California 1 & Nevada

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14.11.2018 – 20.11.2018

Las Vegas & Arizona Hot Springs 14.11.2018

Nachdem wir ungestört auf dem Parkplatz ruhen konnten, machen wir uns frühmorgens auf den Weg zu den Arizona Hot Springs. Der Weg verläuft grösstenteils flach. Es gibt verschiedene Pfade und wir nehmen einfach jenen Weg, der uns am meisten zusagt. Nach einer Weile geht es etwas bergauf und wir erreichen eine beeindruckende Felsformation. Nach etwa 3 Meilen erreichen wir die heissen Quellen. Wir wollen aber noch etwas weiter zum Colorado River. Da es aber keinen Weg um die Hotsprings gibt, ziehen wir bereits jetzt unsere Badesachen an. Das erste Becken ist nichtmal Knöcheltief, aber enorm heiss, so dass wir das Gefühl haben, es verbrennt unsere Füsse und wir gehen schnell zum Nächsten. Dieses ist schon etwas besser von der Temperatur, da wir uns aber noch nicht ganz daran gewöhnt sind, fühlt es sich immer noch sehr heiss an. Das dritte und vorerst letzte Becken hat dafür die perfekte Temperatur. Danach kommen wir wieder auf festen Untergrund und kommen mit einem Herrn ins Gespräch, der wohl oft hier ist und die Pools bewartet. Er teilt uns mit, dass das vorderste Becken etwa 43 Grad aufweist, das andere etwa 40 bis 41, zudem habe es noch eines mit 39 Grad. Wir gehen zum Colorado River und müssen dafür eine Leiter hinabsteigen. Der Weg dorthin ist nicht weit und da wir bereits die Badesachen anhaben, lässt es sich Manuela nicht nehmen ein erfrischendes Bad im Colorado River zu nehmen. Die Aussicht auf die bevorstehenden heissen Quellen und das gute Wetter ist einfach zu gut. So kehren wir zurück und gönnen uns ein warmes, entspannendes Bad an diesem tollen Örtchen. Nachdem wir schön aufgeweicht sind, machen wir uns auf den Rückweg, wobei wir nicht denselben Weg nehmen, wie wir gekommen sind. Während es zuerst immer schön gemächlich geht, stehen wir plötzlich vor einer Wand, wo wir hinauf müssen. Das irritiert uns zuerst ein bisschen, aber es geht dann trotzdem gut. Wir kommen noch an zwei oder drei solcher Hindernisse vorbei, weshalb wir Molly erst am frühen Nachmittag erreichen. Wir wollen zum Lake Mead und dem Hoover Damm fahren, um zu Mittagessen. Als wir einbiegen, um die besagten Orte zu erreichen, stehen wir zuerst mal eine Weile im Stau. Es scheint als wollen heute alle diesen Hoover Damm besuchen. Wir entscheiden uns dagegen und machen dafür einen Stopp bei einem Aussichtspunkt auf den Lake Mead. Wir haben hier eine tolle Aussicht auf diesen schön blauen See und sind schon ziemlich erstaunt, dies in der Nähe von Las Vegas vorzufinden. Aber auch hier hat es zuviele Leute, um in Ruhe Mittag zu essen, weshalb wir noch etwas weiterfahren. In Boulder City, einem Vorort von Las Vegas, finden wir einen Park, wo wir endlich gemütlich zu Mittag essen können. Als wir jedoch etwas genauer in die eine Ecke des Parkes sehen, staunen wir nicht schlecht, hier ein paar Dickhornschafe zu sehen. Wir haben so oft während Wanderungen nach denen Ausschau gehalten und sie nie gesehen, nun dafür hier. Wir sind begeistert. Wir haben uns spontan entschieden, in Las Vegas ein Hotelzimmer zu buchen, da die Autoübernachtungsmöglichkeiten eher rar und verhältnismässig teuer sind. Über die Bookers App finden wir für erschwingliche 50 Dollar ein nettes Doppelzimmer, was wir jetzt ansteuern. Der Verkehr wird immer dichter und die Autobahnspuren verdoppeln und verdreifachen sich. Es ist ziemlich eindrücklich in diese Stadt hineinzufahren. Sozusagen Mitten in der Stadt, aber auch nahe bei den Hauptsehenswürdigkeiten befindet sich unser Hotel. Es ist hübsch eingerichtet, einfach die Hochzeitskapelle in der Eingangshalle wirkt etwas speziell, aber lustig. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, ist es bereits dunkel und wir machen uns zu Fuss auf den Weg in die Stadt, zum sogenannten Las Vegas Strip. Wir wissen, dass dieser lang ist, aber wir denken, dass wir das problemlos meistern werden. Nach etwa 2 Meilen erreichen wir die erste Attraktion, die Stratosphere. Dies ist ein hoher Turm, auf welchen man hinauf kann, um die Aussicht zu geniessen und/oder ein paar Action Aktivitäten zu machen, wie Bungee Jumping. Wir entscheiden uns den Eintritt auf den Turm zu gönnen, sowie eine Fahrt mit einer der Achterbahnen. Bevor unzählige Stockwerke mit einem hochgeschwindigkeits Lift bewältiget werden, geht es zuerst zu einem “Fotoshooting”. Oben angekommen, geniessen wir den Ausblick über die Stadt und besprechen, welche Bahn wir ausprobieren wollen. Unsere Bahn ist zwar etwas langsam, dafür fährt sie uns hoch über Las Vegas hinaus, wo wir eine unglaubliche Aussicht haben und uns in luftiger Höhe über den Gebäuderand hinaus im Kreise drehen. Das war sehr eindrücklich aber auch schnell wieder vorbei. Wir geniessen eine Weile die Aussicht vom Turm, bevor es wieder hinunter geht, wo sich im Erdgeschoss eine riesige Kasinohalle befindet. Das ist etwas, was wir in Las Vegas noch lernen müssen, dass eigentlich jeder Gebäudekomplex primär mit einem Kasino ausgestattet ist und dann noch weitere Attraktionen bietet. Wir setzen jedoch unseren Stadtspaziergang fort. Es scheint als wäre der Strip wie in verschiedene Teile anderer Städte nachgebaut. Wir erreichen zuerst Venedig, welches mit offensichtlich kostspieligen Kanälen und Gondeln hübsch nachgebaut ist. Der Aussenbereich ist aufwändig und eindrücklich, aber vielleicht doch etwas kitschig gemacht. Innen befindet sich dann ein riesiger Spielsalon. Danach gelangen wir nach Paris, wo dessen Wahrzeichen, der Eiffelturm, nachgebaut ist. Es gibt noch einen künstlichen Vulkan, welcher sich The Mirage nennt und gerade als wir ankommen, bekommen wir noch die letzte Züge des Ausbruchs zu sehen. Danach gehen wir zu den Fountains of Bellagio, wo wir einem äusserst eindrücklichen Springbrunnen zuschauen können, welcher auf die Begleitmusik abgestimmt ist. Danach schlendern wir weiter entlang der Strasse und verweilen ein wenig im Gebäudekomplex Paris, dessen Decke wie der Himmel aussieht und wo wir uns einen leckeren Drink gönnen. Danach wagen wir uns an einen der unzähligen Spielautomaten. Irgendwie scheinen alle Spielautomaten nach dem gleichen Prinzip zu funktionieren, weshalb wir uns einfach an Einen ran setzen. Mit 30 Cent kann man theoretisch bereits spielen. Da der Automat aber nur Noten annimmt und man für 30 Cent nur spielen kann, wenn man einen sogenannten Check hat. Wir lassen mal ‘ne Dollarnote hinein, können noch am Hebel ziehen und dies ein paar Mal wiederholen. Wir gewinnen sogar kurz mal ein paar Dollar, die wir aber kurz darauf wieder verlieren. Sobald man aufhört zu spielen, erhält man einen Check mit dem aktuellen Guthaben. Dieses ist aber nun unter den besagten dreissig Cents, weshalb dieser an und für sich nutzlos ist. Wir versuchen unser Glück noch einmal an einen anderen Automaten, nachdem aber auch dieser ein paar Dollarnoten gefressen hat, geben wir auf. Es war lustig, aber wir haben nicht das Gefühl irgendwas an den Automaten gewinnen zu können. Wie gesagt, viele haben ein unterschiedliches Design, aber im Grunde funktionieren alle Automaten gleich. Natürlich kann man auch die typischen Spiele, wie Black Jack, Poker und Roulette spielen, aber an diese wagen wir uns nicht heran, da die wohl ein höheren Einsatz als 30 Cent fordern. Irgendwie sind wir ziemlich müde, denn es ist bereits nach Mitternacht und wir haben noch etwa 6 Kilometer bis zu unserem Hotel vor uns. Also machen wir uns langsam auf den Weg, der uns unendlich lang vorkommt und unsere Füsse schmerzen. Es wird uns bewusst wie viele Kilometer wir heute zu Fuss gemacht haben, denn die Wanderung zu den Arizona Hot Springs war ja auch am heutigen Tag. Total erschöpft erreichen wir unser Hotel, wo wir uns bald gemütlich ins Bettchen kuscheln und eindösen.

Death Valley Nationalpark 15. – 17.11.2018

Wir schlafen heute ordentlich aus und geniessen die letzten Stunden im Hotel. Da im Hotelpreis das Frühstück nicht inbegriffen ist, entscheiden wir uns auf dem Parkplatz bei Molly zu frühstücken. Irgendwie wissen wir heute nicht so recht, was wir wollen, lediglich in Richtung Death Valley. Dafür müssen wir zuerst einmal wissen, in welche Richtung wir fahren müssen. Nachdem wir etwas geplant haben, geht es los. Zuerst fahren wir nochmals durch den Strip, um die Gebäudekomplexe zu sehen, für welche es gestern nicht gereicht hat, wie die Pyramide, New York etc. Es ist spannend das ganze mal bei Tageslicht zu sehen, obwohl die Stadt mit ihren tausenden von Lichtern in der Nacht viel magischer wirkt. Nachdem wir die eindrücklichen Gebäude eingehend bestaunt haben, geht es wieder zurück in die Natur. Wir fahren einen kleinen Umweg, sodass wir etwas ausserhalb von Las Vegas auf eine Nebenstrasse gelangen. Dabei passieren wir eine schöne Gegend, wo wir eine Aussicht auf nette rote Berge haben. Nach diesem kleinen Abstecher, erreichen wir wieder einen grösseren Highway der uns nach Pahrump führt. Hier wollen wir noch kurz vor dem Death Valley etwas einkaufen. Die Landschaft wird danach sehr karg, jedoch trotzdem beeindruckend. Als wir die Kreuzung erreichen, wo wir in den Death Valley Nationalpark hineinfahren, befindet sich da gefühlt nur ein Hotel mitten im Nirgendwo. Die Stimmung ist sehr speziell und im Moment haben wir das Gefühl, dass es in diesem Nationalpark wohl etwas einsam wird. Aber nichts da, als wir spontan zu einer Attraktion hinfahren, hat es dort ziemlich viele Leute. Wir können hier auf das sogenannte Badwater hinunterschauen, welches sich höhentechnisch unter dem Meeresspiegel befindet. Badwater wird die Region hier genannt, da die extremen Bedingungen dem Boden die Nährstoffe entnommen haben und so ein Überleben jeglicher Spezies erschwert. Wir geniessen die Aussicht auf die hügelige Landschaft sehr und freuen uns auf das was sonst noch in diesem Nationalpark auf uns wartet. Für heute jedoch ist genug und wir suchen einen gemütlichen Campingplatz auf, wo wir einen sehr schönen Abend verbringen.

Wir machen uns heute bereits früh auf den Weg. Denn nachdem wir im Touristencenter noch eine Karte ergattert haben, haben wir festgestellt wie riesig dieser Nationalpark eigentlich ist. Wir fahren heute nochmals etwas zurück, wo wir das sogenannte Badwater besichtigen, welches 85 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Es ist eine Art Salzwüste und es erinnert uns sehr stark an die Salar de Uyuni. Sehr eindrücklich ist es hier und wir geniessen diese spezielle Landschaft. Wir merken, dass man auf dieser Salzfläche das Distanzgefühl verliert, denn alles scheint näher als es ist. Danach fahren wir wieder der Strasse entlang zurück, aber nicht sehr weit, um zuerst eine sehr kurze Wanderung zu einer imposanten Steinbrücke zu machen und anschliessend die farbigen Hügel zu besichtigen, die sich Artist Palette nennen. Wir schliessen die Badwater Road ab, indem wir eine längere Wanderung durch den Golden Canyon machen. Zurück in Furnace Creek, wo wir gestern übernachtet haben, machen wir eine Mittagspause und schauen beim Visitor Center vorbei, um zu erfahren ob die Strasse zum Yosemite Nationalpark vom Norden her zugänglich ist. Sie ist, das kann aber jederzeit ändern, wenn das Wetter umschlägt. Irgendwie wollen wir nicht mehr unbedingt an die Kälte, aber der Yosemite würde uns eben schon reizen. Wenn wir aber die Zufahrt über die Nordseite nicht nehmen können, müssten wir einen grossen Umweg machen. Wir lassen diese Frage mal noch offen, denn erst morgen, wenn wir aus dem Death Valley fahren, sollten wir wissen, in welche Richtung es gehen soll. Wir machen uns mit dieser Information auf den weiteren Weg durch den Nationalpark. Wir entscheiden uns einen etwas grösseren Abstecher zum Ubehebe Krater zu machen, der etwa 60 Kilometer entfernt liegt. Da wir heute keine sonderliche Lust auf Abenteuerrouten haben, heisst es auch, dass wir den ganzen Weg wieder zurückfahren müssen. Denn nach dem Krater wird die Strasse zu einer holpriger 4×4 Route, welche eigentlich auch mit einem guten 2WD Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit bei trockenem Wetter befahrbar ist. Wir fahren aber noch zum Krater, wobei wir durch die mondähnliche Landschaft kaum aus dem Staunen kommen. Beim Vulkankrater angekommen, windet es enorm stark. Dies führt dazu, dass wir nicht allzu lange den eindrücklichen Krater bestaunen und bald wieder in unsere windgeschützte Molly zurückkehren. Zurück auf der normalen Strasse, besuchen wir die Mesquite Flat Sand Dunes, auf welchen wir etwas umherspazieren. Danach geht es direkt zum gratis Campingplatz, den wir gerade noch erreichen bevor es dunkel ist und wir glücklicherweise den letzten verfügbaren Stellplatz erwischen. Wir verbringen einen angenehmen Abend auf diesem Platz, der gerade mal für etwa 10 Campinggäste gebaut ist. Wir werden sogar noch von einem Fuchs heimgesucht, der wohl hier auf Nahrungssuche ist.

Heute ist der letzte Tag im Death Valley und wir schauen, wie es weitergehen soll. Nach dem Frühstück machen wir noch einen Umweg durch die Emigrant Canyon and Wildrose Road. Als wir noch einen weiteren Abstecher über die Charcoal Kiln Road machen wollen, um ein paar bemalte Steine zu sehen, wird die Strasse so schlecht, dass wir umkehren müssen. Irgendwie haben wir gerade ein Deja Vue, mit den geplatzten Reifen bei den Chlorids Mural vor ein paar Tagen und das wollen wir nicht wiederholen. Wir hätten auch zu Fuss weitergehen können, aber die Strasse ist so eng, dass wir nirgends gescheit parkieren können. Also fahren wir ein Stückchen rückwärts, wo wir wenden können und steigen für ein paar Fotos aus. Es kommt noch der ein oder andere PW, aber keiner geht weiter als wir und alle drehen wieder um, abgesehen von den Offroad Fahrzeugen. Daher gehen wir wieder zurück auf die Emigrant Canyon Road, wobei wir jetzt etwas nervös sind auf den bevorstehenden ungeteerten Abschnitt. Aber mit genügend Geduld, manövriert Hanspeter Molly problemlos durch die sehr enge Strasse. Wieder zurück auf der Hauptstrasse vom Death Valley, entscheiden wir uns, dass wir definitiv den Ausgang Richtung Yosemite Nationalpark nehmen werden. Auch wenn wir nach wie vor kein Empfang haben und die Passstrasse in den Vorjahren zum selben Datum bereits geschlossen war, vertrauen wir auf den Wetterbericht, dass momentan kein Niederschlag vorgesehen ist. Gestern wurde uns ja noch bestätigt, dass die Strasse offen ist. Zum krönenden Abschluss des Death Valley Nationalpark kommen wir noch an einem sehr hübschen Aussichtspunkt auf die Mondlandschaft vorbei. Das Gebiet wird auch als Übungsgelände für Kampfjets gebraucht, was wir durchaus nachvollziehen können, da es ein sehr schwieriges Gelände zu sein scheint. Wie dem auch sei, wir sehen heute keine. Wir setzen unsere Reise fort und kommen zuerst am Dörfchen Lone Pine vorbei. In Bishop machen wir einen Einkaufsstopp, wo wir unsere Vorräte aufstocken und zum ersten mal wieder Netzempfang haben. Es scheint nach wie vor, dass die Passstrasse offen ist und der Wetterbericht sieht, abgesehen von den Temperaturen über Nacht, gut aus. Gemäss den Zahlen aus dem Vorjahr stellen wir aber fest, dass die Passstrasse noch nie so lange geöffnet war, was wohl auch ein Zeichen für die globale Erwärmung ist. Wir versuchen nun einen nicht allzu hoch gelegenen Übernachtungsplatz zu finden, aber unter 6000 Fuss (ca. 2000 Meter) gibt es hier einfach nichts. Es wird schon langsam Abend und wir kommen an einer hübschen Landschaft mit einem azurblauem See vorbei. Der erste Campingplatz hat bereits saisonal geschlossen und der nächste ist lediglich eine Raststätte. Wir fahren weiter und steuern einen Gratiscampingplatz an, ob 6000 oder 7000 Fuss spielt heute auch keine Rolle mehr. Wir treffen bei diesem wunderschönen Campingplatz etwas vor dem eindunkeln ein und können es kaum glauben, dass dieses Juwel gratis ist. Leider braucht es eine Genehmigung zum Feuer machen, weshalb wir darauf verzichten. Am Fluss nebenan sehen wir bereits Eis und wir befürchten, dass diese Nacht kalt wird. Sobald die Sonne untergeht wird es wieder kalt, eiskalt und wir kramen unsere Mützen und Handschuhe hervor. So kommt es, dass wir einmal mehr kurz nachdem wir unser Abendessen verspeist haben, in Molly verschwinden und noch eine Weile Jassen. Es wird aber so kalt, dass man das Gefühl hat, alles was nicht im Schlafsack ist, einfriert und daher verkriechen wir uns bald ganz.

Yosemite Nationalpark 18.11.2018

Der heutige Morgen ist sehr kalt und uns ist nicht danach aufzustehen. Trotzdem kriechen wir bereits etwas nach 6 Uhr aus den Schlafsäcken und bereiten einen Kaffee zu, bevor wir aufbrechen. -6 zeigt Molly’s Innentemperatur an, -10 Grad Celsius war die tiefste Aussentemperatur heute Nacht – wahrscheinlich auch die Kälteste bisher. Aber trotzdem haben unsere Schlafsäcke uns nicht frieren lassen. Rückblickend waren diese wahrscheinlich eine der besten Investition für unsere Reise. Nicht weit von hier befindet sich die June Lake Junction, wo es einen Rundweg vorbei an verschiedenen Seen gibt. Wir entscheiden uns, diesen kleinen Abstecher noch kurz zu machen. Die Seen sind sehr schön und wir stellen fest, dass sich hier ein Winterresort befindet, welches jedoch noch nicht geöffnet hat. Wieder zurück auf der Strasse erreichen wir schon bald die Abzweigung, welche auf die Yosemite Passstrasse führt. Hier sind wir erleichtert, alles ist noch offen, denn wenn nicht, hätten wir mindestens einen 200 Meilen langen Umweg fahren müssen. Die Umgebung über die Bergstrasse ist atemberaubend und schon bald erreichen wir den ersten See im Park, welcher natürlich gefroren ist. Es ist etwa 8 Uhr und immer noch enorm kalt, weshalb wir noch nicht allzu lange draussen bleiben. Der nächste See ist wunderschön blau und wir geniessen die Umgebung. Langsam wird es auch etwas wärmer und die Sonne strahlt uns ins Gesicht. Die Landschaft ist wirklich sehr eindrücklich und bereits jetzt wissen wir, dass sich die Kälte und der Umweg gelohnt hat. Hier verspeisen wir unser Frühstück und setzen unsere Sightseeing Fahrt ins Yosemite Valley fort. Als wir jedoch ins Tal hineinfahren, fällt uns auf, dass die Sicht beschränkt ist. Es ist wohl ein wenig Rauch in der Umgebung, welcher jedoch durch kontrollierte Feuer entstanden ist und nicht durch die Waldbrände die in Kalifornien wüten. Ja, in Phoenix haben wir von den schlimmen Waldbränden das erste Mal gehört und seither versuchen wir, herauszufinden, wo sie genau sind, welche Ausdehnung sie haben und welche Gegenden wir meiden sollten. Da sich das täglich ändert, hat dies auf die Planung einen wesentlichen Einfluss. Zum heutigen Zeitpunkt wissen wir, dass die Feuer um Sacramento erst zu 50% kontrolliert sind und in Los Angeles etwa zu 80%. Wir werden sowieso nicht mehr weiter nördlich reisen und San Francisco überspringen, auch wenn wir wissen, dass es sich sehr lohnen würde. Wie immer, man muss seine Schwerpunkte setzen und bald wollen wir nach Mexiko, Molly verkaufen und, und, und… Naja, wir hoffen, dass wir Los Angeles besuchen können, wenn aber die Lage immer noch nicht gut ist, haben wir bereits eine Alternativroute ermittelt. Zudem haben wir mit Alex, ebenfalls einem ehemaligen Couchsurfer, noch Kontakt aufgenommen, da wir wissen, dass er in Kalifornien wohnt und wir ihn vielleicht besuchen können (je nachdem wo er stationiert ist). Wieder zurück zum Yosemite wo wir ja im Moment sind. Die Aussicht ist wie gesagt wegen der kontrollierten Feuer hier etwas beschränkt und als wir ankommen, sind wir gerade etwas überfordert mit den vielen Leuten und Autos. Wir fahren der einzigen Strasse ins Tal entlang und parken am Fluss, wo wir in Ruhe unser Mittagessen verspeisen. Im Dorf angekommen, suchen wir einen Parkplatz und das Visitor Center, da das Eingangshäuschen über die Passstrasse bereits geschlossen hatte und wir daher keine Karte erhalten haben. Einen Parkplatz zu finden ist schon mal gar nicht einfach und das Visitor Center ist noch ziemlich weit entfernt. So lassen wir es bleiben und besuchen die Attraktionen anhand unserer Karte, sonst läuft uns die Zeit davon. Eigentlich ist es ja nicht so schwierig, denn alles ist recht gut beschriftet. Aber nun kommt das nächste Problem, denn gewisse Bereiche sind nur mit Shuttle erreichbar. Nach langem Suchen finden wir endlich einen Parkplatz an der Strasse und machen uns zu Fuss auf den Weg zum vielversprechenden Mirror Lake. Als wir jedoch den Ort erreichen, sehen wir keinen See und denken, dass der wohl etwas weiter oben ist. Aber auch dort finden wir nichts und vermuten, dass dies ein ausgetrocknetes Flussbett ist und gehen auf die andere Seite des Wanderwegs. Wir kommen an einem Schild vorbei, dass effektiv besagt, der See existiere nur im Frühjahr und ist sonst ausgetrocknet. Naja, die Umgebung war trotzdem schön und es tut uns gut, die Beine etwas zu vertreten. Wir haben auch gehört, dass man viele beeindruckende Wasserfälle sehen können, jedoch in der aktuellen Jahreszeit sind es nur Rinnsale, wenn überhaupt. Abgesehen von den vielen Leuten, geniessen wir es aber sehr, denn das Tal ist wirklich atemberaubend. Zurück bei Molly setzen wir den Rundweg durch das Tal fort, halten von Zeit zu Zeit für ein Foto, bevor Molly wieder einige Höhenmeter klettern muss. Dafür werden wir mit einer atemberaubenden Aussicht über das Tal belohnt. Bald erreichen wir eine Abzweigung, von welcher es noch 25 Kilometer bis zum Glacier Point sind. Dort angekommen, können wir noch einen kurzen Wanderweg absolvieren, der uns einen tollen Ausblick über den berühmten Half Dome und weitere Berge bietet. Wir kommen kaum aus dem Staunen heraus. Es war ein langer Tag heute und schon bald ist es Abend, daher machen wir uns kurz darauf auf den Weg zu unserem Übernachtungsplatz. Dieser liegt über eine kurze Dirtroad hübsch gelegen im Wald. Es ist kein offizieller Übernachtungsplatz, sonder wohl eher ein Platz, um mit seinem ATV ins Gelände zu gehen. Wir sind aber wohl ausser Saison und verbringen einen gemütlichen Abend, der um einiges Wärmer ist als der Gestrige.

Giant Sequoia Nationalpark 19. & 20.11.2018

Heute wollen wir den Sequoia Nationalpark besuchen. Dieser ist jedoch noch ein Stückchen entfernt und wir machen zuerst einen Halt in der nächsten Stadt namens Fresno, wo wir einkaufen gehen. Danach fahren wir den langen Weg stetig aufwärts zum Sequoia Nationalpark. Auch hier ist die Aussicht beeinträchtigt aufgrund der kontrollierten Feuer. Gegen Mittag erreichen wir den Nationalpark und erfahren, dass die Fahrt durch den Kings Canyon schon eine Weile geschlossen ist. Im Visitor Center informieren wir uns über Campingmöglichkeiten, welche aber alle ziemlich teuer zu sein scheinen. Der nette Mitarbeiter informiert uns jedoch über einen Platz, wo wir gratis campen können und der nicht allzu hoch liegt. Zuerst einmal fahren wir zum General Grant Tree. Bereits hier gibt es einen Wald, voller eindrücklicher Sequoias, welche einfach riesig sind. Die Sequoias sind wie wir gehört haben, die Bäume mit der grössten Masse weltweit. Schon nur der Strunk von umgestürzten Bäumen überragt unsere Grösse bei Weitem. Es ist äusserst eindrücklich durch diesen Wald zu spazieren. Danach fahren wir trotzdem Richtung Kings Canyon, wobei wir bei der Strasse zum Resort Hume abbiegen. Wir merken, dass wir ausser Saison sind, denn vieles hat geschlossen und es sind nur noch wenige Touristen unterwegs. Die eindrücklichen Sequoias können wir aber dennoch bestaunen, was ja der Grund ist weshalb wir hierher gekommen sind. Die Strasse ist sehr eng und was wir wohl am wenigsten erwartet hätten ist, dass uns hier zwei UPS Transporter entgegen kommen. Wir witzeln, ob diese wohl die Eichhörnchen oder Bären beliefern. In Hume angekommen, können wir einen hübschen See bestaunen, der Ort selbst ist aber ausgestorben. So fahren wir bereits zu unserem Übernachtungsplatz. Nach den etwas anstrengenden letzten Tagen, haben wir nichts dagegen einmal etwas früher anzukommen. Aber als wir in die Strasse reinfahren wollen, stehen wir plötzlich vor einem geschlossenen Tor und sind etwas irritiert. Eine Alternative für heute Abend haben wir nicht. Vor dem Tor befindet sich jedoch einen Parkplatz mit Picknickmöglichkeit und Toilette, jedoch einigen Schildern, die das Übernachten hier untersagen. Wir versuchen nun das Schild no Camping so zu interpretieren, dass man kein Zelt stellen dürfen und bleiben. Es ist ja schliesslich ausser Saison und das wird wohl niemanden interessieren. Am späteren Nachmittag kommt dann noch ein weiterer Van, der aber ohne jegliche Anstalten einfach das Tor öffnet und hineinfährt. Hm, sollen wir das auch machen? Aber es wird wohl einen Grund haben, dass das Tor geschlossen ist. Als wir gerade unser verfrühtes Abendessen verspeisen, kommen zwei Ranger und sprechen uns an. Wir befürchten schon, dass wir uns verziehen müssen. Sie fragen uns aber lediglich, ob wir jemandem gesehen hätten, der das Tor passiert hat. Wir erzählen ihnen vom Van, aber offenbar suchen sie ein anderes Fahrzeug. Wir packen die Gelegenheit am Schopf und fragen, ob wir das Tor den passieren dürften oder ob es ok wäre, hier die Nacht zu verbringen. Die Ranger meinen nur, dass wir beides dürfen, der Grund für das geschlossene Tor ist jedoch, dass morgen ein Sturm gemeldet sei und wir daher morgen bis 10 Uhr die Gegend verlassen müssten. Gut zu wissen, aber wir haben uns hier sowieso gemütlich eingerichtet und entscheiden uns zu bleiben, denn nun haben die Ranger das sogar offiziell bewilligt. Wir verbringen hier zwar einen gemütlichen aber wieder eher kalten und daher nicht allzu langen Abend.

Heute wollen wir noch die restliche Gegend in den geöffneten Teilen des Nationalparks erkunden und starten daher wieder ziemlich früh. Alex, unser ehemaliger Couchsurfer, hat uns zudem zu sich nach San Luis Obispo eingeladen, weshalb wir eine entsprechende Route an der Küste austüfteln, damit wir dieses morgen erreichen. Zuerst besuchen wir den General Sherman Tree, den wohl grössten Giganten auf der Welt. Der Baum steht selbstverständlich nicht alleine sondern ist umgeben von weiteren beeindruckend grossen Sequoia Bäume. Etwas weiter südlich biegen wir in die Crescent Meadow Road ein, wo wir wiederum viele verschiedene Sequoias bereits vom Auto aus bestaunen können. Man kann sogar unter einem umgefallen Sequoia, dem Tunnel Log, hindurchfahren, aber leider ist Molly mit 3 Meter Höhe etwas zu gross für diese Aktion. Cool sieht es aber trotzdem aus. Wir fühlen uns so klein neben diesen Baumriesen. In Crescent Meadow gehen wir etwas spazieren und kommen dabei sogar einem Häuschen vorbei, das vor vielen Jahren in einem umgefallenen Sequoia gebaut wurde. Wir haben zudem erfahren, dass die grossen Sequoias sehr feuerbeständig sind und oftmals mehrere Feuer problemlos überleben. Kein wunder bei einer bis zu 90 Zentimeter dicken Rinde. Es gibt sogar hier absichtliche, kontrollierte Feuer, welche offenbar für die Sequoias notwendig sind. Denn sie können nur gut wachsen, wenn das Sonnenlicht bis zum Boden gelangt und daher ist es gut, wenn der Wald nicht zu dicht wird. Wir erfahren, dass das Ökosystem auf die normalerweise alle 5-15 Jahre stattfindenden Feuer angewiesen ist.  Auf dem Rückweg zur Hauptstrasse machen wir zudem noch einen Stopp beim Moro Rock, den wir noch schnell erklimmen. Von hier hat oder hätte man eine wahnsinns Aussicht. Die Aussicht ist auch jetzt gut, aber wie schon mehrmals erwähnt, aufgrund des Rauchs etwas eingeschränkt. Interessanterweise oder auch glücklicherweise sieht man einfach den Rauch, riecht ihn aber nicht oder nur kaum. So, nun haben wir genug Sequoias gesehen und machen uns auf den langen Weg zum heutigen Schlafplatz. Nachdem wir den Nationalpark verlassen haben, machen wir noch kurz eine Mittagspause am See, bevor wir die ca. 130 Meilen in Angriff nehmen. Die Region hier ist sehr flach und man sieht entsprechend weit. Nach etwa 100 Meilen in Coalinga biegen wir auf eine Nebenstrasse ab, wo es gratis BLM Campground geben sollte. Wie die Strasse aussehen soll, wird noch eine Überraschung bleiben. Gerade vor dem einbiegen fällt uns ein Industriegebiet mitten im nirgendwo auf. Wir vermuten dass dies etwas alte Ölbohranlagen sind, aber noch voll im Betrieb. Die Strasse ist etwas speziell, aber geteert. Trotzdem muss man sehr auf Schlaglöcher und Speedbumps aufpassen. Dies obwohl die Höchstgeschwindigkeit 60 Meilen pro Stunde (fast 100 km/h) beträgt. Einige Grundstücke sind sehr merkwürdig, bestückt mit ganz vielen, ziemlich einschüchternden Beschilderungen, dass man sich dem Grundstück nicht nähern darf. Naja, wir stellen die wildesten Theorien und Vermutungen auf, aber vielleicht sind die Leute hier einfach ängstlich. Wobei uns auf den 40 Meilen kein einziges Auto entgegen gekommen ist und wir uns schon bald fragen, ob da überhaupt wer wohnt. Als wir jedoch beim besagten gratis Campingplatz ankommen, sind wir überrascht wie hübsch dieser eingerichtet ist und was für eine tolle Aussicht wir da haben. Wir fühlen uns sehr wohl hier. Wir können sogar zum ersten Mal, den aus Filmen bekannten Vogel, den Roadrunner bestaunen und am Abend schleicht wieder ein Fuchs oder Coyote herum, ansonsten sind wir alleine.  


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14.11.2018 – 20.11.2018

Las Vegas & Arizona Hot Springs 14.11.2018

After resting undisturbed in the parking lot, we set off early in the morning for the Arizona Hot Springs. The path is mostly flat. There are different paths and we just take the path that suits us the most. After a while, it goes uphill and we reach an impressive rock formation. In about 3 miles we reach the hot springs. But we want go a little further to the Colorado River, but since there is no way around the Hot Springs, we already put on our bathing suit. The first bassin is not even ankle deep, but enormously hot, so we feel it burns our feet and we go quickly to the next. The temperaturen is a little bit better, but we are not used to it, so it still feels very hot. The third and last pool for the moment has the perfect temperature. Then we reach the end of the Hot Springs and we get into a conversation with a man, who seems to be here often here. He tells us, the foremost pool is about 43 degrees, the other about 40 to 41, and there is one more with 39 degrees. We continue to the Colorado River and first have to go down a ladder. The way there is not far and since we already have the bathing suit, Manuela takes a refreshing swim in the Colorado River. The prospect of the upcoming hot springs and the good weather are just too good. So we return and treat ourselves to a warm, relaxing bath in this great place. After our skin is softened nicely, we make our way back, whereby we do not take the same way as we came. That would be boring. While it is always nice and easy at first, we suddenly stand in front of a wall, where we have to climb up. This irritates us a bit at first, but finally it works out fine. We pass two or three such obstacles, which is why we reach Molly only in the early afternoon. We want to drive to Lake Mead and the Hoover Dam for lunch. When we turn from the Highway, In order to reach those places, we are first in a traffic jam for a while. It seems like everyone wants to visit this Hoover Dam today. We decide against it and make a stop at the lookout point on Lake Mead. We have a great view of this beautiful blue lake and are pretty much surprised to find it near Las Vegas. But here are too too many people for having lunch to eat in peace, which is why we go a little further. In Boulder City, a suburb of Las Vegas, we find a park where we finally have lunch. However, as we look a little closer to one corner of the park, we are amazed to see some bighorn sheep here. We’ve looked for them many times during hikes and never seen them here. We are excited. We spontaneously decided to book a hotel room in Las Vegas, because the car accommodation options are rather rare and relatively expensive. With the Bookers app we find a nice double room for an affordable $ 50, which we are heading for now. Traffic is getting denser and the highway lanes are doubling and tripling. It is quite impressive to enter this city. In the middle of the city, but also near the main attractions is our hotel. It is nicely decorated, just the wedding chapel in the lobby looks a bit special but that’s Las Vegas is known for. After we moved into our rooms, it got already dark and we walk to town, the so-called Las Vegas Strip. We know this is long, but we think we can handle it easily. After about 2 miles we reach the first attraction, the Stratosphere. This is a high tower you can go up to enjoy the view and / or do some action activities like bungee jumping. We decide to do a ride one of the roller coasters. Before we can pass countless floors with a high-speed elevator, we first go to a „photo shooting“. Once at the top, we enjoy the view over the huge city and discuss which rollercoaster we want to try. Although Rollercoaster is a bit slow, it drives us out and high above Las Vegas, where we have an incredible view and spin in circles above the edge of the building. That was very impressive but also quickly over. We enjoy the view from the tower for a while, before heading, where a huge casino hall on the ground floor is. That’s something we still have to learn in Las Vegas, actually every building complex is primarily equipped with a casino and then offers other attractions. However, we continue our city walk. It seems like the Strip is recreated like different parts of other cities. Then we reach Venice, which is nicely equipped with obviously expensive gondolas in canals. The outdoor area is lavish and impressive, but perhaps a bit cheesy. Inside is a huge game room. Afterwards we arrive in Paris, where its landmark, the Eiffel Tower, is rebuilt. There is another artificial volcano called The Mirage and just as we arrive we get to see the last activities of the eruption. Then we go to the Fountains of Bellagio, where we can watch a very impressive fountain, which is moving according the music. Then we stroll along the street and stay a little in the complex of buildings Paris whose roof looks like the sky and where we treat ourselves to a delicious cocktail. Then we dare to one of the countless slot machines for a gamble. Somehow, all slot machines seem to work on the same princip. With 30 cents you can theoretically already play, because the machine takes only notes and you can only play for 30 cents, if you have a so-called check. We’ll put in a dollar bill, pull the lever and repeat that a few times. We even win a dollar for a short time, but we lose it shortly thereafter. As soon as you stop playing, you will receive a check with the current balance. However, this is now under the said thirty cents, which is why this in itself is useless. We try our luck again to another machine, but after this one has eaten a few dollar bills, we give up. It was funny, but we do not feel we can win anything at those machines. As I said, many have a different design, but basically all machines work the same. Of course you can also play the typical games, such as blackjack, poker and roulette, but we dare not approach this, since the probably demand a higher amount than 30 cents. Somehow we are pretty tired, because it is already after midnight and we still have about 6 kilometers to walk to our hotel in front of us. So we slowly start on our way, which seems infinitely long and our feet hurt. We realize how many kilometers we have made on foot today, because the hike to the Arizona Hot Springs was also today. Totally exhausted, we reach our hotel, where we cuddle up to bed and relax.

Death Valley Nationalpark 15. – 17.11.2018

We sleep well today and enjoy the last hours in the hotel. Since breakfast is not included in the price of the hotel, we decide to have breakfast in the parking lot by Molly. Somehow, we do not really know what we want today, just want to go in the direction of Death Valley. First of all we have to know in which direction we have to go. After we have planned something, we move on. First we drive through the Strip again to see the buildings we didn’t yesterday, like the Pyramid, New York etc. It’s exciting to see it all in daylight, though the city with its thousands of lights in the night is much more special. After we have admired the impressive buildings in detail, it goes back to nature. We drive a little detour, so we can drive a bit outside of Las Vegas downtown on a side street. We pass a beautiful area, where we have a view to nice red mountains. After this little detour, we reach again a larger highway that leads us to Pahrump. Here we want to buy some groceries just before entering Death Valley. The landscape is then very barren, but still impressive. When we reach the intersection where we drive into the Death Valley National Park, there is only one hotel in the middle of nowhere. The mood is very special and at the moment we have the feeling that this National Park is getting a bit lonely. But as we go spontaneously to an attraction, there are quite a few people there. We can look down on the so-called Badwater, which is located below the sea level. Badwater is referred to here as the extreme conditions have depleted nutrients from the soil, making it difficult for any species to survive. We enjoy the view of the hilly landscape and look forward to what else is waiting for us in this national park. For today, however, is enough and we are looking for a cozy campsite, where we spend a very nice evening.

We are leaving early today. Because after we got a map in the tourist center, we have seen how huge this national park actually is. We drive back a bit today, where we visit the so-called Badwater, which is 85 meters below sea level. It is a kind of salt desert and reminds us very much of the Salar de Uyuni in Bolivia. It is very impressive here and we enjoy this special landscape. We notice that we lose the feeling of distance on this salt surface, because everything seems closer than it is. Then we drive back along the road, but not very far, first to make a very short hike to an imposing stone bridge and then to visit the colorful hills called Artist Palette. We conclude the Badwater Road by taking a longer hike through the Golden Canyon. Back at Furnace Creek, where we stayed yesterday, we stop for lunch and by the Visitor Center to see if the road to Yosemite National Park is accessible from the north. It is, but this can change anytime the weather changes. Somehow we do not really want the cold anymore, but the Yosemite would amaze us. But if we can not take the approach on the north side, we would have to make a big detour. We’ll leave that question open, because only until tomorrow, when we leave Death Valley, we should know which way to go. We decide to make a bigger detour to the Ubehebe crater, which is about 60 kilometers away. Since we have no particular desire for adventure routes, it also means that we have to drive back the same way. After the crater, the road becomes a bumpy 4×4 route, which is actually drivable with a good 2WD vehicle with high ground clearance in dry weather. We therefore simply drive to the crater, where we are totally amazed by the moon-like landscape. Arrived at the volcano crater, it winds enormously. As a result, we do not spend too long marveling at the impressive crater and soon return to our sheltered Molly. Back on the normal road, we visit the Mesquite Flat Sand Dunes, on which we walk a bit. Then it goes directly to the free campsite, we reach just before it gets dark and fortunately we catch the last available site. We spend a pleasant evening at this place, which is just built for about 10 campers. We are even visited by a fox, who is probably here foraging.

Today is the last day in Death Valley and we’ll see how it’s going to continue. After breakfast, we make a detour through the Emigrant Canyon and Wildrose Road. As we make another detour via Charcoal Kiln Road to see some painted stones, the road gets so bad that we have to turn around. Somehow we just got a Deja Vu with the blown tire at the Chloride Mural a few days ago and we do not want to repeat that. We could have gone on foot, but the road is so narrow that we can not park anywhere. So we drive a bit backwards where we can turn and get off for some photos. There is still a few other normal cars, but no one goes further than us and all turn around again, apart from the off-road vehicles. Therefore, we go back to the Emigrant Canyon Road, where we are now a bit nervous on the upcoming unpaved section. But with enough patience, Hanspeter easily maneuvers Molly through the very narrow street. Back on the main road from Death Valley, we decide that we will definitely take the exit towards Yosemite National Park. Even though we still have no reception and the pass road was already closed on the same date in previous years, we rely on the weather report that there is currently no rainfall. Yesterday we were still confirmed that the road is open. For the grand finale of Death Valley National Park, we’ll pass a very pretty vantage point on the lunar landscape. The area is also used as a training ground for fighter jets, which we can understand very well, since it seems to be a very difficult terrain. Anyway, we do not see any today. We continue our journey and pass first the village Lone Pine. In Bishop we make a shopping stop, where we stock up our supplies and have internet reception for the first time since Las Vegas. It still seems that the pass road is open and the weather forecast, apart from the temperatures over night, looks good. However, according to the figures from the previous year, we find that the pass road has never been open so long, which is probably also a sign of global warming. We are now trying to find an overnight place, but under 6000 feet (2000 meters) so it probably not gets too freezing in the night. It is getting late evening and we pass a beautiful landscape with an azure lake. The first campsite has closed seasonally and the next is just a rest stop. We drive on and head for a free campsite, whether 6000 or 7000 feet does not matter anymore. We find a beautiful campsite and can hardly believe that this gem is free. Unfortunately, it needs a permit to fire, which is why we do without it. We are already seeing ice on the river nearby and we are worried that the night will be cold. As soon as the sun goes down, it gets cold, ice cold and we dig out our caps and gloves. So it happens that once more shortly after we have eaten our dinner, we disappear in Molly and play a little the card game “jassen”. But it gets so cold that you feel like everything that is not in your sleeping bag freezes, and so we’re going to sleep soon.

Yosemite Nationalpark 18.11.2018

This morning is very cold and we do not feel like getting up. Nevertheless we crawl out of the sleeping bags after 6 o’clock and prepare a coffee before we leave. -6 displays Molly’s indoor temperature, -10 degrees Celsius was the lowest outside temperature tonight – probably the coldest yet. But still, our sleeping bags did not freeze us. In retrospect, these were probably one of the best investments for our trip. Not far from here is the June Lake Junction, where is a circular route through several lakes. We decide to make this little detour. The lakes are very beautiful and we find there a winter resort, which has not opened yet. Back on the road we soon reach the turnoff that leads to the Yosemite Pass road. Here we are relieved, everything is still open, because if not, we would have had to drive at least a 200 miles detour. The environment over the mountain road is breathtaking and soon we reach the first lake in the park, which is frozen. It is about 8 o’clock and still very cold, which is why we have not been out for too long. The next lake is beautiful blue and we enjoy the surroundings. Slowly it gets a bit warmer and the sun shines in our faces. The landscape is really impressive and we already know, the cold and the detour was worth it. Here we eat our breakfast and continue our sightseeing trip to the Yosemite Valley. However, when we drive into the valley, we notice that the view is limited. There may be a bit of smoke in the area, which is caused by controlled fires and not by the forest fires raging in California. Yes, in Phoenix we heard about the bad forest fires for the first time and since then we have been trying to find out exactly where they are, what their extent is and what areas we should avoid. Since this changes daily, this has a significant impact on the planning. At the present time we know that the fires around Sacramento are only 50% controlled and in Los Angeles about 80%. Anyway, we will not travel further north and skip San Francisco, even though we know it would be very worth. As always, you have to set your priorities and soon we want to go to Mexico, sell Molly and, and, and … Well, we hope that we can visit Los Angeles, but if the situation is still not good, we have already determined an alternative route. We also contacted Alex, a couch surfer we met at home, because we know he lives in California and we may be able to visit him (depending on where he’s stationed). Back to the Yosemite, where we are at the moment. The view is, as I said, limited because of the controlled fires here and when we arrive in the village, we are just a bit overwhelmed with the many people and cars. We drive down the only road into the valley and park by the river, where we eat our lunch in peace. Arrived in the village, we are looking for a parking space and the visitor center, because the entrance lodge had already closed on the pass road and therefore we have not received a map. Finding a parking space is not easy at all and the visitor center is still quite far away. So we give up and visit the attractions on the base of our map, otherwise we run out of time. Actually, it’s not that difficult, because everything is labeled quite well. But now comes the next problem, because certain areas are accessible only by shuttle. After a long search, we finally find a parking space on the street and walk to the promising Mirror Lake. However, when we reach the place, we see no lake and think that is probably a bit higher up. But even there, we suspect that this is a dried up river bed and we go to the other side of the trail. We pass a sign saying that the lake only exists in spring and is otherwise dry. Well, the environment was still nice and it feels good to stretch our legs. We have also heard that you can see many impressive waterfalls, but in the current season these are only little streams. Apart from the many people, we enjoy it very much, because the valley is really breathtaking. Back at Molly, we continue the circular drive through the valley, stopping for a photo from time to time, before Molly has to climb a few meters. We are rewarded with a breathtaking view over the valley. Soon we reach a junction, from which it is still 25 kilometers to Glacier Point. Once there, we can do a short hiking trail, which offers us a great view over the famous Half Dome and other mountains. It was a long day today and soon it is evening, so shortly afterwards we head off to a place to sleep. This is located on a short dirt road nicely located in the forest. It is not an official place to stay, but rather a place to go with his ATV in the area. But we are probably out of season and spend a cozy evening, which is a lot warmer than yesterday.

Giant Sequoia Nationalpark 19. & 20.11.2018

Today we want to visit the Sequoia National Park. However, this is still a bit away and we first make a stop in the next town called Fresno, where we go shopping. Then we drive the long way steadily up to the Sequoia National Park. Again, the view is impaired due to the controlled fire. Around noon we reach the National Park and learn that the drive through Kings Canyon has been closed for a while. In the visitor center we inform ourselves about camping possibilities, which all seem to be quite expensive. The nice staff informs us however about a place, where we can camp for free and on not too high altitude. First of all we drive to the General Grant Tree. Already here is a forest, full of impressive Sequoia trees, which are simply huge. The sequoias are, as we have heard, the largest trees in the world. Even only the trunk of fallen trees are above our size by far. It is very impressive to walk through this forest. Afterwards we drive towards Kings Canyon, where we turn off at the road to the resort Hume. We notice that we are out of season, because a lot has closed and there are only a few tourists on the way. But we can still marvel at the impressive Sequoias, which is why we came here. The road is very narrow and what we would have least expected is that we meet two UPS vans here. We joke, whether they supply the squirrels or bears. Once in Hume, we can marvel at a beautiful lake, but the place itself is extinct. So we drive already to our overnight place. After the tiring last days, we have nothing against arriving a little earlier. But when we want to drive into the street, we are suddenly in front of a closed gate and are a bit confused. We do not have an alternative for tonight. In front of the gate, however, is a parking lot with picnic area and toilet, but some signs that prohibit staying here. We are now trying to interpret the sign no camping so that you can not put a tent and stay. After all, it’s out of season and nobody will care. In the late afternoon there is another van and the driver just open the gate and go into it without any preparations. Hm, should we do that too? But it will probably have a reason that the gate is closed. As we eat our early dinner, two Rangers come and speak to us. We are afraid that we will have to move on. They only ask us if we have seen someone who has passed the gate. We tell them about the van, but apparently they are looking for another vehicle. We grab the opportunity and ask if we should pass the gate or if it would be ok to spend the night here. The Rangers say we can do both, but the reason for the closed gate is, tomorrow will be a storm and we have to leave the area by 10am. Good to know, but we settled in here anyway and decide to stay, because now the Rangers have officially approved it. We spend a cozy but again rather cold and therefore not too long evening.

Today we want to explore the rest of the area in the open parts of the National Park and therefore start again pretty early. Alex, our couch surfing friend, has invited us to San Luis Obispo, so we plan a route along the coast to reach it tomorrow. First we visit the General Sherman Tree, probably the biggest giants in the world. Of course, the tree is not alone but is surrounded by the impressive sequoia trees. A little further south we turn into the Crescent Meadow Road, where we can again admire many different Sequoias from the car. You can even drive under a fallen Sequoia, the Tunnel Log, but unfortunately Molly is with 3 meters too high. Cool it looks anyway. We feel so small next to these giant trees. At Crescent Meadow we walk for a while and even pass a little house that was built many years ago in a fallen Sequoia. We also learned that the big sequoias are very fire resistant and often survive several fires without any problem. No wonder with up to 90 centimeters thick trunk. There are even deliberate, controlled fires here, apparently necessary for the Sequoias. Because they can only grow well when the sunlight reaches the ground and therefore it is good if the forest is not too dense. We learn that the ecosystem relies on the fire, which normally takes place every 5-15 years. On the way back to the main road we also make a stop at Moro Rock, which we still climb up. From here you have or would have an awesome view. The view is good now, but as mentioned several times, due to the smoke somewhat limited. Interestingly, or fortunately, you can just see the smoke, but it does not smell or hardly smells. Well, now we have seen enough Sequoias and make our way to today’s sleeping place. After leaving the National Park, we stop for lunch at the lake before driving the approximately 130 miles further. The region here is very flat and you can see a lot. After about 100 miles in Coalinga, we turn off onto a side street where there should be a free BLM campground. What the street will look like will remain a surprise. Just before turning we notice an industrial area in the middle of nowhere. We suspect that these are some old oil pump station, but seem still fully operational. The road is a bit special but paved. Nevertheless, you have to be very careful on potholes and speed bumps. This although the maximum speed is 60 miles per hour (almost 100 km/h). Some properties are very strange, with quite a few intimidating signs that you are not allowed to approach the property. Well, we’re setting up the wildest theories and guesses, but maybe the people here are just scared. Where we have not met a single car on the 40 miles and we soon wonder if there ever one is living. However, when we arrive at the free campsite, we are surprised how pretty this is furnished and what a great view we have there. We feel very comfortable here. We can even marvel at the roadrunner for the first time, and in the evening a fox or coyote sneaks around again, otherwise we are alone.

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