Asuncion / Salto Suizo

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29.09.2017 – 04.10.2017

Am Freitag heisst es wieder Zelte abbauen in San Rafael und am frühen Nachmittag begeben wir uns auf die lange Busfahrt. 3 Stunden zurück nach Encarnación und dann weitere 7 Stunden um Asunción zu erreichen. Wir kommen gegen Mitternacht an und glücklicherweise werden wir von Ever, unserem Couchsurfing Host, am Busterminal abgeholt. Unterwegs holen wir uns noch ein paar Bierchen und wir plaudern mit Ever bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Am nächsten Morgen heisst es zuerst einmal ausschlafen und uns etwas einrichten. Gegen Mittag machen wir uns dann auf den Weg, aber nicht in die Stadt. In der Nähe unseres Standortes (Lambaré) gibt es einen Aussichtspunkt. Wir schlendern gemütlich den kaputten, schmutzigen Strassen entlang. Ja das muss man schon erwähnen, teilweise ist das Trottoir mit sehr grossen Löchern versehen oder es hört plötzlich auf, zudem scheint es, als ob der Müll oftmals direkt am Strassenrand entsorgt wird. Der Verkehr ist auch nicht gerade ohne, es wird einfach gefahren, wie es gerade geht und die Hauptsache scheint Überholen und Vollbremse, die Busfahrer sind übrigens nicht besser. Wie dem auch sei, zu der heissesten Zeit, nachmittags um drei erreichen wir den Aussichtspunkt, Cerro Lambaré. Von dort aus hat man eine super Aussicht über ganz Asunción. Etwas später machen wir uns wieder auf den Rückweg, da uns Ever noch eingeladen hat, in ein Nachbardorf zu fahren, um ein Oktoberfest zu besuchen. Ja, es wäre unser erstes Oktoberfest überhaupt😉. Ever schlägt zudem vor, dass wir das verlängerte Wochenende – für Paraguay ist der Montag ein Feiertag – den Salto Suizo besuchen können und dort zu zelten. Also packen wir unsere Sachen und los geht’s. Angekommen in Caacupé finden wir ein kleines «Oktoberfest» vor, welches live Countrymusik spielt und deutsches Bier, Würste, Sauerkraut und Apfelstrudel anbietet. Nach einem Bier und reichlich Verpflegung entscheiden wir uns, etwas weiter Richtung unserem Ziel dem Salto Suizo entgegen zu fahren. Als es dann nach Mitternacht ist, sind wir etwas verwirrt, denn unsere beiden Handys zeigen bereits 1 Uhr an, obwohl die Uhr im Fahrzeug noch 00.00 hatte. Nun erfahren wir, dass wir wiederum eine Stunde verlieren, da in dieser Nacht die Sommerzeit beginnt. In Melgarecho, kurz bevor die Strasse sich in eine Dirtroad verwandelt, entscheiden wir uns bei einem Campingplatz still zu halten. Uns wurde gesagt, dass die Gegend etwas unsicher sei um Wild zu campen, weshalb wir dies nicht machen. Mitten in der Nacht schwatzen wir noch etwas mit dem Campingplatzbesitzer, stellen unsere Zelte auf und gehen bald darauf schlafen.

Wir stehen ziemlich spät auf, gehen Proviant für die nächsten Tage einkaufen und machen uns auf den Weg über die Dirtroad zum Salto Suizo. Die Strecke ist sehr holperig, aber schlussendlich kommen wir an. Wir packen unsere Sachen, zahlen den Eintritt, welcher Camping beinhaltet und machen uns beim Wasserfall mit einem Kaffee gemütlich. Als wir unsere Zelte aufschlagen wollen, werden wir jedoch abrupt unterbrochen, Camping sei nur oberhalb des Wasserfalls gestattet. Wir entscheiden uns sodann, dass wir wieder zurück zum Auto gehen, denn mit unserem Gepäck wollen wir den steilen Aufstieg nicht riskieren. Wir fahren «aussen herum», um zum Campingplatz oberhalb des Wasserfalls zu gelangen. Eine Top-Aussicht hat man da. Jedoch haben wir bereits bei der Hinfahrt bemerkt, dass das Wetter langsam aber sicher umschlägt und keine 30 Minuten nach unserer Ankunft, zieht ein heftiges Gewitter über unsere Köpfe hinweg. Zum Glück haben wir die Zelte noch nicht aufgebaut und das Gewitter dauert auch nicht allzu lange. Etwas später als es wieder aufklart, ist es bereits wieder dunkel und wir bereiten erstmals unser Abendessen zu. Anschliessend stellen wir unsere Zelte auf und gehen bald einmal schlafen. Zum Salto Suizo ist zu sagen, dass dieser wunderschön ist und sich eine Fahrt dorthin für zwei drei Tage Camping durchaus lohnt. Allerdings ist er nicht leicht zu erreichen und man geht vorzugsweise mit einem geländegängigen Auto.

Den nächsten Tag starten wir gemütlich. Nach einem Frühstück gehen wir noch auf einen Aussichtspunkt nahe beim Salto. Ein ziemlich steiler Aufstieg, der sich allerdings auszahlt. Da es am Vortag geregnet hat, ist der Aufstieg auch nicht gerade leichter, aber schlussendlich erreichen wir unser Ziel doch ziemlich bald. Die «Berge» sind ja auch nicht gerade tausende Meter hoch. Der Ausblick ist jedenfalls super und man sieht so weit, dass man die Erdkrümmung am Horizont erblicken kann. Am Nachmittag gehen wir noch im Salto Suizo baden, bevor wir uns auf den längeren Heimweg machen.

Heute machen wir uns noch auf den Weg, um die Innenstadt von Asunción anzuschauen. Diese ist in Rund 40 Minuten mit dem Bus erreicht. Gemütlich schlendern wir durch die teils gut, teils weniger gut erhaltenen Bauten aus der Kolonialzeit. Die Innenstadt von Asunción ist im Vergleich zur Einwohnerzahl sehr ruhig und gemütlich. Der Einbahnverkehr hält sich in Grenzen und es benötigt nicht viel Zeit, die vielen Quer- und Längsstrassen zu überqueren. Nachdem wir das ein- oder andere Museum besichtigt haben, und etwas im Parque de Uruguay entspannten, suchen wir eine gemütliche Kneipe auf. Auf der einen Seite ist die Innenstadt wirklich schön, auf der anderen Seite sind die zerfallenden Gebäude und Strassen, die im Unterhalt stark vernachlässigt werden. Daher benötigt man wohl nicht mehr als ein paar Stunden, um die Altstadt zu erkunden. Am Abend schaffen wir es wieder einmal den Bus in die falsche Richtung zu nehmen und treffen entsprechend erst ein paar Stunden später in unserem Viertel ein. Da es schon spät ist und wir noch nichts gegessen haben, beschliessen wir kurzerhand, uns ausnahmsweise im Pizza Hut zu verpflegen. Am Abend plaudern wir noch etwas mit Ever und verabschieden uns, da wir am Folgetag weiter nach Bolivien gehen wollen. Der Plan war zuerst, dass wir noch Concepción und den Norden bereisen, jedoch sind die Informationen mehr als dürftig, so dass wir entweder für die Besichtigung des Chaco ein Auto benötigen oder die Flussfahrt nach Bahia Negra, welche drei Tage dauert, in immensen Kosten enden kann, um nach Bolivien zu gelangen – falls überhaupt noch möglich.

Am Morgen bleiben wir noch etwas im Haus von Ever, packen unsere Sachen und machen uns am frühen Nachmittag auf den Weg zum Busbahnhof. Wir wissen nicht, wann der Bus fährt, Gerüchten zu folge sei dies jedoch am «frühen Abend». Wir marschieren daher die 5 Kilometer zu Fuss, um am Busbahnhof zu erfahren, dass der einzige Bus nach Santa Cruz, Bolivien, um 20.00 fährt. So wie es scheint gibt es da nichts zu verhandeln mit dem Fahrpreis, alle verlangen 350’000 Guaranis (ca. 60.- Sfr.), was eigentlich vollkommen in Ordnung ist für 24 Stunden Fahrt. Wir lassen unser Gepäck bewachen, kaufen ein paar Chipas (das leckere paraguayanische Brot/Käsegebäck), decken uns ordentlich mit Verpflegung für die lange Fahrt ein, lesen in unserem Reiseführer und Jassen bis der Bus kommt. Der Bus ist mehr als dürftig. Zumindest hat er eine Toilette, aber er sieht etwas aus, als hätte er schon viel durchgemacht, die Fenster schliessen nicht wirklich und die Sitze halten auch nur halbwegs. Kurz nachdem wir losgefahren sind, gibt es jedoch schon etwas zu essen, das wiederum haben wir nicht erwartet und das Essen ist sogar lecker. Nach ca. einer halben Stunden Fahrt werden wir durch die erste Polizeikontrolle aufgehalten, welche auch bei Weitem nicht die letzte ist. Die Fahrt ist anstrengend, es geht jedoch noch bis zum letzten grösseren Dorf Mariscal Estigarribia. Die letzten 200-300 km vor der Grenze sind äusserst holprig und man hat den Eindruck, dass der Bus nächstens kippen wird. Vermutlich muss er auch schlangenlinien Fahren aufgrund der ganzen Schlaglöcher in der Strasse, von welchen wir gehört haben, dass die teilweise bis zu einem Meter tief sein können. Schlussendlich sind wir aber gut frühmorgens an der Grenze angekommen, das Gepäck wird dort ca. 3x durchsucht, aber wichtig ist, dass wir unsere Aus- und Einreisestempel erhalten haben.


English Version

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29.09.2017 – 04.10.2017

On Friday it’s time to leave San Rafael and take another long busjourney. It takes 3 hours back to Encarnación and from there 7 hours to Asunción. We arrive around midnight and luckily Ever, our Couchsurfing host, pick us up on the station. On the way to his home we grab a few beers and talk until the late night.

The next morning, we sleep long and make us comfortable there. Around noon we go out, but not in the city. Close to our location (Lambaré) is a viewpoint. We walk easy-going along the broken and dirty road. That must be mentioned the footpath has sometimes pretty big holes or it just finish, furthermore it seems that the rubbish will be store there directly on the streets. The traffic is also quite heavy and a bit dangerous, they just drive how it just works and the most important seems to overtake or fast brake, bye the way the bus driver aren’t better. Anyway, on the hottest time during the day, at 3 in the afternoon we reach the viewpoint. There is a perfect view about Asunción. A little bit later we go back, as Ever invited us to drive in the neighbour town to join an October fest. Yes, it would be our first anyway in our life😉 Ever suggested us spending together the longer weekend – it’s public holiday on Monday – and drive afterwards to the Salto Suizo, a waterfall where we also camp there. So we pack our stuff and go on the way. Arrived in Caacupé we find a little “Oktoberfest», which plays life countrymusic and serves german beer, sausage, sauerkraut and apple strudel. After a beer and a good meal we decide us, to drive further in direction Salto Suizo. At midnight we’re a bit confused as our watches already shows 1.00 but then we realise it turns to summer time this night and we loose again one hour. In Melgarecho shortly before the road turns in a dirt road, we decide to stop on a campground. People around tell us is not safe to wild camp, as we decide not to do it. In the middle of the night we talk a bit with the owner of the campsite, pitch our tent and soon go to sleep.

We get up pretty late, buy some food for the following days and make us on the way over the dirt road to Salto Suizo. The track is very bumpy but finally we arrive. We pack our stuff, pay the entrance, which includes camping too and we make us comfortable by sitting close to the waterfall and having a coffee. When we want to pitch our tent, we are immediately interrupted, camping is only allowed above the waterfall. Therefore we decide walking back to the car, as we don’t wanna risk the very steep track with all our luggage. We drive “outside around» to reach the camping area on the top of the waterfall. A top-view we’ve there. But by driving there we already notice that the weather is gonna be changed and withing the next 30 min after our arrival a quite heavily thunderstorm starts. Luckily we havn’t pitch our tents yet and the thunderstorm doesn’t endure long. As the sky clears up a bit, it’s already dark and we prepare first our dinner. Afterwards we pitch our tent and go to sleep. It needs to be said to the Salto Suizo, that it’s very beautiful and it is really worth to drive there out for a few days to camp. However it’s not easy to reach and it’s better to go there with a 4 wheel drive – but it works also without…

The next day we start chilled. After the breakfast we walk to the view point close to the salto. It’s a pretty steep track, but it pays out. As it’s been raining yesterday, it’s pretty wet and slippery, which doesn’t make it easier. Finally we reach our target soon. The «mountains» are also not thousends meters high. The view is amazing and we see that far, that it displays the earth curves in the horizon. In the afternoon we go for a swim in the salto suizo, before we start our long journey back home.

Today we visit the downtown of Asunción. It’s reached by a 40 minutes bus ride. Unhurried we stroll trough the some good, some not so good maintained buildings from the colonial times. The downtown of Asunción is compared to the number of inhabitants very calm and comfortable. The traffic is also not that heavy and it doesn’t take lots of time to cross the many streets. After visiting some of the museum, relaxing in the Parque de Uruguay, we search a nice bar. In one hand the city is very beautiful, but in the other hand there are like buildings they’re about to break down and streets which are not maintained. We think it’s enough to spend a couple of hours to visit the old city and get an impression. In the evening we manage it again to take the right bus in the wrong direction, so we arrive a few hours later than expected. As it’s already late when we arrive we decide exceptional eat in the Pizza Hut for dinner. In the evening we talk with Ever and say goodbye, as we will travel to Bolivia the next day. We planned first going to Concepción and visit the north, but getting information is not easy, and many people tell us to visit the Chaco it’s necessary having a car. A affordable river cruise to Bahia Negra takes about 3 days and it’s not sure if we can travel there further to Bolivia, and especially for an affordable price. So we decide heading on directly to Bolivia tomorrow.

In the morning we stay a bit in the house of Ever, pack our stuff and go in the early morning to the busterminal. We don’t know, what time the bus leaves. According to some hints it’s in the early evening. So we walk the 5 km way by foot to be informed that the next and only bus to Santa Cruz is at 8 pm. It seems also that prices for the bus trip are not negociable as everyone wants 350’000 Guaranies (that’s around 60.- SFr.) which is completely ok for a 24 hours ride. We let our luggage guarded at the station, buy some Chipas (delicious Paraguayan cheesbread), get some food for the trip, read in the travel book and play “Jass” until the bus arrives. The bus is not in a very good state. At least there is a toilet, but it looks like as the bus already had hard times, the windows don’t close and the seats are also quite moving. A little bit after the start they already serve some food, which we didn’t expect and the food is also delicious. After about one hour drive we are the first time stopped by the police for a control, and it will by far not be the last one. The journey is very exhausting, but the road is not so bad until Mariscal Estigarribia. The last  200-300 km before the bolivian boarder is very very bumpy and it seems like the bus is nearly about to topple over. Probably he has also to drive many sinuous lines because of the holes in the street, which we heard they can be there about 1 meter deep. Finally we arrive well in the early morning at the boarder. The lugagge are controlled about 3 times there, but the important thing is, that we get the stamps to travel out Paraguay and travel in Bolivia.

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