Japan 2: Die japanischen Alpen

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19.04.2019 – 28.04.2019

Nagano 19.04.2019

Es ist erst kurz nach 5 Uhr, als wir in Nagano ankommen. Total verschlafen steigen wir aus dem Bus und stellen fest, dass es ziemlich kalt ist und die Stadt noch schläft. Niemand, aber auch gar niemand ist anzutreffen. Wir machen uns zuerst auf den Weg zur Unterkunft, denn es wurde uns angeboten, obwohl niemand da ist, dass wir unser Gepäck deponieren können. Danach suchen wir einen Ort, wo wir etwas bleiben und gemütlich einen Kaffee trinken können. Unser erstes Ziel ist nämlich die Touristeninformation, aber die hat noch nich so früh geöffnet. Da die Unterkunft hier in Nagano mit 50 Franken enorm teuer ist, wollen wir auf campen ausweichen. Jedoch haben wir sozusagen keine Infos darüber. Die Campingplätze befinden sich nicht gerade um die Ecke, und nur schon die Anreise scheint gemäss unseren Recherchen eine Investition zu sein. Das erste Kaffee am Bahnhof öffnet leider auch erst um 7 Uhr, weshalb wir uns noch etwas um den Bahnhof herumtreiben und erst einmal die schöne bergige Landschaft in der Ferne von Nagano entdecken. Punkt 7 Uhr öffnet das Cafe und wir gönnen uns zum Kaffee noch ein leckeres Frühstücksbrötchen. Die restliche Zeit verbringen wir mit Recherchieren, was wir heute und morgen machen wollen. Punkt 9 Uhr öffnet das Visitorcenter und wir stellen unsere Fragen. Leider wird es ziemlich kompliziert, da die Beraterin kaum Englisch spricht. Sie gibt uns jedoch zu verstehen, dass der Campingplatz in Togakushi, wegen Schnee noch geschlossen ist und zu den anderen, die wir im Internet entdeckt haben, hat sie keine Infos. Sie versorgt uns mit Kartenmaterial und japanischen Busfahrplänen, so haben wir wieder einige Infos mit denen wir an unseren Plänen weiterarbeiten können. Uns ist klar, dass wir in Nagano über das bevorstehende Wochenende nicht bleiben können, da die Preise für die günstigsten Unterkünfte auf 80 Franken pro Nacht klettern. Wir tendieren jedoch morgen trotzdem nach Togakushi zu fahren, wenn auch nur als Tagesausflug. In Nagano gibt es einen bekannten Tempel, den wir noch anschauen wollen. Dies, obwohl wir eigentlich in Kyoto eine Überdosis an Tempel bekommen haben. Um diesen zu erreichen, schlendern wir gemütlich durch die Hauptfussgängerzone und schauen uns etwas in den hiesigen Läden um. Bei einer Bäckerei bleiben wir stehen, da es enorm gut duftet und wir gönnen uns ein leckeres traditionelles Süssgebäck. Das Tempelgelände ist sehr gross und eindrücklich. Wir haben zudem wohl die Hauptkirschblütenzeit getroffen, denn die Kirschblüten sind aus unserer Sicht in voller Blüte. Wir beobachten eine Weile die buddhistischen Bräuche. Vor dem Haupttempel befindet sich ein riesiger Topf, bei welchem die Leute ein Bündel Räucherstäbchen hineinwerfen. Den entstandenen Rauch fächern sie zu sich und reiben sich diesen an einer Körperstelle ein, denn der Rauch soll eine heilende Wirkung haben. Nachdem wir uns eine Weile umgesehen haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg, wobei wir noch weiter Ausschau nach traditionellen Leckereien halten. Wir sehen bei einem Stand kleine Reisbällchen mit einem Seetangblatt umwickelt und fragen mittels Übersetzer, ob diese vegetarisch sind. Wir müssen vegetarisch noch etwas definieren, jedoch bestätigt dies die Verkäuferin und meint, dass Miso (eine Art Gewürz aus der oftmals Suppe gemacht wird) enthalten ist. Das Reisbällchen ist wirklich sehr lecker und wir sind nach wie vor begeistert von der Japanischen Küche (was sich bei Manuela halt aufs Vegetarische beschränkt). Wir sind immer noch ziemlich müde und wollen nicht allzu grosse Sprünge machen. Da wir aber momentan keine andere Möglichkeit sehen, als in der Region zu zelten oder zu couchsurfen, müssen wir noch einen Gaszylinder kaufen. In Osaka gab es diese an jeder Ecke, im hiesigen Shoppingcenter sind wir leider nicht fündig geworden. Wir haben auf maps.me einen Campingladen entdeckt, der aber über 4 Kilometer entfernt ist. Da wir aber gerade nichts anderes vor haben und Gas fürs Campen essentiell ist, entscheiden wir uns dorthin zu gehen. Leider ist Nagano ausserhalb des Stadtkerns ziemlich überbaut und abgesehen von ein paar hübschen Wohnviertel sowie der Weitsicht in die Berge, nicht unbedingt sehenswert. Der Weg entlang der Hauptstrasse zieht sich in die Länge und es scheint hauptsächlich Industriegebiet zu sein. Wir zweifeln schon an, ob am entsprechenden Standort tatsächlich ein Campingladen ist, oder ein Fehler auf maps.me besteht, was durchaus mal vorkommen kann. Wir haben Glück tatsächlich befindet sich ein sehr grosser Outdoorladen in diesem Ort und wir kaufen nebst Campinggas, auch noch einen neuen heruntergesetzten Rucksack. Da wir keine Ahnung haben wie die Busse fahren und wir den Weg jetzt schon kennen, legen wir die 4 Kilometer wieder zu Fuss zurück. Nun ist es bereits 4 Uhr und wir können endlich einchecken. Wir verbringen den restlichen Abend in der Unterkunft und planen den morgigen Tag. Wir schreiben ein paar Couchsurfing Anfragen in und um Matsumoto. Wir haben uns entschieden morgen früh loszuziehen und mit dem Bus nach Togakushi zu fahren. Dort wollen wir ein paar Stunden verbringen, jedoch schauen, dass wir wieder rechtzeitig zurück sind, um nach Matsumoto zu fahren. Wir haben in Matsumoto zwei Campingplätze entdeckt, die gemäss Rezension auf google.maps und Google-Übersetzer geöffnet haben sollten. Es ist zwar etwas ungewiss, denn die Google-Übersetzungen lassen viel Interpretationsspielraum. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass es zumindest bei einem klappen sollte. Da wir morgen schon wieder früh losziehen wollen, um den Tag in Togakushi auszukosten, gehen wir heute nicht zu spät schlafen, auch da wir von letzter Nacht ziemlich geschafft sind.

Togakushi 20.04.2019

Wie wir es uns gestern vorgenommen haben, sind wir bereits um 7 auf den Beinen, damit wir den Bus um halb 9 erwischen. Togakushi liegt in den Bergen und der Bus muss ziemlich enge Strässchen hinaufklettern, was wohl den hohen Buspreis ausmacht, aber auch ein wunderschönes Panorama mit sich bringt. Obwohl wir nicht bis zur Endstation fahren, sind wir doch etwas erstaunt, dass bereits hier ein wenig Schnee liegt. Bei der Bushaltestelle befindet sich der erste Schrein, der wunderschön aus Holz gemacht ist. Danach gehen wir einem Weg entlang, bis wir eine Abzweigung zu einem Tempel erreichen. Wir vermuten schon, dass die Leute im Moment noch eher zum Skifahren als zum Wandern kommen. Wir laufen einem schönen mit Zedern gesäumten Pfad entlang und stapfen immer tiefer durch den Schnee. Wir sind überrascht, dass es hier doch ziemlich viele Leute gibt, die den für sie beschwerlichen Weg durch den Schnee auf sich nehmen, um zum Tempel zu gelangen. Interessanterweise scheinen wir hier aber nahezu die einzigen Ausländer zu sein und werden von sozusagen allen Leuten immer mit einem freundlichen Konichiwa begrüsst. Obwohl der Pfad zu Beginn nur ein Hauch von Schnee aufweist, wird es immer etwas mehr und bevor wir zum Schrein kommen, gehts ein wenig aufwärts. Hier haben die meisten Leute ihre Schwierigkeit, da sie sich wohl nicht so mit Schnee auskennen und es tatsächlich ziemlich rutschig ist. Der Schrein und Tempel sind ziemlich klein, aber es sieht sehr hübsch aus inmitten des Schnees. Wir entscheiden uns einen Wanderweg auszuprobieren. Der Weg ist noch komplett zugeschneit, aber nach ein paar Startschwierigkeiten entdecken wir ein paar Spuren denen wir folgen können. Wir sind ziemlich überrascht, dass es Bären Warnungen gibt. Wir haben gar nicht gewusst, dass es in Japan auch Bären gibt und in den Alpen wohl ein ziemlich häufiges Vorkommen hat. Wir hoffen, dass sich die Bären noch im Winterschlaf befinden. Nach einer Weile wandern, erreichen wir rote Schreintore, wo sich ebenfalls ein See befinden sollte. Den See sehen wir jedoch nicht, der ist komplett zugeschneit. Als wir weiter gehen, hört man Manuela fluchen, denn der Schneeboden ist unter ihr zusammengebrochen und sie steht mit einem Bein im eiskalten Fluss. Ja blöd, denn wegen dem Schnee, konnte sie das zugeschneite Brückchen, das über den Fluss führt, nicht sehen. Jetzt, wo man es weiss, kann man es erahnen. Danach erreichen wir einen zweiten See, der zwar auch zugeschneit ist, aber man zumindest erahnen kann, dass sich hier der See befindet. Wir verspeisen hier unser Mittagessen und geniessen die schöne Aussicht auf die schneebedeckten Bergen. Nun wollen wir noch einen weiteren kleinen Wanderweg in Angriff nehmen, der uns zur Bushaltestelle führen sollte. Hier hat es aber noch mehr Schnee als vorher und das vorwärtskommen ist wirklich beschwerlich. Wir brauchen einiges länger als erwartet und sind natürlich auch noch ein wenig vom Weg abgekommen. Dank Gps finden wir aber den Weg schnell wieder und nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir den dritten See. Wir realisieren jetzt aber auch, dass unser Bus in 15 Minuten fährt, wir aber noch 2 Kilometer und 200 Höhenmeter zu bewältigen haben. Das schaffen wir beim besten Willen nicht und lassen es daher etwas gemütlicher angehen. Wir geniessen zuerst die Aussicht auf den See und machen uns langsam auf zum Abstieg ins Dorf. Da der nächste Bus erst in eineinhalb Stunden fährt und hier die Schneemenge deutlich weniger ist als zuvor, nehmen wir noch einen letzten Wanderweg zum dritten Tempel in Angriff. Wir kommen wunderbar vorwärts und dort angekommen werden wir belohnt, mit einem äusserst eindrücklichen Holztempel. Er ist wunderschön und detailliert gefertigt, was wir so bisher noch nicht gesehen haben. Da er nicht so einfach zu erreichen ist, sind auch sozusagen keine Leute hier anzutreffen, was im Gegensatz zu den Tempel in Kyoto hier ein riesiger Vorteil ist und es so auch viel mystischer wirkt. Danach machen wir uns an den Abstieg über wohlgemerkt 200 Stufen und wir erreichen relativ bald das nächste Dörfchen mit der dazugehörigen Bushaltestelle. Etwa 20 Minuten später kommt der Bus und bringt uns zurück nach Nagano. In Nagano haben wir es jetzt ziemlich eilig, denn wir wollen den günstigsten Zug um 5 Uhr nach Matsumoto erwischen, damit wir hoffentlich noch bei Tageslicht auf dem Campingplatz ankommen. Der nächste günstige Zug wäre erst um 8 Uhr abends. Wir holen unser Gepäck bei der Unterkunft, machen kurz im Supermarkt halt um einzukaufen, damit wir heute Abend auch was zu essen haben und dann geht es schnurstracks zum Bahnhof. Natürlich gibt es vor den Ticketautomat eine riesige Schlange und wir versuchen mit unserer IC-Card durchs Gate zu kommen. Der Aufseher teilt uns jedoch mit, dass die IC-Karte hier nicht akzeptiert wird und wir erklären ihm, welchen Zug wir erreichen wollen. Er meint, dass wir keine Zeit mehr haben, ein Ticket zu lösen, aber dass wir das Ticket im Zug lösen können. Er gibt uns einen kleinen Zettel (wohl mit unserem Startpunkt), den wir dem Schaffner abgeben sollen. Wir fahren eine Station nach Matsumoto Hauptbahnhof und steigen aus. Hier ist es absolut ruhig und es scheint eine Mischung zwischen Industrieviertel und Wohnquartier zu sein. Wir laufen zuerst zwischen Feldern hindurch bevor es den Berg hinauf geht, wo sich einige hübsche kleine Wohnhäuser befinden. Es geht wirklich sehr steil hinauf und wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass es hier irgendwo an dem Hang einen Campingplatz geben kann. Wir erreichen das letzte Haus, wo sich wohl eine Golfanlage gemäss unserer Karte befinden sollte und bevor wir noch die letzten 100 Höhenmeter in Angriff nehmen, wollen wir dort einmal nachfragen. Natürlich sprechen die älteren Leutchen kein Wort Englisch, aber mit Google-Übersetzer können wir ihnen beibringen, dass wir campen wollen. Das sind wohl tatsächlich die Campingplatz Hosts und Golfplatzbesitzer in einem zusammen. Sie zeigen uns eine Preisliste auf japanisch, und zeigen den Preis den wir für ein kleines Zelt zahlen sollen. Das ist mit knapp 30 Franken etwas gesalzen, aber immer noch viel günstiger als irgendeine Unterkunft in der Region. Nach einer Weile realisieren wir, dass sie fragen wollen, wo unser Auto sei. Wir machen ihnen mit Zeichensprache klar, dass wir zu Fuss unterwegs sind. Daraufhin schauen sie sich gegenseitig an und diskutieren etwas. Daraufhin hüpft der Herr in seinen Lieferwagen und gibt uns zu verstehen, dass wir die Rucksäcke hinten drauf packen sollen und Hanspeter vorne einsteigen kann. Die Frau startet das Auto und Manuela kann dort einsteigen. Das ist ein netter Service, dass sie uns nach oben kutschieren, denn es wäre noch steiler geworden als vorher und mit den Rucksäcken daher eine richtige Tortur. Die Frau plaudert die ganze Zeit mit Manuela, obwohl sie weiss, dass Manuela kein Wort versteht. Oben angekommen sind wir total überrascht vom japanischen Campingtourismus. Es hat ziemlich viele Leute, alle mit riesigen Zelten und sehr umfangreicher Ausstattung (aber kein einziger Wohnwagen, nicht wie bei den Amerikanern). Wir werden von einem bei einer Zeltgruppe mit einem breiten “Welcome in Japan” begrüsst, was uns doch bei den sonst scheuen Japaner erstaunt. Wir stellen unser Minizelt, im Vergleich zu den andern, auf und geniessen die tolle Aussicht aufs Tal. Danach kommt unser Nachbar mit seinen Kollegen, der uns vorher so nett empfangen hat, begrüssen und plaudert in einem sehr gebrochenem Englisch mit uns. Er meint, wir sollen später zu ihnen kommen. Wir bereiten unser Abendessen zu, während dieser nochmals zu uns kommt und zu verstehen gibt, dass sie ein Feuer machen und wir dorthin kommen sollen. Es ist sowieso etwas kalt und wir nehmen das Angebot sehr gerne an. Wir plaudern eine Weile mit ihnen, wobei die Sprachbarriere schon merklich ist, aber sie wollen alles wissen, was vielleicht auch etwas am Alkohol liegen mag. Wie dem auch sei, wir geniessen das Lagerfeuer und die nette Gesellschaft, und verbringen einen gemütlichen Abend.

Matusmoto 21.04.2019

Heute packen wir bereits wieder unser Zelt und verabschieden uns von unseren Campingkumpanen von gestern Abend. Diese sind heute tatsächlich ganz schüchtern und bringen kaum ein Wort hervor, also hat es gestern doch am Alkohol gelegen. Wir machen uns am Vormittag auf den Weg zum Bahnhof, aber diesmal zum Glück abwärts und nicht aufwärts. Unterwegs können wir bereits ein paar Kirschbäume (Sakura) bestaunen, die hier in Matsumoto im Moment in voller Blüte sind. Danach fahren wir mit dem Zug eine Station zum Hauptbahnhof und suchen das Touristenbüro auf. Hier können sie im Gegensatz zu Nagano wieder ziemlich gut Englisch und uns wird versichert, dass der Campingplatz in Kamikochi geöffnet hat. Da Kamikochi wieder so ein abgelegenes Bergdorf ist, kostet die Fahrt dorthin und wieder zurück umgerechnet 40 Franken. Dafür können wir für nur 16 Franken campen und die Gegend soll sehr schön sein. Wir entscheiden uns mit dem letzten Zug/Bus um 16.00 Uhr hochzufahren und können den heutigen Tag nutzen, um Matsumoto ein wenig zu erkunden. Matsumoto ist insbesondere für seine eindrückliche Burg bekannt, die wir als Erstes ansteuern. Der Weg führt uns durch das hübsche Städtchen und vorbei an einer lecker riechenden Bäckerei, wo wir unser Mittagessen einkaufen. Danach erreichen wir die eindrückliche Burg von Matsumoto, umgeben von blühenden Kirschbäumen. Wir entscheiden uns, die Burg von Innen anzusehen und erhalten so einmal Einblick in die alten japanischen Traditionen und Artefakte. Das Highlight für uns ist natürlich die tolle Aussicht, die wir oben vom Turm auf die Umgebung haben. Da der Eintrittspreis ebenfalls einen freien Eintritt ins Museum nebenan beinhaltet und wir gerade noch etwas Zeit haben, gehen wir dieses anschliessend besichtigen. Das Museum hat einige sehr alte Relikte, die sehr eindrücklich sind. Hier verbringen wir nicht allzu viel Zeit, denn wir müssen noch für die nächsten zwei Tage einkaufen gehen. Da wir uns nach wie vor in den Supermärkten nicht so zurecht finden, müssen wir genügend Zeit einberechnen. Auch heute ist es nicht anders, klar das Offensichtliche ist schnell gefunden, aber bei spezifischen Sachen in Verpackung suchen wir jeweils eine ganze Weile. Als wir den Supermarkt verlassen, haben wir noch genau 45 Minuten Zeit, um zum Bahnhof zurückzukehren, etwas weiteres zu Kaufen, dass wir vergessen haben, unsere Rucksäcke aus dem Schliessfach zu holen und das Ticket zu lösen. Manuela kommt etwas in Stress, da wir heute Morgen unseren Rucksäcke so sehr ins Schliessfach hinein gequetscht haben, dass sie Manuela kaum mehr herausbringt. Zwei der Zuständigen für die Schliessfächer helfen ihr und bringen die Schliessfachtür schlussendlich auf. Etwas peinlich, aber was solls. Nun ist Hanspeter wieder zurück mit der vergessenen Ware und wir gehen die Tickets kaufen. Nun müssen wir etwas vorwärts machen, aber drücken glücklicherweise gerade den richtigen Knopf, damit wir unser Spezial Ticket nach Kamikochi kaufen können. Glück gehabt und so schaffen wir es gerade rechtzeitig auf den Zug. Mit diesem fahren wir bis zur Endstation, wo wir auf den Bus wechseln, der bereits wartet. Der Bus fährt über enge Bergsträsschen durch etliche Tunnels hinauf. Wir rechneten eigentlich nicht mit Schnee, da ja der Campingplatz offen ist und der andere Campingplatz in Nagano wegen Schnee noch geschlossen war. Als wir jedoch aus dem zweitletzten Tunnel kommen, trauen wir unseren Augen kaum, denn es hat Schnee und das nicht gerade wenig. Jetzt befürchten wir, dass wir noch im Schnee campen müssen und sind etwas verunsichert, ob es eine gute Idee ist, hier oben zwei Nächte zu verbringen. In Kamikochi angekommen hat es tatsächlich noch etwas Schnee, aber wohl wurde einiges an Schnee bereits geräumt. Kalt ist es jedoch ziemlich und wir ziehen unsere Daunenjacken an, bevor wir uns auf den Weg zum Campingplatz machen. Wir haben gerade das Gefühl, dass wir wohl die einzigen Spinner sind, die bei diesen Bedingungen campen, aber jetzt haben wir keine andere Wahl mehr. Auf dem Weg begegnen wir zum ersten Mal ein paar Schneeaffen, was uns gerade sehr aufheitert. Am Campingplatz angekommen hat es auch noch etwas Schnee, aber zumindest stehen ein paar Zelte und die Fläche im Wald, wo wir das Zelt stellen können, wurde Schneefrei gemacht. Tatsächlich ist auch jemand im Büro, so dass wir uns offiziell anmelden und die Campinggebühr bezahlen können. Nachdem wir unser Zelt aufgestellt haben, ist es auch schon dunkel und jetzt wird es richtig kalt, so dass wir nebst Daunenjacke auch Mütze und Handschuhe aufsetzen. In einem Unterstand können wir kochen und nachdem wir etwas warmes im Bauch haben, halten wir es draussen mit einem günstigen Mixgetränk namens Strong Cola / Strong Lemon noch ein weiteres Stündchen aus. Etwa um halb 9 verziehen wir uns jedoch in unser Zelt und kuscheln uns in die warmen Schlafsäcke. Aber auch mit dem warmen Schlafsack ist die Temperatur durch die Nacht grenzwertig.

Kamikochi 22.04.2019

Als die Sonne heute morgen früh auf unser Zelt scheint, bleiben wir noch etwas liegen und geniessen die aufkommende Wärme. Wir brauchen etwas Motivation bis wir aufstehen und das Frühstück zubereiten. Danach besprechen wir, mit welcher Route wir beginnen. Also eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten entweder den Fluss hoch, oder den Fluss runter. Wir entscheiden uns zuerst Flussaufwärts zu laufen und auf dem Rückweg noch den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt, Dakesawa, zu spazieren. Wir gehen daher zuerst ein ganzes Stückchen Flussaufwärts, wobei wir ziemlich schnell durch den Schnee stapfen müssen. Eine Abzweigung deutet an, dass man von hier aus in ein Seitental wandern könnte – jedoch ist es noch zugeschneit und das Schild rät davon ab, diesen Pfad im Moment zu begehen. Als wir aus dem Wald kommen und einen Blick über den Fluss erhaschen können, sehen wir zahlreiche Schneeaffen, Japanmakak genannt, die sich am Flussufer tummeln. Teilweise auch mit ihren Kleinen, was sehr süss aussieht. Als wir weiterziehen, kommen wir plötzlich in hohen Schnee und ob mans glaubt oder nicht, etwas später kommen wir einem Arbeiter entgegen, der mit einer Art Bagger, den Schnee räumt und den Weg wanderfreundlich macht. Nach einer Weile erreichen wir eine Mischung aus tiefem Schnee und Wasser, denn beim heutigen tollen Wetter schmilzt der Schnee ziemlich schnell. Wir hören auch immer mal wieder wie eine Lawine herunter kommt. Da hier kein Durchkommen mehr scheint, stapfen wir durch den hohen Schnee in Richtung Fluss, wo wir eine traumhafte Aussicht auf die umliegende Berge haben und unsere Mittagspause einlegen. Wir wandern anschliessend am Flussbett entlang wieder zurück, bis wir zu einer Brücke gelangen, wo wir auf die andere Seite kommen. Hier wollen wir noch eine Lagune anschauen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sich hier ein kostenpflichtiger Schrein befindet und man die Lagune daher nur gegen Eintritt besuchen kann. Wir setzen den Weg fort, obwohl es scheint, dass ab hier gesperrt ist. Da wir aber kein Japanisch können und wir noch zwei andere Leute auf dem Weg sehen, nehmen wir diesen trotzdem in Angriff. Hier spazieren wir wieder an ganz vielen Schneeaffen vorbei, die unglaublich süss sind und offenbar an Menschen gewöhnt, denn sie lassen sich von uns nicht im Geringsten beeindrucken. Als wir zu der Stelle gelangen, wo der Weg zum Aussichtspunkt wäre, lassen wir das schön bleiben, denn es ist komplett zugeschneit und zudem ziemlich steil. Wir haben dafür weitere Gewässer entdeckt, die sich Flussabwärts befinden sollten. Unterwegs zwischen Schnee und Gewässer bewegt sich etwas und wir entdecken eine kleine, aber schön gemusterte Schlange. Danach kommen wir in den Dorfkern, wo sich offensichtlich alle Touristen aufhalten. Wir setzen den Weg fort, kommen aber wieder zu einer Absperrung, weshalb wir über die offizielle Strasse zu den Seen gehen. Die Strasse ist jedoch ziemlich eng und es gibt keinen Weg für Fussgänger, was uns ziemlich unangenehm wird. Es scheint, als wäre beim Weg zum ersten See kein Durchkommen, der Zweite liegt aber glücklicherweise in der Nähe der Strasse. Hier haben wir einen tollen Ausblick über den See, die umliegenden Bergen und den Vulkan. Wir haben wenig Lust, wieder entlang der Strasse zurück zu gehen und versuchen deshalb, ob wir beim abgesperrten Weg durchkommen. Das geht einfacher als gedacht, wohl wurde der Weg lediglich noch nicht für Wanderungen vorbereitet und man muss daher wieder teilweise durch Schnee gehen. Das stört uns wenig, denn nasse Füsse haben wir sowieso. Wir können so sogar noch die zweite hübsche Lagune anschauen und gemütlich ins Dorf zum Campingplatz zurück spazieren. Auch wenn wir nicht alles machen konnten wie geplant, haben wir einen wunderschönen Tag bei bestem Wetter verbracht und es sehr genossen. Nachdem die Sonne untergegangen ist, wird es wieder kalt, jedoch nicht ganz so kalt wie gestern. Zudem ist der restliche Schnee auf dem Campingplatz geschmolzen und wir verbringen einen angenehmen Abend.

Kamikochi – Shiojiri 23.04.2019

Heute gehen wir weiter nach Shiojiri, welches neben Matsumoto liegt und wo uns eine Couchsurferin von dort angenommen hat. Da das Campen kalt war und wir seit unserer Ankunft in Japan kaum geruht haben, finden wir das eine optimale Gelegenheit etwas zu entspannen. Wir packen daher unser Zelt in Kamikochi zusammen, können noch ein paar der süssen Äffchen beobachten, die sich auf unserem Campingplatz herumtummeln und fahren gegen Mittag mit dem Bus nach Matsumoto. Wir erreichen Shiojiri um 2 Uhr und werden von unserer Gastgeberin, Sayantani (Shiny), herzlich begrüsst. Shiny ist Inderin, reist und arbeitet um den Globus, und im Moment unterrichtet sie Englisch in Japan. Wir plaudern eine Weile mit ihr, danach muss sie jedoch los um zu arbeiten. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag in ihrer Wohnung und erledigen noch dies und jenes. Die einzige Aktivität ausserhalb des Hauses ist, als wir zum Supermarkt gehen und unser Abendessen einkaufen. Auch wenn wir hier in einem ruhigen Vorort sind, läuft ab und zu Musik sowie eine Ansage durch einen Lautsprecher, was ziemlich speziell ist. Um 9 Uhr ist Shiny wieder zurück von der Arbeit und wir plaudern noch zusammen bis spät in die Nacht hinein.

Shiojiri 24.04.2019

Wir haben noch selten so lange geschlafen, aber als wir heute erwachen, ist schon fast Mittagszeit. Shiny ist auch gerade aufgewacht und muss sich schon fast etwas beeilen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Der heutige Tag ist regnerisch, daher nutzen wir ihn, um zu planen und am Blog zu arbeiten. Wir müssen ja irgendwie noch nach Hokkaido kommen und eine Zugfahrt würde sich auf über 200 Franken pro Person belaufen. Busfahren wäre ziemlich mühsam und auch nicht gerade günstig. Jedoch haben wir gesehen, dass es für knapp 100 Franken eine Fähre über Nacht gäbe, die von Tokyo nach Hokkaido geht. Wir wollen diese zuerst über die Fähreigene Website buchen. Es ist ziemlich mühsam, da einige Abschnitte nicht ins Englische übersetzt sind und wir daher die japanischen Zeichen auf Deutsch übersetzen müssen. Nachdem wir nach einer gefühlten Ewigkeit den gesamten Prozess durchgeführt haben, steht, dass wir ein Standby Ticket gebucht haben und wir zuerst eine Bestätigung erhalten würden. Wann wir die Bestätigung kriegen, steht jedoch nirgends. Da wir keine Kreditkartendetails eingegeben haben, versuchen wir es über die Website Directferries, wo es scheint, dass wir die Überfahrt tatsächlich buchen können. Aber auch hier, nachdem wir gebucht haben und Kartendetails eingeben mussten, steht, dass wir eine Bestätigung abwarten müssen. Diese kommt bei europäischen Fähren innerhalb von 48 Stunden und ausserhalb Europa, kann das länger dauern. Vielen Dank, also haben wir keine Ahnung, ob das klappt… Wir haben die Fähre auf den 1. Mai gebucht, welcher Mitten in der goldenen Woche (die grosse Ferienzeit von Japan und dieses Jahr wird noch der neue Kaiser gekrönt, weshalb sich die Feiertage von 5 auf 10 Tage ausdehnen) liegt. Naja, wir sind eigentlich noch zuversichtlich, dass es über die eine oder andere Website funktionieren sollte. Danach recherchieren wir, wie wir zu den fünf Seen, des wohl berühmtesten Berges, Mt. Fuji, kommen und wo wir dort übernachten können. Unterkünfte sind viel zu teuer (ca. 100 Franken umgerechnet), und bei den Campsites sind die Informationen relativ dürftig. Das ist mühsam, denn wir verbringen Stunden im Internet, aber erhalten dennoch keine wirklich brauchbaren Informationen über Campsites, lediglich eine Annonce aus dem Jahr 2010, welche die damaligen Campingpreise auflistet. Die besten Campsites mit Sicht auf Mt. Fuji sind gemäss dieser Information auch erst ab 50 Franken aufwärts erhältlich (das sind auch jene Campingplätze über die man Online etwas finden kann), was wir doch zu viel des Guten finden. Es gibt aber wohl etwas einfachere und abgelegenere, die nicht so viel kosten sollten und wir entscheiden uns, im Dörfchen Fujikawaguchiko einfach mal bei der Touristeninfo nachzufragen. Zum heutigen Abendessen bereiten wir ein paar leckere Soba-Nudeln mit einer Sesampaste zu, was eine Spezialität aus dieser Region ist. Am späteren Abend kommt Shiny nach Hause und wir verbringen auch heute zusammen einen gemütlichen Abend.

Shiojiri – Fujikawaguchiko – Lake Saiko 25.04.2019

Heute heisst es wieder Abschied nehmen von Shiny. Es war wirklich schön und erholsam bei ihr, was wir sehr genossen haben. Um 9 Uhr steigen wir in den Zug nach Kofu, wohin die Fahrt etwa 2 Stunden dauert. Kofu scheint ein hübsches Städtchen zu sein, jedoch sehen wir nicht viel mehr als den Bahnhof. Wir müssen eine gute Stunde warten, bis unser Bus nach Kawaguchiko (das Erste und Hauptdorf der Fuji Seen) fährt. Auch diese Busfahrt dauert rund 2 Stunden und am frühen Nachmittag treffen wir in Kawaguchiko ein. Hier suchen wir zuerst das Touristenbüro auf, um uns über die Transportmöglichkeiten sowie die Campingplätze zu informieren. Wir werden aber enttäuscht, denn die Dame kann uns lediglich sagen, wo es Campingplätze hat (was wir ja schon wissen), hat aber absolut keine Informationen über Preise und Ausstattung. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als dorthin zu gehen. Unser ursprünglich favorisierter Campingplatz ist leider zu weit weg und vorallem muss man noch 4 Kilometer von der letzten Bushaltestelle zu Fuss gehen (der Bus fährt zudem unregelmässig und würde noch weitere 1.5 Stunden dauern). Wir entscheiden uns daher an den Lake Saiko zu fahren und hoffen dort einen geeigneten Campingplatz zu finden. Wir kaufen ein zweitages Busticket, da sich dieses bereits auszahlt, wenn man einmal bis zur Endstation fährt. Die Fahrt mit dem Bus ist super schön und wir werden schon ganz aufgeregt, als der oftmals bedeckte Mount Fuji sich ein wenig zwischen den Wolken zeigt. Die Busfahrt geht zuerst entlang des Lake Kawaguchiko und anschliessend an den ruhigen Lake Saiko. Wir fahren entlang des linken Seeufers bis zum Ende des Sees, hier fährt der Bus noch etwas weiter, kommt dann aber wieder zurück und kehrt über das rechte Seeufer, wo unser potenzieller Campingplatz liegt, wieder zurück nach Kawaguchiko. Auch für diese Fahrt sind wir über eine Stunde im Bus. Der erste Campingplatz scheint verlassen und bei näherem hinschauen steht, dass der Camping nur am Wochenende geöffnet hat. Wir haben gesehen, dass es nebenan einen weiteren Campingplatz geben soll. Hier treffen wir sogar auf jemanden und wir sind zuversichtlich. Wir brauchen jedoch eine Weile, bis wir vermitteln können, dass wir campen wollen. Die ältere Frau holt daraufhin eine noch ältere Frau, vermutlich ihre Mutter, die uns ohne Punkt und Komma auf Japanisch zu textet. Wir machen ihr verständlich, dass wir sie nicht verstehen, dass interessiert sie aber wenig und spricht weiter. Wir fragen daher nochmals mittels Übersetzer, ob wir hier campen können und jetzt beginnt sie etwas aufzuschreiben. Aber in japanischer Schrift, was wir genau so wenig lesen wie verstehen können. Die jüngere Frau schreibt das morgige Datum und wir können schliesslich übersetzen, dass auch dieser Campingplatz erst ab morgen geöffnet ist. Heute geht partout nicht. Wir fragen, ob es hier noch einen Weiteren gibt. Daraufhin überlegen beiden zuerst und bestätigen dies anschliessend mit “Hai” und zeigen über die Strasse. Wir sind langsam etwas verzweifelt und finden es ziemlich mühsam, da sich auf der anderen Seite nur eine Art Resort befindet. Wir gehen ans andere Ende des winzigen Dörfchens, wo wir auf Google Maps einen “Autocamp” eingezeichnet haben. Hier haben wir wohl Glück, denn wir sehen ein paar Autos sowie einige Zelte und sind nun wieder etwas entspannter. Die Besitzer können sogar ein paar wenige englische Wörter (der Rest geht wieder mit Zeichensprache und Google Übersetzer) und sie teilen uns mit, wo wir campen können. Für 1000 Yen (knapp 10 Franken) pro Person und Nacht dürfen wir unser Zelt nahezu direkt am See aufstellen. Nachdem wir uns gemütlich eingerichtet haben, nehmen wir den nächsten Bus und fahren nochmals um den See bis ans westliche Ende, wo wir einen guten Blick auf den Mt. Fuji haben. Als wir ankommen ist der Berg noch in Wolken, jedoch lösen sich diese mehr und mehr auf. Nach etwa einer Stunde hat der Mt. Fuji sozusagen nur noch einen kleinen Wolkenhut und wir können die tolle Aussicht geniessen. Da das Strässchen nicht Fussgängerfreundlich ist, entscheiden wir uns, den letzten Bus zu schnappen und zurück zu unserem Campingplatz zu fahren, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. Heute ist es erstaunlich mild und wir können daher den Abend und die Nacht so richtig geniessen.

Fuji Five Lakes 26.04.2019

Heute weiss das Wetter nicht so recht was es will, weshalb wir auch etwas Entscheidungsschwierigkeiten haben. Den Fuji haben wir ja gestern bereits wunderschön gesehen und heute sieht es danach aus, als wäre er in den dicken Wolken verborgen. Wir haben mit der gestrigen Busfahrt festgestellt, dass es noch einige Höhlen in der Nähe gibt und entscheiden uns diese zu besuchen. Es gibt ein Kombiticket für zwei Eishöhlen, die beide ziemlich beeindruckend sind. In der ersten Höhle wurden jeweils die Seidenraupenlarven gehalten, um die Seidenproduktion anzukurbeln. Die Japaner haben herausgefunden, dass die Raupen in kalter Umgebung mehr Seide produzieren. In der zweiten Höhle müssen wir zwischendurch krabbeln, da sie so niedrig ist, was aber noch lustig ist. In beiden Höhlen hat es beeindruckende Eis Skulpturen, weshalb wohl die Temperatur entsprechend niedrig ist. Danach fahren wir mit dem Bus an den Lake Motosu. Die Aussicht von diesem See aus wurde auf dem 100 Yen Schein abgebildet und wir möchten natürlich dieses Bild in der Realität sehen. Der Bus hat seine Endstation am Anfang des Lake Motosu und wir entscheiden uns, trotz des in Nebel eingehüllten Mt. Fuji, den etwa 4 Kilometer langen Marsch auf die andere Seeseite in Angriff zu nehmen. Wir haben fortan einen schönen Blick auf den See, aber der Mt. Fuji will sich partout nicht zeigen. Eigentlich wollten wir noch einen Wanderweg zum Lake Shoji in Angriff nehmen. Bei genauerem Hinsehen stellen wir aber fest, das wir über einen Tunnel gehen müssten und der auf maps.me eingezeichneten Weg nicht offiziell ist, somit eventuell gar nicht existiert. Da das Wetter immer noch zu wünschen übrig lässt und auch noch so ein kalter Nieselregen eingesetzt hat, entscheiden wir uns stattdessen wieder zurück zur Bushaltestelle zu spazieren. Denn wir müssen ja auch aufpassen, dass wir nicht den letzten Bus verpassen, welcher bereits ziemlich früh fährt. Entgegen der sonst so pünktlichen Japaner, hat dieser Bus über eine halbe Stunde Verspätung, was uns doch etwas irritiert. Aber schlussendlich kommt der Bus. Da wir noch etwas einkaufen sollten, fahren wir bis Kawaguchiko, wo es den ein oder anderen kleinen Supermarkt gibt. Beim Warten auf den Bus, haben wir mit einem Niederländischen Pärchen geplaudert und die haben uns beim Aussteigen ihren Zweitagespass geschenkt. Das freut uns natürlich sehr, denn unser Zweitagespass wäre ja morgen nicht mehr gültig und sie meinen, dass sie heute das letzte Mal mit dem Bus gefahren sind. Nachdem wir alles notwendige eingekauft haben, fahren wir mit dem letzten Bus zu unserem Campingplatz. Heute bleiben wir nicht so lange auf, denn die Temperatur ist merklich gesunken. Wenn man den Wettervorhersagen glauben kann, ist der Temperaturunterschied von gestern auf heute Nacht 10 Grad, weshalb diese Nacht um die 0 Grad sein wird. Wir entscheiden uns daher, dass das der letzte Tag hier sein wird, denn morgen werden die Temperaturen nicht besser sein. Wir möchten eigentlich nach Hakone gehen, aber da morgen die ominöse goldene Woche beginnt, finden wir keine Unterkunft unter 100 Franken, auch nicht in der Nähe. Wir haben es noch mit Couchsurfing versucht und im Internet nach Campingplätze gesucht, beides ist aber bisher nicht so ergiebig. Bei den Campingplätzen ist jeweils die Erreichbarkeit ein Problem und man findet kaum nützliche Angaben, ob es sich tatsächlich um einen Übernachtungscampingplatz handelt oder um einen in Japan verbreiteten Tagescamping. Wir haben daher keine Ahnung, wohin es morgen geht und wir sind etwas müde vom Recherchieren, und warten den morgigen Tag ab.

Fujikawaguchiko – Odawara 27.04.2019

Heute hören wir bereits ab 5 Uhr in der früh Lärm auf dem Campingplatz und merken ohne aus dem Zelt zu kriechen, dass wohl die goldene Woche heute tatsächlich beginnt. Als Hanspeter aus dem Zelt kommt, um das Frühstück zuzubereiten, ist er bereits völlig erstaunt über die vielen Leute. Manuela packt währenddessen die Sachen im Zelt zusammen und kriecht 10 Minuten später ebenfalls aus dem Zelt. Von weitem hat Hanspeter eine Familie beobachtet, die bereits auf unserem Campingbereich parkiert hat (da das Campingfeld so gross ist, kommt unser Zelt enorm klein vor) und die gute Frau schleicht um unser Zelt. Als Manuela den Reissverschluss öffnet und herauskommt, schreckt die Dame zurück und rennt zum Wagen. Daraufhin spricht ihr Mann Manuela an, zuerst auf Japanisch, – sie antwortet mit einem breiten Konichiwa, versteht aber den Rest nicht -, danach fragt er auf Englisch, ob sie denn Japanisch spreche, was sie natürlich verneint. Manuela hat sich schon gefreut, dass mal ein Japaner einfach so mit ihr zu sprechen beginnt, denn das passiert sozusagen nie. Es scheint, als müsse er Anlauf holen und überwindet sich schlussendlich zu fragen, ob wir heute den Campingplatz verlassen. Ach darauf, läuft das hinaus… Manuela bestätigt dies und er sagt was von Check out 11. Ja das wissen wir, aber es ist erst 8 Uhr. Sie teilt ihm mit, dass wir den ersten Bus um 10.15 erwischen wollen, also sind wir sicher um 10 Uhr weg. Wenn sie aber aufbauen wollen, dürfen sie das selbstverständlich, Platz ist ja genug da. Der Mann scheint glücklich über die Antwort zu sein und bedankt sich ganz euphorisch. Ja die Japaner, schüchtern wie sie sind und plaudern nur, wenn es nicht anders geht. Hanspeter hat das Ganze von Weitem beobachtet und findet es enorm lustig. Danach frühstücken wir gemütlich und bauen unser Zelt ab. Die Familie nebenan hat ihr riesiges Zelt bereits aufgebaut, aber wie gesagt Platz hats genug für zwei Zelte und ein grosses Auto. Wir winken der Familie zum Signalisieren, dass wir gegangen sind und warten auf den Bus. Da wir für heute ja zwei gratis Tageskarten haben, wollen wir um den touristischen Kawaguchiko-See mit dem Bus fahren. Das Wetter ist leider nicht so gut, und entgegen unserer Erwartung wird es während der Fahrt nicht besser, sondern schlechter. An der Endhaltestelle des roten Kawaguchiko Busses steigen wir aus und es regnet. Deshalb entscheiden wir uns einen Kaffee trinken zu gehen und wir gönnen uns einen Muffin. Das Wetter wird tatsächlich nicht besser, der Fuji zeigt sich also gar nicht und mit dem Mittagsbus fahren wir zum Bahnhof zurück. Wir haben erfreulicherweise noch eine Nachricht auf Couchsurfing von Aizalene, einer Philippinin, erhalten, die uns für die nächsten zwei Tagen in Odawara aufnehmen kann. Wir haben eine ziemliche Strecke mit Bus und Zugfahrt vor uns, da aber das Wetter so schlecht ist, stört es uns kaum. Wir fahren zuerst eine lange Strecke mit dem Bus nach Gotemba, wo wir auf den Zug umsteigen müssen nach Minami Ashigara. Hier müssen wir nochmals umsteigen und haben zuerst wieder unsere Schwierigkeiten den richtigen Zug zu finden, da der Fahrplan nur auf Japanisch angeschrieben ist. Ein Schaffner weist uns jedoch auf den richtigen Zug und wir sind auf dem Weg nach Odawara. Um 5 Uhr kommen wir an. Hier sind wir ganz erstaunt über die vielen Leute und fühlen uns fast ein wenig überfordert. Da wir heute vor lauter Reisen, ausser dem Muffin und Frühstück, nicht zum Essen gekommen sind, grummelt unser Magen. Es hat ein riesiges bahnhofeigenes Einkaufszentrum, dessen Essen aber schwer zu identifizieren ist und mit den Rucksäcken eine ziemliche Herausforderung darstellt, überhaupt durchzukommen. Wir erreichen schlussendlich eine uns bekannte Bäckerei, wo wir ein paar leckere Brötchen mit Füllung kaufen. Nun hat uns Aizalene geschrieben, dass sie fertig mit Arbeiten ist und wir uns am Bahnhof treffen können. Sie begrüsst uns herzlich und wir gehen zusammen, zu ihr nach Hause. Unterwegs kommen wir an einem modernen Parkhaus vorbei. Hier werden die Fahrzeuge doch tatsächlich mit einem Lift auf die einzelnen Etagen verteilt. Nachdem wir uns bei ihr gemütlich eingerichtet und ein wenig ausgetauscht haben, suchen wir den nächsten Supermarkt auf, um für das Abendessen einzukaufen. Hanspeter bereitet danach eine leckere Tortilla zu und wir plaudern eine Weile bis wir schlafen gehen.

Hakone 28.04.2019

Heute stehen wir früh auf, denn wir wollen die Ortschaft Hakone besuchen. Da wir nicht genau wissen, wo der Bus fährt, steuern wir zuerst das Visitor Center an. Hier gibt es verschiedene Bus-/Zug Tickets, denn das Gebiet ist sehr weitläufig. Die Dame am Schalter erklärt uns, dass wir heute den touristenreichsten Tag des gesamten Jahres erwischt haben. Der Sonntag zu Beginn der goldenen Woche. Daher rät sie uns ab, mit dem Bus aus der Stadt zu fahren, da wohl viel Stau zu erwarten sei. Wir können aber einen Zug nach Hakone Yumoto nehmen und von dort mit dem Bus an den See fahren. Die Wanderung zum Krater ab Gora ist leider wegen vulkanischer Aktivität gesperrt. Die Seilbahn hinauf ist enorm teuer und wir müssen mit langer Wartezeit rechnen. Wir kaufen also keinen der Buspässe und entscheiden uns an den Ashi See zu fahren und anschliessend nach Hakone Yumoto zurück zu wandern. Der Bahnhof scheint heute noch überfüllter als gestern zu sein, aber im Zug haben wir glücklicherweise noch Platz. In Hakone-Yumoto angekommen schauen wir uns um, wo der Bus fährt. Nach einer Weile finden wir eine Bushaltestelle mit diversen Abfahrts Plattformen. Bei einer scheint eine riesige Warteschlange zu sein – uns schwant nichts Gutes. Während wir so ratlos aus der Wäsche schauen, fragt uns ein Kondukteur, wo wir hinwollen. Wir teilen ihm das mit und er zeigt nach hinten auf die Schlange, und wirft ein entschuldigendes “Sorry, it’s a busy time” nach. Wir stehen also an und denken, dass das hier schon vorwärts geht. Denkste, als der erste Bus kommt, ist dieser schon mehr als halb voll und nur eine Handvoll Leute haben darin Platz. Wir vermuten, dass wir noch einige Stunden warten müssen und entscheiden uns daher, die etwa 10 Kilometer und 800 Höhenmeter für den Hinweg zum See zu Fuss auf uns zu nehmen. Also wandern wir los. Am Anfang führt der Weg durchs hübsche Dörfchen inmitten der Hügeln im Grünen, danach eine kurze Zeit steil eine Strasse hinauf. Wir müssen eine Weile entlang einer Strasse ohne Gehsteig laufen, was etwas mühsam ist, aber glücklicherweise ist diese nicht stark befahren. Danach geht es in den Wald hinein und wir wandern abwechselnd über die alte Pflastersteinstrasse durch den Wald und der neuen Strasse entlang. Der Weg ist sehr schön und nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit aufwärts gegangen sind, haben wir eine tolle Weitsicht. Vermutlich sehen wir sogar bis zur Grossstadt Tokyo, was wir anhand der Wolkenkratzer in der Ferne erahnen. Beim See angekommen gönnen wir uns zuerst einmal unser Mittagessen, etwas Toast mit Käse und Schinken. Da alle Sitzbänke besetzt sind, setzen wir uns zwischen ein paar Fischersleute auf die Steintreppe am See. Während wir gemütlich unser Toast verzerren, kommt eine Frau von den Fischersleuten zu uns und hält uns zwei Becher mit Kaffee hin. Die nehmen wir dankend (Arigato) an und sind gerade ziemlich überwältigt von dieser Freundlichkeit. Nicht zuletzt da wir gerade noch diskutiert haben, eventuell in einem Restaurant oder im Seven Eleven einen Kaffee zu holen. Wir schauen den Fischersleute noch eine Weile beim Fischen zu, und man kann teilweise die grossen Fische sogar mit blossem Auge erkennen. Danach laufen wir entlang des Sees, wo wir schlussendlich in einen hübschen Park gelangen. Im Garten des Parkes können wir noch ein paar Koi-Fische entdecken. Wir haben traumhaftes Wetter heute und können von hier, aber auch vorhin beim See, den Mt. Fuji ohne Wolken klar im Hintergrund sehen. Das hat schon fast Postkartencharakter. Wir geniessen die Aussicht sehr. Nun ist es aber bereits wieder an der Zeit, an den Rückweg zu denken. Da wir nicht den gleichen Weg zurückgehen wollen, den wir gekommen sind, nehmen wir einen längeren Weg in Angriff. Da das erste Stück über die stark befahrene Hauptstrasse führt, laufen wir einen Umweg, so dass wir schlussendlich nur noch einen halben Kilometer ohne Gehsteig am Strassenrand gehen müssen. Hier haben wir jedoch den Weg ganz für uns. Zuerst erreichen wir einen See und danach führt der Weg in den Wald hinein, wo wir keine Menschenseele mehr antreffen. Leider sind die Aussichtspunkte auf diesem Weg rar, aber der Weg ist trotzdem hübsch. Die im Moment fallenden Kirschblüten machen die Stimmung perfekt. Wieder zurück in Hakone Yumoto sind wir ziemlich geschafft, denn wir haben ja schliesslich fast 30 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Natürlich hat es so viele Leute im Zug, dass wir unsere müden Beine nicht einmal entspannen können. Wie dem auch sei, die Zugfahrt ist nicht sehr lange. In Odawara angekommen ist es schon fast Abend und wir besichtigen noch kurz die hübsche Burg von aussen. Als wir bei Aizalene eintreffen hat sie bereits ein leckeres Abendessen mit Tofu und Gemüse zubereitet, was besonders nach diesem langen anstrengenden Tag einfach nur köstlich ist.


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19.04.2019 – 28.04.2019

Nagano 19.04.2019

It is only shortly after 5 am when we arrive in Nagano. Totally tired, we get off the bus, where we realize it is quite cold and the city is still asleep. Nobody seems to be around. We make our way first to the accommodation, because they offered to us, although no one is there, to store our luggage. Then we look for a place where we can stay and have a nice coffee. Our first destination is the tourist office, but it’s not open so early. Since accommodation here in Nagano with 50 US Dollar is enormously expensive, we would like to go camping. However, we have no info if the campsites are open, how much it costs and how to reach. The campsites are not just around the corner, and only the arrival seems to be an investment according to our research.  Unfortunately, the first cafe at the station does not open before 7 o’clock, which is why we drive around the station and discover the beautiful mountainous landscape in the distance of Nagano. Punctual at 7 o’clock opens the cafe and we treat ourselves to the coffee with a delicious breakfast sandwich. The rest of the time we spend researching what we want to do today and tomorrow. Point 9 am the Visitor Center opens and we ask our questions. Unfortunately, it gets pretty complicated as the counselor barely speaks English. She tells us, however, that the campsite we wanted to visit in Togakushi is closed for snow, and she has no information about the others we’ve discovered online. She provides us with maps and Japanese bus timetables, so we have some more information with which we can continue working out our plans. We realize we can not stay in Nagano for the upcoming weekend, as the prices for the cheapest accommodations climb to $ 80 a night. However, we still tend to go to Togakushi tomorrow, even only as a day trip. Nagano has a well-known temple we want to visit. This, even though we actually got an overdose of temples in Kyoto.  To reach it, we stroll comfortably through the main pedestrian area and look around a bit in the local shops. At a bakery we stop, because it smells very good and we treat ourselves to a delicious traditional sweet pastry. The temple area is very large and impressive. In addition, we have probably met the main cherry blossom time, because the cherry blossoms are in our view in full bloom. We observe the Buddhist customs for a while. In front of the main temple is a huge pot where people throw in a bundle of incense sticks. They fanned the resulting smoke and rub it against the body, because the smoke is said to have a healing effect. After looking around for a while, we head back home, looking for more traditional treats. We see small rice balls wrapped in a seaweed sheet at a stall and ask the translator if they are vegetarian. We still have to define something vegetarian, but this confirms the saleswoman and says that Miso (a kind of spice often made from soup) is included. The rice balls are really delicious and we are still thrilled with the Japanese cuisine (which is limited to vegetarian at Manuela). We are still pretty tired and do not want to make big jumps.  But since we currently see no other option than to camp in the region or to Couchsurfing, we still have to buy a gas cylinder. In Osaka there was this on every corner, in the local shopping center we unfortunately did not find anything. We have discovered on maps.me a camping shop, but over 4 kilometers away. But since we have nothing else to do and gas is essential for camping, we decide to go there. Unfortunately, Nagano is quite overbuilt outside the city center and apart from a few pretty residential areas as well as the far-sightedness into the mountains, not necessarily worth seeing. The road along the main road is elongated and it seems to be mainly industrial area. We already doubt if there is a camping shop at the location, or there is a mistake on maps.me, which may happen. We are lucky indeed there is a very large outdoor shop in this place and we buy Campinggas, as well as a new lowered backpack. Since we have no idea how the buses go and we already know the way, we put the 4 kilometers back on foot. Now it is already 4 o’clock and we can finally check in. We spend the rest of the evening at the property and plan tomorrow. We are writing some couchsurfing requests in and around Matsumoto.  We decided to go tomorrow morning and take the bus to Togakushi. There we want to spend a few hours, but look that we are back on time to go to Matsumoto. We’ve found two campsites in Matsumoto that should have opened according to some reviews on google.maps and Google translators. It is somewhat uncertain, because the Google translations is not exact and gives some space for interpretation. However, we are confident it should at least work for one. Since we want to leave early tomorrow to enjoy the day in Togakushi, we do not go to sleep late today, also because we are quite exhausted from last night.

Togakushi 20.04.2019

As we planned yesterday, we get up already at 7, so we catch the bus at half past 9. Togakushi is located in the mountains and the bus has to climb quite narrow streets, which is probably why the bus is so pricy, but we also have a beautiful panorama. Although we do not drive to the final station, we are a bit surprised there is already some snow here. At the bus stop is the first shrine, beautifully made of wood. Then we walk along a path until we reach a turnoff to a temple. We suspect that people are more likely to go skiing than hiking at the moment. We walk along a beautiful cedar-lined path and trudge deeper and deeper through the snow. We are surprised there are quite a few people here who take the difficult path through the snow to reach the temple. Interestingly, however, we seem to be almost the only foreigners here and are greeted by all sorts of japanese (asian) people, with a friendly Konichiwa. Although the trail has only a hint of snow at the beginning, it always gets a bit more and before we get to the shrine, the path goes uphill a bit. Here is where most people struggling it seems, as they are probably not so familiar with snow and it is actually quite slippery. The shrine and temple are quite small, but it looks very pretty in the middle of the snow. We decide to try a hiking trail. The path is still completely snowed, but after a few problems in finding the track, we discover a few traces we can follow.  We are pretty surprised that there are bear warnings. We did not know, that bears exist in Japan and probably a very common occurrence in the Alps. We just hope the bears are still in hibernation. After a while, we reach red shrine gates, where a lake should be. However, we do not see the lake, it is completely snowed. As we go further you hear Manuela swear, because the snow ground has collapsed under her and she stands with one leg in the freezing cold river. Yes, annoying, because of the snow, she could not see the snow-covered bridge that leads across the river. Now when we know it, we can guess it. Then we reach a second lake, which is indeed snowed, but at least we see the lake. Here we eat our lunch and enjoy the beautiful view of the snow-capped mountains. Now we want to tackle another small trail that should lead us to the bus stop. But there is more snow than before, and to move on is really tough. We need a lot longer than expected and of course mislead the way. Thanks to Gps we find the way quickly again and after a felt eternity we reach the third lake. Now we realize our bus leaves in 15 minutes, but we still have to make 2 kilometers and 200 meters difference in altitude. We can impossibly do that and therefore we take things a little easier. We first enjoy the view of the lake and slowly make our way down to the village. Since the next bus leaves only in one and a half hours and the amount of snow is significantly less than before, we do one last hiking trail to the third temple. We can wonderfully walk here and arrived on the place we are rewarded, with a very impressive wooden temple. It is beautiful and detailed crafted, which we have not seen so far. Since it is not so easy to reach, no people are here, which in contrast to the temples in Kyoto, is a huge advantage here and it also looks much more mystical. Then we start the descent over mind 200 steps and we reach relatively soon the next village with the bus stop. About 20 minutes later the bus arrives and brings us back to Nagano. In Nagano we are in a hurry now, because we want to catch the cheapest train at 5 o’clock to Matsumoto, so we hopefully arrive in the daylight at the campsite. The next cheap train would be at 8 o’clock in the evening. We pick up our luggage at the accommodation, stop in the supermarket to shop, so we have something to eat tonight and then we go straight to the train station. Of course there is a huge queue in front of the ticket machine and we try to get through the gate with our IC card. However, the supervisor informs us that the IC card is not accepted here and we tell him which train we want to reach. He says we do not have enough time to buy a ticket on the machine. But we can buy the ticket on the train and he gives us a little note (probably with our starting point), which we should give the conductor. We drive one station after the Matsumoto Central Station and get off. Here it is absolutely quiet and it seems to be a mixture between industrial district and residential district. We first walk between fields before going up the hill, where are some pretty little houses. It really goes up very steep and we can not imagine with the best will, there is a campsite somewhere on the hillside. We reach the last house, where a golf course according to our map should be located and before we tackle the last 100 vertical meters, we want to ask there. Of course the elderly couple do not speak a word of English, but with Google translators we can explain them we want to camp. These are the campsite hosts and golf course owners at once. They show us a price list in Japanese, and point to the price we should pay for a small tent. This is a bit expensive with almost 30 USD but still much cheaper than any accommodation in the area. After a while, we realize they want to ask where our car is. We explain with sign language that we are walking. They look at each other and discuss something. Then the gentleman jumps into his pickup and tells us that we should pack the backpacks on the back and Hanspeter can get in front. The lady starts her car and Manuela can get in there. This is a nice service, they really drive us up, because it would have become even steeper than before and with the backpacks therefore a real exhausting effort.The woman talks to Manuela all the time, although she knows that Manuela does not understand a word. At the top we are totally surprised by the Japanese camping tourism. It has quite a few people, all with huge tents and very extensive equipment (but not a single campervan, not like the Americans). We are greeted by a tent group especially by one guy with a loud “welcome in Japan”, which astonishes us for bit shy Japanese. We set up our mini tent, compared to the others, and enjoy the great view of the valley.  Afterwards, our neighbor and his colleagues, who have received us so kindly, greet us and chat with us in a very broken English. He offers we should join them later. We prepare our supper as he comes to us again to make us understand, they are going to make a fire and we should come there. It’s a bit cold anyway and we happily accept the offer. We chat with them for a while, although the language barrier makes is quite difficult, but they want to know everything, maybe due to alcohol. Anyway, we enjoy the campfire and the nice company, and spend a cozy evening.

Matusmoto 21.04.2019

Today we pack our tent again and say goodbye to our camping buddies from last night. Those guys are actually quite shy today and can hardly speak, so it was probably because of the alcohol yesterday. We walk to the station in the morning, but luckily downhill and not uphill. On the way we can already admire a few cherry trees (Sakura), which are in bloom here in Matsumoto at the moment. Then we take a train to the main station, where we visit the tourist office. In opposite to Nagano, they are able to speak English quite well and we are assured that the campsite in Kamikochi is opened. Since Kamikochi is again such a remote mountain village, the trip costs there and back costs around 40 USD. But in the other hand we can camp for only 16 USD and the area should be very nice. We decide to leave with the last train / bus at 16.00 pm and explore today Matsumoto a bit. Matsumoto is especially known for its impressive castle, which we head for first. The path leads us through the pretty town and past a deliciously smelling bakery, where we buy our lunch. Afterwards we reach the impressive castle of Matsumoto, surrounded by full blooming cherry trees. We decide to look inside the castle and get an insight into ancient Japanese traditions and artifacts. The highlight for us, of course, is the great view we have from the tower to the surrounding area. Since the entrance fee also includes a free entry to the museum next door and we have just got some time left, we visit this afterwards. The museum has some very old relics that are very impressive. We do not spend much time here because we still have to go shopping for the next two days. Since we are still not used well  or better said masters enough to shop in the supermarkets, we have to allow enough time. Even today it is not different, the obvious thing is quickly found, but we are always looking for specific things in packaging for a while. Everything in Japanese, so it remains difficult. When we leave the supermarket, we have exactly 45 minutes to get back to the train station, to buy something we forgot, take our backpacks out of the locker and buy the ticket. Manuela get a little bit stressed, because the packs are squeezed so much into the locker that she hardly gets any more out. Two of the responsible people for the lockers help her and finally open the locker door. A little bit embarrassing, but heck. Now Hanspeter is back with the forgotten goods and we are going to buy the tickets. Now we have hurry a bit on the vending machine, but luckily we are pushing the right button to buy our special ticket. Lucky we manage to get on the train just on time. First we go by train do the final station, where we change to the bus, which is already waiting. The bus goes up a narrow mountain road through several tunnels. We did not really expect snow because the campsite is open and the other campsite in Nagano was closed because of snow. However, when we come out of the second-to-last tunnel, we hardly trust our eyes, because there is snow and not just a little. Now we are afraid that we still have to camp in the snow and are a bit unsure if it is a good idea to spend two nights up here. In Kamikochi arrived there is still some snow, but probably some snow has already been cleared. However, it is cold and we put on our down jackets before heading to the campsite. We just feel like we’re the only crazy people camping within these conditions, but now we have no other choice, we are here – the last bus is gone. On the way we encounter a few snow monkeys for the first time, which makes us very happy to see them. At the campsite there is still some snow, but at least there are a few tents and the area in the forest, where we can put the tent, was the most snow cleared. In fact, someone is also in the office, so we can officially register and pay the camping fee. After we set up our tent, it is already dark and now it is really cold, so we put down in addition to down jacket, cap and gloves. In a shelter, we can cook and after we have something warm in the stomach, we can make it outside with a cheap drink called Strong Cola / Strong Lemon for another hour. However, at half past nine we decide to go in the tent and cuddle in the warm sleeping bags. But even with the warm sleeping bag, the temperature is on the very limit through the night.

Kamikochi 22.04.2019

When the sun shines on our tent this morning, we are still lying a little bit and enjoy the emerging heat. We need some motivation until we get up and prepare the breakfast. Then we discuss which route we start with. So actually, there are only two options, either up the river, or down the river. We first decide to walk upstream and on the way back, up a mountain to a viewpoint, Dakesawa. So first we go a bit upriver, where we have to trudge pretty fast through the snow. A diversion indicates that one could wander from here to a side valley – however, it is still snowed and the sign advises against to walk this path at the moment. When we come out of the forest and catch a glimpse of the river, we see numerous snow monkeys, called Japanese macaque, frolicking on the riverbank. Sometimes with her little ones, which looks very cute. As we move on, we suddenly find ourselves in high snow and believe it or not, a little later we meet a worker, who clears the snow with a kind of excavator and makes the way hiker friendly. After a while we reach a mixture of deep snow and water, because in today’s great weather the snow melts pretty fast. We hear sometimes an avalanche comes down. Since there is no passing here, we walk through the high snow towards the river, where we have a fantastic view of the surrounding mountains and our lunch break. Then we walk back along the riverbed until we reach a bridge where we come to the other side. Here we want to have a look at a lagoon. However, it turns out there is shrine and you can visit the lagoon therefore only by paying admission. We continue the way, though it seems that is locked from here. But since we can not read Japanese and we still see two other people on the way, we walk there too. Here we see again many snow monkeys, which are incredibly cute and apparently used to people, because they are not disturbed by us at all. When we get to the point where the way to the viewpoint would be, we leave that, because it is completely snowy and also quite steep. We have discovered more water areas, which should be downstream. On the way between snow and water, something moves and we discover a small, but nicely patterned snake. Then we come to the village center, where obviously all tourists are. We continue our way, but come to a barrier, which is why we go over the official road to the lakes. However, the road is quite narrow and there is no path for pedestrians, which makes us very uncomfortable. It seems like there is no way through the path to the first lake, but fortunately, the second is near the road. Here we have a great view over the lake, the surrounding mountains and the volcano. We have little desire to go back along the road and therefore try to get through the closed road. This is easier than expected, probably the way was not yet prepared for hiking and therefore we have to go through some snow again.  That bothers us little, because we have wet feet anyway. We can even look at the second beautiful lagoon and stroll leisurely back to the village to the campsite. Although we could not do everything as planned, we spent a wonderful day in the best weather and enjoyed it very much. After the sun sets, it gets cold again, but not as cold as yesterday. In addition, the remaining snow on the campsite is melted and we spend a pleasant evening.

Kamikochi – Shiojiri 23.04.2019

Today we continue to Shiojiri, which is located next to Matsumoto and a couch surfer has accepted us there. Since the camping was cold and we have barely rested since our arrival in Japan, we find this an optimal opportunity to relax a bit. So we pack up our tent in Kamikochi, while we can watch a few of the cute monkeys that frolic on our campsite and drive around noon by bus to Matsumoto. We reach Shiojiri at 2 pm and are warmly welcomed by our host, Sayantani (Shiny). Shiny is an Indian, travels and works around the globe, and at the moment she teaches English in Japan. We chat with her for a while, but then she has to go to work.  We spend a leisurely afternoon in her apartment and do different necessary things. The only activity outside the house is, when we go to the supermarket and buy our dinner. Even though we are in a quiet suburb, sometimes music and an announcement through a speaker are playing, which is pretty special. At 9 o’clock Shiny is back from work and we chat together until late into the night.

Shiojiri 24.04.2019

We’ve rarely slept that long, but when we wake up today, it’s nearly noon. Shiny has also just woken up and almost has to hurry to get to work on time. Today is rainy, so we use it to plan and write the blog. We somehow have to come to Hokkaido and a train ride would be over 200 USD per person. Bus driving would be quite tedious and not cheap. However, we have seen for just under 100 USD there would be an overnight ferry going from Tokyo to Hokkaido. We want to book these first via the ferry’s website. It is quite annoying, as some sections are not translated in English and therefore we need to translate the Japanese characters to German. After having done the whole process after an eternity, it is said that we have booked a standby ticket and we would first receive a confirmation, but at the moment we have to wait. Since we did not enter credit card details, we try it through the website Directferries, where it seems we can actually book the ferry transfer. But even here, after we booked and had to enter card details, it says that we have to wait for a confirmation. It can take for European ferries up to 48 hours and outside Europe even more. Thank you, so we have no idea if this works and when we get finally informed… We booked the ferry on the 1st of May, which is in the middle of the golden week (the big japanese holiday season and this year is crowned the new emperor, which is why extending the holidays from 5 to 10 days). Well, we are actually still confident that it should work on one of the two website. Then we research how to get to the five lakes, from the probably the most famous mountain, Mt. Fuji, and where we can spend the night there. Accommodation is far too expensive (about 100 USD), and the information about campsites are relatively poor. This is tedious, because we spend hours on the Internet, but do not get any really useful information on campsites, just a 2010 advertisement, which lists the former camping prices. According to this information, the best campsites with a view of Mt. Fuji are only available from 50 usd upwards (these are also the campsites that can be found online), which we find way too much. However, there are some simpler and more remote ones, which should not cost so much and we decide, in the village Fujikawaguchiko just to ask the tourist information.  For today’s dinner we prepare some delicious soba noodles with a sesame paste, which is a specialty of this region. Later in the evening, Shiny comes home and we spend a cozy evening together again.

Shiojiri – Fuji Kawaguchiko – Lake Saiko 25.04.2019

Today it’s time to say goodbye to Shiny. It was really nice and relaxing with her, we really enjoyed. At 9 o’clock we catch the train to Kofu, where the journey takes about 2 hours. Kofu seems to be a pretty little town, but we do not see much more than the train station. We have to wait a good hour until our bus goes to Kawaguchiko (the first and main village of the five Fuji lakes). This bus ride takes about 2 hours and in the early afternoon we arrive in Kawaguchiko.  Here we first visit the tourist office to inform us about the transport options and the campsites. But we are disappointed, because the lady can only tell us, where it has campsites (which we already know), but has absolutely no information on prices and facilities. So we have no choice but to go there. Unfortunately, our originally favored campsite is too far away and above all you have to walk 4 kilometers from the last bus stop (the bus also runs irregularly and would take another 1.5 hours). We therefore decide to go to Lake Saiko and hope to find a suitable campsite there. We buy a two-day bus ticket, as this already pays off once you drive to the final destination. The bus ride is really nice and we get excited when the often covered Mount Fuji shows up a bit between the clouds. The bus ride goes first along Lake Kawaguchiko and then to the quiet Lake Saiko. We drive along the left bank of the lake to the end of the lake. Here the bus goes a bit further, but then comes back and returns to Kawaguchiko on the right bank of the lake, where our potential campsite is located. Also for this trip we are over an hour on the bus.  The first campsite seems to be abandoned and if you take a closer look it says that the campsite is only open on weekends. We have seen there should be another campsite next door. Here we even meet someone and we are confident. However, we need a while to explain that we want to camp. The elderly woman then brings an even older woman, probably her mother, which talks to us without point in Japanese. We try to tell her, we do not understand her, but she cares little and she continues to speak. We ask again by translator, if we can camp here and now she starts to write something down. But in Japanese writing, which we can not read as well as understand. The younger woman writes the date tomorrow and we can finally figure out this campsite is open until tomorrow. Today not. We ask if there is another one here. They think about first and then confirm this with „Hai“ and point across the street. We are starting to get a little bit desperate and find it rather difficult, as there is only one kind of resort on the other side. Not a campsite. We go to the end of the tiny village, where we have a „car camp“ on google maps. Here we are lucky, because we see a few cars and some tents and are now a little more relaxed. The owners can even speak a few English words (the rest goes back to sign language and Google translators) and they tell us where we can camp. For 1000 yen (just under 10 usd) per person per night we can set up our tent almost directly on the lake.  After we have settled comfortably, we take the next bus and drive around the lake to the western end, where we have a good view of Mt. Fuji. When we arrive, the mountain is still in clouds, but they dissolve more and more. After about an hour Mt. Fuji has only a small cloud hat and we can enjoy the great view. As the road back to the campsite is not pedestrian friendly, we decide to grab the last bus and drive back to our campsite for a evening. Today it is surprisingly mild and we can really enjoy the evening and the night.

Fuji Five Lakes 26.04.2019

Today, the weather does not really know what it wants, which is why we also have some difficulty in making decisions. Yesterday we saw the Fuji already beautiful and today it looks like he is hidden in the thick clouds. Yesterday we found out that there are still some caves nearby and we decide to visit them. There is a combination ticket for two ice caves, both of which are quite impressive. In the first cave, the silkworm larvae were kept in order to stimulate silk production.  The Japanese have found that the caterpillars produce more silk in a cold environment. In the second cave we have to crawl in between, because it is so narrow, which is quite funny. In both caves it has impressive ice sculptures, so the temperature is correspondingly low. Then we take the bus to Lake Motosu. The view from this lake is shown on the 100 yen bill and of course we want to see this picture in reality. The bus has its end destination at the beginning of Lake Motosu and we decide to walk the approximately 4-kilometer to the other side of the lake, despite the foggy Mt. Fuji. From now on we have a nice view of the lake, but Mt. Fuji does not want to show up. Actually, we wanted to take a hiking trail to Lake Shoji. On closer inspection, however, we realize that we would have to go over a tunnel and the path marked on maps.me is not official, maybe doesn’t exist. Since the weather isn’t better and even a cold drizzle started, we decide instead to walk back to the bus stop. Because we also have to be careful that we do not miss the last bus, which is already pretty early. Contrary to the otherwise punctual Japanese, this bus is over half an hour late, which irritates us a bit. But finally the bus comes. Since we should do some shopping, we drive to Kawaguchiko, where are a few small supermarket. While waiting for the bus, we chatted with a Dutch couple and they gave us their two-day pass when getting off. Of course, we are very happy because our two-day pass would no longer be valid tomorrow and they have taken the bus for the last time today. After we have bought everything necessary, we take the last bus to our campsite. Today we will not stay that long outside than yesterday because the temperature has dropped noticeably. If you can believe the weather forecasts, the temperature difference from yesterday to today night is 10 degrees, so this night will be around 0 degrees. We therefore decide this will be the last day camping here, because tomorrow the temperatures will not be better. We actually want to go to Hakone, but since tomorrow starts the golden week, we find no accommodation under 100 usd, not even nearby.  We tried it with couch surfing and looked for campsites on the internet, but both are not so successful so far. The accessibility is a problem at the campsites and we find hardly any useful information, whether it is actually an overnight camping or in Japan common a day camping. So we have no idea where we are going tomorrow and we are a bit tired from doing research and see what happens tomorrow.

Fujikawaguchiko – Odawara 27.04.2019

Today we hear from 5 o’clock in the morning noise at the campsite and without crawling out of the tent we notice the golden week begins today. When Hanspeter leaves the tent to prepare the breakfast, he is already shocked by the many people. Meanwhile Manuela packs things in the tent and crawls out of the tent 10 minutes later. From a distance, Hanspeter has observed a family who have already parked on our camping area (since the camping area is so big, our tent is extremely small) and the woman sneaks around our tent. When Manuela opens the zipper of the tent and comes out, the lady runs back to the car. Then her husband talks to Manuela. First in Japanese, – she answers with a Konichiwa, but does not understand the rest – then he asks in English if she speaks Japanese, which of course she denies. Manuela was already happy that a Japanese just starts to talk to her, because that never happens so far. After thinking a while he finally asks, if we are leaving the campsite today. Oh, that’s the point… Manuela confirms this and he says something about check out 11. Yes, we know that, but it’s only 8 am. She tells him, we want to catch the first bus at 10.15, so we’re definitely at 10 am away. But if they want to set up, they can of course, there is enough space there. The man seems happy with the answer and thanks her very euphoric. Yes the Japanese, shy as they are and only chatting if there is no other way. Hanspeter has watched the whole thing from afar and finds it hilarious. Afterwards we have breakfast and pack our tent. The family next door has already built their huge tent, but as said there is enough space for two tents and a big car. We wave to the family to signal that we have left and wait then for the bus. Since we have two free day tickets for today, we want to drive around the tourist Kawaguchiko Lake by bus. Unfortunately, the weather is not so good, and contrary to our expectations, it does not get better while driving, but worse. At the last stop of the red Kawaguchiko bus we get off and it rains. That’s why we decide to go for a coffee and treat ourselves to a muffin. The weather does not get any better, the Fuji does not show up and with the midday bus we drive back to the station. We have fortunately received a message on Couchsurfing from Aizalene, a Filipino woman, who can welcome us to Odawara for the next two days. That’s amazing. We have quite a distance with bus and train in front of us, but since the weather is so bad, it hardly bothers us – we just are happy to have a shelter tonight. We first travel a long distance by bus to Gotemba, where we have to change to the train to Minamiashigara. Here we have to change again and have first our difficulties to find the right train, because the timetable is written only in Japanese. But a conductor tells us the way to go and we are on our way to Odawara. At 5 pm we arrive. Here we are very surprised about the many people and feel almost overwhelmed. Since we haven’t eaten more than a muffin and breakfast today, our stomach grumble. This is a huge train station with a big food court, but its food is hard to identify and with the backpacks it is quite a challenge to get through. We finally reach a bakery, where we buy some delicious stuffed rolls. Now Aizalene has written she is done with work and we can meet at the station. She greets us warmly and we go together, to her home. On the way we pass a modern parking garage. Here the vehicles are actually distributed with a lift to the individual floors. After we have set up comfortably and a little exchanged, we go to the nearest supermarket to buy for dinner.  Hanspeter prepares a delicious tortilla afterwards and we have a good chat for a while until we go to sleep.

Hakone 28.04.2019

Today we get up early, because we want to visit the village Hakone. Since we do not know exactly where the bus departs, we first head for the visitor center. There are several bus / train tickets for Hakone, because the area is very spacious. The lady at the counter tells us, today we caught the most touristy day of the year. Sunday at the beginning of the golden week, it couldn’t be worse. Therefore, she advises us not to go by bus out of the city, because a lot of traffic can be expected. But we can take a train to Hakone Yumoto and from there take the bus to the lake.  The hike to the crater from Gora is unfortunately closed due to volcanic activity. The cable car up is very expensive and we have to expect a long waiting queue. So we do not buy any bus passes and decide to drive to Ashi Lake and then hike back to Hakone Yumoto. The station seems to be even more crowded today than yesterday, but fortunately we still have a place to sit on the train. Once in Hakone-Yumoto we look around where the bus is going. After a while we find a bus stop with various departure platforms. One seems to be a huge queue – not a good sign. While we look so desperately, a conductor asks us where we want to go. We tell him and he points backwards at the queue and throws an apologetic „Sorry, it’s a busy time“. So we go there and think it will go forward. When the first bus arrives, it is already more than half full and only a handful of people have room in it. We suspect that we have to wait a few hours and therefore decide to walk the 10 kilometers and 800 meters difference in altitude to the lake. So we start walking. At the beginning, the path leads through the pretty village in the middle of the hills in the green, after a short time steeply up a road. We have to walk along a street without a sidewalk for a while, which is a bit of a hassle, but luckily it is not very busy. Then it goes into the forest and we walk alternately on the old cobblestone road, through the forest and the new road along. The path is very nice and after we have walked up a felt eternity, we have a great sight.  Presumably, we even see up to the big city of Tokyo, which we can guess from the skyscrapers in the distance. Once at the lake we treat ourselves first to our lunch, some toast with cheese and ham. Since all benches are occupied, we sit between a few fishermen on the stone staircase on the lake. As we gently prepare our toast, a woman from the fishermen comes to us and brings us two cups of coffee. We are her very thankfully (Arigato) and are just overwhelmed by this kindness. Not least because we have just discussed, possibly to go in a restaurant or in Seven Eleven to get a coffee. We watch the fishermen for a while fishing, and you can sometimes see the big fish even with the eye. Then we walk along the lake, where we finally arrive in a pretty park. In the garden of the park we can discover some koi fish. We have fantastic weather today and can see Mt. Fuji without clouds in the background from here, but also earlier at the lake. This almost has postcard character. We enjoy the view very much. But now it’s time to think about the way back. Since we do not want to go back the same way we came, we start a longer journey. The first piece leads over the busy main road, why we make a detour, so that we finally have to walk only half a kilometer without sidewalk on the roadside. Here, however, we have the way for us. First we reach a lake and then the path leads into the forest, where we no longer find a human soul. Unfortunately, the viewpoints on this route are rare, but the path is still pretty. The currently falling cherry blossoms make the mood perfect.  Back in Hakone Yumoto we are quite exhausted, because we finally covered almost 30 kilometers by foot. Of course there are so many people on the train that we can not even relax our tired legs. Anyway, the train ride is not very long. Arriving in Odawara it is almost evening and we will visit the beautiful castle from the outside. When we arrive at Aizalenes home, she has already prepared a delicious dinner with tofu and vegetables, which is just delicious after this long, busy day. We are really grateful for her kindness to host us. Without her we had even to camp somewhere out in the cold or maybe not being able to visit beautiful Hakone. Furthermore, we just enjoyed being at her place and having a good time with her.

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