Washington 2 & Montana

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21.09.2018 – 30.09.2018

Olympia 21.09.2018

Heute fahren wir zurück nach Everett, wo wir Jen und ihre Familie besuchen werden. Wir lassen es uns jedoch nicht nehmen, auf dem Rückweg noch etwas Sightseeing zu machen. Wir haben festgestellt, dass der Herbst hier endgültig angekommen ist, denn die Blätter der Bäume haben die unterschiedlichsten Farben, was sehr schön ist. Wir fahren Richtung Olympia, wobei wir unterwegs den ein oder anderen Zwischenstopp machen. Schlussendlich entscheiden wir uns jedoch, Olympia zu umfahren und bereits etwas weiter nördlich über eine Brücke Richtung Seattle zu fahren. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön und angenehm zum Fahren, bis wir auf die Interstate gelangen. Eine Interstate ist eine Art grosse Autobahn und hat oftmals 4 oder mehr Spuren. Natürlich sind die Strassen rund um Seattle vollkommen verstopft und wir kommen nur sehr langsam voran. Nach etwa 2 Stunden und 10 Kilometer weiter, entscheiden wir uns die Ausfahrt zu nehmen und fahren ein grosses Stück auf den kleinen, verwirrenden Nebenstrassen. Kurz vor Everett gelangen wir nochmals auf die Interstate, aber hier hat sich der Verkehr glücklicherweise gelöst und kurz darauf treffen wir bei Jen ein, wo wir herzlich begrüsst werden. Zum Abendessen gibt es leckeres, indisches Essen und wir geniessen einen schönen Abend zusammen mit der gesamten Familie.

Everett 22.09.2018 – 24.09.2018

Wir haben in den nächsten Tagen in Everett vor, Molly etwas umzubauen und vorallem auch mal wieder zu säubern. Wir sind sehr froh, dass wir die kleine Werkstatt von Jen und Nate brauchen können und so die notwendigen Werkzeuge bereits vorhanden sind. Nach dem Umbau sollte es möglich sein, dass wir die Sitze, wo wir darauf schlafen, einfach in normale Sitze konvertieren können. Wir haben uns daher entschieden, dass wir ein dreiteiliges Brett mit Scharnieren installieren werden, so dass es einfach zusammenfaltbar ist. Wir gehen dafür in einen Baumarkt einkaufen, wo wir eine Weile stecken bleiben. Danach schauen wir uns um nach Gurtschnallen, denn für die Rückbank sind die Gurte zwar vorhanden, jedoch fehlt das Gegenstück, also die Schnalle. Dafür gehen wir zuerst auf einem Autofriedhof schauen, jedoch scheint der Verkäufer an unserem Anliegen nicht interessiert zu sein, weshalb wir diesen Ort sofort wieder verlassen. Wir versuchen unser Glück weiter bei Geschäften, die auf den Verkauf von Autoteilen spezialisiert sind, jedoch auch ohne Erfolg. So kommt es, dass wir wieder zurück zu unserer Bleibe fahren, um mit den Mollyarbeiten zu beginnen. Dummerweise regnet es gerade, weshalb es sich nicht anbietet, draussen an Molly zu arbeiten. Hanspeter beginnt drinnen mit den Vorbereitungen. Bald jedoch ist schon wieder Abend und Manuela geht zusammen mit Jen kurz fürs Abendessen einkaufen. Wir bereiten heute Tortilla für unsere Gastgeber zu. Nachdem wir diese genüsslich verspeist haben, plaudern wir noch eine Weile und entspannen uns anschliessend im wohltuenden Hot Pot (warmes Sprudelbad) im Garten.

Den heutigen Tag beginnen wir gemütlich und wir telefonieren zuerst einmal mit Manuela’s Eltern. Das Wetter ist bedeutend besser und Hanspeter kann nun das “faltbare Bett” einbauen. Danach putzen wir Molly so richtig gründlich heraus. Zwischenzeitlich hat sich Jen unserem Problem mit der Gurtschnalle angenommen und etwas gefunden, das günstig ist und passen würde. Perfekt, sie werden morgen geliefert. Am späteren Nachmittag treffen wir noch Alex, der ja freundlicherweise unsere Papiere für Molly aufbewahrt hat, da diese postalisch zugestellt wurden. Wir plaudern eine Weile mit ihm, er nimmt sich noch unserem Problem mit der Hupe von Molly an, findet aber leider auch keine Lösung. Schon wieder ist es spät geworden und wir fahren schleunigst zum Safeway, um für das heutige Abendessen einzukaufen. Wir lassen es uns nicht nehmen, wenn wir schon die Gelegenheit haben, nochmals ein Käsefondue zuzubereiten. Dazu bereitet Jen natürlich noch ihr leckeres Schokoladenfondue zu. Mit vollen Bäuchen lassen wir es heute nicht allzu spät werden und gehen bald einmal schlafen.

Auch heute starten wir mit einem Telefonat in den Tag – diesmal mit Hanspeter’s Eltern. Danach widmen wir uns den letzten, einfachen Arbeiten an Molly. Wir wollen die Gurte in der vorderen Rückbank entfernen, da es diese Rückbank nicht mehr gibt und so der Ausstieg seitlich etwas einfacher wäre. Einfach ist besser gesagt als getan, denn die Gurte sind so gut fixiert, dass es für uns schlussendlich ein stundenlanges Unterfangen ist, bis wir alles entfernt haben. Am späteren Nachmittag sind die Gurtschnallen eingetroffen und wir müssen diese nur noch montieren, weshalb wir nochmals in den Baumarkt fahren. Wieder zurück, fixiert Hanspeter die Gurtschnallen und somit sind alle Arbeiten, die wir machen wollten, getan. Wir verbringen einen gemütlichen Abend mit leckeren Spaghettis zum Abendessen.

Everett – Skykomish 25.09.2018

Heute gehen wir weiter und nehmen Abschied von Jen und ihrer Familie. Es war sehr schön, an diesen tollen Ort zurückkehren zu dürfen. Wir wollen jedoch südostwärts fahren mit dem nächsten grösseren Ziel, dem Yellowstone National Park. Wohin wir jedoch sonst noch gehen werden, ist im Moment noch unklar. Wir wissen jedoch schon seit Südamerika, dass unsere Wanderschuhe dringend ausgetauscht werden müssen, da diese sozusagen auseinanderfallen. Jen hat uns einen Outlet empfohlen, nicht weit von hier und auf dem Weg weiter. Dort angekommen sind wir jedoch ziemlich überrascht, denn wir haben unter Outlet einen grossen Laden mit Sonderangeboten erwartet. Jedoch ist es nicht nur ein grosser Laden, sondern eine Shoppingmeile mit allen möglichen Markenläden, die ihre Artikel zu Sonderpreise verkaufen. Wir shoppen eine ganze Weile und Manuela findet sogar zwei paar günstige Wanderhosen, da sie davon auch keine Ganzen mehr hat und neue Turnschuhe. Die geliebten New Balance zur Hälfte des Originalpreises. Wanderschuhe sind jedoch etwas dünn gesät und wir finden nichts passendes. So kommt es, dass wir noch zum Outdoorgeschäft Cabelas fahren, wo wir uns je ein paar neue Wanderschuhe gönnen. So, Shopping erledigt, aber wo ist die Zeit schon wieder hin? Bereits nach 5 Uhr und wir sind knapp einmal 20 Meilen von Everett entfernt. Wir merken schnell, dass es heute nicht mehr allzu weit geht und haben auf unserer IOverlander App einen Übernachtungsplatz in der Nähe von Skykomish ausgemacht. Skykomish, was für ein lustiger Name. Wir fahren jedoch noch etwas weiter, wo wir in den National Forest einbiegen. Der Übernachtungsplatz finden wir inmitten des Waldes schön an einem Fluss gelegen, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen.  

Leavenworth – Lake Chalan 26.09.2018

Nachdem wir gefrühstückt haben, geht unsere Fahrt weiter Richtung Leavenworth. Die Umgebung ist sehr schön, herbstlich und bergig. Etwas vor Leavenworth haben wir einen kurzen, aber steilen Wanderweg gefunden, den wir machen. Dieser führt uns auf einen Felsen, von wo aus wir eine tolle Aussicht über das ganze Tal haben. Kurze Zeit später erreichen wir Leavenworth, wo wir Molly einmal parken. Leavenworth ist wie ein traditionell, österreichisches Dorf, welches von österreichischen Einwanderer gegründet wurde. Wir gönnen uns in einem Bistro einen Kaffee und kaufen etwas von der hausgemachten Schokolade, welche sehr lecker ist. Dann spazieren wir ein wenig durch die Strassen und besichtigen die hübschen kleinen Läden, unter anderem einen Hutladen. Als wir alles eingehend bestaunt und besichtigt haben, geht es weiter, da wir noch einen längeren Weg vor uns haben. Nach Leavenworth verändert sich die bergige Umgebung schlagartig in Prärie, alles scheint sehr trocken und karg, vorallem aber heiss. Als wir in die Nähe von Lake Chalan kommen, wird die Umgebung deutlich grüner. Im Dorf Chalen biegen wir von der Hauptstrasse ab, fahren am See entlang und anschliessend auf einen Hügel, wo unser Übernachtungsplatz sein sollte. Ziemlich abgelegen wird es und etwas vor unserem Ankunftsplatz sehen wir sogar noch ein Reh. Wir finden einen wunderschönen Campingplatz am See vor, an welchem wir den restlichen Tag verbringen.   

Coulee Dam – Spokane – Montana 27.09.2018

Heute geniessen wir die Morgensonne, bevor es weitergeht. Wir fahren wieder dieselbe Strecke bis zum Highway und geniessen die Aussicht auf den leuchtend blauen Lake Chalan. Weiter geht es durch steppenartige Landschaft, und wir stellen während der Fahrt fest, dass es im Columbia River oder einfach hier in der Umgebung wohl viele Dämme gibt. Einer ist der Coulee Dam, auf den wir von einer hohen Aussichtsplattform hinunterschauen können. Sehr eindrücklich. Wir fahren weiter Richtung Spokane und treffen auf unglaublich flaches Gelände und vor allem gerade Strassen. Spokane selbst scheint lediglich eine grössere Stadt zu sein und nachdem wir Molly getankt haben, fahren wir weiter. Diesmal ein wenig nordostwärts. Die Region scheint ziemlich verlassen, die Dörfer werden immer kleiner und schon bald sind wir an der Grenze von Washington zum Bundesstaat Idaho. Da der Bundesstaat Idaho an dieser Stelle ziemlich schmal ist, besichtigen wir lediglich einen Damm den wir unterwegs noch finden. Nun verlassen wir Idaho, und fahren bereits nach Montana. Hier haben wir einen netten Gratiscampingplatz ausfindig gemacht, der etwas beliebter scheint als jener gestern, was wohl auch an der einfachen Erreichbarkeit liegt. Wir können zum Glück noch das letzte freie Plätzchen ergattern. Während dem Abendessen sehen wir ein wunderschönes Abendrot am Himmel, weshalb wir kurz an den See gehen, um dieses zu bestaunen.

Fahrt zum Glacier Nationalpark 28.09.2018

Wir haben uns natürlich überlegt, was wir auf dem Weg zum Yellowstone noch alles machen könnten und haben dabei den Glacier Nationalpark entdeckt. Wir wissen, dass die berühmte Going to the Sun Road gegen Ende September schliesst, aber gemäss der offiziellen Website scheint sie noch offen zu sein. Als wir den Wetterbericht begutachten, stellen wir fest, dass morgen gegen Abend Schnee gemeldet ist und Tags darauf auch. Also entscheiden wir uns, heute direkt zum Park zu fahren, damit wir diesen morgen noch besichtigen können. Wir fahren im T-Shirtwetter los und können es uns im Moment gar nicht vorstellen, wie es wäre im Schnee zu sein. Aber es ist uns durchaus bewusst, dass wir ein wenig vorwärts kommen sollte, denn Schnee zu Beginn des Oktobers sei in dieser Region nicht so ungewöhnlich. Zuerst fahren wir die Bull River Road hoch, wo wir bereits an dem ein oder anderen schönen Plätzchen halten, bevor wir wieder auf den Highway gelangen. Den nächsten Stop machen wir an den Kootenay Falls. Wir wandern zuerst zu einem hübschen Aussichtspunkt auf die Fälle und danach zu einer Hängebrücke, die doch ziemlich schmal ist, aber von wo wir eine wundervolle Aussicht haben. Wieder zurück bei Molly fahren wir weiter zu den Thompson Lakes und dem McGregor Lake, die wir auch noch kurz besuchen, bevor wir Kalispell erreichen. In Kalispell fahren wir sozusagen nur durch, dafür gehen wir kurz nach dem Städtchen zu einer hübschen Raststätte an einem kleinen See, wo wir unseren Mittagslunch verzehren. Nun sind es nur noch 35 Meilen bis zum Eingang des Glacier Nationalparks, welche wir schnell hinter uns bringen. Wir entscheiden uns auf den Campingplatz beim Parkeingang zu übernachten, unter anderem auch da wir gehört haben, dass die meisten Campingplätze im Park bereits geschlossen sind. Zudem wollen wir den morgigen Tag nutzen, um ganz in Ruhe den Nationalpark anzuschauen. Wir finden ein schönes Übernachtungsplätzchen und besichtigen den See. Hier stellen wir fest, dass wir wieder in einer Bergregion angekommen sind, denn hinter dem See können wir einige schneebedeckten Berge erspäen. Unterwegs haben wir noch das Spiel “Montanaopoly” gekauft, ähnlich wie Monopoly, jedoch mit Attraktionen aus Montana, mit welchem wir den Grossteil des Abends verbringen.

Glacier Nationalpark Tag 1 29.09.2018

Wie erwartet, beginnt der heutige Tag bewölkt, jedoch trocken. Wir haben uns gestern an der Karte des Parkes orientiert und uns nebst der Fahrt durch die Going to the Sun Road für 3 Wanderungen entschieden. Wir fahren bis zum Startpunkt der ersten Wanderung und stellen unterwegs fest, dass viele Aussichtspunkte abgesperrt sind. Als wir am ersten Ziel ankommen, sehen wir, dass die Strasse für die Weiterfahrt gesperrt ist. Wir parken und packen unsere Sachen für die erste Wanderung zum Avalanche Lake. Bevor wir uns jedoch auf den Weg begeben, fragen wir noch kurz beim Ranger nach, ob denn da kein durchkommen sei. Er teilt uns mit, dass sie bereits vorsorglich die Strasse gesperrt haben, da sie am Nachmittag mit Schneefall rechnen. Ja, das wissen wir, aber bis am Nachmittag wären wir auch wieder weg… Es gibt also kein Durchkommen zumindest nicht momentan. Wir starten nun zum Wanderweg, der entsprechend stark frequentiert ist, da wir wohl nicht die Einzigen sind, die heute durch den Nationalpark fahren wollten. Der Avalanche Lake ist jedoch sehr schön und von einigen Bergen umgeben. Wir verweilen etwas und bemerken, dass bereits einige Schneeflocken fallen und kehren wieder zurück. Leider ist die Strasse nach wie vor gesperrt und da bleibt uns nichts anderes übrig als umzudrehen. Wir machen noch Halt beim Visitor Center, wo uns empfohlen wird, doch noch zum Osteingang über den Highway zu fahren. Wir können ja von dieser Seite noch 17 Meilen in die berühmte Strasse hineinfahren. Da das Wetter hier nicht allzu schlecht ist und wir doch noch etwas mehr vom Glacier Nationalpark sehen wollen, fahren wir diesen fast 100 Meilen langen Umweg zum Osteingang. Unterwegs erleben wir wohl alles, von Sonnenschein, Wind und Regen, worauf plötzlich Schnee folgt. Zuerst nur ein wenig, dann jedoch immer mehr, die Strassen sind aber noch in Ordnung. Manuela entdeckt auf der Karte die Two Medicine Lakes, welche wir von unserem Montanaopoly als Sehenswürdigkeit kennen. Also machen wir noch kurz einen Abstecher dorthin. Es geht ziemlich steil bergauf und die Strasse wird immer weisser. Als wir dann in die Nebenstrasse fahren, um zu den Seen zu gelangen, ist die Strasse komplett mit Schnee bedeckt. Wir fahren trotzdem. Unterwegs machen wir noch einen kleinen Spaziergang zu einem hübschen Wasserfall. Als wir schliesslich bei den Two Medcine Lakes ankommen, hängen die Wolken tief und wir können knapp den See mit den Bergen erkennen. Irgendwie doch schön dieser Schnee, aber wenn wir an Molly denken, ist uns schon nicht so wohl mit genau einem Winterpneu, aber geschlagen hat sie sich bisher wacker. Wir verspeisen unseren Mittagssnack in Molly, da es doch etwas zu kalt ist, um längere Zeit draussen zu bleiben. Nun geht es weiter und wir realisieren erst jetzt, dass noch einige Arbeit auf Molly zukommt. Im Schneckentempo fahren wir auf der teils glatten, teils schneebedeckten Strasse hinauf und hoffen, dass wir den Pass bald erreichen. Oben angekommen, geht es wieder hinunter, bis wir den Highway erreichen. Dort hat sich glücklicherweise kaum Schnee angesetzt, wir sind jedoch ziemlich erstaunt, als wir von Zeit zu Zeit Kühe über die Strasse trotten sehen. Als wir endlich beim Campingplatz ankommen, sind eigentlich alle Einrichtungen geschlossen, es hat aber trotzdem ziemlich viele Campinggäste für diese Wetterverhältnisse. Wir haben am ein oder anderem Ort etwas Holz gesehen, weshalb wir dieses einsammeln und Hanspeter ein gemütliches, vor allem wärmendes Feuer entfacht. Wir sind irgendwie ziemlich erstaunt über den Temperaturunterschied, gestern noch im T-Shirt und heute müssen wir Handschuhe und Mütze hervornehmen. Und es ist wirklich kalt, einmal mehr sind wir über unsere Schlafsäcke enorm froh.

Glacier Nationalpark Tag 2 30.09.2018

Heute ist es weiss, überall. Die Türen sind schon fast eingefrohren, als wir aus Molly steigen. Brrrr… weg hier. Zumindest einen Kaffee brauen wir, bevor wir losfahren. Es dauert noch eine Weile, bis wir den Schnee und das Eis auf Mollys Windschutzscheiben wegkriegen. Aber zumindest regnet, besser gesagt schneit es nicht. So starten wir unsere Erkundungstour auf der Ostseite des Parkes. Keine 100 Meter entfernt von der Stelle wo wir genächtigt haben, sehen wir einen Bären und dazu noch einen ziemlich grossen. Klar, es ist ja auch Herbst (oder Winter…), so sollten sie sich jetzt den Grossteil des Winterspecks angefressen haben. Wir haben uns gestern schon Gedanken gemacht, ob hier in der Nähe ein Bär ist, denn neben unserem Stellplatz haben wir bereits Anzeichen dafür gesehen. Nun aber geht es weiter, zuerst am St. Mairy Lake entlang in den Glacier Nationalpark. Im Hintergrund können wir bereits einige Berge erkennen, aber es ist halt schon ziemlich stark bedeckt, so dass die Aussicht bei schönem Wetter wohl noch um einiges besser wäre. Aber es ist schon jetzt eindrucksvoll, je weiter wir hineinfahren, desto mehr hohe Berge treten zum Vorschein. Aber auch die Strasse wird immer weisser und so langsam verstehen wir, weshalb der Pass, der noch ca. 1000 Meter höher gelegen ist, geschlossen ist. Auf dem Rückweg können wir nochmals Bären beobachten. Zuerst Einen alleine, und danach noch eine Mutter mit ihrem Jungen. Schon nur deswegen hat es sich gelohnt, und wie immer, haben wir das Bärentreffen überhaupt nicht erwartet. So nun aber ab in den Süden, in die Wärme. Zuerst jedoch haben wir die Hoffnung in der nächsten Stadt Browning, einen Kaffee oder etwas Warmes zu finden. Als wir Browning erreichen ist dieses kleiner als erwartet und da heute Sonntag ist, scheint abgesehen von einer Tankstelle, nichts geöffnet zu haben. Dafür ist das Benzin günstiger (etwa 75 rp der Liter), als wo wir bisher waren, was ja eigentlich nur Alaska und Washington ist. Wir tanken voll und fahren weiter. Die Ebenen in Montana sind enorm eindrücklich. Wir sehen unterwegs einige Rehe, machen bei einer Raststätte unseren Mittagshalt, wobei es immer noch enorm kalt ist, so dass wir Molly nicht verlassen. Der nächste Stopp machen wir in Great Falls bei einer Tankstelle, wo wir duschen können. Aber auch hier ist es noch kalt und als wir weiterfahren, schneit es wieder.  Wir haben etwa 120 Meilen südlich einen Campground entdeckt und hoffen dort auf Wärme. Als wir jedoch wieder vermehrt aufwärts fahren, schwant uns nichts gutes und wir sind wieder im Schnee. Schön ist es aber trotzdem. Der einfache Campingplatz ist hübsch im Wald gelegen und wir sind sozusagen die Einzigen. Der Abend ist aber noch kälter als gestern. So gehen wir bald nach dem Abendessen schlafen.


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21.09.2018 – 30.09.2018

Olympia 21.09.2018

Today, we drive back to Everett to visit Jen and her family again. But first we do some sightseeing. We realized the fall arrived here, then the leaves of the trees are very beautiful colorful. We drive towards Olympia and make some stops from time to time to enjoy the area. Finally, we decide not to drive into Olympia, but a bit north to a bridge, which brings us close to Seattle. The road is very scenic and calm, until we reach the busy Interstate. Of course the traffic around Seattle is crazy and we move on very slowly. After 2 hours and 10 kilometers later we decide to take the exit road and drive quite of a distance on small roads until Everett. A bit before Everett we get again on the interstate, but the traffic is much better. Soon we arrive and are warm-heartendly welcomed by Jen and her family. For dinner we have a very delicious indian food and we enjoy a very nice evening with the whole family.

Everett 22.09.2018 – 24.09.2018

For the next days we planned some work on Molly, to convert the bed into back seats and clean it. We’re very lucky to use Jen’s and Nate’s workroom with all the necessary tools. We decided to make the converted bed out of three pieces of wood, which will be together with hinches, so it’s foldable. We go shopping in the construction supply store, where we stick for a while. Then we have a look for seat belt buckles, as those are missing on the back seats and we’ve a look at a junk yard and in an autoparts stores, but without any success. So, we drive back to our temporary home to start with the work. Unfortunately, it starts to rain quite heavily, why it’s not so inviting to work outdoors. So, we end up that Hanspeter does some work inside and Manuela goes together with Jen shopping for dinner. We prepare a Tortilla, probably better understand as a Fritata, for dinner. After we’ve eaten it, we talk a while and finally we go in the very relaxing Hot Tube in the garden.

We start this day relaxed and phone first with Manuela’s parents. The weather is way better and Hanspeter starts to install the “folded bed”. Then we clean up Molly quite intensively. Besides that, Jen investiged in our problem with the seatbelt buckle and find a cheap suitable one online. Perfect, they’ll be delivered tomorrow. The later afternoon we meet Alex, as he kindly received our papers for Molly. We talk a while together and looked into our problem with the horn, but also doesn’t find a quick solution, but he can explain us, how it works and how to test it. As it’s already evening we drive to the safeway and go shopping for tonights dinner. Of course, as we have the occasion, we prepare again a cheese fondue. Like the last time, Jen also prepares a delicious chocolate fondue – amazing. The meal is so enriched that we wouldn’t need to eat for the next few days. Full with great food, we are all a bit tired and go not too late to bed.

Also this day we start with a phone call, this time with Hanspeters parents. Then we do the last simple work on Molly. We want to get rid off the seat belts from the back bench in front, as the bench doesn’t exist anymore and the hop off would be easier from the back. In the afternoon the seat belt buckles for the back seats in the back arrive and we just need to install them, why we go again to the work shop. Back again, Hanspeter installs the buckles and now, all the work we wanted to do, is finally done. We spend a relaxed evening with delicious pasta for dinner.

Everett to Skykomish 25.09.2018

Today, we move on and have to say goodbye to Jen and her family. It was so nice, that we could come back to this amazing place. We want to drive south east to reach the Yellowstone Nationalpark in the next few days. What else we want to do on the way there, we have no idea yet. What we know already since South America is, that we need to replace our hiking boots, as they’re completely worn out and broken. Jen recommended us an Outlet store not far away and on the way we want to continue. When we arrive there, we’re pretty much surprised, then we thought an Outlet will be one store with different kind of goods. But it isn’t, there are all the    brands as a own store represented, which offers their sales special. We wander a while through all the stores and Manuela finds two new hiking trousers and new sneakers. Here favourite New Balance shoes for the half price. There aren’t many hiking boots and we don’t find suitable ones for us. Finally, we end up in the Outdoor Store Cabelas, where we find a new pair of hiking boots each. Now, we’ve finished shopping, but where’s the time going? It’s already after 5 pm and we’re only 20 miles from Everett away. Soon, we realize, we won’t drive far today and we’ve found an IOverlander place in the National Forest near Skykomish. Skykomish, sounds for us as a quite funny name. We drive a bit after Skykomish and find the spot in the middle of the forest, located at a river. There we spend a very relaxing evening.  

Leavenworth – Lake Chalan 26.09.2018

After breakfast we continue our drive towards Leavenworth. The environment is very beautiful, autumn feeling and mountains. Just before Leavenworth we find a short but steep hike we make. This leads us to a rock, from where we have a great view over the whole valley. A short time later we reach Leavenworth, where we park Molly. Leavenworth is like a traditional Austrian village founded by Austrian immigrants. We treat ourselves to a coffee in a bistro and buy some of the homemade chocolate, which is delicious. Then we walk a bit through the streets and visit the cute little shops, including a hat shop. When we have thoroughly admired and visited the town, the journey goes on, because we still have a long way today. After Leavenworth, the mountainous environment changes abruptly in prairie, everything seems very dry and barren, but especially hot. When we get near Lake Chalan, the area becomes much greener. In the village of Chalan we turn off the main road, drive along the lake and then on a hill, where our overnight stay should be. It gets pretty out of the way and just before our arrival place we even see a deer. We find a beautiful campsite on the lake, where we spend the rest of the day.

Coulee Dam – Spokane – Montana 27.09.2018

Today we enjoy the morning sun before continuing. We drive the same distance back to the highway and enjoy the view of the bright blue Lake Chalan. It continues through step like landscape, and we notice during the trip that there are many dams in the Columbia River or just around here. One is the Coulee Dam, where we’ve a nice overlook from a high viewing platform. Very impressive. We continue towards Spokane and hit incredibly flat terrain and especially straight roads. Spokane itself seems to be a bigger city and after we have fueled Molly up, we drive on. This time a little bit northeast. The region seems rather deserted, the villages are getting smaller and soon we are on the border of Washington to the State of Idaho. Since the state of Idaho is quite narrow at this point, we only visit a dam we find on the way. Then we already leave Idaho and drive into Montana. Here we find a nice free campsite, which seems a little more popular than the one yesterday, what is probably due to the easy accessibility. Fortunately, we get the last free spot. During dinner we see a beautiful sunset in the sky, why we quickly go to the lake to marvel it.

Drive to Glacier Nationalpark 28.09.2018

Of course we thought about what else we could do on the way to Yellowstone and discovered the Glacier National Park. We know, the famous Going to the Sun Road closes towards the end of September, but according to the official website, it still seems to be open. When we look at the weather report, we notice, it will be snowing tomorrow evening and the day after. Therefore, we decide to drive directly to the park today, so we can visit it tomorrow morning. We start with very sunny weather and we can´t imagine at the moment, what it would be like, to be in the snow. But we are well aware that we should move on soon, because snow at the beginning of October is not so unusual for this region. First, we drive up the Bull River Road, where we already stop at one or two nice spots, before we get back on the highway. The next stop are the Kootenay Falls. We first walk to a pretty vantage point on the falls and then to a suspension bridge, which is quite narrow, but from where we have a wonderful view. Back at Molly, we continue to the Thompson Lake and McGregor Lake, which we also visit shortly before we reach Kalispell. In Kalispell we drive through and we go just after the town to a nice rest stop on a small lake, where we eat our lunch. Now it is only 35 miles to the entrance of the Glacier National Park, which we quickly pass. We decide to spend the night at the campsite, because we have heard that most campsites in the park are already closed. In addition, we want to have the whole tomorrow to enjoy the National Park. We find a nice place to stay and visit the lake. Here we find out, we are back in mountain region, because behind the lake we can see some snowy mountains. On the way we bought the game „Montanaopoly“, similar to Monopoly, but with attractions from Montana, and we play it the most of the evening.

Glacier Nationalpark day 1 29.09.2018

As expected, the day starts cloudy but dry. Yesterday we took a look at the map of the park and, in addition to driving through Going to the Sun Road, we decided to do 3 hikes. We drive to the starting point of the first hike and notice on the way that many sightseeing points are closed. When we arrive at the first destination, we see the road is closed for the onward journey. We park and pack our things for the first hike to Avalanche Lake. But before we go on the way, we ask the ranger if there is no way through. He informs us, they have already closed the road as a precaution, as they expect snowfall in the afternoon. Yes, we know that, but by the afternoon we would be gone… So there’s no getting through, at least not right now. We start now to the trail, which is correspondingly heavily frequented, since we are probably not the only ones who wanted to drive through the national park today. The Avalanche Lake is very beautiful and surrounded by some mountains. We linger a bit and notice that some snowflakes already fall and return again. Unfortunately, the road is still closed and there is nothing left for us to do but turn around. We stop at the Visitor Center, where they recommend us, still to drive to the east entrance on the highway. From this side we can drive 17 miles into the famous street. Since the weather here is not too bad and we still want to see something more of the Glacier National Park, we drive this almost 100 miles long detour to the east entrance. On the way we experience everything, from sunshine, wind and rain, whereupon snow suddenly follows us. At first only a little, but then more and more, but the roads are still ok. Manuela discovers on the map the Two Medicine Lake, which we know from our Montanaopoly as a landmark. So let’s just make a short trip there. It is quite steep uphill and the road is getting whiter. When we drive into the side street to get to the lakes, the road is completely covered in snow. We drive anyway. On the way, we take a short walk to a pretty waterfall. When we finally arrive at the Two Medicine Lakes, the clouds are hanging low and we can barely see the lake with the mountains. Somehow nice this snow, but when we think of Molly, we are not so comfortable with exactly one winter tire, but she made it amazing so far. We eat our lunch snack in Molly, as it is a bit too cold to stay outdoors for a longer time than necessary. Now it goes on and we realize there is still some work to do for Molly. Slowely, we drive on the partly smooth, partly snow-covered road and hope we reach the pass soon. Once at the top, it goes down again until we reach the highway. Fortunately, there was hardly any snow there, but we are quite surprised when we see cows walking across the street from time to time. When we finally arrive at the campsite, all facilities are actually closed, but it still has quite a few camping guests for these weather conditions. We have seen some wood, why we collect this and Hanspeter lights a cozy, above all warming fire. We are somehow quite surprised by the temperature difference, yesterday we were wearing a T-shirt and today we have to put on gloves and hat. Additionally, it is really cold, once again we are very happy about our sleeping bags.

Glacier National Park day 2 30.09.2018

Today it is white, everywhere. The doors are almost frozen as we climb out of Molly. Brrrr … get away from here. We brew at least one coffee before we leave. It’ll takes a while we get rid of the snow and ice on Molly’s windshields. But at least it rains now, better said, it does not snow. So we start our exploration tour on the east side of the park. Not 100 meters away from the Place where we spent the night, we see a bear and a pretty big one. Sure, it’s autumn (or winter …), so they should now have eaten enough for the winter. Yesterday we already thought about whether there is a bear nearby, because near to our site we have already seen signs. Now we continue, first along St. Mairy Lake. In the background we can already see some mountains, but it’s already pretty much covered, so that the view in good weather would be a lot better. But it is already impressive, the further we go, the more high mountains appear. But even the road is getting whiter and we are beginning to understand why the pass, which is still about 1000 meters higher, is closed. On the way back we can observe bears again. First one alone, and then a mother with her cub. Already because of that it was worth, and as always, we did not expect the bear sighting at all. But now off to the south, into the warmth. First, however, we have the hope in the next town, Browning, to find a coffee or something warm to drink. When we reach Browning this is smaller than expected and since it is Sunday, apart from a gas station, nothing seems to have opened. But the gasoline is cheaper (about 75 rp the liter), than where we were so far, which is only Alaska and Washington. We fill up and drive on. The plains in Montana are very impressive. We see some deer on the way, make our lunch at a rest stop, but it’s still very cold, so we do not leave Molly. We make the next stop in Great Falls at a gas station where we can take a shower. But even here it is still cold and as we drive on, it’s snowing again. We discovered a campground about 120 miles south and hope for warmth there. However, as we drive uphill again, it doesn’t look good and we are back in the snow. It is nice, though. The simple campsite is nicely situated in the forest and we are the only ones. The evening is even colder than yesterday, so we go to sleep soon after dinner.

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