China 5: Sichuan

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15.09.2019 – 23.09.2019

Shangri-La – Daocheng 15.09.2019

Heute geht es einmal mehr früh aus den Federn. Schliesslich müssen wir den Bus um 8 Uhr erwischen. Zu unserer Überraschung schreibt uns Serene, aus Hongkong, die wir vor 2 Tagen kennen gelernt haben, wann wir los gehen wollen. Sie wird sich uns also anschliessen, worüber wir uns freuen. Sie bestellt ein Didi (online Taxi), so kommen wir gemütlich an den Bahnhof. Serene muss noch ihr Billette lösen, aber es hat offenbar noch genügend verfügbar. Lustig ist, dass der Security-Check für das Gepäck noch nicht in Betrieb ist, das heisst, wir lassen das Gepäck durch den Scanner, aber niemand kontrolliert. Gegen 8 Uhr kommt dann langsam ein Mitarbeiter zum Bildschirm. Wir haben eine lange Fahrt vor uns über die Grenze nach Sichuan. Die Landschaft ist jedoch enorm spektakulär und die Strasse nicht weniger. Wir fahren nur noch an kleinen Dörfchen vorbei, was für China sehr ungewöhnlich ist. Dafür gibt es einige Sicherheitskontrollen, wo wir aussteigen und unsere Pässe zeigen müssen. Hier sei ein besonders heikles Gebiet, da wir nahe bei Tibet sind. Es kommt hinzu, dass in dieser Region viele Tibeter wohnen und auch in unserem Bus hat es einige Tibeter. Serene ist besonders nervös, da sie mit ihrem Hongkong Pass in China im Moment nicht sehr Willkommen ist. Aber die vielen Kontrollen verlaufen reibungslos. Mittlerweile ist die Strasse etwas abenteuerlich geworden, denn offenbar gibt es viele Erdrutsche und teilweise muss der Bus die eigentliche Strasse umfahren, da diese wohl weggeschwemmt wurde. Leitplanken kennt man hier auch nicht und wenn, dann nur so niedrige, so dass diese nicht viel nutzen. Es geht eine lange Zeit einem Fluss entlang, wobei wir hoffen, dass der Bus nicht die Strasse verfehlt, sonst sind wir unten im Wasser. Wir sehen auch, dass Steinschlag ein grosses Problem ist, wir treffen auf einige Fahrzeuge die von Steinen getroffen sind. Wir bekommen natürlich auch viel mit, da wir zuvorderst auf Sitz 1 und 2 sitzen und den Busfahrer beobachten können, wenn er kritisch den Hügel hinauf schaut, damit er einen möglichen Steinschlag im Griff hat. Aber wie gesagt, die Landschaft ist atemberaubend. Kurz vor Xiangcheng biegen wir ab und die Landschaft ändert sich dramatisch. Fertig mit schroffen Klippen und steilen abhängen, dafür sind wir im Grünen, den sogenannten Grasslands und fahren stetig einen Pass hinauf. Unterwegs sehen wir viele Yaks, aber auch Kühe, Schafe und Ziegen. Als wir den Pass auf 4600 Höhenmeter erreichen, macht der Bus einen Stopp, damit wir ein paar Fotos schiessen können. Als wir wieder auf die Hauptstrasse gelangen, steigt etwa die Hälfte der Passagiere aus, da sie mit einem Privattaxi direkt in den Jading Nationalpark kutschiert werden. Wir besprechen die Möglichkeit mit Serene, entscheiden uns aber dagegen, da wir in Daocheng noch etwas einkaufen wollen, sie eine gute Unterkunft weiss und der Privattransport ziemlich teuer ist. So bleiben wir bei unserem ursprünglichen Plan. Unterwegs beginnt es plötzlich wieder zu regnen, aber nur für eine kurze Zeit und wir hoffen fest, dass wir für unseren morgigen Ausflug in den Jading Nationalpark gutes Wetter haben werden. Kurz vor Daocheng fahren wir an einem enorm hübschen violett/weissem Blumenfeld entlang. Als wir am Busbahnhof in Daocheng ankommen, werden wir vom Hostelbesitzer abgeholt. Es ist ein bekannter vom Hostelbesitzer in Shangri-La. Der Besitzer ist Tibetisch und das Hostel ist auch so eingerichtet. Ein Taiwanese arbeitet ebenfalls hier, was für uns sehr zum Vorteil ist, denn er spricht perfekt Englisch. Er gibt uns einige Tipps zum Ausflug in den Jading Nationalpark, sogar einen Vorschlag, wie wir die teuren Eintrittsgebühren von umgerechnet 40 Franken umgehen könnten. Alle Informationen bekommen wir jedoch nicht, er meint lediglich, er habe gehört, dass einmal am Tag ein Bus fahre, aber wir müssten uns am Busbahnhof informieren und sollen dem Besitzer nichts sagen (dieser macht ja Shuttledienste in den Nationalpark). Nachdem wir ein wenig recherchiert haben, stellen wir fest, dass auf dem inoffizielle Weg etwa 1500 Höhenmeter zu bewältigen sind und wir nicht wissen, wie Serene mit der Höhe umgehen kann, da sie noch nie so hoch oben war. Zudem heisst es, dass bei den Zeltplätzen enorm viel Müll herumliegt, daher werden wir den offiziellen Weg nehmen. Danach richten wir uns im Zimmer ein und gehen in den Aufenthaltsraum, wo wir uns ein wenig mit dem Taiwanesen unterhalten und am Kaminfeuer etwas aufwärmen. Etwa um 8 Uhr gehen wir in ein kleines, hübsches, tibetisches Restaurant abendessen, dessen Besitzer ein Bekannter von Serenes Bekannter ist. Das Essen ist enorm lecker und wir probieren das erste Mal den Buttertee. Zurück in der Unterkunft gibt uns der Taiwanese noch etwas Beidschu und einen süssen, eigentlich sehr teuren Likör zu probieren, bevor wir uns schlafen legen. 

Jading Nationalpark 16.09.2010 & 17.09.2019

Heute geht es wieder um 8 Uhr los und wir stehen um 6.30 auf, damit wir gemütlich fertig packen und frühstücken können. Der Besitzer fährt uns, sowie ein paar andere Gäste in den Jading Nationalpark. Er offeriert sogar, uns morgen wieder abzuholen nachdem wir von der Wanderung zurück sind. Unterwegs legen wir einen Stop bei einem Buddhistischen Tempel ein, der gerade im Umbau zu sein scheint, bevor wir in den Jading Nationalpark fahren. Dort angekommen, kaufen wir unsere Eintrittstickets und fahren mit dem Shuttlebus zum Ausgangspunkt. Nun ist es bereits Mittag und wir stärken uns zuerst mit dem Mittagessen, bevor wir uns auf den Weg machen. Hier hat es enorm viele Leute und wir hoffen, dass sich dies noch ändert. Der Weg ist mit einer Holzplattform gut ausgebaut und tatsächlich, die Menschenmasse nimmt  abrupt ab. Auch wenn das Wetter nicht perfekt ist, denn es regnet zwischendurch, haben wir trotzdem eine nette Sicht auf die beeindruckende umliegende Landschaft. Um uns herum sollte es einige 6000er Berge geben, deren Gipfel sind jedoch meist in den Wolken. Nach einer Weile kommen wir zu einem See, wo wir in der Ferne den beeindruckenden Gletscher von einem der 6000er Berge sehen. Danach gelangen wir auf eine Wiese mit vielen Pferden sowie massenhaft Touristen. Wir haben erfahren, dass ein kostenpflichtiger Shuttlebus neben dem Fussweg fährt und die meisten Leute fahren wohl hierhin. Lange ist der Pfad eben geblieben, nun geht es aber langsam, jedoch stetig aufwärts. Knapp 400 Höhenmeter haben wir auf eine relativ kurze Distanz zu bewältigen. Wir haben eine tolle Sicht auf einen Schneeberg mit Gletscher, der Gipfel ist jedoch noch in den Wolken. Der Aufstieg ist relativ anstrengend und es ist schon etwas spät. Einige Leute die uns entgegenkommen, meinen wir sollen umkehren. Wir wollen jedoch oben campieren. Eigentlich möchten wir noch den sogenannten five colored Lake besuchen, jedoch ist Serene sehr müde und wir wollen noch bei Tageslicht ankommen. Daher verschieben wir es auf morgen. Nach einer Weile erreichen wir den Milk Lake, der enorm eindrücklich ist und wir geniessen die Aussicht. Serene ist mit ihrer Energie langsam am Ende und wir wissen gerade nicht, ob wir doch umkehren müssen. Sie will hier übernachten, aber wir haben gehört, dass dies nicht erlaubt ist und eine saftige Busse mit sich ziehen kann. Wir haben schon einige Sachen aus ihrem Rucksack in unser Gepäck verstaut, nun aber nimmt Hanspeter ihren Rucksack und Manuelas dazu. Manuela trägt dafür Hanspeters Rucksack hoch. Wir haben realisiert, dass wir es nicht bis zum Snake Lake schaffen werden und finden schlussendlich etwa 100 Höhenmeter vor dem Pass, der auf 4900 Höhenmeter liegt, unseren Übernachtungsplatz. Hanspeter erstellt mit einer Zeltunterlage einen Windschattenplatz, damit wir in Ruhe kochen und essen können. Danach bauen wir die beiden Zelte auf. Da Serene das Zelt vom Taiwanese ausgeliehen hat, hat sie keine Ahnung wie man es aufstellt. Wir auch nicht. Es hat einige einzelne Stangen und zu unserem Pech, brechen während dem Aufstellen zwei weitere. Zum Glück haben wir für genau zwei Stangen ein Reparaturset und schlussendlich steht auch Serenes Zelt, so dass es dem aggressiven Wind standhalten kann. Es ist enorm kalt, aber glücklicherweise haben wir genügend Kleider dabei. Wir kochen Spaghetti und merken, dass es hier oben fast unmöglich ist, diese gar zu bringen. Trotzdem tut eine warme Mahlzeit unglaublich gut. Es gibt immer wieder den ein oder anderen Schauer und wir sind daher froh, geschützt zu sein. Nachdem wir gemütlich gegessen haben, verziehen wir uns ins Zelt. Es gibt eine kalte Nacht, aber glücklicherweise bleiben wir einigermassen warm. 


Etwa um halb 9 kriechen wir aus dem Zelt, bereiten das Frühstück zu und packen unsere Sachen. Um 10 Uhr sind wir startklar. Aufgrund der gestrigen Ereignisse und da wir heute ebenfalls gute 15 Kilometer zu bewältigen haben, entscheiden wir uns, den five color Lake ausfallen zu lassen und den Rundweg fortzusetzen. Kurze Zeit später erreichen wir den Pass, wo wir eine nette Sicht auf den Snake Lake haben, dem ursprünglich angepeilten Schlafplatz. Von hier aus zeigt sich sogar der Spitz des ein oder anderen Schneeberges und wir haben ein ausgezeichnetes Panorama. Danach setzen wir die Wanderung zu einem weiteren hübschen See fort. Das Wetter ist uns ebenfalls gut gestimmt und es regnet kaum. Nach einer Weile erreichen wir eine sogenannte Übernachtungsschutzhütte und sind schockiert über den ganzen Müll hier. Sind wir froh, nicht hier übernachtet zu haben. Zumindest befindet sich der Müll nur hier und wie wir bei weiteren Hütten sehen, werden die Leute sogar aufgefordert ihren Müll hier zu lassen. Vermutlich damit nicht der ganze Weg zugemüllt ist. Die Landschaft ansonsten ist traumhaft und wir begegnen keiner Menschenseele. Leider ist Serene heute schon nach kurzer Zeit nicht gut zu Fuss und wie wir erfahren, schmerzen ihre Turnschuhe. Glücklicherweise sind ihre Füsse nur ein wenig kleiner als Manuela’s, so tauscht Manuela ihre Wanderschuhe gegen Serenes Turnschuhe. Dafür kommen wir ein wenig schneller vorwärts. Plötzlich sehen wir von Weitem einen relativ hohen Pass, den wir überqueren müssen und der uns ein wenig Sorgen bereitet. Wir räumen einen grossteil von Serenes Rucksack wieder in unsere um und hoffen, dass wir den auch schaffen. Steil geht es hoch und das auf über 5000 Höhenmeter. Wir wandern bis zum letzten steilen Abschnitt, wo Hanspeter seinen Rucksack ablädt. Danach geht er zurück und trägt Serenes Rucksack hoch. Manuela versucht währenddessen ihren und Hanspeters Rucksack hochzutragen, aber sie schafft es nicht sehr weit bis die beiden wieder kommen. Nun ist es nur noch eine mentale Frage und keine halbe Stunde später sind wir oben auf dem Gipfel, der mit Gebetsflaggen zugedeckt ist und wir wiederum eine fabelhafte Aussicht haben. Nun ist es etwa 3 Uhr und wir müssen es bis spätestens 19.00 schaffen, denn da fährt der letzte Shuttlebus zurück. Wir hoffen auch, dass uns der Besitzer von der Unterkunft um diese Zeit noch abholt, aber eigentlich haben wir keine Zeit vereinbart. Nach einer ausgiebigen Essens- und Verschnaufpause machen wir uns an den Abstieg und kommen einiges besser voran als beim Aufstieg. Wir sind sehr froh. Der Weg zieht sich in die Länge und gegen Schluss werden wir auch noch vom Regen heimgesucht. Aber schlussendlich schaffen wir es doch bis 18.00 beim Shuttlebus zu sein. Serene hat unterdessen den Besitzer kontaktiert und er wartet bereits auf uns in einem Taxi, als wir gegen 19.00 Uhr zurück sind. Da er noch einen Platz frei hat, sucht er noch eine weitere Person, die mit uns mitfährt, wird aber nicht fündig und gegen 19.30 Uhr sind wir auf dem Rückweg. Trotz der ganzen Aufregung war das eine absolute traumhafte Wanderung und wir bereuen es schon, dass wir zuwenig Zeit für den Viertagestrekk hatten, den es im Nationalpark ebenfalls gäbe. Als wir um 21.00 zurück sind, gehen wir wieder ins Tibetische Restaurant lecker Abendessen und Serene lädt uns zur Feier des Tages ein. Wir sind alle ziemlich erschöpft. Morgen wollen wir bereits weiter nach Litang und leider fährt der Minibus wieder bereits um 8.00. So kommt es, dass wir am Abend unsere nassen Sachen aufhängen, packen, was wir bereits können und gönnen uns eine wohlverdiente warme Dusche. Um Mitternacht haben wir alles erledigt und fallen todmüde ins Bett. 

Litang 18.09.2019

Heute heisst es bereits um 6 Uhr aus den Federn hüpfen und unsere Sachen packen. Glücklicherweise konnte das meiste über Nacht trocknen. Wir gönnen uns ein Frühstück und warten auf unseren Transport nach Litang. Der Besitzer unserer Unterkunft konnte den Minivan nach Litang sogar etwas günstiger organisieren, als der offizielle Bus, der unseres Wissens bereits um 6.00 Uhr in der Früh gefahren wäre. Die Fahrt nach Litang ist wie überall hier in der Gegend wunderschön. Etwa 4 Stunden später erreichen wir die, unseres Wissens höchstgelegenen Stadt, mit 3880 Höhenmeter. Eigentlich hätten wir ja eher ein Dorf erwartet, aber die Chinesen haben auch hier mächtig gearbeitet und sind fleissig am Bauen. Der erste Eindruck ist nicht gerade so prickelnd, aber der wird sich ändern. Wir suchen das einzige uns bekannte Hostel auf, welches in der Stadt Ausländer aufnehmen darf und hoffen, dass sie noch einen Schlafplatz für uns haben. Da die Preise für Doppelzimmer wieder enorm hoch sind, wollen wir in ein Schlafsaal. Leider gibt es diesen nur nach Geschlechter getrennt, weshalb wir uns schlussendlich doch für das umgerechnet 25-fränkige Doppelzimmer entscheiden. Nachdem wir das Zimmer bezogen und unsere Füsse etwas ausgestreckt haben, raffen wir uns für eine Erkundungstour auf. Wir spazieren gemütlich durch das Städtchen, wo wir allerhand an Waren sehen. Auf dem Rückweg wollen wir beim vielversprechenden Käseladen vorbeischauen und ein paar warme Socken für Hanspeter kaufen. Zuerst aber gehen wir ein wenig aufwärts durch die Altstadt, entlang vielen farbigen Blumen und Gebäudemalereien, bis wir zuoberst einen beeindruckenden Tempel betrachten können. Das Gebäude liegt wunderschön am Hügel und wir können die umliegenden Berge bewundern. Auch von Innen ist der Tempel wie wir es kennen, sehr beeindruckend und prunkvoll. Die Zufahrt zum Tempel ist beschriftet, dass man im Schritttempo hineinfahren soll. Umso mehr verwundert sind wir, als ein Offroad Auto mit enorm rasantem Tempo hineinfährt, und lustigerweise sitzt da sogar ein Mönch drinnen. Nachdem wir uns vom Tempel und dessen Umgebung satt gesehen haben, gehen wir auf den nächsten Hügel ins Grüne, von wo aus wir eine wundervolle Stadt- und Fernsicht haben. Danach kehren wir zurück in die Stadt, wo wir diverse Gebäude betrachten können, unter anderem die Residenz vom 5ten Dalai Lama, welche sehr eindrücklich ist. Nun haben wir hunger und suchen ein paar Dumplings. Wir finden sogar ein Restaurant, welches vegetarische Dumplings zubereitet. Wir erhalten diese in einer leckeren Suppe. Ziemlich vollgestopft machen wir uns wieder auf den Weg zur Unterkunft. Unterwegs versuchen wir ein paar Socken für Hanspeter zu kaufen, jedoch scheint es unmöglich zu sein, welche in seiner Grösse zu finden. Danach schauen wir beim Käseladen vorbei, der leider nicht ganz das verspricht, was angeschrieben ist. Es scheint nur ein Laden mit diversen Backwaren zu sein. Wir kaufen ein Brötchen, welches mit Käse zu sein scheint. Leider Fehlanzeige, denn es ist ein Fleischbrötchen mit Vanilleüberzug. Nun ist es schon wieder Abend und wir verziehen uns in unsere Unterkunft für eine Weile und buchen den Bus nach Kangding, der natürlich wieder um 7 Uhr in der Früh fahren muss. Etwas später gehen wir nochmals auf die Strasse, um unsere Beine zu vertreten. Die Dumplingsuppe von heute Nachmittag war jedoch genug, weshalb wir auf ein Abendessen verzichten. 

Litang – Kangding 19.09.2019

Es ist 5 Uhr als der Wecker klingelt. Wir frühstücken etwas und packen unsere Sachen zusammen. Natürlich ist es nicht genug, dass der Bus bereits um 7 Uhr fährt, sondern das Busterminal liegt noch 3 Kilometer entfernt und niemand konnte uns sagen, ob wir um diese Uhrzeit ein Taxi erwischen. Wir starten daher um 6 Uhr, als jedoch nach einer Weile ein Taxi vorbeifährt, nehmen wir dieses. Nun müssen wir eine Weile warten, bis der Bus fährt. Wir dösen eine Weile im Bus, bis die Sonne aufgeht. Die Fahrt ist wiederum sehr schön, aber diesmal auch ziemlich adrenalingeladen. Je näher wir zu Kangding fahren, desto mehr Lastwagen fahren über die engen Bergstrassen. Sie machen ein sogenanntes Elefantenrennen und es passiert mehrmals, dass zwei Lastwagen nebeneinander auf unseren Bus zusteuern. Sie haben jedoch die Bremsen im Griff, so dass nichts passiert. Auch in den Kurven überholen gehört zum Standard, und dies bei regem Verkehr. Nach etwa 8 Stunden erreichen wir Kangding und der erste Eindruck enttäuscht uns sehr. Es scheint wirklich nicht mehr als eine hässliche Kleinstadt zu sein. Wir überlegen uns gerade, ob wir morgen gerade weiter nach Chengdu gehen wollen. Wir haben jedoch gesehen, dass es hier die ein oder andere schöne Wanderung geben soll und wir brauchen auch mal wieder eine Pause von der Reiserei der letzten Tage. So entscheiden wir uns doch den morgigen Tag hier zu verbringen. Heute machen wir jedoch nicht mehr viel und verbringen den restlichen Tag in der Unterkunft. Wir kommen mit zwei Israelis ins Gespräch und entscheiden uns zusammen Abendessen zu gehen. Dummerweise haben wir sie nicht gefragt, was sie Essen wollen. Wir lernen, dass sie noch nicht lange am Reisen sind und sie der chinesischen Küche nicht trauen. Wir spazieren eine Weile durch die Stadt, die enorm beleuchtet ist. Sogar die buddhistischen Steine in den Bergen sind beleuchtet. Auf anderen Hügeln befinden sich kleine Lämpchen, sodass es ausschaut, als wären Sterne am Leuchten. Etwas verrückt, aber es sieht noch lustig aus, zumindest besser als die Stadt tagsüber. Glücklicherweise finden wir ein westliches Restaurant, in welchem sich Manuela Quesadillas und Hanspeter einen Yakburger gönnt. Obwohl es hier ziemlich teuer ist, sind die Portionen sehr klein. Auf dem Rückweg genehmigen wir uns daher noch ein paar gefüllte Brötchen, die sehr lecker sind. Danach kehren wir zurück in unsere Unterkunft, wo wir eine Weile im Aufenthaltsraum bleiben, bevor wir in unser eiskaltes Zimmer gehen. Wir haben für die nächsten zwei Tage Betten im Schlafsaal gebucht, welche zwar keine Matratzen haben und daher hart wie ein Brett sind, aber dafür gibt es eine Heizdecke und weitere Wolldecken. So können wir die Nacht doch warm überstehen. 

Kangding 20.09.2019

Heute können wir das erste Mal seit langem wieder etwas ausschlafen und wir kriechen daher erst um 9 Uhr aus den Federn. Eigentlich wollten wir eine längere Wanderung machen, aber das Wetter sieht heute nicht gut aus, weshalb wir den Plan ändern. Gegen 11 Uhr scheint es etwas besser zu sein und wir machen uns auf den Weg zu den sogenannten Grasslands, welche man von der Stadt aus erreichen kann. Der Weg ist sehr steil, weshalb wir froh sind, dass es nicht allzu heiss ist. Unterwegs kommen wir an einem Hostel vorbei, dass geschlossen hat und ein Zettel davor hängt. Vor etwa einem Monat hat das Hostel, welches hier seit 12 Jahren von Amerikanischen Besitzer geführt ist, schliessen müssen. Wir trauen unseren Augen kaum, als wir den Grund lesen. In China gäbe es offenbar eine Gesetz, dass ein von Ausländer geführtes Unternehmen mindestens 300 Meter von einem Regierungsgebäude entfernt sein muss. Das ist ja unfassbar. Wie dem auch sei, wir setzen unseren Weg fort und gelangen bald in den Wald. Die Wanderung kommt uns mit der Zeit etwas merkwürdig vor, denn der Weg führt uns relativ lange durch einen ziemlich mysteriösen verlassenen Friedhof. Also, es hat einfach relativ viele Gräber und Gebetsflaggen unterwegs. Da der Weg steil ist, haben wir dafür schnell eine tolle Aussicht. Wir stellen fest, dass lediglich die Stadt hässlich, aber die Umgebung hier wunderschön ist. Nach etwa 2 Stunden kommen wir oben an, wo wir plötzlich vom ganzen Stadtlärm abgeschnitten sind und auf die andere Talseite sehen. Hier hört der Wald auf und es hat Wiesen mit vermutlich wilden Pferden. Es ist wunderschön friedlich hier und wir legen eine Snackpause ein. Etwa eine halbe Stunde später, treffen unsere beiden israelischen Bekannten ein. Was für ein Zufall, man trifft keine Menschenseele, nur sie zwei vom Hostel. Sie legen ebenfalls eine kleine Snackpause ein und wir entscheiden uns, den Abstieg auf der anderen Seite zusammen anzugehen. Dieser Weg ist sehr schön und angenehm zu begehen. Unten kommen wir bei einem Tempel an, der gerade im Umbau ist. Wir schlendern durch und betrachten die prunkvollen Gebäude. Ein Mönch macht uns sogar ein Handzeichen, dass wir den Tempel betreten sollen. Dieser ist wunderschön von Innen anzusehen und es hat ausser uns keine Touristen. Es fühlt sich hier ziemlich echt an. Zudem liegt nicht überall tonnenweise Geld herum, wie in den meisten anderen Tempel, die wir bisher besucht haben. Es ist schön hier und wir geniessen die Atmosphäre. Pünktlich zur Rückkehr in die Stadt, beginnt es zu regnen. Wir entscheiden uns daher den nächsten Bus in Richtung Busbahnhof zu nehmen, um das Busticket für morgen nach Chengdu zu kaufen. Nachdem wir alle nervigen Minivan Betreiber hinter uns gebracht haben, können wir problemlos das Busticket kaufen. Danach gehen wir zur Unterkunft und anschliessend wieder zurück in die Stadt, wo wir ein nettes chinesisches Lokal finden. Sie können kein Englisch, aber es hatte lecker aussehende Gerichte auf Bildern. Manuela gibt der Köchin den Zettel mit dem Hinweis, dass sie Vegetarier ist und wir sind gespannt, was sie uns zubereitet. Wir erhalten zwei unglaublich leckere Nudelsuppen und sind enorm überrascht, dass das ganze lediglich 25 Yen (3.5 CHF) kostet. Dies ist ein wirklich lokales Restaurant und es scheint, als hätten sich die Betreiber gefreut, mal Touristen hier zu sehen. Wir sind vom leckeren Essen mehr als satt geworden und gehen zufrieden zurück zur Unterkunft, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen. 

Kangding – Chengdu 21.09.2019

Heute geht es wieder früh aus den Federn, oder hier besser gesagt aus den Brettern. Wir bereiten unser Frühstück und einen wärmenden Kaffee zu, denn eiskalt ist es hier. Zumindest hatte das Bett eine Heizdecke, so bleibt man über Nacht warm. Danach gehen wir zum Busbahnhof und pünktlich um 7.40 fährt der Bus ab. Wir haben eine ähnlich spektakuläre Busfahrt wie nach Kangding erwartet, aber sie läuft ganz gemächlich über sehr gute Strassen ab. Viele Tunnel wurden gebaut. Bereits um 13.00 Uhr treffen wir in der Grossstadt Chengdu ein und sind schon wieder ein wenig überfordert, von den Hohen Gebäuden, dem Verkehr und den vielen Leuten. Glücklicherweise kommt der Bus gerade neben der U-Bahnstation an. Wir nehmen zwei verschiedene Metrolinien, welche uns in die Nähe unserer Unterkunft bringen. Dort checken wir ein und fragen uns, was wir mit dem angebrochenen Tag noch machen wollen. Wir entscheiden uns, zum Bahnhof zu laufen, welcher nur etwa 2,5 Kilometer entfernt liegt und unsere Tickets für Lhasa abzuholen. Dummerweise wollen sie uns die Tickets ohne Tibet Permit nicht ausstellen und wir müssen wohl oder übel mit leeren Händen zurückkehren. Wir treffen Tony, den Tourveranstalter für Tibet, heute Abend, damit wir ihm das gesamte Geld Bar übergeben können. Leider hat die Überweisung auf das Bankkonto in Hongkong aufgrund der Unruhen nicht geklappt, und wir hatten einen relativ grossen Währungsverlust, weshalb wir uns einigten, den Betrag in Bar zu begleichen. So ganz wohl war es uns ja nicht, tagelang mit Bündeln von Geldscheinen in China rumzuhuschen, aber das wusste ja zum Glück niemand. Als wir Tony in unserer Unterkunft treffen, zählt er die unzähligen 100 Yuan Noten von Hand im Gemeinschaftsraum und packt das ganze Geld ohne mit der Wimper zu zucken in den Rucksack. Er meint lediglich, dass das in China kein Problem sei, händigt uns die ersehnten Permits sowie die Quittung aus und verabschiedet sich von uns. Wir gehen anschliessend in einem Tempel leckeren Hotpot essen, welcher uns der Mitarbeiter der Unterkunft empfohlen hat. Es ist enorm idyllisch hier und gross. Das Buffet ist umfangreich und man kann so viel nehmen wie man will. Wir probieren den typischen Hotpot mit Sichuan Pfeffer, der es in sich hat, aber enorm lecker ist. Man kann alles mögliche an Gemüse in die heisse Brühe werfen, insbesondere viele leckere Pilze. Aufgrund der grossen Auswahl können wir fast nicht aufhören zu Essen und als wir uns endlich dazu entschieden, merken wir, dass wir unsere Bäuche viel zu fest vollgeschlagen haben. Etwas schwerfällig bewegen wir uns zurück zur Unterkunft, wo wir einen entspannenden Abend verbringen. 

Chengdu Panda Sanctuary 22.09.2019

Chengdu ist für die Pandas bekannt, weshalb wir heute das nahegelegene Panda Sanctuary besuchen wollen. Es ist Sonntag und bekanntlich der Tag mit den meisten Leuten, aber den geeigneten Tag können wir uns nicht immer aussuchen. So machen wir uns etwas nach halb 8 Uhr auf den Weg zur nächsten Busstation. Wir müssen nur einmal umsteigen und der Bus fährt regelmässig. So sind wir bereits um halb 9 beim Panda Sanctuary. Hier ist wie erwartet relativ viel los, hat ja das Sanctuary bereits seit einer halben Stunde geöffnet. Wir kriegen jedoch rasch unsere Eintrittstickets und staunen nicht schlecht, wie viele Leute mit einer Art Bus durch das Schutzgebiet fahren. Klar es ist relativ gross, aber so gross auch wieder nicht, dass man nicht gemütlich durch das ganze Gebiet schlendern kann. Wir haben keine Ahnung was uns erwartet. Ist es eine Art Zoo mit Käfigen? Können die Pandas hier überall frei herumlaufen? Muss man sie mühsam in den Bäumen erspähen? Wir werden sehen. Ein Schild weist uns zuerst zu den sogenannten Red Pandas. Wir sind schon ganz aufgeregt und tatsächlich, dort wo sich die meisten Leute befinden, sind auch die hübschen Tiere. Sie werden gerade gefüttert und kriechen aus ihrem Unterschlupf. Die roten Pandas haben eigentlich nicht viel mit den Pandas und Bären gemeinsam, sie gehören ja nicht einmal zur selben Familie. Aus unserer Sicht haben sie eine Ähnlichkeit zu einem Fuchs oder einer sehr zahmen Wildkatze. Sie sind enorm süss und haben unseren Jöö Effekt bereits ausgelöst. Sehr geschmeidig klettern sie in den Bäumen herum und Essen nun ganz bedacht ihr Futter. Es ist also so, dass die Tiere nicht in einem Käfig sind, sondern in einem sogenannten natürlichen Lebensraum. Vermutlich schafft man es jedoch mittels Futter und Wärter, dass sich die Tiere im gewünschten Bereich aufhalten. Es hat jeweils auch ein Hindernis (Graben), so dass die Tiere nicht einfach so auf den normalen Fussweg gelangen können. Nun sind wir aber auf unsere schwarzweissen Kollegen gespannt und die lassen auch nicht lange auf sich warten. Zuerst kommen wir in den Bereich, wo sich eine Mutter mit ihrem Kleinen (besser gesagt Kleinerem, denn er scheint schon relativ gross zu sein) aufhält und offenbar mit ihm spielt. Zudem hängt es ein anderer Panda in einem Baum und lässt alle Viere herunterbaumeln. Ein anderer stützt seinen Kopf ganz faul auf einem Baumstamm auf. Das sieht sehr lustig aus. Es gibt zudem einen Bereich, wo sich ein paar wenige Erwachsene Pandas befinden, in welchem sich interessanterweise noch eine Pfauenfamilie aufhält und einen sehr grossen Bereich mit den Teenagerpandas. Viele der Pandas hängen in wirklich sehr kuriosen Positionen in den Bäumen. Und wenn sie nicht herumchillen, dann fressen sie. Sie beim fressen zu beobachten ist auch sehr amüsant. Ganz geduldig schälen sie ihren Bambus, bis er bereit ist, um ihn genüsslich zu verzehren. Die Tiere sind aber nicht nur lustig, sondern unglaublich süss. Manuela hätte sie ja am liebsten geknuddelt, was ja in einer gewissen Weise ja sogar möglich wäre. Aber da so Aktivitäten mit Tierstreichelzoo allgemein etwas verrufen sind, verzichtet sie auf so eine Aktion. Es ist schliesslich schon ein unglaubliches Erlebnis die Tiere zu sehen, wenn auch nur in halb freier Wildbahn. Um die Mittagszeit kehren wir wieder zurück in die Innenstadt und machen einen erneuten Versuch, um unser Bahnticket nach Lhasa zu erhalten. Mit der korrekten Bewilligung funktioniert es nun, aber alles wird sehr kritisch inspiziert. Egal schlussendlich haben wir das Ticket in der Hand und so müssen wir morgen wegen einer möglichen Schlange am Ticketschalter nicht noch früher da sein. Nun gehen wir ordentlich Shoppen, damit wir einige Essensvorräte für die 36-stündige Fahrt nach Lhasa, sowie in Lhasa selbst haben. Denn wir haben gehört, dass im Tibet, sogar schon in der Grossstadt Lhasa, Lebensmittel teurer sind als im übrigen China. Wir decken uns insbesondere mit Frühstücksflocken und Snacks ein, sowie ein paar Noodle Cups für unterwegs. Zuviel solls ja doch nicht sein. Gegen Abend treffen wir uns mit Elaine und einer Kollegin von ihr. Elaine surfte vor ein paar Jahren auf unserer Couch in der Schweiz. Sie hat nur ein kleines Apartment in Chengdu, will uns aber auf ein Abendessen einladen und uns Chengdu zeigen. Sie ist sogar extra wegen uns etwas früher aus ihrem Wochenendausflug zurück gekommen. Da Chengdu das Hotpot Mekka ist, gehen wir heute nochmals vegetarischen Hotpot essen. Diesmal gibt es als Basis keinen Sichuan Pfeffer, sondern für Manuela Pilze und für Hanspeter Kürbis. Elaine gibt uns gute Tipps, was alles in den Hot Pot passt. Fast wie gestern, haben wir wieder mehr als genug gegessen. Danach führt uns Elaine und ihre Freundin in die Innenstadt, wo wir auf einem luxuriösen Shoppingcenter einen riesigen kletternder Panda aus Metall bestaunen können. Dieser sieht schon von unten eindrücklich aus, aber wir gehen natürlich noch auf die Dachterrasse, um ihn von nahem zu begutachten. Auf der Dachterrasse findet überraschenderweise noch ein Bierfestival mit Musik statt. Elaine lädt uns kurzerhand auf ein leckeres Craft Bier ein und wir geniessen den restlichen Abend hier. 

Leshan 23.09.2019

Auch heute gehen wir früh aus den Federn, denn wir wollen den sogenannten riesen Buddha in Leshan besuchen. Die Stadt ist etwa eine Stunde mit dem Zug und zwei Stunden mit dem Bus entfernt. Eigentlich wollen wir den Zug ansteuern, nur haben wir ausser Acht gelassen, dass heute Montag und jetzt Morgen ist. Die U-Bahnstation ist überfüllt und wir warten bereits eine Weile, um ein Ticket am Automaten zu lösen. Als wir in die bereits überfüllte U-Bahn einsteigen wollen, tun uns das etliche Leute gleich. Wir fühlen uns ohne zu Übertreiben bereits jetzt wie Sardinen. Aber wir sind drin und mit dem atmen geht es noch ganz gut. Wir stellen jedoch mit Schrecken fest, dass an jeder Haltestelle immer mehr Leute einsteigen, aber kaum welche aussteigen. Zudem braucht die Metro immer länger, um die Türe zu schliessen und es hat sogar ein Beamter, der aufpasst, dass nicht noch ein Arm oder ein Bein aus der Tür hinausschaut. Es wird immer enger und enger. Nun merken wir auch, dass die Chancen gering sind, es pünktlich zum Südbahnhof zu schaffen, Tickets zu lösen und den Zug zu erwischen. Also ändern wir auf die letzte Minute den Plan und steigen in einem grösseren Umsteigepunkt um, damit wir zum Busbahnhof kommen. Wir rechnen damit, dass hier mehrere Leute aussteigen, aber das ist weit gefehlt. Wir versuchen uns durch die Menschenmasse durchzukämpfen, aber bereits jetzt kommt ein riesiger Strom entgegen. Nun müssen wir alles geben und einfach ohne Rücksicht auf Verluste die Tür erreichen. Manuela schafft es zuerst nach Draussen und hält aber noch ein Bein rein, damit der Aufpasser das sieht und zieht Hanspeter am Arm. Plötzlich macht es plopp und er ist draussen. Phu, das war Adrenalin pur am frühen Morgen und eine solche U-Bahnfahrt haben wir nichtmal in Peking oder Xi’an erlebt. Mit der nächsten Linie müssen wir glücklicherweise nur eine Station fahren und sie ist nicht so überfüllt. Beim Busbahnhof kaufen wir ein Ticket für den nächsten Bus und stellen da mit Schrecken fest, dass dieser erst in eineinhalb Stunden fährt. Das darf doch nicht wahr sein, weshalb sind wir so früh aufgestanden? Nun alle früheren Busse sind leider bereits voll und daher bleibt uns nichts anderes übrig als warten. Kurz vor 12 Uhr kommen wir schlussendlich doch noch in Leshan an. Aber wo, an irgendeinem Busbahnhof im nirgendwo. Leshan ist nämlich nicht nur ein kleines Kaff, sondern eher eine grössere Stadt (natürlich nichts im Vergleich zu Chengdu, aber trotzdem). Wir warten daher auf den nächsten Stadtbus mit welchem wir bis zu einer Brücke fahren können und müssen dort auf einen anderen Bus umsteigen. Relativ mühsam, aber nach einer weiteren Stunde sind wir endlich beim Eingang zum Riesenbuddha. Unterwegs haben wir zudem noch die Zugtickets zurück nach Chengdu trotz Buchungsgebühren online gebucht, für den Fall, dass sie bald wieder ausverkauft sein werden. Schliesslich wollen wir uns heute Abend nochmals mit Elaine zu einem kurzen Abendessen treffen und den Zug nach Lhasa, Tibet, erwischen. Als wir das Gelände betreten, geht es zuerst einmal ein ordentliches Stück die Treppen hinauf. Man ist ja zuerst über dem 70 Meter hohen Steinbuddha. Zuerst besichtigen wir ein paar Tempel, die sich oben befinden, danach machen wir uns an den Abstieg. Der über 1000 Jahre alte und in Fels gemeisselte Buddha sieht sehr eindrücklich aus, und wir können ihn von jeder Höhenlage bewundern. Es dauert eine Weile bis wir ganz unten sind, denn die Treppen sind schmal und mit den vielen Leuten gibt es einen Stau. Aber irgendwann sind wir unten und fühlen uns neben dem riesigen Buddha so richtig klein. Nachdem wir diesen eine Weile bestaunt haben, geht es auf der anderen Seite wieder die Treppen hoch. Oben angekommen machen wir eine kurze Pause, um ein paar Snacks zu verdrücken. Plötzlich kommt ein Mönch auf uns zu, denn wir jedoch nicht verstehen. Zuerst betrachtet er ziemlich eingehend Hanspeters Bart und dann Manuela’s Lippenpiercing, und will offenbar wissen, ob das echt ist. Etwas merkwürdig, jedoch hat das Lippenpiercing schon einige Male Aufmerksamkeit in China erweckt, wohl ist das hier eine Seltenheit. Danach ist es schon langsam wieder Zeit das Gelände zu verlassen, denn wir müssen mit dem Bus an den Bahnhof und dort unser Zugticket abholen. Wir staunen nicht schlecht, dass hier unter anderem ein ganz traditioneller Holzbus fährt, in welchen wir einsteigen. Am Bahnhof sind wir froh, früh angekommen zu sein, denn wir müssen sicher etwa 20 Minuten anstehen, bis wir unsere Tickets kriegen. Netterweise werden wir sogar noch vorgelassen, sonst hätte es noch länger gedauert. Mit dem Schnellzug gehts zurück nach Chengdu. Natürlich kommen wir gerade zur Feierabendzeit um 17.00 an und zum ersten Mal sind alle der ca. 15 Ticketautomaten besetzt. Wir stellen uns an der kürzesten Linie an, als wir jedoch das Ticket lösen wollen, sehen wir, dass dieser kein Bargeld nimmt. Die nächsten zwei funktionieren entweder gar nicht oder das Münzfach ist ausser Betrieb. Wir verzweifeln langsam. Der Vierte Automat schluckt dann endlich unser Bargeld und wir erhalten die hart erkämpften Metrotickets. Glücklicherweise startet die Metro hier und es hat noch einigermassen Platz, was sich aber schnell ändert. Zurück in der Unterkunft packen wir die letzten Sachen und treffen uns anschliessend zum Abendessen mit Elaine. Heute hat sie ein ganz traditionelles Hotpot Restaurant für uns ausgesucht. Es gibt zwei verschiedene heisse Brühen, eine ganz traditionell Scharfe und eine andere etwas weniger Scharfe mit Tomaten. Wir bestellen diverse Gemüse sowie für Hanspeter etwas Fleisch dazu, um es im Hotpot brutzeln zu lassen. Mit den längsten Stäbchen, mit denen wir je gegessen haben, fischen wir die gegarten Leckereien nach einer Weile wieder heraus. Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben, müssen wir uns leider schon wieder von Elaine verabschieden, denn um halb 10 fährt unser Zug nach Lhasa und wir wollen früh genug am Bahnhof sein. Dort werden unsere Tickets und Permits genau inspiziert und die Kontrollen dauern um einiges länger als üblich. Aber glücklicherweise ist alles in Ordnung und bald darauf sitzen wir im Zug nach Lhasa. Da es bereits Abend ist, machen wir es uns im Liegeabteil bequem und schlafen schon fast, als der Zug los rollt.


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15.09.2019 – 23.09.2019

Shangri-La – Daocheng 15.09.2019

Today, it gets up once more early. Finally we have to catch the bus at 8 o’clock. To our surprise, Serene, the girl from Hong Kong, whom we met two days ago, asks us when we leave. So she will join us, which we are looking forward to. She orders a Didi (online taxi), so we get comfortable to the station. Serene has to get a ticket, but apparently there are still enough available. Funny is the security check for the luggage which is not yet in operation. We leave the luggage through the scanner, but no one controls. At 8 o’clock slowly an employee comes to observe the screen. We have a long drive ahead of us across the border to Sichuan. However, the landscape is spectacular and the road too. We only drive past small villages, which is very unusual for China. There are some security checkpoints where we have to get off and show our passports. Here is a particularly sensitive area, because we are close to Tibet. In addition, many Tibetans live in this region, and there are also a few Tibetans in our bus. Serene is a bit nervous as she is not very welcome at the moment in China with her Hong Kong passport. But the many controls run smoothly. Meanwhile, the road has become adventurous, because apparently there are many landslides and sometimes the bus has to bypass the actual road, as this was washed away. Security rails are not known here and if they have, they are only so low, it wouldn’t help much. The drive goes along a river edge for a long time, and we are hoping that the bus driver will not miss the road, otherwise we’ll be down in the water. We also notice that rockfall is a big problem, then we encounter some vehicles struck by stones. Of course we also see a lot, as we can sit in front with seats 1 and 2, and we watch the bus driver when he looks critically up the hill so he can handle a possible rockfall. But as I said, the landscape is breathtaking. Just before Xiangcheng we turn off and the landscape changes dramatically. Ready with steep cliffs and steep slopes, but we are in the countryside, the so-called Grasslands and drive steadily up a pass. On the way we see many yaks, but also cows, sheep and goats. When we reach the pass at 4600 meters altitude, the bus makes a stop, so we can take some photos. When we return to the main road, about half of the passengers get off, since they are driven by a private taxi directly into the Jading National Park. We discuss the possibility with Serene, but decide against it, because we want to buy some food in Daocheng, Serene still needs camping gear, and she knows a good place to stay overnight, furthermore the private transport is quite expensive. So we stuck with our original plan. On the way, it suddenly starts to rain again, but only for a short time and we hope we will have good weather for our trip to Jading National Park tomorrow. Shortly before Daocheng we drive along an enormously pretty violet and white flower field. When we arrive at the bus station in Daocheng, we are picked up by the hostel owner. It is a friend from the hostel owner in Shangri-La. The owner is Tibetan and the hostel is accordingly decorated. A Taiwanese guy also works here, which is very helpful for us because he speaks perfect English. He gives us some tips about the Jading National Park, even suggesting how to avoid expensive entry fees of 40 USD. However, we do not get all the information, he only mentionned, he has heard once a day a bus drives there, but we would have to inform us at the bus station and should not tell the owner anything (he does shuttle services to the national park). After researching a bit, we find out the unofficial trail is about 1500 meters in altitude and we do not know how Serene can handle the altitude as she has never been so high up. He also says there is a lot of trash at the campgrounds, therefore we decide to take the official route. Then we put our stuff in the room and go to the lounge, where we talk a bit with the Taiwanese guy and warm up on the fire. At about 8 o’clock we go for dinner in a small, pretty, Tibetan restaurant whose owner is a friend of Serene’s friend. The food is delicious and we try the butter tea for the first time. Back at the property, the Taiwanese gives us a little bit of Beidschu to drink and a sweet, actually very expensive liqueur to try before we go to sleep.

Jading National Park 16.09.2010 & 17.09.2019

Today our transport departs again at 8 o’clock and we get up at 6.30, so we can comfortably pack and have breakfast. The owner drives us, as well as a few other guests to the Jading National Park. He even offers to pick us up tomorrow after we are back from the hike. On the way, we stop at a Buddhist temple, which seems to be under construction before heading to Jading National Park. Once there, we buy our entrance tickets and take the shuttle bus to the starting point. Now it is already noon and we first strengthen ourselves with lunch before we set off. There are so many people here and we hope that this will change. The path is well developed with a wooden platform and indeed, the crowd decreases abruptly. Even if the weather is not perfect, because it rains from time to time, we still have a nice view of the impressive surrounding landscape. Around us should be some 6000 meters mountains, but the peaks are mostly in the clouds. After a while, we come to a lake, where we see in the distance the impressive glacier of one of the 6000er mountains. Then we arrive at a meadow with many horses and tons of tourists. We have learned that a chargeable shuttle bus runs next to the footpath and most people are probably driving here. The path has been flat for a long time, but now it’s going slowly but steadily uphill. Almost 400 meters altitude we have to cope with a relatively short distance. We have a great view of a snowy mountain with a glacier, but the summit is still in the clouds. The climb is relatively exhausting and it gets already a bit late. Some people who come back tell us we should turn back. But we want to camp up there. Actually, we would like to visit the so-called five colored lake, but Serene is very tired and we still want to arrive in daylight. Therefore, we postpone it to tomorrow. After a while we reach the Milk Lake, which is very impressive and we enjoy the view. Serene has almost no energy left and we just do not know if we have to turn back. She would like to stay here, but we have heard this is not allowed and can bring a hefty penalty. We have already stowed some things out of her backpack in our luggage, but now Hanspeter takes her backpack and Manuelas. Manuela takes Hanspeter’s backpack. We have realized we will not make it to Snake Lake and finally we find a overnight place about 100 meters in altitude before the pass, which is at 4900 meters altitude.  Hanspeter creates a shelter with a tent pad so we can cook and eat without worrying about the weather. Then we pitch the two tents. Since Serene borrowed the tent from the Taiwanese guy, she has no idea how to set it up. We neither. It has a few single bars and to our pitch, two more break while putting up. Luckily we have a repair kit for exactly two rods and finally Serene’s tent is also able to withstand the aggressive wind. It’s very cold, but luckily we have enough clothes with us. We cook spaghetti and realize it is almost impossible to cook them up here. Nevertheless, a warm meal is incredibly good. There are a few showers and we are therefore glad to be protected. After we have eaten comfortably, we go in the tent. There is a cold night, but luckily we stay quite warm.

At about 8:30 we crawl out of the tent, prepare breakfast and pack our things. At 10 o’clock we are ready to go. Due to yesterday’s learning and since we also have about 15 kilometers to tackle today, we decide to skip the five color Lake and continue the circular route. A short time later we reach the pass, where we have a nice view of the Snake Lake, the originally intended sleeping place. From here you can even see the top of some snow mountains and we have an excellent panorama. Then we continue the hike to another beautiful lake. The weather is also good for us and it hardly rains. After a while we reach a so-called shelter and are shocked about all the garbage here. We are glad we did not stay here. At least the garbage is only here and as we see in other huts, people are even asked to leave their garbage here. It’s probably the reason, the don’t throw the garbage on the way. The landscape otherwise is fantastic and we encounter no human soul. Sadly, Serene is not good with walking already after a short time, because her sneakers hurt. Luckily, her feet are only a little smaller than Manuelas, so Manuela exchanges her hiking boots for Serene’s sneakers. Then we move forward a little faster. Suddenly, from a distance, we see a relatively high pass, which we have to cross and which worries us a little. We put most stuff of Serene’s backpack in our packs and hope we can do it. Steep it goes up and on over 5000 meters above sea level. We hike to the last steep section where Hanspeter unloads his backpack. Then he goes back and carries Serene’s backpack. Meanwhile, Manuela tries to carry her and Hanspeter’s backpack up, but she does not make it very far until they come back. Now it’s just a mental question and half an hour later we’re up on the top, which is covered with prayer flags, and we have a fabulous view. It’s just amazing. Now it is about 3 o’clock and we have to make it back no later than 7, because that’s when the last shuttle bus leaves. We also hope that the owner will pick us up at this time, but actually we have not agreed on any time. After a snack and a breather we start the descent and move quite faster the ascent. We are very happy. The path is lengthened and towards the end we are also haunted by the rain. But in the end we manage to be by shuttle bus until 18.00. Meanwhile, Serene has contacted the owner and he’s already waiting for us in a taxi to bring us back. Since he still has a place available, he is looking for another person who is traveling with us, but will not find it and at 19.30 we are on the way back. Despite all the excitement, this was an absolutely fantastic hike and we regret that we did not have enough time for the four-day trek, which would also exist in the National Park. When we return at 21.00, we go back to the Tibetan restaurant for a delicious dinner and Serene invites us to celebrate the day. We are all pretty exhausted. Tomorrow we want to continue to Litang and unfortunately the minibus departs again at 8.00. In the evening we hang up our wet clothes, pack what we already can and treat ourselves to a well-deserved warm shower. At midnight, we have done everything and fall completely tired into bed.

Litang 18.09.2019

Today it is already at 6 o’clock when we jump out of the bed and pack our things. Luckily, most of our stuff dried overnight. We treat ourselves to breakfast and wait for our transport to Litang. The owner of our accommodation was able to organize the minivan to Litang even cheaper than the official bus, which we would have depart already at 6:00 in the morning. The drive to Litang is beautiful as everywhere in the area. About 4 hours later we reach the, to our knowledge highest located, city, with 3880 meters above sea level. Actually, we would have rather expected a village, but the Chinese have also worked here and are diligent in building. The first impression is not that tingling, but it will change. We are looking for the only known hostel, which may accommodate foreigners in the city and hope they still have a place to sleep for us. Since the prices for double rooms are enormously high, we want to stay in a dormitory. Unfortunately, these are only separated by gender, which is why we finally decide for the double room. After we moved into the room and stretched out our feet, we gather up for an exploration tour. We walk leisurely through the town, where we see all sorts of goods. On the way back we want to stop by the promising cheese shop and also buy some warm socks for Hanspeter. First, however, we go up a little bit through the old town, along many colorful flowers and building paintings, until at the top, where we can see an impressive temple. The building is beautifully situated on the hill and we can admire the surrounding mountains. Even from inside the temple is as we know it, very impressive and magnificent. The driveway to the temple is labeled that you should drive in at walking pace. We are very astonished when an off-road car drives in at a tremendously fast speed, and funny enough, there is even a monk sitting inside the car. After we have seen enough of the temple and its surroundings, we go to the next hill, from where we have a wonderful view of the city and the distance. Then we return to the city, where we can see various buildings, including the residence of the 5th Dalai Lama, which is very impressive. Now we are hungry and looking for some dumplings. We even find a restaurant that prepares vegetarian dumplings. We receive those in a delicious soup. Pretty stuffed we make our way back to the accommodation. On the way we try to buy a few socks for Hanspeter, but it seems impossible to find which ones in his size. Then we look in the cheese shop, which unfortunately does not quite promise what is written. It just seems to be a shop with a variety of baked goods. We buy a roll, which seems to be with cheese. Unfortunately, it is a meat roll with vanilla coating. Now it is evening again and we stay in our accommodation for a while and book the bus to Kangding, which of course departs early at 7 clock in the morning. A little later we go to the street again to stretch our legs. The dumpling soup from this afternoon was more than enough, which is why we don’t have dinner tonight.

Litang – Kangding 19.09.2019

It is 5 o’clock when the alarm rings. We have breakfast and pack our things. Of course, it is not enough that the bus already leaves at 7 o’clock, but the bus terminal is still 3 kilometers away and no one could tell us whether we can catch a taxi at this time. Therefore, we start to walk at 6 o’clock, but after a while a taxi passes us and we take this. Now we have to wait a while for the bus to go. We doze a bit in the bus for a while, until the sun rises. The ride is again very nice, but this time we get pretty much adrenaline during the journey. The closer we get to Kangding, the more trucks drive along the narrow mountain roads. They make a so-called elephant race and it happens several times that two trucks are in front of the bus, side by side. However, they have the brakes under control, so nothing happens. Also, overtaking in the bends is standard, and this with heavy traffic. After about 8 hours we reach Kangding and the first impression disappoints us a lot. It really does seem like a nasty little town. We are just considering whether we want to go to Chengdu tomorrow. However, we have seen there are a few nice hikes in the area and we also need a break from the last few days‘ journey. So we finally decide to spend the day here also tomorrow. Today, however, we do not much and spend the rest of the day at the accommodation. We start talking with two Israelis and decide to have dinner together. Unfortunately, we did not ask them what they want to eat. We learn that they have not travel a lot in China and they do not trust Chinese food. We walk for a while through the city, which is enormously illuminated. Even the Buddhist stones in the mountains are lit. On other hills there are many small lights and it looks like stars are shining. A little crazy, but it still looks funny, at least much better than the city during the day. Fortunately, we find a western restaurant, in which Manuela orders Quesadillas and Hanspeter treat himself to a Yak Burger. Although it is quite expensive here, the portions are very small. On the way back we treat ourselves some stuffed rolls, which are delicious. Then we return to our accommodation, where we stay a while in the lounge, before we go into our freezing room. We have booked dorm beds for the next two days, which do not have mattresses and are as hard as a board, but there is an electric blanket and extra blankets. So we still have a warm night.

Kangding 20.09.2019

Today we can sleep long for the first time since a while and we get therefore up only at 9 o’clock. Actually, we wanted to do a longer hike, but the weather does not look good today, so we change the plan. At about 11 o’clock it seems a bit better and we make our way to the so-called Grasslands, which can be reached from the city. The path is very steep, which is why we are glad it is not too hot today. On the way we pass a hostel that has closed and a note is hanging in front of it. About one month ago, the hostel, which has been run by American owners for 12 years, had to close. We hardly trust our eyes when we read the reason. In China, there seems to be a law that a foreign-owned company must be at least 300 meters away from a government building. That’s incredible. Anyway, we continue our way and soon reach the forest. The walk seems to us a bit strange, because the path leads us through a rather mysterious abandoned cemetery for a quite long time. So, it just has a lot of tombs and prayer flags on the way. Since the path is steep, we have soon a great view. We realize only the city is ugly, but the surroundings are beautiful. After about 2 hours we arrive at the top, where we are suddenly cut off from the city noise and see the other side of the valley. Here the forest ends and it has meadows with probably wild horses. It is beautifully peaceful here and we take a snack break. About half an hour later, our two Israeli friends arrive. What a coincidence, you do not meet a soul, only those two from the hostel. They also take a little snack break and we decide to tackle the descent on the other side together. This path is very nice and pleasant to do. Back in the valley we arrive at a temple, which is currently under construction. We stroll through and look at the magnificent buildings. A monk even makes us a hand signal that we should enter the temple. This is beautiful to look inside and it has no tourists except us. It feels pretty real here. Moreover, there are not tons of money everywhere, as in most of the other temples we have visited so far. It is beautiful here and we enjoy the atmosphere. Just in time for the return to the city, it starts to rain. So we decide to take the next bus to the bus station to buy the bus ticket for tomorrow to Chengdu. After we have passed all annoying minivan operators, we can easily buy the bus ticket. Then we go to the accommodation and after back to the city, where we find a nice Chinese restaurant. They can not speak English, but it has delicious-looking dishes in pictures. Manuela gives the chef the note with the note that she is a vegetarian and we are curious what she prepares us. We receive two incredibly delicious noodle soups and are amazed that it costs only 25 yen (3.5 usd). This is a really local restaurant and it seems like the operators were happy to see tourists here. We have more than enough of the delicious food and go back to the accommodation, where we spend a cozy evening.

Kangding – Chengdu 21.09.2019

Today, it’s time to get up early from the hard bed. We prepare our breakfast and a warming coffee, because it is freezing cold here. At least the bed had an electric blanket, so we stay warm overnight. Then we go to the bus station and punctually at 7.40 the bus departs. We expected a similarly spectacular bus ride like Kangding, but it runs very leisurely over very good roads. Many tunnels were built. Already at 13.00 we arrive in the city of Chengdu and are already a little overwhelmed, from the tall buildings, the traffic and the many people. Fortunately, the bus arrives just next to the subway station. We take two different metro lines, which bring us close to our accommodation. There we check in and ask us what we still want to do with the day off. We decide to walk to the train station which is only about 2.5 kilometers away and pick up our tickets for Lhasa. Unfortunately, they do not want to issue us the tickets without Tibet Permit and we have to return without. We meet Tony, the tour operator for Tibet, tonight, so we can hand over the money for the tour in cash. Unfortunately, the transfer to the bank account in Hong Kong did not work due to the demonstration, and we had a relatively large currency loss, which is why we agreed to pay the amount in cash. So it was not so easy for us to walk around with bundles of banknotes in China, but luckily it was not a problem at all. When we meet Tony in our accommodation, he counts the countless 100 yuan notes by hand in the common room and packs all the money without batting an eyelid in the backpack. He is says this is not a problem in China, and hands us the permits, the receipt and says goodbye to us. After we go to a temple to eat a delicious hot pot, which was recommended by the staff of the accommodation. It is enormously idyllic here and big. The buffet is extensive and you can take as much as you want. We try the typical hotpot with Sichuan pepper, which is enormously delicious but also very spicy. You can throw all sorts of vegetables into the hot broth, especially many tasty mushrooms. Due to the large selection, we can almost not stop eating and when we finally decided to, we realize that we have eaten too much. Somewhat cumbersome, we move back to the accommodation, where we spend a relaxing evening.

Chengdu Panda Sanctuary 22.09.2019

Chengdu is known for the pandas, so today we want to visit the nearby Panda Sanctuary. It’s Sunday and of course, the day with most people, but we cannot always choose the right day. So we go after half past seven on the way to the next bus station. We only have to change once and the bus runs regularly. So we are already at half past eight at the Panda Sanctuary. Here, as expected, a lot is going on, the sanctuary has been open for half an hour. However, we quickly get our entrance tickets and are surprised how many people drive through the reserve with a bus. Sure it is relatively large, but not so big that you can not stroll through the whole area. We have no idea what to expect. Is it a kind of zoo with cages? Can the pandas roam freely everywhere? Do we have to spy them in the trees? We will see. A sign points us to the so-called Red Pandas. We are very excited and of course, where most people are, are also the pretty animals. They are being fed and are crawling out of their hiding place. The red pandas do not really have much in common with the pandas and bears, they do not even belong to the same family. From our point of view, they have a similarity to a fox or a very tame wildcat. They are enormously sweet. Very smoothly, they climb around in the trees and eat their food very carefully. The animals are not in a cage, but in a so-called natural habitat. Presumably, however, they make it possible through food and guards that the animals stay in the desired area. It also has an obstacle (trench) so that the animals can not easily get on the normal footpath. Now we are curious about our black and white friends and it’s not long until they will be coming. First, we come to the area where a mother with her little one (better smaller, because he seems to be relatively large) stops and apparently plays with him. In addition another panda hangs in a tree and lets down all four legs. Another is leaning his head lazily on a tree trunk. That looks all very funny. There is also an area where are a few adult pandas, and interestingly enough, also have a peacock family and a very large area with the teenage pandas. Many of the pandas hang in really very quaint positions in the trees. And if they do not chill around, they eat. Watching them eating is also very amusing. Patiently, they peel their bamboo until it is ready to eat it with relish. The animals are not only funny, but incredibly cute. Manuela wanted to cuddle them, which would be possible in a certain way. But since activities with animal petting zoo are generally a bit disreputable, we do not take such an action. After all, it is an incredible experience to see those animals, if only in half wild. At lunchtime we return to the city center and make another attempt to get our train ticket to Lhasa. With the correct permit it works now, but everything is very critically inspected. In the end, we have the ticket in our hands and so we do not have to be there earlier at the train station tomorrow because of a possible queue at the ticket office. Now we go shopping properly, so we have some food supplies for the 36-hour drive to Lhasa, as well as in Lhasa itself. We have heard about Tibet, even in the big city of Lhasa, food is more expensive than in the rest of China. We buy especially for breakfast some cereal and some more snacks, as well as a few noodle cups. It should not be too much. Toward evening we meet with Elaine and a friend of her. Elaine surfed on our couch in Switzerland a few years ago. She wants to invite us for dinner and show us Chengdu. She even came back from her weekend getaway earlier because of us. Since Chengdu is the hotpot of Mecca, today we are going to eat vegetarian hotpot. This time there is no base Sichuan pepper, but for Manuela mushrooms and for Hanspeter pumpkin. Elaine gives us good tips on what fits in the hot pot. Almost like yesterday, we have eaten more than enough. Afterwards, Elaine and her friend take us to the city center, where we can admire a giant climbing panda made of metal on a luxurious shopping center. This looks impressive from below, but of course we still go to the roof terrace to see him close. Surprisingly, a craft beer festival with music takes place on the roof terrace. Elaine invites us to a craft beer and we enjoy the rest of the evening here.

Leshan 23.09.2019

Even today, we get up early, because we want to visit the so-called giant Buddha in Leshan.  The city is about an hour by train and two hours by bus. Actually, we want to head for the train, but we have ignored today is Monday. The subway station is overcrowded and we wait a while to get a ticket at the machine. When we want to get into the already crowded subway, a lot of people do the same. We already feel like sardines without exaggeration. But we are inside and breathing is still okay. We are horrified, however, that more and more people are getting in at each stop, but hardly any of them get off. In addition, the Metro takes longer to close the door and it even has an official who takes care that not even an arm or a leg looks out the door. It is getting tighter and tighter. Now we also notice that the chances are low, to make it punctual to the South Station, to get tickets and to catch the train. So we change the plan at the last minute and change at a larger transfer point, so we get to the bus station. We expect several people to get off here, but that is not the case. We try to fight through the crowd, but already now comes a huge people stream inside. Now we have to give everything and reach the door. Manuela manages to reach the outside first, but keeps one leg in so the keeper sees it and pulls Hanspeter by the arm. Suddenly it pops and he is outside. Phu, that was pure adrenaline in the early morning and we did not even have such a subway ride in Beijing or Xi’an. Fortunately, with the next line, we just have to drive one stop and it’s not that crowded. At the bus station, we buy a ticket for the next bus and are worried to find that it only departs in one and a half hour. That may not be true, why did we get up so early? Unfortunately all earlier buses are already full and we have no choice but to wait. Shortly before 12 o’clock we finally arrive in Leshan. But the bus station is in the nowhere. Leshan is not just a small town, but rather a bigger city (of course nothing compared to Chengdu, but still). We are waiting for the next city bus with which we can drive to a bridge and have to change there to another bus. Relatively laborious, but after another hour we are finally at the entrance to the giant Buddha. On the way, we have also booked the train tickets back to Chengdu online despite booking fees, in case they will be sold out soon. Finally, we want to meet Elaine for a quick dinner this evening and catch the train to Lhasa, Tibet. When we enter the area, it goes first up the stairs. Then you are over the 70 meter high stone buddha. First, we visit a few temples, which are located at the top, then we start the descent. The more than 1000 years old and carved in rock Buddha looks very impressive, and we can admire it from any altitude. It takes a while to get to the bottom, because the stairs are narrow, and with the many people there is a kind of traffic jam from people. But at some point we are down and feel really small next to the giant Buddha. After we have admired it for awhile, it goes up the stairs on the other side. Once at the top we take a short break to squeeze some snacks. Suddenly a monk approaches us, but we do not understand him. First, he looks closely at Hanspeter’s beard and then Manuela’s lip piercing, and apparently wants to know if that’s real.  Somewhat strange, however, the lip piercing has already aroused attention in China a few times, probably this is a rarity. Then it’s time to leave the area again, because we have to get the bus to the train station and then pick our train ticket. We are astonished when a very traditional wooden bus arrives, in which we get into it. At the station we are glad to arrive early, because we have to wait for about 20 minutes until we get our tickets. Then we take the express train back to Chengdu. Of course we arrive just in rush hour at 17.00 and for the first time all of the approximately 15 ticket machines are occupied. We line up at the shortest line, but when we try to get the ticket, we notice it does not take cash. The next two machines either do not work or the coin pocket is out of order. We are desperate. The Fourth Machine finally takes our cash and we’ll get the hard-earned tickets. Fortunately, the metro starts here and it still has some space, but that changes quickly. Back at the hotel we pack the last things and then we meet for dinner with Elaine. Today she has chosen a very traditional hotpot restaurant for us. There are two different hot broths, one traditionally spicy and another less spicy with tomatoes. We order a variety of vegetables as well as Hanspeter some meat to make it boil in the hotpot. With the longest chopsticks we have ever eaten with, we take the cooked treats out after a while. Unfortunately we have to say goodbye to Elaine after we had dinner, because at half past 9 our train to Lhasa departs and we want to be early enough at the station. At the station our tickets and permits are thoroughly inspected and the checks take much longer than usual. But fortunately, everything is fine and soon we sit on the train to Lhasa. Since it is already evening, we make ourselves comfortable in the bed and sleep almost as the train starts to roll.

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