food. She asks the friendly employee, if she has a tip but she has none. Kindly, she writes on a small piece of paper in Chinese, which defines exactly what Manuela eats and what not. Armed with the slip of paper, we go looking for it, but can not find it right away because it looks either expensive, very much with fish or otherwise special. At the end of the food street, we turn back and decide spontaneously for a simple-looking restaurant. Already as we come in, all heads, including those of the cooks cooking behind a glass cabinet, are turning in our direction. We are not deterred and give the note to the service person, who is pointing to some dishes on the menu. We are quite surprised the most of the dishes have an English translation, although not all make sense. We order, as we have learned, 4 small dishes (soup, egg dish, tofu with vegetables and meat plate) and two beers. Everything costs just converted 13 dollars and is very tasty, apart from the soup, which is extremely bland. Of course we have ordered way too much and we never can finish it. But we not want to waste and we eat almost until we can’t move. But we are astonished from the local customs. For example we’ve noticed smoking is possible almost everywhere, but here the cigarette butts are thrown on the floor and certain guests spit on the floor. At least the service staff regularly cleans the floor. Why they do not simply distribute ashtrays is a mystery to us, but maybe that’s because it does not solve the spit problem. Something special for our Swiss habit – but I would call it as interesting… Then we return to the accommodation, where we talk with Attila. Later, Nick and Caroline join us for a few beers and we all spend a nice evening together.

Hohhot – Xilamuren Grassland 21.08.2019

Today we got accepted by couchsurfer in the Xilamuren Grasslands. However, we do not know much about the place, except that in the upcoming days, a film festival is taken place, and if we want, we can also stay longer than just the one requested night stay if we help a little. That sounds pretty good, but we have not planned to stay long. We will see. Iren even says, we do not have to worry about the food. She has a lot to do today and is also in Hohhot, but at the moment she still does not know if she has space in her car or if we’d better take the bus. Since we do not know how it looks like with vegetarian food, we buy some snacks and a few beers for the community. Iren told us the last bus leaves at 5:30 and we contact her around 3 pm, how it looks like. Apparently she has too much work because we do not get an answer. We are a little nervous again because we have to take  a bus that will be written only in Chinese and get off at a stop, where we must notify the bus driver. We can not find the exact location on our map. But when we tell Kelly, one of the hostel staff, what we’re up to, she offers us to write a note in Chinese with all the details we need. We take the bus to the train station. When we get in and want to go to a seat, the bus makes a sharp stop, so that Manuela falls over. The people in the bus are shocked and Manuela says then, that everything is ok, so thy keep calm. The fall causes a few grazes and the arm hurts for a while. But heck, luckily nothing worse has happened. We must first find the bus station, because it seems quite large and at the beginning we always want to enter at the exits. Of course, that is not possible and we are reprimanded by the officials. At some point we are at the bus station and everything is very easy. First, we give the officer at the security check, then the ticket seller our note. We get the ticket and one of the officers brings us to a lady. This in turn leads us through the departure gate to the bus and she gestures that we can get in already. We are a bit confused, are we the only ones on the bus? One of the bus drivers just wants to take a picture with us before we get on the bus. About 10 minutes later, the other passengers board and the bus fills up. So we realize that we get once again a special treatment. We are relieved that the lady who brought us to the bus also gets in, because she should know where we need to get off. Meanwhile, Iren has contacted us and says that she has to work until late. But she will tell a friend in the community that he should pick us up. Only with the communication it could possibly be difficult. She sends us the WeChat account from Da Fei and Manuela contacts him. Now he writes in Chinese, which is a bit tedious, because now she has to enter everything first in the translator. Certain characters must be entered individually in the translator to make sense. Even today we will learn that WeChat itself has a translation mechanism, which is enormously helpful and Manuela didn’t need to answers in English and Chinese. You can not know everything. The bus starts at a rapid pace and we soon reach the impressive expanse of grassland. Hanspeter dozes off pretty soon and Manuela suddenly dozes off as well after a while. When she wakes up after nearly two hours driving, she gets a bit nervous and asks the woman if we are already in Halawusu (Iren has told us takes about 1.5-2 hours). She shakes her head and makes a gesture, which should mean, soon. Manuela wakes up Hanspeter and 5 minutes later we are there. We see diverse communities in the distance, but Da Fei tells us to wait. About 5 minutes later, the literally Rastaman, Da Fei, picks us up with his dog and a colored three-wheeled mobile and greets us warmly. He brings us to the community where we can unload our luggage. Then he shows us his place. He has a bar, which he built himself and with reggae colour light in the evening. He takes us to the roof of his bar, where we have a great view. You can see far in this flat country. Then he offers us a beer and we chat within our possibilities for a while. A little later, it’s time to eat and we’re being asked by other members of the community to sit at the table. After a while we learn there are already some personalities for the upcoming film festival around. Next to us sits director Gu Tao, who is known for some films about life in Inner Mongolia and has won several international awards. But not in China, because such films are not much appreciated by the government. On the other side is a woman from Beijing who is also here for the upcoming film festival. She becomes our translator during the evening, because everyone else can not speak English. The food is delicious and has many options, including many vegetarian ones. In addition, we are drinking all the time „Beidschu“, a kind of strong alcohol, but quite delicious. They have stored it in a 5 or 10 liter container.  Another woman (her name is pronounced as „Uuschiina“), which we later learned, she is the head of the neighboring community, begins to sing very nicely pretty soon. Some songs are to welcome us, which of course honors us very much. Another, older man (presumably some head of our community) also sings sometimes and at the end almost the whole table sings. It is a very nice cozy round with a good mood. At about 11 o’clock we say goodbye to them, as Iren says she is back at half past eleven. We join the younger group with Da Fei and a few others, and we’re pretty astonished that some speak English quite well. We learn they have studied in Europe. Here, we have a cozy fire circle (yes, it gets pretty cold in the evening) and at someint Iren joins us, who introduces herself as KK. We chat with KK for a while, until we suddenly feel the Beidschu and get pretty tired. She shows us our sleeping place, but we are surprised when she presents us our own beautiful Yurt. We say goodbye to her and fall into bed exhausted.

Xilamuren Grassland 22.08.2019

We still realize the effects of yesterday. Nevertheless, we get up at about half past eight and are kindly asked to go to the dining room to have breakfast. Actually, Hanspeter does not like having breakfast, but still we go. However, we only eat half a roll each, some soup and a little vegetables. That must be enough. Lilly then asks us to help her to move a carpet from one yurt to another and to put it there. Manuela is quite surprised how heavy such a small carpet is. But the work is still done quickly and she thinks we should rest a bit. Not bad, after only half an hour of work. We take the opportunity and Hanspeter sleeps for a while, while Manuela transfer the photos for the blog on the computer. In the early afternoon we scramble out of the Yurt and want to explore the surroundings. There is not much, because it is quite flat. But it is still nice and very hot. Not far from our community there are slightly different looking yurts, very large and even with windows. We learn later these are not original yurts, and extra for Chinese tourists, as they even have their own sanitary facilities and heating, but traditionally yurts have no windows. After completing our afternoon walk, we meet KK and Da Fei for lunch. At the moment we really are not hungry and we sit in the shade at Da Fei’s cozy bar. KK later tells us Da Fei cooks for all of us, but she has to continue working. So finally Da Fei serves us delicious vegetable noodles and therefore we can not say no of course. It is very delicious. Manuela already has seen his disappointed face when Hanspeter was not there at first when he came with the food. After the meal, Da Fei does even the so-called throat singing (a kind of song deep out of his throat), which is very impressive. Then we ask if we can help anything, but they say we should just make ourselves comfortable here. However, our help is needed later in the afternoon because they want to – we thought – move the house. Fortunately, you can push a wheel, which is installed under the house (which consists only of the scaffolding). First we have to tear the ground out and since they probably do not want it anymore, so we can destroy it 😉 Then we have to dig out a few piles that are sticking hardly in the ground and improvise a bit. It’s hard, but since we’re about 10-15 people, it works pretty well. Whereby the instructions are not always clear for us, but it works. When Gu Tao says, Ee (iii), er (öör), san (sann) (one, two, three), then you just know that you have to lift or push, depending on the situation. After about one and a half hours, the basic structure of the house is completely moved and we are amazed how easy it is. It’s just good for us to do something. Now they said the work is already done and Gu Tao brings us some beerd. We make ourselves comfortable at the bar and relax a bit. A little later, help is needed again, as they want to build a new Yurt. The floor is already built and now the side walls have to be installed. That’s a pretty short thing, and we’re surprised how simple and smart the sidewall design is. I would just call it a foldable garden fence. Anyway, after the sidewalls are set up, Gu Tao says the rest will be done tomorrow and work is done for today. So, as you can see, the work here is very short and cozy. It’s also fun to do something like that. In the evening we can marvel at a beautiful sunset and are again threatened with delicious food. We go to sleep earlier than yesterday so we can see the sunrise tomorrow.

Xilamuren Grassland 23.08.2019

At 5 o’clock the alarm rings and two people from the community are already awaken. Understandably, the rest is still sleeping. The atmosphere early in the morning is beautiful. Although the sun hides itself behind the clouds, the sky with its different reds looks wonderfully colorful. Sleepy, we walk around a bit and then we return to sleep for a few hours. At about 8 o’clock we get up and we are then asked directly for breakfast. We sit at the table with Lilly and Gu Tao. Gu Tao is interested in our professions and Lilly diligently translated. When Hanspeter tells him, he is a carpenter, he is pleased and asks him if he can make a pretty wooden chair for him. Sure, if the material is available. The material is a bit more difficult, but here we are learning to improvise.  We spend the day planning, gathering materials and building the chair. Lilly comes over from time to time and tells us how important is to take breaks. We enjoy the work and want to stay tuned. In between, we help briefly with the further work on the Yurt, but mainly we are working on the chair. In the afternoon there is a tea break, where we get to taste different delicious teas and Gu Tao offers us another beer. The area fills up slowly with more and more people. In the early evening Hanspeter is asked if he can help with the wiring for an exhibition. He says he does not know, but we’ll go and see where the problem is. One of the artists, Helene, has stretched a white cloth over four poles and wants to illuminate it from the inside with red LED lamps to view her pictures. Now she has bought a chain lights, but that is much too short. So we have to extend the cable of each LED lamp. The procedure is quite simple, but time consuming. Because you have to be careful not break the cables when you expose them and connect them together. After we have extended the first LED lamp, we test the whole and for our pleasure it works. So we do the same procedure with the three other lamps, test all together – that works too and we are happy. Then we install the light chain within the expedition cloth, and now a lamp breaks to our disappointment. Luckily it’s not that bad and we can finally wire it up so that at least three of the four red lights work. We have no idea why that happened. At about 9:30 we are done and we join comfortably to the others. The fireworks is part of the tradition it looks like. Every evening at least one fireworks is ignited either by a neighboring community or by ours. That may be something special again, but we’ve seen fireworks in different places here in China. Later, there is a dance party with mainly electronic music. After a while, we have enough seen and head in our cozy Yurt.

Xilamuren Grassland 24.08.2019

Today is the official opening of the Film Festival, where we learn that no permission has been granted to show movies. Thus, the Film Festival is renamed into Artist Festival. The only downer is that apparently now no films may be shown and the festival focuses more on the fact that the artists can exchange. For us, it may not be so exciting, because the majority just speaks Chinese. But we’ll see, we have a great time here anyway. First of all, we cling to our assignment after breakfast and continue working on the chair. At lunch time, as usual, a delicious lunch is served and in the early afternoon, our work is done. Some people shoot with bow and arrow, and since we want to try this for a long time, we ask if we are allowed to. Of course we are allowed to and we even get an instruction how to do it exactly. After shooting some arrows, we join the others at the bar again. We find out the house we moved the day before yesterday is now a stage. A little later, Gu Tao gives a speech, he opens the festival and explains not to call it a film festival. He sprays the walls and asks everyone to sign, including Manuela, who is watching. Various actors and directors give a speech, and even the one little elderly gentleman with a white jacket (seen on the video) speak, he is a very famous actor, we were told. Then a dance party opens and to our fright, we are also asked to the stage. After that there will be photo shootings on stage with the us and the directors as well as the actors. As soon as some peace returns, we bring the chair to Gu Tao, where he presented this to the whole crowd and we just had to go again on the stage.  Hanspeter gives a short speech in English, which is translated by a diligent translator into Chinese. After is another photo session with all sorts of people, on stage, in front of the stage, behind the stage. Everything recorded by professional photographers and we do not want to know where else we appear. Unfortunately, we only have the photos we took with our cell phones. But there are enough anyway, everything else can be imagined. Well, after a while there are enough photos and we are really happy when calm returns. A boy gave Hanspeter poker cards, handed them over to him in English and asked if he could take a picture with us. As we learn later from someone else, he practiced the English sentence the whole morning, because he wanted to address us unconditionally, but did not dare for a long time. For him it is the first time he sees foreigners (or maybe has contact) and it is therefore very special for him. In memory of him, he gives us the poker cards. His mother also wants to take a lot of photos with us, she recognizes quite well, because she is dressed completely in pink. Yesterday we were actually invented by „Uuschiina“ into their neighbor community. Since it was getting late, we apologized and go over for tonight. She invites us for dinner and so we set off at 6 o’clock to her place. Somehow it feels good to move around in peace and to be away from the hustle and bustle. After about 20 minutes we are in the area and are just picked up by a family with the car, who wants to bring us the last few meters. We are warmly welcomed and we are led into a very luxurious Yurt. As soon as we sit down, food is already served. Hanspeter suddenly assumes it’s just the appetizer. How right he is, more and more food comes to the table and although the table is very large, there is almost no space on the table. We are offered more and more food and people insist to eat. Especially Hanspeter is fed until it comes down with meat and at some point, although everything is very tasty, we apologize, because we are more than full. A gentleman opens a noble bottle of Beidschu, which is delicious, but today we enjoy with extreme caution. The communication is a bit difficult. Since nobody knows English, we need to communicate through Google translators.  But it works and the people here are really nice. We enjoy the evening very much. After we finish eating, they even drive us back to the community by car. Once there, Gu Tao welcomes us and hands us a bottle of Beidschu. We sip it carefully and keep the two bottles for a while for our further journey. We sit in a cozy circle and chat with the people. Then we see that a ping-pong table has been set up and Hanspeter is called to play. We finally play alternately and find that the „Chinese“ are not as good as expected. But it’s fun to play with them. Later, a photographer wants Hanspeter as a photo model. This makes so-called Contemporary Art and has a special project in mind. He pulls the carpet on which many people have eaten and drank before, and there is still much food and drink on it, in front of a mobile food stand. Hanspeter sits on the floor in front of the carpet with the many food and waits until the food stall opens. Afterwards, we chat with him and a second photographer, and learn about Chinese history before we go to sleep late at night.

Xilamuren Grassland 25.08.2019

After breakfast, the surprise is big, when Gu Tao asks us to come into the big yurt. In fact, a few film clips are shown. Documentaries are mainly shown in pictures rather than conversations, so it’s not so tragic that we do not understand anything. Of course it is a pity that we do not understand Gu Tao’s explanation, but there is nothing to be done. Next time we have to learn Chinese. The next excerpts are even with English subtitles, which makes us very happy. Suddenly KK comes to us and tells us that the police are here looking for us. We get a huge shock and wonder if we are not allowed to be here. KK does not know exactly, what is going on, but finally she says it’s just a routine. After a while we learn what the problem is, because we have to register. We learn if someone takes in foreigners for more than 24 hours, they have to register by the police.  We will drive with KK to the nearest police station in Xilamuren, which is about 10 kilometers away. We have to present our passports and at the station the policeman tipes all data from the passport. At the end, the policeman says Shishie (thank you) and we are allowed to leave. We are relieved, but are still a bit shocked, when the police come looking for us in a community where, as we have learned, they never turn up. It means, however, that it is for our safety, they say… We are just in time to see the last film clips. After that it is already lunchtime. In the afternoon, a gathering takes place in a tent, where we just sit down and see what’s going on. It seems to be mainly an introductory round and the lady next to us is so nice that she translates a bit from time to time. We find out that all directors and actors are dealing with politically sensitive issues. Since it gets pretty hot in the tent and we do not understand much, we head outside after a while and chat with one of the actors, who calls himself Little Fish. It is exciting to chat with him, also because he speaks English very well. The evening we do quietly, play some ping-pong, enjoy the evening, chat with Lilly and a few others. Some are in a tent where they sing karaoke, others are engrossed in intellectual conversation in another tent. Suddenly the quiet evening is interrupted and a commotion starts. A group of young students have discovered us and one of them wants to practice in their English. She is really nervous, which makes the conversation a bit difficult. During mealtime, however, she and the others start to thaw, and it becomes a fun, although a somewhat confused conversation. But what do we want to say, at 18 years old, our English was not very good at this time. At some point, they say goodbye and return to their accommodations. We enjoy a few warm minutes by the fire, before we head in the Yurt.

Xilamuren Grassland – Hohhot 26.08.2019

Since we have stayed much longer than planned anyway, we find it is time today to set out. Add to that the fact we enjoy a bit too much attention, which was funny for the last days, but slowly enough. We also want to explore China even further. So it happens, we have to say goodbye to the dear people here. We have really spent a great time and it is something completely different. At noon we even get a ride to Hohhot. As we sit in the car, we realize that the driver probably has racer genes. We arrive quickly in Hohhot and return to the hostel, where we have been for the last time. Attila is still there, we are very happy to meet him again and we chat for a while together. In the evening, he says goodbye, as he has booked the night train to Beijing. We book the overnight train to Pingyao for tomorrow midnight. Then we treat ourselves after the many Mongolian / Chinese meals once again a delicious pizza for dinner.

Hohhot 27.08.2019

After we have comfortably rested and had breakfast, we make a trip just outside Hohhot. Attila advised us to visit the museum and mausoleum of Zhao Jung. She is one of the four ancient Chinese beauties and lived at the time, the Han Dynasty (206 BC, until 800 AD). The story is, she left her village on the back of a horse to get together with the leader of another kingdom to make peace. What she seems to have succeeded. Her path, however, was hard and marked by grief, as reflected in the museum. She left her village in the autumn through the grasslands and had to ride through the deepest winter. The museum is very nicely done and here her grave should be on a hill. The environment here is beautiful and you have a good view from the hill.  We spend a few hours here, before we go back on the hour-long bus trip. We buy some things for the train journey and at about 9 o’clock we make our way to the train station. We are early, because we still have to pick up our tickets. Unfortunately, we also have to go through the security check and now they want the pocket knife, the kitchen knife and Hanspeters Deo spray take away. They mean none of the articles are allowed. We insist, however, the knife is essential, but we can give away the other two things. After a long discussion, the pocket knife is wrapped with tape and we are fortunately allowed to take it with us. But we are a little annoyed anyway. Now it’s time to wait. Shortly before midnight we are allowed on the track and at 00.30 the train leaves for Pingyao. That’s a short night again.

Pictures & Videos China 2: Inner Mongolia

19.08.2019 Journey Beijing – Hohhot

19.08.2019 Hohhot

21.08.2019 Hohhot – Xilamuren Grassland
Video Arrival Xilamuren 21.08.2019

22.08.2019 Xilamuren Grassland

23.08.2019 Xilamuren Grassland

24.08.2019 Xilamuren Grassland: Start Film Festival
Video Start Film Festival 24.08.2019

25.08.2019 Xilamuren Grassland: Film Festival
Video Film Sequences 25.08.2019

26.08.2019 Xilamuren Grassland – Hohhot

27.08.2019 Hohhot

China 1: Beijing

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10.08.2019 – 18.08.2019

Kurzaufenthalt in Kiew, Ukraine 10.08.2019 – 11.08.2019

Der erste Flug von Genf nach Kiew war relativ kurz, nur etwas mehr als 2 Stunden. Da wir wieder einmal einen günstigen Flug gewählt haben, gibt es einen langen Aufenthalt in Kiew von 17.30 bis morgens um 11 Uhr am Folgetag. Eigentlich würde uns jetzt ein langer anstrengender Aufenthalt am Flughafen von Kiew bevorstehen. Doch wie unser Glück so will, haben wir während unserer Reise in Ushuaia, Argentinien, Yurii aus der Ukraine kennen gelernt. Im Bewusstsein, dass die Ukraine gross ist, haben wir ihn etwa vor einer Woche kontaktiert und gefragt, ob er in der Nähe sei und Lust auf ein Treffen hätte. Zu beidem stimmt er zu und lädt uns sogar zu ihm nach Hause ein. So kommt es, dass Yurii bereits am Flughafen auf uns wartet. Was für ein wundervoller Empfang. Er fährt uns etwa eine Stunde durch die Stadt Kiew und wir erhalten so einen netten Eindruck davon. Natürlich haben wir uns viel zu erzählen. Er wohnt mit seiner Familie in einem wunderschönen Haus an der Stadtgrenze zu Kiew. Yurii stellt uns seiner Familie vor und wir werden mit leckerem Essen, fantastischem ukrainischen Wein und Bier total verwöhnt. Sogar eine spezielle ukrainische Torte hat seine Frau extra gebacken. So nach dem Motto, wenn ihr schon mal hier seid, wollen wir euch so viele Spezialitäten wie möglich aus unserem Heimatland zeigen. Wir plaudern über dies und jenes, und lernen dabei gerade einiges über die Ukraine. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schwupp ist es bereits Mitternacht. Yuriis Frau fährt uns in ein Apartment, wo wir die Nacht verbringen dürfen. 

Kiew – Peking 11./12.08.2019

Am nächsten Morgen in der Früh, holt uns Yuri wieder ab und wir gehen zu ihm nach Hause frühstücken. Anschliessend fährt er uns wieder zurück zum Flughafen, so dass wir genügend Zeit für das Check-In haben. Unterwegs können wir noch einiges von der Stadt sehen und staunen nicht schlecht, wie viele Leute hier am Autostopp machen sind. Es scheint, als wollen die Leute per Autostopp zur Arbeit. Beim Flughafen angekommen, heisst es leider schon wieder Abschied nehmen. Wir sind überwältigt von der Gastfreundschaft von Yurii und seiner Familie, denn besser hätten wir einen langen Flugaufenthalt nicht verbringen können. Nun aber müssen wir einchecken. Irgendwie können wir es noch nicht fassen, dass wir auf dem Weg nach China sind. Etwas nervös sind wir schon, wissen wir doch nicht, was uns in diesem Land erwartet. Der Flug startet pünktlich und nebst kleineren Turbulenzen geschieht nichts Besonderes. Wir werden positiv überrascht, da uns Essen serviert wird und wir sogar ein Entertainmentprogramm zur Verfügung haben. So können wir den fast 10 stündigen Flug gemütlich hinter uns bringen. Um 1 Uhr nachts nach Peking-Zeit landen wir. Wir sind ja schon etwas nervös und hoffen, dass an der Grenze alles gut läuft und wir unseren Einreisestempel erhalten. Ein 60-tägiges Visum haben wir bereits in der Schweiz besorgt, aber gemäss einem Schreiben der Botschaft, müssen wir trotzdem noch sämtliche Unterlagen bei der Immigration vorweisen können. Es scheint aber, dass der Beamter müde ist und er stempelt unseren Pass so ziemlich kommentarlos ab. Wunderbar, nun müssen wir nur noch unser Gepäck abholen. Das dauert. Etwa nach einer Stunde setzt sich das Förderband endlich in Gange und unsere beiden Rucksäcke sind auch dabei. Da uns empfohlen wurde für die erste Nacht eine Unterkunft zu buchen und nicht am Flughafen zu bleiben, haben wir dies getan. Wir haben eine Unterkunft gerade in der Nähe des Flughafen gebucht, damit wir nicht mehr weit müssen. Wir haben die Unterkunft mehrmals kontaktiert und informiert, dass wir so spät ankommen, insbesondere da sie einen gratis Shuttlebus vom und zum Flughafen anbieten. Wir haben aber nie eine Antwort erhalten und streichen daher die Hoffnung, dass wir abgeholt werden. Naja, dann nehmen wir halt ein Taxi, es ist ja nicht weit. Wir werden von diversen Taxifahrer bereits im Ankunftsterminal angesprochen. Da wir jedoch bereits von mehreren Seiten informiert wurden, dass wir nicht darauf eingehen sollen, lassen wir es bleiben und stellen uns an die offizielle Taxi Linie an. Wir haben sogar die Adresse auf Chinesisch bereit. Jedoch wollen die Taxifahrer uns irgendwie nicht mitnehmen und sie können (oder wollen) auch nicht mit uns kommunizieren. Nun kommt wieder einer der inoffiziellen Taxifahrer, der dafür Englisch spricht. Es bleibt uns nichts anderes übrig als mit ihm mitzugehen. Er meint, dass wir zuwenig weit fahren, um die anderen Taxis zu nehmen. Wir können den Preis etwa um 50% für die Fahrt hinunter handeln, denn er weigert sich, den Taxameter einzuschalten. So bezahlen wir trotzdem noch umgerechnet 12 Franken, aber es ist ja Mitten in der Nacht und wir wollen einfach mal ankommen. Es ist schon fast 3 Uhr als wir beim Hotel ankommen und wir sind froh hierher chauffiert zu werden, denn es scheint keine Fussgängerzone zu haben. Als wir einchecken wollen, erleben wir die nächste Überraschung. Mittels Übersetzer teilen die Rezeptionisten uns mit, dass sie das Zimmer wieder freigegeben haben, da wir bis 22.00 Uhr nicht erschienen sind. Das ist doch die Höhe. Sie meinen aber, dass wir in einer Stunde, um 4 Uhr für diese Nacht doch noch einchecken können. Zumindest das, aber wir sind gerade mehr als genervt, denn wir wollen uns doch nur Schlafen legen und sind sehr müde. Zumindest kann man das Zimmer bis 14.00 nutzen und wir können einen gratis Shuttlebus für morgen an den Flughafen buchen. Bis Mitternacht kommt man nämlich mit der Metro in die Stadt. Wir warten auf einer Holzbank, bis wir endlich einchecken können, was schlussendlich etwa um viertel vor 4 Uhr der Fall ist. Nun können die Damen plötzlich etwas Englisch. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, können wir auf unser Zimmer und gehen umgehend schlafen. 

Es ist schon fast wieder Mittag als wir erwachen und wir müssen uns daher schon fast beeilen. Das Jetlag konnten wir mit dieser Nacht definitiv nicht überwinden. Um viertel vor 2 holt uns der Shuttlebus ab und bringt uns zum Flughafen. Heute besuchen wir Lee, der vor einigen Jahren bei uns in der Schweiz war und schon über 500 Leute bei sich aufgenommen hat. Lee hat uns gerade ein Dokument bereitgestellt mit allen nützlichen Informationen über sein Zuhause, aber auch über Peking und Reisen in China. So wissen wir genau, welche Metrolinien wir nehmen müssen und wie wir zu Lee’s Zuhause kommen. Google müssen wir uns hier im Moment abschreiben, da dies nur mit VPN funktioniert und wir im Moment sowieso kein Internetzugang haben. Es funktioniert jedoch alles einwandfrei. Am Bahnhof kaufen wir eine sogenannte IC-Karte, die wir für Metro und Bus brauchen können. Die Metro ist nicht mal so überfüllt wie erwartet und wir bekommen sogar einen Sitzplatz. Nach einer Weile müssen wir umsteigen, da aber alles so gut angeschrieben ist, finden wir uns sofort zurecht. Als wir an der besagten Haltestelle ankommen, müssen wir noch eine Weile durch das Quartier laufen, wobei uns auffällt, dass die Autos oftmals auf dem Gehsteig parken und zwischendurch auch darauf fahren. Das ist ziemlich amüsant. Wir müssen uns auch wegen den Roller umsehen, also eigentlich muss man hier auf alles achten und die Augen immer offen halten. Wir sind aber erleichtert, dass es bei der grossen Strasse eine Unterführung gibt und wir daher problemlos auf die andere Seite kommen. Da Lee im Moment am Arbeiten ist, hat er uns den Schlüssel für sein Apartment deponiert, den wir mittels Zugangscode aus seinem Briefkasten rausholen können. Das ist für uns eine ziemlich neue Vorgehensweise, aber es funktioniert einwandfrei. Wir machen es uns in Lee’s Apartment gemütlich und gönnen uns erst einmal einen lang ersehnten Kaffee. Danach wollen wir die Umgebung erkunden und einkaufen gehen. Unterwegs finden wir einen Laden von China Unicom, einem Telefonanbieter in China. Wir versuchen unser Glück, um eine Sim Karte zu erstehen. Englisch ist in diesem Laden jedoch fehl am Platz, aber mittels Übersetzer erfahren wir, dass wir ein Stockwerk weiter hoch müssen. Dort angekommen teilen wir der Mitarbeiterin mit, was wir wollen und wir dürfen uns an einen der Schalter hinsetzen. Der Pass wird von allen Seiten fotografiert und gescannt, auf die Simkarte wird wohl zuerst eine Software durch den PC geladen, wir müssen diverse Chinesische Schreiben unterzeichnen, von welchen wir kein Wort verstehen. Also im Grunde genommen eine recht heikle Angelegenheit, aber wir finden ja, dass wir nichts zu verbergen haben und es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Zudem ist mobiles Internet hier in China für uns ziemlich essentiell oder zumindest sehr hilfreich. Danach suchen wir ein Shoppingcenter auf, wobei wir dessen Eingang nicht auf Anhieb finden. Wir landen zuerst in einem Bürogebäude, in welchem wir durch die Mitarbeiter mit Batch etwas Lift fahren. Irgendwie kanns ja doch nicht hier sein, denn das Untergeschoss, wo sich der Supermarkt befinden sollte, kann man im Lift nicht auswählen. Also verlassen wir nochmals das riesige Gebäude und laufen drumherum. Tatsächlich bereits um die Ecke befindet sich der Eingang zum Supermarkt und wir sind ganz erstaunt, was wir da alles finden und vorallem wie günstig vieles ist. Wir kaufen ein paar Snacks und das Frühstück für morgen. Das Highlight sind für uns die enorm riesigen Pfirsiche, welche nicht nur gut aussehen, sondern unglaublich süss sind. Danach gehen wir wieder zu Lee nach Hause, wo wir ihn endlich treffen. Er lädt uns zusammen mit seinen beiden Freunden in ein aus unserer Sicht sehr nobles traditionelles Restaurant zum Abendessen ein. Wir können es kaum fassen, was alles bestellt wird und die Kellner servieren immer mehr und mehr. Typischerweise wird in China nicht ein Gericht pro Person bestellt, sondern alles kommt auf eine Platte und jeder bedient sich von allem. Das Highlight für Hanspeter ist sicherlich die Pekingente, die er bereits heute probieren kann und für Manuela den Tofu sowie Pilze in scharfer Sauce, aber auch die Eierspeisen sind köstlich. Also wir können wirklich sagen, dass das ganze Essen ein kulinarisches Highlight war. Nebst dem Essen haben die Jungs einen äusserst leckeren Rothschild Wein mitgebracht. Ja, man kann den Wein selbst ins Restaurant mitbringen. Zudem gibt es heisses Wasser, was – wie wir später lernen – das typische Getränk beim Essen der Chinesen ist. Nicht kaltes Wasser, sondern warmes Wasser, da dieses viel besser für den Magen und Verdauung sei. Zudem gibt es noch eine Art Pflaumensaft, der ebenfalls gut ist, aber wir trotzdem nicht zu viel davon trinken mögen. Wir bleiben einige Stunden am Tisch, plaudern und essen. Aber wie erwartet, wurde viel zu viel bestellt und wir können unmöglich noch mehr essen. Also lassen wir ein paar der Speisen einpacken, damit wir diese morgen noch aufwärmen können. Da es schon spät geworden ist, verabschieden wir uns von Lee und seinen Kollegen, und gehen zurück zu Lee’s Apartment. Was wir nämlich bis vor kurzem nicht wussten ist, dass Lee während der Zeit, in welcher wir hier sind, woanders schläft und wir so sein Zimmer für uns selbst haben. Zurück im Apartment treffen wir auf seinen Mitbewohner und wechseln noch ein paar Worte mit ihm bevor wir uns schlafen legen. Dummerweise holt uns aber wieder das Jetlag ein und es dauert eine Weile bis wir einschlafen können. 

Peking Drum Tower & Bell Tower & Olympics Park 13.08.2019

Heute ist der erste Tag, wo wir die Stadt Peking so richtig erkunden wollen. Wir haben uns ein gemütliches Programm ausgewählt, denn wir haben schon gestern gemerkt, dass hier ein ziemlich heisses Klima herrscht. Wir fahren mit der Metro in die Innenstadt und erkunden zuerst einmal ein paar Seitengassen, die Hutongs. Wir amüsieren uns über viele kleine Sachen, wie z.B. winzige dreirädrige Autos oder Mini Polizei Mofas. Von Letzteren haben wir jedoch kein Foto gemacht, da wir gehört haben, die Chinesen hätten es nicht gerne, wenn man offizielle Sachen fotografiert. Also lassen wir es zuerst einmal bleiben, wir wollen ja nicht schon am ersten Tag Ärger bekommen. Danach kommen wir an einem idyllischen Fluss vorbei, wo wir unseren Spaziergang kurz unterbrechen und die schöne Atmosphäre geniessen. Anschliessend besichtigen wir die berühmten Drum und Bell Tower, welche schon von Aussen eindrücklich aussehen. Wir kaufen uns jedoch ein Kombiticket, damit wir in beide Türme hochgehen können. Hier müssen wir noch anmerken, dass die Sicherheitsbestimmungen in China ziemlich gewaltig sind. Jedesmal wenn man in eine U-Bahn oder auch in einen gewöhnlichen Zug einsteigen will, muss man durch einen Personenscanner gehen und das Gepäck durch einen separaten Scanner laufen lassen. Wenn Flüssigkeiten entdeckt werden, werden diese noch separat kontrolliert. Messer sind eigentlich gar nicht erlaubt und wir hoffen jeweils, dass man unsere zwei Sackmesser bei der Kontrolle nicht findet, wenn wir mit dem gesamten Gepäck unterwegs sind. Weshalb ich das hier erwähne? Weil wir auch durch eine solche Kontrolle müssen, bevor wir in die beiden Türme dürfen. Zum Glück haben wir heute nicht viel Gepäck dabei und wir können die äusserst steile Treppe bald in Angriff nehmen. Oben angekommen haben wir einen tollen Ausblick über Peking und können eine kleine Show ansehen, wie die Trommeln geschlagen werden. Danach besichtigen wir den Bell Tower, der ebenfalls sehr interessant und eindrücklich ist. Am späteren Nachmittag fahren wir mit der U-Bahn in das Areal des olympischen Zentrums, wo die Olympiade in 2008 ausgetragen wurde, und in 2022 die olympischen Winterspiele ausgetragen werden. Auch hier müssen wir durch eine Sicherheitskontrolle, aber es gehört ja schon langsam zur Routine. Die Gebäude sehen sehr eindrücklich aus und wir schlendern durchs Areal. Gegen Abend kehren wir zurück zu unserer Unterkunft und treffen uns anschliessend mit Lee und seinen Freunden in einem Restaurant. Sie stellen uns heute das Essen von Inner Mongolia vor, da einer der beiden, ursprünglich von dort kommt. Auch dieses Abendessen ist sehr lecker und wir geniessen es sehr. Lee schlägt vor, dass wir das Olympia Areal bei Nacht anschauen gehen, da es mit der Beleuchtung besonders schön sei. Also machen wir das heute Abend und sehen bald, dass Lee nicht zu viel versprochen hat. Die Gebäude werden wirklich sehr eindrücklich mit den verschiedenen Farben beleuchtet, was dem Gebiet eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Wir schlendern ein wenig durch das Gelände und studieren die Namen der olympischen Sportler. Irgendwann ist es aber wieder an der Zeit Abschied zu nehmen. Lee wird bereits am kommenden Wochenende für mehrere Jahre nach Kanada ziehen, um dort zu studieren. Wir sind daher sehr positiv überrascht, dass er uns trotzdem noch für 2 Tage aufnehmen konnte und wir mit ihm zwei tolle Abende verbringen durften. Als wir wieder zurück bei seinem Apartement sind, ist es bereits spät und wir legen uns bald schlafen. 

Peking Temple of Heaven & Lama Tempel 14.08.2019

Leider haben wir das Jetlag noch immer nicht ganz überwunden und das einschlafen gestern hat sich etwas verzögert. So tun wir uns schwer, früh aufzustehen. Etwas nach 10 Uhr machen wir uns auf den Weg zu der sogenannten Verbotenen Stadt (Forbidden City). Wir quetschen uns in eine überfüllte Metro und nach ein paar Mal umsteigen erreichen wir den gewünschten Ort. Wir sehen gleich, dass nicht nur die Metro überfüllt ist, sondern auch der Zugang. Wir sehen eine Warteschlange ohne Ende für den Sicherheitscheck, so dass wir befürchten, dass wir mehrere Stunden anstehen müssen. Ganz ehrlich, darauf haben wir keine Lust und wir setzen uns kurz hin, damit wir ein Alternativprogramm ausarbeiten können. Wir setzen uns daraufhin in die nächste Metro, um zum Temple of Heaven (Himmelstempel) zu gelangen. Wir spazieren zuerst eine Weile durch enge Gassen, bevor wir zum Eingang gelangen. Das Gelände mit ihren vielen Tempel und sonstigen Gebäuden ist äusserst eindrücklich. Die Bauten sind unglaublich detailliert errichtet und sehr farbenfroh. Das gefällt uns sehr. Wir spazieren etwa 3 Stunden in der brütenden Hitze umher und können einiges über die hiesige Geschichte lernen. Die Tempelanlage wurde für den Kaiser errichtet, weshalb sie wohl auch so pompös ist und weniger als heiliger Ort dient, dafür mehr als Prestigeobjekt. Die Anlage ist riesig und wir haben zu wenig Energie, um alle Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Aber das macht nichts, wir fanden es bereits jetzt schon eindrücklich genug und wir geniessen mehr die Details anzuschauen, anstatt alles nur oberflächlich. Nun nehmen wir die nächste U-Bahn und besichtigen den Lama Tempel. Es ist schon fast 4 Uhr als wir die Tempelanlage erreichen. Bevor wir diesen Tempel besichtigen können, müssen wir wie üblich durch die Sicherheitskontrolle. Die Anlage ist enorm eindrücklich und als wir zuerst beim ersten Tempel ankommen und denken, dass sei es gewesen, haben wir uns mächtig getäuscht. Denn hinter dem Tempel geht es jeweils weiter in den nächsten Tempel und die wunderschönen goldigen Buddhastatuen werden immer grösser. Es glitzert und glänzt überall, und die Details, wie die Kunstwerke erstellt sind, sind hervorragend. Nach einer knappen Stunde haben wir alles gesehen und machen uns auf den Rückweg. Wir haben unsere Sachen noch bei Lee zuhause, weshalb wir nochmals dorthin gehen. Lee ist nicht zuhause, dafür aber sein Mitbewohner und dessen Mama. Sie ist ganz begeistert von uns, obwohl wir mit ihr nicht kommunizieren können. Besonders Manuela’s blonde Haare findet sie ganz toll und sie kann diese fast nicht mehr loslassen. Aber ihr Verhalten ist süss und wohl begegnet sie nicht allzu oft westlichen Menschen. Wir wärmen noch kurz das Abendessen der letzten Tage auf, bevor wir zu unserem nächsten Gastgeber gehen. Dafür müssen wir die Metro zum Olympischen Gelände nehmen und dort einmal umsteigen. Bei der Metrostation warten wir auf Dave, der auch bald auftaucht und uns herzlich begrüsst. Er ist aus England und hat vor ein paar Monaten einen Job bei einer Universität in Peking begonnen. Er wohnt in einem netten kleinen Apartment und wir fühlen uns von Beginn an wohl hier. Wir plaudern eine Weile zusammen und trinken gemütlich ein Bierchen. Da Dave noch nicht gegessen hat, begleiten wir ihn in ein Restaurant nebenan, wo man wie in einem Selbstbedienungsladen sein Essen zusammenstellen kann. Da wir das auch ausprobieren möchten, stellen wir uns, obwohl wir ja schon etwas gegessen haben, eine kleine Schale mit Gemüse, Ei und Pilzen zusammen. Man kann sogar die Schärfe selbst wählen und da Dave etwas chinesisch spricht, kann er es genau das bestellen, wie wir es wollen. Die ausgewählten Zutaten werden dann in einem Wok angebraten und in einer Suppe serviert. Sehr lecker. Da es ja schon spät ist, gehen wir wieder zu ihm nach Hause und er zeigt uns noch ein paar Schnäpse von China, sowie einen äusserst leckeren Whiskey bevor wir uns schlafen legen. 

Peking 2ter Versuch Verbotene Stadt, Beihai Park & Summer Palace 15.08.2019

Da wir heute nochmals einen Anlauf nehmen wollen, um die Verbotene Stadt zu sehen, stehen wir früh auf. Etwa um 9 Uhr sind wir bereits beim Gelände und stellen uns in die Warteschlange. Genau wie gestern hat es auch heute wieder unglaublich viele Leute. Aber wir haben Zeit. Nach einer Weile anstehen kommen wir durch die Sicherheitskontrolle und danach auf das riesige Gelände mit unzähligen Leuten. Irgendwie sind wir etwas irritiert, da wir das Ticket Verkaufsbüro nicht finden. Nach einer Weile fragen wir mittels unserem Übersetzer, wo sich das Büro denn befindet. Der Beamte antwortet, dass heute alle Tickets ausverkauft sind und wir diese Online bestellen müssen. Das haben wir ja schon vor ein paar Tagen versucht, da uns Dave denselben Tipp gab, aber auch Online waren alle Tickets bereits 5 Tage im Voraus ausverkauft. Als wir jetzt nochmals nachschauen, sieht es nicht anders aus. Wir haben ja schon gehört, dass im Moment Hochsaison ist, aber eigentlich wurde uns gesagt, dass man lediglich enorm lange anstehen muss, da pro Tag 80000 Besucher reingelassen werden. Wir gehen trotzdem in Richtung Ticketbüro und müssen uns so richtig zwischen den Leuten durchzwängen. Manuela fragt den Beamten vor dem Büro, ob wir nicht für morgen ein Ticket kaufen können. Er verneint dies und meint, dass wir bis mindestens Dienstag warten müssen. Naja, das ist Schade, aber ändern können wir es nicht. Und wenn wir sehen was das hier für ein Gedränge ist, vergeht einem irgendwie auch die Lust. Wir besichtigen daher das eindrückliche Gebäude der Verbotenen Stadt von aussen und gehen etwas neben an, um unser mitgebrachtes Frühstück zu verspeisen. Wir sehen gleich massenhaft Leute, die mit traurigen Gesichter vorbeiziehen und stellen dabei fest, dass wir wohl nicht die Einzigen sind, die keine Tickets mehr erhalten haben. Wir müssen ja schon festhalten, dass wir die letzten Tage eigentlich ziemlich überrascht waren, denn es hatte nie so viel Leute, wie wir es uns in Peking vorgestellt haben. Ausser gestern und heute auf gewissen U-Bahn Linien, und jetzt bei der Verbotenen Stadt. Das ist gelinde gesagt ziemlich krass und überfordert uns etwas. Wir sehen auch fast nur chinesische Touristen und die sind in der Masse wirklich gut im Drängeln, was aber auf der anderen Seite auch etwas lustig ist und einem die Hemmungen zum Drängeln etwas nimmt. Nachdem wir das Geschehen genügend beobachtet und gemütlich gefrühstückt haben, spazieren wir zur nächsten Attraktion in der Nähe. Dies ist der Beihai Park mit der Jade Blumen Insel. Der Park ist wunderschön, viele Leute sind mit einem gemieteten Boot auf dem kleinen See unterwegs. In gewissen Bereichen finden wir viele hübsche Lotusblüten auf dem See. Wir spazieren ein paar Stunden herum und geniessen es sehr. Danach schlendern wir durch die geschäftigen Strassen, kaufen einen Snack und suchen die Metrostation auf, welche uns zum kaiserlichen Sommerpalast bringt. Hier hat es alle mögliche bekannten westlichen Restaurantketten und es hat enorm viele Leute. Das Gelände ist riesig, aber wir haben natürlich den Haupteingang erwischt und die Anzahl an Leute ist auch hier gigantisch. Der See und die Sicht auf den Sommertempel ist wunderschön, aber es ist auch heiss und ein ziemliches Gewusel. Daher suchen wir einen Marktstand, wo wir ein Glace kaufen können und siehe da, wir finden sogar einen. So setzen wir uns ganz gemütlich hin und essen unsere Glace. Währenddessen beobachten wir die Leute, bis wir merken, dass eher wir beobachtet werden. Denn auch an diesem Ort sind sicher 99% nur Chinesen und teilweise werden wir ziemlich begafft. Was aber auch lustig ist, denn die Kinder starren uns ziemlich hemmungslos an, während uns die Erwachsenen aus dem Augenwinkel mustern. Ein paar versuchen sogar mit uns zu plaudern, aber das ist schwierig, wenn sie uns nur auf chinesisch ansprechen. Ein paar Kinder haben aber offenbar in der Schule Englisch gelernt und die ganz Mutigen sprechen uns an. Das passiert nicht nur hier, sondern auch in der U-Bahn. Oft wird uns einfach so aus dem Nichts ein Sitzplatz angeboten und die Kinder werden dann von den Eltern aufgefordert mit uns zu sprechen, was sie manchmal auch tun. Wir sitzen hier am See auf einer Mauer und eine Frau setzt sich neben uns, während eine andere ein Foto machen will. Manuela sagt zu ihr “Nihao” (Hallo), so ziemlich das einzige Wort, was wir in Chinesisch können. Die Frau ist ziemlich überrascht, aber offenbar begeistert zugleich, denn jetzt kann sie ganz offiziell ein Foto mit uns machen. Die sichtlich ältere Fotografin will offenbar auch noch ein Foto mit uns, so dass sie den Platz tauschen. Sie bedanken sich überschwänglich bei uns und versuchen erfolglos mit uns auf Chinesisch zu plaudern. Wir antworten da lediglich auf Schweizerdeutsch, aber das scheint sie nicht zu stören. Danach schlendern wir noch eine Weile im riesigen Gelände umher, aber merken auch, dass uns die Energie trotz Glace etwas fehlt. So kehren wir nach nicht allzu langer Zeit wieder zurück zur U-Bahnstation und fahren in die ruhigere Gegend, wo Lee wohnt. Wir haben dort ein paar Campingläden entdeckt und haben die Hoffnung, günstige Ausrüstung zu finden. Leider Fehlanzeige, die Läden haben nur teure Marken und die Artikel scheinen mindestens genauso teuer zu sein wie bei uns. Zumindest finden wir noch einen Sonderverkauf, wo sich Hanspeter eine neue Sonnenbrille kaufen kann. Denn jene die er von Malaysia für ein paar Rappen gekauft hat, fällt leider bereits auseinander. So hat es sich zumindest doch noch gelohnt in die Gegend zu fahren, bevor es wieder zurück zu Dave geht. Dieser ist jedoch noch am arbeiten und wir verzehren die letzten Resten, die wir von den vorgängigen Restaurant Besuchen noch übrig haben. Wir sind ja schon erstaunt, dass das Essen immer noch wunderbar schmeckt, was uns zeigt, dass dies wohl sehr gute Qualität war. Dave konnte nun seinen Arbeitstag für heute ebenfalls beenden und wir treffen uns in der U-Bahn. Er fährt mit uns nochmals in die Stadt, denn er kennt eine gute Bar mit leckeren Bieren. Er hat nicht zuviel versprochen, die Bar ist sehr gemütlich, es hat sogar einen Aussenbereich und vorallem enorm leckere Craft Biere. Er lädt uns auf zwei Biere ein und wir verbringen einen gemütlichen Abend hier. Irgendwann fahren wir wieder zurück in sein Apartment, wo wir bis spät nachts zusammen plaudern. 

Peking 16.08.2019

Heute haben wir nicht viel auf dem Programm ausser die nächsten Tage planen. Dave hat uns erzählt, dass es möglich sei auf der chinesischen Mauer zu zelten und diese wollen wir besuchen. Nur müssen wir die Details ausarbeiten, welchen Teil der Mauer wir besuchen wollen und wo es geeignet zum campen ist. Obwohl Dave sich heute Morgen von uns verabschiedet hat, da er übers Wochenende selber einen Ausflug macht, dürfen wir heute bei ihm in der Wohnung bleiben und das Gepäck, welches wir nicht mitnehmen wollen, bei ihm lassen. Wundervoll, dass nimmt uns einiges an Aufwand ab. So kommt es, dass wir heute lediglich unseren Reiseführer wälzen, damit wir auch eine Idee haben, wohin wir nach Peking gehen wollen und welche Destinationen für uns Priorität haben. Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zu einem Ticketoffice, damit wir das Zugticket nach Hohhot (Inner Mongolia), unsere nächste Destination, buchen können. Zugtickets sind eben gut und gerne im Voraus schnell ausverkauft. Dave hat uns eine vague Beschreibung vom Ticket Office gegeben und wir landen plötzlich in einem abgesperrten Bereich. Glücklicherweise hat es ja immer einen Beamten in der Nähe und dieser ist so nett, dass er uns durchlässt. Das Büro finden wir zuerst nicht, aber als wir eine zweite Absperrung durchqueren, wo uns wieder so ein netter Beamter durchlässt, stehen wir plötzlich vor einem Büro, das mit Ticketoffice angeschrieben ist. Merkwürdigerweise ist aber niemand da, jedoch sehen wir eine Handtasche und noch etliche weitere Sachen herumliegen, was für uns der Beweis ist, dass die Verkäuferin wohl nicht allzu weit weg sein kann. Wir klopfen und warten, werden langsam ungeduldig und besprechen, ob wir das Ticket doch nicht Online buchen wollen. Das blöde ist nur, dass man die Tickets am Bahnhof separat abholen muss, wenn man die Online bucht und das kann in Peking dauern. Plötzlich kommt eine Frau mit einem Roller und Einkaufstüten, und ruft “Hello” zu uns. Wir sind noch nicht sicher, ob das jetzt die Verkäuferin ist, oder einfach eine neugierige Chinesin. Aber es stellt sich heraus, dass sie tatsächlich die Verkäuferin ist. Leider ist Hello auch das Einzige aus ihrem englisch Wortschatz und einen Online Übersetzer kennt sie auch nicht. Wir brauchen eine Weile, um ihr zu verklickern wohin wir wollen, denn nicht mal die Zieldestination trägt auf Chinesisch den selben Namen. Was wir als Hohhot kennen, ist ins Chinesisch mit Huahote übersetzt. Aber wir nehmen einfach mal an, dass das stimmt, denn Abfahrtszeit und Preis deckt sich mit unseren vorgängigen Recherchen. Glücklich über das gebuchte Ticket, gehen wir in den nächsten Supermarkt und kaufen Vorräte für unseren Camping Ausflug zur chinesischen Mauer ein. Am Eingang wird sogar Bier zum Probieren angeboten. Das finden wir ja schon etwas merkwürdig. Wir sind nach wie vor erstaunt, über die tolle Auswahl an leckeren Früchten und Gemüse hier in China, das hätten wir doch nicht erwartet. Lediglich Durian wird verkauft, was der ganzen Frucht- und Gemüseabteilung einen furchtbaren Geschmack verleiht. Aber das kennen wir ja schon von anderen Orten in Asien, wie in Taiwan oder Thailand. Wir kaufen daher ein paar Zutaten ein, damit wir zum Abendessen leckere Gemüse Nudeln zubereiten können. Danach kaufen wir in einem Geschäft für Angelzubehör eine günstige Camping Gasflasche (für 2 Franken!) und wir sind nun komplett ausgerüstet für unseren morgigen Ausflug. Den Abend verbringen wir gemütlich und bereiten leckere Gemüse Nudeln mit Ei und Ingwer zu. 

Great Wall Gubeikou 17.08.2019

Obwohl wir auch heute früh los wollten, starten wir doch später als geplant. Seit wir in China sind, kommen wir so schlecht morgen früh aus dem Bett. Irgendwie haben wir ja auch nicht so viel auf dem Programm, denn das primäre Ziel ist an einem schönen Ort auf der chinesischen Mauer zu übernachten und nicht noch x Kilometer auf der Mauer hinter uns zu bringen. Wir haben es gestern mit Müh und Not geschafft, unsere ganzen Camping- und Essenssachen in unseren zwei kleinen Rucksäcken, sowie in einer kleinen Tasche zu verstauen. So können wir die grösseren Rucksäcke bei Dave lassen, worüber wir sehr froh sind. Wir haben gehört, dass die Kontrollen bei der Metro relativ streng sind und Dave hat uns vorgewarnt, dass wir möglicherweise das Campinggas nicht mitbringen dürfen. Wir versuchen es trotzdem, denn im Falle des Falles würden wir die Station verlassen und den Bus nehmen. Da wir aber mit den Bussen hier in Peking nicht vertraut sind, nehmen wir lieber die Metro. Alles verläuft reibungslos und wir kommen in die Metrostation. Nach zweimal Umsteigen erreichen wir den Busbahnhof, der mit der Metro verbunden ist. Wir sind etwas nervös, ob wir alles auf Anhieb finden, aber glücklicherweise geht das problemlos. Sofort sehen wir sogar unsere gewünschte Bus Nummer angeschrieben und ein paar Minuten später sitzen wir bereits im Bus. Wunderbar. Wir merken aber schnell, dass wir nur schleppend voran kommen. Es scheint, als will ganz Peking einen Wochenendausflug machen, denn die Strasse die aus der Stadt hinaus führt, ist total verstopft. Trotzdem erreichen wir etwa 3 Stunden später Miyun, wo wir den Bus wechseln müssen. Dummerweise fährt der Bus nicht so weit, wie wir erhofft haben und wir müssen daher die Bushaltestelle finden, wo der Bus nach Gubeikou fährt. Wir steuern die nächste Bushaltestelle an und glücklicherweise ist hier die Nummer 25 angeschrieben. Unterwegs werden wir jeweils angequatscht, ob wir etwas kaufen oder ein Taxi nehmen wollen. Wir lehnen beides dankend ab. Busse fahren ab dieser Haltestelle fleissig, jedoch will die Nummer 25 einfach nicht kommen. Zu Beginn der Wartezeit hoffen wir sogar, dass keiner der vollgestopften Busse unser Bus ist. Aber so nach einer guten halben Stunde ist es uns ziemlich egal und wir hoffen lediglich, dass irgendwann der richtige Bus kommt. Knapp eine Stunde später kommt tatsächlich unser gewünschter Bus und wir können einsteigen. Sitzplätze hat es keine, aber glücklicherweise ist das Gedränge hier nicht so schlimm. Wir bemerken mal wieder die Blicke von überall und die Leute versuchen mit uns zu sprechen. Als plötzlich ein Sitz frei wird, machen einige Passagiere Manuela darauf aufmerksam und bestehen darauf, dass sie sich hinsetzt. Das ist ja sehr freundlich. Neben ihr ist eine Frau, die mit der Zeit einschläft und sich sozusagen an Manuela anlehnt. Berührungsscheu sind die Chinesen nicht, das haben wir gelernt und Manuela stört es auch nicht. Da der Bus aber wie üblich ziemlich rabiat fährt und plötzlich eine Vollbremse macht, schlägt der Kopf der Frau nach Vorne an die Stange und Manuela will sie gerade noch halten – aber zu spät. Sie schlägt sich den Kopf ziemlich übel an, dass muss weh getan haben. Sie erwacht und lacht, weil es ihr vermutlich peinlich ist, was passiert ist. Sie plaudert mit Manuela auf Chinesisch, diese gibt seelenruhig in Schweizerdeutsch antwort, bis diese aussteigt und sich nun sogar Hanspeter hinsetzen kann. Nach etwa zwei Stunden sind wir in Gubeikou angekommen und steigen aus. Jetzt müssen wir nur noch den Zustieg zur chinesischen Mauer finden. Glücklicherweise ist dieser auf unserer Karte richtig eingezeichnet, so dass wir diesen auf Anhieb finden. Hier haben wir das erste Mal in China das Gefühl in einem Dorf zu sein. Wir passieren ein paar Tempel und auch sonst schöne Bauten. Auf der Strasse scheint es als würde eine traditionelle Tanzgruppe Übungen machen. Auch wenn es schon fast 4 Uhr Nachmittag ist, ist es noch heiss. Besonders der Aufstieg zur Mauer ist ziemlich anstrengend, aber plötzlich sind wir oben, wenn auch bereits jetzt sehr verschwitzt. Aber auch wenn wir oben sind, geschafft haben wir es lange nicht. Auch auf der Mauer geht es immer wieder rauf und runter, was nicht weniger anstrengend ist. Die Aussicht von der Mauer auf die umliegende Umgebung ist fantastisch und kaum ein Mensch kommt uns entgegen. Also zwischendurch begegnen wir dem ein oder anderen Chinesen, wobei einige versuchen mit uns zu sprechen. Wenn man sich aber vorstellt, wie überlaufen einige andere Abschnitte der Chinesischen Mauer sind, können wir uns hier mehr als glücklich schätzen. Als wir Einem erklären wollen, dass wir aus der Schweiz sind, beginnt dieser sogar eine Nationalhymne zu singen, jedoch nicht die Schweizerische. Lustig ist es trotzdem und anhand der Karte zeigen wir ihm, wo die Schweiz liegt. Als wir bei einem Wachtturm eine kurze Trink- und Snackpause einlegen, bemerken wir einen kühlen Wind und wir hoffen, dass die heutige Nacht nicht allzu kalt wird. Wir haben gedacht, da es so heiss ist, werden die dünnen seidigen Innenschlafsäcke bei Weitem für die Nacht reichen. Wir sehen unterwegs einige riesige Heuschrecken, von denen wir wissen, dass sie teilweise auf den Märkten zum Essen angeboten werden. Daneben entdecken wir einige fliegende Käfer, Gottesanbeterinnen und sogar den ein oder anderen Tausendfüssler. Plötzlich überlegen wir uns, ob es vielleicht besser gewesen wäre, wenn wir uns informiert hätten, was hier in der Region alles kreucht und fleucht. Aber ja, das wird wohl nicht so schlimm sein, wir sind ja schliesslich auf einem ähnlichen Breitengrad wie bei uns in der Schweiz. In einem Wachtturm finden wir ein geeignetes Übernachtungsplätzchen, wir gehen aber noch etwa einen guten Kilometer weiter, wo wir einen guten Blick auf den wunderschönen Sonnenuntergang haben. Danach gehen wir wieder zurück zu unserem Wachtturm, in welchem wir übernachten wollen. Wir stellen das Zelt auf und bereiten danach das Abendessen zu. Es ist etwas mühsam, dass nun die Insekten von unserem Licht angezogen werden, aber es geht. Plötzlich entdecken wir aber etwas neben unserem Zelt, dass uns weniger gefällt und zwar ein Skorpion. Wir beobachten es eine Weile und es kriecht, die ganze Zeit in der Nähe unserer Sachen herum. Das macht besonders Manuela etwas nervös und sie will nicht mehr Barfuss im Halbdunkeln umherlaufen. Draussen zünden einige Leute ein Feuerwerk, was noch so nett aussieht, wir aber nicht ganz nachvollziehen können. Wir können gerade noch sehen, wie der Mond aufgeht und entscheiden uns bald darauf schlafen zu gehen. Wir haben es hier tatsächlich mit der Wärme überschätzt und nur das Innenzelt aufgestellt. Aber mit dem Wind, wird es teilweise ziemlich kalt, weshalb wir mitten in der Nacht das Aussenzelt überwerfen. Was das für einen Unterschied macht, hätten wir nicht gedacht und wir können eine einigermassen warme restliche Nacht verbringen. 

Great Wall Gubeikou – Peking 18.08.2019

Eigentlich wollen wir ja heute früh aufstehen, um dem Sonnenaufgang zu sehen und nicht unbedingt Beamten zu begegnen. Wir haben ja gehört, dass es eigentlich in Ordnung sein soll, hier zu übernachten, aber da wir kein Chinesisch können, möchten wir uns nicht auf eine Diskussion einlassen. Wir bleiben aber trotzdem etwas länger liegen, da es im Zelt nun schön warm wird. Etwas nach 7 Uhr stehen wir auf, verdrücken unser Frühstück und packen das Zelt zusammen. Es ist nach wie vor niemand unterwegs, was wir sehr geniessen. Wir haben jedoch bemerkt, dass wir zu wenig Wasser dabei haben, da wir ja gestern und heute Morgen noch damit gekocht haben. Eine Nachfüllmöglichkeit hier oben gibt es leider keine. Da wir weiter vorne sowieso eine militärische Absperrung entdeckt haben und diese zu umlaufen relativ weit wäre, entscheiden wir uns, wieder zu unserer Ausgangsposition zurück zu kehren. Unterwegs treffen wir auf eine Schweizer Vierergruppe mit einem Führer, was für ein Zufall. Wir wechseln kurz ein paar Worte mit ihnen und gehen weiter. Auch wenn es erst etwas nach 10 Uhr ist, merken wir wie stark die Sonne ist und wie durstig wir sind. Wir sind daher froh, als wir endlich im Dorf ankommen und kaufen dort gerade einige Getränke ein. Zudem scheint ein Markt im Gange zu sein und wir kaufen ein paar leckere Trauben und Pfirsiche. Wir merken, dass die Leute Freude an uns haben und ein paar Filmen uns ziemlich offensichtlich, als wir einkaufen. Der Verkäufer will noch ein Foto mit uns machen, ein anderer will uns ein Taxi zurück nach Miyun andrehen, aber bald sind wir auf dem Weg zur Bushaltestelle. Der Bus lässt glücklicherweise nicht lange auf sich warten und wir können einsteigen. Wie bereits bei der Hinfahrt dauert es nicht lange und Manuela wird ein Sitzplatz neben einer Frau mit Kind angeboten. Armer Hanspeter, immer muss er stehen bleiben, dass ist ja eigentlich nicht fair. Nach Rund zwei Stunden erreichen wir Miyun und steigen auf den Bus nach Peking um. Die Rückfahrt geht um einiges schneller als erwartet und bereits um 4 Uhr sind wir wieder bei Dave zuhause. Wir gönnen uns eine erfrischende Dusche, etwas in den Magen und packen, da wir morgen weiter ziehen wollen. Den restlichen Abend verbringen wir gemütlich mit Dave und kochen ein leckeres Abendessen. 


English Version

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10.08.2019 – 18.08.2019

Stopover in Kiev, Ukraine 10.08.2019 – 11.08.2019

The first flight from Geneva to Kiev is relatively short, just over 2 hours. Since we have once again chosen a cheap flight, there is a long layover in Kiev from 17.30 until 11 am on the following day. Actually, we would have a long exhausting stay at Kiev airport. Instead we are lucky, because we met Yurii from Ukraine during our trip in Ushuaia, Argentina. Aware that the Ukraine is big, we contacted him a week or so ago and asked if he would be around Kiev and up for a meet up. He agrees to both and even invites us to his home. So it happens that Yurii is already waiting for us at the airport. What a wonderful welcome. He drives us for about an hour through Kiev and we get a nice impression of the city. Of course we have a lot to talk about. He lives with his family in a beautiful house on the city border to Kiev. When we arrive, Yurii introduces us to his family and we get much with delicious food, fantastic Ukrainian wine and beer.  Even a tasty Ukrainian cake we can try. Like the motto, if you are already here, we want to show you as many specialties as possible from our home country. It’s fantastic. We chat about different things and learn a lot about Ukraine. Time flies by and it’s already midnight. Yurii’s wife drives us to a nice, cozy apartment where we spend the night.

Kiev – Beijing 11.08.2019 – 12.08.2019

The next early morning Yurii picks us up and we go to his house for breakfast. Afterwards he drives us back to the airport, so we have enough time to check in at the airport. On the way we can still see some of the city and are surprised how many people are doing hitchhiking here. It seems like people go to work by hitchhiking. Arrived at the airport, unfortunately it means already saying goodbye. We are overwhelmed by the hospitality of Yurii and his family, because we could not imagine, how we could have spent this time better. But now we have to check in. Somehow we can not believe we’re on our way to China. We are a bit nervous, we do not know what to expect in this country. The flight departs on time and besides minor turbulence nothing special happens. We are even positively surprised, as we are served food and we even have an entertainment program available. So we can bring the nearly 10-hour flight comfortably behind us. At 1 am at Beijing time we arrive. We are already a bit nervous and hope that everything goes well at the border, so we get our entry stamp. We have already obtained a 60-day visa in Switzerland, but according to a letter from the embassy, ​​we still have to present all the immigration documents. But it seems that the officer is tired and he stamps our passport pretty much without comment. Wonderful, now we just have to pick up our luggage. It takes about one hour until the belt finally moves and our two backpacks are luckily included as well. As we were told to book accommodation for the first night and not stay at the airport until the morning, we already booked an accomodation near the airport, so we do not have to go far in the middle of the night. We have contacted the accommodation several times before and informed that we are arriving so late, especially as they offer a free shuttle bus to and from the airport. But we have never received an answer and therefore we don’t think we will be picked up.  Well, then we take a taxi, it’s not far. We are addressed by various taxi drivers already in the arrival terminal. However, as we have already heard by several people, we should not respond to this, we leave it and go to the official taxi line. We even have the address written in Chinese ready. However, the taxi drivers do not want to take us and they can not (or do not) communicate with us. Now comes again one of the unofficial taxi driver who speaks English. It seems, we don’t have a choice but go with him. He says we drive not far enough to take the other meter taxis. We can haggle the price down about 50% for the ride because he refuses to turn on the meter. So we still pay the equivalent of 12 francs, but it is in the middle of the night and we just want to arrive. It is almost 3 o’clock when we arrive at the hotel and are glad to be chauffeured here, because it seems there is no pedestrian zone. When we want to check in, we experience the next surprise. With the help of a translator, the receptionists tell us that they have released the room, as we did not show up until 10pm. At least she said we can still check in for one night at 4 o’clock. We are just more than annoyed because we just want to go to sleep and are very tired. At least we can use the room until 14.00 and we can book a free shuttle bus for tomorrow to the airport. Until midnight it’s possible to get to the city by metro. We wait on a wooden bench until we can finally check in, which is finally the case at about 3:45. Now the ladies can suddenly speak some English. After all the formalities are done, we can go to our room and go to sleep immediately.

It’s nearly noon when we wake up and we have almost to hurry up. The jetlag we could definitely not beat with this night. At quarter to 2 pm the shuttle picks us up and brings us to the airport.  Today we visit Lee, who stayed with us in Switzerland a few years ago and he has already welcomed more than 500 people in his home. Lee has just shared a document with all the useful information about his home, but also about Beijing and travel in China. So we know exactly which metro lines we have to take and how we get to Lee’s home. Google, we can’t use here at the moment, because this only works with VPN and we have no Internet access anyway. However, everything works fine. At the station we buy a so-called IC card, which we can use for metro and bus. The metro is not as crowded as expected and we even get a seat. After a while, we have to change, but since everything is so well described, we find our way immediately. When we arrive at the station we have to get off, we walk through the quarter for a while, where we notice that cars often park on the sidewalk and drive on it sometimes. That’s pretty amusing. We also have to look around because of the scooters, so actually you have to pay attention to everything and keep your eyes open. But we are relieved there is an underpass at the big road and therefore we can easily come to the other side. Since Lee is currently working, he has deposited the key for his apartment, which we can get out of his mailbox with an access code. This is a pretty new for us but it works fine and is an interesting method. We make ourselves comfortable in Lee’s apartment and treat ourselves to a coffee. Then we want to explore the area and go shopping. On the way we find a shop from China Unicom, a telephone company in China. We try our luck to buy a simcard. However, they don’t speak English in this store, but through translators we learn that we have to go upstairs. Once there, we tell the employee what we want and we can sit down at one of the counters. The passport is photographed and scanned from all sides, on the sim card is probably first a software loaded by the comuputer, then we have to sign various contracts in Chinese characters, of which we do not understand a single word. So basically a very tricky business, but we find that we have nothing to hide and we heard it is a reputable provider. In addition, mobile internet here in China is quite essential or at least very helpful to us. Then we look for a shopping center, whereby we do not immediately find its entrance. We first end up in an office building, where we enter a elevator with employees, who has a Batch. Somehow it’s strange and can not be here, because the parterre story, where the supermarket should be, can not be selected in the elevator. So we leave the huge building again and walk around it.  In fact, already around the corner is the entrance to the supermarket and we are quite surprised, then we find everything and especially how cheap it is. We buy some snacks and breakfast for tomorrow. The highlight for us are the enormously huge peaches, which not only look good, but are incredibly sweet. Then we go back to Lee’s house where we finally meet him. He invites us, together with his two friends, to a dinner in a very classy traditional restaurant from our point of view. We can hardly believe what is ordered and the waiters serve more and more. Typically, in China, not one dish per person is ordered, but everything comes on a plate and everyone makes use of everything. The highlight for Hanspeter is certainly the Peking duck, which he can already taste today and Manuela the tofu and mushrooms in spicy sauce, but also the egg dishes are delicious. So we can say that all the food was a culinary highlight. In addition to the food, the guys have brought a very delicious Rotschild wine. Yes, you can bring the wine yourself to the restaurant. In addition, there is hot water, which – as we learn later – is the typical drink when eating Chinese food. Not cold water, but warm water, as this is much better for the stomach and digestion, it’s said. There is also a kind of plum juice, which is also good, but we still do not like to drink too much of it. We spend a few hours at the restaurant, chatting and eating. But as expected, far too much was ordered and we can not eat more. So we pack some of the food to warm up later. As it’s getting late, we say goodbye to Lee and his friends and go back to Lee’s apartment. What we did not know until recently is that during the time we’re here, Lee sleeps somewhere else and we have his room for ourselves. Back in the apartment we meet his roommate and exchange a few words with him before we go to sleep. Unfortunately the jet lag still remains and it takes a while until we fall asleep.

Beijing Drum & Bell Tower & Olympic Areal 13.08.2019

Today is the first day we want to explore the city of Beijing. We have chosen a comfortable program, because we noticed yesterday that there is a fairly hot climate here. We take the metro to the city center and first of all explore some side streets, the hutongs. We enjoy many little things, such as  tiny three-wheeled cars or mini-police mopeds. However, we did not take a picture of the latter because we have heard that the Chinese do not like photographing official things. So we let it be, we do not want to get problems on the first day. Then we pass an idyllic river, where we briefly stop our walk and enjoy the beautiful atmosphere. Afterwards we visit the famous drum and bell towers, which already look impressive from the outside. But we buy a combination ticket so we can go up in both towers. Here we notice the security regulations in China are quite huge. Every time you want to get on a subway or on a regular train, you have to pass through a personal scanner and your luggage goes through a separate scanner. If liquids are detected, they will still be controlled separately. Knives are not allowed and we both hope that our two pocket knives will not be found in the control, when we are traveling with all the luggage. Why do I mention this? Because we also need to have such a control before we can enter the two towers. Luckily we do not have much luggage today and we can go up soon the very steep stairs. At the top we have a great view over Beijing and we can watch a little drum show. Then we visit the Bell Tower, which is also very interesting and impressive. In the late afternoon we will take the subway to the area of ​​the Olympic Center, where the 2008 Olympics were held, and in 2022 the Winter Olympics will be take place. Again, we have to go through a security check, but it’s already becoming routine. The buildings look very impressive and we stroll through the area. In the evening we return to our accommodation and meet Lee and his friends in a restaurant. They introduce us today to the food of Inner Mongolia, as one of Lee’s friends comes originally from there. Also this dinner is super delicious and we enjoy it very much. Lee suggests to the Olympia area at night, as it is especially beautiful with the lights. So we’ll do this tonight and see soon that Lee did not promise too much. The buildings are beautiful illuminated and it’s very impressively with the different colors, which gives the area a very special atmosphere. We stroll around the area and study the names of the Olympic athletes. At some point it is time to say goodbye.  Lee will move to Canada for several years next weekend to study there. We are therefore very pleasantly surprised that he could still accommodate us for 2 nights and we even could spend two great evenings with him. When we are back at his apartment, it is already late and we go to bed soon.

Beijing Temple of Heaven & Lama Tempel 14.08.2019

Unfortunately, we still have not completely managed the jet lag and falling asleep has been delayed a bit. So we have a hard time getting up early. Somewhen after 10 o’clock we make our way to the so-called Forbidden City. We squeeze into a crowded metro and after a few changes we reach the desired location. We can see right away not only the metro is overcrowded, but also the access to the Forbidden City. We see an endless queue for the security check, so we’re worried we’ll have to queue for several hours. Honestly, we do not feel like doing that and we sit down quickly, to discuss an alternative program. We take the next metro to get to the Temple of Heaven. We first walk for a while through narrow streets before we reach the entrance. The area with its many temples and other buildings is very impressive. The buildings are incredibly detailed and very colorful. We like that a lot. We spend about 3 hours walking in the heat and can learn a lot about the local history. The temple complex was built for the Emperor, which is why it is so pompous and serves less than holy place, but more for prestige. The grounds are huge and we have too little energy to see all the sights. But it does not matter, we already found it impressive enough and we enjoy looking at the details rather than just superficially. Now we take the next subway and visit the Lama Temple. It is almost 4 o’clock when we reach the temple complex. Before we can visit this temple, we have to pass through security as usual. The facility is very impressive and when we first arrive at the first temple and think this was it, we were wrong. Behind the first temple, it always continues to the next temple, where the beautiful golden Buddha statues are getting bigger and bigger. It glitters and shines from everywhere, and the details of how the artworks are made are outstanding. After almost one hour, we saw everything and set off on the way back. We still have our luggage at Lee’s home, so we go there again. Lee is not at home, but his roommate and his mom. She is very enthusiastic about us, although we can not communicate with her. Especially Manuela’s blonde hair she finds really great, we don’t understand why. But her behavior is sweet and apparently she does not often meet Western people. We’ll warm up the meals we packed from the restaurant before we go and visit our next host. To reach his place we have to take the metro to the Olympic park and change there once.  At the metro station, we wait for Dave, who appears soon and welcomes us warmly. He is from England and started a job a few months ago at an university in Beijing. He lives in a nice little apartment and we feel comfortable right from the start. We chat together for a while and drink a beer comfortably. Since Dave has not eaten yet, we accompany him to a restaurant next door, where you can put your meal together like in a self-service store. Since we also want to try this, we put our desired ingredients together, although we have already eaten something. We have a small bowl of vegetables, egg and mushrooms. You can even choose the spicyness and because Dave speaks a bit Chinese, he can order for us exactly how we want it. The chosen ingredients are then fried in a wok and served in a soup. It’s very delicious. Since it is already late, we go back to his home and he shows us some booze from China, as well as a very delicious whiskey before we go to sleep.

Beijing 2nd Attempt Forbidden City, Beihai Park & Summer Palace 15.08.2019

As we want to make another attempt today to see the Forbidden City, we get up early. At about 9 o’clock we are already at the site and wait in the queue. Just like yesterday, it has an incredible number of people today. But we have time. After a while, we come through the security check and then on the huge area with countless people. Somehow we are a bit confused because we can not find the ticket office. After a while we ask an official with our translator where the office is. The official replies today all tickets are sold out and we have to order them online. We tried that a few days ago as Dave already suggested it, but online, all tickets were sold out 5 days in advance. When we check again it does not look different. We have already heard it is high season at the moment, but actually we were told that you only have to queue for a very long time, as per day, 80000 visitors are allowed in.  Nevertheless, we go in the direction of the ticket office and really have to force ourselves through the crowds. Manuela asks the clerk in front of the office if we can buy a ticket for tomorrow. He denies this and says we have to wait until at least Tuesday. Well, that’s a pity, but we can not change it. If we see what this crowd, somehow the desire to visit it goes away anyway. So we visit the impressive buildings of the Forbidden City from the outside and walk a bit around to find a comfortable to eat our breakfast. We see a lot of people passing by with sad faces and realize we are probably not the only ones who did not get tickets. We have to admit that we were quite surprised the last few days because it never had as many people as we imagined in Beijing. Except yesterday and today on certain subway lines, and now at the Forbidden City. To say the least, that is pretty blatant and overwhelms us a bit.  We see almost only Chinese tourists and they are in the crowd really good in jostling, but on the other hand is also a bit funny and the inhibitions to jostle someone goes away. After watching the people and having a little breakfast, we walk to the nearest attraction in the area. This is the Beihai Park with the Jade Flower Island. The park is beautiful, many people are on the small lake with a rented boat. In certain areas in this parkwe find many pretty lotus flowers on the lake. We walk around for a few hours and enjoy it very much. Then we stroll through the busy streets, buy a snack and go to the metro station, which brings us to the imperial summer palace. It has all kinds of famous western restaurant chains and it has tons of people. The terrain is huge, but of course we enter at the busy main entrance and the number of people is gigantic. The lake and the view of the summer temple is beautiful, but it is also hot and quite a bustle. Therefore, we are looking for a market where we can buy a ice cream and we even find one. So we sit down comfortably and eat our ice cream. Meanwhile, we watch the people until we realize that we are watched by some of them. Even in this place are 99% only Chinese and some are pretty excited about us.  Which is also funny, because the children stare at us pretty unrestrained, while the adults look us out of the corner of their eyes. Some even try to chat with us, but that’s difficult if they only talk to us in Chinese. However, a few children have learned English at school and the very brave talk to us. This happens not only here, but also in the subway. We are often offered a seat and the children are then asked by their parents to talk to us, what they sometimes do. We are sitting here on the lake and a woman is sitting next to us, while another wants to take a picture. Manuela says to her „Nihao“ (hello), one of the only word we can say in Chinese. The woman is quite surprised, but obviously thrilled, because now she can officially take a picture with us. The visibly older photographer apparently also wants a photo with us, so they swap the place. They thank us profusely and try unsuccessfully to chat with us in Chinese. We answer only in Swiss German, but that does not seem to bother them. Then we stroll for a while in the huge terrain, but also notice that our energy despite ice cream is still missing. So, after not a too long time in the summer palace are, we return to the subway station and drive to the quieter area where Lee lives. Some days ago we discovered some camping stores there and hope to find cheap equipment. Unfortunately, no, the shops have only expensive brands and the articles seem to be at least as expensive as back home. At least we still find an outlet, where Hanspeter can buy a new pair of sunglasses. Because those that he has bought in Malaysia for a few cents, unfortunately already falls apart. So at least it was still worthwhile to drive into the area, before we go back to Dave’s home. However, this is still working and we consume the last remnants that we have left from the previous restaurant visits. We are already surprised that the food still tastes wonderful, which shows us that this is very good quality. Dave could now finish his working day for today and we meet in the subway. We head together to the city center, because he knows a good bar with delicious beers. He has not promised too much, the bar is very cozy, it even has an outdoor area and especially delicious craft beers. He invites us for two absolute delicious beers and we spend a cozy evening here. At some point we head back to his apartment, where we chat until late at night.

Beijing 16.08.2019

Today we do not plan much, except planning for the next few days. Dave told us it is possible to camp on the Great Wall and we want to do so. We only have to work out the details of which part of the wall we want to visit and where it is suitable for camping. Although Dave said goodbye to us this morning, as he does a trip himself over the weekend, we are allowed to stay in his apartment today and leave the luggage at his place for the overnight trip to the great wall. This is perfect for us, as we don’t need to carry all the luggage, when we go camping and we heard it’s pretty steep. So today we plan for the great wall and a bit later, so we also have an idea of ​​where we want to go after Beijing and which destinations have priority for us. In the afternoon we make our way to a ticket office, so that we can book the train ticket to Hohhot (Inner Mongolia), our next destination. Train tickets sell out quickly in advance. Dave gave us a description, where to find the ticket office, but we suddenly land in a locked area. Fortunately, there is always an officer nearby and he is so nice that he lets us through. We do not find the office at first, but when we cross a second barrier, where such a nice official lets us through again, we suddenly stand in front of an office, where is written train ticket. Strange, no one is there, but we see a handbag and a lot of other things lying around, which is for us the proof that the saleswoman probably can not be too far away. We knock and wait, getting impatient and discussing whether we want to book the ticket online with commission or not. The stupid thing is that you have to pick up the tickets at the train station separately, if you book online, and this can take a long time in Beijing. Suddenly a woman with a scooter and a shopping bags arrives and saysm“Hello“ to us, we are not sure if this is the saleswoman, or just a curious Chinese woman. It turns out that she is actually the saleswoman. Unfortunately, Hello is also the only thing in her English vocabulary and she does not know any online translator either. It will take us a while to explain where we want to go, because not even the destination has the same name in Chinese and our application we use. We learn Hohhot is translated into Chinese Huahote. We just assumed that’s the right destination, when the woman told us, because departure time and price coincide with our previous research. Happy about the booked ticket, we go to the nearest supermarket and buy supplies for our camping trip to the Great Wall. At the entrance even beer is offered for tasting. We think that’s a bit strange. We are still amazed at the great selection of delicious fruits and vegetables here in China, we would not have expected that. But durian is sold, which gives the whole fruit and vegetable section a terrible taste. But we already know that from other places in Asia, like Taiwan or Thailand. So we buy a few ingredients and we can prepare tasty vegetable noodles for dinner. Afterwards we buy a cheap camping gas bottle (for only 2 usd!) In a shop for fishing goods and we are now fully equipped for our trip tomorrow. We spend the evening comfortably and prepare delicious vegetable pasta with egg and ginger.

Great Wall Gubeikou 17.08.2019

Although we wanted to leave early this morning, we start later than planned. Since we are in China, we are getting out of bed so badly in the morning. We think we do not have so much on the program, because the primary goal is to stay in a beautiful place on the Great Wall and not to walk many kilometers. Yesterday, we did our best to store all our camping and food items in our two small backpacks, as well as in a small bag. We can leave the bigger backpacks at Daves place, which is very comfortable. We have heard that the controls at the Metro are relatively strict and Dave has warned us that we may not be allowed to bring camping gas. We’ll try anyway, because in case we would leave the station and take the bus. But since we are unfamiliar with the buses here in Beijing, we prefer to take the metro. Everything runs smoothly and we come to the metro station. After two changes we reach the bus station, which is connected to the metro. We are a bit nervous about finding everything right away, but fortunately that works pretty fine. Immediately we even see our bus number written and a few minutes later we are already sitting in the bus. Wonderful. But we quickly realize that we are only making slow progress. It seems the whole Beijing wants to go on a weekend trip, because the road that leads out of the city we are, is a totally traffic jam. Nevertheless, we reach Miyun about 3 hours later, where we have to change buses. Unfortunately, the bus does not go as far as we expected, so we have to find the bus stop where the bus goes to Gubeikou. We head for the next bus stop and luckily the number 25 is written here. On the way we are told by many people whether we want to buy something or take a taxi. We reject both with thanks. Buses run diligently from this stop, but the number 25 just will not come. At the beginning we even hope that none of the crowded buses is our bus. But after half an hour we do not really care about it and we just hope that someday a bus will arrive. Less than an hour later, our bus actually arrives and we can get on the bus. There are no seats left, but luckily the crowd is not that bad. We notice all the looks from everyone and people try to talk to us. When suddenly a seat gets free, some passengers make Manuela aware of it and insist that she sits down. That’s very friendly. Next to her is a woman who falls asleep, leaning against Manuela. The Chinese are not shy about personal contact, we learned that and Manuela does not mind. Since the bus as usual drives pretty rough and suddenly makes a fast brake, the head of the woman beats forward to a pole and Manuela just wants to hold them – but too late. That must have hurt. She wakes up and laughs because she’s probably embarrassed about what happened. She chats with Manuela in Chinese, she calmly answers in Swiss German until the woman gets out and Hanspeter can sit down. After about two hours we arrived in Gubeikou and get out. Now all we have to do is find the access to the Great Wall of China. Fortunately, this is correctly drawn on our map, so we find this right away. This is the first time in China that we have the feeling of being in a village. We pass a few temples and other beautiful buildings. On the street, it seems like a traditional dance group doing exercises. Even though it is almost 4 o’clock in the afternoon, it is still hot. Especially the ascent to the wall is quite exhausting but suddenly we are up, although already very sweaty. But even if we are up, we have not made it. On the wall it goes up and down again, which is no less exhausting. The view from the wall to the surrounding area is fantastic and hardly a human comes to meet us.  In between, we meet one or two Chinese, some are trying to talk to us. But if we imagine how crowded some other sections of the Great Wall of China are, then we can be more than happy here. When we want to explain to one, that we are from Switzerland, this even begins to sing a national hymn, but not the Swiss. It is still funny and we show him on the map where Switzerland is. As we stop for a short snack break at a watchtower, we notice a cool breeze and we hope tonight will not be too cold. We thought, since it is so hot, the thin silky inner sleeping bags will be by far enough for the night. We see some giant grasshoppers along the way and we know they are sometimes sold for dinner in the markets. In addition, we discover some flying beetles, praying mantises and even some centipedes. Suddenly, we wonder if maybe it would have been better if we had known what is crawling around in the area. But we think, it will not be so bad, we are finally on a similar latitude as we are in Switzerland. In a watchtower, we find a suitable place to stay overnight, but we continue for about a mile, where we have a good view of the beautiful sunset. Then we go back to our Watchtower, where we want to stay overnight. We set up the tent and prepare dinner afterwards. It is a bit troublesome that now the insects are attracted by our light, but it’s not too bad. Suddenly, however, we discover something next to our tent that we like less, it is a scorpion. We observe it for a while and it crawls around our stuff all the time. This makes Manuela a bit nervous and she does not want to walk barefoot in the dark. Outside, some people set off fireworks, which looks so nice, but we can not understand why they do this. Then, we can just watch the moon rising and decide to go to bed soon. We actually overestimated it here with the temperature and only set up the inner tent. But with the wind, it is sometimes quite cold, which is why we throw the outer tent over in the middle of the night. What a difference this makes, we did not expect and we can spend a reasonably warm rest of the night.

Great Wall Gubeikou – Beijing 18.08.2019

Actually, we want to get up early this morning to see the sunrise and not necessarily meet officials. We’ve heard it’s supposed to be okay to stay here, but since we can not speak Chinese, we do not want to get involved in a discussion. But we stay a little longer, because it is now nice and warm in the tent. After 7am we get up, have our breakfast and pack the tent. There is still no one on the wall, what we really enjoy. However, we have noticed that we do not have enough water, since we cooked yesterday and this morning. Unfortunately there is no refill option up here. Since we have discovered a military barrier further up front and this would be relatively long stretch, where we have to walk a bit below the wall, we decide to return to our starting position. On the way we meet a Swiss group of four with a guide, what a coincidence. We briefly exchange a few words with them and move on. Even if it is only after 10 am, we notice how strong the sun is and how thirsty we are. We are therefore happy when we finally arrive in the village and buy there a few drinks. In addition, a market takes place and we buy some delicious grapes and peaches. We notice that people enjoy us and a few make pretty obvious movies from us when we do the shopping. The seller wants to take a photo with us, another wants to bring us by taxi back to Miyun, but soon we are on the way to the bus stop. Fortunately, it doesn’t take long and we can get on the bus. As with the outward journey, after a short time in the bus, Manuela is offered a seat next to a woman with a child. Poor Hanspeter, he always has to stand, that’s actually not fair. After about two hours we reach Miyun again and get on the bus to Beijing. The return trip is a lot faster than expected and at 4 o’clock we are back at Dave’s home. We treat ourselves to a refreshing shower, get something in the stomach and pack everything as we want to move on tomorrow. The rest of the evening we spend comfortable with Dave and cook a delicious dinner.

Indonesia 3: Java & Borneo

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28.06.2019 – 08.07.2019

Fahrt nach Banyuwangi 28.06.2019

Heute geht es wieder früh aus den Federn, denn wir wollen ja die Java Insel heute noch erreichen. Eine der netten Damen von unserer Unterkunft, fragt uns, wohin wir gehen wollen. Als wir ihr sagen, dass wir planen mit Gojek oder Bemo vorwärts zu kommen bestätigt sie uns, dass es ein solches gibt und sie uns ins Nachbardorf stellen kann. Als dann aber die zweite Dame auftaucht, scheint diese etwas aufgebracht zu sein und will uns weismachen, dass um diese Zeit bereits keine Bemos mehr fahren. Wir lassen die Diskussion so stehen und verabschieden uns. Eigentlich wollen wir ja ein Onlinetaxi in das nächste Dorf bestellen, aber es scheint im Moment keines verfügbar zu sein. Die offiziellen Taxifahrer verlangen wieder einen horrenden Preis für die 4 Kilometer fahrt, weshalb wir uns zu Fuss auf den Weg machen. Schneller als erwartet, erreichen wir das Nachbardorf und fragen ein paar Einheimische, ob hier der richtige Ort sei, um auf das Bemo zu warten. Sie deuten auf die andere Strassenseite und ein älterer Herr fühlt sich offenbar nun in die Pflicht genommen, für uns ein Bemo anzuhalten. Es dauert etwa eine Stunde bis das besagte Transportmittel ankommt und uns von Culik nach Singaraja bringt. Natürlich will der ältere Herr für seine Dienste profit schlagen und wir zahlen fast das Doppelte als der eigentliche Preis. Irgendwie nervt das ja schon ein wenig, da es aber nach wie vor günstig ist und immer noch nur ein Bruchteil des Preises für ein anderes Transportmittel, finden wir doch, dass die Einheimischen an uns verdienen dürfen und zahlen den Preis. Wie auch bei unserer letzten Bemofahrt, erhalten wir von den Passagieren alle möglichen Früchten zum probieren. Als wir nach etwa 2 Stunden Fahrt in Singaraja ankommen, werden wir sogar noch zum Anschlussterminal gebracht, was wir sehr zu schätzen wissen und wohl auch daran liegt, dass wir diesen stolzen Preis bezahlt haben. Eigentlich hätten wir nämlich einen zusätzlichen Transport zwischen den beiden Terminals gebraucht, da diese über 10 Kilometer entfernt sind. Wir können daher gerade auf das Anschlussbemo zum Hafen Gilimanuk – diesmal zu einem normalen Preis – umsteigen. Nach weiteren etwa 1,5 Stunden erreichen wir Gilimanuk, wo wir unsere Fahrkarten kaufen können. Ein paar Minuten später sind wir bereits auf der Fähre. Wir buchen gerade noch eine Unterkunft in Banyuwangi, da wir knapp eine Stunde später bereits auf Java ankommen. Hier werden wir von einem Bemofahrer angesprochen, da unsere Unterkunft nur ein Kilometer entfernt ist, entscheiden wir zu Fuss dorthin zu gehen. Hier bemerken wir schon wieder die neugierigen Blicke der Leute, aber wir lassen uns nicht beirren. Zumindest gibt es keine Verkäufer, was wir schon sehr zu schätzen wissen. Bei der Unterkunft angekommen, werden wir von einer älteren, sehr freundlichen Frau begrüsst. Sie gibt uns bereitwillig alle Informationen zur Umgebung und bietet uns sogar noch gratis Transport an. Wir könnten für kleinere Besorgungen ihren Roller ausleihen. Da aber der Verkehr hier viel turbulenter ist, als wir es bisher erlebt haben, verzichten wir darauf. Eigentlich wollten wir ja einen Roller mieten und in der Nacht selber zum Ijen, dem berühmten blauen Feuer, fahren. Nun sind wir aber etwas verunsichert, ob wir das so mitten in der Nacht problemlos meistern werden. Wir müssen in der Nacht gehen, denn nur dann sieht man das blaue Feuer. Unsere nette Gastgeberin hat ebenfalls eine Tour für umgerechnet 20 Franken im Angebot, weshalb wir uns schlussendlich entscheiden, an dieser teilzunehmen. Nachdem wir unsere Kosten zusammengerechnet haben, würden wir mit dem Eintrittspreis für unbegleitete Touristen und dem Roller zu mieten, mindestens auch auf 15 Franken pro Person kommen. Wir machen es uns auf der hübschen Dachterrasse mit Blick auf Gunung Ijen gemütlich. Etwas früh gehen wir Abendessen und legen uns um 8 Uhr schlafen, damit wir um Mitternacht für die Tour bereit sind. 

Ijen 29.06.2019 

Bereits um halb 12 Abends klingelt der Wecker. Glücklicherweise haben wir alles bereit gelegt, so dass wir nur noch alles zusammenpacken müssen. Pünktlich um Mitternacht werden wir und eine Chinesin von unserer Unterkunft abgeholt. Danach stösst noch ein indonesisches Pärchen und ein Franzose dazu. Die Fahrt ist sehr steil und schon nur deswegen sind wir froh, nicht mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein. Unser Fahrer muss mit seinem Fahrzeug teilweise ebenfalls Anlauf holen, damit er hinauf kommt. Wir kommen leider noch in den Stau, da heute Wochenende sowie Ferienzeit ist und offenbar viele Indonesier diese Attraktion besichtigen wollen. Etwa um 3 Uhr kommen wir aber trotzdem an und können uns hier zuerst einen warmen Kaffee gönnen. Es ist das erste Mal in Indonesia, dass wir das Gefühl haben, es sei kalt. Es ist wirklich so kalt, dass wir die Daunenjacke anziehen, solange wir nicht in Bewegung sind. Hier treffen wir auf unseren Führer, der uns aber lediglich sagt, dass wir uns nicht verlaufen können und wir uns einfach zum Sonnenaufgang auf dem Krater treffen werden. Motiviert nehmen wir zusammen mit dem Franzose den steilen Aufstieg in Angriff und staunen, wie gewisse Leute bereits auf den ersten Metern zu kämpfen haben. Es hat wirklich viele Leute, aber das stört uns im Moment nicht sehr. Oben angekommen ist es natürlich noch dunkel und wir sehen lediglich ein paar Lichter in der Ferne sowie den schönen Sternenhimmel. Nun heisst es in den Krater hinunter steigen. Da der Pfad in den Krater sehr schmal ist, gehen uns die viele Leute hier schon mehr auf die Nerven, denn diese beginnen hier sich zu stauen. Wir bemerken auch, dass langsam die Gase vom Vulkan in unsere Nasen steigen, was auch der Grund ist eine Gasmaske anzuziehen. Da diese aber sehr unangenehm ist, ziehen wir sie erst ganz unten an, wo wir sie auch wirklich brauchen. Wir können die ganzen Arbeiter sehen, die hier Sulfur abbauen, meist sogar ohne Masken. Zweimal täglich schleppen sie um die 80 Kilo schwere Sulfur Brocken den steilen Krater hinauf. Wir wollen uns mal nicht ausmahlen, was das, nebst dem Hungerlohn, den sie für die Arbeit verdienen, für Körperliche Schäden hinterlässt. Das stimmt einem etwas nachdenklich. Das blaue Feuer (Blue Fire) ist sehr eindrücklich. Wunderschöne blaue Flammen die durch die Nacht züngeln, wobei man je nach Windrichtung mehr oder weniger davon sieht. Die dicke, schwere Rauchsäule die hier Aufstigt, verwehrt uns teilweise die Sicht. Dasselbe gilt für die Gase, wenn der Wind in die richtige Richtung weht, merkt man fast nichts, aber wenn nicht, dann ist der Geschmack äusserst penetrant. Wir können einem Minenarbeiter gerade zuschauen, wie er das Sulfur abbaut, was ebenfalls sehr eindrücklich zu sehen ist. Einem Arbeiter kaufen wir dann noch ein Souvenir aus Sulfur ab, bevor wir wieder den Aufstieg in Angriff nehmen. Der Ausstieg aus dem Krater ist um einiges angenehmer, als der Abstieg, denn es hat nicht mehr so viele Leute. Die meisten sind entweder am Abstieg oder noch unten. Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichen wir den Kraterrand, wo wir ein gemütliches Plätzchen zum Verweilen finden. Wir bleiben eine Weile oben, aber unser Guide sehen wir nicht mehr. Als wir wieder auf den Franzosen treffen, machen wir uns gemeinsam an den Abstieg. Unten angekommen warten wir eine Weile bis die ganze Gruppe wieder versammelt ist und wir erhalten leckere gebratene Bananen zum Frühstück. Etwa um 8 Uhr sind wir wieder zurück in der Unterkunft und wir gönnen uns eine Mütze Schlaf. Am Nachmittag gehen wir zum Bahnhof, wo wir für morgen eine Fahrt nach Surabaya buchen wollen. Leider ist alles ausgebucht und wir spazieren ein paar Kilometer weiter zum Busbahnhof. Unterwegs winken uns immer wieder Leute vom Roller zu und kurz vor dem Busbahnhof treffen wir auf ein paar Kinder, die mit uns etwas Englisch üben. Beim Busbahnhof hört sich alles unkompliziert an. Es wird uns erklärt, dass wir morgen früh einfach zum Busbahnhof kommen sollen, da regelmässig Busse nach Surabaya fahren. Wunderbar, – wir machen uns wieder auf den Rückweg. Kurz bevor wir wieder bei der Unterkunft ankommen, spricht uns ein Herr von einem Restaurant an. Da es langsam wieder Abend ist, entscheiden wir uns, bei ihm zu Abend essen. Er tischt uns für umgerechnet 1.30 Franken leckeres Essen auf, viel mehr, als wir essen können. Zudem gibt es noch einen leckeren Fruchtsaft aus Kaki. Mit vollem Bauch verbringen wir den restlichen Abend bei unserer Unterkunft und plaudern eine Weile mit der netten Gastgeberin Puri. 

Banyuwangi – Surabaya 30.06.2019 

Puri bereitet frühmorgens um halb 7 für uns ein leckeres Frühstück vor. Danach organisiert sie uns den Transport zum Busbahnhof und wir verabschieden uns von ihr. Am Busbahnhof wird es ein wenig kompliziert, denn niemand spricht Englisch. Ein Mann der uns vorhin noch angesprochen hat, sagt uns zuerst, dass wir noch auf den nächsten Bus warten sollen. Etwas später macht er jedoch anstalten, dass wir doch in den Bus einsteigen sollen, der bereits hier ist. Wir verstauen unser Gepäck und steigen ein. Insgesamt ist es eine 7 Stündige Fahrt und der Bus wird unterwegs immer voller und voller. Ein Glück konnten wir bereits zu Beginn einsteigen. Als wir um 3 Uhr in Surabaya ankommen, ist mächtig etwas los und wir müssen uns zuerst etwas orientieren. Wir werden von allen Seiten für Taxi angesprochen, da wir aber abgeholt werden, müssen wir glücklicherweise nicht darauf eingehen. Weshalb wir für ein paar Tage nach Surabaya gehen, hat einen triftigen Grund. Nicht nur um die Fähre nach Kumai, Borneo zu nehmen, sondern auch um die ehemalige Couchsurferin Zakia zu besuchen. Wir freuen uns sehr, sie wieder zu sehen und auch ihren Ehemann kennen zu lernen. Sie wohnen in einem hübschen Häuschen etwas ausserhalb von Surabaya. Nachdem wir uns eingerichtet haben, bereitet sie uns ein leckeres traditionelles indonesisches Abendessen zu. Als wir alle satt sind, fahren sie uns in die Stadt, um ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Surabaya bei Nacht hat einen ganz eigenen Charme und sieht sehr eindrücklich aus. Wir machen einen Halt beim Wahrzeichen von Surabaya, einem Hai und einem Krokodil. Suro und Boyo auf Indonesisch, woraus sich der Stadtname ableitet . Danach laufen wir einer alten Strasse mit Leuchtbögen und einem bekannten Spukhotel entlang, was ziemlich eindrücklich ist. Zum Abschluss gehen wir zu einem Gelände, wo es ein paar Essensstände gibt und wir werden zu einem leckeren Kaffee zum Abschluss des Tages eingeladen. 

Surabaya 01.07.2019 – 02.07.2019

Heute wollen wir die Stadt Surabaya erkunden und unser Fährticket für Kumai buchen. Für letzteres stellt uns Roman, Zakias Ehemann sogar bis zum Fährterminal, was sehr nett ist. Dort angekommen will uns ein Herr in ein Reisebüro führen, um das Ticket zu kaufen. Uns ist das nicht geheuer, denn wir wollen eigentlich direkt beim Büro der Fährgesellschaft das Ticket kaufen. Auf Google maps haben wir zwei Kilometer weiter vorne ein Büro von Pelni entdeckt. Dieses ist aber etwas versteckt, jedoch mit Nachfragen zu finden. Es ist ein sehr kleines Büro, aber die zwei Mitarbeitenden scheinen sich über Besuch zu freuen. Sie drucken uns einen Fahrplan aus und schreiben uns eine Adresse auf. Diese Adresse sei die offizielle Stelle, um Tickets zu kaufen. Während wir uns mit den beiden versuchen zu verständigen, kommt ein dritter Herr, vermutlich ein Passant, ins Büro und will ein Selfie machen. Wir finden das zwar etwas merkwürdig, aber stimmen zu. Daraufhin will der eine Mitarbeiter auch ein Foto mit uns machen. Nun gehen wir wieder zurück auf die Strasse, welcher wir entlang laufen, da es etwas weiter vorne ein paar Sehenswürdigkeiten hat, die uns von Zakia empfohlen wurden. Das etwas weiter vorne ist leider noch fast 4 Kilometer entfernt und der Spaziergang entlang der stark befahrenen Hafenstrasse ist nicht sonderlich schön. Plötzlich gibt es auch kein Gehweg mehr und so wird unser Fussmarsch schon fast zu einer Herausforderung. Nicht zuletzt weil es immer heisser wird, die Abgase von der Hafenstrasse sind extrem, man muss diverse Hindernisse umlaufen und es sieht hier nach einer ziemlich armen Gegend aus. In Südamerika wären wir in einem solchen Viertel nicht entlang gelaufen. Zumindest wird uns von allen Seiten wieder zugewunken und Hanspeter ein “Hello Mister” zugerufen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir unser erstes Ziel, eine Markthalle mit einer Moschee, Ampel Suci. Wir schauen die hübschen Kleider in der Markthalle an, merken aber schnell, dass das für unsere Bedürfnisse doch etwas zu traditionell ist. Als wir aus der Markthalle kommen, erreichen wir gerade die Moschee. Während wir so diskutieren, ob wir jetzt da rein wollen und unsere Kleidung angemessen sei, sprechen uns ein paar Kinder an. Sie wollen ein Foto mit uns machen und wir willigen schmunzelnd ein. Nun haben wir aber etwas ausgelöst, denn plötzlich fühlen wir uns wie Stars und alle Leute von gross bis klein, Männlein und Weiblein, alle die gerade aus der Moschee kommen, wollen mit uns ein Foto machen. Nach gefühlten 100 Fotoshootings und eingefrorenem Lächeln, besprechen wir während einer kurzen Pause, ob wir die Moschee erkunden wollen. Wir entscheiden uns dagegen und gehen wir zurück durch die Markthalle auf die nächste Strasse. Nun kommen wir am Fischmarkt vorbei, an welchem wir rasch durchlaufen. Bald darauf erreichen wir eine rote Brücke, Jembatan Merah, welche lustigerweise Pet-Flaschen als Dekoration haben. Danach führt unser weg zum House of Sampoerna und wir sind froh in einem klimatisierten Gebäude zu sein. Wir gönnen uns zuerst in dem dazugehörigen Restaurant einen überteuerten Eiskaffee, aber das ist uns in diesem Moment ziemlich egal. Das Museum selber ist von der Tabakindustrie, welche die berühmten indonesischen Zigaretten, Sampoerna, herstellen. Das Gebäude wurde 1862 gebaut und wurde 1932 von Liem Seeng Tee gekauft, mit dem Ziel führender Zigarettenhersteller und damit der grösste Sampoerna Produzenten zu werden. Typisch sind für diese Zigaretten, dass Nelken enthalten sind. Wir können im Museum viele alte und exquisite Gegenstände aus der Tabakindustrie bestaunen. Im zweiten Stock wird es etwas spezieller und fotografieren ist da verboten. Aber aus dem zweiten Stock sieht man Hunderte von Arbeiterinnen, die in dieser Fabrik arbeiten und die Zigaretten herstellen. Nachdem wir genügend gesehen haben, besichtigen wir noch das Nebengebäude, welches aber nicht so interessant ist. Wieder zurück auf der Strasse machen wir uns auf den Weg zum Pelni Büro, nun sind wir nur noch 3 Kilometer entfernt, also ganz nah. Als wir dort ankommen, wird uns zuerst mitgeteilt, dass wir nebenan unsere Pässe kopieren lassen müssen. Ein Security bringt uns anschliessend in den Wartesaal und wir müssen warten. Wir haben keine Ahnung wie das System läuft und es scheint nicht vorwärts zu gehen. Etwa eine Stunde sind die Ticketverkäufer mit den gleichen Kunden beschäftigt, die aber auch tonnenweise Tickets kaufen. Wir warten und warten, befürchten schon fast, dass wir gar nicht bedient werden, denn der Security fragt zweimal angestellte, ob wir drankommen, aber darauf schüttelt die Dame nur den Kopf. Vielleicht befürchten sie ja mit uns Englisch zu sprechen, was ja sogar zutreffen würden. Eine Weile später richtet sich ein Herr am Schalter ein und macht uns ein Zeichen, dass wir zu ihm kommen sollen. Er fragt uns natürlich auch gerade, ob wir indonesisch sprechen, was wir verneinen. Als wir ihm mitteilen, welche Fähre wir buchen wollen, meint dieser, sie sei schon ausgebucht, was uns gerade etwas schockiert. Wir erklären ihm unsere Situation und dass wir nicht erst eine Woche später auf die Fähre können, da wir zu dieser Zeit ja schon aus dem Land sein müssen. Er gibt uns Alternativen, so dass wir etwa von Semarang fahren könnten. Das ist aber eine ziemliche Distanz von Surabaya und wäre eigentlich nicht unbedingt in unserem Interesse. Im Notfall müssten wir dieses halt in Kauf nehmen. Er beginnt mit seinem Chef zu plaudern, dieser macht einen Telefonanruf und dann meinen die beiden, dass es doch noch eine Möglichkeit gäbe. Sie verkaufen uns das Ticket mit dem Vermerk, dass wir keinen Anspruch auf einen Sitzplatz haben. Das ist doch wunderbar, denn unsere Recherchen haben ergeben, dass es auf den Pelni Fähren eigentlich keine Personenbeschränkung gäbe. Naja, vielleicht hätten wir einfach am Abfahrtstag am Hafen das Ticket kaufen können. Aber jetzt haben wir es in der Tasche und das ist gut so. Die paar Stunden im klimatisierten Raum haben uns auch nichts ausgemacht, denn es ist wahnsinnig heiss und unsere Füsse taten schon weh vom ganzen rumgerenne in der Stadt. Nun, heisst es aber wieder zurück in die Hitze und wir laufen wieder eine Weile den Strassen und am Fluss entlang, bis wir wieder in die selbe Strasse wie gestern Abend gelangen. Danach gehen wir ins nächste Shoppingcenter, wo wir uns eigentlich nach Kleidern umschauen wollen, aber es fehlt uns die Energie. Wir finden dafür einen taiwanesischen Stand und gönnen uns mal wieder einen leckeren Bubble Tea. Danach gönnen wir uns je ein Dürüm und schauen etwas dem Treiben zu. Eigentlich haben wir die Hoffnung dadurch wieder etwas Energie zu erhalten, aber keine Chance. Es ist schon nach 5 Uhr Abends, weshalb wir langsam den Ausgang suchen, was bei einem solch grossen Shoppingcenter gar nicht einfach ist. Am Strassenrand warten wir auf den Bus, der erste der ankommt, ist aber so überfüllt, dass wir uns nicht noch reinquetschen mögen. Schliesslich dauert die Fahrt eine gute Stunde. Wir entscheiden uns schlussendlich ein Onlinetaxi zu bestellen, wobei gerade nachdem wir es bestellt haben, zweimal nur noch halb volle Busse vorbei fahren. Wie es unser Glück will, schafft es das Taxi nicht mehr durch den Verkehr und nach einer halben Stunde warten, und Transfer zu einem anderen Taxifahrer geben wir es auf. Jetzt warten wir sicherlich wieder eine gute halbe Stunde bis überhaupt einmal ein Bus fährt. Unterdessen spielen ein paar Jungs um uns herum, die ihre Mama wohl überreden wollen, mit uns ein Foto zu machen. Ihr scheint es aber etwas peinlich zu sein, denn sie fragt nicht. In einem mix aus Englisch und Indonesisch beginnt sie mit Manuela zu plaudern, wobei die Kommunikation etwas schwierig wird. Aber nett ist die Frau trotzdem und interessiert. Plötzlich kommt ein fast leerer Bus und wir können einfach einsteigen. Alle Leute haben so eine Art Karte, die der Kontrolleur knipst. Bei uns passiert nichts und wir fragen uns, was die Fahrt am Ende kosten wird. Während wir so im Bus fahren, ist es ziemlich lustig die Roller Fahrer zu beobachten. Die sind sich wohl nicht so an Touristen gewöhnt, dass sie den Kopf zum Bus drehen, dann wieder auf die Strasse und dann nochmals ungläubig anstarren. Wir hoffen einfach, dass keiner vom Roller fliegt. Als wir am Hauptbahnhof ankommen, gehen wir zuerst zu Fuss los und wollen noch etwas im Minimarkt einkaufen. Die Strasse ist dicht befahren und wir sind froh, dass es ein Typ gibt, der wohl den Verkehr etwas regelt. Er organisiert, dass wir zum Supermarkt und wieder zurück auf die andere Strassenseite kommen, daraufhin geben wir ihm dafür ein Trinkgeld. Eigentlich würden ja Bemos zurück zu Zakias Haus fahren (auf einem 4 Kilometer Fussmarsch haben wir keine Lust mehr), da aber das Onlinetaxi von hier nur umgerechnet 1 Franken kostet, bestellen wir dieses. Diesmal klappt es auch wie am Schnürchen und etwa um 8 Uhr sind wir bei Zakia zu Hause. Wir verbringen einen gemütlichen restlichen Abend hier. 

Irgendwie war uns der gestrige Tag zu anstrengend, weshalb wir heute von der Innenstadt fernbleiben wollen. Eigentlich hat uns Zakia noch einen Tipp für einen Ausflug gegeben, aber wir finden es bei ihr zu Hause einfach so gemütlich, dass wir hier bleiben. Sie hat für uns sogar gekocht. Ein riesiges Menü so dass wir den ganzen Tag zu Essen haben. Unglaublich viele indonesische Spezialitäten dürfen wir probieren. Wir verbringen den Tag mit der Planung unserer weiterreise, buchen eine Tour in Kumai am 5ten und hoffen, dass mit der Fährüberfahrt alles klappt. Am Abend bringen uns Zakia und Roman weitere Leckereien zu probieren, insbesondere ein enorm leckeres Dessert aus Gelatine und Bananen. Wir verbringen einen gemütlichen Abend zu Hause mit plaudern und essen. 

Ferry Surabaya – Kumai 03.07.2019 – 04.07.2010

Heute sind wir etwas nervös. Wir haben schon alles mögliche über Fährfahrten in Indonesien gehört und nicht unbedingt viel positives. Naja, wir raffen uns auf und packen unsere Sachen. Es hiess wir sollten spätestens 3 Stunden vor Abfahrt am Fährterminal sei, was zwar früh ist, aber wir natürlich einhalten wollen. Da es enorm schwierig ist, abzuschätzen wie lange wir mit dem Bemo und Bus bis zum Terminal haben, entscheiden wir uns für die Luxusvariante und bestellen uns ein Onlinetaxi für umgerechnet 6 Franken. Dieses bringt uns innerhalb etwa einer Stunde an den Hafen und so sind wir natürlich viel zu früh. Es ist gerade Mal 1 Uhr. Wir sehen einige Leute bereits anstehen und fragen die Kontrolleure, ob wir auch schon rein dürfen. Hier scheitern wir wieder etwas an der Sprache, aber er teilt uns lediglich mit, dass wir bis 5 Uhr warten müssen. Finden wir doch etwas speziell, denn um 5 Uhr sollte die Fähre fahren. Wir begeben uns in den gemütlichen Aufenthaltsraum und vertreiben uns die Zeit mit Bilder sortieren und Blog schreiben. Etwa gegen drei Uhr finden wir doch, dass wir schauen gehen wollen, ob wir das Boot betreten können. Tatsächlich sagen uns nun die Beamten, dass wir einchecken können. Hätten wir doch nur bis 2 Uhr gewartet. Wie dem auch sei, wir müssen ganz seriös durch Gepäck- und Identitätskontrollen. Etwa eine halbe Stunde später können wir bereits aufs Schiff. Als der Schiffsbegleiter unser Ticket mit dem Vermerk “No Seat” sieht, bittet er uns mit ihm mitzukommen und er fragt im Schlafsaal herum, ob noch Platz frei ist. Er findet uns zwei Schlafmatten, wo wir uns einrichten können. Wunderbar. Die Leute schauen uns ganz neugierig zu und wir können keine Bewegung unbeobachtet machen. Das ist anfangs etwas mühsam, aber mit der Zeit gewöhnen wir uns daran. Ein paar Passagiere und Verkäufer beginnen mit uns zu plaudern und wollen Selfies. Danach liegen wir eine Weile in dem Schlafsaal, wobei wir das Gefühl haben nächstens auszulaufen. Mit etwa 100 Leute teilen wir diesen Saal und je weiter hinten man ist, desto heisser ist es. Wir sind ungefähr in der Mitte. Ventilator geschweige denn eine Klimaanlage gibt es keine. Wir entscheiden uns bald einmal das Schiff zu erkunden und hoffen, eine Ecke mit frischer Luft zu finden. Wir sehen schon viele Leute, die es sich auf dem Flur am Boden gemütlich machen und verstehen nun weshalb. Hier sind die Temperaturen viel angenehmer. Danach kommen wir auf die Seite des Schiffes, wobei auch allerlei Leute hier am Boden sitzen und liegen. Wir sehen schon, dass wir die besten Plätze verpasst haben. Wir machen es uns an einem freien Stehplätzchen gemütlich und warten bis das Schiff abfährt. Tatsächlich mit einer knappen halben Stunde Verspätung legen wir ab, wobei wir gerade noch den wunderschönen Sonnenuntergang beobachten können. Es ist noch spannend dem ganzen Prozedere zuzusehen. Zuerst nähert sich uns ein Schlepperboot, welches das Schiff offenbar aus dem Hafen zieht. Danach wird für die ersten paar Stunden das Boot aus dem Kanal geführt. Bevor das Schiff den Kanal verlässt, kommt ein kleines Boot dazu, welches jemanden auflädt und wieder davon fährt. Wir vermuten, dass wohl ein anderer Kapitän das Boot aus dem Kanal führt, als jener der die Überfahrt macht. Währenddessen plaudern wir eine Weile mit einem Herr, der beruflich nach Borneo fährt. Er gibt uns ein paar Tipps, auf was wir so achten sollten während wir in Indonesien sind. Danach fragt er uns, ob wir schon gegessen haben. Mit dem Ticket hätten wir das Abendessen zu gute. Das wussten wir natürlich nicht und da wir die indonesische Ansage verpasst haben, konnten wir das nicht ahnen. Wir gehen ins Restaurant und erhalten tatsächlich zwei Menüs. Der restliche Abend verbringen wir auf dem Deck. Gegen 10 Uhr entscheiden wir uns schlafen zu legen und hätten sogar draussen eine geeignete freie Ecke gefunden. Als wir wieder unten im Schlafsaal sind, scheint es noch heisser zu sein als vorher und wir packen unsere Sachen. Wir gehen mit unseren Matten rauf aufs Deck und schlafen dort. Die Temperatur ist angenehm und wir können bis am Morgen durchschlafen. 

Etwa um 7 Uhr wird Manuela von der Sonne geweckt. Wir stellen fest, dass wir unser Lager direkt neben einem Durchgang aufgeschlagen haben, aber offenbar stört sich niemand daran. Man kommt ja durch, was das Wichtigste ist. Ein Arbeiter bringt uns sogar noch je ein Apfelbrötchen zum Frühstück. Auch wenn wir nicht mit den Leuten kommunizieren können, sind sie doch alle sehr freundlich. Manuela findet das Brötchen super lecker und Hanspeter muss noch etwas warten bis er wach ist. Am heutigen Tag faulenzen wir ein wenig und schreiben Blog. Viel können wir ja auf dem Schiff sowieso nicht machen. Etwa um 4 Uhr treffen wir auf das Festland von Borneo, können den Sonnenuntergang um 6 Uhr bestaunen und erreichen etwa um 8 Uhr mit nur 1 Stunde Verspätung Kumai. Während wir aufs Aussteigen warten, gesellen sich einige Leute zu uns, die ein Foto machen wollen. Wie wir es gewohnt sind, wenn jemand anfängt, wollen am Ende alle. Aber irgendwann legt das Schiff komplett an und wir können aussteigen. Es hat viele Leute am Hafen, aber lustigerweise wohl nicht viele die Englisch sprechen können. Wir werden nur von einem wie folgt angesprochen. “Hey Bule, Taxi – yes / no?”. Bule ist das uns bekannte indonesische Wort für Weisse, wir stellen das gleich wie in Südamerika, wenn man uns Gringo gesagt hat. Wir brauchen aber kein Taxi und gehen zu Fuss zu unserer Unterkunft. Das ist hier halt praktisch, dass sie kein Englisch können, denn so müssen wir mit ihnen nicht diskutieren, weshalb wir kein Taxi wollen. Bei der Unterkunft wird es etwas schwieriger, aber mit Zeichensprache können wir erklären, dass wir ein Bett wollen. Diese ist mit etwa 8 Franken sehr günstig, dafür haben wir auch nur ein Kessel zum Duschen und ein Stehklo. Da wir aber dringend eine Dusch nötig haben, probieren wir die Kesseldusche einfach aus. Und so schlimm ist das gar nicht, also besser gesagt, es geht viel einfacher und besser, als wir uns das vorgestellt haben und finden, dass wir uns daran gewöhnen könnten. Danach wollen wir noch etwas Essen und müssen uns der sprachlichen Herausforderung stellen, aber mit google-Übersetzer können wir mitteilen, was wir wollen und was nicht. Wir erhalten schlussendlich ein leckeres Abendessen, welches aus diversen traditionellen Speisen besteht. Danach freuen wir uns auf ein richtiges Bett in einem ventilierten Raum. 

Tanjung Puting Nationalpark 05.07.2019 – 06.07.2019

Heute werden wir abgeholt, da wir den Tanjung Puting Nationalpark für die nächsten Tage besuchen werden. Typischerweise werden Privattouren angeboten. Wir finden es aber etwas merkwürdig, wenn wir lediglich für uns alleine Kapitän, Koch, Putzpersonal und Guide buchen würden. Da Hochsaison ist, bieten ein paar wenige Anbieter Gruppentouren an. Glücklicherweise startet gerade eine am 5. Juli und daher haben wir diese gebucht. Wir waren ja etwas nervös vor unserer Bootsfahrt, dass wir auch pünktlich ankommen. Aber es hat ja alles wie am Schnürchen geklappt. Wir werden ein paar Meter mit dem Auto zur Bootsanlegestelle kutschiert und die Jungs, die da Arbeiten sind so nett, dass sie unsere Rucksäcke sogar aufs Boot tragen. Auf dem Boot befindet sich eine Indonesisch/Französische Familie mit zwei Kindern, ein älteres Pärchen aus den USA, wobei sie bereits 10 Monaten in Indonesien waren, um zu unterrichten, ein jüngeres Pärchen aus Australien, wobei sie ebenfalls Lehrerin ist und zwei indonesische Frauen eine mit, die andere ohne Sohn. Wir sind also sozusagen die einzigen, die nicht indonesisch können. Aber das ist glücklicherweise nicht so schlimm, denn unsere Tourguides sprechen relativ gut englisch. Gegen Mittag sind alle auf dem Boot und wir legen gemütlich ab. Nicht viel später gibt es bereits ein leckeres Mittagessen. Die Bootsfahrt ist sehr langsam und gemütlich, so dass wir die ganze Fauna und Flora entdecken können. Unterwegs treffen wir sogar die Proboscis Monkeys anders bekannt als Nasenaffen. Das sind jene Affen, deren Männchen übergrosse Nasen und Bierbäuche haben. Ein lustiger Anblick. Wir staunen auch, dass die Affen auf den dünnsten Ästen sitzen können, ohne dass diese abbrechen. Man kann vermuten, dass sich diese Affen herumtummeln, wenn man die Bäume in Bewegung sieht. Wir sehen natürlich auch einige farbige Vögel unterwegs, wobei diese immer sehr schwierig zu fotografieren sind. Und dann natürlich noch die Fauna, die ungezähmte Wildnis. Auf der rechten Seite des Flusses befindet sich der Tanjung Puting Nationalpark. Dies ist der geschützte Bereich des Urwaldes, wo sich die Orang Utans befinden und man versucht, deren Lebensraum aufrecht zu erhalten. Es ist nämlich traurig zu hören, dass ein Grossteil des Urwaldes auf der Insel Borneo für die Palmölindustrie abgeholzt wurde. Dies ist offenbar dasselbe auf der linken Seite des Flusses, dort sei kein Naturschutzgebiet und deshalb überall Palmen. Eigentlich sind ja Palmen auch schön, wenn aber ganze Lebensräume zerstört werden, nur um einen Wald voller Palmen zu pflanzen und damit sämtliche Tiere zu vertreiben ist das nicht schön. So hat alles seine Schattenseite und man kann froh sein, dass es Leute gibt, die zumindest ein paar wenige Lebensräume zu erhalten versuchen. Am Nachmittag kommen wir zu der ersten Station um Orang Utans (Orang=Wald Utan=Person) zu sehen. Es gibt ein paar Stellen im Nationalpark, wo die Orang Utans ein wenig gefüttert werden, um sie zu studieren und offenbar beisammen zu halten. Denn die Zahl der Orang Utans ist in den letzten Jahren beträchtlich gesunken und man versucht, die wenigen die es jetzt noch gibt, zu erhalten. Wir legen an und gehen in den Wald. Unterwegs können wir bereits einen Orang Utan auf einem Baum erspähen, was für ein erstes Erlebnis. Unglaublich eindrücklich sind diese Tiere und wir geniessen den Anblick sehr. Auf einer Plattform befindet sich dann die Futterstation, wo die Arbeiter Bananen und Süsskartoffeln für die Orang Utans bereitstellen. Es ist enorm eindrücklich, die Affen zu beobachten. Es gibt jeweils das Alfamännchen, der bei der Futterstation gemütlich isst. Wir lernen, dass er keine andere Männchen heran lässt, ausser die Jungen, die wohl noch keine Konkurrenz für ihn sind und die Frauen. Die älteren Männchen erkennt man gut, denn sie haben ein Gesicht wie eine Bratpfanne. Es ist enorm süss zu sehen, wie die Weibchen mit ihren Jungen Futter holen gehen und die Jungen mit unglaublicher Kraft und Geschick sich an der Mama festhalten. Es ist ein wahnsinnig schönes Erlebnis so viele Tiere zu sehen und zu beobachten. Wir wussten bis jetzt auch nicht, dass es fliegende Echsen gibt, aber eine solche sehen wir hier auch. Sie ist relativ klein und grün, so kann sie sich gut tarnen. Man kann die gesamten Eindrücke in den Fotos und im Video anschauen. Danach gehen wir wieder zurück zum Boot, wobei wir nicht schlecht staunen, als ein riesiger Orang Utan dem Waldweg entlang läuft und auf uns zukommt. Es heisst, dass wir etwas beiseite stehen sollen, und der Orang Utan läuft tatsächlich unbeirrt an uns vorbei. Das war sehr eindrücklich. Wir gehen zum Boot und fahren zum Übernachtungsplatz. Unterwegs, aber auch von unserem Schlafplatz, können wir nochmals ein paar Proboscis Monkeys in den Bäumen bestaunen. Am Abend wird ein leckeres Abendessen zubereitet und wir verbringen noch eine gemütliche Zeit auf dem Boot. Solange es noch hell ist, können wir diverse farbige Vögel beobachten.

Heute heisst es um 6 Uhr aufstehen, damit wir Zeit haben, um zu zwei Orang Utan Beobachtungsstellen zu fahren. Zuerst einmal gibt es leckeres Frühstück und etwa um 9 Uhr kommen wir an besagtem Platz an. Wir spazieren ein kurzes Stück durch den Wald bis wir bei der Stelle sind. Auch hier können wir bereits unterwegs einen Orang Utan beobachten, dessen Zähne schon etwas furchteinflößend wirken. Zudem können wir heute eine grössere Echse beobachten, die im Gegenzug zur Gestrigen nicht fliegen kann. Wilde Hühner sind ebenfalls in der Gegend und kommen zwischendurch zum Vorschein. Die Fütterung verläuft wie letztes Mal. Es werden Früchte und Gemüse auf der Plattform verteilt und das Alfa-Männchen kommt zuerst, und frisst gemütlich. Danach kommen einige Weibchen und die Kleinen. Die anderen Männchen warten geduldig in den Bäumen bis sich das Alphamännchen verzogen hat. Manche der Tiere bleiben eine Weile auf der Plattform und essen gemütlich, während andere alles was möglich ist in den Mund stecken und so viel Essen wie möglich mitnehmen. Es hat viele Leute hier und manchmal ist es schon interessant zu sehen, dass sich die Menschen, die die Affen beobachten, sich gar nicht so sehr von den Affen unterscheiden. Plötzlich kommt einer der Orang Utans auf die Menschenmenge zugelaufen und geht ganz nah an uns vorbei, um zu der Plattform zu gelangen. Er war so nah, man hätte ihn problemlos berühren können. Ein anderer kommt ebenfalls über einen Baum in die Menschenmasse hinunter. Das ist sehr eindrücklich und die Leute müsse ihre Sachen zu sich nehmen, denn sonst haben sie die Orang Utans stibitzt. Auf dem Rückweg können wir sogar noch eine kleine Schlange bestaunen sowie die fleischfressenden Pflanzen. Wir treffen sogar noch auf die Gründerin des Nationalparkes im Jahre 1982, Birute Galdikas, und können ein paar Worte mit ihr wechseln und ins Gästebuch schreiben. Zurück auf dem Boot tuckern wir ganz gemütlich durch die Gegend und können Tiere beobachten. Wir können sogar vom Boot aus ein paar Orang Utans beobachten, sowie weitere Proboscis Monkeys. Nach dem Mittagessen geht es zu der nächsten Orang Utan Station. Wir treffen hier aber zuerst auf Longtail Makaken, welche teilweise mit ihren süssen Babies hier sind. Wir sind etwas hinter unserer Gruppe und als wir uns ihnen nähern, sind wir verwundert, weshalb sie alle in unsere Richtung schauen. Wir drehen uns um und sehen gleich, dass gerade ein Orang Utan hinter uns in die andere Richtung verschwindet. Wir gehen anschliessend ins Besucherzentrum, wo wir einiges über die Orang Utans lernen können. Eindrücklich zu sehen ist insbesondere der Vergleich des Handabdruck des Orang Utans und des Menschen. Wir können auch einiges über die einzelnen Orang Utans lesen, die schon jahrzehnte in diesem Nationalpark leben. Danach gehen wir mit unseren Führern für einen etwa stündigen Spaziergang in den Wald. Wir können dabei den ein oder anderen Orang Utan in der Ferne sehen. Als wir uns der Fütterungsstelle nähern, können wir wieder viele Orang Utans in den Bäumen erblicken. Nicht viel später befinden sich die Ersten auf der Plattform. Unterhalb der Plattform befinden sich ein paar Wildschweine, die wohl auf etwas Futter von den Affen warten. Wir sind auch diesmal enorm von den Orang Utans fasziniert, weshalb uns etwas Regen wenig ausmacht. Unser Guide kommt nach einer Weile zu uns und meint, dass wir zurück zum Boot gehen sollen. Auf dem Rückweg können wir noch einen weiteren Orang Utan in den Bäumen erblicken und sind überglücklich so viele der eindrücklichen Tiere sehen zu können. Nun geht es wieder zurück mit dem Boot, wobei wir immer wieder einige Proboscis Monkeys sehen können und sogar nochmals einen Orang Utan. Nicht zu vergessen sind die vielen farbigen Vögel, aber die sind enorm schwierig mit der Kamera vom Boot aus zu erfassen. Unser heutiger Übernachtungsplatz ist sehr speziell, denn wir kommen in eine Region voller Glühwürmchen. Die Glühwürmchen sind immer auf einem Haufen, weshalb gewisse Bäume beinahe wie moderne Weihnachtsbäume aussehen. Wir können ebenfalls direkt vor einem Baum voller Glühwürmchen übernachten, was ein sehr spezielles Erlebnis ist. 

Pangkalan Bun 07.07.2019

Heute geht es wieder früh los, denn wir machen uns auf den Rückweg nach Kumai. Etwa nach 9 Uhr erreichen wir Kumai bereits und wir verabschieden uns von der Gruppe. Wir wollen zurück nach Pangkalan Bun, wo es ein grösseres Busterminal geben soll. Netterweise werden wir durch unseren Tourveranstalter gerade dort abgesetzt und einer der Guides begleitet uns noch. Er klärt ab, wann der nächste Bus nach Pontianak fährt, damit wir nach Kuching weiterreisen können. Leider fährt der Bus nur einmal täglich und das um 7 Uhr in der früh. Wir müssen also bis morgen warten, was uns gerade etwas nervt. Wir haben schliesslich nur noch ein paar Tage Zeit bis unser Indonesien Visum am 10. Juli abläuft und es ist noch weit bis zur Malaysischen Grenze. Naja, wir müssen nehmen, was es gibt und deshalb buchen wir den Bus für morgen in der Früh. Wir suchen das nächstgelegene einigermassen günstige Hotel und wir werden gerade dorthin gefahren. Leider ist die Unterkunft noch 3,5 Kilometer vom Busbahnhof entfernt, weshalb wir morgen sehr früh los müssen. Pangkalan Bun ist nicht so gross, aber die Stadt dehnt sich relativ weit aus. Es ist um die Mittagszeit, als wir eingecheckt haben und wir geniessen zuerst einmal die kühle Klimaanlage. Am frühen Nachmittag wagen wir uns doch noch auf die Strasse. Wir erregen mal wieder ziemlich grosse Aufmerksamkeit und werden von allen Seiten angesprochen mit “Hey Mister” und teilweise weiteren Floskeln. Wir müssen schmunzeln, als wir Leute bemerken, die uns ungefragt Filmen oder Fotos von uns machen. Auch viele Kinder sprechen uns an und wollen Fotos machen. Wir haben bereits bei der Hinfahrt gesehen, dass es viele schöne Moscheen hier gibt und nun sehen wir sogar noch ein paar mehr. Der goldene Palast ist ebenfalls ziemlich eindrücklich. Nachdem wir eine Weile der Einkaufsstrasse entlang gelaufen sind, biegen wir zum Fluss ab. Hier sind die Gebäude sehr hübsch bemalt. Ebenfalls entlang des Flusses gibt es viele Häuschen im Fluss, die ebenfalls ganz hübsch bemalt sind, wobei sich herausstellt, dass dies Toilettenhäuschen sind. In diesen Fluss möchten wir also lieber nicht baden. Wir spazieren eine Weile der Uferpromenade entlang und biegen aber dann wieder zurück zur Hauptstrasse ab. Es ist wirklich unglaublich heiss, weshalb wir uns entscheiden, anschliessend wieder zurück in die Unterkunft zu gehen. Wir wollen aber zuerst noch ein eiskaltes Getränk finden, was gar nicht so einfach ist. Zumindest nicht etwas, das grösser als 1 Liter ist. Wir kaufen überall etwas kleines ein und im dritten Geschäft ohne Erfolg kaufen wir zwei kalte halbliter Getränke. Nun gehen wir wieder zurück in unsere Unterkunft, um uns abzukühlen. Da wir wohl das Sehenswerte vom Städtchen gesehen haben, es enorm heiss ist und wir nicht mehr sonderlich Bock auf das ständige Angequatsche haben, entscheiden wir uns den restlichen Tag hier zu bleiben. 

Pangkalan Bun – Pontianak 08.07.2019

Frühmorgens um 5 Uhr stehen wir auf. Wir frühstücken etwas Kleines und machen uns bald darauf auf den Weg. Wir kommen an einer hübschen Moschee vorbei, wobei so früh bereits einiges los ist. Glücklicherweise ist die gesamte Strecke zum Busbahnhof eben und die Sonne noch nicht so stark, so dass unser Morgenspaziergang angenehm verläuft. Am Bahnhof angekommen warten bereits einige Leute und wir setzen uns dazu. Wir warten, sind aber unsicher wo genau der Bus fährt. Kurz vor 7 geht Manuela ins Büro und will sich punkto Bus versichern. Da die Ticketverkäuferin und auch die anderen Leute hier kein Englisch können, ruft sie Verstärkung. Ein wenig später kommt eine Frau hinein, die in gebrochenem Englisch sagt, dass der Bus verspätet ist und dieser etwa um 10 Uhr fahre. Offenbar ging eine Brücke kaputt, die zuerst wieder repariert werden muss. Das hört sich nicht gut an und wir hoffen, dass der Bus wirklich noch fährt. Wenn der Bus gestern erst um 10 Uhr gefahren wäre, hätte das uns sogar noch gereicht. Aber nein, heute, wenn wir so früh aufstehen, müssen wir drei Stunden auf den Bus warten. Natürlich kommt der Bus auch nicht wie erhofft vorher, sondern später. Aber wir empfinden es schon mal als sehr positives Zeichen, dass der Bus jetzt da ist. Nun muss er wohl zuerst noch in die Waschanlage bevor wir einsteigen können. Sie machen es spannend. Um 11 Uhr dürfen wir endlich einsteigen und um Viertel vor 12 fahren wir endlich los. Uns wurde gestern gesagt, dass der Bus etwa 10 Stunden haben wird, also kommen wir vermutlich zu einer ungünstigen Zeit an. Wir hoffen dennoch, heute Abend einen Nachtbus nach Kuching zu erwischen. Wir kommen nur langsam vorwärts, da die Strasse sehr kurvenreich und teilweise steil ist. Die Landschaft ist sehr unterschiedlich. Manchmal sehen wir Weiten von Urwald, dann ziehen ein paar winzig kleine Dörfchen vorbei oder man sieht traurigerweise auch riesige Palmölplantagen. Interessant ist es auf alle Fälle, und vorallem auch wie der Busfahrer die herausfordernde Strasse in rasantem Tempo meistert. Wir stoppen auf gut halbem Weg, um etwas zu Essen. Hier scheint es, als gäbe es nur diese Raststätte und sonst nichts. Als wir uns zuerst in der Umgebung umsehen, werden wir von jemanden angesprochen, ein Foto zu machen. Nun fängt das wieder an. Aber die Leute sind freundlich und geben einem sogar als dankeschön die Hand. Irgendwann scheint jeder um uns herum ein Foto mit uns gemacht zu haben und wir können uns am Buffet zuwenden. Dieses hält viele teilweise bekannte, aber teilweise auch unbekannte indonesische Leckereien bereit. Nachdem wir unsere Bäuche voll geschlagen haben, gibt es nochmals eine Fotosession, bevor wir weiterfahren. Langsam wird es dunkel und wir müssen akzeptieren, dass wir nie und nimmer in 10 Stunden ankommen werden. Wir versuchen dem Busfahrer mitzuteilen, dass wir am internationalen Terminal aussteigen möchten, da wir nach Malaysia fahren wollen. Wir interpretieren seine Antwort so, dass er uns verstanden hat. Wir wollen falls irgendwie möglich an den Busbahnhof gelangen, da wir gehört haben, es sei mit dem Taxi verhältnismässig teuer, um dorthin zu gelangen und öffentliche  Verkehrsmittel seien dort nicht zugelassen. Etwa um 2 Uhr morgens kommen wir in die Nähe von Pontianak und wir erwachen aus unserem Halbschlaf. Wir stellen gerade fest, dass der Bus am internationalen Terminal vorbeigefahren ist. Wir nehmen zuerst noch an, dass er einen Bogen machen wird und zum Terminal fährt. Aber leider nicht. Wir diskutieren, ob wir jetzt einfach dem Busfahrer sagen wollen, dass wir aussteigen wollen. Aber wir sind viel zu weit entfernt und irgendwo auf den Strassen von Pontianak mitten in der Nacht auszusteigen, erachten wir auch nicht als Klug. Also warten wir einfach, wo uns der Bus schlussendlich hinführt. Wir kommen direkt beim Büro der Busgesellschaft Damri an. Das scheint für uns praktisch zu sein, denn das Büro hat offen und hier werden Tickets nach Kuching verkauft. Mit geöffnet haben wir uns zu früh gefreut, denn auf indonesisch steht eine Notiz, dass wohl der Ticketverkauf erst um 4 Uhr morgen startet. Ein Mitarbeiter bestätigt uns dies, als wir nachfragen. Zumindest können wir auf den Stühlen im Büro etwas dösen, während wir warten. Etwa um 5 Uhr wird der Ticketschalter bedient und wir können das Billett lösen. Es heisst, wir werden gerade hier abgeholt. Das ist praktisch. Es hiess, dass wir um 7 abgeholt werden, aber schlussendlich werden wir schon um viertel vor 6 wieder geweckt, um in den Minibus zum Terminal einzusteigen. Das Terminal ist riesig gebaut, aber nichts hat offen. Das wäre schön in die Hosen gegangen, wenn wir Mitten in der Nacht am Terminal angekommen wären und hätten Tickets kaufen wollen. Wir sind froh, ist es so abgelaufen wie es ist. Etwa 20 nach 7 fährt unser Bus nach Kuching los und wir fahren durch eine schöne Landschaft Richtung Grenze. Wir kommen gut voran und ein paar Stunden später kommen wir an die Malaiisch/Indonesische Grenze. Wir sind etwas nervös, da es das erste Mal ist, wo wir wirklich beabsichtigt einen Visa Run machen müssen. Wobei wir ja ein paar Tage in Malaysia bleiben und die Region Sarawak auf Borneo erkunden wollen.


English Version

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28.06.2019 – 08.07.2019

Fahrt nach Banyuwangi 28.06.2019

Today, we start early again, because we want to reach Java Island today. One of the nice ladies from our accommodation asks us where we want to go. When we tell her we are planning to go with Gojek or Bemo, she confirms there is one and she can put us in the neighboring village. But when the second lady shows up, she seems a little upset and wants to make us believe that there are no Bemos driving at this time. We don’t discuss anymore and say goodbye. Actually, we want to order an online taxi to the next village, but it does not seem to be available at the moment. The official taxi drivers again demand a horrendous price for the 4 kilometer ride, which is why we make our way on foot. Faster than expected, we reach the neighboring village and ask a few locals if this is the right place to wait for the Bemo. They point to the other side of the street and an elderly gentleman obviously feels obliged to stop a bemo for us. It takes about an hour to get to the said means of transport and take us from Culik to Singaraja. Of course, the older gentleman wants to profit for his services and we pay almost double of the actual price. Somehow that annoys a bit, but since it is still cheap and still only a little part of the price of another means of transport, we find that the locals can earn us and pay the price. Like our last Bemo drive, we get from the passengers all sorts of fruits to try. When we arrive in Singaraja after about 2 hours drive, we are even brought to the connection terminal, which we appreciate very much and probably also because we have paid this price. Actually we would have needed an additional transport between the two terminals, because they are more than 10 kilometers away. We can therefore just change the Bemo, which brings us to the port Gilimanuk – this time for a normal price. After another 1.5 hours we reach Gilimanuk, where we can buy our tickets. A few minutes later we are already on the ferry. We are currently booking an accommodation in Banyuwangi, as we arrive in Java just an hour later. Here we are approached by a Bemo driver, since our accommodation is only a kilometer away, we decide to walk there. Here again we notice the curious glances of the people, but we are not deterred. At least there are no vendors, which we appreciate very much. Upon arrival, we are greeted by an elderly, very friendly woman. She willingly gives us all the information about the area and even offers us free transportation. We could borrow her scooter for smaller errands. But since the traffic here is much more turbulent than we have experienced so far, we renounce it. Actually, we wanted to rent a scooter and drive at night to Ijen, the famous blue fire. But we are a bit unsure whether we will master the ride  in the middle of the night. We have to go at night, because only then we can see the blue fire. Our nice hostess also has a tour for the equivalent of 20 dollars in the offer, which is why we finally decide to participate in this. After we have added up our costs, we would come with the entrance fee for unaccompanied tourists and the scooter to rent, at least 15 dollars per person. We make ourselves comfortable on the beautiful roof terrace with a view of Gunung Ijen. Early we go out to dinner and sleep at 8 to be ready for the tour at midnight.

Ijen 29.06.2019 

Already at half past 11 in the evening the alarm rings. Fortunately, we have everything ready, so we just have to pack everything together. At midnight we and a Chinese girl are picked up from our accommodation. Then an Indonesian couple and a Frenchman join us. The ride is very steep and for that reason we are glad not to be traveling with our own vehicle. Sometimes our driver has to get some start-up with his vehicle to get him up there. Unfortunately, we are still in the traffic jam, because today is weekend and holiday season and obviously many Indonesians want to visit this attraction. Nevertheless, we arrive at about 3 o’clock and can treat ourselves to a warm coffee first. It’s the first time in Indonesia that we feel it’s cold. It is really so cold that we put on the down jacket, as long as we are not moving. Here we meet our guide, who simply tells us that we can not get lost and that we will just meet for sunrise on the crater. Motivated, we tackle the steep climb together with the Frenchman and marvel at how some people are already struggling at the first few meters. It has a lot of people, but that does not really bother us right now. Of course, it is still dark at the top and we see only a few lights in the distance and the beautiful starry sky. Now it’s time to climb down into the crater. Since the path into the crater is very narrow, many people here are getting on our nerves, because they start to get stuck here.  We also notice that the gasses from the volcano are slowly reaching our noses, which is also the reason to put on a gas mask. But since this is very unpleasant, we only pull them to the very bottom, where we really need them. We can see all the workers working on Sulfur, mostly without masks. Twice a day, they haul up the steep crater around the 80 kilo Sulfur cubes. We do not even want to figure out what that, in addition to the less they earn for work, leaves us with bodily harm. That’s a bit thoughtful. The blue fire (Blue Fire) is very impressive. Beautiful blue flames licking through the night, where you see more or less of it depending on the wind direction. The thick, heavy column of smoke that is here, partially denies us the view. The same is true for the gases, when the wind blows in the right direction, you notice almost nothing, but if not, then the taste is extremely penetrating. We can just watch a miner removing sulfur, which is also very impressive. Then we buy a sulfur souvenir from a worker, before we start climbing again. The exit from the crater is a lot more pleasant than the descent, because it does not have that many people anymore. Most are either on the descent or still below. Just in time for sunrise we reach the crater rim, where we find a cozy place to stay. We stay up for a while, but we do not see our guide anymore. When we meet the French again, we start the descent together. Once at the bottom we wait a while until the whole group is gathered again and we get delicious fried bananas for breakfast. At about 8 o’clock we are back at the property and we treat ourselves a relaxing sleep. In the afternoon we go to the train station, where we want to book a trip to Surabaya for tomorrow. Unfortunately, everything is fully booked and we walk a few miles further to the bus station. On the way, people wave to us from the scooter and just before the bus station we meet a few children who practice with us a little English. Everything sounds uncomplicated at the bus station. We are told that we should come to the bus station tomorrow morning, as there are regular buses to Surabaya. Wonderful, – we are on the way back. Just before we return to the accommodation, a man from a restaurant talks to us. Since it’s getting late again, we decide to have dinner here. He treats us for the equivalent of 1.30 dollars for delicious food, much more than we can eat. There is also a delicious fruit juice from persimmon.  With a full belly we spend the rest of the evening at our accommodation and chat for a while with our nice hostess Puri.

Banyuwangi – Surabaya 30.06.2019 

Puri prepares a delicious breakfast for us at half past six in the morning. Then she organizes the transport to the bus station and we say goodbye to her. At the bus station it gets a bit complicated because nobody speaks English. A man who spoke to us earlier tells us first that we should wait for the next bus. A little later, however, he makes us to understand that we should get on the bus, which is already here. We store our luggage and get in. Overall, it’s a 7 hour drive and the bus gets busier and busier while on the road. We were lucky enough to start at the beginning. When we arrive in Surabaya at 3 o’clock, something is going on and we have to orient ourselves a bit. We are approached from all sides by taxi driver, but since we are picked up, we fortunately do not have to respond. Why we go to Surabaya for a few days has a good reason. Not only to take the ferry to Kumai, Borneo, but also to visit the former couch surfer Zakia. We are very happy to see her again and to get to know her husband as well. They live in a nice house just outside Surabaya. After we have settled in, she prepares us a super delicious traditional Indonesian dinner. When we all have full bellies, they drive us into the city to look at a few sightseeing points. Surabaya by night has its own charm and looks very impressive. We stop at the landmark of Surabaya, a shark and a crocodile. Suro and Boyo in Indonesian, from which the city name derives. Then we walk along an old street with arches and a famous haunted hotel, which is pretty impressive. Finally, we go to a site where are a few food stalls and we are invited to a delicious coffee at the end of the day.

Surabaya 01.07.2019 – 02.07.2019

Today we want to explore the city of Surabaya and book our ferry ticket for Kumai. For the latter, Zakia’s husband even brings to the ferry terminal, which is very nice. Once there, a gentleman wants to take us to a travel agency to buy the ticket. We do not care, because we actually want to buy the ticket directly from the office of the ferry company. On Google maps we have discovered two kilometers further ahead a Pelni office. This is a bit hidden, but after asking we finally find. It is a very small office, but the two employees seem to be happy about our visit. They print out a timetable and write us an address.  This address is the official place to buy tickets. While we try to communicate with the two, a third man, probably a passerby, comes to the office and wants to take a selfie. We find this a bit strange, but agree. Then one employee also wants to take a picture with us. Now we go back to the road, which we walk along, because there are a few places further forward that were recommended by Zakia. The next is unfortunately still almost 4 kilometers away and the walk along the busy street is not very nice. Suddenly, there is no sidewalk and so our walk is almost a challenge. Not only because it is getting hotter, the exhaust gases from the harbor road are extreme, we have to circumnavigate various obstacles and it looks like a rather poor area. In South America, we would not have walked along in such a neighborhood. At least most people wave at us and Hanspeter get frequently a „Hello Mister“. After a felt eternity we reach our first destination, a market hall with a mosque, Ampel Suci. We look at the beautiful clothes in the market hall, but quickly realize that this is a bit too traditional for our needs. When we come out of the market hall, we are just reaching the mosque. While we are discussing whether we want to get in there now and if our clothes are appropriate, a few children approach us. They want to take a picture with us and we agree with a smile. But now we have something started, because suddenly we feel like super stars and all people from big to small, male and female, all who are just coming from the mosque, want to take a picture with us.  After posing for about 100 photoshoots and a frozen smile, we discuss during a short break whether we want to explore the mosque or not. We decide against and go back through the market hall to the next street. Now we pass the fish market, where we go through quickly. Soon after we reach a red bridge, Jembatan Merah, which funny enough have pet bottles as a decoration. Afterwards our way leads to the House of Sampoerna and we are glad to be in an air-conditioned building. First of all we treat ourselves to an overpriced iced coffee in the restaurant, but that doesn’t really matter to us at the moment. The museum itself is owned by the tobacco industry, which produces the famous Indonesian cigarettes, Sampoerna. The building was built in 1862 and was purchased by Liem Seeng Tee in 1932, with the aim of becoming a leading cigarette manufacturer and becoming the largest Sampoerna producer. Typical of these cigarettes are that cloves are added. We can admire many old and exquisite items from the tobacco industry in the museum. On the second floor it becomes a bit more special and taking pictures is forbidden. From here we can see hundreds of workers working in this factory making cigarettes. After we have seen enough, we visit the side building, which is not so interesting. Back on the road we make our way to the Pelni office, now we are only 3 kilometers away, so very close. When we get there, we are first told, we have to copy our passports next door. A security brings us to the waiting room and we have to wait. We have no idea how the system works and it does not seem to go forward. For about one hour, the ticket vendors are busy with the same customers, but they also buy tons of tickets. We wait and wait, almost fear that we will not be served, because the security asks twice employees, if we get there, but then the lady shakes her head. Maybe they are afraid to speak English with us, which would be true. A while later, a man comes at the counter and makes a sign that we should come to him. He also asks us if we speak Indonesian, which we deny. When we tell him which ferry we want to book, he says it is already fully booked, which shocks us a bit. We explain our situation to him and that we can not get on the ferry until week later, since we already have to be out of the country at this time. He gives us alternatives, so we could depart from Semarang. But that’s quite a distance from Surabaya and would not really be in our interests. In an emergency, we would have to accept this. He begins to chat with his boss, who makes a phone call and then they both think there is still a possibility. They sell us the ticket with the remark that we are not entitled to a seat. That is wonderful, because our research has shown there are no people limitation on the Pelni ferries. Well, maybe we could have just bought the ticket on the day of departure at the harbor. But now we have it in our pockets and that’s a good thing. The few hours in the air-conditioned room we did not mind, because it is incredibly hot outside and our feet already hurt because of the previous city walk. Well, now it means back to the heat and we walk the streets for a while along the river until we get back to the same street like yesterday evening. Then we go to the nearest shopping center, where we actually want to look for clothes, but we have a lack of energy. We find a Taiwanese stand and treat ourselves to a delicious Bubble Tea. Afterwards we have a delicious Dürüm and watch what is going on. Actually, we hope to get some energy back, but no chance. It is already after 5 o’clock in the evening, which is why we are slowly looking for the exit, which is not easy at such a large shopping center. At the roadside we wait for the bus, the first one arrives, but it is so crowded that we do not want to squeeze ourselves. Finally, the ride takes a good hour. We finally decide to order an online taxi, and just after we order it, a bus just pass only half full. Finally, with luck we have, the taxi does not manage to get through the traffic and after half an hour wait and transfer to another taxi driver we cancel our request. Now we have to wait another half hour until a bus comes. Meanwhile, a few boys are playing around us who probably want to persuade their mom to take a picture with us. She seems a bit embarrassed, because she does not ask. In a mix of English and Indonesian, she begins to chat with Manuela, but the communication is a bit difficult. The woman is very nice and interested. Suddenly an almost empty bus arrives and we can just get in. All people have some kind of card, only we don’t.  Nothing happens to us and we wonder what the ride will cost in the end. As we drive in the bus, it’s pretty funny to watch the scooter riders. They are probably not so used to tourists, so they turn their heads to the bus, then back to the street and then stare in disbelief again. We just hope no one fell off the scooter. When we arrive at the main station, we go first on foot and want to buy something in the mini market. The road is busy and we are glad that there is a guy who seems to regulate the traffic. He organizes that we come over the street to the supermarket and back to the other side of the street, then we give him a tip for that. Actually, Bemos would go back to Zakia’s house (for a 4-kilometer walk we have no desire), but since the online taxi from here only costs the equivalent of 1 dollars, we order this. This time it works like clockwork and at about 8 o’clock we are at Zakia home. We spend a cozy evening here.

Somehow yesterday was too exhausting for us, which is why we want to stay away from the city today. Actually, Zakia has given us a tip for a trip, but we find her home just so cozy that we stay here. She even cooked for us. A huge menu so we have food all day. Incredibly many Indonesian specialties we can try. We spend the day planning our trip, book a tour in Kumai on the 5th and hope that everything will work out with the ferry crossing. In the evening, Zakia and Roman bring us some more delicacies to taste, especially an enormously delicious dessert made from gelatin and bananas. We spend a cozy evening at home chatting and eating.

Ferry Surabaya – Kumai 03.07.2019 – 04.07.2010

Today we are a bit nervous. We have heard everything about ferry trips in Indonesia and not necessarily a lot of positives. Well, we get up and pack our things. They said at the office we should be at the ferry terminal at least 3 hours before departure, which is early, but of course we want to comply. Since it is enormously difficult to estimate how long we have to get to the terminal with the Bemo and bus, we opt for the luxury version and order an online taxi for the equivalent of 6 dollars. This takes us to the harbor in about an hour, so of course we are way too early. It is just 1 o’clock. We see some people already waiting and we ask if we are allowed to check in. Here we fail again a bit at the language, but he just tells us that we have to wait until 5 clock. We find something special, because at 5 o’clock the ferry should go. We go to the cozy lounge and pass the time with sorting pictures and blog writing. Around three o’clock we want to see if we can enter the boat. In fact, the officials now tell us that we can check in. If only we had waited until 2 o’clock. Anyway, they are very serious about baggage and identity checks. About half an hour later we can already board the ship. When the shipper sees our ticket with the note „No Seat“, he asks us to come with him and he asks in the dormitory, if there is still room left. He finds two sleeping mats where we can get settled. Wonderful. People are watching us very curiously and we can not make any movement unobserved. This is a bit tedious at first, but over time we get used to it. A few passengers and sellers start chatting with us and want selfies. After that, we lie in the dorm for a while, feeling like sweating unstoppable. With about 100 people we share this room and the further back you are, the hotter it is. We are approximately in the middle. Not even a fan is installed, so we don’t start talking about air conditioning. We decide to explore the ship soon and hope to find a corner with fresh air. We already see a lot of people making themselves comfortable on the ground and now understand why. Here the temperatures are much more pleasant. Then we come to the side of the ship, with all sorts of people sitting here on the ground. We can see that we missed the best seats. We make ourselves comfortable on a free place and wait for the ship to leave. In fact, with just under half an hour delay, we leave, where we can observe the beautiful sunset. It is still exciting to watch the whole procedure.  First, a tugboat approaches us, apparently pulling the ship out of the harbor. Thereafter, the boat is led out of the canal for the first few hours. Before the ship leaves the channel, a small boat arrives, which loads someone and drives off again. We suspect that probably another captain is leading the boat out of the canal than the one who is making the crossing. Meanwhile, we chat with a gentleman who goes to Borneo for a while. He gives us some tips on what to look for while in Indonesia. Then he asks us if we have eaten. With the ticket we can have the dinner he says. Of course, we did not know that and since we missed the Indonesian announcement we could not have guessed that. We go to the restaurant and actually get two menus. The rest of the evening we spend on the deck. Around 10 o’clock we decide to go to sleep and even found a suitable free corner outside. When we are down in the dorm, it seems to be even hotter than before and we pack our things. We go up to the deck with our mats and sleep there. The temperature is pleasant and we can sleep through the morning.

At about 7 o’clock Manuela is awakened by the sun. We find out that we slept right next to a passage, but apparently no one bothers about it. They can get through, which is the most important thing. A worker even brings us an apple roll for breakfast. Although we can not communicate with people, they are all very friendly. Manuela’s bun is delicious and Hanspeter has to wait a bit until he is awake. Today we lazy a bit and write blog. We can not do much on the boat anyway. At about 4 o’clock we reach the mainland of Borneo, marvel at the sunset at 6 o’clock and reach Kumai at about 8 o’clock with only 1 hour delay. While we wait to get out, some people want to take a picture with us. As we are used to, when someone starts, everyone wants in the end. But at some point the ship stops completely and we can get off. It has a lot of people at the harbor, but funnily enough not many speak English. We are only addressed by one as follows. „Hey Bule, Taxi – yes / no?“.  Bule is the well-known Indonesian word for white people, we put it the same as in South America, if they told us gringo. But we do not need a taxi and walk to our accommodation. It’s convenient here that they can not speak English, so we do not have to discuss with them why we do not want a taxi. The accommodation is a bit more difficult, but with sign language we can explain that we want a bed. This is very cheap with about 8 dollars, but we have only a kettle for showers and a bucket of water. But since we urgently need a shower, we simply try this shower for the first time. And it’s not that bad, so to speak, it’s much easier and better than we imagined and we could get used to it. After that we want some food and have to face the linguistic challenge, but with google translators we can tell what we want and what we do not eat. We finally get a delicious dinner consisting of various traditional dishes. Then we look forward to a real bed in a ventilated room.

Tanjung Puting Nationalpark 05.07.2019 – 06.07.2019

Today we will be picked up as we will visit the Tanjung Puting National Park for the next few days. Typically, private tours are offered. But we find it a bit strange, if we would book only for us alone captain, cook, cleaning staff and guide. Since it is high season, a few providers offer group tours. Luckily one is starting on the 5th of July so we booked it. We were a bit nervous before our boat trip, that we arrive on time. But everything worked perfectly. We are driven a few meters by car to the boat dock and the guys who work there are so nice that they even carry our backpacks on the boat. On the boat there is an Indonesian / French family with two children, an elderly couple from the USA, where they have already been in Indonesia for 10 months to teach, a younger couple from Australia, where she is also a teacher and two Indonesian women one  with, the other without son. So we are the only ones who can not speak Indonesian. Fortunately, that’s not so bad, because our tour guides speak English quite well. At noon, everyone is on the boat and we area comfortably. Not much later, there is already a delicious lunch. The boat trip is very slow and comfortable, so we can discover all the fauna and flora. Along the way we even meet the Proboscis Monkeys. These are those monkeys whose males have oversized noses and like beer bellies. A funny sight. We are also amazed that the monkeys can sit on the thinnest branches without them breaking off. One can suspect that these monkeys are frolicking around when the trees are in motion. Of course, we also see some colorful birds on the way, and these are always very difficult to photograph. And then, of course, the fauna, the untamed wilderness. On the right side of the river is the Tanjung Puting National Park. This is the protected area of ​​the jungle, where the orangutans are located, trying to maintain their habitat. It is sad to hear that much of the jungle on the island of Borneo was cut down for the palm oil industry. This is obviously the same on the left side of the river, there is no nature reserve and therefore palm trees everywhere.  Actually, palm trees are also beautiful, but if whole habitats are destroyed, only to plant a forest full of palm trees and thus all the animals escape that is not nice. So everything has its downside and one can be glad that there are people who try to preserve at least a few habitats. In the afternoon we come to the first station to see orangutans (orang = forest utan = person). There are a few spots in the National Park where the orangutans are fed a bit to study and apparently keep them together. The number of orangutans has dropped significantly in recent years, and attempts are being made to preserve the few that still exist today. We dock and go into the forest. On the way we can already spot an orangutan on a tree, what a first experience. Incredibly impressive are these animals and we enjoy the sight very much. On a platform is the feeding station, where workers provide bananas and sweet potatoes for the orangutans. It is very impressive to watch the monkeys. There is always the Alpha male, who eats at the feeding station for a while. We learn he does not let other males in, except the boys, who are probably no competition for him and the women. The older males are recognized well because they have a face like a thin plate. It’s so cute to see how the females go to feed their young and the boys hold on to the mummy with incredible power and skill. It is an amazing experience to see and observe so many animals  We also did not know that there are flying lizards, but we also see one here. It is relatively small and green, so it can camouflage itself well. You can see all the impressions in the photos and in the video. Then we go back to the boat, where we are not surprised, as a giant orangutan walk along the forest road and approaching us. It means we should stand aside, and the orangutan is actually running past us. That was very impressive. We go to the boat and drive to the overnight place. On the way but also from our sleeping space we can again marvel at a few Proboscis Monkeys in the trees. In the evening, a delicious dinner is prepared and we spend a comfortable time on the boat. As long as it is still light, we can observe various colored birds.

Today it’s time to get up at 6:00 AM so we have time to drive to two Orangutan observatories. First of all, there is a delicious breakfast and at about 9 o’clock we arrive at the place. We walk a short distance through the forest until we are at the place. Here too, we can already observe an orangutan on the way, whose teeth seem a bit frightening. In addition, today we can observe a larger lizard that can not fly in return for yesterday. Wild chickens are also in the area and appear in between. Feeding is the same as last time. Fruit and vegetables are distributed on the platform and the Alpha male comes first, and eats comfortably. After that come some females and the little ones. The other males wait patiently in the trees until the alpha male has disappeared. Some of the animals stay on the platform for a while and eat comfortably, while others put everything in their mouths and take as much food as possible. It has a lot of people here and sometimes it is interesting to see that the people who observe the monkeys are not so different from the monkeys itself. Suddenly one of the orangutans comes running up to the crowd and walks very close to us to get to the platform. He was so close, you could easily touch him. Another also comes down a tree into the crowd. This is very impressive and people have to take their stuff, otherwise the orangutans steal it. On the way back we can even admire a little snake and the carnivorous plants. We even meet the founder of the national park in 1982, Birute Galdikas, and can exchange a few words with her and write in the guestbook. Back on the boat, we chug through the area and can watch animals. We can even see a few orangutans from the boat and other proboscis monkeys. After lunch, we head to the nearest orangutan station. But we first meet long tailed macaques, some are here with their cute babies. We are a little behind our group and as we approach them, we are surprised why they are all looking in our direction. We turn around and see right away that an orangutan just disappears behind us in the other direction. Then we go to the visitor center, where we can learn a lot about the orangutans. Particularly impressive is the comparison of the handprint of the orangutan and the human. We can also read about some of the orangutans who have lived in the park for decades. Then we go with our guides for an hourly walk in the forest. We can see one or two orangutans in the distance. As we approach the feeding site, we can again see many orangutans in the trees. Not much later, the first ones are on the platform. Below the platform are a few wild boars that are probably waiting for some food from the monkeys. Once again we are fascinated by the orangutans, which is why we do not mind a bit of rain. Our guide comes to us after a while and says we should go back to the boat. On the way back we can see another orangutan in the trees and are so happy to see so many of the impressive animals. Now it’s time to go back to the boat, where we can see again and again some Proboscis Monkeys and even another orangutan. Not to mention the many colored birds, but they are extremely difficult to capture with the camera from the boat. Our place tonight is very special, because we come to a region full of fireflies. The fireflies are always in a pile, which is why certain trees look almost like modern Christmas trees.  We can also stay right in front of a tree full of fireflies, which is a very special experience.

Pangkalan Bun 07.07.2019

Today we start again early, because we are on the way back to Kumai. About 9 o’clock we reach Kumai already and we say goodbye to the group. We want to go back to Pangkalan Bun, where should be a bigger bus terminal. Kindly we are dropped off by our tour operator just there and one of the guides still accompanies us. He clarifies when the next bus to Pontianak leaves, so we can continue to Kuching. Unfortunately the bus only runs once a day and that at 7 o’clock in the morning. So we have to wait until tomorrow, which annoys us just now. After all, we only have a few days left before our Indonesia Visa expires on July 10, and it’s still far to the Malaysian border. Well, we have to take what’s there and that’s why we book the bus for tomorrow in the morning. We are looking for the nearest reasonably priced hotel and we are just going there. Unfortunately, the accommodation is still 3.5 kilometers from the bus station, which is why we have to leave very early tomorrow. Pangkalan Bun is not that big, but expanded. It is around lunchtime when we check in and we enjoy the cool air conditioning first. In the early afternoon we venture out onto the street. We see quite a lot of attention again and are addressed from all sides with „Hey Mister“ and some other phrases. We have to smile as we notice people making films or photos of us. Many children also talk to us and want to take pictures. We have already seen on the way from the bus terminal to here, there are many beautiful mosques and now we can see even a few more. The golden palace is also pretty impressive. After walking along the shopping street for a while, we turn off to the river. Here the buildings are painted very nicely. Also along the river there are many little houses in the river, which are painted quite nicely, but turns out to be toilet houses. We would rather not swim in this river. We walk for a while along the waterfront and then turn back to the main road. It is really unbelievably hot, which is why we decide to go back to the accommodation afterwards. But first we want to find an ice-cold drink, which is not so easy. At least not something that is bigger than 1 liter. We buy something small in the diffedenr store and in the third store without success we buy two cold half-liter drinks. Now we go back to our accommodation to cool off. Since we have probably seen the sights of the town, and it is enormously hot and we are not particularly fond of the constant talking from people, we decide to stay the rest of the day here.

Pangkalan Bun – Pontianak 08.07.2019

Early in the morning at 5 o’clock we get up. We have a small breakfast and set off soon afterwards. We pass a pretty mosque, where already a lot is going on so early. Fortunately, the whole way to the bus station is flat and the sun is not strong enough so that our morning walk is pleasant.  Arrived at the station some people are already waiting and we sit down. We wait, but we are not sure where the bus is going. Shortly before 7 Manuela goes to the office and wants to make sure about the bus. Since the ticket vendor and the other people here can not speak English, she calls somebody. A little later, a woman comes in, who says in broken English that the bus is late and should depart maybe around 10 clock. Apparently, a bridge broke, which must first be repaired. That does not sound good and we hope the bus is still coming. If the bus had only left at 10 o’clock yesterday, that would have been enough time for us. But no, today, when we get up so early, we have to wait three hours for the bus. Of course, the bus does not come a bit earlier, but later. We think it’s a very positive sign that the bus is here right now. Now the bus must probably first in the car wash before we can get in. At 11 o’clock we are allowed to get in and at quarter to twelve we finally leave. We were told yesterday the bus will have about 10 hours, so we will probably arrive at an inconvenient time. Nevertheless, we hope to catch a night bus to Kuching this evening. We only move slowly, because the road is very winding and sometimes steep. The landscape is very different. Sometimes we see expanses of primeval forest, then a few tiny little villages pass or we sadly see huge palm oil plantations. It is interesting in any case, and especially as the bus driver masters the challenging road at a rapid pace. We stop halfway to eat. Here it seems this is only a rest area and nothing else. When we first look around in the area, we are approached by someone to take a picture. Now it starts again. But the people are friendly and even shake hands with us. At some point everyone around us seems to have taken a picture with us and we can turn to the buffet. There are many partially known, but sometimes also unknown Indonesian treats offered. After we have eaten enough, there is another photo session before we continue. Slowly it gets dark and we have to accept that we will never arrive in 10 hours. We try to tell the bus driver that we would like to get off at the international terminal because we want to go to Malaysia. We interpret his answer in such a way that he understood us. We want to be dropped off at the bus station if possible because we have heard it is relatively expensive to get there by taxi as public transport is not allowed there. At about 2 o’clock in the morning we arrive near Pontianak and we wake up from our half sleep. We are just discovering that the bus passed the international terminal. At first we assume that he will make a turn before driving to the terminal. But unfortunately not. We are discussing whether we simply want to tell the bus driver that we want to get off. But we are too far away and getting out somewhere on the streets of Pontianak in the middle of the night, seems not like a wise plan. So we just wait until the bus finally drops everyone off. We arrive directly at the office of the bus company Damri. This seems to be convenient for us, because the office is open and tickets are sold to Kuching. We were looking forward the office will open early, as there is a note in Indonesian that ticket sales will start at 4 o’clock tomorrow. An employee confirms this when we ask. At least we can sleep a bit on the chairs in the office while we wait. At about 5 o’clock the ticket counter opens and we can buy the ticket. They say, we are just picked up here. That is practical. It was said that we are picked up at 7, but in the end we are woken again at quarter to six to board the minibus to the terminal. The terminal is huge, but nothing has open. That would have gone pretty bad if we had arrived in the middle of the night at the terminal and would have wanted to buy tickets. We are glad we didn’t. About 20 past 7 our bus departs to Kuching and we drive through a beautiful landscape towards the border. We are making good progress and a few hours later we arrive at the Malay / Indonesian border. We are a bit nervous as it is the first time we really intend to do a visa run. Whereby we stay for a few days in Malaysia and want to explore the region Sarawak on Borneo.

Indonesia 2: Lombok & Bali

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20.06.2019 – 27.06.2019

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Überfahrt nach Lombok 20.06.2019

Heute geht es wieder früh los, denn unsere Fähre sollte um halb 10 Uhr losfahren. Wir haben gelernt und kreuzen diesmal lediglich knapp eine halbe Stunde vor Abfahrt auf, um für den Billettkauf Zeit zu haben. Zu unserer Überraschung fahren wir fast pünktlich los und eine Stunde später erreichen wir Padang Bai. Alles scheint wie am Schnürchen zu klappen, doch plötzlich fährt unser Boot nicht mehr weiter und wir realisieren, dass wir mit dem Anlegen warten müssen. Stunden verstreichen und wir befürchten langsam, dass es richtig spät wird. Der Hafen in Lembar, Lombok wird als etwas zwielichtig bezeichnet und sollte nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden. Da wir aber mit der öffentlichen Fähre nach Lombok reisen wollen, um günstiger nach Gili Air zu gelangen, möchten wir eigentlich mit einem Minivan (sogenannten Bemos) weiterreisen. Die Angaben, die wir aus dem Internet ermittelt haben, sind unterschiedlich. Grundsätzlich gibt es darüber kaum Informationen. Die einen Schreiben, dass es partout keine Bemos am Abend gibt, andere hingegen meinen es gäbe vereinzelte. Wo diese genau fahren ist uns unklar und wir befürchten bereits jetzt, dass wir mit irgendwelchen beharrlichen Taxifahrer zu überrissenen Preisen mitfahren müssen. Wir warten und warten, gegen 2 Uhr fahren wir ein. Wir haben uns nun bereits entschieden, dass wir für einen angemessenen Preis auch mit dem Speedboat direkt nach Gili Air fahren könnten, denn so könnten wir uns eine Nacht sparen. Der Preis könnten wir sogar herunterhandeln, dass er uns angemessen erscheint. Jedoch sind die Speedboats für heute ausgebucht. Wir kaufen daher ein Ticket für die nächste Fähre nach Lembar, welche glücklicherweise 15 Minuten später bereits ablegt. Da die Fähre jedoch mindestens 5 Stunden braucht, wissen wir, dass wir zu spät ankommen. Wir buchen daher vorsorglich eine günstige Unterkunft in Mataram in der Nähe des Busterminals, damit wir morgen mit dem Bemo weiterfahren können. Wir haben nun einen Plan B ermittelt, falls wir das Bemo in der Nacht nicht finden. Wir können ein Onlinetaxi bestellen, dass uns umgerechnet etwa 7 Franken kosten würde. Die Überfahrt ist sehr angenehm und wie erwartet, kommen wir um 9 Uhr an. Wir werden auch sofort von einigen Typen angequatscht, die wir zuerst ignorieren. Erst als ein Einzelner uns fragt, ob wir denn ein Bemo nehmen wollen, gehen wir darauf ein. Wir bestätigen dies und er meint, dass das Bemo ebenfalls umgerechnet 7 Franken kosten würde. Wir schütteln den Kopf und realisieren, dass auch dieser nur Profit schlagen will und gehen weiter. Danach empfiehlt er uns ein Privattaxi für umgerechnet 14 Franken, was wir sowieso dankend ablehnen. Wir schauen uns etwas um und sehen wo die Bemos fahren, sind nun aber unschlüssig, da dieser Typ nun mit einer anderen Gruppe bereits dort ist. Wir wollen aus dem Hafen herauslaufen, um dort das Onlinetaxi zu bestellen. Wir haben gehört, dass diese nicht in Hafennähe fahren dürfen und Probleme mit der sogenannten Taximafia hier bekommen. Das eine Taxi, welches uns der andere Typ vorher für 14 Franken angeboten hat, fährt neben uns her und fragt, was wir den bereit seien zu bezahlen. Das hört sich doch schon besser an und der Typ ist gar nicht so unfreundlich. Wir sagen ihm, dass wir das Onlinetaxi bestellen wollen und nennen ihm den Preis. Er meint daraufhin, dass er das eigentlich zu einem solch niedrigen Preis nicht mache, aber er sowieso nach Hause müsse. Also sei es besser für ihn uns zu diesem Preis zu fahren, als gar nicht. Wir müssen hier auch sagen, dass dies eigentlich ein grosses 8 Plätze Taxi ist und wir so enormen Komfort haben. Die Fahrt ist ziemlich rasant und wir müssen uns ans indonesische Tempo wohl erst einmal gewöhnen. Er plaudert zuerst ziemlich freundlich mit uns, bis er uns dann wegen dem Reisen ein schlechtes Gewissen macht, was wir ja auch nachvollziehen können. Er meint, dass er jeden Tag viel arbeitet und sich das Reisen auch nach 25 Jahren nicht leisten könne. Das stimmt uns natürlich gerade ein wenig nachdenklich, aber ändern können wir das leider auch nicht. Obwohl er unsere Zieldestination nicht genau kennt, können wir ihn navigieren und er lässt uns in der kleinsten Seitenstrasse aussteigen, welche zu unserer Unterkunft führt. Er spricht mit dem Ladenbesitzer in der Ecke, um zu versichern, dass sich hier auch unsere Unterkunft befindet. Wir verabschieden uns von ihm und der Ladenbesitzer weist uns freundlicherweise in die richtige Richtung. Auch wenn der Weg nur ein paar 100 Meter zur Unterkunft ist, ist uns diese Region nicht sonderlich geheuer. Es scheint hier sehr arm zu sein, denn viele Leute hausen hier in Zelten und provisorischen Unterkünfte. Das sieht für uns schon ziemlich schlimm aus und wir erfahren später, dass dies offenbar noch die Nachwirkungen des Erdbebens von letzten September ist. Wir treffen vor einer Moschee auf eine Gruppe Leute, wobei sich einer davon als der Besitzer des Hotels herausstellt. Er führt uns hinein und spricht mit uns in gebrochenem Englisch. Alle Frauen hier in dieser Unterkunft laufen mit Kopftuch herum und wir realisieren, dass wir in einer muslimischen Gegend sind. Das war in Bali anders, denn dort ist der grossteil der Bevölkerung hinduistisch. Wie dem auch sei, wir werden sogar noch mit einem Kaffee beglückt, was wir so spät am Abend und nach der langen Fahrt sehr zu schätzen wissen. Da wir wie üblich die günstigste Unterkunft gebucht haben, besteht das Bad lediglich aus einem Stehklo und als Dusche gibt es lediglich ein Wasserbecken mit einem Kübel. Wie wir später lernen werden, ist dies in Indonesien ausserhalb der Touristischen Regionen standard. Das alles ist eigentlich kein Problem, aber was Manuela wirklich stört, ist, dass es keine Bettdecke gibt. Klar, es ist heiss, aber sie bevorzugt trotzdem eine. Sie geht hinaus, hat aber keine Ahnung, welche der Frauen zum Personal gehört und spricht eine Gruppe an. Sie kichern lediglich verlegen, da sie wohl kein Wort verstehen. Eine klopft aber an eine Zimmertür, wobei ein verschlafener Mann die Tür öffnet. Dieser spricht tatsächlich Englisch und sie kann ihm das Anliegen erläutern. Tatsächlich bekommen wir ein paar Minuten später eine niegelnagelneue Bettdecke. Weshalb wir das wissen, dass sie niegelnagelneu ist? Wir dürfen sie selber auspacken:-). Zufrieden gehen wir danach schlafen. 

Mataram – Gili Air 21.06.2019

Heute bekommen wir das erste Mal die Auswirkungen einer Moschee zu spüren. So um 4 oder 5 Uhr erwachen wir, da einer auf dem Minarett singt, das ziemlich laut ist und lange dauert. Glücklicherweise haben wir einen tiefen Schlaf und drehen uns um, und schlafen ein paar Stunden länger. Als wir um 7 Uhr aufstehen ist das Frühstück bereits bereit, welches ganz traditionell aus Reis und Ei besteht. Hier wird uns bereitwillig über das Bemo Auskunft gegeben und um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Die Gegend sieht schon einiges freundlicher aus, als gestern Abend und wir werden von allen Seiten begrüsst, und neugierig betrachtet. Wohl gibt es nicht viele Touristen in der Gegend, wir sind aber froh, dass die Einheimischen uns hier offenbar nicht nur als wandelnde Geldkühe sehen, sondern lediglich neugierig sind. Am Busbahnhof sind wir wieder etwas misstrauisch, als uns ein Typ anspricht, wohin wir wollen, aber er zeigt uns lediglich den richtigen Weg. Das empfinden wir als sehr freundlich und wir legen unsere Vorurteile von Bali langsam wieder ab. Der Bemofahrer meint dann, dass wir ihm nur “100’000″ Rupia bezahlen sollen und wir können gleich losfahren. Wir haben uns glücklicherweise vorinformiert und wissen, dass uns die Fahrt maximal 20000 pro Person kosten sollte. Der Fahrer stimmt diesem Betrag ohne zu murren zu und wir stellen schmunzelnd fest, dass er es einfach versucht hat. Aber ihm können wir das irgendwie nicht übel nehmen, denn er hat ja sofort unseren Betrag akzeptiert. Mit uns fährt ein junger Indonesier, der in Gili Trawangan an der Bar arbeitet und wir plaudern ein wenig mit ihm. Nachdem wir eine Weile in der Stadt umher gekurvt sind, füllt sich das Bemo mit immer mehr Leuten. Teilweise wird auch Marktware transportiert. Die Leute sind sehr freundlich, aber leider können wir mit den wenigsten Kommunizieren, da wir kein Indonesisch sprechen. Einer lässt einen grossen Sack mit einer leckeren Frucht transportieren und gibt uns eine davon zum Probieren. Einfach so. Ein anderer knabbert Erdnüsse und bietet uns, obwohl er nur ein paar wenige hat, diese an. Als wir bei einer Tankstelle kurz Halt machen, schaut eine Frau ganz neugierig ins Bemo. Dann zeigt sie auf uns, beginnt zu lachen und ruft ganz erstaunt “Turist”. Die Fahrt ist sehr schön, führt durch den Dschungel und wir haben eine tolle Aussicht. Wir sehen sogar unzählige Affen, die sich immer wieder am Strassenrand befinden. Das Bemo selber ist halb geöffnet und eine richtige Klapperkiste, aber es fährt. Wir staunen auch nicht schlecht über die Rauchergewohnheiten der Indonesier. Wir haben das Gefühl, dass hier jeder raucht und zwar überall. In den Restaurants ist es erlaubt, teilweise sogar in den Hotelzimmer und offensichtlich auch hier im Bemo. Hier gilt es tatsächlich, dass man lediglich nicht rauchen darf, wenn es explizit verboten ist und auch dann ist es nicht sicher, ob sich die Leute wirklich daran Halten. Für uns war die Fahrt ein richtig spannendes Erlebnis. Ein paar Stunden später erreichen wir den Vorort von Bangsal, wo die Fähre nach Gili Air ablegt. Eigentlich wollten wir die Strecke bis zum Hafen zu Fuss machen, da unser Kollege aus dem Bemo aber sagen kann, wie viel wir für die Kutsche maximal bezahlen sollen, nehmen wir eine solche. Das ist ebenfalls ein sehr tolles, wenn auch kurzes Erlebnis. Am Hafen werden wir wieder von diversen Seiten angesprochen, wohin wir nach Gili Air gehen wollen. Da wir aber selber keinen blassen Schimmer haben, teilen wir das so mit. Irgendwie möchten wir Lombok noch etwas erkunden, aber wir müssen auch langsam daran denken, Richtung Surabaya zu kommen. Wir haben ja dummerweise unseren Ausreise Flug nach etwa 35 Tagen, das Visum aber nur für 30 Tagen bekommen. Das ist nun die Konsequenz für die schlechte Vorbereitung. Wir haben das mit dem Visum im Internet recherchiert, gerade nachdem wir den Flug gebucht haben. Wir hätten die Möglichkeit gehabt am Flughafen ein Bezahlvisum zu kaufen und dieses zu verlängern. Das wäre jedoch mit hohen Kosten und mit relativ viel Zeit an einem Ort verbunden. Daher haben wir uns gegen die Möglichkeit entschieden. Die gängiste Option wäre ein günstiger Hin- und Rückflug nach Kuala Lumpur von z.B. Jakarta. Aber so günstig ist das aus unserer Sicht auch nicht und irgendwie gefällt uns die Idee nicht sonderlich, nur wegen dem Visa zu Fliegen und nicht mal Zeit in der jeweiligen Region zu verbringen. Wir spielen daher mit dem Gedanken, dass wir etwas anderes erkunden können. Nämlich mit der Fähre von Surabaya nach Borneo, Kalimantan reisen, dort bestenfalls die Orang-Utans und noch weitere Ecken von Kalimantan erkunden. Danach über den Landweg nach Malaysia, Borneo einreisen. Das ist sicherlich nicht die einfachste Möglichkeit, aber wohl die Spannendste. So können wir noch die eine oder andere, etwas unentdecktere Ecke von Indonesien erkunden und der Preis für den Transport wird nicht höher sein, als die anderen Optionen. Wie dem auch sei, wir kaufen jetzt das Fährticket für 12000 Rupiah und etwa eine halbe Stunde später geht die Fahrt nach Gili Air los. Bereits als wir anlegen, sehen wir, dass wir in einer Traumdestination gelandet sind. Alles sieht sehr schön und relaxt aus. Unsere Unterkunft, Aladdin, welche lediglich umgerechnet 10 Franken kostet, ist super schön eingerichtet und bemalt. Zudem ist sie nur etwa 2 Minuten zu Fuss vom Hafen entfernt. Wir werden mit einem leckeren Fruchtsaft vom freundlichen Besitzer begrüsst. Nachdem wir uns eingerichtet haben, gehen wir an den Strand. Die Insel ist sehr klein, so dass man sie problemlos zu Fuss umrunden kann. Zudem gibt es hier auch keine motorisierten Fahrzeuge. Der Strand sieht traumhaft aus und wir geniessen unseren Spaziergang. Da wir abgesehen von unserem Reis Frühstück noch nichts gegessen haben, machen wir auf der anderen Seite der Insel eine Mittagspause. Wir finden ein kleines Warung, dass günstig sehr leckeres Essen und Fruchtsäfte anbietet. Danach gehen wir im schönen Meer eine Runde schwimmen und geniessen den restlichen Tag. Vor Sonnenuntergang gehen wir wieder an den Strand und gönnen uns zum wunderschönen Sonnenuntergang einen leckeren Cocktail. Zum Abendessen gehen wir in dasselbe Restaurant wie am Mittag und der Besitzer schenkt uns zwei hübsche, aus kleinen Muscheln gefertigte Armbänder. 

Gili Air 22.06.2019 – 24.06.2019

Wir schlafen heute gemütlich aus und geniessen das leckere Frühstück von unserer Unterkunft. Wir haben gehört, dass man hier gut schnorcheln kann. Jedoch haben wir gemerkt, dass es ohne Flossen aufgrund der Strömung auf die Dauer etwas anstrengend wird. Wir gehen zu einer Tauchschule und mieten solche. Bei der Tauchschule informieren wir uns zudem über Tauchmöglichkeiten, dass obwohl wir eigentlich unser Budget schon verbraucht haben. Aber wenn man schon die Gelegenheit hat… Wir müssen es uns noch überlegen und gehen jetzt zuerst einmal schnorcheln. Wir können unzählige Fische und einige weitere Meerestiere beobachten, was sehr eindrücklich ist. Wir verbringen einige Stunden im Wasser bis wir etwas müde und vorallem hungrig sind. In einem Lokal finden wir ein leckeres Mittagessen und gehen zurück zu unserer Unterkunft. Dort informiert uns der Besitzer, dass in knapp einer Stunde eine traditionelle Veranstaltung beginnt. Es sei eine Art traditioneller Kampf und Hanspeter könne auch teilnehmen, wenn er will. Das Gelände ist beim Hafen, daher nur einen Katzensprung von uns entfernt. Es wird etwas skurrile Musik gespielt und immer wie mehr Leute versammeln sich auf dem Boden. Im Endeffekt ist es ein ziemlich brutaler, aber auch spannender Zweikampf mit Schild und Stock (siehe Video). Am Ende kann man etwas sponsern, falls einem der Kampf gefallen hat und das Geld wird verteilt. Wir haben nicht alles begriffen, aber es wird eine relativ blutige Sache. Ein Zuschauer hier spricht Hanspeter wieder an, ob er nicht auch teilnehmen will. Er lehnt dankend ab. Wie wir erfahren, begeben sich die Kämpfer mit einem Mittelchen in eine Art Trance, damit sie wohl die Schmerzen weniger spüren und besser kämpfen können. Eindrücklich ist es aber trotz allem. Wir schauen nicht ganz zu Ende, da wir uns noch, bevor das Büro schliesst, morgen fürs Tauchen anmelden wollen. Wir haben heute beim Schnorcheln keine Schildkröten gesehen und es gibt einen Tauchplatz, wo sich Schildkröten nahezu garantiert aufhalten. Nachdem wir das erledigt haben, gehen wir zurück zur Unterkunft, wo wir noch etwas über unsere Weiterreise nachdenken. Wir sind noch nicht schlüssig, wie es weitergehen soll, da es uns aber sehr gefällt, buchen wir hier noch zwei weitere Nächte.

Wir geniessen ein leckeres Frühstück und machen uns frühmorgens auf den Weg zur Tauchschule. Alles scheint sehr entspannt und wir sind die einzigen Teilnehmer. Daher können wir wählen, an welchen zwei Plätzen wir tauchen wollen. Da wir unbedingt die Schildkröten sehen wollen, gehen wir zum Turtle Heaven und an den Shark Point. Wir starten mit dem Shark Point bei Gili Trawangan. Der Tauchgang ist sehr eindrücklich und wir können einige Haie sehen, und bereits hier die ein oder andere Schildkröte. Leider ist das Riff selbst nicht so intakt, aber wir geniessen den Tauchgang trotzdem. Wir finden auch einiges an Kleingetier und eine sogenannte Schnapp Muschel, welche sich öffnet und schliesst. Danach fahren wir zum Turtle Heaven, wo wir mit ganz vielen und unglaublich grossen Schildkröten schwimmen können. Das ist das absolute Highlight und schwierig zu beschreiben. Die Schildkröten lassen sich auch nicht stören und schwimmen einem manchmal sogar nach. Leider finden wir im Nachhinein heraus, dass die Speicherkarte der Unterwasserkamera wohl eine Störung hatte und wir leider alle Bilder von gestern, heute und teilweise von morgen verloren haben. Das bereuen wir sehr, aber was solls, ändern kann man es nicht mehr. Ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis war es trotzdem. Das Wasser ist hier um einiges wärmer als in Nusa Penida, aber trotzdem hat der Spass irgendwann ein Ende und wir kehren wieder zurück aufs Festland. Es ist bereits Mittag und wie immer nach dem Tauchen, sind wir hungrig geworden. Fürs Schnorcheln haben wir am Nachmittag keine Energie mehr und wir gehen lediglich etwas baden. Am Abend können wir wiederum einen eindrücklichen Sonnenuntergang bewundern. 

Nachdem Frühstück packen wir wieder unsere Schwimmmasken ein und verbringen den ganzen Tag mit Schnorcheln. Wir sind vor allem begeistert, dass wir sogar hier eindrückliche Schildkröten finden. Die Fischvielfalt ist unbeschreiblich und die Unterwasserkamera funktioniert auch wieder. Nebst dem Schnorcheln passiert heute nicht mehr viel. Wir planen, wohin es morgen weitergeht. Eigentlich wollten wir Lombok etwas intensiver bereisen, da wir jetzt aber so lange auf Gili Air geblieben sind, kommen wir zum Schluss, dass es Zeit ist, wieder zurück nach Bali zu kehren. Wir haben gehört, dass es in und vorallem um Amed (Nordosten Balis) noch einiges zu entdecken gibt, weshalb wir uns für diese Destination entscheiden. Damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren und wir auch nicht herauskriegen, wie wir von der Fähranlegestelle, Padang Bai ohne Taxi nach Amed gelangen, entscheiden wir uns für ein relativ teures Speedboot, welches uns in etwa 2 Stunden dorthin bringt. Wir fragen bei einigen Anbietern herum, aber überall wird derselbe Preis angeboten, da es offenbar nur einen Anbieter mit Monopol gibt. Danach gönnen wir uns ein leckeres letztes Abendessen auf der Insel.

Überfahrt nach Amed 25.06.2019

Heute heisst es Abschied nehmen von dieser gemütlichen Insel und der hübschen Unterkunft, Aladdin, mit ihrem sehr netten Besitzer. Um halb 11 sind wir bereit für das Speedboat, welches offenbar erst um 11 fährt. Um 11 Uhr dürfen wir zum Pier gehen, wo wir nochmals eine halbe Stunde der prallen Sonne ausgesetzt sind. Aber plötzlich geht es vorwärts und wir dürfen einsteigen. Zuerst fahren wir zurück nach Bangsal, bevor wir nach Amed steuern. Der Wellengang hält sich offenbar im Zaum, denn wir empfinden die Fahrt sehr angenehm. Am Hafen angekommen, dauert es eine Weile, bis wir unser Gepäck erhalten und wir werden währenddessen von Taxifahrern und Verkäufern nahezu überrannt. Glücklicherweise ist der Shuttlebus zu unserer Unterkunft ebenfalls inbegriffen, denn wir kommen an einem etwas weiter entfernteren Hafen an, als erwartet. Als wir bei der Unterkunft ankommen, merken wir, dass wir wohl den Jackpot unter den günstigen Unterkünften geholt haben. Wir haben ein wunderschönes Zimmer, welches sogar ein wenig Strandsicht bietet und wir sind direkt am Strand. Was wollen wir noch mehr? Diese Unterkunft war auch um die Hälfte herunter geschrieben und kostet daher wieder nur umgerechnet 10 Franken. Auch hier erhalten wir ein leckeres Willkommensgetränk und machen es uns gemütlich. Danach essen wir beim Restaurant nebenan zu Mittag und schlendern etwas in der Gegend herum. Am Abend haben wir seit langem mal wieder Lust auf ein Bier und klappern die Minimärkte in der Gegend ab. Die verkaufen aber alle keinen Alkohol und wir sind ein wenig enttäuscht. Wie wir später erfahren werden, ist es in Indonesien allgemein schwierig, ausserhalb der Haupttouristenorte an Alkohol zu gelangen, aufgrund der überwiegend Muslimischen und Hinduistischen Bevölkerung. Vom lokalen Getränk Arak wird abgeraten, da dieser verheerende gesundheitliche Folgen haben kann, da er teilweise unprofessionell hergestellt wird. Wir lassen daher die Finger davon. In der Unterkunft hat es aber glücklicherweise ein paar Bintang Biere, woraufhin wir uns ein grosses kaufen. Wir sind ziemlich überrascht über den Preis für ein grosses Bier, denn mit umgerechnet 2 Franken ist dies für Indonesien mehr als fair. Der Besitzer bereitet noch Essen zu und zu unserer Überraschung bietet er uns dieses kostenlos an. Wir sind begeistert, denn es ist sehr lecker und so müssen wir nicht einmal mehr zu Abend Essen. 

Rollertour Mt. Batur & Schnorcheln 26.06.2019

Wir starten den heutigen Tag relativ früh, und leihen uns einen Roller für die nächsten zwei Tage aus. Wir starten mit traumhaftem Wetter und haben einen perfekten Ausblick auf den Vulkan Gunung Agung, der nicht weit entfernt von hier liegt. Unseren ersten Halt legen wir in Tumbalen ein. Hier gibt es ein amerikanisches Schiffswrack, zu welchem wir schnorcheln gehen können. Viele sind hier am Tauchen, aber wir haben nun definitiv unser Tauchbudget für die nächste Zeit aufgebraucht. Der Ein- und Ausstieg ist aufgrund der rauen See eine Herausforderung, aber wenn man einmal drin ist, geht es problemlos. Wir sind begeistert, wie viele Fische sich um das Wrack herumtummeln und es gefällt uns sehr. Nach einer längeren Diskussion haben wir uns entschieden, dass wir den langen Weg zum Gunung Batur in Kauf nehmen. Wir müssen lediglich abschätzen, ob wir die steile Strasse hochkommen oder nicht. Das wird tatsächlich noch zur Herausforderung, denn dieser Roller hat niemals so viel Kraft, wie jener den wir auf Nusa Penida hatten. Es ist von Beginn weg steil, und wird immer steiler. Die Aussicht ist jedoch fantastisch. Zuerst begegnen wir sozusagen niemand, danach kommen wir an ganz kleinen Dörfchen vorbei, wobei die meisten Leute uns freundlich winken. Mittlerweile beginnt der Roller zu stinken und wir spielen mit den Gedanken eine Pause einzulegen. Kurz bevor wir den höchsten Punkt erreichen, überholen uns zwei Teenager und sprechen uns ziemlich eindringlich an. Was wir hier machen, wohin wir wollen etc. Wir sind ein wenig genervt, aber beantworten geduldig die Fragen. Wohin wir genau wollen, wissen wir ja selbst nicht. Vielleicht einen schönen Ausblick auf den Mt. Batur und den See haben. Der Eine meint dann, dass wir umkehren sollen, begründen kann er es aber nicht. Er meint lediglich es sei gefährlich. Danach meint der andere,  dass wir noch die heissen Quellen in der Region besuchen sollen. Wir sind etwas verwirrt, lassen uns aber nicht beirren. Irgendwann geben die beiden auf und kehren wieder um. Wir sehen auf unserer Karte, dass wir nur noch einen halben Kilometer vor uns haben und jetzt sicher nicht mehr umkehren werden. Tatsächlich, wir haben es geschafft und haben eine wunderbare Aussicht. Drei sehr freundlich wirkende Herren auf dem Motorrad geniessen hier ebenfalls die Auss