Japan 3: Tokyo & Hokkaido

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29.04.2019 – 09.05.2019

Odawara – Tokyo 29.04.2019

Heute verabschieden wir uns von unseren tollen Gastgeberin Aizalene und machen uns auf den Weg in die Grossstadt Tokyo. Weshalb Tokyo? Aufgrund der Goldenen Woche sind die Unterkünfte in der näheren Umgebung rar und vor allem teuer geworden, und da wir uns in Japans zweitgrössten Stadt Osaka ebenfalls wohl gefühlt haben, denken wir, dass wir das in Tokyo auch können. In Tokyo haben wir ein Doppelzimmer für die nächsten drei Nächte für umgerechnet 50 Franken buchen können (günstiger als ein Schlafsaal für zwei Personen), in der Umgebung müssten wir sonst mit 100 Franken aufwärts rechnen. Wir hoffen in Tokyo etwas entspannen zu können und unsere Weiterreise zu planen. Heute ist die Mitteilung eingetroffen, dass beide Fährbuchungen am 1. Mai, wie bereits angenommen, abgelehnt wurden und wir brauchen Alternativen. So machen wir uns auf den Weg in die grosse Stadt, wobei wir zuerst etwa drei Stunden mit dem langsamen und günstigsten Zug fahren müssen. Je näher wir zum Hauptbahnhof Tokyos kommen, desto mehr Leute steigen ein und wir sind froh, an der ersten Station eingestiegen zu sein. Bisher haben wir Gedränge in Japan noch nie so wirklich kennen gelernt und sind hier beinahe fasziniert, dass es dieses doch gibt. Jeder Sitzplatz ist besetzt und die Leute stehen sich schon fast auf den Füssen. Trotzdem starrt nahezu jeder in sein Telefon, unterhalten tut sich kaum einer. Die Leute sehen hier teilweise auch etwas ausgefallen aus. Waren doch in Osaka hauptsächlich Anzugträger unterwegs oder nahezu alle Leute in schlichten Outfits, sieht man hier das Gegenteil. Von den farbigsten Frisuren, über die ausgefallenste Kleidung, geschminkte Männer mit Plateau Absätzen und Frauen die aussehen, als kämen sie aus einem Manga Comic – auf dieser Zugfahrt haben wir bereits das Gefühl, Leute aller Art zu sehen. Nachdem wir am geschäftigen Tokyo Hauptbahnhof angekommen sind, suchen wir uns einfach ein ruhiges Plätzchen, um unser Mittags Sandwich zu verspeisen. Das ist aber gar nicht so einfach und wir setzen uns schlussendlich auf die Seite des Gehsteiges vor dem Bahnhof. Danach suchen wir die nächste U-Bahnstation, die sich auch irgendwo in dem riesigen Gebäude befinden sollte. Wir suchen eine ganze Weile, bis wir die U-Bahnstation finden. Danach fahren wir zu unserer Unterkunft, wo wir einchecken. Obwohl es erst etwa 3 Uhr Nachmittags ist, entscheiden wir, in der Unterkunft zu bleiben. Wir haben noch einige offene Baustellen, und wie wir nach Hokkaido kommen, ist momentan unsere grösste Sorge. Die nächsten Stunde verbringen wir also mit der Recherche aller möglichen Kombinationen, wie Bus und Fähre, langsamer und schneller Zug, Fähren von allen möglichen Ports, etc. Wir finden schlussendlich eine Bus- und Fährkombination in drei Tagen für etwa 1000 Yen mehr, als die gebuchte Fähre gekostet hätte. Aber alles ist auf Japanisch und wir müssen wieder mit Google die Seite Übersetzen lassen. Die Eingaben müssen jedoch auf japanisch erfolgen und wir erhalten immer eine Meldung, dass es nicht funktioniert. Nach ein paar Stunden gehen wir zur Rezeption und fragen die Rezeptionistin, ob sie uns helfen kann. Sie versucht eine Buchung vorzunehmen, meint aber, dass gemäss Website bis am 7. Mai alles ausgebucht sei und wir deshalb nicht buchen können. Sie schlägt uns vor den Shinkansen Zug (Schnellzug) zu nehmen, oder einen Flug zu buchen. Sie schaut selbst nach diversen Varianten, muss uns aber auch enttäuschen. Wir haben noch den Willer Bus gesehen, der in den Norden nach Aomori fährt und es von dort mehrmals am Tag eine Fähre gäbe. Wir sehen aber plötzlich, dass der sonst schon teure Willer Bus nur in die Region Aomori fährt, nicht aber in das Dorf. Dieses ist noch gute 150 Kilometer entfernt, und um dorthin zu gelangen müsste man wieder den Shinkansen Zug nehmen. Alles zusammen gerechnet, kämen wir schlussendlich wieder nahe an den Preis des Zuges. Es ist zum Verzweifeln. Wir machen mal eine Pause und gehen für unser Abendessen einkaufen, wo wir noch einen schönen Blick auf Japans höchstes Gebäude, das hier in der Nähe ist, erhalten, den sogenannten Skytree. Nachdem wir ein leckeres Abendessen verspeist haben, setzen wir die Suche fort und fokussieren uns nun auf Flüge. Wegen der Goldenen Woche sind auch die einiges teurer, aber schlussendlich finden wir einen mit Gepäck für ca. 90 Franken, was sogar günstiger ist als die Fähre. Der Flug geht jedoch erst am Samstag morgen, um 6 Uhr, weshalb wir noch eine Nacht mehr in Tokyo verbringen müssen und zusätzlich noch eine am Flughafen. Da dies jedoch die einzige vernünftige Variante zu sein scheint, buchen wir diesen Flug und gehen um Mitternacht todmüde, aber glücklich, doch noch eine Lösung gefunden zu haben, schlafen.

Tokyo 30.04.2019

Wir schlafen lang aus und geniessen das bequeme Bett. Es ist regnerisch heute, aber nach einer Weile haben wir gefrühstückt und sind auf dem Weg zur U-Bahnstation. U-Bahn fahren ist ja nicht so schwierig, aber trotzdem schwieriger als in Osaka, da die Endstationen nicht immer gleich sind. Teilweise fahren die Bahnen als Zug weiter und schon sind wir verwirrt, wenn nicht die erwartete Endstation angeschrieben ist. So stehen wir auf dem ersten Gleis und merken, dass wir vermutlich das Gleis wechseln müssen, da nicht unsere Destination angeschrieben ist. Auf der anderen Seite ist jedoch die Destination auch nicht wie erwartet angeschrieben und wir sind schon wieder leicht am Verzweifeln. Wir fragen einer der Beamten und dieser teilt uns mit, dass dies die richtige U-Bahn sei und wir steigen etwas verwirrt ein. Tatsächlich kommen wir an den richtigen Ort hin. Wir wollen heute als erstes einen Turm besichtigen, ein Verwaltungsgebäude (Tokyo Metropolitan Government Building) dessen Eintritt gratis ist, und wir hoffen auf eine nette Aussicht sowie zu sehen, in welche Richtung besseres Wetter ist. Zuerst müssen wir den Weg zwischen den schwindelerregend hohen Gebäuden hindurch finden, was glücklicherweise ziemlich einfach ist. Beim Turm müssen wir zuerst durch eine Sicherheitskontrolle, bevor es mit dem Lift nach oben geht. Die Aussicht ist wegen des Regens nicht gerade die Beste, aber trotzdem ist es beeindruckend wie gross die Stadt mit all ihren Wolkenkratzer ist und wie weit oben wir eigentlich sind. Wir schlürfen einen Kaffee und warten bis der Regen etwas weniger wird. Danach gehen wir zurück in die Shinjuku Region, wo sich der Hauptbahnhof befindet. Unterwegs sehen wir das erste Mal Obdachlose in Japan. Wir staunen ziemlich, dass sogar die organisiert sind. Drei haben sich unter einer Brücke eingerichtet und ihr ganzes Hab und Gut fein säuberlich in einem Rollkoffer und Einkaufswagen verstaut. In Shinjuku angekommen, geht das Chaos so richtig los. Es gibt einfach zu viele Menschen hier und alles ist mit Leuchtreklamen zugekleistert. Es gibt zudem einen grossen Gozillakopf, der einmal die Stunde Feuer spuckt. Eine weitere Attraktion ist das Roboter Restaurant, welches komplett von Roboter geführt ist und wie wir gehört haben, mehr eine Show als ein Restaurant ist. Ein überteuertes Essen kann man aber trotzdem bestellen, wenn man will. Da der Eintritt aber umgerechnet fast 80 Franken kostet, lassen wir diesen Spass bleiben und sehen es lediglich von Aussen an. Danach suchen wir etwas zu Mittagessen. Dabei finden wir lustigerweise ein Restaurant, wo man vor dem Restaurant ein Menü bestellen und bezahlen kann (geht auch mit der multifunktonalen IC-Karte), indem man den gewünschten Knopf drückt. Das Menü kann man danach abholen und entweder im Restaurant essen oder mitnehmen. Wir entscheiden uns schlussendlich in ein Ramen Restaurant essen zu gehen, die einfache, aber leckere Ramen Gerichte servieren. Hier probieren wir ein paar Spezialitäten und haben danach den Bauch so richtig voll, so dass wir für heute nicht mehr viel zu Essen brauchen. Wir setzen unseren Grossstadtspaziergang fort und fahren mit der U-Bahn zur Shibuya Crossing. Wir haben davon nur gehört und eigentlich auch ziemlich Respekt, vor der riesigen Kreuzung. Dort angekommen ist tatsächlich mächtig etwas los. Zuerst fahren ein paar (aus unserer Sicht nicht viele) Autos durch, bis diese rot und die Fussgänger grün haben. Der Fussgängerweg geht sogar Diagonal über die Strasse, wobei wir das in Japan bereits ein paar Mal gesehen haben. Die Fussgänger sind wie ein riesiger Ameisenhaufen, die über die Strassen krabbeln und da das Bild so lustig aussieht, wollen wir das Spektakel nochmals von Oben anschauen. Selber in dieser Menschenmasse darüber zu gehen, haben wir wenig Lust. Wir sind bereits etwas geschafft und langsam geht es gegen Abend zu, weshalb wir noch die letzte Aktivität für heute in Angriff nehmen. Den alten Fernsehturm, Tokyo Tower, besichtigen, der für lange Zeit Tokyos höchster Turm war. Wir nehmen dafür wieder die U-Bahn, denn wir haben heute ein 72 Stunden Ticket gekauft, welches uns ermöglicht mit allen U-Bahnen in Tokyo innerhalb dieser Zeit zu fahren. Mit 1500 Yen, knapp 15 Franken ist dieses Ticket ziemlich erschwinglich. Vor Allem wenn man bedenkt, dass eine Fahrt mit der U-Bahn bereits 200 Yen kostet. In der Region des Tokyo Towers angekommen, ist überhaupt nichts los, ausser beim Tokyo Tower selber und wir geniessen die Ruhe. Der Turm ist sehr eindrücklich gebaut und ähnelt dem Eiffelturm von Paris gewaltig. Abgesehen davon, dass er rot ist. Wir bleiben eine Weile hier und bewundern das Gebäude von Aussen, bevor wir zurück zu unserer Unterkunft fahren, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen.

Tokyo 01.05.2019

Der heutige Tag beginnt mit Sonnenschein und wir starten diesen im Luxusviertel von Tokyo (Otemachi), wo sich der Kaiserpalast befindet. Wir besuchen den sehr hübschen Kaiserlichen Garten, wo wir für etwa 2 Stunden verweilen. Den Palast selber sehen wir jedoch nicht und wir können ihn leider auch nicht besichtigen, da im Moment Ferienzeit ist und es zu dieser Zeit keine Führungen gibt. Haben wir zumindest gehört. Heute wird ja noch der neue Kaiser gekrönt, weshalb ja im Palast eine besonders geschäftige Zeit sein soll. Der Garten und auch die Umgebung hier, gefallen uns sehr gut. Nun hat uns der Hunger gepackt und wir suchen etwas zu Essen. Das ist gar nicht so einfach, denn es reihen sich lediglich ein Luxus Cafe oder Restaurants ans nächste. In der Nähe des zweiten Hauptbahnhofes von Tokyo finden wir ein Kaufhaus. Aber auch dieses strotzt nur von Luxusgeschäften, wobei wir ab dessen Grösse ganz erstaunt sind. Das meiste befindet sich unterirdisch, so dass man das Gebäude von Aussen kaum wahrnimmt, wenn man nicht weiss wo es sich befindet. Schlussendlich finden wir aber einen Seven Eleven, wo wir doch noch etwas einigermassen günstiges zum Beissen bekommen. Nun wollen wir noch ein paar berühmte Gebäude in der Nähe besuchen. Dafür müssen wir eine Weile durch die Bahnhofsunterführung schlendern. Bei uns dauert es noch etwas länger, denn wir verlieren die Orientierung unterirdisch komplett und kommen zweimal auf derselben Seite wieder hoch, bis wir endlich die korrekte Passage nehmen. Der Bahnhof ist im alten Stil gebaut, was zwischen all den modernen Gebäude sehr originell ausschaut. Wir staunen schon mal nicht schlecht, als wir Mitten auf einer Strasse eine grosse altertümliche Glocke sehen, die eine Melodie spielt. Der Zweck davon können wir nicht ermitteln, aber vielleicht geht es ja auch nur um den exklusiven Stil. Als nächstes erreichen wir eine altertümliche Brücke, wo sich der Kilometer 0 befindet. Über dieser Brücke liegt nämlich eine mehrspurige Autobahn, dessen Pfeiler ins Wasser gebaut sind, was ziemlich verrückt aussieht. Entgegen anderen Orten wo sich der Kilometer 0 jeweils zu Beginn einer Strasse und einem abgelegenen Ort befindet, ist der Kilometer 0, ab welchem die Distanzen gemessen werden, mitten in Tokyo. Danach schauen wir noch das eine oder andere Gebäude an, wo sich ein Architekt verwirklicht hat, aber für uns nicht sonderlich speziell aussieht. In dieser Region sieht es aus, als wäre die Polizei (besser gesagt die kaiserlichen Wachen – imperial Guards), die Strassen grossräumig am Absperren. Wir warten eine Weile und hoffen, dass etwas passiert, aber unsere Geduld ist schnell verflogen und wir sitzen in der nächsten U-Bahn. Nach den paar Stunden Stadt brauchen wir etwas Grün und wir hoffen, dies beim Meiji Jingu Shrine zu finden. Dieser Shrine sollte sich in einem grossen Park befinden, der als Gedenken an Kaiser und Kaiserin dient und zu Tokyos schönster Schrein zählt. Als wir an der U-Bahnstation ankommen, wollen wir schon fast wieder umkehren, denn es ist wirklich sehr viel los. Im Parkgelände verteilen sich glücklicherweise die Leute und wir können gemächlich hindurch schlendern. Wir finden vor allem das Weinfass Lager des Kaisers lustig und eindrücklich zugleich. Soll er doch hier in einem grossen Weinfass Turm teuren Wein für hohen Besuch lagern. Wir laufen zum Schrein und sehen eine unaufhörliche Reihe an Menschen am Anstehen. Wir befürchten schon fast, dass das zum Schrein geht und wenn dem so wäre, müssten wir hier die Übung abbrechen. Glücklicherweise ist es irgendetwas anderes, was wir nicht eruieren können, uns aber eigentlich auch egal ist. Beim Schrein befinden sich ebenfalls viele Leute, aber der Schrein ist auch sehr hübsch gebaut und alt. Wir verweilen ein wenig hier und entspannen etwas im Park. Die Zeit in der Stadt vergeht einfach wie im Fluge und es ist schon wieder beinahe Abend. Wir suchen die nächste U-Bahn auf und besuchen zum Abschluss des heutigen Tages Akihabara, das Comic- und Elektronikviertel. Bereits auf den Weg hierher sehen wir viele in ausgefallenen Outfits und noch viel mehr auf der jeweiligen mit Leuchtreklamen zugekleisterten Strasse. Seit einer Weile hat es wieder zu regnen begonnen, weshalb es hier in der riesigen Menschenmassen schon fast zu einem Regenschirm Massaker kommt. Ja wir finden Tokyo ist anders, als das restliche Japan, was wohl auch etwas an den vielen Leuten liegt und daran, dass es eine internationale Stadt ist. Die Leute sind hier weniger zurückhaltend und auch etwas rücksichtsloser, als in den übrigen Orten. Hier kann es schon mal passieren, dass dir jemand auf den Fuss steht. Im Gegenzug fühlen wir uns hier nicht so sehr wie der Elefant im Glashaus, wie im übrigen Japan. Wieder zurück zu Akihabara. Wir wollen hier den Comicladen “Akihabara Radio Kaikan” und einen Elektronikladen besuchen. Wir sind von Beginn beeindruckt über die ganze Vielfältigkeit. Wenn wir jeweils denken, dass es nicht noch mehr geben oder krasser werden kann, wird noch einer draufgesetzt. Es ist amüsant zu sehen was es alles gibt und was die Japaner alles mögen. Wir schlendern von Stockwerk zu Stockwerk, wobei sich gewisse Artikel auch immer etwas wiederholen. Nach dem 6ten Stockwerk haben wir das Gefühl, dass wir langsam oben sein sollten, aber es geht sage und schreibe 11 Stockwerke hoch. Auf dem 10ten befindet sich ein Raum, wo man Karten spielen kann. Dieser ist gefüllt. Auf dem 11 Stockwerk gibt es nichts mehr interessantes und total kaputt, gehen wir die Rolltreppen hinunter. Wir haben genug gesehen und haben keine Energie mehr. Daher machen wir uns auf den Weg zur nächsten U-Bahn und fahren zu unserer Unterkunft. Angekommen bei unserer Unterkunft gehen wir einkaufen und kochen uns ein leckeres Abendessen.

Tokyo 02.05.2019

Als wir vor zwei Tagen unsere Unterkunft noch verlängern wollen, ist diese leider auch schon ausgebucht. Deshalb müssen wir auschecken und machen uns auf den Weg zur neuen Unterkunft, die leider fast 60 Franken (6000 yen) kostet. Aber sie hat auch ziemlich gute Bewertungen und alle Unterkünfte in Japan, auch die günstigen, haben uns sehr positiv überrascht. Wir müssen einmal umsteigen, aber nicht allzu weit mit der U-Bahn fahren bis wir die Unterkunft erreichen. Wir sind hier wohl noch etwas abgelegener als bei der letzten Unterkunft, aber das macht uns nichts aus, denn mit der U-Bahn sind wir schnell und die Dreitageskarte ist immer noch gültig. Bei der neuen Unterkunft angekommen, können wir unser Gepäck zur Aufbewahrung abgeben und wir machen uns danach auf den Weg in die Stadt. Da es bereits Mittag ist, wollen wir einen Park, den wir auf der Karte gefunden haben, besuchen, um dort zu Mittag essen. Als wir dort ankamen ist jedoch alles eingezäunt und wir müssten 400 Yen Eintritt zahlen, was es uns dann doch nicht wert ist. Wir verspeisen unser Mittagessen auf einer gemütlichen Bank vor dem Park und setzen die Stadterkundung fort. Ebenfalls auf der Karte haben wir einen Palast entdeckt, der ganz in der Nähe ist und wir wollen schauen, was das denn so ist. Als wir ankommen, scheinen überall Wachleute zu sein sowie Beamte, um den Verkehr zu regulieren. Wir sind etwas irritiert und vermuten, dass wir da nicht reinkommen und machen lediglich ein Foto von Weitem. Einer der Beamten fragt uns, ob wir den Eingang suchen, was wir bestätigen. Er teilt uns daraufhin alle notwendigen Informationen mit und weist uns den Weg zum Eingang. Dort angekommen, müssen wir zuerst einmal anstehen und eine Angestellte hat uns offenbar schon von weitem entdeckt. Sie spricht uns auf Englisch an und gibt uns zwei Englische Broschüren. Alle anderen sind offenbar alles Japaner, denn die erhalten die Broschüre erst bei der Sicherheitskontrolle. Die Dame kommt wieder zu uns und erklärt uns persönlich wie die Sicherheitskontrolle funktioniert und was es für Eintrittskarten gibt. Wir haben nun begriffen, dass der Palast, jener ist, in welchem der Kaiser hohen Staatsbesuch empfängt. Wir wollen nur den Garten besichtigen und unsere persönliche Beraterin teilt das so dem Verkaufspersonal mit. Wir befürchten schon fast, dass sie uns auf dem gesamten Rundweg begleiten will. Sie bedankt sich zudem überschwänglich, dass wir den Palast besuchen kommen (offenbar gibt es hier wenige nicht japanische Besucher – vermuten wir einfach mal, aufgrund von dem, was wir hier sehen). Schlussendlich zeigt sie uns aber nur, wo der offizielle Weg hin führt und meint, dass wir einen Film schauen könnten. Wir bleiben bei der Besichtigung des Gartens und der Betrachtung des aufwendig konstruierten Palast. Der Palast ist im Stil des Französischen Klassizismus gebaut, mit ein paar wenigen japanischen Einflüsse. Es hat einen hübschen Brunnen und wie zu erwarten einen riesigen Garten. Nachdem wir eine Weile das ganze bewundert haben, verlassen wir das grosse Areal und spazieren gemütlich zur nächsten U-Bahn. Wir fahren bis zur Asakusa Haltestelle, welche am Sumida River liegt. Wir haben hier eine nette Aussicht auf Fluss sowie einem Gebäude, das aussieht als hätte es eine goldene Flamme auf dem Dach. Wir wollen hier noch den Senso-Ji Tempel besuchen, sind aber bald einmal von den wirklich viele Leuten überfordert. Es hat viele kleine Marktstände, wo auch wir ein paar Souvenirs finden. Aber es ist etwas anstrengend. Beim Tempel selbst hat es nicht weniger Leute, aber der Tempel an und für sich ist sehr hübsch. Da heute der erste Tag in Tokyo ist an welchem es endlich mal den ganzen Tag nicht regnet, wollen wir das höchste Gebäude, den Skytree, welches sich in der nähe der letzten Unterkunft befindet, besuchen. Als hätten wir nicht schon genug Leute gesehen, stürzen wir uns in die Höhle des Löwens. Aber wann hat man schon die Chance auf 450 Meter die Aussicht von einem Turm zu geniessen. Ja genau, selten. Der Skytree ist mit 634 Meter nicht nur der höchste Turm Japans, sondern das zweithöchste Gebäude weltweit. Die Aussichtsplattform ist mit 450 Meter auf Rang 5 der höchsten Aussichtsplattformen. Beim Skytree hat es wieder diverse U-Bahn ein- und ausgänge, und wir haben zu unserer Unterkunft immer die wenig besuchten Ausgänge nehmen können. Heute sehen wir, dass es auch anders geht, denn bereits der Ausgang zum Skytree ist vollgestopft mit Leuten. Phu, dass kann ja lustig werden. Trotzdem lassen wir uns von dem Vorhaben nicht abbringen. Zuerst geht es mit den Rolltreppen ein paar Stockwerke hoch. Anschliessend schlendern wir durch eine Reihe von Einkaufsgeschäften, dessen Passage von einer Spielecke mit Pokemon und Hello Kittie geht und bis zu den designer Restaurants mit ihren wohlbekannten ausgestellten Plastikessen führt. Wir fragen uns schon fast, wie lange der Weg zum Eingang noch dauern kann, bis wir vor dem riesigen Skytree stehen. Wir sehen eine lange Warteschlange bereits von Aussen und gehen hinein. Ein Herr will uns sogar noch ein Ticket andrehen, damit wir die Warteschlange überspringen können. Nein, danke, wir haben mehr Zeit als Geld. Er meint daraufhin, dass wir mindestens 2 Stunden warten müssen, bis wir überhaupt die Tickets gekauft haben. Naja, es dauert schlussendlich seine Zeit, aber nach 45 Minuten, haben wir die Billets und kommen schrittweise weiter. Ein Hochgeschwindigkeitsaufzug führt uns auf die erste Plattform, die bereits auf 350 Meter liegt. Es ist sehr eindrücklich Tokyo aus dieser Höhe bei Nacht zu sehen. Wir geniessen die Aussicht sehr. Nachdem wir einmal drumherum gegangen sind, wollen wir auf die höhere Plattform auf 450 Meter. Hier ist wiederum eine riesige Warteschlange, welche beinahe um den Turm herum führt. Wir stellen uns zuhinterst an und warten eine weitere Dreiviertel Stunde, bis uns der Aufzug in Sekundenschnelle auf 450 Meter katapultiert. Wirklich atemberaubend ist die Aussicht von hier oben. Nachdem wir auch hier den Rundgang gemacht haben, kommen wir zu dessen merkwürdiges Ende. Hier ist alles mit Barbie und in Rosarot ausgestattet. Wir können es uns nicht anders erklären, als dass die Marke Barbie wohl etwas zum Turm gesponsert hat. Wir machen uns wieder auf den Rückweg, welcher noch zu einer Plattform auf 340 Meter geht und einen Glasboden hat. Unten angekommen ist es bereits 9 Uhr und wir machen uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Als wir dort ankommen, meint die Besitzerin, dass wir nicht da kochen dürfen, dass obwohl in der Unterkunftsausstattung Gemeinschaftsküche steht. Das nervt uns gerade ziemlich, denn wir hätten noch ein wenig Gemüse und Eier, die wir zu unseren Noodlecups machen wollten. Es bleibt uns aber nichts anderes übrig als Wasser aufzukochen und blosse Noodlecups zu verspeisen. Sowieso ist das die teuerste Unterkunft, die wir in ganz Japan hatten, aber auch die Schäbigste. Klar wir sind jetzt verwöhnt, aber wenn man 60 Franken bezahlt, erwartet man eigentlich schon etwas. Es ist weder sauber, noch das Bett ist angenehm und die Wände sind so dünn, dass man von innen und aussen alles mitbekommt. Naja, es gibt also auch weniger perfekte Unterkünfte. Nach dem etwas kleineren Abendessen als erhofft, legen wir uns schlafen.

Tokyo 03.05.2019

Wir schlafen heute aus, denn wir wissen, dass wir eine anstrengende Nacht vor uns haben. Wir bereiten ein kleines Frühstück vor und lassen unser Gepäck bei der Unterkunft. Heute wollen wir die Region erkunden, in der wir uns befinden. Der Ausgangspunkt führt uns zuerst an einem ziemlich alten Bahnhof vorbei. Anschliessend bringt uns der Weg an ein paar Tempel vorbei, und danach in einen grösseren Park. Uns gefällt die Gegend, denn es ist hübsch gemacht und sieht nicht so modern aus. Zudem halten sich hier lange nicht so viele Leute auf, wie wir das von anderen Orten in Tokyo kennengelernt haben. Wir schlendern weiter durch ein Quartier, das kleine alte Häuser hat, aber sehr nett aussieht. Es gibt hier und da noch ein hübsches Cafe und Teehäuschen. Danach gelangen wir zum Yanaka-reien, einer der grössten und bekanntesten Friedhöfe Tokyos. Es ist spannend zu sehen, wie mühevoll und perfekt hier alles gemacht ist, und vorallem wie es sich von unserer Kultur unterscheidet. Danach erreichen wir den nächsten älteren Bahnhof und besichtigen noch ein hübscher Park, wo wir unser Mittagessen geniessen. Von hier gehen wir zur U-Bahn und fahren an die Küste. Wenn wir aber in die Touristenregion gehen wollen, müssten wir noch eine zusätzliche Fahrkarte für eine Einschienenbahn kaufen, was wir bleiben lassen. Irgendwie haben wir nach diesen paar Tagen Tokyo endgültig genug Stadt gesehen und wir schauen lediglich, was diese Region zu bieten hat. Wir sind wohl im Luxusviertel gelandet, denn die Gebäude sehen hier allesamt sehr teuer aus und wir treffen ausser einen Polizisten niemanden auf der Strasse. Wir suchen einen Park auf, der aber noch gross im Umbau steht. Wohl soll dieses Areal für die bevorstehende Olympiade 2020 dienen. Nachdem wir eine Weile durch den Park geschlendert sind, machen wir es uns auf einer Rasenfläche gemütlich und entspannen uns ein wenig, bevor wir wieder zurück gehen. Bei unserer Unterkunft angekommen, holen wir das Gepäck und fahren wir mit der U-Bahn bis zur nächstgelegenen U-Bahnstation, wo wir einen Anschluss auf den Zug zum Flughafen finden. Da unser Flug nach Hokkaido morgen um 6 Uhr geht, wollen wir über Nacht am Flughafen bleiben. Wir haben gehört, dass dies gängig ist und der Flughafen Tokyo zum Übernachten geeignet sei. Wir haben Lust auf ein Subwaysandwich zum Abendessen, aber dieses Restaurant befindet sich im Terminal 1. Es ist eine halbe Weltreise um dorthin zu gelangen und gar nicht einfach zu Fuss zu gehen. Wir sind etwas überrascht, dass der Subway bereits um 21.00 Uhr schliesst und das meiste bereits geschlossen hat, denn die letzten Flüge sind bereits um 22.00 Uhr. Das hätten wir von Tokyo doch nicht erwartet. Wir haben aber noch eine halbe Stunde Zeit und geniessen ein leckeres Sandwich. Wir haben gesehen, dass es hier ganz bequeme Sofas und Sitze gibt, und wollen hier bleiben. Kein Mensch ist hier und etwa um 11 Uhr kommt ein Sicherheitsbeamter, der uns zuerst auf Japanisch, dann auf Englisch mitteilt, dass wir auf den ersten Stock gehen müssen und wir hier nicht bleiben können. Er kichert die ganze Zeit, während er mit uns spricht, was wir sehr speziell finden. Wir machen es uns neben der Rolltreppe auf einer Bank gemütlich, wo bereits ein paar Leute sind. In Japan sprechen die Rolltreppen ja mit einem, wie auch die Aufzüge, weshalb wir schon befürchten zu träumen “please hold your hand on the handrail and watch your step”. Das wird aber nicht passieren, denn schon bald beginnen ein paar Beamte diesen Bereich abzusperren und teilen uns mit, dass wir uns, sowie diverse andere Leute, weiter vorne platzieren müssen. Da es dort nicht so gemütlich ist, blasen wir unsere Campingmatten auf und schlafen knapp 4 Stündchen.

Hokkaido Chitose – Lake Shikotsu 04.05.2019

Um halb 4 stehen wir auf und packen unsere Sachen zusammen. Wir müssen noch zum Abflugterminal 3 gelangen, welches noch etwa 30 Gehminuten entfernt ist. Zumindest kennen wir jetzt den Weg. Als wir ankommen, können wir problemlos einchecken und kommen zügig zu unserem Flieger. Pünktlich um viertel nach 6 geht es los und um 8 Uhr sind wir bereits in Hokkaido. Wir wollen hier noch ein paar letzte schöne Tage verbringen, finden aber ausser in und um Sapporo selber kaum bezahlbare Unterkünfte. Wir haben anhand von Google maps und dessen japanischen Referenzen gesehen, dass es am Lake Shikotsu einen Campingplatz geben sollte. Zudem haben wir irgendwo im Internet gelesen, dass alle paar Stunden ein Bus zu diesem See fährt. Bei der Planung war alles etwas ungewiss, aber es sollte klappen. Wir fragen kurz beim Visitor Center nach, wo uns mitgeteilt wird, dass wir zuerst zu einer Busgesellschaft gehen sollen, um das Ticket zu kaufen. Wir gehen dorthin, um uns sagen zu lassen, dass wir das Ticket im Bus lösen müssen. Zumindest können sie uns die Abfahrtsplattform und Zeit bestätigen. Tatsächlich 15 Minuten später kommt der Bus. Während wir so in Chitose hineinfahren, kommt uns in den Sinn, dass es vermutlich in diesem Dorf kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt. Am Hauptbahnhof von Chitose steigen wir aus, und entscheiden uns den nächsten Bus in zwei Stunden zu nehmen. Der Busfahrer ist etwas verwirrt, da wir ihn ja gefragt haben, ob er an den See fährt und schüttelt nun den Kopf. Wir machen ihm mit Zeichensprache klar, dass wir noch Einkaufen gehen wollen und er lässt uns aussteigen. Beim Supermarkt angekommen laufen wir beinahe in die Glastür, denn er hat noch nicht geöffnet. Es sind schon etliche Leute am Warten. Punkt 9 Uhr geht die Tür auf und wir stehen in einem riesigen Kaufhaus. Zuerst einmal müssen wir die Essensabteilung finden, wobei wir mit Google Translator zwei Angestellte fragen. Die können uns glücklicherweise helfen und weisen uns den Weg. Jetzt müssen wir im Eiltempo für die nächsten zwei Tage einkaufen und machen uns fast ein wenig verrückt, da wir gewisse Sachen nicht auf Anhieb finden und mit unseren riesigen Rucksäcken durch die Regale irren. Plötzlich fällt uns ein, dass wir noch Campinggas brauchen, sonst wird ja mit Kochen sowieso nichts. Während Hanspeter unseren Einkauf einräumt, macht sich Manuela auf die Suche und hat sowas von Glück. Sie kommt an der Küchenabteilung vorbei und kann einen sehr günstigen Dreierpack Gas kaufen. So, alles beisammen und wir haben noch knapp 30 Minuten Zeit bis der Bus kommt. Wir stellen unsere Rucksäcke hin und warten. Dabei realisieren wir plötzlich, dass sich neben uns eine riesige Schlange gebildet hat. Das ist nämlich auch etwas, dass sehr gut ist in Japan, aber wir zwischendurch vergessen. Egal ob man in den Bus, Zug oder die U-Bahn einsteigt, es gibt am Boden eine Markierung, damit man eine Reihe zum Einsteigen bilden kann und so Leute auch bequem aussteigen können. Wir haben das vergessen, aber offenbar verzeihen uns die Leute, denn sie lassen uns trotzdem zuerst einsteigen. Hier in Hokkaido hat die Kirschblüte gerade begonnen, was wir feststellen, als wir durch die Stadt fahren. Ausserhalb sieht es aus, als wäre der Winter noch nicht ganz vorbei, denn die meisten Bäume tragen noch keine Blätter. Sowieso sieht die Insel Hokkaido ganz anders aus, als der Rest von Japan. Nicht überbaut und schön wild, also was wir bis jetzt aus dem Bus sehen. Angekommen am See gehen wir zuerst zum Visitor Center und fragen dort nach Campingplätzen. Sie bestätigen uns dort, dass es einen Campingplatz gibt, aber meinen auch, dass es sehr weit sei, um zu Fuss dorthin zu gehen. Der direkte Weg, den wir auf unserer Karte gesehen haben, wurde aufgrund eines Unwetters zerstört und sei nicht passierbar. So müssen wir einen Umweg von 7 Kilometer mit dem ganzen Gepäck in Kauf nehmen, anstatt 3 Kilometer. Die Dame ist so nett, dass sie beim Campingplatz anruft und nachfragt, ob es noch Platz hat. Es sei aufgrund der goldenen Woche ziemlich voll, aber wir würden schon noch einen Platz finden. Die Campingplatzbesitzer würden uns erwarten und sie wünscht uns einen guten Spaziergang. Glücklicherweise ist ja das Klima angenehm, um diesen Spaziergang in Angriff zu nehmen. Unterwegs machen wir eine Verschnaufpause im Wald mit ein paar Snacks und hoffen, dass sich auch hier der Bär noch im Winterschlaf befindet. Schlussendlich haben wir die 7 Kilometer geschafft und wir kommen beim Campingplatz an. Dieser ist absolut traumhaft am See gelegen. Die Landschaft ist wirklich eindrücklich, aber auch die vielen Leute, die heute am Campen sind. Auch diese Campingplatzbesitzer sprechen kein Wort englisch, aber mit Hände und Füsse können wir uns einigermassen verständigen. Wir buchen den Platz für zwei Nächte und finden sogar ein gemütliches Plätzchen für unser Zelt. Danach geniessen wir das schöne Plätzchen und die Aussicht auf den See. Wir halten sogar unsere Füsse ins Wasser mit der Hoffnung bei diesem strahlend schönen Sonnenschein schwimmen zu gehen. Das können wir direkt wieder vergessen, denn der See ist nicht nur kalt, sondern Eiskalt und somit ist es unmöglich baden zu gehen. Wir haben schon nur das Gefühl, dass unsere Füsse einfrieren, wenn wir sie zu lange im Wasser halten. Am Abend können wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten und danach bereiten wir unser Abendessen zu. Sobald die Sonne verschwindet, wird es wieder kalt, aber zumindest nicht so kalt wie in Kamikochi. Vermutlich liegt es auch an der Müdigkeit, da wir die letzte Nacht am Flughafen nicht allzu lange geschlafen haben und das auch im Flieger nicht gross nachholen konnten. So kommt es, dass wir nicht viel später bereits schlafen gehen.

Lake Shikotsu – Mt. Tarumae 05.05.2019

Wir starten heute nicht allzu spät in den Tag, denn wir wollen den Mt. Tarumae besuchen. Da wir aber kein Auto haben, müssen wir zuerst etwa 7 Kilometer zum Ausgangspunkt hinter uns bringen. Maps.me zeigt uns einen Wanderweg an, der nicht über die Strasse führt und wir wollen diesen auskundschaften. Bereits zu Beginn steht auf Japanisch, das wohl der Weg geschlossen ist. Da wir aber schon mal da sind, gehen wir trotzdem schauen. Der Beginn sieht gar nicht so übel aus und führt durch ein ausgetrocknetes Flussbett, wobei wir zwischendurch über einen umgefallenen Baum klettern müssen. Vermutlich gab es da ein paar Erdrutsche. Bald führt der Weg aber aus dem Flussbett und wir können ihn nur noch annehmen. Mit unserem gps können wir zumindest feststellen, dass wir mehr oder weniger auf dem richtigen Weg sind. Aber Weg kann man das nicht mehr nennen, da wir uns bereits durch die Büsche kämpfen müssen und jeder einzelne Schritt muss gut überlegt sein, damit man keinen Misstritt macht. Irgendwie haben wir uns das nicht ganz so vorgestellt und als wir an einen Weg gelangen der wieder mehr nach Erdrutsch als nach etwas anderem aussieht, entscheiden wir umzukehren. So müssen wir noch zusätzliche 1.5 Kilometer bis zur Abzweigung und noch etwas mehr Weg für den Aufstieg über die offizielle Strasse in Kauf nehmen. Aber was solls, denn wir bezweifeln, dass wir auf diesem Weg jemals ankommen werden. Die sogenannten Desaster, wie es die Dame im Visitor Center betitelt hat, haben wohl grösseren Schaden angerichtet als angenommen und obwohl es schon eine ganze Weile her ist, wollte man hier offenbar keinen Effort hineinstecken, um den Weg wieder intakt zu bringen. Als wir bei der Abzweigung zur Strasse in Richtung Mt. Tarumae ankommen, staunen wir nicht schlecht, denn auch diese geteerte Strasse ist für Fahrzeuge gesperrt. Wir machen uns auf den Weg und sind ziemlich glücklich über die Autofreie Strasse. Abgesehen von ein paar Velofahrer, haben wir den ganzen Weg für uns. Der Weg zieht sich aber trotzdem in die Länge und wir sind etwas schockiert, denn hier finden wir für japanische Verhältnisse ziemlich viel Müll an der Strasse liegen. Also Müll hauptsächlich im Sinne von alten Elektrogeräte, wie Röhrenfernseher oder Mikrowellen. Wir nehmen einmal an, dass auf der Insel in Hokkaido ein weniger gutes Entsorgungssystem besteht, als auf der Hauptinsel. Auf der Hauptinsel ist ja alles immer sehr sauber und man sieht nie Müll herumliegen. Was aber für uns auch sehr mühsam ist, dass es sozusagen kaum Abfalleimer gibt. Vorallem beim Campen muss man oftmals den Müll wieder mitnehmen und diesen z.B. bei einem Supermarkt entsorgen, wobei wir uns jeweils nicht sehr wohl fühlen. Aber was will man, wenn man kein Zuhause hat und so den Müll nicht zuhause entsorgen kann? Zudem ist das Abfalltrennungssystem auch etwas speziell, so muss man zum Beispiel den Deckel einer Flasche entsprechend des Materials des Deckels gesondert entsorgen. Naja, wir stellen lediglich fest, dass es hier etwas anders ist, zumindest Mitten im Nirgendwo, was uns auch wieder etwas nachdenklich stimmt. Wir setzen unseren Fussmarsch fort, bis wir den ersten Parkplatz erreichen und staunen nicht schlecht, dass doch die Strasse von der anderen Seite offen ist und hier eine ganze Menge an Fahrzeugen parkieren. Wir können sogar ein paar Autos beobachten, die eigentlich bei der Absperrung weiterfahren wollen, aber dort ist kein Durchkommen. Wir haben auch auf dem Weg keinen Anlass für die Absperrung gesehen – merkwürdig. Nun geht es weitere 2.5 Kilometer etwas steiler über eine Schotterstrasse zum Ausgangspunkt. Ein paar Stunden später stehen wir also am Ausgangspunkt und stellen fest, dass das hier wohl eine Schneewanderung wird. Nun ja, es wird nicht so schlimm wie zuerst angenommen, aber es geht sehr steil bergauf – das meiste aber über Treppen. Hier haben wir das erste Mal eine schöne Aussicht über die Region, da wir endlich aus dem dichten Wald sind. Wir erreichen den Krater nach einer weiteren Stunde und sind nun etwas geschafft. Wir werden aber mit einer herrlichen Aussicht belohnt und sehen sogar ein paar Fumarolen des Kraters. Das ist unglaublich eindrücklich. Zuerst gehen wir auf den höchsten Punkt, wo wir nun im Hintergrund sogar den Mt. Yotei san sehen, der sogenannte Mt. Fuji von Hokkaido. Das ist sehr eindrücklich und wir legen hier unsere wohlverdiente, verspätete Mittagspause ein. Danach gehen wir noch etwas näher zum Vulkan, um die eindrücklichen Fumarolen zu bestaunen, wobei man vom Sulfur die Nase zwischendurch etwas zuhalten muss. Fast ein wenig wie im Yellowstone;-). Obwohl wir schon etwas müde sind, entscheiden wir uns schlussendlich den Vulkan und dessen Krater zu umrunden. Die Aussicht ist aus den verschiedenen Blickwinkeln einfach genial. Danach machen wir uns an den Abstieg und ein paar Stunden später erreichen wir den Campingplatz. Zur Belohnung gönnen wir uns ein kühles Bierchen und eine kleine Cola aus dem Minimarkt nebenan. Als wir wieder bei unserem Zelt sind, kommt der Verkäufer vom Minimarkt und macht uns zu verstehen, dass wir 100 Yen zu viel bezahlt haben und gibt uns diese zurück. Sowas kann auch nur in Japan passieren, und wir sind einmal mehr überrascht von der Ehrlichkeit der Japaner. Auch heute können wir einen schönen Sonnenuntergang geniessen. Heute hat es bereits deutlich weniger Besucher als gestern, wohl weil heute Sonntag ist und einer der letzte Tage der goldenen Woche. Wir hoffen also, dass am bekannteren Lake Toya, den wir morgen besuchen werden, wieder etwas Ruhe einkehrt. Da wir dies möglichst kostengünstig machen wollen und noch nicht genau wissen, was der beste Weg ist, um dorthin kommen, wollen wir den ersten Bus, der um 10 Uhr zurück nach Chitose fährt, erwischen. Das heisst für uns morgen wieder früh aufstehen, da wir wieder einen langen Weg zurück zur Bushaltestelle haben und wir gehen daher relativ früh schlafen.

Lake Shikotsu – Lake Toya 06.05.2019

Etwas vor 7 Uhr stehen wir auf und bereiten unser Frühstück zu. Danach packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Wir müssen heute nur 5 Kilometer laufen, da es noch eine näher gelegene Bushaltestelle gibt, als diejenige beim Visitorcenter. Wir kommen gut vorwärts und sind schlussendlich fast eine Stunde zu früh. Zumindest besser als zu spät und wir wollten einfach keinen Stress, da wir auch nicht sicher waren, wo genau sich die Haltestelle befindet. Als der Bus ankommt, ziehen wir eine Nummer beim Eingang des Busses. Das ist in den japanischen Bussen typisch, wenn man nicht mit der IC-Karte bezahlt. Vorne beim Bus gibt es eine Anzeige mit der entsprechenden Nummer und einem Preis dazu, der sich natürlich verändert je weiter man fährt. Es ist aber noch praktisch, denn so weiss man immer genau, wie viel die Fahrt kostet. Am Ende der Fahrt gibt man die Nummer dem Busfahrer und bezahlt den angezeigten Betrag. In Chitose angekommen, gehen wir wieder in unseren altbekannten Supermarkt und kaufen für die nächsten zwei Tage ein. Wir haben ein paar Transportwege im Internet ermittelt, um zum Lake Toya zu gelangen. Aber alle sind entweder umständlich oder sehr teuer. Auch die umständlichen sind nicht unbedingt billig. Aus diesem Grund suchen wir das Tourismusbüro auf, wobei uns erklärt wird, dass die gerade in der Mittagspause sind und erst wieder um 1 Uhr zurück kommen. Wir wollen jedoch einen günstigen Zug nach Sapporo erwischen, der aber nur alle zwei Stunden fährt. Ob sie uns im Touristenbüro weiterhelfen können, ist ja noch nicht gesagt. Daher suchen wir den Ticketschalter auf, wobei uns eine Dame erklärt, dass die einzige ihr bekannte Möglichkeit der Zug sei, was natürlich auch viel teurer ist, als zuerst nach Sapporo zu fahren und von dort den Bus zu nehmen. Also hüpfen wir auf den günstigen Zug nach Sapporo und suchen dort das Busterminal. Tatsächlich klappt alles wie geplant und auf diese Weise zahlen wir für Bus und Zug zusammen umgerechnet “nur” 30 Franken, anstelle des Zuges für umgerechnet 70 Franken. Die mehrstündige Busfahrt zum Lake Toya ist wunderschön und führt uns sogar durch den Schnee und in die Berge. Glücklicherweise bleiben wir aber nicht in den Bergen, sondern beim Lake Toya geht es wieder einige Höhenmeter hinunter. In Toyamizunoeki, also auf der anderen Seeseite des Hauptorts Toyako Onsen, steigen wir aus. Es hat hier eine kleine Touristeninfo und sogar eine Beraterin, die Englisch spricht. Sie empfiehlt uns den Campingplatz, den wir sowieso ansteuern wollen und klärt ab, was es kostet. 600 pro Person (d.h umgerechnet 11 Franken für beide) ist ein guter Preis, um hier in Japan zu campen und wir entscheiden uns, zwei Nächte zu bleiben. Um den Campingplatz zu erreichen, müssen wir jedoch noch eine Viertelstunde zu Fuss dem See entlang gehen. Der Weg ist eben und sehr schön. Auch hier bekommen wir noch wunderschöne, blühende Kirschbäume zu Gesicht. Als wir beim Campingplatz ankommen, werden wir von einem Mitarbeiter auf Englisch begrüsst, was uns das erste Mal auf einem Campingplatz passiert. Wir gehen ins Büro, wo sich sein Chef befindet, der aber nur japanisch spricht. Der Mitarbeiter macht ein paar Witze über seinen Chef und wir merken, dass die Leute hier viel unkomplizierter sind, als wir das bisher von Japan kennen. Der Chef ist ebenfalls sehr sympathisch und wir merken schnell, dass wir uns auch mit ihm mit Händen und Füssen verständigen können. Da heute offenbar regen gemeldet wurde, offerieren sie uns unter einem der wenigen gedeckten Plätze zu campen, was wir sehr gerne annehmen. Auch von der Ausstattung her ist es der beste Campingplatz, den wir bisher in Japan hatten und zudem der Günstigste. Zum Abschluss unserer Japanreise schätzen wir das sehr. Der Mitarbeiter erklärt uns zudem ausführlich, wie die Abfalltrennung funktioniert, wobei wir uns einfach merken müssen, welche Zeichenkombination was bedeutet. Auf den ersten Blick etwas kompliziert, aber wenn man es einmal verstanden hat und sich die unterschiedlichen Zeichen gemerkt hat, ist es kein Problem mehr. Zumindest ist das hier auch einer der wenigen Campingplätze, wo wir den Müll nicht mitnehmen müssen und irgendwo, schon fast gefühlt “illegal” entsorgen. Es ist schon fast wieder Abend und wir richten uns gemütlich ein. Am Abend beginnt es tatsächlich ziemlich stark zu regnen. Wir verziehen uns zum Kochen in die gedeckte Küche und probieren Japans berühmten Reiswein, Sake. Wir haben schon irgendwo gelesen, dass in den Sommermonaten jeden Abend ein Feuerwerk stattfindet. Das konnten wir so zuerst nicht glauben, aber tatsächlich wird um  20.45 auf der anderen Seeseite ein Feuerwerk losgelassen. Wir können es vom Campingplatz leider nur halbwegs sehen, da es aber regnet, gehen wir auch nicht viel weiter. Offenbar sollte es morgen ja wieder eins geben.

Lake Toya 07.05.2019

Es hat aufgehört zu regnen und der heutige Tag startet mit strahlendem Sonnenschein. Eigentlich wollten wir heute mit dem Bus, der nur alle paar Stunden fährt, nach Toyako Onsen fahren und den Usuzan besteigen. Wir entscheiden uns aber dagegen, nachdem wir genauer recherchiert haben. Es gibt eine relativ teure Seilbahn und leider gibt es bei der Seilbahn keinen Wanderweg. Der einzige Einstiegspunkt ist auf der anderen Seite des Berges und über 10 Kilometer von der Bushaltestelle entfernt. Wir lassen daher den Bus fahren und gehen etwas später zu Fuss los. Der Weg führt entlang des Sees und ist wunderschön. Wir kommen unterwegs an vielen Skulpturen vorbei und an einem hübschen Schrein, der auf einer kleinen Halbinsel des Sees liegt. In der Mitte des Toya See gibt es eine Insel, also einen Berg der aus dem See ragt, was sehr eindrücklich aussieht. Der Toya See ist erst später durch vulkanische Aktivität und Verschiebung der tektonischen Platten entstanden. Offenbar gab es früher sogar eine Ortschaft, die heute durch den neu entstandenen See geflutet wurde. Nach 15 Kilometer erreichen wir schlussendlich die Ortschaft Toyako Onsen, die mit riesigen Hotelkomplexen übersäht ist. Wir gehen etwas ausserhalb der Ortschaft zum Nishiyama Krater hinauf. Hier sehen wir das erste Mal, was Vulkanausbrüche ausrichten können. Das gesamte Gelände wurde beim Vulkanausbruch im Jahre 2000 um 75 Meter angehoben, was die Zerstörung der Hauptstrasse sowie diverser Gebäude zur Folge hat. Die Gegend wurde nicht wieder aufgebaut, weshalb man die Auswirkung noch heute sehr eindrücklich sehen kann. Da bereits schon damals intensive Messungen an diesem sehr aktiven Vulkan durchgeführt wurde, konnte man den Vulkanausbruch voraussagen und es sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Danach gehen wir zurück in das Dorf, wobei wir umgeben sind von den blühenden Kirschbäumen und über den See eine fantastische Aussicht auf den Mt. Yotei san haben, den wir ja bereits vorgestern von der anderen Seite bestaunen konnten. Da wir noch etwas Zeit übrig haben, gehen wir hier zur Touristeninformation, um unseren letzten Tag zu planen. Wir haben herausgefunden, dass es am Morgen einen Direktbus zu den Noberibetsu Onsen gäbe. Der Bus fährt jedoch zur selben Minute ab, wie unser Bus von Mitsunoeki ankommt. Wir fragen, ob es da eine Möglichkeit gäbe, diesen zu erwischen, indem wir irgendwo im Dorf aussteigen. Die Beraterin meint jedoch, dass die Busse pünktlich sind und wir keine Chance hätten, diesen Bus zu erreichen, ausser wenn wir den Bus 1.5 Stunde früher um halb 7 nehmen. Wir sind daher etwas in der Zwickmühle, denn der Bus um halb 7 würde bedeuten, dass wir morgen etwa um 4 Uhr aufstehen müssen, um zu Frühstücken, das Zelt zusammenpacken und zur Bushaltestelle zu laufen. Dazu wäre es auch eine ziemliche kostspielige Übung, um diesen Ort für lediglich ein paar Stunden zu besuchen. Während wir mit dem Bus nach Mitsunoeki zurück fahren, entscheiden wir uns, diesen stress sein zu lassen und morgen mit dem 10 Uhr Bus gemütlich zurück nach Sapporo zu fahren. Im Visitor Center in Mitsunoeki lassen wir den Bus für morgen reservieren, da dies offenbar notwendig ist. Auch wenn diese Beraterin kein Englisch kann, können wir ihr erklären, was wir wollen. Danach gehen wir zurück auf den Campingplatz, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. Wir können sogar noch das eindrückliche Feuerwerk von einer besseren Position als gestern bestaunen, wobei wir uns immer noch fragen, was der Sinn und Zweck von einem täglichen Feuerwerk ist.

Fahrt nach Chitose 08.05.2019

Den heutigen Tag beginnen wir gemütlich und packen unsere Sachen zusammen, damit wir den Bus um 10 Uhr erwischen. In Sapporo nehmen wir den nächsten günstigen Zug nach Chitose und wir machen uns auf den Weg zur Unterkunft. Da es eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche hat, kaufen wir für ein Abendessen mit leckeren Sobanudeln und Gemüse ein. Ansonsten machen wir heute nicht viel und klemmen uns hinter die Planung von Taiwan, wo wir morgen hinfliegen werden.

Flug nach Taiwan 09.05.2019

Um 7 Uhr nehmen wir den Bus zum Flughafen Chitose. Wir haben einen enorm günstigen Flug für umgerechnet 68 Franken nach Taipei mit Peach Airline gefunden. Auch hier wollen sie ein Ausreiseticket sehen, dass wir gestern glücklicherweise noch gebucht haben. In etwas mehr als einem Monat geht es daher weiter nach Indonesien. Klar Taiwan ist ein kleines Land, trotzdem haben wir das Gefühl, wenn wir schon dorthin fliegen, wollen wir eine angemessene Zeit verbringen, um das Land etwas kennenzulernen. Am Flughafen treffen wir lustigerweise noch den Busfahrer von gestern, der ebenfalls für ein paar Tage nach Taiwan fliegt. Das ist ziemlich lustig. Bei Peach Airline ist alles in Violett gestaltet, aber wieder erwarten des Billigfliegers ist es ziemlich bequem und die Sitze sind nicht so eng aufeinander wie bei anderen Fluggesellschaften. Der Flieger der Peach Airline ist fast halb leer und so haben wir eine ganze Sitzreihe für uns, was den vierstündigen Flug sehr gemütlich macht. Wir fliegen pünktlich los und haben einen angenehmen Flug nach Taiwan.


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29.04.2019 – 09.05.2019

Odawara – Tokyo 29.04.2019

Today we say goodbye to our great hostess Aizalene and make our way to Tokyo. Why Tokyo?  Due to the Golden Week, the accommodations in the surrounding area have become rare and, above all, expensive, and since we also felt comfortable in Japan’s second largest city of Osaka, we think we can do that in Tokyo as well. In Tokyo we could book a double room for the next three nights for the equivalent of 50 dollars (cheaper than a dorm for two people), in the surrounding area we would otherwise have to expect 100 dollars upwards. We hope to relax in Tokyo and plan our onward journey. Today we have received the message that both ferry bookings were rejected on 1 May, as already assumed, and we need alternatives. So we head to the big city, where we first have to drive about three hours on the slow and cheapest train. The closer we get to Tokyo Central Station, the more people get in and we’re glad already to get in at the first station. So far, we have never really met crowds in Japan and are almost fascinated by the fact that here it is. Every seat is occupied and people step almost on others feet. Nevertheless, almost everyone stares into his phone. The people here sometimes look a bit fancy. Where in Osaka we saw most people in suit, or in similar simple, non fancy, outfits, you can see the opposite. From the most colorful hairstyles to the fanciest clothes, make-up men with high heels and women who look like they’re directly out of a manga comic – on this train ride we already have the feeling of seeing people of all kinds. After arriving at the bustling Tokyo Central Station, we are just looking for a quiet spot to enjoy our lunch sandwich. But that is not so easy and we sit down on the side of the sidewalk in front of the station. Then we look for the nearest subway station, which should also be somewhere in the huge building. We search for a while, until we find the subway station. Then we drive to our accommodation, where we check in.  Although it is only about 3 pm, we decide not to explore today. We still have some things to figure out, especially how to get to Hokkaido is currently our biggest concern. The next hour we spend with the research of all possible combinations, such as bus and ferry, slow and fast train, ferries from all possible ports, etc. We finally find a bus and ferry combination in three days for about 1000 yen more than we booked the ferry before. But everything is in Japanese and we have to google translate the page. However, the entries must be in Japanese and we always get a message that it does not work. After a few hours we go to the reception and ask the receptionist if she can help us. She tries to make a booking, but says that according to the website until 7 May, everything is fully booked and we therefore can not book. She suggests taking the train to Shinkansen, or booking a flight. She looks for various options, but also has to disappoint us. We still saw a Willer bus advertisement, which route goes north to Aomori and there were several times a day a ferry from there. But we suddenly see that the otherwise expensive Willer bus only goes to the Aomori region, but not to the village. This is still a good 150 kilometers away, and to get there you would have to take the Shinkansen train again. All in all, we would finally come close to the price of the train again. It is to despair. We take a break and go shopping for dinner, where we have a nice view of Japan’s tallest building in the area, the so-called Skytree. After eating a delicious dinner, we continue the research and focus on flights. Because of the golden week it is a lot more expensive, but in the end we find one flight with luggage for about 90 dollars, which is even cheaper than the ferry. However, the flight is only on Saturday morning, at 6 o’clock, which is why we have to spend one more night in Tokyo and additionally one at the airport. However, as this seems to be the only reasonable option, we book this flight and go at midnight tired to sleep, but now relieved to have found a solution.

Tokyo 30.04.2019

We sleep long and enjoy the comfortable bed. It’s rainy today, but after a while we had breakfast and are on the way to the subway station. Underground travel is not that difficult, but still more difficult than in Osaka, since the final destinations are not always the same. Partly continue the subway as a train and we are confused, if not the expected terminus is written. So we stand on the first platform and realize that we probably have to change the platform, because our destination is not written. On the other hand, however, the destination is not written as expected and we are already slightly desperate. We ask one of the officers and he tells us this actually is the right subway and we get a bit confused. In fact, we are arriving at the right place. The first thing we want to do today is to visit a tower, an administration building (Tokyo Metropolitan Government Building) whose admission is free, and we hope to have a nice view as well as to see in which direction the better weather is. First we have to find our way between the dizzying tall buildings, which luckily is pretty easy. At the tower, we first have to pass through a security check before going up to the lift. The view is actually not the best because of the rain, but nevertheless it is impressive how big the city is with all its skyscrapers and how high up we actually are. We sip a coffee and wait until the rain gets a bit less. Then we go back to the Shinjuku region, where the main train station is located. On the way we see homeless people in Japan for the first time. We are quite astonished that even they are organized. Three have settled under a bridge and neatly stowed all their belongings in a trolley and shopping cart.  Arrived in Shinjuku, the chaos really starts. There are just too many people here and everything is covered with neon signs. There is also a big head of a godzilla who spits fire for a while. Another attraction is the robot restaurant, which is completely run by robots and what we have heard about, it is more a show than a restaurant. But you can still order overpriced food if you want. But since the admission costs the equivalent of almost 80 dollars, we don’t go and admire it from the outside. Then we look for a place to have lunch. We find a restaurant, where you can order and pay a menu in front of the restaurant (also with the multi-functional IC card), by pressing the desired button. The menu can then be picked up and either eat in the restaurant or take away. We finally decide to eat in a Ramen restaurant which is serving simple but delicious ramen dishes. Here we try a few specialties and then have a really fully belly, so that we do not need much food for today. We continue our city walk and take the subway to the famous Shibuya Crossing. We only heard about it and have really respect, in front of the huge intersection. There is actually something going on there. First, a few cars (in our view, not many) drive until they get red and then the pedestrians have green. The pedestrian walkway even crosses the street diagonally, although we have already seen this in Japan a few times. The pedestrians are like a giant anthill crawling across the streets and since that looks so funny, let’s take a look at the spectacle from above. But to go in this crowd, we have little desire. It’s already late, which is why we’re heading to the last activity for today. The old Tokyo radio Tower, which was for a long time Tokyo’s tallest tower. We’ll take the subway again, because today we bought a 72 hour ticket, which allows us to travel with all subways in Tokyo during this time. With 1500 yen, just under 15 dollars, this ticket is quite good price. Especially when we consider a ride on the subway already costs 200 yen. Arrived in the area of ​​the Tokyo Tower, it’s really calm here, except for the Tokyo Tower itself and we enjoy the peace. The tower is very impressively built and resembles the Eiffel Tower of Paris enormously. Apart from being red. We stay here for a while and admire the building from the outside, before we drive back to our accommodation, where we spend a cozy evening.

Tokyo 01.05.2019

Today begins with sunshine and we start in the luxury district of Tokyo (Otemachi), where the Imperial Palace is located. We visit the very pretty Imperial Garden, where we stay for about 2 hours. However, we do not see the palace itself and unfortunately we can not visit it, because at the moment is holiday time and there are no guided tours at this time. At least we have heard that. Today, the new emperor is being crowned, which is why the palace is supposed to be a busy time. The garden and the environment here, we like it very well. Now we are hungry and we are looking for something to eat. That’s not so easy, because there is only one luxury cafe or restaurants nearby. Near the second main train station of Tokyo we find a big multilevel store. But even this is only full of luxury shops, although we are quite surprised at its size. Most of it is underground, so that one hardly notice the building from the outside, if one does not know where it is located. Finally, we find a Seven Eleven, where we get something reasonably cheap to eat. Now we want to visit some famous buildings nearby. For this we have to walk underneath the station for a while. It takes us a little longer, because we completely lose the orientation underground and come up twice on the same side again, until we finally take the correct passage. The station is built in the old style, which looks very special between all the modern buildings. We are not astonished when we see a big old bell in the middle of a street playing a melody. We can not pinpoint the purpose, but maybe it’s just the exclusive style. Next we reach an ancient bridge where the kilometer 0 is located. Above this bridge is a multi-lane highway whose pillars are built into the water, which looks pretty crazy. Contrary to other places where the kilometer 0 is located at the beginning of a road and usually on a remote place, here in Japan the kilometer 0, from which the distances are measured, is in the middle of Tokyo. Then we look at one or the other building, where an architect has realized, but for us does not look very special. In this region, it looks as if the police presence (or rather imperial guards) are on the streets quite frequently here. We wait a while and hope that something happens, but our patience has quickly passed and we are in the next subway. After the few hours of the city we look for a greener place and we hope to find the Meiji Jingu Shrine. This Shrine should be located in a large park that serves as a memorial to Emperor and Empress and is one of Tokyo’s most beautiful shrines. When we arrive at the subway station, we almost want to turn around, because it is really very busy. Fortunately, the people are spread out in the park area and we can stroll through it leisurely. Above all, we find the wine barrel storage of the Emperor funny and impressive at the same time. He stores expensive wine for a important visit here at a large wine barrel tower. We walk to the shrine and see an incessant line of people queuing up. We almost fear that this will go to the shrine and if so, we would have to stop here.  Luckily, it’s something else we can not figure out, but we do not really care. The shrine also has many people, but the shrine is also very nicely built and old. We stay here for a while and relax in the park. The time in the city just flies by and it’s almost evening again. We go to the next subway and visit Akihabara, the comic and electronics district, to finish today. Already on the way here we see many people with fancy outfits and much more on the street glazed with neon signs. For a while it has started to rain again, which is why here in the huge crowds it almost comes to an umbrella massacre. Yes, we find Tokyo is different than the rest of Japan, which is probably because of the many people and because it is an international city. The people here are less restrained and a little more ruthless than in the other places. Here it can happen that someone stands on your foot. In return, we do not feel so much like the elephant in the glass house here as in the rest of Japan. Back to Akihabara again. We want to visit the comic shop „Akihabara Radio Kaikan“ and an electronics shop. We are impressed from the beginning on the whole diversity. If we each think that there can not be more or become more blatant, one more thing is added. It is amusing to see what there is and what the Japanese like or just people like. We stroll from floor to floor, but certain articles always repeat. After the 6th floor, we feel like we should be on top soon, but there are 11 floors. On the 10th there is a room where you can play card games. This one is filled. On the 11 floor there is nothing more interesting and we go down the escalators. We have seen enough and have no energy left. Therefore, we make our way to the next subway and drive to our accommodation. Arriving at our accommodation we go shopping and cook a delicious dinner.

Tokyo 02.05.2019

When we wanted to extend our stay in the current accommodation two days ago, this is unfortunately already booked. Therefore, we have to check out and make our way to the new accommodation, which unfortunately costs almost 60 dollars (6000 yen). But it also has pretty good reviews and all the accommodations in Japan, including the cheap ones, have surprised us very positively. We have to change once the subway until we reach the area, where our new accomodation is located. We are probably a bit more remote than the last accommodation, but that does not bother us, because with the subway we are fast and the three-day ticket is still valid. Arriving at the new accommodation, we can store our luggage and then we head to the city. Since it is already noon, we want to visit a park, which we have found on the map, to have lunch there. When we got there, everything is fenced and we would have to pay 400 yen for the entrance, which is not worth for us just having lunch. So, we eat our lunch on a cozy bench in front of the park and continue the city exploration. Also on the map we have discovered a palace, which is very close and we want to see what that is. When  we arrive, security guards appear everywhere, as well as officials to regulate traffic. We are a bit confused and suspect that we will not be able to get in and just take a photo from afar. One of the officials asks us if we are looking for the entrance, what we confirm. He then gives us all the necessary information and shows us the way to the entrance. Once there, we have to queue first and an employee has apparently already discovered us from afar. She speaks to us in English and gives us two English brochures. Everyone else are obviously all Japanese, because they receive the brochure only at the security check. The lady comes back to us and explains personally how the security check works and what the tickets are for. We have now realized that the palace is the one in which the emperor receives his guests. We just want to visit the garden and our personal advisor tell this to the sales staff. We almost fear that she wants to accompany us on the entire visit. She also expresses her thanks for coming to visit the palace (apparently there are few non-Japanese visitors here – we only assume, based on what we see here). She shows us where the official path goes through and suggest to watch a movie first. We decline as we only want to visit the garden and the consideration of the elaborately constructed palace. The palace is built in the style of French Classicism, with a few Japanese influences. It has a pretty fountain and as you would expect a huge garden. After admiring the whole thing for a while, we leave the large area and take a leisurely stroll to the next subway. We drive to the Asakusa stop, which is located on the Sumida River. We have a nice view of the river and a building which roof looks like a golden flame. We want to visit the Senso-Ji Temple here, but are soon overwhelmed by the crowds. There are many small market stalls, where we also find some souvenirs. But it is a bit exhausting. The temple itself does not have fewer people, but the temple itself is very pretty.  Since today is the first day in Tokyo, where it finally does not rain all day, we want to visit the tallest building here, the Skytree, which is located near the last accommodation. As we had not already seen enough people, we plunge into there. But when do you have the chance to enjoy the view from a tower 450 meters above? Yes, exactly, rarely. The Skytree is at 634 meters not only the highest tower in Japan, but the second highest building in the world. The viewing platform is at 450 meters on rank 5 of the highest viewing platforms. The Skytree again has various subway entrances and exits, and we have always been able to take the little-visited exits to our accommodation. Today we see that there is another way, because already the exit to the Skytree is full with people. Phu, that will be funny. Nevertheless, we are not dissuaded from our goal. First, the escalators go up a few floors. Then we stroll through a series of grocery stores, the passage of which runs from a play area with Pokemon and Hello Kittie and leads to the designer restaurants with their well-known exhibited plastic food. We almost wonder how long the path to the entrance can take until we stand in front of the huge sky tree. We already see a long queue from outside and go in. A vendor even wants to sell us a ticket, that we can skip the queue. No, thank you, we have more time than money. He says, we have to wait at least 2 hours until we even can buy the tickets. Well, we guess it takes time, but after 45 minutes, we have the ticket and can move on directly. A high-speed elevator takes us to the first platform, which is already 350 meters high. It is very impressive to see Tokyo from this height at night. We enjoy the view very much. Once we have walked around it, we want to go to the higher platform at 450 meters. Here again is a huge queue that almost leads one time around the tower. We head to the back of the car and wait another 45 minutes until the elevator brings us to 450 meters in a few seconds. The view up here is really breathtaking. After we have made the tour around the tower here, we come to its strange end. Everything is equipped with Barbie and in pink and we can not explain different, as the brand Barbie has probably sponsored something on the tower.  We go back with the elevator, which goes to a platform on 340 meters and has a glass bottom. Once at the bottom, it is already 9 o’clock and we make our way to our accommodation. When we arrive there, the owner says we should not cook here. This although in the accommodation description is a communal kitchen to use offered. This is quite annoying, because we have a little bit of vegetables and eggs to prepare with our Noodlecups. But we have no choice but to boil water and eat noodle cups. Anyway, this is the most expensive accommodation we have in Japan, but also the shabbiest. Of course we are spoiled of all the good accommodation we had in Japan, but if you pay 60 dollars, you are already expecting something. It is neither clean nor the bed is comfortable and the walls are so thin that you can hear everything inside and out. Well, so there are also less perfect accommodations we learn. After the slightly smaller dinner than hoped, we go to sleep.

Tokyo 03.05.2019

We are sleeping today because we know we have a busy night ahead of us. We prepare a small breakfast and leave our luggage at the accommodation. Today we want to explore the region where we are located. The starting point leads us past a fairly old train station. Then the path takes us past a few temples, and then into a larger park. We like the area because it is nicely done and does not look so modern. In addition, there are not as many people as we know from other places in Tokyo. We continue to stroll around a neighborhood that still has small old houses, but looks very nice. There is a nice cafe and teahouse everywhere. Then we arrive at Yanaka-reien, one of the largest and most famous cemeteries in Tokyo. It’s exciting to see how perfect everything is here, and especially how it differs from our culture. Then we reach the next older train station and visit a nice park where we enjoy our lunch. From here we go to the subway and head to the coast. But if we want to go to the tourist region, we would have to buy an extra ticket for a monorail, which we are not up to. Somehow, after these few days, we finally saw enough of Tokyo city and we want to see what this region has to offer. We have probably arrived in the luxury district, because the buildings all look very expensive here and we meet except a policeman nobody on the street. We are looking for a park to go, but the one we find is still under construction. Probably this area will be used for the upcoming Olympics 2020. After wandering through the park for a while, we make ourselves comfortable on a lawn and relax for a while before we go back. When we arrive at our accommodation, we pick up the luggage and take the subway to the nearest station, where we find a connection to the train to the airport. Since our flight to Hokkaido leaves tomorrow at 6 o’clock, we want to stay overnight at the airport. We have heard this is common and the Tokyo airport is suitable to stay overnight. We feel like having a subway sandwich for dinner, but this restaurant is located in Terminal 1. It’s half a world trip to get there and not easy to walk. We are a little surprised that the subway closes at 9pm and most of the shops has already closed and the last flights are already at 22.00. We would not have expected that from Tokyo. But we have half an hour left and enjoy a delicious sandwich. We’ve seen that there are comfortable sofas and seats nearby, and we want to stay here.  No one is here and about 11 o’clock a security officer tells us first in Japanese, then in English that we must go to the first floor and can not stay here. He chuckles all the time as he talks to us, which we find very special. We make ourselves comfortable next to the escalator on a bench where are already a few people. In Japan, the escalators speak with us, as well as the elevators, which is why we are afraid to dream „please hold your hand on the handrail and watch your step“. But that will not happen, because soon some officials will close this area too and tell us that we, as well as several other people, have to sleep further ahead. Since it is not so comfortable there, we blow up our camping mats and sleep for the next 4 hours.

Hokkaido Chitose – Lake Shikotsu 04.05.2019

At half past three we get up and pack our things. We still have to get to the departure gate 3, which is about 30 minutes away. At least we know the way now. When we arrive, we can easily check in and head quickly to our plane. On time at quarter past 6 the plane departs and at 8 o’clock we are already in Hokkaido. We want to spend a few nice days here, but find hardly affordable accommodation except in and around Sapporo. We’ve seen at Google Maps some Japanese references a campsite should be around Lake Shikotsu. We also read somewhere on the internet every few hours a bus goes to this lake. When planning everything was a bit uncertain, but it should work. We ask briefly at the Visitor Center, where we are informed, we should first go to a bus company to buy the ticket. We go but they tell us we have to buy the ticket on the bus. At least they can confirm the departure platform and time. In fact, 15 minutes later, the bus arrives. As we drive into Chitose, it comes up to our minds there are probably hardly any shopping possibilities in this village. We get off at Chitose central station and decide to take the next bus in two hours. The bus driver is a bit confused because we asked him first if he is going to the lake and now he shakes his head. We make it clear with sign language that we want to go shopping before and he lets us get out. When we arrived at the supermarket, we almost run into the glass door, because the supermarket has not yet open. There are quite a few people waiting. At 9 o’clock the door opens and we are standing in a huge department store.  First of all, we have to look for the food section, why we ask two employees with google translator. Luckily they can help us and show us the way. Now we have to go shopping for the next two days and almost go crazy, because we do not find certain things right away and go crazy with our huge backpacks. Suddenly we remember we still need camping gas, otherwise cooking will be useless anyway. While Hanspeter pays and packs our purchase, Manuela goes on a search and is so lucky. She comes past the kitchen section and can buy a very cheap triple pack of gas. So everything together and we have just 30 minutes left until the bus comes. We put down our backpacks and wait at the station. In doing so, we suddenly realize that a huge queue has formed next to us. That is something that is very good in Japan, but we forget sometimes. No matter if you get on the bus, train or subway, there is a mark on the ground so you can get in a row to get in and out of the car. We forgot that, but evidently people forgive us, because they let us get in first anyway. Here in Hokkaido, the cherry blossom has just begun what we notice as we drive through the city. Outside, it looks as if the winter is not quite over yet, because most trees still do not have any leaves. Anyway, the island of Hokkaido looks very different than the rest of Japan – of what we have seen. Not overbuilt and pretty wild, that’s what we see from the bus so far. Arrived at the lake we go first to the visitor center and ask there for campsites. They confirm there is a campsite, but also it is very far to walk there. The direct path we saw on our map was destroyed due to a storm and is not passable, they explain. So we have to take a detour of 7 kilometers with all the luggage, instead of 3 kilometers. The lady is so nice that she calls the campsite and asks if there is space left for our tent. It was quite busy due to the golden week, but we would find a place they ensure.  The campsite owners would expect us and they wish us a good walk. Fortunately, the climate is pleasant enough to tackle this walk. On the way we take a break in the forest to have some snacks and hope the bear is still in hibernation. Finally, we have made the 7 kilometers and we arrive at the campsite. This is absolutely gorgeous located on the lake. The landscape is really impressive, but also the many people who are camping today. The campsite owners do not speak a word of English, but we can reasonably communicate with hands and feet. We book the place for two nights and even find a cozy spot for our tent. Then we enjoy the beautiful place and the view of the lake. We even keep our feet in the water with the hope to swim in this bright sunshine. Soon we realize we have to forget this idea, because the lake is not only cold, but ice cold and therefore it is impossible to go swimming. We just have the feeling that our feet freeze if we keep them in the water for too long. In the evening we admire a beautiful sunset and then we prepare our dinner. As soon as the sun disappears, it gets cold again, but at least not as cold as in Kamikochi. Presumably, it is also due to the tiredness, since we slept last night at the airport not too long and could not catch up much sleep in the plane. Therefore we go to sleep soon.

Lake Shikotsu – Mt. Tarumae 05.05.2019

We start the day not too late, because we want to visit the Mt. Tarumae. But since we do not have a car, we first have to hike about 7 kilometers to the starting point. Maps.me shows us a trail that does not go up the road and we want to explore it. Already at the beginning is a sign in Japanese, which probably means the way closed. But since we are already there, we go anyway. The beginning does not look so bad and leads through a dry riverbed, where we have to climb over some fallen trees in between. Presumably there were a few landslides. Soon, the path leads out of the riverbed and we can only accept it. At least we can say with the gps that we are more or less on the right track. But you can not call this a path anymore, as we already have to fight our way through the bushes and every single step has to be well considered, so that you do not make a mistake. Somehow we did not think so and when we get to a way that looks more like a landslide than something else, we decide to turn around. So we have to take another 1.5 kilometers to the junction and a little more way for the climb over the official road. But heck, we doubt we’ll ever arrive on this path. The so-called disaster, as the Lady in the Visitor Center has titled, have probably caused more damage than we expected and although it is quite a while ago, they obviously did not want to put in an effort here to bring the way intact. When we arrive at the turnoff to the road in the direction of Mt. Tarumae, we are surprised, because even this tarred road is closed to vehicles. We are on our way and are quite happy about the car-free road. Apart from a few cyclists, we have all the way for us. Nevertheless, the road stretches and we are a bit shocked, because here we find quite a lot of garbage on the road for Japanese conditions. So waste mainly in the sense of old electrical appliances, such as tube TVs or microwaves. We assume the island of Hokkaido has a not such a good disposal system than the main island. On the main island everything is always very clean and you never see garbage lying around. But for us it is very tedious that there are hardly any trash bins, so to speak.  Especially when camping you often have to take the garbage with you.Then dispose it at a supermarket, but we do not feel very comfortable. But what do you want, if you have no home and so can not dispose the garbage at home? In addition, the waste separation system is also something special, so you have to dispose the lid of a bottle according to the material of the lid separately, for example. Well, we only realize that it is a bit different here, at least in the middle of nowhere, which makes us think again. We continue our walk until we reach the first parking lot and are surprised that the street is open from the other side and a lot of vehicles park here. We can even see a few cars that actually want to continue at the barrier, but there is no way through. We did not see any reason why it should be closed – weird. Now it is only 2.5 kilometers and a bit steeper on a gravel road to the starting point. A little later we are at the starting point and realize this will be probably a snow walk. Well, it will not be as bad as first thought, but it is going very steeply uphill – but mostly over stairs and through snow. This is the first time we have a beautiful view of the region, as we are finally out of the dense forest. We reach the crater after another hour and are now a bit done. We are rewarded with a magnificent view and even see a few fumaroles of the crater. This is incredibly impressive. First, we go to the highest point, where we even see in the background Mt. Yotei san, the so-called Mt. Fuji of Hokkaido.+ This is very impressive and we put here our well-deserved, late lunch break. Then we go a little closer to the volcano, to marvel at the impressive fumaroles, where you have to close the nose because of Sulfur. Almost a bit like in Yellowstone ;-). Although we are already a bit tired, we finally decide to circle the volcano and its crater. The view is just awesome from the different angles. Then we start the descent and a few hours later we are back at the campsite. As a reward, we treat ourselves to a cold beer and a small Coke from the mini market next door. When we get back to our tent, the seller comes from the minimarket and makes us understand that we have paid 100 yen too much and gives it back to us. This only happens in Japan, and once again we are surprised by the honesty of the Japanese. Even today we can enjoy a beautiful sunset. Today it already has significantly fewer visitors than yesterday, probably because today is Sunday and one of the last days of the golden week. So we hope that the well-known Lake Toya, which we will visit tomorrow, won’t be crowded. Since we want to do this as cheaply as possible and do not yet know exactly what the best way is to get there, we want to catch the first bus that leaves at 10 o’clock back to Chitose. This means that we have to get up early tomorrow, because we have a long way back to the bus stop and therefore we go to sleep relatively early.

Lake Shikotsu – Lake Toya 06.05.2019

A little before 7 o’clock we get up and prepare our breakfast. Then we pack our things together and make our way to the bus stop. Today we only have to walk 5 kilometers as there is a bus stop closer to the campsite than the one at the visitor center. We are making good progress and are almost an hour too early. At least better than too late and we just did not want any hurry as we were not sure exactly where the stop was. When the bus arrives, we pull a number at the entrance of the bus. This is typical in Japanese buses if you do not pay with the IC card. At the front of the bus, there is an ad with the corresponding number and a price, which of course changes the further you drive. But it is still practical, because you always know exactly how much the journey costs. At the end of the journey you give the number to the bus driver and pay the indicated amount. Once in Chitose, we go back to our well-known supermarket and go shopping for the next two days. We have identified a few transport routes on the Internet to get to Lake Toya. But all are either awkward or very expensive. Even the complicated ones are not necessarily cheap. For this reason, we visit the tourist office, where it is explained to us that they are just in the lunch break and come back again at 1 clock. We want to catch a cheap train to Sapporo, which only runs every two hours. Whether they can help us in the tourist office, we don’t know. Therefore, we look for the ticket counter, where a lady explains that the only known possibility is the train, which of course is much more expensive than to drive first to Sapporo and take the bus from there. So we hop on the cheap train to Sapporo and look for the bus terminal. In fact, everything works as planned and in this way we pay for bus and train together converted „only“ 30 dollars, instead of the train for the equivalent of 70 dollars. The multi-hour bus ride to Lake Toya is beautiful and even takes us through the snow and into the mountains. Fortunately, we do not stay in the mountains, but at Lake Toya it goes down again a few meters. In Toyamizunoeki, on the other side of the lake of the main town Toyako Onsen, we get off. It has a little tourist information and even a consultant who speaks English. She recommends the campsite we want to visit anyway and clarifies what it costs. 600 per person (that’s equivalent to 11 dollars for both) is a good price to camp here in Japan and we decide to stay two nights. To reach the campsite, however, we have to walk for a quarter of an hour along the lake. The way is flat and very nice. Here, too, we get beautiful, blooming cherry trees to face. When we arrive at the campsite, we are greeted by a staff in English, which happens to us for the first time at a campsite. We go to the office, where his boss is, but he only speaks Japanese. The employee makes a few jokes about his boss and we realize that the people here are much less complicated than we know from other areas in Japan so far. The boss is also very personal and we realize quickly that we can communicate with him with hands and feet. Since today apparently rain was reported, they offer us to camp under one of the few covered places, which we really accept. Also from the equipment, it is the best campsite, which we had in Japan so far and also the cheapest. At the end of our trip to Japan, we appreciate that very much. The employee also explains in detail how waste sorting works, just remembering which combination of characters at the bins. At first glance a bit complicated, but once you understand it and remember the different signs, it’s no longer a problem. At least this is also one of the few campsites where we do not have to take the garbage and dispose it somewhere, almost „illegal“. It is almost evening again and we settle in comfortably. We stay the rest of the day at the campsite. In the evening, it actually starts raining heavily. We cook in the sheltered kitchen and try Japan’s famous rice wine, sake. We have read somewhere that fireworks take place every evening during the summer months. At first we could not believe that, but in fact at 8.45 pm on the other side of the lake a firework starts. We can only halfway see it from the campsite, but since it rains, we do not go much further. Apparently there should be one again tomorrow.

Lake Toya 07.05.2019

It has stopped raining and today starts with bright sunshine. Actually, we wanted to go by bus, which only runs every few hours, to Toyako Onsen and climb the Usuzan. We decide against it, after we have researched more closely. There is a relatively expensive cable car and unfortunately there is no hiking trail at the cable car. The only entry point for hiking is on the other side of the mountain and about 10 kilometers from the bus stop. Therefore we skip the bus and move on by foot. The path leads along the lake and is beautiful. We pass on the was many sculptures and at a pretty shrine, which lies on a small peninsula of the lake. In the middle of the Toya lake there is an island, so a mountain that protrudes from the lake, which looks very impressive. The Toya lake was later formed by volcanic activity and displacement of the tectonic plates. Apparently, there used to be a village that was flooded by the newly formed lake. After 15 kilometers we finally reach the village of Toyako Onsen, which is littered with huge hotel complexes. We go up to Nishiyama Crater just outside the village. Here we see for the first time what volcanic eruptions can do. The entire area was raised by 75 meters during the volcanic eruption in 2000, which resulted in the destruction of the main road and various buildings. The area was not rebuilt, which is why you can see the impact very impressive today. Since already at that time intensive measurements were carried out on this very active volcano, one could predict the volcanic eruption and no humans came to damage. Afterwards we go back to the village, where we are surrounded by the blossoming cherry trees and have a fantastic view of Mt. Yotei San across the lake, which we were able to marvel at from the other side than two days ago. Since we have some time left, we go here to the tourist office to plan our last day. We found out there would be a direct bus to the Noboribetsu Onsen in the morning. However, the bus departs at the same minute as our bus from Mitsunoeki arrives. We ask if there is any way to catch it by getting out somewhere in the village and wait at another bus stop. However, the counselor says that the buses are on time and we have no chance to reach this bus unless we take the bus 1.5h earlier at half past six. So we are a bit in a conflict, because the bus at half past 6 would mean that we have to get up at 4am tomorrow to have breakfast, pack up the tent and walk to the bus stop. It would also be quite a costly exercise to visit this place for just a few hours. While we go back to Mitsunoeki by bus, we decide not to do this hurry and go relaxed back to Sapporo tomorrow with the 10 o’clock bus. At the Visitor Center in Mitsunoeki we reserve the bus for tomorrow, as this is apparently necessary. Although this counselor does not speak English, we can explain what we want. Then we go back to the campsite, where we spend a cozy evening. We can even marvel at the impressive fireworks from a better position than yesterday, still wondering what the purpose of a daily fireworks is.

Back to Chitose 08.05.2019

Today we start comfortably and pack our things together so we catch the bus at 10 o’clock. In Sapporo we take the next cheap train to Chitose and we make our way to the accommodation. Since it has a well-equipped communal kitchen, we shop for dinner some delicious soba noodles and vegetables. Otherwise, we do not do much today and get stuck in the planning of Taiwan, where we will fly tomorrow.

Flight to Taiwan 09.05.2019

At 7 o’clock we take the bus to the airport Chitose. We found a tremendously cheap flight for just 68 dollars to Taipei with Peach Airline. Again, they want to see an exit ticket that we fortunately booked yesterday. In just over a month, we will continue to Indonesia. Sure, Taiwan is a small country, but we still feel if we fly there, we want to spend a reasonable amount of time getting to know the country. Funnily, at the airport we meet the bus driver from yesterday, who also flies to Taiwan for a few days. That’s pretty funny. At Peach Airline everything is designed in purple, but for a low-cost airline, it is quite comfortable and the seats are not as narrow together as other airlines. The plane of the Peach Airline is almost half empty and we have a whole row of seats for us, which makes the four-hour flight very comfortable. We fly on time and have a pleasant flight to Taiwan.

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